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3494/2023

Bericht des Jobcenter Köln

Mitteilung Ausschuss 06.11.2023

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Nächste Beratung: Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren, Sitzung am 16.11.2023, TOP 8.1

Anlage 1 zum Bericht des Jobcenter Köln Ergebnismonitoring September 2023

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Anlage 2 zum Bericht des Jobcenter Köln Geflüchtete aus der Ukraine - Praxisbeispiele

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Bericht des Jobcenter Köln

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Anlage 1 zum Bericht des Jobcenter Köln Ergebnismonitoring September 2023

8197 Zeichen

Berichtsmonat2023SeptemberAusschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren am 14.09.2023

BA Bundesagentur
BG Bedarfsgemeinschaft
Diff. Differenz
EGT Eingliederungstitel
IQ Integrationsquote
JC Jobcenter
JOK Job-Offensive-Köln
KDU Kosten der Unterkunft
LLU Leistungen zum Lebensunterhalt
LZB Langzeitleistungsbezieher*in
MW Monatswert
NEF Nicht erwerbsfähiger Leistungsberechtigter
qm Quadratmeter
SB Schwerbehinderte
SGB Sozialgesetzbuch
SodGE Sozialdienstleister-Einsatzgesetz
VJ Vorjahr
Abkürzungsverzeichnis

Berichtsmonat
September
IQ Männer25,4% Soll202317,6%-7,1%Diff. zum19,0%Monatssoll202218,9% - 6,9% Ist-Ist VJ
Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
202332.979 32.877 32.882 32.643 32.580 32.461 32.576 32.286 31.250
202227.929 27.838 27.725 27.458 27.273 27.590 28.496 29.528 28.598 29.371 29.202 29.07420.00022.00024.00026.00028.00030.00032.00034.000LLU MW in Tausend
Summe der LLU in €2023292.534.436,85 €2022 252.433.798,66 €
LLU Veränderung zum VJ2023+ 15,89%Diff. + 40.100.638,19 €
IQ Frauen16,3% Soll202310,7%-11,3%Diff. zum12,1%Monatssoll202212,1% - 11,2% Ist-Ist VJ
IQ Gesamt202314,1%202215,5%-20,0%-16,0%-12,0%-8,0%-4,0%0,0%Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov DezZielabweichung IQ Frauen in %-20,0%-16,0%-12,0%-8,0%-4,0%0,0%Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov DezZielabweichung IQ Männer in %
Leistungen zum Lebensunterhalt (LLU)[Quelle: Controlling JC Köln]
Integrationsquote (IQ)[Quelle: Controlling JC Köln]
Kennzahlen nach §48a SGB IIDie LLU liegen mit 15,89% weiterhin über dem Vorjahr. Absolut sind dies erwartungsgemäß aufgrund der Einführung des Bürgergeldes etwa 40,1 Mio. Euro. Der Rückgang ist aufgrund von Nacherfassungen untererfasst. Es ist von einer Stabilisierung auszugehen.
In der Integrationsquote bei den Männern von ca. 7,1% und den Frauen von ca. 11,3% ist im Verlauf seit April ein anhaltender Rückgang der Zielabweichung gegenüber dem Soll festzustellen. Vergleicht man das JC Köln deutschlandweit mit anderen JC, die ähnliche Arbeitsmarktbedingungen aufweisen, befindet sich das JC Köln trotz der Zielabweichung im oberen Drittel.

Kennzahlen nach §48a SGB II
LZB Männer202327.073-0,4%Soll-Diff.Abw. LZB Soll-118
LZB Gesamt202356.242202258.781
LZB Frauen202329.168-0,5%Soll-Diff.Abw. LZB Soll-134
Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Männer27.749 27.692 27.624 27.528 27.440 27.351 27.282 27.199 27.073 0 0 0
Frauen29.660 29.641 29.598 29.528 29.469 29.411 29.355 29.287 29.168 0 0 024.00025.00026.00027.00028.00029.00030.000LZB-VerlaufAnzahl Langzeitleistungsbezieher (LZB)[Quelle: Controlling JC Köln]Die Entwicklung der LZB befindet sich bei beiden Geschlechtern seit Jahresbeginn unter dem geplanten Sollwert und damit besser als erwartet. Das Risiko einer Abweichung in den kommenden Monaten ist gering.

