0946/2018
Vergabe der Mittel für Antirassismus-Training im Jahr 2018, hier: Abschlussveranstaltung zum Wettbewerb an Kölner Schulen und Jugendeinrichtungen „Dissen - mit mir nicht - Kreativ gegen Rassismus und Diskriminierung"
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Beschlussvorlage Rat
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle V/5001/1 Vorlagen-Nummer 0946/2018 Freigabedatum 18.04.2018 Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Vergabe der Mittel für Antirassismus-Training im Jahr 2018, hier: Abschlussveranstaltung zum Wettbewerb an Kölner Schulen und Jugendeinrichtungen „Dissen - mit mir nicht - Kreativ gegen Rassismus und Diskriminierung" Beschlussorgan Rat Gremium Datum Beschluss: Der Rat der Stadt Köln beschließt, dem Antragsteller „Antidiskriminierungsbüro des Caritasverbandes für die Stadt Köln e.V.“ einen Beitrag in Höhe von 2.000 € für die Durchführung einer Veranstaltung zur Präsentation und Prämierung von Beiträgen zum Wett- bewerb an Kölner Schulen und Jugendeinrichtungen „Dissen - mit mir nicht - Kreativ gegen Rassis- mus und Diskriminierung“ zu vergeben. Finanzmittel stehen im Teilergebnisplan 0504, Freiwillige Sozialleistungen und Diversity, „Antirassis- mus-Training“ unter Zeile 15, Transferaufwendungen, zur Verfügung. Ausschuss Soziales und Senioren 19.04.2018 Finanzausschuss 30.04.2018 Rat 03.05.2018 2 Haushaltsmäßige Auswirkungen Nein Ja, investiv Investitionsauszahlungen € Zuwendungen/Zuschüsse Nein Ja % Ja, ergebniswirksam Aufwendungen für die Maßnahme 2000 € Zuwendungen/Zuschüsse Nein Ja % Jährliche Folgeaufwendungen (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr: a) Personalaufwendungen € b) Sachaufwendungen etc. € c) bilanzielle Abschreibungen € Jährliche Folgeerträge (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr: a) Erträge € b) Erträge aus der Auflösung Sonderposten € Einsparungen: ab Haushaltsjahr: a) Personalaufwendungen € b) Sachaufwendungen etc. € Beginn, Dauer Begründung Seit 2007 fördert die Stadt Köln Maßnahmen aus den Mitteln für Antirassismus-Training. Sowohl die zunehmende Sensibilität unterschiedlicher gesellschaftlicher Akteure gegenüber den unterschiedli- chen Erscheinungsformen von Rassismus und Diskriminierung als auch die positive Bewertung der bereits erreichten Ergebnisse führen dazu, dass Maßnahmenträger weitere Präventionsmaßnahmen in Form von Fortsetzungs- und Aufbauprojekten planen und in ihrem Vorgehen inhaltliche und me- thodische Vielfalt sowie innovative Elemente anwenden. Die öffentliche und teilweise sehr polarisie- rend geführte Debatte um Migration seit Monaten zeigt, dass der Bedarf nach Maßnahmen zur Prä- vention von Rassismus und Diskriminierung nach wie vor hoch ist. Im Haushaltsplan 2018 sind 10.000 € für Antirassismus-Projekte veranschlagt. Zusätzlich stehen wei- tere 40.000 € im Rahmen der Mittel aus dem Integrationsbudget zur Verfügung. Die Vorlage zur Ver- teilung der Mittel aus dem Integrationsbudget (0344/2018) wurde bereits am 20.03.2018 beschlossen. Ferner ist die Vergabe eines Zuschusses aus den Mitteln für Antirassismus-Training für ein weiteres Projekt (Vorlage 0582/2018) vorgesehen. Der Träger des zur Förderung vorgeschlagenen Projekts verfügt über eine langjährige Erfahrung auf dem Gebiet der vernetzten interkulturellen Arbeit; die Antirassismus- und Antidiskriminierungsarbeit sind seine zentralen Aufgaben. Er ist breit vernetzt mit unterschiedlichen gesellschaftlichen Akteuren in Köln. Das Projekt wird in diesem Jahr in Kooperation mit AntiDiskriminierungsBüro von Öffentlich- keit gegen Gewalt e.V., Nikolaus-August-Otto-Berufskolleg