Mandari Insight

2391/2024

Weiterführung des Projektes Brückenbauer*

Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss 12.12.2024

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Nächste Beratung: Rat, Sitzung am 12.12.2024, TOP 10.7

Anlage 3 Tätigkeitsbericht Brückenbauer

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Ansehen

Anlage 2 Finanzplan Brückenbauer 2025_2026

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Ansehen

Anlage 4 Stellungnahme der Verwaltung

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Beschlussvorlage Rat

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Anlage 1 Antrag Brückenbauer 2025_2026

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Ansehen

Anlage 3 Tätigkeitsbericht Brückenbauer

14951 Zeichen

Ein Projekt von
Tätigkeitsbericht Brückenbauer* 
1.     Einleitung
2.    Was ist Brückenbauer*?
3.    Kooperation mit der Projektreihe „WE CAN SPEAK“
4.    Durchgeführte Workshops
5.    Wirkung
6.    Ausblick

1. Einleitung
Mit der Zunahme der nach Deutschland kommenden geflüchteten Menschen in den letzten
Jahren hat das Thema Flucht – leider oft nicht in sachlicher Form – wieder sehr an
Bedeutung in der öffentlichen und politischen Debatte gewonnen (u.a. bei der Frage nach
der Belastung von Kommunen bei der Unterbringung, aber auch bei Verteilungsfragen bei
Zugängen zu Kitaplätzen, Arztterminen etc.). Der Kölner Flüchtlingsrat e.V. beobachtet dabei
eine zunehmend populistische Diskursverschiebung, die Ängste schürt und Bilder
produziert, die nicht von Fakten gedeckt sind. Dies wurde auch in den Programmen zur
Europawahl und letztlich dem Wahlergebnis deutlich. Erste Umfragen zeigen, dass auch bei
den Wählerinnen und Wählern unter 24 Migration eines der Hauptthemen darstellte, das sie
motivierte, Parteien mit einer ablehnenden Haltung gegenüber der Aufnahme von
Geflüchteten zu wählen. Dieser Trend wurde dieser Trend auch bei den Juniorwahlen in Köln
festgestellt - auch hier gab es Schulen, an denen die Jugendlichen mit starken Ergebnissen
rechtsorientierte Parteien wählten (KstA 21.06.2024, S. 21: Gegen Rechtsruck an den
Schulen). Menschenrechte und die sich aus der Genfer Flüchtlingskonvention ableitenden
Rechte von Flüchtenden spielen in der (politischen und gesellschaftlichen) Debatte selten
eine Rolle. Ebenfalls hinzu kommt, dass die Opferberatung Rheinland sowie die
Beratungsstelle Backup in ihrem Tätigkeitsbericht 2024 einen weiterhin hohen Anteil
rechter Gewalt dokumentieren. "Für das Jahr 2023 registrierten die beiden Beratungsstellen
insgesamt 355 rechte, rassistische, antisemitische und andere menschenfeindliche
Gewalttaten mit mindestens 452 direkt betroffenen Menschen in NRW, darunter
mindestens 17 Kinder und Jugendliche [...] 214 (60,3 Prozent) rassistisch motiviert." Von
rassistischer Gewalt sind potenziell auch Geflüchtete betroffen. Dies zeigt auch die Statistik
des Bundeskriminalamtes, nach der sich 2023 die Übergriffe auf Geflüchtete und ihre
Unterkünfte mit 2.378 im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt haben.  Umso wichtiger ist eine
Bildungsarbeit mit Kindern und Jugendlichen, die dazu beiträgt, Wissen zum
Themenkomplex Flucht zu erlangen um damit Diskurse kritisch einordnen zu können, sowie
Sensibilität und Empathie für die Situation Geflüchteter zu entwickeln. Wissen kann
Vorurteile entkräften und wirkt Diskriminierung entgegen. Die Brückenbauer*-Workshops
tragen durch die Wahl der Inhalte und Methoden dazu bei, dass auch Nicht-Betroffenen
deutlicher wird, welche Auswirkungen eine Flucht auf Menschen hat und was es bedeutet,
Zugang zu Schutz und Teilhabe in der Aufnahmegesellschaft zu erhalten. Gleichzeitig
werden auch geflüchtete Kinder und Jugendliche in den Schulklassen empowert. Sie
erleben, wie ihre Klassengemeinschaft sich mit den für sie relevanten Themen beschäftigt
und Methoden zum Einsatz kommen, die ihre Perspektiven und Anliegen hervorheben. Die
Bildungsarbeit des Kölner Flüchtlingsrat richtet sich zudem auch an Pädagog*innen, da eine
Sensibilisierung der Lehrkräfte und Schulsozialarbeitenden für Lebensumstände und
Herausforderungen ihrer geflüchteten Schüler*innen dazu beiträgt, dass diese mit ihren
besonderen Bedarfen gesehen und besser unterstützt werden können. Insgesamt konnten
dank städtischer Förderung bereits über 2100 Schüler*innen erreicht werden, die dadurch
eine eigene, informierte Haltung zum Thema Flucht entwickeln.
S.1

2. Was ist Brückenbauer*?
Brückenbauer* ist ein Bildungsprojekt des Kölner Flüchtlingsrat e.V., seit Ende 2018 durch
die Stadt Köln gefördert, in dessen Rahmen der Verein Workshops für Schüler*innen von der
4. Klasse bis zur Oberstufe sowie Fortbildungen für Lehrkräfte und Pädagog*innen an Kölner
Schulen durchführt. Das Projekt ist das älteste von mittlerweile vier Bildungsangeboten des
Jugend- und Bildungsbereichs des Kölner Flüchtlingsrat e.V. Die weiteren Bildungsangebote
sind:
WE CAN SPEAK – Wir reden mit!
Schulworkshops mit Teamer*innen mit eigener Fluchterfahrung zu den Themen
Flucht, Flüchtlingsschutz, Vorurteilen und Diskriminierung
WE CAN SPEAK – Lasst uns reden!
Schulworkshops mit Teamer*innen mit eigener Fluchterfahrung und
Bildungsreferent*innen des Kölner Flüchtlingsrat e.V. zu den Themen Demokratie,
demokratischen Werten und Flüchtlingsschutz
WE CAN SPEAK - Ihr redet mit!
Schulworkshops zum Thema Medienbildung und Demokratiekompetenz
Klimawandel, Mobilität und Displacement
Schulworkshops zu den Themen Klimawandel, Migrationsbewegungen und
Klimagerechtigkeit
In den Brückenbauer*-Schulworkshops geht es um die Themen Flucht, Menschenrechte,
Diskriminierung, Partizipation und Akzeptanz. Während der städtischen Förderung (trotz
vieler pandemiebedingter Schwierigkeiten) konnten bereits  107 Workshops für
Schüler*innen und 13 Workshops für Pädagog*innen stattfinden. 
Neben einem Grundlagen-Workshop bietet Brückenbauer* mittlerweile drei
Vertiefungsmodule für Schüler*innen an: 
Ankommen in Deutschland
Vorurteile und Diskriminierung 
Grenzen und Menschenrechte
Für Erwachsene bietet das Projekt im Rahmen der Workshopreihe „Wissen und Kompetenz
im Umgang mit geflüchteten Schüler*innen“ seit Herbst 2021 Workshops zu folgenden
Themen an:
Lebenssituation geflüchteter Kinder und Jugendlicher in Deutschland
Rassismuskritische Pädagogik und das Thema Flucht im Klassenraum (2-teilig)
Die Bedeutung von Flucht und Trauma im Kontext Schule
S.2

