V/0716/2016
Basisinformationen Jobcenter Münster
KI-Zusammenfassung
Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.
KI-Analyse läuft...
vergangen
Was passiert gerade?
- 📄 Dokumente werden analysiert...
- 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
- ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
- ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...
Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.
Anlage 1 - Glossar zur Grundsicherungs- und Arbeitsmarktstatistik
7048 Zeichen
Anlage 1 zur Basisinformation des Jobcenter Münster Glossar zur Grundsicherungs- und Arbeitsmarktstatistik (häufig verwendete Begriffe und Abkürzungen) Aktivierung Arbeitsmarktpolitische Maßnahme der aktiven Arbeitsförderung zur beruflichen Eingliederung/ Weiterbildung (z. B. Umschulung). Aktivierungsquote der Langzeitleistungsbezi ehenden (K3E2) Quotient aus der Zahl der Langzeitleistungsbeziehenden in einer Maßnahme der aktiven Arbeitsförderung im Berichtsmon at (Zähler) und der Zahl der Langzeitleistungsbeziehenden gesamt im Berichtsmonat (Nenner). In der Basisinformation des Jobcenters wi rd die Aktivierungsquote der Langzeitleistungsbeziehenden jeweils als Jahresdurchschnittswert abgebildet (entsprechend der mit dem Land Nordrhein -Westfalen getroffenen Zielvereinbarung). Alo = Arbeitslose Personen, die nicht in einem Beschäftigungsverhältnis stehen, eine versicherungspflichtige zumutbare Beschäftigung suchen, dabei den Vermittlungsbemühungen zur Verfügung stehen und sich bei einer Agentur für Arbeit oder einem Jobcenter arbeitslos gemeldet haben. Arbeitslosenquote Quotient aus der Anzahl der registrierten Arbeitslosen zum Stichtag (Zähler) und der Anzahl der zivilen Erwerbspersonen zum Stichtag (Nenner). Die Zahl der zivilen Erwerbspersonen setzt sich zusammen aus den abhängigen zivilen Erwerbstätigen sowie den Selbstständigen und den mithelfenden Familienangehörigen. Asu = Arbeitsuchende Personen, die eine versicherungspflichtige Beschäftigung als Arbeitnehmer suchen. Der Begriff ist weiter gefasst als der des Arbeitslosen und enthält zusätzlich auch die nicht arbeitslosen Arbeitsuchenden. Das sind die Personen, die eine Beschäftigung such en, auch wenn sie bereits eine Beschäftigung oder eine selbständige Tätigkeit ausüben oder sich in einer arbeitsmarktpolitischen Maßnahme befinden. BG = Bedarfsgemeinschaft Personen, die in einem Haushalt und in einer Verantwortungs- und Einstehensgemeinschaft miteinander leben und wirtschaften. Hierzu gehören die engsten Familienangehörigen (Ehegatten/ Partner und Kinder unter 25 Jahre), nicht aber Großeltern/ Verschwägerte. BM = Berichtsmonat Monat, über den sich die jeweilige Berichterstattung erstreckt. Er beginnt am Tag nach dem statistischen Stichtag des vorangegangenen Berichtsmonats und endet mit dem nächsten statistischen Stichtag (jeweils ca. Mitte eines Monats). eLb = erwerbsfähige Leistungsberechtigte Personen, die das 15. Lebensjahr vollendet und die Altersgrenze noch nicht