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4440/2021

Weiterführung des Projektes „Plan27“

Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss 03.02.2022

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Anlage_3_Zwischenauswertung2020_Plan27

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Ansehen

Anlage_2_Konzept_Plan27

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Ansehen

Sachstandsbericht Rat /Ausschuss

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Beschlussvorlage Rat

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Anlage_1_ESFProjektbericht_Plan27

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Ansehen

Anlage_3_Zwischenauswertung2020_Plan27

8065 Zeichen

1 
 
Zwischenauswertung 
„Plan27“ 
 
Zugehende Hilfe zur Überleitung ins  
Regelsystem und Entwicklung 
einer beruflichen Perspektive  
für  
junge Menschen mit psychischen 
Problemen bis 27 Jahre  
 
im Stadtgebiet Köln 
 
 
 
 
Ausgewählte Ergebnisse im Auswertungszeitraum:  
01.04.2019 bis 31.12.2020 
 
Datenquelle: 
Auswertungen der beteiligten Träger,  
Gesamtauswertung: Gesundheitsamt der Stadt Köln

2 
 
Angebot Plan27 
 
1. Rahmenbedingungen 
Bisheriger Verlauf  
• Start als ESF-Projekt in ausgewiesenen Sozialraum gebieten  
vom 01.04.2017 bis 31.03.2019 
• Fortführung für das Stadtgebiet Köln: 01.04.2019 bis 30.04.2022, 
davon Auswertungszeitraum:  
01.04.2019 bis 31.12.2020, 21 Monate 
 
Trägerschaft  
• Rechtsrheinisch:   
Der Sommerberg AWO Betriebsgesellschaft mbH - Flexible Dienste 
Köln Kalk 
• Linksrheinisch:  
Verein SPZ Köln-Nippes und Chorweiler e. V.im Norden 
Alexianer Köln GmbH im Süden 
 
Voraussetzung der Trägerauswahl  
sozialräumliche und sozialpsychiatrische Vernetzung 
 
2. Ausgangssituation Teilnehmende 
Tabelle 1: Anzahl und Alter Teilnehmende Plan27 
von 01.04.2019 bis 31.12.2020 
 
unter 18  18-20 21-24 25 
26 und 
älter Summe 
Anzahl 4 62 63 11 9 149 
in % von der 
Gesamtanzahl 2,7 41,6 42,3 7,4 6,0 100 
 
 
57 Prozent der Teilnehmenden war männlich, über 39 Prozent weiblich, unter 4 Prozent 
divers.  
 
40 Prozent der Teilnehmende wies Zuwanderungshintergrund auf, entweder sie selbst 
und/oder mindestens ein Elternteil waren aus dem Ausland zugewandert. 
 
Aus dem rechtsrheinischen Köln wurden 79 Teilnehmende, aus dem linksrheinischen Köln 
70 Teilnehmende in Plan27 aufgenommen.

3 
 
Abbildung 1: Häufig genannte psychische Probleme  
bei den 149 Teilnehmenden (Mehrfachnennungen möglich) 
 
Überwiegend wurde von Depressionen oder depressiven Phasen, Antriebslosigkeit und/oder 
Ängste, teilweise mit einer begleitenden Suchtproblematik, berichtet. Häufig lagen keine 
ärztlichen Diagnosen vor. Darüber hinaus wiesen einzelne Teilnehmenden Erkrankungen 
wie zum Beispiel Autismus, psychotische Symptome, Schizophrenie, Posttraumatische 
Belastungsstörung, Borderline, soziale Phobie, ADHS auf. 
 
Abbildung 2:  
Anteil der 149 Teilnehmenden, die - neben psychischen Problemen -   
Probleme in weiteren wesentlichen Lebensbereichen  aufwiesen 
(Mehrfachnennungen möglich)  
 
In der Regel gab es bei den Teilnehmenden mindestens in einem weiteren wesentlichen 
Lebensbereich Probleme, häufig in mehreren Lebensbereichen. 
  
26 %
60 % 
74 %
79 %
0 20 40 60 80 100 
Sucht 
Angststörungen/Panikattacken 
Antriebslosigkeit 
Depressive Phasen 
Anteil Teilnehmende Plan27 in Prozent 
Häufig genannte psychsiche Probleme 
52 %
58 %
86 %
87 %
93 %
0 20 40 60 80 100 
Finanzen 
Wohnen 
Schule /Ausbildung/Beruf 
Selbstorganisation 
Soziale Kontakte 
Anteil Teilnehmende Plan27 in Prozent 
Lebensbereiche, in denen Probleme 
auftreten

4 
 
3. Ergebnisse der Maßnahme Plan27 
97 der 149 Teilnehmenden haben in dem Zeitraum bis 31.12.2020 die Maßnahme Plan27 
bereits beendet, bei den übrigen 52 Teilnehmenden war die Maßnahme noch nicht 
abgeschlossen, sie wurden über 2020 hinaus von Plan27 begleitet.  
Von den 97 Teilnehmenden, die in diesem Zeitraum Plan27 abgeschlossen haben,  
haben  
• 86 Teilnehmende, nahezu 90 Prozent, die Maßnahme n ach Überleitung ins 
Regelsystem erfolgreich beendet und  
• 11 Teilnehmende die Maßnahme vorzeitig abgebrochen , ohne dass eine Vermittlung 
stattgefunden hatte  
(siehe Abbildung 3). 
Abbildung 3:  
Beendung der Maßnahme bei 97 Teilnehmenden im Zeitraum vom 01.04.2019 bis 
31.12.2020:  
Anteil, der die Maßnahme nach Überleitung ins Regelsystem erfolgreich beendet hat und 
Anteil, der die Maßnahme ohne Überleitung ins Regelsystem vorzeitig abgebrochen hat 
  
 
Ergebnisse bei den 86 Teilnehmenden mit erfolgreich beendeter Maßnahme 
Alle 86 Teilnehmenden mit erfolgreich beendeter Maßnahme wurden in Angebote 
mindestens einer dieser Bereiche übergeleitet:  
• Gesundheitswesen,  
• Bereich Jobcenter, Schule, Ausbildung und/oder Ber uf  und/oder 
• Bereich Wohnen. 
Häufig wurden die einzelnen Teilnehmenden in zwei oder alle drei dieser Bereiche vermittelt. 
So wurden von den 86 Personen mit erfolgreich beendeter Maßnahme  
• 72 Prozent dieser Teilnehmenden in Angebote des G esundheitswesens  
übergeleitet, teilweise mit mehreren Angeboten pro Teilnehmende*n,  
• 67 Prozent in Angebote des Bereichs Jobcenter, Sc hule, Ausbildung und/oder Beruf, 
übergeleitet, teilweise mit mehreren Angeboten pro Teilnehmende*n,  
• 51 Prozent in Angebote des Bereichs Wohnen überge leitet. 
Darüber hinaus gab es Vermittlungen in weitere Bereiche wie zum Beispiel 
Freizeitgestaltung, Schuldenregulierung. 
88,7 %
11,3 %
86 Teilnehmende mit Überleitung ins Regelsystem 
11 Teilnehmde ohne Überleitung ins Regelsystem

5 
 
Beispielhaft wird dargestellt, in welche Arten von Angeboten die Teilnehmenden mit 
erfolgreich beendeter Maßnahme im Bereich Gesundheit und im Bereich Jobcenter/ 
Ausbildung/Beruf vermittelt wurden:  
Abbildung 4: 
Über 170 vermittelte Angebote im Bereich Gesundheit 
bei den 86 Teilnehmenden mit erfolgreich beendeter Maßnahme Plan27  
im Zeitraum 01.04.2019 bis 31.12.2020 (Mehrfachnennungen möglich) 
 
 
Abbildung 5:  
Über 90 vermittelte Angebote im Bereich Jobcenter/Ausbildung/Beruf  
bei den 86 Teilnehmenden mit erfolgreich beendeter Maßnahme Plan27  
im Zeitraum 01.04.2019 bis 31.12.2020 (Mehrfachnennungen möglich)  
 
 
5
15 
21 
23 
26 
28 
56 
0 10 20 30 40 50 60 
sonstiges stationäres medizinisches Angebot 
sonstiges Beratungsangebot mit Kommstruktur 
(teil-)stationäres psychiatrisches oder 
psychotherapeutisches Angebot/Reha 
sonstiges ambulantes medizinisches Angebot 
sonstige Angebote 
Angebot U27 /Sozialpsychiatr. Zentrum/Sozialpsychiat. 
Dienst 
ambulantes psychiatrisches oder psychotherapeutisches 
Angebot 
Anzahl Angebote 
4
4
4
6
7
9
23 
36 
0 5 10 15 20 25 30 35 40 
Werkstatt für psych. beeinträchtigte Menschen 
berufliche Reha 
Ausbildung 
Arbeitsmarkt 
sonstige Ausbildungsvermittlungsangebote 
Schule/Uni 
Orientierungs-/Qualifizierungs-, Trainingsmaßnahme,
Jugendwerkstatt 
Jobcenter (Rehateam, Resodienste,  Hotspot, U25 und
andere Angebote) 
Anzahl Angebote

6 
 
 
Bisherige Ergebnisse bei allen 149 Teilnehmenden (Teilnehmende mit beendeter und 
in laufender Maßnahme) 
Bei den 149 Teilnehmenden haben im Zeitraum vom 01.04.2019 bis 31.12.2020 über 420 
Vermittlungen in das Gesundheitsversorgungssystem, in Regelangebote von 
Schule/Beruf/Vermittlung/ Qualifizierung oder im Bereich Wohnen stattgefunden. 31 
Teilnehmende konnten direkt in Schule, Ausbildung oder Arbeit vermittelt werden. Durch 
intensive Begleitung wurde sichergestellt, dass die jungen Menschen in den vermittelten 
Regelmaßnahmen „ankommen“. Bei Bedarf der Teilnehmenden fand eine ausdrückliche 
Übergabephase statt, in der mit Plan27 der Übergang thematisiert wurde.  
 
4. Bewertung  
Plan27 erreicht junge Menschen mit psychischen Problemen in komplexen 
Lebenssituationen, die von sich aus keinen Zugang zu bedarfsgerechten Angeboten finden. 
Die meisten Teilnehmenden, etwa 90 Prozent, konnten in mindestens ein passgenaues 
Angebot übergeleitet werden. In der Regel wurden die jungen Menschen in mehrere 
Angebote vermittelt und verließen die Maßnahme erst, wenn sie ihre Lebenssituation 
stabilisiert hatten.  
Durch Plan27 wurde damit ein wichtiges Bindeglied zum Regelsystem und eine früh 
einsetzende Hilfe geschaffen für junge Menschen, die sich durch psychische Krisen oder 
Erkrankungen überfördert fühlen und häufig mit Abwehr, Aggression oder Rückzug 
reagieren. Durch die Einbindung in das Regelsystem wird ein Zugang zur gesundheitlichen, 
sozialen und beruflichen Teilhabe der jungen Menschen in der Stadtgesellschaft geschaffen 
und die Chancen auf Unabhängigkeit von lebenslangem Transferleistungsbezug erhöht.  
Plan27 stellt einen wichtigen Baustein des Angebots- und Versorgungssystems in Köln dar. 
Eine Fortführung des nachhaltigen Angebots wird aus fachlicher Sicht für sinnvoll und 
notwendig bewertet.

Anlage_2_Konzept_Plan27

26455 Zeichen

Trägerübergreifendes Konzept 
„Plan27“ 
 
Zugehende Hilfe zur Überleitung ins  
Regelsystem und Entwicklung 
einer beruflichen Perspektive für  
junge Menschen mit psychischen 
Problemen bis 27 Jahre  
für die Stadt Köln 
 
 
 
 
Stand: 23.01.2019 
Stadt Köln, Gesundheitsamt 
Alexianer Köln GmbH  
Der Sommerberg AWO Betriebsgesellschaft mbH - Flexible Dienste Köln Kalk 
SPZ Köln-Nippes und Köln-Chorweiler e. V.

Konzept Plan27 ab 01.04.2019 
2 
 
 
 
 
 
 
 
Inhalt 
 
1 Ausgangslage        3  
2 Rahmenbedingungen       4  
3 Ziele          6  
4 Auftrag und Aufgabe       7  
5 Dokumentation und Qualitätssicherung    9 
6 Anlagen          11

Konzept Plan27 ab 01.04.2019 
3 
 
1 Ausgangslage 
Psychische Erkrankungen  sind weit verbreitet und weisen ein komplexes Erkrankungsbild 
auf. Beeinträchtigungen der seelischen Gesundheit reichen von Einschränkungen des 
seelischen Wohlbefindens bis zu schweren psychiatrischen Störungen. Gemäß Schätzun- 
gen auf der Grundlage von Krankenhausdiagnosedaten, unter anderem auf der Basis der 
Krankenhausdiagnosestatistik des Landeszentrums Gesundheit Nordrhein-Westfalen (LZG 
NRW), werden in Köln pro Jahr allein über 10.000 in Köln lebende Personen mit gravieren- 
den psychischen Problemen stationär psychiatrisch behandelt.  
Ziel der Stadt Köln  ist die Integration von Menschen mit psychischen Erkrankungen in die 
Stadtgesellschaft. Das Gesetz über den öffentlichen Gesundheitsdienst des Landes 
Nordrhein-Westfalen (ÖGDG NRW) sieht die Bereitstellung von Hilfen für Menschen mit 
psychischen Erkrankungen als Pflichtaufgabe vor. Die Stadt Köln kommt dem unter 
anderem durch die Vorhaltung der Sozialpsychiatrischen Zentren (SPZ) als ambulante 
Anbieter vor- und nachsorgender Hilfen für diesen Personenkreis nach. 
Beobachtungen der Fachöffentlichkeit in den letzten Jahren zeigen, dass zunehmend junge 
Menschen mit psychischen Störungen  in Erscheinung treten, die gezielte Unterstützung 
bei der Bewältigung des Übergangs ins Erwachsenenleben benötigen. Exemplarisch sei 
hier der Barmer Ärztereport erwähnt, der von einem Anstieg psychischer Diagnosen bei 
jungen Erwachsenen unter den Versicherten im Zeitraum von 2005 bis 2016 berichtet (siehe 
Anlage1, Abbildung 1). 
Junge Menschen, die unter psychischen Problemen leiden, können aufgrund von ganz 
unterschiedlichen Problemkonstellationen daran gehindert werden, eine eigene Lebensper- 
spektive insbesondere im Hinblick auf eine berufliche Zukunftsgestaltung zu entwickeln. 
Häufig fällt es diesen jungen Menschen schwer, die altersüblichen Entwicklungsschritte zu 
gehen. Sie ziehen sich zurück und vermeiden den direkten Kontakt zu anderen Menschen 
oder verhalten sich aggressiv und abweisend. Oft werden auch Alkohol bzw. illegale Drogen 
konsumiert.  
Ursache eines solches Verhaltens können psychiatrische sowie weitere Beeinträchtigungen 
oder Erkrankungen sein, die als solche meist (noch) nicht diagnostiziert sind. Dies müsste 
aber frühzeitig erkannt und bei der weiteren schulischen oder beruflichen Planung 
berücksichtigt werden. Unter Umständen wäre parallel (oder vorgeschaltet) eine Behand- 
lung/ Therapie erforderlich, um eine berufliche Perspektive überhaupt in Angriff nehmen zu 
können. Die jungen Menschen benötigen daher eine gezielte Unterstützung von Menschen, 
die ihre Bedürfnisse erkennen, über sozialpsychiatrische Kenntnisse verfügen und eng mit 
dem psychiatrischen Hilfesystem zusammenarbeiten. 
Eine Kontaktaufnahme zu diesen jungen Menschen ist aufgrund der vorliegenden Lebens- 
umstände überaus schwierig. Oftmals ist den Betroffenen selbst nicht bewusst, dass ggf. 
psychische Problemlagen vorliegen. Daher sehen sie keinen Grund, einen Fachdienst wie 
den Sozialpsychiatrischen Dienst oder eine niedergelassene Fachärztin/einen niedergelas- 
senen Facharzt aufzusuchen. Die Angehörigen nehmen die Situation meist deutlicher wahr. 
Ihnen ist es jedoch aufgrund ihrer persönlichen Betroffenheit und (in der Regel) fehlender

Konzept Plan27 ab 01.04.2019 
4 
 
Fachkenntnisse nicht möglich, die Jugendlichen bzw. jungen Erwachsenen zu motivieren, 
aktiv Hilfe zu suchen.  
Meist vergeht viel Zeit, bis die Betroffenen Zugang zum Hilfesystem finden. In der Zwi- 
schenzeit ist unter Umständen keine gezielte Perspektivplanung erfolgt oder die Ausbildung 
bzw. die Schule wurde abgebrochen, da keine helfenden Maßnahmen begonnen worden 
sind. Eine Erfahrung, die sehr frustrierend für die jungen Menschen sein kann und im Zuge 
einer umfassenden Hilfeplanung vermieden werden könnte. 
Probleme bestehen vor allem in den Bereichen 
• psychische Gesundheit 
• soziale Isolation 
• keine schulische und/oder berufliche Perspektive 
• keine tragende Tagesstruktur 
• keine Einbindung in die Regelversorgung 
• gravierende familiäre Konflikte 
• Überforderung mit dem Aufbau einer selbständigen Lebensführung. 
Aufgrund der Beobachtungen, dass junge Menschen mit psychischen Problemen über das 
vorhandene Angebot in Köln nicht ausreichend erreicht werden konnten, wurde von der 
Kölner Fachwelt im Jahre 2016 das Konzept „U 27“ als Gesamtangebot für junge Menschen 
bis 27 Jahre mit unterschiedlichen Bausteinen wie zugehende Hilfe, Beratungsangebot und 
Beschäftigungsprojekt entwickelt. Das Angebot „Plan27“ fügt sich als zugehendes 
Hilfeangebot in das Gesamtangebot „U 27“ ein. 
2 Rahmenbedingungen  
„Plan27“ wurde zunächst als Projekt für die Laufzeit von zwei Jahren, vom 01.04.2017 bis 
31.03.2019, durch Landesmittel und Mittel des Europäischen Sozialfonds gefördert. Das 
Projekt wurde als aufsuchendes Hilfeangebot für junge Menschen mit psychischen 
Problemen in allen elf ausgewiesenen Sozialraumgebieten 1 der Stadt Köln im Rahmen des 
Programms „Starke Veedel – starkes Köln“ eingerichtet. Ziel des Projektes war es, einen 
Zugang zu jungen Menschen mit psychischen Problemen zu schaffen, die durch das 
Regelsystem bisher nicht erreicht wurden, diese bedarfsgerecht in Hilfeangebote zu 
                                                
1 Zu den ausgewiesenen Sozialraumgebieten der Stadt Köln gehören: 
Rechtsrheinisch: Buchheim und Buchforst – Höhenberg und Vingst – Humboldt/Gremberg und Kalk,  
Mülheim-Nord und Keupstraße – Ostheim und Neubrück – Porz-Ost, Finkenberg, Gremberghoven  
und Eil 
Linksrheinisch: Bilderstöckchen – Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord, Bickendorf, Westend 
und Ossendorf – Bocklemünd/Mengenich – Meschenich, Rondorf

