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2008/0028

Neugestaltung Friedensplatz

Magistratsvorlage 14.01.2008

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Neugestaltung Friedensplatz 
A
Neugestaltung des Friedensplatzes
im historischen Zentrum von Darmstadt
Stadtplanungsamt Darmstadt

Neugestaltung Friedensplatz 
A
Neugestaltung des Friedensplatzes
 im historischen Zentrum von Darmstadt
Vorentwurf – Erläuterungsbericht
Auftraggeber:
Wissenschaftsstadt Darmstadt
Stadtplanungsamt 
Bessunger Str.125
64295 Darmstadt
Fon  06151 13 29092
Fax  06151 13 2088
 
Bearbeitung:
Büro 
Werk Stadt  
Architekten & Stadtplaner
Magdalenenstr.17 64293 Darmstadt
Fon 06151 74091 Fax 06151 79738
office@werkstadt-architekten.de
Darmstadt  September 2007
2

Neugestaltung Friedensplatz 
A
I n h a l t
  1.  Die Lage in der Stadt / Der Bestand  
  2.  Geschichte des Friedensplatzes
  3. Die allgemeinen Ziele der Neugestaltung
  4.  Planungen der Vergangenheit
  5.  Rahmenbedingungen
  6.  Gestaltungskonzept / Zwei L
ösungsansätze
  7.  Der Reiter – Die Kunst
  8. Weitere Planungsdetails
  9.  Res ümee
10.  Kostensch ätzung
3

Neugestaltung Friedensplatz 
A
1.  Die Lage in der Stadt / Der Bestand  
Der Friedensplatz liegt im historischen Zentrum von 
Darmstadt auf der Westseite des Schlosses. Im Nor-
den wird er begrenzt durch die Zeughausstraße, auf 
der Westseite von einer 3 – 4 geschossigen, teilweise 
offenen  Randbebauung, im Osten von der Schloss
-
grabenmauer und im Süden vom Ernst-Ludwigs-Platz. 
Diese südliche Grenze ist nicht sichtbar, der Friedens-
platz und der Ernst-Ludwigs-Platz bilden zur Zeit eine 
stadträumliche Freifläche, die bis zum Weißen Turm 
reicht.
Die Frei- und Grünflächenanlage auf dem Friedensplatz 
ist im Zusammenhang mit dem Bau der Tiefgarage 
in den 60er Jahren entstanden. Sie sieht wie viele 
Kübellandschaften auf Tiefgaragen in anderen Städten 
aus dieser Zeit aus. Die gesamte Anlage befindet sich 
in einem unbefriedigendem gestalterischen und bau-
lichen Zustand. Die Kübellandschaft befindet sich in 
Auflösung, die Bepflanzungen haben keine Eigenquali-
täten, sie schaffen ungastliche Räume und verstellen 
wichtige Blickbeziehungen zwischen den historischen 
Solitären. Der Spielplatz ist nicht mehr als ein großer 
Sandkasten mit Wipptier und Rutsche. Durch das 
dichte Gehölz kann die Fläche schon lange nicht mehr 
als Platz wahrgenommen werden. Was geblieben ist, 
ist eine ungepflegte Fläche mit Sträuchern und Gehölz 
sowie zwei Durchg
änge auf der Ostseite am Schloss-
graben und auf der Westseite mit der Straßenbahn-
trasse. 
Die Notausgänge der Tiefgarage mit diversen Absper-
rungen, obwohl wöchentlich gereinigt, machen einen 
unfreundlichen Eindruck. 
Der Hauptzugang der Tiefgarage mit Kassenautomat 
an der Südseite des Friedensplatzes ist nicht mehr 
zeitgemäß und erfüllt ohne Aufzug nicht mehr die 
heutigen Anforderungen und Erwartungen der Kund-
schaft.  Mit den alten Betonbrüstungen und dichten 
Bepflanzungen wird die Bebauung mit den Geschäften 
an der Westseite des Platzes optisch und funktional 
ins Abseits gestellt.
Friedensplatz heute
Westseite des Friedensplatzes heute
Hauptzugang zur Schlossgarage
4

Neugestaltung Friedensplatz 
A
2.  Geschichte des Platzes
Der ehemalige Paradeplatz existierte bereits im 
17./18. Jahrhundert und wurde als Reitbahn, Para-
deplatz und Exerzierplatz genutzt. Beim Bau des 
Exerzierhauses / Erweiterung des Zeughauses wurde 
der Platz durch die Achse Alexanderstra
ße / Zeugh-
ausstraße in einen Platz vor dem Museum und dem 
Paradeplatz geteilt. 1898 wurde das Reiterdenkmal 
errichtet. Dadurch entstand eine weitere Teilung mit 
der Anlage zum Ernst-Ludwigs-Platz hin orientiert und 
einer nördlichen Restfläche mit Bäumen an den Rän-
dern. Mit dem zunehmenden Autoverkehr wurde diese 
nördliche Fl
äche zum Parkplatz. Mit dem Bau der 
„Mengler–Tiefgarage“ 1967/68 wurde die Platzfläche 
neu gestaltet. Die gestaltete Platzfläche und der Park-
platz verschwanden und das Reiterdenkmal wurde an 
die heutige Stelle versetzt.
Zur Namensänderung vom Paradeplatz zum Frie-
densplatz gibt es zwei Angaben. Laut Georg Schäfer 
„Darmstadts Straßennamen“ existiert eine erste Nen-
nung im Jahre 1958, der Name Friedensplatz ist aber 
bereits auf einer Stadtkarte von 1949 zu sehen.
3.  Die allgemeinen Ziele der Neugestaltung
Wichtigstes Ziel der Neugestaltung ist  die Schaffung 
eines offenen und freundlichen Platzes im historischen 
Umfeld von Darmstadt, der nicht nur zum Überque-
ren, sondern auch zum Verweilen und Ruhen Anreize 
geben kann. In der direkten Nachbarschaft des domi
-
nanten Schlosses sollen keine Einbauten oder andere 
bauliche Nutzungsangebote den freien Blick, die Sicht- 
und Funktionsachsen zwischen Schloss, Landesmuse-
um und Mollerbau verstellen.
Die Gestaltungsvorschläge berücksichtigen diesen 
Umstand und bieten verschiedene „Ausbaumodule“ 
an, die aber alle den Grundgedanken der Offenheit 
des Platzes berücksichtigen. Die verschiedenen Vor
-
schlägen bedingen unterschiedliche Ausbaukosten.
Erste Aufgabe bei der Neugestaltung des Platzes wird 
die Beseitigung der Betonaufbauten, sowie die Erneu-
erung des Hauptzuganges zur Tiefgarage sein. 
Der Friedensplatz 1963
Der Paradeplatz um die Jahrhundertwende 5