3. Kooperation mit dem Projekt „WE CAN SPEAK – Wir reden mit!“
Das Projektreihe „WE CAN SPEAK“ zielt darauf ab, Vorurteile und strukturelle
Benachteiligungen gegenüber Menschen mit Fluchterfahrungen aufzubrechen, indem es
Geflüchtete stärkt, Workshops mit Jugendlichen selbst durchzuführen und somit auch
Begegnung zu ermöglichen. Hierfür wurden im ersten Halbjahr 2022 15 und im Jahr 2023 8
Geflüchtete zu „Speaker*innen" qualifiziert. Statt nur über Geflüchtete zu sprechen, werden
so ihre Perspektiven sichtbar und sie erhalten die Möglichkeit der Mitgestaltung von
politischer Bildungsarbeit.
Im Rahmen der Kooperation beider Projekte begleiten Speaker*innen die
Bildungsreferent*innen bei den Workshops an Kölner Schulen. Die Perspektiven der
Speaker*innen auf die Workshopinhalte, die ja auch ihre eigene Biografie betreffen, wurden
(insbesondere von den teilnehmenden Schüler*innen) als sehr gewinnbringend
wahrgenommen. In den Workshops erhalten die Schüler*innen die Gelegenheit, den
Speaker*innen Fragen bezüglich deren eigener (Flucht-)Geschichte zu stellen. Sie erleben so
einen sehr direkten und persönlichen Zugang zum Thema Flucht. Kinder und Jugendliche mit
eigener Fluchterfahrung erleben Role Models, die ihnen vorleben, wie Engagement und
Empowerment miteinander verbunden werden können.
Um die Qualität der Workshops stetig zu verbessern – insbesondere in der Zusammenarbeit
mit den Speaker*innen – und Methoden und Inhalte zu reflektieren, werden von den
Bildungsreferentinnen von Brückenbauer* regelmäßig Fortbildungen besucht. Hierzu zählte
z.B. eine Intervision begleitet durch die interkulturelle Trainerin und Traumatherapeutin Kelly
Cavalcanti zu „rassismussensibler Bildungsarbeit als nicht betroffene, weiße
Bildungsreferentin“ 2023 oder der Besuch der Fortbildungsreihe zu Demokratie- und
Konfliktkompetenz.
S.3

4. Durchgeführte Workshops
In der Projektlaufzeit wurden, bis auf einige coronabedingt eingeschränkte Zeiten, alle
geplanten Maßnahmen erfolgreich durchgeführt (v.a. Workshops, Konzeption neuer Inhalte
und Methoden, Pädagog*innen-Workshops).
Seit 2022 wurden dabei in den Workshops durchgehend die Speaker*innen aus WE CAN
SPEAK mit einbezogen (Vorbereitungstreffen, Ausarbeitung / Zusammenstellung der
Methoden und Ablaufpläne, Reflexion). 
Durch die mittlerweile 107 durchgeführten Workshops für Schüler*innen kann (bei einer
niedrig geschätzten Klassenstärke von etwa 20 Schüler*innen) davon ausgegangen werden,
dass über 2100 Kinder und Jugendliche von der Grundschule bis zur Oberstufe erreicht
wurden. In den letzten Jahren überstieg die Zahl der Anfragen durchgehend die
Möglichkeiten, sodass allein seit 2022 über 20 angefragte Workshops aufgrund mangelnder
Kapazitäten abgesagt werden mussten.
 2019 - 2022 wurden folgende Schulformen erreicht: 
Schulform Anzahl Workshops Schulstufe 
Grundschule
Gesamtschule
Realschule 
Gymnasium
Sek.1 und Sek.2
Sek.1 und Sek.2
15
9
5
24 Sek.1, Sek.2, Oberstufe
Berufskolleg
3. und 4. Klasse
9
Daneben wurden 3 offene Workshops für Schüler*innen aller Kölner Schulen der Sek.1 und
Sek.2 angeboten.
Im Zeitraum bis Ende 2022 wurden zudem 5 Workshops für Pädagog*innen an Kölner
Schulen im Rahmen der Workshopreihe “Wissen und Kompetenz im Umgang mit
geflüchteten Schüler*innen durchgeführt.
S.4

Schule / Klassenstufe Workshops Thematischer Schwerpunkt
Heinrich-Heine-Gymnasium,
Sek.1 
Johannesschule, 4. Klasse
Gesamtschule Holweide,
Sek.2
Peter-Lustig-Grundschule 
Heinrich-Böll-
Gesamtschule, Sek.II
5 Einführung Flucht, Menschenrechte
Heimat, Einführung Flucht und
Ankommen
Einführung Flucht, europäische
Flüchtlingspolitik und Grenzen
Heimat, Einführung Flucht und
Ankommen
14 
6 
3
2 Grundlagen Flucht, Vertiefung
Diskriminierung
Im Zeitraum 2023/2024 wurden zudem bisher 7 Workshops für Pädagog*innen durchgeführt,
davon (aufgrund von hoher Nachfrage) drei Workshops zum neu entwickelten Modul “Die
Bedeutung von Flucht und Trauma im Kontext Schule” und zwei zur “Lebenssituation
geflüchteter Schüler*innen in Deutschland”. 
Die von 2023 bis Mitte 2024 durchgeführten Workshops für Schüler*innen werden im
Folgenden noch einmal detaillierter aufgelistet.
Grundschule Luzerner
Weg, 3. und 4. Klasse 2 Heimat, Einführung Flucht und
Ankommen, Vorurteile
Gottfried-Herder-Gymnasium,
Sek.2 2 Grundlagen Flucht, Vertiefung
Diskriminierung
Henry-Ford-Realschule, Sek.1
und Sek.2 4 Grundlagen Flucht, Vertiefung
Diskriminierung und Flüchtlingsschutz
Berufskolleg Südstadt
Berufskolleg Lindenthal
2 Grundlagen Flucht, Vertiefung
Diskriminierung
3 Einführung Flucht, Menschenrechte
In den Workshops wurden Methoden angewendet, die nicht nur Wissen vermitteln und für
die Situation Geflüchteter sensibilisieren, sondern auch zur Reflexion über eigene
(altersentsprechende) Handlungsspielräume angeregt haben. So überlegten beispielsweise
Grundschüler*innen, wie sie konkret einem geflüchteten Kind das Ankommen in ihrer Schule
erleichtern und Ausgrenzung entgegenwirken können, Pädagog*innen tauschten sich zu
Best-Practice-Beispielen im Umgang mit traumatisierten geflüchteten Schüler*innen aus.
Jeder Workshop für Schüler*innen wurde zuvor mit den Lehrkräften vorbereitet (mittels
eines Fragebogens zur Erhebung der Klassenzusammensetzung und evtl. Vorwissen) und bei
Bedarf auch nachbereitet. 
S.5

5. Wirkung
Die am Ende eines jeden Schüler*innen-Workshops erhobenen Feedbacks der
Teilnehmenden zeigen zudem, dass auch das Projektziel „Schüler*innen entwickeln im
Rahmen eines Workshops Antworten auf ihre Fragen zum Themenkomplex Flucht und
entwickeln eine kritische Haltung zum Flüchtlingsdiskurs“ erreicht wurde: 
„Ich fand es schön, dass wir Einblicke bekommen haben, die man so sonst nicht kriegen
würde, und dass wir mit einbezogen wurden. Mir hat auch gefallen, dass vor Ort
Geflüchtete waren, die ihre Geschichte erzählen konnten.“ (Feedback zum Workshop in der
Sek.2 an der Heinrich-Böll-Gesamtschule)
 
