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0402/2025

Szenebericht Filmkultur

Mitteilung Ausschuss 05.03.2025

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Nächste Beratung: Ausschuss Kunst und Kultur, Sitzung am 25.03.2025, TOP 2.1

Anlage 1 - Szenebericht Filmkultur

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Anlage 1 - Szenebericht Filmkultur

7953 Zeichen

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Szenebericht der Filmkulturszene  vertreten durch Christina Essenberger und Marion Kranen  KINOaktiv e.V., E-Mail: kinoaktiv@filmszene.koeln Vorstand: Dominik Bühler, Christina Essenberger, Marion Kranen Februar 2025    Der KINOaktiv e.V. vertritt zur Zeit 20 Gruppen, Projekte und Vereine, die Filmfestivals, kuratierte Filmreihen, Workshops, Symposien und Filmvermittlung für Kinder, Jugendliche und Erwachsene anbieten und Filmvermittler*innen ausbilden und damit, gemeinsam mit weiteren freien Initiativen für die Filmkultur in Köln stehen.  Dank der Förderung von Interessenvertretungen durch die Stadt Köln übernimmt KINOaktiv seit 2016 die Kommunikation aller filmkulturellen Veranstaltungen in Köln über die Website Filmszene.koeln  mit einem Veranstaltungskalender, aktuellen Programmhinweisen, Filmkritiken, kulturpolitischen Informationen sowie Präsenz in sozialen Medien.      Die freie filmkulturelle Szene in Köln, das sind – ohne Anspruch auf Vollständigkeit:  Afrika Filmfestival Köln // AG DOK West / Allerweltskino // Blonde Cobra – Festival für queeres und experimentelles Kino // Cinemania // Cinepänz – Junges Filmfestival Köln // Dokfenster für Schulen // DOKOMOTIVE Plattform // dfi – Dokumentarfilminitiative // Edimotion – Festival für Filmschnitt und Montagekunst // Filmbüro NW // Filmclub 813 // Filmhaus Köln mit Kino und Filmbildungsangeboten // Filmgeschichten im Filmforum NRW // Filmreihe Köln // filmsociety im Kunstsalon // Französische Filmtage Köln // Guerilla Kino // Internationales Frauen Film Fest Dortmund+Köln // jfc Medienzentrum // Kino Latino // Kinogesellschaft Köln // Köln im Film für Kölner Film- und Kinogeschichte // Kölner Kino Nächte // KFFK – Kurzfilmfestival Köln // Kurdisches Filmfestival Köln // LaDOC Filmnetzwerk // LETsDOK Dokumentarfilmtage // Medienkunstvermittlung der SK Stiftung Kultur // Mimosa // Mobile Urban Cinema // Moovy Tanzfilmfestival // Netzwerk Filmkultur NRW // See The Sound – Filmfestival // Short Monday // Something Weird Cinema // Soundtrack Cologne – Kongress für Musik und Ton im Film // Stranger Than Fiction – Dokumentarfilmfest // Tüpisch Türkisch // Verein zur Förderung der Dokumentarfilmkultur // VIDEONALE.Scope – Experimentalfilm- und Videokunstreihe // Visions of Iran – Iranisches Filmfestival Köln // …   Keine*r dieser Vereine, Gruppen, Projekte, Einrichtungen ist städtisch. In Köln existiert für die Filmkultur keine kommunale Institution, kein Kommunales Kino oder Filmmuseum.  Die freie Szene sichert die kulturelle Grundversorgung für Filmgeschichte, aktuelle Filmkultur und Filmbildung in Köln.

