0133/2019
Stadtbibliothek Köln Bericht 2018/2019
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Mitteilung Ausschuss
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle VII/43 Vorlagen-Nummer 16.01.2019 0133/2019 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Ausschuss Kunst und Kultur 29.01.2019 Stadtbibliothek Köln Bericht 2018/2019 Der Ausschuss Kunst und Kultur soll über die wesentlichen Planungen für 2019 und die Aktivitäten der Stadtbibliothek Köln aus dem Jahr 2018 informiert werden. Der Bericht 2018/2019 wird den Mitgliedern des Ausschusses für Kunst und Kultur als Infobroschüre über den Postverteiler sowie in der Sitzung zur Verfügung gestellt. Die Direktorin wird dem Ausschuss einen kompakten Überblick – vor allem über die laufenden Pla- nungen - geben. gez. Laugwitz-Aulbach
Anlage 1 - Jahresbericht 2018-2019
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2018 / 2019 „Sage es mir, und ich vergesse es. Zeige es mir, und ich erinnere mich. Lass es mich tun, und ich behalte es.“ Dieses Zitat von Konfuzius ist aktueller denn je. Schon seit vielen Jahren hat die Stadtbibliothek den Fokus auf Partizipation und eigenes Tun gelegt - und verbindet so Fortschritt mit Teilhabe. Im Jahr 2018 gab es zwei gro- ße Neuerungen: Zum einen das MINT-Themenjahr, das im deutschlandweit ersten MINT-Festival gipfelte, zum anderen die Eröffnung der völlig neuartig gestalteten Stadtteilbibliothek in Kalk. Für die nächsten Jahre wird ein eklatanter Mangel an MINT-Fachkräften prognostiziert. Kenntnisse in Mathe- matik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik sind zentrale Kulturtechniken und werden in Zukunft zu ei- nem Standortfaktor von gesteigertem Wert. Die Stadtbibliothek möchte, neben Lese- und Medienkompetenz- vermittlung, Akzente setzen und junge Menschen schon früh für diesen Bereich interessieren. Damit trägt sie dazu bei, dass Kinder und Jugendliche digitale Angebote nicht nur aus der Konsumenten-Perspektive wahrneh- men, sondern diese selbst ausprobieren und die Bibliothek als experimentellen Wissensraum erleben können. Die nach der Design Thinking-Methode entwickelte Kalker Bibliothek ist so ein Ort des „Wissens zum Anfassen“ geworden – ein Wohlfühlort mit hoher Aufenthaltsqualität. Die Resonanz ist nicht nur im Veedel überwälti - gend, auch die Fachwelt aus dem In- und Ausland gibt sich in Kalk die Klinke in die Hand. Im Jahr 2019 werden dort gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern neue Programme und Konzepte entwickelt. Ich danke allen Kooperationspartnern, unseren Ehrenamtlichen, Fördervereinen und Unterstützern – auch im Namen unseres großartigen Teams – von Herzen. Vorwort von Dr. Hannelore Vogt Dr. Hannelore Vogt, Direktorin der Stadtbibliothek Köln Redaktion/Layout/Konzeption: Stadtbibliothek Köln Fotos: © Stadtbibliothek Köln, falls nicht anders angegeben Druck: Druckhaus Süd, Köln Stand: Januar 2019 Im Text wird wegen der besseren Lesbarkeit an manchen Stellen das generische Maskulinum verwendet. Die Oberbürgermeisterin Stadtbibliothek Der Oberbürgermeister Foto auf der Titelseite: MINTmobil mit Team und Ranga Yogeshwar Yes, we can! Wie gelingt die Digitalisierung in Deutschland? Vom 11. bis 27. Oktober 2018 fand die MINTköln statt. Mit diesem ersten großen MINT-Festival für Transparenz, Spaß und Wissen in den Bereichen Mathe - matik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik setzte die Stadtbib- liothek einen neuen Maßstab. MINT-Themen gelten speziell bei Jugendlichen als wenig interessant, Fächer wie Biologie, Informatik oder Chemie sind kaum beliebt. Als Leis- tungsfächer werden sie von weniger als fünf Prozent der Schülerinnen und Schüler gewählt – ein Umstand, der seit vielen Jahren unverändert ist. Darum wählte die Bibliothek einen anderen Weg. Unter dem Motto „Tüfteln statt büffeln“ stand das Selbermachen und Ausprobieren im Vor - dergrund. Ein Konzept, das offensichtlich aufging. Nicht nur die Teilneh- merzahlen, sondern auch die Reaktionen von Teilnehmern und Partnern waren überaus positiv. MINTköln MINTköln: Workshops Vom spektakulären Auftakt an mit dem Botschafter des ersten MINT- Festivals, Ranga Yogeshwar, präsentierte die Stadtbibliothek ein pra - xisnahes und reflexives Gesamtpaket, das von einem großen Rahmen- programm begleitet wurde. In allen Einrichtungen der Stadtbibliothek fanden über einhundert Workshops statt, die thematisch weit gestreut und komplett ausge - bucht