0432/2017
StadtLabor für Kunst im öffentlichen Raum 2016/2017
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Anlage 4_Vitae Teams
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Team 1 BORIS SIEVERTS (geb. 1969), lebt und arbeitet in Köln. Boris Sieverts studierte an der Kunstakademie in Düsseldorf bei Jan Dibbets und Gerhard Merz. Anschließend arbeitete er in Architekturbüros in Köln und Bonn. Im Jahr 2000 gründete Boris Sieverts sein »Büro für Städtereisen« in Köln. Sieverts dort angebotene Führungen und Wanderungen durch urbane Stadtlandschaften stellen eine eigenständige künstlerische Praxis dar, die sich jenseits des Kunstmarktes und klassischer Ausstellungsinstitutionen bewegt. Seine »Städtereisen« führen in die Randzonen städtischer Ballungsgebiete, spüren ebenso Verwerfungen wie unvermutete Schönheit in von Strukturwandel charakterisierten Gebieten auf. Insbesondere seine Stadtspaziergänge in Köln öffnen den Blick auf die Vielfalt des städtischen Raums, in dem wir leben. Im Vorfeld recherchiert Boris Sieverts minutiös die Topografie, soziale und städtebauliche Situation. Jüngste Projekte von Boris Sieverts: 2013, »Eine Reise zu den Inseln des Versprechens«, eingeladener Vorschlag im Rahmen des Kunstprojekts „gestern die stadt von morgen“, Urbane Künste Ruhr; 2012–2013, »PARC – Une vision pour les hauts de Mazargues«, Projekt der Kulturhauptstadt Europas MARSEILLE PROVENCE 2013; 2010, »The Promised City«, Goethe- Institut Warschau. Kontakt: www.neueraeume.de, borissieverts@gmx.de USCHI HUBER (geb. 1966), lebt und arbeitet in Köln. Uschi Huber absolvierte ein Studium der Freien Kunst an der University of Brighton (B.A. Hons. Fine Art) und an der staatlichen Kunstakademie Düsseldorf bei Prof. Magdalena Jetelovà. Uschi Hubers Arbeiten öffnen Definitionsspielräume zwischen Kunst und Nicht-Kunst. Sie entwickelt Formen künstlerischer Aneignung und Interpretation des öffentlichen Raums und seiner Infrastruktur. Mediale Schwerpunkte in Hubers Arbeiten bilden Fotografie, Video, Installation sowie Performatives. Ausstellungstätigkeit im In- und Ausland. 2015 entstand im Rahmen des Kunstprojekts »Reisen im Kreis« (Kay von Keitz / Urbane Künste Ruhr) »Grenzgebiete«, eine geführte Tagestour durch den Kreis Wesel. Jüngste Ausstellungen: »Mit anderen Augen«, Kunstmuseum Bonn (2016) und »enter«, Museum für Gegenwartskunst, Siegen (2016). Auszeichnungen umfassen u.a. das DG-Bank Fotostipendium, den Toyota Fotokunst-Preis sowie Förderungen der Kunststiftung NRW. Reisestipendien führten sie u.a. nach New York, Florenz, Namibia, Tel Aviv und Singapur. Nach Lehrtätigkeiten an der HFBK Hamburg und der HFK Bremen ist Uschi Huber seit 2012 Professorin für künstlerische Fotografie an der Universität Siegen. Kontakt: www.uschi-huber.de, uschicob@aol.com Team 2 JOHANNA REICH (geb. 1977), lebt und arbeitet in Köln. Johanna Reich studierte an der Kunstakademie Münster, an der Hochschule für Bildende Künste Hamburg bei Wim Wenders und der Facultad des Belles Artes in Barcelona. Anschließend absolvierte sie einen Postgraduierten-Studiengang Medienkunst an der Kunsthochschule für Medien, Köln bei Matthias Müller und Mischa Kuball. Artist-in-Residence Programme u.a. in den USA, Israel und Rumänien. Johanna Reich wurde u.a. mit dem japanischen Excellence Prize for Media Arts und dem Förderpreis des Landes NRW für Medienkunst ausgezeichnet. Ihre Arbeiten sind in zahlreichen Ausstellungen und Sammlungen vertreten, u.a. Sammlung Goetz, München, Tokyo Metropolitan Museum of Photography. Johanna Reichs filmische und photographische Arbeiten setzen sich gezielt mit der Wahrnehmung des städtischen Umraums auseinander. In Cluj-Napoca, Rumänien, veränderte sie in einem partizipatorischen Projekt die in den