0232/2021
Bericht über die Sanierung der Bühnen am Offenbachplatz - Stand: 31.12.2020, neue Kosten- und Terminprognose
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Monatsbericht SBK_Dezember 2020
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Monatsbericht Sanierung Bühnen Köln Dezember 2020 (Stand 31.12.2020) Dezember 2020 www.zarinfar.de 1 Monatsbericht Sanierung Bühnen Köln Dezember 2020 (Stand 31.12.2020) . . 2. ProjektBESCHREIBUNG Der geplante Eröffnungstermin des gesamten Ensembles am Offenbachplatz war für den 07. November 2015 geplant und wurde im Juli 2015 aufgrund gravierender Probleme bei den technischen Anlagen und dem Brandschutz abgesagt. Im Zuge der anschließenden Neustrukturierung des Projektes durch die Einbindung neuer Projektbeteiligter und die Aufarbeitung des gestörten Bauablaufes erhöhte der Rat der Stadt Köln das Budget im November 2016 auf 404 Mio. € brutto, um die Handlungsfähigkeit des Bauherrn aufrecht zu erhalten. Nach der Einarbeitung und Grundlagenermittlung des neuen Planungsbüros für die technischen Anlagen, erfolgte im Juni 2017 eine erste Prognose zur Weiterentwicklung der Bühnen- sanierung. Die erweiterte Entwurfsplanung zur Heilung der Haustechnikplanung wurde am 31.05.2019 vorgelegt. Auf dieser Basis wurde im Juni 2019 eine zweite Termin- und Kosten- prognose erstellt. Der Rat der Stadt Köln hat in der Sitzung vom 26.09.2019 das Projektbudget auf 554,1 Mio. € brutto erhöht. Der Stand der Prüfung der Ausführungsplanung (LPH 5H) und die Vergabe der Schlüsselgewerke der Haustechnik erfordern eine dritte Termin- und Kostenprognose mit Stand Dezem- ber 2020. Im Ergebnis ergibt sich eine Schlüsselübergabe im ersten Quartal 2024 und Projektkosten in Höhe von 617,6 Mio. € bis zu 643,9 Mio. € brutto. 1. ProjektKENNDATEN Offenbachplatz Sanierung Opernhaus Sanierung Schauspielhaus Kinder- oper Kleines Haus2 1 Standort: Offenbachplatz in Köln Bauherr: Bühnen der Stadt Köln Legende: NGF= Netto-Geschossfläche BGF= Brutto-Geschossfläche BRI= Brutto-Rauminhalt BEREICH 1 Opernhaus NGF: 35.960 m² BGF: 46.429 m² BRI: 160.258 m³ BEREICH 2 Schauspielhaus/ Kinderoper/ Kleines Haus NGF: 15.151 m² BGF: 19.719 m² BRI: 72.547 m³ SUMMEN NGF: 51.111 m² BGF: 66.148 m² BRI: 232.805 m³ Hinweis zum Risikomanagement: Aufgrund der Projektkomplexität und der damit verbundenen zeitintensiven Planungs- und Abstimmungsprozesse, ist die periodische Bewertung der Projektrisiken in Quartalen ange- messen. Über Änderungen in den Projektrisiken wird jeweils zum Ende des Quartals in den Monatsberichten März, Juni, September und Dezember berichtet. Monatsbericht Sanierung Bühnen Köln Dezember 2020 (Stand 31.12.2020) Dezember 2020 www.zarinfar.de 2 Monatsbericht Sanierung Bühnen Köln Dezember 2020 (Stand 31.12.2020) 2. ProjektTERMINE Legende: Erläuterung zum Sachstand Termine: Nach weitgehender Prüfung der Ausführungsplanung und dem Abschluss der Vergabeverfahren der Schlüsselgewerke der Haustechnik wurde die Terminplanung des Gesamtprojektes überarbeitet. Dieser überarbeitete Rahmenterminplan bildet das Projekt bis zur Schlüsselübergabe ab und ist die terminliche Basis für die Organisation des Bauablaufes. Die Verschiebung der Schlüsselübergabe in das 1. Quartal 2024 begründet sich durch die verlängerten Dauern der Ausführungsplanung, Vergabeverfahren und Bauausführung (LPH 8H). Die Prüfung und Nachbearbeitung der Ausführungsplanung (Finalisierung) erfolgt in einem geordneten Verfahren nach dem Bedarf der Bauausführung gebäude- und bereichsweise und wird sich bis in das 2. Quartal 2021 hineinziehen. Zu Beginn des Jahres 2021 steht zunächst die Erstellung der Werk- und Montageplanung durch die ausführenden Firmen im Fokus, bevor dann im 2. Quartal 2021 die Bauausführung der Hauptgewerke beginnt. Bei der Ausführung der vorgezogenen Maßnahmen kommt es durch die Insolvenz des Rohbauers zu Verzögerungen. Noch ist nicht abzusehen, ob sich dies auf die Bauausführung der Hauptgewerke auswirken wird. Monatsbericht Sanierung Bühnen Köln Dezember 2020 (Stand 31.12.2020) Dezember 2020 www.zarinfar.de 3 Monatsbericht Sanierung Bühnen Köln Dezember 2020 (Stand 31.12.2020) Kostenprognose 617,60 Mio. € (579,32 Mio. €) Auszahlungsstand 388,95 Mio. € (386,19 Mio. €) Verpflichtungen 491,97 Mio. € (481,45 Mio. €) 388,95 Mio € 362,09 Mio € 105,51 Mio € 24,37 Mio € 491,97 Mio € 125,63 Mio € 617,60 Mio € 26,33 Mio € Mio. € 100 Mio. € 200 Mio. € 300 Mio. € 400 Mio. € 500 Mio. € 600 Mio. € 700 Mio. € Kostenrisiken Kostenprognose Kostenentwicklung Summe Verpflichtungen Sonstige Verpflichtungen Nachträge Grundaufträge Auszahlungsstand ( ) Zahlen des Vormonats 554,1 Mio. € (durch Ratsbeschluss vom 26.09.2019 genehmigtes Budget) 571 Mio. € (Projektkosten inkl. Risikokosten per Prognose vom 25.06.2019) Kostenprognose inkl. Risikokosten 643,92 Mio. € (612,01 Mio. €) Erläuterung zum Sachstand Kosten (alle Angaben in brutto): Die Projektkosten wurden auf Grundlage der aktuellen Terminplanung und den aktuellen Erkennt- nissen aus der Ausführungsplanung erstellt und sind eine Fortschreibung der Kostenprognose vom 25.06.2019. Die vorliegenden Zahlen basieren auf den von der Projektsteuerung überprüften Anga- ben der Objektüberwachungen mit Stand 16.12.2020. Gegenüber dem letzten Monatsbericht aus November 2020 ergeben sich Änderungen im Auszah- lungsstand (+ 2,76 Mio. €) sowie wesentlich in den Verpflichtungen (+ 10,52 Mio. €) und der Kosten- prognose (+ 38,27 Mio. €). Die Kostensteigerung im Vergleich zum Vormonat ist vor allem auf die aktualisierte Terminplanung zurückzuführen. Durch den Abschluss der Vergaben der Schlüssel- gewerke der Haustechnik und den Fortschritt der Ausführungsplanung haben sich die Risikokosten reduziert (- 6,36 Mio. €). Es ergibt sich somit eine Gesamt-Kostenprognose inklusive Risikokosten von 643,92 Mio. € (+ 31,91 Mio. €). Mit der Budgeterhöhung vom 26.09.2019 auf 554,1 Mio. € wurde die Handlungsfähigkeit des Bau- herrn zur Fortführung des Bauvorhabens aufrechterhalten. Somit sind die ermittelten Verpflichtungen durch das zur Verfügung stehende Budget gedeckt. Die prognostizierten Kosten in Höhe von 617,60 Mio. € (Summe der Verpflichtungen + erwartete Kostenentwicklung) übersteigen allerdings das derzeitige Budget von 554,1 Mio. € um 63,5 Mio. €. Wir empfehlen eine zeitnahe Anpassung des Budgets. (386,19 Mio €) (359,28 Mio €) (103,30 Mio €) (18,87 Mio €) (481,45 Mio €) (97,88 Mio €) (579,32 Mio €) 3. ProjektKOSTEN KostenVERLAUF der letzten 6 Monate 374 Mio. € 377 Mio. € 379 Mio. € 384 Mio. € 386 Mio. € 389 Mio. € 458 Mio. € 460 Mio. € 462 Mio. € 463 Mio. € 481 Mio. € 492 Mio. € 564 Mio. € 563 Mio. € 563 Mio. € 563 Mio. € 579 Mio. € 618 Mio. € 554 Mio. € 250 Mio. € 300 Mio. € 350 Mio. € 400 Mio. € 450 Mio. € 500 Mio. € 550 Mio. € 600 Mio. € 650 Mio. € 07.2020 08.2020 09.2020 10.2020 11.2020 12.2020 Auszahlungsstand Verpflichtungen Prognose Budget (32,69 Mio €) Monatsbericht Sanierung Bühnen Köln Dezember 2020 (Stand 31.12.2020) Dezember 2020 www.zarinfar.de 4 Monatsbericht Sanierung Bühnen Köln Dezember 2020 (Stand 31.12.2020) Planung Überblick zum Stand der