3138/2021
Sachstandsbericht zu Schulbaumaßnahmen im Bezirk Ehrenfeld
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Mitteilung BV
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle VI/26 Vorlagen-Nummer 3138/2021 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Bezirksvertretung 4 (Ehrenfeld) 04.10.2021 Sachstandsbericht zu Schulbaumaßnahmen im Bezirk Ehrenfeld Die Verwaltung teilt auf Nachfrage des Bezirksbürgermeisters die Sachstände zu aktuellen Schulbaumaßnahmen im Bezirk mit. Grundschule Mengenicher Straße 28 Der Starkregen vom Juli 2021 verursachte erhebliche Schäden am Schulgebäude. Im Hauptgebäude, Trakt A und B, sind im Untergeschoss insgesamt 7 Räume von dem Wasserschaden betroffen. Hierbei handelt es sich um drei OGTS- und vier Klassenräume. In den betroffenen Bereichen werden momentan sämtliche Holzbodenbeläge ausgebaut. Aufgrund der bauspezifischen Belastungen und der entstandenen Durchfeuchtung ist es ebenfalls erforderlich, den Estrich auszutauschen. Der Wandputz muss an den Randbereichen bis auf circa 40 cm entfernt werden. Es wird geprüft, ob Elektroeinbauten durch die hohe Luftfeuchtigkeit Schaden genommen haben. In der Turnhalle, Trakt C, musste der komplette Schwingboden ausgebaut werden. Die Naturstein- und Fliesenböden in den Nebenräumen werden auf Durchfeuchtung geprüft. Bautrocknungsgeräte sind derzeit nur schwer auf dem Markt verfügbar, sodass die Trocknung aller betroffenen Bereiche extrem erschwert wird. Die Wände sind ebenfalls teilweise durchfeuchtet. Der genaue Schadensumfang wird noch festgestellt. Hier wird der Putz demontiert, um die Trocknung zu beschleunigen. Im Untergeschoss sind die Turnhallen und der Heizungsraum vollständig betroffen. Die beiden Kesselanlagen müssen ausgetauscht werden. Es zeichnet sich jedoch ab, dass mit extremen Lieferproblemen zu rechnen ist und gegebenenfalls mit mobilen Heizanlagen gearbeitet werden muss, um die anstehende Heizperiode sicherzustellen. Die Beschaffung kompensatorischer Heizungsanlagen ist initiiert. Im OGTS-Gebäude, Trakt D, wurde das komplette Erdgeschoß überschwemmt. In den beiden Gruppenräumen und in den Nebenräumen sind sowohl die Böden als auch die Wandflächen betroffen. Die Trocknungsarbeiten halten an. Der Materialeinsatz ist auch hier aufgrund der Marktlage eingeschränkt. Dringend benötigte Geräte für die Bodentrocknung stehen derzeit nicht zur Verfügung. Das Objektcenter bemüht sich weiterhin um die Beschaffung. Die komplette Elektroanlage wird überprüft. Sämtliche Einbauten und Brüstungskanäle sind zu tau- schen. Die sicherheitsrelevanten Bauteile, wie Brandmelder, Sicherheitsbeleuchtung und so weiter müssen ausgetauscht werden, da nicht beurteilt werden kann, welchen Schaden die Geräte aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit genommen haben. Die erforderlichen Arbeiten sind beauftragt. Bauliche Schäden in der OGTS-Küche zeichnen sich derzeit nicht ab. Da die Wand und Bodenflächen komplett gefliest sind, besteht die Möglichkeit, dass das Wasser nicht in die Boden- oder Wandflächen eingedrungen ist. Hier werden Messungen vorgenommen. Förderschule Rochusstraße 80 Der Schadensumfang durch den Starkregen ist an der Rochusstraße 80 überdurchschnittlich hoch. Die schulische Liegenschaft befindet sich unweit der Teichstraße und damit in einer ehemaligen 2 Teichsenke. Im Untergeschoss ist die gesamte Haustechnik zerstört. Das gesamte Lehrschwimmbecken ist zerstört. Ein großformatiges Fassadenelement ist im Untergeschoss aufgrund des Wasserdrucks komplett ausgebrochen. Alle Fensteranlagen im Untergeschoss wurden zerstört. Die Holzfenster, Türen, die Abhangdecken et cetera waren komplett den Wassermassen ausgesetzt. Im Erdgeschoss wurden alle Klassenräume auf einer Höhe von circa 10 bis 20 cm überflutet. Alle Bodenaufbauten sind betroffen. Die schadstoffgebundenen Fassaden-Sandwichelemente der Pavillonklassenfassaden sind durchfeuchtet. Die haustechnischen Versorgungstrassen sind in Beton- schächten im Erdreich verlegt. Alle Leitungstrassen wurden überflutet. Derzeit finden umfängliche Demontagearbeiten von Baustoffen statt. Für den Bereich Hochbau fand eine gutachterliche Inaugenscheinnahme statt. Für die technische Gebäudeausrüstung steht diese noch aus. Das beauftragte Sachverständigenbüro hat ein interdisziplinäres Hochwasser-Team aus unterschiedlichen Ingenieurfachrichtungen gebildet und ist stark ausgelastet. Eine zeitliche Projektierung ist erst nach Vorliegen der gutachterlichen Stellungnahmen möglich. Infolge des hohen Schadensumfangs der Liegenschaften, der zum Teil nicht verfügbaren Fachfirmen und der personellen Grenzen des Objektcenters ist die reibungslose Abwicklung der Sanierungsarbei- ten äußerst schwierig. Das Gebäude kann aufgrund der umfangreichen Schäden derzeit nicht mehr für schulische Zwecke genutzt werden. Die Schule ist seit Beendigung der Sommerferien 2021 im Schulgebäude der Paul- Humburg-Straße 13, 50737 Köln, untergebracht. Katholische Grundschule, Schulsporthalle Everhardstraße 60 Vor einigen Jahren wurde die Sanierung der Turnhalle in die Schulbaumaßnahmenliste aufgenommen. Die Schulsporthalle ist noch nicht abgeschrieben, da entgegen der wirtschaftlich üblichen Abschreibung von 50 Jahren die Abschreibungstabelle des Landes mit 80 Jahren ausge- schöpft wird. Demnach ergibt sich noch ein Restbuchwert von 650.000 Euro. Aktuell liegt der Schwerpunkt der Verwaltung hauptsächlich bei der Schaffung neuer Schulplätze. Die bauliche Unterhaltung der Turnhalle wurde ordnungsgemäß aufgrund der Gebäudesubstanz ressourcenschonend betrieben. Alle betreiberrelevanten Equipments wurden instand gehalten. Dennoch musste die Schulsporthalle wegen des maroden Trinkwassernetzes und fehlender Betriebs- sicherheit bei der Elektroinstallation gesperrt werden. Eine temporäre Ertüchtigung ist nicht mehr möglich. Für die notwendige Generalinstandsetzung oder einen Neubau steht noch kein Personal zur Verfügung. Im Falle des Neubaus wären 650.000 Euro außerplanmäßig abzuschreiben.
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 3138/2021
- Typ
- Mitteilung BV
- Datum
- 08.09.2021
- Erstellt
- 31.08.2021 07:00