erreicht haben, die erwerbsfähig und hilfebedürftig sind und ihren gewöhnlichen Aufenthalt in der BRD haben. gE = gemeinsame Einrichtung Gemeinsame Trägerschaft der Bundesagentur für Arbeit und der kreisfreien Städte sowie Kreise zur einheitlichen Durchführung der Grundsicherung für Arbeitsuchende im Gebiet des kommunalen Trägers. Integration Aufnahme einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung, voll qualifizierenden beruflichen Ausbildung oder selbständigen Tätigkeit eines erwerbsfähigen Leistungsberechtigten. Integrationsquote (K2) Quotient aus der Summe der Integrationen im Berichtsmonat und den vorangegangenen elf Monaten (Zähler) und dem durchschnittlichen Bestand der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten im Vormonat und den vorangegangenen elf Monaten (Nenner). In der Basisinformation des Jobcenters wird die Integrationsquote als Jahresfortschrittswert abgebildet (entsprechend der mit dem Land Nordrhein-Westfalen getroffenen Zielvereinbarung). JDW = Jahresdurchschnittswert Durchschnitt von Januar eines Jahres bis zum aktuellen Berichtsmonat. JFW = Jahresfortschrittswert Kumulierte Summe von Januar eines Jahres bis zum aktuellen Berichtsmonat. Jugendarbeitslosenq uote Quotient aus der Anzahl der registrierten Arbeitslosen unter 25 Jahren zum Stichtag (Zähler) und der Anzahl der zivilen Erwerbspersonen unter 25 Jahren zum Stichtag (Nenner). In der Basisinformation des Jobcenters wird die Jugendarbeitslosenquote jeweils als Jahresdurchschnittswert abgebildet (entsprechend der mit dem Land Nordrhein-Westfalen getroffenen Zielvereinbarung). Leistungsberechtigte Personen, die im Leistungsbezug nach dem Sozialgesetzbuch Zweites Buch Grundsicherung für Arbeitsuchende (SGB II) stehen. LfU = Leistungen für Unterkunft und Heizung Umfasst ausgezahlte Ansprüche für Bedarfe, die die Unterkunft betreffen (z. B. Kaltmiete, Neben- und Heizkosten). LLU = Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhaltes Umfasst ausgezahlte Ansprüche für Regelbedarfe (z. B. Ernährung, Kleidung, Haushaltsenergie) und Mehrbedarfe (z. B. Alleinerziehung, Schwangerschaft und Geburt). LZA = Langzeitarbeitslose Personen, die ein Jahr und länger arbeitslos gemeldet sind. LZB = Langzeitleistungsbeziehende Erwerbsfähige Leistungsberechtigte, die in den vergangenen 24 Monaten mindestens 21 Monate hilfebedürftig waren. Um nicht Zeiten der Nichterwerbsfähigkeit (vor Vollendung des 15. Lebensjahres) mit einzubeziehen, werden Langzeitleistungsbeziehende ab Vollendung des 17. Lebensjahres ausgewiesen. Nachhaltigkeit Eine Integration gilt als nachhaltig, wenn die Person zwölf Monate nach Aufnahme des Beschäftigungsverhältnisses sozialversicherungspflichtig beschäftigt ist. Nachhaltigkeitsquote (K2E3) Quotient aus der Summe der nachhaltigen Integrationen in den vergangenen zwölf Monaten (Zähler) und der Summe der Integrationen in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung in den vergangenen zwölf Monaten (Nenner). nEf = nicht