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V/0366/2025

Integriertes Stadtteilentwicklungskonzept Münster-Berg Fidel

Vorlagen 20.05.2025

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Nächste Beratung: Ausschuss für Stadtplanung und Stadtentwicklung, Sitzung am 26.06.2025, TOP 5.9

Anlage 1: Integriertes Entwicklungskonzept Berg Fidel

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Berichtsvorlage

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Anlage 2: A-R/0085/2018 der SPD-Fraktion vom 03.12.2018 (V/0184/2019) "Münster für alle - Städtebauförderung - Soziale Stadt für Berg Fidel beantragen"

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Anlage A

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Anlage 1: Integriertes Entwicklungskonzept Berg Fidel

243987 Zeichen

Stadtplanungsamt
Integriertes Entwicklungskonzept  
Münster-Berg Fidel
Beiträge zur Stadtforschung, Stadtentwicklung, Stadtplanung
„Berg Fidel - lebendig - grün - urban“
Integriertes Entwicklungskonzept Berg Fidel

Inhalt  
1. Einleitung ................................................................................1 
1.1. Handlungsrahmen / Planungsanlass ................................ ................................ ........... 1 
1.2. Auftrag aus den parlamentarischen Gremien ................................ ..............................  3 
1.3. Ablauf des Verfahrens................................ ................................ ................................ . 3 
1.4. Beteiligungsprozess ................................ ................................ ................................ .... 5 
2. Grundlagen .............................................................................9 
2.1. Lage im Stadtgefüge ................................ ................................ ................................ ... 9 
2.2. Abgrenzung des Untersuchungsgebietes ................................ ................................ ...10 
2.3. Geschichte des Stadtteils ................................ ................................ ...........................10 
2.4. Zukünftige Entwicklung gem. Flächennutzungsplan und anderer Planwerke .............12 
3. Statistik .................................................................................18 
3.1. Wohnberechtigte Bevölkerung / Bevölkerungsentwicklung ................................ ........19 
3.2. Altersstruktur ................................ ................................ ................................ ..............20 
3.3. Altersstruktur nach Migrationsvorgeschichte in Münster gesamt / Berg Fidel .............21 
3.4. Wohnberechtigte Bevölkerung nach Staatsangehörigkeit ................................ ..........21 
3.5. Haushaltstypen / Haushaltsgrößen ................................ ................................ ............22 
3.6. Soziale Bevölkerungsindikatoren Berg Fidel gesamt ................................ ..................23 
3.7. Bevölkerungsprognose ................................ ................................ .............................. 25 
3.8. Arbeitslosigkeit / Transferleistung ................................ ................................ ..............25 
3.9. Bautätigkeit in Berg Fidel ................................ ................................ ...........................26 
3.10. Gesundheit ................................ ................................ ................................ ..............27 
3.11. Fazit Statistik................................ ................................ ................................ ............30 
4. Stadtteilanalyse ....................................................................31 
4.1. Wohnen / Städtebau ................................ ................................ ................................ ..31 
4.2. Klimaschutz / Klimaanpassung ................................ ................................ ..................36 
4.3. Nahversorgung ................................ ................................ ................................ ..........40 
4.4 Arbeitsmarkt ................................ ................................ ................................ ................44 
4.5. Mobilität ................................ ................................ ................................ .....................45 
4.6. Bildung / Betreuung / Erziehung / Beratung ................................ ............................... 53 
4.7. Freizeit / Kultur ................................ ................................ ................................ ...........59 
4.8. Miteinander / Integration ................................ ................................ ............................60 
4.9. Sport / Bewegung ................................ ................................ ................................ ......62 
4.10. Gesundheit ................................ ................................ ................................ ..............67 
4.11. Öffentlicher Raum / Parks / Spielplätze ................................ ................................ ....70 
4.12. Sauberkeit / Sicherheit ................................ ................................ .............................78 
4.13. Fazit der Stadtteilanalyse ................................ ................................ .........................80 
5. Übersicht der Stärken und Schwächen ................................83 
Allgemeine Einschätzung ................................ ................................ ................................ ..83 
1  Wohnen / Städtebau ................................ ................................ ................................ .....83 
2  Klimaschutz / Klimaanpassung ................................ ................................ .....................85 
3  Nahversorgung / Arbeitsmarkt ................................ ................................ .......................85 
4  Mobilität ................................ ................................ ................................ ........................86

5  Bildung / Betreuung / Erziehung / Beratung ................................ ................................ ..87 
6  Kultur / Freizeit ................................ ................................ ................................ ..............87 
7  Miteinander / Integration ................................ ................................ ............................... 88 
8  Sport / Bewegung ................................ ................................ ................................ .........89 
9  Gesundheit ................................ ................................ ................................ ...................90 
10  Öffentliche Räume / Parks / Spielplätze ................................ ................................ ......91 
11  Sicherheit ................................ ................................ ................................ ....................92 
12  Sauberkeit ................................ ................................ ................................ ...................92 
6. Maßnahmenkonzept / Projektsteckbriefe .............................94 
7. Umsetzung / Organisation ..................................................129 
8. Ausblick ..............................................................................131 
9. Anhang ...............................................................................134 
Impressum ..............................................................................140

1 
 
1. Einleitung  
1.1. Handlungsrahmen / Planungsanlass 
 
Berg Fidel ist ein ausgesprochen interkultureller, vielfältiger Stadtteil, gekennzeichnet 
durch ein breites Spektrum an unterschiedlichen Lebens- und Wohnformen. Menschen 
aus unters chiedlichen Nationen und Religionszugehörigkeiten prägen das Leben in 
dem südlich an die Innenstadt angrenzenden Stadtteil. 
Im Vergleich mit anderen Münsteraner Stadtteilen weisen die Bevölkerungsindikato-
ren in einigen Quartieren des Stadtteils vielfach negativ abweichende Werte auf. So-
ziale Probleme ergeben sich u.a. durch einen hohen Arbeitslosenanteil mit hoher Ju-
gendarbeitslosigkeit oder einer hohen Quote an von Armut betroffenen Menschen.  
 
Der Stadtteil leidet seit vielen Jahren unter einem schlechten Image. Faktoren, die den 
Ruf negativ beeinflussen, sind u.a. Probleme mit der Sauberkeit und Sicherheit  vor 
Ort. Auch die Gestaltung des Stadtteilzentrums südlich der Hogenbergstraße ist unat-
traktiv und lädt nicht zum Verweilen ein. 
Zudem bestehen vielfältige bauliche Missstände in den Mehrfamilienhäusern und 
Großwohnsiedlungen hinsichtlich der Instandhaltung und der energetischen  Stan-
dards. Daneben hat  die teilweise einseitige Belegungspolitik der ansässigen Woh-
nungsgesellschaften zu einer Konzentration sozialbelasteter Bevölkerungsgruppen 
geführt und damit die überwiegend schwierige Wohnsituation der Mieterschaft noch 
verschärft. 
 
Das vorliegende Integrierte Entwicklungskonzept (InSEK) verfolgt das Ziel, mit einem 
breit aufgestellten Katalog von Maßnahmen, d en derzeit bestehenden Missständen 
entgegenzuwirken. Das wichtigste Ziel dieses InSEKs für den Stadtteil Berg Fidel liegt 
aber weder i n der Erarbeitungsphase , noch in dem nun vorliegenden Abschlussbe-
richt. Der entscheidende Schritt, der jetzt  auf Basis des InSEKs  folgen muss, ist die 
Umsetzung der gemeinsam erarbeiteten M aßnahmen und Projekte. Erst dann ist ein  
spürbarer Mehrwert für die Bewohnerschaft zu erwarten: D.h. die derzeitigen Problem-
lagen im sozialen Bereich und in der Wohnsituation in den Großwohnsiedlungen müs-
sen deutlich reduziert werden. Hierfür – und gleichsam auch für weitere Aufwertungs-
maßnahmen in den anderen aufgelisteten Handlungsfeldern – ist ein langfristiges Zu-
sammenwirken verschiedener Akteurinnen und Akteure notwendig. Zu ne nnen sind 
die zu beteiligenden Fachämter der Stadt Münster und Behörden, die Politik vor Ort 
und die heute schon engagierten Akteurinnen und Akteure, die sich regelmäßig im 
Arbeitskreis Berg Fidel intensiv mit aktuellen und langfristigen Aufg aben zur Verbes-
serung der L ebensumstände für alle Altersgruppen im Stadtteil auseinandersetzen. 
Zahlreiche soziale und kirchliche Organisationen sowie städtische Einrichtungen ha-
ben bereits ein gutes Fundament und breites Netzwerk zur Einbindung der Bürger-
schaft aufgebaut. Diese bereits wirksamen Hilfsangebote der unterschiedlichen Akteu-
rinnen und Akteure gilt es zu stärken und weiter auszubauen.  
Darüber hinaus wurde das InSEK Berg Fidel auch gemeinsam mit der interessierten 
Bürgerschaft in einem interaktiven Prozess – in mehreren Beteiligungsschritten – er-
arbeitet. Als „Quartiersexpertinnen und Quartiersexperten“ haben die Bewohnerinnen 
und Bewohner wesentlich zum Entstehen des InSEKs beitragen.  
Durch diese Einbindung und de n gleichzeitigen Fokus auf Bevölkerungsgruppen mit 
bisher wenig „Beteiligungsübung“ soll zudem eine  stärkere Identifikation mit dem 
Stadtteil erzielt werden.

2 
 
Dieser partizipative Ansatz aus der Erarbeitungsphase des InSEKs soll auch in darauf-
folgenden Abwägungs- und Entscheidungsprozessen weitergeführt werden. Alle be-
reits im Stadtteil engagierten Akteurinnen und Akteure sowie Bewohnerinnen und Be-
wohner können die bevorstehende Umsetzungsphase unterstützen.  
 
Für alle Beteiligten bedeutet eine erfolgreiche Umsetzung der Maßnahmen und Pro-
jekte aus dem InSEK ein großes, und vor allen Dingen langfristiges Engagement – 
häufig auch zusätzlich zu den eigentlichen beruflichen Herausforderungen. Eine Stadt-
teilkümmerin des Stadtplanungsamtes und eine Quartiersmanagerin von Münster Mar-
keting nehmen hier eine unterstützende Funktion ein.  
 
Das InSEK ist als dynamischer Prozess zu verstehen. Dadurch können auch bisher 
nicht beteiligte Bürgerinnen und Bürger sowie Akteurinnen und Akteure mit ihren indi-
viduellen Aufgabengebieten und Interessen im Laufe des weiteren Umsetzungspro-
zesses noch einbezogen werden. 
 
Folgende Themen sollen vorrangig betrachtet werden:  
 
 
 
  
 Wohnen / Städtebau 
 Klimaschutz / Klimaanpassung 
 Nahversorgung / Arbeitsmarkt 
 Mobilität 
 Bildung / Betreuung / Erziehung / Beratung 
 Miteinander / Integration 
 Freizeit / Kultur 
 Sport / Bewegung 
 Gesundheit 
 Öffentliche Räume / Parks / Spielplätze 
 Sauberkeit / Sicherheit

3 
 
1.2. Auftrag aus den parlamentarischen Gremien  
 
Der frühere Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wohnen hat 
die Verwaltung damit beauftragt, für den Stadtteil Berg Fidel ein InSEK zu erstellen. 
Neben der Darstellung der aktuellen Ausgangss ituation im Stadtteil und potenz ieller 
Maßnahmen sollte das Konzept auch als Grundlage zur Beantragung von Fördermit-
teln aus dem Förderprogramm „Soziale Stadt“ gemäß Städtebauförderrichtlinie NRW 
dienen. 
 
Mit dem Jahr 2020 änderten Bund und Länder die  Programmstruktur in der Städte-
bauförderung. Das Programm „Soziale Stadt“ wurde in das Programm „Sozialer Zu-
sammenhalt“ überführt. Damit einher ging eine Verlagerung des Programmschwer-
punktes weg von Förderprojekten aus den sozialen Bereichen, hin zu baulichen Pro-
jekten im öffentlichen Raum (Investitionen und investitionsvorbereitende Maßnah-
men und Projekte). Insofern kommt eine Förderung von im InSEK aufgeführten be-
gleitenden Maßnahmen im Rahmen des Programmes „Sozialer Zusammenhalt“  im 
Sozialbereich derzeit nicht zur Anwendung. 
In diesem Zusammenhang sind zukünftig andere Finanzierungsmöglichkeiten aufzu-
zeigen, z.B. durch die jeweiligen zuständigen Ämter über den städtischen Haushalt, 
über spezielle Förderprogramme in den einzelnen Fachdisziplinen  oder andere För-
derprogramme außerhalb der Städtebauförderung.  
 
Das InSEK ist kein abgeschlossener Prozess, sondern muss den  jeweils aktuellen 
Rahmenbedingungen angepasst werden. Die aufgelisteten Maßnahmen- und Pro-
jektvorschläge können durch die parlamentarischen Gremien im Einzelnen beantragt 
und deren Umsetzung durch die Fachämter der Verwaltung im Rahmen ihrer jeweili-
gen Zuständigkeiten, Personal- und Finanzressourcen beauftragt werden. 
Sollten zukünftig Fördermöglichkeiten im Sozialbereich wieder im Rahmen der Städ-
tebauförderung geschaffen werden , kann das jetzt erarbeitete InSEK – ergänzt um 
die notwendigen Aussagen wie Kostenschätzung, Zeitschiene der Realisierung usw. 
– zur Grundlage möglicher Förderanträge werden.  
 
1.3. Ablauf des Verfahrens  
 
Die Erarbeitung des vorliegenden InSEKs für Berg Fidel erfolgte in der Zeit zwischen 
dem 1. Quartal 2021 und dem 1. Quartal 2024. Besonders im Fokus stand dabei die 
intensive Beteiligung: Der Bewohnerschaft, der verschiedenen Akteurinnen und Ak-
teure vor Ort, der Vertreterinnen und Vertreter der Institutionen und Vereine, der Mit-
glieder der Bezirksvertretung Hiltrup  und der betroffenen Fachverwaltung.  Bedingt 
durch die Corona-Pandemie konnte ein Großteil der öffentlichen Veranstaltungen in 
den Jahren 2021 und 2022 nur unter erschwerten Bedingungen in Präsenz durchge-
führt werden, was die Effektivität der Beteiligungsformate und den zeitlichen Verfah-
rensverlauf beeinträchtigt bzw. verzögert hat. 
 
Ergänzend dazu wurde bereits im Erarbeitungsprozess in der Phase der Abstimmung 
und Auflistung der konkretisierten Maßnahmen - und Projektvorschläge mit den be-
treffenden Fachämtern und den Sozialverbänden vor Ort deutlich, dass aufgrund der 
derzeit eingeschränkten Personal- und Finanzressourcen nur eine begrenzte Anzahl 
von Maßnahmen in das InSEK aufgenommen werden kann.

4 
 
Abb. 1: Erarbeitungsschritte Integriertes Stadtteilentwicklungskonzept Berg Fidel 
 
Bild: Stadt Münster

5 
 
1.4. Beteiligungsprozess  
Startgespräch mit den Fachämtern  
Als Ei nstieg in den gemeinschaftlichen Arbeits prozess fand mit den beteiligten 
Fachämtern ein Austausch über bereits laufende und geplante Projekte im Untersu-
chungsgebiet im Rahmen ihrer jeweiligen Zuständigkeit statt. Auf der Grundlage dieser 
Startgespräche konnten erste Stärken, Schwächen und Handlungsbedarfe aus ver-
waltungsinterner Sicht zusammengestellt und ausgewertet werden. 
Abstimmung mit den parlamentarischen Gremien  
Zur Begleitung des Erarbeitungsprozesses wurde ein Interfraktioneller Arbeitskreis mit 
jeweils einem Mitglied der in der Bezirksvertretung Münster-Hiltrup vertretenen Frakti-
onen, dem Bezirksbürgermeister, der Projektleitung – und nach Bedarf auch mit Ver-
treterinnen und Vertretern der Fachämter – gebildet. Die Mitglieder des Arbeitskreises 
haben idealerweise einen engen Bezug zum Stadtteil und zur Stadtteilbevölkerung, da 
sie im Stadtteil leben oder hier berufstätig sind und zudem auch in  den unterschied-
lichsten Akteursgruppen vernetzt sind.  
In diesen Zusammenkünften wurden aktuelle Themen des InSEKs diskutiert und der 
weitere Verfahrensverlauf abgestimmt. Die Diskussionsergebnisse wurden durch die 
Mitglieder des Arbeitskreises in die jeweiligen Fraktionen der Bezirksvertretung Müns-
ter-Hiltrup rückgekoppelt.  
Öffentlichkeitsbeteiligung / Öffentlichkeitsarbeit  
 
In Zusammenarbeit mit den Fachämtern wurde ein Fragebogen auf der Grundlage des  
verwaltungsinternen Startgespräches und seiner Auswertung zur Befragung von 
Schlüsselpersonen erstellt. Diese Abfrage fand digital statt. Von  Vertreterinnen und 
Vertretern von Vereinen, Kirchen, Bürgerinitiativen, Sozialverbänden, der sozialen In- 
frastruktureinrichtungen wie der PRIMUS-Schule, Kitas, Wohnungsgesellschaften etc. 
wurde der Fragebogen bearbeitet und anschließend von der Projektleitung ausgewer-
tet. Auffallend war, dass sich ein Großteil der südlich der Umgehungsbahnlinie woh-
nenden Schlüsselpersonen nicht zu Berg Fidel, sondern eher zu Hiltrup zugehörig füh-
len und dementsprechend den Fragebogen nicht beantwortet haben. 
 
In dem Stadtteilhaus Lorenz-Süd wurden unter dem Motto: „Informativ und interaktiv“ 
öffentliche Auftaktveranstaltungen mit neun Themenstationen, teilweise betreut von 
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Fachverwaltung, durchgeführt. Für die Bürger-
schaft bestand nach einer allgemeinen Einführung in Ziel und Verlauf des Verfahrens 
zur Erstellung des InSEKs die Möglichkeit, Notizen mit der eigenen Einschätzung von 
Ausgewählte Beteiligungsformate  
 Startgespräche mit den Fachämtern 
 Abstimmung mit den parlamentarischen Gremien 
 Öffentlichkeitsarbeit 
 Befragung von Schlüsselpersonen 
 Auftaktveranstaltung mit neun Themenstationen  
 Schülerschaft der PRIMUS-Schule „#Stadtsache“ 
 Haushaltsbefragung

6 
 
Stärken und Schwächen im Stadtteil sowie eigene Ideen zur Verbesserung auf Stell-
wänden zu platzieren. Bei Bedarf wurden die Anwesenden von Sprach- sowie Kultur-
mittlerinnen und -mittlern unterstützt.  
Über Plakate, Flyer und die persönliche Ansprache der Bürgerschaft wurde intensiv 
für die Veranstaltung im Stadtteilzentrum geworben. Obwohl viel Wert auf nieder-
schwellige Formulierungen und Mehrsprachigkeit gelegt wurde, war die Beteiligung 
der Stadtteilbevölkerung ausgesprochen gering. 
Bedingt durch die langandauernde Corona -Pandemie und die dadurch auferlegten 
Kontaktsperren war es nicht möglich, die Bewohnerschaft von Berg Fidel zur Vorbe-
reitung der o.g. Beteiligungsformate in das Stadtteilhaus Lorenz-Süd zu einem unge-
zwungenen Austausch einzuladen. Mit einem solchen vorgeschalteten Austausch 
hätte voraussichtlich die Chance bestanden, bereits früher das Interesse der Bewoh-
nerschaft für das InSEK zu wecken. 
 
Abb. 2: Abfrage im Stadtteil mit dem Flyer „Was könnte besser werden?“ 
 
Bild: Sonja Mester 
 
Um im Vorfeld auf die Auftaktveranstaltung durch das Stadtplanungsamt und die zeit-
gleich stattfindende Familienkonferenz durch das Amt für Kinder, Jugendliche und 
Familien in Berg Fidel intensiver aufmerksam zu machen, wurde  das sogenannte 
„Teemobil“ des Stadtteilhauses Lorenz -Süd genutzt. Mit diesem Fahrzeug – einem 
Lasten-E-Bike mit integriertem Angebot an Tee – war es leichter, mit der Stadtteilbe-
völkerung in Kontakt zu treten und das Anliegen der Verwaltung zu erläutern. Darüber 
hinaus war es für die Bewohnerschaft möglich, bereits vor Ort spontan eine erste Mei-
nungsäußerung auf den oben dargestellten Flyern abzugeben.

7 
 
Abb. 3: Beispiel eines Arbeitsergebnisses: Stellwand mit Notizzetteln  
zum Thema „Stärken im öffentlicher Raum, Parks, Spielplätze“ 
 
Bild: Stadt Münster 
 
Die Akteurinnen und Akteure vor Ort, wie z.B. der „Arbeitskreis Berg Fidel “, waren 
innerhalb des Erarbeitungsprozesses sehr an dem Verfahren interessiert und konnten 
im Prozessverlauf wertvolle fachliche Anregungen aufgrund ihres engen Kontaktes zu 
den unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen im Stadtteil geben. Teilnehmende an die-
sem Arbeitskreis sind z.B. Sozialverbände, soziale und kirchliche Einrichtungen, Ver-
eine, Vertreterinnen und Vertreter der Verwaltung, der Schulen und der Kitas sowie 
der Bezirksbürgermeister und die Polizei. 
 
Die Haushaltsbefragung „Leben und Wohnen in Berg Fidel“ sollte Meinungen und 
Anregungen d er Bewohnerinnen und Bewohner des Stadtteils zur Schaffung einer 
breiten Informationsgrundlage für das Verwaltungshandeln ermitteln. Im Juni/Juli 2021 
erhielten ca. 3.000 nach dem Zufallsprinzip ausgewählte Haushalte einen Fragebogen 
zugeschickt. Drei Wochen später folgte eine Erinnerung. Die Befragten konnten alter-
nativ zum Papierfragebogen auch online teilnehmen. Es wurden Werbeplakate in ver-
schiedenen Sprachen aufgehängt, ein kurzes „Erklärvideo“ zum Prozess produziert 
und vor Ort eine Beratung sowie Hilfe zum Ausfüllen angeboten.  
Die Gesamt-Rücklaufquote betrug 17 % (31 % davon Online-Teilnahme). Der Rücklauf 
war – räumlich gesehen – recht unterschiedlich verteilt. Die äußeren Bereiche im 
Stadtteil wiesen eine geringere Beteiligung auf, wohingegen diese im „Kern“ von Berg 
Fidel bei 26 % lag. Die Nicht -Teilnahme dürfte auch auf das von einigen Befragten 
genannte fehlende Bewusstsein, überhaupt in „Berg Fidel“ zu wohnen, beruhen (z.B. 
bei einer räumlichen Nähe zu Hiltrup, s.o.). 
Zusammen mit der PRIMUS -Schule Berg Fidel-Geist und dem Stadtteilhaus Lorenz-
Süd hat Münster Marketing im Sommer 2021 mit Hilfe der App #Stadtsache 100 Kin-

8 
 
der und Jugendliche aus Berg Fidel ihren Stadtteil erkunden lassen und dabei vielfäl-
tige Ideen zur Aufwertung des Stadtteils erhalten. Die Kinder und Jugendlichen haben 
zum einen gezeigt, welche Orte ihnen in Berg Fidel besonders gut gefallen, wo sie 
gerne unterwegs sind und sich mit Freunden treffen. Zum anderen aber auch, wo sie 
sich nicht so wohl oder sicher fühlen und an welch en Stellen etwas fehlt oder wo si e 
sich Verbesserungen wünschen.  Dabei sind zu den Themenbereichen Grün flächen 
und Nachhaltigkeit, Spiel und Sport, Treffpunkte, Kunst- und Kultur sowie Verkehr eine 
Fülle an Ideen und Maßnahmen von den Kindern und Jugendlichen benannt worden.  
Beispielsweise wurden ein Wasserspielplatz und eine Korbschaukel für den Spielplatz 
an der  
Trauttmansdorffstraße angeregt. Diese konnten bereits realisiert werden.  
Eine tabellarische Übersicht mit den wesentlichen Ergebnissen befinde t sich im An-
hang. Weitere Informationen sind unter folgendem Link zu finden : https://stadtsa-
che.de/bergfidel/doku/.  
 
 
Bild: Stadt Münster 
Abb. 4: Unterwegs mit Oberbürgermeister Markus Lewe und Kindern und Jugendlichen der  
PRIMUS-Schule

9 
 
2. Grundlagen  
2.1. Lage im Stadtgefüge  
 
Der Stadtteil Berg Fidel hat ca. 5.900 Einwohnerinnen und Einwohner (Stand 31.12 . 
2024) und grenzt südlich an den Stadtteil Geist / Duesberg an. Die Entfernung zur 
Münsteraner Innenstadt beträgt ca. 4  km. Der Stadtteil ist dem Stadtbezirk Münster-
Hiltrup zugeordnet. Verkehrstechnisch hat der Kernbereich von Berg Fidel eine Be-
sonderheit: Er liegt in einem Dreieck aus der Umgehungsbahnstrecke und den beiden 
Bahnlinien von Münster nach Hamm und Dortmund. Im Nordwesten befindet sich der 
Sternbusch-Park. Im Süden schließen sich die Vennheide  und der Lechtenberger 
Busch an die Trasse der Umgehungs bahn an und bilden die Grenze zum Stadtteil 
Münster-Hiltrup. Etwa mittig verläuft in Nord-Süd-Richtung die Hammer Straße als ein-
zige Haupterschließung. Für Zufußgehende und Radfahrende besteht zusätzlich die 
Möglichkeit über drei B rücken in die angrenzende n Stadtteile oder in das Naherho-
lungsgebiet Vennheide zu gelangen. 
 
Abb. 5: Lage im Stadtgebiet 
  
Bild: Stadt Münster 
Der östlich der Hammer Straße liegende Bereich des Stadtteils ist bis zum Dortmund-
Ems-Kanal vorwiegend gewerblich geprägt. Hier befindet sich auch ein großer Lebens-
mittel-Discounter, der städtebaulich nicht in den Stadtteil Berg Fidel integriert ist und 
sich somit mit seinem  Angebot in erster Linie an Personen mit PKW und  aus einem 
größeren Einzugsbereich richtet.

10 
 
2.2. Abgrenzung des Untersuchungsgebietes 
 
Das wesentlich kleinere Untersuchungsgebiet, auf das sich das InSEK bezieht – das 
Zentrum mit der angrenzenden gemischten Bebauung, dem Sternbusch-Park und dem 
Preußenstadion – wurde in Absprache mit den Mitgliedern des  Interfraktionellen Ar-
beitskreises festgelegt und umfasst nur einen Teilbereich des Stadtteils Berg Fidel. Es 
liegt in dem statistischen Bezirk Münster-Hiltrup und umfasst die Stadtzellen 911 Berg 
Fidel, 912 Stadion und 343 Sternbusch. Abgegrenzt wird das Untersuchungsgebiet im 
Norden und Westen durch die Trasse der Bahnverbindung Münster-Dortmund, im Os-
ten durch die Hammer  Straße und im Süden durch die T rasse der Umgehungsbahn. 
Hinzu kommt die Fläche des Sternbusch-Parks, der im Nordwesten an die Bahntrasse 
Münster-Dortmund angrenzt. 
 
Abb. 6: Eingrenzung des Untersuchungsgebietes 
 
Bild: Stadt Münster 
 
2.3. Geschichte des Stadtteils1 
 
Der Raum des heutigen Berg Fidels im Südosten der ehemaligen Bauernschaft Geist 
scheint schon in der jüngeren Bronzezeit (1200 bis 800 v. Christus) besiedelt gewesen 
zu sein, worauf Bodenfunde aus dieser Zeit schließen lassen.  
Der Name Berg Fidel war zunächst nur eine alte Flurbezeichnung, dessen Bedeutung 
nicht eindeutig überliefert ist. Er lässt gleich zwei Bedeutungen zu: Entweder bedeutet 
er „sicherer Berg“ aufgrund der erhöhten Lage des Geländes, oder aber man leitet 
Fidel von „Fidelis“ (lateinisch: Treue) ab. Die zweite angenommene Definition weist 
                                                
1 Ursula Richard-Wiegandt „Münster und seine Stadtteile“, 2005, Hrsg. Stadt Münster – Stadtplanungsamt.

11 
 
darauf hin, dass im Spätmittelalter einige Fürstbischöfe nach ihrer Wahl von ihrer Lan-
desburg Wolbeck in Richtung Münster reisten, um auf dem Berg Fidel von den Mitglie-
dern des Rates der Stadt empfangen zu werden, weil diese  ihrem neuen Bischof als 
Landesherrn einen Treueeid zu schwören hatten. 
 
Nach dem Ersten Weltkrieg lag e in Schwerpunkt des Wohnungsbaus in Münster auf 
dem nördlich an Berg Fidel angrenzenden Gelände der Geist. Hier sollte durch die 
Erschließung von neuem Bauland vor allem der akuten Wohnungsnot begegnet wer-
den. Am Berg Fidel setzten in den frühen 1920er Jahren verstärkt erste Bautätigkeiten 
ein. 1939 existierten im „stadtfernen“ Raum Vennheide bereits über 100 Wohnge-
bäude. 
  
Durch den Zweiten Weltkrieg wurden im Stadtgebiet Münsters neben der historischen 
Altstadt auch große Bereiche der südlichen Innenstadt fast völlig zerstört. Entspre-
chend groß war die damalige Wohnungsnot nicht nur in diesen Quartieren, sondern in 
der Gesamtstadt Münster. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde an die Bautätigkeit im 
Raum Vennheide angeknüpft, da sich die Außenbezirke zu immer beliebteren Wohn-
gebieten entwickelten. 
 
Der Wiederaufbau erfolgte in den darauffolgenden Jahren weitgehend auf der Grund-
lage der a lten Gebäudestrukturen, so dass die Struktur vieler Wohnviertel erhalten 
blieb. Im Gegensatz hierzu wurde die Großsiedlung Berg Fidel auf überwiegend freier 
Fläche in einem Guss von dem Düsseldorfer Architekten  Jochen Kuhn in den 1960er 
Jahren geplant. Innerhalb von neun Jahren wurde auf einer Fläche von ca. 32 Hektar 
auf der Grundlage eines städtebaulichen Wettbewerbs  ein neues Wohnquartier reali-
siert. Architekt Jochen Kuhn entwickelte für dieses innovative Siedlungsprojekt ein ge-
ometrisches Ordnungssystem , welches dem damaligen Leitbild „Urbanität durch 
Dichte“ entsprach. Der 1964 ausgelobte Wettbewerb sah zunächst die Errichtung von 
800 Wohneinheiten vor. Die Bebauungsdichte wurde damals allerdings zur Steigerung 
der Wirtschaftlichkeit auf 1.250 Wohneinhe iten erhöht, anderenfalls hätte sich der 
enge Finanzierungsrahmen für den öffentlich geförderten Wohnungsbau nicht darstel-
len lassen (ca. 70 % der Wohnungen wurden öffentlich gefördert). Die Altenwohnein-
richtung Haus Simeon entstand Mitte der 70er Jahre. 
Abb. 7: Modell des städtebaulichen Wettbewerbs 
 
Bild: Fritz von Poblotzki

12 
 
Wegen der relativ massiven Bebauung legte man besonderen Wert auf die  Grünpla-
nung. Die Stadt beauftragt e für die Grün planung den Gartenarchitekten Professor 
Günther Grzimek. Anhand seines Rahmenplans entwickelten die Gartenarchitekten 
Wagenfeld und Boyer anschließend detaillierte Ausführungspläne, die für die Bauträ-
ger verbindlich waren. 
Anfänglich lebten etwa 4.000 Menschen in den Neubauwohnungen. Bevor man in die 
Detailplanungen für die Großsiedlung einstieg, wurden die naturräumlichen Gegeben-
heiten, wie beispielsweise die Eichenallee des heutigen Hülsenbusches oder das 
Baumrondell, zum Teil noch Überbleibsel einer historischen Hofanlage, unte r Natur-
denkmalschutz gestellt, um diese stadtbildprägenden Elemente zu erhalten.  
 
Abb. 8: Blick in die Hülsenbuschallee 
                                          
Bild: Stadt Münster 
 
Die in vorangegangenen Planungskonzepten entstandene Idee, Wohnen und Arbeiten 
nahe und störungsfrei nebeneinander anzusiedeln und so der berufstätigen Bevölke-
rung weite Anfahrtswege zu ersparen, wurde weiterverfolgt: In unmittelbarer Nachbar-
schaft zu Berg Fidel wurden seit den 1960er Jahren die beiden großflächigen Gewer-
begebiete Höltenweg und Siemensstraße ausgebaut. 
 
2.4. Zukünftige Entwicklung gem. Flächennutzungsplan und anderer 
Planwerke 
 
Der zuletzt 2004 für das gesamte Stadtgebiet Münster fortgeschriebene Flächennut-
zungsplan (FNP) weist aktuell für Berg Fidel keine neuen Siedlungsflächen auf.  
 
Änderungen des FNP seit 2004 
 
Seit der Fortschreibung 2004 wurden im Stadtteil Berg Fidel folgende  weiteren FNP-
Änderungsverfahren durchgeführt:  
2009 wurde das Verfahren zur 24. Änderung des FNP wirksam, mit der im Bereich 
Sonnenbergweg eine bisher dargestellte Fläche für die Landwirtschaft in ein Gewerbe-
gebiet (GE) umgewidmet wurde. Ergänzend wurde eine bisher dargestellte Fläche für

13 
 
Bahnanlagen in eine Grünfläche mit der Zweckbestimmung „Maßnahmen zum Schutz, 
zur Pflege und zur Entwicklung von Boden, Natur und Landschaft “ (Ausgleichflächen) 
umgewidmet. 
 
2018 wurde das Verfahren zur 55. Änderung des FNP „Sportpark Berg Fidel“ wirksam, 
mit dem – zusammen mit dem im Parallelverfahren aufgestellten Bebauungsplan Nr. 
568 und basierend auf der Grundlage des fortgeschriebenen Strukturkonzepts „Sport-
park Berg Fidel“ (Stand 26.08.2016) – die Voraussetzungen zur Umsetzung folgender 
Ziele geschaffen werden sollten:  
 Schaffung der Realisierungsoption für ein zweitligataugliches Stadion mit bis 
zu 20.000 Zuschauern (Modernisierung, Optimierung und Aufwertung des be-
stehenden Stadionstandortes).  
 Neubau von überdachten, rückwärtig baulich geschlossenen Sitzplatztribü-
nen; durch den Neubau einer Westtribüne kann der bestehende Immissions-
konflikt zwischen schutzbedürftiger Wohnbebauung und emittierender Sport-
anlage entschärft und gegenüber dem Status Quo verbessert werden.  
 Änderungen bei der An- und Zuordnung der lärmerzeugenden Stellplatzanla-
gen und Entzerrung bzw. Trennung zwischen Stellplatzflächen für einheimi-
sche Fans und Gäste -Fans; Verlegung lärmerzeugender Zu - und Abfahrten 
der Besucher-Parkplätze tendenziell weg von den Wohnbereichen Berg Fi-
dels, um zu einer noch höheren Akzeptanz des Stadionstandortes in der Be-
wohnerschaft am Berg Fidel beizutragen und die wohngebietsnahen Ver-
kehrsbewegungen gegenüber der heutigen Situation merklich zu reduzieren.  
 Erhöhung der Stellplatzkapazitäten im unmittelbaren Stadionumfeld durch 
„mitwachsende“ Hochgaragen (Parkpaletten/Parkhäuser). 
 Bestands- und Flächensicherung für den Tennisclub „Preußen Münster“ und 
den Bereich „Skaterpark“. 
 Erweiterte Bestandssicherung für die Sporthalle Berg Fidel und das Jugend-
zentrum. 
 Neuerrichtung einer Beachvolleyball -Fläche mit vier Spielfeldern für opti-
mierte und flexiblere  sportliche Aktivitäten des USC Münster als Volleyball-
verein.  
 Entwicklung einer öffentlichen Grünfläche mit Aufenthalts-, Erholungs- und 
Spielmöglichkeiten für den Stadtteil – das Areal soll für die Bewohner des 
Stadtviertels Berg Fidel im Sinne eines „Stadtteilparks“ aufgewertet werden. 
Der Stadtteil - bzw. Quartiersbezug eines frei zugänglichen Stadtteilpar ks 
steht dabei im Vordergrund.  
 Ergänzung der vor handenen Trainingsfelder des SCP  durch zwei weitere 
Trainingsplätze, u.a. für den Jugendbereich.  
 Das Wasserversorgungskonzept 2020 (DIPOL -Konzept) der Stadtwerke 
Münster GmbH sieht die Konzentration auf die  beiden Wasserwerke Hohe 
Ward und Hornheide / Haskenau vor. Die übrigen Wasserwerke sollen mit der 
sukzessiven Neustrukturierung der Wasserversorgung schrittweise außer Be-
trieb genommen werden. Dabei wird auch das Wasserwerk Geist mit seinem 
Teil-Standort „Preußen-Stadion“ seinen Betrieb einstellen. 
 
Im Rahmen der 55. Änderung des FNP wurden bisher dargestellte Grünflächen mit 
verschiedenen Zweckbestimmungen überwiegend zu einem Sondergebiet mit der 
Zweckbestimmung „Sportzentrum“ umgewidmet.

14 
 
Bild: Stadt Münster 
 
2019 wurde das Verfahren zur 86. Änderung des FNP „Robert -Bosch-Straße“ wirk-
sam. Das Verfahren wurde parallel zur 1. Änderung des Bebauungsplans Nr. 434 
Abb. 9: Ausschnitt 55. Änderung des Flächennutzungsplans

15 
 
durchgeführt. Mit diesen Änderungen sollten u.a. eine Anpassung der einzelhandels-
bezogenen Festsetzungen des Bebauungsplans an die Zielsetzungen des damals ak-
tuell fortgeschriebenen Einzelhandels - und Zentrenkonzeptes Münster erreicht wer-
den. Konkreter Anlass war e in vorliegender Antrag auf Vorbescheid auf Erweiterung 
eines bereits vorhandenen zentrentypischen Einzelhandelsbetriebs der Branche Fahr-
radbedarf / Motorradbedarf. 
Der Gewerbe - und Industriestandort an der Siemensstraße / Robert -Bosch-Straße 
sollte für den Großraum „Gewerbegebiet Süd“ weiterhin gestärkt und entwickelt wer-
den. Trotz des bereits bestehenden Gewerbe - und Industriegebiets waren Teile der 
Flächen noch unbebaut. Hier sollten zukünftig städtebaulich hochwertigere Büronut-
zungen entstehen können, die zwischenzeitlich weitgehend umgesetzt worden sind. 
Die bisher im nordöstlichen Plangebiet dargestellten Sondergebiete FM1 und FM3 
wurden zu Gewerbegebieten (GE) umgewidmet. Die vorhandenen tatsächlichen Nut-
zungen sind überwiegend auch in einem Gewerbegebiet zulässig. 
 
Aktuell wird das Verfahren zur 88. Änderung des FNP „Feuer- und Rettungswache 3 
und Sicherung des 2. Grünrings“ im Stadtteil Berg Fidel  durchgeführt. Zusammen mit 
der Aufstellung des Bebauungsplans Nr. 627 sollen im Wesentlichen die planungs-
rechtlichen Voraussetzungen zur Errichtung der Feuer - und Rettungswache 3 im Be-
reich östlich der Straße Hohe Geest sowie zur Errichtung eines erforderlichen Regen-
rückhaltebeckens im Bereich nördlich Merkureck geschaffen werden. Ergänzend soll 
eine Teilfläche des 2. Grünrings der Grünordnung Münster mit ihrer Funktion als öko-
logischer Ausgleichsraum im südlichen Teil des Plangebiets östlich der Hohen Geest 
gesichert werden.

