2010/0512
Dokumentation der 1. Planungswerkstatt Konversion am 20./21. August 2010 in der Lichtenbergschule
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Planungswerkstatt Konversion
Kurzdokumentation
Planungswerkstatt Konversion
Darmstadt - Lichtenbergschule
am 20./ 21. August 2010
Konzeption, Moderation und Protokoll
Dirk Kron, Dr. Christine Grüger
cg konzept I Planungskommunikation I Moderation I Mediation, Freiburg
Planungswerkstatt Konversion
Inhaltsverzeichnis
1 Eröffnungsrede des Oberbürgermeisters Walter Hoffmann zur ersten
Planungswerkstatt Konversion am 20.08.10................................................................ 1
2 Begrüßungsworte von Herrn Niebelschütz, Bundesanstalt für
Immobilienaufgaben....................................................................................................... 2
3 Ablauf der Planungswerkstatt Konversion .................................................................. 3
4 Galerie-Rundgang: Bewertung der drei Planungsvarianten ...................................... 4
4.1 Zusammengefasste Kommentare und Anregungen der Teilnehmenden zur
Planungsvariante 1 „Zwei Wohninseln im Grünen“ .......................................................... 6
4.2 Zusammengefasste Kommentare und Anregungen der Teilnehmenden zur
Planungsvariante 2 „Wohnen am Parkband“.................................................................... 8
4.3 Zusammengefasste Kommentare und Anregungen der Teilnehmenden zur
Planungsvariante 3 “Zwei Stadtquartiere am Bessunger Hang“..................................... 11
5 Kernbotschaften an die Planenden............................................................................. 17
6 Schlusswort von Stadtrat Jochen Partsch................................................................. 19
7 Ausblick....................................................................................................................... .. 20
8 Presse-Echo auf die erste Planungswerkstatt Konversion ...................................... 22
Planungswerkstatt Konversion
1
1 Eröffnungsrede des Oberbürgermeisters Walter Hoffmann zur
ersten Planungswerkstatt Konversion am 20.08.10
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Darmstädterinnen und Darmstädter,
als Oberbürgermeister der Wissenschaftsstadt Darmstadt möchte ich Sie alle ganz herzlich zum
Auftakt der ersten Planungswerkstatt Konversion in der Lichtenbergschule begrüßen – einen
Steinwurf von der Cambrai-Fritsch-Kaserne entfernt.
Dieser Tag, diese Veranstaltung, der gesamte Prozess ist für uns etwas ganz besonderes. Hier
entsteht das Darmstadt der Zukunft, unser aller Heimat von Morgen.
Die Konversion ist eine der wichtigsten und komplexesten Aufgaben der Stadtplanung und –
entwicklung unserer Stadt seit der Wiederaufbauzeit. Politik, Verwaltung, Forschung und Öffent-
lichkeit wirken mit. Dutzende Akteure aus der Stadt, von der Bundesanstalt für Immobilienauf-
gaben und aus Planungsbüros sind beteiligt. Hunderte von Planungsschritten und Facetten sind
zu berücksichtigen. Tausende Arbeitsstunden der planenden Verwaltung vom Stadtplanungs-
amt bis zum Schulamt, von der Wirtschaftsförderung bis zum Frauenbüro sind bereits einge-
setzt und werden weiter benötigt.
Wir wollen mit dem Darmstädter Weg in der Konversion eine vollkommen neue Qualität der
Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern bei einer großen Planungsaufgabe erreichen. Aus
den heutigen Kasernenarealen sollen echte Quartiere der Bürgerschaft werden – aus der Bür-
gerschaft für die Bürgerschaft ist unser Credo.
Dazu dienen die drei Planungswerkstätten. „Ist das nötig?“ – wird vielleicht mancher fragen. Ja,
es ist nötig, sage ich aus voller Überzeugung. Wir werden in Deutschland insgesamt in den
nächsten Jahren und Jahrzehnten zu einer neuen Kultur der bürgerschaftlichen Partizipation
kommen müssen. Dafür wollen wir hier Vorreiter sein – zum Wohle unser Stadt und nicht als
Selbstzweck .
Bereits frühzeitig, nämlich zum Entwurfsstadium des Rahmenplans, geben wir die Informatio-
nen zur Planung an Sie weiter und holen Ihre Ideen, also die Ideen Bürgerschaft, ein.
Dass dies keine Einbahnstraße und kein reines „Wunschkonzert“ ist, muss man jedoch auch
ausdrücklich betonen. Wir wollen gemeinsam mit Ihnen denken und diskutieren. Es ist aber
genauso notwendig, ein Gefühl für das Machbare zu vermitteln und zu zeigen, wo und wann
Verzögerungen und Probleme entstehen können. Auch das ist Teil einer „gläsernen Planung“.
Ab jetzt sind Ihre Ideen und Rückmeldungen, aber auch Ihre Alltagserfahrungen gefragt! Unter-
stützen Sie uns! Meine Bitte ist: Versuchen Sie dabei immer auch ein wenig an die Bedürfnisse
der gesamten Bürgerschaft zu denken. Sie sind ab heute im Konversionsprozess „Volksvertre-
ter“ der besonderen Art. Darin liegt ein Reiz. Das ist eine spannende Aufgabe. Das ist aber
auch eine Verantwortung – nämlich für viele mitzudenken.
Planungswerkstatt Konversion
2
Ich wünsche Ihnen dabei eine glückliche Hand, gutes Gelingen und – viel Spaß! Sie werden
sehen: Planung kann wirklich Spaß machen.
2 Begrüßungsworte von Herrn Niebelschütz, Bundesanstalt für
Immobilienaufgaben
Ich darf die Worte von Herrn Oberbürgermeister Hoffmann aufgreifen „Stadt und Bundesanstalt
für Immobilienaufgaben arbeiten in Darmstadt Schulter an Schulter hervorragend zusammen“.
Die Wissenschaftsstadt Stadt Darmstadt und die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben haben
ein gemeinsames, anspruchsvolles Ziel: eine zivile Anschlussnutzung für alle Konversionslie-
genschaften in Darmstadt. Deswegen wurde vertraglich eine enge und vertrauensvolle Zusam-
menarbeit mit dem gemeinsamen Ziel vereinbart, für alle Konversionsflächen ein bedarfsge-
rechtes und wirtschaftlich tragfähiges Gesamtkonzept zu entwickeln.
Die Konversion der militärischen Liegenschaften ist für die Bundesanstalt keine neue Aufgabe.
Im Zuge der Wiedervereinigung Deutschlands ist der Bedarf der Bundeswehr und der ausländi-
schen Streitkräfte an Liegenschaften deutlich zurückgegangen. Auf sehr vielen nicht weiter be-
nötigten Flächen konnten zivile Nutzungen erfolgreich realisiert werden. Die Umwandlung der
ehemaligen militärischen Flächen hier in Darmstadt nimmt dennoch auch für die Bundesanstalt
einen hohen Stellenwert ein. Aufgrund des hohen öffentlichen Interesses an der Entwicklung
von zukünftigen Wohn- und Gewerbestandorten und des herausragenden Potentials der ehe-
maligen Militärflächen entsteht hier in der nächsten Zeit ein Arbeitsschwerpunkt für die Bundes-
anstalt in Hessen. Als Grundstückseigentümerin hat die Bundesanstalt ein großes Interesse an
einer zügigen Überplanung der Konversionsflächen in Darmstadt. Mit der Unterstützung von
Veranstaltungen wie der Planungswerkstatt wollen wir hierfür einen Beitrag leisten.
Für die Bundesanstalt bedeutet Konversion auch, den erhöhten Informationsbedarf der Öffent-
lichkeit zu erfüllen und das Ausmaß der Gestaltungsmöglichkeiten der Flächenareale gemein-
sam mit der Stadt aufzuzeigen. Dafür wurde jüngst unter www.konversion-darmstadt.de
eigens
eine Homepage als Informationsquelle für Investoren und interessierte Bürger und Bürgerinnen
geschaffen.
Die Bundesanstalt begrüßt es ausdrücklich, dass bereits bei der Erstellung von Entwürfen für
den zukünftigen Rahmenplan die Darmstädter Bürgerschaft beteiligt und deren Ideen eingeholt
werden. Wir begrüßen die Bereitschaft der Bürgerinnen und Bürger an der Planungswerkstatt
teilzunehmen und wünschen uns, dass Sie sich durch Ideen, Vorschläge, Lob und Kritik in den
Planungsprozess einbringen. Dies wird der Akzeptanz der künftigen Nutzung der Flächen si-
cher zu Gute kommen. Für das gezeigte Engagement möchte ich mich bei den beteiligten Bür-
gerinnen und Bürgern im Namen der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben herzlich bedanken.
Planungswerkstatt Konversion
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3 Ablauf der Planungswerkstatt Konversion
„Gestaltet Eure Stadt“ mit diesem Appell hat die Stadt Darmstadt die interessierte Öffentlichkeit
am 20. und 21. August 2010 eingeladen sich aktiv in die Zukunftsplanung der Konversionsarea-
le Cambrai-Fritsch-Kaserne, Jefferson und Lincoln Siedlung einzubringen. Ideen und Anregun-
gen der Bürger und Bürgerinnen sollten zusammengetragen werden, um den Planenden von
Stadt und externen Fachbüros Empfehlungen mit auf den Weg zu geben.
Dem Aufruf folgten 240 Menschen in die Aula der Lichtenbergschule. Dort wurden sie zu Be-
ginn von Herrn OB Hoffmann und dem Vertreter der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben
(BImA), Herrn Niebelschütz, begrüßt. Anschließend wurde den Zuhörenden in einem kurzen
Informationsgespräch der komplexe Planungsprozess zu den Konversionsflächen zwischen der
Stadt Darmstadt und dem Entwicklungspartner der BImA aufgezeigt. Dabei wurde deutlich,
dass die Umwandlung von militärischen Flächen in verwertbare Wohnsiedlungen und gewerbli-
che Nutzungen ein sorgsames, gemeinsames Koordinieren und Planen sowie eine gewissen
zeitlichen Vorlauf benötigt, um durch gut abgestimmte, effiziente Abläufe, einen nachhaltigen
Stadtteil entstehen zu lassen.
Da bereits konkrete Planungsleistungen von externen Büros erbracht wurden, wie z.B. Gutach-
ten zur Verkehrssituation und zum vorhandenen Flora und Faunabestand, wurden die städte-
baulichen, verkehrlichen und landschaftsbezogenen Voruntersuchungen anschließend von den
jeweiligen Planungsbüros „bs + städtebau und architektur“, „Dittmann und Komplizen“ sowie
„StetePlanung“ vorgestellt (vgl. http://www.darmstadt.de/en/standort/stadtentwicklung-und-
stadtplanung/konversion/planungswerkstatt/index.htm) und in ihrer jeweiligen Bedeutung für die
Entwicklung und Gestaltung des Gebietes erläutert. In einem gemeinsamen Rundgang der
Teilnehmenden über die Konversionsflächen wurden in kleinen, geführten Gruppen die Fragen
der Teilnehmenden von den Fachplanenden beantwortet.
Der Samstag stand ganz im Zeichen der bürgerschaftlichen Ideenentwicklung für die Konversi-
onsareale. Nach einem Impulsreferat von Frau Iris Beer vom Darmstädter Institut für Wohnen
und Umwelt zu den wohnungswirtschaftlichen Perspektiven der Konversionsareale wurden die
drei planerischen Varianten für die Areale vorgestellt. (siehe Internetadresse oben).
Dann begann die erste Arbeitsphase für die Teilnehmenden. In einem sogenannten Galerie-
Rundgang wurden die präsentierten städtebaulichen Entwicklungsvarianten von den Teilneh-
menden in den Kategorien „gut finde ich/ kritisch sehe ich...“ bewertet. (vgl. Kapitel 4)
Nach der Mittagspause trafen sich die Teilnehmenden in ein Dialogcafé. In Arbeitsgruppen mit
je 8 Personen wurden thematisch Botschaften für folgende Themenfelder erarbeitet:
Mobilität und Vernetzung
Planungswerkstatt Konversion
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Wohnformen
Identität und Image
Freiraumgestaltung
Belange bestimmter Nutzergruppen (Kinder und Jugendliche, Familien, ältere Men-
schen)
Soziale Infrastruktur und Versorgung.