erwerbsfähige Leistungsberechtigte Personen, die mit einem erwerbsfähigen Leistungsberechtigten in einer Bedarfsgemeinschaft leben, selbst aber noch nicht im erwerbsfähigen Alter sind (unter 15 Jahren), oder aufgrund ihrer gesundheitlichen Leistungsfähigkeit oder evtl. rechtlicher Einschränkungen nicht in der Lage sind, mindestens drei Stunden täglich unter den üblichen Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes zu arbeiten. Sanktionen Prozentuale Absenkung des Regelbedarfes bei Pflichtverletzungen durch den erwerbsfähigen Leistungsberechtigten. Im Falle wiederholter Pflichtverletzungen können Sanktionen von bis zu 100% des Arbeitslosengeldes II (Regelbedarf und Kosten der Unterkunft) verhängt werden. Sanktionsquote Quotient aus der Anzahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten mit mindestens einer gültigen Sanktion zum Stichtag (Zähler) und allen erwerbsfähigen Leistungsberechtigten zum Stichtag (Nenner). Veränderungsrate des Bestands der Langzeitleistungsbezi Quotient aus der Anzahl der Langzeitleistungsbeziehenden im Berichtsmonat (Zähler) und der Anzahl der Langzeitleistungsbeziehenden im Berichtsmonat des Vorjahres (Nenner). In der Basisinformation des Jobcenters wird die Veränderungsrate jeweils als ehenden (K3) Jahresdurchschnittswert abgebildet (entsprechend der mit dem Land Nordrhein-Westfalen getroffenen Zielvereinbarung). zkT = zugelassener kommunaler Träger Trägerschaft der Grundsicherung für Arbeitsuchende zur alleinigen Wahrnehmung (Optionskommune) – z. B. Jobcenter Münster
Anlage 2 - Bericht Mittelabfluss Eingliederungstitel
3305 Zeichen
Anlage 2 zur Basisinformation des Jobcenter Münster Bericht Mittelabfluss Eingliederungstitel (EGT): Stand 11.08.2016 Vermittlungsbudget 624.633,48 5,40% 306.938,35 2,66% 53.157,52 0,46% 264.537,61 2,29% Reisekosten für Meldepflichten 700,00 0,01% 237,66 0,00% 0,00 0,00% 462,34 0,00% Aktivierung und berufliche Eingliederung 3.337.562,72 28,87% 1.548.776,33 13,40% 563.817,08 4,88% 1.224.969,31 10,60% Summe 3.962.896,20 34,28% 1.855.952,34 16,06% 616.974,60 5,34% 1.489.969,26 12,89% Förderung berufl. Weiterbildung (FbW) 2.729.869,89 23,62% 1.376.745,99 11,91% 4.592,37 0,04% 1.348.531,53 11,67% Summe 2.729.869,89 23,62% 1.376.745,99 11,91% 4.592,37 0,04% 1.348.531,53 11,67% Eingliederungszuschüsse (EGZ) 313.762,23 2,71% 220.640,88 1,91% 29.764,54 0,26% 63.356,81 0,55% Eingliederungszuschuss für AN ab 50 Jahre 37.556,65 0,32% 7.556,65 0,07% 0,00 0,00% 30.000,00 0,26% unbefristeter Beschäftigungszuschuss (BEZ) (bis 31.03.2012) 723.700,00 6,26% 558.275,05 4,83% 88.058,39 0,76% 77.366,56 0,67% Förderung von Arbeitsverhältnissen (FAV( (ab 01.04.2012) 660.163,51 5,71% 524.975,37 4,54% 4.430,10 0,04% 130.758,04 1,13% Einstiegsgeld 38.793,90 0,34% 20.494,93 0,18% 0,00 0,00% 18.298,97 0,16% Begleitende Hilfen für Selbstständige 20.000,00 0,17% 2.636,11 0,02% 8.575,00 0,07% 8.788,89 0,08% Summe 1.793.976,29 15,52% 1.334.578,99 11,55% 130.828,03 1,13% 328.569,27 2,84% Berufsausbildung