A-W/0021/2012
Schwarzer Kamp
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Originalantrag
6351 Zeichen
CDU-Fraktion in der BV West
CDU-Kreisverband Münster e.V.
Mauritzstraße 4-6 • 48143 Münster
Telefon (02 51) 4 18 42-0
Telefax (02 51) 4 18 42-44
post@cdu-muenster.de • www.cdu-muenster.de
An die
Bezirksbürgermeisterin des Stadtbezirks Münster – West
Frau Elisabeth Westrup
Pantaleonplatz 7
48161 M ü n s t e r
Münster, 01.09.2012
Schwarzer Kamp
Die Verwaltung wird aufgefordert, bei der Erarbeitung eines Bebauungsplanentwurfes für das
neue Wohnquartier „Schwarzer Kamp“, die massiven Bedenken und Forderungen aus der
Bürgerschaft auf der Bürgerversammlung am 26.06.2012 zu berücksichtigen:
Verbesserung und Diversifizierung des Lärmschutzes
1. Prüfung durch ein externes Lärmschutzgutachten, ob durch Heranziehung alternativer
bzw. ergänzender, unterschiedlicher Lärmschutzlösungen, die Lärmsituation des
Wohnquartiers im Vergleich zu einer rein städtebaulichen Lösung verbessert und
gleichzeitig eine kleinteiligere und ausgewogenere Bebauung im südlichen Teil des
Plangebietes erreicht werden kann.
Verbesserung der sozialen Ausgewogenheit des Wohngebietes
2. Kleinteiligere Gestaltung der unmaßstäblichen, m onolitischen und monotonen
Mehrfamilienhausbebauung entlang der Weseler Straße zur Erreichung einer sozialen
Ausgewogenheit des Wohnquartiers im Sinne der Vorgabe des ASSVW vom 7.7.2011
(Schaffung „überschaubarer Hausgruppen … mit einem v ielfältigen Mix an
Wohnraumangebot..., die nachbarschaftsfördernd wirken und eine hohe
Aufenthaltsqualität haben“).
3. Festlegung der Dichte auf ca. 210 WE im Sinne d er Vorgabe des ASSVW vom
7.7.2011 („im südlichen Planbereich ca. 40 – 45 Wohneinheiten/ ha, im nördlichen
Planbereich ca. 25 Wohneinheiten / ha“)
4. Festlegung der Anzahl der Geschosse (Entwurf bis z u 5 Geschosse) auf bis zu 2
Geschosse plus Staffelgeschoss (Mecklenbeck-charakteristisch und auch barrierefrei
erstellbar).
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5. Ausrichtung einzelner Baufelder auch im nördlich en Bereich an den Erfordernissen
des demographischen Wandels: z.B. Abtrennbarkeit bzw. Umnutzbarkeit von
einzelnen Gebäudeteilen im Alter, Angebot von Mehrgenerationenhäusern oder
Angeboten für Alten-Wohngemeinschaften.
6. Erstellung der Hälfte der öffentlich geförderten Wohneinheiten als Altenwohnungen
des Fördertyps A und B und geförderte Einfamilienhäuser.
7. Unter Berücksichtigung des Verbleibs der Übergan gseinrichtung für Wohnungslose im
Wohnquartier: Erstellung von maximal 20 % der Wohnungen im Wege des öffentlich
geförderten Wohnungsbaus (unter Einbeziehung der Hauses Meckmannweg 65), um
einen ausgewogenen Mix an gefördertem Wohnungsbau, frei finanziertem
Wohnungsbau und Einfamilienhausbau zu ermöglichen.
Es sollen Vorschläge gemacht werden, wo und wie die Bewohner der
Übergangseinrichtung am quartierverträglichsten integriert werden können.