16 
 
 
Bild: Stadt Münster  
Regionalplan 
Der geltende „Regionalplan Münsterland “ wurde am 16.12.2013 vom Regionalrat 
Münster aufgestellt und am 27.06.2014 von der Landesplanungsbehörde Nordrhein -
Westfalen bekannt gemacht. Seit dem 16.02.2016 wird der Regionalplan durch den 
Sachlichen Teilplan Energie ergänzt, seit dem 24.10.2018 zusätzlich durch den Sach-
lichen Teilplan Kalkstein. Der Regionalplan bildet mit seinen Darstellungen von Sied-
lungsflächen den Rahmen für die Ausweisung von zukünftigen Siedlungsflächen im 
FNP der Stadt Münster.  
Der aktuelle Regionalplan enthält im Stadtteil Berg Fidel keine potenziellen Siedlungs-
flächen, die über die Siedlungsflächendarstellungen des FNP hinausgehen.  
Aktuell befindet sich das Verfahren zur „Änderung des Regionalplans Münsterland zur 
Anpassung an den Landesentwicklungsplan (LEP) NRW“ in der Auf stellung. Der ver-
öffentlichte Entwurf zur Änderung des Regionalplans Münsterland sieht im Stadtteil 
Legende (reduziert)  
 Wohnbaufläche 
 Gemischte Baufläche 
 Gewerbliche Baufläche 
 Gewerbegebiet 
 Industriegebiet 
 ohne Entwicklung 
 Sondergebiet Zweck  
  
 Autobahn oder Autobahn-
ähnliche Straßen 
 
Sonstige überörtliche oder 
Örtliche Hauptverkehrsstra-
ßen  
 Örtliche Parkflächen 
 Park und Ride – Anlagen  
  
 Flächen für den Gemeinbe-
darf 
 Flächen für  
Ver- und Entsorgung 
 Grünflächen 
 Wasserflächen  
 Flächen für die Landwirt-
schaft 
 Flächen für Wald 
  
 Fläche für Bahnanlagen 
 Dortmund-Ems-Kanal  
Die erweiterte Legende zum 
Flächennutzungsplan finden 
Sie unter diesem Link:  
https://geo.stadt-muens-
ter.de/webgis/html/fnp_le-
gende/legende_fnp.pdf 
Abb. 10: Ausschnitt aus dem Flächennutzungsplan (Stand: 05.04.2024)

17 
 
Berg Fidel einen Potenzialbereich für Allgemeine Siedlungsbereiche (ASB -P) im Be-
reich des heutigen Wasserwerks Vennheide vor.  
Mit der Vorlage Nr. V/0339/20 23 hat der Rat der Stadt Münster am 20.09.2023 eine 
Stellungnahme zum veröffentlichten Entwurf zur Änderung des Regionalplans Müns-
terland beschlossen. Danach empfiehlt die Stadt Münster auf die Darstellung dieses 
Potenzialbereichs zu verzichten. Dieser Empfehlung ist der Regionalrat jedoch in der 
Überarbeitung des Entwurfs nicht gefolgt. Im integrierten Flächenkonzept Münster 
(IFM), welches der Rat am 11.09.2024 beschlossen hat, ist die Fläche nicht als Sied-
lungspotenzialfläche dargestellt. 
 
Für den Stadtteil Berg Fidel liegt aktuell kein Landschaftsplan vor. Der Landschaftsplan 
Nr. 4 „Davert und Hohe Ward“ befindet sich im Verfahren zur Aufstellung. In einem 
Landschaftsplan sind die örtlichen Erfordernisse und Maßnahmen zur Verwirklichung 
der Ziele und Grundsätze des Naturschutzes und der Landschaftspflege darzustellen 
und rechtsverbindlich festzusetzen. Der Geltungsbereich des Landschaftsplans er-
streckt sich in Nordrhein-Westfalen auf den sogenannten Außenbereich im Sinne des 
Bauplanungsrechts.

18 
 
3. Statistik 
Um darzustellen, dass der Stadtteil Berg Fidel im Vergleich zu der Gesamtstadt bei 
mehreren Indikatoren negativ abweichende Werte aufweist, wurde für einige Daten ein 
Zeitreihenvergleich zwischen Berg Fidel gesamt, den Stadtzellen 911 und 912 sowie  
der Gesamtstadt Münster vorgenommen. Der Bereich des Sternbusch-Parks wurde 
hier nicht statistisch aufgenommen, da dieser zum Untersuchungsgebiet gehörende 
Teil keine Wohnbebauung aufweist. 
 
Abb. 11: Übersicht der Stadtzellen Berg Fidel Gesamt 
 
 Bild: Stadt Münster

19 
 
 
3.1. Wohnberechtigte Bevölkerung / Bevölkerungsentwicklung 
 
Die Bevölkerungsentwicklung in der gesamten Stadt Münster ist seit dem Zweiten 
Weltkrieg positiv. Laut der Statistik lebten zum 31.12.2018 in Münster insgesamt 
310.610 Einwohner, im Jahr 1998 lag die Einwohnerzahl noch bei 279.215. Dies ent-
spricht einem Bevölkerungszuwachs von 11,2 % in einem Zeitraum von 20 Jahren. Am 
Jahresende 2024 waren 322.715 Münsteranerinnen und Münsteraner im Melderegis-
ter verzeichnet.  
Die Bevölkerung im Stadtteil Berg Fidel hat hingegen leicht abgenommen. Zum Stich-
tag 13.12.2018 lebten in Berg Fidel 5.921 Personen. Am 31.12 2024 lag die Einwoh-
nerzahl bei 5.899 Personen. 
Abb. 12: Bevölkerungsentwicklung in Berg Fidel gesamt 
 
Bild: Stadt Münster 
 
 
 
 
Untersuchte Merkmale: 
 
1. Wohnberechtigte Bevölkerung / Bevölkerungsentwicklung 
2. Altersstruktur 
3. Altersstruktur nach Migrationsvorgeschichte in Münster gesamt / Berg Fidel 
4. Wohnberechtigte Bevölkerung nach Staatsangehörigkeit 
5. Haushaltstypen / Haushaltsgrößen in den  
6. Soziale Bevölkerungsindikatoren Berg Fidel gesamt 
7. Bevölkerungsprognose 
8. Arbeitslosigkeit / Transferleistungen 
9. Bautätigkeit in Berg Fidel 
10. Gesundheit

20 
 
3.2. Altersstruktur 
 
In den Stadtzellen 911 und 912 ist der Anteil der Bevölkerung im Alter zwischen 20 
und 39 Jahren jeweils am höchsten. In der Stadtzelle 911 Berg Fidel betrug er 202 3 
25,6 % und in der Stadtzelle 912 30,0 % der jeweiligen wohnberechtigten Bevölkerung.  
 
Auffällig an der Veränderung der Altersstruktur ist der Anteil der 80 und über 80-Jähri-
gen in der Stadtzelle 911 Berg Fidel. Im Vergleich zum Jahr 2014 (100 %) ist der Anteil 
der 80- und über 80 -Jährigen bis zum Jahr 2021  gestiegen und bis zum Jahr 202 4 
wieder leichtgefallen. Diese Veränderung ist in der Stadtzelle 912 Stadion nicht zu be-
obachten. Hier hat sich die Altersstruktur von 2014 bis 2024 nicht signifikant verändert.  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Abb. 13: Bevölkerungsentwicklung nach Al-
tersgruppen in 911 Berg Fidel 
 
 
 
Bild: Stadt Münster 
 
 
 
Abb. 14: Bevölkerungsentwicklung nach Alters-
gruppen in 912 Stadion 
  
 
 
Bild: Stadt Münster

21 
 
3.3. Altersstruktur nach Migrationsvorgeschichte in Münster gesamt / 
Berg Fidel 
  
Im Vergleich der Altersstruktur nach Migrationsvorgeschichte zwischen Münster ge-
samt und dem Stadtteil Berg Fidel ist der Anteil an Deutschen mit Migrationsvorge-
schichte und Ausländern zwischen 0 und 18 Jahren in Berg Fidel erhöht.  
Ein Unterschied in der Altersstrukt ur besteht auch im Anteil der  20- bis 30-Jährigen. 
Im gesamtstädtischen Gebiet ist dieser Anteil der Bevölkerung stärker vertreten als im 
Stadtteil Berg Fidel.  
 
Abb. 15: Altersstruktur nach Migrationsvorgeschichte 2023 (Gesamtstadt und Berg Fidel) 
        
 
 
3.4. Wohnberechtigte Bevölkerung nach Staatsangehörigkeit 
Die Bevölkerungsentwicklung von 2014 bis 2024  stellt dar, dass seit 2014  der Anteil 
der nichtdeutschen Bevölkerung von ca. 19 % auf ca. 27 % angestiegen ist. 
 
Bild: Stadt Münster

22 
 
Abb. 16: Bevölkerungsentwicklung. Anteile der nichtdeutschen Bevölkerung  
 
Bild: Stadt Münster 
 
3.5. Haushaltstypen / Haushaltsgrößen  
 
Der Begriff „Haushalt” wird hier als „Personen, die aufgrund von Indizien, die aus dem 
Melderegister gewonnen wurden, zusammenwohnen und leben” verstanden. Diese so 
zu Haushalten zusammengeführten Personen entsprechen dem Typ des Wohnhaus-
haltes. Der Anteil der Haushalte mit drei oder mehr Personen ist in  Berg Fidel höher 
als in der Gesamtstadt. 
 
Abb. 17: Anteile der Haushaltsgrößen 2024 in Berg Fidel gesamt 
 
Bild: Stadt Münster

23 
 
3.6. Soziale Bevölkerungsindikatoren Berg Fidel gesamt 
 
In Berg Fidel leben im Vergleich zu dem Durchschnitt der gesamten Stadt Münster ca. 
8 % mehr arbeitslose Menschen. Dies spiegelt sich auch im Anteil der SGB II-Empfän-
ger im Alter von 15 - 64 Jahren ( ca. 17 %) und im Alter von 0 - 14 Jahren mit 3 2 % 
wider. Der Anteil der Kinder mi t Migrationsvorgeschichte liegt über 70 %. Dies ent-
spricht einer Differenz von 30 Prozentpunkte n im Vergleich mit dem Gesamtdurch-
schnitt Münsters. Bei allen untersuchten Indikatoren liegt die Bevölkerung von Berg 
Fidel über dem Durchschnitt der gesamten Stadt Münster (Stand 2023) 
 
 
 
Bild: Stadt Münster 
Abb. 18: Bevölkerungsindikatoren 2023 für Münster und für den Stadtteil

24 
 
Abb. 19: Anteile der Kinder mit SGB-II Leistung  
 
Bild: Stadt Münster 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Bild: Stadt Münster  
 
Abb. 20: Bevölkerungsi ndikatoren der Wohnberechtigten  
Bevölkerung im Stadtteil

25 
 
3.7. Bevölkerungsprognose 
Die Prognose für die Bevölkerungsentwicklung von Berg Fidel sieht bis 203 3 einen 
leichten Rückgang voraus. 
  
Abb. 21: Bevölkerungsprognose für 91 Berg Fidel von 2019 bis 2033 
 
Bild: Stadt Münster 
 
3.8. Arbeitslosigkeit / Transferleistung 
 
In den Jahren 2014 bis 2023 war die Anzahl der Arbeitslosen in Berg Fidel schwankend 
und ist im Jahr 2021 bis 2023 leicht gestiegen. Die geringste Anzahl an A rbeitslosen 
wurde im Jahr 2021 verzeichnet.

26 
 
Abb. 22: Arbeitslose in den Stadtzellen in Berg Fidel gesamt 
 
Bild: Bundesagentur für Arbeit 
 
3.9. Bautätigkeit in Berg Fidel 
 
Insbesondere in den Jahren von 2016 bis 2019 wurden viele neue Wohnungen in Berg 
Fidel (gesamter Stadtteil) fertiggestellt. Nach einer sehr niedrigen Fertigstellungsan-
zahl von Mehrfamilienhäusern im Jahr 2020, ist die Anzahl der fertiggestellten  Woh-
nungen in Mehrfamilienhäusern im Jahr 2021 wieder über 30 gestiegen. Von 2024 bis 
2033 wird eine geringe und in etwa gleichbleibende Anzahl an fertiggestellten Woh-
nungen für Berg Fidel prognostiziert. Im Vergleich zu den Mehrfamilienhäusern ist die 
Anzahl der Wohneinheiten im Einfamilienhausbau gering.  
 
Abb. 23: Fertiggestellte und prognostizierte Wohneinheiten von 2011 bis 2033 in Berg Fidel gesamt  
 
KBP: Kleinräumige Bevölkerungsprognose  
EFA: Einfamilienhäuser, MEFA: Mehrfamilienhäuser  
Bild: Stadt Münster

27 
 
3.10. Gesundheit 
 
Zum Gesundheits - und Entwicklungszustand von Kindern werden im Rahmen der 
Schuleingangsuntersuchung und der zahnärztlichen Reihenuntersuchungen in Kitas 
und Schulen umfassende Daten erhoben. Anhand der Daten lassen sich Zielgruppen 
und Sozialräume mit besonderem Bedarf an gesundheitsförderlichen und präventiven 
Angeboten identifizieren. Im Folgenden werden dazu ausgewählte Daten der 
schul(zahn)ärztlichen Untersuchungen des Einschulungsjahrgangs 2023 (Schulein-
gangsuntersuchung) bzw. Kalenderjahres 2022 (zahn ärztliche Reihenuntersuchun-
gen) dargestellt.  
Körperliche Aktivität 
Um Hinweise für besondere Bedarfe hinsichtlich der Motorik de r Einzuschulenden zu 
erhalten, wurde ein Motorik-Score aus den Daten der Schuleingangsuntersuchungen 
berechnet, der sich zusammensetzt aus den drei Teilindikatoren Radfahren, Schwim-
men und Sportförderbedarf. Pro Teilbereich kann ein Kind entweder einen oder keinen 
Punkt bekommen. In der Summe hat somit jedes Kind [0], [1], [2] oder [3] Punkte: 
Für die zu beobachtende Aggregationsebene Stadtteil werden die Punkte der dort le-
benden Kinder addiert und durch die Zahl der Kinder geteilt und aus praktikablen Grün-
den anschließend mit 100 multipliziert: Es ergibt sich damit ein Punktwert zwischen 
minimal [0] und maximal [300]. 
 
Es zeigt sich, dass bei den Kindern in Berg Fidel im Bereich der Motorik ein größerer 
Unterstützungsbedarf besteht als in allen anderen Münsteraner Stadtteilen. 
Teilbereich jeweils 1 Punkt jeweils 0 Punkte 
Radfahren Das Kind kann Rad fahren ohne 
Stützräder. 
Das Kind kann noch nicht Rad 
fahren ohne Stützräder. 
Schwimmen 
Das Kind hat bereits das Seepferd-
chen-Abzeichen oder ein höheres 
Abzeichen erreicht. 
Das Kind hat noch nicht mind. 
das Seepferdchen-Abzeichen 
erreicht. 
Sportförderbedarf Das Kind hat keinen Bedarf an 
Sportförderunterricht gezeigt. 
Das Kind hat im Bereich Sport 
Förderbedarf gezeigt.

28 
 
Abb. 24: Motorik-Fähigkeiten der Schulanfängerinnen und Schulanfänger in Münster nach Stadtteilen  
 
Bild: Stadt Münster 
 
Neben der Prävention von Ertrinkungsunfällen hat die Fähigkeit, schwimmen zu kön-
nen – wie die sportliche Betätigung generell – große Bedeutung für die Gesundheit 
und Entwicklung von Kindern. Nicht zu unterschätzen ist dabei auch der Faktor Frei-
zeitspaß/-aktivität mit Gleichaltrig en. Bezogen auf Berg Fidel zeigen die Daten der 
Schuleingangsuntersuchungen, dass die Schwimmfähigkeit dort verglichen mit Ge-
samt-Münster weniger gut ausgeprägt ist. Nur ein Kind der 64 Kinder des Einschu-
lungsjahrgangs 2023 in dem Stadtteil hat nach Angaben der Eltern zum Zeitpunkt der 
Schuleingangsuntersuchung bereits das Schwimmabzeichen „Seepferdchen“ oder ein 
höheres erworben, im gesamten Stadtgebiet sind es knapp 20% der Kinder. Auch die 
Quote der Kinder, die zum Befragungszeitpunkt aktuell einen Schwimmkurs absolvier-
ten, ist in Berg Fidel nur knapp halb so groß wie in Gesamt-Münster. 
 
 
Quelle: Stadt Münster 
 
Tab 1: Daten zur Schwimmfähigkeit der Einschulungsuntersuchungen 2023 
 Schwimmfähigkeit lt. Elternangabe 
 Gesamt Sicher 
schwimmen 
Nicht sicher 
schwimmen 
Nicht sicher 
schwimmen, 
aber z.Zt. 
Schwimmkurs 
Nicht sicher 
schwimmen, 
Warten auf 
Schwimmkurs 
 n n % n % n % n % 
Berg Fidel 64 3 4,7 50 78,1 7 10,9 4 6,3 
Münster gesamt 2782 679 24,4 1172 42,1 666 23,9 265 9,5

29 
 
Tab 2: Erworbene Schwimmabzeichen 
 
 
 
 
 
 
 
 
Quelle: Stadt Münster 
Körpergewicht 
Übergewicht und Adipositas im Kindesalter führen nicht selten bereits im Kindes- und 
Jugendalter zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen sowie zu einer höheren Wahr-
scheinlichkeit für Erkrankungen im Erwachsenen alter. Außerdem sind Übergewicht 
und Adipositas bei Kindern und Jugendlichen mit einer erheblichen Einschränkung der 
Lebensqualität sowie mit einem höheren Risiko für Mobbing verbunden [vgl. RKI 
2018]. Die Auswertung der Gewichtsdaten bei den Schuleingangsuntersuchungen 
zeigt, dass sowohl der Anteil an Kindern mit Übergewicht als auch der mit Adipositas 
im Einschulungsjahrgang 2023 größer ist als jeweils der gesamtstädtische Durch-
schnitt. 
 
Tab 3: Daten zum Körpergewicht der Einschulungsuntersuchungen 
 
 BMI Perzentilen nach Kromeyer-Hauschild 
Gesamt Kein Übergewicht 
(≤ 90. Perzentile) 
Übergewicht 
(> 90. – 97. 
Perzentile) 
Adipositas 
(> 97. 
Perzentile) 
 n n % n % n % 
Berg Fidel 64 54 84,4 7 10,9 3 4,7 
Münster gesamt 2772 2507 90,4 159 5,7 106 3,8 
Quelle: Stadt Münster 
Zahnstatus 
Die Ergebnisse der zahnärztlichen Untersuchungen des Jahres 2022 in den Münster-
aner Kitas zeigen, dass die Kinder mit Wohnadresse im Untersuchungs gebiet im ge-
samtstädtischen Vergleich einen deutlich schlechteren Gebisszustand aufweisen. In 
Berg Fidel weist etwa jedes dritte Kind ein behandlungsbedürftiges Gebiss auf, wäh-
rend es gesamtstädtisch eins von zehn Kindern ist. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 Erworbenes Schwimmabzeichen 
Gesamt Seepferdchen oder 
höher kein Abzeichen 
n n % n % 
Berg Fidel 64 1 1,6 63 98,4 
Münster gesamt 2783 552 19,8 2231 80,2

30 
 
Tab 4: Daten der zahnärztlichen Untersuchungen in Kitas des Kalenderjahres 2022  
 Zahnstatus  
 Gesamt naturge-
sund saniert behandlungs-
bedürftig 
am Untersu-
chungstag nicht 
anwesend/ver-
weigert 
 n n % n % n % n % 
Berg Fidel 101 63 62,4 4 4,0 34 33,7 43 29,9 
Münster gesamt 4266 3628 85,0 189 4,4 449 10,5 1569 26,9 
Quelle: Stadt Münster 
 
3.11. Fazit Statistik  
 
Die Auswertung der statistischen Daten für den Stadtteil Berg Fidel ergibt ein klares 
Profil: 
 Berg Fidel weist unterschiedliche Alters- und Sozialstrukturen in den einzelnen 
Wohnquartieren mit heterogener Baustruktur auf.  
 Berg Fidel ist ein Wohnstandort mit relativ vielen jungen Menschen. Der Anteil 
der Bevölkerung unter 18 Jahren ist deutlich höher als im Münsteraner Durch-
schnitt. Im Vergleich mit der Gesamtstadt ist die hohe Anzahl an Kindern mit Mig-
rationsvorgeschichte oder ausländischen Kindern auffällig. 
 Im Stadtteil Berg Fidel wohnen sehr viele Familien. Auch der Anteil der Alleiner-
ziehenden ist deutlich erhöht.  
 Berg Fidel ist ein kulturell sehr vielfältiger Stadtteil mit unterschiedlichen Natio-
nalitäten. Der Anteil der Einwohner mit Migrationsvorgeschichte und ohne deutsche 
Staatangehörigkeit ist deutlich höher als in der Gesamtstadt.  
 In Berg Fidel wohnen viele Empfänger von Sozialleistungen. Das Untersu-
chungsgebiet weist sehr viel mehr SGB II- Empfänger im Alter von 15 bis 64 Jahren 
an der Gesamtbevöl kerung auf, als im Münsteraner Durchschnitt . Dementspre-
chend ist auch der Anteil von Kindern (0 bis 14 Jahre), die SGB II- berechtigt sind, 
überdurchschnittlich hoch.  
 Die Themen Armut und eine unbefriedigende soziale Lebenslage sind in Berg 
Fidel überdurchschnittlich präsent.  
 Hinsichtlich des Gesundheitszustandes der Kinder ist der Anteil mit Adipositas, 
schlechteren motorischen Fähigkeiten  und mangelhaftem Zahnzustand im Ver-
gleich zum gesamtstädtischen Durchschnitt deutlich höher.  
 In Berg Fidel (Stadtzelle 911) ist der gewachsene Anteil an 80- und über 80-Jähri-
gen auffällig.  
 In Berg Fidel (Kernbereich Zellen 911 und 912) bestehen geringe Möglichkeiten 
der baulichen Siedlungsentwicklung.

31 
 
4. Stadtteilanalyse  
4.1. Wohnen / Städtebau2 
 
Heute noch ablesbar ist die planerische Grundidee der städtebaulichen Konzeption 
des Stadtteils. Grundlage der Überlegungen war – neben der Abwendung der  beste-
henden Wohnungsnot nach dem Zweiten Weltkrieg – die Ausgeglichenheit zwischen 
den unterschiedlichen Wohnformen für Bevölkerungsgruppen in unterschiedlichen Le-
benssituationen.  
Eine Vergabe de r Grundstücke an mehrere  Baugesellschaften erfolgte mit der Vor-
gabe, dass sich die zukünftige Bebauung an den Vorentwürfen des Architekten Jochen 
Kuhn (siehe auch Kap. 2.3. Geschichte des Stadtteils) orientiert. Damit war gewähr-
leistet, dass die Großsiedlung nach einem eigenständigen städtebaulichen Profil, wie 
beispielsweise der äußeren Gestaltung der Baukörper, der Farb- und Materialauswahl 
und der Höhenentwicklung entstand. 
Im Gegensatz zu den aufgelockerten und durchgrünten Siedlungsstrukturen der bei-
den Münsteraner Stadtteile Coerde und Aaseestadt besitzt das Wohnquartier Berg Fi-
del einen urbanen Charakter. Massive, gestaffelte Geschossbauten in verdichteter Be-
bauungsstruktur wechseln mit Flachdachbauten als Reihen- und Atriumhäuser ab. Mit 
dem 17-geschossigen, gestaffelten „Weißen Riesen“ wurde für den Stadtteil ein deut-
licher, weit sichtbarer Akzent gesetzt. 
 
Abb. 25: Blick auf den „Weißen Riesen“ 
 
Bild: Stadt Münster 
 
Die städtebauliche Idee der Durchmischung der verschiedenen Wohnungsformen in 
unterschiedlichen Gebäudetypen lässt sich in Berg Fidel besonders gut in dem Quar-
tier um das Einkaufszentrum  an der Hogenbergstraße und entlang der Bahntrasse  
Münster - Dortmund, der nördlichen Grenze des Untersuchungsgebietes , ablesen. 
                                                
2 Ursula Richard-Wiegandt „Münster und seine Stadtteile“, 2005, Hrsg. Stadt Münster – Stadtplanungsamt.

32 
 
Diese Konzeption der Durchmischung verschiedener Wohnformen für Menschen in 
unterschiedlichen Lebens- und Alterssituationen wird auch heute noch von der Stadt-
teilbevölkerung weitgehend positiv bewertet. 
 
Abb. 26: Unterschiedliche Formen der Wohnbebauung am Rincklakeweg  
 
Bild: Stadt Münster 
Abb. 27: Einkaufszentrum mit umliegender, mehrgeschossiger Bebauung 
 
Bild: Stadt Münster 
 
Als p roblematisch erweist sich  jedoch in mehreren Quartier en die Belegungspolitik 
durch die Wohnungseigentümer innen und -eigentümer. Ein Großteil der Geschoss-
wohnungsbauten befindet sich in der Hand einer Ei gentümergesellschaft. Bewohne-
rinnen und Bewohner in sehr unterschiedlichen Lebenssituationen und verschiedener 
Ethnien bilden oftmals das nachbarschaftliche Miteinander. Hinzu kommt der

33 
 
schlechte bauliche und energetische Zustand einiger Geschosswohnungsbauten. Der 
Sanierungsstau führt zu hohen Mietnebenkosten und zu einem negativen Preis/Leis-
tungsverhältnis für die Bewohnerschaft. Zum Jahreswechsel 2023/2024 forderte die 
Eigentümerin der Großwohnsiedlung (LEG) eine Erhöhun g der Nebenkosten für Gas 
und Strom, die zu einer großen Belastung der Mieterschaft geführt hat. Laut Aussage 
der zuständigen Mitarbeiterin der Arbeiterwohlfahrt (AWO) resultierte daraus zeitgleich 
ein gestiegener Bedarf an Sozialberatung und eine wachsende Zahl an Anträgen auf 
finanzielle Unterstützung.  
Für Menschen, die Schwierigkeiten haben bezahlbaren Wohnung in Münster zu fin-
den, wird in Berg Fidel nach Aussage des zuständigen Fachamtes Wohnraum vorge-
halten. 
Die Haushaltbefragung hat ergeben, dass die  Mieter und Mieterinnen sich durch die 
Eigentümergesellschaft schlecht betreut fühlen und die zuständigen Ansprechperso-
nen bei akuten und längerfristigen Problemen und Mängeln rund um das Thema „Woh-
nen“ nicht bekannt oder schwer erreichbar sind.  
Die kommunale Wohnungsaufsichtsstelle geht mit der Eigentümerin einer großen An-
zahl von Geschosswohnungsbauten in Berg Fidel im Rahmen des Wohnraumstär-
kungsgesetzes des Landes NRW in den Austausch, sobald die Anzeige eines Mangels 
seitens der Mietenden vorliegt. Grundlage ist das Modernisi erungs- und Instandhal-
tungsgebot nach § 177 BauGB.  Im Einzelfall muss geprüft werden, welche Anforde-
rungen an die Eigentümerin zur Behebung vorliegender Mängel zu stellen sind. 
Weitere bei Beteiligungsformaten genannte Kritikpunkte sind die mangelnde Barriere-
freiheit und das Fehlen von größeren Wohnungen für kinderreiche Familien. 
 
Die Nachfrage nach preiswertem Wohnraum ist in Münster und auch in Berg Fidel sehr 
hoch. Zwar befindet sich eine große Anzahl an öffentlich gefördertem und preiswertem 
Wohnraum im Stadtteil, jedoch übersteigt die Nachfrage das Angebot. In Folge dessen 
gibt es keinen bzw. kaum Wohnungsleerstand in Berg Fidel, der z.B. einen Wohnungs-
wechsel innerhalb des Stadtteils ermöglichen würde. Die Möglichkeiten für Menschen, 
mit geringem oder keinem eigenen Einkommen, ihre Wohnsituation innerhalb des 
Stadtteils oder aber auch darüber hinaus zu verändern, sind dementsprechend gering. 
Daraus folgt, dass bei individuell hoher Unzufriedenheit mit dem Wohnraum bzw. dem 
Wohnumfeld für die Bewohnerinnen und Bewohner oftmals nur eine geringe Verände-
rungsmöglichkeit besteht. Sobald es wirtschaftlich möglich ist, wird häufig ein Woh-
nungswechsel in andere Münsteraner Stadtteile angestrebt. 
Die Folge dieser Situation ist, dass sich Teile der Bewohnerschaft nur geringfügig mit 
ihrem Wohnquartier identifizier en. Eine mangelnde  Identifikation mit der eigene n 
Wohnsituation spiegelt sich auch in dem desolaten Zustand des unmittelbaren Außen-
raums wider.  
Auch die Fassadengestaltung mit dunkler Farbgebung bestärkt den unattraktiven Ge-
samteindruck und wu rde in mehreren Beteiligungsformaten  von den Anwohnerinnen 
und Anwohnern kritisiert. 
Die hier genannten Faktoren haben einen großen Einfluss auf das Image von Berg 
Fidel als Wohn - und Leben sstandort und beeinflussen die Aufenthaltsqualität des 
Wohnumfeldes negativ.

34 
 
Abb. 28: „Wilde Müllentsorgung“ an der Straße „Am Berg Fidel“ 
 
Bild: Stadt Münster 
 
Bei allen genannten Negativkriterien stellen ehemals geförderte Wohnungen ein preis-
günstiges Angebot für langjährige Besta ndsmieterinnen und -mieter auf dem ange-
spannten Münsteraner Wohnungsmarkt dar, welches von der Bewohnerschaft auch 
bewusst wahrgenommen wird. Auch die Lage von Berg Fidel in Bezug auf die Erreich-
barkeit der Innenstadt wird allgemein von den Bewohnerinnen und Bewohnern positiv 
bewertet. 
 
Abb. 29: An der Straße „Am Berg Fidel“ 
 
Bild: Stadt Münster 
 
Dahingegen wird in den Einfamilien haus- bzw. Reihenhausquartieren die Nachbar-
schaft als unproblematisch beschrieben und auch als ein Faktor für Wohnsicherheit 
und der damit einhergehenden Wohnzufriedenheit genannt (Ergebnis der Haushalts-
befragung durch die Stadt Münster). Daraus lässt sich auch das Engagement der Ei-
gentümerinnen und Eigentümer ableiten, sich für die Qualität ihres Wohnquartiers zu 
engagieren und sich in der Nachbarschaft gegenseitig zu unterstützen, was wiederum 
zu einem guten Zusammenhalt führt.  
Am südlichen Rand des Kernbereichs – zum Quartier Vennheide hin –- lockert die 
Bebauung auf. Hier, nördlich der Umgehungsbahnlinie, befinden sich vorwiegend Dop-

35 
 
pelhäuser und freistehende Einfamilienhäuser unterschiedlichen Baualters. Diese auf-
gelockerte Bauweise dehnt sich über die Bahntrasse hinweg weiter nach Süden aus . 
Es ist davon auszugehen, dass hier zukünftig verstärkt ein Generationswechsel statt-
finden wird, im Rahmen dessen junge Familien bemüht sein werden, Eigentum zu er-
werben. 
 
Abb. 30: Einfamilienhäuser Drachterstraße 
 
Bild: Stadt Münster 
 
Speziell für die Zielgruppe Seniorinnen und Senioren bietet die Diakonie Münster im 
Haus Simeon in der Straße „Am Berg Fidel“ knapp 150 Pflegeplätze, auch zur Betreu-
ung von Demenzkranken  an. Darüber hinaus ergänzen 48 Bungalows und 15 Woh-
nungen das breite Serviceangebot. Gut zwei Drittel der Bewohnerschaft kommt aus 
Münster und der Umgebung. Die Nachfrage ist groß , dementsprechend besteht eine 
lange Warteliste für eine Aufnahme. Zur Entlastung für pflegende Angehörige gibt es  
z.B. die Möglichkeit, eine Tagespflege in Anspruch zu nehmen. 
 
Abb. 31: Seniorenanlage Haus Simeon 
 
Bild: Stadt Münster

36 
 
4.2. Klimaschutz / Klimaanpassung 
 
In den letzten Jahren waren mehrere Quartiere im Münsteraner Stadtgebiet gehäuft 
von extremen Wetterereignissen betroffen. Auch die schleichenden Klimaveränderun-
gen zeigen sich bereits in vielen Bereichen. Beispielsweise steigen die Jahresmittel-
temperaturen seit einigen Jahren kontinuierlich an und führen im Sommer häufig zu 
Hitzewellen. 
 
Es ist davon auszugehen, dass sich diese negativen Veränderungen durch Extrem-
wetterlagen insbesondere auf vulnerable Bevölkerungsgruppen (z.B. ältere Menschen 
oder Menschen mit Vorerkrankungen) in den nächsten Jahren noch weiter auswirken 
werden. Von den Folgen der Klimakrise sind weitere, insbesondere benachteiligte Be-
völkerungsgruppen durch Überlagerung und Häufung besonders betroffen, da die 
Qualität der Wohnsituation und der Umwelt in den Quartieren häufig vergleichsweise 
schlecht ist.  
 
Abb. 32: Temperaturverlauf in Münster seit 1892 
 
Bild: DWD Messestation Flughafen Münster-Osnabrück 
 
Die absehbare Betroffenheit von Münster bezieht sich in erster Linie auf die Häufigkeit 
und Intensität der Niederschläge.

37 
 
Abb. 33: Jahresniederschlagssummen von 1991 bis 2022 
 
Bild: DWD Messestation Flughafen Münster-Osnabrück 
 
Abb. 34: Extremwetterereignisse in Münster 
 
Bild: Stadt Münster 
 
Der Rat der Stadt Münster hat im Hinblick auf die weitere Verschärfung der Klimakrise 
einen „Leitfaden zur klimagerechten Bauleitplanung“ beschlossen, der auch Aussagen 
zu informellen Planwerken, wie z.B. zu Integrierten Stadt teilentwicklungskonzepten 
trifft. Diese Planungsinstrumente gewinnen in Bezug auf Klimaschutz und Klimaanpas-
sung weiter an Bedeutung.

38 
 
Folgende Planwerke sind zusätzlich bei der klimagerechten Bauleitplanung zu beach-
ten: 
 Klimaanpassungskonzept 
 Integriertes Stadtentwicklungskonzept (ISEK Münster 2023) 
 Abwasserbeseitigungskonzept  
 Masterplan Mobilität 2035+ 
 Integriertes Flächenkonzept (IFM) 
 
Im Rahmen einer  stadtweiten Klimaanalyse werden  voraussichtlich zum Ende des 
Jahres 2025 klimaökologische Basisinformationen vorliegen. Die daraus entwickelten 
Klimafunktionskarten geben Hinweise zu klimabezogenen Funktionen und Risiken in 
Quartieren und Freiräumen, z.B. zur Durchlüftung, zum Kaltluftabfluss, zur Hitze tags-
über und zu Wärmeinseln in der Nacht. 
 
 
Abb. 35: Leitlinien und Ziele 
 
Bild: Stadt Münster

39 
 
Abb. 36: Zentrale Aussagen aus dem Handlungskonzept Klimaanpassung 2030  
 
Bild: Stadt Münster 
 
Bezogen auf den Stadtteil Berg Fidel ist der Grundflächenverbrauch im Verhältnis zu 
den untergebrachten Wohneinheiten durch die hohen Geschosszahlen eines Großteils 
der Wohngebäude im Zentrum aus klimatischer Sicht positiv zu bewerten. 
Aus klimatischer Sicht nachteilig ist die dunkle Fassadengestaltung bei einer Mehrzahl 
der Großwohnsiedlungen. Durch die dunklen Farben heizen sich die Fa ssaden und 
versiegelten Flächen im Hochsommer stark auf.  
Dadurch wird erwartet, dass die thermische Situation sich mit zunehmendem Klima-
wandel sehr ungünstig entwickeln wird. 
 
Abb. 37: Für Berg Fidel typische dunkle Häuserfassade 
 
Bild: Stadt Münster  
 
In einem Großteil der Quartiere besteht ein dringender Bedarf zur energetischen Ver-
besserung der Gebäudesubstanz sowie zur Umsetzung klimaschonender Projekte.  Im 
Zuge von Gebäudesanierungen sollten demnach auch  (Um)gestaltungsmaßnahmen 
mit hellen Farbtönen und Dach- und Fassadenbegrünungen umgesetzt werden, um 
sowohl die Außentemperaturen als auch die Temperaturen im Gebäude zu verringern. 
 
Die Versickerung von unbelastetem Niederschlagswasser / Dachflächenwasser ist 
aufgrund des in Berg Fidel vorkommenden Münsterländer Kiessandzuges besonders

40 
 
gut möglich. In einigen Bereichen des Quartiers fehlen jedoch multifunktionale Rück-
halteräume und Notwasserwege. Dadurch ist die Widerstandsfähigkeit gegenüber 
Starkregen nicht optimal gegeben. 
Ein Großteil der Geschosswohnungsbauten hat ein Flachdach und ist somit für Solar-
energie und für Dachbegrünungen geeignet. Aktuell sind Dach- und Fassadenbegrü-
nungen im Stadtteil eher selten.  
Die erforderlichen Anpassungsmaßnahmen müssen der betroffenen Bevölkerung, den 
Eigentümerinnen und Eigentümer n von Wohngebäuden und Gewerbebauten  in den 
Quartieren detailliert erläutert und ihre Dringlichkeit deutlich gemacht werden. 
Derzeit besteht in Berg Fidel kein Anschluss an das Fernwärmenetz. 
 
Abb. 38: Blick von Norden in die Straße „Am Berg Fidel“ 
 
Bild: Stadt Münster 
 
Klimatisch positiv zu bewerten sind die zahlreichen großkronigen Straßenbäume sowie 
weitläufigen Grünflächen und Parks, die neben dem Klima auch den Erholungswert im 
Stadtteil positiv beeinflussen  (siehe auch 4.11. Öffentlicher Raum / Parks / Spiel-
plätze). Sie prägen den Stadtteil und werden von der Wohnbevölkerung durchweg als 
erhaltenswert eingestuft. Dementsprechend wird Berg Fidel als „grü ner Stadtteil“ be-
schrieben und wertgeschätzt. 
 
4.3. Nahversorgung  
 
In der Mitte des Stadtteils, südlich an die Hogenbergstraße angrenzend, liegt das Ein-
kaufszentrum mit einer angegliederten Ladenzeile. Der als Fußgängerzone gestaltete 
Bereich ist mit verschiedenen kleineren Dienstleistern, unter anderem mit einer Apo-
theke und den Begegnungs- und Bildungsräumen der „Alten Post“  ausgestattet. Die

41 
 
Nahversorgung wird in erster Linie durch einen Lebensmittelmarkt (nah&frisch) sicher-
gestellt. Dieser Supermarkt ist nur bedingt wettbewerbsfähig und auf die Kaufkraft der 
Stadtteilbevölkerung angewiesen (Einzelhandels- und Zentrenkonzept Stadt Münster 
2018). Eine Erweiterung der Verkaufsfläche ist aufgrund des begrenzten Flächenpo-
tenzials im Kernbereich von Berg Fidel nicht möglich. Die Stadtteilbewohnerschaft kri-
tisiert, dass das Angebot nicht optimal auf die Klientel im Stadtteil angepasst ist. 
Gleichwohl ist die Sicherung dieses Lebensmittelmarktstandortes ein maßgebliches 
Ziel des Einzelhandels - und Zentrenkonzeptes der Stadt Münster . Die Insellage des 
Untersuchungsgebietes zwischen Bahnlinien und der stark befahrenen Hammer  
Straße bewirkt allerdings eine gewisse Existenzsicherung für den Lebensmittelmarkt 
und die vorhandene Infrastruktur. 
Positiv zu verzeichnen ist, dass das Einkaufszentrum  von einem Großteil der Wohn-
quartiere im Stadtteil Berg Fidel fußläufig zu erreichen  ist. Das Areal ist autofrei als 
Fußgängerbereich gestaltet, was einen gefahrlosen Aufenthalt und Fortbewegung er-
möglicht. Durch di e unterschiedlichen Höhenlagen wurde der Bau von Treppenanla-
gen und R ampen notwendig, deren Nutzung von älteren Menschen oder Menschen 
mit eingeschränkter Mobilität als beschwerlich empfunden wird.  Von der Hogenberg-
straße aus ist das Einkaufszentrum allerdings barrierefrei, über eine breite Rampe zu 
erreichen. 
 
Abb. 39: Aufgänge zum Einkaufszentrum von Westen und Norden 
    
Bild: Stadt Münster 
 
In den letzten Jahren haben einige Ladenlokale geschlossen, was der Atmosphäre 
dieses kleinen Versorgungszentrums schadet. Besonders die Aufgabe der Sparkas-
senfiliale mit persönlichen Beratungsangeboten wurde von der Stadtteilbewohner-
schaft – und hier insbesondere von der älteren Bevölkerung – als negativ beurteilt.

42 
 
Abb. 40: Lebensmittelmarkt im Zentrum an der Hogenbergstraße 
 
Bild: Stadt Münster 
 
Abb. 41: Ladenpassage im Zentrum 
 
Bild: Stadt Münster 
 
Ein weiterer negativer Aspekt neben dem Leerstand – in Bezug auf die Attraktivität des 
Einkaufszentrums – ist die Gestaltung einiger Fassaden und des Außenraum s, so 
dass sich zunehmend ein desolater Eindruck dieses zentralen Bereichs entwickelt hat. 
Negativ prägend sind u.a. überfüllte Müllbehälter, wilde Müllablagerungen, nicht ord-
nungsgemäß abgestellte Einkaufswagen und Graffiti. Diese Umstände wurden in den 
unterschiedlichen Beteiligungsformaten allgemein als negativ eingeschätzt. Sie scha-
den de m Image des gesamten Stadtteils  und begünstigen die Wahrnehm ung des 
Stadtteils als einen „Sozialen Brennpunkt“.

43 
 
 
                    
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Bilder: Stadt Münster 
Der großflächige Lebensmittel Discounter au ßerhalb des Untersuchungsgebiet s öst-
lich der Hammer  Straße leistet aufgrund seiner  städtebaulich nicht integrierten Lage 
einen nur stark eingeschränkten Beitrag zur Nahversorgung und richtet sein  Angebot 
vielmehr an Kundschaft mit eigenem PKW. 
 
