2011/0194
Aufruf 'Bündnis für eine Soziale Stadt'
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Magistratsvorlage Eingang Magistrats- geschäftsstelle: 11.05.2011 an den Magistrat zur Kenntnis zur Beschlussfassung Beteiligt vor Magistratsbeschlussfassung: Dezernat VI Dezernat V an die Stadtverordnetenversammlung OBW zur Befassung zur Kenntnis zur Beschlussfassung zur abschließenden Beschluss- fassung Fachausschuss Amt: Stadtplanungsamt Behandlung in öffentl. Sitzung Ja Nein OBW bei abschl. Beschlussfassung Magistrat Ja Nein Internetfähig Verteiler: Vorlage-Nr. 2011/0194 Magistratsbeschluss-Nr. Betreff: Aufruf "Bündnis für eine Soziale Stadt" Vorlage vom: 03.05.2011 Beschlussvorschlag: Der Magistrat und die Stadtverordnetenversammlung nehmen die Aufforderung des Deutschen Städtetags zur Kenntnis und unterstützen die Initiative „Bündnis für eine Soziale Stadt“. Anlagen: Anlage_Buendnis-Soziale-Stadt_Aufruf Datenschutzrelevante Anlage: Beschluss des Magistrats vom 2 ... Begründung zur Magistratsvorlage vom 03.05.2011 Anlass / Ziele Bereits Mitte der 1990er Jahre wurde unter Bundesbauminister Klaus Töpfer das Programm „Die Soziale Stadt“ konzeptionell vorbereitet. Der mit einer Grundsatzrede von Bundespräsident Roman Herzog eröffnete Kongress „Überforderte Nachbarschaften“ war 1999 der zivilgesellschaftliche Startschuss für den neuen Ansatz, bauliche Investitionen mit sozialen Maßnahmen im Rahmen der Städtebauförderung zu verknüpfen. Dahinter stand die Erfahrung, dass die Aufwertung benachteiligter Stadtquartiere nur dann nachhaltig gelingen kann, wenn man als Ergänzung des Baulich-Investiven das Zusammenleben der Menschen in ihren Nachbarschaften durch sozial-, bildungs- und arbeitsmarktpolitisch integrierte Maßnahmen unterstützt. Die soziale Differenzierung und Spaltung in Deutschland nimmt zu. Mehr denn je geht es darum, das Zusammenleben der Menschen in ihren Nachbarschaften durch städtebaulich, sozial-, bildungs- und arbeitsmarktpolitisch integrierte Maßnahmen zu unterstützen und Konflikte innerhalb der Wohn- und Stadtquartiere friedlich zu bewältigen. Damit nicht immer mehr städtische Wohnquartiere abgleiten und vorhandene soziale Brennpunkte und benachteiligte Stadtteile wieder zu funktionierenden Nachbarschaften werden, mobilisiert das Programm „Soziale Stadt“ Menschen und Ressourcen für eine positive Quartiersentwicklung und fördert das Zusammenwirken der verschiedenen Ressorts und Politikbereiche sowie der Akteure aus Zivilgesellschaft und Ökonomie im Interesse der Bürgerinnen und Bürger im konkreten Quartier vor Ort. Um diesen innovativen Politikansatz zu unterstützen, hat ein Verbund von Auslobern (AWO Arbeiterwohlfahrt Bundesverband, Deutscher Städtetag, GdW B undesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen, Schader-Stiftung sowie vhw Bundesverband für Wohnen und Stadtentwicklung) im Jahr 2000 den bundesweiten Wettbewerb zum „Preis Soziale Stadt“ ins Leben gerufen. Seit dieser Zeit wurden nahezu 1.000 Projekte eingereicht und publiziert. Sie zeigen, wie sozialen Konflikten innerhalb von Nachbarschaften, der sozialen Entmischung sowie der krisenhaften Entwicklung ganzer Wohnquartiere begegnet werden kann, wie Integrationserfolge erzielt und nachhaltig gesichert werden können. Die Ergebnisse bestätigen eindrucksvoll die Bedeutung des Programms „Soziale Stadt“. Es muss auch in Zukunft ein zentrales Instrument der Städtebauförderung bleiben, das die Initiativen zahlreicher Akteure bei der sozialen Stabilisierung benachteiligter Quartiere wirksam unterstützt. Die für das Jahr 2011 von der Regierungskoalition beschlossene radikale Kürzung des Programms „Soziale Stadt“ beseitigt dessen bedeutungsvollen strategischen Ansatz. Die Verknüpfung baulichinvestiver und sozialer Maßnahmen wird danach im Jahr 2011 nur eingeschränkt zugelassen. Das bedeutet faktisch das Aus für das „Soziale“ im Program „Soziale Stadt“. Der Auslober des Preises „Soziale Stadt“ haben die Bundesregierung gemeinsam mit allen betroffenen Verbänden aufgefordert, von den beabsichtigten Kürzungen Abstand zu nehmen, leider weitgehend ohne Erfolg. Daher rufen sie nun gemeinsam mit dem Deutschen Mieterbund zur Gründung eines Bündnisses für eine „Soziale Stadt“ auf. 3 ... Mit Blick auf die im ersten Quartal anstehenden Beratungen zum Bundeshaushalt für das Jahr 2012 fordert das Bündnis dazu auf, - das Programm „Soziale Stadt“ im Jahr 2012 wieder auf dem Niveau des Jahres 2010, d. h. mit 95 Mio. Euro statt mit jetzt nur 28 Mio. Euro auszustatten, - die im Jahre 2011 nicht mehr mögliche Verknüpfung investiver und nichtinvestiver Maßnahmen als Kernpunkt des Programms wieder in vollem Umfang zuzulassen, - den Ausschluss des Programms „Soziale Stadt“ aus der Möglichkeit der Umverteilung von Bundesmitteln zwischen den Programmen der Städtebauförderung wieder aufzuheben. Dies Alles ist nötig, um auch zukünftigen Förderstandorten nachhaltige Erfolge und soziale Stabilität zu ermöglichen. Darmstadt, 03.05.2011 61.1.2 sa-sm Tel.3641 Dezernat V Dezernat VI Jochen Partsch Dipl.-Ing. Dieter Wenzel Stadtrat Stadtrat
