Zuschuss für experimentelle Musikprojekte an Schulen (SPEM)
Beschlussvorlage Ausschuss 4182/2018 vom 25.01.2019
Stand: Am 11.02.2019 im Finanzausschuss ungeändert beschlossen.
Die KI fasst die Dokumente zusammen. Das dauert bis zu drei Minuten.
Dokumente
-
Anlage 0 Begründung zur Dringlichkeit
PDF
Automatisch aus dem PDF ausgelesen, Lesefehler sind möglich.
Anlage 0 – Begründung zur Dringlichkeit Die letzten Abstimmungen für die Erstellung der Vorlage konnten erst in den letzten Tagen erfolgen. Die Beschlussfassung in den Gremien „Ausschuss für Schule und Weiterbildung“ am 28.01.2019 und „Finanzausschuss“ am 11.02.2019 ist erforderlich, damit SPEM (Schulprofil Populäre und Experimentelle Musik) im März an der Integrierten Gesamtschule Innenstadt (igis) starten kann. -
Anlage 2 Auszug aus dem politischen VN
PDF
Automatisch aus dem PDF ausgelesen, Lesefehler sind möglich.
in ul dungis4yds]L04 un u} dungieiy9s210o4 tal ul Zungla1y9s1104 ‘Isuny Spuapııq In jesiag yaınp dunptayasjug pun deujuy 3 000°0S 141g) Junglay9s10J ‘s3Jdazuoy sauls adejloA yeu ssnyassnezueuig pun -yDe4 yınp sgedlalg EIERN ut dungtaayds]J1o4 "ayJem14eJoUoH 43p dunnIamyny uajjaizueul Anz a1mos sayogaduy sap Bunglamsny Anz sydazuoy saula Bello deu ssnysssnezueulg pun -y2e4 yinp sgedtalg Susunsaneds aaa ul Tzoz pun 0207 dungla1yas11o4 YlauaasyeysneH 2 | suoy/ ısaruı, BERN 5 In | 5 I u 000'57 Ppuzjyasnag/layuinL wnJojunyny ssnyasnz (Bunzuasdagsıayy auyo ustpusdis) 3suny Spuapjig SunJspıgyusuu „Jajgsuny (8uU3250J04d) Jsuny 3puapııg dunyap19J ajjauonnygsuj Bunyayız . . ualnyas ue ayyafoadyısnyay ajjajuswiadxa any ssnyasnz SYENJEIOUOH J2p dunyamyıny ajjalzueui, pun saogaduy sap Juniassaquaa yaınp aynyasyIsny usyasiulayy Jap Bunyueıs + y 0) "Aa UIB13ASJyNIyIsaduUanelg Pafo.dsgunsaisyenätg Bun43pJ9}1[3l04d 000°0T SsToz ® dunienpshpsian Swuyeugeis I a | 6T07 Junsassaquaa HA 9Tro| Te IA 9TP0| TE ——T- HA 9Tvo| 0E A 9TVO| 67 N STVO| 87 HA eIvO| 27 3 (aı)] I euJazag| addnuıdpinpoad 8 v -
Beschlussvorlage Ausschuss
PDF
Automatisch aus dem PDF ausgelesen, Lesefehler sind möglich.
Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle IV/40/404 Vorlagen-Nummer 4182/2018 Freigabedatum 25.01.2019 Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Zuschuss für experimentelle Musikprojekte an Schulen (SPEM) - Konzept der igis - integrative Gesamtschule Innenstadt - für ein Musikprofil mit der Offenen Jazzhaus Schule Beschlussorgan Ausschuss Schule und Weiterbildung Finanzausschuss Gremium Datum Beschluss: Der Ausschuss für Schule und Weiterbildung und der Finanzausschuss nehmen das Konzept für ex- perimentelle Musikprojekte an Schulen (Anlage 1) zur Kenntnis und beschließen dessen Umsetzung. Für die diesbezügliche Finanzierung beschließen sie für 2019ff die Freigabe der im Haushaltsplan 2019ff veranschlagten Haushaltsmittel für experimentelle Musikprojekte an Schulen in Höhe von 100.000 € für 2019 bzw. 50.000 € p.a. für 2020ff. Die für diesen Zweck im Teilergebnisplan 0415 Rheinische Musikschule veranschlagten Mittel werden aus finanzstatistischen Gründen in den Teilergebnisplan 0416 Kulturförderung teilplanübergreifend umgeschichtet. Alternative: Die Mittel für den Zuschuss für experimentelle Musikprojekte werden nicht freigegeben. Das Musik- profil an der Integrierten Gesamtschule Innenstadt (igis) kann nicht umgesetzt werden. Das Musikan- gebot besteht weiterhin nur in einzelnen Arbeitsgemeinschaften. Die Förderzusagen der Wilde Kinder Stiftung und der JaBe Stiftung könnten zurückgezogen werden. Ausschuss Schule und Weiterbildung 28.01.2019 Finanzausschuss 11.02.2019 2 Haushaltsmäßige Auswirkungen Nein Ja, investiv Investitionsauszahlungen einmalig 47.200 € Zuwendungen/Zuschüsse Nein Ja % Ja, ergebniswirksam Aufwendungen für die Maßnahme einmalig 2.800 € Zuwendungen/Zuschüsse Nein Ja % Jährliche Folgeaufwendungen (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr: 2019 a) Personalaufwendungen € b) Sachaufwendungen etc. 50.000 € c) bilanzielle Abschreibungen ab 2020 / 4.100 € Jährliche Folgeerträge (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr: a) Erträge € b) Erträge aus der Auflösung Sonderposten € Einsparungen: ab Haushaltsjahr: a) Personalaufwendungen € b) Sachaufwendungen etc. € Beginn, Dauer Begründung: Bei dem „Zuschuss für experimentelle Musikprojekte an Schulen“ handelt es sich um SPEM (Schul- profil Populäre und Experimentelle Musik). Das Konzept (Anlage 1) entwickelt das Musikprofil der igis in Zusammenarbeit mit der Offenen Jazzhaus Schule. Als Schule im Aufbau und durch das inklusive Schulprofil bietet sich die integrierte Gesamtschule Innenstadt (igis) für ein innovatives Musikprofil an. Das vorliegende Konzept SPEM wurde von der Schule in enger Kooperation mit der Offenen Jazzhaus Schule (OJHS) erarbeitet, die bereits an der Schule aktiv ist und einschlägige Erfahrungen aus JeKits und dem Musikprofil an der GGS Mander- scheider Platz mitbringt. Das Konzept sieht vor, alle Schülerinnen und Schüler der igis niederschwel- lig an Musik heranzuführen, Raum für kreative, ästhetische Aktivitäten zu schaffen und einfache Zu- gänge für eine musikalische Ausbildung zu bieten. Zentraler Bestandteil und Ausgangspunkt des Konzeptes ist das Musizieren im Klassenverband. So werden alle Schülerinnen und Schüler von der 5. Klasse an erreicht. Daraus entwickeln sich im formalen Organisationsrahmen der Schule vielfältige Differenzierungs- und Weiterentwicklungsmöglichkeiten. Als Ziele werden genannt: 1. Schule gemeinsam zum Klingen bringen Die Schule soll ein Ort sein, an dem Schüler*innen ihre Musik gemeinsam mit Lehrer*innen und professionellen Musiker*innen im künstlerisch kreativen Gestalten erleben. 