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AN/1256/2025

Änderungsantrag zu TOP: 3.1.8, Industriestandort Köln stärken - Arbeitsplätze sichern und schaffen

Gem. Änderungsantrag (SPD) 03.09.2025

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Nächste Beratung: Rat, Sitzung am 04.09.2025

Gem. Änderungsantrag nach § 13 (SPD)

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Gem. Änderungsantrag nach § 13 (SPD)

6380 Zeichen

Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN  
CDU-Fraktion  
SPD-Fraktion  
Die Linke-Fraktion  
FDP-Fraktion  
VOLT-Fraktion 
 
 
An Frau 
Oberbürgermeisterin Henriette Reker 
 
 
 
 
Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: 03.09.2025 
 
AN/1256/2025 
 
Änderungs- bzw. Zusatzantrag gem. § 13 der Geschäftsordnung des Rates 
Gremium Datum der Sitzung 
Rat 04.09.2025 
 
Änderungsantrag zu TOP: 3.1.8, Industriestandort Köln stärken - Arbeitsplätze sichern 
und schaffen 
Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin,  
 
die antragstellenden Fraktionen bitten Sie, folgenden Änderungsantrag auf die T agesordnung 
der nächsten Sitzung des Rates am 04.09.2025 zu setzen: 
 
V orbemerkung:  
Eine starke, erfolgreiche Wirtschaft ist für den sozialen und kulturellen Pulsschlag Kölns 
unerlässlich. Starke industrielle Wertschöpfungsketten erhöhen die steuerlichen 
Mehreinnahmen und sichern die Zukunft unserer Stadt. Köln bleibt hinter seinen Möglichkeiten 
zurück, Wachstumspotenziale in Industrie und Digitalwirtschaft zu heben und so die 
Einnahmen signifikant zu verbessern.  
Neue Unternehmen müssen auf eine einladende Willkommenskultur treffen, angestammte 
eine an ihren Bedürfnissen orientierte Betreuung durch die V erwaltung und die KölnBusiness 
Wirtschaftsförderungs-GmbH erfahren.  
Ein effizientes Gewerbeflächenmanagement soll gewährleisten, industrielle und gewerbliche 
Ansiedlungswünsche konstruktiv zu begleiten und einen widerstandsfähigen Branchenmix für 
die Stadt zu gewährleisten. 
 
Zur Stärkung der Kölner Wirtschaft fasst der Rat deshalb folgenden 
 
 
Beschluss:

