Mandari Insight

2665/2024

Mitteilung über den Verfahrensstand der zweiten Phase des Masterplan Stadtgrün

Mitteilung BV 03.09.2024

KI-Zusammenfassung

Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.

KI-Analyse läuft...

vergangen

Was passiert gerade?

  • 📄 Dokumente werden analysiert...
  • 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
  • ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
  • ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...

Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.

Nächste Beratung: Bezirksvertretung 5 (Nippes), Sitzung am 19.09.2024, TOP 10.2.23

Anlage 1 - Ergebnisse Zweite Stufe Beteiligungsverfahren

· application/pdf

Ansehen

Mitteilung BV

· application/pdf

Ansehen

Anlage 1 - Ergebnisse Zweite Stufe Beteiligungsverfahren

91126 Zeichen

MASTERPLAN STADTGRÜN
KÖLN-NIPPES
Begleitung und Fachliche Auswertung
des Beteiligungsverfahrens für den
Stadtbezirk Köln-Nippes
NIPPES

2 | MASTERPLAN STADTGRÜN KÖLN-NIPPES

MASTERPLAN STADTGRÜN KÖLN-NIPPES | 3
6
7
8
12
12
12
12
16
1 6
16
20
30
36
36
38
42
54
60
68
78
84
9 6
INHALTSVERZEICHNIS
Kontext und Aufgabenstellung 
Zielsetzung des Verfahrens  
Masterplan Stadtgrün Köln
Stadtbezirk Nippes - Einführung 
V
erortung im städtischen Kontext 
D
ie Stadtteile des Stadtbezirks 
Grünflächen im Bestand 
Methodik und Pr
ozess 
Online-Dialog
Bürger*innenwerkstatt
Clusterbegriffe - Legende der Auswertung 
Auswertung auf Stadtbezirksebene 
Übergeordnete Maßnahmen und Ideen 
Stadtteilübegreifende Konzepte und Planungen 
Ortsungebundene Maßnahmen und Vorschläge 
Steckbrief Nippes 
Steckbrief Riehl  
Steckbrief Ni
ehl 
Steckbrief Weidenpesch und Mauenheim 
Steckbrief Bilderstöckchen 
Steckbrief Lon
gerich
Abbildungsverzeichnis
I
mpressum 97

4 | MASTERPLAN STADTGRÜN KÖLN-NIPPES

MASTERPLAN STADTGRÜN KÖLN-NIPPES | 5
KONTEXT UND 
AUFGABENSTELLUNG
1

6 | MASTERPLAN STADTGRÜN KÖLN-NIPPES
KONTEXT UND AUFGABENSTELLUNG
Mit dem Masterplan Stadtgrün verfolgt die Stadt Köln das Ziel, Defizite in der Grünflä-
chenversorgung zu identifizieren und diese anschließend zu beheben, um Naherholung, 
Artenvielfalt und Klimaschutzfunktionen gesamtstädtisch zu verbessern. Für eine be-
darfsorientierte Umsetzung werden die Bürger*innen der jeweiligen Stadtbezirke intensiv 
in den Entwicklungsprozess miteinbezogen.
Hintergrund der Aufgabe
Vor dem
 Hintergrund der wachsenden Stadt 
und dem sich wandelnden Klima, steht die 
Stadt Köln vor der Aufgabe, die grüne Infra-
struktur weiter auszubauen und stadtteil-
bezogene Handlungsmaßnahmen zu entwi-
ckeln. Qualitätsvolle Grünflächenentwicklung 
leistet dabei im Raum gleich eine Vielzahl 
von Beiträgen. Zunächst bieten Grünflächen 
den Bürger*innen Orte für die Naherholung, 
zur sozialen Interaktion und zur körperlichen 
Betätigung und steigern somit Wohlbefinden 
und Lebensqualität. Des Weiteren sind sie 
von großer Bedeutung für die Erhaltung der 
Biodiversität: sie dienen als Lebensraum für 
Pflanzen und Tiere und tragen zum Erhalt 
der ökologischen Vielfalt bei. Ein Grünraum-
konzept kann sicherstellen, dass ökologisch 
wertvolle Gebiete geschützt und erhalten 
werden. Darüber hinaus leisten die Flächen 
auch einen wichtigen Beitrag zur Klimaregu-
lierung der Stadt. Grünflächen tragen dazu 
bei, die Lufttemperatur im Stadtraum zu 
senken und Luftqualität zu verbessern. Bei 
Starkregen dienen sie zudem als Retentions-
flächen. So wird eine nachhaltige Planung 
und Entwicklung von Grünflächen, auch ins-
besondere in der Bewältigung von Extrem-
wetterereignissen, immer wichtiger. 
Masterplan Stadtgrün Köln
Vor dem beschriebenen Hintergrund hat 
die Stadt Köln den sogenannten Masterplan 
Stadtgrün in einer ersten Version erarbeitet 
und im Jahr 2023 beschlossen. Dieser hat 
zum Ziel, die bestehenden Grüngürtel, Grün-
züge und Grünstrukturen in Köln zu schützen 
und zu erweitern. Damit einher geht das Ziel, 
das städtische Klima zu verbessern und den 
Kölner Bürger*innen in allen Stadtbezirken 
qualitätsvolle Erholungs- und Aufenthalts-
möglichkeiten zu bieten. 
Der Masterplan Stadtgrün beinhaltet zu-
nächst eine umfassende Analyse der Grün- 
und Freiflächen in der Gesamtstadt, um 
deren Funktionen und ökologische Leistun-
gen für das Stadtgebiet insgesamt heraus-
zuarbeiten. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf 
Flächen, die mehrere Funktionen erfüllen und 
für ein strategisches Grün- und Freiflächen-
netz von großer Bedeutung sind. Der Plan 
berücksichtigt existierende grünplanerische 
und städtebauliche Rahmenplanungen und 
wird mit den geltenden rechtlichen Vorgaben 
abgeglichen, um den Handlungsbedarf zu er-
mitteln. Eine Defizitanalyse zeigt hinsichtlich 
Grünflächen unterversorgte Stadtteile und 
Stadtbezirke. 
Aufgrund der Größe der Stadt Köln wird nun 
im nächsten Schritt die Konkretisierung des 
Masterplans auf Stadtbezirksebene weiter-
geführt, ehe sie dann in der Bearbeitung bis 
2027 wieder zu einem gesamtstädtischen 
Konzept zusammengeführt werden. Um die-
ses Konzept bedarfsgenau und handlungs-
orientiert anzugehen, ist zur Erarbeitung des 
Konzeptes eine umfassende Bürgerbeteili-
gung vorhergesehen. Bürger*innen können 
somit konkrete Verbesserungsvorschläge im 
Hinblick auf die Versorgung mit Grün- und 
Freiflächen für ihren Stadtbezirk machen und 
aufzeigen, wo aktuell Mängel bestehen. Bis 
2027 erfolgt eine Konkretisierung und Beteili-
gung in allen Stadtbezirken. Begonnen wur-
de 2023 in Ehrenfeld und Kalk, im Jahr 2024 
folgen die Stadtbezirke Nippes und Mülheim.

MASTERPLAN STADTGRÜN KÖLN-NIPPES | 7
Zielsetzung des Verfahrens 
Ziel des Beteiligungsverfahrens für Köln-Nip-
pes ist die gemeinsame Ermittlung und Lo-
kalisierung von Defiziten, Potenzialen und 
Handlungsmöglichkeiten in der Grünflächen-
entwicklung. Dabei bilden die Rückmeldungen 
der Bewohner*innen als Alltags-Expert*innen 
für ihren Bezirk einen zentralen Baustein. Durch 
die Beteiligung von Bürger*innen, Vereinen, 
Institutionen und Unternehmen der Stadtteile 
im Stadtbezirk Nippes soll eine bedarfs- und 
handlungsorientierte Umsetzung des Master-
plans im weiteren Prozessverlauf gesichert 
werden. Aufgrund der Größe und Vielfalt des 
Stadtbezirks, sollen unterschiedliche Tools 
eingesetzt werden, um unterschiedlichen 
Rahmenbedingungen gerecht zu werden und 
vielfältigen Akteursgruppen in den Stadtteilen 
die Möglichkeit einer aktiven Mitgestaltung an-
bieten zu können. 
Im Beteiligungsprozess für Köln-Nippes hatten 
die Akteur*innen digital wie analog die Mög-
lichkeit, ihre eigenen Anliegen und Vorstellun-
gen zur Entwicklung von Grün- und Freiräumen 
einzubringen. Im Folgenden wird die Vielzahl 
an Beiträgen in übersichtlicher Form zusam-
mengetragen und im Sinne gemeinsamer Aus-
sagen zusammengefasst. Die daraus resultie-
renden Handlungsempfehlungen fassen dabei 
die Beiträge der Bürger*innen zusammen, die 
einer weiteren Verifizierung und Konkretisie-
rung im Zuge des weiteren Masterplan-Prozes-
ses bedürfen und daher noch keine verbindli-
chen Beschlussvorlagen o.Ä. darstellen.
Abbildung 1 Luftbild Stadtbezirk Nippes Quelle:  stadtland IMPULS

8 | MASTERPLAN STADTGRÜN KÖLN-NIPPES
MASTERPLAN STADTGRÜN
Abbildung 2 Darstellung des Masterplan Stadtgrün. Quelle: Stadt Köln 
STADT KÖLN

MASTERPLAN STADTGRÜN KÖLN-NIPPES | 9
Abbildung 3 Dar stellung des Stadtbezirk Nippes im Masterplan Stadtgrün. Quelle: Stadt Köln 
MASTERPLAN STADTGRÜN
AUSZUG STADTBEZIRK NIPPES

