3425/2024
Jahresbericht 2022 der Naturschutzwacht Bezirk 2 (West)
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Mitteilung BV
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Dezernat, Dienststelle VIII/57/571 Vorlagen-Nummer 3425/2024 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Naturschutzbeirat bei der Unteren Naturschutzbehörde 25.11.2024 Bezirksvertretung 2 (Rodenkirchen) 02.12.2024 Jahresbericht 2022 der Naturschutzwacht Bezirk 2 (West) In der Anlage erhalten Sie den Jahresbericht 2022 der Naturschutzwacht, Frau Fontes, für den Bezirk 2 (West). Stellungnahme der Verwaltung: Die Untere Naturschutzbehörde bedankt sich bei Frau Fontes für Ihren Einsatz als Natur- schutzwartin. Die Verwaltung nimmt wie folgt Stellung: A. Instandsetzungsarbeiten im Rahmen der Schutzgebietsbetreuung N6 Meschenich Die Beschilderungen der Naturschutzgebiete (NSG) werden derzeit sukzessive erneuert. Auch die Beschilderung des NSG Kiesgruben Meschenich wird ersetzt und durch Hinweista- feln für Besucher ergänzt. Der teilweise beschädigte Schutzzaun um das NSG Kiesgruben Meschenich ist der Stadtver- waltung bekannt. Die bisherigen Instandsetzungsarbeiten erwiesen sich als ineffektiv, da der Zaun unverzüglich nach der Reparatur wieder zerstört war. Die Maßnahme der stetigen In- standsetzung des Schutzzauns konnte sich weder als ein kostenfreundliches, noch als ein ge- eignetes Mittel erweisen, um die illegale Begehung der Kiesgrube zu verhindern. Die Untere Naturschutzbehörde (UNB) steht hierzu im Austausch mit der grundstücksverwaltenden Dienststelle, dem Grünflächenamt der Stadt Köln, um eine finanzierbare und dauerhaft wirk- same Lösung zu erarbeiten. Gleiches gilt für die illegalen Trampelpfade und ihr Versperren mit Gehölzbarrieren. Regelmäßige Kontrollgänge des Ordnungsamtes finden im und um das Schutzgebiet in Ab- sprache mit der Unteren Naturschutzbehörde statt. Das Ordnungsamt, die NAWA Frau Fontes als auch Mitarbeiter der UNB melden Müllablagerungen regelmäßig der AWB, die diese stets beseitigt. Dafür möchte sich die UNB an dieser Stelle bedanken. Die illegale Müllentsorgung und grundsätzliche Vermüllung von Aufenthaltsorten sind ein generelles, stadtweites Problem, das trotz der breiten Angebotspalette der AWB immer wieder auftritt. In den meisten Fällen sind keine Hinweise auf die Verursacher feststellbar. Der Verwaltung bleibt nichts Anderes üb- rig als stets zu veranlassen, dass der wilde Müll aufgesammelt wird. Jagd auf der Alberty-(Basell)Fläche Wie bereits kommuniziert wurde, handelt es sich bei der besagten Fläche um eine Fläche in Privatbesitz. Sie liegt im Geltungsbereich des Landschaftsplans der Stadt Köln, der hier ein Landschaftsschutzgebiet ausweist. In einem Landschaftsschutzgebiet ist es verboten, wildle- benden Tieren nachzustellen, sie mutwillig ohne vernünftigen Grund zu beunruhigen, sie zu 2 fangen oder zu töten. Von diesem Verbot ist die rechtmäßige und ordnungsgemäße Aus- übung der Jagd im engeren Sinne der jagdrechtlichen Bestimmungen unberührt. Massive Rodungsarbeiten am Naturschutzgebiet „Kiesgruben Meschenich“ Bei diesen Maßnahmen handelte es sich um genehmigte Maßnahmen im Zuge des Ausbaus einer Höchstspannungsleitung. Grundsätzlich sind die Betreiber von Hoch- bzw. Höchstspan- nungsleitung dazu verpflichtet, Schutzstreifen von hohem Bewuchs freizuhalten. Dies ge- schieht stets in Absprache mit der UNB. Hierzu gibt es eine langfristig ausgelegte Trassen- pflegeplanung.
Jahresbericht 2022 Bezirk 2 West
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Jahresbericht 2022 für den Stadtbezirk
Rodenkirchen-West
„Alles, was gegen die Natur ist, hat auf Dauer keinen Bestand“.