Konzept Plan27 ab 01.04.2019 
5 
 
vermitteln und bei der Entwicklung einer beruflichen Perspektive zu unterstützten. In 
Kooperation mit dem Gesundheitsamt der Stadt Köln führten die folgenden Träger die 
Maßnahme durch:  
• Das „Sozialpsychiatrische Zentrum (SPZ) Köln-Nippes und Köln-Chorweiler e.V.“  
für die Sozialraumgebiete Chorweiler/Blumenberg/Seeberg-Nord und Bilderstöckchen, 
mit einer halbe Vollzeitstelle  
• Die „Alexianer Köln GmbH“ für die Sozialraumgebiete Bocklemünd/Mengenich, 
Bickendorf/Westend/ Ossendorf, Meschenich/Rondorf,  
ebenfalls mit einer halben Vollzeitstelle 
• „Der Sommerberg AWO Betriebsgesellschaft mbH“ für die Sozialraumgebiete 
Buchheim/Buchforst, Höhenberg/Vingst, Ostheim/Neubrück; Mülheim-Nord/Keupstr, 
Porz-Ost/Finkenberg/Gremberghoven/Eil und Kalk/Humboldt-Gremberg,  
mit einer Vollzeitstelle. 
(Trägerprofile: siehe Anlage 2) 
Ergebnisse während der Projektlaufzeit 
Nach einem Jahr der Projektlaufzeit wurde bereits deutlich, dass die Zielgruppe junger 
Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen erreicht werden konnte. 32 Personen 
befanden sich in laufender Maßnahme und 5 Teilnehmende hatten bereits die Maßnahme 
planmäßig beenden können. 
Alle Teilnehmenden wiesen Probleme und Unterstützungsbedarf in den Lebensbereichen 
psychische und teilweise auch körperliche Gesundheit sowie Selbstorganisation und nahezu 
alle Teilnehmenden im Bereich Schule/Beruf auf. Darüber hinaus gab es häufig weitere 
Problemlagen wie akute Wohnprobleme oder wirtschaftliche Probleme. Daher wurden die 
Teilnehmenden je nach Bedarf in ein oder mehrere Regelangebote vermittelt.  
Im ersten Jahr der Projektlaufzeit fanden über 60 Vermittlungen in das gesundheitliche 
Versorgungssystem, über 25 Vermittlungen in das Regelangebot des Bereichs Schu- 
le/Beruf/Vermittlung/ Qualifizierung sowie zahlreiche weitere Vermittlungen, unter anderem 
im Bereich Wohnen und im Bereich der Freizeitgestaltung statt. Ein Schwerpunkt der 
Begleitung lag in der Unterstützung zur Selbstorganisation, zum Beispiel dem Einhalten von 
Terminen und in der Stärkung des Durchhaltevermögens bei den Teilnehmenden. Durch 
intensive Begleitung wurde sichergestellt, dass die Betroffenen in den entsprechenden 
Maßnahmen „ankamen“.  
Aus über 37 weiteren Stadtteilen Kölns, die sich über alle neun Stadtbezirke und das 
gesamte Stadtgebiet verteilen, gab es über 60 konkrete Anfragen junger Menschen, die 
jedoch nicht in den ausgewiesenen Sozialraumgebieten wohnten und daher nicht in das 
Angebot aufgenommen werden konnten.  
Zu Ende des Projektzeitraums ist absehbar, dass mit Ablauf des Projekts, wie angestrebt, 
über 40 Teilnehmende innerhalb der Projektlaufzeit von 2 Jahren erreicht sein werden, ins 
Regelsystem vermittelt und dort angekommen sein werden.

Konzept Plan27 ab 01.04.2019 
6 
 
Auf Grundlage bisheriger Ergebnisse lässt sich feststellen, dass mit Plan27 ein passendes 
Angebot geschaffen wurde für eine bisher noch nicht adäquat versorgte Zielgruppe junger 
Menschen mit seelischen Problemen in komplexen Lebenssituationen, die eine zugehende 
Hilfe benötigen. Plan27 stellt eine sinnvolle Ergänzung zu den bisherigen Hilfeangeboten für 
junge Menschen mit psychischen Problemen, der Beratungsstelle „Proberaum“ und des 
tagesstrukturierende Projektangebots „Proberaum worX“ dar. Als aufsuchendes Angebot 
richtet sich Plan27 an Betroffene, die durch die vorhandenen Angebote für junge Menschen 
mit psychischen Problemen aufgrund deren „Komm-Struktur“ bisher nicht erreicht werden 
konnten.  
Die hohe Anzahl an Anfragen außerhalb der ausgewiesenen Sozialraumgebiete zeigt, dass 
im gesamten Stadtgebiet Bedarf besteht, der durch das bisher bestehende Projekt nicht 
gedeckt werden kann. 
Eine Fortführung des Angebots über den Projektzeitraum hinaus wird aus fachlicher Sicht 
als sinnvoll und notwendig erachtet. Dabei sollten auch die Anfragen von Personen aus 
dem Stadtgebiet Kölns, die nicht in ausgewiesenen Sozialraumgebieten wohnen, berück- 
sichtigt werden. Die Maßnahme sollte evaluiert werden, um festzustellen, inwieweit der 
auftretende Bedarf über das Angebot abgedeckt werden kann. 
Um eine Arbeitsgrundlage für eine Fortführung der Maßnahme als Regelangebot bieten zu 
können, wurde das Konzept „Plan27“ auf Grundlage der bisherigen Auswertungen 
analysiert und, wo erforderlich, überarbeitet bzw. ergänzt:  
3  Ziele des Angebots Plan27 
Plan27 ist ein aufsuchendes, speziell auf schulische/berufliche Orientierung ausgerichtetes 
Angebot für junge Menschen mit psychischen Problemen bis 27 Jahre mit einem besonders 
niedrigschwelligen Ansatz im Stadtgebiet Köln.  
Ziel der individuellen Hilfe im Rahmen von Plan27 ist es dabei, gemeinsam mit der/dem 
Teilnehmenden eine Perspektive zu entwickeln und schrittweise umzusetzen, die jungen 
Menschen im konstruktiven Umgang mit Hindernissen und beim Abbau von Barrieren zu 
unterstützen und damit den Weg zur individuellen Teilhabe an Angeboten des Gesund-
heits-, Bildungs- oder Beschäftigungssystems zu ebenen. 
Als niedrigschwelliges Angebot 
 der zugehenden Hilfe bietet Plan27 die Möglichkeit einer 
ersten Kontaktaufnahme und der Überleitung in ein passgenaues Angebot bei psychisch 
belasteten jungen Menschen, die durch andere Angebote nicht (direkt) erreicht werden. 
Plan27 bildet damit einen wesentlichen Baustein innerhalb der bestehenden Versorgungs- 
struktur, um Betroffenen mit besonders hohem Entwicklungsbedarf den Weg zu weiterfüh- 
renden Unterstützungsleistungen zugänglich zu machen.  
Die jungen Menschen sollen je in mindestens ein Angebot vermittelt werden, das einen 
weiteren Schritt in Hinblick auf die Lebensperspektive, dabei insbesondere die berufliche 
Perspektive oder deren Einmündung bedeutet. Dieses Angebot kann je nach individueller 
Problemlage im gesundheitlichen, schulischen, ausbildungs-, qualifizierungs- und/oder 
berufsbezogenen Bereich liegen. Der sozialpsychiatrische Ansatz hat dabei das Ziel, die

Konzept Plan27 ab 01.04.2019 
7 
 
Teilnehmenden niedrigschwellig in ihren Alltagskompetenzen zu stärken, langfristig in das 
Regelsystem anzubinden und Übergänge in gesundheitlichen, schulischen und/oder 
beruflichen Lebensbereichen zu begleiten.  
Durch das niedrigschwellige Angebot sollen die Betroffenen möglichst frühzeitig erreicht und 
unterstützt werden. Bereits in Schule, in der Berufsausbildung oder im Studium kann die 
Bewältigung dort bestehender Anforderungen durch psychische Probleme gefährdet 
werden. Dies kann zum Abbruch des Bildungsweges führen und einen weiteren Rückzug 
zur Folge haben. Durch Plan27 kann der junge Mensch entsprechend seiner seelischen 
Problematik unterstützt werden, zum Beispiel über eine therapeutische Anbindung. Dadurch 
kann das Durchhalten (oder der Wiedereinstieg) und der erfolgreiche Abschluss der Schule 
bzw. Ausbildung ermöglicht werden. 
Auch die Vermittlung zu Maßnahmen des Jobcenters kann dazugehören. Rückmeldungen 
des Jobcenters/U 25 (Angebot des Jobcenters für Arbeitssuchende unter 25) zufolge sind 
viele der jungen Kundinnen und Kunden nicht in der Lage, die Voraussetzungen von 
Maßnahmen des Jobcenters zu erfüllen. Sie benötigen im Vorfeld Hilfen, die sie auf einen 
solchen Schritt vorbereiten. Damit bekommt auch ein bisher kaum zu erreichendes Klientel 
die Chance, an Zukunftsperspektiven zu arbeiten. Maßnahmenabbrüche können verhindert 
und Ressourcen gezielt eingesetzt werden. 
4 Auftrag und Aufgabe  
Inhalt und Ablauf 
Junge Menschen mit psychischen Problemen leben häufig sozial zurückgezogen, gehören 
keinen Peergroups an, nutzen weder die Angebote für Jugendliche und junge Erwachsene 
noch entsprechende Institutionen und halten sich auch nicht an bekannten Hotspots ihrer 
Altersgruppe in der Stadt auf. Öffentlichkeitsarbeit sowie Netzwerkarbeit im Stadtbezirk 
bilden einen grundlegenden Bestandteil des Angebots Plan27, um durch andere Institutio- 
nen oder Angehörige der Betroffenen mit möglichen Teilnehmenden in Kontakt zu kommen 
oder die Betroffenen selbst erreichen zu können.  
Da im Projekt begleitete junge Menschen oftmals in ihrer bisherigen Entwicklung beeinträch- 
tigt sind, ist die Beziehungsarbeit als wesentlicher und zeitaufwendiger Bestandteil der 
Zusammenarbeit zu nennen. Der Aufbau von Vertrauen, eine akzeptierende und langsam 
aufbauende Hilfe und eine tragfähige Beziehung bilden eine notwendige Voraussetzung für 
den Hilfeprozess.  
Zu den Inhalten der Begleitung der Teilnehmenden gehören die Entwicklung einer 
individuellen realistischen Perspektive, das Initiieren notwendiger Hilfen, die Unterstützung 
bei Kontaktaufnahme zu anderen Einrichtungen und Hilfeträgern (Bildungseinrichtungen, 
Arbeitsprojekten, Betreutes Wohnen) und die Vermittlung in das Versorgungssystem. Je 
nach Bedarf erhalten  die Teilnehmenden Unterstützung bei der Organisation ihrer 
Angelegenheiten, bei der Tagesstrukturierung, dem Entwickeln einer selbständigen 
Lebensführung sowie eine Begleitung zu Terminen mit Vor- und Nachbereitung, beim 
Aufbau und der Pflege sozialer Kontakte.

Konzept Plan27 ab 01.04.2019 
8 
 
Die Hilfe kann ohne formales Verfahren beginnen, sobald der junge Mensch Interesse zur 
Mitarbeit bekundet. Die Intensität der Begleitung entspricht dem jeweiligen Hilfebedarf. Sie 
kann mehrere persönliche Kontakte pro Woche umfassen und sich über einen Zeitraum von 
durchschnittlich 6 bis 12 Monaten erstrecken. Grundsätzlich ist die Dauer des Betreuungs- 
zeitraums nicht begrenzt und wird sich an den jeweiligen Lebensumständen orientieren, 
insbesondere, da aufgrund der individuellen Problemkonstellationen unterschiedliche 
Themen im Hinblick auf eine Verselbständigung bearbeitet werden müssen. Vorgesehen ist 
jedoch, dass – sobald möglich – eine Überleitung in andere Hilfeformen erfolgen soll.  
Die Hilfe endet, wenn eine erfolgreiche Anbindung an eine oder mehrere weiterführende 
Hilfe/n erfolgt, wodurch eine konkrete und nachhaltige Perspektive eröffnet wird, oder wenn 
der Betroffene/die Betroffene keine Unterstützung mehr benötigt oder wünscht.  
Die Beendung der Maßnahme wird mit der/dem einzelnen Teilnehmenden je nach Bedarf 
inhaltlich vorbereitet, gegebenenfalls mit einem gemeinsamen Termin zur „Übergabe" bei 
dem Regelangebot.  
6 Monate nach Abschluss der Maßnahme wird mit der/dem Teilnehmenden nochmals 
Kontakt aufgenommen, um sicherzugehen, dass die/der Teilnehmende weiterhin im 
Regelsystem angemessen eingebunden ist. Bei Rückzug aus dem Regelangebot kann 
Hilfestellung geleistet werden, um wieder den (Wieder-)Einstieg ins Regelangebot und die 
Kontinuität in der Entwicklung einer Lebensperspektive zu unterstützen. 
Kooperationspartner von Plan27 sind unter anderem  
• Bildungseinrichtungen wie Schulen, insbesondere die Schulsozialarbeit, Schulpsycho- 
logischer Dienst oder Schulsozialarbeit der Berufskollegs, Studentenwerk 
• Jobcenter/U 25 
• alle Akteure in den Stadtbezirken sowie Sozialraumkoordinatorinnen und Sozialraum- 
koordinatoren in den ausgewiesenen Sozialraumgebieten  
• Streetwork der Jugendhilfe, Wohnungslosen- und Suchthilfe 
• Gesundheitsamt, der Sozialpsychiatrische Dienst, Kinder- und Jugendpsychiatrische 
Beratungsstelle, Sozialpsychiatrische Zentren 
• ambulante und stationäre medizinische, psychiatrische und psychotherapeutische 
Angebote des Gesundheitssystems 
• sonstige städtische Einrichtungen 
• Einrichtungen mit sozialen und psychosozialen Hilfsangeboten.

Konzept Plan27 ab 01.04.2019 
9 
 
Örtliche Ausrichtung und Zusammenarbeit der Träger  
Das Regelangebot Plan27 richtet sich an junge Menschen im gesamten Stadtgebiet Köln. 
Die drei oben erwähnten Träger, bei denen Netzwerke in den unterschiedlichen 
Stadtbezirken sowie in den ausgewiesenen Sozialraumgebieten vorhanden sind, werden 
entsprechend ihrer räumlichen Verortung das Angebot auf die einzelnen Stadtbezirke 
ausdehnen, so dass das gesamte Stadtgebiet abgedeckt ist. Dabei wird berücksichtigt, dass 
jeder Träger Stadtbezirke erhält, die nah beieinanderliegen, um zusätzliche Wegezeiten zu 
ersparen.  
Das „Sozialpsychiatrische Zentrum (SPZ) Köln-Nippes und Köln-Chorweiler e.V.“ wird mit 
einer halbe Vollzeitstelle die Stadtbezirke Nippes, Chorweiler und Ehrenfeld im 
Linksrheinischen übernehmen.  
Die „Alexianer Köln GmbH“, ebenfalls mit einer halbe Vollzeitstelle, wird für die Stadtbezirke 
Rodenkirchen, Lindenthal und den Stadtbezirk Innenstadt (außer Stadtteil Deutz) zuständig 
sein. 
„Der Sommerberg AWO Betriebsgesellschaft mbH“, mit einer Vollzeitstelle, wird in den 
Stadtbezirken Mülheim, Kalk, Porz und den Stadtteil Deutz des Stadtbezirks Innenstadt tätig 
sein.   
Die drei beteiligten Träger verstehen sich als eng verknüpfte Teile des gemeinsamen 
Angebots. Dies macht eine gute und enge Zusammenarbeit nötig, die vor allem folgende 
Bereiche umfasst:  
• regelmäßiger Austausch und kollegiale Beratung 
• einheitliche Dokumentation, Qualitätsentwicklung und -sicherung 
• gemeinsam abgestimmte Berichte und Auswertung  
• Öffentlichkeitsarbeit und Erstellen eines gemeinsamen Flyers. 
Die Öffentlichkeitsarbeit der Träger ist mit der Stadt Köln abzustimmen.  
5 Dokumentation und Qualitätssicherung  
Die eingesetzten Fachkräfte der Träger verfügen über einen Abschluss Diplomsozial- 
arbeit/-pädagogik bzw. einen vergleichbaren Abschluss und Kenntnisse in der Arbeit mit 
psychisch kranken Menschen.  
Die Träger führen regelmäßig Abstimmungstreffen mit dem Gesundheitsamt durch. Es werden 
mindestens 2 Treffen pro Jahr durchgeführt, zu denen das Gesundheitsamt einlädt.   
Die Träger von Plan27 führen eine mit dem Gesundheitsamt Köln abgestimmte, standardisierte 
Dokumentation durch. Zur Qualitätssicherung der Arbeit gehört die Statistik jeder Mitarbeite- 
rin/jedes Mitarbeiters des Angebots Plan27 zu jeder Teilnehmenden/jedes Teilnehmenden, die 
unter anderem Anzahl und Situation der Teilnehmenden und Vermittlungen ins Regelangebot

Konzept Plan27 ab 01.04.2019 
10 
 
umfasst. Diese dient als Grundlage für eine standardisierte Dokumentation der Träger, die in 
regelmäßig dem Gesundheitsamt bis zum 31.03. des Folgejahres zugeleitet wird.  
Die Träger führen einen Verwendungsnachweis über die Mittelverwendung durch, dieser wird 
jeweils für das vergangene Jahr bis zum 31.03. des Folgejahres dem Gesundheitsamt 
vorgelegt.

Konzept Plan27 ab 01.04.2019 
11 
 
6 Anlagen 
Anlage 1 
Abbildung 1, Anstieg Diagnosen bei psychischen Erkrankungen junger Erwachsener, Barmer 
Ärztereport 2018 vom 22.02.2018, Infografik 1, Berlin, www.barmer.de  , abgerufen am 
16.01.2019 
 
  
 
Anlage 2 
Trägerprofile 
SPZ Köln-Nippes und Köln-Chorweiler e.V. 
Der Verein SPZ Köln-Nippes und Köln-Chorweiler e.V. ist Träger der Sozialpsychiatrischen Zentren 
in den Stadtbezirken Köln-Nippes und Köln-Chorweiler. Er verfügt über langjährige Erfahrung in der 
Arbeit für Menschen mit psychischen Problemlagen. Dazu unterhält er in beiden Stadtbezirken 
folgende Arbeitsbereiche: 
• Kontakt- und Beratungsstelle 
• Ambulant Betreutes Wohnen 
• Ambulante psychiatrische Krankenpflege und eine 
• Tagesstätte für psychisch behinderte Menschen. 
Das SPZ in Köln-Chorweiler wird seit dem Jahr 2000 als eine Dependance des SPZ in Köln-Nippes 
betrieben. Insgesamt arbeiten dort 10 in der psychiatrischen Arbeit erfahrene Fachkräfte in einem 
multiprofessionellen Team von Sozialarbeitern, Kranken- und Altenpflegern, Ergotherapeuten und 
Heilerziehungspflegern. 
Das SPZ ist insbesondere in den Stadtbezirken Nippes und Chorweiler sozialräumlich verortet und 
eingebunden. Mit vielen Einrichtungen der Bezirke besteht eine enge Zusammenarbeit, das SPZ ist 
Mitglied der Sozialraumkonferenz Chorweiler.