10 | MASTERPLAN STADTGRÜN KÖLN-NIPPES

MASTERPLAN STADTGRÜN KÖLN-NIPPES | 11
STADTBEZIRK NIPPES 
EINFÜHRUNG
2

12 | MASTERPLAN STADTGRÜN KÖLN-NIPPES
STADTBEZIRK NIPPES - EINFÜHRUNG
Der Stadtbezirk Köln-Nippes besteht aus sieben Stadtteilen. Diese unterscheiden sich 
maßgeblich hinsichtlich ihrer Verdichtung, Struktur und Qualität von Grünflächen. Prä-
gend für den Stadtbezirk sind teilweise bestehende sowie potenzielle Grünraumverbin-
dungen. Darüber hinaus sind stadtteilübergreifende Straßenzüge wie die Niehler und die 
Neusser Straße in besonderer Weise stadtbildprägend.
Verortung im städtischen Kontext
Der Stadtbezirk Köln-Nippes liegt am linken 
Rheinufer nördlich der Innenstadt zwischen 
dem „altem“ Köln und Chorweiler und er-
streckt sich über eine Fläche von circa 31,75 
Quadratkilometern. Er grenzt im Süden an 
den Stadtbezirk Innenstadt, im Westen an 
den Stadtbezirk Ehrenfeld und im Nord-Wes-
ten an den Stadtbezirk Chorweiler. Im Osten 
wird der Stadtbezirk durch den Rhein be-
grenzt und bildet mit dem Niehler Hafen den 
flächenmäßig größten Hafen Kölns ab, wel-
cher als zentraler Logistikstandort im Kölner 
Norden fungiert.  Aufgrund der Nähe zum 
Rhein siedelten sich im 19. Jahrhundert hier 
vorwiegend industriell geprägte Unterneh-
men an, wie unter anderem das Eisenbahn-
ausbesserungswerk, die Ammoniakfabrik 
Nippes, die Gummiwarenfabrik Clouth und 
Firmen aus der Gussstahlproduktion. Die 
Produktion in der Gummifabrik Clouth wurde 
2005 stillgelegt.
Die Stadtteile des Stadtbezirks
Der Stadtbezirk Nippes mit seinen circa 
116.755 Einwohner*innen (Stand 2021) glie-
dert sich in die Stadtteile Bilderstöckchen, 
Longerich, Mauenheim, Niehl, Nippes, Riehl 
und Weidenpesch, die jeweils ihren eigenen 
Charakter und ihre Besonderheiten haben. 
Der gleichnamige Stadtteil Nippes ist dabei 
mit 36.645 (Stand 2021) Einwohner*innen 
der dichteste im Stadtbezirk Nippes. Hier 
finden sich zahlreiche Einkaufsmöglichkeiten, 
gastronomische Angebote und kulturel-
le Einrichtungen v.a. entlang der zentralen 
Verkehrsachse, der Neusser Straße. Der im 
Osten angrenzende Stadtteil Niehl ist v.a. 
gewerblich-industriell geprägt, während die 
Stadtteile Mauenheim, Bilderstöckchen und 
Riehl vielfältige Wohnquartiere abbilden. In 
Weidenpesch befindet sich neben qualitati-
ven Wohnquartieren ein großes Landschafts-
schutzgebiet, ein vielfältiges Sportangebot 
sowie der Nordfriedhof. In Longerich hin-
gegen gibt es eine große Anzahl an Einfami-
lienhaussiedlungen mit privaten Gärten, aber 
auch die Lüttich Kaserne mit umliegenden 
forst- und landwirtschaftlichen Flächen.
Der Stadtbezirk Nippes zeichnet sich darüber 
hinaus durch eine vielfältige soziale Mischung 
aus, die sich in einer starken und lebendigen 
Veedels-Kultur abbildet. Hinzu kommen die 
Nähe zum Rhein und vielfältige Grünflächen-
angebote. 
Grünflächen im Bestand
Der Stadtbezirk Nippes verfügt über eine 
Vielzahl an Grünflächen, welche jedoch in 
ihrer Qualität und Erreichbarkeit stark variie-
ren. Innerhalb des Stadtbezirks ist ein starkes 
Gefälle hinsichtlich der Erreichbarkeit und 
Verfügbarkeit von qualitativen Grünflächen 
zu erkennen. Hierbei profitiert der Süden des 
Stadtteil Nippes mit dem Lohsepark und an-
grenzenden Parklandschaften von der direk-
ten Nähe zum inneren Grüngürtel und somit 
von der Anbindung an das gesamtstädtische 
Grünraumnetz. Der Stadtteil weist ansonsten 
im Verhältnis zu der hohen Besiedlungsdich-
te nur wenige qualitätsvolle Grünflächen auf.
Das übergeordnete Grünraumnetz setzt sich 
im Osten in Form einer Nord-Süd-Spange 
fort mit dem langfristigen Potenzial einer 
verbesserten Grünraumversorgung für die 
Stadtteile Nippes, Weidenpesch, Riehl und 
Niehl. In Verbindung dazu stehen die Grün-
räume südlich sowie nördlich des Stadtteils

MASTERPLAN STADTGRÜN KÖLN-NIPPES | 13
Longerich, welche bereits heute durch eine 
hohe Freiraumqualität bestechen und die 
entlang der Stadtteile Riehl und Niehl verlau-
fende Rheinpromenade mit direktem Zugang 
zum Rhein. Der Stadtteil Bilderstöckchen ist 
durch den Bahndamm im Osten vom rest-
lichen Stadtbezirk abgekapselt. Er verfügt mit 
dem Geldernpark sowie dem Blücherpark 
über eigene Grünraumstrukturen größeren 
Maßstabs, welche im Westen des Stadtbe-
zirks als Nord-Südspange den Stadtbezirk 
einrahmen.
Abbildung 4 Stadtbezirke in Köln Quelle stadtland IMPULS

14 | MASTERPLAN STADTGRÜN KÖLN-NIPPES

MASTERPLAN STADTGRÜN KÖLN-NIPPES | 15
METHODIK UND 
PROZESS
3

16 | MASTERPLAN STADTGRÜN KÖLN-NIPPES
METHODIK UND PROZESS
Für die Konkretisierung des Masterplans Stadtgrün wurde ein mehrstufiges Beteiligungs-
verfahren aufgesetzt, um das Meinungsbild der Bürger*innen im Stadtbezirk Nippes ein-
zufangen und diese in den weiteren Prozess einbinden zu können. Dabei wurden in einem 
ersten Verfahrensschritt eine digitale Beteiligung und anschließend eine analoge Werk-
statt mit interaktiven Arbeitsinseln durchgeführt. Im Nachgang zum digitalen und analo-
gen Beteiligungsprozess wurden die Rückmeldungen und Anregungen der Bürger*innen 
handlungsorientiert in Maßnahmenvorschläge und Lösungsansätze auf Stadtteilebene 
übersetzt.
Online-Dialog
Zwischen dem 11. April und dem 24. April 
2024 wurden Bürger*innen über das On-
line-Portal „Meinung für Köln“ der Stadt 
Köln zur aktuellen Grünstruktur des Stadt-
bezirkes Nippes befragt. Dabei wurde dazu 
aufgerufen, mittels eines kartenbasierten 
Tools, zu Defiziten und Potenzialen in der 
Grünraumstruktur Nippes standortbezogen 
Rückmeldung zu geben. Die Anregungen 
der Bürger*innen waren für alle einsehbar, 
sodass diese gegenseitig kommentiert und 
ergänzt werden konnten. Auf diesem Wege 
sind circa 700 Rückmeldungen bei der Stadt 
Köln eingegangen. Diese wurden im Nach-
gang sortiert, ausgewertet und in die im 
Folgenden beschriebenen Clusterbegriffe 
zusammengefasst. Gleichzeitig wurden die 
Ergebnisse für die analoge Beteiligungswerk-
statt in einem interaktiven Arbeitsmodell mit 
Luftbildern der Stadtteile grafisch aufbereitet. 
Bürger*innenwerkstatt
Die zentrale Veranstaltung des Verfahrens 
stellte eine Beteiligungswerkstatt dar, wel-
che am 05. Mai 2024 im Altenberger Hof 
im Stadtteil Nippes stattfand. Zu Beginn 
der Werkstatt wurde eine Einführung in 
den Prozess und den bestehenden Master-
plan durch die Stadt Köln gegeben. Darüber 
hinaus wurde eine Übersicht der Rückmel-
dungen und Zwischenergebnisse des On-
line-Dialogs vorgestellt. Anschließend hat-
ten die Teilnehmer*innen der Werkstatt die 
Möglichkeit, entlang von drei Arbeitsinseln, 
die unterschiedliche Bereiche des Stadtbezir-
kes abbildeten, ihre Vorstellungen und Ideen 
einzubringen. Methodisch wurde die Werk-
statt durch ein physisches Arbeitsmodell mit 
Luftbildern des Bezirks im Maßstab 1: 2.500 
begleitet, auf dem die Bürger*innen dann 
interaktiv ihre Anregungen mit Klebezetteln 
verorten und einbringen konnten. Auf dem 
Luftbild waren zudem bereits die Anregun-
gen und Kommentare aus dem Online-Dia-
log lokalisiert. 
Die analogen Anregungen aus dem Werk-
stattverfahren wurden anschließend digitali-
siert und zusammen mit den Online-Beiträ-
gen in ein digitales Raummodell übersetzt. In 
der folgenden Auswertung werden auf zwei 
Betrachtungsebenen die Rückmeldungen 
des Beteiligungsprozesses aufgeschlüsselt: 
Zunächst werden die von der Bevölkerung 
vorgeschlagenen Maßnahmen und Wünsche 
handlungsorientiert auf der Ebene des Ge-
samtbezirkes zusammenfassend dargestellt. 
Anschließend werden für die einzelnen Stadt-
teile Nippes spezifische Handlungsempfeh-
lungen beschrieben. Die auf Stadtteilebene 
benannten möglichen Maßnahmen werden 
durch Grafiken bzw. typologische Darstellun-
gen ergänzt, die einen möglichen Lösungs-
ansatz konzeptionell illustrieren und einer 
späteren, planerischen Konkretisierung ein-
zelner Bausteine Orientierung geben können. 
Die beschriebenen Maßnahmen, die sich in 
den Steckbriefen finden, spiegeln die Rück-
meldungen der Bürger*innen wider. Sie stel-
len daher noch keine konkreten Planungen 
oder Projektbausteine dar, können jedoch 
dabei helfen, bei späteren Konkretisierungen 
und Planungen die vor Ort notwendigen und 
gewünschten Maßnahmen besser zu erken-
nen und diese vorzubereiten.

MASTERPLAN STADTGRÜN KÖLN-NIPPES | 17
Abbildung 5 E indrücke der Bürger*innen Werkstatt Quelle stadtland IMPULS
Eine erste Orientierungshilfe für die Aus-
wahl von möglichen kurzfristig umsetzbaren 
Maßnahmen bietet die Kennzeichnung von 
sogenannten „Quick Wins“. Diese kennzeich-
nen mögliche kleinere, gezielte Eingriffe oder 
ergänzende Maßnahmen in bestehenden 
Grünflächen oder öffentlichen Räumen (z.B. 
fehlendes Stadtmobiliar, Pflanzung einzelner 
Bäume), mit deren Hilfe an bestimmten Stel-
len eine kurzfristige Verbesserung der grü-
nen Infrastruktur erzielt werden könnte. Die 
Kennzeichnung solcher „Quick Wins“ kann 
dazu beitragen, ohne größere Aufwände eine 
schnellere Umsetzung gezielter Einzelmaß-
nahmen zu ermöglichen.