waren. Die Teilnehmenden konnten zum Beispiel selbst einen 3D-Drucker bauen, Minecraft hacken, Geometrie zum Anfassen erle - ben, zusammen mit der Computerspielheldin Serena Supergreen mit Solarenergie experimentieren oder die niedlichen Ozobots program - mieren. Zum abschließenden MINT-Aktionstag in der Zentralbiblio - thek kamen rund 2.200 Interessierte. „Ich möchte Ihnen zu der Veranstaltung sowie zu der Initiative insgesamt herzlich gratulieren und gestehe selbstkritisch: Für mich persönlich hat der Abend im positivsten Sinne dazu beigetragen, die Bibliotheken wieder mehr als einen geeigneten Ort für die kreative Auseinandersetzung mit Naturwis - senschaften, Technik und Medien zu begreifen.“ Thomas Hartmann, Deutsches Kinder- und Jugendfilmzentrum „Das Festival war toll, spannend, lehrreich und hat viele große und kleine Herzen höher schlagen lassen. Vielen Dank an das gesamte Mint-Team und Bücherei-Team.“ Marie Schwind Acht gespannte Kinder, teilweise mit mitgebrachten Spielzeugrobo - tern, diskutieren erstmal über ihnen bekannte Roboter und überlegen sich, welche weiteren Roboter man noch erfinden könnte: Zum Haus - aufgaben machen, als Spielkameraden, zum Zimmer aufräumen oder auch einfach für alles. R2D2, C3PO, Dot und Tom (so haben die Kin - der ihre Dashs getauft), wurden durch ein selbst gebautes Labyrinth begleitet, zum Tanzen gebracht oder mussten als Pferd einen Slalom bezwingen. Am Ende der Veranstaltung haben die Kinder stolz ihren Eltern die Ergebnisse präsentiert. Dabei wurde auch an die Bedürfnis - se der Roboter gedacht: „Dash ist nach dem Führerschein bestimmt erschöpft.“ MINTköln: Workshopbericht Ein YouTube-Star zum Anfassen: Live-Let’s-Play mit Sarazar anlässlich des MINT-Festivals. Der Abend hat allen sehr viel Spaß gemacht und Sarazar, sowie seine Freunde von The Circle of Alchemists und Sgt. Rumpel haben sich zum Ende der Veranstaltung sehr viel Zeit genom - men, mit den Fans Fotos zu machen und zu reden. Digitaler Humanismus – oder: Dürfen Computer alles, was sie können? Julian Nida-Rümelin und Nathalie Weidenfeld waren sich mit Gert Sco- bel darüber einig, dass eine Ethik im Zeitalter der künstlichen Intelli - genz unerlässlich ist. MINT-Vorlesen spezial: Armin Maiwald (Die Sendung mit der Maus) verblüffte die Kinder mit spannenden Experimenten. Anschließend konnten sie sehen, wie Flogos entstehen: Kleine Schaumformen mit dem Schriftzug MINTköln stiegen in den Kölner Himmel. MINTköln Events „Wenn jeder programmieren lernen kann, wieso ist dann nicht jeder reich?“ Teilnehmendes Kind beim Workshop „Hacke Minecraft! Programmieren mit dem Raspberry Pi“ © Christoph Hardt MINTköln: Werbekampagne MINTköln: Aktionstag Selbermachen und Ausprobieren. Neugierig machen statt erklären – dar- auf setzte auch die professionell gestaltete PR-Kampagne im Vorfeld des MINT-Festivals. Die Stadtbibliothek überraschte die Öffentlichkeit mit ungewöhnlichen Slogans per Social Media und auf Citylight-Plakaten. Diese vermittelten nicht nur ein unerwartetes Image, sie erhöhten auch die Wahrnehmbarkeit der Bibliothek in der Stadt. Vor allem aber taten sie ihre Wirkung: Der Publikumszuspruch war riesengroß, für die meisten Workshops mussten sogar Wartelisten geführt werden. Der krönende Abschluss des MINT-Festivals war der MINT-Aktionstag am 27. Oktober – eine Experimentierschau für die ganze Familie. Zu - kunftsweisende Unternehmen, Vereine und Forschungsinstitute stellten ihre Produkte und Ergebnisse vor: Deutsche Telekom GmbH, Deutsche Telekom Stiftung, Deutsches Museum Bonn, DLR, Fachstelle für Jugend - medienkultur NRW, Fraunhofer IAIS, IBM, Infotronic und Orange Art, Max-Planck-Institut für Pflanzenzüchtungsforschung, Odysseum, RWTH Aachen, Schokoladenmuseum, senseBox, Stiftung Wissen KölnBonn und zdi-Zentrum Köln, TH Köln, Wasserschule und StEB Köln und der WDR. An den zahlreichen Ständen konnte man selbst forschen, Dinge auspro - bieren und sich mit MINT-Expertinnen und -Experten austauschen. Die Stadtbibliothek bedankt sich sehr herzlich bei allen Veranstaltungs- und Medienpartnern, den Sponsoren und allen weiteren Beteiligten, die mit tat - kräftiger Unterstützung, kostenlosen Dienstleistungen und ihrem unermüd- lichen Einsatz zum Gelingen dieses Festivals beigetragen haben – ohne sie wäre das in dieser Form nicht möglich gewesen! „Ein verstärktes Engagement für MINT-Themen ist die Basis für technischen Fortschritt und persönlichen Wohlstand. Mit dem MINT-Festival geht die Stadtbibliothek Köln hier ganz neue Wege: Sie will begeistern, nicht beleh - ren... Es gibt aus meiner Sicht keine Einrichtung, die geeigneter wäre, um sich der MINT-Themen anzunehmen. Ich setze mich dafür ein, dass dieses Festival weitergeführt werden kann und dass das MINT-Festival zu einem festen Bestandteil im Kölner Festival-Kalen- der wird.