Neugestaltung Friedensplatz 
A
4.  Planungen der Vergangenheit
Für die Fläche des Friedensplatzes wurden in Rahmen 
eines konkurrierenden Verfahrens 5 Gestaltungs-
entwürfe ausgearbeitet und zwei zur Überarbeitung 
aufgefordert. Das Architekturbüro Schössler wurde im 
Ergebnis mit der weiteren Bearbeitung beauftragt. 
Der Vorentwurf Schössler sah vor, den Platz einheit-
lich zu pflastern. Material und Verlegeart sollen den 
am Marktplatz verwendeten Pflasterungen entspre-
chen. Der Entwurf gliederte die Platzfläche in drei 
Räume auf der Westseite des Schlosses und betonte 
die Raumachse zum Portal des Landesmuseums. 
Der Standort des Reiterdenkmals blieb erhalten. H
ö-
henlage und Höhenverlauf der Platzfläche blieben im 
Wesentlichen unverändert. Lediglich ein Baumcareé 
in der Mitte des Platzraumes war aus der Platzfläche 
herausgehoben. Das Ergebnis wurde nicht zur Ausfüh-
rung beschlossen.
Im Jahre 2006 wurden zu diesem Planungsvorschlag 
weitere alternative Gestaltungskonzepte entwickelt, 
die sich im wesentlichen in der Gliederung und Größe 
der Flächen für die Baumstandorte sowie der daraus 
entstehenden Platz- und Sichträume unterschieden.
Nach der Präsentation im Bauausschuss entschied 
man sich für die Weiterbearbeitung eines Lösungs-
vorschlags, der auf das Baumcarree und die räum-
liche Unterteilung der Gesamtfläche verzichtete und 
den Gesamtraum in der Nähe des Schlosses in den 
Mittelpunkt stellte. Lediglich eine Baumreihe auf der 
Westseite des Platzes, welche in eine leicht erh
öhte 
Terrassenfläche gestellt wird, soll den Platz gliedern 
und als Aufenthaltsfläche hervorheben. Auf Grundlage 
dieser Vorgabe wurde der vorliegende Vorentwurf in 
Auftrag gegeben und ausgearbeitet.
Vorentwurf Büro Schössler 2003 Vorentwurf Büro WerkStadt 2007  
6

Neugestaltung Friedensplatz 
A
5.  Rahmenbedingungen
Verschiedene Rahmenbedingungen beeinflussen den 
Entwurf im Detail:
– Der Friedensplatz ist eine Fläche auf einer Tiefgara-
   ge, bzw. Tunnel. Die Erddeckung ist gering, sodass
   im Bereich der Baumpflanzungen Erdaufsch
üttungen
   bis zu einer Höhe von 0,60 m notwendig werden. 
– Die bestehenden Notausgänge können in ihrer Lage
   nicht verändert werden. 
– Für den Hauptzugang zur TG wird zur Zeit in Abstim- 
   mung mit der Stadt Darmstadt ein Entwurf für Trep- 
   pe und Aufzug vom Betreiber „Q–Park“ entwickelt, 
 
   der intgriert werden soll.
– Das Entlüftungskonzept, das zur Zeit innerhalb 
   des Platzes in den Kübelflächen erfolgt, muss 
   dem Entwurfsgedanken der freien Fläche angepasst
   werden. 
– Der Platz hat ein Gefälle in zwei Richtungen, nach 
   Westen und nach Norden. Dieser Umstand ist bei
   der Gestaltung zu berücksichtigen.
– Ein Straßenbahngleis bleibt auf der Nord- und West-
   seite erhalten. Die notwendigen Abspannungsmaste
   müssen in die Gestaltung der Gesamtanlage inte-
   griert werden.
– Das für das Umfeld des Schlosses entwickelte 
   Beleuchtungskonzept muss abgestimmt und in die 
   Neuplanung integriert werden.
– Die Raumachse zum Portal des Landesmuseums 
   muss herausgearbeitet werden.
– Die Durchl
ässigkeit für Fußgänger und Radfahrer in 
   Ost–Westrichtung muss gesichert bleiben.
– Eine erkennbare Definition der Grenze zwischen 
   Friedensplatz und Ernst-Ludwigs-Platz ist mit der 
   Platzgestaltung herauszuarbeiten.
6.  Gestaltungskonzept
Platzgefälle, Notaufgänge und Gleistrasse
7