„Solche Workshops zur Sensibilisierung für das Thema Flucht sollten standardmäßig in
Grundschulen stattfinden. Selten habe ich diese Klasse so interessiert und engagiert
erlebt.“ 
(Schulsozialarbeiter an der Peter-Lustig-Schule)
„War sehr informativ, viel gelernt, lehrreich, sensationelle Leistung, gerne
Wiederholungsbedarf!“ 
(Feedback zum Workshop in der Sek.2 an der Heinrich-Böll-Gesamtschule)
„Viele gute und neue Informationen. Sensibilisierung für ein so wichtiges Thema!"
„informativer, lebensnaher Vortrag, tolle Begleitung durch einen  "Betroffenen"."
(Feedback zweier Teilnehmenden aus einem Pädagog*innen-Workshop “Lebenssituation
geflüchteter Schüler*innen und deren Implikationen für den Schulalltag” am Heinrich-
Mann-Gymnasium. Der Workshop wurde zusammen mit einem Speaker durchgeführt.)
„Toll: Die Fragerunde, der Film, das Quiz, die Bilder. Dass ihr alle Fragen beantworten
konntet.” (Feedback zum Workshop in einer 4. Klasse an der Peter-Lustig-Schule)
Die Rückmeldungen aus der Schülerschaft und von Pädagog*innen zu den durchgeführten
Workshops zeigen, dass die Workshops bei den Teilnehmenden wichtige Denkprozesse
angestoßen haben und insbesondere durch die Begegnung mit den selbst geflüchteten
Speaker*innen neue Zugänge zum Thema Flucht entstanden sind. Einige Schulen, darunter
auch „Schule ohne Rassismus / Schule mit Courage-Schulen“, haben die Brückenbauer*-
Workshops als festen Bestandteil ihres Unterrichts integriert.
S.6

6. Ausblick
Bis Ende 2024 ist Brückenbauer* ausgebucht, uns erreichen bereits die ersten
Workshopanfragen für 2025. Zukünftig wollen wir neben den Workshops an Schulen und den
bereits bestehenden Pädagog*innen-Workshops weitere Inhalte für Pädagog*innen
aufbereiten und zudem gezielt für unser Angebot für ganze Kollegien werben (nach
positivem Verlauf eines Workshops beim pädagogischen Tag des Heinrich-Mann-
Gymnasiums). Auch der Weiterbildung wollen wir uns widmen. Da durch die in unseren
Projekttagen behandelten Themen bei den Teilnehmenden weitere Themenfelder geöffnet
werden können, die sehr emotional besetzt sind, sind Konflikte unter den Teilnehmenden
und auch mit der begleitenden Lehrkräfte nicht auszuschließen. Daher wird im nächsten
halben Jahr eine Zusatzausbildung als Konfliktcoach* angestrebt, um mögliche Widerstände
und Spannungen im Zusammenhang zu den komplexen Themen professionell begleiten zu
können.
Der Rechtsruck in vielen deutschen Bundesländern und auf europäischer Ebene, u.a. durch
das Wahlverhalten junger Menschen, erschrickt uns. Besorgt beobachten wir eine
scheinbare Normalisierung von Aussagen, die Menschenrechte von Geflüchteten in Frage
stellen. Umso wichtiger ist  aus unserer Sicht auch in Zukunft unsere Bildungsarbeit im
Projekt Brückenbauer*, um jungen Menschen den Raum zu öffnen, flüchtlingspolitische
Diskurse zu reflektieren und eine kritische, menschenrechtsbewusste Haltung zu entwickeln.
Besonders elementar scheint uns, auch vor dem Hintergrund der Juniorwahlen in Köln,
Jugendlichen das Gefühl zu nehmen wenig Handlungs- und Einflussmöglichkeiten auf
politisches Geschehen zu haben.  Es gilt Handlungsräume   und Chancen aufzuzeigen.
Jugendliche brauchen dringend das Gefühl, dass die Welt sie nicht ausschließlich bedroht,
sondern ihre Beteiligung benötigt wird. Eine Fortsetzung unserer Bildungsarbeit ist hierfür
ein zentraler Bestandteil und die Fortführung der Förderung durch die Stadt Köln somit
dringend erforderlich.
S.7

Anlage 2 Finanzplan Brückenbauer 2025_2026

517 Zeichen

Finanzplan Brückenbauer* 2025 Finanzplan Brückenbauer* 2026
Fördersumme 50.120,00 € Fördersumme 52.125,55 € 
Eigenmittel 5.120,00 € Eigenmittel 5.212,55 € 
GESAMT 55.240,00 € GESAMT 57.338,10 € 
geplant geplant
PK 2025 47.558,74 € PK 2026 50.930,50 € 
SK 2025 3.840,63 € SK 2026 3.203,80 € 
AGV 3.840,63 € AGV 3.203,80 € 
GESAMT 55.240,00 € GESAMT 57.338,10 € 
2025 Personalkosten 2026 Personalkosten
24.087,16 € 25.928,66 € N.N. 12/h 
N.N. 15/h 23.471,58 € 
N.N. 12/h  
N.N. 15/h 25.001,84 € 
47.558,74 € 50.930,50 €

Anlage 4 Stellungnahme der Verwaltung

1571 Zeichen

16          12.12.2024 
 
Stellungnahme der Verwaltung zur Ratssitzung 12.12.2024 
TOP 10.7 Weiterführung des Projektes Brückenbauer*, 2391/2024 
Der Finanzausschuss hat die o.g. Beschlussvorlage in seiner Sitzung vom 
09.12.2024 ohne Votum behandelt. 
Die Beschlussvorlage beinhaltet bereits eine Begründung der Dringlichkeit. 
Zur Herstellung der Planungssicherheit für den Träger und dessen eingesetztes 
Personal ist ein Beschluss des Rates im Dezember erforderlich. Die Dauer der 
verwaltungsinternen Abstimmungen im Rahmen der Haushaltsaufstellung macht im 
Ergebnis die vorliegende dringliche Entscheidung notwendig. 
Die Entscheidung zur Einbringung der Vorlage noch in 2024 erfolgte, 
 um Planungssicherheit für die Träger der Maßnahme ab 2025 zu 
gewährleisten (Kölner Flüchtlingsrat e.V.), 
 projektbezogene Personalstellen bei den Trägern zu erhalten, 
 aufgebaute Strukturen zu sichern und 
 Projektleistungen und Beratungsangebote für die Zielgruppen der beiden 
Angebote nahtlos weiterführen zu können. 
 
Für die Beschlussvorlage wurde im Beschlusstext der Vorbehalt der Genehmigung 
des Haushaltes 2025/26 formuliert. Die Mittel für die Maßnahme stehen im 
Teilergebnisplan des Amtes für Integration und Vielfalt in der Produktgruppe 0504 – 
Freiwillige Sozialleistungen und Diversity – bei Teilplanzeile 15 – Transferleistungen 
– in den Haushaltsjahren 2025 und 2026 zur Verfügung . 
 
Etwaige Abschlagszahlungen würden nach positiver Beschlussfassung des Rates im 
Rahmen des § 82 GO NRW an den Zeitraum der vorläufigen Haushaltsführung 
geknüpft.

Beschlussvorlage Rat

11137 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
OB/16/162/3 
 
Vorlagen-Nummer 
 2391/2024 
Freigabedatum 
  
Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung 
Betreff 
Weiterführung des Projektes Brückenbauer*  
Beschlussorgan 
Rat 
Gremium Datum 
 
Beschluss: 
Der Rat der Stadt Köln beschließt die Fortführung des Projektes Brückenbauer* in den 
Jahren 2025 in Höhe von 50.120,00 € und 2026 in Höhe von 52.125,55 €, vorbehaltlich 
der Genehmigung des Haushaltes für die Jahre 2025/2026.  
Die zur Finanzierung der Maßnahme benötigte Aufwandsermächtigung steht vorbehalt-
lich der Genehmigung des Haushalts 2025/2026 im Teilergebnisplan des Amtes für In-
tegration und Vielfalt in der Produktgruppe 0504 – Freiwillige Sozialleistungen und 
Diversity – bei Teilplanzeile 15 – Transferleistungen – in den Haushaltsjahren 2025 und 
2026 zur Verfügung. 
 