2. Kulturelle Teilhabegerechtigkeit Allen Schülerinnen und Schülern der igis soll, unabhängig von ihren persönlichen und sozio- ökonomischen Voraussetzungen, der Zugang zu musikalisch-kultureller Bildung ermöglicht werden. 3 3. Kommunale Bildungslandschaft modellhaft und nachhaltig entwickeln Durch die enge Kooperation im Bereich Musik sollen langfristig modellhaft inhaltliche Formate und organisatorische Strukturen der Zusammenarbeit und Vernetzung von Schule, musikpä- dagogischer Facheinrichtung, freier Musikszene, Hochschulen und gesellschaftlichem Leben in Köln gestaltet werden. 4. Pädagogische Prinzipien Die Musikangebote basieren auf Offenheit und Solidität sowie Freiwilligkeit, Partizipation, In- klusion und Demokratisierung. SPEM lässt sich nicht in Form einzelner Angebote an unterschiedlichen Schulen umsetzen, sondern ist darauf ausgelegt, das Musikangebot an einer Schule auszubauen, zu differenzieren, zu vertiefen und fast schon bis zum Professionellen hin auszubauen. Komposition, Gehörbildung und Musikpro- duktion sind ebenfalls vorgesehen. Es sollen Instrumentalunterricht und freies Musizieren angeboten, ein Bandkeller und eigene Ensembles eingerichtet werden sowie rezeptive Angebote stattfinden. Kul- tur, Sprache, sozialer Hintergrund oder kognitive und körperliche Einschränkungen stellen in dem Konzept SPEM keine Zugangsbarriere dar. Eine Evaluation sowie eine regelmäßige Berichterstattung sind vorgesehen und neben der gesicher- ten Finanzierung Voraussetzung für die Umsetzung der Maßnahme. Zudem ist ein jährlicher Nach- weis über die projektgemäße Verwendung der erhaltenen Fördermittel mit einem ausführlichen Ver- wendungsnachweis zu erbringen, der aus einem Sachbericht und einem belegten, zahlenmäßigen Nachweis besteht. Nach Mitteilung des Amtes für Schulentwicklung kann SPEM nur in den bereits jetzt bestehenden und nutzbaren Räumlichkeiten umgesetzt werden. Kosten und Finanzierung: Die laufenden Kosten von SPEM (Schulprofil Populäre und Experimentelle Musik) belaufen sich auf jährlich rd. 100.000 €. Außerdem sind einmalige Investitionen von rd. 52.000 € erforderlich. Das Pro- jekt der Offenen Jazzhaus Schule Köln e.V. wird durch die Offene Jazzhaus Schule Köln e.V., die Wilde Kinder-Stiftung, die JaBe-Stiftung, dem Förderverein der integrierten Gesamtschule Köln, Teil- nehmerentgelten sowie der Stadt Köln finanziert. Der Rat hat in seiner Sitzung am 08.11.2018 (Hpl.-Beratungen) Änderungen zum Haushalt 2019 be- schlossen. Diese Änderungen sehen u.a. die Zusetzung von zusätzlichen Mitteln im Teilergebnisplan 0415 Rheinische Musikschule für experimentelle Musikprojekte an Schulen in Höhe von 100.000 € für 2019 bzw. 50.000 € p.a. für 2020ff. vor. Die Mittelfreigabe soll nach Vorlage eines Konzeptes durch die Fachausschüsse und durch den Finanzausschuss erfolgen. Aus finanzstatistischen Gründen ist die Maßnahme dem Teilergebnisplan 0416 Kulturförderung zuzu- ordnen. Für die haushaltmäßige Umsetzung werden die im Teilergebnisplan 0415 Rheinische Musik- schule veranschlagten Mittel daher in den Teilergebnisplan 0416 Kulturförderung teilplanübergreifend umgeschichtet (§ 83 GO i.V.m. § 8 Ziff.11 der Haushaltssatzung 2019) und für die Projektdurchfüh- rung im Sinnes des vorgelegten Konzeptes freigegeben. Gem. des Kosten- und Finanzierungsplans (Anlage 1, S. 15ff)) erhält die Offene Jazz Haus Schule e.V. ab 2019 für die Projektdurchführung zu den Gesamtkosten von rd. 100.000 € p.a. städtischer- seits einen anteiligen lfd. Kostenzuschuss von 50.000 € p.a; die Mittelbereitstellung erfolgt im TP 0416 Kulturförderung aus der Teilplanzeile 15 Transferaufwendungen. Die Finanzierung der verblei- benden Finanzierungslücke wird durch die weiteren Beteiligten und Teilnehmerentgelte sichergestellt. Hinweis der Verwaltung: Die Offene Jazzhaus Schule bietet ihre Leistungen zu deutlich höheren fi- nanziellen Standards an als die kommunale Rheinische Musikschule. Um das Projekt in der Integrierten Gesamtschule Innenstadt durchführen zu können, sind darüber hinaus lt. Konzept in 2019, einmalige investive und konsumtive Beschaffungen von diversen Musikin- strumenten, Equipments und schallgeschützte Übekabinen mit einem Gesamtvolumen von rd. 52.000 4 € erforderlich. Mit Unterstützung der Offenen Jazzhaus Schule e.V. werden die für den Unterricht er- forderlichen Lehrmittel und Gegenstände mit einem anteiligen Kostenvolumen von rd. 50.000 € (47.200 € investiver bzw. 2.800 € konsumtiver Anteil) städtischerseits beschafft und im hiesigen Anla- gevermögen erfasst. Die Finanzierung der konsumtiven Unterrichtsgegenstände erfolgt in 2019 aus dem Teilergebnisplan 0416, Kulturförderungen, Teilplanzeile 13 - Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen. Zur Finanzierung der investiven Kosten werden die für diesen Zweck in 2019 ein- malig zur Verfügung gestellten Mittel in Höhe von 47.200 € im Rahmen einer Sollumbuchung von der konsumtiven in die investive Finanzrechnung umgeschichtet (§ 8 Ziffer 3 der Haushaltssatzung 2019) und im Teilfinanzplan 0416 Kulturförderung bei Zeile 9, Auszahlungen für den Erwerb von bewegli- cher Anlagevermögen, bereitgestellt. Die Finanzierung der bilanziellen Abschreibungen in Höhe von 4.100 € erfolgt ab 2020 aus zusätzlich zu veranschlagenden Mittel im Teilergebnisplan 0416, Kultur- förderung in Teilplanzeile 14, bilanzielle Abschreibungen. Die verbleibenden kleineren investiven Be- schaffungen von rd. 2.000 € werden durch die weiteren Beteiligten (Offene Jazz Haus Schule e.V., die Wilde Kinder-Stiftung und die JaBe-Stiftung) finanziert. -
Anlage 1 Konzept und Finanzierungsplan SPEM
PDF
Automatisch aus dem PDF ausgelesen, Lesefehler sind möglich.