Randgebieten der Stadt vorherrschende sozialistische Architektur durch großflächige Camouflage-Malereien, die anhand von persönlicher Kleidung entworfen wurden. In Köln bespielte sie zuletzt mit ihrer Arbeit »Heroines« 200 Litfaßsäulen im öffentlichen Raum und behandelte dort die Frage nach dem Einfluss medial erzeugter Bilder und die Entwicklung von Identität auf die Smartphone-Generation. Kontakt: www.johannareich.com, office@johannareich.com MATTHIAS HOFFMANN (geb.1985), lebt und arbeitet in Köln. Matthias Hoffmann studierte Architektur an der RWTH Aachen, der UPC Barcelona und der TU Wien. Seine Diplomarbeit 2011 setzte sich kritisch mit der – zu diesem Zeitpunkt noch unbebauten – Fläche des Stadtschlosses/Humboldtforums in Berlin auseinander. Anschließend beschäftigte er sich im Rahmen von Arno Brandlhubers Masterprogramm »Architektur und Stadtforschung« in vielfältigen Zusammenhängen mit städtischen Phänomenen und Stadtpolitik, u.a. im Rahmen der Publikation »The Dialogic City. Berlin wird Berlin«. Von 2011 bis 2016 arbeitete Matthias Hoffmann im Architekturbüro BeL in Köln. In dieser Zeit wirkte er an zahlreichen Wettbewerben mit, u.a. zum Quartier Spielbudenplatz in Hamburg. Der unter seiner Leitung realisierte Umbau einer ehemaligen Schmiede in Köln-Ehrenfeld erhielt eine Auszeichnung beim Kölner Architekturpreis 2014. Er war außerdem Projektleiter für den Ausstellungsbeitrag »NEUBAU« bei der 15. Architekturbiennale in Venedig. Seit 2016 ist er mit einem eigenen Büro in Köln selbstständig. Neben seiner Tätigkeit als Architekt ist Matthias Hoffmann auch in der Lehre tätig, von 2012-2014 an der Peter Behrens School for Arts Düsseldorf und seit 2015 bei Marc Frohn am Karlsruher Institut für Technologie. Kontakt: hoff.matt.arch@gmail.com JAN ROTHSTEIN (geb. 1980), lebt und arbeitet in Köln. Jan Rothstein studierte Theater-, Film- und Fernsehwissenschaften an der Universität Köln. Seit 2008 arbeitet er als freier Fotograf und Kameramann. Parallel dazu kam es seit dieser Zeit zu zahlreichen künstlerischen Kooperationen als dramaturgischer Berater und Bildgestalter. Mit „DETLEF. 60 Jahre schwul", der auf der 62. Berlinale 2012 uraufgeführt wurde, schuf Jan Rothstein ein eindringliches Porträt von Detlef Stoffel, der zu den Pionieren der Lesben- und Schwulenbewegung in den 1970er Jahren gehörte. Kontakt: jan.rothstein@gmx.de Team 3 FRANK BÖLTER (geb. 1969), lebt und arbeitet in Köln. Frank Bölter studierte an der Kunstakademie Münster und an der Accademia de las Bellas Artes in Barcelona. Er erhielt zahlreiche Stipendien, Förderungen und Artist-in-Residence Programme im In- und Ausland, u.a. 2008 von der Kunststiftung NRW, 2010 von der Kulturstiftung des Bundes, 2011 vom Schloss Balmoral. Der Künstler wurde mit Preisen wie dem Kulturförderpreis Kreis Herford (2006) und dem Intenational Art Award Lulea Summer Biennal, Lulea (2007) ausgezeichnet. Internationale Einzel- und Gruppenausstellungen, zuletzt PlaygroundMarseille, Marseille (2016), TransformingGlasgow, Glasgow (2016). Seine Arbeiten sind in zahlreichen Ausstellungen und Sammlungen vertreten, u.a. in der Sammlung des Landes Rheinland-Pfalz, dem Goethe-Institut Belgrad und der Columbus Art Foundation, Ravensburg. Frank Bölter hat einen künstlerischen Ansatz entwickelt, in dem er Alltagswirklichkeit, skulpturale, zumeist temporäre Objekte und die Partizipation von Menschen miteinander verbindet. Bei diesen künstlerischen und gemeinschaftlichen Erfahrungsprozessen bleibt der Ausgang zumeist offen, geht es dem Künstler doch darum, gesellschaftliche Leerstellen und Missstände aufzuzeigen. Die gemeinschaftlichen Schaffensprozesse, bei denen beispielsweise gefaltete Papierpanzer in Lebensgröße entstehen, zielen auch auf Synergien eben dieser Gemeinschaften ab. Seit 2013 kuratiert er in Köln gemeinsam mit den Künstlerinnen Stefanie Klingemann und Diane Müller »10 qm«, ein Kunstprojekt im öffentlichen Raum. Kontakt: www.frankboelter.com, boeltichat@gmx.de