Berichtsmonat
September
Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
202333.528,96 32.505,27 33.810,80 32.832,47 33.397,93 33.015,00 33.413,21 33.631,94 34.118,55
202230.716,65 30.284,84 30.848,71 29.940,00 30.220,22 29.719,19 30.389,27 31.236,16 31.124,81 31.384,68 33.072,54 32.518,0025.00026.00027.00028.00029.00030.00031.00032.00033.00034.00035.000KDU MW in Tausend
Summe KDU in €2023300.254.121,67 €Soll 302.146.989,95 €Diff. - 1.892.868,28 € - 0,63%
KDU MW-Veränderung zum VJBM September+ 9,62%Diff. + 2.993.744,46 €
Integrationen SB20233132022316Soll320Diff. - 7 - 3
Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
2023 28 38 20 38 32 32 45 40 39
2022 28 39 33 37 42 38 26 43 31 29 38 17
01020304050Entwicklung MW Integrationen SB
Kosten der Unterkunft (KDU)[Quelle: Berechnung Stadt Köln]
Integrationen Schwerbehinderte (SB)[Quelle: Controlling JC Köln]
ErgänzendeKennzahlenDie KDU haben sich parallel zur LLU erwartungsgemäß erhöht. Im MW liegen die KDU aktuell knapp 1,9 Mio. Euro über dem MW im Vorjahr. Gegenüber dem geplanten Soll liegen die KDU in der Jahressumme stabil mit 1% bzw. circa 3 Mio. Euro darunter.
Der Wert im September liegt nach dem stärkeren Anstieg der SB-Integrationen im Monat Juli knapp unter dem Vorjahr. Die Differenz zum Soll liegt im August bei -7 Integrationen. Mit intensiver Betreuung und durch die engen Arbeitgeberkontakte gelingen die meisten Integrationen ohne finanzielle Förderung durch das Jobcenters. IQ SB20237,8%20227,9%ELB20234.03520223.997

ErgänzendeKennzahlen
IntegrationenELB202310311300IQ MW 7,1%
IntegrationenELB20231.5922041IQ MW 7,2%
IntegrationenELB2023561741IQ MW 7,3%
Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Männer97 131 116 128 111 117 113 126 92
Frauen54 58 59 69 68 63 57 79 54020406080100120140Integrationen MW JOKIntegrationen der Job-Offensive Köln (JOK)[Quelle: Controlling JC Köln]Die Integrationen der Frauen durch die JOK ist mit einer IQ im MW von 7,3 % aktuell leicht höher, als die der Männer. Die Integrationen bei den Frauen absolut liegen unter dem Wert der Männer aufgrund der niedrigeren Zahl betreuter ELB.

Berichtsmonat
September
Entwicklung der Bedarfsgemeinschaften (BG) [Quelle: Statistik BA]Statistikkennzahlen
Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
2023 60.326 60.359 60.427 60.264 60.239 59.982 59.754 59.510 59.357
2022 58.895 58.690 58.385 57.838 57.511 58.755 58.833 60.241 60.428 60.010 59.940 59.906
56.00057.00058.00059.00060.00061.000Anzahl BGNach dem Anstieg der BG-Zahlen zur Mitte des letzten Jahres aufgrund des Übergangs der ukrainischen Flüchtlinge in den Rechtskreis SGB II ist seit März diesen Jahres weiter ein leichter Rückgang zu erkennen. Auswirkungen auf die BG-Zahlen durch die Einführung des Bürgergeldes sind nicht erkennbar.Anzahl BG59.357        Aktuell60.326        Wert Januar - 969VeränderungAnzahl BG (Juni)59.982        Aktuell54.791        Anerkannte lfd. KDU54.361        Unterkunftsart Miete
47,1
20,2
13,7
9,7
5,4 3,9
Anteil der jeweiligen Haushaltsgröße in %
1 Person
2 Personen
3 Personen
4 Personen
5 Personen
6 und mehr
Personen
71,5
17,0
11,5
Anteil lfd. tatsächliche Kosten der Unterkunft in %
Unterkunftskosten
laufende Betriebskosten
Heizkosten
Der Anteil der Einpersonenhaushalte liegt aktuell bei 47,1% und ist damit seit Jahresbeginn weiter steigend. Im Vergleich zum letzten Jahr ist die Zahl der Einpersonenhaushalte um 0,1 Prozentpunkte gesunken. Beim Anteil der laufenden tatsächlichen Kosten der Unterkunft bleibt der Anteil der Unterkunftskosten weiter mit 71,5% unter dem Anteil von 74% im Vorjahr. Der Heizkostenfaktor ist ebenfalls um 0,1% gesunken.

Statistikkennzahlen
Anzahl ELB männlich (Juni)39.776        Aktuell42.332        Wert VJ - 2.556Veränderung
Anzahl ELB gesamt (Juni)82.108        Aktuell83.487        Wert VJ - 1.379Veränderung
Anzahl ELB weiblich (Juni)42.332        Aktuell41.155        Wert VJ+ 1.177VeränderungEntwicklung erwerbsfähiger (ELB)[Quelle: Statistik BA]Anders als bei der BG-Entwicklung sinkt die Zahl der ELB deutlich weniger. Generell ist anzumerken, dass seit dem letzten Jahr eineVerschiebung zugunsten der weiblichen ELB stattgefunden hat. Im betrachteten Zeitraum ist die Zahl der männlichen ELB um etwa 2.550 gesunken, während die Zahl der weiblichen ELB aufgrund der Fluchtbewegungen um rund 1.180 angestiegen ist.
Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
2023 82.520 82.554 82.678 82.343 82.388 82.108 82.128 81.779 81.731
2022 80.568 80.386 79.971 79.227 78.833 80.618 80.735 82.651 82.721 82.088 81.911 81.814
76.00077.00078.00079.00080.00081.00082.00083.00084.000Anzahl ELBDer Bestand der BG nach Wohnfläche dominiert mit über 60% bei 40 bis 80 qm Wohnfläche. Betrachten wir die durchschnittliche Wohnfläche insgesamt, liegt diese bei 34 qm. Dieser Wert verhielt sich in den letzten Jahren sehr stabil. Die Wohnfläche pro Person sinkt mit der Haushaltsgröße von durchschnittlich 45,7 qm in einer ein Personen BG auf durchschnittlich 14,6 qm in einer 6 und mehr Personen BG.
2,1
15,7
29,5
32,5
15,4
4,8
Bestand BG nach Wohnfläche in %
     unter 20 qm
     20 bis unter 40 qm
     40 bis unter 60 qm
     60 bis unter 80 qm
     80 bis unter 100 qm
     100 qm und mehr
33,9
45,7
32,0
24,3
19,5
16,9
14,6
61,3
45,7
64,0
72,877,9
84,7
96,7
durchschnittliche Wohnfläche pro BG und Person in qm
Insgesamt
1 Person
2 Personen
3 Personen
4 Personen
5 Personen
6 und mehr Personen
pro Personpro BG

