V/0219/2015
Verkehrsinfrastrukturmaßnahmen im Bahnhofsbereich Hiltrup (Planungsbeschluss)
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Anlage 1 zur Vorlage V-0219-2015
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Anlage 1 zur Vorlage V/0219/2015
Beschlussvorlage
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V/0219/2015 DER OBERBÜRGERMEISTER Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung Betrifft Verkehrsinfrastrukturmaßnahmen im Bahnhofsbereich Hiltrup (Planungsbeschluss) Beratungsfolge 23.04.2015 Bezirksvertretung Münster-Hiltrup Anhörung 30.04.2015 Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wohnen Entscheidung Beschlussvorschlag: I. Sachentscheidung: 1. Der Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wohnen stimmt den g e- planten Verkehrsinfrastrukturmaßnahmen im Bahnhofsbereich Hiltrup zu. 2. Die Verwaltung wird beauftragt, auf der Grundlage der Anlage 1 die Planungen für die städ- tischen Maßnahmen zu konkretisieren und Finanzierungsvorschläge vorzulegen. II. Finanzielle Auswirkungen: Die finanziellen Auswirkungen werden im weiteren Verfahren ermittelt. Dies betrifft auch die Fö r- derfähigkeit der einzelnen Maßnahmen. Die nachfolgend zu den Einzelmaßnahmen genannten Kosten basieren auf einer Kostenermit t- lung aus dem Jahr 2013 und werden zurzeit fortgeschrieben. Begründung: Die Fa. Stroetmann plant für den Bereich zwischen Glasuritstraße, Marktallee und Bergiuss traße ein Konzept aus großflächigem Einzelhandel, Dienstleistung - und Wohnnutzung sowie Pr a- xen/Büros in mehrgeschossiger Bebauung mit zwei Baukörpern sowie eine Tiefgarage zu realisi e- ren. Hierfür soll der Vorhaben bezogene Bebauungsplan Nr. 543 aufgestellt werden. Gleichzeitig plant die DB AG im Rahmen der Modernisierungsoffensive 2 NRW (MOFS 2) einen Umbau der Verkehrsstation Bf Münster Hiltrup. Die Maßnahme beinhaltet die Aufhöhung des Hausbahnsteiges und des Mittelbahnsteiges auf 760 mm über Schienenobe rkante, den Umbau des Zugangs zum Mittelbahnsteig, den Neubau eines Aufzuges am Mittelbahnsteig sowie den Bau Vorlagen-Nr.: V/0219/2015 Auskunft erteilt: Herr Witt Ruf: 492 61 57 E-Mail: Witt@stadt-muenster.de Datum: 20.03.2015 Öffentliche Beschlussvorlage - 2 - V/0219/2015 von zwei barrierefreien Zugängen zum Hausbahnsteig. Mit den Umbauarbeiten soll im April 2015 begonnen werden. Durch diese Maßnahmen ergibt sich d ie Notwendigkeit nach Anpassung verschiedener Verkehr s- infrastrukturmaßnahmen im näheren Umfeld des Bah nhofsquartiers. Im Einzelnen handelt es sich um folgende Maßnahmen: Neubau einer Buswendeanlage mit integrierter P+R-Anlage Im Zusammenhang mit dem Bau des Edeka Marktes soll die vorhandene provisorische Buswende durch eine neue Buswendeanlage im Bereich der vorhandenen Bahnhofsvorfahrt ersetzt werden. Der Haltestellenbereich für die Linien 5 und 6 liegt zukünftig unmittelbar westlich des Stellwerks und der Fahrradabstellanlage. Damit ist ein bequemer Umstieg zwischen Bus und Bahn gewäh r- leistet. Die Haltestellen werden barrierefrei ausgebaut. Die geplanten Leiteinrichtungen finden nördlich des Stellwerks und nördlich des Kulturbahnhofs Anschluss an die ge planten Leiteinrich- tungen des Hausbahnsteiges. Die Buswende erhält Fahrgassen in 6,50 m Breite. Diese werden im Einrichtungsverkehr befahren. Über die Buswende erfolgt auch die Anlieferung des Landwirtschaft sverlages und des Edeka - Marktes. Auf der Mittelinsel der Buswende sind insgesamt 23 P+R-Stellplätze geplant, wovon zwei Stellplätze als Behindertenstellplätze ausgebildet werden. Für den Bau der Buswendeanlage muss der vorhandene Baumbestand im Bereich der Fahrradabstellanlage und des Stellwerks beseiti gt werden. Ersatzpflanzungen sind auf der Mittelinsel der Buswende geplant. Die Kosten für die Buswendeanlage belaufen sich auf ca. 