in außerbetrieblichen Einrichtungen 360.172,16 3,12% 208.374,76 1,80% 99.634,62 0,86% 52.162,78 0,45% Einstiegsqualifizierung (EQ) 33.713,20 0,29% 23.185,60 0,20% 2.005,90 0,02% 8.521,70 0,07% ausbildungsbegleitende Hilfen (abH) 122.544,00 1,06% 60.885,00 0,53% 45.144,00 0,39% 16.515,00 0,14% Summe 516.429,36 4,47% 292.445,36 2,53% 146.784,52 1,27% 77.199,48 0,67% Ausbildungszuschuss 43.863,68 0,38% 23.863,68 0,21% 0,00 0,00% 20.000,00 0,17% Probebeschäftigung behinderter Menschen 0,00 0,00% 0,00 0,00% 0,00 0,00% 0,00 0,00% Probebeschäftigung schwerbehinderter Menschen 90.107,02 0,78% 38.862,99 0,34% 8.095,38 0,07% 43.148,65 0,37% Eingliederungszuschüsse f. Behinderte [222] 37.528,82 0,32% 24.504,75 0,21% 3.604,07 0,03% 9.420,00 0,08% Eingliederungszuschüsse f. Schwerbehinderte [223] 873.264,96 7,55% 763.701,05 6,61% 38.019,98 0,33% 71.543,93 0,62% besondere Maßnahmen zur Weiterbildung Reha 202.419,73 1,75% 124.755,03 1,08% 0,00 0,00% 77.664,70 0,67% Summe 1.247.184,21 10,79% 975.687,50 8,44% 49.719,43 0,43% 221.777,28 1,92% Arbeitsgelegenheit Mehraufwand 872.263,54 7,55% 445.315,94 3,85% 416.210,03 3,60% 10.737,57 0,09% Summe 872.263,54 7,55% 445.315,94 3,85% 416.210,03 3,60% 10.737,57 0,09% Freie Förderung (§ 16f SGB II) 338.218,51 2,93% 115.767,19 1,00% 122.955,34 1,06% 99.495,98 0,86% Summe 338.218,51 2,93% 115.767,19 1,00% 122.955,34 1,06% 99.495,98 0,86% Sonstiges 98.830,00 0,85% 0,00 0,00% 98.829,22 0,85% 0,78 0,00% Summe 98.830,00 0,85% 0,00 0,00% 98.829,22 0,85% 0,78 0,00% Gesamtsumme 11.559.668,00 € 100,00% 6.396.493,31 € 55,33% 1.586.893,54 € 13,73% 3.576.281,15 € 30,94% Leistungen für Menschen mit Behinderung Beschäftigung schaffende Leistungen Freie Förderung Sonstiges Ausgaben 2016 Mittelbindungen 2016 Beratung und Unterstützung der Arbeitsuche Qualifizierung Beschäftigung begleitende Leistungen Maßnahmen für Jüngere Budget % % % Verfügbares Budget %
Berichtsvorlage
12015 Zeichen
V/0716/2016
DER OBERBÜRGERMEISTER
Jobcenter
Betrifft
Basisinformationen Jobcenter Münster
Beratungsfolge
14.09.2016 Ausschuss für Soziales, Stiftungen, Gesundheit, Verbraucherschutz und
Arbeitsförderung Bericht
Bericht:
1.) Strukturdaten und Kennzahlen
Im aktuellen Berichtsmonat April 2016 sind insgesamt 21.947 Personen in Bedarfsgemeinscha f-
ten zu verzeichnen, dies sind 66 Personen weniger als im Vormonat (vgl. Abbildung 1). Unter
dem Gesamtpersonenbestand befinden sich 14.664 erwerbsfähige Leistungsberechtigte und
6.054 nicht erwerbsfähige Leistungsberechtigte.
Im Vergleich zum Vormonat zeigt sich auch hier – entsprechend dem Gesamtpersonenbestand –
jeweils eine konstante Entwicklung. Nach der Datenlage ist zu erkennen, dass sich der Bestand
der erwerbsfähigen deutschen Leistungsberechtigten zunehmend verringert. Der Zuwachs im
Bestand der ausländischen Personen (vorrangig durch die vermehrte Einmündung von geflüchte-
ten Personen in das Leistungssystem nach dem SGB II) wird dadurch bislang (noch) weitgehend
kompensiert (vgl. Abbildung 3).