“ Henriette Reker, Oberbürgermeisterin der Stadt Köln Der MINTspace im Erdgeschoss der Zentralbibliothek präsentiert die Bibliothek als partizipativen Interaktionsort mit 3D-Drucker, Plotter, Miniroboter, Experimentierkästen, Occulus Go VR-Brille, Codingtools und wechselnden interaktiven Experimentierstationen. Im Rahmen von regelmäßig stattfindenden Workshops steht hier auch ein Laser - cutter. Auch der humanoide Roboter NAO hat hier seine Heimat gefunden und kann von den Besucherinnen und Besuchern per Tablet bedient werden. Er führt vorprogrammierte Bewegungen aus, informiert über kommende Programmierworkshops, spricht Grußbotschaften, stellt Quizfragen und wertet die Antworten der Besucherinnen und Besucher aus. Die Software nexusUi der Firma Blackout Technologies ermöglicht eine fortgeschrittene Spracherkennung und matcht die an NAO gerichteten Fragen mit zuvor festgelegten Dialogthemen. Mithil - fe einer eingebundenen künstlichen Intelligenz wird NAO regelmäßig vom Robotik-Team der Stadtbibliothek auf die zu erwartenden Fragen trainiert, so dass sich seine Dialogfähigkeit immer weiter erhöht. MINTspace Die Stadtbibliothek setzt sich nicht nur mit ihrem vielfältigen Veran - staltungsprogramm wie beispielsweise den Makerkids- und Maker - space-Workshops für die MINT-Förderung ein. Die „Bibliothek der Dinge“ vermittelt das Interesse an MINT-Themen im außerschulischen Kontext auch individuell und ganzjährig. Das Angebot an entleihbaren Experimentierkästen, Robotern, Mikroskopen, Teleskopen, IQ-Puzzles, Coding-Spielen und vielen anderen Entdecker-Boxen sowie dazu pas - senden spannenden MINT-Büchern wurde erheblich ausgeweitet und ist jetzt auch in allen Stadtteilbibliotheken vorhanden. Es gehört zu den nutzungsintensivsten Segmenten des gesamten Bibliotheksbestands. MINT – Bibliothek der Dinge MINT Vorlesepaten-Netzwerk Um die Begeisterung für MINT-Fächer schon bei kleinen Kindern zu för- dern, werden auch außerhalb des Festivals regelmäßig Vorlesestunden zu Themen wie Magnetismus, Elektrizität, Wasser und Luft angeboten. Dabei wird aus einem thematisch passenden Buch vorgelesen und im Anschluss zusammen mit den Kindern ein kleines Experiment durch - geführt. Diese Vorlesestunden werden von ehrenamtlichen Vorlese - patinnen und -paten gehalten und richten sich an Kinder ab 4 Jahren. Vorgelesen wird in allen Stadtteilbibliotheken und die kleinen Entde - ckerinnen und Entdecker sind mit großem Spaß bei der Sache. Die MINT-Vorlesepatenschaft ist ein Programm in Kooperation mit der Stiftung Lesen und der Deutschen Telekom Stiftung. Sie wird unter - stützt von der Fachstelle für Jugendmedienkultur NRW. Haben Sie Interesse an einer ehrenamtlichen MINT-Vorlesepatenschaft? Die Stadtbibliothek unterstützt Sie bei der Durchführung mit Tipps, passenden Büchern und Aktionsideen. Weitere Informationen: www.stbib-koeln.de/ mint-vorlesen Auf dem Dach der Zentralbibliothek steht nun eine senseBox - ein Do-it- yourself-Bausatz für stationäre und mobile Sensorstationen. Sie misst ständig Temperatur, Luftdruck, Helligkeit, Luftfeuchtigkeit, UV-Intensität und Feinstaubbelastung und stellt dies nach dem Prinzip der Offenen Da - ten über opensensemap.org allen frei zur Verfügung. Die Kooperation mit dem senseBox-Team der Universität Münster umfasst nicht nur Infostände und Workshops zum senseBox-Bau. In der Zentralbibliothek gibt es auch drei entleihbare edu-Kits zum Ausprobieren zu Hause oder in der Schule. MINT – praktisch angewendet „Das kommt dabei heraus, wenn man seinen Mann zum MINT-Festival mitnimmt: Robopo - litan One – der erste Musik-Roboter, der auch ganze Veranstaltungen moderieren kann. Wir sind Ihnen sehr dankbar: Ihr Festival hat meinen Mann, unsere 10-jährige Tochter und mich sehr inspiriert und vieles angestoßen.