3906/2022
Klimagerechte Errichtung städtischer Bauten - zur Anfrage der KlimaFreunde AN/2050/2022
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Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
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Gez. Greitemann Dezernat, Dienststelle VI/26 Vorlagen-Nummer 24.11.2022 3906/2022 Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung öffentlicher Teil Gremium Datum Bauausschuss 28.11.2022 Klimagerechte Errichtung städtischer Bauten - zur Anfrage der KlimaFreunde AN/2050/2022 Text der Anfrage: 1) Inwiefern ist bei einem oder mehreren der aktuell geplanten städtischen Bauprojekte eine klimaziel- kompatible, kreislaufgerechte Bauweise vorgesehen (z.B. mit recyclingfähigen/modularen Baustoffen; mit Baustoffen, die aus nachwachsenden Rohstoffen gewonnen wurden oder nach dem Urban Mining Prinzip)? 2) Wenn nicht, welche Möglichkeiten sieht die Stadtverwaltung, möglichst zeitnah ein oder mehrere städ- tische Modell-Bauprojekte auf den Weg zu bringen, in dem diese oder weitere Ansätze für kreislauffähi- ges, klimagerechtes Bauen umgesetzt werden? Antwort der Verwaltung: Zu 1.) Derzeit werden an sieben verschiedenen Standorten in Köln modulare Schulerweiterungsgebäude in Holzmodulbauweise realisiert. Auch die Errichtung einer Kindertagesstätte in Holzbauweise ist in Bear- beitung. Hierbei bildet Holz als nachwachsender Rohstoff einen großen Anteil an den für den Neubau verwendeten Materialien. Die Themen Kreislaufwirtschaft beziehungsweise „Urban Mining Prinzip“ werden in den Pilotprojekten Neubau Bezirksrathaus Rodenkirchen und Rückbau des Bezirksrathauses Innenstadt auf Umsetzbarkeit untersucht. Derzeit laufen die Vergabeverhandlungen für den Neubau einer Gesamtschule in Köln Lon- gerich. Die Vergabe soll im ersten Quartal 2023 erfolgen. Bei erfolgreicher Verhandlung und Vergabe bietet dieses Bauvorhaben das Potential, ein Modellprojekt für kreislauffähiges und klimagerechtes Bau- en zu werden. Alle Projekte werden weiterhin mit dem hohen energetischen Standard in Anlehnung an Passivhaus, mit Photovoltaik-Anlagen und Gründächern umgesetzt. Zu 2.) Kreislaufwirtschaft ist ein Thema, das sich über alle Lebensbereiche und damit auch die gesamte Stadt- verwaltung erstreckt. Deshalb muss die Etablierung einer Kreislaufwirtschaft zentral und übergreifend erfolgen. Beispielhaft verteilt sich der globale Betonverbrauch zu 41% auf die öffentliche Infrastruktur, zu 31% auf den Wohnungsbau und zu 21% auf öffentliche und gewerbliche Gebäude. Entsprechende ge- samtstädtische Vergabekriterien sind wünschenswert. Möglichkeiten urbaner Kreislaufwirtschaft beziehungsweise C2C-Transformation auf kommunaler Ebene sind unter anderem: -gesunde Materialien in der öffentlichen Beschaffung -Schaffen einer Infrastruktur für eine städtische Kreislaufwirtschaft -intelligente Flächenplanung -zirkuläres Wassermanagement -Gebäude als Materialbanken -Erneuerbare Energien und -klimapositive und kreislauffähige Mobilitätskonzepte.
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 3906/2022
- Typ
- Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
- Datum
- 28.11.2022
- Erstellt
- 17.11.2022 07:54