Konzept Plan27 ab 01.04.2019 
12 
 
Das SPZ Köln-Nippes und Köln-Chorweiler e.V. war im Projekt Plan27 bis 31.03.2019 in den 
ausgewiesenen Sozialraumgebieten Chorweiler/Blumenberg/Seeberg-Nord und Bilderstöck- 
chen tätig. 
Alexianer Köln GmbH 
Die Alexianer Köln GmbH ist einer der großen Anbieter in der psychiatrischen Versorgungs- 
landschaft der Region und u. a. Träger der Fachklinik für Psychiatrie, Psychotherapie und 
Neurologie in Köln-Porz. Sie verfügt zudem über eine Reihe von weiteren Einrichtungen mit 
Hilfsangeboten in den Bereichen: Psychiatrische Erkrankungen und Behinderungen, 
Rehabilitation, Sucht, Geistige Behinderung, Hirnschädigungen und Pflege. 
In Köln-Rodenkirchen ist die Alexianer Köln GmbH Träger des Sozialpsychiatrischen 
Zentrums (SPZ). Hierzu gehören folgende Bereiche: 
• Kontakt- und Beratungsstelle 
• Tagesstätte für psychisch behinderte Menschen  
• Ambulant Betreutes Wohnen und ein 
• Wohnheim für psychisch behinderte Menschen mit 8 Plätzen 
Daneben hat sich der Träger in den letzten Jahren aufgrund des steigenden Bedarfs 
besonders der Zielgruppe der jungen Menschen mit psychischer Erkrankung gewidmet und 
hier verschiedene Angebote sukzessive aufgebaut. So entstanden in Köln-Rodenkirchen das 
Beratungscafé „Proberaum“, eine Sprechstunde für junge Menschen in der psychiatrischen 
Institutsambulanz, sowie zwei intensiv betreute Wohngruppen in Köln-Porz.  
Das SPZ Rodenkirchen verfügt bereits über gute Kooperationsstrukturen und eine breite 
Vernetzung im Stadtbezirk Rodenkirchen. Hier sind u. a. das Jobcenter und die Jugendhilfe 
zu nennen. 
Seit Jahren bietet das SPZ Rodenkirchen im Sozialraum Meschenich/Rondorf eine eigene 
offene Sprechstunde an und ist hier auch, neben dem Sozialpsychiatrischen Dienst des 
Gesundheitsamtes der Stadt Köln, zuständig für die Beratung und Versorgung von psychisch 
kranken Menschen. Hier besteht bereits eine Kooperation mit der Kompetenzagentur, der 
Jugendhilfe und dem Sozialraumkoordinator. 
Die „Alexianer Köln GmbH“ war im Projekt Plan27 bis 31.03.2019 in den ausgewiesen 
Sozialraumgebieten Bocklemünd/Mengenich, Bickendorf/Westend/ Ossendorf, 
Meschenich/Rondorf eingesetzt.  
Der Sommerberg AWO Betriebsgesellschaft mbH – Flexible Dienste Köln Kalk  
Der Sommerberg – eine Betriebsgesellschaft der Arbeiterwohlfahrt am Mittelrhein – bietet 
differenzierte, sozialraumorientierte Leistungsangebote im Bereich der Jugend-, Familien- 
und Eingliederungshilfe. 
Die Flexiblen Dienste Köln-Kalk sind eine von drei Organisationseinheiten des Sommerbergs 
in der Region Köln. Neben ambulanten, teilstationären und stationären Leistungen im Bereich 
der Hilfen zur Erziehung nach SGB VIII werden ambulante und teilstationäre Angebote der

Konzept Plan27 ab 01.04.2019 
13 
 
Eingliederungshilfe nach SGB XII umgesetzt. Die Angebote der Eingliederungshilfe sind in 
die sozialpsychiatrische Versorgungsstruktur der Stadtteile eingebunden und bilden mit dem 
Betreuten Wohnen und der Tagesstätte gemeinsam mit dem Sozialpsychiatrischen Dienst 
und der Kontakt- und Beratungsstelle des städtischen Gesundheitsamtes das integrierte SPZ 
Köln-Kalk. 
Der Sommerberg ist insbesondere im rechtsrheinischen Köln mit seinen ambulanten, 
teilstationären und stationären Leistungsangeboten der Organisationseinheiten Köln-Porz, 
Köln-Kalk und Köln-Mülheim in den jeweiligen Stadtbezirken sozialräumlich verortet und gut 
vernetzt. In der sozialraumorientierten Fallbearbeitung ist die Nutzung und Aktivierung 
sozialräumlicher Ressourcen ebenso von zentraler Bedeutung, wie die vernetzte Kooperation 
z. B. mit den Sozialpsychiatrischen Zentren, den Kliniken und Tagesklinken, Fachärz- 
ten/Fachärztinnen, dem Jugendamt und Fachberatungsstellen, der Agentur für Arbeit, den 
Jobcentern, Schulen und Weitebildungseinrichtungen sowie anderen Leistungsanbietern. 
Neben der Fallarbeit ist daher die Teilnahme an themenspezifischen Arbeitskreisen, 
bezirklichen Steuerungsgruppen, Sektor- und Sozialraumkonferenzen ein wichtiger 
Aufgabenbereich zur Information, Vernetzung und Weiterentwicklung des Projektes. 
Im bis zum 31.03.2019 befristeten Projekt Plan27 war „Der Sommerberg AWO 
Betriebsgesellschaft mbH“ bisher in den ausgewiesenen Sozialraumgebieten 
Buchheim/Buchforst, Höhenberg/Vingst, Ostheim/Neubrück; Mülheim-Nord/Keupstr, Porz-
Ost/Finkenberg/Gremberghoven/Eil und Kalk/Humboldt-Gremberg tätig.

Sachstandsbericht Rat /Ausschuss

5442 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
V/53 
 
 
Vorlagen-Nummer 
4440/2021
Stand: 16.03.2023 
Sachstandsbericht  
Weiterführung des Projektes „Plan27„ – Zugehende Hilfe für junge Menschen mit 
psychischen Problemen bis 27 Jahre zur Überleitung ins Regelsystem und Entwicklung 
einer beruflichen Perspektive 
Status    in Bearbeitung 
 
    erledigt 
 
 
Der Rat hat am 17.03.2022 beschlossen, dass das bis zum 30.04.2022 geförderten Projekt 
„Plan27“ ab dem 01.05.2022 um weitere zwei Jahre bis zum 30.04.2024 weitergeführt werden 
soll.  
 
Gefördert werden sollen insgesamt 2 Vollzeitstellen (VZÄ) für Fachkräfte der Sozialar-
beit/Sozialpädagogik: 
a) bei dem Träger SPZ Köln-Nippes und Köln-Chorweiler, Diakonisches Werk Köln und 
Region gGmbH e. V. im linksrheinischen Norden Kölns wie bisher eine halbe Vollzeit-
stelle, 
b) bei dem Träger „Der Sommerberg AWO Betriebsgesellschaft mbH- Flexible Dienste 
Köln Kalk“, im rechtsrheinischen Kölns wie bisher eine ganze Vollzeitstelle, 
c) bei dem Träger „Alexianer Köln GmbH“ im linksrheinischen Süden Kölns wie bisher ei-
ne halbe Vollzeitstelle. Zusätzlich soll der Träger für die Koordination des Verbunds 
der drei Träger eine Förderung für eine weitere drittel Vollzeitstelle erhalten. 
Die zuvor ausschließlich mit kommunalen Mitteln geförderte Maßnahme soll ab dem 
01.05.2022 in eine rechtskreisübergreifende Förderung übergehen,  
mit folgenden Anteilen:  
 das Jobcenter Köln, Förderungsbeteiligung auf Basis des § 16h SGB II (Bundesmittel)
             65 % 
 das Amt für Soziales, Arbeit und Senioren (Kommunales Programm  
für Arbeit und Beschäftigungsfähigkeit, Abteilung  505)     25 %  
 das Amt für Kinder, Jugend und Familie (Amt 51)      10 % 
  100 % 
 
Umsetzung des Beschlusses 
Der Beschluss des Rates vom 17.03.2022 wurde umgesetzt. Seit dem 01.05.2022 wird das 
Angebot „Plan27“ auf der Basis der oben ausgeführten rechtskreisübergreifenden Förderung 
kontinuierlich weitergeführt. Die Förderung ist bis zum 30.04.2024 befristet.

2 
 
Da von Seiten des Jobcenters Köln Förderungsbeteiligung auf Basis des § 16h SGB II (Bun-
desmittel) übernommen wird, reduziert sich seit dem 01.05.2022 der auf die Stadt Köln entfal-
lende Anteil von einer Vollfinanzierung auf eine Anteilsfinanzierung in Höhe von 35 Prozent. 
 
Ziel des Angebots Plan27 
Alle Menschen in Köln sollen gesund aufwachsen und leben und am Arbeitsleben teilhaben 
können (Masterplan des Dezernats V, Mitteilung 0190/2021 vom 27.05.2021). Plan27 richtet 
sich als aufsuchendes Unterstützungsangebot an junge Menschen mit psychischen Proble-
men, die nicht vom Regelsystem erreicht werden. Ziel der Maßnahme ist es,  
 einen Zugang zu diesen jungen Menschen mit psychischen Problemen zu schaffen,  
 sie bedarfsgerecht in passgenaue Angebote, beispielsweise ins Gesundheitswesen 
oder Ausbildung, zu vermitteln,  
 gezielt bei der Entwicklung einer beruflichen Perspektive zu unterstützen 
und dadurch eine soziale, gesundheitliche und berufliche Teilhabe der jungen Menschen in 
der Kölner Stadtgesellschaft zu ermöglichen. 
 
Bisheriges Ergebnis - Zwischenstand Stichtag 31.12.2022 
In den acht Monaten Laufzeit seit dem 01.05.2022 wurden 73 Teilnehmende in die Maßnah-
me aufgenommen: 
 89 Prozent der Teilnehmenden wurde bereits in Regelangebote des Gesundheitswe-
sens, des Bereichs Jobcenter/Schule/Ausbildung/Beruf und/oder Wohnen vermittelt. 
Insgesamt fanden Vermittlungen in über 300 Angebote statt.  
 Über 23 Prozent der Teilnehmenden wurden direkt in Schule, Ausbildung und/oder auf 
dem regulären Arbeitsmarkt vermittelt. 
 Die Maßnahme ist durchgängig voll ausgelastet. Es gibt darüber hinaus fortlaufend 
neue Anfragen.  
 
Bewertung 
Plan27 erreicht junge Menschen mit psychischen Problemen in komplexen Lebenssituationen, 
die von sich aus keinen Zugang zu bedarfsgerechten Angeboten finden. Bei dem überwie-
genden Anteil der Teilnehmenden gelingt eine Vermittlung in mehrere Regelangebote unter-
schiedlicher Lebensbereiche. Dies unterstützt die Stabilisierung der psychosozialen Gesamtsi-
tuation der jungen Menschen, schafft für sie die Voraussetzungen für die Teilhabe in der 
Stadtgesellschaft und gewährleistet die Nachhaltigkeit des Angebots. Die oben dargestellten 
Ziele des Angebots Plan27 wurden durch die rechtskreisübergreifende Förderung des Job-
centers Köln, der Arbeitsmarktförderung im Amt für Soziales, Arbeit und Senioren sowie dem 
Amt für Kinder, Jugend und Familie erreicht. Die starke Nachfrage ist sowohl auf den hohen 
Bekanntheitsgrad des niedrigschwelligen und wirksamen Angebots als auch auf den aktuell 
erhöhten Bedarf junger Menschen mit psychischen Problemen zurückzuführen. Dieser erhöh-
te Bedarf ergibt sich unter anderem durch psychische Belastungen, die durch die aktuellen 
politischen Rahmenbedingungen und Auswirkungen der Corona-Einschränkungen der ver-
gangenen Jahre hervorgerufen werden.  
 
Perspektive 
Aus fachlicher Sicht wird es als sinnvoll und notwendig erachtet, dass Plan27 auch über den 
30.04.2024 hinaus fortgeführt wird. Das Angebot wird weiterhin fortlaufend evaluiert, um bei 
einer Verlängerung auf dieser Basis vor Ablauf der derzeitigen Förderung die tatsächliche 
Bedarfssituation mit den Kapazitäten abstimmen zu können. Die zukünftige Verteilung der 
Finanzierungsanteile unter Einbeziehung weiterer Leistungsträger ist dabei noch abzustim-
men. Die hierfür erforderlichen Überlegungen stehen unter Haushaltsvorbehalt.

3

Beschlussvorlage Rat

12718 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
V/53 
 
Vorlagen-Nummer 
 4440/2021 
Freigabedatum 
03.02.2022  
Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung 
Betreff 
Weiterführung des Projektes „Plan27„ – Zugehende Hilfe für junge Menschen mit psychischen 
Problemen bis 27 Jahre zur Überleitung ins Regelsystem und Entwicklung einer beruflichen 
Perspektive 
Beschlussorgan 
Rat 
Gremium Datum 
 
Beschluss:  
 
Der Rat beschließt die Weiterführung des bisher mit kommunalen Mitteln bis zum 30.04.2022 geför-
derten Projektes „Plan27“ um weitere zwei Jahre bis zum 30.04.2024. 
 
Gefördert werden sollen: 
 
a) bei dem Träger „Sozialpsychiatrisches Zentrum (SPZ) Köln-Nippes und Köln-Chorweiler e.V.“ 
im linksrheinischen Norden Kölns wie bisher eine halbe Vollzeitstelle. 
b) bei dem Träger „Der Sommerberg AWO Betriebsgesellschaft mbH“, im rechtsrheinischen 
Kölns wie bisher eine ganze Vollzeitstelle. 
c) bei dem Träger „Alexianer Köln GmbH“ im linksrheinischen Süden Kölns wie bisher eine halbe 
Vollzeitstelle. Zusätzlich soll der Träger für die Koordination des Verbunds der drei Träger eine 
Förderung für eine weitere drittel Vollzeitstelle erhalten. 
Seitens des Jobcenter Kölns liegt eine Zusage bezüglich einer zukünftigen Förderungsbeteiligung auf 
Basis des § 16h SGB II (Bundesmittel) vor. Der auf die Verwaltung entfallende Anteil zur Finanzie-
rung reduziert sich dadurch von einer Vollfinanzierung auf eine Anteilsfinanzierung in Höhe von 35 
Prozent. 
 
Dem entsprechend ist die rechtskreisübergreifende Förderung zu folgenden Anteilen vorgesehen: 
 
Durch das Jobcenter Köln 65 %  
durch das Amt für Soziales, Arbeit und Senioren (Amt 50) 25 %  
durch das Amt für Kinder, Jugend und Familie (Amt 51) 10 %. 
 
Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren 10.02.2022 
Wirtschaftsausschuss 10.02.2022 
Gesundheitsausschuss 15.02.2022 
Jugendhilfeausschuss 08.03.2022 
Finanzausschuss 14.03.2022 
Rat 17.03.2022

2 
Haushaltsmäßige Auswirkungen 
 Nein 
 Ja, investiv Investitionsauszahlungen         € 
  Zuwendungen/Zuschüsse  Nein  Ja            % 
 Ja, ergebniswirksam Aufwendungen für die Maßnahme  44.661- € 
  Zuwendungen/Zuschüsse  Nein  Ja            % 
Jährliche Folgeaufwendungen (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr: 2023 
a) Personalaufwendungen          € 
b) Sachaufwendungen etc.    66.992 € 
c) bilanzielle Abschreibungen         € 
Jährliche Folgeerträge (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr:       
a) Erträge          € 
b) Erträge aus der Auflösung Sonderposten         € 
Einsparungen: ab Haushaltsjahr:       
a) Personalaufwendungen          € 
b) Sachaufwendungen etc.          € 
Beginn, Dauer        
 
Auswirkungen auf den Klimaschutz 
 
  Nein    
  Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung)  
  Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung)  
 
 
Begründung 
 
1. Ausgangssituation und Ziel der Maßnahme 
Das Projekt „Plan27“ wurde im Rahmen des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ zunächst in 
allen ausgewiesenen Sozialraumgebieten mit einer Laufzeit vom 01.04.2017 bis 31.03.2019 als auf-
suchendes Hilfeangebot für junge Menschen vom 16. bis zum 27. Lebensjahr mit psychischen Prob-
lemen in komplexen Lebenssituationen initiiert und durchgeführt. Die Förderung in diesem Zeitraum 
erfolgte über den Europäischen Sozialfond (ESF) und über Landesmittel.  
 
Junge Menschen mit psychischen Problemen, die sich überfordert fühlen, auf die Belastung häufig 
mit Abwehr oder Rückzug reagieren und dadurch aus Regelsystemen wie Gesundheitsversorgung, 
Ausbildung, Schule, Arbeit herausfallen, sollen niedrigschwellig erreicht, bei der Einbindung in pas-
sende Angebote begleitet und bei der Entwicklung einer beruflichen Perspektive unterstützt werden. 
Ziel ist es dabei, bei diesen jungen Menschen durch früh einsetzende Hilfe nachhaltig auf gesundheit-
liche, soziale und berufliche Teilhabe in unserer Stadtgesellschaft hinzuwirken. 
 
Die Auswertungen zeigten, dass mit „Plan27“ ein passendes, zugehendes Angebot für diese bisher 
noch nicht adäquat versorgte Zielgruppe geschaffen werden konnte (siehe Anlage 1, Endbericht ESF-

3 
Projekt). Die zahlreichen Anfragen junger Menschen außerhalb der ausgewiesenen Sozialraumgebie-
te verdeutlichten zudem, dass in Köln auch über diese Gebiete hinaus hoher Bedarf bestand.  
 
Als eine Anschlussförderung des Projektes durch das Land abgelehnt wurde, konnte das Angebot 
kurzfristig durch einen Veränderungsnachweis über den 31.03.2019 hinaus mit kommunaler Förde-
rung bis zum 31.12. 2019 verlängert werden. Ein Beschluss im Finanzausschuss am 11.02.2019 
(Vorlage 0207/2019) sah die Fortführung vor, verbunden mit dem Ziel, das Projekt in eine rechts-
kreisübergreifende Regelfinanzierung überzuleiten sowie „Plan27“ auf das Stadtgebiet Köln auszu-
weiten (siehe Anlage 2, Konzept). In Folge dieser Fortsetzung konnte eine weitere Anschlussförde-
rung vom 01.01.2020 bis 30.04.2022 gemäß Ratsbeschluss vom 07.11.2019 (Vorlage Nr. 3512/2019) 
ermöglicht werden. Die im kommunalen Haushalt veranschlagten Mittel für die Clearingstelle Migrati-
on und Gesundheit wurden umgewidmet, da die Clearingstelle eine Weiterförderung des Landes 
NRW erhielt.  
 
Der Zeitraum der beiden befristeten Anschlussförderungen wurde - wie vorgesehen - für eine Erhe-
bung der Ergebnisse des stadtweiten Angebots genutzt, um auf Basis einer Zwischenauswertung mit 
Stand 31.12.2020 eine rechtskreisübergreifende Förderung von Jobcenter, 50 und 51 in die Wege zu 
leiten. 
 