Neugestaltung Friedensplatz 
A
Grundgedanke des Vorentwurfes ist es, einen freien 
und offenen innerstädtischen Platz zu schaffen, der 
die Sichtachsen und Raumbeziehungen zwischen den 
bedeutenden Bauwerken (Schloss, Landesmuseum, 
Weiser Turm, Denkmal) erhält, an die historische Be
-
deutung des Platzes erinnert und mit zurückhaltenden 
Gestaltungs- und Materialvorschlägen die Aufenthalts-
qualität für Bewohner und Passanten verbessert. 
Auf der Westseite begleitet eine Baumreihe den Platz-
raum, fasst ihn und gibt ihm eine charakteristische 
Form im Spannungsfeld zwischen Landesmuseum, In-
nenstadt und Schloss, ohne die Gebäudefront auf der 
Westseite in den Hintergrund zu rücken. Die Baumrei-
he, die am Zugang der „Palipassage“ über eine Länge 
von ca. 12 m unterbrochen ist, wirkt wie ein optischer 
Filter vor dem heterogenen westlichen Platzrand. Die 
Bäume stehen in einer wassergebundenen Decke, die 
etwa 0,60 m gegenüber der restlichen Platzfläche 
erhöht ist. Diese geringe Höhe reicht aus, da auf 
dieser Seite bereits eine ca. 0,4 m dicke Auflage auf 
der Garagendecke besteht. Damit wird die geforderte 
Pflanzh
öhe von 1,0 m erreicht. Als Baumart werden 
jeweils 5 großkronige Bäume vorgeschlagen, die eine 
repräsentative Zeile gegenüber dem großen Baumbe-
stand im Schlossgraben bilden. 
Die Baumkronen liegen so hoch, dass ein Durch-
blick vom Platz zur westlichen Häuserfront mit ihren 
Geschäften geschaffen werden kann. Nach Osten, 
Norden und Süden wird diese erhöhte Fläche mit 
durchgehenden Blockstufen eingefasst und bildet den 
Übergang zum Platz. Im Verlauf der Stufenanlagen 
sind Brüstungs- und Sitzelemente integriert, die zum 
Platz hin orientiert sind. Zusätzliche Sitzmöglichkeiten 
werden auf der Baumterrasse angeboten. 
Auf der Westseite werden die beiden Terrassenfl
ächen 
durch ca. 0,6 m hohe Brüstungsmauern, die wieder-
um durch vier großzügige Treppenanlagen gegliedert 
werden, eingefasst. Über diese Treppen ist die direkte 
Anbindung der Platzrandbebauung optisch und funkti-
onal sichergestellt. Eine Teilnutzung der neu geschaf-
fenen Außenflächen z.B. durch Gastronomie oder eine 
integrierte Sandfläche ist denkbar und unterstützt die 
Belebung des Platzes. 
Auf die Integration eines klassischen Kleinkinderspiel-
platzes (Schaukel, Rutsche etc.) wurde in diesem 
städtischen Umfeld bewußt verzichtet und versucht, 
die spielerischen Aktivitäten der Kleinen in den Ge-
staltungsentwurf zu integrieren. Mit der Schaffung 
eines sicheren und verkehrsfreien Platzes wird die 
Grundvoraussetzung geschaffen. Die Integration einer 
Sandfläche im oberen Terrain der Baumreihe, dieStu
-
fenlandschaft mit dem Sitzelementen sowie die vor-
geschlagene Wasserlandschaft bieten ausreichende 
Anreize, die den Aufenthalt für Kleinkinder abwechs
-
lungsreich und unterhaltsam gestaltet.
Am südlichen Kopfende der Baumreihe wird der neu 
gestaltete, voll verglaste Tiefgaragenaufgang mit Kar-
tenautomat und Aufzug in die Gestaltung integriert. 
8

Neugestaltung Friedensplatz 
A
6.1  L ösungsvorschlag A
Durch einen Gestaltungswechsel (Material, Format 
und  Farbe) wird im großen Platzraum des Frie-
densplatzes eine innerere Platzfläche definiert, 
die in ihrer Länge auf die Gesamtlänge der beiden 
Baumterrassen reagiert und diese Flächen optisch 
zusammenfaßt. Während die äußeren Flächen gemäß 
den Beschlüssen der Gremien für das Umfeld des 
Schlosses mit Bogenpflaster in rotem Granit gestaltet 
werden, hebt sich der „Platz im Platz“ mit einem gro
ß-
formatigen, rechteckigen und  farblich abgesetzten 
Plattenbelag ab. Auf Einbauten, Installationen und Mö-
blierungen wird bewusst verzichtet. Die Frage, ob ein 
Natursteinbelag oder hochwertige Betonplatten mit 
Natursteinvorsatz Verwendung finden soll, kann nur 
vor dem Hintergrund der Gesamtbaukosten entgültig 
entschieden werden.
Mit dem Materialwechsel und der Definition einer 
Innenfläche wird nicht nur ein Platz im ansonsten offe-
nen Raumgefüge gebildet, sondern auf der Südseite 
auch eine sichtbare Grenze zum Ernst-Ludwig-Platz 
geschaffen. 
Die Standorte der Beleuchtungsstelen können im 
Grundsatz aus dem Beleuchtungskonzept übernom-
men werden und markieren in ihren orthogonalen Aus-
richtungen zusätzlich den inneren Platzbereich. 
Auf der Westseite können die Stelen auch gleichzeitig 
als Abspannmaste für die Straßenbahnlinie genutzt 
werden. Da die Heag-mobilo keine Abspannungen 
mehr an Gebäudewänden durchführt (fehlende stati-
sche Nachweise), kann mit dieser Lösung im Bereich 
der Schienengeraden auf zusätzliche Abspannmaste 
und Ausleger verzichtet werden. 
9