250.000 €. Neuordnung des Bahnhofsvorplatzes Mit der geplanten Bahnsteiganhebung im Osten und dem Neubau der Buswende mit barrierefreien Haltestellen im Westen wird eine höhenmäßige Anpassung des dazwischen liegenden Bahnhof s- vorplatzes erforderlich. In di esem Zusammenhang ist eine Neuordnung des Fahrradabstellbere i- ches geplant. Der vorhandene Fahrradkäfig zwischen Stellwerk und Kulturbahnhof wird durch eine neue Fahrradabstellanlage mit elektronischer Schließanlage wie am Haltepunkt Roxel ersetzt. Eine zusätzliche überdachte und abschließbare Fahrradabstellanlage ist nördlich des Stellwerks g e- plant. Insgesamt werden ca. 140 überdachte und abschließbare Fahrradabstellplätze zur Verf ü- gung stehen. Derzeit stehen 68 überdachte Abstellplätze zur Verfügung. Die v orhandenen Fahr- radständer werden durch Anlehnbügel ersetzt. Zusätzliche Anlehnbügel sind auf der städt. Fläche westlich des Stellwerks geplant Die Kosten für die Neuordnung des Bahnhofsvorplatzes belaufen sich auf ca. 300.000 €. Bau einer überdachten un d abschließbaren Fahrradabstellanlage auf der Ostseite des Bahnhofs Auf der Ostseite des Bahnhofs wird eine Vielzahl von Fahrrädern von Pendlern aus dem Bereich Hiltrup Ost abgestellt. Der Wunsch nach dem Bau einer überdachten und abschließbaren Fah r- radabstellanlage wird immer wieder vorgetragen. In der Planung für die Verkehrsinfrastrukturma ß- nahmen im Hiltruper Bahnhofsbereich wird dieses Anliegen mit dem Bau von 40 Stellplätzen opt i- onal berücksichtigt. Über die genaue Lage der Fahrradabstellanlage kann je doch erst nach A b- schluss des Planfeststellungsverfahrens zur Prinzbrücke entschieden werden. Die Kosten für die optionale Fahrradabstellanlage belaufen sich auf ca. 80.000 €. - 3 - V/0219/2015 Neubau eines gemeinsamen Geh- und Radweges Als Ergebnis des städtebaulichen Wettbewerbes ist zur besseren Verknüpfung des Bahnhofs mit der Marktallee südlich des Edeka -Marktes der Bau einer Geh - und Radwegeverbindung (Pasarel- le) geplant. Es handelt sich hier um eine private Wegefläche der Fa. Stroetmann mit Geh - und Radfahrrechten für die Öffentlichkeit. Der Weg schließt im Westen an die Glasuritstraße an und findet seine direkte Weiterführung in der Querung der Glasuritstraße mit Anbindung an die Mark t- allee (Anlage 1, Maßnahme 6). Im Osten knüpft der Weg an die öffentliche Verkehr sfläche der Bergiusstraße an. Der Weg findet seine Weiterführung über die Mittelinsel der Buswendeanlage. Östlich der Buswendeanlage können Radfahrer die überdachte Fahrradabstellanlage erreichen. Zudem schließt der Weg nördlich des Kulturbahnhofs an den v on der DB g eplanten barrierefreien Zugang des Hausbahnsteiges an. Die Kosten für den Bau der Pasarelle trägt die Fa. Stroetmann. Umbau des Einmündungsbereiches Glasuritstraße / Marktallee Städtebauliches Ziel ist es, die Marktallee und das Bahnhofsquart ier besser miteinander zu ve r- knüpfen. Hierzu soll die südlich des Edeka -Marktes von der Fa. Str oetmann geplante Pasarelle (Anlage 1, Maßnahme 5) eine direkte Weiterführung über die Glasuritstraße mit Anbindung an die Marktallee erhalten. Hierfür wird die Haltlinie für den Kfz-Verkehr in der Glasuritstraße nach Süden vor die künftig diagonal verlaufende Fußgängerfurt verlegt. Für eine bessere Querung für Fußgä n- ger und Radfahrer wird die Mittelinsel in der Glasuritstraße verbreitert. Der an der Nordseite des Edeka-Marktes verlaufende gemeinsame Geh- und Radweg wird ca. 15 m östlich der Einmündung mit den vorhandenen Geh- und Radwegen verknüpft. Die Kosten für den Umbau des Einmündungsbereiches belaufen sich auf ca. 65.000 € und werden als Maßnahme bedingte Ko sten teilweise von der Fa. Stroetmann übernommen. Näheres regelt der Durchführungsvertrag zwischen der Stadt Münster und der Fa. Stroetmann. Endausbau der Bergiusstraße