2. Inhalt und Ergebnisse des Angebotes (Stand Zwischenauswertung 31.12.2020)  
„Plan27“ verfolgt das Anliegen, die Teilnehmenden bedarfsgerecht in Angebote zu vermitteln und bei 
der Entwicklung einer beruflichen Perspektive zu unterstützen. Hierfür ist in der Regel eine intensive 
individuelle Begleitung der Teilnehmenden über eine Dauer von sechs bis zwölf Monaten erforderlich. 
Seit 01.04.2019 werden aus dem gesamten Stadtgebiet Köln Teilnehmende in die Maßnahme aufge-
nommen. 
 
Für den Zeitraum vom 01.04.2019 bis zum 31.12.2020 wurde eine Zwischenauswertung durchge-
führt. In diesen 21 Monaten sind insgesamt 149 Teilnehmende zu verschiedenen Zeitpunkten in das 
Angebot „Plan27“ aufgenommen worden. Davon haben bis zum 31.12.2020 97 Teilnehmende die 
Maßnahme bereits beendet. Von diesen Teilnehmenden waren 89 Prozent in ein oder mehrere Re-
gelangebote vermittelt worden und haben die Maßnahme erfolgreich abgeschlossen. 11 Prozent hat-
ten Plan27 vorzeitig verlassen.  
 
Insgesamt haben bis zum 31.12.2020 bei den 149 Teilnehmenden über 420 Vermittlungen in das 
Gesundheitsversorgungssystem, in Regelangebote von Schule/Beruf/Vermittlung/ Qualifizierung oder 
im Bereich Wohnen stattgefunden. 31 Teilnehmende konnten direkt in Schule, Ausbildung oder Arbeit 
vermittelt werden. Durch intensive Begleitung wurde sichergestellt, dass die jungen Menschen in den 
vermittelten Regelmaßnahmen „ankommen“ (Zwischenauswertung „Plan27“ Stand 31.12.2020, siehe 
Anlage 3).  
Das Angebot Plan27 ist voll ausgelastet. 
 
3. Bewertung  
Auf Grundlage der bislang gewonnenen Ergebnisse wird es aus fachlicher Sicht nicht nur als wün-
schenswert, sondern als notwendig und sinnvoll erachtet, das zunächst im Rahmen des Landespro-
jektes entwickelte Angebot „Plan27“ dauerhaft weiterzuführen und rechtskreisübergreifend in die Re-
gelfinanzierung überzuleiten. Nur so ist in der Millionenstadt Köln eine nachhaltige Versorgung und 
Perspektiventwicklung für junge Menschen mit psychischen Problemen, die ein aufsuchendes Ange-
bot benötigen, zu gewährleiten.  
 
4. Finanzierung  
Die Gesamtkosten der Maßnahme Plan27 von 382.808 € für 2 Jahre, entsprechend 191.404 € jähr-
lich, umfassen Personalkosten (zwei Stellen Sozialarbeiter/in/Sozialpädagoge/in zuzüglich 0,3 Stelle 
für die Koordination des Projektes, S12 TVöD SuE) sowie Sachkosten. Die Personalkosten wurden 
ermittelt auf Basis von Personalkostenpauschalen, die das Jobcenter als Hauptkostenträger zugrunde 
legt.

4 
Die zukünftige rechtskreisübergreifende Förderung orientiert sich an den Bedarfen der Teilnehmen-
den der Maßnahme auf Basis der Auswertung der Maßnahme im Zeitraum vom 01.04.2019 bis 
31.12.2020:  
 
 Jobcenter:  
65 Prozent der Teilnehmenden bis zum Alter von 24 haben im genannten Zeitraum Anspruch 
auf SGB-II-Leistungen, dem entsprechend übernimmt das Jobcenter Köln diesen Anteil der 
Förderung gemäß § 16 h SGB II für Leistungsberechtigte bis zur Vollendung des 25. Lebens-
jahrs. 
 Amt 51:  
10 Prozent der Teilnehmenden weisen Jugendhilfebedarf auf und wurden in Jugendhilfe-
Maßnahmen nach SGB VIII vermittelt, dem entsprechend übernimmt Amt 51 diesen Anteil der 
Förderung.  
 Amt 50:  
25 Prozent der Teilnehmenden sind junge Erwachsene mit psychischen Problemen, die kei-
nen Jugendhilfebedarf mehr aufweisen oder nicht gemäß § 16h SGB ll förderfähig sind und 
auch ansonsten aktuell keine Leistungen über das Jobcenter beziehen können, beispielsweise 
weil sie im Haushalt der Eltern leben und dort (noch) finanziell mitversorgt werden. Sie fallen 
trotz ihrer psychischen Problematik und häufig faktischer Beschäftigungslosigkeit durch die 
Maschen des Hilfe-, Förder- und Versorgungssystems und unterliegen einem erhöhten Risiko 
der (Langzeit-)Arbeitslosigkeit. Jungen Menschen einen Einstieg in die Arbeits- und Beschäfti-
gungsfähigkeit sowie früheinsetzender stabilisierender Hilfe zu ermöglichen, deckt sich mit 
den Zielsetzungen im Rahmen des Kommunalen Programms für Arbeit und Beschäftigungs-
förderung (KomProArBeit) für diesen Personenkreis, so dass die Teilfinanzierung – neben 
präventiven Aspekten im Bereich der Pflichtleistungen des Amtes 50 – aus KomProArBeit er-
folgt. 
Der Träger „Alexianer Köln GmbH“, der die Koordination des Verbundes der drei Träger von Plan27 
übernimmt, wird sowohl beim Amt für Soziales, Arbeit und Senioren als auch beim Amt für Kinder, 
Jugend und Familie entsprechende Förderanträge stellen. Im Binnenverhältnis der drei beteiligten 
Träger wird die Kooperation und Weiterleitung entsprechend vertraglich geregelt. 
 
Dementsprechend ergeben sich folgende Förderaufwendungen pro Jahr und Kostenträger: 
 
Übersicht 1 rechtskreisübergreifende Finanzierung insgesamt 
Kosten-
träger  
Anteil in 
% 
Betrag  
insgesamt  
Betrag 
pro Monat 
Aufwand 
in 2022 
8 Monate 
2023 
12 Monate 
2024 
4 Monate 
Jobcenter/ 
5000 65 248.825 € 10.367 €   82.942 € 124.412 € 41.471 € 
Kommunale 
Förderung 35 133.983 € 5.583 € 44.661 € 66.992 € 22.330 € 
Gesamt 100 382.808€ 15.950 € 127.603 € 191.404 € 63.801 € 
 
Übersicht 2 Finanzierung Kommunale Förderung 
Kosten-
träger  
Anteil in 
% 
Betrag  
insgesamt  
Betrag pro 
Monat 
Aufwand 
in 2022 
8 Monate 
2023 
12 Monate 
2024 
4 Monate 
Amt 50 25 95.702 € 3.988 € 31.901 € 47.851 € 15.950 € 
Amt 51  10 38.281 € 1.595 € 12.760 € 19.141 € 6.380 € 
Gesamt 35 133.983 € 5.583 € 44.661 € 66.992 € 22.330 €

5 
Die erforderlichen kommunalen Mittel zur weiteren Förderung des Angebots „Plan27“ in Höhe von 
insgesamt 133.983 €, davon 44.661 € im Jahr 2022, 66.992 € im Jahr 2023 und 22.330 € im Jahr 
2024 sind / werden wie folgt veranschlagt: 
 
 bei Amt für Soziales, Arbeit und Senioren im Teilergebnisplan 1501 - Wirtschaft und Touris-
mus, Teilplanzeile 15 - Transferaufwendungen, innerhalb Zuschuss „Kommunales Beschäfti-
gungsprogramm“  
in Höhe von 95.702 € 
 bei Amt für Kinder, Jugend und Familie im Teilergebnisplan 0604 - Kinder- und Jugendarbeit, 
Teilplanzeile 15 - Transferaufwendungen, innerhalb „Zuschuss für Maßnahmen der Jugendbe-
rufshilfe“  
in Höhe von 38.281 €. 
 
Die erforderlichen Mittel für das Haushaltsjahr 2022 stehen im erforderlichen Umfang zur Verfügung. 
 
Die Dezernate IV und V werden im Rahmen des Haushaltsplanaufstellungsprozesses 2023 ff. inner-
halb der dann zugewiesenen Budgets die erforderlichen Mittel durch Umschichtung vorsehen. Inso-
weit steht die Förderung unter Haushalts- und Finanzierungsvorbehalt. 
 
 
5. Perspektive 
Zum Ende der Befristung am 30.04.2024 ist eine Evaluation der Maßnahme vorgesehen, um auf die-
ser Basis das Angebot ggfs. bedarfsgerecht fortzuführen und zu verstetigen.  
 
6. Begründung der Dringlichkeit:  
Der Handlungsdruck angesichts der jungen Menschen mit psychischen Problemen in Köln ist im-
mens. Er hat sich darüber hinaus durch die zusätzliche psychische Belastung junger Menschen vor 
dem Hintergrund der Corona-bedingten Rahmenbedingungen weiterhin verschärft. Im öffentlichen 
Interesse, im Interesse der jungen Menschen und im Interesse des für Plan27 tätigen Fachpersonals 
muss eine Weiterführung des Angebotes Plan27 ab dem 01.05.2022 zwingend eingehalten werden. 
Deshalb ist eine Entscheidung des Rates in der Sitzung am 17.03.2022 dringend erforderlich. 
 
Anlagen

Anlage_1_ESFProjektbericht_Plan27

70568 Zeichen

ESF- Einzelprojekt Nr. 505263 – „Plan27“ 
Projektbericht der Stadt Köln, Gesundheitsamt 
für den Zeitraum 01.04.2017 bis 31.03.2019 
 
 
Plakat Projekt „Plan27“

ESF-Einzelprojekt Nr. 505263, „Plan27“, Zeitraum 01.04.17 bis 31.03.19 
2 
 
 
 
 
Inhalt:  
 
Projektdaten im Überblick .................................................................................................................... 3
 
 
 
1 Ausgangslage des Projekts............................................................................................................... 4 
1.1 Programm „Starke Veedel – Starkes Köln“ .......................................................... ................................................... ..... 4 
1.2 Ziel und Aufgabe des Angebots „Plan27“ ........................................................... ................................................... ...... 5 
1.2.1 Problemlage Zielgruppe/Quartier ................................................................ ................................................... ........... 5 
1.2.2 Lösungsansätze ................................................................................. ................................................... ................... 5 
1.2.3 Ziel ........................................ ................................................... ................................................... ............................. 6 
1.2.4 Sozialraumbezug und Träger der Maßnahme ........................................................ ...................................................  6 
 
 
2 Umsetzung .......................................................................................................................................... 7 
2.1 Verlauf des Projekts ............................................................................. ................................................... ....................... 7 
2.2 Ausgangssituation des Beratungsprozesses und Problemlage der Teilnehmenden .............................................. 10  
2.2.1 Einstieg der Teilnehmenden in die Maßnahme ..................................................... .................................................. 10  
2.2.2 Persönlicher Hintergrund der Teilnehmenden ..................................................... ................................................... . 11  
2.2.3 Problemlagen ................................................................................... ................................................... ................... 14  
2.3 Erkenntnisse im Verlauf des Projekts und Lösungsansätze ..................................................................................... 16  
2.3.1 Prioritätensetzung bei der Zielplanung ......................................................... ................................................... ........ 16  
2.3.2 Berücksichtigung der seelischen Problematik und aufsuchende Arbeit ................................................................... 16  
2.3.3 Hoher Bedarf an lebenspraktischer Hilfe und emotionaler Bestärkung .................................................................... 16  
2.3.4 Individuell unterschiedliche Zeitdauer der Maßnahme ............................................ ................................................ 17  
2.4 Zielerreichung ................................................................................... ................................................... ......................... 18  
2.4.1 Anzahl der vermittelten Teilnehmenden ins Regelsystem – Überblick ..................................................................... 18  
2.4.2 Anzahl der Regelangebote und Bereiche, in die vermittelt wurde ............................................................................ 18  
2.4.3 Vermittlung – parallel in Regelangebote unterschiedlicher Lebensbereiche ............................................................ 20  
2.4.4 Vermittlung ins Regelsystem im Bereich Gesundheit .............................................................................................. 21  
2.4.5 Vermittlung ins Regelsystem im Bereich Schule/Beruf ............................................................................................ 22  
2.4.6 Vermittlung ins Regelsystem im Bereich Wohnen ................................................................................................... 2 3  
2.4.7 Überleitung bei Abschluss der Maßnahme ......................................................... ................................................... .. 23  
2.4.8 Rückmeldung der Teilnehmenden nach Abschluss der Maßnahme ........................................................................ 23  
2.4.9 Vernetzung der Träger im Sozialraum und im sozialpsychiatrischen Hilfesystem .................................................... 24  
2.4.9.1 Erfahrungen der Alexianer Köln GmbH…………………… ………………………………………………………..24 
2.4.9.2 Erfahrungen des SPZs Köln-Nippes und Köln-Chorweiler………………………………………………………..24 
2.4.9.3 Erfahrungen der Sommerberg AWO Betriebsgesellschaft mbH…………………………………………………24 
2.4.9.4 Anfragen von Personen außerhalb der Sozialräume…………………………………………..………………….24 
2.4.9.5 Einbindung in das sozialpsychiatrische Hilfesystem Kölns…………………………………………………….....25 
 
3 Zusammenfassung der Ergebnisse ................................................................................................ 26  
3.1 Verlauf, Erkenntnisse und Zielerreichung ......................................................... ................................................... ...... 26  
3.1.1 Verlauf und Erkenntnisse ....................................................................... ................................................... .............. 26  
3.1.2 Zielerreichung ................................................................................. ................................................... ..................... 26  
3.2 Nachhaltigkeit ................................................................................... ................................................... ......................... 27  
3.2.1 Nachhaltigkeit der Maßnahme für die Teilnehmenden, die sie abgeschlossen haben ............................................. 27  
3.2.2 Nachhaltigkeit der Maßnahme als Hilfeangebot für junge Menschen in Köln ........................................................... 27  
3.3 Bewertung und Ausblick ........................................................................... ................................................... ................ 27  
 
 
4 Anlage  ............................................................................................................................................... 28

ESF-Einzelprojekt Nr. 505263, „Plan27“, Zeitraum 01.04.17 bis 31.03.19 
3 
 
Projektdaten im Überblick 
ESF-Einzelprojekt „Plan27“ im Rahmen von „Starke Veedel – starkes Köln“,  
Bericht zum Projektverlauf 01.04.2017 bis 31.03.2019 
Titel:  Zugehende Hilfe zur Überleitung ins Regelsystem 
und Entwicklung einer beruflichen Perspektive für 
junge Menschen mit psychischen Problemen bis 
27 Jahre in allen Sozialraumgebieten, „Plan 27“ 
Kommune:  Stadt Köln 
Quartiere:  Ausgewiesene Sozialraumgebiete der Stadt Köln:  
• Buchheim/Buchforst 
• Höhenberg/Vingst 
• Humboldt/Gremberg und Kalk 
• Mülheim-Nord/Keupstraße 
• Ostheim/Neubrück 
• Porz-Ost/Finkenberg/Gremberghoven/Eil 
• Bilderstöckchen 
• Blumenberg/Chorweiler/Seeberg-Nord 
• Bickendorf/Westend/Ossendorf 
• Bocklemünd/Mengenich 
• Meschenich/Rondorf  
Ansprechpartner/in Kommune Gesundheitsamt Köln, Elisa Ostermann 
Durchführende Projektträgerin- 
nen/Projektträger und An- 
sprechpartnerin- 
nen/Ansprechpartner 
Alexianer Köln GmbH/ Frau Morgenroth 
Der Sommerberg AWO Betriebsgesellschaft mbH - 
Flexible Dienste Köln Kalk/ Herr Mönch 
Verein SPZ Köln-Nippes und  
Köln-Chorweiler e. V./ Frau Schwarz  
Mittelvolumen ESF 275.184 € 
Laufzeit  01.04.2017 – 31.03.2019 
Regionalagentur  G.I.B., Gesellschaft für innovative Beschäftigungsför- 
derung mbH in Bottrop 
Ansprechpartner Herr Helmut Kleinen 
Geschäftszeichen Geschäftszeichen ESF-505263

ESF-Einzelprojekt Nr. 505263, „Plan27“, Zeitraum 01.04.17 bis 31.03.19 
4 
 
1  Ausgangslage des Projekts 
1.1 Programm „Starke Veedel – Starkes Köln“  
Die Maßnahme „Plan27“ war Bestandteil des „Integriertes Handlungskonzeptes zum Pro- 
gramm „Starke Veedel – Starkes Köln, Mitwirken, Zusammenhalten, Zukunft gestalten“ 
in Köln . Dieses derzeit noch laufende Programm forciert die  Förderung der sozialen, berufli- 
chen und gesundheitlichen Teilhabe von Menschen, die ausgegrenzt oder von der Ausgren- 
zung bedroht sind.  
Es knüpft damit an das seit mehr als einem Jahrzehnt bestehende kommunale Programm 
„Lebenswerte Veedel – Bürger- und Sozialraumorientierung in Köln “ an. Ziel des insbe- 
sondere im Jugend- und Sozialbereich praktizierten Ansatzes der Sozialraumorientierung ist 
es, die zum Teil schwierigen Lebensbedingungen der Menschen in elf ausgewählten Sozial- 
räumen 
a zu verbessern. Die Gebietsauswahl wurde auf Grundlage eines „Monitoring Stadt- 
entwicklung“ getroffen (siehe Anlage: zur Zielsetzung und Gebietsauswahl des  Integrierten 
Handlungskonzepts zum Programm „Starke Veedel – Starkes Köln). Durch eine optimierte 
Zusammenarbeit und Vernetzung aller städtischen Dienststellen, der freien Träger, Verbän- 
de sowie sonstiger Akteurinnen und Akteure sollten in den elf ausgewählten Sozialräumen 
Unterstützungsleistungen begründet und Selbsthilfekräfte gestärkt werden. Um dies zu errei- 
chen, wurde im Rahmen des Programms „Lebenswerte Veedel“ unter anderem in jedem 
Sozialraum eine Sozialraumkoordinatorin beziehungsweise ein Sozialraumkoordinator ein- 
gesetzt. 
In seiner Sitzung am 20.12.2016 hat  der Rat der Stadt Köln beschlossen, in diesen elf aus- 
gewiesenen Stadtgebieten das Leitkonzept „Starke Veedel – starkes Köln“ umzusetzen. An- 
liegen von „Starke Veedel – Starkes Köln" ist es, passgenaue Angebotsstrukturen in den 
Sozialraumgebieten zu entwickeln. Dies soll dazu beitragen, dort gleichberechtigte Teilhabe 
in allen Lebensbereichen zu ermöglichen. Gleichzeitig sollen städtebauliche Missstände be- 
seitigt werden. Die Stadt ist damit dem Förderaufruf des Landes Nordrhein Westfalen  
unter dem Titel „Starke Quartiere – starke Menschen"  vom Februar 2015 gefolgt. Ziel des 
Aufrufs ist die Stärkung der besonders von sozialer Benachteiligung betroffenen Stadtquar- 
tiere sowie die nachhaltige Verbesserung der Lebenssituation der in diesen Quartieren le- 
benden Menschen. Die Themenbereiche sind dabei vielfältig: sie reichen von präventiven 
Angeboten im sozialen und gesundheitlichen Bereich und im Bildungsbereich, über die Stär- 
kung der lokalen Wirtschaft, Aufwertungen im Wohnumfeld, Veränderungen im öffentlichen 
Raum bis hin zur Verbesserung der Umweltbedingungen.  
Im gesundheitlichen Bereich konnte im Rahmen des Programmes „Starke Veedel – Starkes 
Köln“ in allen ausgewiesenen Sozialraumgebieten das Projekt „Plan27“ mit der Laufzeit vom 
01.04.2017 bis 31.03.2019 als aufsuchendes Hilfeangebot für junge Menschen mit psychi- 
schen Problemen eingerichtet werden.  
                                                
a Ausgewiesene Sozialräume der Stadt Köln sind Bicke ndorf/Westend/Ossendorf, Bock- 
lemünd/Mengenich, Meschenich/Rondorf, Bilderstöckchen, Blumenberg/Chorweiler/Seeberg-Nord, 
Buchheim/Buchforst, Höhenberg/Vingst, Humboldt/Gremberg/Kalk, Mülheim-Nord/Keupstraße, 
Ostheim/Neubrück, Porz-Ost/Finkenberg/Gremberghoven/Eil.