(Charles Darwin)
Verfasser: Marlies Fontes
Verteiler: Untere Naturschutzbehörde: Simone Weil
Thema: Positives, Missstände und Fehlentwicklungen in den Freiräumen Meschenich,
Immendorf, Rondorf mit Empfehlungen zu deren Behebung
Ich beziehe mich in meinem derzeitigen Jahresbericht auf den Jahresbericht 2020/2021. Viele, für
mich nennenswerte Vorkommnisse aus diesen Berichten, betreffend der Freiräume Meschenich,
Rondorf, Immendorf, haben sich noch nicht wirklich zum Positiven verändert, so dass ich sie aktuell
erneut aufliste. Über eine entsprechende, zeitnahe Einleitung von Maßnahmen oder aber eine
zeitnahe und regelmäßige gemeinsame Gebietsbegehung und einen Austausch in der Sache würde
ich mich freuen.
A. Instandsetzungsarbeiten im Rahmen der Schutzgebietsbetreuung N6 Meschenich
1. Die zerstörte, zugewachsene Beschilderung im/am Naturschutzgebiet Meschenich N6 wurde
bislang nicht behoben, auch nicht mit geeigneten Piktogrammen ergänzt. Die Erfassung der
beschädigten Schilder erfolgte am 05.03.2020, während einer gemeinsamen Begehung mit einer
Mitarbeiterin der UNB. Eine Auswechslung bzw. Überarbeitung der Naturschutzschilder erfolgte
daraufhin lediglich im Naturschutzgebiet „Am Vogelacker“ N7, in Köln - Immendorf.
NSG „Am Vogelacker“ (K-Immendorf) NSG „ Kiesgruben Meschenich“ (K-Meschenich)
2. Zerschnittener Maschendrahtzaun und marode Holzpfosten entlang des Naturschutzgebietes
„Kiesgruben Meschenich“
Nach wie vor ist der Schutzzaun des Naturschutzgebietes an etlichen Stellen zerstört. In großen
Teilen ist der Maschendrahtzaun zerschnitten und es sind viele Holzpfosten marode und
umsturzgefährdet bzw. sind schon umgestürzt. So stellt die Situation eine Gefahr für Mensch und
Natur dar, da zum einen ein Hinabstürzen in den in vielen Bereichen von Steilwänden umgebenen
Grubenbereich und zum anderen eine illegales Betreten ein Leichtes ist. Zudem vermittelt die
Situation vor Ort dem Betrachter einen vernachlässigten Eindruck!
3. Häufig genutzte Schleichwege in die Kernzone des Naturschutzgebietes „Kiesgruben Meschenich“,
am Ende der Sackgasse Engeldorfer Berg. Zwischenzeitlich wurde auf mein Anraten hin ein illegaler
Schleichweg mittels einer Gehölzbarriere unpassierbar gestaltet. Leider wurde ein weiterer, nur 20 m
entfernt gelegener und ebenfalls gut zu erkennender, zweiter Schleichweg nicht verschlossen. Die
illegalen Besucher werden sich somit über diesen zweiten Weg weiterhin Zugang in die
strenggeschützte Kernzone des Naturschutzgebietes verschaffen.
4. Vermüllte Aussichtsplattform im Naturschutzgebiet „Kiesgruben Meschenich“ einhergehend mit
Vandalismus und Sachbeschädigung. Leider ist der heutige weitverbreitete Vandalismus auch an den
städtischen Naturschutztafeln in meinem Dienstbezirk zu erkennen.
Hier sollte von Seiten der Stadt überlegt werden, ob in gravierenden Fällen von Zerstörungen bzw.
Sachbeschädigungen zukünftig „Anzeige wegen Sachbeschädigung“ bei der Polizei, vorgenommen
werden sollte?
Regelmäßige Kontrollgänge des Ordnungsamtes in diesem störanfälligen Gebiet sind im Übrigen
eine wichtige prophylaktische Maßnahme vor allem zu Beginn der warmen Jahreszeit (Badegäste!).
Das Ordnungsamt wird von mir jedes Frühjahr um diese Maßnahme gebeten. Eine diesbezügliche
Unterstützung auch durch die Untere Naturschutzbehörde und die zuständige biologische Station
wären hilfreich
5. Das Ziel der Naturschutztafeln ist es, die breite Öffentlichkeit für die Naturschutzbelange für die
Belange der Schutzgebiete zu sensibilisieren und über diese zu informieren. Es wäre wünschenswert,
die beschädigten bzw. zerstörten Naturschutztafeln in dem Naturschutzgebiet „Kiesgruben
Meschenich“ N6 kurzfristig zu ersetzen.
