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3620/2021

Beantwortung der AFD-Anfrage AN 2115/2021 "Öffentliche Werbung für Handwerksberufe"

Beantwortung einer Anfrage (BV) 19.10.2021

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Nächste Beratung: Bezirksvertretung 9 (Mülheim), Sitzung am 25.10.2021, TOP 7.2.1.1

Beantwortung einer Anfrage (BV)

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Beantwortung einer Anfrage (BV)

6098 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
I/11/111/3 
AN 2115/2021 
Vorlagen-Nummer 
 3620/2021 
Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung  
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Bezirksvertretung 9 (Mülheim) 25.10.2021 
 
Beantwortung der AFD-Anfrage AN 2115/2021 "Öffentliche Werbung für Handwerksberufe" 
 Die Anfrage der AFD-Fraktion in der Bezirksvertretung Mülheim vom 05. Oktober 2021 zum oben 
genannten Thema wird wie folgt beantwortet. 
 
1. Welche Bemühungen gehen von Seiten der Stadt Köln aus, um jungen Menschen den 
Einstieg in eine Ausbildung nahezulegen? 
 
Die Stadt Köln bietet als größte kommunale Einstellungsbehörde und damit als einer der 
größten „Ausbildungsbetriebe“ in NRW Nachwuchskräften vielfältige Ausbildungsmöglichkei-
ten.  
In Zeiten des demographischen Wandels einerseits sowie der wachsenden Aufgabenvielfalt 
andererseits verfügt die Stadt Köln über einen modernen Internetauftritt, der unter 
https://www.stadt-koeln.de/politik-und-verwaltung/ausbildung-karriere-bei-der-
stadt/ausbildung zu finden ist.  
 
Hier werden neben den über 30 Berufsbildern und Studiengängen auch weitere Karrieremög-
lichkeiten bei der Berufsfeuerwehr, in den sozialen Berufen und Studiengängen sowie bei den 
Bühnen der Stadt Köln beworben. Zudem besteht ein persönliches Beratungsangebot. 
 
Insgesamt stellt die Ausbildungsleitung der Stadt Köln in den von ihr betreuten verschiedenen 
Berufsbildern und Studiengängen jährlich ca. 350 Nachwuchskräfte ein, um sowohl die be-
stehenden Bedarfe decken zu können als auch ihrem gesellschaftlichen Auftrag gerecht zu 
werden.  
 
Daher bietet die Stadt Köln neben den bekannten Verwaltungslaufbahnen und Ausbildungs-
berufen auch viele technische, handwerkliche und gewerbliche Ausbildungen und Studien-
gänge an, um dem Fachkräftemangel aktiv entgegenzuwirken. Viele der angebotenen Ausbil-
dungsberufe können von Hauptschüler*innen und/oder jungen Menschen mit Fachoberschul-
reife absolviert werden und werden ebenfalls sehr aktiv beworben. 
 
Parallel zum Internet wirbt die Stadt Köln auch vielfach auf großen Ausbildungs- und Karrie-
remessen in der Umgebung sowie an Schulen, im Rahmen von Kooperationen oder auf In-
formationstagen. Ebenso besucht die Ausbildungsleitung jährlich Förderschulen und stellt 
dort ihr Angebot an regulären wir auch inklusiven Ausbildungen vor. 
 
Dabei kann die Stadt Köln mit vielen attraktiven Rahmenparametern werben, z.B. der Verein-
barkeit von Beruf und Familie (Work-Life-Balance), Sonderzahlungen, beruflicher Sicherheit 
und vielfältigen Fortbildungs- und Karrieremöglichkeiten. 
Aktuell wird für den Ausbildungsbereich eine zeitgemäße und zielgruppenorientierte Werbeli-
nie „Mach Köln frischer“ aufgebaut.

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Zudem ist die Ausbildungsleitung der Stadt Köln auch auf Instagram aktiv und berichtet hier 
regelmäßig über ihre Aktivitäten. 
 