Abb. 44: Blick von der Siemensstraße auf die großflächigen Märkte - außerhalb des Untersuchungsge-
bietes 
 
Bild: Stadt Münster 
 
Abb. 42: „Wilde“ Müllablagerungen im Zentrum Abb. 43: Unsachgemäßes Abstellen von Ein-
kaufswagen

44 
 
4.4 Arbeitsmarkt 
 
Der Anteil der Arbeitslosigkeit in Berg Fidel (gesamt) ist ca. doppelt so hoch wie in der 
Münsteraner Gesamtstadt. Die Vermeidung von Arbeitslosigkeit gelingt durch eine 
gute Bildung, die bereits im Elternhaus, in der Kita und in der Schule beginnt. In einem 
benachteiligten Stadtteil wie Berg Fidel, in welchem u.a. viele Menschen mit Migrati-
onsvorgeschichte und der damit häufig verbundenen Sprachbarriere leben, ist es be-
sonders wichtig Strukturen zu schaffen, um Bildung – auch im Sinne von Weiterbildung 
– in den unterschiedlichen Lebensabschnitten zu ermöglichen. 
Weiterbildungsberatung für Menschen, die einen erschwerten Zugang zu Bildung hat-
ten oder haben, sind leichter über eine ihnen vertraute Organisation oder Kontaktper-
son vor Ort in ihrem Umfeld zu erreichen. Es bestehen Angebote bei den s ozialen 
Trägern im Stadtteil oder in den Stadtteilen, die unmittelbar an Berg Fidel angrenzen 
und somit erreichbar sind. 
Das Jobcenter der Stadt Münster ist derzeit noch nicht im Stadtteil mit einem Bera-
tungsbüro vertreten, jedoch im angrenzenden Stadtteil Hiltrup. 
Die Volkshochschule (VHS) Münster bietet seit 2022 eine „individuelle Bildungsbera-
tung und Bildungsplanung“ im Familienzentrum an. Dort können nicht nur Eltern im 
Erziehungsalltag gestärkt werden, sondern auch Bildungsc hancen und Angebote für 
die unterschiedlichsten Interessens - und Qualifikationsbedarfe ermittelt und nieder-
schwellig, wohnortnah und bezahlbar zur Verfügung gestellt werden.  
Bei diesem von der VHS Münster entwickelten Konzept handelt es sich um einen 
neuen Ansatz in der Stadtteilarbeit. Insbesondere die Anbindung an eine bestehende 
Institution wird positiv bewertet. Dieser Ansatz wird zeitlich befristet aus Mitteln des 
Landes NRW gefördert und kann nur fortgesetzt werden, wenn die Personalkoste n 
abgesichert werden. Die Möglichkeit, mit weiteren Beratungsstellen in diesem Aufga-
bengebiet enger zusammenzuarbeiten, erhöht die Chance, die hohe Arbeitslosigkeit 
im Stadtteil abzubauen und somit die Lebensbedingungen der Betroffenen zu verbes-
sern.  
Das Angebot an A rbeitsplätzen im Untersuchungsgebiet selbst beschränkt sich weit-
gehend auf das Stadtteilzentrum und die diversen sozialen Einrichtungen. Im Zentrum 
an der Hogenbergstraße ist ein zunehmender Leerstand von Ladenlokalen zu ver-
zeichnen, was das Angebot an Arbeitsplätzen beschränkt.  
Das Gewerbe- und Versorgungszentrum an der Robert -Bosch-Straße, der Siemens-
straße sowie entlang der Hammer  Straße mit seiner großen Zahl an Gewerbe - und 
Dienstleistungsbetrieben stellen  eine große Zahl an Arbeitsplätzen bereit. Großflä-
chige Neubauprojekte in diesen Bereichen erhöhen die Anzahl der Arbeitsplätze vor-
wiegend im tertiären Sektor.

45 
 
4.5. Mobilität 
 
Abb. 45: Verkehrsnetz im Stadtteil und zu den anliegenden Gebieten 
 
Bild: C. Kemkes-Günner 
Individualverkehr 
 
Die Anbindung des Stadtteils Berg Fidel an das gesamtstädtische Straßennetz sowie 
an das überörtliche Straßennetz ist als gut zu bewerten. Die Haupterschließung des 
Stadtteils erfolgt über die Hammer  Straße, die im Kreuzung sbereich mit der Straße 
„Am Berg Fidel“ und der Siemensstraße sechsspurig ist.  
 
Abb. 46: Kreuzung Hammer Straße / Am Berg Fidel / Siemensstraße 
 
Bild: Stadt Münster 
 
In Richtung Westen und Süden stellen die Bahntrassen für den motorisierten Verkehr 
Barrieren dar , da in diese Richtungen keine Überquerungsmöglichkeiten bestehen.

46 
 
Dadurch entsteht für den Untersuc hungsbereich eine Insellage mit sehr geringem  
Durchgangsverkehr. Dies hat ruhige Wohnquartiere zur Folge und wird von der Stadt-
teilbevölkerung als positiv hervorgehoben. Im Stadtteil gibt es relativ viele Tempo-30-
Zonen, die aber häufig von den Autofahrerinnen und Autofahrern – nach Aussage der 
Anwohnerschaft – ignoriert werden und von  Radfahrenden und Zufußgehenden als 
gefährlich eingestuft werden. 
Bei Vereinss pielen in den Großsportanlagen  an der Straße Am Berg Fidel  (Preu-
ßenstadion und Sporthalle Berg Fidel) ist der St adtteil stark durch Parksuchverkehr 
belastet. Die Wohnquartiere un d auch das Vers orgungszentrum an der Hogenberg-
straße sind in diesen Zeitspannen – auch durch die Zuschauerströme – oftmals in Be-
gleitung von hohem P olizeiaufkommen, für die Stadtteilbewohnerschaft  schlecht zu 
erreichen.  
 
Die Trauttmansdorffstraße im Süden des Untersuchungsgebietes ist mit ihrem stre-
ckenweise fünfspurigen Ausbau in Bezug auf ihre Erschließungsfunktion für den west-
lichen Kernbereich von Berg Fidel überdimensioniert und stellt für Fußgänger und Fuß-
gängerinnen eine Barriere dar.  Seit geraumer Zeit bestehen von Seiten der Stadt 
Münster Überlegungen für einen Rückbau. 
 
 
 
 Bilder: Stadt Münster 
Ruhender Verkehr / Parken 
Auf einzelnen Parkplätzen treffen sich in den Abendstunden junge Autofahrer innen 
und Autofahrer und verursachen Motorenlärm, der zu erheblichen Ruhestörungen der 
Anwohnerschaft führt. Auch findet hier vorwiegend in den Abendstunde n wiederholt 
Drogenhandel statt, so die Aussage der Anwohnerschaft aus den unmittelbar angren-
zenden Wohngebäuden. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Abb. 47: Trauttmansdorffstraße / Blick nach Osten und Westen

47 
 
Abb. 48: Parkpalette östlich der Straße Am Berg Fidel  
Bild: Stadt Münster 
 
 
Bild: Stadt Münster 
 
Die Stellplatzlösungen aus der Entstehungszeit des Quartiers in den 60er /  70er Jah-
ren zwischen der Straße Am Berg Fidel und der Pankokstraße erscheinen sanierungs-
bedürftig und stellen u.a. aufgrund defekter Beleuchtung und Vermüllung einen Angst-
raum dar. 
Abb. 49: Parkplatz an der Großsporthalle / Stadtteilhaus Lorenz-Süd an der Straße Am Berg Fidel

48 
 
Radverkehr 
Im Stadtteil bestehen  nur wenige Streckenabschitte, die allein dem Radverkehr 
vorbehalten sind. Durch seine Insellage und die große Anzahl von kleineren Wohn-
straßen ist das Radfahren im Kernbereich von Berg Fidel jedoch vergleichsweise ge-
fahrlos. Eine Ausnahme stellt die Straße Am Berg Fidel dar, auf der die Geschwindig-
keitsbegrenzung von dem Individualverkehr häufig überschritten wird. Als ein Ergebnis 
der Kinder- und Jugendbeteiligung „#Stadtsache“ wurde zum einen i m Juli 2023 die 
Radspur an dieser Stelle in Richtung Berg Fidel  Zentrum rot eingefärbt. Bei Begeg-
nungsverkehr wird diese Radspur häufig vom Individualverkehr aufgrund des begrenz-
ten Straßenquerschnittes überfahren. Zum an-
deren wurde als ein weiteres Ergebnis ein mo-
biles Dialog -Display zur Messung der Ge-
schwindigkeit der vorbeifahrenden Fahrzeuge 
ebenfalls im Ja hr 2023 übergangsweise in 
beide Fahrtrichtungen aufgestellt . Von der 
Hammer Straße kommend entfaltet e das Dia-
log-Display die gewünschte verkehrsberuhi-
gende W irkung. Insofern wird die Aufstellung 
eines Dialog -Displays in diese Fahrtrichtung 
von Seiten der Verwaltung empfohlen. 
Die Anbindung an die Nachbarstadtteile sowie 
in die angrenzenden Erholungsbereiche erfolgt 
für die Radfahrer innen und Radfahre r über 
ruhige Wohnstraßen  und Brücken . Die 
Gleisanlagen stellen, trotz der vorhandenen 
Fußgänger- und Fahrradbrücken, eine Barriere 
dar. Besonders für ältere Menschen oder Personen mit eingeschränkter Mobilität ist 
der Niveauunterschied nachteilig.  
Auch die topografische Situation stellt ein e gewisse Herausforderung dar, da Berg 
Fidel mit 70 Metern über N N der höchste Punkt im inneren Siedlungsgebiet von 
Münster ist.  
 
Die in Nord-Südrichtung verlaufende, stark frequentierte Hammer Straße (B 54) wird 
in beide Richtungen von einem Radweg flankiert un d bietet somit eine zügige Nord -
Südverbindung, stellt aber für ältere Radfahrer und Radfahrerinnen  und Kinder bei 
Querungsbedarf eine Barriere dar. 
Die Siemensstraße zweigt östlich der  Hammer Straße ab und verläuft in Ost-West-
Richtung. Sie ist die Verbindungsstraße in Richtung Eisenbahner Sportverein Münster 
(ESV) 1927 e.V. und zum größflächigen Einzelhandel. Die Siemensstraße hat einen 
geringen Straßenquerschnitt und ist phasenweise stark frequentiert. Der Sportverein 
(Eingang Robert -Bosch-Straße) ist für jüngere Sportler innen und Sportler  
dementsprechend nicht gut erreichbar.  
 
Abb. 50: Fuß- und Radweg zur Überque-
rung der Bahntrasse 
 
Bild: Stadt Münster

49 
 
Abb. 51: Blick von der Siemensstraße zur Hammer Straße 
 
Bild: Stadt Münster 
 
Die Radwegeverbindungen in die nördlich angrenzenden Stadtteile und die Innenstadt 
– aber auch in südliche Richtung – werden sich zukünftig vor allem durch den geplan-
ten Ausbau der Veloroute Ascheberg - Münster deutlich verbessern. Ziel ist die Förde-
rung des Umweltverbundes für eine nachhaltige Mobilität. Das Zurücklegen auch wei-
terer Entfernungen in die Stadt mit dem Fahrrad soll gefördert werden. Laut „Leitfaden 
für eine klimagerechte Bauleitplanung in Münster“ soll die Entfernung der Wohnquar-
tiere zur nächsten (geplanten) Veloroute weniger als einen Kilometer betragen. Die 
Anbindung an die Veloroute soll in der Regel über Radwege erfolgen, die den gelten-
den Münsteraner Radverkehrsstandard erfüllen. Derzeit befindet sich das stadtregio-
nale Veloroutennetz (als Teil des „Fahrradnetzes 2.0“) für die Stadt Münster im Aufbau.  
Im Stadtbezirk B erg Fidel ist der detaillierte Routenverlauf noch nicht abschließend 
geklärt. Im Zuge von Variantenplanungen wird geprüft, wie die drei Bahnstrecken (Um-
gehungsbahn, nach Dortmund und nach Essen) gequert werden können. 
Nördlich von Berg Fidel folgt die Route der Werlandstraße bis zum Duesbergweg, wo-
bei die Werlandstraße zur Fahrradstraße umgestaltet wird.

50 
 
Abb. 52: Kreuzung Siemensstraße / Hammer Straße 
 
Bild: Stadt Münster 
Öffentlicher Personen Nahverkehr (ÖPNV) - Bus / Schiene  
Berg Fidel ist entsprechend dem 3. Nahverkehrsplan der Stadt Münster über die 
Buslinie 5  mit fünf Haltestellen an die Gesamtstadt angebunden.  Ein Großteil der 
Haltestellen ist bereits barrierefrei ausgebaut, weitere sind in Planung.  
Bedingt durch die Bahntrassen, die den Kernbereich von Berg Fidel begrenzen 
(Stadtzellen 911 und 912) , fährt die Buslinie 5 eine Schleife durch den Stadtteil von 
der Hammer Straße kommend und kehrt auf die Hammer  Straße zurück. In den 
Kernzeiten an Werk tagen und samstags be trägt die Taktung 20 Minuten, sonntags 
beträgt sie 30 Minuten in der Kernzeit. 
Die konzeptionellen Überlegungen zum Masterplan Mobilität Münster 2035+ 
(MMM2035+) sehen zukünftig eine ÖPNV-Hochleistungsachse aus Hiltrup kommend, 
über die Westfalen straße und Hammer Straße in und aus Richtung Innenstadt vor. 
Diese wird durch eine dichte Taktfolge und im Vergleich zur aktuellen Situation kürze-
ren Fahrzeiten gekennzeichnet sein. 
 
Mit dem Konzept „S-Bahn-Münsterland“ soll die Stadt Münster ein deutlich verbesser-
tes Angebot im Bereich des Schienenpersonennahverkehrs  erhalten. Langfristig ge-
plant ist unter anderem ein neuer Bahnhaltepunkt im Nahbereich des LVM-Preu-
ßenstadions. Der geplante Bahnhaltepunkt soll voraussichtlich nördlich der Kreuzung 
Hammer Straße  / Siemensstraße / Am Berg Fidel eing erichtet werden. Durch eine 
dichte Taktfolge wird den Anwohnenden aus dem Stadtteil Berg Fidel eine schnelle 
Verbindung Richtung Hauptbahnhof, Hiltrup, Mecklenbeck, Roxel und Albachte n ge-
boten. Der neue Haltepunkt ermöglicht darüber hinaus Fahrtmöglichkeiten zu Statio-
nen außerhalb des Stadtgebiets, wie zum Beispiel in Richtung Werne, Dülmen, Coes-
feld und Hamm. Auch Reiseziele im Norden (Gronau, Rheine, Osnabrück, Bielefeld) 
können mit einem Umstieg am Hauptbahnhof durch den neuen Halt bei Berg Fidel 
deutlich schneller erreicht werden. 
Der Fußweg von Berg Fidel Zentrum bis zu den potenziellen Bahnsteigzugängen wird 
dann ca. zwölf Minuten in Anspruch nehmen.

51 
 
Abb. 53: Geplante Haltepunkte „S-Bahn-Münsterland“ 
 
Quelle: Google Maps, Bearbeitung Stadt Münster 
 
Fußgänger 
Vom KFZ -Verkehr abgewandte, vernetzte Fußwegeverbindungen  gewährleisten in-
nerhalb und zwischen einem Großteil der Wohnquartiere des Stadtteils eine attraktive 
Fortbewegung in meist ruhiger Lage. Die Struktur der Bebauung und die bestehenden 
Naturräume wurden in den Entwürfen von Architekt Jochen Kuhn in Teilbereichen in 
die Planungsüberlegungen integriert, um so auch die naturnahen Erholungsflächen im 
Norden und Süden des Stadtteils für die Bewohnerschaft fußläufig anzubinden.  
Die für das Stadtgebiet Münster eher ungewöhnliche Höhenlage von Berg F idel er-
schwert die Fortbewegung zu F uß in einigen Teilbereichen für Mens chen mit Mobili-
tätseinschränkungen. Über weitläufige Rampen und Treppen wird das Zentrum von 
der Ter-Borch-Straße aus erschlossen. Über ein e breite, barrierefreie  Zuwegung er-
reicht man das Zentrum aus südlicher Richtung von der Hogenbergstraße aus.

52 
 
Abb. 54: Zuwegung zum Einkaufszentrum von der Hogenbergstraße 
  
Bild: Stadt Münster 
 
Der bauliche Zustand der Fußwege ist nicht lückenlos optimal. 
Auch bei der Begehung mit Kindern und Jugendlichen der PRIMUS-Schule (#Stadtsa-
che) wurden Mängel von dieser Altersgruppe aufgedeckt und Verbesserungsvor-
schläge geäußert. In erster Linie wurde von der Schülerschaft das Anlegen von Que-
rungshilfen in Form von Zebrastreifen vorgeschlagen, um z.B. den Weg zur Schule 
oder zum Stadtteilhaus Lorenz-Süd sicherer zu gestalten. Die Vorschriften der Stra-
ßenverkehrsordnung NRW lassen jedoch das Anlegen von Zebrastraßen in Tempo 30 
Zonen nur bedingt zu – hierzu müssen Analyse n der Verkehr sströme durchgeführt 
werden.  
Bei einer gemeinsamen Begehung mit dem Arbeitskreis „Älter werden im Stadtteil“ , 
organisiert vom Sozialamt, wurde festgestellt, dass für Menschen mit Behinderungen 
bzw. für ältere Men schen an mehreren Wegabschnitten im Stadtteil Verbesserungs-
bedarf besteht. Für mehrere Bereiche  wurde eine bessere Beleuchtung gefordert 
(siehe auch 4.12. Sauberkeit / Sicherheit).  
 
Abb. 55: Stolperfallen auf dem Gehweg im Zentrum von Berg Fidel 
 
Bild: Stadt Münster  
Um den Fußverkehr im Stadtteil zu fördern und barrierefrei bzw. barrierearm zu ge-
stalten, ist es notwendig , in zukünftigen Planungen die Vorgaben für Barrierefreiheit

53 
 
einzuhalten. Wenn möglich sollen Stufen und Schwellen ersetzt bzw. sinnvolle Alter-
nativen angeboten werden. Darüber hinaus sollen A mpelschaltungen verlängert, si-
chere Querungsmöglichkeiten geschaffen und der  Zustand der Fußwege verbessert 
werden. Einige dieser Aufwertungsmaßnahmen konnten bereits umgesetzt werden.  
 
Abb. 56: Übersicht der fußläufigen Erreichbarkeiten im Stadtteil 
 
Bild: C. Kemkes-Günner 
 
4.6. Bildung / Betreuung / Erziehung / Beratung 
 
Der Besuch einer Kindertageseinrichtung (Kita) stellt den Einstieg in die deutsche Bil-
dungslandschaft dar. Vor allem Kindern aus bildungsfernen Familien oder mit Migrati-
onsvorgeschichte und Sprachbarriere wird durch die Angebote in den Kitas eine gute 
Grundlage zum Erlernen der deutschen Sprache und der Kultur gegeben. Insofern ist 
es von großer Bedeutung, Strukturen zu schaffen, um allen Kindern einen frühzeitigen 
und regelmäßigen Kitabesuch zu ermöglichen. Im Stadtteil Berg Fidel liegt der Versor-
gungsgrad für die Unter-3-Jährigen-Kinder bei 43,7 % und für die Über-3-Jährigen Kin-
der bei 100,9 % für das Kitajahr 2023/2024. 
 
Im Untersuchungsgebiet existieren drei Einrichtungen zur Kindertagesbetreuung, die 
von unterschiedlichen Trägern organisiert werden. Im Familienzentrum an der Hogen-
bergstraße befindet sich das städtische Familienzentrum  mit einer Kita, die 155 
Plätze anbietet. Schwerpunkte der pädagogischen Arbeit sind die Sprachbildung, die 
körperliche Gesundheit mit gesunder Ernährung und Bewegung und die spielend zu 
erlernende Konfliktlösung. Die Kita hat eine interkulturelle Ausrichtung und bietet eine 
integrative und inklusive Betreuung.

54 
 
 
Abb. 57: Städtische Kindertagesstätte und Familienzentrum an der Hogenbergstraße  
 
Bild: Stadt Münster 
 
Die katholische Kirchengemeinde St. Joseph Münster-Süd bietet am Rincklakeweg 
60 Kitaplätze im Familienzentrum St. Maximilian Kolbe an. Das pädagogische Profil 
zeichnet sich unter anderem durch eine besondere Sprachförderung  (seit 2011 
Schwerpunkteinrichtung für Sprache und Integration) , Vermittlung religiöser I nhalte, 
inklusive Betreuung und eine interkulturelle Ausrichtung aus.  Ergänzt wird das päda-
gogische Profil durch musische und handwerkliche Angebote. 
 
Das Sozialpädagogische Zentrum der Arbeiterwohlfahrt (AWO) betreibt eine Kita mit 
zwei Gruppen in der Trauttmansdorffstraße. Auch in dieser Einrichtung können Kinder 
mit Integrationsbedarf betreut werden.  Ein vorrangiges Ziel ist es, dass Kinder aus 
vielen unterschiedlichen Nationalitäten sich individuell und kindgerecht entwickeln 
können. 
 
Außerhalb des Untersuchungsgebietes, am Vennheideweg, befinden sich zwei wei-
tere integrative Betreuungsangebote von Elterninitiativen: „Die kleinen Hobbits“ und 
„Die Feldmäuse“. Ein Schwerpunkt der Einrichtung „Die kleinen Hobbits“ ist gesunde 
Ernährung und deren Zubereitung. Die Unterstützung der Eltern ist ausdrücklich er-
wünscht. Der Waldkindergarten „Die Feldmäuse “ bietet Platz für 14 Kinder . Im Wald 
in der Vennheide kann zude m ein Bauwagenplatz genutzt werden. Der Schwerpunkt 
liegt somit im Aufenthalt in der Natur und im Erleben des Waldes mit all seinen vielsei-
tigen Möglichkeiten. 
 
Die Bewegungskita an der Hammer Straße wird aktuell zu 2027 geplant und wird per-
spektivisch zur Verbesserung der Kitaversorgung beitragen. Die Quote der Eltern, die 
aktuell für das Kita-Angebot nichtbeitragspflichtig sind, beläuft sich auf 58 %. Speziell 
für Berg Fidel ist das Patenprogramm „Miteinander – das Patenprojekt in Berg Fidel“ 
zu nennen.

55 
 
Abb. 58: Schulhof der PRIMUS-Schule 
 
Bild: Stadt Münster 
 
Die PRIMUS-Schule ist die einzige Schule i m Untersuchungsgebiet und im Stadtteil 
Berg Fidel. Sie ist ein Zusammenschluss der Primarstufe und der Sekundarstufe und 
wurde zum Schuljahr 2014/2015 in Münster eingeführt und stellt einen Schulversuch 
zum längeren gemeinsamen Lernen dar. Der Schulversuch umfasst somit die Jahr-
gänge 1 bis 10 und wird in der Regel im Ganztag geführt, spätestens ab Klasse 5 in 
Form des gebund enen Ganztags. In diesem Schulversuch soll erprobt werden, wi e 
stark die Bindung von Schülerinnen und Schülern der Grundschule an eine solche 
Schule in der Sekundarstufe I ist und ob es gelingt, Bildungsbiografien ohne Brüche 
zu ermöglichen.  
Die Schülerinnen und Schüler bleiben vom Schulbeginn bis zum Schulabschluss ganz-
tägig in einer Schule in Schulgebäuden an zwei Standorten (Jahrgang 1 bis 3: Hogen-
bergstraße, Jahrgang 4 bis 6 : Hogenbergstraße und Grevingstraße  (außerhalb des 
Untersuchungsgebiets), ab Ja hrgang 6 : Grevingstraße). Sie durchlaufen  somit drei 
Stufen. Jede Schülerin, jeder Schüler wechselt während seines Schullebens mehrmals 
die altersgemischte Klassengemeinschaft und damit auch das Pädagogen -Team. 
Jede Klassengemeinschaft wird von einem feste n, dauerhaften Team begleitet. Der 
Unterricht wird in allen Klassen ohne äußere Leistungsdifferenzierung in heterogen 
zusammengesetzten Lerngruppen integriert erteilt. Besonderes Augenmerk gilt dabei 
der individuellen Förderung der Schülerinnen und Schüler.  
 
In Berg Fidel bestehen bereits vielfältige Angebote, um die bestehenden Risikolagen 
für die vergleichsweise große Zahl benachteiligter Kinder und Jugendlicher abzufedern 
und einen guten Grundstein für  ihre weitere Entwick lung und für  die selbstständige 
Organisation ihres zukünftigen Alltags im Erwachsenenalter zu legen. Soziale, städti-
sche, kirchliche und freie Träger arbeiten  zusammen, indem ein regelmäßiger Aus-
tausch in verschiedenen Arbeitskreisen stattfindet.  
 
Im Folgenden werden beispielhaft einige dieser Einrichtungen benannt: 
 
 Stadtteilhaus Lorenz-Süd 
 Bürger- und Beratungszentrum „Alte Post“

56 
 
 Familienzentrum St. Maximilian Kolbe  
 Verbund Sozialtherapeutischer Einrichtungen (VSE)  
 Beratungsstelle Südviertel 
 Caritas Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche 
 Sozialbüro Caritas 
 AWO „Älter werden im Stadtteil“ / Quartierstreff Berg Fidel  
 Kommunaler Sozialdienst (Hiltrup) 
 
Das Stadtteilhaus Lorenz-Süd ist eine Einrichtung des Amtes für Kinder, Jugendliche 
und Familien der Stadt Münster . Es ist ein Ort der Begegnung,  Kommunikation und 
Bildung in gut erreichbarer, ruhiger Lage im Stadtteil. Es stellt den größten außerschu-
lischen Anbieter für Kinder und Jugendliche im Bereich Freizeit und Kultur im Stadtteil 
Berg Fidel dar. Mit einer Anzahl von über 3.700 Stunden an Angeboten (nachgewiesen 
im Jahr 2023) in den Bereichen Sport und Spiel, Bildung und Begegnung etc. wird auf 
die Bedarfe der Bewohnerinnen und Bewohner dieses Stadtteils nachhaltig eingegan-
gen. 
Kinder finden im Offenen Kindertreff täglich wechselnde und vielseitige Angebote – 
oder machen bei einem der regelmäßigen Projekte oder in einer Kreativwerkstatt mit.  
Jugendliche können im Offenen Jugendtreff das ganze Jahr über aus einem umfang-
reichen Programm wählen. 
Familien und Erwachsene treffen sich im Café Lorenz mit attraktivem Außenraum, wel-
ches auch ein abwechslungsreiches Kulturprogramm anbietet.  
Das umfangreiche Kurs- und Bildungsangebot für Kin der, Jugendliche und Erwach-
sene bietet z.B. eine Fahrradwerkstatt, Kinovorstellungen, F este, Musikkurse, Foto-
ausstellungen und Konzerte. 
 
Angebote speziell für Jugendliche sind z.B.: 
  
 die Förderung ihrer Selbstständigkeit und Persönlichkeit 
 die Stärkung ihrer sozialen Fähigkeiten 
 kostenlose und vertrauliche Beratung 
 Hilfe zur Selbsthilfe vor Ort an ihrem Lebensmittelpunkt 
 Bewerbungshilfe und Beratung bei der Berufsfindung bzw. Suche nach der 
geeigneten Schulform 
 
Das Stadtteilhaus Lorenz-Süd bietet neben den offenen Treffs sieben Wochen im Jahr 
ein offenes, kostenfreies Ferienprogramm und darüber hinaus noch vier OGS-Ferien-
wochen an. 
 
Jugendliche können die Zeit vor der Öffnung des Jugendtreffs nutzen , um bei den 
hauptamtlichen Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen Beratung in Anspruch zu 
nehmen und sie aufgrund vielschichtiger Problemlage n um Rat zu fragen (Fragen zu 
Schule / Beruf, finanzielle Probleme, Konflikte in der Familie, etc.). Außerdem gibt es 
für Jugendliche ab 14 Jahren das Angebot "Bewerbungstraining", welches nach Bedarf 
in Anspruch genommen werden kann. In allen Beteiligungsformaten wurde das Stadt-
teilhaus Lorenz-Süd als wichtige Einrichtung für Berg Fidel genannt, die das Zusam-
menleben der vielfältigen Stadtteilbevölkerung positiv prägt.

57 
 
Trotz des engagierten Einsatzes der Sport-, Freizeit- und Kultureinrichtungen im Quar-
tier genügen die derzeitigen Angebote nicht den festgestellten Bedarfen der Bewoh-
nerinnen und Bewohner. Insbesondere besteht ein Bedarf an öffentlichen Einrichtun-
gen wie einem multifunktionalen , abwechslungsreich gestalteten Spielplatz der Kate-
gorie A und einem Bolzplatz ( siehe auch Kapitel 4.11.  Öffentliche Räume / Parks / 
Spielplätze). 
 
Im Oktober 2024 eröffnete der Quartierstreff der AWO in den Räumen der ehemali-
gen Sparkasse im Zentrum von Berg Fidel. Der Quartierstreff dient als Begegnungsort 
für die Bewohnerschaft des Stadtteils um Begegnungen zwischen den Kulturen und 
Generationen zu ermöglichen. Verschiedenste Begegnungs- und Beratungsangebote 
für die unterschiedlichsten Zielgruppen werden hier unter einem Dach angeboten. In 
Kooperation mit der Alten Post und dem Lorenz-Süd soll bspw. ein alten- und genera-
tionengerechter Ort etabliert werden. Die Stadtteilkoordination „Frühe Hilfen“ nutzt die 
Räumlichkeiten für Angebote für die Zielgruppe Frauen und Mütter, aber bietet auch 
Lernhilfen für Schulkinder und Leseunterricht. Darüber hinaus bieten die Räumlichkei-
ten die Möglichkeit weitere dezentrale Angebote im Stadtteil anzusiedeln wie z.B. die 
AWO mit weiteren Fachdiensten, das Jobcenter, eine Rechtsberatung, Institutionen, 
Vereine und Verwaltungsbereiche sowie relevante Akteure und Träger. Auch das Bür-
ger- und Beratungszentrum „Alte Post“ nutzt die neuen Räumlichkeiten aktiv. Das 
Angebot umfasst neben Beratungen z.B. im Rahmen von Mieterfragen und Behörden-
schreiben auch Kreativkurse wie Malen und Gestalten.  
 
Das Familienzentrum bietet ein breites wechselndes Angebot an kulturellen Veran-
staltungen, wie z.B. Fahrten zur S tadtbücherei, Kinoabende und Lesungen, zu Ge-
sundheitsfragen und religiösen Themen. Darüber hinaus finden als feste Angebote 
z.B. Sprachkurse, Berufsberatung, karitative Sprechstunde n, die „Griffbereit Spiel-
gruppe“ und die Babyspielgruppe „Sure Start“ statt. 
 
Ein Schwerpunkt innerhalb der aufsuchenden Jugendsozialarbeit in Berg Fidel ist der 
Verbund sozialtherapeutischer Einrichtungen (VSE NRW e.V ). mit einem Quar-
tiersbüro in zentraler Lage an der Hogenbergstraße. Von dort aus unterstützt der Ver-
ein Kinder, Jugendliche und  deren Familien, wenn sie sich in herausfordernden Le-
benssituationen befinden, in denen sie Beratung und Begleitung  wünschen oder be-
nötigen. Das können beispielsweise Trennungssituationen, Erziehungsfragen, finanzi-
elle Notlagen, Schwierigkeiten im häuslichen oder schulischen Umfeld, Fragen nach 
beruflicher Perspektive und vieles Weitere sein. 
Die pädagogischen Fachkräfte des VSE kooperieren mit anderen im Sozialbereich ak-
tiven Einrichtungen.  
Das Team verfügt über Zusatzqualifikationen und Erfahrung in der interkulturellen Ar-
beit. Als wichtiger Bestandteil des Stadtteils Berg Fidel wird Wert auf Sozialraumorien-
tierung vor Ort gelegt. 
 
Angebote des VSE sind beispielsweise: 
 
 Sozialpädagogische Familienhilfe 
 Erziehungsbeistandschaften 
 Intensive sozialpädagogische Einzelfallhilfe 
 Hilfen für junge Volljährige

58 
 
 Beratung von Schü lerinnen und Schülern , Familien und Lehrpersonal bei 
Schwierigkeiten im Schulalltag (z.B. Schulabstinenz , soziale Auffälligkeiten, 
Mobbing, Kinderschutz) 
 Orientierung, Beratung, Begleitung und Coaching im Übergang Schule und Be-
ruf 
 Beratung und B egleitung von neu zugewanderten Kindern, Jugendlichen und 
deren Familien zu den Themen Schule und Bildung 
 
Als Mitglied des Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverbandes teilt die Beratungs-
stelle Südviertel e.V. die Grundwerte des Verbandes: Parität, Toleranz, Offenheit und 
Vielfalt. 
Im Mittelpunkt der Arbeit stehen die Menschen in ihren Beziehungen und individuellen 
Lebenswelten und im Spannungsfeld mit den jeweils  veränderten Rahmenbedingun-
gen, wie den politischen Entwicklungen und den sozial-kulturellen Bedingungen. 
Das Angebot ist vielfältig und umfasst z.B. die Betreuung von heilpädagogische n Ta-
gesgruppen, Frühe Hilfen, Patenprojekte, Beratungen und Schulprojekte , aber auch 
Beratung für Fachkräfte, wenn sie z.B. Bedarf an Supervision oder Fragen zum Kin-
derschutz haben. 
Ein zusätzlicher zweiter Standort ist in Kooperation mit der Stadtteilkoordination Berg 
Fidel mit zehn Personalstunden am Rincklakeweg im neuen Quartierstreff der AWO 
entstanden. Dieser neue Quartierstreff soll für alle Altersgruppen offen sein. In diesen 
Räumlichkeiten bietet die Beratungsstelle Südviertel flankierend einen Familientreff mit 
Spiel- und Beratungsangebot an.  
 
Der Kommunale Sozialdienst (KSD) bietet vielfältige Beratungsangebote für Kinder, 
Jugendliche und Familien an. Eine Sprechstunde des KSD wird in Berg Fidel derzeit 
anlassbezogen durchgeführt. 
In jedem Stadtbezirk steht ein Team von Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern in 
der Bezirkssozialarbeit als erster Ansprechpartner für soziale und pädagogische Fra-
gen zur Verfügung. Ziel ist eine lösungsorientierte, ganzheitliche Hilfestellung in Ver-
bindung von Beratung und gegebenenfalls wirtschaftlicher Hilfegewährung. Soweit der 
Schutz Minderjähriger und anderer schutzbedürftiger Menschen gewährleistet werden 
muss, geht der Aufgabenbereich über die Hilfe zur Selbsthilfe hinaus. 
 
Neben der Bezirkssoz ialarbeit gehören auch die nachfolgend angegebenen Fach-
dienste im Kommunalen Sozialdienst zum Aufgabengebiet: 
  Bezirkssozialarbeit 
  Eingliederungshilfen 
  Adoptiv- und Pflegekinderdienst 
  Jugendhilfe im Strafverfahren (Jugendgerichtshilfe) 
  Vormundschaften / Pflegschaften 
  Heimfachdienst 
 
Auf Stadtteilebene arbeitet der KSD z.B. eng mit der Schule, den Kindertagesstätten, 
dem VSE und auch mit der Polizei zusammen. In Berg Fidel hat der KSD keine An-
laufstelle oder Präsenzzeiten. Das für den Stadtteil zuständige Team ist in Münster 
Hiltrup (Patronatsstraße) ansässig. 
 
Der Caritasverband Münster, die kommunale Seniorenvertretung und die Arbei-
terwohlfahrt (AWO) engagieren sich gemeinsam in einem Stadtteilarbeitskreis und

59 
 
bieten zahlreiche Angebote für Seniorinnen und Senioren,  die in d er umfangreichen 
Broschüre „Älter werden in Hiltrup , Amelsbüren und Berg Fidel“  zusammengefasst 
sind. In dieser Broschüre stellen sich Anbieter, Behörden und Einrichtungen rund um 
die Altenhilfe vor.  
Darüber hinaus wird  eine regelmäßig stattfindende Gesprächsrunde für Seniorinnen 
und Senioren angeboten, in der auch gemeinsame Fahrten geplant werden. Hier wird 
z.B. auch Hilfe für Seniorinnen und Senioren bei der Bearbeitung von Anträgen, Ant-
worten auf Behördenschreiben und Hilfe bei Wohnungsproblemen angeboten.  
 
Das Sozialbüro Berg Fidel der katholischen Sankt-Joseph-Gemeinde bietet Un-
terstützung und Beratung für Hilfesuchende in schwierigen Lebenss ituationen im Ma-
ximilian-Kolbe-Haus (Hülsenbusch / Rincklakeweg) an. 
 
4.7. Freizeit / Kultur 
 
In einem kulturell vielfältigen Stadtteil wie Berg Fidel, in dem eine große Zahl unter-
schiedlicher Ethnien in teilweise enger Nachbarschaft zusammenleben, besteht über 
kulturelle Angebote die Chance, das Interesse an und die Toleranz für andere Kulturen 
zu stärken.  
Das Freizeit- und Kulturprogramm wird von der Stadtteilbewohnerschaft als nicht aus-
reichend eingestuft. Das ist ein wesentliches Ergebnis der unterschiedlichen Beteili-
gungsformate, die im Rahmen der Erarbeitung dieses InSEKS durchgeführt wurden. 
Es fehlt ein Netzwerk der Akteurinnen und Akteure, die sich für  kulturelle Aktivitäten 
interessieren und einsetzen. Externe Kulturschaffende und Akteurinnen und  Akteure 
vor Ort sollten vernetzt werden und sich gemeinsam in einer Projektwerkstatt zum Ide-
enaustausch zusammenfinden. Eine Ausnahme in Bezug auf dementsprechende An-
gebote stellen das Stadtteilhaus Lorenz-Süd und die „Alte Post“ dar, die bei allen Be-
teiligungsschritten positiv erwähnt werden. Trotz des engagierten Einsatzes der Frei-
zeit- und Kultureinrichtungen im Quartier genügen die derzeitigen Angebote nicht den 
festgestellten Bedarfen der Bewohnerinnen und Bewohner. Es ist somit erforderlich, 
die bestehenden Angebote zu erweitern und gezielt auf die festgestellten Bedarfe der 
Bewohnerinnen und Bewohner einzugehen, insbesondere durch die Schaffung von 
öffentlichen Freizeiteinrichtungen, um die Lebensqualität im Stadtteil nachhaltig zu ver-
bessern. 
 
Die rege Teilnahme an dem Stadtteilfest anlässlich des „50 . Geburtstages“ (Corona-
bedingt 50+1) von Berg Fidel im Mai 2022 und die positiven Rückmeldungen zeigen, 
dass die Bewohnerschaft großes Interesse an gemeinschaftlichen Events vor Ort hat. 
 
Der Bücherbus der Stadtbücherei Münster fährt Berg Fidel an zwei Haltestellen alle 14 
Tage an. An der Haltestelle Ter -Borch-Straße besteht ein kleiner, fester Leserkreis, 
darunter auch Bewohnerinnen und Bewohner der Alteneinrichtung Haus Simeon. Mit 
der PRIMUS-Schule besteht eine enge Kooperation, so dass verschiedenen Alters-
klassen die Möglichkeit geboten wird, das Leseangebot kennenzulernen und zu nut-
zen. Die PRIMUS-Schule verfügt selber über eine Bücherei, die sich großer Beliebtheit 
erfreut.

60 
 
Abb. 59: Berg Fidel ist bunt 
 
Bild: Stadt Münster  
 
4.8. Miteinander / Integration  
 
Dem im Vergleich zur Gesamtstadt Münster sehr hohen Anteil an Menschen mit Mig-
rationsvorgeschichte entsprechend (siehe auch Kap. 3.) haben einige Angebote der 
Bildungseinrichtungen, Vereine, Kirchengemeinden und Sozialverbände i m Stadtteil 
Berg Fidel einen integrativ en Ansatz. Darüber hinaus bestehen  gezielte Unterstüt-
zungsangebote oder Maßnahmen für bestimmte Zielgruppen.  
Ergänzend zu den genannten Freizeit-, Bildungs- und Kultureinrichtungen im Stadtteil 
engagieren sich  unterschiedliche thematische Arbeitskreise und -gruppen, die aktiv 
das Stadtteilleben und das Miteinander im Stadtteil unterstützen. 
Laut der Befragung der Schlüsselpersonen lassen sich einige der im Stadtteil stark 
vertretenen Ethnien dennoch nur schwer integri eren. Dadurch sind Parallelgesell-
schaften entstanden.  
Die Akteure und Akteurinnen in den entsprechenden Betreuungseinrichtungen berich-
ten, dass Kinder mit Migrationsvorgeschichte teilweise nur geringe Kenntnis se der 
deutschen Sprache haben. Dadurch erschweren sich die Integration und die Teilhabe.  
Von Seiten des Kommunalen Integrationszentrums der Stadt Münster (KI) wurde das 
Leitbild „Migration und Integration“ erarbeitet, welches der Rat Anfang 2025 beschlos-
sen hat. Das Leitbild hat zum Ziel, Strategien und Maßnahmen insbesondere zur Ver-
besserung der Teilhabechancen und Partizipation der Menschen mit Migrationsvorge-
schichte aufzuzeigen und diese dann als konkrete Maßnahmen auf Stadtteil - bzw. 
Quartiersebene umzusetzen. Berg Fidel soll in diesem Zusammenhang mit Priorität 
berücksichtig werden.