 
Integrationsrat 19.11.2024 
Ausschuss Schule und Weiterbildung 25.11.2024 
Finanzausschuss 09.12.2024 
Rat 12.12.2024

2 
Haushaltsmäßige Auswirkungen 
 Nein 
 Ja, investiv Investitionsauszahlungen        € 
  Zuwendungen/Zuschüsse  Nein  Ja            
% 
 Ja, ergebniswirksam Aufwendungen für die Maßnahme        € 
  Zuwendungen/Zuschüsse  Nein  Ja            
% 
Jährliche Folgeaufwendungen (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr: 2025 ff. 
a) Personalaufwendungen          € 
b) Sachaufwendungen etc.    2025: 
50.120,00 € / 2026: 52.125,55 € 
c) bilanzielle Abschreibungen         € 
Jährliche Folgeerträge (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr:       
a) Erträge          € 
b) Erträge aus der Auflösung Sonderposten         € 
Einsparungen: ab Haushaltsjahr:       
a) Personalaufwendungen          € 
b) Sachaufwendungen etc.          € 
Beginn, Dauer        
 
Auswirkungen auf den Klimaschutz 
 
  Nein    
  Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung)  
  Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung)  
 
 
Zusammenfassung in einfacher Sprache:  
Der Kölner Flüchtlingsrat e.V. ist ein Verein, der geflüchtete Menschen unterstützt. Er 
arbeitet mit dem Projekt Brückenbauer* an Kölner Schulen mit Kindern, Jugendlichen, 
Lehrerinnen und Lehrern zusammen. Sie lernen zu verstehen, wie Menschen, die ge-
flohen sind und in Köln Schutz gesucht haben, sich fühlen. Der Flüchtlingsrat zeigt, was 
Kinder, Lehrerinnen und Lehrer tun können, damit sich alle in der Klasse wohlfühlen. 
So können das Zusammenleben und das gemeinsame Lernen besser funktionieren. 
Um das Projekt auch in der Zukunft durchführen zu können, soll die Stadt Köln weiter 
Geld für die wichtige Arbeit bezahlen. Das soll der Rat beschließen.  
 
Begründung:  
Ausgangssituation: 
Das Projekt Brückenbauer* wurde seit dem 01.01.2020 - zunächst verbunden mit einer 
Befristung bis zum 31.12.2022 - auf Basis des politischen Veränderungsnachweises mit 
Haushaltsmitteln in Höhe von 45.000 Euro jährlich durch die Stadt Köln finanziert. Die

3 
Weiterführung des Projekts wurde nachfolgend durch den Rat der Stadt Köln in sei ner 
Sitzung am 08.12.2022 (2459/2022) für zwei Jahre beschlossen; die Förderung endet 
zum 31.12.2024. Der Träger hat nun die Fortführung des Projekts beantragt. 
Das Projekt soll mit Blick auf die äußerst wertvollen Unterstützungsangebote für Schü-
ler*innen und Lehrkräfte an den unterschiedlichen Kölner Schulformen nun auch in den 
Jahren 2025 und 2026 fortgeführt werden. Dies bereits rechtzeitig vor Ende der Finan-
zierungslaufzeit und vorbehaltlich der Genehmigung des Haushaltes für die Jahre 2025/ 
2026, um sowohl dem Träger als auch dem im Angebot eingesetzten Personal die er-
forderliche Planungssicherheit zu geben. Im Falle der vorläufigen Haushaltsführung 
werden Abschlagszahlungen mit dem Träger vereinbart. 
Ziel des Projektes ist es, Schüler*innen und Lehrkräfte an Kölner Schulen über die Le-
benssituation geflüchteter Menschen aufzuklären. So soll ein Abbau möglicher Vorur-
teile bewirkt und eine diversitätssensible, rassismuskritische Schul- und Klassen-
kultur gefördert werden.  
Gerade in der aktuell angespannten politischen Situation ist Demokratieerziehung wich-
tiger denn je! Angebote der politischen Bildung entlasten die Lehrkräfte an Kölner Schu-
len nachhaltig, was sich sehr deutlich du rch die stetige Nachfrage der Schulen nach 
Workshop-Durchführungen und die vielfältigen positiven Rückmeldungen der Lehr-
kräfte zeigt. Im Projekt werden mit sehr geringen personellen Ressourcen viele Schü-
ler*innen und Lehrkräfte erreicht. Sowohl durch die Durchführung der Workshops, aber 
auch durch die Erarbeitung und Bereitstellung von Material, mit dem auch Lehrkräfte 
weiterarbeiten können. So wird die Reichweite des Projekts nochmal verstärkt.   
Der Kölner Flüchtlingsrat e.V. hat zur Durchführung des Projekts eine Kooperations-
vereinbarung mit dem Kommunalen Integrationszentrum im Amt für Integration 
und Vielfalt der Stadt Köln  geschlossen; die Zusammenarbeit im Projekt erfolgt in 
enger inhaltlicher Abstimmung miteinander. So werden beispielsweise die Erfahrungen 
und Erkenntnisse der Aktivitäten des Netzwerks „Schule ohne Rassismus – Schule mit 
Courage“ in die Planung der Angebote miteinbezogen, um eine optimale Ausrichtung 
der Workshops sicherzustellen.  
 
Seit Beginn der städtischen Förderung bis zum Ende d es Schuljahres 2023/2024 wur-
den insgesamt 107 Workshops für Schüler*innen  und 13 Workshops und Fortbil-
dungen für Pädagog*innen  durchgeführt und hierbei 39 verschiedene Schulen - 
Grund-, Real-, Gesamtschulen, Gymnasien und Berufskollegs - erreicht.  
 
Konkretisierung der Projektziele: 
Schüler*innen erlangen in den Workshops des Projekts Brückenbauer* Wissen zum 
Themenkomplex Flucht und lernen auf dieser Basis, Diskurse kritisch einzuordnen so-
wie Sensibilität und Empathie für die Situation Geflüchteter zu entwickeln. Wissen 
kann Vorurteile entkräften und so Diskriminierung entgegenwirken . Zugleich kön-
nen die Workshops einen empowernden Moment für geflüchtete Schüler*innen bie-
ten. Die Klasse beschäftigt sich mit einem Stück ihrer Lebensgeschichte und es wi rd 
versucht, insbesondere ihre Perspektiven und Anliegen hervorzuheben.  
Neben einem Grundlagenmodul bietet Brückenbauer* den Schulen für die Schüler*in-
nen-Workshops mittlerweile vier Vertiefungsmodule an.  
Es handelt sich um:

4 
 Ankommen in Köln, 
 Vorurteile und Diskriminierung, 
 Flucht und Partizipation sowie 
 Grenzen und Menschenrechte. 
 
Für die Schulen erfolgt eine wertvolle Entlastung der Lehrkräfte, die mit dem Projekt 
Brückenbauer* einen sehr erfahrenen Partner an ihrer Seite haben, um den Themen-
komplex in ihrem Unterricht kompetent zu behandeln. Gleichzeitig kann durch die viel-
fältigen Impulse auch die Klassen- und Schulkultur positiv beeinflusst  werden, 
durch welche eine diversitätssensible, tolerante Gemeinschaft mit einem Bewusst-
sein für rassistische Strukturen und Benachteiligungen in unserer Stadtgesell-
schaft unterstützt werden kann. 
 
Lehrkräfte werden mit den verschiedenen Workshop -Angeboten im Umgang mit ge-
flüchteten Schüler*innen gestärkt und gleichzeitig ermutigt, diese Themen in ihren Klas-
sen zu besprechen. Das Angebot, Lehrkräfte durch eigene Workshop -Formate weiter-
zubilden, geht auf den auch weiterhin bestehenden konkreten Bedarf in den Schulen 
ein. Insgesamt wurden drei unterschiedliche Angebote für Lehrkräfte entwickelt.  
Es handelt sich um:  
 Lebenssituation geflüchteter Kinder und Jugendlicher in Deutschland, 
 Rassismuskritische Pädagogik und das Thema Flucht im Klassenraum (2-teilig) so-
wie 
 Die Bedeutung von Flucht und Trauma im Kontext Schule.  
 