Neugestaltung Friedensplatz 
A
6.1.1  Alternative
Auf Grundlage des oben beschriebenen Entwurfskon-
zepts wird vorgeschlagen, die „innere Platzfläche“ 
nicht nur durch einen Materialwechsel, sondern zu-
sätzlich durch teilweises Anheben der Fläche beson-
ders herauszustellen und diesen Ort auch räumlich 
hervorzuheben. Der besondere Reiz dieser L
ösung 
besteht darin, den nördlichen Bereich gegen das be-
stehende Gefälle fast in die Horizontale zu bringen 
und damit hervorzuheben. Die Anhebung um max. 
0,3 m im nördlichen Randbereich verläuft im mittleren 
Teil des Platzes (Palipassage) gegen 0,0 m, so dass 
der niveaugleiche Durchgang von Ost nach West er-
halten bleibt. Mit diesem Vorschlag wird die Fläche 
des inneren Platzes nochmals besonders betont, die 
ansonsten ebene Fläche erhält zusätzliche Spannung 
und wird attraktiv belebt. Die Raumachse zum Landes-
museum wird dadurch noch mehr betont. 
Die Visualisierungen zeigen eine Lösung mit einläufi-
gen, offenen TG - Notausgängen und eine Simulation 
mit Abdeckplatten, die sich in der Fläche integrieren.
Integrierte  Platzfront auf der Westseite Treppenanlage auf der Ostseite der Baumterasse
„Patz im Platz“ ohne Stufen
„Platz im Platz“ mit Stufe n
10

Neugestaltung Friedensplatz 
A
6.2  L ösungsvorschlag  B
Dieser Lösungsvorschlag hat die gleichen Gestal-
tungselemente wie Lösungsvorschlag A (Baumreihe 
auf zwei Terrassen, „Platz im Platz“, Materialwechsel, 
Stelen). Zur Belebung und auch zur zusätzlichen Iden-
tifikation und Wiedererkennung des Ortes wird bei die-
ser Lösung eine gestalterisch wirksame Wasserinstal-
lation integriert. Mit diesem Element wird nochmals 
die Besonderheit des Ortes herausgehoben und die 
öffentliche Freifläche um ein belebendes, attraktives 
und benutzbares Element bereichert.
Die ca. 330 m2 große Wasserfläche ist auf der nörd-
lichen Platzhälfte in die Fläche eingeschnitten. Es 
ist nicht an Brunnenfontänen o.ä. gedacht, sondern 
geplant ist eine ruhige Wasserfläche, die sehr flach 
mit leichtem Gefälle über dunkle, oberflächenrauhe 
Natursteinplatten läuft. Die Struktur der Naturstein-
oberfläche spiegelt sich in der Wasserfläche wider. 
Die Wasserfläche ist begehbar und animiert vor allem 
die Kinder zum Überqueren und Spielen. Mit dem 
bewegenden, aber ruhigen Element des fließenden 
Wassers, unterstützt durch die unterschiedliche Far-
bigkeiten und Oberflächenstruktur, wird der Platz zu 
einem besonderen Ort, der auch ohne Spielger
äte 
und Einbauten zum Verweilen einlädt.
Der Lösungsvorschlag mit einer integrierten Wasser-
fläche ist in beiden unter Lösung A beschriebenen 
Alternativen denkbar. Einmal innerhalb der vorhande-
nen, schrägen Fläche entsprechend dem bestehenden 
Gefälle (die Fließgeschwindigkeit wird etwas höher 
sein) oder mit erhabener innerer Platzfläche und 
Stufen (das Wasser kann einen ruhigeren Verlauf neh-
men).
Bei der Lösung mit einer 
Wasserlandschaft sind 
Absprachen mit dem Be-
treiber
 der Tiefgarage 
notwendig, da für die Was-
sertechnik die Fläche eines 
Stellplatzes benötigt wird. 
Bei ersten Gesprächen mit 
dem Betreiber wurde eine grundsätzliche Bereitschaft 
für diese Gestaltungsidee signalisiert.
11

Neugestaltung Friedensplatz 
A
Mit Stufen und einem farblich abgesetztem Plattenbe-
lag wird der „Platz im Platz“ deutlich herausgestellt. 
Die Straßenbahnschienen werden möglichst unauf-
fällig in das Pflasterbild integriert. Die Wasserfläche 
deren Bodenfläche aus gebrochenen Natursteinen 
bestehen könnte, hat auch ohne Wasser im Winter 
eine gestalterische Qualität, die der besonderen Be-
deutung des Platzes gerecht wird. 
Mit dem gegliederten, aber trotzdem offen gestal
-
teten Platz wird eine größtmögliche Offenheit und 
Großzügigkeit geschaffen, die keine historischen 
Sichtbeziehungen oder bestehende Wegeverbindun
-
gen im Zentrum Darmstadts verbaut.
Über Bauart und Gestaltung der drei Tiefgaragennot-
ausgänge (offen wie heute oder abgedeckt) muss in 
den folgenden Planungs- und Entscheidungsetappen 
entschieden werden. 
Die Wasserfläche  ist am Abend beleuchte t
12

Neugestaltung Friedensplatz 
A
7.  Der Reiter – Die Kunst
Bei einer Neugestaltung des 
Platzes wird auch das Reiter-
denkmal mit Ludwig IV eine 
wichtige Rolle einnehmen, da 
der Reiter auch weiterhin der 
einzige „Einbau“ bleiben wird. 
Der Standort dieser Statue ist 
somit auch von gro
ßer Bedeu-
tung für die Interpretation und die Gestaltung des 
Platzes.
Bei der Bearbeitung und Auseinandersetzung mit dem 
Thema „Friedensplatz“ stellt sich die Frage, wie dieser 
dominante Reiter in Uniform mit dem Begriff, dem Ort 
und der Interpretation des Friedensplatzes vereinbar 
ist. Verbleibt der Reiter an der jetzigen Stelle oder 
in anderer exponierter Lage, so werden alle anderen 
assoziativen Gestaltungsideen, die den Begriff Frieden 
in den Mittelpunkt stellen wollen, an dessen Dominanz 
gemessen werden müssen.
Der Platz mit „Intasien bei Tag und bei Nacht
13

