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AN/1640/2018

Wirtschaftsförderung stärken statt privatisieren!

SPD Änderungsantrag nach § 13 16.11.2018

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Nächste Beratung: Wirtschaftsausschuss, Sitzung am 16.11.2018, TOP 2.1

SPD Änderungsantrag nach § 13

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SPD Änderungsantrag nach § 13

5844 Zeichen

An den Vorsitzenden des Wirtschaftsausschusses 
Herrn Jörg van Geffen 
 
Frau Oberbürgermeisterin 
Henriette Reker 
 
 
SPD-Fraktion 
im Rat der Stadt Köln  
Rathaus, Spanischer Bau  
50667 Köln 
fon 0221. 221 259 50  
fax 0221. 221 246 57  
mail fraktion@koelnspd.de  
web www.koelnspd.de  
 
Eingang beim Büro der Oberbürgermeisterin: 16.11.2018  
 
AN/1640/2018 
Änderungs- bzw. Zusatzantrag gem. § 13 der Geschäftsordnung des Rates 
Gremium Datum der Sitzung 
Wirtschaftsausschuss 16.11.2018 
 
Wirtschaftsförderung stärken statt privatisieren! 
Sehr geehrter Herr van Geffen, 
sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, 
 
die SPD-Fraktion bittet Sie, folgenden Änderungsantrag zu TOP 3.1 in die Tages-
ordnung der Sitzung des Wirtschaftsausschusses am 16.11.2018 aufzunehmen: 
 
Präambel: 
 
Die städtische Wirtschaftsförderung leistet in Köln erfolgreiche Arbeit und trägt 
als Teil der Daseinsvorsorge zur Verbesserung der Lebensqualität in unserer 
Stadt bei. 
Die erreichten Erfolge – von Rekordeinnahmen bei der Gewerbesteuer, über ein 
Allzeithoch bei der Zahl an sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen bis hin 
zu prominenten Erfolgen in der Ansiedlungspolitik und der Bestandpflege – spre-
chen durchaus für sich. 
Bestätigung fand dies auch mit der vergleichenden Analyse, die „The Boston 
Consulting Group“ (BCG) im Mai vergangenen Jahres zu Organisation und Ar-
beitsweise der kommunalen Wirtschaftsförderung in den zehn größten Städten 
Deutschlands vorgestellt hat. Bei vergleichsweise deutlich geringerem Budget 
erzielt Köln sehr gute Erfolge im Benchmark! 
Das bedeutet nicht, dass erfolgreiche Arbeit nicht durch verbesserte Rahmenbe-
dingungen weiter optimiert werden kann. Unbestritten stärken ein deutlich er-
höhtes Budget, eine Aufstockung der personellen Ressourcen aber auch verbes-
serte Möglichkeiten, innerhalb der Stadtverwaltung für die Belange des Wirt-
schaftsstandortes einwirken zu können, die Rolle und Schlagkraft der Wirt-
schaftsförderung. Einer Ausgründung der Wirtschaftsförderung bedarf es dafür 
nicht. Im Gegenteil gestaltet sich eine solche Änderung der Organisationsform 
kostenintensiver ohne einen Mehrwert und erhöht unnötig Schnittstellen.

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Der Beschlussvorschlag wird daher wie folgt ersetzt:  
 
Beschluss: 
 
1. Der Rat beschließt, die Aufgaben der Wirtschaftsförderung nicht in eine 
privatrechtliche Gesellschaftsform auszugliedern, sondern, anknüpfend an 
die bisherige erfolgreiche Arbeit, weiterhin innerhalb der Verwaltung zu 
führen.  
 
2. Der Rat spricht sich für eine Stärkung der städtischen Wirtschaftsförderung 
aus und beschließt, das bisherige Budget für Aufgaben der Wirtschaftsför-
derung um zusätzliche Gestaltungsmittel in Höhe von 2,8 Mio. € aufzusto-
cken. Dabei sind auch entsprechende Mehrstellen für eine Intensivierung 
der Aufgabenwahrnehmung in den Aufgabenbereichen Auslandsakquisiti-
on, Unternehmensservice und Startup Unit vorzusehen. 
 