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Das Angebot der freien Kölner Filmkultur umfasste im Jahr 2024  - ca. 960 Veranstaltungen  - mit rund 53.500 Besucher*innen - mit ca. 420 Gästen aus aller Welt und  - 200 Kooperationen.  Von der Stadt Köln (Kulturamt) wurde die freie Filmkultur 2024 mit 837.316 € gefördert.  Dazu wurden von den Akteur*innen weitere Fördermittel in Höhe von ca. 1.778.300,00 € akquiriert.  Für jeden Euro den wir an Förderung der Stadt Köln bekommen, holen wir also mehr als zweimal so viel an Drittmitteln herein.  Das filmkulturelle Angebot wurde 2024 in großer Unsicherheit angesichts angekündigter Kürzungen realisiert. Wir haben gemeinsam mit den anderen Sparten der freien Szene mit viel Engagement, Zeit und Ressourcen für die Fortbestand dieses Angebots und der Vielfalt der Kultur gekämpft. Dank vereinter Kräfte der gesamten freien Szene, der Politik und engagierter Mitglieder des Kulturausschusses, dank zahlreicher Gespräche und öffentlicher Kundgebungen, Demonstrationen, offener Briefe und Stellungnahmen konnte ein Teil der Kürzungen bei den sog. freiwilligen Leistungen im Haushalt 2025/26 abgewendet werden. Auch bei der Filmkultur.  Die Verunsicherung ist jedoch nicht weniger geworden. Im Gegenteil – schon stehen absehbare weitere Einschnitte ab 2027 im Raum. Zudem bedeuten Kostensteigerungen der letzten Jahre indirekt bereits eine weitere Kürzung, die nur durch Einsparungen im Programm und bei personellen Ressourcen aufgefangen werden können, und einige Projekte in ihrer Existenz bedrohen. Dabei ist zu beachten, dass die Filmkultur schon jetzt mit wenig Personal und niedrigen Honoraren arbeiten muss. Neue Projekte, einmalige Programme, Erweiterung von Kooperationen usw. sind in dem eng begrenzten Rahmen schwer oder nur auf Kosten anderer Filmprogramme durchführbar. Das hemmt innovative Angebote und neue Ideen.  Die Filmsparte erhält nur 6-7 % des Förderetats des Kulturamtes für die freie Szene.  Im gesamten städtischen Kulturhaushalt entfallen rund 0,3 % auf die Filmkultur.  Und das in einer Stadt, die sich gerne als Film- und Medienstadt bezeichnet.  Um nur die Kostensteigerungen der letzten Jahre aufzufangen, benötigt die Filmkultur insgesamt einen Zuwachs von 39 %.  Städtische Förderung ist notwendig, um weitere Landesmittel und andere Förderungen einzuwerben.   Anfang Dezember 2024 haben wir Ihnen unsere Stellungnahme zum Haushaltsentwurf geschickt.  Sie gilt (mit Ausnahme der zurückgenommenen Kürzungen) in allen Punkten weiterhin.  Hier noch einmal in aller Kürze:  Kürzungen im Jahr 2024 von Seiten der Film- und Medienstiftung sowie anderer Förderstellen (z.B. Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW) hatten u.a. folgende Auswirkungen: • Afrika Filmfestival: Weniger Einzelprogramme außerhalb des Festivalzeitraums, Personal konnte teilweise nur noch mit Monatsverträgen bezahlt werden.  • Soundtrack Cologne: Weniger Programm, weniger internationale Gäste, eine Personalstelle wurde gestrichen. • Kurzfilmfestival Köln: Keine Animationsworkshops für Kinder, kein Porträtprogramm zu einer Regisseurin/einem Regisseur.