1 Stand: 12.12.2018 Inklusives Schulprofil Populäre und Experimentelle Musik (SPEM) Mit SPEM entsteht ein innovatives Schulprofil mit Schwerpunkt auf populärer und experiment eller Musikpraxis an der integrierten Gesamtschule Innenstadt, Köln. Der Anspruch dabei ist, allen Schül er niederschwellig Möglichkeiten und Räume für kreatives ästhetisches Handeln zu eröffnen und gleichzeitig eine Umgebung zu gestalten, in der möglichst viele Jugendliche di e Option einer soliden musikalischen Ausbildung geboten bekommen. Inhalt Seite Ausgangslage 2 Ziele 3 Schaubild: SPEM im Überblick 4 Konzeptkonstanten und offener Ansatz 5 Kooperationspartner 6 Zeitlicher Ablauf 6 Formate 7 Qualitätssicherung 12 Leitung, Organisation und Verwaltung 12 Öffentlichkeitsarbeit und Dokumentation 13 Technik 13 Entgeltpflicht und Musik-Förder-Fonds 13 Räume und Ausstattung 14 Kosten- und Finanzierungsplan 15 Aus Gründen der Lesefreundlichkeit haben wir auf die Nennung beider Geschlecht erformen verzichtet. 2 Ausgangslage Angestoßen durch eine großzügige Förderzusage der Wilde Kinder Stiftung und der JaBe Stiftung bietet sich die einmalige Chance, der igis ein innovatives und modellh aftes Musikprofil zu geben . Bei der Suche nach einem kompetenten, verlässlichen , außerschulischen Kooperationspartner sind die beiden Stiftungen und d ie igis auf die Offene Jazz Haus Schule und den Kölner Stadtgarten aufmerksam geworden. Beide Instit utionen haben in den vergangenen Jahrzehnten modellhafte, überregional wahrgenommene künstlerisch-kreative Aktivitäten entfaltet und dabei tragfähige Strukturen geschaffen. Musikalisch-kulturelle Bildung an allgemeinbildenden Schulen wird heu te immer stärker von non-formalen Bildungsträgern, also von freien Künstlern, Musikschulen oder freien Trägern der Jugendhilfe wie der Offenen Jazz Haus Schule mitgestaltet. Diese Entwicklung wird durch Bildungsprogramme des Landes NRW wie ‚Kultur und Schule ‘ oder ‘JeKits - Jedem Kind Instrumente, Tanzen, Singen ‘ flächendeckend in ganz NRW gefördert. Allgemeinbildende Schulen sind damit angehalten, den Impulsen der Landesregierung zu folgen u nd kulturelle Schulentwicklung voranzutreiben. Es gilt, inklusive didaktische Konz epte zu entwickeln, um einem sich im Wandel begriffenen Bildungsauftrag gerecht zu werden. Mit SPEM stellt sich die igis dieser Aufgabe. Im Bereich der Konzeptentwicklung für die Kooperation mit Grundschul en hat sich die Jazzhausschule mit ihrem künstlerisch-kreativen Ansatz in den let zten Jahren als "vordenkende" Einrichtung etabliert und landesweit beachtete Impulse gesetzt. Der initial durch die Kulturstiftung des Bundes geförderte Musikschwerpunkt an der GGS - Manderscheider Platz (MuproMandi), die mitgestaltende Teilnahme der Jazzh ausschule am Landesprogramm ‚Jedem Kind Instrumente, Tanzen, Singen‘ (JeKits) und nicht zu letzt die damit verbundenen zahlreichen musikbegeisterten Kinder und Familien fordern folgerichtig und geradezu zwingend eine aufbauende, modellhaft ausgerichtete Anschlu ssmöglichkeit an einer weiterführenden Schule der Stadt. Es wäre ein Gewinn für Köln und als Modell weit darüber hinaus. Als Musikmetropole nimmt die Stadt Köln europaweit eine herausragende Stellu ng ein. Für ihre beispielhafte Förderung kultureller Bildung wurde die Stadt Köln vom Land NRW mit Preisen bedacht. Dies bestärkt uns in der Hoffnung, dass die Stadt Köln di e Schaffung eines Musikprofils an der igis wahrnehmen, würdigen und auf Grund der herausragend en Bedeutung für die kommunale Bildungslandschaft maßgeblich unterstützen wird. 3 Ziele 1. Schule gemeinsam zum Klingen bringen SPEM macht die igis zu einem Ort, an dem Schüler „ihre“ Musik gemeinsam mit Lehrern und professionellen Musikern im künstlerisch kreativen Gestalt en ästhetisch erleben. 2. Kulturelle Teilhabegerechtigkeit SPEM ermöglicht allen Schülern der igis, unabhängig von ihren persönlich en und sozio-ökonomischen Voraussetzungen, den Zugang zu musikalisch-kultureller Bildung. 3. Kommunale Bildungslandschaft modellhaft, nachhaltig entwickeln SPEM entwickelt, reflektiert und dokumentiert modellhaft inhaltl iche Formate und organisatorische Strukturen der Zusammenarbeit und Vernetzung von Schule, musikpädagogischer Facheinrichtung (freiem Jugendhilfeträger), freier Musik-Sze ne, Hochschulen und gesellschaftlichen Leben in Köln. 4. Pädagogische Prinzipien SPEM basiert auf Offenheit und Solidität 1 sowie Freiwilligkeit, Partizipation, Inklusion und Demokratisierung. 1 Zur Erläuterung der Begriffe Offenheit und Solidität siehe Künstlerisch-pädagogische Konzeptkonstanten und offener Ansatz, ab Seite 5 4 Schulprofil Populäre und Experimentelle Musik 4. Format Bandkeller Instrumentalunterricht Einzeln und in Kleingruppen am Vor- und Nachmittag Künstlerisch kreatives Klassenmusizieren Bands und Ensembles Teenbands Instrumentalensembles Vokal-Labor Freies Musizieren Music Experience Musikalische Projektwoche Konzertbesuche und musikalische Exkursionen Musik Für Alle Ergänzende Formate Musik-Förder-Fonds Stellt sicher, dass auch teilnehmerfinanzierte Angebote allen Kindern - unabhängig von ihren sozio-ökonomischen Voraussetzungen –offen stehen. Theorie Komposition Gehörbildung Musikproduktion Differenzierung Aktionstage Musiker zu Gast Vertiefung und Weiterführung 5 Künstlerisch-pädagogische Konzeptkonstanten und offener Ansatz Offenheit heißt für die Dozenten der Jazzhausschule, dass sie keine starre n Lehrpläne einhalten müssen. Stattdessen nehmen sie eine forschend-interessierte Grundhal tung ein, durch die sie Impulse und Anforderungen, die sich aus der jeweiligen Situation der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ergeben, wahrnehmen. Daraufhin