Köln-Deutz, Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage und Stadt Köln/ Bezirksjugendpflege Innenstadt organisiert. Das Projekt richtet sich vor allem an Jugendliche, die sich in Schulen und Jugendeinrichtungen gegen Rassismus und Diskriminierung in einer kreativen Form engagieren wollen, es bezweckt aber auch 3 die Sensibilisierung von pädagogischen Kräften. Den teilnehmenden jungen Menschen wird ein Raum geboten, eigene Diskriminierungserfahrungen zu thematisieren, Lösungsstrategien zu erarbei- ten und andere Jugendliche in der Auseinandersetzung mit Diskriminierung zu stärken. Der Wettbe- werb findet unter einer wachsenden Beteiligung seit mehreren Jahren statt, wird auf der Grundlage der vorliegenden Erfahrungen weiter entwickelt und zeichnet sich durch eine stets zunehmende Qua- lität der Beiträge aus. Die im diesjährigen Wettbewerb prämierten Beiträge werden im Rahmen einer Abschlussveranstaltung am 6. Juni 2018 im Friedrich-Wilhelm-Gymnasium dargeboten. Um Nachhaltigkeit der Maßnahme zu fördern werden die prämierten Wettbewerbsbeiträge nicht nur im Rahmen der Abschlussveranstaltung, sondern auch auf den Homepages aller Kooperationspartner sowie in unterschiedlichen Gremien und Arbeitskreisen präsentiert. Dank der regelmäßigen jährlichen Durchführung des Projektes werden die Themen Rassismus und Diskriminierung vermehrt im Schul- unterricht und in den Aktivitäten von Jugendeinrichtungen aufgegriffen. Die vorgesehene Beratungsfolge ergibt sich aus dem § 22 Integrationsrat (§§ 27 i.V.m. 126 GO) Absatz 7 der Hauptsatzung der Stadt Köln in der vom Rat der Stadt Köln am 15.03.2016 beschlos- senen Fassung: „(7) Der Integrationsrat wirkt an den Beratungen über die Haushaltssatzung mit. Er berät über alle Haushaltsansätze, die seine Aufgaben betreffen und kann dazu Vorschläge und Anregungen ma- chen. Drüber hinaus weist der Rat dem Integrationsrat Mittel zu, die dieser nach der Maßgabe einer vom Rat zu beschließenden Richtlinie zur Förderung der Integrationsarbeit in Köln selbstständig vergeben kann. Dabei handelt es sich insbesondere um Zuschüsse für die Arbeit von Vereinen, Zentren und Initiativen, die in der Migrations-, In- tegrations- und Antidiskriminierungsarbeit tätig sind, Verwendung von EU-, Bundes- oder Landesmitteln zur Förderung der Integration und des friedlichen, gleichberechtigten Zusammenlebens. Die Beschlüsse des Integrationsrates über die Verwendung von Haushaltsmitteln gibt die Verwaltung den entsprechenden Fachausschüssen und dem Finanzausschuss unverzüglich zur Kenntnis. Der Rat entscheidet abschließend.“ Dringlichkeitsbegründung: Die Durchführung der Abschlussveranstaltung zum Wettbewerb „Dissen – mit mir nicht -Kreativ ge- gen Rassismus und Diskriminierung“ ist für 6. Juni d.J. vorgesehen. Um dem Projektträger die Pla- nungssicherheit zu geben, ist die Herbeiführung eines Ratsbeschlusses über die Zuschussvergabe vor dem Veranstaltungstermin erforderlich. Der in der Beratungsfolge ursprünglich vorgesehene Integrationsrat konnte aufgrund der Kurzfristig- keit der Vorlagenerstellung leider nicht erreicht werden. Eine mündliche Information über die im Un- terschriftsgang befindliche Beschlussvorlage ist in der Sitzung am 16.04.2018 erfolgt. Über den ge- fassten Beschluss wird der Integrationsrat in seiner nächsten Sitzung am 07.05.2018 informiert.
Beratungsverlauf (3)
Beschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungBeschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 0946/2018
- Typ
- Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss
- Datum
- 18.04.2018
- Erstellt
- 23.03.2018 13:28