2006/0322
Initiierung eines gentechnikfreien Landbaus
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2006/0322
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Wissenschaftsstadt Darmstadt Magistratsvorlage Eingang Magistrats- geschäftsstelle: 15.05.2006 an den Magistrat Beteiligt vor Dezernat III Amt: Agenda-Büro zur Kenntnis zur Beschlussfassung Magistrats- beschlussfassung: Liegenschaftsamt Dezernat VI Vorlage-Nr. 2006/0322 Magistratsbeschluss-Nr. an die Stadtverordnetenversammlung OBW zur Befassung zur Kenntnis zur Beschlussfassung zur abschließenden Beschluss- fas- sung Fachausschuss Internet ja nein Tagesordnung I II Verteiler: OBW bei abschl. Beschlussfassung Magistrat Betreff: Initiierung eines gentechnikfreien Landbaus Vorlage vom: 09.05.2006 Beschlussvorschlag: Der Bericht zur Initiierung eines gentechnikfreien Landbaus in Darmstadt wird zur Kenntnis ge- nommen. Anlagen: Beschluss des Magistrats vom Begründungsseite zur Magistratsvorlage 2006/0322 Die Einführung der Gentechnik im Agrar- und Lebensmittelbereich ist nicht unumstritten und lässt für Landwirte und Verbraucher noch viele Fragen offen. Sowohl Landwirte als auch Verbraucher sind, was den Einsatz von Gentechnik betrifft, ver- unsichert. Im gesamten Bundesgebiet schließen sich Landwirte zu gentechnikfreien Anbau- zonen zusammen. Die Stadtverordnentenversammlung der Stadt Darmstadt hat am 24. Juni 2004 zur Initiie- rung eines gentechnikfreien Landbaus folgenden Beschluss gefasst: „Die Stadt Darmstadt wendet sich an alle auf ihrer Gemarkung wirtschaftenden Landwirte und die Verpächter von landwirtschaftlichen Flächen auf ihrer Gemarkung mit der Aufforderung, die Einrichtung einer freiwillig vereinbarten gentechnikfreien Region zu prüfen. Zu diesem Zweck wird sie innerhalb des nächsten halben Jahres eine Veranstaltung zum Informationsaustausch anbieten“ Das Agenda-Büro und die Agenda21-Themengruppe Lebensstil haben daraufhin am 30. September 2004 eine Podiumsdiskussion zum Thema „ Gentechnik in Lebensmitteln – un- verzichtbare Chance oder unkalkulierbares Risiko“ und eine anschließende Unterschriftenak- tion durchgeführt. Im Rahmen der Unterschriftenaktion hatten sich über 1.000 BürgerInnen Darmstadts und der Region Starkenburg gegen den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen ausgesprochen. Das Ergebnis der Unterschriftenaktion wurde Anfang 2005 an den Hessischen Bauernver- band mit der Aufforderung weitergeleitet, sich für die Einrichtung einer gentechnikfreien Zone in der Region Starkenburg einzusetzen. Eine Reaktion darauf steht bislang aus. Parallel dazu hat das Liegenschaftsamt der Stadt Darmstadt - basierend auf dem Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 24. Juni 2004 - alle Pächter landwirtschaftlicher städtischer Grundstücke angeschrieben und aufgefordert, schriftlich zu erklären, dass sie kein gentechnisch verändertes Saatgut oder gentechnisch veränderte Pflanzen verwenden. Bei städtischen Neuverpachtungen wird seither ohne Verzichtserklärung kein Vertrag abge- schlossen. Alle Landwirte, die z. Zt. landwirtschaftliche städtische Grundstücke bewirtschaften, sind dieser Aufforderung gefolgt und haben eine Verzichtserklärung unterschrieben. Das bedeutet, dass ca. 30 haupt- und nebenberufliche Landwirte, welche 350 bis 400 ha Landwirtschaftsflächen in Darmstadt bewirtschaften, auch in Zukunft auf Gen-technik ver- zichten werden. Darmstadt, den 09.05.2006 AZ: III – 561 – Gentechnik Der Dezernent III Der Dezernent VI Klaus Feuchtinger Dipl.-Ing. Dieter Wenzel Stadtrat Stadtrat
Beratungsverlauf (1)
Details
- Vorlagen-Nr.
- 2006/0322
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 09.05.2006
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00