Anlage 3_Begründung für die Auswahl der drei Teams für das StadtLabor 2016
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Begründung für die Auswahl der drei Teams für das StadtLabor 2016/2017 Der Kunstbeirat hat in einer Auswahlrunde drei Kuratoren-Teams aus Künstlern, Kunstvermittlern, Architekten, Stadtplanern für die Fortsetzung des StadtLabors 2016/2017 ausgewählt, die parallel arbeiten sollen. 1. Boris Sieverts, Uschi Huber 2. Johanna Reich, Jan Rothstein, Matthias Hoffmann 3. Frank Bölter Die ausgewählten Positionen überzeugten die stimmberechtigten Mitglieder des Kunstbeirats insbesondere dadurch, dass sie einschlägig ausgewiesen sind durch bereits erfolgreich durchgeführte künstlerische Projekte mit deutlichem sozialen und urbanistischen Bezug vertraut sind mit den strukturellen Gegebenheiten der Ringstraße vor Ort das Potential dazu haben, auch unerwartete Aspekte aufzuzeigen innovative und originelle gestalterische Lösungen erarbeiten können und bewiesen haben, dass sie zu gemeinsamer Arbeit auf verschiedenen Ebenen fähig sind.
Anlage 1_StadtLabor Aufgabe
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StadtLabor für Kunst im öffentlichen Raum 2016/2017 Aufgabenstellungen und Ziele Aufbauend auf den Aktivitäten der vorigen StadtLabor-Teams und den Ergebnissen, die dabei seit 2012 in zwei Planquadraten erarbeitet wurden, werden die drei vom Kunstbeirat ausgewählten StadtLabor-Teams für 2016/2017 parallel beauftragt, die Arbeit an konzeptionellen, strukturellen und konkreten Zielen beim Umgang mit öffentlicher Kunst fortzuführen. Das grundsätzliche Ziel ist dabei weiterhin, die Bedingungen für öffentliche Kunst in vielfältiger Hinsicht positiv zu verändern. Grundsätzlich werden keine Vorgaben zu Konzeptionen, Arbeitsweisen und Realisierungen gemacht. Die betont experimentelle Ausrichtung des Gesamtprojekts findet bereits im Titel „StadtLabor“ Ausdruck. Die beteiligten Teams sind daher aufgerufen, eigenständige und innovative Strategien und Projekte zu entwickeln sowie konkrete Maßnahmen und Aktionen zu realisieren. Der Arbeitszeitraum der drei Teams erstreckt sich bis Ende 2017. Aufgaben im Einzelnen: - Betrachtung der vorhandenen Arbeiten hinsichtlich des künstlerischen Werts, des Bezugs zur gebauten Umwelt, ihrer Funktion und ihres Zeitbezugs - Betrachtung der Möglichkeiten von Neugestaltung und Neubeauftragung von Arbeiten, Entwicklung entsprechender Konzepte und konkreter Handlungsvorschläge - Betrachtungen und Maßnahmen zur Bestandspflege und zur Informationsvermittlung - Betrachtung der städtebaulichen Situation unter Berücksichtigung des existierenden „Masterplans“ - Betrachtung und Nutzung der Akquisitions- und Kooperationsmöglichkeiten mit den vorhandenen Akteuren (z. B. künstlerische Initiativen und Projekte vor Ort, Anwohner, Bildungs- u. Kultureinrichtungen, Kirchengemeinden u. Religionsgemeinschaften, Politik, Verwaltung, Privatwirtschaft) - Bürgerschaftliches Engagement und Öffentlichkeitswirksamkeit sind ausdrücklich erwünscht. Budget Der Ausschuss Kunst und Kultur stellt mit Beschluss vom 8.11.2016 ein Budget in Höhe von 60.000 Euro zur Verfügung, so dass jedes Team 20.000 Euro für die Laborarbeit erhält. Darüber hinaus sind Drittmittel in Höhe von 20.000 Euro in Aussicht gestellt, die die Teams erhalten. Weitere Mittel können von den Teams eingeworben werden. Für die kommunikative Begleitung im weiteren Prozess des StadtLabors finanziert der Kunstbeirat aus seinem eigenen Budget (7.000 Euro) eine externe Fachkraft, Frau Dr. Jutta Voorhoeve.
