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1264/2022

Beantwortung einer Anfrage zum kolonialen Erbe der Stadt Köln

Beantwortung einer Anfrage (Rat bzw. HA) 22.04.2022

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Nächste Beratung: Integrationsrat, Sitzung am 10.05.2022

Anfrage GOL

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Beantwortung einer Anfrage (Rat bzw. HauptA)

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Beantwortung einer Anfrage (Rat bzw. HauptA)

4569 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
OB/16/161 
 
Vorlagen-Nummer  22.04.2022 
 1264/2022 
Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung  
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Integrationsrat 10.05.2022 
 
Beantwortung einer Anfrage zum kolonialen Erbe der Stadt Köln 
Zu den Fragen der Liste GOL im Integrationsrat nimmt die Verwaltung wie folgt Stellung: 
 
1. Wie ist der Stand im Prozess der Auseinandersetzung mit dem kolonialen Erbe der Stadt Köln 
(Wer sitzt im Beirat? Wie hoch ist das Budget? Was sind die nächsten Schritte? Wie läuft es 
mit der Transparenz und der Information an die Öffentlichkeit? Gibt es eine zentrale Stelle für 
Informationen? 
 
Antwort der Verwaltung: 
Das Expert*innengremium hat sich am 14.03.2022 konstituiert. Das Gremium hat eine beratende 
Funktion für den Umgang mit der Aufarbeitung des kolonialen Erbes der Stadt Köln und soll Maß-
nahmen als Empfehlung für den Rat der Stadt Köln in Form eines Maßnahmenkatalogs erarbeiten. 
Dieser wird als Vorlage in den Rat der Stadt Köln eingebracht. In seinen Beratungen und Überlegun-
gen nimmt das Gremium auch Vorschläge aus der Stadtgesellschaft und Politik auf, um diese fachlich 
und inhaltlich zu bewerten und zu beraten und ggf. in den zu erstellenden Maßnahmenkatalog zu 
überführen. Erste Maßnahmen sollen bereits im laufenden Prozess verwirklicht werden. 
 
Die Mitglieder sind aufgrund von Vorschlägen und Empfehlungen von Vertreter*innen der Communi-
ties und Initiativen des anti- und (post)kolonialen Diskurses vorgeschlagen worden.  
 
Das Amt für Integration und Vielfalt hat auf Grundlage persönlicher Gespräche und fachlicher Kennt-
nisse die Mitglieder so ausgewählt, dass möglichst unterschiedliche Perspektiven und Positionen im 
Gremium vertreten sind. Das Gremium besteht aus max. 12 Vertreter*innen der diasporisch-
migrantischen Communities, die sich in ihrer Arbeit aktiv mit der Dekolonisation der Gesellschaft aus-
einandersetzen sowie der Geschäftsführung des Amts für Integration und Vielfalt, für einen Zeitraum 
von zwei Jahren. Für das Gremium sind 12 Personen gefunden worden. Die Stadt berücksichtigt den 
Wunsch einer Person nach Anonymität. 
 
Das Gremium arbeitet unabhängig, überparteilich und konfessionell ungebunden. 
Jeweils mindestens ein Platz soll eine asiatische Perspektive, eine Americas Perspektive sowie eine 
Roma/Sinti-Perspektive umfassen. 
 
Mitglieder des Gremiums sind u.a.:  
 
Abeke, Eli 
Bechhaus-Gerst, Prof. Dr. Marianne  
Ehrich, Cuso 
Jakupi, Amdrita 
James, Désirée

2 
 
Lehmann, Bebero 
Müller, Yvonne Esi 
Njeri, Dr. Rahab 
Obermuller, Glenda 
Palasie, Serge 
Peprah, Joanna 
 
Aktuelle Informationen werden zentral über die Homepage bereitgestellt (https://www.stadt-
koeln.de/leben-in-koeln/soziales/diversityvielfalt/postkoloniales-erbe) 
 
Für 2022 und 2023 stehen Finanzmittel in Höhe von 10.000€ pro Jahr für das Projekt zur Verfügung. 
Aus diesem Budget werden laufende Projekte und die Aufwandsentschädigung der Mitglieder des 
Gremiums bestritten.  
 
Um die Vielzahl der Akteur*innen einzubeziehen, die sich in Zivilgesellschaft, Institutionen und Politik 
mit der Aufarbeitung der Kolonialzeit in Köln beschäftigen, werden weiterhin offene Beteiligungsfor-
mate initiiert, um Raum für die Beschäftigung mit dem Thema koloniales Erbe zu öffnen. Das Ziel ist 
es, das Thema in der Gesellschaft zu verankern und die historischen und aktuellen gesellschaftlichen 
Bezüge miteinander zu verbinden. Die Formate sollen einen für jedermann offenen, niedrigschwelli-
gen Zugang bieten, um eine kontinuierliche Form der Mitarbeit der Stadtgesellschaft zu gewährleis-
ten. 
 
2. Wenn es Projekte geben soll, wie können sich Personen darauf bewerben? 
 
Antwort der Verwaltung: 
Derzeit sind keine Projekte geplant, für die eine Bewerbung notwendig wäre. Personen, die Projek-
tideen in diesem Bereich haben, sind angehalten sich an die Projektleitung im Amt für Integration und 
Vielfalt zu wenden, um auszuloten inwieweit eine Einbindung in den Gesamtprozess und eine Förde-
rung möglich ist. Die Projektleitung ist unter postkolonial@stadt-koeln.de zu erreichen.  
 
3. Welche Bedarfe (finanzielle Ressourcen) gibt es, um den Prozess zu verstetigen? 
 
Antwort der Verwaltung: 
Die Federführung des Projektes „(Post)koloniales Erbe der Stadt Köln“ wurde dem Amt für Integration 
und Vielfalt übertragen. Das Projekt wird zzt. im Rahmen der in der Abteilung Vielfalt liegenden Stelle 
zum Abbau und Prävention von Intoleranz, Diskriminierung und Ausgrenzung betreut und umgesetzt.  
 
Gez. Reker

Beratungsverlauf (1)

10.05.2022 Integrationsrat
Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
1264/2022
Typ
Beantwortung einer Anfrage (Rat bzw. HA)
Datum
22.04.2022
Erstellt
12.04.2022 14:59