Weiterhin bietet die Stadt Köln durch die Kommunale Koordinierungsstelle Übergang Schule 
und Beruf fachlich hervorragende Ansprechpartner*innen für Schüler*innen, Eltern und Lehr-
kräfte, um diesen eine realistische Zukunftsplanung beim Einstieg ins Berufsleben zu geben. 
Weitere Informationen zur Landesinitiative „Kein Abschluss ohne Anschluss“ der Amtes für 
Schulentwicklung finden sich unter: https://www.stadt-koeln.de/artikel/67308/index.html . 
 
Zusätzliche Beratungsangebote bestehen auch über den U 25-Bereich des Kölner Jobcenters 
sowie die Jugendberufsagentur (Kooperation Agentur für Arbeit, Jobcenter und Stadt Köln). 
 
2. Ist es inzwischen belegt, dass die Zahl der Auszubildenden im Handwerk weiter rück-
läufig ist? 
 
Im Rahmen der jährlichen Ausschreibungen von Ausbildungsplätzen in den technischen, 
handwerklichen und gewerblichen Ausbildungsberufen ist bei der Stadt Köln kein Rückgang 
an Auszubildenden erkennbar. So blieben die Bewerbungen im angesprochenen Bereich mit 
über 1.300 Bewerbungen auch 2021 konstant.  
 
Eine Aussage für die Ausbildungsbetriebe außerhalb der Stadtverwaltung Köln kann hier 
nicht getroffen werden. 
 
3. Kann z.B. durch „Tag der offenen Tür“ – Aktionen gezielt auch in Stadtteilen für eine 
Ausbildung geworben werden? Wie wurden bisherige Aktionen bewertet? 
 
Die Ausbildungsleitung der Stadt Köln hat in der Vergangenheit bereits vielfach gesonderte 
Ausbildungsmessen in unterschiedlichen Stadtteilen (u.a. Nippes, Chorweiler, Kalk, Porz) be-
sucht, teilweise auch wiederholt.  
 
Hierbei hat sich ein solches Angebot aus Sicht der Ausbildungsleitung nicht bewährt. Das 
quantitative Gesprächsaufkommen war nicht zufriedenstellend. Spätere Einstellungen nach 
„Stadtteilmessen“ waren ausnehmend selten.  
 
Hier bringen allgemeine Ausbildungsmessen an zentralen Orten ebenso mehr Erfolg wie ein 
guter Internetauftritt, ein modernes Social-Media Angebot, eine attraktive Werbelinie und der 
Besuch konkreter Schulen unter Einbindung z.B. der zuständigen Kurslehrer*innen. 
 
4. Welche Aufgaben in diesem Bereich liegen konkret bei der Stadt Köln? 
Die Stadt Köln wirbt aktiv für ihre eigene Ausbildung und führt diese sehr erfolgreich an fast 
80 Dienststellen durch. 
 
Zudem bietet die Stadt Köln, wie bereits unter 1. ausgeführt, durch die Kommunale Koordinie-
rungsstelle Übergang Schule und Beruf eine realistische Zukunftsplanung beim Einstieg 
durch, die auch eine Berufsberatung handwerklicher Ausbildungen beinhaltet.  
 
In anderen Fällen gibt es immer wieder Initiativen in den Bezirken, die oftmals durch Beteiligte 
vor Ort durchgeführt werden, z.B. der Markt der Möglichkeiten über die Ausbildungsbörse 
Nippes, die wiederum von der Bezirksvertretung Nippes unterstützt wird. 
 
5. Wäre es grundsätzlich vorstellbar über Schaukästen bei den Bezirksämtern eine direkte 
Werbung zu praktizieren?  
 
Die Stadt Köln hat in der Vergangenheit auch schon für ihre eigene Ausbildung in den Aus-
stellungs- und Aushangflächen der Bezirksämter geworben, z.B. in den dortigen Kundenzen-
tren und den sonstigen Wartebereichen. Wegen der größeren Reichweite nutzt die Ausbil-
dungsleitung vorrangig den Internetauftritt für Werbung um Auszubildende.

3

Beratungsverlauf (1)

25.10.2021 Bezirksvertretung 9 (Mülheim)
TOP 7.2.1.1 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

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Details

Aktenzeichen
3620/2021
Typ
Beantwortung einer Anfrage (BV)
Datum
19.10.2021
Erstellt
14.10.2021 12:17