18 | MASTERPLAN STADTGRÜN KÖLN-NIPPES
WERKSTATT MODELL - NIPPES
Abbildung 6 Werkstattmodell Quelle: stadtland IMPULS
ÜBERSICHT ALLER RÜCKMELDUNGEN

MASTERPLAN STADTGRÜN KÖLN-NIPPES | 19

20 | MASTERPLAN STADTGRÜN KÖLN-NIPPES
CLUSTERBEGRIFFE - LEGENDE DER AUSWERTUNG
Um sowohl bei der Auswertung der Online-Beiträge als auch der Werkstatt-Beiträge eine 
einheitliche Betrachtung und Übersichtlichkeit zu ermöglichen, wurde eine Clusterung 
in vier Oberkategorien vorgenommen: Mehr Grün, Mehr Vielfalt, Weniger Konflikte und 
Sofortmaßnahmen. Innerhalb dieser thematischen Cluster wurden zudem noch weitere 
Unterpunkte und Maßnahmenpakete unterschieden.
CLUSTER MEHR GRÜN
IN BESTEHENDEN PARKS / GRÜNFLÄCHEN
Vorhandene Grünflächen sollen durch mehr Pflanzen und Bäume aufgewer-
tet werden, es soll auf Pflege und Instandhaltung Wert gelegt werden
AUF ÖFFENTLICHEN FLÄCHEN
Auf öffentlichen Potenzialflächen sollen neue Grünflächen errichtet werden
AUF PRIVATEN FLÄCHEN / AN UND AUF GEBÄUDEN
Private Flächen, insbesondere Fassaden und Dächer, können einen wichtigen 
Beitrag zur Grünraumstruktur leisten, weswegen Dach- und Fassadenbegrü-
nung vielerorts mitgedacht werden sollte und Entsiegelungspotenziale auch 
auf privaten Flächen eingebunden werden 
AUF ÖFFENTLICHEN STRASSEN / WEGEN
Straßen und Wege sollen begrünt werden, um der Versiegelung entgegenzu-
wirken und mehr Qualität für Aufenthalt und Fortbewegung in diesen Räu-
men zu erreichen
MASSNAHMEN ZUR KLIMAWANDELANPASSUNG
Vor dem Hintergrund des Klimawandels müssen im städtischen Raum ange-
passte Maßnahmen vollzogen werden, beispielsweise Entsiegelung und die 
Schaffung von Retentionsflächen

MASTERPLAN STADTGRÜN KÖLN-NIPPES | 21
CLUSTER MEHR VIELFALT
ARTENVIELFALT
Erhaltung bzw. Schaffung neuer Flächen, die zum Erhalt der Artenvielfalt und 
Biodiversität dienen und z.B. wichtigen Insekten Lebensraum bieten
ESSBARES / ANEIGNUNSGRÜN
Erhalt bzw. Schaffung von Flächen, die zur städtischen Lebensmittelproduk-
tion im kleineren Maßstab dienen, z.B. Urban-Gardening
PLATZGESTALTUNG / QUARTIERSPLATZ / TREFFPUNKT
Erhalt, Aufwertung und Schaffung von Quartiersplätzen und Treffpunkten zur 
Steigerung der Aufenthaltsqualität und sozialen Interaktion im Stadtteil
AKTIVE NUTZUNGEN / SPIEL UND SPORT
Aufwertung und Schaffung von Flächen für sportliche und spielerische Aktivi-
täten
FUSS- UND RADWEG
Aufwertung und Schaffung von Fuß- und Radwegen, um Verbindung zwi-
schen den Grünflächen sowie deren Zugänglichkeit zu verbessern
HUNDEFLÄCHEN
Bestehende Hundewiesen sollen in ihrer Nutzung optimiert, und neue Hun-
defreilaufzone ausgewiesen und abgegrenzt werden, um Nutzungskonflikte 
zu vermeiden

22 | MASTERPLAN STADTGRÜN KÖLN-NIPPES
CLUSTERBEGRIFFE - LEGENDE DER AUSWERTUNG
CLUSTER WENIGER KONFLIKTE
EINSCHRÄNKUNG DER MOBILITÄT / BEWEGUNG
Konflikte durch fehlende Wege für Fußgänger*innen und Radfahrer*innen; 
verschiedene Verkehrsformen kommen sich in die Quere oder lösen Gefah-
rensituationen aus
LÄRMVERSCHMUTZUNG DURCH VERKEHR
Hohe Lärmbelastung durch Autos, Busse, LKW und Eisenbahn
MANGELNDE UNTERHALTUNG / PFLEGE
Bestehende Grünflächen werden nicht ausreichend gepflegt bzw. instandge-
halten
MANGELNDE ZUGÄNGLICHKEIT / ERREICHBARKEIT
Grünflächen bleiben versperrt oder es mangelt an ausreichenden Fuß- und 
Radwegen
KONFLIKTE MIT RUHENDEM VERKEHR
Parkende Autos bzw. Parkflächen schränken die Nutzung von Grünflächen 
oder die Nutzung von Fuß- und Radwegen ein

MASTERPLAN STADTGRÜN KÖLN-NIPPES | 23
CLUSTER MASSNAHMEN
AUFENTHALTSMÖGLICHKEITEN
Hinweis auf die Einrichtung ausreichend qualitativer Sitzmöglichkeiten zum 
Verweilen
TRINKWASSERSPENDER / BRUNNEN
Hinweis auf den Bedarf an kostenlosen Trinkwasserspendern an zentralen 
Orten 
MÜLLEIMER
Hinweis auf mangelnde Sauberkeit und den Bedarf nach funktionalen Müll-
eimern 
BELEUCHTUNG
Hinweis auf mangelnde Beleuchtung:  Nachts und in den Wintermonaten zu 
erhöhen, muss für ausreichend Beleuchtung gesorgt sein
SONSTIGE AUSSTATTUNGSELEMENTE
Einrichtung weiterer Ausstattungselemente, z.B. Beschattungselemente
ÖFFENTLICHE TOILETTEN
Hinweis auf den Bedarf qualitätsvoller öffentlichen Toiletten

24 | MASTERPLAN STADTGRÜN KÖLN-NIPPES
NUMERISCHE AUSWERTUNG DES VERFAHRENS
CLUSTER MEHR GRÜN
Bestehende Grün-
flächen stärken
Bestehende Parks / Grünflächen     63
Neue Grünflächen schaffen
Öffentliche Flächen       86
Dächer und Fassaden  
begrünen
Private Flächen / Gebäude      25
Straßen / Wege begrünen 
Öffentliche Straßen / Wege      129
Klimafolgeanpassung  
vornehmen
Maßnahmen Klimafolgeanpassung    30

MASTERPLAN STADTGRÜN KÖLN-NIPPES | 25
CLUSTER MEHR VIELFALT
Artenvielfalt        49  bestehende Flächen erhalten 
     
         4  neue Flächen schaffen
Essbares /        2  Bestand pflegen 
Aneignungsgrün      15 neue Flächen schaffen
Platzgestaltung /      27  bestehende Orte aufwerten
Quartiersplatz       
Treffpunkt       22 neuen Orte schaffen
Aktive          14  bestehende Orte aufwerten
Nutzungen /      
Spiel und Sport      26 neuen Nutzungen schaffen
Fuß-           47 bestehende Wege optimieren
und Radwege     
         17 neue Fuß- und Radwege 
          herstellen
Hundeflächen       23 bestehende Flächen 
          optimieren   
         7 neue Flächen herstellen

26 | MASTERPLAN STADTGRÜN KÖLN-NIPPES
CLUSTER WENIGER KONFLIKTE
Einschränkung der Mobilität /
Bewegung        144
Lärmverschmutzung durch 
Verkehr
         47
Mangelnde Unterhaltung / 
Pflege
         24
Mangelnde Zugänglichkeit /
Erreichbarkeit
       38
Konflikte mit ruhendem  
Verkehr
         30

MASTERPLAN STADTGRÜN KÖLN-NIPPES | 27
CLUSTER MASSNAHMEN
Aufenthaltsmöglichkeiten  
(Bänke,…)         21 
Trinkwasserspender/
Trinkwasserbrunnen
      9
Mülleimer        17
Öffentliche Toiletten      11
Beleuchtung        10
Sonstige 
Ausstattungselemente
      32