Bearbeitung der Planungen LPH 5H der verschiedenen Kostengruppen (KG 300 Hochbau, KG 400 Haustechnik, KG 479 Theatertechnik) aufgegliedert nach den Bauteilen Kinderoper (KO), kleine Haus (OT), Schauspielhaus (SH) und Opernhaus (OH). Zur Vorbereitung der Werk- und Montageplanung wurden die Bauteile in 8 Teilbereiche (Teilbereich 1-8) untergliedert. Für die Kinderoper (KO) liegt für KG 300 und KG 400 die geprüfte und überarbeitete Planung vor. Die Planung der KG 479 wurde zur Prüfung übergeben. Für das kleine Haus (OT) liegt für KG 300 und KG 400 die geprüfte und überarbeitete Planung vor. Für das Schauspielhaus (SH) liegt für KG 300 und KG 400 die geprüfte und überarbeitete Planung vor. Die Planung der KG 479 wurde teilweise zur Prüfung übergeben. Für das Opernhaus (OH) liegen die Planungen für die KG 300 vor und befinden sich weiterhin in der Prüfung. Die Planung der KG 400 liegt ebenfalls vor und befindet sich in den unterschiedlichen Bearbeitungsstatus der Prüfung und der Überarbeitung der geprüften Planunterlagen. Für die Teilbereiche 1 und 2 liegen die überarbeiteten Pläne vor. Ausschreibung und Vergabe KG 300 Bauwerk - Baukonstruktionen: Die Submissionen für die Estricharbeiten OH/SH und KO/OT sowie für die Fliesenarbeiten haben stattgefunden. Derzeit erfolgt die Prüfung der Angebote und die Auftragsvergabe wird vorbereitet. Die Zusammenstellung der Ausschreibungsunterlagen für Raumgerüstarbeiten sind erfolgt und werden im Januar 2021 veröffentlicht. Weitere Ausschreibungsunterlagen für Bodenbelags- und Verglasungsarbeiten sind in Bearbeitung. Auf Grund einer Insolvenz steht die Rohbaufirma nicht mehr zur Ausführung zur Verfügung und die Rohbauarbeiten müssen im Januar 2021 neu ausgeschrieben werden. KG 400 Bauwerk - Technische Anlagen: Die Beauftragungen der Schlüsselgewerke Wärmeversorgungsanlagen, Feuerlöschanlagen, Kälteanlagen, raumlufttechnische Anlagen sowie elektrische Anlagen sind erfolgt. Die Sub- mission für das Gewerk Rauchdruckanlagen ist erfolgt und mit der Prüfung der eingereichten Unterlagen wurde begonnen. Für die übrigen Gewerke wurden im Rahmen der Firmengespräche die bestehenden Vertragsverhältnisse durch Zusatzvereinbarungen ergänzt, so dass keine gesonderten Vergabeverfahren erforderlich sind. Die Heilung der Planung erforderte Leistungsanpassungen zusätzlich zu den Zusatzvereinbarungen. Die darauf basierenden Angebote der Firmen liegen überwiegend vor und befinden sich derzeit in der Prü- fung und Beauftragung. Werk- und Montageplanung Der Start der Werk- und Montageplanung (LPH 8H) im Januar 2021 erfolgt bereichs- bzw. bauteilweise. Es ist vorgesehen im Januar mit den Teilbereichen 1 und 2 zu beginnen. Die Vorbereitung zum Start der Werk- und Montageplanung und die Zusammenstellung der Planunterlagen für den Teilbereich 1 sind erfolgt. Der Kick-Off Termin zur Werk- und Montage- planung mit den ausführenden Firmen der Haustechnik hat im Dezember 2020 stattgefunden. Ausführung Die Arbeiten zur Mängelbeseitigung der bereits abgenommenen Gewerke wie Rohbau, Dachabdichtungen, Metallfassaden, Estricharbeiten etc. sind kontinuierlich in der Abstimmung und Ausführung. Hierzu finden derzeit diverse Vor-Ort-Termine mit Besprechungen zur Umsetzung mit den Projektbeteiligten statt. In Teilbereichen befindet sich die Mängelbeseitigung kurz vor Abschluss. Die Durchführung der vorgezogenen Maßnahmen Dachabdichtung, Wärmedämmverbundsystem und Estricharbeiten im Hochbau stehen weiterhin im Fokus der derzeitigen Aus- führung. Die Rohbauarbeiten mussten auf Grund der Insolvenz der Rohbaufirma unterbrochen werden. Ergänzende Demontagearbeiten in der Haustechnik durch den ‚TGA-Allrounder‘ als Vorbereitung der Hauptmaßnahmen schreiten sukzessive in der Ausführung voran. Die theatertechnischen Gewerke KG 479 befinden sich derzeit in einer stellenweisen Optimie- rung von verbauten Elementen und in Abnahmen der fertiggestellten Teilleistungen. Weiterhin werden derzeit Inbetriebnahmen und Schulungen der Bühnenmitarbeiter an bühnen- technischen Anlagen durchgeführt. 4. ProjektSCHWERPUNKTE Monatsbericht Sanierung Bühnen Köln Dezember 2020 (Stand 31.12.2020) Dezember 2020 www.zarinfar.de 5 Monatsbericht Sanierung Bühnen Köln Dezember 2020 (Stand 31.12.2020) Erläuterung zum Sachstand Risikomanagement: Die Liste ist ein Ausschnitt aller im Projekt betrachteten Risiken und zeigt die aktuell fünf größten Risiken mit möglichen wesentlichen Auswirkungen auf die Projektkosten. Gegenüber der letzten Risikobewertung aus dem Monatsbericht September 2020 zeigt sich eine Verringerung der Risikokosten auf 26,33 Mio. € brutto. Der Grund für die Verringerung liegt im Abschluss der Vergaben der Schlüsselgewerke der Haustechnik und dem Fortschritt der Ausführungsplanung. Der Fortschritt der Ausführungsplanung wurde durch eine Reduzierung der Eintrittswahrscheinlichkeit berücksichtigt. In Abstimmung mit dem Bauherrn werden mögliche terminliche Auswirkungen der betrachteten Risiken nicht in der Terminplanung dargestellt. Die Betrachtung und Bewertung der Risiken erfolgt quartalsweise. Die nächste Betrachtung erfolgt zum Ende des 1. Quartals 2021. Risikobeschreibung EW * Mögliche Folgen des Risikos Maßnahmen Insolvenzrisiko bei einem Unternehmen (Schlüsselgewerk) während der Bauausführung 30 % Bauunterbrechung, gestörter Bauablauf, Firmengespräche und Verschieben des Endtermins Erfahrungen aus den bisherigen Firmengesprächen in die Neuverträge übernehmen und Bankauskunft anfordern bei Ausschreibung. Qualität der TA-Planung: - nicht bekannte und bearbeitete Kollisionen, - fehlende Koordination zwischen den Planungsteams der TA, - nicht abgeschlossene Abstimmungen mit SV - unvollständiger Abgleich der Planung mit baulichen Gegebenheiten - mangelhafte Qualität und Vollständigkeit des 3D- Modells 30 % Verschiebung des Endtermines durch Nacharbeiten der Planung Integration der Qualitätssicherung und Erkenntnisse der Objektüberwachungen in die Planerstellung. Verzögerungen im Projekt aufgrund der Corona- Pandemie 30 % Terminverzug durch Verschiebung/Absage von Besprechungen und Ausfall von Projektbeteiligten - technische Maßnahmen zur Durchführung von Besprechungen - Schaffen von neuen Infrastrukturen Zu geringe Kapazitäten bei den Projektbeteiligten (KG 700) 30% Verspätete Schlüsselübergabe Termincontrolling Monitoren der zugesagten Kapazitäten Zu geringe Kapazitäten bei den Sachverständigen 30% Verspätete Schlüsselübergabe Enge Einbindung der Sachverständigen in den Bauablauf / Abnahmen; Vertreterregelungen mit Sachverständigen 5. ProjektRISIKEN * EW = Eintrittswahrscheinlichkeit in %
SBK Bericht Termin- und Kostenprognose_Dezember 2020