3. Im Amt für Wirtschaftsförderung werden die auch bislang wahrgenomme-
nen Aufgaben einschließlich der Bereiche „Arbeitsmarkt- und Beschäfti-
gungsförderung“ sowie „Medien und Internetwirtschaft“ gebündelt. Zudem 
soll die Wirtschaftsförderung künftig wahrnehmbar als zentrale Ansprech-
partnerin für die Belange des Einzelhandels fungieren. 
 
4. Um die Belange des Wirtschaftsstandortes Köln in Politik, Verwaltung und 
der Stadtgesellschaft angemessen und mit Nachdruck zu vertreten, wird 
unverzüglich die Nachbesetzung des Dezernates Wirtschaft und Liegen-
schaften angestoßen. Der Bedeutung der digitalen Transformation der 
Wirtschaft wird künftig auch Rechnung getragen, indem das Dezernat 
künftig die Bezeichnung „Dezernat für Wirtschaft, Digitales und Liegen-
schaften“ führt. 
 
5. Die Wirtschaftsförderung wird zur Wahrnehmung ihrer Querschnittsaufga-
be innerhalb der Verwaltung mit entsprechenden Befugnissen ausgestat-
tet, um bei Interessens- und Zielkonflikten unter Beachtung der gesamt-
städtischen Prioritätensetzungen Lösungen herbeizuführen. Dabei soll den 
zentralen Herausforderungen einer erfolgreichen Standortpolitik, der Be-
reitstellung von Flächen sowie einer Beschleunigung von verwaltungsinter-
nen Genehmigungsprozessen, eine besondere Aufmerksamkeit zukommen.  
 
6. Für eine zügige konzeptionelle Neuaufstellung der gestärkten Wirtschafts-
förderung beschließt der Rat, das Budget für das Jahr 2019 einmalig um 
1,0 Mio. € aufzustocken. Mit externer Unterstützung soll die strategische 
Ausrichtung der Wirtschaftsförderung einschließlich der Entwicklung eines 
Ziel -und Controllingsystems erarbeitet werden.  
 
7. Mit dem Ziel, Akteure der Wirtschaft eng in die Neuausrichtung, aber auch 
in die laufenden Aktivitäten der Wirtschaftsförderung einzubinden, wird ein 
Experten-Beirat gegründet. Diesem sollen neben Vertretern aus Unter-
nehmen, IHK und HWK sowie des Einzelhandels auch Vertreter der städti-
schen und stadtnahen Gesellschaften (u.a. KölnTourismus, KoelnMesse, 
RheinEnergie, Flughafen KölnBonn, Sparkasse KölnBonn...) und aus dem

- 3 - 
 
Hochschulbereich angehören. Zielsetzung ist eine enge Koordination und 
Entwicklung gemeinsamer Aktivitäten. Eine wesentliche Zielsetzung für die 
neu aufgestellte Wirtschaftsförderung ist es, die nationale und internatio-
nale Vermarktung des Standortes Köln zu intensivieren und zu optimieren. 
 
8. Die mit Verzicht auf eine Ausgründung der Wirtschaftsförderung einge-
sparten Mittel in Höhe von rund 2 Mio. € jährlich (gesellschafts- und auf-
gabenbezogener Mehrbedarf sowie Personal- und Sachkosten „Herausge-
hobene Dienststelle“) werden für Maßnahmen der kommunalen Beschäfti-
gungsförderung, insbesondere zur Bekämpfung von Langzeitarbeitslosig-
keit in Köln, eingesetzt. 
 
 
Begründung: 
 
Erfolgt mündlich 
 
 
Mit freundlichen Grüßen 
 
gez. Dr. Barbara Lübbecke    
SPD-Fraktionsgeschäftsführerin

Beratungsverlauf (1)

16.11.2018 Wirtschaftsausschuss
TOP 2.1 Antrag / Anfrage Entscheidung

Beschluss: zurückgestellt

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Details

Aktenzeichen
AN/1640/2018
Typ
SPD Änderungsantrag nach § 13
Datum
16.11.2018
Erstellt
16.11.2018 09:18