Anlage 2 zum Bericht des Jobcenter Köln Geflüchtete aus der Ukraine - Praxisbeispiele

6786 Zeichen

Anlage 2 zum Bericht des Jobcenter Köln  
 
hier Anlage Geflüchtete aus der Ukraine - Praxisbeispiele 
 
 
Hintergrundinformationen: 
Da in den genannten Beispielen an mehreren Stellen von Sprachkenntnissen gesprochen 
wird, anbei eine Übersicht des gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Sprachen, 
nachdem es sechs Sprachniveau Stufen gibt:  
• A1 — Anfänger 
• A2 — Grundlegende Kenntnisse 
• B1 — Fortgeschrittene Sprachverwendung 
• B2 — Selbstständige Sprachverwendung 
• C1 — Fachkundige Sprachkenntnisse 
• C2 — Annähernd muttersprachliche Kenntnisse 
 
 
P
raxiseindrücke:  
Aus Sicht der Arbeitsvermittlung hat die Aufnahme und Integration der Flüchtlinge aus der 
Ukraine bislang recht gut funktioniert. Die Integrationsbereitschaft am Arbeitsmarkt der 
ukrainischen Geflüchteten ist sehr hoch. Sie sind in aller Regel sehr zuverlässig, gut 
organisiert, engagiert und motiviert. Ein großes Problem bei der Arbeitssuche stellt jedoch 
häufig die sprachliche Barriere, die den Zugang zum Arbeitsmarkt erschwert, dar. 
Kund*innen sind bisher mehrheitlich in gering qualifizierten Tätigkeiten untergekommen, da 
in der Regel zu Beginn keine Deutschkenntnisse vorhanden sind. Daher besuchen die 
meisten von ihnen zuverlässig und motiviert den Integrationskurs. Fortschritte sind 
erkennbar, viele Beratungsgespräche können mittlerweile auf Deutsch durchgeführt werden. 
Insgesamt gibt es bereits viele erfolgreiche Angebote, Projekte und Initiativen, die dazu 
beitragen, den Geflüchteten aus der Ukraine eine faire Chance auf dem Arbeitsmarkt zu 
bieten. Diese Angebote werden meist dankend wahrgenommen. Dennoch brauch es oft 
individuelle Lösungen, um den Einstieg in den Arbeitsmarkt für die geflüchtete Menschen 
aus der Ukraine zu erleichtern. 
 
 
1. Praxisbeispiel:  
Frau A. ist im Februar 2022 nach Deutschland eingereist und besuchte seit Juni 2022 einen 
Integrationskurs, den sie mittlerweile abgeschlossen hat. Er erfolgten regelmäßige 
Beratungstermine. Im Oktober 2022 erschien sie gemeinsam mit ihrer Tochter (15 Jahre alt), 
welche sie am Vortag aus der Ukraine abgeholt hatte, zum Termin. Die Aufnahme in die 
Bedarfsgemeinschaft verlief reibungslos. Die Tochter ist mittlerweile bei U25 in Betreuung 
und besucht die 7. Klasse einer Realschule. Frau A. ist durch das Jobcenter mit 
Informationen zu Bildung und Teilhabe versorgt worden und wurde durch U25 bei der 
Schulanmeldung ihrer Tochter unterstützt. 
Frau A. hat die deutsche Sprache schnell erlernt, so dass das Beratungsgespräch im März 
2023 bereits auf Deutsch stattfinden konnte. Frau A ist hochmotiviert und möchte gerne eine 
Ausbildung zur Erzieherin machen. Aktuell ist dies in Klärung, da keine Schulzeugnisse 
vorliegen und diese auch nicht zu beschaffen sind. Alternativ kann Frau A. sich vorstellen im

Seite 2 
Sicherheitsbereich zu arbeiten, weshalb ihr das Kölner Bildungsmodell als Alternative für den 
Fall, dass eine Ausbildung als Erzieherin nicht realisierbar sein sollte, vorgestellt wurde. 
 