28 | MASTERPLAN STADTGRÜN KÖLN-NIPPES

MASTERPLAN STADTGRÜN KÖLN-NIPPES | 29
AUSWERTUNG AUF 
BEZIRKSEBENE
4

30 | MASTERPLAN STADTGRÜN KÖLN-NIPPES
AUSWERTUNG AUF STADTBEZIRKSEBENE
Besonderheiten des Stadtbezirks Nippes
Der Stadtbezirk Nippes gehört zu den viel-
fältigsten und lebendigsten Stadtbezirken der 
Stadt Köln. Er umfasst die Stadtteile Bilder-
stöckchen, Longerich, Mauenheim, Niehl, 
Nippes, Riehl, Weidenpesch und liegt am 
linken Rheinufer, nördlich der Innenstadt und 
grenzt somit an das „alte“ Köln an. Das bis 
Mitte des 19. Jahrhunderts primär ländliche 
geprägte Nippes wurde 1888 in die Stadt 
Köln eingegliedert. Es folgte im Rahmen des 
strukturellen Wandels der Industrialisierung 
eine Weiterentwicklung zum Industriestand-
ort mit einem Schwerpunkt auf Eisen- und 
Metallerzeugnisse.
Im Norden grenzt der Stadtbezirk Nippes 
an den äußeren Grüngürtel mit weitläufi-
gen Wiesen- und Waldbereichen, im Süden 
besteht ein direkter Zugang zum inneren 
Grüngürtel  mit einem vielfältigen und quali-
tätsvollen Freiraumangebot. Im Osten grenzt 
der Stadtbezirk an den Rhein. Zum einen 
profitiert Nippes von der besonderen Quali-
tät und Anziehungskraft der weitläufigen 
Rheinauenlandschaft. Zum anderen ist der 
Stadtbezirk insbesondere im Stadtteil Niehl 
durch die Nähe zum Rhein in Teilen industriell 
geprägt mit einem Industriehafen und meh-
reren bedeutenden Industriefirmen wie Ford 
und andere. Im Westen schließt der Stadt-
bezirk Nippes an den Stadtbezirk Ehrenfeld 
an. Innerhalb des Stadtbezirks befinden sich 
viele wichtige Sport- und Freizeitflächen, von 
denen einige gesamtstädtische Bedeutung 
haben wie die Flora - der Botanische Garten 
der Stadt Köln, der Kölner Zoo, die Galopp-
rennbahn, der Niehler Strand sowie viele 
Sport- und Spielplätze, die die Lebensqualität 
im Veedel fördern. Auch der Nordfriedhof 
gehört zum Stadtbezirk Nippes, der einen 
der größten Friedhöfe in Köln darstellt. Eine 
weitere Besonderheit ist das rund 21 Hektar 
große Naturschutzgebiet „Am Ginsterpfad“ 
im Stadtteil Weidenpesch, das in Innenstadt-
nähe ein wichtiger Rückzugsort für Flora 
und Fauna darstellt. Im nördlichen Teil des 
Stadtbezirks befindet sich zudem eine große 
forst- und landwirtschaftliche Fläche, die den 
Übergang zum äußeren Grüngürtel der Stadt 
Köln bildet.
Akteur*innen im Stadtbezirk
Der vielfältige und lebendige Stadtbezirk Nip-
pes verfügt über ein ausgeprägtes bürger-
schaftliches Engagement, das sich in einer 
Vielzahl von Vereinen und Initiativen wider-
spiegelt. Einige dieser Akteursgruppen en-
gagieren sich explizit für den Erhalt und den 
Ausbau qualitätsvoller Grün- und Freiräume 
in den Stadtteilen. Wir empfehlen, den weite-
ren Planungs- und Umsetzungsprozess des 
Masterplans Stadtgrün in enger Kooperation 
mit diesen Vereinen und Initiativen durchzu-
führen, die zu wichtigen Partner*innen bei 
der Mitgestaltung und Übernahme von Ver-
antwortung grüner Infrastrukturen vor Ort 
werden können.
Wesentliche Aufgaben der Grün- und 
Freiraumversorgung für den Gesamtbezirk 
Mit Blick auf die Grün- und Freiraumversor-
gung des Gesamtbezirks Nippes wurden im 
Rahmen der Bürger*innenbeteiligung eini-
ge wichtige, übergeordnete Aufgaben und 
Herausforderungen benannt, die neben der 
qualitätsvollen Aufwertung von Einzelstand-
orten und Bereichen innerhalb der Stadtteile 
eine besondere Rolle spielen.
Ein übergeordnetes Kernanliegen vieler Bür-
ger*innen ist die bessere Verknüpfung und 
Zugänglichkeit vorhandener Grünstruktu-
ren mit dem Ziel, ein zusammenhängendes 
Grün- und Freiraumnetz für den Stadtbezirk 
und darüber hinaus zu etablieren. Insbeson-
dere in Nord-Süd-Richtung zwischen dem 
äußeren und inneren Grüngürtel – aber auch 
in West-Ost-Richtung in Richtung Rhein gilt 
es, neue Grünzüge zu etablieren, die die 
einzelnen Stadtteile besser miteinander ver-
knüpfen und die Erreichbarkeit vielfältiger 
Freiraumangebote verbessern. Manchmal

MASTERPLAN STADTGRÜN KÖLN-NIPPES | 31
bedarf es nur kleinerer Maßnahmen oder 
Verbesserungen, um vorhandene Grünräu-
me besser zu erschließen und miteinander zu 
verbinden. So wurden seitens der Bürger*in-
nen viele Hinweise gegeben für sogenannte 
„Quick Wins“ durch einfache Maßnahmen 
(z.B. Streichung eines Parkplatzes, um Stra-
ßenquerung zwischen Nordpark/Klein-Gar-
tenanlage und Johannes-Giesberts-Park 
zu erleichtern). Auch eine stärkere Öffnung 
vorhandener Grünflächen wie Friedhöfe und 
Kleingartenanlagen (Weiterentwicklung zu 
öffentlichen Kleingartenparks) kann bei der 
Vernetzung bestehender Grünräume unter-
stützend wirken.
Neben der Herstellung zusammenhängender 
Grünräume liegt aus Sicht vieler Bürger*in-
nen eine weitere, übergeordnete Aufgabe in 
der qualitätsvollen Weiterentwicklung zen-
traler Verkehrsachsen (z.B. Neusser Straße, 
Niehler Straße) von reinen Straßenräumen 
hin zu vielfältig nutzbaren Stadträumen im 
„menschlichen Maßstab“. Dieses Anliegen 
spiegelt sich in vielfältigen Vorschlägen zur 
Aufwertung der heutigen Straßenräume auf 
Stadtteilebene wider: mehr Raum und Auf-
enthaltsqualität für Fußgänger*innen und 
Fahrradfahrer*innen durch veränderte Stra-
ßenquerschnitte, Baumpflanzungen etc.. Auf 
diese Weise können die heutigen „Durch-
fahrtsstraßen“ wieder zu wichtigen Lebens-
räumen und Verbindungen innerhalb des 
Stadtbezirks und darüber hinaus werden.
Abbildung 7 Eindrück der Bürger*innen Werkstatt Quelle Stadtland IMPULS

32 | MASTERPLAN STADTGRÜN KÖLN-NIPPES
WERKSTATT MODELL - NIPPES
DIGITALISIERUNG ALLER RÜCKMELDUNGEN

MASTERPLAN STADTGRÜN KÖLN-NIPPES | 33
Abbildung 8 Digitalisierung des Werkstatt Modells Quelle:  Stadtland IMPULS

36 | MASTERPLAN STADTGRÜN KÖLN-NIPPES
ÜBERGEORDNETE MASSNAHMEN UND IDEEN
Stadtteilübegreifende Konzepte und Planungen
Grünzug Nippes
Für den Stadtbezirk Nippes existieren heu-
te bereits einige Konzepte und Planungen 
für neue stadtteilübergreifende Grünräume. 
Hierbei ist u.a. die bestehende Planung für 
einen neuen Grünzug entlang der Hochbahn 
in West-Ost-Richtung zu nennen, die in den 
nächsten Jahren realisiert werden soll. 
Hierbei soll stadtteilübergreifend die ehe-
malige Vorhaltefläche der Stadtautobahn 
„Niehler Gürtel“zwischen Merheimer Straße 
und Amsterdamer Straße zu einer zusammen-
hängenden Parklandschaft weiterentwickelt 
werden. Im Juni 2024 erhielt die Stadt Köln 
die bewilligung der Fördermittel. Hier können 
inmitten dicht besiedelter Siedlungsstruktu-
ren vielfältige, städtische Freiraumnutzungen 
einer multifunktionalen Grünen Infrastruktur 
realisiert und miteiinander verknüpft werden: 
Von attraktiven Spiel- und Sportflächen, über 
Naherholungsräume für jung und alt, ökolo-
gisch wertvolle Stadtnatur bis hin zu Maßnah-
men der Klimawandelanpassung (Retentions-
flächen). Einige Bürger*innen wünschen sich 
hierbei eine enge Kooperation mit angrenzen-
den Schulen und weiteren sozialen Einrich-
tungen im Sinne außerschulischer Lern- und 
Erfahrungsräume.
Abbildung 10 Teilabschnitte des Grünzug Nippes. Quelle: Stadt Köln

MASTERPLAN STADTGRÜN KÖLN-NIPPES | 37
Ausbau eines stadtteilübergreifenden Rad- 
und Fußwegenetzes
Den Stadtteilen des Stadtbezirks Nippes fehlt 
es an stadtteilübergreifenden Wegenetzen, 
welchen die Durchwegung innerhalb des 
Stadtbezirks erleichtern. 
Durch die Entwicklung eines zusammenhän-
genden Frei-und Grünraumnetzes können 
auch Fuß- und Radwege hoher Qualität herge-
stellt werden und damit der Stadtbezirk siche-
rer und erlebbarer gestaltet werden.  
Durch den Aufbau eines solchen Wegekonzep-
tes könnten die stark frequentierten Hauptver-
kehrsstraßen entlastet und Verbindungen in 
Nord-Süd sowie in Ost-West-Richtung qualita-
tiv aufgewertet werden. Eine Synchronisation 
und Potenzialanalyse wäre im Kontext eine 
möglichen MIV-Grundnetzes zu denken. Da-
rüber hinaus sind verkehrstechnische Anpas-
sungen im Kontext von verkehrsplanerischen 
Richtlinien zu denken, welche teils bereits 
einen Paradigmenwechsel anstreben.

38 | MASTERPLAN STADTGRÜN KÖLN-NIPPES
Ortsungebundene Maßnahmen und Vorschläge 
Im Zuge des Beteiligungsprozesses wurden neben ortsspezifischen Hinweisen auch eine 
Reihe übergeordneter Maßnahmen und Strategien beschrieben, die aus Sicht der Bürger-
schaft ortsunabhängig zum Einsatz kommen könnten und unabhängig von Einzelstandor-
ten für den gesamten Stadtbezirk sinnvoll wären.
Dac
h-, Fassaden- und Hofbegrünung
Dach- und Fassadenbegrünungen bieten so-
wohl Umwelt- als auch Energievorteile, indem 
sie die Luftqualität verbessern, die städtische 
Hitze reduzieren und den Energiebedarf für Hei-
zung und Kühlung senken. Nicht zuletzt fördern 
Begrünungsmaßnahmen die Biodiversität und 
verbessern nebenbei das Stadtbild. Begrünte 
Höfe und Vorgärten mit Bäumen und Schatten 
bieten darüber hinaus wertvollen Rückzugs-
raum für Menschen. Pflanzen und Tiere in der 
Stadt (Stadtnatur). Vor dem Hintergrund des 
Klimawandels und immer heißerer Tempera-
turen in der Stadt sind Konzepte gefragt, wie 
kühle Schattenräume als „Oasen“ in der Stadt-
landschaft allen Bewohner*innen (unabhängig 
von eigenen Höfen oder Gärten) zugänglich 
gemacht werden können. Einige Bürger*innen 
haben darüber hinaus Bedarf an fachlicher Bera-
tung und Begleitung. 
Vi
ele Bürger*innen haben eine verbessertes 
(Regen)Wassermanagement im Stadtbezirk 
vorgschlagen. Die bei Starkregenereignissen 
anfallenden, größeren Wassermengen können 
durch Retentionsflächen auf begrünten Dächern 
und Freiflächen zurückgehalten, in Zisternen 
gespeichert und bei Bedarf wieder zur Bewäs-
serung freigegeben werden. Auch sind Filter-
systeme denkbar, die das anfallende Regen-
wasser, bevor es in das Grundwasser oder in 
Gewässer gelangt, reinigen und wieder vor Ort 
zur Verfügung stellen. Zudem können offene 
Wasserflächen und begrünte Retentionsflächen 
die Aufenthaltsqualität in den Quartieren ver-
bessern und das Mikroklima verbessern.
Regenwassermanagement