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Projekt: Sanierung Bühnen Köln Auftraggeber: Bühnen Köln Offenbachplatz 50667 Köln Bericht zur Termin- und Kostenprognose Dezember 2020 Ort, Datum: Köln, den 31.12.2020 Verfasser: Dipl.-Ing. Turadj Zarinfar B.Sc.. Shahryar Ahmadi Dipl.-Ing. Architekt Wolf Bartuszat Dipl.-Ing. Architekt Dominik Haller M.Eng. Tammo Freudenberg Bericht zur Termin- und Kostenprognose Dezember 2020 2/16 INHALTSVERZEICHNIS 1 Projektbeschreibung und -situation ................................ ................................ .......... 3 2 Anlass des Berichts und Beschreibung der Vorgehensweise ................................ 5 3 Terminprognose ................................ ................................ ................................ ......... 6 3.1 Grundlagen der Terminprognose ................................ ................................ .................. 6 3.2 Herangehensweise zur Aufstellung des Rahmenterminplanes mit Stand Dezember 2020 ................................ ................................ ................................ ............................. 6 3.3 Finalisierungsterminplan (FIN-TP) ................................ ................................ ................ 6 3.4 Werk- und Montageterminplan (W+M-TP)................................ ................................ ..... 7 3.5 Ausführungsterminplan (ATP) ................................ ................................ ....................... 8 3.6 Abgleich Terminprognose Juni 2019 zu Dezember 2020 ................................ .............. 8 4 Risikomanagement ................................ ................................ ................................ ..... 9 4.1 Grundlagen des Risikomanagements ................................ ................................ ........... 9 4.2 Herangehensweise zur Risikoermittlung mit Stand Dezember 2020 ............................. 9 4.3 Gesamtrisikoliste auf Basis der Ausführungsplanung ................................ .................... 9 4.4 Risikoabgleich Juni 2019 zu Dezember 2020................................ .............................. 10 5 Kostenprognose ................................ ................................ ................................ ....... 10 5.1 Letzter Kostenstandbericht vom 31.12.2020 ................................ ............................... 10 5.2 Herangehensweise zur Ermittlung der Kostenprognose mit Stand Dezember 2020 .... 11 5.2.1 Kostenermittlung für die KG 200 - 500 ................................ ................................ ........ 11 5.2.2 Kostenermittlung für die KG 600 ................................ ................................ ................. 12 5.2.3 Kostenermittlung für die KG 700 ................................ ................................ ................. 13 5.2.4 Risikokosten ................................ ................................ ................................ ............... 14 5.3 Abgleich Kostenprognose Juni 2019 zu Dezember 2020 ................................ ............ 14 6 Fazit und Empfehlung ................................ ................................ .............................. 15 Anlagenverzeichnis ................................ ................................ ................................ .............. 16 Bericht zur Termin- und Kostenprognose Dezember 2020 3/16 1 Projektbeschreibung und -situation Das Kölner Opernquartier am Offenbachplatz wurde vom Kölner Architekten Wilhelm Riphahn entworfen. Nach über 50 Jahren erfolgreicher Spielzeit waren das Opernhaus und das Schau- spielhaus sowie die Opernterrassen baulich und funktional in die Jahre gekommen und sollten nach umfangreichen Voruntersuchungen auf der Basis des Ratsbeschlus ses der Stadt Köln vom 07.10.2010 durch die Bühnen Köln als Bauherr saniert und mit u.a. der Kinderoper baulich ergänzt werden. Das zur Verfügung gestellte Budget betrug 253 Mio. € brutto. Die Grundstein- legung erfolgte am 28.10.2013. Der Wiedereröffnungs- bzw. Premieren termin der städtischen Bühnen Köln war für den 07.11.2015 geplant. Am 23.07.2015 wurden die Projektbeteiligten und die Öffentlichkeit durch den Bauherrn über die notwendige Premierenabsage informiert. Wesentliche Ursachen hierfür waren die unvollständige und nicht koordinierte Planung der technischen Anlagen, eine unko- ordinierte und mangelhafte Objektüberwachung sowie mangelnde Kapazitäten der Planer und Objektüberwachungen, welche im Ergebnis zu schwerwiegenden Bauablaufstörungen im Pro- jekt geführt haben. Als Folge des gestörten Bauablaufes wurde schließlich am 10.11.2015 von den Bühnen Köln gegenüber dem damaligen Planungs- und Objektüberwachungsbüro für die technischen Anlagen die Kündigung ausgesprochen. Am 15. März 2016 hat der Rat der Stadt Köln beschlossen, die bisherige Betriebs leitung der Bühnen Köln um einen technischen Betriebsleiter zu erweitern. Hierzu wurde am 01.05.2016 Herr Bernd Streitberger ernannt, der seitdem als Bauherrenvertreter und Projektleiter die Sa- nierungsmaßnahme am Offenbachplatz leitet. Im Zuge der anschließenden Neustrukturierung des Projektes wurden mit verschiedenen In- genieurbüros, u.a. für die Planung der technischen Anlagen, für die Objektüberwachung der technischen Anlagen sowie für die Objektüberwachung Gebäude, wesentliche neue Projekt- beteiligte gewonnen. Der Rat der Stadt Köln erhöhte im November 2016 das Pro jektbudget auf 404 Mio. € brutto, um die Handlungsfähigkeit des Bauherrn aufrecht zu erhalten. Die Restrukturierung des Projektes kann als gelungen bewertet werden. Nach einer angemes- senen Einarbeitungsphase der neu hinzugekommenen Ingenieurbüros wurden alle erforderli- chen Aufgaben und Verantwortlichkeiten neu zugeordnet und verteilt. Bauherr, Projektsteue- rung, Architekten, Fachplaner und Sachverständige arbeiten vertrauensvoll und mittlerweile routiniert zusammen. Auch wenn die Zusammenarbeit durch die Projektanfor derungen teil- weise herausfordernd und kontrovers ist, so bleibt diese doch zielführend und kooperativ. Bericht zur Termin- und Kostenprognose Dezember 2020 4/16 Aufgrund des gestörten Bauablaufes wurde es notwendig, mit den am Bau beteiligten ausfüh- renden Unternehmen Gespräche über Vertragsanpassungen zu führen. Unter Führung des Bauherrn und Mitwirkung der Projektsteuerung sowie Objektüberwachungen konnten mit vie- len Firmen Zusatzvereinbarungen zur Fortführung ihrer Leistungen nach der Heilung der Pla- nung in einem geordneten Bauablauf getroffen werden. Die Gespräche waren von Fairness und Verbindlichkeit geprägt, was die gegenseitige Vertrauensbildung förderte und zu einem gemeinsamen Bekenntnis zur Fertigstellung des Bauvorhabens führte. In einzelnen Fällen ist es dennoch zu einer Beendigung des Vertragsverhältnisses gekommen. Die Firmengespräche wurden abgeschlossen. Im Ergebnis mussten fünf große Gewerke der technischen Anlagen neu ausgeschrieben werden. Es handelt sich hier bei um die Gewerke Starkstrom, Kälte, Wärme, Lüftung und Sprinkler. In Vorbereitung der Ausschreibungen wurden für diese Gewerke im Zeitraum Mitte 2018 bis Juni 2019 juristisch begleitete Marktsondierungsgespräche mit 30 Firmen geführt. Die poten- tiellen Bieter erhielten die Möglichkeit, vor Beginn der Verga beverfahren durch Begehungen und Gespräche, die Begebenheiten vor Ort zu begutachten und sich ein Bild vom Status der Baustelle zu machen. Die Vergabeverfahren für die haustechnischen Schlüsselgewerke konnten im November 2020 abgeschlossen werden. In Anbetracht der