Die vorliegende Dokumentation fasst die wesentlichen Arbeitsergebnisse der ersten Planungs-
werkstatt zusammen. Die jeweiligen Fachpräsentationen zu Städtebau, Freiraum- und Ver-
kehrsplanung und die ausführlichen Erläuterungen der drei Planungsvarianten mit Kartenmate-
rialien sowie eine Bildergalerie der ersten Planungswerkstatt sind als eigenständige Dokumente
auf der website der Stadt Darmstadt wiederzufinden (vgl.
http://www.darmstadt.de/en/standort/stadtentwicklung-und-
stadtplanung/konversion/planungswerkstatt/index.htm).
4 Galerie-Rundgang: Bewertung der drei Planungsvarianten
Ziel des Galerie-Rundganges war es, Anregungen und Empfehlungen der Teilnehmenden zu
möglichen städtebaulichen Entwicklungsszenarien zu sammeln.
Als Impuls hatte das mit der Rahmenplanung beauftragte Büro „BS+ Städtebau und Architektur“
drei mögliche Szenarien für die Entwicklung der Konversionsareale Bessungen-Süd vorgestellt.
In diesen Szenarien wurden verschiedene Konzepte zu den Themenfeldern Städtebau, Grün-
und Freiflächen, Verkehr und Mobilität sowie Landschaftsplanung durchgespielt.
Die drei im Rahmen der Planungswerkstatt vorgestellten Entwicklungsszenarien sind im folgen-
den kurz dargestellt und den Kommentierungen aus der Planungswerkstatt gegenübergestellt.
Bei den Planungsvarianten handelt sich dabei nicht um den aktuellen Stand der Rahmenpla-
nung, sondern um die Darstellung verschiedener städtebaulich denkbarer Planungskonzepte.
Die einzelnen in den jeweiligen Szenarien enthaltenen Ideen und Vorschläge könnten auch zu
ganz neuen Kombinationen zusammengesetzt werden.
Planungswerkstatt Konversion
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Planungsvariante 1: Zwei Wohninseln im Grünen
Der Bereich der Konversionsflächen wird im Ganzen als Landschaftsraum verstanden, der eine
Zäsur zwischen Bessungen und Eberstadt bilden soll.
Die beiden Teilgebiete werden als Wohninseln interpretiert, die in den Landschaftsraum einge-
bettet sind. Sie weisen vielfältige Kontaktmöglichkeiten zwischen Bebauung und Freiraum auf
und ermöglichen somit ein naturnahes Wohnen.
Jede Wohninsel weist einen eigenständigen Charakter mit einem individuellen Image auf.
Der Grünzug Bessungen Süd wird entlang der Noackstraße nach Westen weitergeführt und
schließt dort an die Freiräumen mit den Sportanlagen der TG Bessungen an; von dort aus be-
stehen Vernetzungsmöglichkeiten nach Norden (Südbahnhof) und Westen (Heimstättensied-
lung). Der westliche Rand der Lincoln-Siedlung wird als grünes Band ausgebildet, in welchem
auch bestehende Sportanlagen erhalten werden können.
Im Süden entsteht eine neue Grünverbindung vom Odenwald zur Rheinebene. Der Bereich der
Jefferson-Siedlung wird zukünftig weitgehend wieder aufgeforstet.
Die Straßenbahntrasse führt in den nördlichen Teil der Cambrai-Fritsch-Kaserne und erfordert
dort eine verdichtete Bebauung. Somit können möglichst viele Menschen von der privilegierten
Lage am Hang profitieren. Die weniger dichte Bebauung wird hingegen an Westrand in die Nä-
he zum Naturschutzgebiet vorgesehen. Damit reduziert sich der Nutzungsdruck auf das Natur-
schutzgebiet.
Planungswerkstatt Konversion
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Die Grundschule wird an der nördlichen Spitze der Cambrai-Fritsch-Kaserne vorgesehen. Zu-
sammen mit der Lichtenbergschule kann sich ein soziales Zentrum entwickeln. An Stelle der
bestehenden Schulen in der Lincoln-Siedlung wird Wohnbebauung mit reduzierter Dichte vor-
gesehen. Dies wirkt sich positiv auf die soziale Mischung aus.
4.1 Zusammengefasste Kommentare und Anregungen der Teilnehmen-
den zur Planungsvariante 1 „Zwei Wohninseln im Grünen“
Die Quartiere bleiben nach diesem Entwurf getrennt. Sie markieren eigenständige Viertel. Dies
bietet einerseits die Chance, ein jeweils eigenes Image zu entwickeln, andererseits wirken die
Gebiete dadurch abgeschlossen und eine Integration mit der Gesamtstadt wird erschwert. Zu-
dem wirkt Eberstadt isoliert. „Insel ist kein guter Arbeitstitel“ wird mehrfach angemerkt, „wenn
die Vernetzung der Quartiere untereinander und mit der Gesamtstadt gewollt ist“.
Kritisch gesehen wird die verdichtete Bebauung des Areals der Cambrai-Fritsch-Kaserne.
Hierzu gibt es viel Widerspruch von den Teilnehmenden. Dies sei der attraktivste Wohnstandort
und sollte daher für hochwertiges Wohnen erschlossen werden. Gelobt wird „die gute Mi-
schung aus Mehrfamilien- und Einfamilienhäusern“. Positiv gesehen wird, dass der Bestand in
der Lincoln-Siedlung weitgehend unverändert und daher preiswert erhalten werden könnte.
„Was passiert mit dem Bauwagenplatz Diogenes?“ wird von einigen Teilnehmenden gefragt.
Ein Hinweis, der sich mit dem Verweis auf die Bedeutung alternativer Wohnformen bei allen
Entwürfen wiederfindet.
Hinsichtlich der Infrastruktur wird insbesondere der Standort der Schule und deren Nahver-
kehrsanbindung lobend hervorgehoben. Die Lage der Grundschule bietet Potential für einen
Kita-Grundschul-Campus, so eine weiterführende Idee. Die Konzentration von Sport und Frei-
zeitmöglichkeiten im nördlichen Grünzug wird begrüßt. Kritisch gesehen wird jedoch die man-
gelnde Versorgungsmöglichkeiten mit Gütern des täglichen Bedarfs: der Verweis auf Einkaufs-
möglichkeiten am Marktplatz Bessungen wird auch mit Blick auf die älter werdende Bevölke-
rung als unzureichend bewertet. Zudem werden Spielplätze für kleinere Kinder und Angebote
bzw. Räume/Orte für Jugendliche vermisst.
Die Freiraumgestaltung wird insgesamt positiv gewürdigt. Die vielen ausgewiesenen Grünflä-
chen finden ebenso Zustimmung wie die Gestaltung der Pfade und der Erhalt der Sandrasen-
fläche. Die Natur wird erlebbar für die neuen Bewohner und Bewohnerinnen der umliegenden
Quartiere. Was den Schutz des Naturschutzgebietes „Kiesgrube“ betrifft, liegen die Meinungen
der Teilnehmenden weit auseinander: während einige das Konzept als schützend einstufen,
sehen andere im Grünzugkonzept eine Gefahr für das Naturschutzgebiet. Zudem wird die ent-
stehende „Grüngrenze“ zu Eberstadt kritisch gesehen. Der Grünzug im Norden der Lincoln-
Planungswerkstatt Konversion
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Siedlung wird eher als „theoretische Natur“ angesehen und wohl kaum „als echte Natur genutzt
werden“.
An der Verkehrsplanung wird insbesondere die unzureichende Erschließung durch die Stra-
ßenbahn kritisiert. Die Anbindung an Eberstadt sei genauso unbefriedigend wie die Erschlie-
ßung der Cambrai-Fritsch-Kaserne. So fehlt beispielsweise eine weitere Haltstelle im Süden
der Cambrai-Fritsch-Kaserne. Zudem wird angeregt, die Straßenbahn nach Süden zu verlän-
gern und die Jefferson-Siedlung ebenso anzubinden wie Eberstadt. Auch die vorgeschlagene
Wendeschleife der Straßenbahn wird kritisch gesehen (Topographie und Lage im Quartier).
Bemängelt wird die nicht ausreichende Anbindung der Heimstättensiedlung durch Rad- und
Fußwege. Insgesamt vermissen viele Teilnehmende ausreichende Rad- und Fußwegeverbin-
dungen zwischen Lincoln Siedlung und Cambrai-Fritsch-Kaserne: die Verbindung der beiden
Wohninseln untereinander, aber auch mit Bessungen und Eberstadt, ist für viele Bürgerinnen
und Bürger ein zentraler Schwachpunkt. Hingewiesen wird zudem auf den Sicherheitsaspekt
bei den Schulkindern, die aus der Lincoln-Siedlung zukünftig kommen werden. Eine gefahrlose
Erreichbarkeit sollte garantiert werden, um den „Mama-Taxi-Effekt“ zu vermeiden.
Planungsvariante 2: Wohnen am Parkband
Der Grünzug Bessungen Süd wird zu einem hochwertig gestalteten Landschaftsraum weiter-
entwickelt. Ein Parkband am südlichen Rand des Grünzugs schafft Raum für großzügige, über-
geordnete Wegebeziehungen in West-Ost-Richtung. Das Parkband wird durch die Lincoln-
Siedlung geführt und bildet wertvolle innere Wohnadressen im Grünen. Die Lincoln-Siedlung
Planungswerkstatt Konversion
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wird in zwei etwa gleich große Teile gegliedert.
Das Parkband schließt im Westen an die Grundschule an und führt zur Fußgängerbrücke in
Richtung der Sportanlagen der Heimstättensiedlung.
Die beiden Wohnquartiere der Lincoln-Siedlung und der ehemaligen Cambrai-Fritsch-Kaserne
weisen einen eigenständigen Charakter auf, werden aber durch das Parkband im Norden mit-
einander vernetzt.
Im Süden entsteht eine weitere neue Grünverbindung vom Odenwald zur Rheinebene. An Stel-
le des südlichen Teils der Jefferson-Siedlung soll die Lücke im Grünverbund geschlossen wer-
den.
In dieser Planungsvariante wird die Straßenbahntrasse in den westlichen Teil der Cambrai-
Fritsch-Kaserne geführt und erfordert dort eine verdichtete Bebauung. Die weniger dichten
Wohngebiete werden in der Hanglage am östlichen Waldrand sowie im Übergang zu Eberstadt
geplant.
4.2 Zusammengefasste Kommentare und Anregungen der Teilnehmen-
den zur Planungsvariante 2 „Wohnen am Parkband“
Die vorgeschlagenen Baustrukturen werden überwiegend positiv beurteilt: der weitgehende
Erhalt der Bausubstanz in der Lincoln-Siedlung findet ebenso Beifall wie die Möglichkeit in der
Cambrai-Fritsch-Kaserne Gebiete mit geringer Dichte für Einfamilien- und Reihenhausbebau-
ung vorzusehen.
Allerdings wird an dieser Stelle auch ein Interessenkonflikt deutlich: so wird mehrfach gefor-
dert, „keine exklusiven Wohngebiete auf Filetstücken“ vorzusehen. Für andere wiederum ist die
Bebauung auf Teilen der Cambrai-Fritsch-Kaserne bereits zu dicht angelegt.
„Die Mischung macht’s“: in diesem Kommentar wird eine Kompromisslinie deutlich, auf die
mehrere Kommentare verweisen. Die Verteilung von Geschosswohnungsbau und Einfamilien-
häusern auf dem Areal der Cambrai-Fritsch-Kaserne wird in dieser Planungsvariante als
„durchaus gelungen“ angesehen. Der umfassende Bausubstanzerhalt mitsamt Infrastruktur für
Schule etc. auf dem Areal der Lincoln-Siedlung wird befürwortet.
Zentrale Infrastrukturthemen sind der Schulstandort und die quartiersbezogene Einkaufs-
möglichkeiten. Der Erhalt des bisherigen Standortes für eine Grundschule wird von zahlrei-
chen Teilnehmenden begrüßt, wenngleich darauf hingewiesen wird, dass die Erreichbarkeit für
die Schülerinnen und Schüler aus Bessungen und der Cambrai Fritsch-Kaserne nicht optimal
gelöst ist. Zudem wird auf die Notwendigkeit eines zweiten Kita-Standortes hingewiesen. Eben-
so wie bei Planungsvariante 1 wird darauf hingewiesen, dass die Zielgruppe Jugendliche und
ihre Bedürfnisse nach „Rückzugsgebieten“ nicht vergessen werden darf.