61 
 
Vom KI werden zudem Fortbildungen und Fachtagungen für Fachkräfte von Bildungs-
einrichtungen zu den Themen interkulturelle Öffnung, Rassismus-Kritik, sprachsensib-
ler Umgang sowie zur antidiskriminierenden Bildungsarbeit angeboten. Ziel ist es, u.a. 
Menschen mit Migrationsvorgeschichte als Ideengeberinnen und Ideengeber und Ak-
teurinnen und Akteure stärker zu berücksichtigen. Dazu muss diese Zielgruppe besser 
über bestehende Vorhaben und Projekte nach dem Grundsatz „Sprache vor Schrift“ 
informiert werden. 
 
Im Rahmen des Projektes „Gesundheit in der nachhaltigen Stadt“ lief das For-
schungsprojekt „Community Forschung für Berg Fidel“  von April 2023 bis Juli 
2024. Durch Alltagsbegegnungen, Interviews und der Organisation offener Treffen im 
Stadtteil soll die (migrantische) Bewohnerschaft befähigt werden, sich besser selbst 
zu organisieren. Durch diesen niederschwelligen Austausch und das Schaffen von Be-
ziehungen im Quartier sollen sensible Themen wie Armut, Diskriminierung, Rassismus 
und Stigmatisierung a ls gesundheitsgefährdende  Faktoren verdeutlicht und  Vor-
schläge erarbeitet werden, wie diese abgebaut werden können.  
 
Der „Fanport“ ist ein sozialpädagogisches Projekt mit Anlaufstelle am LVM-Preu-
ßenstadion. Diese Räumlichkeiten können für Treffen und Aktivitäten von Kindern und 
Jugendlichen genutzt werden. Zudem sind sie ein Ort für  Gruppen- und Projektarbeit 
sowie für außerschulischen Unterricht. Der Träger, die Outlaw Kinder- und Jugendso-
zialhilfe GmbH setzt sich gemeinsam mit dem Verein SC Preußen  Münster für eine 
tolerante und demokratische Fankultur ein und bietet Unterstützung in verschiedenen 
Handlungsfeldern und organisiert gemeinsame Unternehmungen. Ein weiteres Ar-
beitsfeld dieser gemeinnützigen Organisation sind Bildungsveranstaltungen in der 
Reihe „Flutlicht“, die einerseits nach den Bedürfnissen aus der Fanszene ausgerichtet 
werden, aber auch nach konzeptionellen Gesichtspunkten, um z.B. Toleranz und de-
mokratische Einstellungen zu fördern.  
Von Seiten der Bürgerschaft wird häufig die Initiative e rgriffen und werden Ideen for-
muliert, welche Aktionen zur Verbesserung des Miteinanders und zur Integration 
durchgeführt werden können. Bereits umgesetzte und im Stadtteil positiv angenom-
mene und für die Wiederholung vorgesehene Vorschläge sind z.B.:  
 Gemeinsame Besichtigungsfahrten zu verschiedenen religiösen Einrichtun-
gen in NRW: Synagoge und Moschee in Münster, Kölner Dom, buddhisti-
sche Tempel im Hamm 
 Kindertheater des “Don Kidschote“ 
 Tag der Muttersprache - Kinderbuchlesung auf Deutsch und Arabisch 
 Internationaler Frauentag (Wellnesstag für Seniorinnen) 
 Familienflohmarkt von und für Bewohnerschaft aus Berg Fidel (ohne 
Standgebühr) 
 Teilnahme und Beratungsfunktion "Kulturliste Münster" e.V. - kostenlose 
Teilnahme an dem kulturellen Leben in Münster 
 Frauenkurs MiA - Themen: sprachliche Orientierung und Gesundheit - ca. 
zwölf Teilnehmerinnen 
 Sprechstunden für Bewohnerinnen und Bewohner

62 
 
4.9. Sport / Bewegung 
 
In der Wahrnehmung der Gesamtstadt werden mit dem Stadtteil Berg Fidel vor allem 
sportliche Ereignisse in Zusammenhang gebracht. D er Grund dafür ist die  Lage des 
Stadions, in dem  der Fußballverein SC Preußen Münster spielt, und der G roßsport-
halle, in dem der USC Münster e.V.  spielt, zwischen der Hammer  Straße und der 
Straße Am Berg Fidel. Die sportlichen Veranstaltungen in diesen Anlagen sind oftmals 
mit Einschränkungen für die B ewohnerinnen und Bewohner des Stadtteils durch er-
hebliche Zuschauermengen und starkes Verkehrsaufkommen – häufig auch mit gro-
ßem Polizeieinsatz – verbunden. 
 
Ein bauliches Großprojekt der kommenden Jahre ist der Ausbau des LVM-Preu-
ßenstadions an der Hammer Straße hin zu einem zeitgemäßen,  barrierefreien, ener-
giesparenden und zweitligatauglichen Stadion. Die Neugestaltun g der Nord -, West, 
und Osttribüne haben im Jahr 2025 begonnen . Auch eine Kindertagesstätte wird im 
Gebäude integriert.  
 
Abb. 60: Ausbau des Preußenstadions 
 
Bild: Stadt Münster / Architektur Concept 
 
Allgemein gibt es i m Stadtteil trotz des Engagements der Sporteinrichtungen derzeit 
keine ausreichenden Sport- und Bewegungsmöglichkeiten für die Bewohnerschaft, so 
die Einschätzung der Stadtteilbewohnerinnen und -bewohner im Rahmen der Beteili-
gungsformate. Es fehlten Räumlichkeiten, Flächen im Außenbereich und Übungsleite-
rinnen und -leiter. Insbesondere bestehe ein Bedarf an öffentlichen Einrichtungen, z.B. 
ein multifunktionaler Spielplatz der Kategorie A  (Kinder / Jugendliche)  und ein Bolz-
platz.

63 
 
Abb. 61: Eingangsschild vor dem Beachvolleyfeld 
  
Bild: Stadt Münster 
Ein erster Schritt ist die Anlage von vier Beachvolleyball-Feldern im fertiggestellten und 
in Betrieb genommenen Sportpark westlich der Hammer Straße. Zwei der vier Beach-
volleyball-Felder sind für die Nutzung aller Interessierten freigegeben. Seitens der Ak-
teurinnen und Akteure, die in engem Kontakt zur Stadtteilbevölkerung stehen, wurde 
jedoch darauf hingewiesen, dass die Öffnung der Felder erfreulich sei, Beachvolleyball 
jedoch nicht die Sportart sei, die von den Bürgerinnen und Bürgern gewünscht werde 
und dieses Angebot demnach vermutlich wenig in Anspruch genommen werde. Die 
anderen beiden Felder sind ausschließlich für den Leistungssport des USC reserviert. 
Einem Großteil der Bewohnerschaft von Berg Fidel ist es aufgrund der hohen Eintritts-
preise für die jeweiligen professionellen Spiele nicht möglich, daran teilzunehmen. Al-
lerdings werden z.B. pro Heimspiel des SC Preußen Münster zehn Freikarten vom 
Stadtteilhaus Lorenz-Süd vergeben. 
 
Aus Sicht der Fachkräfte  z.B. des Stadtteilhauses Lorenz -Süd, die im engen Aus-
tausch mit der Stadtteilbevölkerung stehen, und des Arbeitskreises Sport und Bewe-
gung ist die Errichtung einer relativ kostengünstigen Freiluft-Sporthalle in Leichtbau-
weise angebracht, um witterungsunabhängig Sport treiben zu können.  
 
Seit jeher werden dem (Breiten-)Sport vielfältige Funktionen für die Gesellschaft zuge-
schrieben. So dienen Sport und Bewegung nicht nur als Möglichkeit zur Steigerung 
der Leistungsfähigkeit, der Gesundheitsförderung oder der Prävention, sondern erfül-
len gleichzeitig sozial-integrative Funktionen. Sport vermittelt wichtige Werte, Orientie-
rungs- und Verhaltensmuster wie Teamgeist, Respekt, Solidarität, Selbstbewusstsein, 
Regelakzeptanz und Fair Play. Da die sportliche Betätigung Menschen unterschiedli-

64 
 
cher Generationen sowie sozialer und kultureller Herkunft zusammenbringt, Hemmun-
gen sowie Sprachbarrieren abbaut, stellt die Förderung von Sport - und Bewegungs-
angeboten in Bezug auf die Integration in  einem Stadtteil, in dem viele verschiedene 
Nationalitäten leben, einen wichtigen Beitrag dar. Das Ange bot muss daher den  An-
forderungen und Bedürfnissen von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen unter-
schiedlichen Alters und Nationalitäten gerecht werden.  
Östlich der Hammer Straße – außerhalb des Untersuchungsgebietes – befindet sich 
die Sportanlage des ESV 1927 e.V. Dieser Verein bietet neben dem Fußballtraining, 
Leichtathletiktraining inklusive Kinderturnen, eine Tennisabteilung und eine Kegelab-
teilung an.  
 
Angestrebt werden: 
 Die Umwandlung des Ascheplatzes in einen Kunstrasenplatz (ganzjährige Nut-
zung durch die älteren Jugendjahrgänge, Treffpunkt für Jugendliche etc.) 
 Neugestaltung eines Eingangs zum Vereinsgelände an der Siemensstraße (Si-
cherer Zugang, Abkürzung der Wegstrecke aus Berg Fidel) 
 Schaffung eines Angebots für Mädchen und Frauen  
 
Ziel dieses Vereins ist ein ausgewogenes Verhältnis zwischen dem individuellen Leis-
tungswillen und dem Ziel nach angemessener körperlicher Betätigung . Für jüngere 
Kinder ist das Gelände aufgrund der Gefahren bei der Querung der Hammer  Straße 
und des geringen Straßenquerschnittes der Siemensstraße und vor allem der beglei-
tenden Gehwege nicht gut zu erreichen. 
Die zusätzliche Unterstützung des Vereins durch Ehrenamtliche od er studentische  
Hilfskräfte ist erforderlich. Insbesondere die Nachfrage nach Angeboten für Mädchen 
und Frauen (mit Migrationsvorgeschichte) ist hoch und muss ausgeweitet werden, um 
die Chancen der Integration dieser Zielgruppe zu erhöhen  (s.o.). Zur Umset zung ist 
eine intensive Öffentlichkeitsarbeit und Unterstützung erforderlich. 
 
In Berg Fidel gilt es insbesondere den hohen Antei l an SGB  II-Empfängerinnen und 
Empfängern und Menschen mit geringem Einkommen, kinderreichen Familien und Al-
leinerziehenden zu berücksichtigen. Die fehlenden finanziellen Mittel erschwer en es 
diesen Personenkreisen, aktiv an den teilweise kost enpflichtigen Freizeit- und Sport-
angeboten teilzunehmen. Die vorgegebenen organisatorischen Strukturen, die mit der 
Teilnahme an einem Sport angebot in Verbindung stehen , wie z.B. Fahr - oder Reini-
gungsdienste der Ausrüstung der jeweiligen Sportgruppe, können einige Familien nicht 
leisten. Schwierigkeiten bereiten neben der finanziellen Situation oftmals auch die be-
stehende Sprachbarriere und Informationsdefizite bei Familien, Kindern, Jugendlichen 
mit Migrationsvorgeschichte.  
Die Beteiligungsformate, die im Rahmen der Erarbeitung des InSEKs durchgeführt 
wurden, haben gezeigt, dass bei der Stadtteilbewohnerschaft auch ein großes Inte-
resse an vereinsungebundenem Sport auf freien Sportflächen bzw. öffentlichen Grün-
flächen besteht. Ein Beispiel hierfür ist der Wunsch, Calisthenics-Anlagen in den teil-
weise weitläufigen Grünanlagen oder auf Spielplätzen  einzurichten. Kinder und Ju-
gendliche äußerten sich dahingehend, dass Fußballtore fehlen würden. 
Es wird kritisiert, dass die Spiel- und Sportanlage am Familienzentrum am Rincklake-
weg an heißen Tagen aufgrund des Bodenbelages aus Kunststoff nicht gut nutzbar ist.

65 
 
 
Bild: Stadt Münster 
 
Der öffentliche Basketball - und Skateplatz, östlich an das Stadtteilhaus Lorenz -Süd 
angrenzend, wird aufgrund des ungeeigneten, rauen Bodenbelags nicht häufig ge-
nutzt, weil Verletzungsgefahr besteht. Eine Erneuerung des Bodenbelages unter Ein-
beziehung der Nutzerinnen und Nutzer würden vereinsungebundene Skate- und Bas-
ketballprojekte ermöglichen. 
 
Bei Seniorinnen und Senioren im Stadtteil erfreute sich das Hallenbad im Se nioren-
heim Haus Simeon großer Beliebtheit, welches aber aus Kostengründen geschlossen 
werden musste. 
 
Das jährlich stattfindende  Sportfest „Show des Sports“ in der Sporthalle Berg Fidel  
findet bei der Bewohnerschaft großen Anklang. Orga nisiert und betreut wird es vom 
Stadtsportbund Münster. Der Besuch ist kostenfrei. Im Mittelpunkt stehen Präsentati-
onen verschiedener Vereine und ihrer jeweiligen Sportarten.  
Sehr gut angenommen wird die Skater -Anlage, welche zwischen der Sporthalle Berg 
Fidel und dem Stadtteilhaus Lorenz-Süd gelegen ist. Sie verbindet die sportliche Be-
tätigung, das Miteinander und die Integration von sportlichen Jugendlichen im allge-
mein zugänglichen, öffentlichen Raum. Sie stellt einen Anziehungspunkt weit über den 
Stadtteil Berg Fidel dar. 
Abb. 62: Öffentlicher Basketball- und Skateplatz

66 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Bild: Stadt Münster 
Der Stadtsportbund in Kooperation mit dem  Gesundheitsamt kann bei dem Thema 
„Sport und Bewegung“ bereits auf vielfältige Erfahrungen zurückgreifen. Seit dem 
01.10.2021 wird z.B. in Coerde, einem von der Sozialstruktur mit Berg Fidel vergleich-
baren Stadtteil, das dreijährige Projekt „Coerde in Bewegung“ umgesetzt. 
In Berg Fidel wurde das Thema „Sport und Bewegung“ als eines der wichtigsten Hand-
lungsfelder sowohl von den Akteurinnen und Akteuren vor Ort als auch von Seiten der 
zuständigen Fachämter erkannt. Der Stadtsportbund und das Gesundheitsamt waren 
mit den Stadttei lakteurinnen und -akteuren hierzu intensiv im Gespräch. Es hat sich 
eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe „Sport und Bewegung“ in Berg Fidel auf Initiative 
des Stadtsportbundes gegründet. Die Gruppe besteht aus Sportvereinen, Kinder- und 
Jugendarbeit, Stadtteilarbeit, Verwa ltung und Politik. In dieser  Runde sollen Bedarfe 
formuliert, Maßnahmen überlegt und Kooperationen entwickelt werden.  
Erste Angebote, wie das Projekt „Offene Turnhalle“ – eine Kooperation vom Stadt-
sportbund, dem Kommunalen Integrationszentrum der Stadt Münster, dem Land NRW 
mit dem Förderprogramm „Komm an“ - konnte bereits realisiert werden und hat großen 
Anklang im Stadtteil gefunden. 
Aufgrund der im In SEK-Prozess erfassten Bedarfe und um an den Erfahrungen aus 
dem Projekt „Coerde in Bewegung“ in Berg Fidel anzuknüpfen und darauf aufzubauen, 
werden dem Stadtsportbund seit 2024 über das Gesundheitsamt der Stadt Münster 
Gelder für die Angebots- und Strukturentwicklung im Bereich Sport und Bewegung für 
Kinder und Jugendliche für Berg Fidel (und Kinderhaus) zur Verfügung gestellt.  
Abb. 63: Skateranlage am Stadtteilhaus Lorenz-Süd

67 
 
Abb. 64: Plakatwerbung für die Offene Turnhalle 
 
Bild: Stadt Münster 
Bei der Umsetzung wird auf die Niedrigschwelligkeit der Angebote sowie auf die Ver-
netzung der Menschen und des organisierten Sports im Stadtteil gesetzt. Handlungs-
bedarfe und -ansätze sind u.a.:  
 Aufbau und Etablierung niedrigschwelliger Angebote (z.B. Sport Nights, Of-
fene Sporthalle für Kinder und Jugendliche, Offene Sporthalle für Kinder mit 
Eltern) 
 Nutzung öffentlicher Räume durch Bewegung und Sport, Schaffen von Bewe-
gungsanlässen (z.B. Sport im Park, Beachvolleyball, Basketball, Skate-
Events, „bewegter Schulhof“) 
 Auf- und Ausbau von Bewegungsförderung in Kitas und Familienzentren (Be-
darfsanalyse, ggf. Initiierung von Angeboten, Aufbau von Kooperationen mit 
Sportvereinen) 
 Auf- und Ausbau von Sport und Bewegung in Schulen, inklusives OGS (Be-
darfsanalyse, ggf. Initiierung von Angeboten, Aufbau von Kooperationen mit 
Sportvereinen) 
 Gewinnung, Qualifizierung und Begleitung engagierter Bürgerinnen und Bürger 
für die (Mit-)Gestaltung von Sport- und Bewegungsangeboten 
 Stärkung der Sportvereine im Sinne von Stadtteilsportvereinen 
Die so aufgebauten Strukturen sollen als Teil der gesundheitsbezogenen Quartiers-
arbeit nachhaltig verankert werden. 
4.10. Gesundheit 
 
Berg Fidel ist ein Stadtteil, der nicht zuletzt aufgrund seiner besonderen Sozialstruktur 
und damit einhergehender „gesundheitlicher Chancenungleichheit“ besonderer Auf-
merksamkeit bedarf. Die Erfahrungen der Stadtteilakteurinnen und -akteure und auch 
die Erhebungen des Gesundheitsamtes bei der jährlichen Einschulungsuntersuchung 
(vgl. 3.10.) zeigen, dass im Stadtteil in Bezug auf die Gesundheitsfö rderung Hand-
lungsbedarf besteht.

68 
 
Um eine größtmögliche Wirkung bei der Förderung von Gesundheit zu erzielen, ist es 
wichtig, Gesundheit ganzheitlich zu verstehen und sowohl am individuellen Verhalten 
als auch an den Lebensverhältnissen anzusetzen. 
Das unten dargestellte Regenbogenmodell zeigt sehr anschaulich, welche vielfältigen 
Faktoren auf unterschiedlichsten Ebenen Einfluss auf Gesundheit haben  und damit 
auch die Lebenserwartung beeinflussen. Neben der baulichen Struktur, wie der Wohn-
form und der Frei- und Erholungsflächensituation, spielen z.B. auch die Arbeitsbedin-
gungen, die sozialen Netzwerke und auch das Infrastrukturangebot sowie die individu-
ellen finanziellen Rahmenbedingungen eine entscheidende Rolle. In den letzten Jahr-
zehnten ist auch der Klimaschutz und die Widerstandsfähigkeit gegenüber den Folgen 
des Klimawandels stärker in den Blick gerückt. Darüber hinaus sind die individuellen 
Verhaltensweisen – wie das Bewegungs- und Ernährungsverhalten – von Bedeutung.  
Bei der Betrachtung dieser Einflussfaktoren auf Gesundheit muss es das Ziel sein, die 
individuellen Lebenslagen der verschiedenen Communities zu erfassen und einzube-
ziehen. Dieser Anspruch erfordert die Entwicklung besonderer Methoden bei der Be-
teiligung der Bürgerinnen und Bürger, um eine gleichwertige Teilhabe zu ermöglichen. 
 
Abb. 65: Regenbogenmodell 
 
Bild: H. Köckler / Darstellung der HAGE e.V., 2020 nach Dahlgren & Whitehead 
 
Diesem Grundgedanken folgend setzt die Stadt Münster (Gesundheitsamt, Wissen-
schaftsbüro bei Münster Marketing) gemeinsam mit der Universität Münster (Institut 
für Geographie) das auf fünf Jahre angelegte und von der Techniker Krankenkasse 
geförderte Projekt „Gesundheit in der nachhaltigen Stadt“ um (nähere Informationen 
zum Projekt: www.muensterzukunft.de/gesundheit). 
Ziel des im Jahr 2021 gestarteten Projektes ist die partizipative Erarbeitung eines kom-
munalen Handlungsprogramms für gesundheitliche Chancengleichheit, welches als 
Teil der Stadtentwicklung fest verankert werden soll. Die gemeinsame Erarbeitung von 
zentralen Handlungsfeldern gesundheitlicher Chancengleichheit fand in partizipativen 
Workshops in den drei Stadtteilen Berg Fidel, Coerde und dem Hansaviertel statt. So-
wohl in „Gesundheitsforen“ mit Expertinnen und Experten der Stadttei larbeit als auch 
in Workshops mit der Bewohnersc haft wurden die zentralen Handlungsfelder sowie

69 
 
erste Maßnahmen hierzu erarbeitet. In Berg Fidel hat ergänzend eine Community For-
scherin, die in dem Stadtteil aufgewachsen und verwurzelt ist, Bedarfe der Gesund-
heitsförderung mit Menschen aus Berg Fidel, die als „schwer erreichbar“ gelten, ermit-
telt und mit Ihnen gemeinsam Interventionen entwickelt. 
In Berg Fidel wurden folgende Handlungsfelder als besonders bedeutsam herausge-
arbeitet: 
 Sport und Bewegung – Angebote schaffen, vernetzen, unterstützen 
 Kreative, neue Raumlösungen und Begegnungsorte schaffen und vorhandene 
Ressourcen unterstützen und schützen 
 Niedrigschwellige Zugänge stärken 
 Wohn- und Müllprobleme – Empowerment der Mieterinnen und Mieter stärken, 
Stigmatisierung aufbrechen, Augenhöhe schaffen 
 Empowerment und Teilhabe (von migrantischer Selbstorganisation, Glaubens-
gemeinschaften, Communities) 
 
Diese Handlungsfelder, die einem breiten Gesundheitsverständnis gemäß den vielfäl-
tigen Einflussfaktoren auf Gesundheit entsprechen, werden in anderen Kapiteln dieses 
InSEKs näher beleuchtet.  
Bezogen auf ein engeres Gesundheitsverständnis  steht u.a. das Ziel im Mittelpunkt, 
Strukturen zu schaffen, in denen niedrigschwellige Beratungs- und Hilfsangebote inei-
nandergreifen, um so eine bestmögliche Gesundhe itsförderung, Prävention und Ge-
sundheitsversorgung für alle Erwachsenen und besonders für Kinder und Jugendliche 
im Stadtteil zu gewährleisten. 
 
Die Weichen für ein gesundes Aufwachsen werden schon in der Schwangerschaft und 
in der frühen Kindheit gestellt. Deshalb ist es entscheidend, dass Schwangere und 
junge Mütter einen guten Zugang zum medizinischen Versorgungssystem haben und 
alle Vorsorgen für sich und ihr Kind nutzen. Gerade in Stadtteilen, in denen Menschen 
aus vielen Nationen und mit sozialen Problemen leben, finden Schwangere und Mütter 
leider oft nicht den Zugang zu bestehenden Angeboten . In Berg Fidel wurde diese 
Schwierigkeit schon vor Jahren erkannt.  
Im Rahmen des Projektes „Gesund Aufwachsen“ wurden durch das Gesundheitsamt 
u.a. Hebammensprechstunden in den beiden großen Kitas vor Ort eingeführt. Freibe-
rufliche Hebammen boten einmal pro Woche eine Sprechstunde an, oft gekoppelt an 
Angebote der Kita, wie z.B. das Frauenfrühstück. So gelang es über Jahre, Frauen 
und damit Kinder / Familien niedrigschwellig zu erreichen und zu beraten. 
Leider stellten die freiberuflichen Hebammen diese Tätigkeit zwischenzeitlich ein und 
es gelang nicht, neue Hebammen zu gewinnen.  
 
Im Stadtteil bestehen bereits verschiedene Unterstützungs- und Aufklärungsangebote 
oder sind derzeit in Planung, wie z.B.: 
 
Die Beratungsstelle „Frühe Hilfen “ des Gesundheitsamtes setzt bereits in der 
Schwangerschaft an. Hebammen und Kinderkrankenpflegerinnen betreuen fortlaufend 
Schwangere und Familien mit besonderem Unterstützungsbedarf. Einmal im Monat, 
im Rahmen des Frauenfrühstücks, besteht eine Sprechstunde mit einer Hebamme 
und einer Sozialarbeiterin . Die Mitarbeiterinnen der Beratungsstelle „Frühe Hilfen“ 
sind fast täglich aufsuchend im Stadtteil tätig. Um entwicklungsverzögerten oder be-
hinderten Kindern die entsprechende Förderung zu ermöglichen, steht  die Frühförde-
rung im engen Austausch mit den Kitas im Untersuchungsgebiet.

70 
 
Ergänzend ist nun  geplant, einmal im Monat in jeder Kita eine Sprechstunde durch 
eine Mitarbeiterin der Beratungsstelle „Frühe Hilfen“ im Gesundheitsamt durchzufüh-
ren, sobald dort  alle Stellen besetzt sind. Möglich ist der Einsatz einer Familienheb-
amme oder Familienkinderkrankenschwester, die durch ihre Weiterbildung für solche 
Einsätze geschult sind. Sie können zu Themen, wie Schwangerschaft, Impfungen, Fa-
milienplanung, Säuglingspflege und Ernährung beraten und bei Bedarf an Ärztinnen 
und Ärzte, Therapeutinnen und Therapeuten und Beratungsstellen weitervermitteln. 
Durch ihre gute Vernetzung, z.B. zu den Stadtteilkoordinatorinnen und Stadtteilkoordi-
natoren, übernehmen sie wichtige L otsenfunktionen. Dieses Konzept wurde in ähnli-
cher Form in Berg Fidel schon vor mehreren Jahren im Rahmen des Projektes „Ge-
sund Aufwachsen“ erfolgreich umgesetzt.  
Zusätzlich steht auch das Hebammenmobil des ASB jeden Dienstag von 10 .00 Uhr 
bis 12.00 Uhr vor dem Supermarkt nah&frisch an der Hogenbergstraße. Auch hier 
können Frauen unkompliziert Hebammenhilfe in Anspruch nehmen. 
 
Das Präventionsprogramm „Sure Start“ im Familienzentrum Maximilian Kolbe rich-
tet sich an Mütter und Babys bzw. Kleinkinder (von 0-3 Jahren) aus dem im Stadtteil 
stark vertretenen bildungsfernen, sozialschwachen sowie wirtschaftlich armen Milieu. 
Über die Stärkung der Mutter -Kind-Beziehung soll eine gute emotionale und körperli-
che Grundversorgung als Voraussetzung einer gesunden Ent wicklung der Kinder er-
reicht werden. Mitarbeiterinnen der Beratungsstelle „Frühe Hilfen“ nehmen regelmäßig 
an der „Sure Start-Gruppe“ teil und beraten die Teilnehmenden. 
 
Die Einschulungsuntersuchungen bei Kindern in Berg Fidel werden vorgezogen, um 
einen Förderbedarf frühzeitig zu erkennen, Therapien einzuleiten und den Kindern 
dadurch einen guten Übergang von der Kita in die Schule zu ermöglichen. Dabei ste-
hen die Schulärztinnen des Gesundheits- und Veterinäramtes im engen Austausch mit 
Eltern, Kitas und der Schule vor Ort, denn nur gemeinsam kann es gelingen, Über-
gänge erfolgreich zu gestalten. Auch im weiteren Verlauf begleiten die Schulärztinnen 
in Schulsprechstunden mit Schule, Jugendamt und Eltern die schulische Entwicklung 
der Kinder. 
Der Kinder- und Jugendzahnärztliche Dienst führt jährliche Untersuchungen in allen 
Kitas und der Grundschule durch und bietet zusätzlich Vorsorgemaßnahmen an („Kita 
mit Biss“), um die Zahngesundheit zu verbessern. Dabei spielt auch das Thema ge-
sunde Ernährung eine wichtige Rolle. 
 
Der Sozialpsychiatrische Dienst mit dem Kinder - und Jugendpsychiatrischen Dienst 
des Gesundheitsamtes bietet monatlich eine Sprechstunde mit dem Kommunalen So-
zialdienst des Jugendamtes im Bezirk an. Psychische Erkrankungen in Familien kön-
nen so erkannt und der Behandlung zugeführt werden. 
 
4.11. Öffentlicher Raum / Parks / Spielplätze 
 
Die Verbesserung der Wohn- und Lebensbedingungen in Berg Fidel beinhaltet, dass 
die öffentlichen und privaten (Frei -)Räume und Plätze zukünftig aktiver von der Be-
wohnerschaft genutzt werden können. Denn Bewegung und Aufenthalt im Freien för-
dert nicht nur die Gesundheit, sondern dient auch der Interaktion der unterschiedlichen 
Altersgruppen und der Integration der verschiedenen Ethnien im Stadtteil. Zudem wird 
der Vereinsamung älterer Menschen und Menschen mit eingeschränkter Mobilität vor-
gebeugt, sobald  attraktive, gut zu erreichend e Aufenthaltsflächen in unmittelbarer

71 
 
Nachbarschaft zur Wohnung vorgehalten werden. Aus diesem Grund liegt ein beson-
deres Augenmerk auf den öffentlichen sowie privaten Grün - und Freiflächen (siehe 
4.9. Sport / Bewegung). Berg Fidel bietet ein großes Potenzial, um dieses Ziel erfolg-
reich umzusetzen.  
 
Berg Fidel wurde von der Bewohnerschaft bei allen im Rahmen des InSEKs durchge-
führten Beteiligungsschritten als „grüner Stadtteil“ beschrieben. Auch die teilweise gro-
ßen, privaten Grünflächen rund um die Wohngebäude tragen zu dieser Einschätzung 
der Bürgerschaft bei. In erster Linie wurden aber die weitläufigen öffentlichen Grünflä-
chen, wie der Sternbusch -Park, die Spielplätze und die grünen Wegeverbindungen, 
wie die Hülsenbusch -Allee benannt. Diese Erholungsflächen tragen dazu bei, dass  
Familien, die mit vielen Kindern in eher beengten W ohnverhältnissen leben, ein Aus-
gleich im öffentlichen Raum zur Verfügung steht. 
Bei der Kinder- und Jugendbeteiligung #Stadtsache äußerten die Beteiligten, dass die 
Grünflächen und der Straßenraum intensiver mit blühenden Pflanzen gestaltet werden 
sollten. Auch Bäume und Sträucher mit essbaren Früchten und Trinkbrunnen fehlen 
im öffentlichen Raum aus Sicht dieser Zielgruppe. 
Die Freiräume im Süden von Berg Fidel, wie die Landschaftsparks Vennheide, Jesui-
terbrook und Lechtenberg , sind über die Drachterstraße , die Unterführung Lechten-
bergweg und über eine Brücke für Zufußgehende und Radfahrende angebunden. Die 
Infrastrukturtrassen von Bahn, Straßen und Dortmund -Ems-Kanal stellen dennoch 
Barrieren dar.

72 
 
Abb. 66: Grünsystem – Freiraumkonzept Stadtteil Berg Fidel 
 
Bild: Stadt Münster 
 
Auf den privaten Freiflächen der großen Wohnanlagen  macht sich der unachtsame 
Umgang der Bewohnerschaft in Bezug auf die Entsorgung von Müll drastisch bemerk-
bar (siehe 4.12. Sauberkeit / Sicherheit). Die Grüngestaltung dieser Freiflächen bedarf 
größtenteils einer erheblichen Aufwertung, damit eine Nutzung durch die Bewohner-
schaft ermöglicht wird. Diese kann dazu beitragen, dass gute Nachbarschaften entste-
hen und somit die Identifizierung mit dem eigenen Wohnquartier verbessert wird. 
Besonderes Augenmerk bei der Aufwertung , sowohl der privaten als auch der städti-
schen Grünflächen, sollte auf die Bedürfnisse älterer Mitmenschen und Menschen mit 
eingeschränkter Mobilität gerichtet werden. Darüber hinaus soll die Gestaltung der öf-
fentlichen Grünflächen zu mehr Bewegung  anregen – hier steht die Zielgruppe der 
älteren Kinder und Jugendlichen insbesondere im Fokus.

73 
 
Abb. 67: Kritikpunkte der Bürgerinnen und Bürger im Handlungsfeld „Öffentlicher Raum, Parks, Spiel -
plätze 
  
Bild: Stadt Münster 
 
In dem Untersuchungsgebiet ist die Spielplatzversorgung für Kleinkinder (B/C-Bereich) 
mit 127 % sehr gut, während der Versorgungsgrad für ältere Kinder und Jugendliche 
(A-Bereich) bei lediglich 44 % liegt. 
Die großflächigen, öffentlichen Spielplätze werden gut angenommen . Insbesondere 
der Spielplatz am Naturdenkmal  südlich der Bahngleise (Dortmund - Münster) und 
westlich der Gigastraße – erfreut sich aufgrund der Tunnel rutsche auch bei älteren 
Kindern großer Beliebtheit. 
 
Abb. 68: Spielplatz mit Tunnelrutsche 
 
Bild: Stadt Münster

74 
 
Der Spielplatz nördlich der Trauttmansdorffstraße und süd lich der Pictoriusstraße 
wurde in den vergangenen Jahren  grundlegend umgestaltet – mit neuen, attraktiven 
Spielgeräten, aufwendig gestalteten  Pflanzbeeten und großzügigen Grünbereichen 
und einladenden Aufenthalts- und Begegnungsräumen – teilweise mit Bankreihen un-
ter Pergolen  und Sitzgruppen mit zugeordneten Tischen . Aufgrund der sehr unter-
schiedlichen Nutzergruppen lag ein Schwerpunkt bei der Neugestaltung im Angebot 
verschiedener Sitzgruppen. Im Vorfeld wurden mehrere Institutionen diesbezüglich zu 
ihren Wünschen befragt, wie z.B. das Stadtteilhaus Lorenz-Süd, eine Wohngruppe der 
nahe gelegenen Senioreneinrichtung Haus S imeon und eine Kindergruppe aus dem 
Familienzentrum. Die Zielgruppe des Spielplatzes sind Kinder und Jugendliche bis 16 
Jahren. 
 
Abb. 69: Sanierter Spielplatz an der Ter-Borch-Straße / Trauttmansdorffstraße / Pictoriusstraße 
 
Bild: Stadt Münster 
 
Abb. 70: Spielplatz im Sternbusch-Park 
 
Bild: Stadt Münster 
 
Der Spielplatz im Sternbusch-Park bedient die Zielgruppe der älteren, schulpflichtigen 
Kinder und Jugendlicher. Großkronige Bäumen spenden an heißen Tagen Schatten.

75 
 
Der öffentliche Spielplatz für Kleinkinder, Kinder und Jugendliche bis 16 Jahren am 
Rincklakeweg wurde im Jahr 2023 saniert.  
Die Neugestaltung der Spielplätze wird grundsätzlich mit dem Amt für Kinder, Jugend-
liche und Familien abgestimmt. 
Die im Stadtteil vorhandenen privaten Spielplätze weisen sehr unterschiedliche Quali-
täten auf.  
 
Abb. 71: Spielplatz Lechterstraße 
 
Bild: Stadt Münster 
 
Bei der Kinder - und Jugendbeteiligung #Stadtsache wurde eine Reihe von offenen 
Wünschen, wie z.B. Volleyballfelder, Trampoline, Tischtennisplatten, Basketballkörbe 
und Seilbahnen genannt. Auf den größeren Freiflächen wurden Fußballtore ge-
wünscht. Auffallend bei  einer Vielzahl von öffentlichen Spielplätzen ist, dass  unge-
nutzte bzw. wenig genutzte Freiflächen angrenzen, die sich für die obengenannte n 
Nutzungen zu eignen scheinen.  
 
Abb. 72: Ungenutzte Freifläche an der Ter-Borch-Straße 
 
Bild: Stadt Münster 
 
Die großkronigen, schattenspendenden Bäume an den Spielplätzen sind angesichts 
der erwarteten zunehmend heißeren Sommer  aufgrund des Klimawandels positiv zu 
bewerten.  
Die Dirtbike-Anlage in Berg Fidel ist derzeit gesperrt, weil die Nutzung unter den ge-
gebenen Rahmenbedingungen mit Gefahren verbunden ist. Die natürliche Vegetation

76 
 
hat sich inzwischen in dem Ar eal wieder intensiv entwickelt , so dass die ehemalige 
Struktur der Dirtbike-Anlage in Teilbereichen nicht mehr zu erkennen ist.  
Derzeit wird die Erneuerung der Anlage durch ein externes Büro umgesetzt, die nach 
Fertigstellung von der Stadt Münster unter Berücksichtigung der Verkehrssicherungs-
pflicht dauerhaft instandgehalten wird. Die Reaktivierung dieser Anlage ist ein wichti-
ger Baustein in der Verbesserung des Angebotes für ältere Kinder, Jugendliche und 
Erwachsene. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Bild: Stadt Münster 
 
Abb. 73: Dirtbike-Anlage

77 
 
Abb. 74: Entwicklung der Grünflächen (Bestand und Planung) 
 
Bild: Stadt Münster

78 
 
4.12. Sauberkeit / Sicherheit  
Sauberkeit  
Die Sauberkeit und Sicherheit auf öffentlichen und privaten Frei- und Gemeinschafts-
flächen hat in Berg Fidel einen großen Einfluss auf das Image des Stadtteil s. Insbe-
sondere in den Mehrfamilienhäusern leben unterschiedlic he Ethnien zusammen, die 
oftmals ein anders Ver ständnis von  geordneter Müllentsorgung haben . Mehrfach 
wurde innerhalb der Nachbarschaften und den Wohnungsgesellschaften beklagt, dass 
die Müllsammelanlagen, aber auch die Treppenhäuser und Freiflächen durch Müll ver-
unreinigt sind. Für die Reinigung dieser privaten Flächen ist der Eigentümer bzw. die 
Eigentümerin zuständig. Von der Bewohnersch aft wird bemängelt, dass sich die Ei-
gentümerin der Mehrfamilienhäuser mit großer Anzahl von Wohneinheiten (LEG) dem 
Müllproblem wenig widmet. Neben dem Hausmüll werden teilweise täglich grö ßere 
Mengen an Sperrmüll „wild“ im öffentlichen Raum entsorgt.  
Der aktuelle Entsorgungskalender mit den Terminen der Abholung im jeweiligen Quar-
tier (in deutscher Sprache) ist online verfügbar. Er kann auch als Papierform bei den 
Abfallwirtschaftsbetrieben Münster (AWM) angefordert werden und wird dann jährlich 
regelmäßig unaufgefordert versendet. Für Menschen mit Sprachbarriere oder Men-
schen aus Herkunftsländern, in denen keine geregelte Müllentsorgung stattfindet, be-
steht unter Umständen  ein Informationsdefizit über die von der AWM angegebenen 
Abholtermine.  
Hausmüll und Gegenstände aller Art werden in größerem Umfang unabhängig von den 
Abholterminen und den Entsorgungsvorgaben der AWM im Straßenraum und auf öf-
fentlichen und privaten Grün- und Freiflächen entsorgt. Anwohnerinnen und Anwohner 
beobachteten zudem, dass auch Fahrzeuge mit Kennzeichen außerhalb Münsters vor-
fahren und Sperrmüll entsorgen.  Dieses Problem ist jedoch nicht „Berg Fidel -spezi-
fisch“, sondern tritt in anderen Münsteraner Quartieren ebenfalls auf. 
Zu dem Problem des nicht ordnungsgemäß entsorgten Hausmülls und der wilden Ab-
lage von Sperrmüll, der sich häufig über mehrere Tage im öffentlichen Raum befindet, 
treten in Berg Fidel immer wieder Rattenplagen auf. Diese beiden Themen stehen in 
enger Wechselwirkung miteinander.  
 
Die Flächen in der Zuständigkeit der AWM werden regelmäßig gereinigt. Weitere Ka-
pazitäten stehen derzeit nicht zur Verfügung. Die AWM geben zu bedenken, dass eng-
maschige Reinigungsfrequenzen zwangsläufig zu einer Erhöhung der Gebühren füh-
ren. 
Die AWM bieten einen „Deponie-Erlebnispfad“ an (betreut von zwei Abfallpädagogin-
nen) um Kinder (aber auch Erwachsene) möglichst früh zum nachhaltigen Denken und 
Handeln anzuregen. Ü ber diesen Weg können auch Eltern für den Themenkomplex 
„Abfall – Energie – Klima“ sensibilisiert werden. Durch diese  Führungen werden die 
Schülerinnen und Schüler einerseits über das tägliche Abfallaufkommen / die Abfall-
vermeidung aufgeklärt. Andererseits sollen sie zum umweltfreundlichen Umgang mit 
Abfall motiviert werd en. Zudem verleihen  die AWM Bildungsmaterial an Kitas und 
Schulen, wie z.B. den Abfallbildungskoffer , der von den jeweiligen Einri chtungen an-
gefordert werden kann. 
Auch besteht münsterweit ein abfallpädagogisches Angebot zur Ausbildung von soge-
nannten „Müll-Scouts“ an Schulen, das von den AWM betreut wird. Für eine Intensi-
vierung dieser pädagogischen Maßnahmen muss der diesbezüglich geschulte Perso-
nalbestand jedoch aufgestockt werden.

79 
 
Von der Stadttei lbevölkerung wird auch beklagt, dass Grünflächen, Sp ielplätze und 
Gehwege häufig mit Hundekot verunreinigt werden. Die im öffentlichen Raum bereit-
stehenden Spender für Hundekotbeutel werden wiederholt geleert und die ungenutz-
ten Beutel im Umfeld verstreut. 
 
