A-R/0039/2008
"Raum für alle": Neue Perspektiven zur Gestaltung von Straßen und Plätzen in Münster
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Originalantrag
3414 Zeichen
Antrag an den Rat Nr. A-R/0039/2008 Antrag 19.08.2008 SPD-Fraktion im Rat der Stadt Münster Münzstr. 15 48143 Münster Telefon: 0251/ 45 314 Fax: 0251/ 511 750 spdfrak@muenster.de www.spd-muenster.de „Raum für alle“: Neue Perspektiven zur Gestaltung v on Straßen und Plätzen in Münster Der Rat der Stadt Münster möge beschließen: 1. Die Verwaltung wird gebeten, Möglichkeiten aufzu zeigen, im Sinne des Konzepts „Raum für alle“ in zunächst zwei ausgewähl ten Straßen- oder Platzbereichen unserer Stadt auf Verkehrsschilder, Verkehrsinseln und andere Barrieren zu verzichten. 2. Bei diesem Verfahren ist die Beteiligung der Bür gerschaft im Entscheidungs- und Planungsprozess in besonderer Weise sicherzuste llen (z.B. Workshops, Bürgerversammlungen etc.). 3. Um Kosten einzugrenzen, sollten vorrangig solche Straßen und Plätze als mögliche Bereiche geprüft werden, bei denen ohnehin nennenswerte Baumaßnahmen anstehen. Etwaige Fördermöglichkeiten durch europäische und andere Ebenen sollten genutzt werden. Begründung: Mit dem Konzept des „Raum für alle“ (oder auch „Sha red Space“; siehe auch www.shared-space.org bzw. www.shared-space.de) soll die herkömmliche Tr ennung der verschiedenen Nutzungsfunktionen im Straßenraum aufgehoben werden. Das entscheidende Merkmal ist, dass Verkehrsschilder, V erkehrsinseln, Ampeln und andere Barrieren nicht mehr notwendig sind. Das Kon zept plädiert für eine Gestaltung des öffentlichen Raums, die ein Gleichge wicht zwischen Verkehr, Verweilen und allen anderen räumlichen Funktionen h erstellt. Motorisierte Verkehrsteilnehmer sollen nicht verdrängt, sondern zum rücksichtsvollen Miteinander mit Fußgängern, Radfahrern und spielenden Kindern g ebracht werden. Der neue Planungsansatz beinhaltet somit neue Ausgangspunkte für den Gebrauch und die Unterhaltung unserer Straßen und öffentlichen Räume . Das Konzept bietet nach Auffassung vieler Beobachter auf diese Weise die Mö glichkeit, unsere Straßen sicherer zu machen und gleichzeitig die Attraktivit ät der Wohnviertel zu erhöhen. Auch wenn sich diese veränderte Planungsphilosophie erkennbar nicht überall umsetzen lässt und auch nicht als fertiges Patentre zept betrachtet werden sollte, so kann hier nach den bisherigen Erfahrungen zumindest für Teilbereiche ein Mehr an Lebensqualität, Verkehrssicherheit und auch Verkehrsfluss erreicht werden. 2 Elementarer Bestandteil des Konzepts ist die Beteil igung der Anwohner. In einem interaktiven Planungsprozess sollen die direkt Betr offenen an der Formulierung von Lösungen im Straßenraum des Quartiers mitwirken. Di e Entscheidungs- und Planungsprozesse sind entsprechend zu organisieren. Nachdem in der niedersächsischen Gemeinde Bohmte ei n innerörtlicher Straßenraum entsprechend verändert wurde, wollen nu n auch Städte wie Hannover und Hamburg nachziehen. Für Münster bietet es sich an, bei der Realisierung des Konzepts auch die Ordnungspartnerschaft „Verkehrsunfallprävention“ einzubeziehen. Wolfgang Heuer Ralf Hubert Udo Reiter Anika Bergner Dr. Michael Jung Anne Schulze W intzler Hedwig Chudziak Marianne Koch Joachim Tonn Philipp Gabriel Gaby Kubig-Steltig Beate Vil hjalmsson Beanka Ganser Kurt Pölling Holger Wigger Anne Hakenes Karsten Rahn Karl-Heinz Winter Marianne Hopmann
Beratungsverlauf (1)
Orte (1)
- Münzstraße 15
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Details
- Vorlagen-Nr.
- A-R/0039/2008
- Typ
- Antrag an den Rat
- Datum
- 20.08.2008
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37