Neugestaltung Friedensplatz 
A
Wenn über den Begriff Friedensplatz und über den 
Inhalt weiter nachgedacht werden soll, wäre ein sog. 
„Eingeladener Wettbewerb“ mit mehreren Künstlern 
ein denkbarer Weg zur Findung einer Lösung. Ohne 
einem solchen Verfahren vorgreifen zu wollen, wäre 
einer informellen Interpretation des Begriffes Frieden 
dem räumlich skulpturellen Vorschlag den Vorrang zu 
geben.
Der hier beispielhaft gezeigte Vorschlag ist nur eine 
Idee, mit dem so gestalteten Platz einen Anlaß zum 
Nachdenken und zur Reflexion zu verbinden, der über 
den rein ästhetisch stadtgestalterischen Ansatz hin
-
ausgeht. Mit eingelassenen Glasflächen, die mit einer 
integrierten Schrift oder Symbolik den Begriff Frieden 
assoziieren lassen (bedeutende Namen, Zeittafeln, 
Taten etc), kann ein anregendes Denkmuster in den 
Bodenbelag aufgenommen werden. Nachts erleuch
-
tet, wird der Platz zusätzlich akzentuiert und erlebba-
rer gemacht.
8.  Weitere Planungsdetails
8.1  Entlüftung der Tiefgarage
Bei der bestehenden Gestaltung des Platzes konnten 
die notwendigen Entlüftungsöffnungen relativ unauf-
fällig innerhalb der Pflanzungen integriert werden. Bei 
einem freien Platz, so wie es die neue Gestaltung vor
-
sieht, sind Einbauten für die Entlüftung (Rohre, Säulen 
etc.) nicht wünschenswert. Aus diesem Grund wird 
vorgeschlagen, die zwei bestehenden notwendigen 
Entlüftungsstränge von der Platzfläche wegzuleiten.
Die südliche Entlüftung könnte durch eine Öffnung in 
der nicht einsehbaren seitlichen Schlossgrabenmauer 
erfolgen. Das Entlüftungsrohr kann von der Tiefgara
-
ge über die tiefer liegende, unterirdische Kaufhausan-
dienung direkt über die Mauer abgeführt werden. Die 
nördliche Entlüftung könnte über die Seitenwand der 
TG-Ausfahrt geführt werden. Genaue Untersuchungen 
werden in Zusammenarbeit mit  Fachingenieuren zur 
Zeit durchgeführt.
8.2  Notausgänge der Tiefgarage
Die in unterschiedlicher Laufrichtung in den Platz 
mündenden drei Notausgänge der Tiefgarage beein-
trächtigen das neue Erscheinungsbild des Platzes. 
Vor allem die beiden auf östlicher Seite liegenden 
Aufgänge würden die neu geschaffene Achse und 
Sichtbeziehung zwischen Platz und Landesmuseum 
erheblich stören.
Eine optimale Lösung wäre die niveaugleiche Ab-
deckung mit dem sich nur im Notfall öffnenden Auf-
gang. Die Machbarkeit und technische Umsetzbarkeit 
dieser an anderer Stelle bereits realisierten Lösung 
wir zur Zeit geprüft. Sollte eine solche Lösung nicht 
zum Tragen kommen (Kosten, Sicherheit), sollte ange-
strebt werden, die beiden erwähnten Ausgänge als 
einläufige, in Nordsüdrichtung verlaufende Treppen 
auszubilden.
Abgesenkter Ausgang in Konstanz
Einläufiger Aufgang am Karolinenplatz
14

Neugestaltung Friedensplatz 
A
8.3  Abspannmaste der Straßenbahn
Auch Abspannmaste oder Ausleger der Straßenbahn 
sind „Einbauten“, die das Erscheinugsbild des Platzes 
beeinflussen. Mit dem mit der Heag-mobilo gemein-
sam entwickelten Lösungsvorschlag, die Abspannun-
gen so oft wie möglich mit den Beleuchtungsstelen 
zu kombinieren, werden die technischen Elemente auf 
ein Minimum reduziert, ohne dass die Leistungsfähig-
keit eingeschränkt wird.
8.4  Schlossgarageneingang und Kasse
Im Rahmen der Neugestaltung des Friedensplatzes 
wird von dem Betreiber der Tiefgarage (Q-Park) der 
unansehnliche Haupteingang erneuert. Die diversen 
Aufbauten werden abgerissen und durch einen freund-
lichen und hellen Glaspavillon mit zwei Kartenauto
-
maten, Aufzug und Treppe ersetzt. Die Gestaltung 
des neuen Einganges wird mit der Stadt Darmstadt 
abgestimmt.
8.5  Historische Einfassung Reiterdenkmal
Die noch erhaltenen historischen Einfassungen des 
Reiterdenkmals sollen bei der Neugestaltung berück
-
sichtigt und in die Gestaltung integriert werden.
9.  Res ümee
Unabhängig von der zu wählenden Alternative haben 
alle Vorschläge gleiche Grundaussagen oder Ziele, die 
die Gestaltung bestimmen:
Die bestehende räumliche Enge soll durch einen freien 
Platz mit nachvollziehbaren Sicht- und Raumbezügen 
ersetzt werden. Die Dominanz des historischen Um-
feldes wird herausgestellt und durch die freie Fläche 
besonders betont. Eine flächige Bepflanzung wird 
ausgeschlossen.
Der Platz soll nicht nur zum Queren und Durchlaufen 
dienen, sondern er soll eine eigene Aufenthaltsqualität 
besitzen, die zum Verweilen animiert. Dabei soll auch 
ein Verweilen ohne Konsum möglich sein. Gastrono-
mien und Cafe’s gibt es ausreichend in der näheren 
Nachbarschaft.
Der verkehrsfreie Platz ist besonders für kleine 
Kinder geeignet. Es ist nicht notwendig, in dieser 
exponierten Lage das Spielen durch Spielgeräte zu 
unterstützen. Die sichere Freifläche, die Stufen und 
Brüstungen, die wassergebundene Decke mit inte-
grierter Sandfläche und Bäumen und nicht zuletzt die 
optionale Wasserfläche bieten genügend Anreize zum 
spielen und bewegen.
Neuer Eingang zur „Palipassage“
15