 
2. Praxisbeispiel:  
Herr P. kam mit seiner Frau im Mai 2022 nach Deutschland und war einer der ersten 
ukrainischen Flüchtlinge, die beraten wurden. 
Die Gespräche gestalteten sich aufgrund der fehlenden Deutschkenntnisse schwierig. Die 
Ehefrau unterstützte in den Beratungsgesprächen und fungierte als Dolmetscherin.  
Herr P. hat in der Ukraine als Schweißer gearbeitet.  
Eine Anerkennung war nicht möglich, da er bei der Flucht seine Zertifikate nicht mitnehmen 
und diese auch später nicht nachträglich beschaffen konnte. 
Herr P. brachte seine Motivation zum Ausdruck auch in Deutschland als Schweißer arbeiten 
zu wollen.  
Selbstständig hatte er bereits schon Kontakt zu einem Bildungsträger aufgenommen, um im 
Rahmen einer Qualifizierung die notwendigen Zertifikate zu erlangen.   
Um die Zeit bis zum Beginn der Qualifizierung zu überbrücken, nahm er einen Minijob in der 
Gastronomie auf. Den angebotenen vorgeschalteten Sprachkurs wollte er nicht absolvieren.  
Vielmehr wollte er sich die Sprache im Job beim Umgang mit Kund*innen und Kolleg*innen 
aneignen.  
Herrn P. zu vermitteln, dass Arbeitsanweisungen und Arbeitssicherheitsunterrichtungen in 
deutscher Sprache erfolgen und hier Vermittlungshemmnisse bestehen könnten, stelle eine 
Herausforderung in der Beratung dar.  
Über den Bildungsträger wurde ein Kontakt zu einer Firma mit russischsprachigen 
Mitarbeitenden hergestellt.  
Nach einem geführten Bewerbungsgesprächen erklärte sich die Firma bereit Herrn P. 
einzustellen, sobald notwendig Zertifikate vorlägen.  
Die Weiterbildung wurde im Zeitraum vom 02.08.2022-18.01.2023 durchgeführt.  
Zum 23.01.2023 hat Herr P. dort eine Beschäftigung in Vollzeit aufgenommen. 
  
3. Praxisbeispiel: 
Frau V. ist am 12.03.2022 alleine nach Deutschland gekommen. In der Ukraine hat sie ein 
Kolleg besucht und einen Schulabschluss erreicht. 
Zunächst stand das Erlernen der deutschen Sprache über die Teilnahme an einem 
Integrationskurs im Vordergrund. Frau V. schien jedoch wenig motiviert zu sein. Sie hat sich 
dennoch für einen Integrationskurs bei der Fortbildungsakademie der Wirtschaft angemeldet 
und am 12.09.2022 dort gestartet. Aus familiären Gründen musste sie den Sprachkurs im 
Oktober unterbrechen und kurzzeitig in die Ukraine reisen. Nach der Rückkehr und 
Wiederaufnahme des Sprachkurses meldete sie sich bei der Integrationsfachkraft und 
berichtete, dass ihr das Erlernen der deutschen Sprache sehr schwerfalle. Sie hat sich 
entschieden in ein englischsprachiges Land auszuwandern und hat Deutschland am 
19.01.2023 verlassen. 
  
4. Praxisbeispiel:  
Die 23-jährige R. ist gemeinsam mit ihrer Schwester am 24.03.2022 nach Deutschland 
eingereist. In ihrer Heimat hat sie das Master-Studium BWL beendet und die deutsche 
Sprach als Fremdsprache gelernt. Nach der Ankunft in Deutschland waren die 
Integrationswege für sie jedoch sehr mühsam. Die Wartezeit zur Beantragung des 
Aufenthaltstitels war langwierig. Auch das Thema Wohnen war nicht leicht zu bewältigen. 
Erst am 11.10.2022 gelang es ihr einen ersten Termin beim Jobcenter wahrzunehmen. An 
diesem Tag wurde gemeinsam mit der Integrationsfachkraft ein Förderplan erarbeitet.

Seite 3 
Vereinbarte Schritte waren die Anerkennung der ukrainischen Abschlusszeugnisse;  
Sprachförderung; die Suche nach einem Praktikum/Beschäftigung im gelernten Bereich; 
Integration. Ihr wurde direkt ein effektives Förderinstrument, das Maßnahmeangebot 
"Joblinge" präsentiert. Die Hilfestellung nahm sie an und fand noch während der 
Maßnahmeteilnahme schnell ein bezahltes halbjähriges Praktikum bei der Firma JTI 
Germany GmbH als Betriebswirtin. Die Firma unterstützt Frau R. nun im 
Anerkennungsverfahren und bietet ihr perspektivisch eine sozialversicherungspflichtige 
Arbeitsstelle an.

Bericht des Jobcenter Köln

16493 Zeichen

Anlage zur Mitteilung „ Bericht des Jobcenter Köln “ zur Sitzung des Ausschusses für Soziales, 
Seniorinnen und Senioren am 16.11.2023 
Bericht des Jobcenter Köln 
1. Aktuelle Situation im Jobcenter Köln  
Zur aktuellen Lage im Jobcenter Köln informiert Frau Würker im Ausschuss für 
Soziales, Seniorinnen und Senioren gerne mündlich. Auch auf die Auswirkungen im 
Zusammenhang mit aktuellen Veränderungen gibt sie bei Bedarf gerne Auskunft. 
2. E rgebnismonitoring zu den vereinbarten Zielen mit dem 
Bundesministerium für Arbeit und Soziales (Bundesziele) und der Stadt 
Köln (Kommunale Ziele) – Stand Monat 09/2023 
Das Jobcenter Köln geht in dem Ergebnismonitoring-Bericht für den Monat 
September 2023 (Anlage 1) auf die Zielerreichung bezüglich der mit dem Bund und 
mit der Stadt Köln vereinbarten Ziele für das Jahr 2023 ein. 
 