“ Petra Breddermann © Stephan Hubrich © senseBox, Institut für Geoinformatik, Universität Münster Die Stadtteilbibliothek Kalk wurde zusammen mit dem niederländi - schen Architekten und Creative Guide Aat Vos komplett neu gestaltet und gehört nun zu den modernsten und innovativsten Bibliotheken Deutschlands. Mit ihrem neuartigen und wegweisenden Konzept lädt sie ein zum Experimentieren, Ausprobieren und Mitmachen. Für die Kleinen gibt es einen fünf Meter langen Stoffhasen zum Klet - tern, Spielen und Ausruhen. Gemütliche Ecken zum Lesen und Verwei- len, viele Arbeitsplätze und ein großer Arbeitstisch verbinden sich mit einem umfangreichen Medienangebot und neuen Technologien, die auch in regelmäßig stattfindenden Workshops vermittelt werden. Dazu gehören beispielsweise ein fester und ein mobiler Makerspace mit 3D-Drucker, programmierbare Roboter für alle Altersstufen, eine aktuelle Virtual Reality- und Gaming-Ausstattung sowie ein aktuelles und sehr attraktiv präsentiertes Medienangebot. Das neue „Kalker Wohnzimmer“ wird seit der Wiedereröffnung im September von den Bürgerinnen und Bürgern des Stadtteils geradezu gestürmt! Wiedereröffnung der Stadtteilbibliothek Kalk Die Kalker Bibliothek spricht durch ihre besondere Gestaltung junge wie ältere Menschen an und bietet zahlreiche einladende, unterschiedlich gestaltete Bereiche. So gehört zum Beispiel der gesamte erste Stock den Jugendlichen, für die dort eine maßgeschneiderte Sitz-, Spiel- und Wohlfühllandschaft entstanden ist. Die äußerst informelle, ansprechende Atmosphäre verändert die Blick - weise junger Menschen auf die Bibliothek und führt zu einem Image- und Paradigmenwechsel. Hier wird der Besucher zum Macher – vom Konsumenten zum Produzenten, der Neues lernt und sein Wissen mit anderen teilt. Aber selbstverständlich kommen auch ‚chillen‘, sich ein - fach treffen, in Ruhe arbeiten oder gemeinsam spielen nicht zu kurz. Fotos auf beiden Seiten: © Marco Heyda Die weltweit arbeitende Bremer Künstlergruppe URBANSCREEN ver - wandelt Architektur und Räume in Geschichten und erschafft neben - bei eine neue Kunstform. Sie hat eigens für Köln-Kalk eine elektroni - sche Tagtool-Wand entwickelt. Der interaktive Großbildschirm „The Wall“ bietet einzigartige Möglich- keiten des Experimentierens. Hier können bis zu neun Nutzerinnen und Nutzer mit Tablets gleichzeitig und gemeinsam an großflächigen Grafi- ken, Graffitis und Animationen arbeiten, sie auf den Screen projizieren und abspeichern, aber auch Musik kann eine Rolle beim Erforschen ver - schiedener Animationsprinzipien spielen. Tagtool-Wand von URBANSCREEN Die individualistischer werdende Gesellschaft benötigt identitätsstif - tende Orte, die für die Menschen im Stadtteil relevant sind. Nach in - tensiver Beteiligung der Kalker Nutzerschaft in einem Design Thinking- Prozess hat Aat Vos die Bibliothek als einen unkonventionellen „Dritten Ort“ entworfen, der mit seinen vielen ansprechenden Angeboten und Einrichtungsideen maßgeschneidert ist für die Bedürfnisse des Vier - tels und allen das Gefühl vermittelt, zu Hause angekommen zu sein. Wiedereröffnung der Stadtteilbibliothek Kalk „Bibliotheken sind wichtiger denn je, aber es geht dabei nicht um Bücher, sondern um unsere Gesellschaft als Ganzes. Es geht um den freien Zugang zu Information und damit geht es gewissermaßen auch um Chancengleich - heit. Ich nehme mich mal selbst als Beispiel. Ich komme aus einem liberalen, wohlhabenden Elternhaus. Ich hatte riesiges Glück, weil ich alle Hilfe, die ich brauchte, am Küchentisch bekommen habe. Das Glück hat aber nicht jeder. Was wir daher brauchen, sind öffentliche Küchentische.“ Aat Vos © Marco Heyda Die vielfältigen Anwendungspotentiale dieser fazinierenden Technologie werden nun zusammen mit Schulklassen, Kreativen und und allen anderen Interessierten weiter erforscht. © Marco Heyda Makermobil Ein mobiler Makerspace mit 3D-Drucker ist ein Herzstück der neu ge - stalteten Stadtteilbibliothek Kalk. Es handelt sich um ein eigens ange- fertigtes E-Cargo-Trike, das in Zukunft immer dort im Einsatz sein wird, wo es gerade gebraucht wird – sei es in anderen Stadtteilbibliotheken, bei Aktionen außerhalb der Bibliothek oder eben vor Ort in Kalk. Die Zahl der Besucherinnen und Besucher und ihre Verweildauer in den Bibliotheken steigen regelmäßig weiter an. Um dem wachsenden Erfolg gerecht zu werden, Warte - zeiten zu verringern und mehr Zeit für Programmarbeit, Leseförderung und Beratung zu haben, führt die Stadtbibliothek bis Mitte 2019 in allen Einrichtungen eine neue Ge - neration der Selbstbedienungstechnik ein. Die eingesetzten Selbstbedienungsterminals sind ergonomisch in der Bedienung sowie multifunktional und ermöglichen den Mitgliedern ein schnelleres und selbst - bestimmtes Verbuchen sowie Bezahlen. Außerdem können durch die platzsparende Bauweise der Geräte Freiräume in den Bibliotheken geschaffen werden, beispielsweise für Lounge-, Lern- oder Gaming-Bereiche. Mehr Bürgerfreundlichkeit durch Selbstbedienung „Mich freut es, dass wir lokal ein solch engagiertes Stadtbibliotheks-Team ha- ben – das ist sicherlich nicht Standard und ein Benchmark für Deutschland!