Planungswerkstatt Konversion
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Das Thema fußläufige Einkaufsmöglichkeiten wird von zahlreichen Kommentaren in folgen-
dem Wortlauf auf den Punkt gebracht: „ein Quartiersladen fehlt“. Ebenso wie bei Planungsvari-
ante 1 werden deutliche Defizite gesehen, die die Waren des täglichen Bedarfs ebenso betref-
fen wie beispielsweise eine medizinische Grundversorgung.
Die Verkehrsplanung geht vielen Bürgerinnen und Bürgern hinsichtlich der Straßenbahner-
schließung nicht weit genug: eine Verlängerung nach Süden und die Wendeschleife im Bereich
der Jefferson-Siedlung wird vorgeschlagen. Auch auf eine mögliche Anbindung Eberstadt wird
hingewiesen.
Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger weisen auf eine weitere Schwachstelle des Entwurfs hin:
die Grundschule sei „wiederum nur per Individualverkehr angebunden“. Hier sollte geprüft wer-
den, inwieweit eine ÖPNV-Anbindung möglich ist. Auch die Anbindung für den Rad- und Fuß-
verkehr sollte verbessert werden, um optimale Standortbedingungen zu bieten. Die Verbindung
zur Heimstättensiedlung wird begrüßt, obwohl die bestehende Brücke allein als nicht ausrei-
chend bewertet wird. Geprüft werden sollte zudem die mögliche Einrichtung von autofreien
Wohnbereichen ohne Durchgangsstraßen.
Die entworfenen Grünzüge und die dadurch geschaffenen Verbindungen stoßen auf sehr gro-
ße Zustimmung. Das Quartier wird dadurch ebenso aufgewertet wie die bestehenden Grünbe-
reiche. Positiv werden auch der Erhalt des Grünzugs Bessungen-Süd sowie der zusätzliche
Grüngürtel im Süden bewertet.
Ein Schwachpunkt wird am Naturschutzgebiet aufgezeigt: die Bebauung ist zu nah an das
NSG geplant, ein Pufferbereich sollte vorgesehen werden. Zum zweiten wird das NSG eine
Verbindungsfunktion übernehmen und fraglich ist daher, ob dabei der Schutz des Gebietes aus-
reichend gesichert werden kann.
Planungswerkstatt Konversion
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Planungsvariante 3: Zwei Stadtquartiere am Bessunger Hang
Die Planungsvariante »Zwei Stadtquartiere am Bessunger Hang« orientiert sich weitgehend an
den bestehenden Bauflächen. Die Cambrai-Fritsch-Kaserne und die Jefferson-Siedlung werden
dabei als Verlängerung des Siedlungsbandes aus Eberstadt interpretiert, die Lincoln-Siedlung
als Fortsetzung des Siedlungsbandes zwischen Karlsruher Straße und Heidelberger Straße.
Die Quartiere integrieren sich in den städtischen Kontext und werden als Weiterentwicklungen
von Bessungen einerseits und Eberstadt andererseits verstanden. Die Straßenbahntrasse wird
von der Akademie für Tonkunst bis zur Heinrich-Delp-Straße geführt und erfordert somit dort
eine verdichtete Bebauung. Die südliche Haltestelle erschließt zudem die Marienhöhe. In dieser
Planungsvariante wird zudem die Heinrich-Delp-Straße in das Gebiet verlängert.
Ausgehend von der Überlegung, dass eine Verlängerung des Grünzuges Bessungen Süd an
der Lichtenbergschule vorbei nach Westen möglicherweise nur schwer zu realisieren sein wird,
soll eine Freiraumband den Grünzug Bessungen Süd mit den Waldflächen im Süden verbinden.
Dabei wird eine Pufferzone zwischen der Kiesgrube und der Cambrai-Fritsch-Kaserne geschaf-
fen, die sich zum Grünzug Bessungen Süd orientiert.
Planungswerkstatt Konversion
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4.3 Zusammengefasste Kommentare und Anregungen der Teilnehmen-
den zur Planungsvariante 3 “Zwei Stadtquartiere am Bessunger
Hang“
Als besondere Stärke dieser Planungsvariante wird die realisierte Stadtteilvernetzung inner-
halb der Quartiere und zur Gesamtstadt wahrgenommen. Das Konzept ist übergreifend ausge-
richtet, geht über den Hauptaspekt Wohnen hinaus und löst die Frage der Bebauungsdichte
gut. Der Schwerpunkt mit Reihenhäusern und Einzelhäusern im Nordosten bekommt Zuspruch:
die baustrukturelle Mischung scheint für viele gelungen.
Vermisst wird wie bei den anderen Entwürfen auch das Thema „Räume für Handwerker, Klein-
gewerbe, Künstler“, denen vorhandene Depots zur Verfügung gestellt werden sollten. Der Inte-
ressenkonflikt „wer bekommt die besten Lagen“ schimmert auch hier durch, wenn auch nicht so
stark wie bei Planungsvariante 2.
Begrüßt wird bei dieser Variante die Straßenbahnerschließung. Die Nahverkehrsanbindung ist
auf diese Weise qualitätsvoll, die Tramführung und die Haltestellenverteilung besser als bei den
anderen Entwürfen gelöst. Besonders die Straßenbahnverlängerung bis Eberstadt sowie die
mögliche Anbindung zur Marienhöhe findet große Zustimmung. Die südliche Haltestelle er-
schließt ein neues Einzugsgebiet, dies wird mehrfach betont.
Auch die Durchlässigkeit des Gebietes, zum Beispiel für Radfahrende auf der Strecke von
Bessungen bis Eberstadt wird positiv gesehen. Insgesamt sind die Wegeverbindungen für Rad-
fahrende und Fußgänger quer zu den bestehenden Verkehrsadern zu bedenken. Sollte es eine
Straßenanbindung nach Eberstadt geben (Ludwigshöhstraße, Heinrich-Delp-Straße, Cooper-
straße) dann, so wird deutlich gemacht, müsste diese konsequent verkehrsberuhigt sein (z.B.
Schwellen), um Schleichwege und somit Durchgangsverkehre zu vermeiden.
Angeregt wird außerdem die Idee eines Pendelbusses zwischen dem Einkaufszentrum in Bes-
sungen und den beiden Wohnquartieren sowie der Heimstättensiedlung. Auch für Schülerinnen
und Schüler könnte an einen Shuttlebus gedacht werden.
Zum Thema Infrastruktur wird der vorgeschlagene Schulstandort von vielen Teilnehmenden
als zu sehr peripher angesehen.
Beim Thema quartiersbezogene Dienstleistungen decken sich die Rückmeldungen mit denen
zu den anderen Entwürfen: „Der Einkauf von Waren des täglichen Bedarfs sollten (auch ohne
Auto) im Quartier gewährleistet sein!“
Erneut wird auf die Bedürfnisse Heranwachsender verwiesen, wozu es bisher keine Aussagen
gäbe. Und auch die Bedürfnisse von Senioren müssten stärker berücksichtigt werden. Auch
hier wird wiederum der Hinweis auf das Thema „Barrierefreiheit“ gegeben.
Planungswerkstatt Konversion
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Die Freiraumgestaltung wird sehr unterschiedlich bewertet: auf der einen Seite wird der Erhalt
bestehender Kleingärten und die Integration der Bessunger Kiesgrube gelobt. „Viel Grün am
Stück“, so lautet ein griffiger Kommentar. Andererseits fehlt „Grün im Quartier“ und es gibt zu
„wenig Frischluft-Schneisen“. Die Bebauung ist zu monolithisch – so wird angemerkt, „hier fehlt
ein west-mittiges Grünband“. Außerdem ist eine Vernetzung städtischer Grünzüge nicht er-
kennbar und das Grünband wirkt für manche trennend zwischen den Quartieren.
Zusammenfassender Überblick der Stärken und Schwächen der drei Planungsvarianten
aus Sicht der Teilnehmenden:
Stärken/
Schwächen
Szenario 1
Zwei Wohninseln im
Grünen
Szenario 2
Wohnen am Parkband
Szenario 3
Zwei Stadt-
Quartiere am Bes-
sunger Hang
+ gute Mischung aus
Mehr- und
Einfamilienhäusern
+ Bestand in Lincoln-
Siedlung wird
erhalten
+ weitgehend positiv
+ Erhalt Bausubstanz
Lincoln-Siedlung
+ teils geringere Dichte
in Cambrai-Fritsch-
Kaserne
+ gute bauliche
und räumliche
Vernetzung
+ gute Mischung
der Bebauungs-
dichten
+ Schwerpunkt
Reihen-
und Einzelhäuser
im Nordosten
Bau-
Strukturen
- Starke Trennung der
Quartiere
- zu starke Verdichtung
im Bereich Cambrai-
Fritsch- Kaserne
- bessere Wohnlagen
nicht nur exklusiv
vergeben für
Einzelhausbebauung
- fehlende Räume
für Kleingewerbe,
Handwerk,
Künstler (gilt für
alle Entwürfe)
Verkehrs-
Planung
+ sehr gute
Tramerschließung
+ Anbindung
Eberstadt
+ Anbindung
Marienhöhe
+ Durchlässigkeit
für Radfahrende
Planungswerkstatt Konversion
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- unzureichende
Tram-Erschließung
v.a. im Süden
- fehlende Anbindung
an Eberstadt
- Wendeschleife
- fehlende Rad- und
Fußverbindungen
zwischen den
Quartieren
- kein sicherer
Schulweg
- Straßenbahn Erschlie
- ßung unzureichend
- Anbindung Eberstadt
fehlt
- ÖPNV für Grundschule
fehlt
- Rad- und Fußverkerhs-
anbindung der Schule
optimieren
- autofreie Wohn-
bereiche fehlen
- Bei Erschließung
in Richtung
Eberstadt
Verkehrs-
beruhigung
bedenken
+ gelungen
+ Pfade
+ Sandrasenflächen
+ Natur wird erlebbar
+ sehr gute Grünzüge
+ gute Verbindungen
durch Grünzüge
+ Erhalt Grünzug
Bessungen- Süd
+ zusätzlicher Grün-
gürtel im Süden
+ viel Grün am
Stück
+ Erhalt von
Kleingärten
+ Integration der
Kiesgrube
Freiraum
- Gefahr für das NSG
- NSG sehr nah an
Bebauung und Teil der
Verbindungslinie
- Schutzmassnahmen
überlegen!
- zu wenig Grün
- fehlende Vernet-
zung
+ Standort Schule
+ Nahverkehrsan-
bindung
+ Sport und Freizeit-
flächen
- Schule zu sehr am
Rand
- fehlende Einkaufs-
möglichkeiten für
Waren des täglichen
Bedarfs
Infrastruktur
- fehlende Einkaufs-
möglichkeiten
- Spielplätze für Kinder
- Aufenthaltsräume für
Jugendliche
Besonders häufig genannt und mit viel Unterstützung versehen wurden folgende Kommentare
und Hinweise:
Straßenbahnerschließung und Verlängerung bis Eberstadt in Planungsvariante 3
Fehlende quartiersbezogene Dienstleistungen in allen Planungsvarianten
Gute Freiraumplanung mit aufgelockerter Lincoln-Siedlung in Planungsvariante 2
Diskussion um exklusives Wohnen bzw. die Mischung macht’s
in Planungsvariante 2
Planungswerkstatt Konversion
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Guter Standort Grundschule in Planungsvariante 2 (bei verbesserter ÖPNV und Rad-
und Fußverkehrsanbindung)
Gelungene Stadteilvernetzung in Planungsvariante 3
Öffnung einer Verbindungsstraße nach Eberstadt nur bei effizienter Verkehrsberuhi-
gung zur Vermeidung des Entstehens eines Schleichweges in Planungsvariante 3.
Bei allen Entwürfen wurden zudem folgende Hinweise (Einzelanmerkungen, von einigen unter-
stützt) notiert:
- Barrierefreiheit mitdenken
- Umgang mit der Wagenburg Diogenes; Raum für experimentelles und alternatives Woh-
nen anbieten
- Räume für Kleingewerbe, Künstler und Handwerker vorsehen
- Aufenthalts- und Rückzugräume für Jugendliche mitplanen
- Spielplätze für Kinder vorsehen (Umfeld beachten)
- Plätze und Räume für Senioren mitdenken.