3. Geflüchtete aus der Ukraine – aktueller Sachstand 
Ukrainische Staatsangehörige im Bürgergeldbezug 
Im Juni waren 8.680 Regelleistungsberechtigte mit ukrainischer Staatsangehörigkeit 
beim Jobcenter Köln gemeldet (Juni 2022: 3.882), darunter 6.314 erwerbsfähige 
Leistungsberechtigte (ELB) und 2.366 nicht erwerbsfähige Leistungsberechtigte. 
5.190 ELB (82 %) waren arbeitsuchend gemeldet, darunter 2.054 als arbeitslos. 722 
ELB gingen einer Erwerbstätigkeit nach (Juni 2022: 190). Die größte Altersgruppe unter 
den ELB machten mit 67 % die 25- bis 54-Jährigen aus. Rund 69 % der ukrainischen 
ELB waren Frauen. 
Im Juni bezogen 4.636 Bedarfsgemeinschaften mit mindestens einer / einem 
ukrainischen Regelleistungsberechtigten in Köln Bürgergeld. Diese teilten sich wie folgt 
auf: 
 
Single-BG 1.968 
Alleinerziehende-BG 1.326 
o Alleinerziehende-BG mit einem 
Kind 908 
o Alleinerziehende-BG mit zwei 
Kindern 367 
o Alleinerziehende-BG mit drei und 
mehr Kindern 51 
Partner-BG ohne Kinder 471 
Partner-BG mit Kindern 716 
o Partner-BG mit einem Kind 368

Seite 2 
o Partner-BG mit zwei Kindern 219 
o Partner-BG mit drei und mehr 
Kindern 129 
Quelle: Daten zum Bürgergeldbezug: BA Statistik - Personengruppen nach Staatsangehörigkeit (09/2023) 
 
D
eutschförderung 
Wie bei anderen Kund*innen mit jüngerer Zuwanderungsgeschichte stellt auch bei den 
Geflüchteten aus der Ukraine die Zulassung zu und Begleitung von Angeboten zur 
Deutschförderung einen Schwerpunkt der Integrationsarbeit dar. In aller Regel handelt 
es sich dabei um die vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) 
koordinierten und durchgeführten Integrationskurse (Grundkenntnisse) und 
Berufssprachkurse (weiterführend). 
Zurzeit nehmen rund 2.500 Kund*innen des Jobcenter Köln an einem Integrationskurs 
teil; etwa die Hälfte davon sind ukrainische Staatsangehörige oder aus der Ukraine 
geflohene Drittstaatler*innen. Der enorme Anstieg der Teilnehmer*innenzahlen im 
Integrationskursbereich ab Sommer 2022 führte auch zu wesentlich längeren 
Wartezeiten zwischen Anmeldung und Kursbeginn; hierzu steht das Jobcenter Köln in 
regelmäßigem Austausch mit der Kölner Außenstelle des BAMF. Da der Verlauf und 
die Dauer der Kurse auf Grund verschiedener Faktoren stark variieren können, stellt 
das Absolvent*innenmanagement eine besondere Herausforderung in der Arbeit der 
Integrationsfachkräfte dar. Das Ziel bestand bisher darin, gemeinsam mit den 
Kund*innen unmittelbar im Anschluss individuelle Folgeperspektiven zu vereinbaren. 
Die Erwartungen passen sich der aktuellen Situation an. Vor Beendigung eines 
Sprachkurses soll mit den Teilnehmer*innen bereits ein Gespräch erfolgen, um 
konkrete Arbeitsangebote zu besprechen. Damit soll  der Integrationsprozess deutlich 
verkürzt werden. Die Wartezeit zwischen Sprachkursen hat bisher häufig zu einem 
Verlust der erworbenen Sprachkompetenz geführt – es gab für die Teilnehmer*innen 
keine Gelegenheit, das Erlernte im Alltag einzusetzen.  
 
Für
 viele Tätigkeiten und Berufsausbildungen war bisher im Anschluss an den 
erfolgreich absolvierten Integrationskurs der Erwerb fortgeschrittener 
Deutschkenntnisse notwendig. Die Befürchtung, der Engpass verfügbarer 
Kurskapazitäten (bedingt durch den Mangel an Räumlichkeiten und Lehrkräften) 
könnte sich mit den zahlreichen ukrainischen Teilnehmer*innen aus dem 
Integrationskursbereich in die berufsbezogene Deutschförderung verlagern, hat sich 
bislang nicht bestätigt. Zukünftig sollen aber auch alternative Sprachkursangebote und 
das „training on the job“ präferiert werden.  
 