“ Uwe Krill, Geschäftsführer 3Dmensionals © Marco Heyda © Marco Heyda Der Rat der Stadt Köln hat 2018 die Generalsanierung der 1979 eröff - neten Zentralbibliothek beschlossen. Nun erfolgt die detaillierte Aus - führungsplanung und die Ausschreibung wird vorbereitet. Die eigent- liche Baumaßnahme soll im Herbst 2020 beginnen. Generalsanierung der ZentralbibliothekRFID und Open Library Durch den Einsatz neuer und innovativer Technologien schafft die Stadtbibliothek die Infrastruktur für weitere zukunftsweisende und serviceorientierte Anwendungen. Hochmoderne, verschlüsselte RFID-Ausweise ersetzen nun die alten Magnetkarten. Mit den neuen Bibliotheksausweisen und Selbstbedie - nungsstationen für Ausleihe und Rückgabe können die Bibliotheks - gebäude auch dann zugänglich gemacht werden, wenn kein Personal anwesend ist. In einer ersten Pilotphase wird dieses „Open Library Konzept“ in Kalk getestet - bisher mit sehr guten Erfahrungen. Die Öff - nungszeiten konnten damit um mehr als 50 Prozent erweitert werden. Nach der Pilotphase wird das Open Library Modell in den nächsten Jahren auf weitere Standorte ausgedehnt. Außerdem werden Bibliotheksmitglieder zu - künftig mit den neuen Ausweisen beispielsweise auch Verbuchungsschränke öffnen können, um Laptops, iPads oder andere Geräte für die Nutzung in der Bibliothek auszuleihen. © Marco Heyda / bibliotheca © UKW Innenarchitekten, Krefeld © UKW Innenarchitekten, Krefeld © UKW Innenarchitekten, Krefeld Die Kulturstiftung des Bundes fördert im Rahmen des Programms 360° das Projekt „Maker interkulturell – Kulturelle Vielfalt leben und er- leben“ der Stadtbibliothek. Dabei werden nicht nur partizipative Struk- turen und bestehende interkulturelle Angebote ausgeweitet, sondern es wird auch ein Diversifizierungsprozess in Gang gesetzt. Eins der vier Handlungsfelder ist die intensive Vernetzung mit lokalen Schlüsselpersonen, Schulen, Jugendzentren und anderen relevanten Einrichtungen. Jugendliche mit Einwanderungsgeschichte werden gezielt angesprochen und motiviert, den Lebensraum Bibliothek aktiv mitzugestalten und selbst Angebote zu entwickeln und durchzufüh - ren. Dieser interkulturell vernetzende Prozess läuft zunächst pilotwei- se in der neugestalteten Stadtteilbibliothek Kalk. Schülerpraktika und Berufsfelderkundungstage bringen Jugendlichen die Vielseitigkeit der Stadtbibliothek als Arbeitsort näher. Mit inter - kulturellen Bausteinen werden klassische Bibliotheksangebote wie die Bücherbabys noch vielfältiger. Die Stadtbibliothek Köln ist seit zwei Jahren Teil eines EU-Projekts: Zu - sammen mit Bibliotheken aus Dänemark, Schweden und Griechenland wurden Geschichten von Menschen gesammelt, die geflüchtet sind. Unter refugeelives.eu/de sind nun über 600 Geschichten – gefilmte In - terviews, Bilder oder Fotos – zu entdecken, eine multimediale und inter- kulturelle Sammlung von Quellen aus erster Hand. Statt bloßer Zahlen erfährt man hier mehr über die konkreten Hintergründe, die Menschen veranlasst haben, ihre Heimat zu verlassen. Nachzulesen sind Beschrei - bungen ihrer gegenwärtigen Lebenswirklichkeit in Europa, ihre Gedan- ken und Ängste, Hoffnungen und Wünsche. „Maker interkulturell“ und Diversifizierungsprozess EU-Projekt „A Million Stories“ – Menschen mit Fluchterfahrung erzählen Für 2019 stehen partizipative Angebote für und mit Menschen mit Einwan - derungsgeschichte, die Gründung einer AG „Interkulturelle Bibliotheksarbeit“ und ein interkulturelles Schulungskonzept auf der Agenda. Die Sammlung der Geschichten ist vorerst beendet, nun beginnt die Schluss- phase des Projekts mit Evaluierung, Reporting und der weiteren Verbreitung der Ergebnisse, damit die Erfahrungen und Konzepte von anderen Bibliothe- ken und Organisationen aufgenommen und nachgenutzt werden können. Maker interkulturell Interkulturelle und partizipative Angebote für Menschen mit Einwanderungsgeschichte Praktikumsplätze für Jugendliche aus Einwanderungsfamilien Ausweitung der bestehenden Interkulturellen Bibliotheksarbeit