gehen sie nach i hren persönlichen Fähigkeiten und künstlerischen Vorlieben mit der jeweili gen Lage um . Dozenten und Teilnehm er entscheiden in Eigenverantwortung, demokratisch und freiwillig über Ziele, Inhalte, Methoden und Materialien. So werden Schüler und D ozenten in dieser Konstellation zu musikalischen Partnern. Die oben beschriebene Offenheit gilt natürlich auch auf stilistischer Ebene, wobei die Spanne zwischen Pop und Experiment dafür exemplarisch ist. Popkultur ist ein selbstverständlicher Teil der Lebenswelt aller Jugendlich en, das heißt: Die Schüler besitzen Kenntnisse über die verschiedenen Spielformen dieser musikalisch en Kultur, sie ist in ihren diversen Ausprägungen etwas, was Jugendliche als ei nen Teil von sich selbst erkennen können. Diese Umstände sind wesentliche Faktoren der Motivat ion für die tiefgehende, nachhaltige und selbstbestimmte Beschäftigung mit Musik. Durch die Tradierungsformen populärer Musik (orale Tradition) fällt eine Barriere weg: Es ist möglich Musik zu spielen und zu entwickeln, ohne notwendigerweise Noten lesen können zu müssen. Die Offenheit für musikalisches Experimentieren heißt In-Frage-Stellen, Forsch en, dem Unbekannten und Fremden begegnen. Ob durch Improvisation oder - in der Tra dition europäischer Kunstmusik - durch Notation und kompositorische Technike n: mit Klängen und Formen zu gestalten, die jenseits der gängigen Klangsprache liegen, bedeutet für d ie Schüler die Möglichkeit Selbstwirksamkeit in der Entwicklung und Umsetzung ei gener Ideen erleben zu können. Anders ausgedrückt wirkt musikalisches Gestalten in dieser Weise als „E rfahrung der Horizonterweiterung und der eigenen Veränderbarkeit.“2 Neben dem Prinzip der Offenheit ist der Anspruch der Solidität ebenso wichtig. Solidität heißt: Die musikalische Entwicklung in den Bands und Ensembles optimal voranzutreiben, keine Ziele, Inhalte und Kompetenzen, die für eine langfristige Entwickl ung wesentlich sind, zu vernachlässigen, um damit allen B eteiligten die Wege ihrer „Musikkarriere“ offen zu halten, um – mit anderen Worten – für Anschlussfähigkeit in Bezug auf ein mögliches Musikstudium zu sorgen. Offenheit besteht selbstverständlich auch in Bezug auf traditionelle Formen der Musikvermittlung. Es wird keinesfalls ausgeschlossen, dass im Rahmen von SPEM auch an Werken der Europäischen Kunstmusik („Klassik“) gearbeitet wird. Gleichfalls versteht es sich von alleine, dass die Kulturtechnik des Notenlesens eine zentrale Kompetenz für angehende Musiker ist. 2 Siehe den gleichnamigen Artikel von Hans Schneider in „Klangnetze“, PFAU, Saarbrücken 2000 6 Es gilt der Grundsatz, dass im SPEM keine Schüler ausgeschlossen oder problematisi ert werden. Alle sollen alle mitmachen und zusammen arbeiten können . Die verschiedenen Lernstände, -tempi, -potentiale der Kinder werden genau wie ihre indivi duell verschiedenen Interessen und ihr je persönlicher Geschmack zum Ausgangspunkt individueller Förderung und gezielter Binnendifferenzierung gemacht und nicht defizitär betrachtet. Rahmenbedingungen zu schaffen, die eine Teilhabe für Alle möglich machen, d.h. dem Anspruch von Inklusion gerecht zu werden, ist erklärtes Ziel von SPEM. So sollen Kultur, Sprache, Sozialer Hintergrund oder kognitive, emotionale oder körperliche Einschränkungen für keine/n Schüler Barrieren zum Zugang sowohl zu niederschwelligen und als auch zu vertiefenden Lernangeboten sein. Mit inklusiver Didaktik in allen Format en stellt sich SPEM den Herausforderungen von großen, heterogenen Gruppen und dem hohen Anspruch von Bildungsgerechtigkeit. Inklusion wird durch Haltung, Methodik und St ruktur Rechnung getragen, d.h. alle Wirkungsbereiche erfassend, weitgefasst verstanden. Um Teilhabegerechtigkeit an den teilnehmerfinanzierten Angeboten des Proje kts zu gewährleisten, können Stipendien – finanziert aus dem Musik-Förder-Fonds – beantragt werden (siehe Seite 13, Musik-Förder-Fonds). Auf organisatorischer Ebene ist d ie Partizipation der Schüler durch das Musik-Schüler-Parlaments und ihre Repräsentation in der Steuergruppe gewährleistet. (siehe Punkt 8, Leitung, Organisation und Verwaltung) Kooperationspartner und Förderer - Integrierte Gesamtschule Köln Innenstadt (igis) - Offene Jazz Haus Schule e.V. - Förderverein der igis - Wilde Kinder-Stiftung - JaBe-Stiftung - Gemeinde Sankt Mauritius - Rhein Energie Stiftung (in Planung) - Europäisches Zentrum für Jazz und Aktuelle Musik Köln (in Planung) - ON Neue Musik Köln (in Planung) Zeitlicher Ablauf - Beginn der Planungsphase: Herbst 2017 - Beginn der Vorbereitungsphase: März 2019 - Projektbeginn : Schuljahr 2019/20 (voraussichtlich) - Projektdauer: Unbefristet 7 Formate: Um die igis ‚gemeinsam zum Klingen zu bringen‘ , bietet SPEM den Schülern zahlreiche, sich wechselseitig ergänzende Wege und Formate formalen, non-formalen und informe llen Lernens. Zentraler Bestandteil von SPEM ist das künstlerisch-kreative Musiz ieren im Klassenverband: ‚Musik für Alle‘. Am Klassenmusizieren nehmen alle Klassen der fünften Jahrgangsstufe über ein Schuljahr teil. Damit kommen alle Schüler von Anfang an in ihrem schulischen Alltag an der igis mit SPEM in Berührung. Mit dieser gemeinsamen Erfahrung als Ausgangspunkt eröffnen sich den Schülern dann vielfältige Möglichkeiten der Differenzierung: Im formalen Organisation srahmen der Schule und unter freiwilliger Teilnahme können sie mit TeenBand, Instrumenta lensembles, Vokal- Labor (Chor) und Instrumentalunterricht non-formale Bildungsangebote belegen und zudem mit ‚Freiem Musizieren‘ , Bandkeller und Website-basierten Lernvideos (Tutorials) selbstorganisiert