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2007/0555

Feuerwehr in neuer Allianz gegen Rechtsextremismus

Magistratsvorlage 19.09.2007

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2007/0555

2443 Zeichen

Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats- 
geschäftsstelle: 
07.11.2007 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung: 
Dezernat VI Dezernat VI 
 
Amt: Feuerwehr  
an den Magistrat 
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
 
an die Stadtverordnetenversammlung 
   OBW zur Befassung 
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
   zur abschließenden Beschluss-        
fassung Fachausschuss 
 OBW bei abschl. Beschluss-
fassung Magistrat 
 
 
 
Ja 
 
Nein 
Öffentlich:     
Verteiler: 
 
 
Vorlage-Nr. 2007/0555 
 
Magistratsbeschluss-Nr. 
  
 
 
Betreff: Feuerwehr in neuer Allianz gegen Rechtsextremismus 
 
Vorlage vom: 24.10.2007 
 
Beschlussvorschlag: 
Der Magistrat nimmt den Bericht der Feuerwehr zum Engagement gegen Rechtsextremismus zur Kennt-
nis. 
 
 
Anlagen: Wortlaut der Erklärung: Gemeinsam gegen Rechtsextremismus 
 
Beschluss des Magistrats vom

2 
... 
 
Begründung zur Magistratsvorlage vom 24.10.2007  
 
Die Feuerwehr stellt sich zusammen mit den Hilfsorganisationen und den großen Sportver-
bänden gegen den Rechtsextremismus. 
 
Der Deutsche Feuerwehrverband hat am 17. Juli 2007 bei einem Treffen mit Bundesin-
nenminister Wolfgang Schäuble und Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen die 
gemeinsame Erklärung gegen Rechtsextremismus unterzeichnet (Anlage). 
 
Die Feuerwehren werden sich entschlossen gegen mögliche Unterwanderungsversuche 
wehren und die Verbreitung von rechtsextremem Gedankengut in ihren Reihen nicht dul-
den. Das gilt in besonderem Maße für die Jugendarbeit. Die Jugendfeuerwehren wollen 
den Jungen und Mädchen ein attraktives Angebot machen,  ihre Freizeit sinnvoll zu gestal-
ten. Im Mittelpunkt stehen dabei Werte wie soziales Engagement, Gemeinschaft und Soli-
darität sowie das Bekenntnis zu einer demokratischen und pluralistischen Gesellschaft.  
 
Die Jugendlichen sollen so aufgenommen werden, dass sie sich wohl fühlen und ein Stück 
Lebensqualität erfahren. Dazu gehört auch, dass junge Menschen jeder Herkunft in der 
Jugendorganisation der Feuerwehr willkommen sind. Die Deutsche Jugendfeuerwehr be-
kennt Farbe mit ihrer neuen Integrationskampagne für Respekt und Toleranz unter dem 
Motte „Unsere Welt ist bunt“! 
 
Die Feuerwehr Darmstadt mit ihren vier Freiwilligen Feuerwehren unterstützt als Teil des 
Deutschen Feuerwehrverbandes aktiv die Allianz gegen Rechts und die Kampagne der 
Jugendfeuerwehren. 
 
Darmstadt, 24.10.2007  
 
 
 
 
 
Dipl.-Ing. Dieter Wenzel 
Stadtrat

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Dokumentation der Erklärung im WortlautDie Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Antisemitismus ist eine besondere gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Das Bekenntnis zur freiheitlichen demokratischen Grundordnung und die Absage an jede Form von Extremismus gehören zu den fundamentalen Prinzipien unserer Gesellschaft. Als Teil dieser demokratischen Gesellschaft fühlen wir uns diesen Werten verpflichtet. Gerade rechtsextremistische, fremdenfeindliche, rassistische und antisemitische Aktivitäten, Einstellungen und Phänomene sind keine vernachlässigbaren Randprobleme unserer Gesellschaft. Wahlerfolge rechtsextremistischer Parteien, das erhebliche Gewaltpotential, die zunehmende Anziehungskraft der Szene für Jugendliche, rechtsextremistische Musikveranstaltungen und rechtsextremistische Propagandaaktivitäten sind trauriger Bestandteil unserer gesellschaftlichen Realität. Rechtsextremismus versucht dabei zunehmend, sich bestehender demokratischer Strukturen zu bedienen, oder breitet sich dort aus, wo diese Strukturen zivilgesellschaftlicher Organisationen fehlen oder nur schwach ausgeprägt sind.Diesen Entwicklungen wollen wir entgegentreten und einen aktiven Beitrag zu Prävention und Bekämpfung des Rechtsextremismus leisten. Aus diesem Bewusstsein heraus erklären wir ausdrücklich:- Wir stehen für soziales Engagement, Gemeinschaft und Solidarität. Diese Werte sind maßgebliche Maxime unseres Handelns und zentrale Elemente unserer Botschaft.- Wir treten aktiv für die Entwicklung junger Menschen ein. Durch sinnvolle und zeitgemäße Angebote zur Freizeitgestaltung und Bildung fördern wir die Entwicklung zu einer selbstbewussten, eigenständig und verantwortungsvoll handelnden Persönlichkeit. Dabei zeigen wir Zukunftsperspektiven auf und unterstützen junge Menschen, ihren Platz in unserer Gesellschaft zu finden.- Wir beziehen gegen rassistisches und gewalttätiges Verhalten entschlossen und eindeutig Stellung. - Wir begleiten unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im kompetenten Umgang mit rechtsextremistischen Phänomenen und unterstützen sie bei den dabei auftretenden Konflikten und Interessenkollisionen.- Wir verstehen uns als Vorbilder für die uns anvertrauten jungen Menschen. Wir leben Zivilcourage und Engagement vor und motivieren zu Demokratie und gesellschaftlicher Verantwortung. Deshalb hat Rechtsextremismus keinen Platz bei uns. Für die Vermittlung und Erhaltung dieser Grundsätze setzen wir uns ein. Wir thematisieren sie in Projekten und Aktionen gegenüber unseren haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, gegenüber den uns anvertrauten Kindern und Jugendlichen, in unseren Einrichtungen, Untergliederungen und Diensten.Berlin, den 17. Juli 2007Arbeiter-Samariter-Bund e.V., vertreten durch die Präsidentin Dr. h.c. Annemarie Renger, Bundestagspräsidentin a. DBundesanstalt Technisches Hilfswerk, vertreten durch den Präsidenten Albrecht BroemmeDeutsche-Lebens-Rettungs-Gesellschaft e.V., vertreten durch den Präsidenten Dr. Klaus WilkensDeutscher Feuerwehrverband, vertreten durch den Präsidenten Hans-Peter KrögerDeutscher Fußball-Bund, vertreten durch den Präsidenten Dr. Theo ZwanzigerDeutscher Olympischer Sportbund e.V., vertreten durch den Präsidenten Dr. Thomas BachDeutsches Rotes Kreuz e.V., vertreten durch den Präsidenten Dr. Rudolf Seiters, Bundesminister a. D.Johanniter-Unfall-Hilfe e.V., vertreten durch den Bundesvorstand Rainer Lensing Malteser Hilfsdienst e.V., vertreten durch den Präsidenten Dr. Constantin von Brandenstein-Zeppelin


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Details

Vorlagen-Nr.
2007/0555
Typ
Magistratsvorlage
Datum
19.09.2007
Erstellt
29.09.2026 00:00