ESF-Einzelprojekt Nr. 505263, „Plan27“, Zeitraum 01.04.17 bis 31.03.19 
5 
 
1.2 Ziel und Aufgabe des Angebots „Plan27“  
1.2.1 Problemlage Zielgruppe/Quartier 
Die ausgewiesenen Sozialraumgebiete der Stadt Köln sind gekennzeichnet durch wirtschaft- 
liche, soziale und gesundheitliche Benachteiligung. Hier leben gehäuft Familien mit niedri- 
gem sozialen Status und Multiproblemlagen.  
Viele der dort aufwachsenden jungen Menschen bis 27 Jahre werden aufgrund von ganz 
unterschiedlichen und häufig komplexen Problemkonstellationen daran gehindert, eine eige- 
ne Lebensperspektive zu entwickeln – insbesondere im Hinblick auf eine berufliche Zu- 
kunftsgestaltung. Ihnen fällt es schwer, die altersüblichen Entwicklungsschritte zu gehen. Sie 
ziehen sich zurück, vermeiden Kontakt zu anderen Menschen oder verhalten sich aggressiv 
und abweisend. Oft werden auch Alkohol bzw. illegale Drogen konsumiert. Ursache eines 
solches Verhaltens können psychiatrische sowie weitere Beeinträchtigungen oder Erkran- 
kungen sein, die als solche meist (noch) nicht diagnostiziert sind. Dies müsste aber frühzeitig 
erkannt und bei der weiteren schulischen oder beruflichen Planung berücksichtigt werden. 
Unter Umständen wäre (vorgeschaltet oder) parallel eine Behandlung/Therapie erforderlich, 
um eine berufliche Perspektive überhaupt in Angriff nehmen zu können. Erfahrungswerte 
belegen, dass junge Menschen, die in einem sozial benachteiligten Umfeld leben und  
zusätzlich eine psychische Beeinträchtigung aufweisen, häufig nur durch einen sehr nied- 
rigschwelligen, aufsuchenden Zugang an das Regelsystem wie zum Beispiel gesundheitliche 
Versorgung, das Bildungssystem und/oder Arbeit herangeführt werden können. 
1.2.2 Lösungsansätze 
Die Maßnahme beinhaltete die intensive, bedarfsorientierte und gezielte Unterstützung der 
Betroffenen zur Entwicklung einer realistischen Lebensperspektive bei Berücksichtigung der 
psychischen Problematik. Dafür wurde geschultes Fachpersonal eingesetzt, das aufsuchend 
tätig war, über sozialpsychiatrische Kenntnisse verfügte und eng mit dem psychiatrischen 
Hilfesystem zusammenarbeitete. Die Betroffenen wurden nach behutsamer Kontaktaufnah- 
me an geeignete Regelangebote heranführt und dorthin vermittelt.  
Kölner Expertinnen und Experten unterschiedlicher Institutionen, zum Beispiel Jobcenter, 
Landschaftsverband, Ämter der Stadt Köln, Träger der Jugendhilfe und Erwachsenen-
psychiatrie, haben sich zu der Koordinierungsgruppe „U27“ zusammengeschlossen und An- 
fang 2016 Handlungsempfehlungen für spezielle Hilfen bezogen auf die Zielgruppe junger 
Menschen mit psychischen Problemen entwickelt. Die hier vorliegende Maßnahme fungierte 
als ein wesentlicher Baustein innerhalb dieser bedarfsorientierten Angebotsstruktur neben 
einem Beratungsangebot, einem Kontaktangebot und Hilfen zur Tagesstrukturie- 
rung/Beschäftigung.  
Bildungseinrichtungen wie Schulen, sonstige städtische Einrichtungen, Jobcenter U25, alle 
Akteure in den Sozialraumgebieten vor Ort sowie die Jugendhilfe waren wichtige Kooperati- 
onspartner. Unter anderem erhielten diese auch im Rahmen ihres Tätigkeitfeldes Hinweise 
auf Personen der bedürftigen Zielgruppe oder standen in Kontakt mit ihnen. Mit dem Jobcen- 
ter und U25 gab es bei der einzelfallbezogenen Begleitung, beispielsweise der Entwicklung 
einer beruflichen Perspektive, eine enge Zusammenarbeit.  
Das Angebot ergänzte das bestehende Regelangebot des Sozialpsychiatrischen Dienstes 
des Gesundheitsamtes, das aufsuchende Hilfen und Beratung für Erwachsene mit einer psy- 
chischen Erkrankung nach den gesetzlichen Regelungen des ÖGDG NRW (Gesetz über den 
öffentlichen Gesundheitsdienst des Landes Nordrhein-Westfalen) und PsychKG (Gesetz 
über Hilfen und Schutzmaßnahmen bei psychischen Krankheiten) insbesondere in Krisensi- 
tuationen vorhält.

ESF-Einzelprojekt Nr. 505263, „Plan27“, Zeitraum 01.04.17 bis 31.03.19 
6 
 
1.2.3 Ziel 
Die Chance auf Teilhabe sollte erhöht werden bei jungen Menschen mit psychischen Prob- 
lemen, die in den ausgewiesenen Sozialraumgebieten wohnten und nicht (ausreichend) in 
das Regelsystem insbesondere in den Bereichen Gesundheit und/oder Schule/Beruf einge- 
bunden waren.  
Im Projektzeitraum sollten mindestens 40 
b junge Menschen mit psychischen Problemlagen 
begleitet und je in mindestens ein Angebot vermittelt werden, was einen weiteren Schritt in 
Hinblick auf die berufliche Perspektive bedeutet. Dieses Angebot konnte je nach individueller 
Problemlage im gesundheitlichen, schulischen, ausbildungs-, qualifizierungs- und/oder be- 
rufsbezogenen Bereich liegen.  
1.2.4 Sozialraumbezug und Träger der Maßnahme 
Entsprechend der Zielgruppe „Junge Menschen mit psychischen Problemen“, die nicht sehr 
gehäuft auftritt, jedoch der intensiven Betreuung von Fachpersonal mit sozialpsychiatrischen 
Kenntnissen bedarf, war diese Maßnahme – übergreifend und zeitlich parallel in allen aus- 
gewiesenen Sozialraumgebieten für 2 Jahre – vorgesehen. Nur so konnte in effizienter Art 
und Weise die aufsuchende Hilfe in nah beieinanderliegenden Sozialraumgebieten einge- 
setzt werden und sich mit den überwiegend sozialraumgebietsübergreifenden Einzugsgebie- 
ten der Hilfsangebote vernetzten. 
In dem Projekt waren insgesamt zwei Vollzeitstellen, je eine für die linksrheinischen und eine 
für die rechtsrheinischen Sozialraumgebiete innerhalb der Projektlaufzeit von 2 Jahren vor- 
gesehen.  
Träger der Maßnahme waren 
• auf der linken Rheinseite: 
 
„Sozialpsychiatrisches Zentrum (SPZ) Köln-Nippes und Köln-Chorweiler e.V. “ 
für die Sozialraumgebiete Chorweiler/Blumenberg/Seeberg-Nord und 
Bilderstöckchen,  
mit einer halbe Stelle,  
 
die „ Alexianer Köln GmbH “ für die Sozialraumgebiete Bocklemünd/Mengenich, 
Bickendorf/Westend/ Ossendorf, Meschenich/Rondorf,  
ebenfalls mit einer halben Stelle; 
  
• auf der rechten Rheinseite 
 
„Die Sommerberg AWO Betriebsgesellschaft mbH “ für die Sozialraumgebiete 
Buchheim/Buchforst, Höhenberg/Vingst, Ostheim/Neubrück, Mülheim-Nord/Keupstr, 
Porz-Ost/Finkenberg/Gremberghoven/Eil und Kalk/Humboldt-Gremberg,  
mit einer Vollzeitstelle. 
 
Die Träger waren bereits im jeweiligen Einsatzgebieten verortet:  
Die Alexianer Köln GmbH  ist Träger des Sozialpsychiatrischen Zentrums Rodenkirchen. 
Der Träger war vor Projektstart bereits im Sozialraumgebiet Meschenich tätig. Darüber hin- 
aus bietet er ein zielgruppenspezifisches Beratungsangebot „Proberaum“ und ein Hilfeange- 
                                                
b Diese Zahl beruht auf fundierten Schätzungen aus a nderen Bereichen mit aufsuchenden Angeboten. 
Es gibt keine Datenbasis zu der Anzahl von jungen Menschen, die dieses Angebot aufsuchender Hil- 
fe benötigen, da sich dieser Personenkreis dem Regelsystem entzieht.

ESF-Einzelprojekt Nr. 505263, „Plan27“, Zeitraum 01.04.17 bis 31.03.19 
7 
 
bot zur Tagesstrukturierung und Beschäftigung für junge Menschen mit psychischen Prob- 
lemen „Proberaum Worx“ an. 
Der  SPZ Köln-Nippes und Köln-Chorweiler e.V . ist Träger der Sozialpsychiatrischen Zen- 
tren Nippes und Chorweiler. Sein Arbeitsbereich umfasst in den Stadtbezirken Nippes und 
Chorweiler die Beratung, Betreuung und Pflege von Menschen mit psychischen Störungen.  
Die Sommerberg  AWO Betriebsgesellschaft mbH  ist in den rechtsrheinischen Sozial- 
raumgebieten in Köln in der Jugend-  und Eingliederungshilfe verortet, und ihr Angebot um- 
fasst im Rahmen der Eingliederungshilfe ein tagesstrukturierendes Angebot im Sozialpsychi- 
atrischem Zentrum (SPZ) Kalk, im Rahmen der Jugendhilfe Wohn- und Verselbständigungs- 
angebote sowie ambulante aufsuchende Hilfen in den rechtsrheinischen Kölner Stadtbezir- 
ken Kalk, Porz und Mülheim. 
2  Umsetzung 
2.1 Verlauf des Projekts 
Startphase 
Das Projekt startete mit der Entwicklung eines gemeinsamen Grundverständnisses des Auf- 
trages und Handlungsrahmens für die drei Träger und die 11 Sozialraumgebiete. Das Kon- 
zept wurde als Basis des Projekts vom Gesundheitsamt der Stadt Köln mit den Trägern ab- 
gestimmt und der gemeinsame trägerübergreifende Projektname „Plan27“ kreiert. Darüber 
hinaus wurde ein projektbezogener Teilnehmenden-Dokumentationsbogen entwickelt, in 
dem von den Trägern Daten zum Verlauf des Projekts festgehalten werden. Die anonymi- 
sierte Auswertung dieser Daten dient als Grundlage des vorliegenden Berichts.  
Zunächst standen die Präsentation des Angebots in der Öffentlichkeit sowie der Aufbau von 
Netzstrukturen im Vordergrund. Die Bekanntmachung des Projektes erfolgte auf verschiede- 
nen Wegen: Es wurden Flyer sowie Poster erstellt und verteilt (siehe Abbildung 1 und Titel- 
bild). Durch das Gesundheitsamt der Stadt Köln wurde beim Start des Projekts eine Presse- 
erklärung herausgeben, und das Projekt wurde auf der Homepage der Stadt Köln und der 
beteiligten Träger veröffentlicht. Die Träger stellten „Plan27“ den jeweiligen Sozialraumkoor- 
dinatorinnen und Sozialraumkoordinatoren (siehe 1.1.) sowie in den Sozialraumkonferenzen 
vor. Ebenso wurden Akteurinnen und Akteure im Sozialraum und in den Institutionen, wie 
zum Beispiel das Jobcenter und die Sozialpsychiatrischen Zentren (SPZ), über den Start des 
Projekts informiert. In den Sozialraumgebieten fanden zu „Starke Veedel – Starkes Köln“ 
Informationsveranstaltungen statt, auch wurde dort das Projekt den Bürgerinnen und Bür- 
gern sowie den Multiplikatorinnen und Multiplikatoren von den Trägern präsentiert.  
Mit dem Jobcenter und seinen Angeboten, dem Team „U25“, „Hotspot“, „DiMa Team“ (Di sa- 
bility Ma nagement-Team, Angebot für gesundheitlich beeinträchtigte Menschen) sowie mit 
den Sozialpsychiatrischen Zentren bildeten sich unmittelbar Kooperationen, und von dort 
konnten Klientinnen und Klienten in das Projekt vermittelt werden. Bezüglich der Teilneh- 
menden des Projektes ohne festen Wohnsitz entstand die Zusammenarbeit mit der Stiftung 
„Off Road Kids“.  
Von Vorteil für den Aufbau der Netzwerke erwies es sich, dass die „Alexianer Köln GmbH“, 
„Die Sommerberg AWO Betriebsgesellschaft mbH“ und der „Verein SPZ Köln-Nippes und 
Köln-Chorweiler e.V.“ bereits vorher in den Sozialraumgebieten tätig waren und selbst ent- 
weder Träger eines Sozialpsychiatrischen Zentrums oder bereits als Baustein darin einge- 
bunden waren. Daher konnte auf vorhandenen Strukturen aufgebaut werden. Die Anlaufpha- 
se des Projekts gestaltete sich kürzer als erwartet. Es gab direkt zahlreiche Nachfragen und 
bereits im ersten Projektmonat wurden die ersten Teilnehmenden in die Maßnahme aufge- 
nommen, weitere Aufnahmen folgten. Durch die kontinuierliche Netzwerkarbeit wurden die 
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von „Plan27“ weiteren Akteurinnen und Akteuren in den So- 
zialraumgebieten bekannt. Persönliche Kontakte mit relevanten Ansprechpartnerinnen und

ESF-Einzelprojekt Nr. 505263, „Plan27“, Zeitraum 01.04.17 bis 31.03.19 
8 
 
Ansprechpartnern ermöglichten im weiteren Verlauf, dass viele Interventionen schnell und 
unkompliziert umgesetzt werden konnten. 
Öffentlichkeits- und Netzwerkarbeit im Verlauf des Projekts 
Auch über die Startphase hinaus stellten Öffentlichkeits- und Netzwerkarbeit einen wichtigen 
Teil des Projektes dar, unter anderem, um durch die anderen Akteure von möglichen Teil- 
nehmenden zu erfahren und tätig werden zu können. Eine gute Kenntnis der örtlichen Gege- 
benheiten und der Akteure bildete darüber hinaus eine wichtige Voraussetzung für eine wir- 
kungsvolle Arbeit mit den einzelnen Klientinnen und Klienten. In Arbeitskreisen erfolgte ein 
Austausch über passgenaue Angebote für die Teilnehmenden auf sehr kurzem Wege. Bei- 
spielsweise wurde über freie Wohnplätze, neue Angebote in Richtung Berufsvorbereitung 
oder freie Therapieplätze informiert. Besonders zu erwähnen ist die regelmäßige Teilnahme 
an den Arbeitskreisen in den jeweiligen Sozialraumgebieten. 
Darüber hinaus nahmen die Träger an Info-Veranstaltung zu den „Integrierten Stadtentwick- 
lungskonzepten“ (ISEKs) im Rahmen des Programms „Starke Veedel – Starkes Köln“ in den 
Sozialraumgebieten teil und erreichten auch darüber Multiplikatorinnen und Multiplikatoren 
sowie Bewohnerinnen und Bewohner der ausgewiesenen Sozialraumgebiete. 
Im Bereich Öffentlichkeitsarbeit war die Präsentation von „Plan27“ im Rahmen der Kölner 
Fachtagung „Von nix kütt nix – junge Kölner bekommen Hilfen?!“ am 20.3.2018 hervorzuhe- 
ben (siehe hierzu auch 2.4.9) sowie ein Artikel über „Plan 27“ im Kölner Stadtanzeiger vom 
01.09.2018. 
Des Weiteren bestand die Gelegenheit, dass das Projekt durch die Stadt Köln bei einer Ta- 
gung der G.I.B. und des LZG NRW am 09.07.2018 zum Thema „Verzahnung von Arbeits- 
und Gesundheitsförderung im Setting Kommune“ vorgestellt werden konnte. 
Darüber hinaus wurde in der „G.I.B.Info 1_19“  und in den „Gesunde Städte Nachrichten 
2019“ des Gesunde Städte-Netzwerkes der Bundesrepublik Deutschland je durch einen Arti- 
kel über das Projekt berichtet.  
In der Koordinierungsgruppe „U27“, die als Arbeitsgruppe der Kommunalen Gesundheitskon- 
ferenz Köln angegliedert ist, wurde über das Projekt fortlaufend berichtet. Darüber hinaus 
wurden mit dem Jobcenter bilaterale Gespräche geführt, um eine gemeinsame Linie abzu- 
stimmen bezüglich der jungen Menschen mit psychischen Problemen abzustimmen, die eine 
Berechtigung auf ALGII-Leistungen haben. 
Entwicklung der Teilnehmendenzahl und Resonanz erster Zwischenergebnisse  
Im Lauf des ersten Projektjahres, vom 01.04.17 bis 31.03.18, hatten mit Stand 31.03.18 be- 
reits fünf Personen die Maßnahme abgeschlossen, zwei Personen waren vorzeitig ausge- 
schieden und 32 Personen befanden sich in laufender Beratung. Bei der Zwischenauswer- 
tung von „Plan27“ nach einem Jahr Projektlaufzeit zeichnete sich bereits ab, dass die Errei- 
chung des gesetzten Ziels umsetzbar war, da bereits bei 35 Personen Vermittlungen erfolgt 
waren. Diese Auswertung wurde dem Gesundheitsausschuss der Stadt Köln anhand einer 
Mitteilung am 13.09.2018 zur Kenntnis gegeben. Das Projekt wurde von den politischen Ver- 
treterinnen und Vertretern sehr positiv aufgenommen. 
Im zweiten Projektjahr, vom 01.04.18 bis 31.03.19, wurden zu den 32 Personen, die sich in 
laufender Beratung befanden, weitere 38 Personen bei „Plan27“ aufgenommen, sodass in 
diesem Zeitraum insgesamt 70 Personen an dem Angebot teilnahmen. Davon hatten bis 
zum Ende des Projektzeitraums weitere 65 Personen die Maßnahme abgeschlossen, fünf 
Personen sind vorzeitig ausgeschieden.