MASTERPLAN STADTGRÜN KÖLN-NIPPES | 39
Viele der gewünschten, neuen räumlichen Qua-
litäten hängen davon ab, inwiefern es gelingt, 
durch eine Neuorganisation von Parkplatzflä-
chen neuen Freiraum zu gewinnen. Ein überge-
ordnetes Mobilitätskonzept in Verbindung mit 
einem Parkraummanagement auf Stadtteil-/
Stadtbezirksebene kann dazu beitragen, not-
wendige Parkplätze zu bündeln und flächenspa-
render zu organisieren. Der wiedergewonnene 
Freiraum kann durch Multikodierung und fle-
xible Raumangebote vielfältige Nutzungen und 
Mehrwerte vor Ort ermöglichen: Entsiegelung 
von Oberflächen, Begrünung durch Baumpflan-
zungen, multifunktional nutzbare Stadträume, 
Fläche für Stadtnatur. Eine stadtteilübergrei-
fende Potenzialflächenanalyse könnte dazu 
beitragen, Flächen mit hohem Entsiegelungs-
potenzial zu identifizieren und eine effektive wie 
nachhaltige Nutzung vorhandener Ressourcen 
unterstützen.
Neue Freiräume durch übergeordnetes Park-
raummanagement – Entsiegelung von Stell-
plätzen und Multikodierung von Flächen
Viele Akteur*innen wie Bewohnergruppen, Ver-
eine, Initiativen oder Schulen haben im Rahmen 
der Beteiligung ihre Bereitschaft ihre Bereit-
schaft signalisiert, bei der Herstellung qualitäts-
voller Grün- und Freiräume aktiv mitzuwirken 
und vor Ort Verantwortung zu übernehmen. 
Neben Patenschaften für Baumbeete, „pocket 
parks“ sind auch temporäre, mobile Infrastruk-
turen wie urban-gardening-Module, vielfältig 
nutzbares Stadtmobiliar, „Wanderwälder“ etc. 
vorstellbar, die ein verändertes Bewusstsein für 
ungenutzte Flächen sowie für neue Stadt- und 
Landschaftsraum-Qualitäten schaffen. Maßnah-
men dieser Art fördern nachhaltige, kooperative 
Stadtentwicklung, bieten Flexibilität für kurzfristige 
Grünflächeninitiativen und eröffnen die Möglich-
keit, langfristige Projekte vorzubereiten und zu 
testen.
Kooperation mit Akteursgruppen und 
Initiativen vor Ort

40 | MASTERPLAN STADTGRÜN KÖLN-NIPPES

MASTERPLAN STADTGRÜN KÖLN-NIPPES | 41
5
AUSWERTUNG AUF 
STADTTEILEBENE

42 | MASTERPLAN STADTGRÜN KÖLN-NIPPES
STECKBRIEF NIPPES
Mögliche Maßnahmen für den Stadtteil Nippes
Der Stadtteil Nippes ist in besonderer Weise durch eine hohe Dichte und lebendige Viel-
falt von Nutzungen geprägt. Die Bürger*innen wünschen sich für Nippes eine qualitäts-
volle Fortentwicklung vorhandener Verkehrsachsen von Straßenräumen zu lebendigen 
Stadträumen hoher Aufenthaltsqualität, die der Vielfalt und Lebendigkeit des Veedels 
gerecht wird.  Im Vergleich zu anderen Stadtteilen verfügt Nippes zwar über eine Viel-
zahl vorhandener Grünflächen und Freiräume. Eine gute Zugänglichkeit in alle Richtungen 
sowie eine Verbindung der Grünräume zu einem zusammenhängenden Freiraumnetz fehlt 
jedoch bislang.
Besondere bestehende Grün- und  
Freiraumstrukturen
Der Stadtteil Nippes zeichnet sich bereits 
durch eine vielseitige Wohn- und Nutzungs-
struktur aus, die eine Reihe unterschied-
licher qualitätsvoller Grünflächen integriert. 
Wichtige Naherholungsflächen stellen dabei 
der Lohsepark, der Johannes-Giesberts-Park 
und das Nippeser Tälchen dar, die es in ihrer 
Bestandsqualität zu schützen gilt.  Zukünf-
tig können diese jedoch insbesondere mit 
Blick auf Artenvielfaltsflächen noch weiter-
entwickelt und durch Freiraumangebote für 
alle Nutzer*innengruppen ergänzt werden. 
Auch bestehen bereits eine Vielzahl an Quar-
tiersplätzen, die jedoch durch zusätzliche 
Begrünung und Ausstattungselemente in 
ihrer Qualität gesteigert werden können. Die 
zentralen Verkehrsachsen, der Niehler Straße 
und der Neusser Straße, bieten ein vielsei-
tiges Nutzungsangebot. Bezüglich Aufent-
haltsqualität für Fußgänger und Radfahrer, 
Abbildung 11 Eindrücke aus dem Stadtteil Nippes Quelle Apple Karten

MASTERPLAN STADTGRÜN KÖLN-NIPPES | 43
und Querungsmöglichkeiten der Straßenräu-
me gibt es jedoch aus Sicht der Bürger*innen 
jedoch großen Handlungsbedarf. 
Aufgaben und Handlungsempfehlungen  
Als lebendiger Stadtteil mit einer hohen Nut-
zungsvielfalt können die zentralen Straßen-
räume noch mehr zu echten Stadträumen 
werden. Neue Straßenquerschnitten können 
die Aufenthalts- und Durchwegungsqualität 
steigern, vor allem attraktiver für Fußgän-
ger*innen und Radfahrer*innen gestalten. 
Quartiersplätze sollten im Stadtteil mög-
lichst multifunktional und zielgruppengerecht 
ausgestattet werden. Die gewünschte Band-
breite reicht dabei von schattenspendenden 
Baumpflanzungen über Sitzmöglichkeiten bis 
hin zu flexiblen Spiel- und Sportangeboten. 
Darüber hinaus können Entsiegelungsmaß-
nahmen, z.B. durch die Neuorganisation 
von Parkplätzen, und Retentionspotenziale 
aktiviert werden, um eine klimatische Ver-
besserung des Stadtteils zu unterstützen. 
Die Grünflächen im Quartier bringen bereits 
heute eine hohe Qualität mit, können aber 
im Sinne ein größeren zusammenhängenden 
Grünstruktur weitergedacht und vernetzt 
werden. Stellenweise bietet sich die Stei-
gerung der Nutzungsvielfalt innerhalb der 
Grünflächen an, um für die vielseitigen Nut-
zergruppen und eine stärkere Artenvielfalt 
entsprechende Angebote vorzuhalten. 
Abbildung 12 Verortung des Stadtteils Nippes im Stadtbezirk. Quelle Stadtland IMPULS

44 | MASTERPLAN STADTGRÜN KÖLN-NIPPES
VERORTUNG DER VORSCHLÄGE
Abbildung 13 Digitalisierung der Ergebnisse. Teilbereich Nippes. Quelle: Stadtland IMPULS

MASTERPLAN STADTGRÜN KÖLN-NIPPES | 45

46 | MASTERPLAN STADTGRÜN KÖLN-NIPPES

MASTERPLAN STADTGRÜN KÖLN-NIPPES | 47

48 | MASTERPLAN STADTGRÜN KÖLN-NIPPES
STECKBRIEF NIPPES
Zentrale Orte mit Handlungsschwerpunkten
Neusser Straße (1)
Die Neusser Straße verbindet die Kölner In-
nenstadt mit den Stadtteilen des Stadtbezirks 
Nippes. Sie durchzieht ganz Nippes in Nord-
Süd-Richtung und stellt die wichtigste Ver-
kehrsachse und Einkaufsstraße des Stadtteils 
dar. Noch mehr als die Niehler Straße nimmt 
die Aufenthaltsqualität des Straßenraums in 
Richtung Norden stetig ab. Durch die vielfältige 
Nutzung bietet die Neusser Straße ein großes 
Potenzial zur Umgestaltung. Auch hier stellen 
sich die Bürger*innen einen qualitativen Stadt-
raum vor und nicht einen Straßenraum, der von 
PKWs beherrscht wird. In Abstimmung mit der 
Verkehrsplanung, bietet sich eine Verkehrsberu-
higung an. Gleichzeitig sollte das Radwegenetz 
weiter für eine sichere Teilnahme am Straßen-
verkehr ausgebaut werden. In Abstimmung mit 
der Verkehrsplanung der Stadt wünscht sich die 
Bevölkerung hier zusätzlich bessere und sichere 
Querungsmöglichkeiten.
VOM STRASSENRAUM ZUM STADTRAUM
Die Niehler Straße stellt innerhalb des Stadt-
bezirks eine wichtige Nord-Südverbindung dar, 
die von Nippes nach Niehl verläuft. Zukünftig 
bietet sie das Potenzial einer umfassenden 
Umgestaltung. Bislang dominierte der MIV die 
Straßenraumgestaltung, die nach Vorstellung 
der Bürger*innen zukünftig zu einem qualitäts-
vollen Stadtraum fortentwickelt werden sollte. 
In Abstimmung mit der Verkehrsplanung der 
Stadt wünschen sich die Bürger*innen aufgrund
des hohen Verkehrsaufkommens und der damit
einhergehenden Gefährdung von Sicherheit für 
Fußgänger*innen und Radfahrende eine ent-
sprechende Verkehrsberuhigung und Entschleu-
nigung des Straßenraums. Im gleichen Zuge 
sollte das Parkplatzangebot neu sortiert und 
nach Möglichkeit zentral gebündelt werden, um 
nutzbaren Freiraum zu gewinnen. Außerdem 
kann eine verbesserte Infrastruktur für Fahr-
radfahrer*innen und Fußgänger*innen inklusive 
Begrünung die Aufenthalts- und Durchfahrts-
qualität der Niehler Straße deutlich erhöhen.
Niehler Straße (2)