und informell ihre Lernprozesse gestalten. Mit den Angeboten Theorie, Komposition und Gehörbildung sowie Musik produktion stehen allen Schülern mit spezifischen Interessen vertiefende und weiterführe nde Formate offen. Ergänzende Formate wie Music-Experience -Projektwochen, Aktionstage oder Konzertbesuche, Musiker zu Gast und nicht zuletzt eigene Konzerte und A ufführungen runden das Angebot von SPEM ab. Die Vernetzung der musikalisch-künstlerischen Akteure (Schüler, Doze nten und Lehrer), der künstlerischen Formate und Strukturen an der igis sowie die Mitgestalt ung neuer Angebote durch alle Beteiligten sind für SPEM essentiell. Insbesondere die Verzah nung von Ensemblespiel mit Multimedia-Formaten im Fach Darstellen und Gestalten (ab d er sechsten Klasse) und bereits bestehende schulische Chor- und Bandangebote des AG Bere ichs sind hier angesprochen. Ein weiterer Aspekt der Vernetzung ist die Öffnung zum Viertel im Sinne der Stadtteilarbeit, wie sie von der Jazzhausschule seit 2013 z.B. in Köln Buchheim mit dem b arrierefreien Stadtteilorchester Sounds Of Buchheim erfolgreich betrieben wird. Eine Zusammenarbeit mit verschiedenen Institutionen im Umfeld ermöglicht den Schülern Begegnungen mit Lebenswelten, die außerhalb des schulischen Alltags liegen, z.B. Kirchengemeinden, Jugendeinrichtungen, Bibliotheken oder Altersheime. Im Folgenden werden die Formate aufgeführt. Die Nummerierung korrespondiert d abei mit den Positionen des Kostenplans. 8 1. Musik für Alle Künstlerisch-kreatives Klassenmusizieren Alle Schüler der 5. Jahrgangsstufe nehmen im Klassenverband am Klassenmusizieren im Rahmen des normalen Musikunterrichts teil. In diesem Format musiziert die gesamte Klasse, das heißt: sie gestaltet ihre eigene Musik von der Komposition bis zur A ufführung. Geleitet wird das Klassenmusizieren von Musikern der Jazzhausschule und dem jeweiligen Musiklehrer der jeweiligen Klasse im Teamteaching. Die Tandems arbeiten in Pla nung, Durchführung und Reflexion des Klassenmusizierens intensiv zusammen und erreich en so als Team eine hohe Dichte und Diversität musikalischer und pädagogischer Kompetenz. 2. Differenzierungsangebot 2.1 Freies Musizieren … … steht als freiwilliges und selbstbestimmtes Angebot allen Schülern offen. D ie Schüler entscheiden wöchentlich neu, ob sie am freien Musizieren teil nehmen möchten oder nicht , und sie organisieren selbst, was, wie und mit wem sie musizieren. Der das Freisp iel betreuende Dozent der Jazzhausschule begleitet die von den Schülern in itiierten musikalischen Prozesse und steht auf Wunsch mit Rat und Tat zur Seite. 2.2 Bandkeller Den Schülern wird in Selbstverwaltung ein Bandkeller mit einer Basisausst attung an Instrumenten und Bandequipment zur Verfügung gestellt. So entsteht ein Ort info rmellen musikalischen und sozialen Lernens, an dem in den Pausen oder in der unterrichtsfreien Zeit selbstorganisiert Musik gestaltet und zudem in Eigenverantwortung Organisat ions- und Kommunikationsstrukturen entwickelt und erprobt werden können. Ein Dozent der Jazzhausschule begleitet den Bandkeller und leistet bei Bedarf Hilfestellung. - kostenfrei - wöchentlich, vormittags; 2x 60 Min. - alle Schüler der 5. Jahrgangsstufe - kostenfrei - wöchentlich in der AG-Zeit, 90 Min. - alle Schüler der 5. und 6. Jahrgangsstufe - kostenfrei - nach Bedarf in den Mittagspausen und nachmittags, zeitlich nach Inter esse und aktueller Belegung - alle Klassenstufen 9 2.3. Instrumentalunterricht im Einzelunterricht und in Kleingruppen… … wird in den Räumen der igis für alle hinreichend nachgefragten Instrumente durch Dozenten der Jazzhausschule erteilt. Instrumentalunterricht ist essentiell um den Schülern individuell die Kompetenzen zu vermitteln, die für die Anschlussfähigkeit bis hin zu einem beruflic hen Werdegang als professionelle Musiker gebraucht werden. Auch wenn dieser Werdegang nicht angestreb t wird, ermöglichen diese spezifischen Fähigkeiten einen vertieften, ausdifferenzierten Zugang zu ästhetischen Erfahrungen. 2.9 Bands und Ensembles.. 2.4. Bands und Ensembles.. …werden jeweils durch einen Dozent en der Jazzhausschule angeleitet. Sie arbeiten mit langfristiger Perspektive in möglichst konstanter Besetzung. Als soziale Einheit entwickeln sie unter eigenem Namen ein individuelles Repertoire und einen eigenen Gesamtklang. - Teenbands sind in der Regel mit Gesang, Gitarre, Bass, Schlagzeug, Keyboard sowie mit Blasinstrumenten und/oder Streichern besetzt. - Instrumentalensembles bestehen aus Instrumenten der gleichen Instrumente nfamilie, was eine stärkere Fokussierung auf instrumentenspezifische Aspekte ermöglicht. - Das Vokallabor ist ein Format in dem der Fokus auf der Gestaltung mit der Stimme liegt. Die Gruppe arbeitet an einem eigenen Programm sowie an technischen Aspekten wie Stimmbildung und Intonation. Songwriting, Rappen, Beatbox, Bodypercussion sowie darstellende und visuelle Elemente können Teil der kreativen Arbeit in allen der unterschiedlichen Gru ppen sein. Im non- formalen Bereich angesiedelt weist die Band- und Ensemblearbeit starke Bez üge zum formalen aber vor allem zum informellen Lernen auf. Alle Gruppenformen w irken in praktischem Zusammenspiel mit dem individuellen Instrumentalunterricht und in formellem Lernen. Einzelunterricht ist keine Vorrausetzung für die Teilnahme an Ensemb les, aber erweitert die Möglichkeiten der Einzelnen sowie der Gruppe. 3. 