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2692/2023

Beantwortung einer schriftlichen Anfrage der FDP-Fraktion, aus der Sitzung vom 14.08.2023: Bespielung des Tunnels „Am Domhof"

Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss) 06.09.2023

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Nächste Beratung: Ausschuss Kunst und Kultur, Sitzung am 26.09.2023

Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)

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Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)

4920 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
VII/4512 
 
Vorlagen-Nummer  06.09.2023 
 2692/2023 
Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung  
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Ausschuss Kunst und Kultur 26.09.2023 
 
 
Beantwortung einer schriftlichen Anfrage der FDP-Fraktion, aus der Sitzung vom 
14.08.2023: Bespielung des Tunnels „Am Domhof" 
 
Die FDP-Fraktion bittet die Verwaltung mit schriftlicher Anfrage vom 14.08.2023 um Stellung-
nahme: 
 
Bespielung des Tunnels „Am Domhof" 
 
1. Warum ist das Schaufenster des RGM im Tunnel „Am Domhof“ immer noch nicht be-
spielt? 
2. Wie und wann soll das Schaufenster gestaltet und genutzt werden und zur Belebung 
des Tunnels beitragen? 
3. Inwieweit gibt es Überlegungen, endlich auf der Medienwand auch künstlerische Posi-
tionen zu zeigen, und welche (technischen) Voraussetzungen sind dafür erforderlich? 
 
Die Verwaltung antwortet wie folgt: 
 
1. Warum ist das Schaufenster des RGM im Tunnel „Am Domhof“ immer noch nicht be-
spielt? 
 
Das Schaufenster zur Straße Am Domhof befindet sich noch vor dem Tunnel, der Zu-
gang erfolgt über die Anlieferung des RGM neben der öffentlichen Parkhaus-Zufahrt. 
Es handelt sich um zwei Räumlichkeiten mit Schaufenstern, die intern als Lapidarium 
bezeichnet werden. Die Räumlichkeiten wurden 2016 dem RGM übergeben. Bereits 
im Jahr 2015 wurde mit den inhaltlichen Planungen für ein Ausstellungskonzept be-
gonnen. In den Jahren 2016/2017 erarbeitete das RGM Entwürfe für eine Gestaltung 
bis zur Umsetzungsreife. Durch die Aufstellung von Grabsteinen, Architekturfragmen-
ten und Sarkophagen sollte ein Einblick in die steinerne Vergangenheit der Colonia 
Claudia Ara Agrippinensium gewährt werden. 
 
Im Jahr 2017 wurden erhebliche bauliche Mängel, u.a. nasse Wände, festgestellt, die 
eine Umsetzung des Konzeptes verhinderten. Die baulichen Mängel wurden bis Mitte 
2019 weitgehend behoben. Es folgte die Auslagerung der Steindenkmäler aus dem 
Prätorium, die mangels Depotfläche im Lapidarium gelagert werden mussten. Es 
schlossen sich in der zweiten Hälfte des Jahres 2019 der Umzug der Steinobjekte in 
das Belgische Haus, der alle personellen Kapazitäten band, sowie ab 2020 während 
der Coronazeit die Beräumung der Museumsmagazine am Roncalliplatz, um diese 
Räumlichkeiten fristgerecht für die Generalsanierung des RGM zur Verfügung zu stel-
len, an. Auch hier wurde diese Stellfläche im Lapidarium trotz eines zusätzlich ange-
mieteten Steindepots als Lagerfläche benötigt.

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Des Weiteren besitzt die RheinEnergie neben dem Lapidarium eine Halle, die an das 
RGM als Lagerraum (nicht ausgelegt für Schwerexponate) vermietet ist und über die 
Anlieferung RGM erschlossen wird. In diesem Raum der RheinEnergie wird ein Um-
spannwerk betrieben, weshalb ein ständiger Zugang zu gewährleisten ist. Seit 2014 
laufen Planungen, das dortige Belüftungssystem zu ertüchtigen und die Brandmelde-
anlage zu erweitern. Da dies bauliche Eingriffe bedeutet, müssen diese Maßnahmen 
erledigt sein, bevor ein musealer Ausbau des angrenzenden Raumes möglich ist. Mit 
den Maßnahmen wurde im Januar 2023 begonnen, sie stehen kurz vor dem Ab-
schluss. 
 
2. Wie und wann soll das Schaufenster gestaltet und genutzt werden und zur Belebung 
des Tunnels beitragen? 
 
Geplant ist, gemeinsam mit der Dombauhütte den Standort mit digitalen Formaten als 
Informationen zur Historischen Mitte Köln im vorderen Bereich zu bespielen. Der rück-
wärtige Teil der Räumlichkeiten soll bis auf Weiteres als Lagerfläche für Steinexponate 
dienen. 
 
3. Inwieweit gibt es Überlegungen, endlich auf der Medienwand auch künstlerische Posi-
tionen zu zeigen, und welche (technischen) Voraussetzungen sind dafür erforderlich? 
 
Grundgedanke des Umbaus des Domchortunnels im Rahmen des Projektes der Neu-
gestaltung der östlichen Domumgebung war, dass die Seiten des Tunnels durch Prä-
sentationen der anliegenden Institute Dom, Museum Ludwig, Kölner Philharmonie und 
Römisch-Germanisches Museum aufgebrochen und durch die Darstellung authenti-
scher Kulturinhalte der Anlieger belebt werden sollen. Dies sollte auf der westlichen 
Seite des Domchortunnels in den dafür vorgesehenen neuen Schaufensteröffnungen 
z.B. durch skupturale Präsentationen erfolgen und auf der östlichen Seite durch eine 
digitale Bespielung des Medienbandes (eine durchlaufende Kette von Bildschirmen), 
auf der sich die dahinter befindlichen Kulturhäuser Museum Ludwig und Kölner Phil-
harmonie zu gleichen Teilen präsentieren. 
 
Wie von der Stadt Köln gewünscht und so mit ihr vereinbart, zeigen die beiden Institute 
auf dem Medienband zu gleichen Teilen ihre wechselnden künstlerischen Inhalte und 
Angebote, insbesondere durch die Abbildung von Kunstwerken, Motiven, Künstler*in-
nen und auftretenden Musiker*innen, Orchestern oder Musikgruppen, was die Darstel-
lung künstlerischer Positionen, z.B. durch Abbildung ihrer Werke, mit einschließt. 
 
 
Gez. Charles

Beratungsverlauf (1)

26.09.2023 Ausschuss Kunst und Kultur
Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
2692/2023
Typ
Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
Datum
06.09.2023
Erstellt
21.08.2023 14:02