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1743/2022

Ergebnisse und Abschluss des Projekts „Die Sammlungen der ehemaligen Kölner Jesuiten um 1800“

Mitteilung Ausschuss 25.05.2022

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Nächste Beratung: Ausschuss Kunst und Kultur, Sitzung am 31.05.2022, TOP 8.9

Mitteilung Ausschuss

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Mitteilung Ausschuss

4343 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
VII/4522 
 
Vorlagen-Nummer  25.05.2022 
 1743/2022 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Ausschuss Kunst und Kultur 31.05.2022 
 
Ergebnisse und Abschluss des Projekts „Die Sammlungen der ehemaligen Kölner Jesuiten 
um 1800“ 
Ein wenig sichtbarer, doch hochbedeutender Aspekt der Kölner Kultur- und Wissenschaftsgeschichte 
konnte im Rahmen eines drittmittelgeförderten Projektes für die Öffentlichkeit fruchtbar gemacht wer-
den: die Relevanz der ehemals Kölner Jesuiten-Sammlungen.  
 
Die seit dem 16. Jahrhundert in Köln ansässigen Jesuiten haben bis zur Aufhebung des Ordens im 
Jahre 1773 eine umfangreiche und wertvolle Sammlung von Zeichnungen, Druckgrafiken, Porträts, 
Büchern und naturwissenschaftlichen Objekten zu Lehr- und Ausbildungszwecken angelegt. Diese 
fiel während der Zeit der französischen Herrschaft in großen Teilen dem revolutionären „Kunstraub“ 
zum Opfer. Heute ist die Sammlung auseinandergerissen und auf verschiedene Orte beziehungswei-
se Institutionen verteilt. 
 
Die Zeichnungen und Druckgrafiken befinden sich teils im Pariser Louvre, teils im Kölner Wallraf-
Richartz-Museum & Fondation Corboud. Die Universitäts- und Stadtbibliothek beherbergt den in Köln 
verbliebenen Teil der jesuitischen Büchersammlung, der andere Teil befindet sich in der Bibliothèque 
Nationale in Paris. Die Portraitsammlung wird in den Depots des Kölner Gymnasial- und Stiftungs-
fonds aufbewahrt. Das „physikalische Kabinett“, eine seinerzeit europaweit berühmte naturwissen-
schaftliche Lehrsammlung, war bis vor kurzem im Kölnischen Stadtmuseum beheimatet und musste 
aufgrund von Wasserschäden am alten Standort eingelagert werden. Seit 1800 bis heute ist der Köl-
ner Gymnasial- und Stiftungsfonds Eigentümer des ehemaligen jesuitischen Schulvermögens. 
 
Die drei Projektpartner (Universität zu Köln, Museumsdienst Köln und Rheinisches Bildarchiv) haben 
2020 und 2021 verschiedene digitale Zugänge zu den physisch verstreuten Jesuitensammlungen 
entwickelt, um das Erbe der Kölner Jesuiten wieder in ihrem historischen Sammlungszusammenhang 
verstehen und auch an ein allgemeines Publikum vermitteln zu können.  
 
Das vom Landschaftsverband Rheinland mit 80.000 Euro geförderte Kooperationsprojekt konnte 
exemplarisch zeigen, wie der Wissenstransfer in Zusammenarbeit zwischen der Kölner Universität als 
einer Bürgeruniversität und den Kölner Kulturinstitutionen umgesetzt werden und im Rahmen der digi-
talen Contentstrategie, die der Museumsdienst Köln mit der Dachmarke museen.koeln verfolgt, nach-
haltig in Publikum und Stadtöffentlichkeit hineinwirken kann. Dem jeweiligen institutionellen Auftrag 
entsprechend haben die Projektpartner dabei unterschiedliche Formate entwickelt und miteinander 
vernetzt: 
 
Universität zu Köln: Lehrstuhl für die Geschichte der Frühen Neuzeit, Prof. Gersmann: 
Die Online-Publikation Bilder, Bücher, Lehrobjekte: Die Sammlungen der ehemaligen Kölner Jesuiten 
wurde aufbereitet als informative Wissensbasis für das Gesamtprojekt. Dies wurde ergänzt um die 
Konzeption eines animierten Kurzvideos und die nachhaltige Bereitstellung weiterer digitaler Ein-
stiegsformate zum Thema Jesuitensammlungen auf der Internet-Präsenz MAP-History und ergän-
zende Blogbeiträge auf dem Blog Zeitenblicke.

2 
 
 
Museumsdienst Köln: 
Der Museumsdienst hat mit der Entwicklung des app-basierten Escape-Spiels „Haus der Rätsel“ die 
spielerische Vernetzung von Inhalten aus der digitalen Publikation und Objekten in der Datenbank 
Kulturelles Erbe Köln umgesetzt. Die dauerhafte Präsentation und nachhaltige redaktionelle Einbin-
dung der digitalen Formate aus dem Projekt werden im Sommer dieses Jahres mit dem geplanten 
Relaunch des Internetportals www.museen.koeln dort verfügbar sein. 
 
Rheinisches Bildarchiv: 
Das Rheinische Bildarchiv stellt die digitale (Re)-präsentation des jesuitischen Sammlungszusam-
menhangs der Datenbank Kulturelles Erbe Köln dar, ebenso wie die Darstellung der Teilsammlungen, 
die beispielhafte Kontextualisierung über thematische Zugänge und eine Schlagwortsystematik. 
 
 
Das Gesamt-Konzept und die Ergebnisse des Vermittlungsprojektes wurden zur renommierten MAI-
Tagung (museums and the internet) am Mittwoch, 18. Mai 2022, erstmals vorgestellt und sehr positiv 
diskutiert. 
 
 
Gez. Charles

Beratungsverlauf (1)

31.05.2022 Ausschuss Kunst und Kultur
TOP 8.9 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

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Details

Aktenzeichen
1743/2022
Typ
Mitteilung Ausschuss
Datum
25.05.2022
Erstellt
21.05.2022 15:50