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Es passt nicht zusammen, dass die Stadt Köln ab 2025 die Miete für die Film- und Medienstiftung NRW (Jahresbudget derzeit rund 25 Mio. €) mit rund 80.000 € bezuschusst, während sie gleichzeitig filmkulturelle Projekte, die auch direkt die Film- und Fernsehbranche ansprechen, kürzt.   Perspektiven für 2025 und 2026 mit dem derzeit schmalen Budget (einige Beispiele): • Beim Internationalen Frauen Film Fest werden sechs Veranstaltungen in Köln nicht stattfinden und es wird beim Personal gekürzt. • Das Afrika Filmfestival kürzt das Programm und die Honorarverträge.  • Soundtrack Cologne wird weniger Programm anbieten und weniger internationale Gäste einladen. • Köln im Film kann das geplante Programm zum 130. Geburtstag des Films nicht durchführen. • Das Kurzfilmfestival muss die gestrichene Förderung der Film- und Medienstiftung auffangen und beim Programm, Gästen und Personal sparen.  • Jede Kürzung in der freien Kulturszene in Köln trifft alle Sparten – auch die Filmkultur.  Die Akademie der Künste der Welt ist beispielsweise eine wichtige Kooperationspartnerin und Impulsgeberin über viele Sparten hinweg, für die kulturelle Vielfalt und Öffnung der Stadt nach außen in die Welt wie nach innen in die Sozialräume.   Unsere Programme greifen aktuelle gesellschaftspolitische Themen auf, mischen sich engagiert als Akteure ein und beziehen Stellung. Sie integrieren unterschiedliche Zuschauerkreise und Kooperationspartner. So wirken wir integrativ, interkulturell und partizipativ.  Damit ist Filmkultur immer auch Filmvermittlung und kulturelle Bildung, durch Workshopangebote, Diskussionen, historische Einordnungen.   Die Veranstaltungen finden nicht nur in Kinos statt, sondern in Bürgerzentren und Jugendclubs, in Museen oder „kinofernen“ Räumen in den Stadtteilen, an sog. Dritten Orten. Sie schaffen Orte der Begegnung, des Erlebens, der kulturellen Teilhabe und des Gesprächs miteinander.  Gerade in gesellschaftlich und politisch schwierigen Zeiten hat Kultur immer bewiesen, dass sie wegweisend sein kann, dass sie den Kopf öffnen kann für neue Gedanken und Lösungen, für ein demokratisches Miteinander.    Was jetzt und in den nächsten Jahren gekürzt und runtergefahren wird, das wird danach auf lange Sicht nicht wieder aufgebaut werden können.

Mitteilung Ausschuss

1314 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
VII/41/41/24 
 
Vorlagen-Nummer 05.03.2025 
 0402/2025 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Ausschuss Kunst und Kultur 25.03.2025 
 
Szenebericht Filmkultur 
In seiner Sitzung am 07.09.2010 hat der Ausschuss Kunst und Kultur die Verwaltung beauf-
tragt, den Sparten Musik, Darstellende Kunst (Theater und Tanz), Bildende Kunst (mit Foto-
grafie), Medien (Film, Literatur) und Kulturelle Teilhabe (Diversität und Interkultur) die Möglich-
keit zu geben, „regelmäßig über das Geschehen, die aktuelle Situation und die Perspektiven 
ihrer Arbeit schriftlich zu berichten“. Dabei sollen die Spartenvertretungen in ihren jeweiligen 
Berichten auch die interkulturellen Aktivitäten und Entwicklungen berücksichtigen.  
 
Die Berichte sollen in Form eines schriftlichen Berichts (maximal drei Seiten) und einer Erläu-
terung in der Sitzung sowie gegebenenfalls ergänzt durch eine circa 5-minütige PowerPoint-
Präsentation oder Videobotschaft dem Ausschuss Kunst und Kultur vorgestellt werden. 
 
Für die Sparte Filmkultur werden Christina Essenberger (Internationales Frauen Film Fest 
Dortmund + Köln) und Marion Kranen (Köln im Film e.V.) aus dem Vorstand der Interessen-
vertretung KINOAktiv e.V. berichten und Fragen beantworten. 
 
 
Gez. Charles 
 
Anlage: Szenebericht Filmkultur

Beratungsverlauf (1)

25.03.2025 Ausschuss Kunst und Kultur
TOP 2.1 Kenntnisnahme (Mitteilung)
Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
0402/2025
Typ
Mitteilung Ausschuss
Datum
05.03.2025
Erstellt
04.02.2025 12:53