Abb. 75: Plakatwerbung für eine Aufräumaktion – initiiert durch das Stadtteilhaus Lorenz-Süd 
 
Bild: Arbeitskreis Berg Fidel  
Sicherheit  
Wichtige Voraussetzungen, damit sich Menschen im öffentlichen Raum sicher fühlen, 
sind beispielsweise Einsehbarkeit, Helligkeit und Barrierefreiheit. Insbesondere ältere 
Menschen, Menschen mit eingeschränkter Mobilität, aber auch die Schülerschaft be-
schreiben den Stadtteil in den Abend - und Nachtstunden als unsicher. Es werden 
Angsträume genannt, die von diesen Bevölkerungsgruppen gemieden werden. Als Ur-
sachen werden alkoholisierte Personen, Gruppen von Jugendlichen und Drogenhan-
del identifiziert. Insbesondere die größeren Parkplätze, die Fußwege durch die Grün-
anlagen ( in den dunklen Jahreszeiten ), die Spielplätze sowie die teilweise schlecht 
beleuchteten Bushaltestellen zählen zu den Bereichen, die ein Gefühl der Unsicherheit 
hervorrufen.  
Die Bezirksstreife der Polizei ist fast täglich in  Berg Fidel unterwegs. Die Kontaktbe-
amten sind darüber hinaus im Arbeitskreis Berg Fidel vertreten und können somit zeit-
nah über aktuelle Vorkommnisse im Stadtteil informieren.

80 
 
4.13. Fazit der Stadtteilanalyse 
Wohnen / Städtebau 
Die privaten Außenflächen machen in einigen Quartieren einen ungepflegten Eindruck. 
In den Hochhäusern ist die Wohnungsbelegung durch die Vermieterinnen und Vermie-
ter bzw. durch die  Wohnungsgesellschaften oftmals problematisch, so dass  die Ent-
stehung von Konflikten und Parallelgesellschaften vorprogrammiert sind und die Integ-
rationsbemühungen der Sozialverwaltung der Stadt Münster und der freien Träger er-
schwert werden.  
Für kinderreiche Familien fehlen große Wohnungen mit mehreren Kinderzimmern – 
eine Voraussetzung für ungestörtes Lernen und den Ausstieg aus der Arm utsspirale 
durch Bildung. 
Ein Großteil der Wohnungen ist nicht barrierefrei und muss energetisch aufgewertet 
werden. Häufig wird Kritik an der LEG, einer im Stadtteil stark vertretenen Eigentüme-
rin, in Bezug auf den allgemein mangelhaften  Zustand der Wohnu ngen und des an-
grenzenden Außenraums geäußert.  
Klimaschutz / Klimaanpassung  
Berg Fidel wird von der Bewohnerschaft aufgrund der zahlreichen Grünflächen un d 
der Nähe zu den südlich angrenzenden Erholungsflächen als „grüner Stadtteil“ einge-
stuft. Der große Bestand an Flachdächern – insbesondere im Zentrum des Stadtteils 
– bietet sich an, um die Möglichkeiten für Dachbegrünung und das Anbringen von Pho-
tovoltaikanlagen zu prüfen. Aus klimatischer Sicht ist die dunkle Fassadengestaltung 
bei einer Mehrzahl der Großwohnsiedlungen sowie die star ke Versiegelung einiger 
Freiflächen – insbesondere im Stadtteilzentrum – negativ zu beurteilen. 
Nahversorgung / Arbeitsmarkt 
Das Nahversorgungsangebot an der Hogenbergstraße liegt zentral im Stadtteil und ist 
aus dem Großteil der Wohnquartiere fußläufig zu erreichen. Aufgrund seiner Insellage 
hat es eine wichtige Versorgungsfunktion.  Dieses gesamte Areal (nördlich der Pas-
sage Rincklakeweg) hat aufgrund der Fassadengestaltung und der Außenflächen ei-
nen unattraktiven Charakter. Die Ladenpassage südlich der Unterführung ist geprägt 
durch vereinzelte leerstehende Ladenlokale.  
Der Lebensmitteldiscounter im Nordosten des Stadtteils is t städtebaulich nicht inte-
griert und richtet sich in erster Linie an Kunden mit PKW. 
Im städtischen Vergleich zeigt sich im Stadtteil ein hohes Maß an Arbeitslosigkeit.  
Durch die Eröffnung des Quartierstreffs der AWO besteht die Möglichkeit eine Sprech-
stunde des Jobcenters vor Ort anzubieten, um der hohen Arbeitslosigkeit und der ho-
hen Armutsquote im Stadtteil entgegenzuwirken. 
Mobilität  
Der Stadtteil ist vom Münsteraner Stadtzentrum mit dem öffentlichen Nahverkehr gut 
zu erreichen. Mit dem Fahrrad kann die Innenstadt Münsters und der Stadtteil Hiltrup 
über die Hammer  Straße erreicht werden. Die Bahntrasse n stellen eine Barriere im 
Süden und Westen des Untersuchungsgebietes dar, die nur als Fußgänger und Rad-
fahrer über Brücken bzw. Unter führungen gequert werden können.  Dadurch entsteht 
eine Insellage, die von der Bewohnerschaft des Stadtteils positiv bewertet wird. 
Im Untersuchungsgebiet gibt es zahlreiche ruhige Wohnstraßen und Fußwegverbin-
dungen.

81 
 
Die Hammer Straße ist durch den Kraftfahrzeugverkehr stark belastet. Die Trauttmans-
dorffstraße ist in ihrem südwestlichen Abschnitt überdimensioniert. 
Bildung / Betreuung / Erziehung / Beratung 
Die Analyseergebnisse stützen die bisher vor Ort wahrgenommenen Problem e und 
untermauern die Notwendigkeit, die Zielgruppe der Kinder und Jugendlichen im Stadt-
teil mit ihren besonderen Herausforderungen kontinuierlich durch individuelle und 
strukturelle Maßnahmen zu fördern. So kann es gelingen, die Startbedingungen der 
Kinder im Stadtteil Berg Fidel mit einer besseren Ausgangslage für ihre Schullaufbahn 
und die weiterführende Bildung zu optimieren, um den Weg aus der Armut zu erleich-
tern. Ein früher Einstieg in eine Kindertageseinrichtung ist unumgänglich. 
Auch die Zielgruppe der Erwachsenen muss im Fokus stehen, um Sprachbarrieren  
abzubauen und durch Angebote zur Bildung, Beratung und Kinderbetreuung die Chan-
cen auf dem Arbeitsmarkt zu erhöhen. 
Miteinander / Integration  
Im Stadtteil Berg Fidel leben viele  verschiedene Nationalitäten. Diese Menschen aus 
den unterschiedlichsten Ethnien in den Stadtteil zu integrieren und ihnen ein Zugehö-
rigkeitsgefühl zu vermitteln, stellt eine große Herausforderung dar. Untereinander tre-
ten häufig Sprach- und Kulturbarrieren auf. Die Arbeit aller Träger ist insofern integrativ 
ausgerichtet. Es besteht bereits ein breites Angebot unter anderem des Stadtteilhau-
ses Lorenz-Süd, der Alten Post, der PRIMUS-Schule sowie der kirchlichen und sozia-
len Träger. Durch die Eröffnung der B egegnungsstätte der AWO in der ehemaligen 
Sparkasse haben sich weitere Möglichkeiten , niederschwellige Angebote  für den 
Stadtteil zu schaffen , eröffnet. Die stark versiegelten Freiflächen im Stadtteilzentrum 
bieten großes Potenzial, um ein ungezwungenes Mi teinander durch entsprechende 
Angebote zu fördern. 
Freizeit / Kultur  
Sowohl die Stadt Münster, die sozialen Träger, als auch der Eisenbahner Sportverein 
Münster bieten für alle Alters gruppen Möglichkeiten sich z u bilden, Sport zu treiben 
und Freizeit mit Gleichgesinnten zu verbringen.  
Dennoch hat die Befragung der Bürgerschaft ergeben, dass das Angebot für be-
stimmte Ziel gruppen erweitert werden muss . Insbesondere finanziell benachteiligte 
Bevölkerungsgruppen und Menschen mit Sprachbarriere finden kaum Zugang zu den 
bestehenden Angeboten. Hierzu gehören Frauen und Mädchen mit Migrationsvorge-
schichte und Jugendliche allgemein. Die Beantragung von finanziellen Zuschüssen zur 
Nutzung der kostenpflichtigen Angebote – z.B. über das Bildungs- und Teilhabegesetz 
– stellt oftmals aufgrund der formalen Anforderungen eine Überforderung dar. Insofern 
hat die attraktive Gestaltung des Außenraums eine besondere Bedeutung für die kos-
tenfreie Freizeitgestaltung. 
Sport / Bewegung 
Während der Bürgerbeteiligung wurde n unzureichende Möglichkeiten für  vereinsun-
gebundenen Sport oder Bewegung bemängelt. Im Rahmen der Errichtung des Sport-
parks westlich der Hammer Straße – als Erweiterung der Trainingsflächen für den Fuß-
ballverein SC Preußen Münster und den Volleyballverein USC Münster – entsteht auch 
ein Bürgerpark östlich der Straße Am Berg Fidel.  
Bei der Neugestaltung der öffentlichen Fläch en, Grünanlagen und Spielplätze gilt es, 
ein besonderes Augenmerk auf Bewegungsangebote für alle Altersgruppen zu richten.

82 
 
Auch die zukünftige Reaktivierung der Dirtbike-Anlage ist für ältere Kinder und Jugend-
liche als positive Entwicklung in Bezug auf das Angebot für ihre Altersgruppe zu wer-
ten. 
Gesundheit 
Medizinische Untersuchungsergebnisse von Kindern und Jugendlichen aus Berg Fidel 
machen die gesundheitliche U ngleichheit im Stadtteil und im Vergleich mit der Ge-
samtstadt Münster deutlich. Es gibt  eine gute hausärztliche Versorgung und unter-
schiedliche Beratungs - und Unterstützungsstrukturen  durch engagierte Akteurinnen 
und Akteure im Untersuchungsgebiet und in den unmittelbar angrenzenden Quartie-
ren. Das niederschwellige, umfassende Beratungsangebot – insbesondere für Bevöl-
kerungsgruppen mit Sprachbarriere – muss jedoch optimiert werden. Auch eine dau-
erhafte Integration in den Arbeitsmarkt und gesunde Wohnverhältnisse tragen ent-
scheidend zur psychischen und physischen Gesunderhaltung der Bewohnerschaft bei. 
Öffentliche Räume / Parks / Spielplätze 
Im Untersuchungsgebiet sind viele private als auch öffentliche Grün- und Freiflächen 
vorhanden, die zum Verweilen einladen. Auch die Nähe zu den südlich angrenzenden 
Erholungsgebieten oder zum Dortmund-Ems-Kanal machen den Stadtteil hinsichtlich 
seiner Qualität attraktiv. Innerhalb der Quartiere bestehen zahlreiche vom Verkehr ab-
gewandte Fuß - und Radwegverbindungen, die die Erreichbarkeit der Erholungsflä-
chen erleichtern. 
Insbesondere die privaten Grünflächen der Mehrfamilienhäuser sind weitgehend we-
nig attraktiv gestaltet. Auch für die öffentlichen Spielplätze und Grünflächen besteht in 
Teilbereichen Aufwertungspotenzial. Positiv wird die inzwischen abgeschlossene Neu-
gestaltung des Spielplatzes an der Pictorius-Straße / Rincklakeweg bewertet. 
Sauberkeit / Sicherheit  
In Berg Fidel besteht ein großes Problem hinsichtlich der Müllentsorgung an den pri-
vaten Müllsammelplätzen, aber auch im öffentlichen Raum. Mehrmals die Woche sind 
große Müllansammlungen entlang der Hauptstraßen, aber auch in den Wohnquartie-
ren zu finden. Zudem herrscht im Stadtteil vor allem in der Dunkelheit ein großes Un-
sicherheitsgefühl beim Aufenthalt im öffentli chen Raum. Dies äußerten insbesondere 
ältere Menschen und Kinder bei den Beteiligungsformaten. Gründe hierfür liegen u.a. 
in dem übermäßigen Konsum von Alkohol und Drogen und der Belästigung durch Lärm 
im öffentlichen Raum.

83 
 
5. Übersicht der Stärken und Schwächen 
Die folgende Auflistung stell t eine Übersicht der herausgearbeiteten Stärken und 
Schwächen in den einzelnen Handlungsfeldern dar, die gemeinsam mit der Bürger-
schaft, den Akteurinnen und Akteuren vor Ort und den Fachämtern erarbeitet worden 
sind. Im Erarbeitungsprozess wurden alle eingegangenen Anregungen registriert. Die 
eingehende Prüfung durch die jeweils zuständigen Fachämter ergab, dass einzelne 
Anregungen auf Grund beispielsweise planerischer, baulicher oder finanzieller Rest-
riktionen im Rahmen dieses InSEKs nicht umsetzbar sind. Diese Anregungen wurden 
im weiteren Verfahren deshalb nicht mehr berücksichtigt. 
 
Wesentliche Ergebnisse der Beteiligungsformate 
Einschätzungen der Bürgerschaft und der Fachämter 
 
(Schlüsselpersonen, Kinder & Jugendbeteiligung #Stadtsache, Auftakt InSEK Berg Fidel, 
Familienkonferenz, Haushaltsbefragung, Forschungsprojekt „Gesundheit in der nachhal-
tigen Stadt“, Ämterbeteiligung) 
 
 
Allgemeine Einschätzung  
positiv negativ 
• grüner Stadtteil 
• Nähe zur Innenstadt 
• ruhige Lage 
• interkultureller Stadtteil 
• Kinder und Jugendliche (der  
  PRIMUS-Schule) sind grundsätzlich  
  zufrieden  
• schlechtes Image 
• sozialer Brennpunkt 
• Farbgestaltung an Häusern / im  
  öffentlichen Raum 
• ungepflegte Gebäude und Freiflä-  
  chen 
• häufig negative Presseberichte 
 
 
1  Wohnen / Städtebau 
positiv negativ 
• großes Angebot an öffentlich  
  geförderten Wohnungen 
• geringe Mieten 
• ruhiges Wohnen durch Insellage 
• Planungssicherheit für Bewohner- 
  schaft durch rechtskräftige B-Pläne 
• viele Mietwohnungen in der Hand ei- 
  nes Wohnungsunternehmens als An- 
  sprechpartner (LEG) 
• Prüfung von Nachverdichtungs- 
  potentialen möglich 
• engagierte Eigenheimbesitzerinnen 
  und -besitzer 
• laufender Generationswechsel  
• baulicher Zustand / Sanierungsstau  
  in einigen Geschossbauten, Gesund- 
  heitsgefährdung in einigen Wohn- 
  ungen 
• schlechte Betreuung durch die LEG 
• zuständige Ansprechpartner nicht  
  bekannt / nicht erreichbar 
• Informationen nicht mehrsprachig  
• fehlendes Wissen über Handlungs- 
  möglichkeiten / Mieterrechte 
• geringer Anreiz für Eigentümer und  
  Eigentümerinnen zu sanieren  
• Stadtverwaltung reagiert

84 
 
  (junge Familien erwerben Eigentum) 
• Mieterinnen- und Mietervereine  
  unterstützen 
 
  auf Mieterbeschwerden nicht proaktiv 
• derzeit keine Aufwertungsaktivitäten, 
  um in den baulichen Zustand zu  
  investieren und um die soziale Mi- 
  schung zu verändern 
• Preis / Leistung der Wohnungen 
• Großteil der Mehrfamilienhäuser  
  nicht barrierefrei 
• hohe Mietnebenkosten / hoher Ener- 
  gieverbrauch 
• zu kleine Wohnungsgrößen  
  für kinderreiche Familien 
• fehlende Aufenthaltsqualität des  
  Wohnumfeldes 
• geringe soziale Mischung  
  (Konzentration von ehem. öffentlich  
  gefördertem Wohnungsbau) 
• geringes Potenzial für Baugebiets- 
  entwicklungen 
• aktuell keine Wohnbaugebietsentwick- 
  lung im Untersuchungsgebiet 
• aktuell keine Maßnahmen und Projekte  
  zur Abwendung der bestehenden Defi- 
  zite zum Thema Wohnen

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2  Klimaschutz / Klimaanpassung 
positiv negativ 
• geringer Grundflächenverbrauch durch  
  Geschosswohnungsbauten 
• Münsterländischer Kiessandrücken  
  positiv für Versickerung 
• Eignung für serielle Sanierung 
  (Gebäude gleicher Bauart) 
• hoher Anteil an Flachdächern (Eignung 
  für Solarenergie) 
• thermische Ausgleichsfunktion durch  
  Grünflächen (50 % der Dachlandschaft  
  geeignet für Gründächer) 
• nicht genutzte, gepflasterte Flächen mit  
  Potenzial zur Entsiegelung 
• Kaltluftzufuhr in das Quartier Geist  
 
• stark urban geprägter Wasserhaushalt 
• nicht ausreichend vorhandene  
  (multifunktionale) Rückhalteräume und 
  Notwasserwege bei Starkregen  
• geringe Fassaden- und Dachbegrünung 
• keine konkret auf Berg Fidel bezogene  
  Maßnahmen zur Klimaanpassung 
• kein Anschluss an das Fernwärmenetz 
• fehlende energetische Ertüchtigung 
• hoher Versiegelungsgrad insbesondere 
  im Zentrum 
• Erwartung einer sehr ungünstigen  
  thermischen Situation (Stadtrand)  
• dunkle Fassaden an den  
  Geschosswohnungsbauten 
 
3  Nahversorgung / Arbeitsmarkt 
positiv negativ 
• zentral gelegenes Nahversorgungs- 
  zentrum fußläufig erreichbar -  
  Bestand aktuell gesichert 
• Insellage wirkt existenzsichernd 
• gewisse Aufenthaltsqualität der  
  Ladenpassage als Fußgängerzone 
• allgemein gute Infrastruktur 
• ärztliche Versorgung vorhanden 
• angrenzend an den Untersuchungs- 
  bereich: großflächige  
  Einzelhandelsnutzung mit zentren- 
  relevantem Sortiment (auf Bestand  
  reduziert durch B-Plan) 
 
 
• Gastronomie nicht ausreichend 
• Eiscafé / Seniorencafé fehlt 
• Schließung der Sparkasse 
• Leerstand (gestalterisch mangelhaft) 
• mangelhafte Beleuchtung  
• Sitzgelegenheiten fehlen 
• öffentliche Toilette fehlt (Beispiel:  
  "Nette Toilette" in Hiltrup) 
• alkoholkonsumierende Personen im  
  Zentrum 
• Angebot des Supermarktes nicht opti- 
  mal auf die Klientel angepasst - keine  
  Erweiterung möglich  
• fehlender Foodtruck mit gesunden und  
  günstigen Snacks 
• Freiflächen- und Fassadenge- 
  staltung im Zentrum

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4  Mobilität 
Individualverkehr 
positiv negativ 
• geringe Belastung aufgrund der  
  Insellage 
• hoher Anteil an Tempo-30 Zonen 
 
 
• Tempo-30-Zonen werden ignoriert 
• Starke Belastung bei Spielen von Preu- 
  ßen Münster / Großsportveran-     
  staltungen (z.B. USC)  
• nächtliche Ruhestörung durch Poser  
  und auf öffentlichen Parkplätzen  
  (Autoradio, laute Motoren, etc.) 
• Geschwindigkeitskontrolle fehlt 
• Überdimensionierung der Trauttmans- 
  dorffstraße (vierspurig), besonders 
  westlich der Hammer Straße 
• unattraktive Stellplatzanlagen 
• Angsträume 
Radwege 
positiv negativ 
• Veloroute nach Ascheberg 
• Radverkehr Richtung Innenstadt 
• Konzepte für mehr Sicherheit in 
  Umsetzung 
• Nutzung der Fahrradwege ist allgemein  
  hoch 
• Anzahl der Radwege zu gering 
• Fahrradständer / Fahrradbügel fehlen 
Fußwege 
positiv negativ 
• Fußwege und Verbindungen innerhalb 
  des Stadtteils 
• gelbe Fußabdrücke als Markierung 
• Fußgängerüberwege / Zebrastreifen /  
  Ampeln fehlen 
• gefährliche Straßenübergänge aus  
  Sicht der Kinder und Jugendlichen 
• nicht alle Wege barrierefrei / Umwege  
  erforderlich, auch aufgrund der  
  Topografie 
• Pflasterschäden 
• Geländer fehlen / schadhaft 
• Beleuchtung nicht ausreichend 
• Querung der Trauttmansdorffstraße  
  gefahrenträchtig   
ÖPNV 
positiv negativ 
• allgemein sehr gut / große Zufrieden- 
  heit 
• Überdachungen der Haltestellen fehlen  
• Bahnhaltepunkt fehlt  
• direkte Busverbindung zur Gottfried v.  
  Kappenberg-Schule fehlt

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5  Bildung / Betreuung / Erziehung / Beratung 
positiv negativ 
• Alte Post (Treffpunkt, Bildung, Bera- 
  tung) 
• PRIMUS-Schule 
• Familienzentren 
• muttersprachlicher Unterricht 
• Haus Simeon / Tagespflege 
• Stadtteilhaus Lorenz-Süd (z.B. Bewer- 
  bungstraining) 
• Bewegungskita an der Hammer Straße 
  geplant 
• Akteure im sozialen Bereich (VSE, 
  Frühe Hilfen, Caritas, AWO u.a.) 
• Programm "Griffbereit" als Kooperation 
  zwischen Maximilian-Kolbe / KI  
• (perspektivisch) Ausweitung des  
  Beratungsangebotes und offener Treff 
  im Quartierstreff der AWO  
   
• niederschwellige Bildungsberatung 
  durch die VHS (Information über För- 
  derangebote, Ankopplung an 
  bestehende Bildungswege / Weiter- 
  bildung, Verbesserung der Chancen 
  auf dem Arbeitsmarkt) 
• Erweiterung der Kita am Rincklakeweg  
  abgeschlossen 
 
• Pfarrbücherei / Bibliothek fehlt 
• Bücherbus nur eine Stunde pro Woche 
• unzureichendes Angebot an VHS- 
  Kursen vor Ort (lediglich  
  Weiterbildungsberatung) 
• Sprachkursangebot mangelhaft 
• Voraussetzung für Teilhabe nicht  
  optimal 
• geringe Förderung von Selbstorganisa- 
  tion der Migranten 
• Beratungsangebote für Frauen fehlen  
  bzw. sind nicht bekannt 
• KITA-Bedarf nicht gedeckt 
• keine ausreichende ambulante Pflege 
• Sprechstunde verschiedener Ämter  
  fehlt vor Ort (Jobcenter, Jugendamt, KI) 
• wenig Beratung zu allgemeinen Fragen 
  (Wohnen, Mieten, mehrsprachig ent- 
  sprechend den unterschiedlichen Eth- 
  nien) 
• mangelnde (mehrsprachige)  
  Information über bestehende  
  Beratungs- und Betreuungsangebote  
• kostenlose Kinderbetreuung fehlt 
• Familiencafé mit Spiel- und Beratungs-  
  angebot fehlt 
• mangelnder Austausch zwischen den  
  Generationen 
 
 
6  Kultur / Freizeit  
positiv negativ 
• Stadtteilhaus Lorenz-Süd (z.B. Kreativ- 
  werkstatt, töpfern, Fahrradreparatur, 
  erlernen von Musikinstrumenten,  
  tanzen) 
• Spieleangebot durch Beratungsbüro 
  Südviertel e.V. geplant 
• Alte Post 
• offenes Ferienprogramm 
 
• Kunst- und Kulturangebote fehlen 
• ein Spielkiosk fehlt (mit kleinen,  
  gesunden und günstigen Snacks) 
• Orte der Begegnung fehlen 
• Sichtbarkeit vorhandener Angebote im  
  Stadtteil 
• Bühne / Räume für Ausstellungen 
• fehlende Infotafel (z.B. zur Geschichte 
  von Berg Fidel, zur Natur) 
• keine Outdoor-Freizeitangebote  
  im Zentrum

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7  Miteinander / Integration 
positiv negativ 
• „Wir-Gefühl“ bei älteren Personen und  
  bei Personen mit Wohneigentum /  
  Familien 
• Arbeitskreise der Akteurinnen und Ak- 
  teure 
• Tagespflege für Seniorinnen und Seni- 
  oren im Haus Simeon 
• Stadtteilfest 50plus 
• Skaterpark als Treffpunkt 
• Veranstaltungen zum Thema Rassis- 
  mus und Diskriminierung (KI) 
• kulturelle Vielfalt 
• bestehende Initiativen und Vereine  
  steigern Akzeptanz und soziale  
  Integration 
• Ehrenamtsstrukturen 
• Stadtteilhaus Lorenz-Süd (offene Treff- 
  punkte z.B. für Mädchen, Kinder) 
• Alte Post 
• geringe Quote der Diskriminierung 
  (Haushaltsbefragung) 
• interkulturelle Feste 
• Vernetzung und Zusammenhalt der  
  Seniorinnen und Senioren  
• Offene Treffs mit der „Community- 
  Forscherin“  
• Freiflächen im Zentrum mit  
  Gestaltungspotenzial (LEG) 
 
• geringer Austausch zwischen den 
  Generationen 
• mangelnde Integration von Menschen  
  mit Handicap (mangelnde Barrierefrei- 
  heit) 
• Treffpunkte für Frauen, Mütter und 
  Mädchen fehlen 
• Beteiligung von Menschen mit Migrati- 
  onsvorgeschichte 
• Belange der verschiedenen Ethnien  
  werden zu wenig berücksichtigt 
  (v.a. bei Seniorinnen und Senioren mit 
  Migrationsvorgeschichte) 
• Beteiligung von Mädchen und Frauen –  
  geringe Förderung von migrantischen 
  Selbstorganisationen (MSO)  
• Information über bestehende Angebote  
  in einfacher Sprache / mehrsprachig – 
  Sprache vor Schrift 
• Hilfe bei Einsamkeit 
• Mittagstisch fehlt (vom Stadtteilhaus  
  Lorenz-Süd nicht leistbar) 
• kein Austausch zwischen Eigentümer- 
  innen und Eigentümern und Mieter- 
  schaft 
• kein offenes WLAN zur Kontaktaufnah- 
  me zwischen Eltern und Kindern  
• Infotafeln mit QR-Codes und Nutzung  
  digitaler Tools fehlen 
• Anlaufstellen / Räume für Information  
  und Vernetzung fehlen 
• regelmäßige, langfristige offene Treffs 
  fehlen  
• keine regelmäßigen interkulturellen  
  Feste 
• Picknickplätze / Tisch-Bank-Kombi- 
  nationen fehlen 
• zu geringe Anzahl von Bankgruppen /  
  Bänken im Außenraum für zwanglose  
  Treffen insbesondere im Zentrum

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8  Sport / Bewegung 
positiv negativ 
• Reaktivierung der Dirtbike-Anlage in  
  Umsetzung und dauerhafte Instand- 
  haltung durch die Stadt Münster 
• Skaterpark  
• ausreichende Angebote für alle  
  Altersgruppen 
• ESV-Sportverein östlich der  
  Hammer Straße 
• SC Preußen Münster signalisiert  
  stärkere Vernetzung mit der Stadtteil- 
  bevölkerung (Fanport, Outlaw GmbH) 
• öffentliche Beachvolleyball-Anlage  
  realisiert 
• jährliches Sportfest 
• Basketballangebote für Schülerinnen 
  und Schüler 
• offene Sportangebote im Stadtteilhaus 
  Lorenz-Süd (von 6-11 Jahren und ab  
 12 Jahren) 
• Projekt „offene Turnhalle“ in der  
  PRIMUS-Schule 
• Interdisziplinäre Arbeitsgruppe „Sport 
  und Bewegung“ zum nach- 
  haltigen Strukturaufbau als Teil der  
  gesundheitsorientierten Quartiersarbeit 
   
   
• Dirtbike-Anlage zur Zeit nicht nutzbar 
• keine Breitensportangebote  
• öffentliche Bolzplätze fehlen  
• Eintritt zu Profispielen für einkommens- 
  schwächere Bevölkerungsschichten  
  zu teuer 
• Trimm-dich-Pfad fehlt 
• Outdoor-Fitnessgeräte / Callisthenics- 
  geräte fehlen 
• geringe Teilhabechancen für breite  
  Bevölkerungsgruppen 
• kein „Sporteln-Angebot“ für Kinder mit  
  Übungsleiterinnen und -leitern (ohne  
  Elternbegleitung) 
• zu wenig Angebote für Frauen und  
  Mädchen  
• mangelnde Information über  
  bestehende Angebote im Stadtteil  
  (auch zwischen den Profivereinen und 
  der Stadtverwaltung / Stadtteilhaus 
  Lorenz-Süd) 
• nicht ausreichende Angebote für  
  einzelne Altersgruppen 
• Mangel an Übungsleiterinnen und  
  Übungsleitern (Bereitschaft zum  
  Ehrenamt rückläufig) 
• geringe Sport- und Bewegungs- 
  angebote auf öffentlichen Grün- und  
  Freiflächen 
• keine Unterstellmöglichkeit, fehlende 
  Überdachung an der Skateranlage  
• zu geringes Angebot an Schwimm- 
  kursen (Schwimmfähigkeit unter- 
  durchschnittlich) 
• geringe Teilnahme am Vereinssport 
• es fehlen Räume und Übungsleiter- 
  innen und -leiter zur Etablierung  
  neuer Sportangebote 
• enge Vernetzung Profisport / Stadtteil- 
  bevölkerung fehlt (Akzeptanz) 
• Beim ESV fehlt ein ganzjährig bespielba-
rer Kunstrasenplatz

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9  Gesundheit 
positiv negativ 
• Krankenhaus in Hiltrup 
• gute hausärztliche / kinderärztliche  
  Versorgung 
• „Frühe Hilfen“ des Gesundheitsamtes  
  (aufsuchend tätig) 
• Kooperation „Frühe Hilfen“ mit den 
  Kitas 
• Kooperation zwischen „Sure Start“ 
  Gruppe und „Frühe Hilfen“  
• Ausweitung der kultursensiblen Ge- 
  sundheitsvorsorge (für Menschen  
  mit Migrationsvorgeschichte) geplant 
• Medizinisch / therapeutische Versor- 
  gung im Umfeld von Berg Fidel und am  
  Clemenshospital (Ergotherapie, Physio- 
  therapie) 
• Präventionsprogramm „Sure Start"  
  (Stärkung der Mutter-Kind-Beziehung) 
• Fachärztin für Kinder- und Jugend- 
  psychiatrie und der Kinder- und 
  Jugendpsychiatrische Dienst des  
  Gesundheitsamtes monatlich in 
  der Sprechstunde des KSD 
• Kooperation zwischen dem Verein für  
  Mototherapie und psychomotorische 
  Entwicklungsförderung und Schulen 
  im Stadtteil zur psychomotorischen  
  Förderung in Kleingruppen,  
  ergänzend Entwicklungsgespräche mit  
  Eltern und Lehrerinnen und Lehrern  
• zahnärztlicher Dienst in der PRIMUS- 
  Schule, Information über Ernährung 
  und Prophylaxe 
• Bildungsangebote zur Gesundheits- 
  förderung (1x Monat, z.B. Entspan- 
  nungsmethoden, Ernährung) 
• Hebammen und Kinderkranken- 
  schwester 
• Schulärztin im Kontakt mit den  
  Grundschulen 
• keine barrierefreien Arztpraxen 
• keine Hebamme dauerhaft vor Ort  
  ansprechbar 
• Gesundheitsdienstleistungen fehlen  
  bzw. das Angebot reicht nicht aus   
  (Ernährungsberatung, Stress- 
  management) 
• Präventionsprojekte für Kinder und  
  Jugendliche im Bereich psychischer 
  Gesundheit fehlen bzw. Angebote sind 
  nicht bekannt 
• Daten der Schuleingangsunter- 
  suchungen zeigen im Stadtvergleich  
  deutlichen Handlungsbedarf (Schwimm- 
  fähigkeit, Übergewicht / Adipositas, 
  schlechter Gebisszustand) 
• kultursensible Gesundheitsvorsorge  
  fehlt

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10  Öffentliche Räume / Parks / Spielplätze   
positiv negativ 
• Qualität und Quantität 
• schöner Baumbestand 
• Grüne Achse Sternbusch-Park- 
  Hülsenbuschallee 
• geplante Parkanlage mit Spielangebo- 
  ten (Sportpark Berg Fidel) 
• Erhaltung vorhandener Wegverbindung 
  zur Hammer Straße  
• vorhandene Kunstwerke im öffentlichen  
  Raum 
• Anbindung an die Freiräume im Süden 
  Vennheide, Jesuiterbrook, Lechtenberg 
• wenig gepflegt (auch aufgrund von  
  Müllansammlungen) 
• mangelnde Vielfalt 
• Hundekot (zu wenige Hundekotbeutel)  
• keine gruppierten Bänke als Kommuni- 
  kationsbereiche 
• Grillplätze fehlen / in öffentlichen  
  Grünanlagen verboten 
• Fassadenbegrünung, Bäume, Hoch- 
  beete fehlen 
• Obstbäume und essbare Früchte fehlen 
• Nisthilfen / Insektenhotels fehlen 
• separate Hunde-Areale fehlen 
• Brunnen / Trinkwasserbrunnen fehlen 
• zu viel unattraktives Graffiti 
• öffentliche Toiletten fehlen 
• Barrierewirkung durch Infrastruktur- 
  trassen in der Grünvernetzung 
• fehlende Bewegungsangebote 
• unattraktives Zentrum aufgrund Frei- 
  flächen- und Fassadengestaltung 
Spielplätze 
positiv negativ 
• gut erreichbar  
• ausreichend auf den gesamten Stadtteil 
  verteilt (B/C Bereich: 135 %) 
• Begegnungsraum Pictoriusstraße   
  Sanierung mit Kinder- und 
  Jugendbeteiligung abgeschlossen 
• Spielplätze am Rincklakeweg und 
  „Am Naturdenkmal“ werden gut an- 
  genommen 
• angrenzende Potentialflächen für  
  Spielplatzerweiterung (z.B. Callisthe- 
  nicsgeräte, Tischtennis)  
 
• wenig gepflegt 
• kleinere Spielplätze von privaten  
  Wohnungsgesellschaften verwahrlost 
• Hundekot auf den Spielflächen 
• wenig innovative Spielgeräte 
• Spielgeräte für Kinder / Jugendliche mit  
  eingeschränkter Mobilität fehlen 
  (Nestschaukeln u. ä.) 
• es fehlen Callisthenicsgeräte / Areal 
  mit Fitnessgeräten 
• es fehlen Geräte für ältere Kinder 
  und Jugendliche (A-Bereich), z.B.:  
  Fußballtore, Bänke, offizielle  
  Graffitiwände, Trampolin, Tischtennis- 
  Platten, Wasserpumpen, Baumhäuser, 
  Seilbahn, Klettergeräte 
• E-Roller stören 
• größere Rutschen fehlen 
• Spielfiguren mit Anleitung  
  (Mühle / Schachspiel) 
• Möglichkeit zur Montage von Slacklines

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11  Sicherheit 
positiv negativ 
• Gefühl der Sicherheit bei Helligkeit / 
  tagsüber  
• Feuerwehr Geist / Duesbergweg auch 
  für Berg Fidel zuständig 
• Unsicherheit im Dunkeln (vgl. Haus- 
  haltsbefragung: überwiegend ältere  
  Menschen) 
• Beleuchtung  
• Angst vor Gruppen im Dunkeln 
• Polizei- / KOD-Präsenz zu selten 
• Sprachbarriere verunsichert ältere 
  Menschen 
• Drogenkonsum im öffentlichen Raum 
• Fahrraddiebstähle 
• Einbrüche 
• keine Durchmischung der Bewohner- 
  struktur 
• Sicherheit und Empowerment von  
  Frauen und Mädchen fehlt 
• geringes Nachbarschaftsgefühl in  
  einigen Geschosswohnungsbauten 
 
12  Sauberkeit 
positiv negativ 
• Austausch zwischen Wohnungsgesell- 
  schaften und AWM 
  (Arbeitskreis zweimal jährlich) 
• öffentlichkeitswirksame Kampagnen zur 
  Müllentsorgung in mehreren  
  Sprachen / Aktion Sauberes Münster 
• kostenfreie Exkursion zur Müll- 
  Deponie (Deponieerlebnispfad) mit  
  Schülerinnen und Schülern ab der 3. 
  Klasse 
• Verleih von Bildungsmaterial (z.B. „Ab- 
  fallbildungskoffer“) 
• zusätzliche Abfuhrtermine bei hohem  
  Sperrmüllaufkommen 
• Aussage der LEG: zukünftig mehr  
  Präsenz der Hausmeister zur Bekämpf- 
  ung des Müllproblems 
• Piktogramme zur Mülltrennung an den 
  Müllcontainern 
• Sauberkeitsaktionen der Bewohner- 
  schaft initiiert durch das Stadtteilhaus  
  Lorenz-Süd  
• Hausmüll / Sperrmüll / Scherben 
• in den Wohnungen häufig Schimmel  
  (LEG) 
• dauerhafte wilde Sperrmüllablager- 
  ungen unabhängig von den offiziellen  
  Abholterminen 
• Sortierkampagnen nicht erfolgreich  
• fehlende Sicherung der Mülleimer vor  
  Tieren (z.B. Vögel, Ratten) 
• öffentliche Grünflächen / Beete ver- 
  unreinigt 
• Rattenbefall 
• unkontrolliertes Graffiti  
• Hundekot 
• LEG zeigt wenig Verantwortung  
• "Frühjahrsputz" nur einmal im Jahr,  
  organisiert von der AWM 
• Sauberkeits-Patenschaften fehlen 
• Abfall-Coaches fehlen als stadtteil- 
  bezogene Beraterinnen und Berater  
  (mangelnde personelle Ressourcen) 
• durch hohe Wohnungsbelegung  
  Platzprobleme beim Müllsortieren in  
 den privaten Haushalten 
• Wissen / Verständnis über / zum  
  Sortieren fehlt

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• Problematik in einigen Quartieren  
  ausgeprägt 
• Müllentsorgung für Kinder / kleinere  
  Personen durch große Container  
  schwierig

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6. Maßnahmenkonzept / Projektsteck-
briefe 
Das InSEK zeigt in den folgenden Handlungsfeldern die erforderlichen Schritte auf, um 
die zuvor dargestellte n Verbesserungsbedarfe der Stärken-Schwächen-Analyse für 
Berg Fidel umzusetzen. Dabei ist zu unterscheiden zwischen konkreten Maßnahmen 
und Projekten und konzeptionellen Hinweisen, die als langfristige bzw. dauerhafte Auf-
gaben zu verstehen sind. 
Die anschließenden tabellarischen Übersichten zeigen in Stichworten auf, welche Hür-
den bzw. Hemmnisse für eine zeitnahe Umsetzung zu überwinden sind.  
Im Folgenden werden 60 sowohl kleine als auch umfassende  Maßnahmen und Pro-
jekte empfohlen. Diese sind in entsprechend der voranstehenden Reihenfolge zwölf  
Handlungsfeldern zugeordnet. 
Um Maßnahmen aus dem InSEK realisieren zu können, müssen Finanzierungsmög-
lichkeiten außerhalb der Städtebauförderung aufzeigt werden, z.B. über den städti-
schen Haushalt oder über spezielle Förderprogramme in den einzelnen Fachdiszipli-
nen.  
 
Das vorliegende InSEK ist kein abgeschlossener Prozess, sondern muss nach ent-
sprechender Evaluation den aktuellen Rahmenbedingungen angepasst werden. Die 
aufgelisteten Maßnahmen- und Projektvorschläge können durch die parlamentari-
schen Gremien im Einzelnen aufgegriffen und die Umsetzung durch die Fachämter der 
Verwaltung im Rahmen ihrer jeweiligen Zuständigkeiten sowie der zur Verfügung ste-
henden Personal- und Finanzressourcen beauftragt werden.  
Sollten zukünftig Fördermöglichkeiten im Sozialbereich im Rahmen der Städtebauför-
derung geschaffen werden, kann das jetzt erarbeitete InSEK – ergänzt um die not-
wendigen Aussagen wie Kostenschätzungen und Zeitschienen der Realisierung usw. 
–  zur Grundlage möglicher Förderanträge werden.

95 
 
Kurzbeschreibung 
Bauliche Mängel und energetisch schlechte Bausubstanz – insbesondere in den gro-
ßen Mehrfamilienhäusern – führen zu hohen Mietnebenkosten. Sanierungs- und Mo-
dernisierungsmaßnahmen der Eigentümer bleiben größtenteils aus. Als problematisch 
stellt sich zudem die Belegungspraxis in einigen großen Mehrfamilienhäusern dar, da 
teilweise auf kleinstem Raum viele Men schen verschiedener Ethnien und in unter-
schiedlichen Lebenssituationen zusammenleben.  
Insbesondere Menschen mit Migrationsvorgeschichte, mit Sprachbarriere oder bil-
dungsferne Bevölkerungsgruppen haben oftmals nur geringe oder keine Kenntnisse 
über ihre Mieterrechte und nehmen somit Mängel in der Mietwohnung häufig kritiklos 
hin. Auswirkungen auf die Wohn- und Lebensqualität haben auch die großen Ansamm-
lungen von Müll auf privaten und öffentlichen Flächen vor den Wohngebäuden. Dieser 
Umstand verstärkt in Kombination mit den teilweise maroden Fassaden auch das 
schlechte Image des Stadtteils. 
 