ESF-Einzelprojekt Nr. 505263, „Plan27“, Zeitraum 01.04.17 bis 31.03.19 
9 
 
Abschlussphase und Abschluss des Projekts 
Zum Abschluss des Projekts waren insgesamt 77 Teilnehmende in die Maßnahme aufge- 
nommen worden, davon hatten 70 Teilnehmende die Maßnahme regulär abgeschlossen und 
7 Teilnehmende hatten sie vorzeitig beendet. 
Die mittlere Laufzeit der individuellen Teilnahmeprozesse betrug 8 Monate, 14 Tage, die 
Dauer der Teilnahmeprozesse variierte zwischen 2 und 18 Monaten. In der Varianz der 
Laufzeit der einzelnen Beratungsprozesse spiegelt sich unter anderem ein großer Unter- 
schied des Hilfebedarfs wider.  
In dieser Abschlussphase des Projekts lag der Fokus zum einen auf der Beendung und Do- 
kumentation der noch laufenden Teilnahmeprozesse im Projekt zum 31.03.19. Zum anderen 
wurde ein politischer Beschluss in den Fachausschüssen des Rats der Stadt Köln vorberei- 
tet, der die Bereitstellung von Haushaltsmitteln  für die Fortführung des Angebots über die 
Projektdauer hinaus vorsah.  
Am 11.02.2019 gab es auf Grundlage eines vorgelegten Konzepts der Verwaltung den politi- 
schen Beschluss, kommunale Mittel für die Fortführung von „Plan27“ zur Verfügung zu stel- 
len, sodass das Angebot auch über das Ende des Projekts am 31.03. hinaus in 2019 weiter- 
führt werden konnte.  
 
 
 
 
Abbildung 1: Flyer Projekt „Plan27“.

ESF-Einzelprojekt Nr. 505263, „Plan27“, Zeitraum 01.04.17 bis 31.03.19 
10 
 
2.2 Ausgangssituation des Beratungsprozesses und Problemlage der 
Teilnehmenden  
Auf Grundlage der Dokumentation der einzelnen Beratungsprozesse konnte die Ausgangssi- 
tuation der Teilnehmenden des Projekts ausgewertet werden. Dies diente auch dazu, um 
festzustellen, ob die Zielgruppe wie vorgesehen erreicht worden war.  
2.2.1 Einstieg der Teilnehmenden in die Maßnahme 
Die Teilnehmenden wurden häufig durch das Jobcenter, durch Eltern/Familie Angebote und 
sozialpsychiatrische Angebote, aber auch durch das Jugendamt und sonstige Institutionen 
an „Plan27“ vermittelt (Tab. 1). Darin wird deutlich, dass die Vernetzung von „Plan27“ mit 
relevanten Akteuren gelungen ist. Darüber hinaus gab es zahlreiche Vermittlungen durch 
unterschiedliche Hilfeangebote wie zum Beispiel „Off Road Kids“ (Anlaufstelle für obdachlose 
Jugendliche), Integrationsmanagement Michaelshoven, Bewährungshilfe, Sozialpädagogi- 
sche Familienhilfe der Herkunftsfamilie, Streetworker, gesetzliche Betreuung, Ergotherapeu- 
tin des Alexianerkrankenhauses, niedergelassene Kinder- und Jugendpsychiater. Diese An- 
gebote sind in Tabelle 1 unter „Sonstige Hilfeangebote“ zusammengefasst. Des Weiteren 
gab es sonstige Kontaktpersonen wie zum Beispiel Nachbarn oder Freunde, die an „Plan27“ 
vermittelten.  
 
Tabelle 1: Projekt „Plan27“, Erstkontakt durch ….., 
Zeitraum: 01.04.17 bis 31.03.19 
Erstkontakt durch  Anzahl Teilnehmende 
Jobcenter/U25 13 
Eltern/Familie 12  
SPZ*/Sozialpsychiatrischer 
Dienst/Angebote „U27“** 11  
Selbst 11  
Jugendamt 5 
Sonstige Hilfeangebote 20  
Sonstige Kontaktpersonen 5 
Anzahl Teilnehmende insgesamt 77  
SPZ*= Sozialpsychiatrische Zentren, Angebote „U27“** = Angebote für junge Menschen mit psychi- 
schen Problemen wie zum Beispiel „Proberaum“, Beratungsangebot mit „Kommstruktur“ 
 
Insbesondere bei dem Erstkontakt wurde von Seiten des Trägers niedrigschwellig auf die 
psychische Situation der/des Teilnehmenden eingegangen. Das konnte beispielsweise bei 
der Person zu Hause sein, vor der Haustür, weil der/die Teilnehmende/r niemanden in die 
Wohnung lassen wollte oder an einem „neutralen Ort“ (siehe 2.3).

ESF-Einzelprojekt Nr. 505263, „Plan27“, Zeitraum 01.04.17 bis 31.03.19 
11 
 
2.2.2 Persönlicher Hintergrund der Teilnehmenden  
Bei Beginn der Maßnahme wurden die Teilnehmenden zu ihrem persönlichen Hintergrund 
befragt.  
Die Altersstruktur bei den Teilnehmenden der Maßnahme ist in Tabelle 2 dargestellt. 
 
Tabelle 2: Projekt „Plan27“, Einstiegsalter der Teilnehmenden,  
Zeitraum: 01.04.17 bis 31.03.19. 
Einstiegsalter Anzahl Teilnehmende 
Prozentualer Anteil an allen 
Teilnehmenden 
Unter 18  3 4 
18 bis 20  23  30  
21 bis 24  37  48  
ab 25  14  18  
Anzahl Tei lnehmende insg esamt  77  100  
 
Das durchschnittliche Einstiegsalter der 77 Teilnehmenden zu Beginn der Maßnahme lag bei 
22 Lebensjahren. Dabei betrug das Einstiegsalter der jüngsten Personen in die Maßnahme 
16 Jahre. Etwa die Hälfte der Teilnehmenden war bei Beginn der Maßnahme zwischen 21 
und 24 Jahre alt, etwa ein Drittel jünger, der verbleibende Anteil älter.  
Hier stellt sich die Frage, über welche weiteren Zugänge die Betroffenen früher erreicht wer- 
den könnten, um eher und präventiv tätig werden zu können.  
Es wurden mit der Maßnahme junge Menschen mit der Geschlechtszuordnung weiblich, 
männlich und divers erreicht. Von den 77 Teilnehmenden waren 44 und damit der überwie- 
gende Anteil (57 Prozent) männlich. 
25 der 77 Teilnehmenden (32 Prozent) hatten Zuwanderungshintergrund, das heißt, die Per- 
son selbst oder mindestens ein Elternteil waren aus dem Ausland zugewandert . 
Das Angebot „Plan27“ erreichte alle Sozialraumgebiete, denn es gab Teilnehmende der 
Maßnahme in jedem der Sozialraumgebiete (Tab. 3). Einige Teilnehmende ohne festen 
Wohnsitz hielten sich allerdings in mehreren Sozialraumgebieten auf und waren daher nicht 
genau zuzuordnen. „Plan27“ wurde auch von anderen Akteurinnen und Akteuren in den So- 
zialraumgebieten als Kompetenzstelle für junge Menschen mit seelischen Problemen wahr- 
genommen. Im Rahmen der Vernetzung wurden passende Ressourcen für eigene Klientin- 
nen und Klienten erfragt, ohne dass diese direkt im Rahmen von „Plan27“ unterstützt werden 
müssten. Auch davon profitierten die Sozialraumgebiete.

ESF-Einzelprojekt Nr. 505263, „Plan27“, Zeitraum 01.04.17 bis 31.03.19 
12 
 
Tabelle 3: Projekt „Plan27“, Zuordnung der Teilnehmenden zu Sozialraumgebieten,  
Zeitraum: 01.04.17 bis 31.03.19  
 
Zuordnung zu Sozialraumgebieten Anzahl Teilnehmende 
Bickendorf/Westend/Ossendorf  8 
Blumenberg/Chorweiler/Seeber g 12  
Gremberghoven/Eil  3 
Höhenberg/Vingst  12  
Humbold/Gremberg/Kalk  14  
Meschenich/Rondorf  5 
Ostheim/Neubrück  6 
Porz -Ost/Finkenberg  4 
Sozialraumgebiete, denen je weniger 
als drei Teilnehmende fest zugeordnet 
werden konnten (Bilderstöckchen, 
Bocklemünd/Mengenich, Buch- 
heim/Buchforst, Mülheim-
Nord/Keupstraße) 
5 
Genaue Zuordnung nicht möglich ( bei 
Teilnehmenden, die sich in mehreren 
Sozialraumgebiete aufhielten und 
keine feste Meldeadresse aufwiesen)  
8 
Anzahl Teilnehmende insgesamt  77  
 
Bei der Auswertung der Befragung nach Schulabschluss wurde deutlich, dass zu Beginn der 
Maßnahme „Plan27“ jede/jeder vierte Teilnehmende nach eigenen Angaben den für diese 
Altersphase charakteristischen „Meilenstein“ Schulabschluss (noch) nicht bewältigt hatte, 
auch wenn 96 Prozent der Betroffenen bei Eintritt in die Maßnahme bereits volljährig waren  
(Tab. 4).  
 
Tabelle 4: Projekt „Plan27“, höchster allgemeiner Schulabschluss der Teilnehmenden,  
Zeitraum: 01.04.17 bis 31.03.19  
Höchster allgemeiner Schulabschluss Anzahl Teilnehmende 
Prozentualer Anteil an 
allen Teilnehmenden 
(Noch) kein Schula bschluss  20  26  
Förderschulabschluss  3 3,9  
Hauptschulabschluss  20  26  
Mittlerer Schulabschluss (u.a. Real- 
schulabschluss) 
20  26  
Fachhochschulreife (Fachabit ur) oder 
Hochschulreife (Abitur) 
14  18,1  
Anzahl Teilnehmende insgesamt  77  100

ESF-Einzelprojekt Nr. 505263, „Plan27“, Zeitraum 01.04.17 bis 31.03.19 
13 
 
Über 90 Prozent der Teilnehmenden gaben an, über (noch) keine Berufsausbildung zu ver- 
fügen (Tab. 5). 
Tabelle 5: Projekt „Plan27“, höchster allgemeiner Berufsabschluss der Teilnehmenden,  
Zeitraum: 01.04.17 bis 31.03.19 . 
 
Höchster Berufsabschluss Anzahl Teilnehmende 
Prozentualer Anteil an 
allen Teilnehmenden 
(Noch) keine abgeschlossene Beruf s- 
ausbildung 71  92,2  
Betriebliche/außerbetriebliche Le hre  6 7, 8  
Anzahl Teilnehmende insgesamt  77  100  
 
Etwa die Hälfte der Teilnehmenden war arbeitslos gemeldet, davon mehr als die Hälfte über 
ein Jahr oder länger (Tab. 6). 
 
Tabelle 6: Projekt „Plan27“, Teilnehmende mit gemeldeter Arbeitslosigkeit,  
Zeitraum: 01.04.17 bis 31.03.19 . 
 
Gemeldete Arbeitslosigkeit Anzahl Teilnehmende 
Prozentualer Anteil an 
allen Teilnehmenden 
Nicht arbeitslos gemeldet* 39  50,7  
Arbeitslos gemeldet weniger als 6  
Monate 9 11,7  
Arbeitslos gemeldet,  
6 Monate bis unter einem Jahr 7 9 
Arbeitslos gemeldet,  
1 Jahr und länger 22  28,6  
Anzahl Teilnehmende insgesamt   77  100  
*Anmerkung: über sonstigen Leistungsbezug liegen keine Informationen vor  
 
Diese 38 Personen bezogen bereits Arbeitslosengeld. Bei 23 Personen lag zusätzlich eine 
Berechtigung auf Arbeitslosengeld vor, sie hatten sich jedoch noch nicht arbeitslos gemeldet, 
sondern taten dies erst im Laufe der Maßnahme.  
Somit handelte es sich bei 61 Personen und damit ca. 81,3 Prozent der Teilnehmenden um 
Personen mit Anspruch auf Arbeitslosengeld. Davon waren 50 Personen, 65 Prozent aller 
Teilnehmenden, unter 25 Jahre alt und damit Kunden oder Kundinnen des Jobcenters „U25“.  
Die hohe Arbeitslosenquote bei den Teilnehmenden dieser Maßnahme ließ bereits erken- 
nen, dass es einen hohen Unterstützungsbedarf in Bezug auf die Entwicklung einer schuli- 
schen/beruflichen Perspektive gab.

ESF-Einzelprojekt Nr. 505263, „Plan27“, Zeitraum 01.04.17 bis 31.03.19 
14 
 
2.2.3 Problemlagen 
Alle Teilnehmenden berichten über psychischen Beeinträchtigungen, die teilweise mit erheb- 
lichen Störungen verbunden waren. Darüber hinaus zeigten sich bei nahezu allen Teilneh- 
menden folgende Ausgangsproblemlagen: 
• Soziale Isolation, 
• keine schulische und/oder berufliche Perspektive,  
• keine tragende Tagesstruktur, 
• keine Einbindung in die Regelversorgung,  
• gravierende familiäre Konflikte,  
• Überforderung beim Aufbau einer selbständigen Lebe nsführung. 
Etwa ein Viertel (19 Teilnehmende, 24,7 Prozent) gab zusätzlich somatische Probleme an. 
Bei sechs Teilnehmenden handelte es sich dabei um massive unbehandelte körperliche Be- 
schwerden, die dringend einer Behandlung bedurften.  
Bei einigen Teilnehmenden hatte in der Vergangenheit oder aktuell eine Vorstellung bei einer 
Fachärztin oder einem Facharzt für Psychiatrie stattgefunden, und eine Diagnose lag bereits 
vor.  
Überwiegend berichteten die jungen Menschen über Depressionen und/oder Antriebslosig- 
keit. Auch diejenigen, die bisher noch nicht in ärztlicher Behandlung waren, beschrieben die- 
ses Symptom. So äußerten 66 Teilnehmende und damit 85,7 Prozent aller Teilnehmenden 
Gefühle der Antriebslosigkeit, Apathie, Depressionen und/oder berichteten von depressiven 
Phasen. 
Als weitere Diagnosen, inklusive Verdachtsdiagnosen, wurden unter anderem soziale Pho- 
bien, Psychosen (unter anderem drogeninduzierte), Panikstörungen, Impulskontrollstörun- 
gen, Autismus, Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörungen (ADHS), Posttraumatische 
Belastungsstörungen (PTBS), Zwangsstörungen, Essstörungen sowie Drogen- und/oder 
Alkoholmissbrauch von den Teilnehmenden benannt.  
Darüber hinaus wurde ausgewertet, inwieweit bei Teilnehmende Probleme in weiteren wich- 
tigen Lebensbereichen auftraten.

ESF-Einzelprojekt Nr. 505263, „Plan27“, Zeitraum 01.04.17 bis 31.03.19 
15 
 
Dabei wurde deutlich, dass bei den Teilnehmenden überwiegend komplexe Problemlagen 
vorlagen. Neben dem Lebensbereich Gesundheit waren bei nahezu allen Teilnehmenden die 
Lebensbereiche Selbstorganisation, Schule /Beruf und soziale Kontakte beeinträchtigt 
 (Abb. 2).  
 
 
Abbildung 2: Projekt „Plan27“, Probleme in unterschiedlichen Lebensbereichen  
 
So gab der überwiegende Teil der Projektteilnehmenden neben der seelischen Problematik 
eine ungeklärte oder problematische Situation im Bereich Schule/Beruf an (siehe oben 2.2.2, 
dies entspricht den Auswertungen zu Schulabschluss, Ausbildung, Arbeitslosigkeit der Teil- 
nehmenden).  
Etwa zwei Drittel aller Teilnehmenden (49 Teilnehmende) wiesen sowohl schulische oder 
berufliche Probleme als auch Probleme im Bereich Wohnen auf.  
Von den Teilnehmenden mit Problemen im Bereich Wohnen war etwa ein Drittel wohnungs- 
los.  
Häufig gab es weitere Lebensbereiche, die in Mitleidenschaft gezogen waren, wie zum Bei- 
spiel die familiäre Situation, sei es mit der Herkunftsfamilie, der Partnerschaft oder der eige- 
nen Familie, sowie die wirtschaftliche Situation, unter anderem durch Schulden, ungeklärte 
finanzielle Verpflichtungen oder Mietrückstände.  
Fazit:  Die vorliegende Datenlage belegt, dass durch „Plan27“ die Zielgruppe des Projekts, 
junge Menschen mit psychischen Problemen und komplexen Problemlagen, in den Sozial- 
raumgebieten erreicht werden konnten.

ESF-Einzelprojekt Nr. 505263, „Plan27“, Zeitraum 01.04.17 bis 31.03.19 
16 
 
2.3 Erkenntnisse im Verlauf des Projekts und Lösungsansätze 
2.3.1 Prioritätensetzung bei der Zielplanung 
Im Erstgespräch stand die Entwicklung einer realistischen Perspektive im Bereich Ausbil- 
dung und Beschäftigung fast immer an erster Stelle. Im Verlauf zeigte sich jedoch, dass die- 
ses Thema immer weiter in den Hintergrund rückte. Es stellt sich heraus, dass zuvor andere 
Themen wie Gesundheit, Wohnen, Schulden und familiäre Probleme angegangen werden 
mussten.  
Vorrangig war häufig zunächst einmal die Stabilisierung der psychischen Problematik. Dazu 
gehörte vor allem die Anbindung an eine (Fach-)Ärztin oder einen (Fach-)Arzt, eine Thera- 
peutin oder einen Therapeuten. Wenn sich die Teilnehmenden entschlossen hatten, ärztliche 
oder therapeutische Hilfe in Anspruch zu nehmen, dauerte es in der Regel einige Zeit bis zu 
einem ersten Termin. Sowohl im ambulanten als auch im stationären Bereich gibt es oft lan- 
ge Wartezeiten.  
Weitere Themen waren das Suchen und Finden von passenden Wohnmöglichkeiten und der 
Aufbau einer tragenden Tagesstruktur. Häufig konnte erst nach der Stabilisierung in diesen 
Lebensbereichen eine weitere Planung hinsichtlich schulischer/beruflicher Entwicklung 
durchgeführt werden. 
2.3.2 Berücksichtigung der seelischen Problematik und aufsuchende Arbeit 
Da im Projekt begleitete junge Menschen in ihrer bisherigen Entwicklung beeinträchtigt wa- 
ren, ist die Beziehungsarbeit als wesentlicher und sehr zeitaufwendiger Bestandteil der Zu- 
sammenarbeit zu nennen.  
Die Teilnehmenden gingen unterschiedlich offen mit ihren Problemen um. Eher verschlosse- 
ne Menschen brauchten Zeit, um sich auf das Angebot einlassen zu können. Soziale Ängste 
traten sehr häufig auf. Sie schränkten die Mobilität ein, da vielfach die Betroffenen Busse 
und Bahnen nicht nutzen können. Oft schaffte es den Teilnehmenden bereits Erleichterung, 
sich jemandem anvertrauen zu können. Nicht selten hatten sie diese Erfahrung vorher noch 
nicht gemacht. Es bewährte sich, die Kontaktaufnahme mit Geduld und ohne Zeitdruck zu 
gestalten.  
Darüber hinaus erwies es sich als hilfreich, das Setting dem Problem der oder des Teilneh- 
menden anzupassen. Der aufsuchende Ansatz ermöglichte dabei die Flexibilität, die es er- 
fordert, damit sich einige Teilnehmende überhaupt erst auf die Hilfe einlassen konnten. Dazu 
gehört das Aufsuchen und Abholen zu Hause ebenso wie ein Treffen an einem neutralen Ort 
wie im Café oder im Büro. Die Mitarbeitenden des Projektes gingen je nach persönlichen und 
gesundheitlichen Voraussetzungen der Teilnehmenden situativ auf deren Bedürfnisse und 
Wünsche ein. Dadurch konnten Vertrauen und eine tragfähige Beziehung als notwendige 
Voraussetzungen für den Hilfeprozess aufgebaut werden. Die Verlässlichkeit und Kontinuität 
der Begleitung durch eine Ansprechpartnerin oder einen Ansprechpartner bei „Plan27“ war 
dabei für die Teilnehmenden von großer Bedeutung.  
2.3.3 Hoher Bedarf an lebenspraktischer Hilfe und emotionaler Bestärkung 
In der Ausgangssituation hatte sich bereits gezeigt, dass bei einer hohen Anzahl der Teil- 
nehmenden wichtige Meilensteine der Lebensphase auf dem Weg ins Erwachsenenlebens 
noch nicht bewältigt waren, wie Schulabschluss oder Beginn einer Ausbildung. Darüber hin- 
aus gab es häufig Handlungsbedarf aufgrund von Problemen in unterschiedlichen Lebensbe- 
reichen. Entsprechend bildeten nach einer umfassenden Bestandsaufnahme und Prioritäten- 
setzung eine realistische Perspektivbildung und eine in kleine Schritte unterteilte Umsetzung 
der gesetzten Ziele die Grundlage der Beratungsprozesse.