Lehrkräfte erfahren so etwas über Lebenswirklichkeiten, die sie in der Regel nicht aus 
eigener Erfahrung kennen und e rhalten Wissen darüber, wie sie ihre Schüler*innen 
mit Fluchterfahrung nachhaltig auf ihrem Bildungsweg unterstützen  können.  
Durch die fortgesetzte Kooperation mit dem Projekt „We Can Speak“ , in dem ge-
flüchtete junge Erwachsene  zwischen 17-27 Jahren ein h albes Jahr lang zu „Spea-
ker*innen“ qualifiziert werden, können die Geflüchteten selber im Sinne einer „peer-to-
peer education“ Workshops zu den Themen  
 Flucht und Menschenrechte, 
 Flucht und Migration im Kontext des Klimawandels sowie 
 Diskriminierung und Rassismus mit Schwerpunkt rechter Hetze im Netz  
 
an den Schulen durchführen. Durch diese Vorgehensweise stärkt das Projekt Brücken-
bauer* die Stimme von Menschen mit Fluchterfahrung  und ermöglicht den Schü-
ler*innen gleichzeitig Einblicke in die Perspektive der Betroffenen. So wird nicht mehr 
(nur) über geflüchtete Menschen, sondern mit geflüchteten Menschen selbst ge-
sprochen.  
 
 
Angebote 2025/2026: 
 
Der Kölner Flüchtlingsrat e.V. hat in Abstimmung mit dem Kommunalen Integrations-
zentrum folgende Planung für die nächste Förderphase angegeben: 
 
 Durchführung von mindestens 27 Workshops für Schüler*innen pro Jahr,

5 
 Durchführung von mindestens 7 Workshops für Lehrkräfte pro Jahr, 
 Weiterentwicklung der Workshop-Module auf Basis des aktuellen Bedarfs der Schu-
len und in Reaktion auf aktuelle Entwicklungen, 
 Fortführung der Kooperation mit ‚We Can Speak‘, damit die ausgebildeten Spea-
ker*innen in den Schulen als Expert*innen ihrer eigenen Lebenssituation spre-
chen und 
 erarbeitete Bildungsmaterialien werden für Lehrkräfte zur  eigenen Nutzung im Un-
terricht zur Verfügung gestellt 
 
Projektkosten pro Jahr: 
 2025 2026 
Personalkosten (27 Wo-
chenstunden) 
47.558,74 € 50.930,50 € 
Overhead 3.840,63 € 3.203,80 € 
Sachkosten  3.840,63 € 3.203,80 € 
Gesamt 55.240,000 € 57.338,10 € 
 
Städtische Förderung 50.120,00 € 52.125,55 € 
Eigenanteil Träger 5.120,00 € 5.212,55 € 
 
Die Erhöhung der Gesamtkosten für die Jahre 2025 und 2026 resultieren aus der Be-
rücksichtigung einer jährlichen Tarifkostensteigerung um jeweils vier Prozent. Der Trä-
ger erbringt pro Jahr einen Eigenanteil in Höhe von 10 Prozent der städtischen Förde-
rung.  
Das Projekt wird bei der Stadt Köln weiterhin durch das Kommunale Integrationszent-
rum betreut. Weitere Details zur bisherigen und zur zukünftigen Umsetzung des Pro-
jekts ergeben sich aus dem beigefügten Tätigkeitsbericht und dem Projektantrag. 
 
Verwendungsnachweis 
Der Träger erbringt jährlich einen Verwendungsnachweis über die Verausgabung der 
Projektmittel in Form von Sachbericht und zahlenmäßigem Nachweis.  
 
Finanzierung 
Die zur Finanzierung der Maßnahme benötigte Aufwandsermächtigung steht vorbehalt-
lich der Genehmigung des Haushalts 2025/2026 im Teilergebnisplan des Amtes für In-
tegration und Vielfalt in der Produktgruppe 0504 – Freiwillige Sozialleistungen und 
Diversity – bei Teilplanzeile 15 – Transferleistungen – in den Haushaltsjahren 2025 und 
2026 zur Verfügung. 
 
Begründung für die Dringlichkeit 
Zur Herstellung der Planungssicherheit für den Träger und dessen eingesetztes Per-

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sonal ist ein Beschluss des Rates im Dezember erforderlich. Die Dauer der verwal-
tungsinternen Abstimmungen im Rahmen der Haushaltsaufstellung macht im Ergebnis 
die vorliegende Dringlichkeitsentscheidung notwendig. 
 
 
Anlage: 1 – Tätigkeitsbericht Brückenbauer 
Anlage 2 – Antrag Brückenbauer 2025_2026  
Anlage 3 – Finanzplan Brückenbauer 2025_2026

Anlage 1 Antrag Brückenbauer 2025_2026

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Antrag auf Verlängerung des Bildungsprojektes 
Brückenbauer* an die Stadt Köln 
 
Gegen Vorurteile, Rassismus und Diskriminierung und für Solidarität, 
Vielfalt und die Rechte von Geflüchteten. 
 
Fördersumme: 2025 50120,72€ / 2026 52125,55€ 
Projektlaufzeit: 2 Jahre, 01.01.2025 – 31.12.2026 
Benötigter Stellenumfang: mind. 27 Std. / Woche  
 
Das Bildungsprojekt Brückenbauer* benötigt eine Fortführung sowie 
Verstetigung der finanziellen Förderung, um auch in den kommenden 
Jahren Kölner Schüler*innen, Lehrkräfte und Schulsozialarbeiterinnen 
zu den Themen Flucht, Migration, Menschenrechte, Diversität und 
Akzeptanz zu sensibilisieren und den großen Bedarf an politischer 
Bildungs- und Menschenrechtsarbeit an Kölner Schulen mit decken zu 
können. 
Brückenbauer* ist mit einer Laufzeit von mittlerweile sieben Jahren ein 
fest verankertes Bildungsangebot im Kölner Stadtgebiet. Das Projekt 
bietet Workshops für Schüler*innen von der 4. Klasse bis zur 
Oberstufe, sowie für Lehrkräfte und Schulsozialarbeiter*innen an. In 
den Workshops geht es um die Themen Flucht, Migration, Menschen-
rechte, Diskriminierung, Partizipation und Akzeptanz von gesellschaft- 
licher Diversität. Seit Beginn der Jugendbildungsarbeit des KFR haben 
über 100 Workshops für mehr als 2000 Kinder und Jugendliche 
stattgefunden. In den letzten Jahren überstieg die Zahl der Anfragen 
durchgehend die Möglichkeiten, sodass allein 2023 über 20 angefragte 
Workshops aufgrund mangelnder Kapazitäten abgesagt werden 
mussten. Für 2024 können bereits seit den Sommerferien keine 
Anfragen mehr angenommen werden, sondern müssen auf andere 
Bildungsangebote oder das nächste Schulhalbjahr verwiesen werden. 
JUGEND- UND BILDUNGSARBEIT 
FliehKraft | 2. Etage 
Turmstr. 3-5 
50733 Köln 
 
Aische Westermann, Bereichsleitung 
0160 / 993 058 01 
westermann@koelner-fluechtlingsrat.de 
 
Romi Radtke, stv. Bereichsleitung 
0152 / 347 310 62 
radtke@koelner-fluechtlingsrat.de 
 
Alaa Alshibli 
0176 / 880 991 26 
alshibli@koelner-fluechtlingsrat.de 
 
Susanna Buttchereyt 
0170 / 650 362 0 
buttchereyt@koelner-fluechtlingsrat.de 
 
Jashar Erfanian 
0151 / 54 192 903 
erfanian@koelner-fluechtlingsrat.de 
 
Celia Sachs 
0177 / 403 089 9 
name@koelner-fluechtlingsrat.de 
 
Anna Thoms 
0175 / 208 240 8 
thoms@koelner-fluechtlingsrat.de 
 
www.jugend-kfr.de 
instagram: @jugend_kfr 
 
koelner-fluechtlingsrat.de 
 
 
 
 
 
 
 
 
Kölner Flüchtlingsrat e.V. ist eingetragen  
im Vereinsregister des Amtsgerichts Köln (VR 
12449) 
 
Vorstand 
Dr. Michael Bollmann 
Prof. Dr. Markus Ottersbach 
Rechtsanwältin Eva Steffen 
Kathrin Peters 
 
Der Verein ist laut Bescheinigung des 
Finanzamtes Köln-Mitte vom 27.02.2024 
als gemeinnützig anerkannt. Spenden  
und Beiträge sind steuerlich absetzbar. 
 