Neben diesen direkten Bewertungen der Planungsvarianten sind darüber hinaus noch eine
Vielzahl von grundlegenden Einzelanmerkungen von den Teilnehmenden gemacht worden, die
unabhängig von den drei Planungsvarianten sind. Im folgenden werden diese Kommentare sys-
tematisiert nach den Handlungsfeldern aufgelistet.
Weitere Anmerkungen zu den Szenarien
Grundsätzliches
„Wir planen einen Stadtteil, nicht nur eine Wohnsiedlung“, diese Perspektive nicht aus den Au-
gen zu verlieren, ist eine zentrale Botschaft der zahlreichen Teilnehmenden. Die Planung soll
dabei innovativ, mutig und zukunftsorientiert sein. Das bedeutet künftige Trends und Bedürfnis-
se bereits heute aufzugreifen und dafür planerische Räume schaffen. Auch sollte nicht von ei-
nem „heile Welt“- Szenario ausgegangen werden, das soziale Wirklichkeiten ausblendet. Daher
sollten sozial wichtige Infrastrukturen wie ein Sozialzentrum, Beschäftigungszentrum, etc. von
Anfang an mitgedacht werden. Die Identität der späteren Quartiere wird nicht nur durch Archi-
tektur und Städtebau geprägt, sondern auch durch Kommunikation und Marketing und den
Menschen, die dort später zusammen leben werden.
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Mobilität
Fuß und Radverkehr
Gut vernetzte Fuß- und Radwegeverbindungen (z.B. in Ost-West Richtung) werden als wichtig
erachtet. Die Heimstättensiedlung sollte dabei besser angebunden werden, eventuell durch
eine Brückenerweiterung.
ÖPNV
Es werden zahlreiche Vorschläge gemacht, wie z.B. die Nutzung des ÖPNV attraktiver werden
kann. Die Vorschläge reichen vom Mieterticket für den ÖPNV bis hin zu Busanbindungen und
Fahrplangestaltung. Eine gute ÖPNV-Anbindung ist jedenfalls ein zentraler Aspekt, der den
Teilnehmenden für die Quartiere wichtig ist.
Straßenplanung
Hierzu gibt es unterschiedliche Detail-Hinweise, wie bestimmte Verkehrsbelastungen auf aus-
gewiesenen Streckenabschnitten vermieden werden könnten. Kreisel an Kreuzungen finden
grundsätzliche Zustimmung.
Bauen und Wohnen
Baudichte und Wohnformen
„Der Standort verträgt Dichte, das wie ist wichtig“ – dieses Zitat drückt die Stimmung recht gut
aus. Das „wo“ ist ein Aspekt, der dabei durchaus kontrovers diskutiert wurde. Insgesamt wird
angeregt, keine zu einheitliche Bebauung zu schaffen. Es soll Raum für unterschiedliche Haus-
formen mit unterschiedlichen Dichtegraden angeboten werden. Dabei sollen möglichst keine
Wohnghettos auf der einen bzw. Villenviertel auf der anderen Seite entstehen.
Was den Gebäudebestand betrifft gibt es Fürsprecher, die grundsätzlich möglichst viel Sub-
stanz erhalten und diesen auch für andere Zwecke als Wohnen genutzt sehen wollen. Andere
sind der Ansicht, man sollte den Bestand genau prüfen und dann entscheiden, was konzeptio-
nell Sinn macht oder was besser Platz für Neues machen sollte.
Preisstruktur
Städtebauliches Ziel sollte es sein, auf den Arealen auch bezahlbaren Wohnraum zu schaffen,
und nicht nur Wohnraum für Besserverdienende. Wohnraum für Familien und Kinder, günstiger
Mietwohnraum für Studenten und Geringverdienende sollte dort später verfügbar sein, um den
Wohnungsmarkt in Darmstadt zu entlasten. Um dies zu erreichen, dürfe den Verkauf nicht nur
der Marktpreis regeln.
Sozialräumliche Aspekte
Eine gesunde Zielgruppenmischung sollte angestrebt werden. Dabei sollten auch Kleinraum-
wohnungen für Studierende oder Alleinstehende, Wohnformen auf Zeit, z.B. für Wissenschaft-
Planungswerkstatt Konversion
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ler, mitbedacht werden. Ebenso wie Wohnformen für Menschen mit Behinderung. Genossen-
schaftliches Wohnen sollte eine Chance haben, ebenso wie generationenübergeifende Wohn-
projekte. Angeregt wird über das Concierge-Modell nachzudenken, um Ansprechpartner für ein
gutes gemeinsames Miteinander zu haben. Auch an Rückzugsräume für Jugendliche sollte ge-
dacht werden.
Verkaufs- und Planungsstrategien
Häufiger wird ein vorzeitiger Teilflächenverkauf beispielsweise an Baugruppen oder generati-
onsübergreifende Wohnprojekte gefordert. Die Miet- bzw. Kaufverhandlungen dürften sich nicht
zu lange hinziehen, kleinere Bauabschnitte könnten sukzessive vermarktet werden. Die Flächen
sollten möglichst nicht an einen alleinigen Investor veräußert werden, es sei denn mit sehr weit-
gehenden inhaltlichen Forderungen.
Natur und Freiraum
Grünverbindungen und Gestaltung
Bezüglich der Gestaltung von Freiflächen, Gärten und Wegen werden zahlreiche Detailanmer-
kungen gemacht. Begrünte Fahrstreifen der Straßenbahn werden beispielsweise als Aufwer-
tung beschrieben. Darüber hinaus könnten Freiflächen zur Selbstgestaltung (Internationale Gär-
ten) oder „Grüne Brücken“ geschaffen werden. Zugleich soll jedoch auch der Pflegeaufwand für
städtisches Grün berücksichtigt werden, da heute schon die Mittel hierfür knapp sind.
Naturschutzgebiet Kiesgrube
Zum Naturschutzgebiet wird angefragt, ob eine Öffnung beispielsweise des Ostteils möglich
wäre, um das Naturschutzgebiet durch Nutzung zu schützen. Kontrovers sind die Hinweise, ob
es wichtiger wäre, durch eine Besucherlenkung und Freiflächenaktivitäten in den Grünzügen,
die Menschen vom NSG „abzulenken“ oder sie durch ein Naturschutzzentrum in der Nähe und
Führungen im Gebiet für den Naturschutz aktiv zu sensibilisieren. Manche wünschen sich eine
großzügigere Schutzzone um das Gebiet der Kiesgrube, andere würden es gerne stärker öff-
nen.
Sport und Freizeitanlagen
Vorhandene Sportanlagen sollten möglichst für Vereine und Schulen nutzbar gemacht werden.
Kinderspielplätze sollten in die Landschaft einbezogen und zu Spielräumen in der Natur gestal-
tet werden. Nischen wie Waldkunstzentrum, Waldpädagogik und Kleingärten und freie Gärten
sollen nach Meinung einiger Teilnehmende erhalten bleiben.
Infrastruktureinrichtungen
Quartiersbezogene Dienstleistungen
Einkaufsmöglichkeiten für Waren des täglichen Bedarfs, wie z.B. ein Bäcker, die Möglichkeit
Planungswerkstatt Konversion
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eines Cafés als Treffpunkt und ärztliche Versorgung sind ein großes Thema für die Teilneh-
menden Bürgerinnen und Bürger an der Planungswerkstatt Konversion. Bei allen drei Szena-
rien wurde deutlich, dass die wohnortnahe Versorgung als nicht gelungen empfunden wird. Auf
der szenarienübergreifenden Kommentarwand wird dies noch einmal betont, insbesondere der
Markt in Bessungen wird als nicht ausreichend angesehen. Zudem wird deutlich, was die Teil-
nehmenden darüber hinaus unter wohnortnahen Einkaufsmöglichkeiten verstehen: z.B. kleine
Läden oder Räumlichkeiten für Kleingewerbe sowie Büros. Auch Cafes und Gastronomie sollte
ermöglicht werden, um das Quartier lebendig werden zu lassen. Sowohl für die Cambrai-
Fritsch-Kaserne wie für die Jefferson Siedlung können sich die Teilnehmenden eine Mischnut-
zung von Wohnen mit Kleinhandel und Ärzten sehr gut vorstellen.
Kinderbetreuungseinrichtungen und Schule
Kita – und Schule sollten an einer Stelle in räumlicher Nähe aufgebaut werden (Campusidee),
auch um eine gute Verzahnung sicher zu stellen. Zudem müssen ausreichende Kitaplätze im
gesamten Gebiet an mehreren Standorten vorgesehen werden.
Kulturelle Einrichtungen
Einige Teilnehmende sprechen sich dafür aus die „Chapel“ zu erhalten. Denkbar wäre es auch
ein multireligiöses Zentrum zu planen. Auch wäre ein Freiluftatrium denkbar für Open-Air-Kino,
Theater, Jazzveranstaltungen u.a.m.
Soziale Mischung und Soziale Infrastruktur
Eine soziale Durchmischung in den Quartieren sollte ein vordringliches Ziel sein. Für ein sozia-
les Miteinander sind Infrastrukturen notwendig wie Jugend- und Seniorenzentrum, Mutter-Kind-
Treff und Räume für Eigeninitiative der Bewohnerschaft. Zudem sollte der neue Stadtteil attrak-
tiv für Migrantinnen und Migranten werden. Zugleich muss die Struktur so ausgeglichen sein,
dass die Lincoln-Siedlung nicht zum potentiellen sozialen Brennpunkt wird.
5 Kernbotschaften an die Planenden
Im Folgenden werden die Arbeitsergebnisse der Dialogrunden zu den sechs ausgewählten
Themenfeldern zusammengestellt. In dieser Arbeitsphase stellten die Teilnehmenden in Klein-
gruppen von 8 Personen anhand von 3-4 Leitfragen Ideen und Kernbotschaften an die Planen-
den zusammen, die im folgenden dokumentiert werden. Eine ausführliche Dokumentation der
Arbeitsblätter befindet sich in einer eigenen Datei auf der Website zur Planungswerkstatt
(http://www.darmstadt.de/en/standort/stadtentwicklung-und-
stadtplanung/konversion/planungswerkstatt/index.htm).
Planungswerkstatt Konversion
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Mobilität und Vernetzung
Pkw: bedingt, quartiersbezogen, kein Durchgangsverkehr
Kfz Alternativen ist der Vorzug zu geben: Barrierefreiheit
Umweltverbund: unbedingt, komfortabel, Priorität (alle Richtungen)
Vorrang für den Umweltverbund und neuen Mobilitätsformen/ Verkehrslenkung
ÖPNV fördern (Straßenbahnlinie verlängern bis Heinrich-Delp-Straße, Quartiersbus)
Normativer Rahmen/ zeitlicher Ablauf der Entwicklung
Sammelparkplätze, keine Grünflächen und Kleingärten für die Anbindung an Karlsruher
Straße opfern
Bürgerbeteiligungen durchführen
Wohnformen
Bunte, soziale Mischung vorsehen
Sinnvolle Verdichtung durch Mischbebauung planen
Bunte Vielfalt an Wohnformen anbieten
Sozial, ökologisch, alternativ ausrichten
Qualität statt Quantität schaffen
Ameisenstrategie wählen: Verkauf an einzelne Erwerber oder Baugruppen – statt an
Bauträger
Identität und Image
Angemessenen Umgang mit der Geschichte vornehmen
Krieg und Frieden als Erinnerungsform ausdrücken
Überfrachtung der neuen Bewohnerschaft mit der Vergangenheit vermeiden
Das Image: positiv, wandlungsfähig, innovativ – kein „Oben“ und „unten“
Weder „Millionärshügel“ noch „soziales Ghetto“/ bunt
Neue Quartiere untereinander und mit der Stadt vernetzt
Als verbindendes Element der angrenzenden Stadtteile konzipieren
Freiraum für die Erprobung von Neuem Wohnen geben
Grün- und Freiflächengestaltung
Großzügige Grün- und Freiflächen mit vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten gestalten
Keine zu starke Verdichtung der Bebauung vornehmen
Schützenwerte Natur in Planung integrieren
Großen Abstand der Bebauung zum NSG einhalten
Belange älterer Menschen
In neuen Wohnkonzepten getrennt Zusammenleben
die Chance für innovative Konzepte nutzen
Nahräumliche Infrastrukturen mitdenken
Belange der Jugendlichen
Angebote für alle Altersgruppen schaffen
Altergruppen vernetzen durch gemeinsam genutzte Räume, dennoch Freiräume/ Rück-
zugsorte schaffen
Bedachte Plazierung von Nutzungen für Jugendliche vorsehen
Jugendhaus mit Sozialarbeitern ist genauso wichtig wie Selbstbestimmung
Planungswerkstatt Konversion
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Jugendliche in die Planung und Ausführung miteinbeziehen (Lichtenbergschule?)