Vorlagen-Nr.:
V/0716/2016
Auskunft erteilt:
Frau Nilles
Ruf:
492-9002
E-Mail:
Nilles@stadt-muenster.de
Datum:
19.08.2016
Öffentliche Berichtsvorlage
2
V/0716/2016
Strukturdaten Berichtsmonat Vormonat Vorjahresmonat Vorjahr
April 16 März 16 Abweichung April 15 Abweichung Durchschnitt
Personen in Bedarfsgemeinschaften 21.947 22.013 -0,3% 21.963 -0,1% 21.936
männlich 11.064 11.099 -0,3% 11.005 0,5% 11.000
weiblich 10.883 10.914 -0,3% 10.958 -0,7% 10.936
Erwerbsfähige Leistungsberechtigte (ELB) 14.664 14.688 -0,2% 14.653 0,1% 14.589
männlich 7.384 7.382 0,0% 7.259 1,7% 7.242
weiblich 7.280 7.306 -0,4% 7.394 -1,5% 7.348
Nichterwerbsfähige Leistungberechtigte (NEF) 6.054 6.069 -0,2% 6.198 -2,3% 6.181
männlich 3.040 3.053 -0,4% 3.154 -3,6% 3.132
weiblich 3.014 3.016 -0,1% 3.044 -1,0% 3.049
Erwerbstätige Leistungsbeziehende* 4.424 4.396 0,6% 4.537 -2,5% 4.540
abhängig erwerbstätig 4.126 4.092 0,8% 4.226 -2,4% 4.227
mit Einkommen bis zu 450 € 2.126 2.125 0,0% 2.225 -4,4% 2.196
mit Einkommen über 450 € bis 850 € 839 825 1,7% 849 -1,2% 842
mit Einkommen über 850 € bis 1200 € 620 604 2,6% 595 4,2% 607
mit Einkommen über 1200 € 541 538 0,6% 557 -2,9% 582
selbständig erwerbstätig 343 347 -1,2% 372 -7,8% 365
* Berichtsmonat März 2016
Abbildung 1: Strukturdaten
Die Ausgabensummen sowohl für Leistungen zum Lebensunterhalt als auch Leistungen für U n-
terkunft und Heizung sind im Vergleich zum Vormonat konstant bis rückläufig (vgl. Abbildung 2).
Der Vorjahresvergleich zeigt geringfügige Zuwächse, die regulär auf d ie jährliche Regelsatzerhö-
hung zurückzuführen sind. Dies bildet ebenso der jeweilige Vergleich der Jahresfortschrittswerte
ab. Insgesamt zeigt sich ein unauffälliger Verlauf.
Die Quote zur Nachhaltigkeit der Integrationen (vgl. Abbildung 2) ist erneut ang estiegen und liegt
mit 67,5 % im Januar 2016 deutlich über dem Wert für Deutschland (65,2 %) und Nordrhein -
Westfalen (63,5 %). Das Jobcenter der Stadt Münster erreicht überdies mit dieser starken Quote
den zweithöchsten Wert bezogen auf alle Jobcenter in Nordrhein-Westfalen.
Kennzahlen und Ergänzungsgrößen Berichtsmonat Vormonat Vorjahresmonat Vorjahr
April 16 März 16 Abweichung April 15 Abweichung Durchschnitt
K1 - Summe der Leistungen zum Lebensunterhalt
(Monatswert) 4.156.908 4.164.631 -0,2% 4.065.020 2,3% 3.934.445
Jahresfortschritt der Leistungen zum Lebensunterhalt
(kumulierte Werte Januar bis April) 16.607.423 12.450.515 16.243.357 2,2%
K1E1 - Summe der Leistungen für Unterkunft und Heizung
(Monatswert) 4.595.656 4.594.588 0,0% 4.568.586 0,6% 4.475.769
Jahresfortschritt der Leistungen für Unterkunft und Heizung
(kumulierte Werte Januar bis April) 18.306.846 13.711.190 18.221.445 0,5%
K1E2 - Zahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten
(Monatswert) 14.664 14.688 -0,2% 14.653 0,1% 14.447
K2E3 - Nachhaltigkeit der Integrationen*
(Durchschnittswert der vergangenen zwölf Monate) 67,5 67,4 0,1% 63,8 5,8% 61,6
* Berichtsmonat Januar 2016
Abbildung 2: Kennzahlen und Ergänzungsgrößen
Die Arbeitslosenquote der Stadt Münster (beide Rechtskreise) liegt im aktuellen Berichtsmonat
Juli 2016 bei 5,8 % (vgl. Abbildung 3). Eine vergleichbare Steige rung ist auch landesweit für
Nordrhein-Westfalen festzustellen (Steigerung von 7,6 % auf 7,8 %).