Spendenkonto 
Kölner Flüchtlingsrat e.V. 
IBAN: DE75 3702 0500 0001 7183 01 
  
JUGEND- UND BILDUNGSARBEIT / FLIEHKRAFT  •  TURMSTR: 3-5  •  50733 KÖLN

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Daher soll die beantragte Fördersumme nicht nur die gestiegenen Personalkosten 
decken, sondern vor allem mit einer deutlich höheren Stundenanzahl einhergehen, um 
dem genannten Bedarf entsprechen zu können. 
 
In den Workshops wurden Methoden angewendet, die nicht nur Wissen vermitteln und 
für die Situation Geflüchteter sensibilisieren, sondern auch zur Reflexion über eigene 
(altersentsprechende) Handlungsspielräume angeregt haben. So überlegten 
beispielsweise Grundschüler*innen, wie sie konkret einem geflüchteten Kind das 
Ankommen in ihrer Schule erleichtern und Ausgrenzung entgegenwirken können, 
Pädagog*innen tauschten sich zu Best-Practice-Beispielen im Umgang mit 
traumatisierten geflüchteten Schüler*innen aus. Jeder Workshop für Schüler*innen 
wurde zuvor mittels eines Fragebogens zur Erhebung der Klassenzusammensetzung und 
evtl. Vorwissen mit den Lehrkräften vorbereitet und bei Bedarf auch nachbereitet. 
Neben einem Grundlagen-Workshop bietet Brückenbauer* weiterhin vier Vertiefungs-
Workshops für Schüler*innen an:  
1. Ankommen in Köln 
2. Vorurteile und Diskriminierung  
3. Flucht und Partizipation (entwickelt 2021) 
4. Grenzen und Menschenrechte (entwickelt 2021) 
 
Für Lehrkräfte und Schulsozialarbeiter*innen werden bisher Themen angeboten: 
• 
Die Bedeutung von Flucht und Trauma im Kontext Schule 
• Lebenssituation geflüchteter Schüler*innen in Deutschland 
• Grundlagen zur asyl- und aufenthaltsrechtlichen Situation von 
geflüchteten Schüler*innen 
 
In der bisherigen Projektlaufzeit wurden - bis auf einige coronabedingt eingeschränkte 
Zeiten - stets alle geplanten Maßnahmen erfolgreich durchgeführt. 
Seit 2022 wurden dabei bei der Durchführung der Workshops durchgehend die 
Speaker*innen aus WE CAN SPEAK mit einbezogen (Vorbereitungstreffen, Ausarbeitung 
/ Zusammenstellung der Methoden und Ablaufpläne, Reflexion).

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Kooperation mit dem Bildungsprojekt „WE CAN SPEAK” 
 
Das Projektreihe „WE CAN SPEAK“ zielt darauf ab, Vorurteile und strukturelle 
Benachteiligungen gegenüber Menschen mit Fluchterfahrungen aufzubrechen, indem es 
Geflüchtete stärkt, Workshops mit Jugendlichen selbst durchzuführen und somit auch 
Begegnung zu ermöglichen. Hierfür wurden im ersten Halbjahr 2022 15 und im Jahr 
2023 8 Geflüchtete zu „Speaker*innen" qualifiziert. Statt nur über Geflüchtete zu 
sprechen, werden so ihre Perspektiven sichtbar und sie erhalten die Möglichkeit der 
Mitgestaltung von politischer Bildungsarbeit. 
 
Im Rahmen der Kooperation beider Projekte begleiten Speaker*innen die 
Bildungsreferent*innen bei den Workshops an Kölner Schulen. Die Perspektiven der 
Speaker*innen auf die Workshopinhalte, die ja auch ihre eigene Biografie betreffen, 
wurden (insbesondere von den teilnehmenden Schüler*innen) als sehr gewinnbringend 
wahrgenommen. In den Workshops erhalten die Schüler*innen die Gelegenheit, den 
Speaker*innen Fragen bezüglich deren eigener (Flucht-)Geschichte zu stellen. Sie 
erleben so einen sehr direkten und persönlichen Zugang zum Thema Flucht. Kinder und 
Jugendliche mit eigener Fluchterfahrung erleben Role Models, die ihnen vorleben, wie 
Engagement und Empowerment miteinander verbunden werden können. 
 
Um die Qualität der Workshops stetig zu verbessern – insbesondere in der 
Zusammenarbeit mit den Speaker*innen – und Methoden und Inhalte zu reflektieren, 
werden von den Bildungsreferentinnen von Brückenbauer* regelmäßig Fortbildungen 
besucht. Hierzu zählt 2024 u.a. eine Fortbildung zum Konfliktcoach, um mehr 
Kompetenz im Umgang mit kontroversen Themen im Bildungskontext aufzubauen. 
 
 
Bedarf an Bildungsarbeit zu den Themen Flucht, Migration und Menschenrechte 
 
Mit der Zunahme der nach Deutschland kommenden geflüchteten Menschen in den 
letzten Jahren hat das Thema Flucht – leider zu häufig in nicht sachlicher Form – an 
Bedeutung in der öffentlichen und politischen Debatte gewonnen (u.a. bei der Frage 
nach der Belastung von Kommunen bei der Unterbringung, aber auch bei Verteilungs-
fragen bei Zugängen zu Kitaplätzen, Arztterminen etc.). Der Kölner Flüchtlingsrat e.V. 
beobachtet dabei eine zunehmend populistische Diskursverschiebung, die Ängste schürt 
und Bilder produziert, die nicht von Fakten gedeckt sind. Dies wurde auch in den 
Programmen zur Europawahl und letztlich dem Wahlergebnis deutlich. Umfragen 
zeigten, dass auch bei den Wählerinnen und Wählern unter 24 Jahren Migration eines 
der Hauptthemen darstellte, das sie motivierte, Parteien mit einer ablehnenden Haltung