Belange von Kindern
Starke Anerkennung der Belange von Kindern
Belange von Familien
Gutes soziales Netzwerk schaffen
Einbindung ist für alle (Alters-)Gruppen wichtig
6 Schlusswort von Stadtrat Jochen Partsch
Abschluss der Ersten Planungswerkstatt Konversion am 21.08.10, ca. 16:00 Uhr in der
Lichtenbergschule, Große Aula
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer, Organisatoren und Mitwirkende bei unserer Planungs-
werkstatt Konversion,
es obliegt mir, für Sie ein Schlusswort zu sprechen und unserer zweitätigen Veranstaltung ein
rundes Ende zu geben. Viele Punkte könnte ich dabei herausgreifen. Einiges weniges, das mir
wichtig ist, will ich noch einmal herausgreifen. Zunächst einmal will ich eines betonen: Ich
bin begeistert! Begeistert von Ihrer Kreativität, Ihrem Enthusiasmus und der Ausdauer
mit der Sie alle hier mitgewirkt haben. Mir ist gesagt worden, dass der Oberbürgermeister
gestern angekündigt hat, dass „Planen“ durchaus auch Spaß machen kann. Ich habe den Ein-
druck gewonnen, als ich heute zwischen den Arbeitsgruppen gependelt bin und mit dem ein
oder anderen von Ihnen gesprochen habe, dass dies wirklich der Fall sein kann.
Spaß an einer Aufgabe ist jedoch ein Punkt, Ernsthaftigkeit ein anderer – und wir werden Ihre
Anregungen, Impulse, Hinweise und Erfahrungen nun mit Ernsthaftigkeit weiter verfol-
gen. „Wir“ – Das heißt in diesem Falle zunächst einmal die Planungsbüros, welche die Rah-
menplanung und die Verkehrsplanung nun weiter vorantreiben. Denn wenn man es ganz genau
nimmt, sind Sie gestern und vor allem heute deren Berater gewesen – „Bürgerinnen- und
Bürgerexperten“ will ich es einmal nennen. Wenn wir uns hier in der Aula umschauen, dann
sehen wir, dass sich an den Wänden und Tafeln die Ergebnisse unserer gemeinsamen Arbeit
im wahrsten Wortsinne häufen. Das ist wirklich beeindruckend – und es ist ein Signal. Ein Sig-
nal dafür, dass sich Bürgerinnen- und Bürgerbeteiligung lohnt. Ein Signal dafür, dass in
der Partizipation neue Wege zu gehen, eine echte Zukunftsaufgabe für jede Stadt sein
sollte.
Planungswerkstatt Konversion
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Darmstadt will hier mit seinem Weg in der Konversion einen neuen Standard für sich
selbst und für andere setzen. Dies ist zugleich eine gemeinsame Aufgabe für die Stadt als
Trägerin der Planungshoheit und die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben als Grundstücksei-
gentümerin, die keine der beiden von Verantwortung für den Fortgang des Konversionsprozes-
ses entlastet, aber für beide eine gute Quelle der Inspiration ist.
Wer Fehlplanungen vermeiden will, muss wissen, welche Bedürfnisse die Bürgerinnen
und Bürger haben.
Wer die Bildung von neuen sozialen Brennpunkten vermeiden will und umgekehrt keine
gesellschaftlichen Trennlinien im Sinne von „Gated Communities“ benötigt, der braucht
Beteiligung in Planungsprozessen.
Wer neuen Wohnformen, die wirklich lebenszyklustauglich sind, und gemeinschaftlichen,
generationsübergreifenden Wohnprojekten Raum geben will, darf diese nicht nachträg-
lich „einpflanzen“, sondern muss von Anfang an die Bedürfnisse im Blick haben.
In diesem Sinne sind wir heute ein guten Schritt weiter gekommen. Zugleich läuft der Konversi-
onsprozess in all seiner Komplexität noch einen wesentlichen Zeitraum und wir werden Ihre
Wissen und Ihr Engagement in zwei weiteren Planungswerkstätten im Zuge des Städte-
baulichen Wettbewerbsverfahrens noch gut gebrauchen können.
Darauf freuen wir uns schon heute!
Ich danke Ihnen für Ihre Teilnahme und für Ihre Zeit.
Dank auch an alle Organisatoren und Helfer der Verwaltung, der BImA, der Lichtenbergschule
und von cg-konzept.
Ich wünsche einen guten Nachhauseweg und einen erholsamen Sonntag. Lassen Sie Morgen
die Seele baumeln. Sie haben es sich wirklich verdient!
7 Ausblick
Die externen Fachplanungsbüros wie auch die verwaltungsinterne Arbeitsgruppe Kon-
version lassen die hier dokumentierten Ergebnisse in der laufenden Arbeiten zur Rah-
menplanung und im Verkehrsgutachten einfließen. Die nächste Planungswerkstatt Kon-
version ist für den 11. und 12. Februar 2011 vorgesehen. In dieser Werkstatt wird der
Entwurf zum Rahmenplan vorgestellt und ein letztes feedback von der Bürgerschaft
eingeholt. Darüber hinaus sollen die interessierten Bürger und Bürgerinnen für das an-
stehende städtebauliche und landschaftsplanerische Wettbewerbsverfahren für die
Planungswerkstatt Konversion
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Cambrai-Fritsch-Kaserne und Jefferson-Siedlung Empfehlungen für den Auslobungstext
formulieren.
Planungswerkstatt Konversion
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8 Presse-Echo auf die erste Planungswerkstatt Konversion
23. August 2010 | Von Daniel Baczyk Darmstädter Echo online
Die alten Bäume auf den US-Flächen sollen bleiben
240 Bürger beteiligen sich an Planungswerkstatt für Konversion im Darmstädter
Süden – Besichtigungstour
| |
Seit knapp zwei Jahren sind die Kasernen praktisch menschenleer – freie Bahn für die Natur.
Die alten Rosskastanien sollen nach Möglichkeit erhalten werden. ,,Der Baumbe-
stand ist ein Riesenkapital", sagt der Frankfurter Stadtplaner Torsten Becker.
,,Jeder, der Neubausiedlungen kennt, weiß, wie traurig das sonst aussieht in den
ersten 20 Jahren, bis die neu gepflanzten Bäume hochgekommen sind." Zustim-
mendes Nicken in der Runde.
Die Gruppe steht unter einem Blätterdach auf dem zentralen Platz der Cambrai-
Fritsch-Kaserne zwischen Bessungen und Eberstadt. ,,Dies ist das Herz des Quar-
tiers", sagt Becker. Der von vier Kasernenbauten umgrenzte Platz, auf dem bis zum
Abzug 2008 die US-Streitkräfte ihre allmorgendliche Flaggenzeremonie abhielten,
steht unter Ensembleschutz, wird also auch bei der Neubebauung des Kasernenare-
als erhalten. Hier lagen sich in den Neunzehnhundertdreißiger und -vierziger Jahren
die Cambrai-Kaserne und die Freiherr-von-Fritsch-Kaserne der deutschen Wehr-
macht gegenüber - daran erinnern noch die von den Amerikanern erhaltenen Ein-
gangsreliefs an zwei Mauern.
Die Cambrai-Fritsch-Kaserne in attraktivster Stadtlage gilt als Filetstück bei der an-
stehenden Konversion der verwaisten US-Flächen. Über Grundzüge der Umwand-
lung der Militärflächen in zivile Stadtquartiere im Süden Darmstadts hat sich am
Wochenende eine Planungswerkstatt Gedanken gemacht. Rund 240 Darmstädter
Bürger haben an dieser Ideensammlung teilgenommen, zu der das Stadtplanungs-
amt und das Amt für Wirtschaft und Stadtentwicklung eingeladen hatten.
Bestandteil des Programms war auch die Besichtigung der Areale am Freitagabend -
Planungswerkstatt Konversion
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eine bis auf weiteres seltene Gelegenheit. Die Bundesanstalt für Immobilienaufga-
ben (Bima), derzeitige Eigentümerin der US-Kasernen und Wohngebiete, hält die
Flächen aus Furcht vor Vandalismus sonst konsequent abgesperrt.
| |
Mit Uhrtürmchen: Der zentrale Platz der Cambrai-Fritsch-Kaserne steht unter Denkmalschutz, das
Gebäude-Ensemble soll erhalten werden – und nach dem Wunsch der Landschaftsplaner auch der
Baumbestand. Teilnehmer der Planungswerkstatt Konversion konnten die ehemaligen US-Flächen am
Freitagabend besichtigen. Fotos: Claus Völker
Seit dem ersten Besichtigungstermin - im Herbst 2009 gab es bereits Busrundfahr-
ten über die Areale - ist das Unkraut weiter gewuchert, wachsen schon junge
Bäumchen aus manchen Pflasterrissen. Sie werden nicht bleiben, wenn die Bagger
der Immobilien-Investoren anrollen. Insgesamt rund 750 Bäume hat Landschaftsar-
chitekt Thomas Dittmann jedoch als erhaltenswert eingestuft, neben den Rosskas-
tanien auch 100 bis 150 Jahre alte Eichen in der Cambrai-Fritsch-Kaserne sowie
Kiefern auf dem Gebiet der Lincoln-Siedlung.
Die Kastanien stammen nach Schätzung der professionellen Planer aus der Bauzeit
der Wehrmachtskasernen, doch die Darmstädterin Gisela Hagin weiß es besser: In
den sechziger Jahren seien sie gepflanzt worden, sagt die Teilnehmerin der Pla-
nungswerkstatt. Das habe sie selbst miterlebt. Hagin arbeitete in jener Zeit auf
dem Kasernengelände für ein Kreditinstitut im Dienst der US-Streitkräfte.
Um Hinweise und Ideen von Bürgern hatte bereits Oberbürgermeister Walter Hoff-
mann am Freitagnachmittag bei der Begrüßung der Planungswerkstatt-Teilnehmer
in der Aula der Lichtenbergschule gebeten.
Ein ,,echter Ausschnitt der Bürgerschaft" sei versammelt, freute sich Amtsleiter Mi-
chael Kolmer: ,,Das zeigte den hohen Stellenwert der Mitwirkungsmöglichkeiten im
Planungsprozess. "
Kolmer und sein Kollege Harald Kissel vom Planungsamt erläuterten den weiteren
Fortgang dieses Prozesses. Zunächst soll demnach eine Rahmenplanung erstellt
werden. Sie soll im kommenden Frühjahr vorliegen und Grundlage eines Bebau-
ungsplans für die Lincolns-Siedlung sein. Für das Cambrai-Fritsch-Areal ist ein städ-
tebaulich-landschaftsplanerischer Wettbewerb vorgesehen, der Ende 2011 abge-
schlossen sein soll. Den Ergebnissen folgend wird auch für das Gebiet ein Bebau-
ungsplan erstellt. Dafür seien nochmals ein bis zwei Jahre zu kalkulieren, sagte Kis-
Planungswerkstatt Konversion
24
sel.
Die Interessen der Stadt seien die Richtschnur bei der Vermarktung der Flächen,
versicherte Bima-Vertreter Claus Niebelschütz. Die Bundesanstalt werde allerdings
auf Wirtschaftlichkeit achten. So sei es wohl nicht sinnvoll, den wertvollen Gebäu-
debestand etwa in der Lincoln-Siedlung komplett abzureißen. Die Vermarktung der
Flächen solle bereits deutlich vor Abschluss des formellen Planungsverfahrens be-
ginnen. In Darmstadt sei die Nachfrage von Investoren nach Flächen groß; die Bi-
ma habe es mancherorts auch mit ganz anderen Ausgangslagen zu tun.
| |
Spuren der Vergangenheit: Deutsche Wehrmacht und US-Army haben das Gebiet zwischen Bessungen
und Eberstadt geprägt.