Neugestaltung Friedensplatz 
A
10.1  Ergänzende Informationen:
1. Die vorliegende Kostenschätzung berücksichtigt 
die Arbeiten bis zur Tiefgaragenrohdecke. Der 
Abbruch der vorhandenen Elemente und Aufbauten 
sind in der Kostenschätzunng eingeflossen. Für 
beide Lösungvorschläge A und B haben wir alter-
nativ eine Schätzung mit der Integration einer Was-
ser-/ Brunnenanlage und ohne die Wasseranlage 
aufgestellt.
Bei den Lösungen mit Wasser-/ Brunnenanlage, 
wird der Kostenanteil dieses Flächenanteils (ca. 
335 qm) jeweils bei der Berechnung der inneren 
Platzfläche (1.650 qm) abgerechnet.
2. Die bei der Kostenschätzung zugrunde gelegte 
Gesamtfläche von 5.700 m2 überlappt auf der Süd-
seite mit ca. 550 m2 die Planungsfläche des Ernst-
Ludwig-Platzes. Auf Grundlage der für diesen Platz 
aufgestellten Kostenschätzung (Büro Nieper) sind 
hierfür ca. 82.000,00 EU netto (ca. 110.000,00 
EU brutto) anzusetzen. Diese Summe kann bei der 
Kostenzusammenstellung des Friedensplatzes ab-
gezogen werden, soweit diese Summe Bestandteil 
der Kostenzusammenstellung des Projektes „Ernst-
Ludwig-Platz“ ist.
3. Ziel der Planung ist es, einen freien und offenen 
Platz zu realisieren. Die vorhandenen offenen Not-
ausgänge mit ihrem Geländer und der Aufbrüstung 
stören dieses Erscheinungsbild. Ein Lösungsvor
-
schlag sieht vor, die Öffnung mit einem gepflas-
terten Deckel, der im Notfall hydraulisch von 
innen geöffnet wird, zu schließen. Ob eine solche 
Lösung, die an anderer Stelle bereits praktiziert 
wird, im Bereich des Friedensplatzes umsetzbar 
ist, muß noch sicherheitstechnisch (Feuerwehr, 
Freihaltung, etc) geklärt werden. 
Die Kosten für eine solche Lösung mit zwei abge-
deckten Notausgängen liegen zur Zeit noch nicht 
vor und müssten gegebenfalls der vorliegenden 
Kostenschätzunng zugerechnet werden.
W e r k S t a d t           Architekten + Stadtplaner
    Darmstadt September 2007

anlage 2

94 Zeichen

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2008/0028

9930 Zeichen

Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats- 
geschäftsstelle: 
04.09.2008 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung: 
Dezernat VI Dezernat II 
Dezernat III 
Dezernat VI 
 
Amt: Stadtplanungsamt  
an den Magistrat 
 
  zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
 
an die Stadtverordnetenversammlung 
   OBW zur Befassung 
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
   zur abschließenden Beschluss-        
fassung Fachausschuss 
Beschluss in             Ja        Nein 
öffentl. Sitzung         
         
 OBW bei abschl. Beschluss-
fassung Magistrat 
 
 
 
 Ja 
 
Nein 
Internetfähig    
Verteiler: 
II  61 
III  66 
VI  20 
Stvv. 
 
 
Vorlage-Nr. 2008/0028 
 
Magistratsbeschluss-Nr. 
  
 
 
Betreff: Neugestaltung Friedensplatz 
 
Vorlage vom: 23.07.2008 
 
Beschlussvorschlag: 
1. Der vorliegende Vorentwurf des Architekturbüros “ WerkStadt“ für die Neugestaltung des Friedens-
platzes wird zur Kenntnis genommen. 
 
2. Nach Magistratsbeschluss kann die Entwurfs- und Ausführungsplanung für den Lösungsvorschlag 
B (siehe Tabelle S. 4) beauftragt werden. 
 
3. Dem in der Begründung dargelegten weiteren Verfahren wird zugestimmt. 
 
4. Die Kostenschätzung wird zur Kenntnis genommen. Über die Bereitstellung der Mittel ist im Zuge 
der Haushaltsberatungen 2009 bzw. des Nachtragshaushalts 2008 zu entscheiden. 
 
 
Anlagen: Erläuterungsbericht 
Lageplan 
 
Beschluss des Magistrats vom

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Begründungsseite zur Vorlage 2008/0028 vom 23.07.2008 
 
Die Neugestaltung des Friedensplatzes erstreckt sich von der Zeughausstraße im Norden bis zur ge-
dachten Verlängerung der nördlichen Gebäudekante Obere Rheinstraße im Süden. Im Westen wird 
der Friedensplatz begrenzt von einer 2 – 4 geschossigen, teilweisen offenen Randbebauung und im 
Osten von der Schlossgrabenmauer. 
 