MASTERPLAN STADTGRÜN KÖLN-NIPPES | 49
Quick Wins: kleinere, potenzielle Maßnahmen zur qualitativen 
Aufwertung
Die Kempener Straße ist heute durch hohe 
Nutzungskonflikt verschiedener Verkehrsteil-
nehmer*innen sowie nur teilweise ausgebau-
te Fuß- und Radwege charakterisiert. Diese 
könnten qualifiziert werden und die Kempe-
ner Straße zu einem vielseitig genutzt Stadt-
raum fortentwickelt werden. Im Rahmen des 
„Tages des guten Lebens“ wurde die Kempe-
ner Straße 2023 bereits temporär für einen 
Tag zum lebendigen Stadtraum umgenutzt. 
Durch temporäre und mobiles Stadtmöbel 
und Begrünungselemente könnte die Auf-
enthaltsqualität kurzfristig gesteigert wer-
den.
Kempener Straße (3)
Durch die Reduktion des Straßenquer-
schnitts von vier auf zwei Spuren bestünde 
die Chance, die Merheimerstraße zu einem 
qualitätsvollen Stadtraum hoher Aufenthalts-
qualität weiterzuentwickeln. Durch ergänzen-
de Baumplanzungen als Allee könnte zudem 
eine qualitative Wegeverbindung zwischen 
Nippes und Mauenheim entstehen.
Merheimer Straße (4)
Die Schillstraße verläuft entlang des Schill-
platzes und beeinflusst die Aufenthaltsquali-
tät und Sicherheit des Platzes. Die Bürger*in-
nen sehen auf dieser Straße das Potenzial, 
eine Spielstraße zu gestalten. Dies würde 
den Schillplatz in seiner Aufenthaltsqualität 
aufwerten und einen qualitätsvollen Treff-
punkt fürs Quartier schaffen.
Schillplatz / Schillstraße (5)

50 | MASTERPLAN STADTGRÜN KÖLN-NIPPES
Viele Bürger*innen wünschen sich eine Auf-
wertung des Dreiecksplatzes am Nippes 
Tower an der Stadtbahnhaltestelle Florast-
raße. Während auf der gegenüberliegenden 
Seite der Neusserstraße mit dem „Em Golde 
Kappes“-Biergarten bereits eine gewisse 
stadträumliche Qualität existiert, fehlt es im 
Bereich der Unterführung des Nippes Tower 
gänzlich an Aufenthaltsqualität. Eine Entsie-
gelung des Platzes in Verbindung mit Baum-
pflanzungen könnte bereits zu einer erheb-
lichen Aufwertung des Bereiches führen.
Dreiecksplatz am Nippes Tower / Florastr. (6)
VIELSEITIG GESTALTETE QUARTIERSPLÄTZE 
Viele der Bewohner*innen des in den letzten 
Jahren neu entstandenen Clouth-Quartiers 
wünschen eine qualitätsvolle Weiterentwick-
lung des öffentlichen Raums, damit dieser 
vielfältigen Nutzungsansprüchen gerecht 
werden kann. Dies gilt insbesondere für 
den in erster Linie auf den MIV ausgelegten 
Straßenraum (fehlende Stadtraumquali-
tät) aber auch für den zentral gelegenen 
Luftschiffplatz. Im Rahmen dessen wurde 
im Modul 1 des sog. „LebeVeedel-Konzep-
tes“ eine intensivere Begrünung des Luft-
schiffplatzes gefordert. Die Bürgerinitiative 
„LebeVeedel“ setzt sich darüber hinaus für 
ein grüneres Clouth Quartier ein.   Der neu 
errichtete Quartiersplatz bietet aus Sicht der 
Bürgerschaft große Potenziale für ergänzen-
de Bepflanzungen mit schattenspendenden 
Bäumen und eine Förderung der Biodiversi-
tät auf bestehenden Wiesenflächen. 
Luftschiffplatz (Clouth-Quartier) (7)

MASTERPLAN STADTGRÜN KÖLN-NIPPES | 51
Quick Wins: kleinere, potenzielle Maßnahmen zur qualitativen 
Aufwertung
Schon heute übernimmt der Wilhelmplatz 
die Funktion eines vielfältigen Markplatzes 
fü
r den Stadtteil (Wochenmarkt, Flohmärkte, 
kulturelle Veranstaltungen). Die Bürger*innen 
wünschen sich zur Steigerung der Aufent-
haltsqualität in Teilen eine Entsiegelung des 
Platzes und mehr Baumpflanzungen und 
mobiles Grün, um auch außerhalb der Markt-
zeiten den Platz vielfältig nutzen zu können, 
ohne die Multifunktionalität und Flexibilität 
des Platzes zu gefährden.
Wilhelmsplatz (8)
Der Quartiersplatz in der Turmstraße, der 
gleichzeitig vom Bürgerzentrum Nippes ge-
nutzt wird, bietet sich für eine Entsiegelung 
und Aufwertung des Vorplatzes an, um einen 
qualitativen Aufenthaltsort im Quartier zu 
schaffen Kurzfristig kann dies durch zu-
sätzliche Bänke und punktuelle Begrünung 
ermöglicht werden. 
Quartiersplatz Turmstr. (Bürgerzentrum) (9)
Die bestehende Parkplatzfläche an der 
Niehler Straße / Ecke Wilhelmsstraße bietet 
derzeit ausschließlich Raum für Car-Sharing-
Angebote und Stellplätze für den MIV der 
Nachbarschaft. Diese teils unorganisierten 
Stellplätze gilt es zu komprimieren und neu 
zu organisieren. Durch ein kluges Flächen-
management können eine Teilentsiegelung 
der Fläche erzielt und somit neue Aufent-
haltsbereiche geschaffen werden.
Neugestaltung Parkplatz Niehler Str. (10)
Im Bereich der Kleingartenanlagen im Sech-
zigviertel könnte die Durchwegung und Zu-
gänglichkeit langfristig für Bewohner:innen 
des Stadtteils verbessert werden. Die Nut-
zung durch Fußgänger*innen und Fahrrad-
fahrer*innen würde eine Anbindung an die 
Innenstadt Kölns langfristig verbessern. 
Kleingartenanlage Sechzig-Viertel /  
Flora e.V. (11)
DURCHLÄSSIGKEIT VON KLEINGÄRTEN

52 | MASTERPLAN STADTGRÜN KÖLN-NIPPES
VIELFÄLTIG NUTZBARE GRÜNFLÄCHEN UND 
VERNETZUNG VON GRÜNRÄUMEN
Das Nippes Tälchen stellt bereits heute durch 
seine besondere Topographie und der vor-
handenen Grünstruktur eine der wertvollsten 
und intensivsten genutzten Grünflächen des 
Stadtteils dar. Seitens der Bürger*innen wird 
großes Potenzial gesehen ausgehend vom 
Kernbereich die vorhandenen Grünraumqua-
litäten zu weiter stärken und fortzuführen 
(z.B. Förderung von Biodiversität). Dies gilt 
insbesondere in Richtung Norden mit einer 
Fortführung des Grünraums durch den avi-
sierten Grünzug entlang der Hochbahn.
Nippeser Tälchen 
(mit angrenzenden Grünflächen) (11)
 
Der Lohsepark liegt im Süden von Nippes 
angrenzend zur Innenstadt und ist für die 
Bürger*innen bereits heute eine vielfältig ge-
nutzte, wertvolle Grünfläche. Der Park bietet, 
über die bestehende Qualität hinaus, ein gro-
ßes Potenzial für mehr Artenvielfaltsflächen 
und zusätzliche Baumpflanzungen. Des 
Weiteren bietet die Fläche des ehemaligen 
Getränkemarkts Potenzialraum für ergänzen-
de, gemeinschaftliche Projekte wie beispiels-
weise Urban Gardening.
Lohsepark (innerer Grüngürtel Nord) (13)
Die Parkfläche des Nordparks liegt zwischen 
der Niehler und der Amsterdamer Straße 
und ist für die umliegenden Bewohner*innen 
schon heute eine wichtige, multifunktional 
genutzte Grünfläche und Wegeverbindung. 
Die Grünfläche weist ein besonderes Poten-
zial für eine verstärkte Förderung der Arten-
vielfalt in der Stadt auf. In dem Zuge wird 
auch ein behutsames Pflegekonzept für die 
Grünfläche gewünscht. Ein überarbeitetes 
Wegekonzept könnte dazu beitragen, eine 
bessere Durchwegung des Parks unter Be-
rücksichtigung des Artenschutzes sicherzu-
stellen.
Nordpark (14)

MASTERPLAN STADTGRÜN KÖLN-NIPPES | 53
Quick Wins: Kleinere, potenzielle und gezielte Maßnahmen zur 
Qualifizierung bestehender (grün) Strukturen
Bereits heute besteht die Möglichkeit, über 
eine Durchwegung der südlich angrenzenden 
Kleingartenanlage vom Nordpark fußläufig in 
den Johannes-Giesberts-Park zu kommen. 
Durch Aufwertung dieser Wegebeziehung 
und v.a. eine verbesserte Querung der Xan-
tener Straße (Wegnahme eines Parkplat-
zes) kann mit einfachen Mitteln diese wichti-
ge Grünraumverbindung gestärkt werden.
Der Johannes-Giesberts-Park ist bereits 
heute eine wichtige Grünfläche des Stadtteils 
Nippes und grenzt an das Clouth Quartier. 
Hier werden seitens der Bürger*innen v.a. 
Verbesserungen der Wegverbindungen so-
wie eine bessere Anbindung an umliegende 
Quartiere vorgeschlagen. Zudem wünscht 
sich die Bevölkerung eine Verbesserung der 
Biodiversität und Steigerung der Nutzungs-
vielfalt. Im Frühjahr 2023 hat ein separates 
Beteiligungsverfahren stattgefunden. 
Johannes-Giesberts-Park (15)
Die entlang der Stadtteile Nippes, Weiden-
pesch sowie Niehl und Riehl verlaufende 
Hochbahntrasse soll langfristig zu einem 
qualitativen Grünraum weiterentwickelt wer-
den, welcher die Anbindung der Stadtteile 
an den Rhein und die Rheinauen verbessert. 
Im Zuge dessen besteht die Chance neue 
Formen des wohnraumnahen Grünraums 
zu schaffen. Das Teilstück zwischen Niehler 
Gürtel und Amsterdamer Straße soll im Zuge 
dessen entsiegelt und zu einer zusammen-
hängenden Parklandschaft weiterentwickelt 
werden. Ein separates Beteiligungsverfahren 
fand im Jahr 2021/2022 statt.
Grünzug entlang der Hochbahn (16)

