0230/2022
Genehmigung der Niederschrift vom 23.08.2021
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Mitteilung BV
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle VIII/57/570 Vorlagen-Nummer 0230/2022 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Naturschutzbeirat bei der Unteren Naturschutzbehörde 31.01.2022 Genehmigung der Niederschrift vom 23.08.2021 In der Anlage erhalten Sie die Niederschrift aus der Sitzung des Naturschutzbeirates bei der Unteren Naturschutzbehörde vom 23.08.2021 mit der Bitte um Genehmigung.
Niederschrift Naturschutzbeirat 23.08.2021
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Geschäftsführung Naturschutzbeirat bei der Unteren Naturschutzbehörde Frau Christ Telefon: (0221) 36542 E-Mail: laura.christ@stadt-koeln.de Datum: 21.01.2022 Niederschrift über die Sitzung des Naturschutzbeirates bei der Unteren Naturschutzbehörde in der Wahlperiode 2020/2025 am Montag, dem 23.08.2021, 14:00 Uhr bis 16:30 Uhr, Videokonferenz! Anwesend waren: Stimmberechtigte Mitglieder Frau Angelika Burauen Landesgemeinschaft Naturschutz und Umwelt NRW e. V. Frau Dr. Susanne Euler-Bertram Naturschutzbund NRW e.V. Herr Christian Fuchs Rheinischer Landwirtschaftsverband e. V. Frau Inge Fuhrmann Imkerverband Rheinland e.V. und des Landesverband Westfälischer und Lippischer Imker e.V. Frau Sabine Hammer Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e. V Herr Heinrich Meid Rheinischer Landwirtschaftsverband e. V. Herr Arnold Nesseler Waldbauernverband NRW e. V. Herr Hubert Sumser Landesgemeinschaft Naturschutz und Umwelt NRW e. V Stellvertretende stimmberechtigte Mitglieder Herr Günther Hecker Rheinischer Landwirtschaftsverband e. V. Herr Clemens Rott Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. Herr Klaus Wefelmeier LandesSportBund NRW e.V. Herr Lars Westermann Landesgemeinschaft Naturschutz und Umwelt NRW e. V Herr Stefan Würz Landesjagdverband NRW e. V. Verwaltung Herr Erwin Quinders Untere Naturschutzbehörde Frau Julia von Schweinitz Untere Naturschutzbehörde Schriftführerin Frau Laura Christ Umwelt- und Verbraucherschutzamt Niederschrift über die Sitzung des Naturschutzbeirates bei der Unteren Naturschutzbehörde am 23.08.2021 - 2 - Gäste Herr Volker Unterladstetter NABU-Naturschutzstation Leverkusen-Köln Presse Zuschauer Entschuldigt fehlen: Vorsitzender Herr Harald von der Stein Landesgemeinschaft Naturschutz und Umwelt NRW e. V Stimmberechtigte Mitglieder Herr Heribert Demel Landesverband Gartenbau Rheinland e.V. Herr Adalbert Fuchs Landesjagdverband NRW e. V. Herr Jakob Risch Naturschutzbund NRW e. V. Herr Dieter Sanden LandesSportBund NRW e.V. Herr Herman Schmidt Schutzgemeinschaft Deutscher Wald e.V. Herr Jürgen Szesny Fischereiverband NRW e.V. Herr Jochen Woite Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. Stellvertretende stimmberechtigte Mitglieder Frau Anita Brinkhoff Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. Herr Hans-Georg Hermes Rheinischer Landwirtschaftsverband e.V. Herr Paul Hoffmann Fischereiverband NRW e.V. Herr André Knopf Schutzgemeinschaft Deutscher Wald e.V. Herr Bastian Rixen Naturschutzbund NRW e. V. Herr Michael Schmitz Landesgemeinschaft Naturschutz und Umwelt NRW e. V Herr Stefan Schmitz