 
1.2. Reduzierung der Müllprobleme und des Ungezieferbefalls 
Beteiligte Mieterinnen und Mieter, Stadt Münster (AWM, Amt 67) 
Kitas, Familienzentren, PRIMUS Schule, Akteurinnen und 
Akteure vor Ort 
Bausteine zur  
weiteren Umsetzung 
Stärkung der Information über Müllvermeidung / Müllentsor-
gung durch Flyer 
Aktionen der AWM  
Aktionen der Akteurinnen und Akteure vor Ort (z.B. im 
Stadtteilhaus Lorenz-Süd, PRIMUS Schule) 
Kooperation mit den Wohnungsgesellschaften / Vermieterin-
nen und Vermietern 
Handlungsfeld 1: Wohnen / Städtebau 
1.1. Veränderung der B elegungspraxis / Verbes serung des nachbarschaftli-
chen Zusammenlebens 
Beteiligte Stadt Münster (Amt 64), Wohnungsgesellschaften, Mieterin-
nen und Mieter 
Bausteine zur  
weiteren Umsetzung 
Austausch zwischen Eigentümerinnen und Eigentümern 
und Stadt Münster im Rahmen des Wohnungsstärkungsge-
setzes NRW  
Hemmnisse Modernisierung durch den einen großen Eigentümer der 
Geschosswohnungsbauten derzeit nicht darstellbar

96 
 
Information über das Inkrafttreten des städtischen Mängel-
melders am 15.08.2023 
Verfolgung von Ordnungswidrigkeiten über Anhörungsbö-
gen der AWM in Kooperation mit dem Amt 67 
Hemmnisse mangelnde Information z.B. aufgrund von Sprachbarrieren 
und Migrationsvorgeschichte (je nach Herkunftsland keine 
diesbezügliche Vorbildung) 
etwaige mangelnde Bereitschaft zur Mülltrennung  
Müllcontainer für kleine Personen / Kinder schlecht zu befül-
len 
begrenzte Finanz- und Personalressourcen der AWM 
 
1.3. Professionelle Unterstützung bei der Wahrnehmung von Mieterrechten  / 
Stärkung der Mieterkompetenz 
Beteiligte Mieterinnen und Mieter, Stadt Münster (Amt 64, Amt 50, 
Amt 36), Akteurinnen und Akteure vor Ort 
Bausteine zur  
weiteren Umsetzung 
Stärkung der Information über die Ausgabe von Mieterbera-
tungsscheinen zur Leistungsgewährung nach Sozialgesetz-
buch (SGB) 
Erlernen der deutschen Sprache zur Überwindung der 
Sprachbarriere 
Hemmnisse mangelnde Information z.B. aufgrund von Sprachbarrieren 
und Migrationsvorgeschichte 
Ansprechpartnerinnen / Ansprechpartner der einen großen 
Wohnungsgesellschaft sind vor Ort nicht oder nur sehr spo-
radisch verfügbar

97 
 
1.4. Aufwertung des Wohnungsbestandes durch energetische Maßnahmen / 
Reduzierung der Wohnnebenkosten (siehe auch Handlungsfeld 2 Klimaschutz 
/ Klimaanpassung) 
Beteiligte Wohnungsgesellschaften, private Eigentümerinnen und Ei-
gentümer, Stadt Münster (Amt 64, Stabstelle Klima), externe 
Akteurinnen und Akteure 
Bausteine zur  
weiteren Umsetzung 
Beantragung von Fördergeldern bei der Stadt Münster / 
Land NRW / Bund 
Stärkung der Information / Beratung zur Energetischen Sa-
nierung  
Gesamtstädtischen Klimaanalyse als Grundlage für die Kon-
kretisierung von Maßnahmen 
Prüfung der Analyse zur Sanierungsbeschleunigung  
Hemmnisse eventuell mangelnde Bereitschaft der Eigentümerinnen und 
Eigentümer den finanziellen Aufwand zu betreiben 
ggf. Personal- und Finanzressourcen 
begrenzte Kapazitäten z.B. in Bezug auf Beratung / Fach-
planung / Handwerk / Infrastruktur 
 
 
 
Kurzbeschreibung: 
Die Klima-Daten der letzten Jahre lassen für Münster und auch für Berg Fidel eine sehr 
ungünstige thermische Situation erwarten. Neben heißen Sommern ist immer wieder 
mit Starkregenereignissen zu rechnen. Besonders vulnerable Personengruppen wer-
den von der Klimakrise besonders betroffen sein. Im Rahmen der von der Stadt Müns-
ter geplanten Klimaanpassungsmaßnahmen kann die klimatische Situation in Berg Fi-
del, insbesondere auch durch bauliche Maßnahmen in unterschiedlichen Themenbe-
reichen, verbessert werden. Im Jahr 2019 hat der Rat der Stadt Münster beschlossen, 
dass Münster möglichst bis 2030 klimaneutral sein soll. Um dieses ehrgeizige Ziel zu 
erreichen, müssen zeitnah weitere Vorhaben realisiert werden, die hohe Mengen an 
CO2 einsparen und langfristig vermeiden können (V/0770/2019/E1).  
Eine große Herausforderung stellt die Überzeugungsarbeit in der Stadtteilbevölkerung 
dar, die vielschichtigen klimabezogenen Themen und die daraus resultierenden Maß-
nahmen mitzutragen. 
 
Handlungsfeld 2: Klimaschutz / Klimaanpassung

98 
 
2.1. Energetische Sanierung der Gebäude als Teil eines Gesamtkonzeptes für 
Quartiere  
Beteiligte Wohnungsgesellschaften, private Eigentümerinnen und Ei-
gentümer, Stadt Münster (Amt 64, Stabstelle Klima), Land 
NRW, Bund, Akteurinnen und Akteure  
Bausteine zur  
weiteren Umsetzung 
Übertragung der Ergebnisse der energetischen Stadtsanie-
rung der zwei Pilotquartiere auf weitere Münsteraner Stadt-
teile (Berg Fidel) 
Erhebung des energetischen Zustands des Wohnungsbe-
standes 
Erstellung einer Sanierungsstrategie / Analyse zur Sanie-
rungsbeschleunigung  
Stärkung der Information / Beratung zur energetischen Sa-
nierung für alle interessierten Eigentümerinnen und Eigentü-
mer 
Nutzung von Synergieeffekten durch gemeinsames Handeln 
verschiedener Fachdisziplinen und Akteurinnen und Akteu-
ren 
Hemmnisse Begrenzte Kapazitäten z.B. in Bezug auf Beratung / Fach-
planung / Handwerk / Infrastruktur 
eventuell mangelnde Bereitschaft der Eigentümerinnen und 
Eigentümer finanziellen Aufwand zu betreiben (insbeson-
dere eine im Stadtteil stark vertretene Wohnungsgesell-
schaft)  
eventuell mangelnde Finanz- und Personalressourcen bei 
den zuständigen Fachämtern

99 
 
 
 
2.2. Verhinderung von Gefahren durch Starkregen / große Mengen an  
Niederschlagswasser – Umsetzung des Niederschlagswasserkonzeptes 
Beteiligte Wohnungsgesellschaften, private Eigentümerinnen und Ei-
gentümer, Stadt Münster (Stabstelle Klima, Amt 67, Amt 66) 
Bausteine zur  
weiteren Umsetzung 
Strategie zur Umsetzung des Niederschlagswasserkonzep-
tes auf Stadtteilebene 
Umsetzung des geplanten Konzeptes 
Hemmnisse eventuell mangelnde Bereitschaft der Eigentümerinnen und 
Eigentümer finanziellen Aufwand zu betreiben  
gesamtstädtische Aufgabe / eventuell begrenzte Personal-
ressourcen 
eventuell liegenschaftliche Hemmnisse 
hoher finanzieller Aufwand z.B. bei der Entsiegelung von 
Freiflächen 
2.3. Entlastung der öffentlichen Kanalisation bei Starkregenereignissen  
Beteiligte Stadt Münster (Amt 66) 
Bausteine zur  
weiteren Umsetzung 
Konkretisierung der bestehenden Analysen  
Entwicklung einer Resilienz-Strategie  
konkrete Maßnahmen zur Umleitung des Niederschlags-
wassers in Grünflächen  
dezernatsübergreifende Abstimmung  
Berücksichtigung bei Auswirkungen auf den naturnahen 
Wasserhaushalt bei städtebaulichen Aktivitäten  
Hemmnisse eventuell mangelnde Finanz- und Personalressourcen  
Umsetzungs- 
zeitraum 
ab 2026 erste bauliche Aktivitäten 
2.4. Anbindung an das Fernwärmenetz 
Beteiligte Wohnungsgesellschaften, private Eigentümerinnen und Ei-
gentümer, Stadt Münster, Stadtwerke Münster, Stadtnetze

100 
 
 
 
Kurzbeschreibung 
Im Untersuchungsgebiet ist der Anteil an arbeitslosen Personen im Vergleich zur Ge-
samtstadt Münster hoch. Ein hoher Anteil der Menschen mit Migrationsvorgeschichte 
(und mit Sprachbarriere) in Berg Fidel hat häufig keine Teilhabe am Arbeitsmarkt. Ar-
beitsplätze innerhalb des Untersuchungsgebietes sind begrenzt. In den östlich angren-
zenden Quartieren an der Robert-Bosch-Straße und an der Siemensstraße  befinden 
sich großflächige Gewerbe- und Einzelhandelsstandorte mit einer Vielzahl von Arbeits-
plätzen. Die fußläufige Nahversorgung im Untersuchungsgebiet ist durch den Lebens-
mittelmarkt „nah&frisch“ an der Hogenbergstraße gegeben. 
 
Bausteine zur  
weiteren Umsetzung 
Prüfung im Rahmen kommunaler Wärmeplanung / Energie-
nutzungsplanung, Abschluss voraussichtlich Jahreswechsel 
2025/26  
Hemmnisse eventuell mangelnde Bereitschaft der Eigentümerinnen und 
Eigentümer finanziellen Aufwand zu betreiben  
bauliche Gegebenheiten 
Eigentümerrechte, liegenschaftliche Hemmnisse 
Beantragung von Fördermitteln 
Verfügbarkeit der Infrastruktur 
gesamtstädtische Aufgabe / begrenzte Personalressourcen 
Handlungsfeld 3: Nahversorgung / Arbeitsmarkt 
3.1. Erweiterung des Angebots zur Integration von Arbeitslosen in den Ar-
beitsmarkt (außerhalb des Untersuchungsgebietes) 
Beteiligte Stadt Münster (Amt 59), Gewerbetreibende 
Bausteine zur  
weiteren Umsetzung 
Verstärkung des Weiterbildungsangebotes und der Berufs-
beratung  
Information über die Angebote auf dem Arbeitsmarkt vor Ort 
durch Amt 59 
Umsetzung der Ziele des Migrationsleitbildes der Stadt 
Münster auf Stadtteilebene 
Hemmnisse Sprachbarriere, Bildungsdefizite, mangelnde Information  
unterliegt u.a. der freien Marktwirtschaft 
fehlende Finanzierung

101 
 
3.2. Schaffung eines Beratungsangebotes durch das Jobcenter Münster im 
Quartierstreff Berg Fidel 
Beteiligte Stadt Münster (Amt 59), AWO, Eigentümerin  
Bausteine zur  
weiteren Umsetzung 
Erstellung eines Nutzungskonzeptes durch die Sozialver-
bände unter Federführung der AWO 
Bereitstellung von Personal des Jobcenters 
Hemmnisse  
3.3. Stärkung der fußläufig erreichbaren Nahversorgung zur Vermeidung von 
klimaschädlichem motorisierten Individualverkehr 
Beteiligte Stadt Münster (Amt 61, Amt 66, Stabstelle Klima, WFM), 
Gewerbetreibende und Dienstleister, Eigentümerinnen und 
Eigentümer der Immobilien, Bürgerinnen und Bürger (Kauf-
verhalten) 
Bausteine zur  
weiteren Umsetzung 
Beratung über Möglichkeiten zur Eindämmung der CO2- 
Emissionen im Rahmen der „Energetischen Stadtsanierung“ 
durch die Stabstelle Klima 
Stärkung der Kundenorientierung durch Betreiber der Nah-
versorgungseinrichtung  
Aufwertung des Umfeldes der Nahversorgungseinrichtun-
gen 
Hemmnisse mangelnde Kooperationsbereitschaft der Immobilieneigen-
tümer / Vermieter

102 
 
 
Kurzbeschreibung  
Aufgrund der Insellage von Berg Fidel ist der Stadtteil nicht mit Durchgangsverkehren 
belastet. Auf der Grundlage des städtebaulichen Konzeptes aus der Entstehungszeit 
des Stadtteils in den 1960er Jahren entstanden eine große Anzahl abseits der KFZ-
Routen gelegener Fuß- und Radwege, die auch heute noch von der Bewohnerschaft 
positiv bewertet werden. Dennoch bestehen im Untersuchungsgebiet einzelne Berei-
che, die als Gefahrenpunkte – insbesondere von Kindern, älteren Menschen und Men-
schen mit eingeschränkter Mobilität – gesehen werden. Die Straße Am Berg Fidel, auf 
der vom Kraftfahrzeugverkehr die vorgegebene Höchstgeschwindigkeit häufig über-
schritten wird, hat inzwischen eine rot angelegte Trasse für Radfahrerinnen und Rad-
fahrer erhalten. Die westliche Trauttmansdorffstraße ist überdimensioniert und stellt 
für Fußgängerinnen und Fußgänger eine Barriere dar. 
 
4.1. Verbesserung der Sicherheit von Fußgängerinnen und Fußgängern und 
von Radfahrenden 
Beteiligte Stadt Münster (Amt 66) 
Bausteine zur  
weiteren Umsetzung 
Prüfung und Umsetzung der Maßnahmen u.a. aus der Kin-
der- und Jugendbeteiligung #Stadtsache und aus dem 
„Masterplan Mobilität Münster 2035+“ 
Hemmnisse Bestimmungen der Straßenverkehrsordnung (z.B. keine 
Zebrastreifen in Tempo 30-Zonen)  
 
Personal- und Finanzressourcen 
 
 
4.2. Neugestaltung der Bushaltestellen – Einbau weiterer Überdachungen 
Beteiligte Stadt Münster (Amt 66, Amt 61, Amt 23, MM, Amt 67), 
Stadtwerke Münster  
Bausteine zur weite-
ren Umsetzung 
Prüfung der Eignung vor Ort 
Hemmnisse ggf. mangelnder Platzbedarf und nicht zur Verfügung ste-
hende Flächen 
Personal- und Finanzressourcen  
 
 
Handlungsfeld 4: Mobilität

103 
 
4.3. Einrichtung eines Stadtbahnhaltepunktes an der Hammer Straße 
Beteiligte Zweckverband Nahverkehr Westfalen Lippe, Deutsche 
Bahn, Stadt Münster (Amt 66), Grundstückseigentümer 
Bausteine zur  
weiteren Umsetzung 
Bau neuer Gleisanlagen 
Hemmnisse gesamtstädtische Aufgabe bzw. Aufgabe der regionalen 
Verkehrsträger und somit umfassendes, langwieriges Ver-
fahren (Finanzierung, Eigentumsverhältnisse, Flächenver-
fügbarkeit) 
 
 
 
 
4.5. Aufstellung eines Dialog-Displays an der Straße Am Berg Fidel in Fahrt-
richtung von der Hammer Straße kommend 
Beteiligte Stadt Münster (Amt 66)  
Bausteine zur  
weiteren Umsetzung 
Prüfung und Auswertung abgeschlossen 
Antrag und Finanzierung über die Bezirksvertretung  
Münster-Hiltrup 
Hemmnisse keine 
 
 
4.6. Sichere Überquerungen und Barrierefreiheit der Trauttmansdorffstraße – 
ggf. Rückbau 
Beteiligte Stadt Münster (Amt 66, Amt 32), eventuell externes Büro bei 
Auftragsvergabe 
4.4. Aufstellung von Freiburger Kegeln / Verkehrszeichen „Achtung Kinder“ 
in der Ter-Borch-Straße zur Geschwindigkeitsreduzierung 
Beteiligte Stadt Münster (Amt 66, Amt 32) 
Bausteine zur  
weiteren Umsetzung 
bei regelmäßig stattfindenden Stadtteilschauen wird beur-
teilt und nach Notwendigkeit umgesetzt 
Hemmnisse keine - laufendes Geschäft der Verwaltung

104 
 
Bausteine zur  
weiteren Umsetzung 
Rückbaukonzept / Neugestaltungskonzept / Begrünungs-
konzept 
Hemmnisse ggf. mangelnde Personal- und Finanzierungskapazitäten in 
Bezug auf die Rückbaukonzeption und die Umsetzung 
 
 
4.7. Instandsetzen der Straße Am Berg Fidel / Einengung durch Freiburger 
Kegel und Fahrbahnmarkierung zur Geschwindigkeitsreduzierung / erhöhte 
Sicherheit insbesondere für Schulkinder und Radfahrende 
Beteiligte Stadt Münster (Amt 66, Amt 32) 
Bausteine zur weite-
ren Umsetzung 
Prüfung der Möglichkeit zur Einengung im Bereich Hogen-
bergstraße  
Aufstellen eines Markierungs- und Beschilderungsplans 
Hemmnisse ggf. mangelnde zeitliche Ressourcen  
 
 
4.8. Verbesserung der Sicherheit auf der Lechterstraße durch Verkehrszei-
chen und Freiburger Kegel 
Beteiligte Stadt Münster (Amt 66, Amt 32) 
Bausteine zur  
weiteren Umsetzung 
Prüfung der Machbarkeit  
Hemmnisse keine - laufendes Geschäft der Verwaltung 
 
 
4.9. Weitere Bordsteinabsenkungen zur Verbesserung der Barrierefreiheit in 
Knotenpunktbereichen 
Beteiligte Stadt Münster (Amt 66, Amt 32) 
Bausteine zur  
weiteren Umsetzung 
erforderliche bauliche Veränderungen und Anpassungen im 
Zuge von Straßen- und Sanierungsmaßnahmen 
Hemmnisse eventuell mangelnde Personalressourcen – laufendes Ge-
schäft der Verwaltung

105 
 
4.10. Neuordnung der Verkehrsführung aufgrund der Umplanung / Neupla-
nung des Preußenstadions 
Beteiligte Stadt Münster (Amt 66, Amt 32), SC Preußen Münster 
Bausteine zur  
weiteren Umsetzung 
Konzeption nach Fertigstellung der Stadionerweiterung und 
der Trainingsplätze sowie der Erschließung aller Bereiche 
(Verkehrskonzeption)  
Beauftragung externer Büros 
Hemmnisse ggf. Personal- und Finanzressourcen  
 
 
4.11. Bedarfsanalyse für Fahrradanlehnbügel 
Beteiligte Stadt Münster (Amt 66, Amt 32) 
Bausteine zur  
weiteren Umsetzung 
Durchführung des 3.000-Fahrradstellplätze-Programms / 
Potenzialanalyse, dafür wurde bereits eine Personalstelle 
geschaffen  
Hemmnisse keine 
 
 
4.12. Bedarfsanalyse für Radwegpiktogramme 
Beteiligte Stadt Münster (Amt 66, Amt 32) 
Bausteine zur  
weiteren Umsetzung 
Aufstellen eines Markierungs- und Beschilderungsplans 
Hemmnisse eventuell mangelnde Personalressourcen  
 
 
4.13. Schulwegsicherung / Schaffung von Querungsmöglichkeiten an den 
Straßen Am Berg Fidel, Lechterstraße, Ter-Borch-Straße 
Beteiligte Stadt Münster (Amt 66, Amt 32) 
Bausteine zur  
weiteren Umsetzung 
Prüfung der Anforderungen  
Hemmnisse keine – laufendes Geschäft der Verwaltung

106 
 
 
 
Kurzbeschreibung:  
Im Stadtteil engagieren sich Akteurinnen und Akteure der Sozialträger und der Stadt 
Münster kooperativ aus vielen Aufgabenbereichen, um die Teilhabe am gesellschaftli-
chen Leben und die Lebensbedingungen allgemein für die Menschen in Berg Fidel zu 
verbessern. Bildungsdefizite lassen sich oftmals bereits in der Kita feststellen und ent-
wickeln sich bei fehlender Unter stützung zu Lern - und Bildungsproblemen  in der 
Grundschule und den weiterführenden Schulen und erhöhen  demzufolge die Gefahr, 
in die Armutsspirale zu geraten. Der in 2024 neu eröffnete Quartierstreff der Arbeiter-
wohlfahrt (AWO), in der ehemaligen Sparkasse , bietet Räumlichkeiten für Hilfsange-
bote für die Stadtteilbewohnerschaft in vielen Themenfeldern (z.B. Erwachsenenbil-
dung, Berufsberatung).  
5.1. Neubau einer „Bewegungskita“ an der Hammer Straße im Zusammen-
hang mit dem Ausbau des LVM-Preußenstadions 
Beteiligte Privater Investor 
Bausteine zur  
weiteren Umsetzung 
aktuelle Planung für die Umsetzung im Jahr 2027 
Hemmnisse  
 
 
 
  
Handlungsfeld 5: Bildung / Betreuung / Erziehung / Beratung 
5.2. Schaffung von Kontakt- und Beratungsmöglichkeit im Quartierstreff-
punkt Berg FIdel durch die Arbeiterwohlfahrt mit Kooperationspartnern 
Beteiligte LEG (Eigentümerin), Arbeiterwohlfahrt (AWO), Stadt Müns-
ter (Amt 50, Amt 59) Beratungsstelle Südviertel e.V., Sozial-
verbände, Akteurinnen und Akteure 
Bausteine zur  
weiteren Umsetzung 
Konkretisierung des Nutzungskonzeptes / Abstimmung mit 
freien Trägern und sonstigen zukünftigen Nutzern 
 
bei städtischen Angeboten: dauerhafte Verankerung im 
Stellenplan (z.B. der VHS) 
Hemmnisse Bei städtischen Angeboten: derzeit keine Personal- und Fi-
nanzressourcen

107 
 
 
Kurzbeschreibung 
Im Stadtteil Berg Fidel lebt eine große Zahl von unterschiedlichen Bevölkerungsgrup-
pen in teilweise sehr konträren gesellschaftlichen und individuellen Lebenswelten. Die 
Akteurinnen und Akteure, die Sozialverbände und die verschiedenen Fachämter der 
Stadt Münster kooperieren intensiv, um das Miteinander der Bewohnerschaft und die 
Integration von Menschen mit Migrationsvorgeschichte zu verbessern. Dennoch gibt 
es Bedarf an zusätzlichen Angeboten und Projekten für diese Zielgruppe n, die häufig 
von Arbeitslosigkeit und Armut bedroht sind. Auch Sprachbarrieren erschweren, dass 
bereits bestehende Angebote in Anspruch genommen werden, weil diesbezügliche In-
formationen nicht wahrgenommen werden können oder nicht bekannt sind. 
 
 
 
 
Handlungsfeld 6: Miteinander / Integration  
6.1. Landesprogramm „Griffbereit“ – Elternbildung, Sprachbildung – Initiie-
rung von Patenschaften zur Förderung der fachlichen Fähigkeiten / Sprach-
patenschaften 
Beteiligte Land NRW, Bezirksregierung, Stadt Münster (Amt 36, Amt 
51), Eltern von Kita-Kindern (Ehrenamtliche) 
Bausteine zur  
weiteren Umsetzung 
Beantragung von Fördergeldern beim Land NRW  
Bereitstellung von Räumlichkeiten  
verwaltungsinterne Koordination  
Hemmnisse langfristig abhängig von der Zuteilung von Fördergeldern 
 
personelle Belastung in den Einrichtungen 
 
Mehrfachbelastung bei der grundsätzlich interessierten El-
ternschaft 
6.2. Regelmäßige Teilnahme am Arbeitskreis Berg Fidel 
Beteiligte Stadt Münster (Amt 17, Amt 36, Amt 40, Amt 41, Amt 50, 
Amt 61, MM), Sozialverbände, Akteurinnen und Akteure,  
Mitglieder der BV-Hiltrup 
Bausteine zur  
weiteren Umsetzung 
Netzwerkarbeit zur Prüfung von Bedarfen und Umsetzungs-
potenzialen 
Hemmnisse

108 
 
 
 
 
6.3. Arbeitsgruppe zur Förderung der Mehrsprachlichkeit (Bildung als Vo-
raussetzung für Teilhabe) 
Beteiligte Stadt Münster (Amt 36), Arbeitskreis aus Akteurinnen und 
Akteuren in Kooperation mit der PRIMUS Schule 
Bausteine zur  
weiteren Umsetzung 
Projekt besteht, Langfristigkeit erforderlich 
Hemmnisse  
6.4. Arbeitsgruppe zur Aufklärung über Antiziganismus 
Beteiligte Stadt Münster (Amt 36), PRIMUS Schule 
Bausteine zur  
weiteren Umsetzung 
konkrete Planung (Finanzierung gesichert) 
Auswahl und Beauftragung von Referentinnen und Referen-
ten 
Hemmnisse  
6.5. Umsetzung des Programms „Rucksack–Schule“, Familiensprachbil-
dungsprogramm   
Beteiligte Stadt Münster (Amt 36), PRIMUS Schule, Honorarkräfte, 
Land NRW 
Bausteine zur  
weiteren Umsetzung 
Akquise von Honorarkräften  
Interesse bei der Elternschaft wecken 
Hemmnisse Überlastung Interessierter im Schulsystem 
6.6. Weiterentwicklung und Umsetzung des Migrationsleitbildes  
Beteiligte Stadt Münster (Amt 36), Initiativen, Institutionen, Multiplika-
torinnen und Multiplikatoren, Bürgerinnen und Bürger, Ak-
teurinnen und Akteure vor Ort, Zivilgesellschaft 
Bausteine zur  
weiteren Umsetzung 
Migrationsleitbild: Umsetzungszeitraum 2025 - 2030  
Entwicklung weiterer Beteiligungsformate  
Berg Fidel als Pilotprojekt

109 
 
 
 
 
 
 
Bündelung der Ressourcen und der bestehenden Koopera-
tionen  
Durchführung von Workshops, Fachforen / Interviews  
Hemmnisse ggf. Personalressourcen für die Umsetzung  
6.7. Qualifizierung von Ehrenamtlichen in der Migrationsarbeit 
Beteiligte Stadt Münster (Amt 36), Ehrenamtliche, Migrantenselbstor-
ganisationen, Freiwilligen Agentur, Land NRW 
Bausteine zur  
weiteren Umsetzung 
Organisation und Durchführung von Qualifizierungsangebo-
ten (Umsetzung ab 2025) 
Informationsveranstaltungen zur Einbindung des Ehrenam-
tes 
Hemmnisse Gewinnung von neuen Ehrenamtlichen  
6.8. Abbau von Sprachbarrieren durch Ehrenamt, Sprachmittlerinnen und 
Sprachmittler  
Beteiligte Stadt Münster (Amt 36), Sprachmittlerinnen und Sprachmitt-
ler, Ehrenamtliche, Land NRW  
Bausteine zur  
weiteren Umsetzung 
Akquise von Ehrenamtlichen und deren Qualifizierung 
Hemmnisse enge Vorgaben für die Einsatzbereiche 
6.9. Förderung der Mehrsprachigkeit in der frühkindlichen Bildung – Förder-
programm „Griffbereit“  
Beteiligte Stadt Münster (Amt 36), Familien, kooperierende Einrichtun-
gen, Land NRW 
Bausteine zur  
weiteren Umsetzung 
Akquise von Einrichtungen um Eltern für Schulungen (El-
ternbegleitung) zu gewinnen 
Ressourcen bei der Stadt Münster vorhanden 
Hemmnisse personelle Belastung in den Einrichtungen 
 
Mehrfachbelastung der grundsätzlich interessierten Eltern-
schaft

110 
 
 
 
 
 
6.12. Community Forschung für Berg Fidel 
Beteiligte Universität Münster (Institut für Geographie), Bewohnerin-
nen und Bewohner, Community-Forscherin  
Bausteine zur  
weiteren Umsetzung 
niedrigschwellig Gespräche mit Bewohnerinnen und Bewoh-
ner aus dem Stadtteil weiterführen 
Etablierung eines regelmäßigen „Offenen Treffs“ und ent-
sprechend nutzbare Räumlichkeiten vor Ort  
gemeinsame Entwicklung und Umsetzung von Maßnahmen 
für gesundheitliche Chancengleichheit  
6.10. Förderung von Migrantenselbstorganisationen, Beratung und Qualifizie-
rung  
Beteiligte Stadt Münster (Amt 36), Migrantenselbstorganisationen, 
Glaubensgemeinschaften, engagierte Menschen mit Migrati-
onsvorgeschichte  
Bausteine zur  
weiteren Umsetzung 
Einbindung der Migrantenselbstorganisationen als  
Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner 
Kooperationsveranstaltungen  
Unterstützung bei der Beantragung von Projektförderung 
Beratung durch die Stadt Münster (Amt 36) 
Koordination gesamtstädtischer und lokaler Aufgaben 
Fördergelder vorhanden durch das Programm „KOMM-AN“ 
und kommunale Förderung durch Amt 36 
Hemmnisse Mangel an eigenen und nutzbaren Räumen  
6.11. Stärkung von Angeboten zur Integration über die Kooperation zwischen 
dem Fußballverein Preußen Münster und „Fanport Outlaw“ 
Beteiligte SC Preußen Münster, „Fanport Outlaw“, Arbeitskreis Sport 
und Bewegung / Stadtsportbund 
Bausteine zur 
weiteren Umsetzung  
Information über die Kooperation und Stärkung der Bewer-
bung 
Hemmnisse ggf. mangelnde Personalressourcen

111 
 
Einbindung der Ergebnisse in das Handlungsprogramm zur 
Förderung gesundheitlicher Chancengleichheit der Stadt 
Münster 
Hemmnisse fehlende langfristige finanzielle Sicherung des Projektes 
fehlende Finanzierungsmöglichkeiten für Umsetzungen er-
mittelter Bedarfe  
hoher ehrenamtlicher Arbeitsanteil  
stigmatisierender Blick „von außen“ auf den Stadtteil 
ermittelte gesundheitliche Schwierigkeiten im Stadtteil resul-
tieren aus gesellschaftlichen und kommunalen Strukturen, 
die entsprechend auf der gesamtstädtischen Ebene ange-
gangen werden müssen 
Bearbeitung der bestehenden Probleme auf gesamtstädti-
scher Ebene  
 
 
 
Kurzbeschreibung  
Angebote in den Bereichen Freizeit und Kultur sind wichtige Bausteine, um das Leben 
in einem Stadtteil mit vielen unterschiedlichen Kulturen positiv zu beeinflussen. Ent-
spanntes Miteinander in der Freizeit, ob im Außenraum oder in betreuten Begegnungs-
einrichtungen, die Beschäftigung mit der eigenen oder den fremden Kulturen sowie mit 
„übergeordneten Kunst- und Kulturprojekten“ fördert die Toleranz, die Nachbarschafts-
bildung und das gemeinsame Erleben, was wiederum einen positiven Einfluss auf die 
Identifikation mit dem Stadtteil und auf sein Image hat. Insbesondere über das Stadt-
teilhaus Lorenz-Süd und die „Alte Post“ besteht derzeit ein breites Freizeitangebot , 
welches nach der Bereitstellung weiterer Räumlichkeiten sowie von Finanz- und Per-
sonalressourcen weiter ausgebaut werden sollte.  
Handlungsfeld 7: Freizeit / Kultur  
7.1. Prüfung von Potenzialen im Bereich Kunst und Kultur und Aufbau eines 
Netzwerkes mit Akteurinnen und Akteuren für und mit der Stadtteilbevölke-
rung 
Beteiligte Stadt Münster (Amt 41, MM), Institutionen vor Ort, professi-
onelle Kunst- und Kulturschaffende innerhalb und außerhalb 
des Untersuchungsgebietes, engagierte Akteurinnen und 
Akteure

112 
 
 
 
 
 
Bausteine zur  
weiteren Umsetzung 
Bildung eines Netzwerkes mit dem Ziel der Bildung einer 
Projektwerkstatt (ggf. mehrstufig)  
Verzahnung externer Kulturschaffender mit lokalen Akteu-
rinnen und Akteuren 
Identifizierung einer örtlichen Sprecherin bzw. Sprecher des 
Netzwerkes 
Hemmnisse Finanzierung eines Impulsgebers, da geringe Fördermög-
lichkeiten auf Stadtteilebene 
7.2. Umsetzung aus der Projektwerkstatt (siehe auch Maßnahme 7.1.) 
Beteiligte Stadt Münster (Amt 41, Amt 61, MM), Kunstschaffende, Lo-
kale Netzwerksprecherin / Netzwerksprecher, Institutionen 
im Stadtteil, professionelle Projektleiterin / Projektleiter, ggf. 
Grundstückseigentümerin / Grundstückseigentümer (Bereit-
stellung von Räumlichkeiten) 
Bausteine zur  
weiteren Umsetzung 
Erstellung eines Projektplans 
Akquise von Fördermitteln zur Realisierung von Projekt-
ideen 
Suche nach einer Projektleiterin / einem Projektleiter 
Suche nach Präsentationsflächen (innen und außen) 
Hemmnisse enge Förderkulisse auf Stadtteilebene (ggf. geringe finanzi-
elle Ressourcen)  
 
derzeit kaum Förderprogramme weder auf kommunaler 
Ebene noch auf Landesebene 
7.3. Prüfung der Möglichkeiten für kulturelle Bildung von Kindern und Ju-
gendlichen (z. B. Förderprogramm Kulturrucksack oder Kultur und Schule) 
Beteiligte Stadt Münster (Amt 41), Bildungseinrichtungen / PRIMUS 
Schule, Kunstschaffende, Land NRW (Fördermittelgeber) 
Bausteine zur  
weiteren Umsetzung 
Akquise von Förderprogrammen

113 
 
 
 
 
 
Kurzbeschreibung 
Die Gesundheitsdaten für Berg Fidel machen deutlich, dass in dem Stadtteil über-
durchschnittlich viele übergewichtige Kinder und Jugendliche leben. Übergewicht und 
Adipositas im Kindesalter führen nicht selten zu weiteren gesundheitlichen Beeinträch-
tigungen und zu einer erheblichen Einschränkung  der Lebensqualität. D ie Untersu-
chungen zum Zeitpunkt der Einschulung haben ergeben, dass die Motorik-Fähigkeiten 
der Schulanfängerinnen und Schulanfänger aus Berg Fidel von 36 Münsteraner 
Grundschulen am schlechtesten ausgeprägt sind. Es fehlt somit an niederschwelligen, 
langfristigen Angeboten und Bewegungsmöglichkeiten , welche die Kinder und Ju-
gendlichen motivieren, sich zu bewegen.  Auch die erwachsene Bewohnerschaft von 
Berg Fidel wünscht sich mehr Bewegungsangebote in geeigneten Räumen und in den 
Frei- und Grünflächen. 
 
8.1. Langfristige Etablierung einer Sport- und Bewegungskoordinatorin / ei-
nes Sport- und Bewegungskoordinators 
Beteiligte Stadtsportbund, Stadt Münster (Amt 53) 
Bausteine zur  
weiteren Umsetzung 
städtischer Zuschuss für den Stadtsportbund, zum Aufbau 
von nachhaltige Strukturen für Sport und Bewegung als Teil 
der gesundheitsorientierten Quartiersarbeit Mittels eines / 
einer Bewegungskoordinator / -koordinatorin in Berg Fidel 
(und Kinderhaus) 
 
Sensibilisierung von Kunst- und Kulturschaffenden für die 
Bedarfe im Stadtteil  
Suche nach Kurs- und Präsentationsflächen  
Verstetigung der geschaffenen Strukturen 
Hemmnisse keine Förderzusage auf kommunaler bzw. Landesebene 
(aufgrund enger Förderkulisse) 
7.4 Nutzung freier Raumkapazitäten in der „Alten Post“ 
Beteiligte Akteurinnen und Akteure im Stadtteil, Ehrenamtliche 
Bausteine zur  
weiteren Umsetzung 
Erstellung eines Nutzungsplans 
Hemmnisse  
Handlungsfeld 8: Sport / Bewegung

114 
 
Gründung eines interdisziplinären Arbeitskreises „Sport und 
Bewegung“ in Berg Fidel  
 
Die Sport- und Bewegungskoordination wirkt gemeinsam 
mit dem Arbeitskreis und weiteren relevanten Akteurinnen 
und Akteuren an der Umsetzung der im Folgenden aufge-
führten Maßnahmen mit und übernimmt teilweise die Feder-
führung. 
Hemmnisse  
 
 
 
 
8.2. Erweiterung des Sportparks mit zwei öffentlichen Volleyballfeldern und 
Bespielung dieser 
Beteiligte Stadt Münster (Amt 52) 
Bausteine zur  
weiteren Umsetzung 
Entwicklung eines Nutzungskonzeptes, welches eine Nut-
zung durch die Bewohnenden ermöglicht 
  
offener Beachvolleyball-Treff für Neueinsteigende 
Hemmnisse Interessenkonflikt zwischen Leistungs- und Vereinssport 
und der Nutzung von Anwohnenden  
8.3. Reaktivierung der Dirtbike-Anlage  
Beteiligte Stadt Münster (Amt 67), externes Fachbüro, Nutzerinnen 
und Nutzer, Ehrenamtliche, Spendengebende 
Bausteine zur  
weiteren Umsetzung 
regelmäßige Pflege durch Ehrenamtliche / Nutzerinnen und 
Nutzer und Stadt Münster (Amt 67) 
Hemmnisse keine, bereits in der baulichen Umsetzung 
8.4. Sportstättenanalyse durch eine Sportstättenkoordinatorin / einen Sport-
stättenkoordinator zum Aufbau von Sport- und Bewegungsangeboten   
Beteiligte Stadt  Sportstättenkoordinatorin / Sportstättenkoordinator, Kitas, 
Schule, Sportvereine, Ehrenamtliche, Arbeitskreis Sport und 
Bewegung 
Bausteine zur  
weiteren Umsetzung 
Erarbeitung einer Bedarfsanalyse 
Hemmnisse ggf. mangelnde Personal- und Finanzressourcen

115 
 
 
 
 
8.6. Sport und Bewegung als gesundheitsbezogene Quartiersarbeit, Etablie-
rung niederschwelliger Angebote für alle Altersgruppen  
Beteiligte Stadtsportbund, Stadt Münster (Amt 52, Amt 53), Ehrenamt-
liche, Sportvereine und Stadtteilakteure (insbesondere Ar-
beitskreis Sport und Bewegung) 
Bausteine zur  
weiteren Umsetzung 
regelmäßiger Austausch im Arbeitskreis Sport und Bewe-
gung zur Konzept- und Strategieentwicklung 
 
Information über Angebote 
Hemmnisse Mangel an räumlichen Ressourcen (im Stadtteil gibt es nur 
eine für den Breitensport nutzbare Schulsporthalle)  
fehlende personelle und finanzielle Ressourcen  
unterschiedliche Bedarfs- und Interessenlagen: Leistungs- 
und Breitensport 
 
 
8.7. Errichtung einer Freiluft-Sporthalle zur Nutzung durch die Öffentlichkeit 
Beteiligte Stadt Münster (Amt 52),  ggf. Spendengebende / Sponsoren 
Bausteine zur  
weiteren Umsetzung 
Bereitstellung einer entsprechenden, gut erreichbaren Flä-
che im Stadtteil 
8.5. Bedarfsanalyse zum Aufbau von Sport und Bewegung für alle Alters-
gruppen 
Beteiligte Stadt Münster (Amt 52), Stadtsportbund, Kitas, Schule, 
Sportvereine, Akteurinnen und Akteure, Ehrenamtliche, Ar-
beitskreis „Sport und Bewegung“ 
Bausteine zur  
weiteren Umsetzung 
Erstellung einer Bedarfsanalyse 
 
Entwicklung von Kooperationsmodellen für Bewegung, Spiel 
und Sport sowie Kita und Schule / Ganztag 
 
Entwicklung und Durchführung von außerschulischen Ange-
boten wie Sport- und Bewegungs-AG 
  
bewegte Ferienangebote 
  
Sportwochen in den Schulen 
Hemmnisse ggf. mangelnde Personal- und Finanzressourcen

116 
 
Konzepterarbeitung 
Hemmnisse Verfügbarkeit einer geeigneten Fläche 
Fehlende Personal- und Finanzressourcen 
 
8.8. Sportvereinsentwicklung und -förderung zur nachhaltigen Umsetzung 
Beteiligte Stadtsportbund Münster, ESV Münster, SC Preußen Müns-
ter, Stadt Münster (Amt 52) 
Bausteine zur  
weiteren Umsetzung 
Erstellung eines Sportvereinsentwicklungskonzeptes für den 
ESV Münster 
  
Einbindung SC Preußen Münster in die Stadtteilentwicklung 
Hemmnisse unterschiedliche Interessenlagen der handelnden Akteurin-
nen und Akteure 
fehlende Personal- und Finanzressourcen 
 
 
8.10. Umwandlung des Ascheplatzes in einen ganzjährig bespielbaren 
Kunstrasenplatz für den ESV (außerhalb des Untersuchungsgebietes) 
Beteiligte  Stadt Münster (Amt 52), ESV, Sponsorengelder 
Bausteine zur  
weiteren Umsetzung 
Suche nach Sponsoren 
Hemmnisse ggf. mangelnde Finanzressourcen 
 
8.9. Ausstattung öffentlicher Räume mit Sportgeräten (z.B. Cal listhenics, 
Tischtennisplatten, Basketballkörbe) 
Beteiligte Stadt Münster (Amt 52), Stadtsportbund, Arbeitskreis „Sport 
und Bewegung“ 
Bausteine zur  
weiteren Umsetzung 
Identifizierung von geeigneten Flächen  
Aufbau der Geräte 
Entwicklung geeigneter Formate zur Aktivierung der Räume 
Hemmnisse ggf. mangelnde Finanzressourcen für die Umsetzung  
ggf. mangelnde Finanzressourcen für die Instandhaltung  
ggf. Konflikte zwischen den Nutzergruppen Erholung / Sport 
/ Spiel / Bewegung

117 
 
8.11. Sport und Bewegung als gesundheitsbezogene Quartiersarbeit, Etablie-
rung niederschwelliger Angebote für alle Altersgruppen  
Beteiligte Stadtsportbund, Stadt Münster, Ehrenamtliche, Sportver-
eine, Stadtteilakteure (insbesondere Arbeitskreis Sport und 
Bewegung) 
Bausteine zur  
weiteren Umsetzung 
regelmäßiger Austausch im Arbeitskreis „Sport und Bewe-
gung“ zur Konzept- und Strategieentwicklung 
Information über Angebote 
Hemmnisse Mangel an räumlichen Ressourcen (im Stadtteil nur eine 
Sporthalle für den Breitensport) 
fehlende Personal- und Finanzressourcen 
 
unterschiedliche Bedarfs- und Interessenlagen: Leistungs- 
und Breitensport 
 
8.12. Erneuerung des öffentlichen Basketball-Skateplatzes (neben Skatepark) 
Beteiligte Stadt Münster (Amt 52), Skater-Szene, Stadtteilhaus Lo-
renz-Süd 
Bausteine zur  
weiteren Umsetzung 
Klärung der Zuständigkeit in der Verwaltung 
Einbeziehung der o.g. Expertinnen und Experten aus den 
Stadtteilen und Nutzende 
neuer Bodenbelag mit Linierung für Basketball und Fußball 
Hemmnisse Finanzierung und Verwaltungszuständigkeiten 
 
Kurzbeschreibung 
Zum Thema Gesundheit besteht in Berg Fidel großer Handlungsbedarf. Nicht nur die 
Gesundheitsdaten, die sich auf Bewegungsmangel  beziehen, schneiden im Stadtteil 
im Vergleich zur Gesamtstadt Münster schlecht ab, sondern auch weitere Daten, z.B. 
zur Zahngesundheit von Kindern. 
Die bisherigen und zukünftigen Ergebnisse des Projektes „Gesundheit in der nachhal-
tigen Stadt“ werden entsprechend ihrer unterschiedlichen Zielsetzung den aufgeführ-
ten, verschiedenen Handlungsfeldern zugeordnet. 
 
