4462/2021
Geschlechterparitätische Verteilung von Stipendien der Stadt Köln und deren Auswahlgremien
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Anlage 1_ Stipendien_Geschlechterbetrachtung
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Anlage 1 zur Vorlage 4462/2021 Vergabe Stipendien in den Jahren 2012 - 2021 in der Verantwortung des Kulturamtes der Stadt Köln 2012 I. Förderstipendien Bildende Kunst Schulze Max männlich Musik Seidl Niklas männlich Literatur Trompeter Julia weiblich Jazz Held Pablo männlich Medienkunst Eliot Karen weiblich II. Atelier Galata Istanbul Bildende Kunst Debus Jana weiblich Literatur Wustmann Gerrit männlich Literatur Karime Andrea weiblich III. Dr. Dormagen-Guffanti Stipendium Niehaus Saskia weiblich Gesamt 2012 9 davon 4 x männlich 5 x weiblich 2013 I. Förderstipendien Bildende Kunst Moldrickx Christine weiblich Musik Rummel Simon männlich Literatur Wenzel Christoph männlich Jazz Schmid Stefan Karl männlich Medienkunst Korvensyrjä Aino weiblich II. Atelier Galata Istanbul Literatur Yahia Mona weiblich Literatur Lafleur Stan männlich III. Dr. Dormagen-Guffanti Stipendium März Maren weiblich Gesamt 2013 8 davon 4 x männlich 4 x weiblich 2014 I. Förderstipendien Bildende Kunst Marx Bettina weiblich Musik Streich Lisa weiblich Literatur Steinhoff Dorian männlich Jazz Gojo Filippa weiblich Medienkunst Weißenberg Julia weiblich II. Atelier Galata Istanbul Bildende Kunst Goethe Tanja weiblich Literatur Özdogan Selim männlich III. Dr. Dormagen-Guffanti Stipendium Hugk Dagmar weiblich Gesamt 2014 8 davon 2 x männlich 6 x weiblich 2015 I. Förderstipendien Bildende Kunst Bartel Sebastian männlich Musik Krüger Matthias männlich Literatur Polmans Sebastian männlich Jazz Huhn Leonard männlich Medienkunst Ramirez Perez Benjamin männlich II. Atelier Galata Istanbul Bildende Kunst Christofides Marianna weiblich Literatur Wegener Mareike weiblich III. Dr. Dormagen-Guffanti Stipendium Maderthaner Katharina weiblich Gesamt 2015 8 davon 5 x männlich 3 x weiblich 2016 I. Förderstipendien Bildende Kunst Seebach Lisa weiblich Musik Goldschmidt Francisco C männlich Literatur Schneider Bastian männlich Jazz Leidinger Lucas männlich Medienkunst Sieckmann Lina weiblich Medienkunst Gossing Miriam weiblich II. Atelier Galata Istanbul Literatur Enders Philipp männlich Bildende Kunst Gur Noa weiblich Bildende Kunst Schaller Evamaria weiblich Bildende Kunst Frohnapfel Doris weiblich III. Dr. Dormagen-Guffanti Stipendium Schaller Evamaria weiblich Gesamt 2016 11 davon 4 x männlich 7 x weiblich 2017 I. Förderstipendien Bildende Kunst Kemp René männlich Musik Syedui Elnaz weiblich Literatur Federer Yannic männlich Jazz Mahnig Dominik männlich Medienkunst Şimşek Şirin weiblich II. Atelier Galata Istanbul Literatur Schneider Bastrian männlich Literatur Feistl Katinka weiblich Bildende Kunst Gültoprak Selma weiblich III. Dr. Dormagen-Guffanti Stipendium Harms Zandra weiblich Gesamt 2017 9 davon 4 x männlich 5 x weiblich 2018 I. Förderstipendien Bildende Kunst Gültoprak Selma weiblich Musik Haven Jonah männlich Literatur Dündar Özlem Özgül weiblich Jazz Lukasheva Tamara weiblich Medienkunst Ramírez Pérez Stefan männlich II. Atelier Galata Istanbul Literatur Cromme Katharina weiblich Bildende Kunst Yeşiltaç Viola weiblich III. Dr. Dormagen-Guffanti Stipendium Simon Marion Anna weiblich