Landesverband Gartenbau Rheinland e.V. Frau Dorothea Schwab Landesgemeinschaft Naturschutz und Umwelt NRW e. V Herr Jörg Siemers Naturschutzbund NRW e. V. Herr Jürgen Strätz Waldbauernverband NRW e. V. Frau Anja Tsonos-Lannois Imkerverband Rheinland e.V. und des Landesverbandes Westfälischer und Lippischer Imker e. V Niederschrift über die Sitzung des Naturschutzbeirates bei der Unteren Naturschutzbehörde am 23.08.2021 - 3 - Vor Eintritt in die Tagesordnung Frau Dr. Susanne Euler-Bertram begrüßt die Anwesenden zur Sitzung des Natur- schutzbeirates bei der Unteren Naturschutzbehörde, eröffnet die Sitzung und stellt Frau Laura Christ als neue Schriftführerin des Naturschutzbeirates vor. Es sind 11 stimmberechtigte Mitglieder anwesend. Der Naturschutzbeirat ist somit beschlussfähig. Als nächstes bittet Frau Dr. Euler-Bertram Herrn Quinders, die bei der konstituieren- den Sitzung nicht anwesenden Beiratsmitglieder noch gem. § 5 der Hauptsatzung Köln zu verpflichten. Herr Quinders verpflichtet gem. §5 der Hauptsatzung der Stadt Köln das Beiratsmit- glied Herrn Wefelmeier. Zunächst werden Änderungen zur Tagesordnung angehört. Frau Dr. Euer-Bertram beantragt TOP 6.7 vorzuziehen, da für die Beantwortung von Fragen zu diesem TOP ein Gast eingeladen wurde. Hierzu herrscht allgemeine Zustimmung. Es werden keine weiteren Änderungen beantragt. Somit ergibt sich folgende Tagesordnung: Tagesordnung I. Öffentlicher Teil 1 Genehmigung der Niederschriften 1.1 Genehmigung der Niederschrift vom 31.08.2020 1310/2021 2 Anfragen 2.1 Anfragen aus vorangegangenen Sitzungen 2.1.1 Anfrage von Herrn Risch in der Sitzung des Naturschutzbeirates am 22.06.2020; Ersatzpflanzungen in der Umgebung der 3. Baustufe Nord- Südstadtbahn (Bonner Str.) AN/0863/2020 2.1.2 Schriftliche Anfrage von Frau Dr. Euler-Bertram zu Baumfällungen am Gut Mielenforst AN/1047/2019 2.1.3 Anfrage von Herrn Risch zur Beschaffenheit des NIKE-Cours zwischen Ven- loer Str. und Vogelsangerstr. AN/0278/2020 Niederschrift über die Sitzung des Naturschutzbeirates bei der Unteren Naturschutzbehörde am 23.08.2021 - 4 - 2.2 Neue Anfragen 3 Anträge auf Befreiung von Gebots-/Verbotsvorschriften des Land- schaftsplanes gemäß Bundesnaturschutzgesetz / Landesnaturschutzge- setz des Landes Nordrhein-Westfalen 4 Allgemeine Vorlagen 5 Vorträge 6 Mitteilungen der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt Köln 6.1 Naturschutzwartbericht 2018 Bezirk 2 West Frau Fontes 1539/2021 6.2 Naturschutzwartbericht 2019 Bezirk 2 West Frau Fontes 1538/2021 6.3 Naturschutzwartbericht 2020 Bezirk 3 Herr Jösting 1753/2021 6.4 Naturschutzwartbericht 2020 Bezirk 7 Porz Süd Herr Witt 2216/2021 6.5 Naturschutzwartbericht 2020 Bezirk 9 Ost, Köln-Mülheim Frau Isbaner 1386/2021 6.6 Naturschutzwartbericht 2020, Bezirk 2 Rodenkirchen - Ost Frau Esser 2789/2021 6.7 Grüne Infrastruktur - Stadtgrün naturnah - Beweidungskonzept Äußerer Grün- gürtel Süd 0972/2021 6.8 Gewässerunterhaltungsmaßnahme zum naturnahen Umbau des Fronweihers in Worringen 2067/2021 7 Mitteilungen des Vorsitzenden des Naturschutzbeirates bei der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt Köln 8 Berichte über die Sitzungen des Ausschusses Umwelt und Grün II. Nichtöffentlicher Teil 9 Verwendung Ersatzgelder in 2020 2307/2021 Niederschrift über die Sitzung des Naturschutzbeirates bei der Unteren Naturschutzbehörde am 23.08.2021 - 5 - I. Öffentlicher Teil 1 Genehmigung der Niederschriften 1.1 Genehmigung der Niederschrift vom 31.08.2020 1310/2021 Von der Verwaltung zurückgenommen. 