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Kontaktadresse: vhw Bundesgeschäftsstelle Fritschestraße 27 /28 1 058 5 Berlin buendnis-soziale-stadt@vhw .de Bündnisfüreine Soziale Stadt Bündnis für eine Soziale Stadt G ründungsaufruf Berlin, 1 3. Januar 2 011 Die soziale Differenzierung und Spaltung in Deutschland nim m t zu. M ehr denn je geht es darum , das Zusam m enleben der M enschen in ihren Nachbarschaften durch städtebaulich, sozial-, bildungs- und arbeitsm arkt - politisch integrierte M aßnahm en zu unterstützen und Konflikte innerhalb der W ohn- und Stadtquartiere friedlich zu bew ältigen. Dam it nicht im m er m ehr städtische W ohnquartiere abgleiten und vorhandene soziale Brenn - punkte w ieder zu funktionierenden Nachbarschaften w erden, m obilisiert das Program m "Soziale Stadt" M enschen und Ressourcen für eine positive Q uartiersentw icklung und fördert das Zusam m enw irken der verschiedenen Ressorts und Politikbereiche sow ie der A kteure aus Zivilgesellschaft und Ö konom ie im Interesse der Bürgerinnen und Bürger im konkreten Q uartier vor O rt. Um diesen innovativen Politikansatz zu unterstützen, hat ein Verbund von A uslobern – AW O A rbeiterw ohlfahrt Bundesverband, Deutscher Städtetag, G dW Bundesverband deutscher W ohnungs- und Im m obilien- unternehm en, Schader-Stiftung sow ie vhw Bundesverband für W ohnen und Stadtentw icklung – im Jahr 2000 den bundesw eiten W ettbew erb zum "Preis Soziale Stadt" ins Leben gerufen. Nahezu 1 .000 Projekte w urden seit 2000 eingereicht und publik gem acht. Sie zeigen, w ie sozialen Konflikten innerhalb von Nachbarschaften, der sozialen Entm ischung sow ie der krisenhaften Entw icklung ganzer W ohn - quartiere begegnet w erden kann und w ie Integrationserfolge erzielt sow ie nachhaltig gesichert w erden können. Die Ergebnisse auch des diesjährigen W ettbew erbs bestätigen eindrucksvoll die Bedeutung des Program m s "Soziale Stadt". Es m uss auch in Zukunft ein zentrales Instrum ent der Städtebauförderung bleiben, das die Initiativen zahlreicher A kteure bei der sozialen Stabilisierung benachteiligter Q uartiere w irksam unterstützt. Die für das Jahr 201 1 von der Regierungskoalition beschlossene radikale Kürzung des Program m s "Soziale Stadt" beseitigt dessen bedeutungs- vollen strategischen A nsatz. Kernanliegen und Erfolgsgarantie des Program m s, näm lich die Verknüpfung baulich-investiver und sozialer M aßnahm en, w erden im Jahr 201 1 nur eingeschränkt zugelassen. Das bedeutet faktisch das A us für das "Soziale" im Program m "Soziale Stadt". W ir – die A uslober des Preises "Soziale Stadt" – haben gem einsam m it allen betroffenen Verbänden die Bundesregierung aufgefordert, von den beabsichtigten Kürzungen A bstand zu nehm en, leider w eitgehend ohne Erfolg. Daher rufen w ir gem einsam m it dem Deutschen M ieterbund aus A nlass der heutigen Preisverleihung zur G ründung eines Bündnisses für eine Soziale Stadt auf. W ir fordern alle, die sich für sozialen Frieden und solidarischen Zusam - m enhalt in den W ohn- und Stadtquartieren Deutschlands engagieren, zur Fortsetzung der erfolgreichen integrierten Stadtentw icklungspolitik auf der G rundlage der Städtebauförderung auf: Treten Sie unserem Bündnis bei und unterstützen Sie in den nächsten M onaten die Forderung, das Program m "Soziale Stadt" im Jahr 201 2 w ieder auf dem Niveau des Jahres 201 0 zu fördern. Denn das Program m leistet einen w ichtigen Beitrag, um die soziale Stabilität in unseren Städten zu sichern! D eutscher Städtetag G dW Bundesverband deutscher W ohnungs- und Im m obilienunter- nehm en AW O A rbeiterw ohlfahrt Bundesverband vhw Bundesverband für W ohnen und Stadtentw icklung Schader-Stiftung D eutscher M ieterbund Bündnis Soziale Stadt_Aufruf 12.01.11 11:07 Seite 1
Beratungsverlauf (1)
Details
- Vorlagen-Nr.
- 2011/0194
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 03.05.2011
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00