IV. Dieter-Wellershoff-Stipendium / Literatur Gintrowski Tina Ilse Maria weiblich Geil Joachim männlich Gesamt 2018 10 davon 3 x männlich 7 x weiblich 2019 I. Förderstipendien Bildende Kunst Schulze Ulrike weiblich Musik Rydzewska Zaneta weiblich Literatur Taha Karosh weiblich Jazz Helm David männlich Medienkunst Dedek Florian männlich II. Atelier Galata Istanbul Literatur Farsaie Fahimeh weiblich Bildende Kunst Noorinezhad Roya weiblich III. Dr. Dormagen-Guffanti Stipendium Drebusch Vera weiblich IV. Dieter-Wellershoff-Stipendium / Literatur Bleier Ulrike Anna weiblich Schneider Bastian männlich V. Kölner Stipendien für Kinder- und Jugendliteratur Kreativ-Team Dully & Dax Dully Sabine weiblich Kreativ-Team Dully & Dax Dax Eva weiblich Wolfradt Jörg männlich Gesamt 2019 13 davon 4 x männlich 9 x weiblich 2020 I. Förderstipendien Bildende Kunst Grewe Camillo männlich Musik Maminova Dariya weiblich Literatur Dubrovnik Kamala weiblich Jazz Philipp Theresia weiblich Medienkunst Ercenk Deren weiblich II. Atelier Galata Istanbul Bildende Kunst Ercenk Deren weiblich Bildende Kunst Brim Viktor männlich III. Dr. Dormagen-Guffanti Stipendium Mann Claudia weiblich IV. Dieter-Wellershoff-Stipendium / Literatur Kasnitz Adrian männlich Strasser Tilman männlich V. Kölner Stipendien für Kinder- und Jugendliteratur Karimé Andrea weiblich Kasmann Guido männlich Reifenberg Frank Maria männlich Gesamt 2020 13 davon 6 x männlich 7 x weiblich 2021 I. Förderstipendien Bildende Kunst Los Magdalena weiblich Musik Belkind Tom männlich Literatur Roy Lisa weiblich Jazz Volkmann Luise weiblich Medienkunst Zimmermann Karen weiblich II. Atelier Galata Istanbul Literatur Schiffner Sabine weiblich III. Dr. Dormagen-Guffanti Stipendium Berger Céline weiblich IV. Dieter-Wellershoff-Stipendium / Literatur Schiffer Gundula weiblich Steidele Angela weiblich V. Kölner Stipendien für Kinder- und Jugendliteratur Lutz Ferdinand männlich Özdogan Selim männlich Gesamt 2021 11 davon 3 x männlich 8 x weiblich gesamt männlich weiblich Gesamt 2012 9 4 5 Gesamt 2013 8 4 4 Gesamt 2014 8 2 6 Gesamt 2015 8 5 3 Gesamt 2016 11 4 7 Gesamt 2017 9 4 5 Gesamt 2018 10 3 7 Gesamt 2019 13 4 9 Gesamt 2020 13 6 7 Gesamt 2021 11 3 8 Gesamt 2012 - 2021 100 39 61 100% 39% 61%
Anlage 2_ Aktuelle Zusammensetzung Jurys
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Anlage 2 zur Vorlage 4462/2021 Aktuelle Jurybesetzungen für Stipendienvergaben durch das Kulturamtes I. Förderstipendien für Junge Kunst Gesamtjury Vorsitz: Stefan Charles, Dezernent für Kunst und Kultur der Stadt Köln Politische Vertreter für die aktuelle Ratsperiode, von den im KuK stimmberechtigten Fraktionen Bärbel Hölzing für die Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen Elfi Scho-Antwerpes für die SPD-Fraktion Thomas Welter für die CDU-Fraktion Dr. Jan Broch für die FDP-Fraktion Giesela Stahlhofen für die Fraktion Die LINKE Dominik Schneider für die Fraktion VOLT Fachjurys Medienkunst Phil Collins, Künstler und Dozent an der Kunsthochschule für Medien Köln Heide Häusler, Internationale Photoszene Köln Leonie Radine, Kuratorische Assistenz des Direktors, Museum Ludwig plus Stipendiat*in des Vorjahres Bildende Kunst Astrid Bardenheuer, Leiterin artothek Dr. Gail Kirkpatrick, ehemalige Leiterin der Ausstellungshalle für zeitgenössische Kunst, Münster Heike Kropff, Abteilungsleiterin