2 Anfragen 2.1 Anfragen aus vorangegangenen Sitzungen Der Beirat nimmt die Anfragen zur Kenntnis und bittet die Verwaltend dringend um Beantwortung. 2.1.1 Anfrage von Herrn Risch in der Sitzung des Naturschutzbeirates am 22.06.2020; Ersatzpflanzungen in der Umgebung der 3. Baustufe Nord- Südstadtbahn (Bonner Str.) AN/0863/2020 2.1.2 Schriftliche Anfrage von Frau Dr. Euler-Bertram zu Baumfällungen am Gut Mielenforst AN/1047/2019 2.1.3 Anfrage von Herrn Risch zur Beschaffenheit des NIKE-Cours zwischen Venloer Str. und Vogelsangerstr. AN/0278/2020 Der Beirat beschließt, dass Anfragen aus vorangegangenen Sitzungen, die zur fragli- chen Sitzung nicht beantwortet werden, zukünftig nur in der Tagesordnung mit Akten- zeichen aufgeführt werden. Der ausführliche Text der Anfrage und die Kopien der zu- gehörigen Unterlagen werden nur erneut bereitgestellt, wenn die Anfrage beantwortet wird. 2.2 Neue Anfragen 3 Anträge auf Befreiung von Gebots-/Verbotsvorschriften des Land- schaftsplanes gemäß Bundesnaturschutzgesetz / Landesnaturschutzge- setz des Landes Nordrhein-Westfalen Frau Hammer bittet die Verwaltung um eine kurze Stellungnahme warum keine Anträ- ge auf Befreiung vorliegen und keine aktuelle Liste für Ausnahmegenehmigungen vor- liegt. Niederschrift über die Sitzung des Naturschutzbeirates bei der Unteren Naturschutzbehörde am 23.08.2021 - 6 - Herr Quinders und Frau von Schweinitz erklären, dass aktuell keine Befreiungsanträ- ge vorliegen und viele Ausnahmegenehmigungen noch vom Rechtsamt geprüft wür- den. Die Liste der Ausnahmegenehmigungen werde bei der nächsten Sitzung aktualisiert vorgelegt. 4 Allgemeine Vorlagen 5 Vorträge 6 Mitteilungen der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt Köln Jahresberichte der Naturschutzwart*innen Frau Hammer wünscht sich mehr Objektivität in den Berichten (z.B. Vorgabe der im Bericht zu behandelnden Themen durch die UNB) und schlägt vor, dass die Natur- schutzwart*innen in ihren Bezirken mehr mit Umweltschützer*innen und Nachbar- schaftsinitiativen zusammen arbeiten. Frau von Schweinitz erläutert, dass die Naturschutzwart*innen ein ehrenamtliches Engagement haben und es sich als schwierig erweisen würde, diesen Standard vor- zugeben. Die Naturschutzwart*innen haben meist auch unterschiedliche Schwerpunk- te, weshalb die Subjektivität entstände. Frau Hammer und Frau Dr. Euler-Bertram würden es begrüßen, wenn in zukünftigen Sitzungen jeweils ein Bezirk behandelt und der aktuelle Stand präsentiert würde. Dies soll mit der Verwaltung im Detail besprochen werden. 6.1 Naturschutzwartbericht 2018 Bezirk 2 West Frau Fontes 1539/2021 Der Beirat nimmt die Mitteilung zur Kenntnis. 6.2 Naturschutzwartbericht 2019 Bezirk 2 West Frau Fontes 1538/2021 Frau Dr: Euler-Bertram begrüßt die Jahresberichte der Naturschutzwartin. Sie bemän- gelt jedoch, dass die Berichte dem Beirat erst ein bis zwei Jahre später vorgelegt wer- den und die Mängel, die in den Berichten genannt werden, somit erst später behoben werden. Der Beirat nimmt die Mitteilung zur Kenntnis. 