Diversitätsorientierte und interkulturell sensible Personalentwicklung Diversitäts- und zielgruppengerechte Kommunikation Monitoring und Evaluation Kooperation und Vernetzung © Viktoria Cvetković Gefördert im Programm 360° - Fonds für Kulturen der neuen Stadtgesellschaft Lernteams und EU-Projekt LCIC Die erfolgreich im letzten Jahr gestarteten Lernteams bilden die Grund- lage des neuen Europaprojekts LCIC – Learning Circles in Libraries, das im September begonnen hat. Im Vordergrund steht das gemeinschaft- liche Lernen. Die Teilnahme an vorher festgelegten E-Learning-Kursen wird flankiert von wöchentlichen Treffen vor Ort in der Bibliothek. Die moderierten Gruppentreffen dienen dem Austausch, der Klärung von Fragen und der gegenseitigen Hilfestellung und Motivation. Mit fachlichem Input und Unterstützung des Urhebers, der mit dem MIT (Massachusetts Institute of Technology) verbundenen P2PU (Peer 2 Peer University) überträgt das Projekt das in den USA bereits angewandte Konzept auf europäische Verhältnisse. Zusammen mit Bibliotheken und Weiterbildungsinstitutionen in Warschau, Herning, Helsinki und Bukarest wird es nun weiterentwickelt, getestet und breit eingeführt. „Ich muss mal gerade meine Begeisterung über die Rosetta Stone Sprachkur- se teilen. Danke an die Stadtbibliothek Köln, die den Zugang zum (sonst sehr teuren) Kurs online und als Smartphone App für ihre Mitglieder inklusive hat! Für Grundlagen eignet sich der Kurs super und es funktioniert! Das Beste was ich bisher getestet habe.“ Patrick Brauweiler, Fremdsprachenlehrer, via Facebook Musikalische Bildung Nicht nur Musik hören, Literatur, CDs oder Noten ausleihen, sondern auch musikalisch selbst aktiv werden und neue Instrumente kennen - lernen: In der Musikbibliothek können ein Steinweg-Flügel, ein E-Piano, eine Ukulele, ein Launchpad, eine Akustik- und eine E-Gitarre auspro - biert werden – für manche Instrumente wie beispielsweise die Tisch - harfe werden auch Workshops angeboten. Ukulele, Kinder-Cajón, Tongue Drum und die auch der Sprachförderung dienenden Tomba - linos können sogar nach Hause ausgeliehen werden. Mit einer Spezial- Software kann man komponieren oder digital Noten setzen. Die Eventreihe geeks@cologne – für Technikinteressierte und Pixel - verliebte - hatte mit einem Virtual-Reality-Multiplayer-Games-Abend, dem Science Slam, großartigen Abenden zur Steampunk-Bewegung und zum Thema Gewalt in Comics sowie der spannenden Begegnung mit dem ESA-Astronaut Matthias Maurer wieder eine ganze Reihe von Highlights im Programm. Die ebenfalls sehr gut besuchte Reihe „Gesund leben“ beschäftigte sich mit gesundem Schlaf, Hochsensibilität und dem Thema „Gesund - heit entsteht im Kopf“. Weitere Publikumsrenner waren die Vorträge und Gespräche zur Gen- forschung am bundesweiten Max-Planck-Tag, ein Cultgenuss-Event mit drei Spitzenköchen unter der Schirmherrschaft der Kulturhaupt - stadt Europas 2019 Matera, der Travelslam, der Mitratekrimi für Kin - der „Fang den Bösen“ und die zahlreichen Veranstaltungen mit dem Förderverein Literamus in der Stadtteilbibliothek Rodenkirchen, bei - spielsweise „Frau Luther kocht! Ein Theaterabend mit kulinarischen Genüssen“. Vielfältiges VeranstaltungsprogrammJunges Buch für die Stadt Die Kölner Leseaktion in Partnerschaft mit dem Kölner Stadt-Anzeiger und dem Jungen Literaturhaus Köln ging in diesem Jahr in die zweite Runde. In dem genialen Kindersachbuch „Alles lecker!“ von Anke Kuhl und Alexandra Maxeiner dreht sich alles ums Essen. Essen ist alltäg - lich – und doch gibt es so viele spannende Aspekte zu diesem Thema, dass große und kleine Besucherinnen und Besucher eine vollgepackte Lese- und Aktionswoche mit vielen köstlichen und anregenden Veran - staltungen rund um „Alles Lecker!“ in der Stadtbibliothek Köln und im Jungen Literaturhaus erleben konnten. Wir freuen uns schon jetzt darüber, dass die gemeinsame Leseaktion 2019 auf jeden Fall fortgesetzt wird. Barbara Kratz © Meyer Originals wissenswert: Gespräche am Puls der Zeit Heinrich-Böll-Archiv und Literatur-in-Köln-Archiv Aktuelle und gesellschaftlich relevante Themen, im Dialog mit einem namhaften Autor oder Wissenschaftler betrachtet, stehen im Fokus der Reihe wissenswert. Colin Crouch und Wolfgang Streeck diskutier - ten über die Möglichkeit eines sozialverträglichen Kapitalismus, Han - nes Ley und Constanze Kurz behandelten die Phänomene Fake News und Hass im Internet. Das hochaktuelle Thema