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gegenüber der Aufnahme von Geflüchteten zu wählen. Dieser Trend wurde auch bei den 
Juniorwahlen in Köln festgestellt - auch hier gab es Schulen, an denen die Jugendlichen 
mit starken Ergebnissen rechtsorientierte Parteien wählten (KstA 21.06.2024, S. 21: 
Gegen Rechtsruck an den Schulen). Ebenfalls kommt hinzu, dass die Opferberatung 
Rheinland sowie der Beratungsstelle Backup in ihrem Tätigkeitsbericht 2024 einen 
weiterhin hohen  Anteil  rechter Gewalt dokumentieren. "Für das Jahr 2023 registrierten 
die beiden Beratungsstellen insgesamt 355 rechte, rassistische, antisemitische und 
andere menschenfeindliche Gewalttaten mit mindestens 452 direkt betroffenen 
Menschen in  NRW,  darunter  mindestens 17 Kinder und Jugendliche [...] 214 (60,3 
Prozent) rassistisch motiviert." Von rassistischer Gewalt sind potenziell auch Geflüchtete 
betroffen. Dies zeigt auch die Statistik des Bundeskriminalamtes, nach der sich 2023 die 
Übergriffe auf Geflüchtete und ihre Unterkünfte mit I 2.378 im Vergleich zu Vorjahr 
verdoppelt haben.  
Laut dem aktuellen News Report des Leibnitz-Instituts für Medienforschung Hamburg 
beziehen 35 Prozent der 18- bis 24-Jährigen ihre politischen Nachrichten hauptsächlich 
über soziale Medien wie Instagram, YouTube und TikTok. Für 16 Prozent sind diese 
Plattformen sogar die einzige Quelle und der Trend nimmt zu. Politik erreicht junge 
Menschen also immer seltener kuratiert durch Journalist*innen sondern oft zufällig über 
Algorithmen. Neue Akteure, sogenannte „Politfluencer“, gewinnen an Einfluss, indem 
sie durch selbst produzierte Inhalte Reichweite aufbauen und Meinungen prägen. Dabei 
stehen häufig konkrete und emotional aufgeladene Themen wie die Migrationspolitik, 
die Genderdebatte oder aktuellen Krisen im Vordergrund. Besonders demokratiefeind-
liche und rechtsnationale Influencer gewinnen auf diesen Plattformen an Einfluss. 
Hierauf wollen wir weiterhin reagieren. Umso wichtiger ist eine Bildungsarbeit mit 
Kindern und Jugendlichen, die dazu beiträgt, Wissen zum Themenkomplex Flucht zu 
erlangen und damit Diskurse kritisch einordnen zu können, sowie Sensibilität und 
Empathie für die Situation Geflüchteter zu entwickeln. Wissen kann Vorurteile 
entkräften und wirkt Diskriminierung entgegen. Die Brückenbauer*-Workshops tragen 
durch die Wahl der Inhalte und Methoden dazu bei, dass auch Nicht-Betroffenen 
deutlicher wird, welche Auswirkungen eine Flucht auf Menschen hat und was es 
bedeutet, Zugang zu Schutz und Teilhabe in der Aufnahmegesellschaft zu erhalten. 
Gleichzeitig werden auch geflüchtete Kinder und Jugendliche in den Schulklassen 
empowert. Sie erleben, wie ihre Klassengemeinschaft sich mit den für sie relevanten 
Themen beschäftigt und Methoden zum Einsatz kommen, die ihre Perspektiven und 
Anliegen hervorheben. Die Bildungsarbeit des Kölner Flüchtlingsrat richtet sich zudem 
auch an Pädagog*innen, da eine Sensibilisierung der Lehrkräfte und Schulsozialarbeiten-
den für Lebensumstände und Herausforderungen ihrer geflüchteten Schüler*innen dazu 
beiträgt, dass diese mit ihren besonderen Bedarfen gesehen und besser unterstützt 
werden können. Insgesamt konnten dank städtischer Förderung bereits über 2100

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Schüler*innen erreicht werden, die dadurch eine eigene, informierte Haltung zum 
Thema Flucht entwickeln. 
 
 
Wie wirkt Brückenbauer*? 
 
Kinder und Jugendliche 
Brückenbauer* trägt zur Bildung und Aufklärung bei, indem es den Schüler*innen 
detaillierte und authentische Informationen über die Ursachen und Auswirkungen von 
Flucht und Migration vermittelt. Dies hilft ganz konkret, Vorurteile abzubauen und ein 
besseres Verständnis für komplexe Themen wie Menschenrechte, Flucht- und 
Migrationsbewegungen, herabsetzende Ideologien sowie gruppenbezogene 
Menschenfeindlichkeit zu entwickeln. Durch die direkte Auseinandersetzung mit den 
persönlichen Erfahrungen der Speaker*innen erleben Schüler*innen die Themen der 
Brückenbauer*-Workshops auf authentische und lebendige Weise, was die theoretische 
Wissensvermittlung greifbarer und nachvollziehbarer macht. Die persönlichen 
Geschichten fördern nicht nur ein tieferes Verständnis, sondern auch ein stärkeres 
Mitgefühl für die Herausforderungen, denen Geflüchtete gegenüberstehen. Die 
persönliche Begegnung mit Geflüchteten stärkt auch die soziale Verantwortung der 
Schüler*innen. Sie werden motiviert, sich sozial zu engagieren und sich für 
Menschenrechte und soziale Gerechtigkeit einzusetzen. Gleichzeitig erkennen sie die 
globalen Zusammenhänge und die Wichtigkeit von Solidarität und internationalem 
Schutz. Darüber hinaus fördert das Projekt die demokratische Kompetenz der 
Schüler*innen. Sie lernen, verschiedene Perspektiven zu schätzen und die Vielfalt 
menschlicher Erfahrungen zu respektieren, was zu einer positiven Haltung gegenüber 
kultureller und sozialer Vielfalt führt. Der Austausch mit Menschen unterschiedlicher 
Herkunft und Erfahrung hilft den Schüler*innen, Fähigkeiten zu entwickeln, um in einer 
vielfältigen Gesellschaft besser zurechtzukommen und sich hiervon nicht bedroht, 
sondern im besten Fall bereichert zu fühlen. Schließlich bieten das Engagement der 
Speaker*innen konkrete Beispiele und Vorbilder. Die Geschichten von der Überwindung 
von Herausforderungen können gerade ebenfalls von Diskriminierung und Rassismus 
betroffene Schüler*innen ermutigen, sich selbst aktiv für positive Veränderungen und 
die eigenen Rechte einzusetzen.

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Lehrkräfte und Schulsozialarbeiter*innen 
Die Themen Flucht und Migration sind integrale Bestandteile der Kernlehrpläne in 
Nordrhein-Westfalen. Daher benötigen Lehrkräfte Austausch und Wissen, um diese 
Themen angemessen zu unterrichten. Zumal aktuelle Bezüge zu Flucht- und 
Migrationsbewegungen nicht im Lehrplan vorgesehen sind und somit in der Ausbildung 
nicht präsent sind. Stattdessen wird in dieser i.d.R. ausschließlich auf die Nachkriegszeit 
Bezug genommen.  
Besonders angesichts der aktuellen Kriege in der Ukraine, dem Sudan, im Jemen und im 
Gazastreifen (u.v.m.) oder die Machtübernahme der Taliban in Afghanistan, wird ein 
Projekt wie Brückenbauer* unverzichtbar. Hinzu kommt die aktuelle politische Debatte, 
in der der Flüchtlingsschutz seitens Teilen der Politik nahezu vollständig in Frage gestellt 
oder gar die „Remigration“ aller nicht-weißen Menschen aus Deutschland gefordert 
wird. In den Workshops haben Kinder und Jugendliche die Möglichkeit, über diese 
globalen und gesellschaftlichen Herausforderungen zu sprechen und sie abseits von 
Falschinformationen und rechtspopulistischer Hetze einzuordnen. Lehrkräfte stehen 
zudem vor der besonderen Herausforderung, wenn im Unterricht Schüler*innen sind, 
die selbst eine Fluchtgeschichte haben oder noch unter den Folgen ihrer Erlebnisse 
leiden. In einem informellen Austausch gaben Lehrkräfte und Schulsozialarbeiter*innen 
an, in der Arbeit mit geflüchteten Kindern: 
 
• mit Schulabsentismus 
• mangelnder Kenntnis von Anbindungsangeboten für die Kinder und Familien 
• fehlender Sprachmittlung 
• mangelnden OGS-Plätzen  
• zu geringem Kontakt zu den Wohnheimen 
• emotionaler und psychischer Belastung der Kinder und Jugendlichen 
• Schwierigkeiten im Übergang zwischen den Schulformen 
• Fehlendem Bildungsmaterialien 
• Nicht ausreichender Kenntnisse im Asyl- und Aufenthaltsrecht 
• Der Kommunikation zwischen Lehrkräften und Schulsozialarbeit 
 
Herausgefordert zu sein. Hier vermittelt Brückenbauer* wichtige Informationen, 
Handlungsoptionen und fördert den kollegialen Ausstausch zur Verbesserung der 
schulischen Situation für alle Beteiligten.