Die Frage von Altlasten im Boden wird nach Niebelschütz' Worten untersucht; grö-
ßere Probleme erwarte er im Süden Darmstadts nicht, da die dortigen US-Flächen
für die Amerikaner hochwertige Funktionen gehabt hätten.
Auf Einschränkungen bei der Verkehrserschließung der Flächen wies die Verkehrs-
planerin Gisela Stete hin. Angrenzende Straßen wie die Landskronstraße, Klappa-
cher, Rüdesheimer und Heidelberger Straße seien schon heute stark oder gar ü-
bermäßig belastet. Das Schwergewicht solle daher auf eine gute Erschließung mit
dem Öffentlichen Nahverkehr gelegt werden, sagte sie unter Applaus der Planungs-
werkstatt-Teilnehmer.
Planungswerkstatt Konversion
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24. August 2010 | Von Daniel Baczyk Darmstädter Echo online
Planung für mindestens 3000 Menschen
US-Flächen: Hoffmann: Dort entsteht das Darmstadt der Zukunft - Soziale
Durchmischung in neuen Quartieren erwünscht
| |
Platz für Neubürger in einer wachsenden Stadt. Grafik: Dagmar Klumb
Mindestens 3000 Menschen sollen in einigen Jahren auf den ehemaligen US-Flächen
im Süden Darmstadts wohnen. Diese Zahl nannte Planungs- und Baudezernent Die-
ter Wenzel am Montag bei einer ersten Bilanz der Planungswerkstatt Konversion
vom Wochenende. Rund 240 Bürger und Behördenvertreter hatten zwei Tage lang
über die Umwandlung der ehemaligen Kasernen und Wohnsiedlungen im Süden
Darmstadts in zivile Wohngebiete beraten (wir haben darüber berichtet). Cambrai-
Fritsch-Kaserne sowie Lincoln- und Jefferson-Village stehen seit dem Abzug der
amerikanischen Streitkräfte im Herbst 2008 leer.
,,Auf den Konversionsflächen entsteht das Darmstadt der Zukunft", erklärte Ober-
bürgermeister Walter Hoffmann am Montag. Die Bürger sollten an der ,,wichtigsten
Aufgabe der Stadtentwicklung" beteiligt werden, damit sie sich mit den entstehen-
den neuen Stadtquartieren identifizieren könnten. Zudem sei so besser zu verste-
hen, warum sich der Planungsprozess über Jahre hinziehe. ,,Das soll kein quälender
Prozess sein", sagte Hoffmann, ,,sondern Spaß machen."
Acht bis neun Jahre könne die Umwandlung insgesamt dauern, ergänzte Wenzel. Es
sei aber das ,,sportliche" Ziel, dass in der Lincoln-Siedlung - dort sollen viele
Wohngebäude erhalten werden - schon um den kommenden Jahreswechsel die
Bauarbeiten beginnen. Man habe die große Chance, notwendige Einrichtungen wie
Spielplätze oder Jugendhäuser von vornherein mitzuplanen, müsse dafür aber sorg-
fältig vorgehen, sagte Sozialdezernent Jochen Partsch.
Mehrere Tausend Zettel mit Hinweisen und Ideen seien bei der Planungswerkstatt
geschrieben worden, sagte Michael Kolmer, Leiter des Amts für Stadtentwicklung.
,,Kein Oben, kein Unten schaffen", sei dort beispielsweise zu lesen gewesen: Ge-
wünscht sei demnach eine soziale Durchmischung, kein ,,besseres" und
,,schlechteres" Wohngebiet.
Planungswerkstatt Konversion
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Wohnraum in bester Waldrandlage zwischen Bessungen und Eberstadt: Ein Gebäude der einstigen
Freiherr-von-Fritsch-Kaserne der deutschen Wehrmacht, später von den Amerikanern als Teil der
Cambrai-Fritsch-Kaserne übernommen. Foto: Claus Völker
Teilnehmer der Planungswerkstatt machten sich auch für generationenübergeifende
Ansätze und Raum für alternative Wohnformen in den neuen Quartieren stark.
,,Durchgängigkeit, aber kein Durchgangsverkehr" lautete eine Forderung für die
Verkehrserschließung. Über die Verlängerung der Straßenbahnlinie 3 in die Cam-
brai-Fritsch-Kaserne hinein sowie eine zusätzliche Haltestelle an der Lincoln-
Siedlung bestand weitgehende Einigkeit.
Der Straßenbahn-Anschluss spielte auch eine Rolle bei der Einteilung der Planungs-
ziele in drei Varianten.
,,Zwei Wohninseln im Grünen" heißt der erste Vorentwurf des Stadtplanungsamts.
Die künftige Bebauung der Lincoln-Siedlung sowie der Cambrai-Fritsch-Kaserne
sind demnach ohne direkten Kontakt zur Wohnbebauung in Bessungen in Eberstadt,
sondern im Norden und Süden jeweils durch Grünzüge abgetrennt; dazwischen be-
findet sich das Naturschutzgebiet Bessunger Kiesgrube. Die Straßenbahn fährt nur
in den nördlichen Kasernenbereich. Dort soll auch eine Grundschule entstehen.
Variante Zwei, ,,Wohnen am Parkband", sieht einen Grünzug im Norden der Kaser-
ne sowie quer durch die Lincoln-Siedlung vor. Auch in diesem Fall besteht keine
bauliche Verbindung zu Eberstadt. Die Straßenbahn fährt in den Westen des Kaser-
nengebiets.
,,Zwei Stadtquartiere am Bessunger Hang" ist der Titel der dritten Variante. In die-
sem Fall ist die Lincoln-Siedlung mit Bessungen und die Kasernenbebauung mit E-
berstadt verbunden. Ein Grüngürtel schlängelt sich S-förmig zwischen beiden Area-
len hindurch. Die Straßenbahntrasse führt quer durch das Kasernengelände bis zur
Planungswerkstatt Konversion
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Heinrich-Delp-Straße.
Diese Varianten dienten nur als Diskussionsgrundlage und seien in jeder Hinsicht
veränderbar, betonten die Planer.
Wie die Flächen vermarktet werden, sei noch nicht entschieden, erklärte Verkaufs-
leiterin Katharina Zysk von der derzeitigen Eigentümerin, der Bundesanstalt für
Immobilienaufgaben (Bima). In anderen Städten wie Gießen oder Hanau seien die
Flächen an einen Großinvestor gegangen, aber auch eine kleinteilige Vermarktung
sei in Darmstadt vorstellbar. So hätten sich Vertreter alternativer Wohnformen bei
der Planungswerkstatt interessiert gezeigt, einzelne Wohngebäude zu erwerben.
,,Wir denken darüber nach." Für Ende September ist bei der Schader-Stiftung eine
zweitägige Fachtagung zur Konversion in Darmstadt geplant.
2010/0512
3255 Zeichen
Magistratsvorlage Eingang Magistrats- geschäftsstelle: 18.11.2010 an den Magistrat zur Kenntnis zur Beschlussfassung Beteiligt vor Magistratsbeschlussfassung: Dezernat I, V, VI Stadtplanungsamt an die Stadtverordnetenversammlung OBW zur Befassung zur Kenntnis zur Beschlussfassung zur abschließenden Beschluss- fassung Fachausschuss Amt: Amt für Wirtschaft und Stadtentwicklung Behandlung in öffentl. Sitzung Ja Nein OBW bei abschl. Beschlussfassung Magistrat Ja Nein Internetfähig Verteiler: Vorlage-Nr. 2010/0512 Magistratsbeschluss-Nr. Betreff: Dokumentation der 1. Planungswerkstatt Konversion am 20./21. August 2010 in der Lichtenbergschule Vorlage vom: 15.11.2010 Beschlussvorschlag: Die Dokumentationen der 1. Planungswerkstatt Konversion werden zur Kenntnis genommen. Anlagen: Planungswerkstatt Konversion am 20/21.08.10 Dokumentation Planungswerkstatt Konversion am 20/21.08.10 Dokumentation Dialogcafe Datenschutzrelevante Anlage: Beschluss des Magistrats vom 2 ... Begründung zur Magistratsvorlage vom 15.11.2010 Mit Magistratsvorlage Nr.2009/376 hat der Magistrat eine breit und beispielhaft aufgestellte Öffentlichkeitsbeteiligung im Konversionsprozess beschlossen. Wichtiges Element in diesem Beteiligungsprozess sind die Planungswerkstätten unter Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern sowie zahlreichen für die Entwicklung der Wohnquartiere auf der Cambrai- Fritsch-Kaserne, der Jefferson-Siedlung und der Lincoln-Siedlung bedeutsamen Institutionen und gesellschaftlichen Gruppen. Die Planungswerkstätten bilden das zentrale Rückkopplungsglied zwischen der Bürgerschaft und den Planungsbüros, welche in der Rahmenplanung / im Verkehrsgutachten für die Areale sowie im kommenden Jahr im städtebaulichen und landschaftsplanerischen Wettbewerb für Cambrai-Fritsch/Jefferson engagiert sind. Gleiches gilt für die planende Verwaltung. Eng eingebunden ist auch die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) als Grundstückeigentümerin. Die 1. Planungswerkstatt Konversion fand am 20. und 21. August in der Lichtenbergschule statt, von wo aus der Konversionsprozess in der Nachbarschaft der Schule sehr wohlwollend begleitet wird. In der Anlage werden die Dokumentation dieser Planungswerkstatt und die Dokumentation des sog. Dialogcafés, einer Moderations- und Arbeitsmethode, die in der Veranstaltung einen wichtigen Platz einnahm, zur Kenntnis gebracht. Diese wurden vom begleitenden Moderationsbüro, cg konzept, zusammengestellt. Die Dokumentationen sind (als farbige Versionen) ebenso wie zahlreiche weitere Informationen und Unterlagen zum Konversionsprozess in Darmstadt auf der städtischen Homepage im Internet frei zugänglich und abrufbar: http://www.darmstadt.de/standort/stadtentwicklung-und-stadtplanung/konversion/ Die 2. Planungswerkstatt Konversion findet nach derzeitigem Vorbereitungsstand am 11. und 12. Februar 2011 statt. Sie dient insbesondere der Diskussion und Rückkopplung der Ergebnisse der Rahmenplanung. 15.11.2010 Walter Hoffmann Jochen Partsch Dieter Wenzel Oberbürgermeister Stadtrat Stadtrat Dez. I Dez. V Dez. VI
anlage 2
22751 Zeichen
