1597/2021
Beantwortung einer Anfrage der SPD Fraktion (AN/0515/2021) zum Thema Olympische und Paralympische Spiele in Köln und NRW
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Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
4998 Zeichen
Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle OB/01 Vorlagen-Nummer 29.04.2021 1597/2021 Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung öffentlicher Teil Gremium Datum Sportausschuss 29.04.2021 Stadtentwicklungsausschuss 29.04.2021 Beantwortung einer Anfrage der SPD Fraktion (AN/0515/2021) zum Thema Olympische und Paralympische Spiele in Köln und NRW. Die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Köln bat um die Beantwortung folgender Fragen: 1. Wie gestaltet sich der Austausch der Stadtspitze mit den Vertretern der „Privatinitiative“ für die Bewerbung um die Olympischen Spiele 2032 – aktuell und im vergangenen Jahr? 2. Welche Initiativen hat die Stadt Köln im Sinne einer erfolgversprechenden Bewerbung mit den Akteuren in Sport und Wirtschaft in unserer Stadt vorangetrieben? 3. Wie positioniert sich die Stadtspitze für eine Bewerbung um die olympischen Spiele 2036 oder später, insbesondere im Hinblick auf die Nachhaltigkeit in den Bereichen ÖPNV, Wohnungsbau und Wirtschaftsförderung? 4. Welche finanziellen und sportlichen Rahmenbedingungen und welche weiteren Gelingensbedin- gungen müssen aus Sicht der Stadt Köln und der Region Rhein/Ruhr für eine erneute Bewerbung erfüllt sein? 5. Gab oder gibt es Gespräche mit allen betroffenen Gruppen und Organisationen über eine Bürger- beteiligung zur Einholung eines Votums bzw. wie soll eine solche ausgestaltet werden? Stellungnahme der Verwaltung Zu 1.: Der Austausch zwischen Stadtspitze und der Initiative „Rhein Ruhr City 2032“ gestaltet sich im We- sentlichen im Rahmen der durch die Initiative organisierten Gesprächsformate zwischen den beteilig- ten Kommunen und der Landesregierung. Die nächste formelle Absprache zwischen den kommuna- len Spitzen, der Landesregierung und der Initiative „Rhein Ruhr City 2032“ ist für den Sommer 2021 geplant. Ein konkreter Terminvorschlag liegt der Stadtverwaltung bislang nicht vor. Zu 2.: Motor der angestrebten Bewerbung sind die Bemühungen der Initiative „Rhein Ruhr City 2032“ auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene. Die Stadt Köln unterstützt die Bemühungen bei Be- darf – so gehören etwa mit dem Stadtwerkekonzern SWK und der koelnmesse zwei mit der Stadt Köln verbundene Unternehmen zu den Partnern der Initiative. Ein zentrales Argument für Olympische Spiele an Rhein und Ruhr ist das Vorhandensein von etwa 80% der benötigten Wettkampfstätten schon heute. Somit entsprechen viele sportpolitische Initiativen und damit verbundene Investitionen 2 dem Nachhaltigkeitsgedanken des Konzepts „Rhein Ruhr City 2032“ und kommen daher einer mögli- chen Bewerbung zugute. Zu nennen wären beispielsweise die Investition in neue Start- und Stegan- lagen am Fühlinger See, die internationalen Wettkampfbedingungen entsprechen und multifunktionell einsetzbar sind. Die Wettkampfstätte Fühlinger See, die für die Sportarten Freiwasserschwimmen und Triathlon vorgesehen ist, wird damit langfristig zukunftsfähig gemacht. Ein zweites Beispiel ist der Sportpark Höhenberg, der für das olympische Rugbyturnier vorgesehen ist. Dort sind umfangreiche Investitionen durch die Kölner Sportstätten GmbH und weitere, städtisch geförderte Maßnahmen, in Planung. Des Weiteren versetzt der Ausbau des Radstadions in Müngersdorf zum Radsportzentrum NRW die Stadt in die Lage, auch beim Radsport mit einem breiten Angebot in die möglichen, weiteren Verhandlungen um spätere Austragungsorte zu gehen und ggf. Trainingskapazitäten für olympische Delegationen bereitzustellen. Zu 3. und 4.: Die Oberbürgermeister*innen der beteiligten Kommunen haben in ihrem Gespräch mit der Landesre- gierung und der Initiative „Rhein Ruhr City 2032“ am 26.02.2021 ihre grundsätzliche Aufgeschlossen- heit gegenüber einer Bewerbung „in den 2030er Jahren“ erklärt. Als Bedingung für eine Bewerbung wurde u.a. die erfolgreiche Durchführung einer Bürgerbeteiligung seitens der kommunalen Spitzen genannt. Die weitere Positionierung hängt maßgeblich u.a. von der weiteren Entwicklung beim Thema (z.Bsp. der endgültigen Vergabe der Spiele 2032 nach Brisbane durch die IOC-Vollversammlung im Sommer 2021) und den Ergebnissen des nächsten Austauschs zwischen den beteiligten Kommunen, der Landesregierung und der Initiative „Rhein Ruhr City 2032“ ab. Zu 5.: Der Rat der Stadt Köln hat in seiner Sitzung vom 06.02.2020 ein in der Region abgestimmtes Verfah- ren zur Bürgerbeteiligung als notwendiges Kriterium einer Beteiligung der Stadt Köln an einer finalen Bewerbung beschlossen. Auf der Ebene der kommunalen Spitzen der beteiligten Kommunen stehen sowohl die Möglichkeit eines Ratsbürgerentscheids in den einzelnen Kommunen sowie weitere For- men der Bürger*innenbefragung im Raum. Eine abschließende Absprache zwischen den beteiligten Kommunen steht hierzu noch aus. Die Stadt Köln bereitet sich derzeit auf die Durchführung einer Bürgerbeteiligung und eines dazugehörigen Informations- und Beteiligungsprozesses vor. Gez. Reker
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 1597/2021
- Typ
- Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
- Datum
- 29.04.2021
- Erstellt
- 27.04.2021 14:00