Achtsamkeit wurde, beide Male moderiert von Gert Scobel, von zwei unterschiedlichen Seiten beleuchtet: aus neurowissenschaftlicher Sicht von Britta Hölzel und Ulrich Ott sowie aus buddhistischer Sicht von Abt Muho. Markus Gabriel, gegenwärtig einer der wichtigsten deutschsprachigen Philosophen, faszinierte mit seinen Betrachtungen über den Sinn des Denkens, während Ford-Chef Gunnar Herrmann und Wolf Lotter die Innovationskraft Deutschlands kritisch hinterfragten. Weitere Gäste waren unter anderem Alice Schwarzer, Karin Duwe, Alberto Manguel, Theresia Enzensberger, Jens Beckert und Ulrike Guerót. „Leben ist eine Versuchsstrecke“ Dieter Wellershoff Ein besonders trauriges Ereignis war der Tod des Kölner Schriftstellers Dieter Wellershoff, der dem LiK-Archiv seit seiner Gründung tief ver - bunden war. Zahlreiche Gäste aus Kunst, Kultur und Stadtgesellschaft nahmen an der von der Stadtbibliothek konzipierten Gedenkfeier am 30. September im Historischen Rathaus zu Köln teil. Neben vielen Buchvorstellungen und Diskussionsrunden wurde außer - dem der Heinrich-Böll-Preis der Stadt Köln an Ilija Trojanow vergeben, aus diesem Anlass konnte der Öffentlichkeit in der Schriftenreihe »lik« ein neuer Band präsentiert werden. 2019 wird ein neuer Band in der Schriftenreihe »lik« unter dem Titel »Heinrich Böll und die bildende Kunst« erscheinen. Foto oben links: Johannes S. Sistermanns Foto oben rechts: Dieter Wellershoff - © Peter Peitsch / peitschphoto.com Foto unten: Gedenkveranstaltung für Dieter Wellershoff. V.l.n.r.: Thomas Böhm, Liane Dirks, Hubert Winkels, Werner Jung, Helge Malchow Internationale Gäste und Vorträge Die Stadtbibliothek stand 2018 in intensivem fachlichen Austausch mit Kolleginnen und Kollegen aus über 20 Ländern, darunter waren Besu - cherinnen und Besucher aus Ghana, Litauen, der Schweiz und der Tür- kei. Kölner Mitarbeitende berichteten über ihre Arbeit in Kolumbien, Peru, Chile, Brasilien, Argentinien und den USA sowie beim parlamen - tarischen Frühstück im NRW-Landtag, bei der re:publica in Berlin, beim Deutschen Stadtmarketingtag 2018 und bei Generation Code: Born at the Library während der EU Coding Woche im Europäischen Parlament in Brüssel. Bocklemünd LEGO Mindstorms-Roboter mit Open Roberta programmieren, Pro - jektwoche „Dash und Dot“, Veranstaltung „Halloween Escape Room“, Vorlesestunden mit Lesehund Hella, Bib on Tour, Juniorbibliothek der Auszubildenden Bücherbus Mobiler Service mit 19 Haltestellen wöchentlich, aktuelle Informati - onen zum Bücherbus über WhatsApp via Broadcast-Service. Die Be - schaffung eines neuen Busses ist in Vorbereitung. Chorweiler Wichtiger Lernort für eine große Zahl von Schülerinnen und Schülern, ehrenamtliche Hausaufgabenhilfe, Makerkids-Veranstaltung „Alpaka Making Games“, Eltern-LAN: Einblick in jugendliche Spielewelten Highlights aus den Stadtteilbibliotheken Die Stadtbibliothek Chorweiler wurde bei laufendem Betrieb renoviert und von der Beigeordneten für Kunst und Kultur Susanne Laugwitz-Aulbach und dem Bezirksbürgermeister Reinhard Zöllner nach kurzer Schließzeit am 11. Januar wiedereröffnet. Highlights aus den Stadtteilbibliotheken Ehrenfeld „Wir sprechen viele Sprachen“ - mehrsprachige Lesung von Kindern, Roboter NAO besucht Ehrenfeld, Kinderbuchlesung zum Thema „Angst“, MINT-Vorlesestunden mit Experimenten, inklusive Helios - schule Ehrenfeld wird neue Bildungspartnerschule, Treffpunkt für (jun- ge) Familien Haus Balchem Führungen und Lesungen zum Tag des offenen Denkmals, „Farbe, Töne und Platinen – Kunst verbindet“ – MINT-Veranstaltungen für die inte - grierte Gesamtschule Innenstadt, ermöglicht durch eine Spende der Hausgemeinschaft von Haus Balchem, Lesungen im Rahmen der 4. Kölner Literaturtage, lebendiger Treffpunkt für viele Gruppen Kalk Wiedereröffnung am 28. September nach umfassender Sanierung, wöchentliche Gaming-Spieletester-Gruppen mit Kindern und Jugendli - chen, wöchentliche Workshops zum Kennenlernen der Maker-Technik, erste Stadtteilbibliothek mit zusätzlichen Öffnungszeiten ohne Perso - nal, Experimentierfeld für Gaming und medial-digitale Kompetenzen Mülheim „Von Olchi bis Oregano“: mit Google Expeditions auf kultureller und kulinarischer Reise, Vorlesestunden mit Lesehund Joy, zweisprachige Kita-Führungen russisch und deutsch, Elternseminar zum Thema Vor - lesen, Gaming-Event mit Fifa 18 und Just Dance, Songwriter-Workshop für Kinder, Lernstudio, Ort der interkulturellen Begegnung