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AN/0628/2025

Identitätsfindung in der Grundschule – Ein Beitrag zur Gleichstellung in der Zukunft

Gem. Antrag nach § 3 (CDU) 12.05.2025

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Nächste Beratung: Ausschuss für die Gleichstellung von Frauen und Männern, Sitzung am 26.05.2025, TOP 2.2

Gem. Antrag nach § 3 (CDU)

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Gem. Antrag nach § 3 (CDU)

4591 Zeichen

Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Kölner Rat 
CDU-Fraktion im Rat der Stadt Köln 
Volt-Fraktion im Rat der Stadt Köln 
 
 
An die Vorsitzende des Kölner Rates 
Frau Oberbürgermeisterin 
Henriette Reker 
 
An die Vorsitzende  
des Ausschusses für die Gleichstellung  
von Frauen und Männern 
Frau Teresa De Bellis-Olinger 
 
 
 
 
Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: 15.05.2025  
 
AN/0628/2025 
 
Antrag gem. § 3 der Geschäftsordnung des Rates 
Gremium Datum der Sitzung 
Ausschuss für die Gleichstellung von Frauen und Männern 26.05.2025 
 
Identitätsfindung in der Grundschule – Ein Beitrag zur Gleichstellung in der Zukunft 
Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, 
sehr geehrte Frau De Bellis-Olinger 
 
die Antragstellenden bitten Sie, folgenden Antrag zur Beschlussfassung für die Sitzung des 
Ausschusses für die Gleichstellung von Frauen und Männern am 26.05.2025 auf die Tages-
ordnung zu setzen: 
 
Beschluss:  
 
1. Die Verwaltung wird damit beauftragt, ein Workshop-Programm für Kinder der 4. 
Klassen an Grundschulen zu organisieren, das darauf abzielt, die Identitätsentwick-
lung zu stärken, Geschlechtergerechtigkeit zu vermitteln und soziale Kompetenzen 
wie Konfliktlösung, Empathie und den respektvollen Umgang mit Vielfalt zu fördern.  
 
2. Die Verwaltung prüft zunächst, ob und welche konzeptionellen Erarbeitungen für ein 
solches Workshop-Angebot schon durch die Verwaltung (z.B. durch das Jugendamt) 
oder einen freien Träger in der Vergangenheit erfolgt sind. Falls die Verwaltung sinn-
vollerweise bestehende Konzepte weiterführen kann, soll ggf. eine Ausweitung der 
laufenden Programme geprüft werden. 
 
3. Das Ergebnis der Prüfung soll dem Gleichstellungsausschuss, dem Jugendhilfeaus-
schuss und dem Ausschuss für Schule und Weiterbildung als Beschlussvorlage vor-
gelegt werden.

- 2 - 
 
4. Falls keine geeigneten bestehenden Konzepte aus der Vergangenheit vorliegen, soll 
die konzeptionelle Erarbeitung sowie die Durchführung der Workshops durch ein ex-
ternes Unternehmen oder einen freien Träger mit entsprechender Erfahrung erfolgen. 
 
5. Die zur Finanzierung der Maßnahme benötigten Mittel in Höhe von 30.000 € stehen 
im Teilergebnisplan des Amtes für Gleichstellung von Frauen und Männern in der 
Produktgruppe 0111 – Sonstige Innere Verwaltung – im Haushaltsplan 2025/2026 zur 
Verfügung. 
 
Begründung: 
 
Die Förderung von Gleichberechtigung und sozialer Kompetenz sollte bereits in der Grund-
schule beginnen, damit Jungen und Mädchen frühzeitig lernen, sich mit ihrer Identität ausei-
nanderzusetzen und die Perspektiven des jeweils anderen Geschlechts zu verstehen. Dabei 
sollen alle Kinder lernen, ihre Emotionen als Stärke zu begreifen, selbstbewusst ihre Gren-
zen zu setzen und aktiv an Entscheidungen teilzunehmen. Alle Geschlechter sollen Konflikte 
konstruktiv lösen, Respekt zeigen und ein gesundes Selbstbild entwickeln. 
Für Kinder ist es wichtig, dass sie Geschlechterrollen und Stereotype reflektieren und den 
Umgang mit Rollenkonflikten sowie gesellschaftlichen Anforderungen erlernen. Sie sollen 
über ihre Rechte und Schutz vor Gewalt aufgeklärt werden. Eine Sensibilisierung für Themen 
wie Sexismus und Diskriminierung sowie die Entwicklung von Handlungsstrategien gegen 
Diskriminierung sowie die Förderung von Zivilcourage sind entscheidend. Zudem soll es eine 
kritische Auseinandersetzung mit Schönheitsidealen und Körperbildern geben. Es ist für alle 
Kinder entscheidend, dass sie ein reflektiertes Selbstbild entwickeln. Sie sollen ermutigt wer-
den, Empathie als Stärken zu begreifen und konstruktiv mit Gefühlen wie Unsicherheit, Frust 
oder Ärger umzugehen. Kinder sollen lernen, respektvoll mit anderen Menschen umzugehen 
und Konflikte gewaltfrei auszutragen.  
Denn gesellschaftliche Vielfalt ist längst Realität, und der respektvolle Umgang mit unter-
schiedlichen kulturellen, sozialen und geschlechtsspezifischen Erfahrungen ist entscheidend 
für ein gelungenes Zusammenleben. Kinder müssen frühzeitig lernen, sich mit „Andersartig-
keit“ wertschätzend auseinanderzusetzen, Empathie zu entwickeln und sich aktiv für ein Mit-
einander einzusetzen, das auf Gleichberechtigung, Respekt und Offenheit basiert. Nur so 
kann eine Gesellschaft entstehen, in der geschlechtliche Stereotype keine Barrieren mehr 
bilden und in der alle Menschen, unabhängig von Geschlecht oder Herkunft, gleiche Chan-
cen haben. 
 
 
Mit freundlichen Grüßen 
 
gez. Lino Hammer      gez. Niklas Kienitz 
Grüne-Fraktionsgeschäftsführer    CDU-Fraktionsgeschäftsführer 
 
 
gez. Lucas Sickmöller     
Volt-Fraktionsgeschäftsführer

Beratungsverlauf (1)

26.05.2025 Ausschuss für die Gleichstellung von Frauen und Männern
TOP 2.2 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
AN/0628/2025
Typ
Gem. Antrag nach § 3 (CDU)
Datum
12.05.2025
Erstellt
12.05.2025 12:08