Bildung/Kommunikation, Staatliche Museen zu Berlin, Preußischer Kulturbesitz plus Stipendiat*in des Vorjahres Literatur Ruth Dickhoven, Journalistin Bettina Fischer, Leiterin Literaturhaus Köln Dr. Erno Stahl, Freier Autor und Kritiker plus Stipendiat*in des Vorjahres Jazz / Improvisierte Musik Filippa Gojo, Sängerin, frühere Preisträgerin und Vertreterin der Horst und Gretl Will-Stiftung Frank Gratkowski, Saxophonist, Komponist, Dozent Hans-Jürgen Linke, freier Musikkritiker Stefan Karl Schmid, Saxophonist, früherer Preisträger und Vertreter der Horst und Gretl Will- plus Stipendiat*in des Vorjahres Neue Musik Professorin Carola Bauckholt, Komponistin und ehemalige Preisträgerin Professorin Barbara Maurer, Musikerin, Dozentin Professor Manos Tsangaris, Komponist, Musiker, Dozent, ehemaliger Preisträger plus Stipendiat*in des Vorjahres II. Galata Stipendium in Istanbul Bettina Fischer, Literaturhaus Köln Dr. Lilian Haberer, Kunsthistorisches Institut der Universität zu Köln Dr. Gregor Jansen, Direktor der Kunsthalle Düsseldorf Mischa Kuball, Professor an der Kunsthochschule für Medien Köln plus Spipendiat*in des Vorjahres III. Stipendium der Dr. Dormagen-Guffanti-Stiftung Stefan Charles, Dezernent für Kunst und Kultur der Stadt Köln Dr. Harald Rau, Dezernent für Soziales, Gesundheit und Wohnen Nicola Dormagen, Künstlerin und Kuratoriumsmitglied der Stiftung Jochen Heufelder, Künstler und Kunstvermittler Benjamin Thele, Fachreferent im Kulturamt IV. Dieter-Wellershoff-Stipendium für Literatur Sonja Herrmann, Literaturhaus Köln Martin Mittelmeier, Autor Martin Oehlen, Kulturredaktion Kölner Stadtanzeiger V. Kölner Stipendien für Kinder- und Jugendliteratur Stefanie Boor, Lese- und Literaturpädagogin Gabriele von Glasenapp, Professorin für Literaturwissenschaft und Literaturdidaktik Thomas Linden, Journalist
Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle VII/41 Vorlagen-Nummer 13.01.2022 4462/2021 Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung öffentlicher Teil Gremium Datum Ausschuss Kunst und Kultur 25.01.2022 Ausschuss für die Gleichstellung von Frauen und Männern 31.01.2022 Geschlechterparitätische Verteilung von Stipendien der Stadt Köln und deren Auswahlgremien Zur Sitzung des Ausschusses für die Gleichstellung von Frauen und Männern am 06.12.2021 stellte die SPD-Fraktion die folgende Anfrage AN/2603/2021: Die Ergebnisse einer Studie der Stiftung Mercator legen nahe, dass Frauen bei der Vergabe von Stu- dien-Stipendien gegenüber Männern benachteiligt werden. Die SPD-Fraktion bittet um die Beantwortung folgender Fragen: 1. Wie viele und we lche Stipendien hat die Stadt Köln an Männer bzw. Frauen in den letzten zehn Jahren vergeben? 2. Wie sieht das Verhältnis bei anderen Stipendien-Vergaben aus, an denen die Stadt bspw. durch personelle Teilnahme an den Auswahlgremien beteiligt war? 3. Wie ist di e Besetzung der Auswahlgremien für die Stipendien -Vergabe in Bezug auf die Ge- schlechtszugehörigkeit? 