und mehr - sprachigen Leseförderung Neubrück Wii-Spielenachmittage für Senioren, Literaturkreis, Neubrücker Kunst- sommer, wöchentliches Vorleseangebot für Kinder in Zusammenarbeit mit Bürgerverein Köln-Neubrück e.V. Nippes Bücherbabys: 2mal im Monat literarische Krabbelgruppe für Kinder von 6 bis 24 Monaten, Schülerveranstaltungen zu Windenergie in Ko - operation mit dem Verein Ingenieure ohne Grenzen e.V., Integration durch Leseförderung - monatliche deutsch-türkische Vorlesestunden für Grundschulklassen, MINT-Vorlesestunden Porz Vorlesestunden mit Lesehund Cali, Bilderbuchkino, Ran-ans-Lesen für Schulen in sozialen Brennpunkten sowie weitere Angebote zur Lese- und Sprachförde - rung, langjährige Kooperation mit acht Bildungspartnerschulen Rodenkirchen zahlreiche Veranstaltungen mit dem Förderverein Literamus, monatlich „MINT-Vorlesen und experimentieren“, Bilderbuchkino mit Apps, Führungen für Vorbereitungsklassen mit Flüchtlingskindern und den Stadtteilmüttern aus Meschenich. Die Stadtteilbibliothek wird von Februar bis zum Sommer 2019 renoviert. Sülz Kölscher Abend mit Geschichten, Liedern und Musikanten, Vorlesen in vielen Sprachen (polnisch, portugiesisch, spanisch), Veranstaltung „Alles lecker“ zum jungen Buch für die Stadt, Projekt „Bilder von Sülz“ sowie Autoren-Lesun - gen für Erwachsene in Zusammenarbeit mit dem Förderverein der Stadtteilbi- bliothek minibib im Wasserturm Spieletester, Lesung mit Isabella Archan. Die ehemalige minibib im Stadtgarten wird renoviert, umgestaltet und 2019 mit neuem Konzept in Chorweiler aufgestellt. Lesehund Cali: © Veronica Steinkampf Die Ausleihrenner 2018 Belletristik Juli Zeh: „Leere Herzen“ Sachbuch Ranga Yogeshwar: „Nächste Ausfahrt Zukunft“ Kinderbuch Jeff Kinney: „Und tschüss“ (Gregs Tagebuch 12) Hörbuch Ulrich Noethen liest Daniel Kehlmann: „Tyll“ Film „Der dunkle Turm“ Kinderfilm „Coco – lebendiger als das Leben“ Musik-CD „Gregory Porter: “Nat King Cole & me Veranstaltungen / Besucher 4.044 / 51.799 davon Führungen für Integrations - kurse: 97 mit 1364 Teilnehmenden Digitale Angebote E-Medien-Portal 15% der Mitglieder leihen auch digital Medien aus (480.216 Entleihungen 2018). Twitter 4500 Follower Facebook 5000 Follower E-Learning für Beruf und Freizeit: 1800 Kurse zu Fotografie, IT, Office, 3D u.v.a. und Rosetta Stone – auf intuitive Art eine von 30 Sprachen lernen. Pressreader 7000 aktuelle deutsche und internatio - nale Zeitungen und Magazine Mitarbeitende / Stellen 206 / 156 Auszubildende 12 Ehrenamtliche 166 Zahlen, Daten, Fakten Das Bibliothekssystem Zentralbibliothek mit Kinderbibliothek, Musikbibliothek, Makerspace, MINTspace, Heinrich-Böll-Archiv, Literatur-in-Köln-Archiv (LiK), Blindenhörbibliothek, Bibliothek Germania Judaica e.V. Stadtteilbibliotheken 11 Stadtteilbibliotheken (Wiedereröffnung Chorweiler nach längerer Sanierung bei laufendem Betrieb und kurzer Schließzeit am 11. Januar, Kalk nach umfassender Umgestaltung am 28. September). Bücherbus 19 Haltestellen minibibs Wasserturm in Kalk. Das Bücherbüdchen zieht um nach Chorweiler und eröffnet dort im Frühjahr mit neuem Konzept. Besucher 2,4 Millionen Beratungs- und Informati- onsgespräche: 496.800 Steigende Besucherzahlen, stabile Werte bei der Mediennutzung. Digitale Angebote und Programme erfreuen sich weiterhin steigender Beliebtheit. Veranstaltungs- und Workshopangebote rücken immer stärker in den Fokus. Digitale Angebote und Programme erfreuen sich steigender Beliebtheit. „Die Bibliothek in Köln-Kalk ist ein einzigartiges Beispiel für die Kraft menschlicher Geschichten und deren Gabe, alle Beteiligten zu beflügeln. Ein Dritter Ort an dem sich Menschen willkommen fühlen.” Aat Vos bei der Wiedereröffnung der Stadtteilbibliothek Kalk „MINT ist total wichtig für die Zukunft dieser Gesellschaft und wo sonst - außer mitten in einer Bibliothek - erfährt man, wie das Ganze funktioniert. Die Bibliothek ist, wenn man so will, genau das Zentrum, wo man sich aus - probieren kann, wo man lernen kann, wo es Workshops gibt, wo man zum Beispiel erfährt, wie 3D-Druck wirklich funktioniert. Das ist etwas, was uns alle angeht und Bibliotheken sind genau die Orte, die für uns alle zusammen diese Rolle spielen.“ Ranga Yogeshwar beim Kick-Off zum MINT-Festival © Marco Heyda © Herby Sachs (WDR)
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 0133/2019
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 16.01.2019
- Erstellt
- 11.01.2019 20:13