An der Nordseite der Bergiusstraße ist für den Endausbau ein Senkrechtparkstreifen mit sechzehn öffentlichen Kfz-Stellplätzen geplant. Der Parkstreifen wird durch den Einbau von Pflanzinseln g e- gliedert. Insgesamt sind sechs Baumstandorte geplant. Der Endausbau erfolgt nach Fertigstellung des neuen Edeka-Marktes und der neuen Buswendean- lage. Zwischenzeitlich wird die Fläche als provisorischer Haltestellenbereich genutzt. Die Kosten für den Endausbau belaufen sich auf ca. 25.000 € Ausbau der Haltestelle Max-Winkelmann-Straße Die Haltestelle Max-Winkelmann-Straße verfügt derzeit über keine Aufstellfläche für die Fahrgäste und über keine Wartehalle. Im Zusammenhang mit der Flächenneuordnung im Bahnhofsquartier ergibt sich die Möglichkeit, die Haltestelle barrierefrei auszubauen und mit einer Wartehalle ausz ustatten. Der Radweg im Zuge der Glasuritstraße wird hinter die Haltestelle verlegt, so dass ein konfliktfreies Ein - und Aus- steigen ermöglicht wird. Für den Haltestellenumbau müssen drei vorhandene Bäume entfallen. Sie werden durch Neuanpflanzungen im umgestalteten Haltestellenbereich ersetzt. Die Kosten für den Haltestellenumbau belaufen sich auf ca. 45.000 €. Aufweitung des Einmündungsbereiches Max-Winkelmann-Straße / Glasuritstraße Die Aufweitung des Einmündungsbereiches Max-Winkelmann-Straße / Glasuritstraße ist bereits im Bebauungsplan Nr. 424 vom 20.03.2002 festgesetzt. Die Aufweitung dient im Wesentlichen der besseren Ausfahrt von Gelenkbussen aus der Max -Winkelmann-Straße. Außerdem besteht durch - 4 - V/0219/2015 die Aufweitung die Möglichkeit, dass aus der Max -Winkelmann-Straße ausfahrende PKW sich ne- beneinander aufstellen können. Die Kosten für die Aufweitung belaufen sich auf ca. 35.000 €. Ausbau des P + R-Platzes an der Bergiusstraße Der südliche Teil des P+R -Platzes ist derzeit unbefestigt. Da insbesondere bei R egenwetter hier ein geordnetes Abstellen von Fahrzeugen nicht mögl ich ist, sollte die Fläche insgesamt bituminös befestigt werden. Die Stadt Münster konnte zwischen dem vorhandenen P+R-Platz und dem Hausbahnsteig von der DB einen Grundstückstreifen erwerben, auf dem sich derzeit ein nicht mehr benutztes Gleis befi n- det. M it diesem Grundstücksstreifen bietet sich die Möglichkeit, ein Angebot von insgesamt 41 P+R Stellplätzen zu schaffen. Mit den im Bereich der Buswende geplanten Stellplätzen ergibt sich ein Gesamtangebot 64 P+R Stellplätzen. Derzeit sind ca. 60 Stellplätze vorhanden. Ob diese Zahl noch erhöht werden kann, soll in Gesprächen mit der BASF erörtert werden. Die Kosten für die Parkplatzbefestigung werden im weiteren Verfahren ermittelt. Neubau einer Behindertenrampe Die DB plant für den Mittelbahnsteig den barrierefreien Zugang mittels eines Aufz uges. Für den Hausbahnsteig wurde aus der Eisenbahnunterführung seitens der DB kein barrierefreier Zugang geplant, da sich die Treppenanlage im Eigentum der Stadt Münster befindet. Die Verwaltung schlägt vor, von der Unterführung zum Hausbahnsteig eine behindertengerechte Rampe anzul e- gen. Es ist vorgesehen gem. DIN 18024 eine Rampe mit 6% Steigung anzulegen. Alle 6,00 m ist ein Zwischenpodest von 1,50 m Länge geplant. Die Kosten für die Behindertenrampe werden im weiteren Verfahren ermittelt. In Vertretung gez. Schultheiß Stadtdirektor Anlagen: Anlage 1: Lageplan geplante Verkehrsinfrastrukturmaßnahmen
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: einstimmig geändert beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig geändert beschlossen
Zur SitzungOrte (4)
- Glasuritstraße
- Marktallee
- Bergiusstraße
- Max-Winkelmann-Straße
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Aktenzeichen
- V/0219/2015
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 24.03.2015
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37