ESF-Einzelprojekt Nr. 505263, „Plan27“, Zeitraum 01.04.17 bis 31.03.19 
17 
 
Nahezu alle Teilnehmenden benötigten im Laufe des Prozesses lebenspraktische Hilfe, zum 
Beispiel bei der Selbstorganisation, der Strukturierung des Tages, dem Ausfüllen von Formu- 
laren, Klärung inhaltlicher und organisatorischer Fragen ebenso wie emotionale Unterstüt- 
zung wie Motivation und Bestärkung. Bei behördlichen Angelegenheiten bestand ebenfalls 
ein hoher Unterstützungsbedarf (Tab. 7).  
 
Tabelle 7: Projekt „Plan27“, geleistete Hilfe während des Prozesses,  
Zeitraum: 01.04.17 bis 31.03.19 
Hilfe während des Prozesses  
(Mehrfachnennungen) Anzahl Teilnehmende 
Prozentualer Anteil an  
allen 77 Teilnehmenden   
emotionale Stärkung  76  98,7  
Perspektiventwicklung  75  97,4  
Lebenspraktische Hilfe  74  96,1  
Begleitung bei Terminen  67  87,0  
Klärung inhaltlicher und  
organisatorischer Fragen 63  81,8  
 
Dabei war es von entscheidender Bedeutung, die Teilnehmenden nach Misserfolgen darin 
zu bestärken, die gesetzten Ziele weiterhin verfolgen.  
Die Erinnerung an Termine, die Begleitung zu Terminen jeder Art sowie eine Vor- und Nach- 
bereitung war bei dem überwiegenden Teil der Teilnehmenden erforderlich. Dass jemand 
nachfragte und sie bestärkte, auch wenn sie sich nicht meldeten und Termine  
vergaßen, war für einen Teil der Betroffenen bis dahin kaum vorstellbar gewesen.  
2.3.4  Individuell unterschiedliche Zeitdauer der Maßnahme 
Wegen der oft langwierigen Kontaktanbahnung, mitbedingt durch die psychische Beeinträch- 
tigung der jungen Menschen, der häufig komplexen Thematik und der langen Wartezeiten 
bei medizinischen und therapeutischen Einrichtungen – erwies sich die im Konzept vorgese- 
hene Falldauer von 6 bis 9 Monaten teilweise als zu kurz und wurde individuell angepasst, 
damit die Betroffenen in Regelangeboten verlässlich angebunden wurden und die Hilfe durch 
„Plan27“ nachhaltig wirken konnte. Bei den Beratungsprozessen betrug der kürzeste Zeit- 
raum einer oder eines Teilnehmenden in der Maßnahme „Plan27“ 2 Monate, der längste 
Zeitraum 18 Monaten.

ESF-Einzelprojekt Nr. 505263, „Plan27“, Zeitraum 01.04.17 bis 31.03.19 
18 
 
2.4 Zielerreichung  
2.4.1 Anzahl der vermittelten Teilnehmenden ins Regelsystem – Überblick 
Ziel des Projektes war die Vermittlung von 40 Teilnehmenden in mindestens ein Angebot des 
Regelsystems. Wie bereits unter 2.1 bereits erwähnt, waren mit Abschluss des Projekts  
am 31.03.2019 nach insgesamt 24 Monaten Projektlaufzeit 77 Personen in die Maßnahme 
aufgenommen worden,  
davon haben: 
• 70 Teilnehmende (91 Prozent) die Maßnahme planmäßi g beendet, das heißt, sie 
wurden in mindestens ein Regelangebot vermittelt.  
• 7 Teilnehmende (9 Prozent) die Maßnahme vorzeitig verlassen. Sie waren nicht mehr 
erreichbar, verweigerten den Kontakt oder teilten mit, es sei kein Bedarf (mehr). 
Bezogen auf die Träger ergibt sich die in Tabelle 8 dargestellte Aufteilung. 
 
Tabelle 8: Projekt „Plan27“, Anzahl der Teilnehmenden,  
Zeitraum: 01.04.17 bis 31.03.19 
 
Träger 
 
Anzahl Teilnehmende 
 
davon:  
vorzeitig beendet 
 
planmäßig beendet 
Alexia ner  21  2 19  
SPZ Köln Nippes u. Chorweiler  14  2 12  
Sommerberg  42  3 39  
Anzahl Teilnehmende insg esamt  77  7 70  
 
Das Ziel, im Projektzeitraum von 2 Jahren mindestens 40 Teilnehmende bedarfsgerecht in 
Angebote des Regelsystems zu vermitteln, wurde mit der Vermittlung von 70 Teilnehmenden 
zum 31.03.2019 nicht nur erreicht, sondern um 75 Prozent übertroffen.  
2.4.2 Anzahl der Regelangebote und Bereiche, in die vermittelt wurde 
Im Laufe des Projekts erfolgten zahlreiche Vermittlungen, insbesondere in die Bereiche: 
• Gesundheit: an Psychiaterinnen, Psychiater und and ere Fachärztinnen und Fachärz- 
te, Psychotherapeutinnen, Psychotherapeuten, psychiatrische Institutsambulanzen, 
Sozialpsychiatrische Zentren, 
• Schule/Beruf/Vermittlung/Qualifizierung: Anbindung  an Maßnahmen und Schulen so- 
wie an das Jobcenter/U25/ DiMa-Team und an die Kompetenzagenturen, an die Job- 
lotsen und an das Jugendbüro mit dem Ziel, dort eine berufliche Perspektive zu ent- 
wickeln, 
• Wohnen: an „Reso-Dienste“ der Stadt Köln, BeWo (Am bulant Betreutes Wohnen). 
Bei allen Teilnehmenden, die sich auf das Projekt eingelassen haben, konnten die Ressour- 
cen gestärkt werden, zum Beispiel durch Strukturierungshilfen im Alltag wie Planung des 
Tagesablaufes oder durch Anbindung im Freizeitbereich wie zum Beispiel an Sportkurse, 
Jugendzentren, Freizeitgruppen.

ESF-Einzelprojekt Nr. 505263, „Plan27“, Zeitraum 01.04.17 bis 31.03.19 
19 
 
Die 70 Teilnehmenden, die die Maßnahme regulär beendet haben, erhielten in der Regel 
mehrere Vermittlungen. Insgesamt waren während der gesamten Laufzeit des Projekts über 
250 Vermittlungen erfolgt, 
davon  
• 115 in das gesundheitliche Versorgungssystem, 
• 92 in das Regelangebot des Bereichs Schule/Beruf 
c 
• 36 im Bereich Wohnen 
• 13 im Bereich Freizeitangebote. 
Entsprechend der komplexen Problemlagen gab es zahlreiche Vermittlungen dieser 70 Teil- 
nehmenden in Angebote der Lebensbereiche Schule/Beruf, Gesundheit und Wohnen 
(Abb. 3).  
 
 
Abbildung 3: Projekt „Plan27“, Teilnehmende, die in mindestens ein Regelangebot der Be- 
reiche Gesundheit, Schule/Beruf, Wohnen vermittelt wurden 
 
Darüber hinaus nahmen 13 Teilnehmende im Bereich Freizeit ein Angebot an. Insbesondere 
vor dem Hintergrund, dass ein hoher Anteil der Teilnehmenden Probleme im Bereich sozialer 
Kontakte aufwies (siehe 2.2.3), konnte dies zu einer zusätzlichen Stabilisierung der Betroffe- 
nen beitragen.  
                                                
c Zu dem Bereich Schule/Beruf gehört auch das Jobcen ter, da von dort aus Vermittlung und Qualifizie- 
rung erfolgen kann.

ESF-Einzelprojekt Nr. 505263, „Plan27“, Zeitraum 01.04.17 bis 31.03.19 
20 
 
2.4.3 Vermittlung – parallel in Regelangebote unterschiedlicher Lebensbereiche 
Des Weiteren wurde ausgewertet, wieviel der Teilnehmenden parallel in den jeweiligen Le- 
bensbereichen Gesundheit, Schule/Beruf, Wohnen vermittelt wurden. 
Von den 70 Teilnehmenden der Maßnahme, die ins Regelsystem vermittelt wurden (s.o.), 
erhielt 
• über die Hälfte (55,7 Prozent) sowohl im Bereich G esundheit als auch im Bereich 
Schule/Beruf je mindestens ein Angebot, 
• nahezu ein Drittel der Teilnehmenden (30 Prozent) im Bereich Gesundheit und im 
Bereich Schule/Beruf sowie zusätzlich im Bereich Wohnen je mindestens ein 
Angebot (Abb. 4).  
 
 
Abbildung 4: Projekt „Plan27“, Teilnehmende, die in Angebote mehrerer Lebensbereiche 
(Gesundheit, Schule/Beruf, Wohnen) vermittelt wurden  
 
Es zeigt sich, dass es im Laufe der Maßnahme bei einem hohen Anteil der Teilnehmenden 
gelang, diese in unterschiedlichen Lebensbereichen in das Regelsystem zu vermitteln und 
dadurch zu einer dauerhaften Stabilisierung beizutragen.

ESF-Einzelprojekt Nr. 505263, „Plan27“, Zeitraum 01.04.17 bis 31.03.19 
21 
 
In Folge werden die Vermittlungen in die Lebensbereiche Gesundheit, Schule/Beruf, Woh- 
nen jeweils differenziert betrachtet. 
2.4.4 Vermittlung ins Regelsystem im Bereich Gesundheit 
55 Personen wurden in insgesamt 115 Angebote des Gesundheitssystems vermittelt 
(Abb. 5). 
 
Abbildung 5: Projekt „Plan27“, Regelangebote des Bereiches Gesundheit/gesundheitliches 
Versorgungssystem, in die die 55 Teilnehmenden vermittelt wurden,  
*SPZ= Sozialpsychiatrische Zentren, 
„U27“=Angebote für junge Menschen mit psychischen Problemen 
 
 
Von den 115 Angeboten, die diese Teilnehmenden insgesamt erhielten, handelte es sich 
• zum größtenteils um psychiatrische oder psychother apeutische Angebote 
(39,1 Prozent aller vermittelten Angebote im Gesundheitsbereich),  
• bei etwa einem Fünftel um Angebote eines Sozialpsy chiatrischen Zentrums, des 
Sozialpsychiatrischen Dienstes und/oder Angebote „U27“ für junge Menschen mit 
psychischen Problemen (20,9 Prozent aller vermittelten Angebote im 
Gesundheitsbereich), 
• bei den übrigen Angeboten unter anderem um sonstig e Angebote im medizinischen 
Bereich oder Beratungsangebote mit Komm-Struktur.  
 
Teilweise wurden mehrere Angebote pro Teilnehmender/Teilnehmendem benötigt. Daher 
variierte die Anzahl an Hilfeangeboten pro Person zwischen 1 und 6. Damit wurde deutlich, 
dass bei einigen Teilnehmenden ein hoher Bedarf an unterschiedlichen Angeboten gesund- 
heitlicher Versorgung vorlag.

ESF-Einzelprojekt Nr. 505263, „Plan27“, Zeitraum 01.04.17 bis 31.03.19 
22 
 
2.4.5 Vermittlung ins Regelsystem im Bereich Schule/Beruf 
58 Personen wurden in 92 Angebote des Regelsystems im Bereich Schule/Beruf/ Vermitt- 
lung und Qualifizierung angebunden (Abb. 6). 
 
Abbildung 6: Projekt „Plan27“, Regelangebote des Bereiches Schule/Beruf, Berufsvermitt- 
lung und Qualifizierung, in die die 58 Teilnehmenden vermittelt wurden. 
 
Der überwiegende Teil der Teilnehmenden konnte an Angebote des Jobcenters und der 
Agentur für Arbeit angebunden werden. Teilweise waren die Betroffenen dort zwar bereits 
gemeldet gewesen, hatten den Kontakt dort hin jedoch nicht aufrechterhalten oder waren 
noch nicht in dem richtigen Bereich, zum Beispiel im Rehateam des Jobcenters, 
angekommen. 
14 Teilnehmende und damit 20 Prozent aller Teilnehmenden, die „Plan27“ regulär abge- 
schlossen haben, konnten während der Maßnahme eine Schulausbildung, Berufsausbildung 
oder Erwerbstätigkeit beginnen und damit eine konkrete Perspektive in dem Bereich Schu- 
le/Beruf realisieren.

ESF-Einzelprojekt Nr. 505263, „Plan27“, Zeitraum 01.04.17 bis 31.03.19 
23 
 
2.4.6 Vermittlung ins Regelsystem im Bereich Wohnen 
36 Personen wurden im Bereich Wohnen vermittelt (Tab. 9).  
 
Tabelle 9: Projekt „Plan27“, Regelangebote des Bereiches Wohnen, in die die Teilnehmen- 
den vermittelt wurden 
Zeitraum: 01.04.17 bis 31.03.19 
Anbindung an das Regelsystem im 
Bereich Wohnen und  
Art des Angebots 
Anzahl  Teilnehmende 
Betreutes Wohnen (Bewo)  13  
Eigene Wohnu ng  10  
Sonstiges  13  
Anzahl Teilnehmende  mit Anbindung 
im Regelsystem Wohnen insgesamt 36  
 
2.4.7 Überleitung bei Abschluss der Maßnahme 
Wie bereits ausgeführt, kann nicht nur das „Ankommen“ in einem Angebot, sondern auch 
das weitere Durchhalten für Teilnehmende eine Herausforderung bedeuten. Bei Abschluss 
von „Plan27“ wurden 63 Teilnehmende daher gezielt auf die Beendigung vorbereitet, um 
eine Nachhaltigkeit für die Teilnehmenden sicherzustellen (Tab. 10).  
 
Tabelle 10 : Projekt „Plan27“, Überleitung bei Abschluss der Maßnahme, 
Zeitraum: 01.04.17 bis 31.03.19 
Überleitung bei Abschluss der Maß- 
nahme 
 (Mehrfachnennungen) Anzahl Teilnehmende 
gemeinsame Termine mit „Übergabe“ 
bei dem Regelangebot  43  
inhaltliche Vorbereitung der Teilneh- 
menden 50 
gezieltes Training des Einhaltens von 
Terminen 31 
Anzahl Teilnehmende , die Unterstüt- 
zung erhielten, insgesamt 63  
 
2.4.8 Rückmeldung der Teilnehmenden nach Abschluss der Maßnahme 
Sechs Monate nach Abschluss der Maßnahme wurden die Teilnehmenden nochmals kontak- 
tiert und nach ihrem Befinden im Vergleich zum Zeitpunkt vor Beginn der Maßnahme 
„Plan27“ befragt. Es gab 20 Teilnehmende, bei denen die Maßnahme im Projektzeitraum in 
mindestens 6 Monaten regulär abgeschlossen war und die daher bereits kontaktiert worden 
waren.  
Bei 18 Teilnehmenden lagen bisher Rückmeldungen vor.  
Davon äußerten 17 Teilnehmenden, es ginge ihnen besser: Allen 17 Teilnehmenden ging es 
in gesundheitlicher Hinsicht besser, 7 davon zusätzlich in Bezug auf den Lebensbereich Per- 
spektive Schule/Beruf.  
Einer Person ging es genauso wie vor der Maßnahme.