1 Dokumentation der Arbeitsergebnisse aus dem Dialogcafe Planungswerkstatt Konversion Darmstadt - Lichtenbergschule am 20./ 21. August 2010 Konzeption, Moderation und Protokoll Dirk Kron, Dr. Christine Grüger cg konzept I Planungskommunikation I Moderation I Mediation, Freiburg 2 Planungswerkstatt Konversion am 20/21. August 2010 Ergebnisse des Dialogcafés 1. Nutzergruppen Belange älterer Menschen Kernbotschaften In neuen Wohnkonzepten getrennt Zusammenleben Die Chance für innovative Konzepte nutzen Nahräumliche Infrastrukturen mitdenken Was soll zum sozialen Zusammenleben beitragen? Möglichkeiten für gemeinsames Zusammenleben schaffen: Mehrgenerationenwohnen und altersgerechtes Wohnen zu 50 % Begegnungsstätte für alt und jung schaffen (für sportliche, kulturelle, soziale Aktivitäten) Tauschbörse für Dienstleistungen einrichten Gremien für kurze Wege zur Verwaltung einrichten Stadtteilmanagement/ Stadtteilbüro/ Stadtteilzentrum für Rat- und Hilfesuchende in den neuen Quartieren schaffen Demenzeinrichtung mitdenken Was sind die Belange älterer Menschen? Barrierefreiheit Altengerechte Wohneinheiten Flexible Wohnungen Öffentlicher Nahverkehrsanschluss Optional: Autoabstellplatz vor dem Haus 3 Was ist sonst noch wichtig? Gesundheitliche/ Medizinische Versorgung Vorhandensein von Kleingewerbe/Friseur/Dienstleistungen, Tante Emma Laden/Postagentur Quartiersbezogene Versorgungseinrichtungen für den alltäglichen Bedarf Ausgebaute Fahrradwege Besuchsdienste der Kirche/ Kommune Sozialstation mit Beratungsdienst Was ist sonst noch wichtig? Hausmeisterdienste Ruftaxi Gute und sichere Fahrradwege für ältere Menschen 4 Belange der Jugendlichen Kernbotschaften Angebote für alle Altersgruppen schaffen Altergruppen durch gemeinsam genutzte Räume vernetzen, dennoch Freiräume/ Rückzugsorte schaffen Bedachte Platzierung von Nutzungen für Jugendliche vorsehen Jugendhaus mit Sozialarbeitern ist genauso wichtig wie Selbstbestimmung Jugendliche in die Planung und Ausführung miteinbeziehen (u.a. Lichtenbergschule) Was soll zum sozialen Zusammenleben beitragen? Angebote, z.B. Sport, Nachhilfe (ehrenamtlich durch Senioren für Schülerinnen und Schüler) für alle Altersgruppen schaffen Lärmgeschützte Freiräume, teils integriert, teils abseits vorsehen Bunker als z.B. Jugendraum, Proberaum für Bands, freie Gestaltung, Weinkeller, Disko/ Pub nutzen Grillplätze einrichten Was sind die Belange der Jugendlichen? Sowohl Nähe als auch Distanz müssen möglich sein; Treffpunkte für Jugendliche und Senioren (Skaterplatz, offener Jugendtreff, Sportplatz, Kletterwald, Bowling, Kegeln; Proberäume für Musikbands) z.B. in Kasernen Ställen Betreute Angebote einrichten: Jugendhaus, Cafe/ Bistro für Jugendliche in Selbstverwaltung, freie Angebote in Schulnähe Mittelschule als Standort oder zur Umnutzung für Jugendliche überlegen Was ist sonst noch wichtig? Treffpunkte, wie z.B. Sportplatz für Jugendliche besser an den Siedlungsrand legen, um Lärmkonflikte zu vermeiden Bau und Betriebe von Jugendeinrichtungen vor Wohnungsnutzung festlegen Vernetzung unterschiedlicher Jugendtreffpunkte (Erreichbarkeit, z.B. durch Fahrradwege) berücksichtigen Was gehört ins Baugebiet? Was an den Rand des Baugebiets? Was kommt zentral ins Cambrai-Fritsch- Was ist sonst noch wichtig? Kies-Schießplatz Heimstättensiedlung? Was an anderen Standorten wie Ladenzentren, Schulhof, Wildnis? Was wird den Jugendlichen „quasi fertig“ geboten/ was wird ihnen zum Selbermachen freigegeben? Jugendliche in Planung und Realisierung mit einbeziehen Schülerinnen und Schüler der Lichtenbergschule als Experten mit einbeziehen 5 Areal? Was wird an diversen Standorten im Grünzug Böllenfalltor- Bessungen vorgesehen? 6 Belange von Kindern Kernbotschaften Starke Anerkennung der Belange von Kindern Was soll zum soziale Zusammenleben beitragen? Kinderbetreuung von (0)1-3 anbieten Mietergärten für Familien mit Kindern planen Vereinbarkeit von Familie und Beruf gewährleisten Angepasste Öffnungszeiten (flexibel z.B. Tageseltern) vorsehen Leben der Großeltern (leiblich/Freunde) in der Nähe von Familien ermöglichen Gutes Miteinander von Kinderbüro/Migration/ Kindern mit Behinderungen ermöglichen Demokratische Partizipationsformen für Kinder im Quartier durchführen Kinderkino einrichten Bücherei anbieten Was sind die Belange der Kinder? Freiflächen für Bewegung einplanen Nicht überpflegt, naturbelassen Kinder 8-12 Jahre müssen nicht im Gebiete „versorgt“ werden, sondern sollten gute Wege in den Wald „drumherum“ vorfinden Freiflächen bei den Einrichtungen und zwischen den Gebäuden vorsehen Altergerechte Spielplätze (geschlechtsspezifisch, pädagogisch unterstützt) errichten Wohnortnahe Kinderbetreuung anbieten Gut und sicher zu erreichende, fußläufige Grundschulwege planen Spielstraßen festlegen (mit Sanktionen bei Verstößen), z.B. als gute Sportmöglichkeiten (autofrei) Kinderärzte/medizinische Infrastruktur/ zusätzliche sportliche / musische Angebote einrichten Fahrradstraßen vorsehen Was ist sonst noch wichtig? Kurzparkplätze an Kitas für Auto und Fahrräder vorsehen Kitas und Sporteinrichtungen sollten nicht mit dem Auto erreichbar sein, um die Schulwegkultur wiederzubeleben Fahrdienste/ Fußweg-Begleiter aus der Bevölkerung organisieren Verkehrserziehung mit Kontrollen für Erwachsene, um langsam zu fahren Bisherige Schulstandort-Vorschläge hinsichtlich Was ist sonst noch wichtig? Familien mit Kindern – die Zukunft braucht mehr! Diese Familien brauchen viel Wohnraum zu mäßigen Kosten. Dafür muss Bestand kostengünstig erhalten und bewirtschaftet werden, keine teuren Freiflächen / keine teuren Modernisierungen Mobilitätshilfen für Kinder wie von Gisela Stete (Büro StetePlanung) erwähnt (Mieter Ticket, Schulweg Coach) anbieten 7 Verkehrssicherheit und Entfernung überdenken Sicherung des quartiersbezogenen Einkaufs vornehmen Ganztagesschule einrichten Mehrgenerationenwohnen ermöglichen Kindergerechte Sicherung der Kiesgrube gewährleisten 8 Belange von Familien Kernbotschaften Gutes soziales Netzwerk schaffen Alle (Alters-)Gruppen einbinden Was soll zum sozialen Zusammenleben beitragen? Treffpunkte für Jung und Alt vorsehen Mehrgenerationenwohnen fördern Gute ärztliche Versorgung einrichten Soziale Durchmischung der Schichten planen – keine Ghettos entstehen lassen Nationalitäten mischen, keine ethnischen Ghettos schaffen Beratungsbüro für Kinder, Familien, Senioren (Nachbarschaftshilfe, Tauschbörse) installieren Was sind die Belange von Familien? Gute Verkehrsanbindung vor Besiedlung (Fuß- und Radwege, ÖPNV) schaffen Bezahlbaren, von der Größe angemessenen Wohnraum schaffen Kleinkinderspielplätze in Sichtweite der Wohnungen einrichten Angebote für Jugendliche in angemessener Distanz/ Nähe schaffen Gute fußläufige Versorgung mit Waren des täglichen Bedarfs (Entfernung nicht zu groß) sicherstellen Sichere, angstfreie Wege (Schule, Kita, Einkauf, Freizeit) planen Was ist sonst noch wichtig? Gesundheits- und Sportförderung (Mehrgenerationenspielplätze, Boule-Treff, Ballsport, Lauftreff) Stadtteilbüro Gute Erreichbarkeit der öffentlichen Einrichtungen Bespielbare Grünflächen Grüne „Oasen“ erhalten und weiterentwickeln (sitzen, lesen, spielen, sonnen) Was ist sonst noch wichtig? 9 2. Nutzungsfunktionen Mobilität und Vernetzung Kernbotschaften Pkw: bedingt, quartiersbezogen, kein Durchgangsverkehr Kfz Alternativen ist der Vorzug zu geben: Barrierefreiheit ist wichtig Umweltverbund: unbedingt, komfortabel, Priorität (alle Richtungen) Vorrang für den Umweltverbund und neuen Mobilitätsformen/ Verkehrslenkung ÖPNV fördern (Straßenbahnlinie verlängern bis Heinrich-Delp-Straße, Quartiersbus) Normativer Rahmen/ zeitlicher Ablauf der Entwicklung berücksichtigen Sammelparkplätze, keine Grünflächen und Kleingärten für die Anbindung an Karlsruher Straße opfern Bürgerbeteiligungen durchführen Wie durchlässig sollen die Quartiere für Verkehrsarten sein? Für Rad- und Fußgängerverkehre ist die Durchlässigkeit Konsens Gut geplantes Radwegenetz ist notwendig Fahrradverkehr als Lösung für Quell- und Durchgangsverkehr ansehen Fahrrad- und Fußweg zum Bessunger Marktplatz ermöglichen Marienhöhe besser anbinden Der Durchgangsverkehr für Pkws sollte eingeschränkt werden Zweite Brücke in die Heimstättensiedlung Cooperstraße muss in Ost-West Richtung geöffnet werden (verkehrsberuhigt) Welche Konflikte/ Lösungsmöglichkeiten sehen Sie? Schneller Radverkehr – spielende Kinder Querung Heidelberger Straße Keine Lösung der Verkehrsbelastung von Landskronstraße/ Klappbacher Straße Anbindung des Kfz Verkehrs an die Karlsruher Straße Die Straßenbahn sollte verlängert werden, wenn auch eine dichte Wohnbesiedlung entsteht Tageszeitliche Steuerung des Kfz Verkehrs vornehmen Verkehrsberuhigung versus Stadtteilentwicklung Kreisverkehre einplanen: fließender anstatt stehender Verkehr/ Ampeln Kleinteilige Versorgungseinrichtungen 10 Cooperstraße für umfassende Nutzung (Marienhöhe, Heinrich-Delp-Straße) öffnen Erreichbarkeit der Marienhöhe über Cooperstraße mit ÖPNV ermöglichen Cooperstraße zwischen Heidelberger Straße und Karlsruher Straße besteht Dissens Durchlässigkeit Ludwigshöhstraße/ Cooperstraße/ Heinrich-Delp-Straße und zurück einrichten, auch für Kfz, aber verkehrsberuhigt, zumindest abschnittsweise als Spielstrasse vorsehen Lösungen: Straßen als Aufenthaltsräume ansehen Mobilitätskonzept vor Besiedlungskonzept realisieren Im Kasernengebiet Tempo 30 Zonen auch für Zufahrtsstraßen ausweisen Fuß- und Radwege zwischen Noakstraße und Cambrai- Fritsch-Kaserne (vgl. Parkband) vorsehen Querung Heidelberger Straße bevorrechtigt für Rad- und Fußverkehr ausweisen Stellplätze für Carsharing vorsehen Elektrofahrräder zum Verleih anbieten Spielstraßen einrichten Bürgerbeteiligung bei der Entwicklung des Mobilitätskonzepts Grüngürtel (Wald) zwischen Heinrich-Delp-Straße und Karlsruher Straße erhalten Welche alternativen Angebote zum Kfz sollen im Quartier gefördert werden Bus oder Shuttlebus zwischen den Kasernen und zum Einkaufzentrum sowie zur Marienhöhe einsetzen Neue Mobilitätsmöglichkeiten, wie z.B. Segway, Pedalo einsetzen Anruftaxis einsetzen ÖPNV stärker vernetzen Ost-West Verbindung Eberstadt-Hauptbahnhof- Böllenfalltor herstellen Busanbindung an Fernverkehr, Schulen und Einkaufszentrum garantieren DB-Bahnhaltepunkt westlich der Lincoln-Siedlung einrichten Elektromobilität berücksichtigen ...was ist sonst noch wichtig? Straßenbahn soll vor der Wohnbebauung geplant werden Sammelstellplätze am Quartiersrand mehrheitlich gewünscht, individuelle Stellplätze sollen punktuell möglich sein Straßenbahnverlängerung muss stadträumlich verträglich sein Sicheres Radfahren ermöglichen Stellplatzsatzung zur Reduzierung der Mindeststellplatzanzahl anpassen Auch im Umweltverbund keine Einschränkung der Mobilität vornehmen Zum Thema Mobilität wird von der LA 21 Agendagruppe Mobilität eine eigene Darstellung abgegeben 11 Wohnformen Kernbotschaften Bunte, soziale Mischung ermöglichen Sinnvolle Verdichtung durch Mischbebauung vornehmen Bunte Vielfalt an Wohnformen anbieten Sozial, ökologisch, alternativ ausrichten Qualität statt Quantität Ameisenstrategie wählen Wer soll da wohnen? Bunte, soziale Mischung für alle Quartiere mit: Menschen mit Behinderung Ältere Menschen Kinder und Jugendliche Studierende Familien Singles Vereine/ Gruppen Gemeinschaftliche Wohngruppen Verschiedene soziale Milieus (Migrantinnen und Migranten, Erwerbslose, Obdachlose, Einkommensschwache) Welche Wohnqualitäten sollen geschaffen werden? Einfachen bis gehobenen Standard anbieten Sozial geförderte bis zu Eigentumswohnungen Vermeidung von Monostrukturen (keine reinen Villenviertel) Cambrai-Fritsch-Kaserne: keinen reinen sozialen