6.3 Naturschutzwartbericht 2020 Bezirk 3 Herr Jösting 1753/2021 Frau Burauen erläutert, dass ein großes Problem die wilden/unerlaubten BMX- Strecken seien, die in der Natur entständen. Die Stadt Köln hätte zwar Flächenange- Niederschrift über die Sitzung des Naturschutzbeirates bei der Unteren Naturschutzbehörde am 23.08.2021 - 7 - boten, an denen die Strecken entstehen könnten, diese würden aber nicht angenom- men werden. Frau Dr. Euler-Bertram bittet die Verwaltung um einen Vorschlag wie dies verhindert werden könnte. Frau von Schweinitz verweist auf die Zuständigkeit des Grünflächenamts für diese Fälle Es sei jedoch eine ständige Problematik, für die noch keine Lösung gefunden worden sei. Frau Hammer berichtet von einer Zusammenarbeit des BUND mit dem Grünflächen- amt. Sie hätten die Bevölkerung um Vorschläge gebeten, an welchen Orten die BMX- Strecken gewünscht seien. Dies hätte eine positive Resonanz gehabt. Der Beirat nimmt die Mitteilung zur Kenntnis. 6.4 Naturschutzwartbericht 2020 der Naturschutzwacht, Bezirk 7, Porz Süd 2216/2021 Frau Hammer berichtet, dass sie die Beobachtung gemacht hätte, dass im Langeler Auwald viel Bärlauch gepflückt und mitgenommen würde. Dieser sei jedoch, da es ein Überschwemmungsgebiet sei, wahrscheinlich mit Schwermetall belastet, und somit gesundheitsschädlich. Sie fragt, wer hier eine Messung vornehmen könnte. Herr Quinders wird diese Frage an die zuständige Stelle des Umwelt- und Verbrau- cherschutzamtes weiterleiten. Dazu berichtet Herr Quinders, dass das geographische Institut der Universität Köln die Rhein-Sedimente auf Ablagerungen von Mikroplastik untersucht hätte. Diese Untersu- chungsergebnisse seien bereits eingereicht worden und sollten dem Beirat nach adä- quater Aufbereitung vorgestellt werden. Frau Hammer würde eine Präsentation der Untersuchungsergebnisse in Form eines Vortrages begrüßen. Hierzu herrscht allgemeine Zustimmung. Herr Quinders sagt dies zu und schlägt eine Präsentation in Zusammenarbeit mit Geologen der UNB vor. Frau Hammer merkt auch an, dass ihr das Thema Drohnen in den Berichten fehlen würde. Es hätte während des Hochwassers vermehrt beispielsweise Fotografen ge- geben, die mit Drohnen Aufnahmen gemacht hätten. Diese würden die rastenden Wintervögel stören. Auch sind Menschen mit Booten durch die entstandenen Teiche gefahren um Aufnahmen zu machen. Sie wünscht sich, dass die Naturschutz- wart*innen auch diese Gefährdungen beobachten und darüber berichten. Frau Dr. Euler-Bertram schlägt vor, dass die UNB eine Art Stichwortverzeichnis für die Naturschutzwacht erstellt, an dem die Naturschutzwarte sich für ihre Berichte orientie- ren könnten. Es sollte in keiner Weise eine Vorschrift, sondern nur ein Vorschlag sein. Niederschrift über die Sitzung des Naturschutzbeirates bei der Unteren Naturschutzbehörde am 23.08.2021 - 8 - Herr Quinders erläutert, dass die Naturschutzwacht ein ehrenamtliches Engagement sei und aufgrund der unterschiedlichen Persönlichkeiten und Wissensstände sei es nicht einfach eine einheitliche Berichtserstattung zu gewährleisten. Frau Hammer bittet die Verwaltung um eine Stellungnahme dazu, welche Maßnah- men von der UNB ergriffen werden können, damit zum Jahreswechsel keine Feuer- werkskörper in Naturschutzgebieten, beispielsweise dem Langeler Auwald, abgefeuert werden. Der Beirat nimmt die Mitteilung zur Kenntnis. 