angespannten Marktsituation mit erheblichen Ka- pazitätsengpässen im Haustechnikbereich sind diese Vergaben als wichtiger Meilenstein für den Projektfortschritt zu bewerten. Im Zuge der Vergabeverfahren wurde bei allen haustechnischen Schlüsselgewerken eine zweite Verhandlungsrunde wegen der hohen Anforderungen an die Werk - und Montagepla- nung erforderlich. Die Verfahren verzögerten sich dadurch um zwei Monate. Diese Verzöge- rung wurde in die Terminplanung aufgenommen. Bei den neu ausgeschriebenen Gewerken wurden die in der Planungsphase ermittelten Kos- ten nicht vollumfänglich bestätigt. Die Vergaben konnten nur zu wesentlich höheren Preisen als zuvor kalkuliert vergeben werden. Die Vergabe zu den höheren Preisen ist dennoch als die wirtschaftlichste Verfahrensweise zu betrachten. Eine Aufhebung der Aus schreibungen und Neuausschreibung der Leistungen würde infolge des unvermeidlichen Terminverzuges zu höheren Gesamtkosten führen. Zur Sicherstellung eines geordneten Projektverlaufs wurden weitere Maßnahmen etabliert und befinden sich seit geraumer Zeit im regelmäßigen Monitoring Prozess. So wurden bauliche Maßnahmen, die unabhängig von der Heilung der Planung zeitnah umgesetzt werden können, gemeinsam erarbeitet und werden als sogenannte vorgezogene Maßnahmen zur Entzerrung des Bauablaufes beschleunigt bearbeitet. Das durchgeführte Termin-, Risiko- und Kostenmanagement mit regelmäßig wiederkehrenden Soll- / Ist-Abgleichen und Bewertungen, ermöglicht die frühzeitige Erkennung von Störungen im Projekt und die Auslösung von Gegensteuerungsmaßnahmen. Das eingeführte Gegenfor- derungsmanagement soll die bauherrenseitigen Regressansprüche, die sich aus dem gestör- ten Bauablauf ergeben haben, sichern und durchsetzen. Bericht zur Termin- und Kostenprognose Dezember 2020 5/16 2 Anlass des Berichts und Beschreibung der Vorgehensweise Zum 24.06.2019 hatte die Projektsteuerung zuletzt einen Bericht zur Weiterentwicklung der Bühnensanierung vorgelegt, wobei mit einer Schlüsselübergabe nicht vor dem 2. Quartal 2023 und Projektkosten in Höhe von rd. 554,1 Mio. € brutto zzgl. rd. 17 Mio. € brutto für Projektrisi- ken gerechnet wurde. In der Zeit vom Juni 2019 bis zum August 2020 wurde die Ausführungsplanung (LPH5H) erarbeitet. Ein weiterer Schwerpunkt dieser Projektphase war en die Vorbereitung und Durchführung der Vergabeverfahren als Verhandlungsverfahren für die Hauptmaßnahmen der technischen Anlagen. Die Ausführungsplanung liegt seit Ende August 2020 mit Einschränkungen vor. Die Einschrän- kungen wurden durch die Planer mit der Abgabe formuliert. In einem durch die Projektsteu e- rung koordinierten Verfahren wurde die Ausführungsplanung finalisiert. Dieser Prozess wurde zwischenzeitlich weitgehend abgeschlossen. Nach Vorliegen der Ausführungsplanung und dem Abschluss der Vergabeverfahren der Schlüsselgewerke der Haustechnik im November 2020 musste die Terminplanung des Ge - samtprojektes überprüft und überarbeitet werden. Aus den gemeinsam erarbeiteten Teilergebnissen der Planer, Objektüberwachungen und des Inbetriebnahmemanagements hat die Projektsteuerung in Zusammenarbeit mit dem Bauherrn eine Fortschreibung des Rahmenterminplans, eine realistische übergeordnete Risikobewer- tung und eine belastbare Gesamtkostenermittlung abgeleitet, die von allen Projektbeteiligten mitgetragen werden. Im Ergebnis ist für das Projekt der Sanierung der städtischen Bühnen Köln mit einer Schlüs- selübergabe im 1. Quartal 2024 und Projektkosten in Höhe von rd. 617,6 Mio. € brutto zzgl. rund 26,3 Mio. € brutto für Projektrisiken zu rechnen. Eine detaillierte Darstellung der erwarteten Entwicklungen von Terminen, Risiken und Kosten bis zur Schlüsselübergabe an den Nutzer erfolgt in den folgenden Kapiteln. Bericht zur Termin- und Kostenprognose Dezember 2020 6/16 3 Terminprognose 3.1 Grundlagen der Terminprognose Mit dem anstehenden Übergang des Projektes in die Ausführungsphase wurde eine neue Ge- samtbewertung des Projektes bezüglich der Termine notwendig. Der aus der Gesamtbewertung resultierende, aktuelle Rahmenterminplan bildet das Projekt bis zur Schlüsselübergabe ab. Der Schwerpunkt liegt dabei auf den Vorgängen zur Finalisie- rung der LPH5H, der Planungsprüfung, der Einarbeitung der Ergebnisse aus der Planprüfung in die Planung und der Übergang in die Erstellung der Werk - und Montageplanung (W+M- Planung) der ausführenden Firmen. Besondere Bedeutung kommen dabei den Schnittstellen der verschiedenen Schwer punkte, z.B. Prüfläufe der noch offenen Prüfungen, Starttermine der W+M-Planung in den Bereichen und Bauteilen sowie der Beginn der Ausführung auf der Baustelle zu. Diese müssen nahtlos ineinandergreifen, um einen reibungslosen Projektablauf zu ermöglichen. 3.2 Herangehensweise zur Aufstellung des Rahmenterminplanes mit Stand Dezem- ber 2020 Der vorliegende Rahmenterminplan basiert auf folgenden Entwürfen der Terminpläne anderer Projektbeteiligter: • dem Finalisierungsterminplan (dieser bildet die Vorgänge zur Finalisierung der LPH5H ab), • dem Werk- und Montageterminplan der ausführenden Firmen und • dem Ausführungsterminplan. Der Rahmenterminplan verknüpft die genannten Terminpläne und ergänzt sie um weitere As- pekte, wie beispielsweise den Vorgängen zur Planungsprüfung. Die genannten Terminpläne wurden auf Grundlage der aktuellen Projektkenntnis der Beteilig- ten erstellt. Dabei war es zum Aufstellen der Terminpläne teilweise notwendig, Annah men über den weiteren Ablauf einzelner Themen zugrunde zu legen, da bei spielsweise benötigte Grundlagen oder Prüfungsergebnisse zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht vorliegen. Im Folgen- den werden die wesentlichen den jeweiligen Termin plänen zugrunde liegen den Annahmen aufgeführt. 3.3 Finalisierungsterminplan (FIN-TP) Der dem Rahmenterminplan zugrunde liegende FIN-TP hat den Stand 27.11.2020. Er wurde im Rahmen des Finalisierungsmanagements auf gestellt und stellt die Bearbeitung und den Abschluss aller noch offenen Planungsthemen der LPH5H dar. Einzelne Themen des Finalisierungsmanagements sind inhaltlich soweit strukturiert, dass sie in einem geordneten Ablauf bearbeitet werden, können jedoch mit heutigem Kenntnis stand nicht abschließend terminiert werden. Im FIN-Terminplan wurden daher Annahmen getroffen. Bericht zur Termin- und Kostenprognose Dezember 2020 7/16 Dies betrifft: • die planerische Bearbeitung der im Bestand verbleibenden Brandschutzklappen „gleiten- der Deckenanschluss“ (nach Begehungsergebnissen in der Schrittfolge von D+S und Be- wertung durch die BK möglich) • die Bearbeitung der Brandlasten in notwendigen Fluren die Planer. Gleichwohl haben wir hier neben den abgestimmten Begehungsterminen für die Übernahme der Erkenntnisse der Begehungen in die Planung pro Bauteil jeweils vier Wochen angenommen. • die Einarbeitung der Ergebnisse der thermischen Simulationen in die Planung (nach Vor- lage der Simulationsergebnisse und Bewertung durch die BK möglich) • die Einarbeitung in die Planung der im Rahmen der vorgezogenen Maßnahmen durchge- führten Rückbauten der Haustechnik • die Planung der noch offenen Schottungen , die sich hinsic htlich der „Kombi schotts“ an den Startterminen der W+M-Planung ausrichtet, jedoch die Ein zelschottungen nachlau- fend berücksichtigt. • den Umgang mit den nachgeführten Modellen der Störkante und Schlitz- und Durchbrü- che sowie der darauf basierenden Kollisionsprüfungen. • der Einarbeitung der offenen Punkte zur Entscheidung durch die BK in die Planung. 