Mitteilung Ausschuss
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle VII/VII/2 Vorlagen-Nummer 20.02.2017 0432/2017 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) 16.03.2017 Ausschuss Kunst und Kultur 21.03.2017 Stadtentwicklungsausschuss 30.03.2017 StadtLabor für Kunst im öffentlichen Raum 2016/2017 In Verfolgung des Beschlusses des Ausschusses Kunst und Kultur am 8.11.2016 zur Fortsetzung des StadtLabors für Kunst im öffentlichen Raum 2016/2017 berichtet die Verwaltung dem Ausschuss Kunst und Kultur, der Bezirksvertretung Innenstadt und dem Stadtentwicklungsausschuss über das Ergebnis zur Auswahl der neuen Teams für das StadtLabor und stellt ihnen weiterreichende Informa- tionen zu der Aufgabenstellung und Zielsetzung des StadtLabors sowie zum Bearbeitungsgebiet zur Verfügung. Die stimmberechtigten Mitglieder des Kunstbeirats sowie Vertreter des Museums Ludwig, des Kultur- amts und des Dezernates für Kunst und Kultur verständigten sich in einer Sondersitzung am 18.11.2016 auf ein modifiziertes Wettbewerbsverfahren: Ein verkürztes Auswahlverfahren verspricht effektiver sowie zeit- und budgetfreundlicher zu sein. Aus 20 Einzelvorschlägen und einem Teamvor- schlag des Kunstbeirates wählten die stimmberechtigen Mitglieder des Kunstbeirats, des Museums Ludwig und des Kulturamts unter der Federführung des Dezernates für Kunst und Kultur am 2.12.2016 schließlich drei StadtLabor-Teams aus, die parallel an den Kölner Ringen bis Ende 2017 arbeiten sollen. Aufgabenstellung und Zielsetzung des StadtLabors sind in der Anlage 1 dargestellt. Informationen zum Bearbeitungsgebiet der Kölner Ringe sind in Anlage 2 zusammengestellt, die auch einen Plan der Ringe enthält. Die Begründung zur Auswahl der drei Teams ist der Anlage 3 zu entnehmen. Anlage 4 enthält die Vitae der Teams. Zur kommunikativen Begleitung des StadtLabors wurde Frau Dr. Jutta Voorhoeve unter Vertrag ge- nommen, die aus dem Budget des Kunstbeirates finanziert wird. Am 3.2.2017 fand eine ganztägige Auftaktveranstaltung mit den Teams und Vertretern des Kunst- und Gestaltungsbeirats, des Dezernats Stadtentwicklung, Planen und Bauen (Stadtplanungsamt, Stadtraummanagement, Grünflächenamt) sowie des Dezernats für Kunst und Kultur (Planungsreferat, Stadtkonservator, Kulturamt) sowie zwei Restauratorinnen statt. In einem dreistündigem Rundgang über die Kölner Ringe mit Start am Ubierring wurden gemeinsam punktuell neuralgische Orte und Plätze aufgesucht und besprochen, die jeweiligen Fachleute erörterten die städtebaulichen Hinter- gründe und Planungsvorhaben sowie Bedeutung der Kunst und Architektur. Ein anschließendes Ge- spräch im Dezernat für Kunst und Kultur, in dem Fragen der Teams zu den Aufgaben, Zielen, Budget, Vertrag, Ansprechpartner usw. beantwortet wurden, rundete den Auftakt ab. Am 6.2.2017 stellten die Beigeordnete Laugwitz-Aulbach und der Vorsitzende des Kunstbeirats von Keitz die drei neuen StadtLabor-Teams der Presse vor. 2 Die Verwaltung hält die Ausschüsse und Bezirksvertretung über den Fortgang des StadtLabors infor- miert und bindet sie aktiv in die Arbeit der Teams mit ein. Anlagen: 1. Aufgabenstellung und Ziele des StadtLabors 2. Bearbeitungsgebiet Ringe inkl. Plan Ringe 3. Begründung für die Auswahl der drei Teams 4. Vitae der drei Teams gez. Laugwitz-Aulbach