 
Für die Fläche des Friedensplatzes wurden im Jahr 2001 in einem konkurrierenden Verfahren fünf 
Gestaltungsentwürfe vorgestellt, zwei Entwürfe wurden im Anschluss (2002) überarbeitet. In der Folge 
wurde das Büro Schössler und Partner mit der Erarbeitung des Entwurfes beauftragt. 
Die vorgelegte Entwurfsplanung führte zur intensiven Diskussion in den Fachverwaltungen. 
 
Im Jahr 2006 wurde daher beschlossen, die erarbeiteten Gestaltungsentwürfe für die Neugestaltung 
des Friedensplatzes zu überdenken und für die Gestaltung dieses wichtigen innerstädtischen Platzes 
neue Vorstellungen zu entwickeln. 
Das Planungsbüro „WerkStadt“ wurde beauftragt, zu dem bestehenden Planungsvorschlag des Büros 
Schössler und Partner alternative Gestaltungskonzepte zu entwickeln. Diese unterscheiden sich im 
Wesentlichen in der Gliederung und Größe der Flächen für die Baumstandorte sowie der daraus ent-
stehenden Platz- und Sichträume. 
 
In der Sitzung am 07.11.2006 hat sich der Bauausschuss mit den Gestaltungsvarianten für den Frie-
densplatz befasst. Favorisiert wurde der Lösungsvorschlag, der auf das vom Büro Schössler und 
Partner geplante Baum-Carree im Platz verzichtet und lediglich eine Baumreihe auf der Westseite des 
Platzes vorsieht. Die Bäume sollen in zwei leicht erhöhte Terrassenflächen gestellt werden, die behin-
dertengerecht über jeweils eine Rampe erreichbar sind. 
Anstatt dreier Platzräume mit unterschiedlichem Charakter soll ein großzügiger Platzraum entstehen. 
 
Auf Grundlage dieser Vorgabe wurde vom Büro „WerkStadt“ der vorliegende Vorentwurf ausgearbei-
tet.  
 
Ergänzend zu der Raum begrenzenden Baumreihe auf der Westseite des Platzes wird vorgeschlagen, 
durch einen Gestaltungswechsel im großen Platzraum des Friedensplatzes eine neue, innere Platzflä-
che optisch hervorzuheben. Gemäß den Beschlüssen der Gremien soll das Umfeld des Schlosses mit 
Bogenpflaster in rotem Granit gestaltet werden, woraus sich nun der „Platz im Platz“ mit einem groß-
formatigen, rechteckigen und farblich abgesetzten Plattenbelag abhebt. 
 
Mit den Terrassenflächen für die Bäume, dem Materialwechsel und der Definition einer Innenfläche 
wird nicht nur ein Platz im ansonsten offenen Raumgefüge gebildet, sondern auf der Südseite auch 
eine sichtbare Grenze zum Ernst–Ludwig–Platz geschaffen. 
 
Durch die neue Gliederung werden die Räume strukturiert und die Raumachse zum Museumsportal 
betont. In der direkten Nachbarschaft des dominanten Schlosses sollen keine Einbauten oder andere 
bauliche Nutzungsangebote den freien Blick, die Sicht- und Funktionsachsen zwischen Schloss, Lan-
desmuseum und Staatsarchiv verstellen. 
 
 
 
Mit dem nun offen gestalteten Platz wird eine Großzügigkeit geschaffen, die dem wichtigen Ort mitten 
in Darmstadt gerecht wird.

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Im Rahmen der Neugestaltung des Friedensplatzes soll von dem Betreiber der Tiefgarage  
(Q-Park) der Haupteingang erneuert werden. Dieser beabsichtigt, die diversen Aufbauten durch einen 
freundlichen und hellen Glaspavillon mit Automaten und einem Aufzug zu ersetzen.  
 
Die Neugestaltung des Platzes erfordert auch den Umbau der Tiefgaragenentlüftung.  
Die vorhandene Entlüftung erfolgt über massive Betonaufbauten, welche in der bestehenden Grün-
gestaltung nicht ins Auge fallen. Mit der geplanten offenen Platzgestaltung sind diese Betonaufbauten 
nicht mehr zu vereinbaren. 
Untersuchungen, diese Aufbauten zu entfernen, hatten folgendes Ergebnis: 
Die obere Tiefgaragen-Ebene kann unterhalb der Platzoberfläche durch die Schlossmauer in den 
Schlossgraben entlüftet werden. 
Die Entlüftung der unteren Tiefgaragen-Ebene kann im Zusammenhang mit der Neuplanung des Tief-
garagen-Zu-/Ausgangs (Glaspavillon mit Aufzugsanlage) auf der Rückseite integriert werden. Diese 
Vorschläge sind in der Entwurfs- und Ausführungsplanung zu bearbeiten. 
Der Betreiber der Tiefgarage hat bereits eine grundsätzliche Bereitschaft, den Umbaumaßnahmen im 
Bereich Entlüftung zuzustimmen, in Aussicht gestellt. Die Abstimmung mit der TU Darmstadt erfolgt in 
der weiteren Planung. 
 