4. Wie setzte sich die Stadt Köln bei der Auswahl von Stipendien in der Vergangenheit für Ge- schlechterparität ein? 5. Falls die Beantwortungen eine Ungleichbehandlung nahelegen: Wie will sich die Stadt in Zukunft für mehr Geschlechterparität bei den Stipendienvergaben einsetzen? Wir bitten darum, dass die Antwort auch dem Ausschuss Kunst und Kultur weitergeleitet wird. Antwort der Verwaltung: 1. Wie viele und wel che Stipendien hat die Stadt Köln an Männer bzw. Frauen in den letzten zehn Jahren vergeben? Antwort: Das Kulturamt der Stadt Köln vergibt alljährlich fünf Förderstipendien für junge Kunst in den Sparten Bildende Kunst, Medienkunst, Literatur, Jazz/Improvisierte Musik sowie Neue Musik. Außer- dem werden in den Sparten Bildende Kunst und Literatur in der Regel je ein Stipendium für das Ate- lier Galata in Istanbul ausgelobt. Gemeinsam mit Dezernat V- Soziales, Gesundheit und Wohnen und der Dr. Dormagen-Guffanti-Stiftung wird das Dr. Dormagen-Guffanti-Stipendium vergeben, das als Residenz-Stipendium in einer Einrichtung für Menschen mit Behinderungen ein Kunstprojekt mit den Bewohnenden vor Ort umsetzt. Seit 2018 wird zudem das Dieter-Wellershoff-Stipendium für Literatur und seit 2019 die Kölner Stipendien für Kinder- und Jugendliteratur in Kooperation mit dem Literatur- haus Köln vergeben. Die als Anlage 1 beigefügte Aufstellung gibt einen Überblick über die Stipendiat*innen der letzten zehn Jahre. Es wurden insgesamt 100 Stipendien vergeben, davon 61 an Frauen und 39 an Männer. 2 2. Wie sieht das Verhältnis bei anderen Stipendien-Vergaben aus, an denen die Stadt bspw. durch personelle Teilnahme an den Auswahlgremien beteiligt war? Antwort: Das Kulturamt ist zudem an der Vergabe des Stipendiums CityArtist des NRW KULTURsekretariat (NRWKS) beteiligt. Das schreibt zusammen mit seinen Mitgliedsstädten - und somit auch die Stadt Köln – seit 2020 zehn Preise im Sinne einer Förderung (Stipendium) für Bildende Künstler*innen aus den Sparten Malerei, Skulptur, Installation, zeitbasierte Medien und Fotografie in der Gesamthöhe von bis zu 50.000 Euro aus. Die Preisgelder werden als Stipendien vergeben und betragen 5.000 Euro je Künstler*in und Mitgliedsstadt. Insgesamt werden bis zu zehn Künstler*innen aus zehn Mit- gliedsstädten ausgezeichnet. Bisher waren ausschließlich Kölner Künstler*innen unter den Stipendi- at*innen, diese wurden jeweils von einer Kölner Jury vorgeschlagen. Insgesamt waren unter den Sti- pendiat*innen aller Städte das Verhältnis 11 zu 9 mit einem geringfügigen Männerüberhang. 3. Wie ist die Besetzung der Auswahlgremien für die Stipendien -Vergabe in Bezug auf die Ge- schlechtszugehörigkeit? Antwort: Es wird in der Kulturverwaltung nach Möglichkeit stets auf eine paritätische Besetzung der Fachbeiräte und Jurys geachtet. Die aktuelle Besetzung der Jurys kann Anlage 2 entnommen wer- den. 4. Wie setzte sich die Stadt Köln bei der Auswahl von Stipendien in der Vergangenheit für Ge- schlechterparität ein? Antwort: In fast allen Fällen ist in den Fachjurys, Gesamtjurys und Fachbeiräten ein*e städtischer Vertreter*in stimmberechtigt oder beratend anwesend, demzufolge wird von städtischer Seite auf möglichst paritätische Vergabe hingewiesen. Das oberste Kriterium ist jedoch die künstlerische Quali- tät. Untermauert wird dieser Hinweis der städtischen Mitarbeitenden in vielen Fällen von einer Über- sicht der bisherigen Preisträger*innen oder statistischen Angaben. Neben der Geschlechterparität und im Sinne von mehr Gerechtigkeit bei der Vergabe von Stipendien sind der Kulturverwaltung allerdings auch einige weitere Kriterien wichtig wie beispielsweise die Be- rücksichtigung von älteren Künstler*innen, Künstler*innen mit internationaler Herkunft, geisti- ger/körperlicher Beeinträchtigung. Auch mit diesen Hintergrundinformationen wird bewusst umgegan- gen. In den jüngsten Nachbesetzungen bzw. Neuwahlen der Jurys/Fachbeiräte zeichnet sich ab, dass auch deren Mitglieder einen diverseren fachlichen und persönlichen Hintergrund haben. Im Zuge der Umsetzung des Förderkonzeptes kulturelle Teilhabe gewinnt der Fokus auf die Diversität von Beirä- ten und Jurys noch weiter an Bedeutung. 