Anlage 2_StadtLabor Bearbeitungsgebiet
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StadtLabor für Kunst im öffentlichen Raum 2016/2017 Bearbeitungsgebiet: Ringe Der neue Bearbeitungsbereich ist in diesem Fall kein Planquadrat, sondern die linksrheinischen Kölner Ringe vom Ubierring im Süden bis zum Theodor-Heuss-Ring im Norden mit ihren jeweiligen Quartierskontexten als eine Abfolge von zusammenhängenden Stadträumen, die eine ganze Reihe von urbanen Momenten und Fragestellungen beinhalten. Hier sind im Grunde alle Aspekte des städtischen Lebens präsent: Neben dem strukturell verbindenden und räumlich prägenden „Aufhänger“ Verkehr und Mobilität finden sich hier dichte innenstädtische Mischungen aus Wohnen, Arbeiten und Freizeit, Handel und Dienstleistung, Gastronomie und Unterhaltung, Bildung und Konsum, Plätzen und Grünanlagen, Information und Werbung, Transit und Verweilen, aber auch die Begegnung von sozialen und kulturellen Milieus und natürlich die Präsenz von bildenden und anderen Künsten. Die Kölner Ringe besaßen bei ihrer Entstehung Ende des 19. Jahrhunderts ein homogenes Erscheinungsbild und prägten die kulturelle Identität der Stadt. Nach mehr als 100 Jahren und zwei Weltkriegen hat sich dies in eine typisch bundesrepublikanische Heterogenität verwandelt. Gerade diese Gemengelage lässt aber urbane und damit kulturelle Entwicklungspotenziale vermuten, die es zu entdecken und sichtbar zu machen gilt. Und entlang der Kölner Ringe existiert eine Vielzahl von Kunstwerken. In diesem neuen StadtLabor-Gebiet spielen sowohl der Umgang mit dem vorhandenen Erbe wie mit den aktuellen Bezügen und deren Dynamik gleichermaßen eine bedeutende Rolle. Aus diesem Grund sollen auch die städtischen Planungen und Maßnahmen für die Kölner Ringe, die aus dem bestehenden Masterplan resultieren, in den Konzepten und Arbeitsprozessen des StadtLabors 2016/2017 berücksichtigt und thematisiert werden. Aspekte dieses Stadtraums sind die städtebauliche Heterogenität und der Planungsbedarf in architektonischer, städtebaulicher, verkehrlicher und sozialer Hinsicht. Dabei können planerische Missstände und Fehlbedarfe genauso wie gestalterische Besonderheiten und Werke von kunsthistorischer Bedeutung oder vernachlässigte, aus dem Blick geratene und „verschwundene“ Arbeiten zu Schwerpunkten werden. Das Gebiet versammelt in seiner urbanen Mischung ganz unterschiedliche stadträumliche Situationen, aber auch vielfältige Interessenslagen und stadtgesellschaftliche wie stadtkulturelle Aktivitäten, die mit existierender oder zukünftiger Kunst im öffentlichen Raum in Verbindung stehen oder stehen könnten.
Anlage 2a_Plan Ringe
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STADTEBAULICHER MASTERPLAN INNENSTADT KOLN
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Beratungsverlauf (3)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 0432/2017
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 20.02.2017
- Erstellt
- 03.08.2017 00:27