54 | MASTERPLAN STADTGRÜN KÖLN-NIPPES
STECKBRIEF RIEHL 
Mögliche Maßnahmen für den Stadtteil Riehl 
Der Stadtteil Riehl zeichnet sich bereits heute durch ein hohes Maß an qualitätsvollen 
Grün- und Freiraumangeboten aus. Diese Angebote gilt es in ihrer Qualität zu bewahren 
und durch ergänzende Grünmaßnahmen anzureichern.
Besondere bestehende Grün- und  
Freiraumstrukturen
Der Stadtteil Riehl besticht durch die direkte 
Nähe zum inneren Grüngürtel sowie durch 
seine Nähe zum Rhein und den Rheinauen.  
Hinzu kommen die Flora als städtischer Bo-
tanischer Garten und der Kölner Zoo, die mit 
ihrer besonderen Freiraumqualität und den 
einzigartigen Nutzungsangeboten nicht nur 
für die angrenzende Nachbarschaft, sondern 
auch über den Stadtteil hinaus besondere 
Anziehungskraft entfalten. Die Siedlungs-
strukturen des Stadtteil Riehl sind geprägt 
durch gründerzeitliche Blockrandbebauung 
und ein hohes Maß an wohnraumnahen 
Grün- und Aufenthaltsflächen. Der Stadtteil 
grenzt in Osten an den Rhein und schafft mit 
den Rheinauen ein wichtigen Baustein der 
Grünraumversorgung im Stadtteil. Darüber 
hinaus sind die Flora mit dem botanischen 
Garten zu benennen. 
Abbildung 14 Eindrücke aus dem Stadtteil Riehl Quelle Apple Karten

MASTERPLAN STADTGRÜN KÖLN-NIPPES | 55
Aufgaben und Handlungsempfehlungen  
Während die Siedlungsstrukturen bereits 
über einen guten Zugang zu öffentlichen 
bzw. halböffentlichen Grünstrukturen ver-
fügen, gilt es insbesondere die Verknüpfung 
der vorhandenen Grünräume sowie deren 
Durchwegung auf Stadtteilebene und darü-
ber hinaus zu verbessern (Stichwort: Grün-
zug Nippes).  Darüber hinaus erfordern die 
Riehler Heimstätten ein angepasstes Nut-
zungsangebot für Senior*innen und beson-
ders kurze Wege und Zugänge zu qualitati-
ven Grün- und Freiraumangeboten. 
Abbildung 15 Verortung des Stadtteils Riehl im Stadtbezirk. Quelle Stadtland IMPULS

56 | MASTERPLAN STADTGRÜN KÖLN-NIPPES
VERORTUNG DER VORSCHLÄGE
Abbildung 16 Digitalisierung der Ergebnisse. Teilbereich Riehl. Quelle: Stadtland IMPULS

MASTERPLAN STADTGRÜN KÖLN-NIPPES | 57

58 | MASTERPLAN STADTGRÜN KÖLN-NIPPES
STECKBRIEF RIEHL 
Zentrale Orte mit Handlungsschwerpunkten
Die Stammheimer Straße im Stadtteil Riehl 
ist ein Straßenraum, der vom ruhenden 
Verkehr dominiert wird, Konflikte mit Fuß-
gängern hervorruft und den Bewohner*innen 
wenig Aufenthaltsqualität verschafft. Ziel 
ist eine qualitative Weiterentwicklung des 
monofunktionalen Straßenraums zum Stadt-
raum mit Aufenthaltsqualität sowie die Kom-
primierung und Rücknahme des ruhenden 
Verkehrs. Darüber hinaus ist eine partielle 
Begrünung des Straßenraums gewünscht.
Qualifizierung der Stammheimer Str. (1)
VOM STRASSENRAUM ZUM STADTRAUM
Di
e bestehenden Grünflächen an der Ecke Rieh-
ler Tal – Stammheimerstraße bleiben mit einer 
kleinen Rasenfläche, einem Baum und zwei 
Bänken deutlich hinter ihren Möglichkeiten zu-
rück. Ergänzende Bepflanzungen und attrak-
tive Aufenthaltsmöglichkeiten könnten den 
Platz zu einem qualitätsvollen Quartierspark für 
Mensch und Natur in der Stadt aufwerten.
Grünfläche Riehler Tal / Stammheimer Str. (2)
VIELFÄLTIG NUTZBARE GRÜNFLÄCHE
Di
e Barbarastraße liegt zwischen Amsterdamer 
Straße und Boltensternstraße, und grenzt an 
den Blumengroßhandel und das Bundesverwal-
tungsamt Köln. Hier fordern die Bürger*innen 
eine Entsiegelung und Bündelung der Flächen 
des ruhenden Verkehrs, um das Grün- und 
Freiflächenangebot entlang der Straße zu erwei-
tern.
Parkplatzfläche an d. Barbarastraße (3)
VIELSEITIG GESTALTETER QUARTIERSPLATZ

MASTERPLAN STADTGRÜN KÖLN-NIPPES | 59
Quick Wins: kleinere, potenzielle Maßnahmen zur qualitativen 
Aufwertung
Das Riehler Plätzchen befindet sich direkt 
vor dem Nebeneingang des Zoos und inte-
griert derzeit eine kleine Grünfläche sowie 
eine große Parkplatzfläche. An diesem Ort 
besteht ein großes Potenzial für einen quali-
tätsvollen Quartiersplatz mit einem vielfälti-
gen Nutzungsangebot. Hierfür sollten nach 
Vorstellung der Bürger*innen die vorhandene 
Parkplatzfläche entsiegelt und die Grünfläche 
aufgewertet werden sowie ergänzende Auf-
enthaltsmöglichkeiten geschaffen werden. 
Im Zuge einer Bündelung des ruhendne Ver-
kehrs ist eine entsprechende Bedarfsunter-
suchung und ein Angebot für alternative 
Parkmöglichkeiten des Besucher*innenver-
kehrs, durchzuführen. 
Platz am Zoo / Riehler Platz (4)
Die Ottfried-Preußler-Grundschule liegt an 
der Garthestraße zentral im Stadtteil Riehl. 
Der Schulhof der Schule ist stark versiegelt 
und bietet wenig Hitzeschutz. Vor diesem 
Hintergrund benötigt der Schulhof eine Ent-
siegelung und verstärkte Begrünung. 
Schulhof Ottfried-Preußler-Grundschule (5)
Im Bereich der Kleingartenanlagen am 
Niehler Gürtel fehlt es an öffentlichen We-
gestrukturen, die für alle zugänglich sind. 
So sollte die vorhandene Durchwegung der 
Kleingartenanlage in das übergeordnete We-
genetz des Stadtteils eingebunden werden 
und somit zu einem zusammenhängenden 
Grün- und Freiraumnetz, welches durch die 
Bürger*innen erlebbar ist, weiterentwickelt 
werden.
Zugänglichkeit Kleingartenanlage am 
Niehler Gürtel (6)
DURCHLÄSSIGKEIT VON KLEINGÄRTEN

60 | MASTERPLAN STADTGRÜN KÖLN-NIPPES
STECKBRIEF NIEHL 
Mögliche Maßnahmen für den Stadtteil Niehl 
Kernthemen der Öffentlichkeitsbeteiligung waren im Stadtteil Niehl zuvorderst der Um-
gang mit stark industriellen und gewerblich geprägten Flächen aus Perspektive des Grün- 
und Landschaftsraumes. Hierzu gehört neben einer landschaftlichen Aufwertung dieses 
Bereichs insbesondere eine verbesserte Durchwegung und Erlebbarkeit der Industrie-
landschaft. 
Besondere bestehende Grün- und  
Freiraumstrukturen
Der Stadtteil Niehl ist vorwiegend von groß-
maßstäblichen industriellen und gewerb-
lichen Nutzungen geprägt. Darunter zählen 
unter anderem die Ford-Werke sowie der 
Niehler Hafen. Insbesondere die Ford-Werke 
stellen dabei eine Zäsur entlang der Rhein-
promenade dar, an die im Süden der Niehler 
Strand angrenzt. Dieser stellt mit seiner 
abwechslungsreichen Rheinauenlandschaft 
(Stichwort „Stadt-Natur“) und vielfältigen 
Nutzungsstruktur schon heute einen be-
sonders attraktiven Naherholungsraum von 
hoher stadtteil- sowie stadtbezirksübergrei-
fenden Anziehungskraft dar. 
Die Siedlungsbereiche von Niehl verfügen 
über einen geringen Anteil an wohnraum-
nahen Grün- und Freiflächen, und sind zu-
dem durch hohe Lärmemissionen belastet. 
Gemeinschaftliche öffentliche Räume in den 
Siedlungsbereichen sind nur geringfügig vor-
handen und konzentrieren sich derzeit vor 
allem auf den Stadtteil Weidenpesch.
Abbildung 17 Eindrücke aus dem Stadtteil Niehl Quelle Apple Karten

MASTERPLAN STADTGRÜN KÖLN-NIPPES | 61
Aufgaben und Handlungsempfehlungen  
Im Stadtteil Niehl sind neben dem Aufbau 
von gemeinschaftlichen Quartiersplätzen 
insbesondere die verbesserte Zugänglichkeit 
und das Nebeneinander von Industrie und 
Grünstrukturen als übergeordnete Themen 
zu benennen. Hierbei geht es nicht nur um 
eine stärkere Durchgrünung der Industrie- 
und Gewerbestrukturen, sondern auch um 
eine an die Nutzungsstrukturen angepasste 
Wegeführung in Verbindung mit der Insze-
nierung/Sichtbarmachung der aktiven „In-
dustrielandschaft“. Ergänzendes Straßenbe-
gleitgrün sowie die vertikale Begrünung von 
Industrie- und Gewerbehallen kann dabei zu 
einer Verbesserung des Stadtklimas beitra-
gen. Insbesondere das ehemalige Esso-Ge-
lände im Norden Niehls bietet das Potenzial 
einer neuen qualitativen Grünverbindung, 
welche das Nebeneinander von Produktion 
und Grünraum erlebbar gestaltet und den 
Lückenschluss des äußeren Grüngürtels an 
den Rhein ermöglicht. 
Darüber hinaus ist in Niehl die Anbindung an 
die rechtsrheinischen Stadtteile Kölns von 
besonderer Bedeutung, die durch einen Brü-
ckenschlag über den Rhein (Fußgänger- und 
Fahrradbrücke) erfolgen und einen zusam-
menhängenden Grünraum etablieren könnte.
Abbildung 18 Verortung des Stadtteils Niehl im Stadtbezirk. Quelle Stadtland IMPULS