ESF-Einzelprojekt Nr. 505263, „Plan27“, Zeitraum 01.04.17 bis 31.03.19 
24 
 
Diese ersten Ergebnisse geben Hinweis auf einen nachhaltig positiven und stabilisierenden 
Effekt der Maßnahme für den überwiegenden Teil der Teilnehmenden – auch nach Ab- 
schluss der Maßnahme. 
2.4.9 Vernetzung der Träger im Sozialraum und im sozialpsychiatrischen Hilfe- 
system 
2.4.9.1 Erfahrungen der Alexianer Köln GmbH  
Die Alexianer Köln GmbH erhielt vielfältige Anfragen zu „Plan27“, insbesondere von den je- 
weiligen Sozialraumkoordinatorinnen und Sozialraumkoordinatoren sowie von Familienbera- 
tungsstellen, vom Amt für Kinder, Jugend und Familie und vom Jobcenter/U25. Hoher Zulauf 
kam auch über die Stiftung „Off Road Kids“, einer Anlaufstelle für obdachlose Jugendliche.  
Im Vordergrund standen bei allen die Abklärung der psychischen Auffälligkeiten und die Ein- 
leitung einer ärztlichen Behandlung und Therapie. Hier war die Kooperation mit der psychiat- 
rischen Institutsambulanz (PIA) des Alexianer-Krankenhauses in Rodenkirchen von großem 
Vorteil. Zu dem Thema Wohnraum gab eine enge Zusammenarbeit mit den ResoDiensten 
des Jobcenters und den Bewo-Anbietern. Dies wurde ergänzt durch die Suche auf dem 
freien Wohnungsmarkt. Bereits nach dem ersten Jahr Laufzeit von „Plan27“ zeigt sich an- 
hand der Auslastung der Maßnahme und den anstehenden Anfragen ein hoher Bedarf. Ins- 
besondere nach Artikeln über „Plan27“ in den Printmedien wie der Tagespresse (Kölner 
Stadtanzeiger und im Wochenspiegel), kamen viele Anfragen, unter anderem von Eltern, aus 
dem gesamten Stadtgebiet. Anfragen aus den anderen Sozialraumgebieten des Projekts 
wurden an die anderen beiden Träger von „Plan27“ weitergeleitet.  
2.4.9.2 Erfahrungen des SPZs Köln-Nippes und Köln-Chorweiler e.V. 
Für den Träger SPZ Köln-Nippes und Köln-Chorweiler e.V. ergab sich unter anderem eine 
Zusammenarbeit mit der Universität zu Köln, dem Berufskolleg, dem Jobcenter und dem 
Seeberger Treff. Wichtige Kooperationspartner im Sozialraum waren das Jobcenter, vor al- 
lem Hotspot/ U25, das SPZ Chorweiler, Stiftung Leuchtfeuer, das Gesundheitsamt mit den 
Frühen Hilfen und das Amt für Kinder, Jugend und Familie.  
2.4.9.3 Erfahrungen der Sommerberg AWO Betriebsgesellschaft mbH  
Das Projekt „Plan27“ wurde in den rechtsrheinischen Sozialraumgebieten stark nachgefragt, 
so dass nach wenigen Monaten eine Auslastung gegeben war und zwischenzeitlich sogar 
mit einer Warteliste gearbeitet werden musste. Wichtige Kooperationspartnerinnen und -
partner des Sommerbergs waren neben den Sozialraumkoordinatorinnen und Sozialraumko- 
ordinatoren das SPZ Kalk, das passende Anfragen an „Plan27“ weiterleitete und selber auch 
eine Freizeitgruppe für junge Erwachsene mit psychischer Erkrankung anbot. Das im SPZ 
vorhandene tagesstrukturierende Angebot des Sommerbergs wurde niedrigschwelliger für 
junge Menschen ausgerichtet und konnte daher bei Bedarf auch von Teilnehmenden des 
Projekts „Plan27“ genutzt werden. Weitere wichtige Kooperationspartner waren das Jobcen- 
ter U25/DiMa, das Amt für Kinder, Jugend und Familie sowie das Angebot „Work4You“ des 
Don-Bosco-Clubs in Köln-Mülheim. Bei „Work4You“ gibt es niedrigschwellige, tagesstruktu- 
rierende Angebote, Beratung und Unterstützung sowie Notschlafplätze für junge Erwachse- 
ne. 
2.4.9.4 Anfragen von Personen außerhalb der Sozialräume  
Es gab bei allen drei Trägern zahlreiche Anfragen von Personen, die außerhalb der Sozial- 
raumgebiete wohnten und daher nicht in die Maßnahme aufgenommen werden konnten. 
Diese wurden an die jeweiligen Sozialpsychiatrischen Zentren, an das Beratungsangebot 
„Proberaum“ in Rodenkirchen oder die „U30 Gruppe“ im SPZ Kalk verwiesen.

ESF-Einzelprojekt Nr. 505263, „Plan27“, Zeitraum 01.04.17 bis 31.03.19 
25 
 
2.4.9.5 Einbindung in das sozialpsychiatrische Hilfesystem Kölns 
Darüber hinaus vernetzte sich „Plan27“ im sozialpsychiatrischen Hilfesystem Kölns. Die Ef- 
fekte äußerten sich unter anderem darin, dass 11 der 77 Teilnehmenden von sozialpsychiat- 
rischen Angeboten wie „U27“, Sozialpsychiatrische Zentren und dem Sozialpsychiatrischen 
Dienst in „Plan27“ vermittelt wurden (siehe 2.2.1) und wiederum Teilnehmende aus „Plan27“ 
in insgesamt 24 dieser Angebote angebunden werden konnten (siehe 2.4.4). 
Am 20.3.2018 fand unter dem Titel „Vun nix kütt nix – Junge Kölner bekommen Hilfen!?“ eine 
gemeinsame Fachtagung der Psychosozialen Arbeitsgemeinschaft Köln in Kooperation mit 
der Koordinierungsgruppe „U27“d im Dominikus-Brock-Haus der Alexianer Köln GmbH in 
Köln-Porz statt (Abb. 7). 
Dabei ging es unter anderem um die Handlungsempfehlungen der Koordinierungsgruppe 
„U27“ sowie Angebote für jungen Menschen mit psychischen Erkrankungen. Im Rahmen 
dessen wurden die Erfahrungen des Projekts „Plan27“ von den Trägern vorgestellt. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Abbildung 7: Präsentation „Plan27“ im Rahmen der Fachtagung „Vun nix kütt nix – Junge 
Kölner bekommen Hilfen!?“, Foto: Lothar Mönch. 
 
 
                                                
d Kölner Expertinnen und Experten unterschiedlicher Institutionen, zum Beispiel Jobcenter, Land- 
schaftsverband, Ämter der Stadt Köln, Träger der Jugendhilfe und Erwachsenenpsychiatrie, haben 
sich zu der Koordinierungsgruppe „U27“ zusammengeschlossen und unter anderem Anfang 2016 
Handlungsempfehlungen für spezielle Hilfen bezogen auf die Zielgruppe junger Menschen mit psy- 
chischen Problemen entwickelt.

ESF-Einzelprojekt Nr. 505263, „Plan27“, Zeitraum 01.04.17 bis 31.03.19 
26 
 
3 Zusammenfassung der Ergebnisse 
3.1 Verlauf, Erkenntnisse und Zielerreichung 
3.1.1 Verlauf und Erkenntnisse 
Nach einer kurzen Anfangsphase, die vor allem durch Öffentlichkeits- und Vernetzungsarbeit 
der Träger geprägt war, startete das Projekt zügig und es wurden laufend Teilnehmende in 
die Maßnahme aufgenommen. Anhand der Auswertung lässt sich feststellen, dass dabei die 
Zielgruppe, Jugendliche und junge Menschen mit psychischen Problemen und in komplexen 
Lebenssituationen, in allen Sozialraumgebieten erreicht wurde.  
Die Stabilisierung der psychischen Gesundheit stand bei den Teilnehmenden in der Regel im 
Vordergrund, bevor weitere Probleme angegangen werden konnten. Mitbedingt durch die 
häufig komplexen Lebenssituationen der Betroffenen mussten oft erst Probleme in weiteren 
wichtigen Lebensbereichen wie Wohnen und Familie bearbeitet werden, ehe die Teilneh- 
menden in der Lage waren, sich dem Thema Schule, Ausbildung und Beschäftigung zu wid- 
men.  
Der aufsuchende Ansatz und das flexible Eingehen auf die seelische Problematik ermöglich- 
ten häufig erst, dass die Teilnehmende sich auf die Maßnahme einließen und dabei durch- 
hielten. Die Teilnehmenden benötigten zum überwiegenden Teil lebenspraktische Unterstüt- 
zung, emotionale Bestärkung und Begleitung bei Terminen zu den Angeboten, in die sie 
vermittelt werden. Um eine Nachhaltigkeit von „Plan27“ zu gewährleisten, war die Dauer der 
Maßnahme dem Bedarf der Teilnehmenden individuell anzupassen. Sie betrug in Einzelfäl- 
len über ein Jahr. 
3.1.2 Zielerreichung 
Das Ziel, im Projektzeitraum von 2 Jahren mindestens 40 Teilnehmende bedarfsgerecht in 
Angebote des Regelsystems zu vermitteln, wurde mit der Vermittlung von 70 Teilnehmenden 
zum 31.03.2019 nicht nur erreicht, sondern um 75 Prozent übertroffen.  
Von diesen 70 Teilnehmende erhielten  
• über 75 Prozent eine Vermittlung in das gesundheit liche Versorgungssystem,  
• über 80 Prozent eine Vermittlung in den Bereich Sc hule/Beruf. Der überwiegende Teil 
dieser Teilnehmenden konnte an Angebote des Jobcenters und der Agentur für 
Arbeit angebunden werden.  
• 20 Prozent setzten eine konkrete Perspektive in Be zug auf Schulausbil- 
dung/Berufsausbildung oder Erwerbstätigkeit um.  
Die Teilnehmenden erhielten in der Regel mehrere Vermittlungen. Insgesamt sind während 
der gesamten Laufzeit des Projekts über 250 Vermittlungen erfolgt, davon allein 115 in den 
gesundheitlichen Bereich.  
Durch intensive Begleitung wurde sichergestellt, dass die Betroffenen in den entsprechenden 
Maßnahmen „ankamen“.  
Die sozialräumliche Einbindung des Angebotes „Plan27“ und die Vernetzung im Hilfesystem 
der Stadt Köln konnte realisiert werden.

ESF-Einzelprojekt Nr. 505263, „Plan27“, Zeitraum 01.04.17 bis 31.03.19 
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3.2 Nachhaltigkeit 
3.2.1 Nachhaltigkeit der Maßnahme für die Teilnehmenden, die sie abgeschlos- 
sen haben 
Sechs Monate nach Abschluss der Maßnahme wurden 20 Teilnehmende nochmals kontak- 
tiert und nach ihrem Befinden im Vergleich zum Zeitpunkt vor Beginn der Maßnahme 
„Plan27“ befragt. Die bisher vorliegenden Ergebnisse von 18 der 20 Teilnehmenden geben 
Hinweis auf einen nachhaltigen positiven und stabilisierenden Effekt der Maßnahme und 
damit auf eine Erhöhung der Chance auf Teilhabe für den überwiegenden Teil der Teilneh- 
menden. 
3.2.2 Nachhaltigkeit der Maßnahme als Hilfeangebot für junge Menschen in 
Köln 
Die Förderung des Projekts durch Landesmittel wurde zum 31.03.2019 beendet, es gab kei- 
ne Möglichkeit einer Verlängerung der Landesförderung.  
Am 11.02.2019 wurden auf Grundlage eines Konzepts für die Weiterführung von „Plan27“ 
anhand eines politischen Beschlusses kommunale Mittel zur Verfügung gestellt, sodass das 
Angebot auch über den 31.03. hinaus bis zum Ende des Jahres 2019 fortgesetzt wird.  
Während der Projektlaufzeit hatte es aus zahlreichen weiteren Stadtteilen Kölns, die sich 
über alle 9 Stadtbezirke und das gesamte Stadtgebiet verteilen, konkrete Anfragen junger 
Menschen geben, die nicht in den ausgewiesenen Sozialraumgebieten wohnten und daher 
im Rahmen des Projekts nicht in das Angebot aufgenommen werden konnten. Um diese 
Menschen nicht auszugrenzen, wurde im Konzept für die Fortführung von „Plan27“ eine Er- 
weiterung auf das Stadtgebiet Köln vorgesehen. 
3.3  Bewertung und Ausblick 
Mit „Plan27“ wurde ein passendes Angebot für eine bisher noch nicht adäquat versorgte 
Zielgruppe junger Menschen mit seelischen Problemen geschaffen. Der aufsuchende Zu- 
gang und die Begleitung bei Terminen erwiesen sich als wichtiger und notwendiger Bestand- 
teil des Hilfeangebots. „Plan27“ stellt damit eine sinnvolle Ergänzung bisheriger Angebote 
mit „Komm-Struktur“ dar.  
Durch die Stabilisierung von jungen Menschen mit psychischen Problemen, die sich in kom- 
plexen Lebenssituationen befanden sowie in ausgewiesenen Sozialraumgebieten wohnten 
oder sich dort überwiegend aufhielten, wurde auch ein Beitrag zur Stärkung dieser Quartiere 
geleistet. Eine quantitative Messbarkeit der Effekte für die elf Sozialraumgebiete war jedoch 
aufgrund der mit der intensiven Einzelbetreuung verbundenen geringen Teilnehmenden-
Anzahl von durchschnittlich sechs bis sieben Personen pro Sozialraumgebiet nicht möglich.  
Eine hohe Anzahl an Anfragen außerhalb der ausgewiesenen Sozialraumgebiete ließ des 
Weiteren erkennen, dass in Köln auch über die ausgewiesenen Sozialraumgebiete hinaus 
Bedarf bestand, der mit der räumlichen Einschränkung nicht gedeckt werden konnte.  
Auf Grundlage des bisherigen Verlaufs wird es aus fachlicher Sicht nicht nur als wün- 
schenswert, sondern als notwendig und sinnvoll erachtet, das im Rahmen des Landesprojek- 
tes entwickelte Angebot „Plan27“ auf Dauer für das gesamte Stadtgebiet weiterzuführen.  
Bisher ist es gelungen, für 2019 die Finanzierung des Angebots über kommunale Mittel si- 
cherzustellen. Derzeit finden intensivierte Bemühungen statt, das Projekt „Plan 27“ auch 
über 2019 hinaus in eine Regelfinanzierung überzuleiten.

ESF-Einzelprojekt Nr. 505263, „Plan27“, Zeitraum 01.04.17 bis 31.03.19 
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4 Anlage 
Auszug des Integrierten Handlungskonzeptes zum Programm „Starke Veedel-Starkes 
Köln“ 
 
Beigefügter Auszug des Integrierten Handlungskonzeptes (Stand August 2015) zur Zielset- 
zung und Gebietsauswahl des Programms „Starke Veedel-Starkes Köln“ wird hier stell- 
vertretend beigefügt, da dieses Konzept den Bezugsrahmen für dieses Projekt bildet und 
daher dessen Ausführungen auch für das Projekt „„Plan27““ zutreffen:   
 
„1.2 Ziele des Integrierten Handlungskonzeptes „Starke Veedel – Starkes Köln“  
Das vorliegende Integrierte Handlungskonzept „Starke Veedel – Starkes Köln“ greift die Idee 
der Sozialraumorientierung auf. Diese wird damit zur Leitlinie des Handelns in diesem Pro- 
gramm. 
Ziel des Integrierten Handlungskonzeptes ist es, die besonders von sozialer Benachteiligung 
betroffenen Stadtquartiere in Köln zu stärken, Armut zu bekämpfen, den sozialen Zusam- 
menhalt zu stärken, Prävention zu systematisieren und die Lebenssituation der in diesen 
Quartieren lebenden Menschen nachhaltig zu verbessern. Die Förderung dieser Quartiere 
wird gleichzeitig auch zur gesamtstädtischen Entwicklung beitragen und den sozialen Zu- 
sammenhalt in der Gesamtstadt fördern.  
Zur Verbesserung der Lebenssituation der in den Quartieren lebenden Menschen sollen prä- 
ventive Maßnahmen beitragen. Deshalb ist ein Ziel dieses Integrierten Handlungskonzeptes, 
eine gesamtstädtische Präventionsstrategie zu entwickeln. Grundlage hierfür ist unter ande- 
rem der vom Rat der Stadt beschlossene „Integrierte Jugendhilfe- und Schulentwicklungs-
plan Köln 2011 – Ziele, Herausforderungen und Entwicklungsperspektiven für gerechte Bil- 
dungs- und Zukunftschancen“ (vergleiche Anhang 1).  
Unter dem Motto „Gemeinsam stark für lebenswerte Veedel“ verfolgt das Programm auch 
das Ziel, strukturelle Verbesserungen bei der Entwicklung und Umsetzung integrierter Quar- 
tiersentwicklung als Strategie der Stadtentwicklung zu erreichen. Dazu gehört die stärkere 
Entwicklung sozialraumorientierten Denkens in der Verwaltung ebenso, wie die abgestimmte 
Zusammenarbeit zwischen den in den Quartieren aktiven Akteuren einerseits und die Ab-
stimmung ihres Handels mit den Dienststellen der Stadt andererseits. Gleichzeitig ist die 
Bewohnerschaft von allen Beteiligten aktiv einzubinden.  
Mit dem hier vorliegenden Konzept baut die Stadt Köln auf den Erfahrungen aus dem Struk- 
turförderprogramm MÜLHEIM 2020 auf und strebt erstmals die systematische Erarbeitung 
und Umsetzung eines integrierten, quartiersorientierten Handlungsansatzes in einem Pro-
grammgebiet mit mehreren Sozialräumen an. Diesem Ansatz liegt die Leitfrage zugrunde, 
wie erfolgreich Stadtentwicklung aus dem Quartier heraus erfolgen kann, welche Faktoren 
zum Gelingen beitragen und wie die Bewohnerinnen und Bewohner aktiv in die Quartiers-
entwicklung eingebunden werden können. Erstmalig wird für elf Sozialräume zum einen ein 
einheitliches Maßnahmenpaket entwickelt, das in allen Sozialräumen gleichermaßen umge- 
setzt wird.“ … „Zum anderen werden zusätzlich gebietsspezifische Lösungen passgenau für 
die Bedürfnisse und Anforderungen der unterschiedlichen Sozialräume entwickelt. Besonde- 
res Augenmerk wird dabei auf den niedrigschwelligen Zugang zu den Angeboten und ihrer 
Verknüpfung gelegt. Bei den gebietsspezifischen Maßnahmen werden auch Maßnahmen mit 
Modellcharakter vorgeschlagen. Eine Übertragbarkeit der dort erzielten Erkenntnisse wird 
angestrebt.“ 
 
„1.3 Gebietsauswahl  
Grundlage für die Auswahl des Programmgebietes ist die bestehende Gebietsabgrenzung 
des Programms „Lebenswerte Veedel – Bürger- und Sozialraumorientierung in Köln“.“… „Mit 
Hilfe des Monitorings Stadtentwicklung wurde geprüft, ob es sich hierbei tatsächlich noch um 
die Gebiete mit besonderen Handlungserfordernissen handelt, die im Vergleich zur Gesamt- 
stadt überdurchschnittlich stark von sozialer Benachteiligung betroffen sind.

ESF-Einzelprojekt Nr. 505263, „Plan27“, Zeitraum 01.04.17 bis 31.03.19 
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Methodische Vorgehensweise: Monitoring Stadtentwicklung  
Das Monitoring Stadtentwicklung beobachtet systematisch die Entwicklung der Gesamtstadt 
Köln und ihrer Teilräume. Betrachtet werden in einer einheitlichen Vorgehensweise (Index- 
werte) verschiedene Themenfelder, wie zum Beispiel Soziale Lage, Demographischer Wan-
del oder Wohnen. Für die Auswahl der elf Sozialräume wird im Folgenden der Index „Soziale 
Lage“ zugrunde gelegt, der verschiedene Aspekte von Benachteiligung berücksichtigt: Wirt- 
schaftliche, politisch – kulturelle und gesundheitliche Benachteiligung. Er setzt sich zusam- 
men aus verschiedenen Statistikdaten sowie aus Ergebnissen der Umfrage „Leben in Köln“ 
und berücksichtigt somit sowohl „harte“ statistische Daten als auch „subjektive“ Einschätzun- 
gen der Befragten. Der Index wird durch die Vielfalt an Indikatoren der Tatsache gerecht, 
dass sich Benachteiligung in weit mehr als nur monetären Aspekten widerspiegelt. …“

Beratungsverlauf (6)

10.02.2022 Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren
TOP 5.2 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung
10.02.2022 Wirtschaftsausschuss
TOP 16.2 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: ungeändert empfohlen

Zur Sitzung
15.02.2022 Gesundheitsausschuss
TOP 5.5 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung
08.03.2022 Jugendhilfeausschuss
TOP 4.2 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung
14.03.2022 Finanzausschuss
TOP 10.12 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung
17.03.2022 Rat
TOP 10.15 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
4440/2021
Typ
Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss
Datum
03.02.2022
Erstellt
23.12.2021 09:41