AN/0931/2024
Schulgemeinschaft schützen - Demokratie verteidigen!
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Gem. Dringlichkeitsantrag nach § 12 (KLIMA-GUT)
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Ratsgruppe KLIMA FREUNDE & GUT Fraktion DIE LINKE An die Oberbürgermeisterin Frau Henriette Reker An den Vorsitzenden des Ausschusses Schule und Weiterbildung Herrn Dr. Helge Schlieben Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: 10.06.2024 AN/0931/2024 Gremium Datum der Sitzung Ausschuss Schule und Weiterbildung 10.06.2024 Schulgemeinschaft schützen - Demokratie verteidigen! Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, sehr geehrter Herr Ausschussvorsitzender, wir bitten Sie, folgenden Dringlichkeitsantrag auf die Tagesordnung des Ausschusses Schule und Weiterbildung am 10.06.2024 zu setzen. Beschluss: 1. Der Ausschuss Schule und Weiterbildung begrüßt und unterstützt den Einsatz der Schüler:innen und Eltern des Gymnasiums Neue Sandkaul für Demokratie und Men- schenrechte. 2. Der Ausschuss Schule und Weiterbildung beschließt, dass mit sofortiger Wirkung Par- teitage nur noch dann in Kölner Schulen stattfinden dürfen, wenn die Partei zuvor in einer schriftlichen Selbstverpflichtung erklärt, auf der Veranstaltung a) kein antisemitisches, rassistisches, homophobes, sexistisches, gewaltverherrli- chendes, oder verfassungsfeindliches Gedankengut zu verbreiten b) Handlungen im Sinne der §§ 86 und 86a StGB durch Teilnehmer:innen und Besu- cher:innen zu verhindern und Zuwiderhandlungen unverzüglich und wirksam zu un- terbinden. - 2 - Begründung: Die Initiative „GyNeSa gegen Rechts“, ein Zusammenschluss von Eltern und Schüler:innen hat kurzfristig innerhalb von gut einer Woche über 10.000 Unterschriften gesammelt und an die Oberbürgermeisterin übergeben. Die Schulgemeinschaft fühlt sich durch die Veranstaltung einer als rechtsextremistischen Verdachtsfall eingestuften Partei bedroht und in ihrem demo- kratischen Schulleben massiv gestört. Damit ist die Zumutbarkeit für die Schulgemeinschaft eindeutig überschritten. In der Allgemeinen Dienstordnung des Landes Nordrhein-Westfalen ist verfügt, dass der/die Schulleiter:in „an Entscheidungen des Schulträgers über die außerschulische Nutzung der Schulgebäude, Schulanlagen“ mitwirkt. Nun ist klar geworden, dass diese in diesem Fall aber nicht mit einbezogen worden sind. Das Beispiel der Stadt Essen hat gezeigt, dass Kommunen nicht einfach hinnehmen müssen, dass in ihren Räumen verfassungsfeindliche Umtriebe stattfinden. Diesem Beispiel kann und muss die Stadt Köln folgen. Parolen und Haltungen, die gegen Demokratie und Grundgesetz verstoßen, dürfen in Schulen keinen Platz haben. Das gilt auch für außerschulische Veranstal- tungen. Begründung der Dringlichkeit: Da die betreffende Veranstaltung unmittelbar bevorsteht, muss schnell gehandelt werden, um die Schulgemeinschaft zu unterstützen. gez . Inga Feuser und Karina Syndicus, Ratsgruppe KLIMA FREUNDE & GUT gez. Michael Weisenstein, Geschäftsführer Fraktion DIE LINKE
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: endgültig zurückgezogen
Zur SitzungOrte (1)
- Neue Sandkaul
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Details
- Aktenzeichen
- AN/0931/2024
- Typ
- Gem. Dringlichkeitsantrag (KLIMA-GUT)
- Datum
- 10.06.2024
- Erstellt
- 10.06.2024 13:45