Handlungsfeld 9: Gesundheit

118 
 
 
 
 
 
Kurzbeschreibung 
Berg Fidel wird von den befragten Bewohnerinnen und Bewohnern als ein „grüner 
Stadtteil“ mit, im Süden unmittelbar angrenzenden, gut vernetzten Erholungsgebieten 
beschrieben. Die Versorgung mit Spielplätzen für kleinere Kinder ist im städtischen 
Vergleich gut. Die Gestaltung der Spielplätze auf den privaten Grundstücken der Mehr-
familienhäuser ist jedoch vielfach unattraktiv. Berg Fidel ist ein dicht besiedelter Stadt-
teil, so dass den allgemein zugänglichen Freiräumen mit Bewegungsangeboten ein 
besonderer Stellenwert zukommt. Dazu sind im Stadtteil Potenziale vorhanden, die im 
Rahmen einer Ortsbesichtigung mit den Fachämtern und den Akteurinnen und Akteu-
ren vor Ort identifiziert werden müssen. Gleichzeitig ist die Anpassung des öffentlichen 
Raums und der privaten Freiflächen an den Klimawandel, z.B. durch Entsiegelung und 
die Schaffung von Durchlüftungsschneisen, notwendig. 
Die derzeitige, teilweise mangelhafte Gestaltung und Pflege der privaten und öffentli-
chen Grünflächen – z.B. durch Ablagerung von Sperrmüll – trägt zum schlechten 
Image des Stadtteils bei und soll verbessert werden (siehe Handlungsfeld 11, Sauber-
keit). 
 
9.1. Einrichtung einer monatlichen Sprechstunde durch eine Mitarbeiterin der 
Beratungsstelle „Frühe Hilfen“ in jeder Kita (Familienhebamme oder Kinder-
krankenschwester) 
Beteiligte Stadt Münster (Amt 53), Mitarbeitende der Beratungsstelle 
„Frühe Hilfen“ 
Bausteine zur  
weiteren Umsetzung 
zusätzliche benötigte Stellen sind zu besetzen 
Hemmnisse ggf. Fachkräftemangel 
9.2. Intensivierung der Information über bestehende Angebote  
Beteiligte Stadt Münster (Amt 53) 
Bausteine zur  
weiteren Umsetzung 
Teilnahme an Elterncafés  
Sprachkurse u.a. durch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des 
Gesundheitsamtes  
Hemmnisse Stellenbesetzung 
Handlungsfeld 10: öffentlicher Raum / Parks / Spielplätze

119 
 
 
 
 
Kurzbeschreibung 
Die derzeitige teilweise mangelhafte Gestaltung und Pflege der privaten und öffentli-
chen Grünflächen – z.B. durch Ablagerung von Sperrmüll unabhängig von den ange-
kündigten Abfuhrterminen – trägt zum schlechten Image des Stadtteils bei und muss  
verbessert werden. Ein Aspekt in diesem Zusammenhang ist die mangelnde Informa-
tion über geordnete Müllentsorgung , sowie die teilweise geringe Bereitschaft der Be-
wohnerschaft, den Aufwand zu betreiben, der mit Einhaltung der geltenden Abfallsat-
zung verbunden ist. Das Problem des Ungezieferbefalls ist nicht zu vernachlässigen. 
Ein weiterer Aspekt, der sich auch auf die Außenwahrnehmung des Stadtteils auswirkt, 
ist die gefühlte Unsicherheit durch Kriminalität, Drogen- und Alkoholkonsum im öffent-
lichen Raum. Insbesondere  ältere Menschen, Frauen und Mädchen benennen eine 
Reihe von „Angsträumen“ im Stadtteil. 
 
10.1. Einrichtung eines Bürgerparks / einer öffentlichen Erholungsfläche öst-
lich der Straße Am Berg Fidel (im Zusammenhang mit der Errichtung des 
Sportparks)  
Beteiligte Stadt Münster (Amt 67) 
Bausteine zur  
weiteren Umsetzung 
Altlastenbeseitigung 
Konzeption 
Umsetzung 
Hemmnisse ggf. mangelnde Personal- und Finanzressourcen 
10.2. Aufstellen eines Trinkwasserbrunnens 
Beteiligte Stadt Münster, Stadtnetze / Stadtwerke Münster GmbH 
Bausteine zur  
weiteren Umsetzung 
Auswahl eines geeigneten Standortes nach den Kriterien 
des Technischen Hinweis-Merkblattes DVGW W 274 (M) 
Januar 2022 Planung  
Bau und Betrieb sowie Eigenkontrolle von öffentlichen Trink-
wasserbrunnen (DVGW W 274 (M) Januar 2022) 
Hemmnisse ggf. mangelnde Personal- und Finanzressourcen für Bau 
und Betrieb 
Handlungsfeld 11: Sauberkeit / Sicherheit

120 
 
 
 
 
 
 
 
11.1. Schulung aller Altersgruppen zum Umgang mit ordnungsgemäßer 
 Müllentsorgung / Mülltrennung 
Beteiligte Stadt Münster (AWM, Amt 67), Wohnungseigentümerinnen 
und -eigentümer, Akteurinnen und Akteure vor Ort, PRIMUS 
Schule 
Bausteine zur  
weiteren Umsetzung 
Sensibilisierung der Bewohnerschaft durch Information 
(Intensivierung der bestehenden) Angebote der AWM zur 
Sensibilisierung aller Altersgruppen 
Entwicklung von kreativen Ideen zur Gestaltung / Optimie-
rung von Müllcontainern (z.B. gegen Ungezieferbefall) 
Information über das Inkrafttreten des „städtischen Mängel-
melders“  
Verfolgung von Ordnungswidrigkeiten über „Anhörungsbö-
gen“ der AWM in Kooperation mit Amt 67 
Hemmnisse mangelnde Bereitschaft zur Mülltrennung 
eventuell Platzmangel für mehrere Müllbehälter in engen / 
überbelegten Wohnungen 
Sperrmüllentsorgung im öffentlichen Raum wird unter Um-
ständen nicht als problematisch wahrgenommen 
Personalmangel und begrenzte Finanzressourcen bei den 
AWM 
11.2. Verbesserung der Beleuchtung zur Vermeidung von Angsträumen 
Beteiligte Stadt Münster (Amt 66, Amt 67), Bewohnerschaft, Akteurin-
nen und Akteure vor Ort 
Bausteine zur  
weiteren Umsetzung 
Identifizierung der Angsträume durch Begehung mit der Be-
wohnerschaft 
Hemmnisse Finanzierung weiterer Beleuchtungskörper oder Ersatz noch 
nicht abgeschriebener Beleuchtungskörper

121 
 
 
 
Kurzbeschreibung: 
Die Mischung aus fehlender gastronomischer Infrastruktur, einem hohem Versiege-
lungsgrad, einer intensiven verkehrlichen Nutzung, fehlenden Aufenthaltsmöglichkei-
ten, einer geringen Ästhetik – sowohl der angrenzenden Bebauung als auch der Frei-
flächen – und einem niedrigen Grünanteil macht die Quartiersmitte von Berg Fidel ak-
tuell zu einem unattraktiven Ort. Das führt dazu, dass sie kaum als Ort der Begegnung 
und des Aufenthalts genutzt wird, obwohl sie aufgrund der zentralen Lage im Quartier 
und durch die vorhandene, städtebauliche Raumgebung großes,  ungenutztes Poten-
zial aufweist. 
Wodurch kann das Quartiersleben im öffentlichen Raum von Berg Fidel gestärkt wer-
den? Diese Frage stand im Mittelpunkt bei der Erarbeitung der Masterarbeit von Caro-
lin Kemkes-Günner mit dem Titel „Quartiersleben Berg Fidel“ im Fach Landschaftsar-
chitektur an der Hochschule Osnabrück im Jahr 2023.  
Im Fok us standen bei den Untersuchungen die zentralen Platzflächen um den im 
Stadtteil Berg Fidel fußläufig gut erreichbaren Lebensmittelmarkt „nah&frisch“. Hier 
galt es im Rahmen einer Bestandsaufnahme zu untersuch en, ob und wieweit dieser 
Ort als Quartiersmitte heute schon funktioniert.  
Exkurs: Aufwertung des Stadtteilzentrums Berg Fidel 
Aufwertung der öffentlichen Flächen im Stadtteilzentrum durch Bepflanzung 
und Möblierung 
Beteiligte Eigentümerin (LEG), Stadt Münster (Amt 67, Amt 66, MM, 
Amt 32, Amt 41), Akteurinnen und Akteure, ggf. Sponsorin-
nen und Sponsoren  
Bausteine zur  
weiteren Umsetzung 
Erstellung eines Gestaltungskonzeptes auf der Grundlage 
der Ergebnisse der Bürgerbeteiligung und der Masterarbeit 
von Frau Kemkes-Günner (s.u.) 
sofern die Voraussetzungen erfüllt sind ggf. Beantragung 
von Fördergeldern bei der Stadt Münster / Land NRW / 
Bund / ggf. BV-Haushaltsmittel 
Beteiligung / Einbeziehung der Anliegenden 
Hemmnisse ggf. mangelnde Bereitschaft der Eigentümerin und der An-
liegenden 
ggf. begrenztes, dauerhaftes Engagement der Akteurinnen 
und Akteure 
ggf. mangelnde Finanz- und Personalressourcen

122 
 
Auf der Grundlage verschiedener Methoden zur Raumwahrnehmung und -analyse und 
intensiver Recherchen zur Bestandssituation vor Ort wurden freiraumplanerische Ent-
wicklungsimpulse und Vorschläge für konkrete Maßnahmen und Projekte erarbeitet, 
die hier beispielhaft aufgezeigt werden sollen. In einem ersten Schritt wurde folgenden 
Fragestellungen nachgegangen: 
 
 Welche Funktion hat der Ort aktuell und welche sollte er zukünftig als lebendige 
Quartiersmitte haben? 
 Welche Auswirkungen haben bestehende städtebauliche, landschaftsarchitek-
tonische und soziale Gegebenheiten auf die Bestandsituation des öffentlichen 
Raumes im Zentrum von Berg Fidel? 
 Welche Konflikte bestehen hier aktuell und wie könnten diese gelöst werden? 
 In wieweit können Konflikte für die Individualität des Ortes stehen und akzeptiert 
werden? 
Ein wichtiger Indikator für die Lebendigkeit eines Quartiers ist die Vielfalt der hier le-
benden Menschen. Diese Vielfalt an unterschiedlichen Altersgruppen, Ethnien, Religi-
onen, Sozial- und Bildungsschichten kann Grundlage einer lebhaften Kultur und eines 
reichhaltigen Zusammenlebens sein. Auf sozialer Ebene wird ein Quartier dann leben-
dig, wenn die Bewohnerschaft sich einbringt und Verant wortung übernimmt. Voraus-
setzung dafür ist, dass eine Plattform oder eine Möglichkeit zur Verfügung steht, sich 
bei der Entwicklung des Quartieres einzubringen und sich aktiv beteiligen zu können. 
Eine lebhafte Nachbarschaft zeichnet sich durch eine starke Gemeinschaft aus, in der 
die Menschen interagieren und sich unterstützen. Dies kann durch gemeinsame Akti-
vitäten wie Straßenfeste, Flohmärkte, gemeinsame Gartenprojekte und ähnliche Akti-
vitäten gefördert werden. Der „zentrale Punkt“ in einem Quartier soll  insofern so be-
schaffen sein, dass eine attraktiv gestaltete Aufenthaltsqualität kleinräumig urbanes 
Leben entstehen lässt. Abwechslungsreich gestaltete Fassaden in der Erdgeschoss-
zone sowie eine hohe Diversität in der Gestaltung der öffentlichen und privaten Räume 
sind hierfür die Voraussetzung. Es ist davon auszugehen, dass sich durch eine ver-
besserte Aufenthaltsqualität die Nutzung und die Lebendigkeit eines Ortes erhöhen, 
sich die Anwohner intensiver mit dem Wohnquartier identifizieren und sich im Idealfall 
selbst für die Aufwertung ihres Quartiers verantwortlich fühlen. 
Welche Erkenntnisse ergeben sich für die Gestaltung des öffentlichen Raumes im 
Zentrum von Berg Fidel? 
 
1. Eine menschliche Maßstäblichkeit (und im Idealfall eine kleinteilige und überschau-
bare Siedlungsstruktur) und fußläufig zu bewältigende Entfernungen fördern die Ent-
stehung nachbarlicher Beziehungsnetze und die „psychologische Nähe zum Ort“.  
 
2. Eine multifunktionale Nutzbarkeit und eine Gestaltbarkeit von Freiflächen fördern 
die Selbstverwaltung und Mitbestimmung , stärken das „Wir -Gefühl“ im Quartier und 
erhöhen die Akzeptanz der Bewohnerschaft mit ihrem Wohnquartier. 
 
3. Das Stärken der vorhandenen markanten Akzente und optischen Charakteristik er-
höhen die Individualität des Stadtteils und vereinfachen eine Identifikation mit dem Ort. 
 
4. Zentrale Aufenthalts- und Begegnungsmöglichkeiten im öffentlichen Raum ermögli-
chen das zufällige, aber auch bewusste Treffen und erhöhen dadurch die Beziehungs-
qualität der Nachbarschaft untereinander.

123 
 
 
5. Kunst im Raum und gemeinsame künstlerische Aktivitäten wirken identitätsstiftend. 
 
6. Sauberkeit und Gepflegtheit erhöhen das Sicherheits- und Zufriedenheitsgefühl. 
Abb. 76: Übersicht der Nutzungen in der Quartiersmitte von Berg Fidel 
 
Bild: C. Kemkes-Günner 
 
Abb. 77: Bewegungsprofile Zufußgehende und Radfahrende / MIV 
 
Bild: C. Kemkes-Günner 
Die obenstehende Grafik zeigt die Summe aller innerhalb der Quartiersmitte beobach-
teten, verweilenden und bewegenden Nutzungen. Die Nutzung des Raumes für Be-
gegnung und Aufenthalt wurde als sehr gering und sporadisch beobachtet. Aus den 
dokumentierten Bewegungsströmen lässt sich interpretieren, dass die hohe Verkehrs-
belastung in dem nördlichen Platzbereich (angrenzend an die Hogenbergstraße) stark 
mit dem vorhandenen Fuß - und Radverkehr sowie der Aufenthaltsqualität kollidiert. 
Parkplatz im Eigen-
tum der LEG

124 
 
Dies hat zur Folge, dass der zentrale Platz in Berg Fidel aktuell kein Ort ist, an dem 
sich die Stadtteilbevölkerung häufig und lange aufhält, sondern ein Ort, den man le-
diglich überquert, vor allem, um den Lebensmittelmarkt „nah&frisch“ zu erreichen. Die 
Beobachtungen stehen in Zusam menhang mit dem hohen Versiegelungsgrad und 
dem geringen Angebot an Sitz- und Aufenthaltsmöglichkeiten sowie dem Müllproblem 
auf dieser Fläche. 
Eigentumsverhältnisse 
Ein wesentlicher F aktor für die Realisierbarkeit der im Folgenden aufgeführten Ent-
wicklungsimpulse sind die Eigentumsverhältnisse auf den zu Grunde gelegten Flä-
chen. Der abgebildete Lageplan macht deutlich, dass sich lediglich die das Stadtteil-
zentrum umgebenden Straßen (gelbe Flächen) im Eigentum der Stadt Münster befin-
den. Insofern ist eine e nge Kooperation zwischen den privaten Grundstückseigentü-
mern und den betreffenden Fachämtern der Stadt Münster sowie den Akteurinnen und 
Akteuren vor Ort für eine erfolgreiche Umsetzung der vorgeschlagenen Maßnahmen 
und Projekte erforderlich. 
 
Abb. 78: Eigentumsverhältnisse im Stadtteilzentrum Berg Fidel 
 
Bild: Stadt Münster 
Freiraumplanerische Entwicklungsimpulse:  
Durch viele kleine und große Interventionen und temporäre Nutzungen könnte die 
Quartiersmitte nach und nach völlig neue Funktionen bieten und sich zukünftig als die 
„Fidele Mitte“ identifizieren: Ein belebter und aktiver Ort. Ein Ort, an dem man sich 
sowohl zufällig begegnen, als auch bewusst gemeinsam aufhalten könnte. Um in grü-
ner, bunter, wie auch belebter Atmosphäre etwas zu essen, zu spielen, Musik zu hö-
ren, Kaffee zu trinken, Leute zu beobachten, etwas zu lernen, sich auszutauschen und 
gemeinsam an kleinen Projekten im öffentlichen Raum zu arbeiten. Identitätsstiftende

125 
 
Akzente und kooperative Prozesse könnten aus der „Fidelen Mitte“ heraus die ganze 
Gemeinschaft Berg Fidels beleben. Konkret könnten in der „Fidelen Mitte“ vor allem 
drei Ziele verfolgt werden: 
Die Erhöhung  
 der Aufenthaltsqualität 
 des Grünanteils und 
 des gastronomischen Angebotes. 
Hierzu könnte die Erdgeschosszone belebt werden, indem vorhandene Leerstände 
durch entsprechende Angebote gefüllt werden (z.B. Reparier -Fahrrad-Schrauber-
Werkstatt, Schreibwaren, etc.). Gastronomisch könnten zukünftig z.B. ein Eiscafé oder 
ein Kiosk mit umliegenden Aufenthaltsbereichen sowie Außenmobiliar am Imbiss das 
Quartier beleben. 
 
Abb. 79: Blick auf die Ost-West-Achse südlich an den Lebensmittelmarkt angrenzend (Entwurf) 
 
Bild: C. Kemkes-Günner 
Die Ost-West-Achse – südlich an den Lebensmittelmarkt „nah&frisch“ angrenzend – 
könnte durch folgende Maßnahmen aufgewertet werden: 
 Mobile Bäume / informelle Begrünung 
 Wimpel- und Lichterketten 
 Bodentrampolin 
 Gestaltung der Fassade des Lebensmittelmarktes „nah&frisch“  
 Basketballkorb / Streetball 
 Bemalung des Pflasters

126 
 
 
Abb. 80: Blick in die Passage Rincklakeweg aus west-östlicher Richtung (Entwurf) 
 
Bild: C. Kemkes-Günner 
Folgende konkrete Maßnahmen und Projekte werden für den unten dargestellten 
Platzbereich (Abb. 85) vorgeschlagen: 
 
 Fassaden- und Dachbegrünung 
 Foodtrucks / Kiosk 
 Platzausdehnung auf die Hogenbergstraße (langfristig Anhebung auf das Ni-
veau des Platzes) 
 Aktionstag mit der Bewohnerschaft zur Bemalung der vorgeschlagenen Aus-
dehnung der Hogenbergstraße („Street-Art-Day“) 
 Baumscheiben-Patenschaften 
 Bauminseln bzw. Hochbeete 
 Gliederung neuer Parkbuchten 
 Beschilderung und Orientierung durch Schaffung  eines „Ankerpunktes“ (z.B. 
Orientierungssteelen) 
Abb. 81: Blick von der Hogenbergstraße in Richtung Süden (Entwurf) 
 
Bild: C. Kemkes-Günner

127 
 
 
Für den unten dargestellten Platzbereich zwischen der Musikschule und dem Texas 
Imbiss wurden folgende Gestaltungsvorschläge erarbeitet: 
 
 Kleinformatige Events / Bühne 
 Lichterketten und Lampions 
 
Abb. 82: Blick auf den Platzbereich zwischen Musikschule und dem Texas Imbiss  (Entwurf) 
 
Bild: C. Kemkes-Günner 
 
Abb. 83: Blick in die Passage Rincklakeweg aus westlicher Richtung (Entwurf) 
 
Bild: C. Kemkes-Günner 
Für diesen oben dargestellten, öffentlichen Bereich werden folgende gestalterische 
Aufwertungsmaßnahmen vorgeschlagen: 
 Hängematten und Schaukeln 
 Kletterwand 
 Betonsitzblöcke 
 „Mini-Ankerpunkt“

128 
 
 Spielskulptur 
 Pflasterteppich 
 Mobiles und kreatives Stadtmobiliar 
Wie geht es weiter? 
Durch den in den letzten Monaten aufgebauten, engen Kontakt zwischen der Verfas-
serin der Masterarbeit sowohl zur Stadtverwaltung Münster als auch zum Arbeitskreis 
Berg Fidel besteht die Chance, die Zentrumsentwicklung auch unter Berücksichtigung 
der hier vorgestellten Ergebnisse weiter zu verfolgen. Hierzu wurde die Masterarbeit 
im Arbeitskreis Berg Fidel am 16.04.2024 mit Vertreterinnen und Vertretern der Stadt-
verwaltung, dem Bezirksbürgermeister, Vertreterinnen und Vertretern der Sozialen 
Träger sowie mit sonstigen Akteurinnen und Akteuren aus dem Stadtteil von der Ver-
fasserin vorgestellt. 
Bevor weitere Schritte zur  Konkretisierung eingeleitet werden,  bedarf es der Zustim-
mung „LEG NRW GmbH“ als Eigentümerin der öffentlichen zentralen Flächen. Die 
Umsetzung der eingebrachten Vorschläge könnte für die Wohnungsgesellschaft eine 
gute Möglichkeit darstellen, die Attraktiv ität ihres derzeit teilweise desolaten Woh-
nungsbestandes zu steigern und damit auch das Image des Wohnquartiers erheblich 
aufzuwerten.  
Bei Zustimmung seitens der Eigentümerin gilt es im Anschluss mit den betreffenden 
Fachämtern zu klären, welche Maßnahmen und Projekte aus fachlichen Sicht realisiert 
werden könnten. 
Im darauffolgenden Dialog mit den o. g. aktiven Akteurinnen und Akteuren soll te die 
Umsetzung der grundsätzlich realisierbaren Ideen und deren Finanzierungs- und 
Crowdfunding-Möglichkeiten sowie zeitliche und strategische Ansätze diskutiert wer-
den. Hierbei wäre eine Begleitforschung interessant, um zu beobachten, inwieweit die 
Impulse von der Stadtte ilbevölkerung angenommen werden und sich daraus positive 
Veränderungen im Stadtteil ergeben.  
Für einzelne Maßnahmen und Projekte könnte grundsätzlich eine Förderung, z.B. über 
das Bund /  Länderprogramm „Sozialer Zusammenhalt“, aber auch über andere För-
derprogramme, die eine Aufwertung des Wohnumfeldes zu m Ziel haben, in Frage 
kommen. Hierzu müssten dann die konkreten Anforderungen der Fördergeber mit der 
Stadt und den privaten Akteurinnen und Akteuren abgestimmt werden.

129 
 
7. Umsetzung / Organisation 
Der sozialorientierte Entwicklungsprozess in Berg Fidel bedarf aufgrund der großen 
Anzahl von zu bearbeitenden Handlungsfeldern und einer Vielzahl von Einzelmaßnah-
men einer gut strukturierten und transparenten Organisation. Die vorhandenen Ver-
netzungsstrukturen im Stadtteil sollen aufgegriffen und optimiert werden . Dabei kom-
men der Stadtteilkümmerin des Stadtplanungsamtes und der Quartiersmanagerin von 
Münster Marketing Schlüsselfunktionen zu. Die lokalen Akteurinnen und Akteure sowie 
die Politik vor Ort sind in die Arbeitsprozesse engmaschig einzubinden, z.B. 
 beim Aufbau von nachhaltigen, langfristigen, umsetzungsorientierten Kommu-
nikations- und Kooperationsstrukturen  
 bei der Vorbereitung und Begleitung des F ortschrittes in Bezug auf die Reali-
sierung von Maßnahmen und Projekten durch Monitoring, Evaluation und einer 
ggf. zeitnahen Zielanpassung 
7.1 Einrichten eines Verfügungsfonds 
 
Um das Engagement der Bürgerinnen und Bürger in Berg Fidel zu aktivieren, könnte 
bei der Bezirksvertretung Münster-Hiltrup ein Verfügungsfonds für den Stadtteil einge-
richtet werden, der vor allem zur Förderung von kleineren, z.B. kulturellen und nach-
barschaftlichen Projekten in Anspruch genommen werden kann. Antragsberechtigt wä-
ren Bürgerinnen und Bürger, Vereine, Institutionen und Einrichtungen aus dem Stadt-
teil. Ziel der Maßnahme soll nach Möglichkeit  die Stärkung der Nachbarschaft, die 
Steigerung der Identifikation mit dem Stadtteil , der Abbau von Bildungsdefiziten  und 
die Aufwertung des öffentlichen Raumes sein. Dazu können kleine Maßnahmen wie 
Mitmachaktionen, Imagekampagnen, Veranstaltungen oder Wo rkshops beantragt 
werden.  
Soweit förderfähige Maßnahmen über das Förderprogramm „Sozialer Zusammenhalt“ 
zukünftig in das vorliegende InSEK aufgenommen werden können, müssen konkrete 
Förderrichtlinien als Rahmen für die Genehmigung der Anträge aus der Bürgerschaft 
erarbeitet werden.  
 
7.2 Öffentlichkeitsarbeit / Quartiersmanagement 
Der Stadtteil Berg Fidel hat vor allem aus gesamtstädtischer Sicht ein schlechtes 
Image, obwohl die Rahmenbedingungen inne rhalb der sehr unterschiedlichen Quar-
tiere nicht durchweg negativ zu bewerten sind. Die Realisierung der Maßnahmen aus 
dem InSEK soll durch anlassbezogen e, mündliche Berichterstattung  über Umset-
zungserfolge und Aktivitäten daz u beitragen, dieses Negativima ge abzuwenden und 
die Umsetzung der Maßnahmen transparent zu gestalten.  
Gemeinsam mit dem „Arbeitskreis Berg Fidel“, der Wohnungswirtschaft, den Vereinen, 
Kirchengemeinden und weiteren Akteurinnen und Akteuren  vor Ort sind gezielte 
Imagekampagnen unter Anleitung der Quartiersmanagerin der Stadt Münster gebün-
delt und effektiv durchzuführen. Beispielsweise sollen die Informationen über Sport - 
und Bewegungsangebote im Stadtteil in mehreren Sprachen zur Verfügung gestellt 
werden, um die unterschiedlichen Nationalitäten zu erreichen. Auch auf Infotafeln und 
Aushängen sollen mehrsprachige Informationen bereitgestellt werden.  
Ein wesentlicher Bestandteil des Aufgabenb ereiches der Stadtteilkümmerin bzw.  der 
Quartiersmanagerin ist es, die Zusammenarbeit mit den betreffenden städtischen Äm-

130 
 
tern und den Akteurinnen und Akteuren vor Ort zu koordinieren. Zum Tätigkeitsspekt-
rum gehören darüber hinaus Pressearbeit, Vorbereitung von Informationsmaterial so-
wie die Durchführung von öffentlichen Veranstaltungen und Beteilig ungsverfahren in 
Kooperation mit den beteiligten Fachämtern. 
  
7.3. Monitoring und Evaluation 
Das InSEK muss sich wandelnden Rahmenbedingungen anpassen und ist mit den 
oben dargestellten Maßnahmen nicht abgeschlossen – vielmehr ist eine kontinuierli-
che Weiterentwicklung vorgesehen. 
In regelmäßigen Zeitabständen muss der Grad der Zielerreichung ermittelt und hinter-
fragt werden. Durch ein Monitoring wird der Umsetzungs prozess derart gelenkt, dass 
die formulierten Ziele erreicht bzw. inhaltlich angepasst werden können. Folgende Leit-
fragen stehen dabei im Vordergrund: 
 Welche Gründe haben zu einer zeitlichen Verschiebung geführt? 
 Waren Einzelmaßnahmen nicht realisierbar – und welche Gründe waren aus-
schlaggebend? 
 Gab es Veränderungen der Rahmenbedingungen, die zu berücksichtigen wa-
ren? 
 Konnten die Bürgerschaft sowie die Akteurinnen und Akteure  vor Ort entspre-
chend der Zielsetzung beteiligt werden? 
Zur Konkretisierung des Monitorings ist es wichtig, die definierten Z iele messbar zu 
machen und eine entsprechende Liste von Indikatoren zu erstellen. Nur so kann eine 
Evaluation erfolgreich durchgeführt werden.  
7.4 Bildung eines Beirates  
Der Beirat stellt ein Gremium vor Ort dar, in dem die Stadtteilkümmerin und die Quar-
tiersmanagerin, Mitglieder der Verwaltung, Bewohnerinnen und Bewohner und ausge-
wählte lokale Akteurinnen und Akteure  sowie ggf. auch Vertreterinnen und Vertreter  
der örtlichen Politik gemeinsam über die Entwicklung des Stadtteils beraten. Dabei gilt 
es die Entscheidungen des Beirates an den grundsätzli chen Zielen des InSEKs zu 
orientieren.

131 
 
8. Ausblick 
 
Für den Stadtteil Berg Fidel sind folgende Schwerpunkte von besonderer Bedeutung, 
um den Stadtteil für die Bewohnerinnen und Bewohner – und auch in der Außenwahr-
nehmung – aufzuwerten: 
 Verbesserung der Bildungschancen, der gesundheitlichen Chancengleichheit und 
der Integration 
 Abbau von Arbeitslosigkeit und Armut 
 Kooperation mit der örtlichen Wohnungswirtschaft  
 Maßnahmen zur Klimaverbesserung und der Klimaanpassung  
 Schaffung von attraktiven, bewegungsfördernden Angeboten  
 Verbesserung der Sauberkeit und Sicherheit 
Verbesserung der Bildungschancen, gesundheitlichen Chancengleichheit und der In-
tegration 
Berg Fidel ist in einigen Quartieren geprägt von einem hohen Anteil von Menschen mit 
Migrationsvorgeschichte aus einer Vielzahl unterschiedlicher Ethnien und einer hohen 
Arbeitslosigkeit. Die verstärkte Kooperation zwischen den schon jetzt engagierten Ak-
teurinnen und Akteuren vor Ort untereinander und mit den Einrichtungen der Verwal-
tung der Stadt Münster soll dazu beitragen, dass Menschen und vor allem Kinder und 
Jugendliche durch verbesserte Bildungschancen der Armutsspirale entkommen und 
sich in die Stadtgesellschaft integrieren können. Aber auch Kitas, Familienzentren und 
die Schule im Stadtteil stehen hinsichtlich des hohen Anteils an bildungsfernen Fami-
lien vor einer anspruchsvollen Aufgabe, die Bildungschancen der zukünftigen Genera-
tionen positiv zu entwickeln und die Kinder und Jugendlichen aktiv zu begleiten und zu 
fördern.  
Enge Kooperation der örtlichen sozialen Träger 
Im Stadtteil ist das Engage ment einer Vielzahl von Akteurinnen und Akteuren  für die 
Bewohnerschaft bereits zum jetzigen Zeitpunkt hoch. Dennoch gibt es in Teilbereichen 
Verbesserungsbedarf in der Koordinierung der einzelnen Beratungs- und Bildungsein-
richtungen sowie der Angebote im Rahmen d er Gesundheitsvorsorge. So fehlen z.B. 
eine Zweigstelle des Jobcenters und dauerhafte Anlaufstellen für einzelne Themen im 
Rahmen der Gesundheitsberatung.  
Kooperation mit der örtlichen Wohnungswirtschaft 
Ein wichtiger Schritt für eine erfolgreiche Umsetzung d ieses InSEKs ist die Einbezie-
hung der örtlichen Wohnungswirtschaft. Zwar gibt es im Stadtteil keine zusammenhän-
genden Großwohnsiedlungen, wie z.B. im Stadtteil Kinderhaus -Brüningheide, den-
noch ist es für das Image der betreffenden Wohngebäude und Quartiere von Bedeu-
tung, dass sich di e Wohnungsmarktakteure auf einen veränderten Umgang , z.B. in 
Bezug auf die Belegungspraxis, die Betreuung der Mieterschaft sowie auf die energe-
tische Aufwertung ihres Gebäudebestandes, einlassen.

132 
 
Schaffung von attraktiven, bewegungsfördernden Angeboten  
Die Auswertung der Gewichtsdaten der S chuleingangsuntersuchung zeigt, dass der 
Anteil an Kindern mit Adipositas in Berg Fidel im Vergleich zum gesamtstädtischen 
Durchschnitt deutlich höher ist.  Insbesondere die Bedarfe  an bewegungsfördernden 
Angeboten für ältere Kinder und Jugendliche  werden bisher zu wenig berücksichtigt, 
so das Ergebnis der Beteiligungsformate. Bei der laufenden Instandhaltung und Er-
gänzung der Bewegungs - und Spielangebote auf den öffentlichen Grün - und Erho-
lungsflächen durch die Verwaltung muss diese Zielsetzung zukünftig verstärkt im Fo-
kus stehen. 
Klimaschutz / Klimaanpassung 
Der Versiegelungsgrad in Berg Fidel ist trotz der vielen Grün - und Freiflächen hoch 
und der Wasserhaushalt somit urban geprägt. Notwasserwege und Rückhalteräume 
bei Starkregen sind nicht ausreichend vorhanden. Dadurch wird erwa rtet, dass die 
thermische Situation sich mit zunehmendem Klimawandel sehr ungünstig entwickeln 
wird.  
Die Fassadengestaltung der Mehrzahl d er Großwohnsiedlungen ist  überwiegend in 
dunklen Farben gehalten, die sich im Hochsommer aufheizen.  
In einem Großteil der Quartiere besteht ein dringender Bedarf zur energetischen Ver-
besserung der Gebäudesubstanz sowie zur Umsetzung klimaschonender Projekte. 
Verbesserung der Sauberkeit und Sicherheit 
Die ungeordnete Müllentsorgung, insbesondere rund um die Hochhäuser und auf den 
privaten und öffentlichen Grünflächen  trägt zu dem schlechten Image des Stadtteils 
bei. Um zu einer verbesserten Außenraumgestaltung und einem geringeren M üllauf-
kommen beizutragen, sind z.B. vertiefende Schulungen durch die AWM in den Kitas 
und Schulen sowie weitere Informationsveranstaltungen zur geordneten Müllentsor-
gung und zur Ernährung mit verpackungsarmen Lebensmitteln erforderlich. 
Umsetzung und Transparenz des InSEKs als Gemeinschaftsaufgabe 
Damit die Aufwertung von Berg Fidel zu einem lebenswerten Stadtteil erfolgreich um-
gesetzt werden kann, muss kooperativ gedacht und gehandelt werden. Die Umsetzung 
der Maßnahmen ist eine gemeinschaftliche und langfristige Aufgabe von Verwaltung, 
Politik und Akteurinnen und Akteuren im Stadtteil. Die Maßnahmen sind darüber hin-
aus nur umsetzbar, wenn es gelingt, privates Engagement und eine entsprechende 
Investitionsbereitschaft herzustellen. 
Zur Einbindung der Bürgerschaft muss der Umsetzungsprozess transparent und offen 
gestaltet sein, u.a. über Informationsveranstaltungen, das Internet und Presseberichte 
(verständliche Gestaltung für die beteiligungsungeübte und bildungsferne Stadtteilbe-
völkerung). Die Bewohnerinnen und Bewohner des Stadtteils sind die Quartiersexper-
tinnen und -experten. Ihre Erfahrungen und Sichtweisen sind entscheidende Grundla-
gen für die Akzeptanz der konkreten Maßnahmen und Projekte aus dem Entwicklungs-
prozess. 
Durch eine begleitende Evaluation erfolgt bei Bedarf eine regelmäßige Zielanpassung, 
die sich dann in der Liste der Handlungsfelder oder auch in den einzelnen Maßnahmen 
widerspiegeln wird.  
Die umfangreiche Zahl der Maßnahmen und Projekte in den obengenannten Hand-
lungsfeldern macht deutlich, dass die Umsetzung der Ziele des InSEKs für Berg Fidel 
nicht zeitnah erfolgen kan n, sondern eine längere Zeitspanne in Anspruch nehmen 
wird.

133 
 
Bei den dargestellten Maßnahmen ist zukünftig ggf. im Einzelfall erneut zu prüfen, ob 
sie im Rahmen der Städtebauförderung grundsätzlich förderfähig sein könnten bzw. 
auf der Grundlage anderer Förderprogramme förderfähig sind oder ohne Förderper-
spektiven der Landes- oder Bundesprogramme realisiert werden sollen. 
Parlamentarische Gremien 
Im weiteren Verlauf des sozialorientierten Entwicklungsprozesses für Berg Fidel kön-
nen von den parlamentarischen Gremien Anträge an die jeweils zuständigen Fachäm-
ter – im Einzelfall in Kooperation mit den Akteurinnen und Akteuren vor Ort – zur kon-
kreten Prüfung der in den Handlungsfeldern aufgezeigten Maßnahmen adressiert wer-
den, um deren Umsetzung auf den Weg zu bringen.

