V/0373/2019
Anpassung der städtischen Standards bei Abfallbehältern und Bänken in öffentlichen Grünflächen
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Anlage 2 Abfallbehälter
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J:\Grundlagen\Ausstattung\Abfallbehälter\Anlage 2 Abfallbehälter.docx Anlage 2: Abfallbehälter Typ Wien der Fa. Hahne & Lückel im Südpark ESE, Typ Santolino am Bauhof ESE, Typ Santolino m it Box zum Leeren
Berichtsvorlage
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V/0373/2019 V/0373/2019 Öffentliche Berichtsvorlage Betrifft Anpassung der städtischen Standards bei Abfallbehältern und Bänken in öffentlichen Grünflächen Beratungsfolge 14.05.2019 Ausschuss für Umweltschutz, Klimaschutz und Bauwesen Bericht Bericht: Das Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit ist seit mehreren Jahren bemüht, die Unterhal- tung und Pflege der öffentlichen Grünflächen zu verbessern. Hierzu wurde 2014 das Pilotprojekt O p- tiMa gestartet und wird seitdem intensiv im Amt weiter betrieben. Ziel ist es, durch die Einbindung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Optimierungspotenziale bei der Pflege und Unterhaltung von öffent- lichen Grünflächen zu finden. Hierunter fallen Arbeitsabläufe und Prozesse, aber auch die Verwe n- dung entsprechender Materialien und Produkte. Bankauflagen Im Rahmen eines OptiMa -Prozesses sollte hinterf ragt werden, ob es alternative Materialen für die Verwendung als Bankauflagen gibt. Bislang wurden lasierte Eichenbohlen als Bankauflage eingebaut. Diese Bankauflagen wurden bislang vom Erscheinungsbild und Sitzkomfort von den Bürgerinnen und Bürgern posit iv angenommen. Verbunden hiermit ist jedoch ein aufwändiger Unterhaltungsprozess bzgl. Reinigung und Reparatur. Um entsprechende Alternativen bewerten zu können, wurden an verschiedenen Standorten in Mün s- ter Bänke mit unterschiedlichen Materialien aufgestellt. Ausgewählt wurden die öffentlichen Grünfl ä- chen am Aasee und am Bremer Platz sowie die Spielplätze Kreuzschanze und Coerdeplatz. Die örtl i- chen Besonderheiten des Aasees und des Bremer Platz zeigen sich durch die starke Frequentierung mit unterschiedlichen Nutzergruppen und im Vergleich zu anderen Standorten mehr Beschädigungen durch Vandalismus. Die Standorte in den Grünflächen hatten zudem keine Begrünung um/über den Bänken. Die Standorte auf den Spielplätzen Kreuzschanze und Coerdeplatz sind t eilweise durch Bäume beschattet (verstärkte Grünspanbildung) und wenige Vandalismusschäden. An allen Stando r- ten wurde jeweils eine Bank mit Auflagen aus Eiche (naturbelassen), Eiche (lasiert), Kebony, Daue r- holz, KPV (Recyclingkunststoff metallverstärkt und beschichtet) sowie WPC (Holz -Kunststoff- Verbundstoffe) aufgestellt (Fotodokumentation Anlage 1). Die Testphase lief über einen Zeitraum von drei Jahren, wobei jährlich die Entwicklung der Bänke begutachtet wurde. Hierzu wurden die Bänke gemeinsam von Mit arbeitern von 67.4 (Grünfläche n- pflege und Service) und 67.22 (Neubau) besichtigt. Die Ergebnisse wurden in einer abschließenden Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit 24.04.2019 Ihr/e Ansprechpartner/in: Herr Hoffmann Telefon: 492-6730 HoffmannJoerg@stadt- muenster.de - 2 - V/0373/2019 Bewertungsmatrix erfasst. Bewertungskriterien waren u.a. Optik / Erscheinungsbild, Materialveränd e- rungen, Reinigung, Vandalismus / Beschädigung, Unterhaltung / Reparatur, Anschaffungskosten, Entsorgung. Das Material Kebony konnte bei den meisten Bewertungskriterien am besten überzeugen. Kebony sind durch Bildung stabiler Furanpolymere in den Zellwänden modifizierte Hölzer. Die Imp rägnierung des Holzes erfolgt mit Furfurylalkohol, einer Flüssigkeit, die aus landwirtschaftlichen Bioprodukten erzeugt wird. Das Erscheinungsbild von Kebony sowie auch die Verarbeitungseigenschaften sind vergleichbar mit Holz. Der Reinigungsaufwand ist hö her als bei KPV oder WPC jedoch geringer als bei Holz. Da Kebony keine Lasur benötigt, ist eine regelmäßige aufwendige Überarbeitung wie