5. Falls die Beantwortungen eine Ungleichbehandlung nahelegen: Wie will sich die Stadt in Zukunft für mehr Geschlechterparität bei den Stipendienvergaben einsetzen? Antwort: Bereits jetzt ist die Stadt Köln bestrebt, bei der Vergabe von Stipendien die Geschlechterpa- rität einzuhalten. Die vorgelegten Zahlen zeigen, dass dies auch bereits gut gelingt. Ungleichgewichte treten aber generell in unterschiedliche Richtungen auf. Neben der Einhaltung der Geschlechterparität gilt es, wie im Förderkonzept Kulturelle Teilhabe dargelegt, auch weitere Dimen- sionen der Vielfalt bei der Vergabe von Stipendien zu berücksichtigen. Zur Erreichung dieser Ziele müssen aus Sicht der Verwaltung mehrere Maßnahmen umgesetzt werden. Hierzu hat die Verwal- tung im Zuge der Umsetzung des Förderkonzeptes Kulturelle Teilhabe einen ersten informellen Ex- pert*innen-Austausch begonnen. Als erstes Ergebnis dieses Dialoges (mit Mitgliedern unter anderem von kubia – Kompetenzzentrum für Kulturelle Bildung im Alter und Inklusion, mittendrin e.V.- Bera- tungsstelle für Inklusion und rubicon e.V.) zeigt sich, dass die diversitätssensible Besetzung von Auswahlgremien eine Maßnahme in Richtung einer differenzierteren Betrachtung von Bewer- ber*innen im Auswahlprozess bewirken kann. Gleichsam weist das Kulturamt hier auch darauf hin, dass städtische Jurys und Beiräte bereits jetzt ihre Entscheidungen unter starker Berücksichtigung verschiedener Diversitätsperspektiven fällen. Ein weiteres Ergebnis des Expert*innen-Austauschs ist es, die Förderkriterien weiterhin zu schärfen und den Jurymitgliedern Kennzahlen mit auf den Weg zu geben. Diese Kennzahlen dürfen nicht mit einer Quote verwechselt werden, sondern dienen zunächst der Überprüfung, in welchen Bereichen 3 eine paritätische Vergabe (noch) nicht erreicht wird. So werden Mitgliedern von Auswahlgremien zum einen Ziele für eine diversitätssensible Vergabe anschaulicher mit auf dem Weg gegeben, zum ande- ren kann genauer abgelesen werden, in welchen Bereichen besondere Ungleichgewichte festzustel- len sind und welche weiteren Maßnahmen ergriffen werden können. Die Expert*innen-Runde hat im ersten informellen Austausch mit dem Kulturamt darauf hingewiesen, dass „mehr Diversitätssensibilität in Vergabeprozessen“ auch deshalb vorangetrieben werden muss, damit die weiterhin existierende Chancenungleichheit für Teile der Bevölkerung im Bereich der Aus- bildung nicht zur Zugangsbarriere für Vergabeprozesse wird. Darüber hinaus wird empfohlen im Sin- ne der Chancengleichheit auch die Ausschreibungsprozesse genauer zu untersuchen und dahinge- hend zu überprüfen, ob bereits im Bereich der Ansprache/Ausschreibung die maximale Chancen- gleichheit ausgeschöpft wird. Gez. Charles
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 4462/2021
- Typ
- Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
- Datum
- 13.01.2022
- Erstellt
- 28.12.2021 14:38