3
V/0716/2016
Der Zuwachs von Arbeitslosen im Rechtskreis des SGB II und somit im Betreuungsbereich des
Jobcenters fällt allerdings gering aus (0,3 % bzw. 16 Personen), ursächlich ist somit ein (saisona-
ler) Anstieg der Arbeitslosigkeit im Rechtskreis SGB III bzw. im Betreuungsbereich der Agentur
für Arbeit.
Arbeitslose Berichtsmonat Vormonat Vorjahresmonat VorjahrBerichtsmonat: Jul. 15
Juli 16 Juni 16 Abweichung Juli 15 Abweichung Durchschnitt
Arbeitslosenquote Münster (in %) 5,8 5,5 5,5% 6,0 -3,3% 5,8
Anteil SGB II an Arbeitslosenquote (in %) 67,2 70,9 -5,2% 66,7 0,9% 68,6
Bestand Arbeitslose SGB II 6.412 6.396 0,3% 6.434 -0,3% 6.368
männlich 3.662 3.676 -0,4% 3.628 0,9% 3.574
weiblich 2.750 2.720 1,1% 2.806 -2,0% 2.793
15 bis unter 25 Jahre 562 558 0,7% 532 5,6% 500
50 Jahre und älter 1.927 1.937 -0,5% 1.882 2,4% 1.915
Schwerbehinderte 394 388 1,5% 393 0,3% 388
Ausländer 1.704 1.681 1,4% 1.558 9,4% 1.529
Langzeitarbeitslose 3.555 3.589 -0,9% 3.541 0,4% 3.515
Abbildung 3: Arbeitslose
Im Berichtsmonat April 2016 sind insgesamt 514 Sanktionen wi rksam, dies sind 11 Sanktionen
mehr als im Vormonat (vgl. Abbildung 4). Die Sanktionsquote beträgt 2,6 % und liegt trotz des
Anstiegs um 0,1 Prozentpunkte gegenüber März 2016 weiterhin unterhalb des Niveaus des Bu n-
des und Landes. Der durchschnittliche Kürz ungsbetrag zeigt sich weitgehend konstant. Die Kü r-
zungsbeträge des Bundes und des Landes liegen zudem erneut deutlich über den Werten des
Jobcenter Münster.
Sanktionen Berichtsmonat Vormonat Vorjahresmonat Vorjahr
April 16 März 16 Abweichung April 15 Abweichung Durchschnitt
Anzahl der wirksamen Sanktionen 514 503 2,2% 467 10,1% 479
Sanktionsquote
Münster 2,6 2,5 2,6% 2,5 5,5% 2,5
Nordrhein-Westfalen 2,7 2,7 1,5% 2,8 -1,7% 2,8
Deutschland 3,0 3,0 1,3% 3,0 2,8% 3,0
Durchschnittliche Höhe der Kürzung
Münster 90,71 € 90,09 € 0,7% 89,64 € 1,2% 91,44 €
Nordrhein-Westfalen 103,77 € 104,40 € -0,6% 103,72 € 0,0% 102,99 €
Deutschland 108,38 € 110,30 € -1,7% 108,79 € -0,4% 107,55 €
Abbildung 4: Sanktionen
2.) Zielerreichung
a) Integrationen
Hinsichtlich des mit dem MAIS NRW vereinbarten Ziels zur absoluten Anzahl der Integrationen
zeigt sich ein bislang verhaltener Start ins Jahr 2016. Im Monat April 2016 gab es kumuliert 913
Integrationen, dies sind 105 Integrationen weniger als unterjährig geplant (v gl. Abbildung 5). Um
4
V/0716/2016
das Ziel am Jahresende erreichen zu können, muss das Defizit demnach im weiteren Jahresve r-
lauf ausgeglichen werden.