134 
 
9. Anhang 
 
Ämterübersicht der Stadt Münster 
Amtskürzel Amtsbezeichnung 
17 Amt für Gleichstellung 
23 Amt für Immobilienmanagement 
32 Ordnungsamt 
36 Amt für Migration und Integration 
40 Amt für Schule und Weiterbildung / Volkshochschule 
41 Kulturamt 
50 Sozialamt 
51 Amt für Kinder, Jugendliche und Familien 
52 Sportamt 
53 Gesundheits- und Veterinäramt 
59 Jobcenter Münster 
61 Stadtplanungsamt 
64 Amt für Wohnungswesen und Quartiersentwicklung  
66 Amt für Mobilität und Tiefbau 
67 Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit 
MM Münster Marketing 
AWM Abfallwirtschaftsbetriebe Münster 
WFM Wirtschaftsförderung Münster

135 
 
Abb.: Informationsplakat zu den Arbeitsschritten des Entwicklungskonzeptes

136

137

138 
 
Auswertung #Stadtsache (in Stichworten) 
 
 Unterthemen  Positive Eindrücke  Handlungsbedarf 
Kunst und 
Kultur 
#Streetart 
#Kunst 
#Bühne 
#Kreativität 
#Lernorte 
- Graffitis an der 
Skateanlage 
- z.T. bunte Wände 
- Lorenz-Süd als Ort 
für Kreatives 
- Entfernen von unattraktivem 
Graffiti an Spielplätzen und 
anderen Orten  
- Stromkästen und Garagen 
bunt gestalten (z.B. als Ge-
meinschaftsaktion) 
- Zusätzliche Theater und Mu-
sikveranstaltungen  
- Orte für Veranstaltungen fin-
den 
- Informationen über Ge-
schichte und Natur (z.B. 
über QR-Codes)  
Grün und 
Nachhaltig-
keit 
#Grüne Stadt (Blu-
men) 
#Urban Gardening 
#Tier- / Natur-
schutz  
#Wasser 
#Hunde  
- z.T. schon Vogel-
häuser vorhanden  
- viele grüne Wiesen 
- zusätzliche Blumen entlang 
von Straßen und öffentlichen 
Gehwegen 
- Auf größeren Wiesen Obst-
bäume pflanzen und Hoch-
beete anlegen 
- Anbringen von Insektenho-
tels und zusätzlichen Vogel-
häusern 
- Trinkwasserspender auf 
Spielplätzen  
- Zusätzliche Kotbeutel für 
Hundebesitzerinnen und -
besitzer 
- Dach- und Fassadenbegrü-
nung  
Spiel und 
Sport 
#Spielplatz 
#Sportplatz  
#Bewegung 
#Streetsport 
#Winter (schlech-
tes Wetter)  
- Bereits schöne 
Spielplätze vorhan-
den  
- Spielfiguren und -anleitung 
für das Spiel „Mühle“ 
- Aufstellen von weiteren 
Toren 
- Öffentliches Volleyballfeld (in 
Umsetzung) 
- Wasserspielplatz und Korb-
schaukel (bereits realisiert)  
Treffpunkte #Wohlfühlen (Lieb-
lingsplätze)  
#Gestaltung 
#Familie 
#Toiletten  
 
- Skateranlage ist 
sehr beliebt  
- Picknickmöglich-
keiten (Tische / 
Bänke) auf Kinder-
spielplätzen  
- zusätzliche Bänke und Ti-
sche auf Kinderspielplätzen, 
um sich dort länger aufzu-
halten  
- zusätzliche Mülleimer auf 
Kinderspielplätzen und an 
öffentlichen Weg  
- Öffentliche Toiletten 
- Öffentlicher Zugang zu 
WLAN 
 
Verkehr  #Fußweg 
#Radweg 
#Sicherheit 
#Barrierefreiheit  
- Breite Fußwege - Zebrastreifen für Kinder und 
Jugendliche auf ihren Schul-
wegen und an Bushaltestel-
len

139 
 
#Orientierung  - Klarer Abgrenzung von Rad-
wegen durch rote Einfärbung  
- Bessere Beleuchtung auf 
Kinderspielplätzen und auf  
öffentlichen und privaten 
Wegen

140 
 
Impressum  
Herausgeberin:   Stadt Münster, Stadtplanungsamt  
Text:     Frauke Popken, Stadtplanungsamt  
Layout:               Heike Lubnau, Stadtplanungsamt  
Grafik:  Stadtplanungsamt, Stabstelle Klima , Gesundheits - und Veteri-
näramt, Amt für Kinder, Jugendliche und Familien / Stadtteilhaus 
Lorenz-Süd, Kommunales Integrationszentrum, Carolin Kemkes-
Günner, Freir aumplanerin, Prof. Dr. Heike Köckler, Universität 
Dortmund, Fakultät Raumplanung, Sonja Mester, SongaVerlag, 
Design, Geschichten, Fotografie, Fritz von Poblotzki / Manfred 
Pollert „Geschichte des Stadtteils Berg Fidel“ (Text und Bild) 
Redaktion:    Frauke Popken, Stadtplanungsamt  
Druck:     Stadt Münster  
 
Münster, Mai 2025

141 
 
Beiträge zur Stadtforschung, Stadtentwicklung, Stadtplanung, Ver-
kehrsplanung 
ISSN 0933-9078 
 
 
TITEL   HEFT NR. 
 
 
Parkraumuntersuchung Altstadt/Hbf. Münster/Westf. …...………………………………………… ..…. 1/94 
Werkstattbericht Stadtentwicklung Münster 2010, Materialien ………………………………...… ….... 2/94 
Dokumentation Kongress, neue Wege für das Rad ………………………………...……………..… .... 3/94 
Radverkehr in Fußgängerzonen ……………………………………...……………………………… ..…. 4/94 
Bauleitplanung und Wohnungsbau 1994 ……………………………………...…………………… .…... 5/94 
Verkehrsbericht Münster 1993 ……………………………………...…………………………..….…...… 6/94 
Verkehrsmittelwahl und ÖPNV-Akzeptanz der Studierenden in Münster ………….....……....….….. 7/94 
Bauleitplanung und Wohnungsbau 1995 ……………………………………...…………............... ....... 1/95 
Programm fahrradfreundliche Stadt Münster 
Gemeinsame Benutzung von Sonderfahrstreifen durch Bus- und Radverkehr ................................ 2/95 
Haushaltsbefragung Münster 1994, Zeitbudget und Verkehrsteilnahme ...................................... .... 3/95 
Wohnungsbau und Eigenheimbau Wohnwünsche von Wohnungssuchenden und Bauwilligen ....... 4/95 
Parkraumuntersuchung im Universitätssektor der Westfälischen Wilhelm-Universität Münster........ 1/96 
Optimierung für den Radverkehr an Lichtsignalanlagen ................................................................... 2/96 
Verbesserung der Radverkehrsinfrastruktur im Universitätsbereich/Innenstadtbereich Münster . .... 3/96 
mensch.mobil ´96 Forum für humane Mobilität. Kongressdokumentation .................................... .... 1/97 
Nachhaltige Stadt- und Regionalentwicklung - von Rio über Istanbul zur lokalen Agenda ............... 2/97 
Zeitstrukturen und Stadt. Das Zeitprofil von Münster - Chance für eine nachhaltige Entwicklung!?.....1/98 
Untersuchung zu Bündelungspotentialen im Wirtschaftsverkehr des Dienstleistungssektors  
zum Aufbau einer Branchenlogistik in Münster ...................................................................................2/98 
Erster Nahverkehrsplan Münster ....................................................................................................... 3/98 
Entwicklungskorridor Hauptbahnhof Albersloher Weg ....................................................................... 1/99 
Funktionale Stärkung von Stadtteilzentren in Münster ....................................................................... 2/99 
Neues Wohnen im Bestand ........................................................................................................... 1/2000 
Regionaler Wohnungsmarkt .......................................................................................................... 2/2000 
Maßnahmen zur Akzeptanzsteigerung von mobilé - Wahrnehmung und Bewertung der 
Mobilitätszentrale Münster ............................................................................................................ 3/2000 
Großflächiger Einzelhandel in Münster .......................................................................................... 4/2000 
Wohnbaulandentwicklung ............................................................................................................. 1/2001 
Verkehrsbild Münster 2001 ................................................................................................... ........ 1/2003 
Lokale Agenda – Nachhaltigkeitsbericht 2001 /2002 .................................................................... 2/2003  
Einzelhandelskonzept Münster – Leitlinien der räumlichen Entwicklung- ...................................... 1/2004 
Betriebliches Mobilitätsmanagement der Stadtverwaltung Münster .............................................. 1/2005 
Wohnbaulandentwicklung 2005 ................................................................................................. ... 2/2005 
2. Nahverkehrsplan Stadt Münster ................................................................................................ 1/2006 
Das alltägliche Verkehrsverhalten der Münsteraner 
Ergebnisse einer Haushaltsbefragung im November 2007 ............................................................ 1/2008 
Einzelhandels- und Zentrenkonzept Münster ................................................................................ 1/2009 
Attraktiv, generationengerecht, partnerschaftlich  
Münsters Handlungskonzept zum Demografischen Wandel ........................................................ 2/2009 
Verkehrsentwicklungsplan Münster 2025 Teil 1: Analyse und Bestand ....................................... 3/2009  
Monitoringbericht zur Einzelhandelsentwicklung in Münster 2010 .................... ........................... 1/2011 
Verkehrsverhalten und Verkehrsmittelwahl der Münsteraner 
Ergebnisse einer Haushaltsbefragung im Herbst 2013 ................................................................ 1/2014 
3. Nahverkehrsplan Stadt Münster ................................................................................................ 1/2016 
Einzelhandels- und Zentrenkonzept Münster (2. Fortschreibung) ................................................. 8/2018 
Planungswerkstatt 2030  
Dokumentation des Prozesses zur Erarbeitung des Wohnsiedlungsflächenkonzepts 2030……… 1/2019 
Zukunftswerkstatt Albachten – Zusammenfassung und Ergebnisse ……..………...……….…...... 1/2020 
Integriertes Entwicklungskonzept Coerde …………………………….……..……………………...…........ 2/2020 
Stadtteilentwicklungskonzept Nienberge / Häger ……..……………………………………… .…..… 3/2020 
Stadtteilentwicklungskonzept Handorf, Gelmer, Sudmühle, Mariendorf ………… …..…….……… 1/2022

142 
 
Stadtteilentwicklungskonzept Hiltrup-Ost …………………………………….…………..…………… 2/2022 
Neue Stadtquartiere am Dortmund-Ems-Kanal. Theodor-Scheiwe-Straße | Nieberdingstraße | Am Ha-
werkamp. Werkstattdokumentation (Kurzfassung).........................................................................1/2023 
 
Modellquartiere am Kinderbachbogen. Steinfurter Straße | Bu sso-Peus-Straße. Werkstattdokumenta-
tion (Kurzfassung)...………………………....…………....……………………………....………………2/2023  
 
HINWEIS: ab diesem Heft Rückkehr zum alten Titel:  
Beiträge zur Stadtforschung, Stadtentwicklung, Stadtplanung 
 
Leitfaden Inklusive Beteiligung. Projektbericht. Verbindliche Kriterien und weitere Empfehlungen…….3/2023 
 
Integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept Münster-Innenstadt (2023)...............................4/2023 
 
Neue Stadtquartiere am Dortmund -Ems-Kanal. Theodor-Scheiwe-Straße | Nieberdingstraße | Am Ha-
werkamp. Werkstattdokumentation (Langfassung).........................................................................5/2023 
 
Modellquartiere am Kinderbachbogen. Steinfurter Straße | Busso -Peus-Straße. Werkstattdokumenta-
tion (Langfassung)...………………………....…………....………………..…....…………....…………6/2023 
 
Modellquartier westlich der Busso-Peus-Straße in Münster. Zweiphasiger städtebaulich-landschaftli-
cher Wettbewerb nach RPW 2013. Dokumentation zum Wettbewerb...........................................1/2024  
 
Ein neues Stadtteilzentrum für Gremmendorf: „Aus zwei Teilen ein Ganzes machen“. Dokumentation 
des bisherigen Planungsprozesses............................................................................................. ...2/2024 
 
Neue Stadtq uartiere am Dortmund -Ems-Kanal. Theodor -Scheiwe-Straße. Wettbewerbsdokumenta-
tion….…………………………………………………………….…………………………….…..……….3/2024 
Stadtteilentwicklungskonzept Angelmodde…………………………………..……………… .…..……4/2024 
Integriertes Stadtteilentwicklungskonzept Berg Fidel………………………………………….………1/2025 
 
 
Stand: Mai 2025

„Berg Fidel - lebendig - grün - urban“
Integriertes Entwicklungskonzept Berg Fidel

Berichtsvorlage

17788 Zeichen

V/0366/2025 
V/0366/2025 
 
 
Öffentliche Berichtsvorlage 
Betrifft 
 
Integriertes Stadtteilentwicklungskonzept Münster-Berg Fidel 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
   12.06.2025 Bezirksvertretung Münster-Hiltrup Bericht 
   26.06.2025 Ausschuss für Stadtplanung und Stadtentwicklung Bericht 
 
 
Bericht: 
 
 
Anlass / Hintergrund  
 
Die Verwaltung wurde beauftragt, für die Stadtteile Coerde und Berg Fidel jeweils ein Integriertes 
Handlungskonzept (InSEK) als handlungsleitenden Orientierungsrahmen für deren zukünftige Ent-
wicklung zu erstellen und Fördermöglichkeiten im Rahmen der Städtebauförderung zu prüfen und ggf. 
entsprechende Förderanträge vorzubereiten. Mit dieser Vorlage werden die Bezirksvertretung Müns-
ter-Hiltrup sowie der Ausschuss für Stadtplanung und Stadtentwicklung (ASS) über die Ergebnisse 
des Prozesses informiert. 
 
Erarbeitungsprozess 
 
Den Start des Erarbeitungs - und Beteiligungsprozesses für das InSEK Berg Fidel stellten zunächst 
inhaltlich umfangreiche Startgespräche mit den Fachämtern der Stadtverwaltung Münster dar, in de-
nen ein erster Austausch zu bereits laufenden oder geplanten Projekten und Maßnahmen im Stadtteil 
erfolgte, deren Ergebnisse als Input für weitere Gespräche zusammengestellt wurden.  
Um eine durchgehende Einbindung der örtlichen politischen Vertreterinnen und Vertreter während 
des Erarbeitungsprozesses zu gewährleiste n, wurde für den gesamten Erarbeitungszeitraum ein In-
terfraktioneller Arbeitskreis aus Mitgliedern der Bezirksvertretung Münster -Hiltrup einberufen. Zwi-
schen dem Interfraktionellen Arbeitskreis und der Projektleitung aus der Verwaltung wurden die erfor-
derlichen Verfahrensschritte zur Erarbeitung des InSEK für Berg Fidel inhaltlich und zeitlich abge-
stimmt. Der Arbeitskreis wurde über den gesamten Prozess hinweg über die aktuellen Ergebnisse 
und die weiteren Arbeitsschritte der Konzepterarbeitung informiert. 
Bei der Erarbeitung des Konzeptes lag der Fokus vor allem auf der Beteiligung der Stadtteilbewoh-
nenden als die lokalen Expertinnen und Experten für ihr Wohnumfeld. Bedingt durch die Corona -
Pandemie musste dieser Beteiligungsschritt jedoch an die damals geltenden Bedingungen angepasst 
Stadtplanungsamt 
 
28.05.2025  
 
Ihr/e Ansprechpartner/in:  
Frau Harenbrock 
Telefon: 492-1263 
Harenbrock@stadt-
muenster.de

- 2 - 
V/0366/2025 
werden. Neben einer digitalen Schlüsselpersonenbefragung der stadtteilrelevanten Akteure, u.a. aus 
Kirchen, Vereinen, Kitas oder Sozialverbänden, wurde ebenso eine Haushaltsbefragung im Stadtteil 
durchgeführt. Dabei erhielten 3.000 zufällig ausgewählte Haushalte im Stadtteil den Zugang zu einem 
analogen oder digitalen Fragebogen mit Fragestellungen rund um die Themen „Leben“ und „Wohnen“ 
im Stadtteil. 
Im Sommer 2022 wurden die Stadtteilbewohnenden im Rahmen der Familienkonferenz des Amtes für 
Kinder, Jugendliche und Familien erstmals zu einer öffentlichen Veranstaltung im Stadtteilhaus „Lo-
renz-Süd“ eingeladen. Während der Familienkonferenz und an zwei weiteren anschließenden Termi-
nen konnten die Bewohnenden die Möglichkeit nutzen , die aus ihrer Sicht relevanten Stärken und 
Schwächen des Stadtteils zu unterschiedlichen Schwerpunkten in den Prozess einzubringen, mit den 
anwesenden Fachämtern ins Gespräch zu kommen und erste gemeinsame Ideen zur Verbesserung 
des Stadtteils und des St adtteillebens zu entwickeln. Im Vorfeld zu der Familienkonferenz wurde zu-
dem mit dem „Tee -Mobil“ des „Lorenz-Süd“ eine niederschwellige Passanten-Befragung anhand von 
Postkarten zu der Fragestellung „Was könnte besser werden?“ im Stadtteil durchgeführt.  
Ein besonderer Fokus wurde zudem auf die Beteiligung der jüngeren Zielgruppen im Stadtteil gelegt. 
Im Rahmen des Projektes #Stadtsache wurden die Kinder und Jugendlichen der PRIMUS-Schule am 
Standort Berg Fidel anhand von einfachen Fragestellungen spielerisch an Themenfelder wie „Grün-
fläche und Nachhaltigkeit“, „Spiel und Sport“ oder „Treffpunkte“ herangeführt. Die dabei entstandenen 
Ergebnisse, Wünsche und Ideen wurden digital auf einem Tablet mit Fotos, Videos oder Sprachnach-
richten festgehalten.  
Die Erge bnisse aller Beteiligungsschritte wurden dokumentiert und in dem vorliegenden Konzept 
(siehe Anlage 1) zusammengetragen. Gemeinsam mit den zuständigen Fachämtern wurden daraus 
Maßnahmen für die Verbesserung der Wohn- und Lebenssituation der Stadtteilbewohnenden in Berg 
Fidel erarbeitet. 
Wesentliche Ergebnisse des InSEKs Berg Fidel    
Berg Fidel zeichnet sich nach Ansicht der dort lebenden Menschen vor allem durch seine vielfältigen 
Grünflächen aus, ebenso wie durch die ruhige und innenstadtnahe Lage. Das al ltägliche Leben im 
Stadtteil ist geprägt durch das Neben - und Miteinander der unterschiedlichen Kulturen, Religionen 
und Altersgruppen. Leider ist die Wahrnehmung des Stadtteils in der Gesamtstadt häufig eine negati-
ve. Berg Fidel wird auf Grund der auffälligen Werte im Rahmen der Sozialstatistik häufig als „sozialer 
Brennpunkt“ bewertet. Die teilweise ungepflegten Außenbereiche der Wohngebäude, die in die Jahre 
gekommenen Fassadengestaltungen der Mehrfamilienhäuser und die Ansammlung von auf öffentli-
chen Flächen entsorgtem Sperrmüll haben einen großen Einfluss auf das Image und das Sicherheits-
empfinden im Stadtteil.      
 
Berg Fidel ist ein ausgesprochen interkultureller, vielfältiger Stadtteil, gekennzeichnet durch ein brei-
tes Spektrum an unterschiedlichen Lebens- und Wohnformen. Menschen aus unterschiedlichen 
Nationen, Altersgruppen und Religionszugehörigkeiten prägen das Leben in dem  Stadtteil. Durch 
den Austausch und die Beteiligung der verschiedensten Zielgruppen im Rahmen der Erarbeitung 
des vorliegenden Konzeptes wurden folgende, wesentliche Schwerpunkte für die zukünftige Ent-
wicklung des Stadtteils Berg Fidel herausgearbeitet:  
 
 
Handlungsfeld Wohnen / Städtebau 
Der Stadtteil ist baulich durch eine Vielzahl an unterschiedlichen Wohnformen geprägt und bietet so-
mit Wohnraum für die unterschiedlichsten Wohn- und Alterssituationen in einem urbanen Umfeld. Die 
Geschosswohnungsbauten, mit einem hohen Anteil an öffentlich geförderten Wohnungen, werden 
hauptsächlich durch ein großes Wohnungsunternehmen betreut. Zwar ist der Wohnraum in den Ge-
bäuden im Vergleich zur Gesamtstadt günstiger, jedoch weisen die Gebäude teilweise innen wie au-
ßen einen massiven Sanierungsstau auf. Die Außenflächen der Gebäude sind wenig attraktiv gestal-

- 3 - 
V/0366/2025 
tet oder durch abgelagerten Sperrmüll verunreinigt. Durch Betreuungsangebote des Hauses Simeon 
besteht die Möglichkeit bis ins hohe Alter im Stadtteil verbleiben zu können. 
 
Handlungsfeld Klimaschutz / Klimaanpassung 
Durch den hohen Anteil an Geschosswohnungsbauten ist der Grundflächenver brauch im Verhältnis 
zu den untergebrachten Wohneinheiten aus klimatischer Sicht positiv zu bewerten. Die wegebeglei-
tenden Grünzüge sorgen im Sommer für Schatten, die weitläufigen Grünflächen und Parks steigern 
zusätzlich die Aufenthaltsqualität im Stadtteil. Die Gebäudesubstanz hingegen weist ein großes ener-
getisches Sanierungspotential auf, bspw. im Rahmen von Fassadensanierungen, der Optimierung der 
Energieversorgung oder der Errichtung von Photovoltaikanlagen auf den Flachdächern.  
 
Handlungsfeld Nahversorgung / Arbeitsmarkt 
Das Nahversorgungs- und Dienstleistungsangebot im Stadtteil ist für den Großteil der Stadtteilbe-
wohnenden fußläufig erreichbar und besteht aus einem Einkaufszentrum mit angegliederter Laden-
zeile. Durch die Insellage des Stadtteils un d die Entfernung zu weiteren Versorgungseinrichtungen 
besteht eine gewisse Existenzsicherung, jedoch befinden sich im Zentrum regelmäßig leerstehende 
Ladenlokale. Gleichzeitig lädt das Stadtteilzentrum durch wenige oder demolierte Sitzmöglichkeiten 
und oft mals viele überfüllte Müllbehälter nicht zum Aufenthalt ein. Da der Stadtteil hauptsächlich 
durch Wohnbebauung geprägt ist, ist die Anzahl an Arbeitsplätzen innerhalb von Berg Fidel gering.  
 
Handlungsfeld Mobilität  
Die Anbindung des Stadtteils für den mo torisierten Individualverkehr und den ÖPNV an die Gesamt-
stadt ist gut. Innerhalb des gesamten Untersuchungsgebietes besteht eine Tempo 30 Zone, was ei-
nerseits zu ruhigen Wohnlagen führt, andererseits aber die zusätzliche Einrichtung von sicheren Que-
rungsmöglichkeiten für Kinder auf dem Schulweg verhindert. Die Bahnstrecken am Rande des Stadt-
teils stellen eine erhebliche Barriere dar und sind lediglich zu Fuß und mit dem Rad über Brücken zu 
queren. An Heim-Spieltagen des SC Preußen Münster ist der Stadtteil zusätzlich von erheblichen 
Verkehrsproblematiken betroffen.  
 
Handlungsfeld Bildung / Betreuung / Erziehung / Beratung 
Die pädagogischen Profile der Kindertageseinrichtungen im Stadtteil sind mit Schwerpunkten wie z.B. 
Sprach- und Bewegungsförderung auf die Problematiken der Kinder ausgelegt. Mit dem Standort der 
PRIMUS-Schule in Berg Fidel ist zudem ein einzigartiger Schulversuch gegeben, der es den Kindern 
und Jugendlichen ermöglicht integrativ in alters - und leistungsgemischten Klassen gemeinsam zu 
lernen. Durch das Engagement und die enge Zusammenarbeit der Akteurinnen und Akteure im Stadt-
teil (z.B. im Rahmen der offenen Kinder- und Jugendarbeit) wird darüber hinaus ein vielfältiges Unter-
stützungs- und Lernangebot für Kinder und Jugendliche bereitgestellt, um diese bestmöglich bei ihrer 
persönlichen Entwicklung zu unterstützen. Bildungs- und Beratungsangebote für andere Alterskatego-
rien sind aktuell noch nicht umfangreich genug, ebenso befindet sich die Förderung der Selbstorgani-
sation der Migranten noch im Aufbau. 
 
Handlungsfeld Kultur / Freizeit 
Das Freizeit- und Kulturangebot in Berg Fidel nimmt die Bewohnerschaft als nicht ausreichend war. 
Zwar gibt es Angebote durch das Stadtteilhaus „Lorenz -Süd“ und den Förderverein „Alte Post Berg 
Fidel e.V.“, jedoch besteht aktuell kein Netzwerk an kulturell  agierenden Akteuren im Stadtteil. Die 
Stadtteilfeste zeigen zudem das hohe Interesse der Stadtteilbevölkerung an Freizeit- und Kulturaktivi-
täten vor Ort.   
 
Handlungsfeld Miteinander / Integration 
Das Miteinander der verschiedenen Ethnien und ihre Integration stellen ein großes Aufgabenfeld für 
die Stadtteilarbeit dar. Zwar gibt es im Stadtteil unterschiedliche Unterstützungsangebote, doch ist 
auffällig, dass sich im Stadtteil Parallelgesellschaften gebildet haben. Vor allem die Themen Partizipa-
tion und Verbesserung der Teilhabechancen gilt es im Stadtteil zukünftig stärker zu fokussieren. 
 
Handlungsfeld Sport / Bewegung

- 4 - 
V/0366/2025 
Sportlich ist Berg Fidel vor allem für den Profisport durch den SC Preußen Münster, den USC Müns-
ter und die Uni Baskets bekannt. Öffentlic he Sportflächen sind im Stadtteil kaum vorhanden, werden 
jedoch nicht nur vor dem Hintergrund der Gesundheitsprävention und Bewegungsförderung, sondern 
auch für das Miteinander dringend benötigt.  
 
Handlungsfeld Gesundheit 
Gesundheit geht alle etwas an und für ein gesundes Leben sind eine Vielzahl an Faktoren zu berück-
sichtigen. Es besteht eine Grundversorgung und -beratung im Stadtteil vor allem für junge Familien. 
Da eine engmaschige Begleitung und Betreuung von Geburt an wichtig sind, ist eine Ausweitung der 
Angebote jedoch von großer Bedeutung. Durch die Schuleingangsuntersuchungen wird frühzeitig 
notwendiger Unterstützungs- und Therapiebedarf bei den Kindern festgestellt. Vor allem das nieder-
schwellig zugängliche Beratungsangebot für Menschen mit Migrationsvorgeschichte muss noch aus-
gebaut werden. 
 
Handlungsfeld Öffentliche Räume / Parks / Spielplätze 
Der hohe Anteil an Grün - und Freiflächen im Stadtteil hat eine wichtige Bedeutung hinsichtlich der 
Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum. Berg Fidel als  „Grüner Stadtteil“ zeichnet sich durch eine 
Vielfalt an Parks, Spielplätzen und Grünanlagen rund um die Wohngebäude aus. Dabei befinden sich 
die privaten Grünflächen rund um den Geschosswohnungsbau häufig in einem ungepflegten oder 
teilweise verunreinigten Zustand. Um die Stadtteilbevölkerung noch stärker zum Aufenthalt im öffent-
lichen Raum und zur Bewegung in diesem einzuladen, sollten auch die Bedürfnisse älterer Personen 
mitberücksichtigt und die Ausstattung der Spielplätze vor allem für ältere Kinder und Jugendliche an-
gepasst werden.  
 
Handlungsfeld Sauberkeit / Sicherheit 
Das negative Image des Stadtteils ist unter anderem auf die Themen Sauberkeit und Sicherheit zu-
rückzuführen. In Berg Fidel finden sich in den öffentlichen wie auch privaten Freiflächen und entlang 
des Straßenraumes oftmals größere Müll- und Sperrmüll-Ablagerungen, die bei entsprechender Wit-
terung auch Ungeziefer anziehen. Durch den Aufenthalt von alkoholisierten Personen, Gruppen von 
Jugendlichen und teilweiser schlechter Straßenbeleuchtung sind zudem Angsträume entstanden, die 
vor allem in den Abendstunden wenig genutzt werden.    
 
Städtebauförderung 
 
Die Verwaltung wurde mit der Prüfung auf finanzielle Unterstützung der Maßnahmen im Rahmen 
des Städtebauförderprogramms „Soziale Stadt“ beauftragt (vgl. Beschluss ASSVW zur Vorlage 
V/0929/2016, Beschlusspunkt 2.1. sowie Antrag der SPD -Fraktion an den Rat A-R/0085/2018, An-
lage 2 dieser Vorlage). Im Zuge des Erarbeitungsprozesses haben sich allerdings im Jahr 2020 die 
Programmstruktur der Städtebauförderung des Bund-Länder-Programms und in der Folge die Städ-
tebauförderrichtlinie 2023 des Landes Nordrhein-Westfalen verändert und das bisherige Programm 
„Soziale Stadt“ wurde in das Programm „Sozialer Zusammenhalt“ überführt. Damit einher ging eine 
Verlagerung des Programmschwerpunktes weg von Förderprojekten aus den sozialen Bereichen, 
hin zur Umsetzung von  baulichen Projekten im öffentlichen Raum. Das bedeutet, dass sich die 
Städtebauförderung zukünftig wieder verstärkt auf Projekte im investiven Bereich beschränken wird 
und hier dann vom Fördergeber im Rahmen des Antrags ein abgestimmtes Bündel an baulichen 
Maßnahmen oder Projekten im Stadtteil erwartet wird, welche in einem Wirkungszusammenhang 
stehen und in einem festgelegten Zeitraum auch umgesetzt werden können bzw. müssen. 
Zudem bedarf es nunmehr eines abgestimmten Maßnahmenpakets, welches zeitnah aufzustellen 
und nach entsprechendem Beschluss der politischen Gremien umzusetzen ist. Dazu muss der Rat 
der Stadt Münster Prioritäten festlegen, welcher Stadtteil, zu welchem Zeitpunkt, mit welchen Pro-
jekten für eine mögliche Förderung angemeldet werden soll. Dieses Vor gehen umfasst auch die 
Bereitstellung der städtischen Eigenmittel im Haushalt und die Vorhaltung von entsprechenden Pla-
nungs- und Umsetzungskapazitäten bei den städtischen Fachämtern.  
 
Mit dem aktuell vorliegenden Konzept wurde eine prinzipielle Grundlage zur Beantragung von Städ-
tebaufördermitteln geschaffen, jedoch wird zum aktuellen Zeitpunkt mit den aufgeführten Maßnah-

- 5 - 
V/0366/2025 
men keine Aufnahme in das Städtebauförderprogramm „Sozialer Zusammenhalt“ erfolgen können, 
da die bisher ermittelten Maßnahmen nicht zielführend genug im Sinne der neuen Städtebauförder-
richtlinie 2023 NRW sind. Sollten zukünftig weitere bauliche Maßnahmen im öffentlichen Raum oder 
aber eine Aufweitung des o.a. Programms um soziale Aspekte angestrebt werden, kann bzw. muss 
auf Basis des vorl iegenden InSEKs eine Ergänzung um plausible Kostenschätzungen (inkl. der Zu-
sammenstellung ergänzender Fördermöglichkeiten aus anderen Finanzierungsquellen, z.B. im sozi-
alen Bereich), sowie der konkreten Realisierungszeitschienen, der verbindlichen Bereitstellung der 
städtischen Eigenmittel und eines konkreten Gebietsbezugs erfolgen und vom Rat der Stadt ent-
sprechend beschlossen werden.  
 
Weiteres Vorgehen und Finanzierung 
 
Das vorliegende InSEK für den Stadtteil Berg Fidel stellt kein abgeschlossenes Werk dar, sondern 
den Auftakt eines Entwicklungsprozesses, der offen ist für weitere Anregungen und Ideen, um die 
Lebensbedingungen der Menschen vor Ort aktiv zu verbessern. Dadurch können auch bisher noch 
nicht beteiligte Bürgerinnen und Bürger sowie lokale Akteurinnen und Akteure mit ihren individuellen 
Aufgabengebieten und Interessen im Laufe des weiteren Umsetzungsprozesses einbezogen werden. 
Neben den städtebaulichen Maßnahmen liegt der Fokus vor allem auf einer sozialorientierten Stadt-
teilentwicklung, um die Menschen aus verschiedenen Kulturen und in verschiedensten Lebenssituati-
onen gut in den Stadtteil zu integrieren. Der Zusammenhalt und die Teilhabe am Stadtteilleben müs-
sen in allen Bereichen unterstützt und gefördert werden. Dabei sollte auch die Möglichkeit einer Dritt-
finanzierung, z.B. durch Stiftungen, Sponsoring, Patenschaften, Spenden u.ä. geprüft werden. 
Zur Umsetzung der aufgelisteten einzelnen Maßnahmen- und Projektvorschläge können grundsätz-
lich durch die zuständigen parlamentarischen Gremien entsprechende Prüfaufträge im Einzelnen 
gestellt werden. Die Fachämter der Verwaltung werden dann im Rahmen ihrer jeweiligen Zuständig-
keiten und der gegebenen  Personalkapazitäten und Finanzressourcen hierzu konkrete Stellung-
nahmen bzw. Umsetzungsvorschläge formulieren. 
In diesem Zusammenhang sind zukünftig ggf. auch andere Finanzierungsmöglichkeiten aufzuzei-
gen, z.B. durch die zuständigen Fachämter über im städtischen Haushalt vorhandene bzw. einzu-
stellende Finanzmittel, über spezielle Förderprogramme in den einzelnen Fachdisziplinen oder an-
dere Förderprogramme außerhalb der Städtebauförderung. 
 
 
 
 
Gez. 
 
Robin Denstorff 
Stadtbaurat 
 
Anlagen: 
 
Anlage A 
 
Anlage 1: Integriertes Entwicklungskonzept Berg Fidel  
 
Anlage 2: A-R/0085/2018 der SPD-Fraktion vom 03.12.2018 (V/0184/2019) „Münster für alle –  
    Städtebauförderung - Soziale Stadt für Berg Fidel beantragen“

Anlage 2: A-R/0085/2018 der SPD-Fraktion vom 03.12.2018 (V/0184/2019) "Münster für alle - Städtebauförderung - Soziale Stadt für Berg Fidel beantragen"

2813 Zeichen

Antrag an den Rat Nr.: A-R/0085/2018

SPD-Fraktion
u. u. - FR u im Rat der Stadt Münster
Münster für alle — Städtebauförderung

. 2. . . Bahnhofstraße 9
Soziale Stadt für Berg Fidel beantragen 28143 Münster
Ratsantrag Tel. (0251) 45 314

Fax (0251) 511 750
www.spd-muenster.de

03.12.2018

Der Rat der Stadt Münster möge beschließen:

1. Für den Stadtteil Berg Fidel wird ein integriertes Handlungskonzept erstellt.

2. Auf Basis.dieses Handlungskonzepts werden Städtebaufördermittel beantragt.

3. Es soll geprüft werden, inwieweit vorbereitend eine Stelle städt: Quartiersmanagement
und eine pädagogische Koordinierungsstelle für Stadtteilarbeit beim Trägerverein ‚Alte
Post’ eingerichtet werden können.

Begründung:

In Berg Fidel ist in den letzten Jahren trotz vieler ehrenamtlicher Strukturen (beispielhaft
Trägerverein Alte Post) die Gesamtentwicklung teilweise stehen geblieben. Gelegen zwischen
drei Verkehrsachsen in einem Stadtteil aktuell noch ohne größere Entwicklungsperspektive,
kommt es in der Großsiedlung Berg Fidel teilweise zu Geschäftsaufgaben und Leerständen, wie
auch der Sparkassenschließung.

Mehr als jede zweite Bewohnerin bzw. jeder zweite Bewohner hat eine Migrationsvorgeschichte
(51,6%, s. Integrationsmonitoring Münster 2017), die Zahl der 0 - 17-Jährigen mit
Migrationsvorgeschichte ist mit 73,4% die höchste in Münster, die SGBII-Quote ist mit 19,4% die
zweithöchste in Münster (s. Münsteraner Sozialmonitoring 2016)

Bei der sozialen und infrastrukturellen Weiterentwicklung des Stadtteils Berg Fidel bieten ESF-
Förderungen wie das Bund-Länder-Programm Soziale Stadt und das damit verbundene
Programm gute und zielgerichtete Ansätze, die Wohn- und Lebenssituation der Menschen vor
Ort zu verbessern.

Handlungsfelder wie Integration, Sozialer Arbeitsmarkt, Infrastruktur und öffentlicher Raum,
lokale Ökonomie, Sicherheit, Bildung, Soziale Sicherung, Jugend, Begegnung und Heimat bieten
hohe Potentiale für die Partizipation aller Alters- und Herkunftsgruppen im Stadtteil.

Es gibt eine ganze Reihe von Ansätzen bürgerschaftlichen Engagements, die gefördert werden
sollten. So sind viele Träger und Vereine auf der Suche nach gemeinsam getragenen
interkulturellen Begegnungsräumen für Jung und Alt.

Ein Förderprogramm wie Soziale Stadt bietet den Bewohner*innen in Berg Fidel viele Chancen,
die Entwicklung in ihrem Stadtteil mitzugestalten und dabei zu partizipieren.

Sozialdemokratische Partei Deutschlands
Fraktion im Rat der Stadt Münster

Dr. Michael Jung Stephan Brinktrine Doris Feldmann
Philipp Hagemann . Marius Herwig Dr. Cornelia Jäger
Mathias Kersting j Michael Kleyboldt Marianne Koch
Katharina Köhnke Thomas Kollmann Gaby Kubig-Steltig
Hedwig Liekefedt Anne Schulze Wintzler Petra Seyfferth
Ludger Steinmann Beate Vilhjalmsson j Robert von Olberg

Maria Winkel

Anlage A

3256 Zeichen

Anlage A zur V/0366/2025 
Kurzüberblick 
Unter intensiver Beteiligung der Bewohnerinnen und Bewohner sowie weiterer lokaler Akteurin-
nen und Akteure hat die Verwaltung ein Integriertes Stadtteilentwicklungskonzept (InSEK) für 
Berg Fidel erarbeitet. Auf Basis der vorgenommenen Stadtteilanalyse und den daraus abgeleite-
ten Maßnahmenvorschlägen wird ein Orientierungsrahmen für die zukünftige Entwicklung des 
Stadtteils Berg Fidel aufgezeigt. 
 
Ziele/Teilziele/Zielerreichung 
Mit dieser Vorlage wird das Ziel: „Wir werden Münster zu einer Stadt mit höchster Lebens- und 
Erlebnisqualität weiterentwickeln: 
 mit hoher Umwelt- und Naturqualität 
 mit breitem Freizeit- und Sportangebot 
 mit hohem Wohnwert, Familienfreundlichkeit und sozialer Balance in der Stadtgesellschaft 
verfolgt. 
Das vorliegende Konzept zeigt aufbauend auf einer umfänglichen Stadtteilanalyse Maßnahmen 
auf, um die Wohn- und Lebensbedingungen im Stadtteil Berg Fidel aufzuwerten, das Zusam-
menleben zu verbessern und ein gutes Aufwachsen im Stadtteil zu ermöglichen. Das InSEK 
Berg Fidel kann von den Ratsgremien dazu genutzt werden, um auf Grundlage der darin for-
mulierten Maßnahmen einzelne Projekte anzustoßen und evtl. die erforderlichen finanziellen 
Mittel bereitzustellen. 
 
Finanzierung 
Produktgruppe: Nr. der PG Bezeichnung der PG 
Auswirkungen auf den Ergebnisplan  Ja  Nein   
Auswirkungen auf den Finanzplan  Ja  Nein   
Im beschlossenen (Nachtrags-)Haushaltsplan JJJJ enthalten?  Ja  Nein  teilw. 
Im Entwurf des (Nachtrags-)Haushaltsplan JJJJ enthalten?  Ja  Nein  teilw. 
Belastungen in zukünftigen HH-Jahren?  Ja  Nein   
Bereits veranschlagt?  Ja  Nein   
Zum gegenwärtigen Zeitpunkt entstehen keine Kosten. Ggf. erforderliche Kosten für die Umset-
zung einzelner Maßnahmen / Projekte werden zu den jeweils entsprechenden Zeitpunkten von den 
jeweils zuständigen Fachämtern in gesonderten Vorlagen zur Entscheidung vorgelegt. 
 
Pflichtigkeitsgrad 
Die Maßnahme/Leistung ist  vollständig 
pflichtig 
 überwiegend 
pflichtig 
x überwiegend 
freiwillig 
 vollständig 
freiwillig 
Mit dem Beschluss der Vorlage V/0929/2016 „Anträge zur Erarbeitung von Stadtteilentwicklungs-
konzepten bzw. Durchführung von Stadtteilentwicklungswerkstätten“ am 24.11.2016 hat der sei-
nerzeitige der Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wohnen (ASSVW) die 
Verwaltung beauftragt für die Stadtteile Coerde und Berg Fidel integrierte Handlungskonzepte zu 
erarbeiten.  
 
Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen 
(Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration)

Die Ergebnisse des Stadtteilentwicklungsprozesses nehmen in verschiedenen Bereichen auch 
Themen des Demografischen Wandels, der Inklusion und Migration mit auf. Durch die im inte-
grierten Handlungskonzept aufgezeigten Maßnahmen sollen die Lebens- und Wohnbedingungen 
für alle Menschen innerhalb des Stadtteils aufgewertet und das Zusammenleben der verschiede-
nen Zielgruppen verbessert werden. Mit der Umsetzung verschiedener Maßnahmen durch die 
jeweils zuständigen Fachämter, vor allem hinsichtlich der energetischen Sanierung von Wohn-
raum, kann ein Beitrag zur Nachhaltigkeitsstrategie 2030 und damit auch zum Klimaschutz geleis-
tet werden.

Beratungsverlauf (2)

12.06.2025 Bezirksvertretung Münster-Hiltrup
TOP 4.4 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung
26.06.2025 Ausschuss für Stadtplanung und Stadtentwicklung
TOP 5.9 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Orte (33)

  • Hogenbergstraße
  • Trauttmansdorffstraße
  • Hammer Straße
  • Siemensstraße
  • Pankokstraße
  • Werlandstraße
  • Ter-Borch-Straße
  • Grevingstraße
  • Patronatsstraße
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  • Pictoriusstraße
  • Robert-Bosch-Straße
  • Lechterstraße
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  • Vennheideweg
  • Am Berg Fidel 48
  • Preußenstadion
  • Albersloher Weg
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  • Hohe Ward
  • Hohe Geest
  • Merkureck
  • Kinderhaus

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Details

Aktenzeichen
V/0366/2025
Typ
Vorlagen
Datum
20.05.2025
Erstellt
16.05.2025 13:45