bei Holzauflagen nicht notwendig. Die Entsorgung kann gem. Altholzkategorie AII (behandeltes G e- brauchsholz ohne Halogene und Holzschutzmittel) erfolgen. Die Kosten für Kebony liegen bei ca. 29 €/m (abhängig von der Bestellmenge). Die derzeit verwend e- ten Eichenholzbohlen kosten unbehandelt 27 €/m, zzgl. der Kosten für die Lasur. Das KPV wurde vor allem von der Grünflächen pflege aufgrund seiner sehr guten Reinigungseige n- schaften positiv bewertet. Auch hier entfällt eine Lasur und somit die regelmäßige Überarbeitung. Nachteil ist jedoch, dass sich das KPV nur schwer bearbeiten lässt (z.B. Nacharbeiten von besch ä- digten Kanten) und auch nur bedingt für Sonderkonstruktionen wie Sitzauflagen usw. verwendet we r- den kann. KPV kostet ca. 35 €/m. Daher soll zukünftig Kebony bzw. vergleichbare Produkte als Auflage für die Standardbank verwendet werden. Der Austausch der Materialien im Bestand soll im Zuge des regulären Bankwechsels stattfin- den. Der Prozess ist für einen Zeitraum von ca. 10 Jahren geplant, da vorhandene Bankauflagen aus Eiche bzw. einzelne Bankbohlen noch eine entsprechende Lebensdauer haben. Bei der Neubescha f- fung der Standardbank muss diese zukünftig auf dem Bauhof vormontiert werden, da diese im Ei n- kauf in Kombination mit Kebony nicht erhältlich ist. Die Bankgestelle sowie die Bankbohlen müssen daher getrennt beschafft werden. Abfallbehälter Das Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit verwendet seit Jahrzehnten den Abfallbehälter Typ Wien der Fa. Hahne & Lückel. Aufgrund geänderter Abfallaufkommen, zunehmender Vandali s- musschäden, der Entsorgung von Hundekottüten und geänderter Ansprüche bei Leerung und Rein i- gung der Behälter wurde angeregt das vorhandene System zu hinterfragen und evtl. andere Abfallbe- hälter zu verwenden. Das Abfallaufkommen in den öffentlichen Grünflächen hat sich in bestimmten Bereichen (Aasee, Südpark, Wienburgpark) stark erhöht. Der bisherige 40l Abfalleimer ist daher in vielen Bereichen nicht mehr ausreichend. Vor allem bei Pizzakartons und Salatverpackungen stößt der Abfalleimer an seine Grenzen. Um das Entnehmen von Müll, bzw. Essensresten durch Tiere zu verhindern wird der vorhandene A b- falleimertyp seit einigen Jahren nur noch mit Abdeckung verwendet, wodurch sich diese Problematik gebessert hat. Um das Leeren der Abfallbehälter zu vereinfachen, werden auch seit längerem aufgrund des geringe- ren Gewichtes Einsätze aus Aluminium eingesetz t. In der Praxis hat sich jedoch gezeigt, dass diese Einsätze anfällig für Vandalismus sind. Durch Gegentreten usw. verformt sich der Behälter minimal. Dies führt zu Problemen beim Herausnehmen aus dem Halter. Größter Nachteil des vorhandenen Systems ist j edoch die Reinigung und Leerung, wenn in den B e- hälter Hundekottüten entsorgt werden. Häufig werden diese Tüten unverschlossen in den Behältern entsorgt, was dazu führt, das Hundekot und Müll am Boden festkleben. Um die Behälter restlos zu leeren müssen die Mitarbeiter in die Behälter hineingreifen. Die Mitarbeiter haben hier verständl i- cherweise ihren Unmut über die Situation geäußert. Auch Seitens des Arbeitsschutzes wurde auf die Situation hingewiesen und fehlende Hygiene bemängelt. - 3 - V/0373/2019 Aufgrund der o.g. Problematiken wurden für ein mögliches Ersatzmodell folgende Kriterien festgelegt: - Das Fassungsvolumen sollte mindestens 60 l betragen. - Das Entnehmen von Müll und Essenresten durch Tiere sollte minimiert werden. - Die Konstruktion sollte möglichst resistent gegen Vandalismus sein. - Die Behälter müssen sich restlos leeren und reinigen lassen. - Die Leerung der Abfallbehälter muss für die Mitarbeiter möglichst einfach sein (Gewicht, Rei- nigung, Hygiene) - Der Behältertyp muss an allen Standorten (Grünflächen, Spielplätzen, Sportanlagen usw.) verwendbar sein. Die Einwurfhöhe an Spielplätzen muss kindgerecht sein. Das Design sollte zeitlos und unauffällig sein. Anhand der Kriterien wurde ein Ideenpool mit ve rschiedenen Behältern und Konzepten zusamme n- gestellt und