Hierzu möchte ich auch nochmals auf meinen an die UNB gerichteten Vorschlag eingehen und zwar
eine weitere Informationstafeln für das Schutzgebiet N7- am Vogelacker in die Planung mit
aufzunehmen. M. E. ist eine derartige Aufklärung der Bevölkerung über die schützenswerten Biotope
in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft sehr wichtig, denn nur was der Bürger kennt, kann er auch
wertschätzen und schützen. Ich verweise hier auf meine an die UNB gerichtete Mail aus 2022.
Vorgeschlagener Standort der neuen Naturschutztafel: Ortsausgang Immendorf an der bekannten
und vielbefahrenen Fahrradstrecke der Regio Grün
B. Alljährliches Reitturnier des Pferdehofs „Brüse“ in Köln - Meschenich
Bei dem Pferdesportevent des Spätsommers wurde 2022 erstmalig die Kompensationsfläche (Wiese
und Baumallee) von Straßen NRW nicht als Parkfläche für die zahlreichen Autos und schweren
Pferdetransporter genutzt. Die Wiesenfläche des angrenzenden „geschützten
Landschaftsbestandteils“ Alt Engelhofer Hof wurde hingegen wiederum als Parkplatz für die
mehrtägige Veranstaltung (widerrechtlich?) von den Veranstaltern in Beschlag genommen. Die UNB
steht hierzu wohl im Gespräch mit dem Reiterhof „Brüse“.
C. Müllsituation in den Schutzgebieten
Leider kommt es in den Schutzgebieten immer wieder zu größeren, illegalen Müllablagerungen.
Diese werden in der Regel, nach entsprechender Information von mir, zügig von den
Abfallwirtschaftsbetrieben beseitigt. Hierfür möchte ich mich nochmals herzlich bei der AWB
bedanken. Kleinere Müllmengen werden von mir in der Regel auch bei meinen Dienstgängen
persönlich zum nächsten Abfalleimer gebracht.
D. Unterschutzstellung bzw. Ausweisung neuer Naturschutzflächen im Kölner Süden!
z.B. die Alberty(Basell)Fläche (wichtiges Wechselkrötenhabitat)mit vorgelagerter Ackerbrache
(wenn möglich zukünftig ohne Jagdansitz!)
Wie bereits in meinem Jahresbericht 2021 aufgeführt, möchte ich nochmals darauf hinweisen, dass
auf Grund der zukünftigen massiven Bautätigkeit bzw. Planungsabsichten im Kölner Süden, die alle
auf bislang unversiegelten Ackerflächen entstehen werden (geplante Wohnbebauung in Köln
Immendorf, in direkter Nachbarschaft zum Naturschutzgebiet „Am Vogelacker“, Entflechtungsstraße
Rondorf, Umgehungsstraße Meschenich, neues Gewerbegebiet Claudiusstr., Neubaugebiet Rondorf,
mögliche Brückenplanung Godorf/Langel…) hierzu ein Vernetzungskonzept, für dieses (noch) aus
naturschutzfachlicher Sicht wertvolle Gebiet (Freiraum L18) geplant und schnell realisiert werden
sollte. Es wäre sinnvoll, wenn dieses gemeinsam, sowohl seitens des behördlichen als auch des
ehrenamtlichen Naturschutzes (BUND; NABU…) angegangen würde.
E. Jagd auf der Alberty - (Basell)Fläche in Köln Immendorf
In den vergangenen Jahresberichten habe ich mich zu diesem Thema (im hoffentlich zukünftig
realisierten Naturschutzgebiet) hinlänglich und ausführlich geäußert. Die Stellungnahme der
Verwaltung im letzten Jahr war wie folgt: Die Bejagung der Fläche wird geprüft.