3.4 Werk- und Montageterminplan (W+M-TP) Der dem Rahmenterminplan zugrunde liegende W+M-TP hat den Stand 26.11.2020. Er wurde von der OÜ KG 400 in Abstimmung mit der Pro jektsteuerung und den BK aufgestellt und ist Grundlage für den weiteren Projektverlauf der KG 400. Der W+M-TP stellt die Vorgänge der Erstellung de r Werk- und Montageplanung für die Ge - werke der KG 400 dar. Diese ist bereichsweise organisiert. Folgende Annahmen liegen dem Werk- und Montageterminplan zugrunde: • Der W+M-TP geht bereichsweise von rechtzeitig zum Start der Erstellung der Werk- und Montageplanung von den BK zu übergebenden Ausführungsplanung aus. • Der W+M-TP geht davon aus, dass der Prüf - und Freigabeprozess der W+M -Planung bereichsweise innerhalb von drei Wochen abgeschlossen werden kann. • Der W+M-TP geht grundsätzlich von einer Lieferzeit von 20 Tagen für Materialien aus, hiervon abweichend 50 Tage für die ELT-Zentralen. • Eventuelle Verschiebungen bei der Erstellung und Freigabe der Werk - und Montagepla- nung führen unmittelbar zur Verschiebung von Ausführungsbeginn und Schlüssel über- gabe des Gesamtprojektes. Im STP ist daher ein Puffer von zwei Monaten zwischen W+M-TP und Ausführungsterminplan (ATP) vorgesehen. Diese zwei Monate sind in der Berechnung der Gesamtprojektdauer enthalten. Bericht zur Termin- und Kostenprognose Dezember 2020 8/16 3.5 Ausführungsterminplan (ATP) Der dem Rahmenterminplan zugrunde liegende ATP hat den Stand 04.12.2020. Er wurde von den OÜs unter maßgeblicher Verantwortung der OÜ KG300 aufgestellt und stellt den Projekt- verlauf vom Beginn der Bauausführung bis zur Schlüsselübergabe dar. Folgende Annahmen liegen dem ATP zugrunde: • Der ATP bildet für die Bauteile SH, KO und OT den Stand der LPH5H ab. Das Bauteil OH ist im ATP noch auf dem Stand der LPH3H. Die notwendigen Bege hungen des Bauteils OH zur Erarbeitung des Standes LPH5H sind für alle Zent ralen abgeschlossen, die Be- gehungen der Flächen des Bauteils OH werden ab Anfang des Jahres 2021 erfolgen und in den ATP eingearbeitet. • Der Abgleich der Dauern der Bauausführung der Bauteile SH, KO und OT auf Grundlage der LPH5H mit den Dauern, die dem ATP der LPH3H zugrunde lagen, legt nahe, dass es bei der Überarbeitung des Bauteils OH im ATP auf den Stand der LPH5H eine Verlänge- rung der Bauausführung für dieses Bauteil geben wird. Daher ist im vorliegenden Steue- rungsterminplan eine Verlängerung der Bauausführung Bauteil OH mit 3 Monaten als Ri- siko ausgewiesen. Diese 3 Monate sind in der Berechnung der Gesamtprojektdauer ent- halten. • Die Vorgänge zur Inbetriebnahme (IBN) im ATP basieren ebenfalls noch auf dem Kennt- nisstand der LPH3H. Die Vorgänge zur Inbetriebnahme müssen ebenfalls noch auf den Kenntnisstand der LPH5H aktualisiert werden. Nach Rückmeldung von BMS kann es hier- bei zur Verlängerung der IBN kommen, da der Anteil an Rückbau im Planstand LPH5H größer ist, als in der LPH3H ursprünglich ange nommen wurde. Die Überarbeitung der Vorgänge der IBN erfolgt bei Vorliegen eines ATP Stand LPH5H. • Im vorliegenden Steuerungsterminplan ist eine Verlängerung der Inbetrieb nahme mit 3 Monaten für die Bauteile SH, KO und OT als Risiko ausgewiesen. Nach Rücksprache mit BMS entfällt dieses Risiko für das Bauteil OH. Diese 3 Monate sind in der Berechnung der Gesamtprojektdauer enthalten. Des Weite ren ist zu berücksichtigen, dass der Aus - führungsterminplan noch mit den Nach unternehmern abgestimmt werden muss und in diesem Zuge sich ebenfalls noch einmal Änderungen bezüglich des Bauablaufes und so- mit auch der Inbetriebnahme ergeben können. 3.6 Abgleich Terminprognose Juni 2019 zu Dezember 2020 Die Terminprognose Juni 2019 basierte auf einer nicht vollständig abgeschlossenen Entwurf- splanung. Die nunmehr vorliegende Terminprognose Dezember 2020 hat als Grundlage eine nahezu vollständig abgeschlossene und weitgehend geprüfte Ausführungsplanung. Darüber- hinaus ist die Terminprognose durch den Abschluss der Vergabeverfahren für die wesentli - chen haustechnischen Gewerke wesentlich aussagekräftiger. Bericht zur Termin- und Kostenprognose Dezember 2020 9/16 Im Vergleich zur Terminprognose 2019 ergibt sich insgesamt eine Verschiebung der Schlüs- selübergabe um drei Quartale. Diese ergibt sich aus der Verlängerung der Bearbeitung der Ausführungsplanung, der Verzögerungen der Vergabeverfahren und der daraus folgenden Verschiebung der Bauausführung inkl. neu aufgenommener Pufferzeiten. Um eine frühestmögliche Schlüsselübergabe zu gewährleisten, wird der Übergang von der Ausführungsplanung in die Erstellung der Werk- und Montageplanung und von dieser seiner- seits in die Baua usführung bereichsweise gestaffelt erfolgen. Hierbei kommt der Steuerung des Prozesses der Werk- und Montageplanung besondere Bedeutung zu. Die Verschränkung zwischen Planung und Bauausführung führt zu einer Erhöhung von Risiken, da die Planung bereichsweise zum Beginn der Bauausführung fertiggestellt sein muss. Daher wurde in Ab- sprache mit dem Bau herrn ein Puffer von zwei Monaten zwischen der Erstellung der Werk - und Montageplanung und der Bauausführung vorgesehen. 4 Risikomanagement 4.1 Grundlagen des Risikomanagements Zur frühzeitigen Erkennung von Projektrisiken und Herleitung von möglichen Gegen steue- rungsmaßnahmen wurde durch die Projektsteuerung mit Zustimmung des Bau herrn im Sep- tember 2016 ein Risikomanagement als zusätzliches Steuerungsinstrument im Projekt Sanie- rung Bühnen Köln implementiert. Dabei wurden ide ntifizierte Risiken auf Kosten -, Qualitäts- und Terminauswirkungen mit dem Ziel untersucht, während des gesamten Projektablaufes auf Abweichungen, zeitnah reagieren zu können. Hierbei wurde jedes potentielle Risiko durch Objektplaner, Fachplaner, Inbetriebnahmema- nagement, Projektsteuerung und Bauherrenvertretung in regelmäßigen Besprechungsrunden in eine Risikoliste aufgenommen, analysiert und bewertet. 4.2 Herangehensweise zur Risikoermittlung mit Stand Dezember 2020 Nach Abschluss der Ausführungsplanung wurde die gesamte Risikoliste unter Berücksichti- gung noch aktueller vorheriger Risiken neu aufgestellt. Hierzu wurden in Workshops mit allen beteiligten Planern, Objektüberwachungen, dem Inbe- triebnahmemanagement am 17.12.2020 Risiken aus den Bereichen der Planung, Ausführung und Inbetriebnahme gemeinsam diskutiert und bewertet. Parallel dazu wurden durch Bauherr und Projektsteuerung übergeordnete Risiken neu aufgestellt und bewertet. Das Ergebnis aus diesem Prozess ist eine neu aufgestellte Risikoliste, die die Projektkenntnis aller Beteiligten zum Ende der Ausführungsplanung abbildet. 