diskutiert. Nach Auswertung aller Ideen wird, das bereits von AWM an Bushaltestellen genutzte System empfohlen. Der Abfallbehälter der Fa. ESE, Typ Santolino hat das geforderte Fassungsvermögen von 60 l. Der Einwurfschacht ist groß genug für Pizzakartons usw. Die Ausbildung der Öffnung in Verbindung mit dem Deckel verhindert aber auch ausreichend, dass Tiere Müll und Essenreste aus dem Behälter entnehmen können. Die Entleerung des Abfalleimers erfolg t über eine Bodenklappe mit Schnappschloss. Zur Entleerung des Mülls können die Mitarbeiter eine leichte Kunststoffbox unter den Behälter stellen. Wird der B o- den entriegelt fällt der Müll in die Box. Rückstände, die evtl. am Boden kleben, können mit einem Ha- ken abgestrichen werden. Die Kunststoffbox selber kann aufgrund des geringen Gewichts gut ang e- hoben und problemlos nach der Arbeit gereinigt werden. Aufgrund der Entleerung durch die Bodenklappe muss der Abfallbehälter ca. 45 cm über dem Boden montiert werden. Hierdurch befindet sich die Einwurföffnung in einer Höhe von ca. 95 cm. Dies ist für Kinder noch eine akzeptabel erreichbare Höhe. Der Abfallbehälter soll direkt mit Schellen an einem Pfosten (mind. 3 mm Wandstärke, 60 mm Durchmesser) montiert werde n. Die Montage mit Schellen hat auch den Vorteil, dass der Behälter z.B. auch an vorhandenen Schilderpfosten montiert werden kann. Pfosten und Behälter sollen verzinkt und im Farbton DB 703 beschichtet sein. Die Fa. ESE hat ein Testmodell zur Verfügung gestellt. Dieses wurde am Bauhof Rieselfeld durch die Mitarbeiter getestet und positiv bewertet. Der Abfallbehälter ist bereits im Stadtbild vorhanden. Er wird bereits von AWM vor allem an Bushalte- stellen genutzt. Somit ist langfristig eine einheitliche Stadt gestaltung gewährleistet. AWM bewertet den Abfallbehälter ebenfalls positiv. Die Kosten für den Abfallbehälter ESE, Typ Santolino betragen ca. 350 €. Das vorhandene Model Typ Wien der Fa. Hahne & Lückel kostet derzeit ca. 250 €, der vergleichbare Typ Athe n mit 60 l Fa s- sungsvolumen kostet derzeit ca. 285 €. Zukünftig ist eine zentrale Beschaffung der Abfallbehälter einschl. Pfosten im Amt für Grünflächen, Umwelt- und Nachhaltigkeit geplant, um beim Einkauf günstige Preise zu erhalten. Entsprechende Haushaltsmittel werden eingeplant. Der Austausch der Abfallbehälter soll über einen längeren Zeitraum erfolgen. Bei Neubau- und Sanie- rungsmaßnahmen in öffentlichen Grünflächen, Spielplätzen und städtischen Freiflächen an Gebä u- den sollen die Abfallbehälter standa rdmäßig eingesetzt werden. Der Austausch in allen weiteren Grün- und Spielflächen soll in Abschnitten folgen. Dabei sollen die einzelnen Flächen immer komplett mit dem neuen System ausgestattet werden. Das bedeutet, dass weiterhin bei Beschädigung einze l- ner Behälter in Bereichen, wo das vorhandene System noch im Bestand steht, dieses auch weiterhin verwendet wird. Hierfür sollen allerdings die demontierten Behälter aus den anderen Anlagen genutzt werden. Mit der Umsetzung der in beiden OptiMa -Prozessen erarbeiteten Ergebnisse können langfristig eine bessere Unterhaltung und Pflege öffentlicher Grünflächen gewährleistet werden. Der Einsatz höhe r- - 4 - V/0373/2019 wertiger Materialien erleichtert die Arbeitsabläufe und wird das Erscheinungsbild der öffentlichen Grünflächen verbessern. i.V. gez. Matthias Peck Stadtrat Anlagen: 1. Fotodokumentation Bankauflagen 2. Fotodokumentation Abfallbehälter
Anlage 1 Bankauflagen
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... Anlage 1: Bankauflagen Eiche Lasiert Eiche Natur Kebony - 2 - J:\Grundlagen\Ausstattung\Bank\Anlage 1.docx Dauerholz WPC - Holz-Kunststoff-Verbundwerkstoffe KPV – Recyclingkunststoff (metallverstärkt und beschichtet)
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungOrte (2)
- Bremer Platz
- Coerdeplatz
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Details
- Aktenzeichen
- V/0373/2019
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 11.04.2019
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37