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Projektziele für die Jahre 2025 und 2026 
 
I. Pro Jahr finden 27 Workshops für Schüler*innen an verschiedenen Schulformen 
und 7 Fortbildungen für Lehrkräfte und Pädagog*innen statt. Grundschulen 
werden hierbei als Zielgruppe dauerhaft erschlossen 
 
Indikatoren: 
• Anzahl der durchgeführten Workshops und Fortbildungen 
• Teilnehmerzahlen und -feedback 
• Erreichung von Zielgruppen-Kriterien (unterschiedliche Schulformen) 
 
II. Schüler*innen entwickeln im Rahmen eines Workshops Antworten auf ihre 
Fragen zum Themenkomplex Flucht und entwickeln eine kritische Haltung zum 
Flüchtlingsdiskurs. 
 
Indikatoren: 
• Stichprobenartige Dokumentation der Fragen und Antworten der 
Schüler*innen 
• Durchführung von Feedback und Reflexionsübungen Ende des Workshops, in 
denen Schüler*innen ihre Meinungen und Perspektiven äußern und 
reflektieren, ob sich ihre Wahrnehmung durch den WS verändert hat 
 
III. Schüler*innen fühlen sich darin bestärkt, sich für Vielfalt, Akzeptanz und 
Menschenrechte einzusetzen, und werden motiviert, aktiv gegen Vorurteile, 
Rassismus und Diskriminierung vorzugehen.  
 
Indikatoren: 
• Selbstberichtete Veränderung der Einstellung und Motivation 
• Anlaufstellen und Möglichkeiten des eigenen Engagements werden im WS 
genannt  
• Lehrkräfte und Schulsozialarbeiter*innen werden hierzu von den 
Projektmitarbeitenden bei der Vor- und Nachbereitung der Workshops 
beraten. 
 
IV. Die Synergieeffekte zwischen Workshops und dem Projekt WE CAN SPEAK 
werden weiterhin genutzt und ausgebaut.  
 
Indikatoren: 
• Anzahl der gemeinsam gegebenen Workshops

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• Gemeinsame Teamsitzungen und Austausch 
• Gemeinsame Einarbeitung und Qualifizierung der WE CAN SPEAK TN 
 
V. Die im Projekt erstellten Bildungsmaterialien werden stetig auf unserer Projekt-
Website zur Verfügung gestellt und können von Lehrkräften und Pädagog*innen 
für den eigenen Unterricht genutzt werden. 
 
Indikatoren: 
• Verfügbarkeit und Aktualität der Bildungsmaterialien 
• Nutzung und Zugriff auf die Materialien 
 
VI. Professionalisierung im Bereich Social Media, zur Zielgruppenerschließung und 
Erweiterung des Adressat*innenkreises zu den Bildungsthemen von 
Brückenbauer*. 
 
Indikatoren: 
• Zunahme der Follower-Zahlen auf Instagram 
•  Steigerung der Interaktionsrate (Likes, Kommentare, Shares) auf Social-
Media-Posts  
• Veröffentlichung von zielgruppengerechten Content-Formaten (z. B. Videos, 
Infografiken, Storytelling-Beiträge) 
 
 
Wie erreicht Brückenbauer* die Zielgruppe? 
 
Unsere Zielgruppe sind Kinder und Jugendliche ab der 4. Klasse und pädagogisches 
Personal an Schulen. Wir erreichen die Gruppen über Informationsschreiben an 
Schulleitungen, Lehrkräfte und Schulsozialarbeiter*innen über unsere Website 
www.jugend-kfr.de
 und einer Steigerung von Social Media Aktivitäten auf Instagram 
unter @jugend_kfr 
 
Mit der stetigen Unterstützung des Kommunalen Integrationszentrums werden unsere 
Angebote zusätzlich beworben und ganz gezielt an die Schulen im Netzwerk „Schule 
ohne Rassismus – Schule mit Courage“ geschickt.

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Warum benötigt Brückenbauer* eine kommunale Förderung? 
 
Das Bildungsprojekt Brückenbauer* ist zu einem unverzichtbaren Bestandteil der Kölner 
Bildungslandschaft geworden. Unsere Mitarbeitenden haben Expertise zu Asyl- und 
Aufenthaltsrecht, zur Lebenssituation geflüchteter Menschen, zu migrationspolitischen 
Entwicklungen und weltweiten Fluchtbewegungen, zu globalen Krisen und Konflikten, zu 
Antirassismusarbeit sowie diversitätssensibler Pädagogik. Die Projektmitarbeiter*innen 
tragen durch ihre Bildungs- und Beratungsarbeit zu einem friedlicheren, diversitätssen-
sibleren und humaneren Schulklima bei. Es entlastet, unterstützt und berät Lehrkräfte 
und Schulsozialarbeiter*innen. Eine Kommune wie Köln mit einer überaus heterogenen 
Bevölkerung benötigt stabile und gewachsene Bildungsprojekte, um Diskriminierung 
und Rassismus in der eigenen Stadt aktiv entgegenzutreten und ihrem Selbstverständnis 
Ausdruck zu verleihen. Vielfalt ist ein Teil des Kölner Stadtbildes und muss auch in der 
politischen Bildungsarbeit immer wieder aufs Neue etabliert und vermittelt werden. 
Hierzu leistet Brückenbauer* mit seinem Schwerpunktthema Flucht einen besonderen 
Beitrag.   
 
 
Qualitätssicherung und Erfolgskontrolle  
 
Am Ende jedes Workshops haben die Schüler*innen die Gelegenheit, Feedback und 
Verbesserungsvorschläge einzubringen. Dieses Feedback wird von den 
Bildungsreferent*innen systematisch schriftlich erfasst und anschließend ausgewertet. 
Um die Qualität der Workshops kontinuierlich hoch zu halten, werden nach jeder 
Veranstaltung Fragebögen an die Lehrkräfte verteilt. Diese ermöglichen es, das 
Feedback unmittelbar in die Weiterentwicklung der Inhalte und Methodik einfließen zu 
lassen. Darüber hinaus werden die spezifischen Bedarfe der Lehrkräfte und 
Schulsozialarbeitenden regelmäßig während der Fortbildungen erhoben. Diese 
Bedarfsanalysen dienen als Grundlage, um neue, praxisnahe Inhalte zu entwickeln und 
gezielte, bedarfsgerechte Fortbildungen anzubieten. Zusätzlich wird der Dialog mit den 
Schulen und dem kommunalen Integrationszentrum regelmäßig gepflegt, sowie sich 
verändernde gesellschaftliche Debatten und Rechtsänderungen im Themengebiet 
berücksichtigt, um die Relevanz und Aktualität der Angebote sicherzustellen.

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Projektträger  
 
Der Kölner Flüchtlingsrat e.V. wurde 1984 gegründet und feierte in diesem Jahr sein 
40jähriges erfolgreiches Bestehen. Von Anfang an setzt er sich für demokratische Werte, 
Menschenrechte und Völkerverständigung ein. Sowohl auf Landes- als auch auf 
kommunaler Ebene ist er Initiator und Mitwirkender von städtischen und zivilen 
Strukturen zur Verbesserung der Lage Geflüchteter und leitet somit u.a. die 
Ombudsstelle für Geflüchtete (https://www.ombudsstelle.koeln/). Die Arbeit mit 
Kindern und Jugendlichen, zunächst mit Fokus auf Geflüchtete, und seit 2017 im 
schulischen und außerschulischem Bildungskontext, ist ebenfalls langjähriger 
Bestandteil unserer Arbeit. Mit dem eigenen Arbeitsbereich "Jugend & Bildung" fand 
eine zunehmende Professionalisierung statt und die Mitarbeitenden besitzen 
durch ihre Ausbildung und Erfahrung einen hohen Grad an Kompetenz im Arbeitsfeld.

Beratungsverlauf (4)

19.11.2024 Integrationsrat
TOP 8.2 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung
25.11.2024 Ausschuss Schule und Weiterbildung
TOP 6.2 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: ohne Votum behandelt

Zur Sitzung
09.12.2024 Finanzausschuss
TOP 10.7 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: ohne Votum behandelt

Zur Sitzung
12.12.2024 Rat
TOP 10.7 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
2391/2024
Typ
Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss
Datum
12.12.2024
Erstellt
02.08.2024 11:36