- 2 - 
 
1. Auf der Grundlage des am 13.2.25 (3989/2024) beschlossenen Stadtentwicklungskonzepts 
für die produzierende Wirtschaft soll eine Task Force die speziellen Bedürfnisse der Industrie 
vertieft in den Blick nehmen und Vorschläge für eine effizientere Stru kturierung wirtschafts- 
und industrierelevanter Verwaltungsvorgänge erarbeiten. Dazu gehört die Bereitstellung von 
Industrie- und Gewerbeflächen (GI-/GE-Flächen). Die Verwaltung wird nach nun erfolgtem Be-
schluss des Regionalplans beauftragt, die für Köln vorgesehenen 370 ha Gewerbeflächen pla-
nungsrechtlich voranzutreiben. Dies kann ggf. mit externer Unterstützung (z.B. “Moderne 
Stadt”) geschehen. Dazu gehört auch die Entwicklung von modernen Mobilitätskonzepten, die 
den Wirtschaftsverkehr maßgeblich tangieren und die Durchführung von Umweltverträglich-
keitsprüfungen.  
2. In der Verwaltung wird ein modernes strategisches Flächenmanagement eingerichtet. Ziel 
ist es, sinnvolle Flächentausche, die optimale Nutzung vorhandener GI/GE-Flächen und die 
Erschließung neuer, wirtschaftlich nutzbarer Flächen strukturiert zu organisieren. Die Umwid-
mung bisheriger GI/GE-Flächen erfolgt künftig nur, wenn qualitativ und quantitativ adäquate 
Ersatzflächen für GI/GE-Nutzung bereitgestellt werden.  
3. Die Verwaltung soll die Voraussetzungen für die Einrichtung eines Innovationsparks prüfen, 
in dem Industrie (Pharma, Biotech, Maschinenbau, moderne Mobilitätswirtschaft) und digitale 
Technologien (KI, Robotik) verknüpft werden. Auf der erfolgreichen Struktur des BioCampus 
soll aufgesetzt werden. Es soll ein regionaler Forschungsaustausch unter Einbeziehung des 
Rheinischen Reviers aufgebaut werden. In diesem Innovationsnetzwerk sollen die Hochschu-
len, Forschungseinrichtungen und relevante Wirtschaftsunternehmen ein Exzellenz -Cluster 
bilden, der Start Ups mit hochproduktiven Arbeitsplätzen anzieht. Im Fokus steht hier, weiteres 
Potential bei den vorhandenen Stärken Kölns rund um Digitaltechnologien zu heben und in 
der Zusammenarbeit mit den Industrieunternehmen unserer Stadt zu verknüpfen. Im Fokus 
muss generell die Entwicklung intelligenter Produkte stehen.   
4. Die regionale Zusammenarbeit ist auch darüber hinaus zu intensivieren. Hier können wir an 
die Erfahrungen der Stadtwerke Köln GmbH mit der RheinEnergie und deren vielfältigen Be-
teiligungen anknüpfen. Sofern für große, arbeitsplatzreiche Ansiedlungen von Industrie- oder 
industrienahen Unternehmen keine geeigneten Flächen auf Kölner Stadtgebiet bereitgestellt 
werden können, so ist eine Lösung in Zusammenarbeit mit den Kommunen im Umland zwin-
gend zu suchen. Die Verwaltung wird darüber hinaus gebeten, aktiv das Gespräch mit den 
Umlandgemeinden zu suchen, um die Möglichkeit der Einrichtung interkommunaler Gewerbe-
gebiete zu eruieren. In diesem Zusammenhang sind in besonderem Maß die erheblichen Ab-
wärmepotenziale der geplanten Hyperscaler für die Nutzung durch Kölner Industrieunterneh-
men zu prüfen.  
5. Die Verwaltung wird in Zusammenarbeit mit KölnBusiness die Voraussetzungen für eine 
erfolgreiche Akquise von Speichertechnologien in Köln schaffen. Hierbei ist die gesamte Band-
breite von Energiespeichern, die über E-Mobilität hinausgeht, zu berücksichtigen. Eine Zusam-
menarbeit mit Ford ist dabei unverzichtbar. Zudem ist sicherzustellen, dass durch die Ford -
Transformation zur E Mobilität frei gewordenen Flächen zur Ansiedlung von zukunftsfähiger 
Produktion genutzt wird.

- 3 - 
 
6. Die Verwaltung wird die KölnBusiness bei der Einführung des International Welcome Desk 
(International Talent Service Desk 0583/2025) so unterstützen, dass das Projekt spätestens 
Anfang 2026 beginnen kann. 
7. Die KölnBusiness Wirtschaftsförderungs-GmbH wird künftig einen Schwerpunkt ihrer Arbeit 
auf die strukturierte Betreuung der ansässigen Unternehmen legen, um Wachstumspotentiale 
insbesondere in den Branchen Chemie, Pharma, Maschinenbau, Mobilitätswirtschaft und Di-
gitales zu heben. Dabei ist auch die Bedeutung der Industrie für das Handwerk in den Blick zu 
nehmen.  
8. Die Verwaltung soll auch soziale Faktoren betrachten: Ausbildungsplätze, Betriebswohnun-
gen, Gute Arbeit und Bezahlung statt prekärer Beschäftigung. 
9. Die Verwaltung wird beauftragt, ein systematisches und dezernatsübergreifendes Control-
ling für EU-, Bundes- und Landesförderungen zu etablieren bzw. vorhandene Strukturen zu 
optimieren. 
 
 
Begründung: 
Erfolgt mündlich.  
 
 
Mit freundlichen Grüßen 
gez. Lino Hammer      gez. Niklas Kienitz 
Grüne-Fraktionsgeschäftsführer    CDU-Fraktionsgeschäftsführer 
 
gez. Thomas Breustedt     gez. Michael Weisenstein 
SPD-Fraktionsgeschäftsführer    Fraktionsgeschäftsführer Die Linke 
 
Gez. Ulrich Breite     gez. Lucas Sickmöller 
FDP-Fraktionsgeschäftsführer   VOLT-Geschäftsführer

Beratungsverlauf (1)

04.09.2025 Rat
Antrag / Anfrage Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
AN/1256/2025
Typ
Gem. Änderungsantrag (SPD)
Datum
03.09.2025
Erstellt
03.09.2025 15:16