Quelle: Erhebungen Datenqualitätsmanagement des Jobcenter Köln und Fachexperte / Fachkraft für 
Migration im Jobcenter Köln 
 
Anerkennung ausländischer Qualifikationen 
Die Anerkennung im Ausland erworbener Qualifikationen und Zertifikate stellt eine 
Voraussetzung für die qualifikationsadäquate Integration in den Arbeitsmarkt dar. 
Initiierung und Nachhaltung dieses Vorgangs bilden deshalb einen weiteren wichtigen 
Bestandteil der Integrationsarbei t. Das Jobcenter Köln arbeitet bei diesem Thema 
weiterhin mit dem Träger Migration und Arbeitswelt e.V. zusammen. Als Teil des 
Netzwerks IQ bietet dieser 12 Präsenztermine pro Woche in den Räumen des 
Jobcenters in Mülheim an. Für Kund*innen aus der Ukraine wurden zwischen Januar 
und September 302 dieser Beratungstermine gebucht, die verbleibenden 124 Termine 
nahmen Kund*innen anderer Staatsangehörigkeiten wahr. Die Terminkapazitäten sind

Seite 3 
nicht ausreichend: Auf Grund des großen Bedarfs sind die Slots in der Regel 
unmittelbar nach Freischaltung (rund 3 Monate im Voraus) ausgebucht.  
Auch die Integrationsfachkräfte und Fallmanger*innen können im Rahmen der 
Integrationsarbeit zur Anerkennung ausländischer Abschlüsse beraten; auf Grund der 
komplexen Zuständigkeiten für die berufliche Anerkennung sowie der notwendigen 
Schritte (individuelle Fallklärung, Beibringung von Unterlagen, Erstellung von 
Übersetzungen) handelt es sich oft um langwierige Prozesse.  
Während die erhobenen Daten hierzu nur vorläufig sind, ist über die vergangenen 
Monate ein deutlicher Anstieg von Verfahren sichtbar, in denen 
Anerkennungsprozesse initiiert oder bereits abgeschlossen worden sind. Die 
notwendigen Fachkenntnisse werden jobcenter -intern u.a. im Rahmen von 
themenspezifischen Austauschformaten und eigens erstellten Arbeitshilfen aufbereitet 
und weitergegeben. 
Zukünftig soll auch hier der Prozess beschleunigt werden: Die Beratung zu nicht 
reglementierten Berufen, d.h. Berufen, in denen eine Bewertung oder Anerkennung 
zwar für die qualifikationsadäquate Arbeitsaufnahme sinnvoll, aber nicht rechtlich 
vorgeschrieben ist, wird in Zukunft zusätzlich auch durch das vom Jobcenter 
koordinierte Projekt "Ankommen+" angeboten.  
Quelle: Anerkennungsberatung: Erhebungen Datenqualitätsmanagement des Jobcenter Köln und 
Fachexperte / Fachkraft für Migration im Jobcenter Köln 
 
Durchführung von zielgruppenspezifischen Veranstaltungen 
Zusätzlich zu den Bewerbertagen des gemeinsamen Arbeitgeber-Service (gAG-S), die 
grundsätzlich allen Kund*innen von Agentur für Arbeit und Jobcenter offenstehen, hat 
das Jobcenter Köln in den letzten Monaten auch Veranstaltungen für Ukrainer*innen 
durchgeführt:  
 
Mitte August wurden im Jobcenter Köln zwei Veranstaltungen speziell für ukrainische 
Kund*innen angeboten, um Informationslücken zum Ausbildungssystem in 
Deutschland aufzuarbeiten, aber auch um über eine gezielte Bewerber*innenmesse 
erste Schritte in den Arbeitsmarkt auszuprobieren und spezifische Bedarfe auf dem 
Weg in Arbeit zu erkennen. Die Veranstaltungen wurden am Jobcenter-Standort 
„Wiener Platz“ in Köln Mülheim angeboten und wurden von sechs 
Sprachmittler*innen des Jobcenter Köln begleitet. 
  
Berufsorientierungstage für junge Menschen am 16. und 17. August 2023 
Am 16. und 17. August wurden Berufsorientierungstage für junge Ukrainer*innen 
unter 25 Jahren angeboten – ein gemeinsames Angebot der Agentur für Arbeit Köln 
und des Jobcenters Köln. Zielgruppe waren insbesondere junge Menschen, bei 
denen aus Sicht des Jobcenters weitere Informationen, insbesondere zur Ausbildung, 
sinnvoll sind, da sich das ukrainische (Aus-)Bildungssystem in vielen Teilen von den 
Prozessen in Deutschland unterscheidet. Dazu wurden etwa 500 junge Menschen 
angeschrieben, die über die Online-Terminvergabe des Jobcenters Köln zwischen 
verschiedenen Terminen wählen konnten. In Verbindung mit einer zusätzlichen 
Telefonaktion haben etwa 200 Kund*innen das freiwillige Angebot wahrgenommen. 
  