Abbildung 5: K2 – Absolute Anzahl von Integrationen
Ergänzend wurde auch zur Integrationsquote im Jahresfortschritt ein Ziel vereinbart (vgl. Abbi l-
dung 6). Auch hier ist seit Jahresbeginn eine knappe Zielverfehlung festzustellen. Die Abwe i-
chung zum Soll ist im aktuellen Monat April 2016 auf den bislang höchsten Wert von -0,4 Pro-
zentpunkten angestiegen.
Abbildung 6: K2 – Integrationsquote
5
V/0716/2016
b) Langzeitleistungsbeziehende
Der durchschnittliche Bestand der Langzeitleistungsbeziehenden liegt im April 2016 bei 9.051
Personen und damit weiterhin zielkonform unterhalb des unterjährig geplanten Höchstwertes (vgl.
Abbildung 7). Die positive Entwicklung zeigt deutlich, dass die Schwerpunktsetzung in Bezug auf
die Verringerung des Bestands der Langzeitleistungsbeziehenden wirkt.
Abbildung 7: K3 - Bestand Langzeitleistungsbeziehende
Hinsichtlich der Integrationsquote der Langzeitleistungsbeziehenden werden die unterjährigen
Sollwerte – entsprechend zu den Ergebnissen der al lgemeinen Integrationsquote - ebenfalls ver-
fehlt (vgl. Abbildung 8). Es zeigen sich allerdings geringere Abweichungen zur Zielplanung, so
dass zum jetzigen Zeitpunkt die Zielerreichung am Jahresende durchaus realistisch ist.
6
V/0716/2016
Abbildung 8: K3E1 - Integrationsquote Langzeitleistungsbeziehende
c) Jugendliche
Das Ziel zur durchschnittlichen Jugendarbeitslosenquote im SGB II am Jahresende ist erreicht,
wenn im Vergleich zum Vorjahr eine Stagnation zu verzeich nen ist. Die Abweichung zum Soll
beträgt im Juli 2016 erneut 0,1 Prozentpunkte (vgl. Abbildung 9), das Ziel wird somit weiterhin
(knapp) verfehlt.
Grundsätzlich lässt sich festhalten, dass die durchschnittliche Jugendarbeitslosenquote im SGB II
in Münster bereits vergleichsweise niedrig ist (für das Land Nordrhein -Westfalen beträgt sie z. B.
4,4 % im Monat Juli 2016). Um die besondere Fokussierung auf die Zielgruppe der jungen Me n-
schen zu unterstützen, wurde mit dem MAIS NRW – wie bereits im Vorjahr - eine ambitionierte
Zielvereinbarung getroffen.
7
V/0716/2016
Abbildung 9: Jugendarbeitslosenquote SGB II
d) Leistungsbeziehende mit Behinderung
Hinsichtlich dieses geschäftspolitischen Schwerpunktes wurde ebenfalls ein Ziel mit dem Land
vereinbart. Die unterjährig geplanten Sollwerte konnten bislang allerdings nicht erreicht werden,
die Quote beträgt im April 2016 4,5 %. Die Fokussierung auf die besonderen Belange dieser
Zielgruppe zeigt bislang nicht die beabsichtigten Auswirkungen.
Abbildung 10: Integrationsquote der arbeitssuchenden Schwerbehinderten
8
V/0716/2016
In Vertretung
Cornelia Wilkens
Stadträtin
Anlagen:
Anlage 1 – Glossar zur Grundsicherungs- und Arbeitsmarktstatistik
Anlage 2 – Bericht Mittelabfluss Eingliederungstitel (EGT – Stand: 11.08.2016)
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- V/0716/2016
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 19.08.2016
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37