6.5 Naturschutzwartbericht 2020 Bezirk 9 Ost, Köln-Mülheim Frau Isbaner 1386/2021 Der Beirat nimmt die Mitteilung zur Kenntnis. 6.6 Naturschutzwartbericht 2020, Bezirk 2 Rodenkirchen - Ost Frau Esser 2789/2021 Der Beirat nimmt die Mitteilung zur Kenntnis. 6.7 Grüne Infrastruktur - Stadtgrün naturnah - Beweidungskonzept Äußerer Grüngürtel Süd 0972/2021 Frau Burauen erklärt dass sie das Projekt an sich gut finde, aber einige Anmerkungen hätte. Sie fragt, ob gutachterlich festgestellt wurde, wie viele Insekten es auf der Flä- che gäbe. Außerdem hätte sie die Anwesenheit der Schäferin begrüßt. Auch bemängelt sie dass die Altgras-Streifen breiter als 3 Meter sein sollten. Es soll- ten 4-5 Meter sein. Zuletzt möchte sie wissen, wie groß die Herde sein soll. Frau Dr. Euler-Bertram bittet Herrn Unterladstetter, von der NABU-Naturschutzstation Leverkusen-Köln, um die Beantwortung der Fragen. Herr Unterladstetter beschreibt nochmal kurz die Vorgeschichte des Beweidungskon- zeptes, welches schon seit Jahren besteht. Es hätte vorher einen Schäfer gegeben, der die Beweidung ohne ökologische Vorgaben durchgeführt hätte. Dieser Schäfer geht nun in den Ruhestand und es würde ein neuer Beweidungsvertrag mit einer Schäferin geschlossen werden, in dem die Vorgaben spezifiziert würden. Die Biostation sei der Auftragnehmer für die Stadt Köln und könnte nur das, was an- gefragt worden sei, als Leistung erbringen. Da es in dem Projekt um das Thema „Entwicklung artenreicher Wiesen“ gehe, sei im Vorfeld zur Erfassung des ökologischen Ist-Zustands die Flora kartiert, die Insekten- vielfalt jedoch nur qualitativ erfasst worden. Bei den untersuchten Flächen handele es sich bisher nicht um ökologische Vorrangflächen, im Gegenteil würden sie zum Teil stark von Erholungssuchenden frequentiert. Daher sei für die vorgeschlagenen Maßnahmen ein Kompromiss zwischen einer öko- logischen Verbesserung und einer weiterhin gewünschten Erholungsnutzung der Flä- chen erforderlich. Niederschrift über die Sitzung des Naturschutzbeirates bei der Unteren Naturschutzbehörde am 23.08.2021 - 9 - Auf die Frage zu den Altgras-Streifen antwortet Herr Unterladstetter, dass diese vor allem relativ knapp ausgefallen seien, da er in Köln kein Beweidungsprojekt mit ver- setzten Pferchen kenne. Daher wollten sie diese neue Beweidungsform und ihre Wir- kung auf die Pflanzenvielfalt und auf den Insektenbestand zunächst an schmalen Streifen ausprobieren und die Maßnahmen in den nächsten Jahren monitoren, um die optimale Breite und die Mähzeitpunkte für die Altgrasstreifen zu ermitteln. Er könnte aus der fachlichen Praxis berichten, dass ausgeprägter Insektenschutz und eine Grünlandentwicklung, bei der die Wiesen artenreich erhalten bleiben oder vom Arten- potenzial verbessert werden sollten, durch die längerfristige Entwicklung der Altgras- streifen zu einem Konflikt führen könnte. Daher würde er gerne mit schmalen Altgras- streifen beginnen, die Maßnahme mit dem Monitoring-Konzept begleiten und