Ferner ist der Umbau der Tiefgaragen-Notausgänge gestalterisch erforderlich.  
Im Rahmen des Vorentwurfs wurde der Vorschlag diskutiert, die drei Notausgänge mit einer hydrau-
lisch betriebenen Abdeckung zu versehen, so dass bei der Neugestaltung des Platzes keine uner-
wünschten "Aufbauten" das Gesamtbild stören. Die Feuerwehr lehnt diese Lösung aus verschiedenen 
Gründen ab (z. B. Freihaltung des Deckels ist nicht gewährleistet, technische Instandhaltung nicht 
gesichert etc.). Zudem würden sich die Kosten auf ca. 50.000,-€ pro Ausgang belaufen. 
Nachdem diese, im Erläuterungsbericht vorgeschlagene Lösung sich als nicht realisierbar erwiesen 
hat, wird als Alternative vorgeschlagen, die beiden östlichen Aufgänge als einläufige, in Nord-Süd-
Richtung verlaufende Treppen auszubilden, um die Achse zwischen Platz und Landesmuseum so 
wenig wie möglich optisch zu stören. Der Vorschlag ist in der weiteren Planung zu überprüfen und mit 
dem Betreiber der Garage abzustimmen. 
 
Um den Aufenthalt für Kleinkinder und für Familien auch nach Abräumen des vorhandenen Spielplat-
zes attraktiv zu gestalten, ist vorgesehen, auf den Baumterrassenflächen Sandflächen und einige 
Spielgeräte zu integrieren und somit auch weiterhin einen Spielbereich anzubieten. Außerdem kann 
die Stufenlandschaft mit den Sitzelementen bei Kindern für einen abwechslungsreichen und unterhalt-
samen Aufenthalt sorgen. 
Davon unabhängig ist die Möglichkeit einer erweiterten Nutzung des Schlossgrabens als Spielbereich 
zu untersuchen. 
 
 
Die Gestaltungsvorschläge bieten verschiedene „Ausbaumodule“, wie das teilweise Anheben der in-
neren Platzfläche oder die Installation einer Wasserfläche an, die entsprechend unterschiedliche Aus-
baukosten bedingen. 
 
Die verschiedenen „Ausbaumodule“ sind in der Anlage, dem Erläuterungsbericht dargestellt. 
 
 
 
Bei der Neugestaltung des Platzes muss auch über den Standort des Reiterdenkmals neu entschie-
den werden. Der endgültige Standort des Reiterdenkmals soll im Rahmen der Entwurfsplanung fest-
gelegt werden.

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Nachdem die Haltestelle auf dem Ernst-Ludwig-Platz verlegt wurde, muss in der weiteren Planung 
auch über einen neuen Standort der Stele Brandnacht nachgedacht werden. 
 
 
Kosten 
 
Die Kostenschätzung wurde mit den unterschiedlichen „Ausbauvarianten“ durchgearbeitet. 
(Kosten gem. Kostenschätzung des Büros WerkStadt vom Juli 2007 bzw. Mai 2008) 
 
 Maßnahme Fläche Baukosten netto Summe brutto 
1 Lösungsvorschlag A 
Innere Platzfläche mit Natur-
steinplatten;             ohne 
Wasserfläche 
5.700 qm 1.100.000,00€ 1.502.000,00 € 
2 Lösungsvorschlag A1 
Innere Platzfläche mit Natur-
steinplatten;               mit 
Wasserfläche 
5.700 qm
 
(davon 335 qm 
Wasserfläche) 
1.225.100,00€ 1.673.500,00 € 
3 Lösungsvorschlag B 
Innere Platzfläche mit Beton-
werkstein mit Natursteinvor-
satz ohne Wasserfläche 
5.700 qm
 943.800,00€ 1.289.200,00 € 
4 Lösungsvorschlag B1 
Innere Platzfläche mit Beton-
werkstein mit Natursteinvor-
satz mit Wasserfläche 
5.700 qm
 
(davon 335 qm 
Wasserfläche) 
1.056.750,00€ 1.498.300,00 € 
 
 
Die Kostenschätzung beinhaltet die Arbeiten bis zur Oberkante der Tiefgaragenrohdecke. Der Ab-
bruch und Umbau der vorhandenen Elemente und Aufbauten ist in die Kostenschätzung eingeflossen. 
 
 
 
 
 
 
Weiteres Verfahren 
 
Nach Magistratsbeschluss ist beabsichtigt, die Entwurfs- und Ausführungsplanung für den ausgewähl-
ten Lösungsvorschlag B zu beauftragen. 
Die notwendigen Planungsmittel stehen auf der Kostenstelle 066-100-1000 unter der Investitions-
nummer 08066-6115 „Ernst-Ludwig-Platz/ Friedensplatz“ zur Verfügung.

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Die Entwurfsplanung wird Grundlage einer Bauvorlage, welche dem Magistrat zur Beschlussfassung 
vorgelegt wird. 
 
 
Darmstadt, 23.07.2008 
61.3  mi, NST  2590 
 
 
 
Der Dezernent II  Der Dezernent III   Der Dezernent VI 
 
 
 
 
Wolfgang Glenz  Klaus Feuchtinger   Dipl.-Ing Dieter Wenzel 
Bürgermeister   Stadtrat    Stadtrat 
 
 
 
Anlagen:
 
• Erläuterungsbericht 
• Lageplan 
 
Zu den Sitzungen wird ausgelegt:
 
• Erläuterungsbericht 
• Lageplan

Beratungsverlauf (5)

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Orte (8)

  • Zeughausstraße
  • Bessunger Straße
  • Friedensplatz 1963
  • Schlossgraben
  • Ernst-Ludwigs-Platz
  • Marktplatz
  • Rheinstraße
  • Karolinenplatz 14

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Details

Vorlagen-Nr.
2008/0028
Typ
Magistratsvorlage
Datum
14.01.2008
Erstellt
29.09.2026 00:00