8. Eingliederung des FC-Heims in den Sportbereich a n der Egelshove
Verbesserte Verkehrssituation
9. Erstellung eines externen Verkehrsgutachtens, da s
• die künftig zu erwartenden Verkehrsströme unter Ei nbeziehung der geplanten
Bahnunterführung Heroldstraße und des nur 400 m entfernten im Bau
befindlichen Stadtbereichszentrums ermittelt und die Auswirkungen auf die
Anliegerstraßen Meckmannweg, Schwarzen Kamp und Meyerbeerstraße
untersucht.
• die Wirkung einer Aufwertung der bestehenden zweit en Anbindung des
Quartiers an die Weseler Straße (Zufahrt Wäscherei Schlüter) im Vergleich
mit der geplanten „Ertüchtigung“ des Kreuzungsbereichs Weseler Straße/
Meckmannweg bewertet
• prüft, ob die geplante Aufweitung des Kreuzungsber eichs vergangene
Anstrengungen, Durchgangsverkehre/ Nicht-Anlieger-Verkehre auf dem
Meckmannweg zu reduzieren, konterkariert
10. Ausreichend Parkplätze im Baugebiet zur Verhinderung zusätzlichen Parkdrucks auf
den umliegenden Anliegerstraßen gemäß der BV-Anregung vom 17.11.2011 (1,2 –
1,3 Besucherparkplätze pro Wohneinheit).
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Begründung:
Lärmschutz
Die rein städtebauliche Lärmschutzlösung in Form eines durchgehenden ca. 300 m langen
Baukörpers entlang der Weseler Straße bewirkt, dass ein Großteil der Menschen dort leben
werden, wo die Lärmbelastung am höchsten ist.
Daher sollen mögliche Alternativen und eine Diversifizierung der Lärmschutzlösungen noch
einmal untersucht werden.
Soziale Ausgewogenheit des Quartiers
Mit der aktuellen Planung sollte ein jahrzehntelanger sozialer Brennpunkt neu geordnet
werden und ein attraktives neues Stadtquartier entstehen.
Die durch den überarbeiteten Siegerentwurf vorgeschlagene strikte Teilung des Quartiers in
massiven Geschosswohnungsbau auf der einen Seite und verdichteten Einfamilienhausbau
auf der anderen Seite konterkariert die gewünschte soziale Balance des Gebietes. Vom
ASSVW waren überschaubare Hausgruppen mit vielfältiger Mischung differenzierter
Bautypologien und Hausformen vorgegeben, die nachbarschaftsfördernd wirken und hohe
Aufenthaltsqualität haben. Außerdem wurde eine Dichte von 25 WE/ha im Süden und 40-45
WE/ha im Süden (also durchschnittlich ca. 35 WE/ha, entspricht ca. 210 WE) vorgegeben.
Bei der Festlegung des Anteils geförderten Wohnungsbaus muss berücksichtigt werden,
dass das Quartier weiterhin die Übergangseinrichtung für Wohnungslose integrieren wird.
Der demographischen Entwicklung soll nicht nur im Bereich des Geschosswohnungsbaus,
sondern auch im Einfamilienhausbau durch neue Konzepte Rechnung getragen werden.
Verkehr
Von den Anwohnern aller Anliegerstraßen wird eine deutliche Zunahme des Verkehrs
erwartet. Die geplante Aufweitung der Kreuzung wird als kontraproduktiv zu den vielen
Versuchen gesehen, den Durchgangsverkehr zu reduzieren und zu verlangsamen (z.B. im
Bereich der Kita Maria Aparecida).
gezeichnet:
Bernd Krekeler
Peter Hamann
Christian Hinzmann
Ingeborg Hißmann
Andreas van der Meulen
Angela Stähler
Elisabeth Westrup
Peter Wolfgarten
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungOrte (7)
- Mauritzstraße 4
- Weseler Straße
- Schwarzer Kamp
- Meckmannweg 65
- Meyerbeerstraße
- Heroldstraße
- Egelshove
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Vorlagen-Nr.
- A-W/0021/2012
- Typ
- Antrag an die BV West
- Datum
- 06.09.2012
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37