in Zu- sammenarbeit mit der Schäferin und dem Naturschutzbeirat einen gangbaren Weg finden. Zu der Frage der Größe der Herde antwortet er, dass es 350 Muttertiere aus zwei ver- schiedenen Rassen seien, nämlich Merinolandschafe und Schwarzkopf-Schafe. Die neue Schäferin habe die Herde von dem ehemaligen Schäfer übernommen. Frau Burauen fragt nach, ob die Schafe die Flächen nicht zu sehr verdichten würden. Vom Deichbau her wüsste sie, dass Schafe extra auf den Deich geschickt würden, damit sie den Boden verdichten. Herr Unterladstetter antwortet, dass Schafe eine geringe Trittwirkung hätten, da sie nicht so schwer seien. Er erklärt weiter, dass ein Pferch versetzt werden soll, wenn etwa 70% der Biomasse abgeweidet ist. In dem Jahr zuvor bei der Kartierung habe er beobachtet dass zum Teil 80-90% der Biomasse abgefressen waren. Frau Burauen merkt an, dass sie 70% schon sehr viel fände. Den Insekten würde dann die Nahrung fehlen. Wenn die Insekten fehlen würden, gäbe es keine Vögel. Wegen dieser Folgeerscheinungen, fände Sie 70% Abweidung zu viel. Ebenso fragt sie, ob es eine andere Möglichkeit als den Einsatz eines Balkenmähers gebe, um die Mahd zu erledigen und die Stadt Köln nicht neue Geräte in Aussicht hät- te. Herr Unterladstetter erklärt, dass die Vorgabe des Amtes für Grünflächen gewesen sei, dass die Grünflächen weiter beweidet werden sollten. Eine Mahd hätte nicht zur Debatte gestanden. Zur zweiten Frage erklärt er dass 70% auf den ersten Blick viel erscheint, man jedoch beachten sollte, dass die Pflanzen sich relativ schnell regene- rierten und die Altgrasstreifen als zwischenzeitliche Nahrungsquelle stehen bleiben würden. Herr Nesseler merkt an, dass es auf Grünweiden zu verschiedenen Zeiten verschie- dene Blühpflanzen gebe. 70% Abweidung könnte in trockenen Sommern zu viel sein. Außerdem würden die Hinterlassenschaften der Herde eine Nahrungsquelle für ande- re Insekten und Vögel bieten. Frau Dr. Euler-Bertram merkt auch an, dass es nur kleine Flächen sind, die die Schafe abgrasen und die Umgebung um die Flächen ebenfalls ausreichend Nahrung für die Insekten bietet. Sie hat die Nachfrage, wie das Monitoring dieser Maßnahme geplant sei. Die ökologi- schen Vorgaben seien sehr genau. Wer kontrollierte, dass die Schäferin sich genau an die Vorgaben halten würde? Wer kontrollierte die Verbesserung der Flächen? Könnte man in das Monitoring eventuell die Insekten mit aufnehmen, damit man die Niederschrift über die Sitzung des Naturschutzbeirates bei der Unteren Naturschutzbehörde am 23.08.2021 - 10 - Flora und Fauna im Auge behalten könnte? Im Grunde genommen, sei die Zielvorga- be im Text auch, dass Beides gefördert und beachtet werden sollte. Herr Unterladstetter erklärt, dass dem Grünflächenamt im Vorfeld eine Kartierung vor- gelegt wurde. Die Flächen, die dabei untersucht wurden, seien sehr unterschiedlich. in Bezug auf die vorhandenen Pflanzenarten. Mit der richtigen Pflege sollte die Pflan- zenvielfalt gesteigert werden. Frau von Schweinitz fragt nach, ob der Vertrag mit der Schäferin bereits geschlossen worden sei. Herr Unterladstetter vermutet dass dies der Fall sei, könnte es aber nicht genau sa- gen. Dazu erklärt er, dass die biologische Station das Maßnahmenpaket „StadtGrün naturnah“ nächstes Jahr beginne und dieses Beweidungskonzept ein Teil des Pakets sei. Herr Fuchs fragt, wieso keine Öffentlichkeitsbeteiligung stattgefunden hätte, da in der Vorlage stehen würde, dass die Landwirtschaft mit einbezogen werde sollte. Dies sei nach seinem Kenntnisstand aber nicht passiert. Herr Unterladstetter verweist darauf, dass er diese Frage als Auftragnehmer nicht ge- nau beantwortet könnte. Es würde sich bei den besagten Flächen jedoch nicht um landwirtschaftliche Flächen handeln. Herr Quinders schlägt Herrn Fuchs vor, diese Anfrage schriftlich zu formulieren und der Verwaltung zu senden, damit dem Beirat eine konkrete Beantwortung vorgelegt werden könne. Frau Hammer befürwortet die Frage von Herrn Fuchs und fordert, dass der Beirat bei der Entwicklung von landwirtschaftlichen Maßnahmen frühzeitiger mit eingebunden werden solle. Frau Dr. Euler-Bertram bittet darum, dass dem Beirat gegen Ende der Maßnahme eine erneute Mitteilung zum aktuellen Stand der Maßnahme vorgelegt wird. Hierzu sollte auch die neue Schäferin eingeladen werden. Hierzu herrscht allgemeine Zustimmung. Frau Fuhrmann bittet die Verwaltung, dass die Inhalte des Maßnahmenpaketes „Stadtgrün naturnah“ mehr kommuniziert werden. Sie führt als Beispiel an, dass viele Imker die Maßnahmen zum Thema Insekten nicht kennen würden. Der Beirat nimmt die Mitteilung zustimmend zur Kenntnis. 6.8 Gewässerunterhaltungsmaßnahme zum naturnahen Umbau des Fron- weihers in Worringen 2067/2021 Herr Sumser fragt nach, welche Arten von Pflanzen dort eingebracht werden sollen. Er trägt mehrere Vorschläge vor. Herr Nesseler weist darauf hin, dass der Wasserstand des Weihers nicht beständig und immer von dem Wasserstand des Rheins und von Niederschlägen abhängig sei. Aufgrund dessen würde es schwierig sein, eine große Veränderung der Vegetation vorzunehmen. Frau Dr. Euler-Bertram fragt, ob noch ein landschaftspflegerischer Begleitplan erstellt werde. Niederschrift über die Sitzung des Naturschutzbeirates bei der Unteren Naturschutzbehörde am 23.08.2021 - 11 - Frau von Schweinitz schlägt vor, dass in der nächsten Sitzung Vertreter des Amtes für Grünflächen und der Unteren Wasserbehörde eingeladen werden könnten, um die Fragen der Mitglieder zu beantworten. Beschluss: Der Naturschutzbeirat stellt die Mitteilung zurück in die nächste Sitzung und bittet um Beantwortung der Nachfragen. 7 Mitteilungen des Vorsitzenden des Naturschutzbeirates bei der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt Köln Frau Dr. Euler-Bertram bittet um einen gemeinsamen Termin der UNB und des Beira- tes, zur Formulierung eines Briefes betreffend die Novelle des neuen Landesnatur- schutzgesetzes. 8 Berichte über die Sitzungen des Ausschusses Umwelt und Grün II. Nichtöffentlicher Teil 9 Verwendung der Ersatzgelder nach § 31 LNatSchG NRW im Jahr 2020 2307/2021 Die Fragen der Mitglieder des Beirates werden von der UNB beantwortet. Es bleiben noch Fragen offen, die zur nächsten Sitzung beantwortet werden sollen. Der Naturschutzbeirat stellt die Mitteilung zurück in seine nächste Sitzung.
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 0230/2022
- Typ
- Mitteilung BV
- Datum
- 26.01.2022
- Erstellt
- 18.01.2022 17:06