4. Vertiefung und Weiterführung.. - kostenpflichtig; Übernahme der Kosten durch Musik-Förder-Fonds möglich - wöchentlich, vormittags in der Lernzeit oder nachmittags; 30 Min, 45 Min oder 60 Min - alle Klassenstufen - kostenpflichtig; Übernahme der Kosten durch Musik-Förder-Fonds möglich - wöchentlich in der AG Zeit oder am Nachmittag, 60 Min oder 90 Minuten - alle Klassenstufen 10 3. Vertiefung und Weiterführung … sind Formate für besonders interessierte Schüler, die in Gruppen von bis zu 10 Teilnehmenden von einem Dozenten der Jazzhausschule unterrichtet werden. 3.1 Theorie, Komposition und Gehörbildung Die Beschäftigung mit Musiktheorie und Kompositionstechnik sind Inhalte einer soliden Ausbildung. Bewusstes Hören, Erkennen und Memorieren von Rhythmen, Melodien, Akkordfolgen, Strukturen, Klangbeschaffenheit etc. sowie die Technik des „Raushörens“ 3 sind basale Bestandteile musikalischen Handwerks in der oralen Tradition der Popularmusik. 3.2 Musikproduktion In diesem Format arbeiten die Schüler an der Umsetzung von musikalischen Ideen in der Auseinandersetzung mit digitaler und analoger Technologie. Kreative Prozesse lassen sich heutzutage auch am PC (oder Smartphone) gestalten und bringen interessante Klangergebnisse hervor. Songwriting und Komposition können dabei genauso Them a sein wie Arrangement und Musiklehre, Aufnahmetechnik und Software. 4. Ergänzende Formate… …sind optionale Angebote, von denen jährlich mindestens eines von der Steu ergruppe4 ausgewählt wird. 4.1 Music Experience Eine musikalische Projektwoche, bei der Schüler die Möglichkeit haben, i nteressenorientiert aus einem inhaltlich differenzierten Workshop-Angebot aus zuwählen, z.B. Beatbox, elektronische Musik, Handtrommel, Filmmusik, …. Als Workshop -Leiter können auch externe Musiker eingeladen werden. Mit der Präsentation der Ergebnisse auf einer reno mmierten Kölner Bühne (z. B. Stadtgarten, Alte Feuerwache oder einem anderen Ort) finde n Projektwochen ihren Abschluss. 4.2 Aktionstag Ein Tag, an dem eine ganze Schule aus dem Takt kommt und Kinder und L ehrer in Workshops, Interventionen und Performances professionellen Musikern und Tänzern begegnen. Dabei erkunden sie weitgehend unvermittelt und spontan, fantasievoll und spielerisch unvertrautes Terrain. 3 Raushören bedeutet in diesem Zusammenhang transkribieren, wobei der Fokus auf dem Nachspielen liegt und die Verschriftlichung eher nachrangig ist. 4 Siehe Punkt 8. Organisationsstruktur, Seite 12 - kostenfrei - wöchentlich, nachmittags, 60 Min (Theorie), 90 Min (Produktion) - alle Klassenstufen 11 4.3 Öffnung zum kulturellen Leben der Stadt Konzertbesuche und musikalische Exkursionen zu Orten wie dem Stadtgart en, der Eigelsteintorburg, der Musikhochschule, der Kölner Philharmonie und vielen mehr. 4.4 Musiker zu Gast Internationale und nationale Künstler und Bands, welche z.B. i m Stadtgarten Gastspiele haben, finden an der igis im Rahmen von SPEM einen Ort des Austausch es mit jungen Menschen. Die Schüler bekommen die Gelegenheit, diese Musiker hautnah zu e rleben – bei offenen Proben oder (gemeinsamen) Konzerten in Schulräumen, informellem Aust ausch oder Masterclass/Workshop-Situationen. 5. Aufführungen Die Ergebnispräsentation ist integraler Bestandteil der pädagogischen Arbeit der Jazzhausschule und Anlass zur Begegnung, Kommunikation, Austausch und Reflexion. Im Kontext der Schule mit Musikprofil erfolgen diese Aufführungen in jeweils angemessenem Rahmen. Möglichkeiten sind zum Beispiel die wöchentlich stattfindende „Klingende Pause“, die Wochenfest e, die „Kultursplitter“ oder andere Konzert-Formate in und außerhalb der Schule. Als außerschulische Spielorte bieten sich zum Beispiel die nahgelege nen Räumlichkeiten der Gemeinde Sankt Mauritius und der Wolkenburg sowie die Eigelsteintorburg, die Alte Feuerwache oder nicht zuletzt das Europäische Zent rum für Jazz und Aktuelle Musik – der Saal des Kölner Stadtgartens – an. 12 Im Folgenden werden die Leistungen der Jazzhausschule in Bezug auf die Rahmung des Projekts beschrieben. Die Nummerierung korrespondiert dabei mit den Position en des Kostenplans. 6. Qualitätssicherung Um die inhaltlich pädagogisch-künstlerische Qualität der Angebote von SPEM sowie eine intensive Vernetzung und demokratische Steuerung zu gewährleisten, sin d verschiedene Formate der Qualitätssicherung vorgesehen. Dazu gehören regelmäßige Weiterbildungen, Dozententreffen, Steuergruppentreffen sowie Planungstreffen der Tandemtea ms. Des Weiteren sind Hospitationen durch die pädagogischen Leiter und unter den Dozierenden/Lehrenden verpflichtend eingeplant. Diese Maßnahmen dienen auch vor allem dazu, das Team aus Lehrern und Dozenten zu stärken und ein gegenseitiges Verst ändnis in der gemeinsamen Arbeit zu entwickeln. Die Organisation erfolgt durch die Jazzhaussch ule und igis. 7. Leitung, Organisation und Verwaltung Das Schulprofil wird durch eine Kooperationsvereinbarung und durch ein en Beschluss der Schulkonferenz formal beschlossen. SPEM wird von einer Steuergruppe geleitet. Ständige Mitglieder der Steuergruppe si nd die Schulleitung der igis und der OJHS sowie die jeweiligen pädagogischen Projek tleiter/- koordinatoren der igis und der Jazzhausschule. Zudem wird jeweils ein El tern- und Schülervertreter eingeladen. Je nach Tagesordnung können weitere Personen zu den Steuergruppensitzungen hinzugezogen werden. Damit wird sichergestellt, d ass alle Interessengruppen an zentralen Planungsprozessen und Entscheidungen beteiligt sind. Die Steuergruppe trifft sich nach Absprache und auf Einladung des Projektko ordinators der Jazzhausschule in der Regel einmal pro Schulhalbjahr. Die Partizipation der Schüler wird auf organisatorischer Ebene durch die Etablierung eines Musik-Schüler-Parlaments gefördert. Dieses Gremium übernimmt die Verantwortu ng für den Bandkeller und das Aufnahmestudio und ist dabei insbesondere f ür die Pflege des Equipments, der Instrumente sowie die Belegung der Räume zuständig. Darüber hinaus h at es Mitspracherecht bei Entscheidungen über die Inhalte der verschiedenen Formate. Ein wichtiger Aufgabenbereich ist auch die (Mit-) Organisation der Präsentationen. Die Verwaltung des Projekts liegt bei der Jazzhausschule und umfasst die Abrechnung der Honorare des beteiligten Personals außerhalb des Schuldiensts, An- und Abmel dung der Teilnehmer an entgeltpflichtigen Angeboten, Buchhaltung und Rechnungskontrolle. 