Ziel der Veranstaltung war es, den Jugendlichen das deutsche Ausbildungssystem – 
insbesondere die duale Ausbildung - näherzubringen und sie für den deutschen 
Arbeitsmarkt fit zu machen. (Der Begriff „Ausbildung“ hat im ukrainischen System 
einen niedrigeren Stellenwert als in Deutschland). Hauptpunkte waren:

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- Vorstellung des deutschen (Aus-)Bildungssystems, die Möglichkeiten der 
unterschiedlichen Wege in den Beruf und die verschiedenen beruflichen 
Perspektiven 
- individuelle Einzelberatungen durch Berufsberater*innen der Agentur für Arbeit, 
der Integrationsfachkräfte aus dem Jobcenter und Vertreter*innen der IHK und 
FEE e.V.  
- Präsentationen von beispielhaften Ausbildungsberufen durch die KVB und die 
Stadt Köln  
- VR-Brillen zur Berufserkundung und Ausbildungsfilme in der Muttersprache 
- Bewerbungscheck durch das Projekt befit4job des Jobcenter Köln 
 
Fazit: Die Angebote wurden positiv angenommen und intensiv genutzt. Insgesamt 
bestand der Eindruck, dass die Sprachkenntnisse auch unter den jungen Menschen 
auf sehr unterschiedlichem Niveau lagen. Die Begleitung durch Sprachmittler*innen 
war erforderlich. Neben beruflichen Fragestellungen wurden in Einzelberatungen 
insbesondere Spracherwerb, Übersetzung von Unterlagen und 
Anerkennungsverfahren thematisiert. 
  
Bewerbertag am 18. August 2023 
Am 18. August wurde durch den gemeinsamen Arbeitsgeberservice und das 
Jobcenter Köln ein Bewerber*innentag für ukrainische Kund*innen des Jobcenter 
Köln veranstaltet. Dazu wurden 390 Kund*innen eingeladen, die in mehreren Slots 
teilnehmen konnten. Vor Ort waren etwa 180 Kund*innen, davon jedoch auch 
zahlreiche Personen, die nicht gezielt eingeladen worden sind (z.B.: Austausch 
innerhalb der eigenen Kontakte). 
 
Ziel der Veranstaltung war es, ukrainische Kund*innen - nach den ersten Schritten in 
Deutschland und den ersten auslaufenden Sprachförderungen – mit Unternehmen zu 
vernetzen und Beschäftigungsmöglichkeiten auszuloten.  
Die Kernelemente der Veranstaltung waren: 
 
- Start durch einen kurzen Bewerber*innencheck des gemeinsamen 
Arbeitgeberservice  
- anschließend die Möglichkeit 15 Messestände unterschiedlicher Unternehmen zu 
besuchen (z. B. Leonardo Hotels Köln, Bäckerei Kamps, Fenster BOSS, mehrere 
Personaldienstleister, wie z. B.: AIDe, adevis, bhm, bindan GmbH & Co. KG, 
usw.) 
- das Angebot „Stellen2go“ des Arbeitgeberservice 
- individuelle Beratung der Kund*innen durch Integrationsfachkräfte des Jobcenters 
 
Durchschnittlich konnten drei bis vier Fokus-Bewerber*innen pro Unternehmen 
ausgemacht werden. Vor Ort wurde zurückgemeldet, dass die Sprachkenntnisse der 
Teilnehmer*innen in vielen Fällen noch gering sind und dass häufig der Sprachkurs 
noch läuft bzw. im Fokus liegt.  
 
In der Nachfassung der Veranstaltung unter den Unternehmen (Rückmeldungen 
liegen jedoch noch nicht vollständig vor) konnte trotz teilweiser Anbahnung einer 
Beschäftigung, bisher keine Ad-hoc-Integration realisiert werden. Aus Sicht der 
Unternehmen bestätigte sich, dass vielfach der Spracherwerb und der fortführende 
Spracherwerb im Fokus der Teilnehmer*innen steht. Fehlende Sprachkenntnisse, 
wenig Flexibilität bei der Tätigkeit (oftmals der Wunsch genau dasselbe zu tun, was

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im Heimatland gemacht wurde und eine sehr genaue Vorstellung zu 
Beschäftigungszeiten) erschweren eine Integration. 
 
In einer Stichprobe von etwa 50 Kund*innen hat sich ein ähnliches Bild unter den 
Teilnehmer*innen ergeben. Ein überwiegender Teil möchte den Spracherwerb 
fortsetzen, auch um möglichst nah im Bereich der Ursprungsqualifikation zu arbeiten. 
Darüber hinaus fehlt die zeitliche Flexibilität aufgrund Mehrfachbelastungen durch 
Spracherwerb, Beschäftigungszeiten und in vielen Teilen Kinderbetreuung. Bei etwa 
70% der Befragten war die Passgenauigkeit zwischen angebotenen Stellen und 
eigener Qualifikation und Berufserfahrung nicht ausreichend. Die Umfrage ergab 
jedoch auch, dass die Veranstaltung nahezu bei allen als bereichernd empfunden 
wurde, um den Arbeitsmarkt besser zu verstehen. Gewünscht wurden durchaus 
Minijob-Angebote, um neben dem Spracherwerb tätig zu werden.  
 
Das Angebot „Stellen2go“ des gemeinsamen Arbeitgeberservice wurde stark 
frequentiert. Die individuelle Beratung durch die Integrationsfachkräfte vor Ort wurde 
ebenfalls rege genutzt, dabei wurden zum Teil integrative Förderungen für den 
Campus Arbeit und das damals bevorstehende JobSpeedDating des Jobcenter Köln, 
Spracherwerb, Übersetzung von Unterlagen und Anerkennungsverfahren realisiert 
und angestoßen.  
 
Fazit:  
(Weiterführende) Sprachförderung ist die Priorität des Teilnehmer*innenkreises. Die 
Vorauswahl der Bewerber*innen, die Stellenpassung, die zeitliche Vereinbarkeit und 
der Sachstand der Sprachförderung müssen bei zukünftigen Veranstaltungen 
nochmals geschärft werden. 
 