F. Massive Rodungsarbeiten am Naturschutzgebiet „Kiesgruben Meschenich“
2022 wurden am Naturschutzgebiet Kiesgruben Meschenich, Höhe Streuobstwiese, grossflächig
Heckenbereiche, die u. a. als wichtige Vogelschutzgehölze und Sichtschutz zur angrenzenden
Wohnbebauung dienten, gerodet. Darüber hinaus wurden auch viele Bäume gefällt, so dass nun eine
breite vegetationsfreie Schneise das störanfällige Schutzgebiet für alle begehbar macht. Ich wurde als
zuständige, ehrenamtliche Naturschutzwartin von Meschenicher Bürgern und von dem Immendorfer
Bürgerverein darauf angesprochen, ob dieser auffällig massive Eingriff in Natur und Landschaft seine
Richtigkeit hat und ob Nachpflanzungen auf dieser nun freigestellten Fläche Ausgleich erfolgen
werden. Da mir hierzu leider keine Information vorlagen, habe ich daraufhin die Anfrage an den
zuständigen Sachbearbeiter der Unteren Naturschutzbehörde weitergegeben.
Was kann man hier noch betreten?
G. Landschafts-und Artenschutz in meinem Bezirk Rodenkirchen-West L18
Fortführung des Ackerrand – Blühstreifenprogramms, in Zusammenarbeit mit der Firma
Lyondellbasell, auf einer Fläche von ca. 7000 qm. Die Mahdtermine werden von mir jedes Jahr mit
Lyondellbasell abgesprochen und die Blühstreifen werden anschließend naturschutzgerecht mit
einem Balkenmäher gemäht. Das Mahdgut wird zur Aushagerung der Fläche von der Firma
abgeräumt. Die sich seit 2019 entwickelnden Blühflächen - in der ansonsten ausgeräumten und
intensiv bewirtschafteten Agrarlandschaft Immendorfs, sind wichtige Lebensräume für viele
Bewohner der Feldfauna geworden
Erfreulicherweise entstand 2022 im Rahmen einer CEF - Maßnahme ein weiterer Blühstreifen in der
Immendorfer Feldflur, der im Herbst 2022 mit einer Regiosaatgut - Mischung eingesät wurde. Der auf
Dauer geplante Blühstreifen wurde mit der Stiftung Rheinischen Kulturlandschaft und der unteren
Naturschutzbehörde (Sachgebiet: Artenschutz) geplant und angelegt und wird auch von der Stiftung
Rheinische Kulturlandschaft für die nächsten 25 Jahre betreut. Die Fläche umfasst ca. 7000 qm.
H. Temporäre Laichpfütze der streng geschützten Wechselkröte, auf dem Wirtschaftsweg
Meschenicher Str., in Köln - Immendorf
Seit Beginn meiner Tätigkeit als Naturschutzwartin 2015 betreue ich diese letzte temporäre
Laichpfütze auf dem wenig befahrenen Wirtschaftsweg in Köln - Immmendorf. Viele andere
Laichpfützen sind mittlerweile durch den Ausbau der Wirtschaftswege in den letzten Jahren
verschwunden. Die Laichverhältnisse dieser in Köln-Immendorf einzig verbliebenen temporären
Laichpfütze sind leider nicht optimal, insbesondere dann, wenn es längere Zeit nicht geregnet hat.
Nur mittels unterstützender Wasserzugaben haben die Wechselkrötenlarven eine Chance ihre
Entwicklung abzuschließen. Dies ist für mich bisher sehr mühselig und kann daher keine Dauerlösung
sein. Die Biostation bietet hierzu an, den Laich bzw. die Larven abzufischen und sie u.a. im Zoo zur
weiteren Entwicklung unterzubringen. Das Herausfischen der sehr kleinen Larven bzw. das
Entnehmen der Laichschnüre im Frühjahr ist jedoch ausgesprochen mühselig und setzt voraus, dass
über mehrere Wochen eine tägliche Kontrolle der Pfütze stattfindet, was jedoch von externen
Personen wie z.B. der Biostation m. E. wohl nicht zu leisten ist - auch für mich stellt dies eine hohe
Belastung dar! Ich hoffe daher immer noch auf eine sinnvolle Alternative, indem z. B. ein
nahegelegenes Ersatzlaichgewässer innerhalb des angrenzenden Ackers geschaffen würde. Oder aber
indem möglicherweise Firma Lyondellbasell im Bedarfsfalle im Sommer von ihrem benachbarten
Gewerbegrundstück für ca. 3 Monate einige Wasserspenden für die Laichpfütze leisten würde. Die
Wechselkröte hat es ohnehin schon schwer genug in der angrenzenden intensiv bewirtschafteten
Feldflur von Immendorf zu überleben, wenn zusätzlich auch noch hohe Gülle- und Pestizideinsätze
stattfinden. Eine Unterhaltung einzelner Laichpfützen macht daher aus meiner Sicht durchaus Sinn,
denn so kann mit kleinem Aufwand eine vom Aussterben bedrohte Tierart vor in ihrem Bestand
gesichert werden, auch wenn dieses in gewissem Maße „künstlich“ ist, denn wir leben mittlerweile ja
auch in einer immer unnatürlicheren Landschaft!