4.3 Gesamtrisikoliste auf Basis der Ausführungsplanung Die in der Risikoliste gesammelten bewerteten Kosten- und Terminrisiken summieren sich unter Berücksichtigung der vermuteten Kostenchancen aus dem Gegenforde rungsmanage- ment auf 26,3 Mio. € brutto. Bericht zur Termin- und Kostenprognose Dezember 2020 10/16 Die Kostenrisiken / -chancen wurden in der Kostenprognose berücksichtigt. In Abstimmung mit dem Bauherren wurden einige Terminrisiken bei der Aufstellung des Rahmenterminplans berücksichtigt. Hierbei handelt es sich um eine mögliche Verlängerung der Werk- und Monta- geplanung um zwei Monate, sowie die Verlängerung der Bau ausführung im Bauteil Opern - haus um drei Monate. Ebenso ist eine Verlängerung der Inbetriebnahme für die Bauteile KO, OT und SH um jeweils drei Monate berücksichtigt. Die sonstigen Terminrisiken sind, in Ab- stimmung mit dem Bauherrn, im vorliegenden Rahmenterminplan nicht enthalten (Anlage 03), um eine gemeinsame Arbeitsbasis zu haben, die eine frühestmögliche Schlüsselübergabe ge- währleistet. 4.4 Risikoabgleich Juni 2019 zu Dezember 2020 Gegenüber der Termin- und Kostenprognose haben sich die Risikokosten von ca. 17,06 Mio € auf ca. 26,3 Mio € erhöht. Zwar konnten gegenüber Juni 2019 die bestehenden Risiken um ca. 12,5 Mio € reduziert wer- den. Ebenso sind gegenüber 2019 Risiken in Höhe von ca. 735 T € entfallen. Dem gegenüber stehen jedoch neu hinzugekommene Risiken in Höhe von ca. 22, 5 Mio €. Dabei lassen sich die gegenüber 2019 neu hinzugekommenen Risikokosten etwa zur Hälfte auf Risiken des Pro- jektablaufes zurückführen und zu jeweils 20% auf neu erkannte Planungsrisiken bei der Fer- tigstellung der Ausführungsplanung und auf Sonderrisiken (wie z.B. den Folgen der Corona- Pandemie oder der erfolgten Insolvenz des Rohbauers). 5 Kostenprognose 5.1 Letzter Kostenstandbericht vom 31.12.2020 Der monatliche Kostenstandbericht der Projektsteuerung wird gemäß den Vorgaben der Stadt Köln als Grundlage für den Monatsbericht erstellt und monatlich aktualisiert. Dieser Kosten - standbericht ist eine Fortschreibung der Kostenprognose vom 24. Juni 2019. Es sind der bis- herige Auszahlungsstand und alle bekannten, verpflichtenden Kosten aus Aufträgen, beauf- tragten Nachträgen sowie sonstigen Verpflichtungen enthalten. In den sonstigen Verpflichtun- gen sind Kosten aus Mehrmengen, Planerhonorare für die kommenden sechs Monate sowie Preissteigerungsansprüche auf Restleistungen inbegriffen. Diese Verpflichtungen werden dem aktuellen Gesamtbudget (554,1 Mio. € brutto gem. Rats- beschluss vom 26.09.2019) gegenübergestellt, um das noch zur Verfügung ste hende Rest- budget zu ermitteln. Darüber hinaus werden im Kostenstandbericht die erwartete Kostenent- wicklung (absehbare Kosten bis zur Fertigstellung) sowie die Ri sikokosten dargestellt. Quar- talsweise wird dem Kostenstandbericht zudem eine aktualisierte Mittelabflussplanung beige - fügt, die die erwarteten Auszahlungen ins Verhältnis zu der fortlaufenden Projektlaufzeit setzt (Anlage 06). Bericht zur Termin- und Kostenprognose Dezember 2020 11/16 Mit Stand vom 31.12.2020 stellt sich der Kostenstand der KG 200-700 wie folgt dar: Bisherige Auszahlungssumme: 388.948.791,01 € brutto Hauptaufträge: 362.086.937,95 € brutto beauftragte Nachträge: 105.508.647,73 € brutto Sonstige Verpflichtungen: 24.371.307,24 € brutto Gesamtkostenstand: 491.966.892,92 € brutto Erwartete Kostenentwicklung: 125.630.610,82 € brutto Gesamtkostenprognose: 617.597.503,74 € brutto Risikokosten: 26.325.693,53 € brutto Gesamtkostenprognose (inkl. Risikokosten): 643.923.197,27 € brutto 5.2 Herangehensweise zur Ermittlung der Kostenprognose mit Stand Dezember 2020 Im Folgenden werden die vorgenannten Kosten der Verpflichtungen und erwarteten Kosten - entwicklung in Abhängigkeiten von den Kostengruppen erläutert. 5.2.1 Kostenermittlung für die KG 200 - 500 Die Kosten in den Kostengruppen 200 (Herrichten und Erschließen), 300 (Bauwerk – Baukon- struktionen), 400 (Bauwerk – Technische Anlagen) und 500 (Außenanla gen) basieren größ- tenteils auf den Angaben der Planer und Objektüberwachungen sowie Informationen aus dem Projektraum AWARO. Bei den Kosten wurde zwischen den Bereichen Verpflichtungen und erwartete Kostenentwicklung unterschieden. Im Bereich der Verpflichtungen werden alle beauftragten Leistungen (Hauptauf träge, Nach- träge, verbaute Mehrmassen) sowie in den Firmengesprächen verein barte Unterbrechungs- kosten und Preissteigerungen auf beauftragte Restleistungen dargestellt. Im Bereich der erwarteten Kostenentwicklung werden alle noch zu erwartenden Kos ten bis zur Schlüsselübergabe dargestellt. Dies beinhaltet offene, aber noch nicht beauftragte Nach- träge, offene Vergaben und Leistungen, Rückstellungen für Instandsetzungs- und Wartungs- maßnahmen während der Bauzeit sowie zu erwartende Preissteigerungen auf noch nicht be- auftragte Leistungen. In Vorbereitung auf die Kostenprognose Dezember 2020 wurden unter der Leitung der Pro - jektsteuerung individuelle Kosten-Workshops mit den Objektüberwachungen durchgeführt. Bericht zur Termin- und Kostenprognose Dezember 2020 12/16 Hier wurden die Beteiligten für alle kostenrelevanten Themen sensibilisiert, Schnittstellen ge- klärt und ein Ablaufplan bis zu r finalen Abgabe der Kosten durch die Objektüberwachungen am 16.12.2020 abgestimmt. Durch die Beauftragung ausführender Firmen im Rahmen durchgeführter Vergabeverfahren sowie die Beauftragung von Nachtrags-Leistungsverzeichnissen von Firmen mit einem bereits bestehenden Vertragsverhältnis zu den Bühnen Köln, wurden in einigen Vergabeeinheiten die Kosten aus der Kostenberechnung (zuvor in den offenen Vergaben und Leistungen als erwar- tete Kostenentwicklung berücksichtigt) in kostenseitige Verpflichtungen (Hauptaufträge, Nach- träge) überführt. Die Objektüberwachungen haben anschließend bewertet, welche zusätzli - chen noch nicht be auftragten Leistungen in den einzelnen Vergabeeinheiten noch anfallen und diese in de n offenen Vergaben und Leistungen berücksichtigt. Bei Vergabeeinheiten, in denen die Leistungen noch nicht neu vergeben oder als Nachtrag beauftragt wurden, beruhen die Kosten der offenen Vergaben und Leistungen weiterhin auf der Kostenberechnung sowie auf dem Kenntnisstand der Objektüberwachungen. Die Baupreise aus Altverträgen wurden in der Kostenprognose Dezember 2020 auf das Preis- niveau August 2020 gemäß aktuellem Baupreisindex des Statistischen Bun desamtes hoch- gerechnet (08/2020). Diese Preissteigerungen wurden in der internen Kostenbuchhaltung im Bereich der Verpflichtungen eingebucht, da diese mit den Fir men im Zuge der zusätzlichen Vereinbarungen zur zeitweisen Bauunterbrechung vertraglich festgelegt wurden. Die darüber- hinausgehenden erwarteten Preissteigerungen ab 09/2020 wurden von der Projektsteuerung in Abstimmung mit den Bühnen Köln und dem baubetrieblichen Sachverständigen mit 3,5 % pro Jahr angenommen. Es ergibt sich somit eine angenommene durchschnittliche Preisstei- gerungsrate von 8,20 % (01.0 9.2020 bis zum Schwerpunkt der Bauausführung am 15.11.2022) mit welcher jede Vergabeeinheit beaufschlagt wurde. Für die Kostengruppen 200 – 500 ergibt sich mit Stand 31.12.2020 somit folgende Kosten- prognose: Verpflichtungen KG 200 - 500: 309.477.552,33 € brutto Kostenentwicklung KG 200 - 500: 62.754.912,47 € brutto Kostenprognose KG 200 - 500: 372.232.464,80 € brutto 5.2.2 Kostenermittlung für die KG 600 Die Kosten für die Kostengruppe 600 (Ausstattung und Kunstwerke) wurden analog zu den Kostengruppen 200 - 500 in die Bereiche Verpflichtungen und Kostenentwicklung aufgeteilt. Die erwartete Kostenentwicklung der KG 600 wurde durch die Bühnen Köln bewertet und ba- siert im Wesentlichen auf den im Jahr 2011 von den Bühnen Köln ermittelten Kosten für den Bedarf der allgemeinen Ausstattung zzgl. einer allgemeinen Preis entwicklung von 2 % pro Jahr. Der Beschaffungszeitraum für die allgemeine Ausstattung wird laut Angabe der Bühnen Köln ca. ein Jahr vor Wiedereinzug in das sanierte Gebäude sein. Für die Kos tenprognose wurde daher von der Projektsteuerung das Beschaffungsjahr 2023 angenommen und die Kosten mit einer Preissteigerungsrate von 2 % pro Jahr beaufschlagt. Bericht zur Termin- und Kostenprognose Dezember 2020 13/16 Für die Kostengruppe 600 ergibt sich mit Stand 31.12.2020 somit folgende Kostenprognose: Verpflichtungen KG 600: 1.637.567,38 € brutto Kostenentwicklung KG 600: 3.795.908,92 € brutto Kostenprognose KG 600: 5.432.476,30 € brutto 5.2.3 Kostenermittlung für die KG 700 Die Kosten für die Kostengruppe 700 (Baunebenkosten) wurden ebenfalls in die Bereiche Ver- pflichtungen und erwartete Kostenentwicklung unterschieden. Die Kostenprognose der Kostengruppe 700 wurde durch die Projektsteuerung er mittelt und stellt eine Fortschreibung der Kostenprognose aus dem Juni 2019 dar. Es wurden insbeson- dere die Kapazitäten und Honorarkosten der Planer und Objektüberwachungen, Sachverstän- digen und Berater sowie der Projektsteuerung und des Bau herrn betrachtet. Hierzu wurden bei den wesentlichen Projektbeteiligten auf Grund lage der aktuellen Terminplanung jeweils eine Kapazitätenplanung angefordert. Diese wurden von der Projektsteuerung auf Plausibilität überprüft und mit dem Bauherrn abgestimmt . Die Kosten hierfür wurden in die Kostenprog- nose übernommen. Weitere Kosten der Kostengruppe 700 wie z.B. allg. Nebenkosten, Genehmigungsgebühren, Büromieten, Versicherungen, etc. wurden von der Projektsteuerung auf Grundlage der aktu - ellen Terminplanung sowie den Erkenntnissen aus dem bisherigen Projektverlauf hochgerech- net. Im Bereich der Verpflichtungen wurden die bestehenden Hauptaufträge, beauftragten Nach- träge und weiteren Verpflichtungen aus den Verträgen mit den Planern, Objekt überwachun- gen, Sachverständigen etc. zusammengetragen und für die nächsten sechs Monate hochge- rechnet. Im Bereich der Kostenentwicklung der Kostengruppe 700 wurden alle Kosten zu sammenge- stellt, die gemäß heutigem Kenntnisstand erforderlich sind und den vertraglichen Regelungen mit den Projektbeteiligten entsprechen, um das Projekt Sanierung Bühnen Köln fertigzustellen. Hierbei wurden die Honorarkosten aller Planer, Objekt überwachungen, Sachverständigen, Berater sowie alle Nebenkosten berücksichtigt. Eine Preissteigerung wurde, sofern nicht an- ders vertraglich vereinbart, mit 2 % pro Jahr angenommen. Für die Kostengruppe 700 ergibt sich mit Stand 31.12.2020 somit folgende Kostenprognose: Verpflichtungen KG 700: 180.852.773,21 € brutto Kostenentwicklung KG 700: 59.079.789,43 € brutto Kostenprognose KG 700: 239.932.562,64 € brutto Bericht zur Termin- und Kostenprognose Dezember 2020 14/16 5.2.4 Risikokosten Die Risikokosten wurden im Rahmen des Risikomanagements ermittelt und bewer tet. (s. hierzu Kapitel 4 – Risikomanagement). Die Kosten wurden separat in die Gesamtkostenprog- nose übernommen: Risiken der Planer, Objektüberwachungen und des Inbetriebnahmemanagements: 14.050.000,00 € brutto übergeordnete Risiken: 34.771.235,46 € brutto übergeordnete Chancen: - 22.495.541,93 € brutto Gesamt-Risikokosten: 26.325.693,53 € brutto 5.3 Abgleich Kostenprognose Juni 2019 zu Dezember 2020 Zum Zeitpunkt der Erstellung des Berichts zur Termin- und Kostenprognose vom 24. Juni 2019 wurde eine Gesamtfertigstellung / Schlüsselübergabe (inkl. Inbetrieb nahme, Abnahme und Übergabe gem. Rahmenterminplan) im 2. Quartal 2023 prognostiziert. Dementsprechend wur- den sämtliche Kosten bis Juni 2023 berechnet und es ergab sich eine Kostenprognose in Höhe von 554,1 Mio. € brutto bzw. 571,2 Mio. € brutto inkl. Risikokosten. Mit dem Bericht zur Termin- und Kostenprognose im Juni 2019 wurde von der Projektsteuerung dementsprechend eine Budgeterhöhung auf 571,2 Mio. € brutto empfohlen. Zum aktuellen Zeitpunkt (Stand 31.12.2020) wird eine Gesamtfertigstellung / Schlüs selüber- gabe (inkl. Inbetriebnahme, Abnahme und Übergabe gem. Rahmenterminplan) im 1. Quartal 2024 prognostiziert. Dementsprechend wurden sämtliche Kosten bis Ende März 2024 berech- net und es ergibt sich eine Gesamtkostenprognose in Höhe von rund 617,6 Mio. € brutto bzw. 643,9 Mio. € brutto inkl. Risikokosten. Gegenüber der Gesamtkostenprognose aus dem Jahr 2019 hat sich die Gesamtkostenprog- nose Dezember 2020 signifikant erhöht. Dies ist im Wesentlichen auf die nachfolgenden Fak- toren 1 und 2 zurückzuführen, allerdings haben auch die Faktoren 3 und 4 zu einer Kosten- steigerung geführt: 1. Die Beauftragungen ausführender TA-Firmen im Rahmen der Vergabever fahren, bei denen die Angebotspreise die Höhe der prognostizierten Kosten deutlich über- schritten. 2. Die Verlängerung der Projektlaufzeit, die insbesondere mit erhöhten Kosten in der Kostengruppe 700 verbunden ist. 3. Die Neubewertung der erwarteten Kostenentwicklung der Kostengruppen 300 und 400 durch die Objekt überwachungen infolge des fortgeschrie benen Planungs - standes sowie der erfolgten Vergabe. 4. Darüber hinaus wurden Kosten der Objektplanung für Leistungen außerhalb der Heilung der Planung berücksichtigt. Dies führt in Summe zu einer Kostenerhöhung in Höhe von rund 63,5 Mio. € brutto gegenüber der Kostenprognose Juni 2019. Bericht zur Termin- und Kostenprognose Dezember 2020 15/16 Auf Basis der vorliegenden Gesamtkostenprognose sind unter Berücksichtigung des Gesamt- kostenstandes in Höhe von rund 492 Mio. € brutto vom derzeitigen Gesamt budget in Höhe von 554,1 Mio. € brutto nur noch 62,1 Mio. € brutto für weitere finan zielle Verpflichtungen verfügbar. 