13 8. Öffentlichkeitsarbeit und Dokumentation Die Jazzhausschule erstellt einen Prospekt über die Angebote und Stru kturen von SPEM und informiert die lokale Presse über Aktivitäten und Aufführungen im Rah men des Projekts. Darüber hinaus wird die pädagogisch-künstlerische Arbeit in Text-, Foto - und Videoform dokumentiert. Diese Dokumentation wird den Förderern nach Bedarf zur V erfügung gestellt und auf der Webseite der Jazzhausschule veröffentlicht. 9. Technik Im Rahmen des Projekts werden Arbeiten wie die Wartung und Transport der Instrumente , Reparatur von Equipment sowie die technische Betreuung von Präsentationen und Konzerten von den Technikern der Jazzhausschule durchgeführt. Außerdem fall en Kosten für Material wie Schlagzeugfelle, Saiten, Kabel und sonstiges Zubehör an. Die V erwaltung der Honorare und Sachkosten erfolgt durch die Jazzhausschule. 10. Entgeltpflicht und Musik-Förder-Fonds Sowohl vormittags als auch nachmittags wird von der Jazzhausschule in den Räume n der igis kostenpflichtig Musikunterricht angeboten. Im Rahmen von SPEM umfasst dies Instrumentalunterricht, TeenBand, Instrumental- Ensemble und Vokal-Labor. Das Teilnahmeentgelt entspricht dem Angebot im jeweils gültigen Jahresprogramm der Jazzhausschule. Die Teilnahme ist freiwillig. Die Anmel dung erfolgt über ein Anmeldeformular (siehe Anlage). Die entgeltpflichtigen Ange bote sind kostendeckend kalkuliert. Über den Musik-Förder-Fonds soll sichergestellt werden, dass die kostenpflic htigen Angebote des Musikprofils allen Kindern – unabhängig von ihren sozio-ökonomischen Voraussetzungen – offen stehen. Die Unterstützung kann auf Antrag von einem Teilbetrag des Teilnahmeentgeltes bis zur vollen Übernahme gewährt werden. Über die Vergabe u nd die Höhe eines Musik-Förder-Stipendiums entscheidet die Steuergruppe (igi s/OJHS) in Zusammenwirken mit den Klassenlehrern und Sozialarbeitern der igis. Nicht in Anspruch genommene Mittel des Musik-Förder-Fonds können ins Folgejahr übertragen w erden. Der Fonds wird durch die OJHS verwaltet. 14 11. Räume und Ausstattung (siehe Investitionen) Geeignete Räume, Nutzungszeiten und Ausstattung sind Voraussetzung für das Gel ingen von SPEM. Gebraucht werden: - 4 Musikräume: komplett eingerichtet, mit ausreichender Schallisolierung, di e gewährleistet, dass im Rest des Schulgebäudes auch bei laufendem Musizieren un terrichtet werden kann - Direkt in der unmittelbaren Umgebung gelegene Seitenräume für die Kleingruppenarbeit - 4 Übe-Kabinen zum Üben und Unterrichten von Instrumenten wie Schlagzeug oder Blasinstrumenten - Mindestausstattung der Musikräume: Klavier, Schlagzeug, mindestens 5 Keyboards, Gesangsanlage mit 4 Mikrophonen, E-Bass und E-Gitarre - jeweils mit Verstärker – 15 Cajons und 15 Xylophone/Glockenspiele (im Idealfall chromatisch) - Einer der Räume sollte als Ort für selbstorganisierte Proben der Schüler zu r Verfügung stehen. („Bandkeller“) - Aula mit Flügel und für Musik geeigneter Akustik und Schalldämmung nach außen - Studio für die Realisation des Angebots Musikproduktion: Raum mit einem leistungsfähigen Computer mit Produktionssoftware und Audio-Interface, dyna mischen und Kondensator-mikrofonen, Schalldämmung für eine trockene Akustik - Der freie Zugang zu den Räumen sollte bis in die frühen Abendst unden gewährleistet sein. 15 Kosten- und Finanzierungsplan (Zusammenfassung) Kosten Die laufenden Kosten von SPEM belaufen sich pro Schuljahr in der Summe auf rund 100.000,- €. Außerdem sind einmalig investive Mittel in Höhe von rund 53.000,- € notwendig. Diese Kosten setzen sich aus folgenden Positionen zusammen: Pro Schuljahr 1. Klassenmusizieren - Musik Für Alle 16.205,18 € 2.1 Freies Musizieren 3.038,47 € 2.2 Bandkeller 1.500,48 € 3.1 Theorie, Gehörbildung, Komposition 2.025,65 € 3.2 Musikproduktion 3.038,47 € Honorarkosten 3.3 Instrumentalunterricht 22.680,00 € 3.4 Bands und Ensembles 7.920,00 € Durch Teilnahmeentgelte finanziert; deckt Honorar, Organisation, Technik und Verwaltung. 4. Ergänzende Formate 6.752,16 € 5. Aufführungen 1.800,58 € Honorarkosten 6. Qualitätssicherung 5.251,68 € 7. Leitung, Organisation und Verwaltung 11.600,00 € 8. Öffentlichkeitsarbeit und Dokumentation 2.000,00 € Honorar- und Lohnkosten 9. Technik 3550,00 € Honorar-, Lohn und Sachkosten 10. Musik-Förder-Fonds 12.000,00 € Gesamtkosten, laufend 99.362,67 € Finanzierung Die jährliche Fördersumme durch die Wilde Kinder-Stiftung, die JaBe-Stiftung beläuft sich auf 15.000,00 €. Pro Jahr tragen zudem rund 3.000,00 € Unterstützung durch den Förderverein der igis sowie 30.000,00 € aus Teilnahmeentgelten zur Finanzierung bei. Um die Finanzierungslücke von 50.000,00 € jährlich und die einmalig fälligen Investi tionen von rund 53.000,00 € zu decken, wird SPEM auf weitere Finanzierungsquellen angewiesen sein. Hier werden weitere Stiftungen, die Stadt Köln und das Land NRW als Hauptanspre chpartner gesehen. Siehe den ausführlichen K&F Plan für Details sowie die Aufstellung der Investitionen. Kosten- und Finanzierungsplan Stand: 12.12.18 Schulprofil Populäre und Experimentelle Musik (SPEM) Kostenplan pro Schuljahr 1. Musik Für Alle 1.1 Klassenmusizieren: Unterrichtseinheiten 36 Wochen á 2 Stunden (60 Minutentaktung) 72 Klassen pro Jahrgang 4 Honorar pro Stunde 54,00 € Honorarkosten: 15.552,00 € KSK 4,2% 653,18 € Summe 16.205,18 € 2. Differenzierungsangebot 2.1 Freies Musizieren Unterrichtseinheiten 36 Wochen á 1.5 Stunden (45 Minutentaktung am Nachmittag) 54 Honorar pro Stunde 54,00 € Honorarkosten: 2.916,00 € KSK 4,2% 122,47 € Summe 3.038,47 € 2.2 Bandkeller Unterrichtseinheiten 36 Wochen à 60 Min. 36 Honorar pro Stunde 40,00 € Honorarkosten pro Jahr 1.440,00 € KSK 4,2% 60,48 € Summe 1.500,48 € 2.3 Instrumentalunterricht Die Teilnahmeentgelte decken die Kosten dieses Angebots zu 100%: Dozentenhonorar, Organisation, Technik und Verwaltung Teilnehmer insgesamt 40 40 Unterrichtseinheiten 36 à 30 Min. Kosten pro Monat (12x) 63,00 € Summe 30.240,00 € Abzüglich:Anteil Förderstipendien 25% (10TN), finanziert durch den Musik-Förder-Fonds -7.560,00 € Summe 22.680,00 € 16 2.4 Bands und Ensembles (TeenBand, Instrumentalensemble, Vokallabor) Die Teilnahmeentgelte decken die Kosten dieses Angebots zu 100%: Dozentenhonorar, Organisation, Technik und Verwaltung Unterrichtseinheiten 40 (inklusive 2 Aufführungen) 60 Min. pro Unterrichtseinheit 40 Teilnehmerentgelt pro Unterrichtseinheit 11,00 € Teilnehmer pro Band/Ensemble 8 3 Bands 3 10.560,00 € Abzüglich:Anteil Förderstipendien 25% (6TN), finanziert durch den Musik-Förder-Fonds -2.640,00 € Summe 7.920,00 € 3. Vertiefung Weiterführung 3.1 Theorie, Gehörbildung und Komposition Unterrichtseinheiten 36 Wochen à 60 Min. 36 Honorar pro Stunde 54,00 € Honorarkosten pro Jahr 1.944,00 € KSK 4,2% 81,65 € Summe 2.025,65 € 3.2 Musikproduktion 36 Wochen á 1.5 Stunden (45 Minutentaktung am Nachmittag) 54 Honorar pro Stunde 54,00 € Honorarkosten pro Jahr 2.916,00 € KSK 4,2% 122,47 € Summe 3.038,47 € 4. Ergänzende Formate Stunden 120 Honorar pro Stunde 54,00 € Honorarkosten: 6.480,00 € KSK 0,042 272,16 € Summe 6.752,16 € Die Mittel für die ergänzenden Formate werden jährlich - nach Bedarf und Interesse - verwendet für: 4.1. Music experience 4.2. Aktionstag 4.3. Öffnung zum kulturellen Leben der Stadt 4.4 Musiker zu Gast 17 5. Aufführungen Termine 4 Zeitaufwand mit Generalprobe je Aufführung Stunden 8 Honorar pro Stunde 54,00 € Honorarkosten: 1.728,00 € KSK 4,2% 72,58 € Summe 1.800,58 € 6. Qualitätssicherung Honorar pro Stunde/Dozent 30,00 € Teilnahme von jeweils 5 Dozenten an Dozententreffen 2 Termine á 2 Stunden 600,00 € Steuergruppentreffen 2 Termine á 2 Stunden 600,00 € Tandemteamsitzungen (2 Dozenten) 2 Termine á 2 Stunden 240,00 € Weiterbildungen 3 Termine á 4 Stunden 1.800,00 € Honorar pro Stunde/Dozent 40,00 € Unterrichtsbesuche, Supervision 3-5 Termine pro Jahr mit Feedback und Nachbesprechung 20 800,00 € Weiterbildung (Leitung) Konzeption, inhaltliche Gestaltung, Durchführung (3 Termine) 25 1.000,00 € KSK 0,042 211,68 € Summe 5.251,68 € 7. Leitung, Organisation und Verwaltung Honorar pro Stunde Stunden Leitung, Konzeptentwicklung, Monitoring 40,00 € 90 3.600,00 € Organisation (Koordinator) 30,00 € 200 6.000,00 € Verwaltung 25,00 € 80 2.000,00 € Summe 11.600,00 € 8. Öffentlichkeitsarbeit und Dokumentation Honorar 40,00 € Stunden Prospekt, Pressemitteilungen, Text-, Video - und Fotodokumentation, Redaktion Webseiten 50 2.000,00 € 18 9. Technik Honorar und Personalkosten 25,00 € Stunden Betreuung Präsentationen (4 pro Jahr) Transport, Abmischung, Audio Dokumentation, allgemeine Betreuung 30 750,00 € Wartung der Instrumente und Equipment Reparaturen, Austausch, Transport 48 1.200,00 € Summe 78 1.950,00 € Sachkosten Zubehör: Kabel, Saiten, Blätter, Schlagzeugfelle, Netzteile, Notenständer, Mikrophon Ständer, Ersatzteile 1.600,00 € Gesamtkosten Technik 3.550,00 € 10. Musik-Förder-Fonds 10 Plätze Instrumentalunterricht 30 Min./Woche 7.560,00 € 6 Plätze Band/Ensemble 2.640,00 € Instrumentenleihgebühr 10 Instr. à 15€ pro Monat x12 Monate 10 Instr. à 15€ pro Monat x12 Monate 1.800,00 € Summe 12.000,00 € Gesamtkosten jährlich 99.362,67 € Finanzierungsplan jährlich Wilde Kinder Stiftung und JABE Stiftung 15.000,00 € Teilnahmeentgelte 30.600,00 € Stadt Köln 50.000,00 € Förderverein der igis 3.000,00 € OJHS 762,67 € Gesamtfinanzierung jährlich 99.362,67 € 19 11. Investitionen 2019 Übekabinen mit Lüftung Anzahl Preis Gesamtkosten Groß 2 10.000,00 € 20.000,00 € Klein 2 7.500,00 € 15.000,00 € 35.000,00 € 2 Bandequipments PA-Anlage Bose Bose L1 2 1.000,00 € 2.000,00 € Mischpult Yamaha MG 2 200,00 € 400,00 € Mikrophone plus Zubehör SM58 6 120,00 € 720,00 € Bass Yamaha BB234 2 333,00 € 666,00 € Bassverstärker Markbass 2 550,00 € 1.100,00 € E-Gitarre Fender Tele Mex 4 450,00 € 1.800,00 € Verstärker Gitarre Fender Blues Junior 2 600,00 € 1.200,00 € Keyboard Yamaha PSR-363 2 200,00 € 400,00 € Schlagzeug Tama Imperialstar 2 1.200,00 € 2.400,00 € Zubehör Kabel, Ständer etc 2 200,00 € 400,00 € 11.086,00 € Studioequipment Monitorboxen Genelec 8330 1 1.699,00 € 1.699,00 € Mikrofone Overhead Neumann KM 184 1 1.299,00 € 1.299,00 € Mikrofon Gesang/Stimme Rode NT1 1 153,00 € 153,00 € Mikrofonset Drums AKD Drum Set Session 1 1 279,00 € 279,00 € Laptop PC NN 1 1.000,00 € 1.000,00 € Software Cubase Artist 1 200,00 € 200,00 € Mischpult Behringer X32 Producer 1 1.379,00 € 1.379,00 € 6.009,00 € Summe 52.095,00 € Finanzierungsplan Investitionen Stadt Köln 50.000,00 € OJHS/Wilde/JaBe 2.095,00 € Gesamtfinanzierung 2019 52.095,00 € 20
Beratungsverlauf
-
28.01.2019
Ausschuss Schule und Weiterbildung
TOP 4.15, Entscheidung. Ergebnis: ungeändert beschlossen
Zur Rückmeldung speichern wir nur Ihre Antwort, die Seite und den Tag. Eine IP-Adresse speichern wir dazu nicht, und wir setzen kein Cookie. Mehr zum Datenschutz