Wohnungsbau schaffen Miethöhe für Hartz IV festlegen Gesunde Mischung zwischen privaten und halböffentlichen Grünflächen (Mietergärten, Gemeinschaftsgärten) vornehmen Ökologisch, nachhaltig, autoarm Barrierefrei Energieeffizienz/ Passivhaus Standards Hohe Qualität der Freiflächen schaffen Quartiersbezogene Dienstleistungen (kleinteilig) sicherstellen Soziale Einrichtungen (Kiga etc.) mit genügend 12 Kinderbetreuungsplätzen in den Quartieren schaffen Kulturelle Räume einrichten Hobbyräume, z.B. Basteln, Malen vorsehen Verdichtung durch Mischbebauung Welche Wohnformen und –strukturen sind erwünscht? Alternative Wohnformen (Bauwägen, mobiles Wohnen, Freifläche für mobiles Wohnen, modulares Bauen) ermöglichen Intergeneratives Wohnen Behinderte/ Nichtbehinderte Gemeinschaftliches Wohnen Selbstverwaltete Wohnprojekte Genossenschaftliches Wohnen Platz für Wohngemeinschaften und Hausgemeinschaften Gemeinschaftsräume auch in einzelnen Häusern planen ....was ist sonst noch wichtig? „Internationale Gärten“ planen Begegnungsmöglichkeiten schaffen Wichtig! Ameisenstrategie vornehmen: Kein großflächiger Verkauf, sondern kleinteilige Verkaufsstrategie wählen Soziale und ökologische Bauträger aktiv und gezielt suchen Bauverein muss Flächen erwerben, damit die Stadt Einflussmöglichkeiten erhält Mieter- und Eigentümerbeteiligung auch an Um- und Neubauten ermöglichen Bestehende alternative Wohnformen sichern (z.B. Bauwagenplatz) Durchmischung von Bestandsschutz und Neubauten Ameisenstrategie, um Mischung der Wohnformen zu ermöglichen und Kosten niedrig zu halten Neubauten barrierefrei erstellen Bestandsschutz nicht übertreiben Keinen Großinvestor wählen Ernst-Ludwig Park ist Negativbeispiel Zukunftsorientiertes Wohnen mit Konzept, innovativer Planung und Planender, partizipativer Planung Nachhaltiges Energiekonzept für An- und Neubauten einsetzen Gestaltungsfreiheit beim Umgang mit Bestand und Neubau zulassen Architekturwettbewerbe durchführen 13 In den Erdgeschossen Läden, Kommunikation, Dienstleistungen und Service vorsehen Grundstücke in Erbpacht für Wohnprojekte von Kommunen anbieten Sozialwohnungen innerhalb von Wohnprojekten durch Kommune bezuschussen Religiösen Raum der Chapel (Jefferson-Siedlung) erhalten 14 Soziale Infrastruktur und Versorgung Kernbotschaften Markt der Möglichkeiten für jeden Stadtteil anbieten Generationenübergreifend und gendergerecht gestalten Strukturen schaffen und nutzen Welche Funktion sollen die Quartierszentren erhalten? Mischung privat-öffentlich/ Wirtschaft-Gemeinwesen Stadt der kurzen Wege, wohnungsnahe Arbeitsplätze Zentrum als Spiegel der Gesellschaft Ort der sozialen Begegnung und materiellen Versorgung Integration unterschiedlicher sozialer Milieus Beratungszentrum (Kirche, Polizei, soziale Träger, Verbraucherberatung) Offenes Haus/ Gemeinschaftshaus für Vereine, Kultur und Private Kirchenladen in die Lincoln-Siedlung Günstiger Nahversorger am Rand vom Zentrum Nahversorger (Vollversorger) als Nukleus in die Kaserne Private Initiative seitens der Stadt materiell unterstützen „Marktplatz“/ Treffpunkt, z.B. regionale Produkte, Filme, etc. Generationenübergreifende Angebote (Kinder- /Seniorenheim Gastronomie Platz als Zentrum der Fuß- und Radwege sowie ÖPNV Schule multifunktional nutzbar Raum für Kleingewerbe (Freiberufler) Dezentrale Attraktionspunkte ermöglichen Wie sollen diese gestaltet sein? Große Flächen für Open Air Veranstaltung, Feste etc. mit Wasser und Strom versorgen Öffentlichen Raum mit Aufenthaltsqualitäten schaffen Barrierefrei und gut erreichbar gestalten Räume mit definierten Funktionen und Räume zur freien Gestaltung anbieten Positivbeispiel: Riegerplatz im Sommer Im Erdgeschoss: öffentlich-gewerbliche Nutzungen am Platz planen Öffentlicher Raum und Quartiersmanagement erforderlich Zentrum als Ausdruck des Sieges der Zivilisation über das Militär ausdrücken Lincoln-Siedlung: Zentrum muss architektonisch gefasst und betont werden Sportanlagen erhalten und erweitern Öffentliche Innenräume für kulturelle Veranstaltungen vorsehen Kurze Anbindung zum ÖPNV Sicherheit im öffentlichen Raum Familienfreundlich gestalten Genderaspekte berücksichtigen Zentrum autofrei vorsehen Ruhe und Verweilzonen schaffen 15 Spielmöglichkeiten (siehe neuer Brunnen am Georg- Büchner-Platz) vorsehen Zentrumsfunktion durch verträgliche Anlieger sichern (Lärm) Was ist sonst noch wichtig? Ärztezentrum/gesundheitliche Versorgung sicherstellen Vorhandene Kapelle als interreligiösen Raum nutzen Spielplatz und Bewegungsraum für Ältere Vereinsgründungen an vorhandene Vereine binden Kinderbetreuung in beiden Quartieren (Anbindung an Fuß- und Radverkehre sowie ÖPNV) anbieten Rückzugs- und Gestaltungsräume für Jugendliche berücksichtigen Multikulturelle Öffnung erreichen Was ist sonst noch wichtig? Bank Biergarten Platz für Kunstschaffende 16 Grün- und Freiflächengestaltung Kernbotschaften Großzügige Grün- und Freiflächen mit vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten gestalten Keine zu starke Verdichtung der Bebauung vornehmen Schützenwerte Natur in Planung integrieren Großen Abstand der Bebauung zum Naturschutzgebiet einhalten Wie sollen die Grün- und Freiflächen für bestimmte Zielgruppen gestaltet werden? Keine zu starke Verdichtung der Bebauung planen Sozialer, zentraler Platz für alle (Schach, Boule, Gymnastik, Ruheplätze und Cafe) anbieten Offenen Raum für Begegnung/ Gemeinschaftsflächen schaffen Naturhafte Entfaltung der Grün- und Freiflächen (mit Pflege) zulassen Freiflächen (durchlässig, Achsenbezüge) vernetzen Jugendliche dezentral versorgen, aber nicht abschieben Straßen und Wege vernetzen Familienfreundliche Sportanlagen einrichten Trimmpfad und Nutzungsmöglichkeiten für anderen Gruppen bzw. Stadtteile anbieten Erkenntnisse der Sportentwicklungsstudie für Darmstadt nutzen Wie soll der „Grünzug Bessungen-Süd“ für die Bürgerschaft der angrenzenden Wohnviertel nutz- und erlebbar werden? Pflegekonzept entwickeln Bürgerschaftliche Pflege des Grünzugs organisieren Temporäre Veranstaltungen (verschiedenster Akteure, Vereine, Künstler) durchführen Für vielfältige Nutzung/Nutzergruppen gestalten Klima berücksichtigen Gefahrenabwehr vornehmen Aufeinander abgestimmtes Freiflächenkonzept, in dem die Gliederung des Grünzugs nach nutzungsbezogenen und nicht nutzungsbezogenen Bereichen festgelegt wird Zugänglichkeit für alle sicherstellen Wie können das Naturschutzgebiet und der Artenschutz im Gebiet dauerhaft gesichert werden? Verträgliche, schützende Öffnung umsetzen Erhalt und Erlebbarkeit des Naturschutzgebietes ermöglichen Was ist sonst noch wichtig? Konzept soll Vernetzungsebenen für wandernde Tiere und Pflanzen beinhalten Pflegekonzeption für öffentlich und private Freiflächen entwickeln 17 Naturschutzgebiet soweit wie möglich in Grünzugkonzept einbeziehen Dissens besteht bei der Diskussion bzgl. der Nutzung des Naturschutzgebietes: Lenkung versus Abwehr Waldbestand erhalten Informationen anbieten Fachkompetenz einarbeiten Naturschutzgebiet abgrenzen Waldschonende Anbindung der Cooperstraße zur Karlsruher Straße Weitere Planung und Eigentum unter dem Primat der öffentlichen Verwaltung durchführen Erhalt von Sportflächen Vielfältiges Grün, z.B. Wege, Gleisbegrünung Grüne Straßenhindernisse einrichten Grüne, abwechslungsreiche Architektur umsetzen 18 Identität und Image Kernbotschaften Angemessenen Umgang mit der Geschichte vornehmen Krieg und Frieden als Erinnerungsform ausdrücken Überfrachtung der neuen Bewohnerschaft mit der Vergangenheit vermeiden Das Image: Positiv, Wandlungsfähig, innovativ – kein „Oben“ und „unten“ Weder „Millionärshügel“ noch „soziales Ghetto“/ bunt Neue Quartiere untereinander und mit der Stadt vernetzen Als verbindendes Element der angrenzenden Stadtteile konzipieren Freiraum für die Erprobung von Neuem Wohnen geben In welcher Form soll an die ursprüngliche Nutzung erinnert werden? Historische Bestandsaufnahmen durchführen Wohnung als Ausstellungsobjekt integrieren Geschichte dokumentieren Historische Entstehungsbezüge aufzeigen Rundgang mit Erinnerungsorten/ Gedenksteinen (alte Steine stehen lassen) anbieten Das historische Band zur USA soll durch Veranstaltungen/ Events fortgesetzt werden Entwicklung von der Garnisonsstadt zur Wissenschaftsstadt aufzeigen Bezug zur Brandnacht herstellen Name durch Wettbewerb formulieren Geschichtswerkstatt in historischen Gebäuden einrichten Straßen und Plätze nach Friedensnobelpreisträgern Welches Image sollen die Quartiere haben? Bezug zu den Wohnformen herstellen Professionelle Ausschreibung (Kommunikation/ Design) einbeziehen Ständiger Wandel/ Entwicklung aufzeigen Flexible Bausubstanz/ Nutzungsmix vornehmen Kein reines Wohnen, soziale Mischnutzung (für beide Quartiere) anstreben Kleingewerbe unterstützen Namensgebung des Stadtteils mit Bürgerbeteiligung vornehmen Kontrovers: Ist Namensgebung erforderlich? 19 benennen Cambrai-Fritsch als Carree bezeichnen Welche Rolle sollen die neuen Quartiere im Zusammenspiel mit der Gesamtstadt spielen? Vernetzung untereinander und mit anderen Stadtteilen ist wichtig Mischung aus Alt- und Neubürgerinnen/ Neubürgern Darmstadts herstellen Kein Ghetto entstehen lassen Identifikation der Bewohnerschaft durch hohe Beteiligung (Kommuntarismus) fördern „Bildungsquartier“ Kommunikation in allen Richtungen anstreben Identifikation durch Bürgerbeteiligung stärken ...was ist sonst noch wichtig? Museum der Vor- und Nachkriegsgeschichte Bezüge zum Stadtteil – pädagogische Aspekte- herstellen Keine Belastung der Nutzenden durch „Kriegsereignisse“ (Katharsis) entstehen lassen Darmstädter Know-how nutzen Eigene Identität bzw. identitätsstiftende Orte Gemeinschaftsflächen und –räume zur gemischten Nutzung durch spätere Bewohnerschaft Experimentierfeld (Insel für neues, sozial- und umweltgerechtes Wohnen
Beratungsverlauf (1)
Orte (9)
- Noackstraße
- Heinrich-Delp-Straße
- Ludwigshöhstraße
- Landskronstraße
- Karlsruher Straße
- Cooperstraße
- Heidelberger Straße
- Marktplatz
- Riegerplatz
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Details
- Vorlagen-Nr.
- 2010/0512
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 15.11.2010
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00