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AN/1261/2019

Prüfung eines zusätzlichen Streetworkkonzepts für „Problemgruppen“ aus Erwachsenen im öffentlichen Raum

Gem. Antrag nach § 3 (Linke) 16.09.2019

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Nächste Beratung: Rat, Sitzung am 26.09.2019, TOP 3.1.7

Gem. Antrag nach § 3 (Linke)

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Gem. Antrag nach § 3 (Linke)

3710 Zeichen

DIE LINKE Fraktion im Rat der Stadt Köln 
Lisa Gerlach, Einzelmandatsträgerin  
 
 
An die Oberbürgermeisterin  
Henriette Reker 
 
 
 
 
Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: 16.009.2019 
 
AN/1261/2019 
 
Antrag gem. § 3 der Geschäftsordnung des Rates 
Gremium Datum der Sitzung 
Rat 26.09.2019 
 
Prüfung eines zusätzlichen Streetworkkonzepts für „Problemgruppen„ aus 
Erwachsenen im öffentlichen Raum 
Sehr geehrte Frau Reker, 
die Antragsteller bitten Sie, folgenden Antrag auf die Tagesordnung der kommenden Sitzung 
des Rates zu setzen. 
 
Beschluss: 
1. Die Verwaltung prüft den Bedarf an Streetworkteams für „Problemgruppen“ aus Er-
wachsenen 
a) aus einem Straßenkultur-Milieu aus der Obdachlosen,- Trinker,- und Drogensze-
ne 
b) aus dem Partymilieu aus jungen und älteren Erwachsenen und dazugehörigen 
Jugendlichen, die im öffentlichen Raum durch massive Delikte auffallen. 
2. Die Streetworkerteams sollen ausschließlich in Hotspots eingesetzt werden. Durch 
ein „Stay&Move"-Konzept sollen sie der Szene bei ihren Wanderungen folgen kön-
nen. Sie sollen fest eingebettet in eine Ordnungspartnerschaft mit Polizei, Ordnungs-
amt, Politik und engagierten V ereinen und Nachbarschaftsinitiativen "vor Ort" rund um 
den jeweiligen Hotspot agieren. Mittels einer auch konfrontativen Pädagogik unter 
Aufsicht des Sozialdezernats, evtl. an einen freien Träger vergeben, sollen sie hand-
lungsfähig sein.  
3. Die Verwaltung lokalisiert die Hotspots und legt den Rats- und Ausschussmitgliedern 
dar, wie viele Streetworkteams sinnvoll einzusetzen wären und welche Kosten 
dadurch entstünden.

- 2 - 
 
Begründung: 
Bisher hat Köln insgesamt 12 Streetworker. Sie betreiben einerseits feste Brennpunktarbeit, 
andererseits werden sie an wechselnden mobilen Hotspots als „Feuerwehr“ eingesetzt. Die-
se Teams sind die Ansprechpartner von Jugendlichen und jungen Erwachsenen und sind 
deshalb folgerichtig an das Jugendamt angebunden. 
An den innerstädtischen Hotspots machen dagegen hauptsächlich Gruppen bestehend aus 
älteren Mitgliedern Probleme. Dafür braucht es eine andere Konzeption von Streetwork und 
eine andere Einbindung in Verwaltungsstrukturen.  
Das aktuelle Streetworkkonzept mit seiner eng ausgelegten Jugendarbeit als rein "begleiten-
dem" Ansatz macht in den sozialen Brennräumen (Finkenberg, Kölnberg, Chorweiler, 
Ostheim, Bocklemünd, Kalk) Sinn. Dort liegen die Wohngebiete der Klienten von Streetwork. 
Hier zeigen die Streetworkteams auffälligen Jugendlichen neue Lebensperspektiven auf, 
integrieren sie und bringen sie damit von ihrem konfliktträchtigen V erhalten ab. 
Die Teams sollten sich auch die meiste Zeit in „ihrem“ Veedel aufhalten und so oft wie mög-
lich erreichbar sein. Sonst nehmen die Jugendlichen die Streetworker nicht mehr als mögli-
che Ansprechpartner und Problemlöser wahr. Doch bisher war das nur eingeschränkt der 
Fall, denn die Personaldecke ist für beide Aufgaben zu dünn. 
Die Hotspots dagegen entstehen oft dort, wo Personen feiern oder ihren T ag verbringen. 
Diese Klientel ist älter und wechselt viel stärker als die Adressaten von Streetwork in den 
Brennräumen. Deshalb braucht Streetwork hier eine andere Ansprache, ein anderes Konzept 
und ein anderes Mandat – vom Sozialamt statt vom Jugendamt. 
Die bisherigen V ersuche, die Situation an diversen Hotspots wie den Ringen zu befrieden, 
haben nicht erwünschten Erfolg gebracht. Ein rein repressives V orgehen löst die Probleme 
nicht – es verlagert und verschärft sie stattdessen. Nun ist es Zeit, die Rolle von Streetwork 
zu verstärken und nachzuschärfen. 
Mit freundlichen Grüßen 
 
Gez. 
 
Michael Weisenstein 
Fraktionsgeschäftsführer 
Gez. 
 
Lisa Gerlach 
Einzelmandatsträgerin BUNT

Beratungsverlauf (1)

26.09.2019 Rat
TOP 3.1.7 Antrag / Anfrage Entscheidung

Beschluss: endgültig abgelehnt

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Details

Aktenzeichen
AN/1261/2019
Typ
Gem. Antrag nach § 3 (Linke)
Datum
16.09.2019
Erstellt
16.09.2019 11:56