Im letzten Foto werden ausgewachsene Wechselkröten der Laichpfütze aus den Zooprojekt von der
Biologischen Station im Blühstreifen angrenzend zur Laichpfütze wieder ausgesetzt.
I Schwalbenschutzprojekt
Das von mir 2021 durchgeführte Schwalbenschutzprojekt, setzte ich auch 2022 weiter fort. Durch
eine Zählung und Beobachtung der aktuellen Brutplätze mit Vergleich zum Vorjahr, ermittelte ich
eine Bestandsentwicklung. Erfreulicherweise stellte ich hierbei fest, dass 2022 in insgesamt 46
Mehlschwalbennestern, in Köln - Immendorf eine Brut erfolgreich stattfand, im Gegensatz zu 2021
wo ich für nur 28 Nester eine erfolgreiche Brut beobachtete. Ich vermute, dass diese Zunahme an
erfolgreichen Bruten an der konstant sommerlich-warmen Witterung, mit wenig Regentagen lag.
Auch die vielen Blühstreifen in der Feldflur von Immendorf könnten ggf. das Insektenangebot vor Ort
erhöht und dann zum Bruterfolg beigetragen haben. Ggf. kann aber auch meine Öffentlichkeitsarbeit
(z.B. Übergabe von Schwalbenplaketten an Immendorfer Hausbewohner, gemeinsam mit der Presse)
zu einer größeren Akzeptanz der Schwalben in Immendorf geführt haben, so dass auch weniger
Nester illegal abgeschlagen wurden.
In diesem Zusammenhang möchte ich ebenfalls auf die (noch) große Population der Uferschwalben
in der Kiesgrube der Firma Horst in Köln -Immendorf hinweisen. Auch die Uferschwalbe ist selten
geworden und ist „von Schutzmaßnahmen“ abhängig! Das Unternehmen Horst wirbt auf seiner
Homepage damit, dass um eine dauerhafte Brutmöglichkeit der geschützten Uferschwalben im
Abgrabungsbereich zu gewährleisten, eine zusätzliche spezielle Stätte auf ihrem Gelände errichtet
wird.
Abschließend möchte ich erwähnen, dass es mich sehr freut, dass die Stadt Köln für 2023
großflächig ein Schwalbenprojekt mit Schwalbenzählung und Schwalbenschutzmaßnahmen in
Köln umsetzen will.
Da die Schwalben ein Sympathieträger für mehr Natur in der Stadt sind, könnten sie zu
liebenswerten Botschaftern für Projekte zur Aufwertung der Stadtnatur werden und damit helfen,
die Haltung der Bevölkerung gegenüber naturnahen Pflegemaßnahmen positiv mit zu
beeinflussen!
J. Biotoppflegemaßnahmen in der Sürther Aue
Hier arbeite ich sporadisch bei ehrenamtlichen Naturschutzeinsätzen des BUND vor Ort mit, damit
für die angekündigte Eselbeweidung, Verhältnisse (Schutzzäune, abfallfreie Flächen…) geschaffen
werden, um diese auch zu ermöglichen!
Wie auch im letzten Jahr nehme ich an, dass ich in meiner Tätigkeit als ehrenamtliche
Naturschutzbeauftragte einen positiven Beitrag zum Natur- und Landschaftsschutz im Kölner Süden
beitragen konnte und ich hoffe sehr, dass ich den ein oder anderen Leser meines Jahresberichtes für
meine Tätigkeit als Naturschutzbeauftragte interessieren konnte.
Ich würde mich freuen, wenn ich zukünftig von beteiligten Personen und Institutionen auch
weiterhin eine naturschutzorientierte Unterstützung erhalten werde!
Köln, den 05.02.2023
Mit freundlichen Grüßen
Marlies Fontes
Naturschutzbeauftragte Köln Rodenkirchen-West
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 3425/2024
- Typ
- Mitteilung BV
- Datum
- 08.11.2024
- Erstellt
- 31.10.2024 08:15