6 Fazit und Empfehlung Auf der Basis der bis Dezember erreichten Ergebnisse der Planungs- und Prüfprozesse sowie der Vergaben der haustechnischen Schlüsselgewerke konnte gemeinsam mit den beteiligten Fachplanern, Objektüberwachungen, dem Inbetriebnahmemanagement und dem Bauherrn ein qualifizierter Gesamtterminplan, eine realistische Risikobewertung und eine belastbare Gesamtkostenprognose erstellt werden. Die Grunddaten des Rahmenterminplanes stellen sich wie folgt dar: Vorgang Anfang: Ende: Leistungsphase 5 Q2 / 2019 Q2 / 2021 Leistungsphase 6 und 7 Q2 / 2019 Q4 / 2020 Leistungsphase 8 Q1 / 2021 Q2 / 2023 Inbetriebnahme, Abnahme Q2 / 2021 Q1 / 2024 Schlüsselübergabe Q1 / 2024 Wir empfehlen dem Bauherrn, den Rahmenterminplan als Grundlage der weiteren Pla- nungs- und Bauausführung anzunehmen und die aktuell prognosti zierte Schlüssel - übergabe im 1. Quartal 2024 als Projektziel zu setzen. Die Grunddaten der Kostenprognose inkl. Risikokosten stellen sich wie folgt dar: Verpflichtungen: 491.966.892,92 € brutto Kostenentwicklung: 125.630.610,82 € brutto Zwischensumme: 617.597.503,74 € brutto Risikokosten: 26.325.693,53 € brutto Gesamtkostenprognose: 643.923.197,27 € brutto Die ermittelten Kosten für die Verpflichtungen, die erwartete Kostenentwicklung und die Risikokosten sind momentan nicht durch das zur Verfügung stehende Budget von 554,1 Mio. € brutto gedeckt. Das aktuell zur Verfügung stehende Restbudget beträgt nur noch rund 62,1 Mio. € brutto. Wir empfehlen die Anpassung des Budgets auf 643,9 Mio. € brutto, um die Handlungsfähigkeit des Bauherrn zu gewährleisten und Störungen im weiteren Projektablauf zu verhindern. Bericht zur Termin- und Kostenprognose Dezember 2020 16/16 Anlagenverzeichnis 01 Monatsbericht zarinfar 12/2020 02 Terminbericht zarinfar 12/2020 03 Rahmenterminplan zarinfar 12/2020 04 Risikobericht zarinfar 12/2020 05 Kostenstandbericht zarinfar 12/2020 06 Mittelablussplanung zarinfar 12/2020
Mitteilung Ausschuss
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle VII/46 Vorlagen-Nummer 26.01.2021 0232/2021 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Betriebsausschuss Bühnen der Stadt Köln 26.01.2021 Finanzausschuss 01.02.2021 Rechnungsprüfungsausschuss 02.02.2021 Bericht über die Sanierung der Bühnen am Offenbachplatz - Stand: 31.12.2020, neue Kosten- und Terminprognose Mit dem Monatsbericht Dezember 2020 gibt die Verwaltung den aktuellen Sachstand zur Sanierung der Bühnen am Offenbachplatz zur Kenntnis. Wie in den vergangenen Monatsberichten bereits angekündigt, wurde für den Monatsbericht Dezem- ber 2020 eine neue Kosten- und Terminprognose für Sanierung der Bühnen am Offenbachplatz ange- fertigt. Anlass ist der Übergang von der Ausführungsplanung in die Werkst att- und Montageplanung und damit der Übergang von der Planungsphase in die Bauphase. Die Grundlagen für die neue Kos- ten- und Terminprognose sind der weitgehende Abschluss der Prüfung der Ausführungsplanung so- wie der erfolgreiche Abschluss der Vergabeverfahren für die fünf großen haustechnischen Gewerke zum Ende November 2020. Die Projektkosten steigen nach dieser Prognose gegenüber der Kostenprognose vom 30.06.2019 um 63,5 Mio. € von 554,1 Mio. € auf 617,6 Mio. € ohne die Berücksichtigung von Risiken und um 72,9 Mio. € von 571 Mio. € auf 643,9 Mio. € bei der Berücksichtigung aller Risiken. Gegenüber der laufen- den Kostenbeobachtung aus dem Vormonat Dezember 2020 steigen die Kosten um 38,3 Mio. € ohne die Betrachtung der Risiken bzw. um 31,9 Mio. € bei Berücksichtigung aller bekannten Risiken. Die Fertigstellung aller Häuser am Offenbachplatz ist jetzt für das erste Quartal 2024 vorgesehen. Gegenüber der Terminprognose vom 30.06.2019 mit dem Zieldatum zweites Quartal 2023 ist das eine Verzögerung von neun Monaten. Kostensteigerung und Terminverzögerung haben ihre Ursache im Wesentlichen in drei Gründen. Ers- tens lag die Ausführungsplanung nicht wie vorgesehen zum 25.08.2020 komplett vor, es waren noch Nacharbeiten bis zum Jahresende 2020 vorzunehmen und die Planprüfung sowie die Nachbearbei- tung der Prüfbemerkungen waren wesentlich zeitintensiver als diese 2019 kalkuliert worden waren. Zweitens hat das Vergabeverfahren durch den Einschub einer zweiten Verhandlungsrunde zwei Mo- nate länger gedauert, als vorgesehen, diese Verzögerung wurde bereits im Monatsbericht Juni 2020 mitgeteilt und findet jetzt Eingang in die neue Prognose. Drittens konnten die neu ausgeschriebenen Gewerke nur zu wesentlich höheren Preisen als zuvor kalkuliert vergeben werden. Die Vergabe zu den höheren Preisen ist gegenüber der Aufhebung der Ausschreibungen und Neuausschreibung der Leistungen aber die deutlich wirtschaftlichere Verfahrensweise, weil alleine durch den ansonsten un- vermeidlichen Zeitverzug höhere Kosten entstanden wären. Diese Kostensteigerung um ca. 17 Mio. € wurde bereits mit dem Monatsbericht November 2020 mitgeteilt und wird jetzt ebenfalls in der neuen Kosten- und Terminprognose berücksichtigt. 2 Eine ausführliche Darstellung des gegenwärtigen Standes der Sanierung und zu r Kosten- und Ter- minprognose Dezember 2020 findet sich in dem beiliegenden Bericht der Projektsteuerung Zarinfar. Die laufende Mittelabflussplanung zeigt, dass die Liquidität des Projektes noch bis Ende 2021 gesi- chert ist. Zur Mitte des Jahres 2021 soll de shalb eine erneute Vorlage zur Erweiterung der Verpflich- tungs- und Kreditermächtigungen vorgelegt werden. Zeitgleich dazu wird auch eine separate Vorlage zur Verlängerung des Interims vorgelegt werden. Mit dem Monatsbericht Dezember 2020 wird auch wieder eine Risikobetrachtung vorgelegt. Gegen- über den im Monatsbericht September betrachteten Risiken haben sich die Kosten der Risiken um ca. 6,3 Mio. € reduziert. Gegenüber der Kosten - und Terminprognose vom 30.06.2019 haben sich die Risiken allerdings von ca. 17,1 Mio. € um ca. 9,2 Mio. € auf heute 26,3 Mio. € erhöht. Das ist unge- wöhnlich, da durch den Fortschritt der Planung und den Abschluss der Vergabeverfahren die Risiken eigentlich sinken müssten. Der Grund hierfür liegt einerseits in dem Corona-Risiko das vor neun Mo- naten neu eingeführt wurde und einigen kleineren Risiken, die dem Vorsichtsprinzip folgend zusätz- lich aufgenommen wurden. Mit der Insolvenz des mit den Rohbauarbeiten beauftragten Unternehmens im Dezember 2020 hat sich ein Risiko realisiert, die dadurch entstehende Kostensteigerung und Verzögerung ist in der neu- en Kosten- und Terminprognose berücksichtigt. Die Prüfung und die anschließende Überarbeitung der Ausführungsplanung wurde auch im Dezember 2020 weitergeführt, so wurde die nach der Planprüfung überarbeite haustechnische Planung des Schauspielhauses im Dezember übergeben. Die Arbeiten konzentrieren sich jetzt auf das Opernhaus, hier werden die Prüfergebnisse von den Prüfern im laufenden Verfahren an die Planer rückgekoppelt und unmittelbar verarbeitet. Im Dezember 2020 wurden auch die ersten, nach Prüfung und Überarbeitung vollständig vor - liegenden Pläne zur Vorbereitung der Werkstatt - und Montageplanung an die beauftragten Firmen übergeben. Diese Pläne betreffen die verschiedenen Zentralen, die von den Firmen in ihrer Werk- statt- und Montageplanung als erste Bereiche bearbeitet werden. Die Werkstatt- und Montageplanung ist bereits Bestandteil der Leistungsphase 8 - Bauausführung. Auf der Baustelle werden weiterhin Arbeiten im Rahmen der vorgezogenen Maßnahmen durchge- führt, nach langer Vorbereitung konnten auch die zwei Energieketten auf die Portalbrücke des Opern- hauses aufgelegt werden. Der vom Gericht bestellte Gutachter im selbständigen Beweisverfahren hat auch den für Dezember 2020 auf der Baustelle angesetzten Termin wegen der bekannten Kontaktbeschränkungen abgesagt. gez. Streitberger
Beratungsverlauf (3)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 0232/2021
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 28.01.2021
- Erstellt
- 21.01.2021 15:48