Für die nahe Zukunft sind weitere Formate für die Zielgruppe geplant. Die 
Teilnehmer*innen sollen dann vorab erfahren, dass die Sprachkompetenz vor allem im 
Arbeitsprozess erweitert werden kann.  
 
Zusammenarbeit mit weiteren Akteuren 
Zur Situation von Geflüchteten in Köln, auch jenen aus der Ukraine, befindet das 
Jobcenter sich im regelmäßigen Austausch mit den relevanten Ämtern der Stadt Köln 
sowie mit Akteur*innen der hiesigen Willkommenskultur, u.a. im Rahmen der 
monatlichen Ehrenamtsveranstaltung von Agentur für Arbeit und Jobcenter. 
 
In der Anlage 2 werden einige Beispiele aus der Praxis dargestellt. 
4. Informationen zum Kölner Geschichtenhaus 
Das Kölner Geschichtenhaus Mobil ist ein Projekt der Begegnung, des Austauschs mit 
Geschichten aus und über  Köln. Historische und gesellschaftliche Themenbereiche 
werden mit direktem Kölner Bezug in lebendig inszenierten Szenen interaktiv erlebbar 
gemacht. 
 
Die Projektidee des Kölner Geschichtenhauses wurde 2019 vom Projektleiter des 
Bremer Geschichtenhauses im Jobcenter Köln vorgestellt. Das Jobcenter Köln stand 
von Anfang an beratend zur Seite und stellte den Kontakt zur Kölner Trägerszene und 
der Stadt Köln her.

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Zum 01.01.2023 wurde das Projekt als Arbeitsgelegenheit nach § 16d SGB II mit 20 
Teilnehmer*innenplätzen beim Träger Zug um Zug e.V. durch das Jobcenter Köln 
implementiert. Eine Teilnahme ist in den Bereichen Darstellung/Schauspiel, 
Bühnenbau/Bühnenbild, in der Kostümwerkstatt und in der Verwaltung möglich. 
 
Während das Bremer Geschichtenhaus als Touristenattraktion fest in die Altstadt 
integriert wurde, ist das Projekt in Köln mobil konzipiert, so sind Aufführungen 
grundsätzlich an allen öffentlichen Plätzen und Veranstaltungsorten in Köln möglich. 
 
Die Teilnehmer*innen entwickeln die Themen aus der Kölner Stadtgeschichte für die 
Bühnenaufführungen mit Unterstützung des Trägers selbst. Aus unterschiedlichen 
Blickwinkeln werden Erzählungen wie z.B. der Bau des Kölner Doms einstudiert. Im 
Handwerksbereich werden entsprechende mobile Kulissen gebaut und die 
Kostümwerkstatt erarbeitet die passenden Kleidungsstücke. 
 
Der Unterschied zu einer „regulären“ A rbeitsgelegenheit besteht in der Verknüpfung 
zweier wesentlicher gesellschaftlicher Aufgaben als Lern -, Erfahrungs - und 
Begegnungsort: Für die Teilnehmer*innen ist es ein Ort der Selbstver gewisserung, 
Entwicklung und Erprobung der eigenen Fähigkeiten  und der arbeitsmarktlich 
relevanten Förderung ihrer Beschäftigungsfähigkeit. Für die Besucher*innen ist es ein 
barrierefreies Angebot der kulturellen Bildung zum Thema Kölner Geschichte und 
Lebensart. 
 
Am 13.10.2023 fand die erste offizielle Aufführung im Bürgerzentrum Nippes / 
Altenberger Hof statt. Im Beisein von Frau Mendez und Herrn Prof. Dr. Rau erzählten 
die Teilnehmer*innen sehr engagiert und lebendig ihren Teil des geschichtlichen Kölns. 
Von der Rheingräfin bis zum Köbes, eine bunte Vielfalt an Persönlichkeiten dieser 
Stadt.  
 
Das Jobcenter wird das Kölner Geschichtenhaus auch im Jahr 2024 weiterhin als AGH-
Projekt fördern. 
 
 
gez
. Martina Würker 
 
Anlage: 
 
1. Ergebnismonitoring Monat 09/2023 
2. Geflüchtete aus der Ukraine - Praxisbeispiele

Mitteilung Ausschuss

577 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
V/5000 JC 
 
Vorlagen-Nummer 06.11.2023 
 3494/2023 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren 16.11.2023 
 
Bericht des Jobcenter Köln 
 
Die Verwaltung legt dem Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren – auf Wunsch 
des Jobcenter Köln - den folgenden Bericht vor.  
 
 
Anlagen:  
Bericht des Jobcenter Köln 
Anlage 1 zum Bericht des Jobcenter Köln: Ergebnismonitoring September 2023 
Anlage 2 zum Bericht des Jobcenter Köln: Geflüchtete aus der Ukraine – Praxisbeispiele 
 
 
Gez. Dr. Rau

Beratungsverlauf (1)

16.11.2023 Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren
TOP 8.1 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Orte (1)

  • Wiener Platz

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Aktenzeichen
3494/2023
Typ
Mitteilung Ausschuss
Datum
06.11.2023
Erstellt
30.10.2023 13:50