AN/1556/2021
Zukunft der Kinderkrankenpflege
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Gem. Anfrage nach § 4 (Grüne)
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Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Kölner Rat CDU-Fraktion im Rat der Stadt Köln Volt-Fraktion im Rat der Stadt Köln An den Vorsitzenden des Gesundheitsausschusses Herrn Dr. Ralf Unna Frau Oberbürgermeisterin Henriette Reker Historisches Rathaus 50667 Köln Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: 30.07.2021 AN/1556/2021 Anfrage gem. § 4 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Gesundheitsausschuss 31.08.2021 Zukunft der Kinderkrankenpflege Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, sehr geehrter Herr Dr.Unna, die Neuordnung der Pflegeausbildung beinhaltet u.a. seit dem Jahr 2020 die gemeinsame Ausbildung von Altenpflege und Krankenpflege in einer zweijährigen generalistischen Grundausbildung und anschließender Entscheidung entweder für a) ein fachspezifisches Vertiefungsjahr in der Alten- oder in der Kinderkrankenpflege (= „Besonderer Abschluss“) , oder b) eine Fortsetzung der generalistischen Ausbildung mit dem Abschluss Pflegefachfrau bzw. Pflegefachmann. Eine eigenständige Ausbildung „Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin bzw. –pfleger“ gibt es nicht mehr. In der EU wird nur die generalistische Ausbildung als Pflegefachfrau oder Pflegefachmann anerkannt, es gibt Bundesländer, die deswegen vom o.g. „Besonderen Abschluss“ abraten. Diese Neuordnung der Ausbildung trifft auf die zunehmenden Strukturanforderungen zur speziellen Diagnostik, Therapie und Pflege in pädiatrischen Abteilungen von Krankenhäu- sern wie Perinatalzentrum, Kinderherzchirurgie, Kinderonkologie oder Kinder- und Jugend- psychiatrie. In diesen Bereichen ist der Einsatz von Pflegekräften entweder mit dem Beson- deren Abschluss Gesundheits- und Kinderkrankenpflege oder pädiatrisch weitergebildeten Pflegefachkräften vorgeschrieben; eine Pflegefachfrau bzw. ein Pflegefachmann benötigt dazu eine zweijährige Weiterbildung. - 2 - Die Neuordnung der Pflegeausbildung, so lautet die Sorge, verursache absehbar eine Knappheit an zugelassenen Fachkräften und belastet damit die Zukunft und Qualität von pädiatrischen Krankenhausabteilungen. Daneben werden Auswirkungen in der ambulanten pädiatrischen Versorgung befürchtet. Vor diesem Hintergrund bitten wir Sie, folgende Fragen zu beantworten bzw. auf ihre Beant- wortung seitens zuständiger Stellen hinzuwirken: 1. Wie beurteilt die Stadt Köln die dargelegten Sachverhalte? 2. Wie stellt sich die Situation der Pflege in pädiatrischen Abteilungen bzw. Kranken- häusern in Köln aktuell dar? Gehen Sie dabei bitte auf die aktuelle Stellenbesetzung ein und skizzieren Sie wie viele Fremdkräfte von Dienstleistern benötigt werden, um den Betrieb aufrechtzuerhalten. Gibt es Hinweise, dass Gesundheits- und Kinder- krankenpflegekräfte den Beruf überdurchschnittlich verlassen? 3. Wie entwickelte sich das Angebot und die Besetzung von Ausbildungsplätzen zur Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger*in in Köln von 2010 bis 2019 und wie viele Absolvent*innen gab es in dieser Zeit tatsächlich? Gibt es Informationen oder Ein- schätzungen zum Verbleib dieser Fachkräfte im erlernten Beruf? 4. Wie viele Ausbildungsplätze zum/zur Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger*in nach neuem Recht (seit 2020) gibt es in Köln? 5. Wie ist in Köln die Weiterbildung generalistisch ausgebildeter Pflegefachkräfte in der pädiatrischen Pflege organisiert? Mit freundlichen Grüßen gez. Lino Hammer gez. Niklas Kienitz GRÜNE-Fraktionsgeschäftsführer CDU-Fraktionsgeschäftsführer Gez. Lucas Sickmöller Volt-Fraktionsvorsitzender
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Sache ist erledigt
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- AN/1556/2021
- Typ
- Gem. Anfrage nach § 4 (Grüne)
- Datum
- 30.07.2021
- Erstellt
- 30.07.2021 12:52