62 | MASTERPLAN STADTGRÜN KÖLN-NIPPES
VERORTUNG DER VORSCHLÄGE
Abbildung 19 Digitalisierung der Ergebnisse. Teilbereich Niehl. Quelle: Stadtland IMPULS

MASTERPLAN STADTGRÜN KÖLN-NIPPES | 63

64 | MASTERPLAN STADTGRÜN KÖLN-NIPPES
STECKBRIEF NIEHL 
Zentrale Orte mit Handlungsschwerpunkten
Die Emdener Straße verläuft entlang der 
Ford-Werke und der angrenzenden Gewerbe-
flächen. In ihrer Hauptfunktion als klassische, 
gewerblich genutzte Erschließungsstraße 
weist sie aktuell keinerlei Aufenthaltsqualität 
und nur einen geringen Anteil an Grünstruk-
turen auf. Ergänzendes, straßenbegleitendes 
Grün könnte den Straßenzug aufwerten, 
die Außenwirkung des Industrieareals ver-
bessern und eine qualitative übergeordnete 
Verbindung für Fuß- und Radfahrer*innen 
herstellen.
Emdener Straße (1)
GRÜNRAUMVERBINDUNGEN IM STADTRAUM
Das Gewerbegebiet Niehl weist eine dichte 
Versieglung und wenig Grünflächen auf. Über 
eine Konzentration und Teilentsiegelung vor-
handener Parkplatzflächen könnte mehr Platz 
für Freiraum und Grün im Quartier gewon-
nen werden. Überdies könnte durch Dach- 
und Fassadenbegrünung eine Aktivierung 
von klimaaktiven Flächen im Gewerbegebiet 
erfolgen.
Gewerbegebiet Niehl (2)
Das ehemalige Esso-Gelände im Industriege-
biet von Niehl ist eine Brachfläche, die der-
zeit nicht vollständig genutzt wird. Aufgrund 
dessen könnte hier eine Grünvernetzung und 
Verbesserung der Zugänglichkeit zum Rhein 
in der Ost-West-Achse geschaffen werden. 
Ebenso kann eine Anreicherung von Grünflä-
chen auch durch temporäre Bepflanzungen 
ermöglicht werden. Zusätzlich kann die In-
dustrie durch grüne Wegeführungen erlebbar 
gestaltet werden. Die entwickelten Biotope 
im Bereich des Golfplatzes sollten in jedem 
Fall erhalten bleiben und geschützt werden.
Ehemalige Esso-Gelände und Umgebung (3)

MASTERPLAN STADTGRÜN KÖLN-NIPPES | 65
Quick Wins: kleinere, potenzielle Maßnahmen zur qualitativen 
Aufwertung
Eine Anbindung an den rechtsrheinischen 
Stadtteil und deren Grünflächen ist bisher 
nicht vorhanden. Mit einem „Brückenschlag“ 
über den Rhein (Fußgänger- und Fahrrad-
brücke) könnte der Stadtteil Niehl mit seinen 
Naherholungsflächen an den rechtsrheini-
schen Stadtteil Mülheim und dessen Nut-
zungsangebote angebunden werden. Als 
Alternative zu einer baulichen Fuß- und Rad-
wegbrücke, wäre eine Fährüberfahrt für Fuß-
gänger*innen und Radfahrer*innen denkbar. 
Eine solche Verlängerung des Äußeren Grün-
gürtels über den Rhein wurde im Rahmen 
eines integrierten Stadtentwicklungskonzep-
tes (ISEK) bereits konzeptionell angedacht.
Anbindung an die rechtsrheinischen Stadtteile (4)
Das Niehler Ei und seine Umgebung ist eine 
Grünfläche umgeben von Straßen. Hier liegt 
das Potenzial in einer Verbesserung der An-
bindung an das bestehende Fuß- und Rad-
wegenetz, sowie im Schutz und der Erweite-
rung der bestehenden Stadtnatur. Außerdem 
wäre eine Einbindung des Gewerbeparks in 
ein übergeordnetes Grünraumnetz (Grüner 
Campus Kantine) wünschenswert.
Niehler Ei und Umgebung (5)
VOM STRASSENRAUM ZUM STADTRAUM
Die Sebastianstraße ist der nördliche Auslauf 
der Niehler Str. und verläuft bis zum Rhein. 
Aufgrund ihrer Nähe und direkten Anbindung 
zum Rhein besitzt sie großes Potenzial zu 
einem qualitätsvollen Stadtraum  mit hoher 
Aufenthaltsqualität zu werden. Dies kann 
unter anderem die Ergänzung von Straßen-
begleitgrün sowie die Schaffung von quali-
tätsvollen Quartiersplätzen beinhalten. 
Qualifizierung Sebastianstraße (6)

66 | MASTERPLAN STADTGRÜN KÖLN-NIPPES
VIELSEITIG GESTALTETE QUARTIERSPLÄTZE
Der Platz an der Ecke Boltener Straße - 
Nieh
ler Damm liegt in unmittelbarer Nähe 
zum Niehler Hafen und ist stark von Lärm 
und mangelnder Pflege geprägt. Hier soll-
ten Maßnahmen zum Lärmschutz (Niehler 
Hafen, Einflugschneise des Flughafen Köln-
Bonn und gewerblich genutzt Bahntrassen) 
sowie für eine verbesserte Sauberkeit des 
Platzes (Mülleimer etc.) durchgeführt wer-
den.
Platz Ecke Boltensternstraße /  
Niehler Damm (7)
Der bestehende Quartiersplatz an der Nes-
selrodestraße / Ecke Niehler Str. weist derzeit 
einen hohen Versiegelungsgrad und geringe 
Aufenthaltsqualität auf. Perspektivisch könn-
te hier ein wohnraumnaher Quartiersplatz für 
die angrenzende Nachbarschaft entstehen. 
Zuvorderst gilt es hierbei die stark versiegel-
ten Flächen zu entsiegeln und durch nach-
trägliche Begrünung die Aufenthaltsqualität 
zu steigern.
Platz Nesselrodestraße / Ecke Niehler Str. (8)

MASTERPLAN STADTGRÜN KÖLN-NIPPES | 67
Quick Wins: kleinere, potenzielle Maßnahmen zur qualitativen 
Aufwertung
BLAU-GRÜNE INFRASTRUKTUR
Rheinpark Niehl / Niehler Strand (9)
Der Rheinpark Niehl mit dem Niehler Strand 
ist b
ereits heute eine wichtige Grün- und 
Aufenthaltsfläche für den ganzen Stadtbezirk 
Nippes. Daher sind die Pflege und Instand-
haltung dieser Flächen besonders wichtig. 
Nach Vorstellung vieler Bürger*innen sollten 
in diesem Bereich mehr Mülleimer und öf-
fentliche Toiletten aufgestellt werden, um die 
Sauberkeit des Standortes sicherzustellen. Die 
Straße „Am Molenkopf“ sollte darüber hinaus 
durch Infrastrukturen für Fahrer*innen des 
Logistikverkehrs ergänzt werden (öffentliche 
Toiletten, Mülleimer etc), um somit einer Ver-
unreinigung des Stadtraums zu vermeiden.
Darüber hinaus gilt es die bestehende Stadt-
natur in diesem Bereich in ihrer Qualität zu 
schützen und Artenvielfalt zu fördern. Die Zu-
gänglichkeit zu angrenzenden Siedlungsberei-
chen sollte verbessert und so gelenkt werden, 
dass vorhandene ökologische und landschaft-
liche Qualitäten nicht gefährdet werden.

68 | MASTERPLAN STADTGRÜN KÖLN-NIPPES
STECKBRIEF WEIDENPESCH UND MAUENHEIM
Mögliche Maßnahmen für die Stadtteile Weidenpesch 
und Mauenheim
Die Stadtteile Mauenheim und Weidenpesch profitieren bereits heute von nahegelegenen 
Grünflächen und Naherholungspotenzialen. Vor diesem Hintergrund ist es Ziel, in diesen 
Stadtteilen eine integrierte Betrachtung der Grünflächen voranzutreiben, die diese in ein 
zusammenhängendes Grünnetz einbettet sowie innerhalb der Quartiere attraktive Frei-
raumangebote schafft.
Besondere bestehende Grün- und  
Freiraumstrukturen
Die Stadtteile Mauenheim und Weidenpesch 
zeichnen sich durch unterschiedliche Grün-
flächen aus. Der Nordfriedhof stellt für viele 
Menschen neben seiner Friedhofsfunktion 
auch einen zentralen Naherholungsraum bei-
spielsweise für Spaziergänge im Grünen dar, 
der zukünftig mit Artenvielfaltsflächen weiter 
angereichert werden könnte. Darüber hinaus 
stellt die Galopprennbahn einen wichtigen 
Ort dar, der als vielseitig genutzter Raum 
unterschiedliche Zielgruppen anspricht. Die 
zentrale Wiesenfläche könnte zukünftig ihr 
Potenzial noch weiter ausnutzen und mit 
ihren bestehenden Wasserflächen noch stär-
ker zur Verbesserung der klimatischen Bedin-
gungen im Stadtteil beitragen. Die Neusser 
Straße als zentrale Achse im Stadtteil verfügt 
heute nur an wenigen Stellen über echte 
Stadtraumqualität. So könnte der Straßen-
querschnitt könnte insbesondere mit Blick 
auf den Radverkehr und Fußgänger*innen 
verbessert werden, um für alle Verkehrsteil-
nehmer*innen einen sicheren und vielfältig 
nutzbaren Raum zu ermöglichen.
Abbildung 20 Eindrücke aus dem Stadtteil Weidenpesch Quelle A pple Karten

MASTERPLAN STADTGRÜN KÖLN-NIPPES | 69
Aufgaben und Handlungsempfehlungen  
Die Stadtteile Mauenheim und Weidenpesch 
profitieren bereits heute von unterschied-
lichen Grünflächen. Diese Angebote gilt es 
jedoch besser zu erschließen und im Sinne 
eines zusammenhängenden Netzes mitein-
ander zu verknüpfen, das von einem entspre-
chenden Wegekonzept begleitet wird. Dabei 
ist eine Vernetzung über den Stadtteil hinaus 
sowie der Anschluss an größere städtische 
Grünstrukturen vorstellbar. Darüber hinaus 
besteht innerhalb der Stadtteile ein großes 
Potenzial in der Gestaltung von neuen Quar-
tierstreffpunkten sowie in der Aktivierung 
von Brachflächen und damit verbundenen 
Grünflächenpotenzialen. Auch die bestehen-
den Wasserflächen bieten das Potenzial Teil 
einer zusammenhängenden, blau-grünen 
Infrastruktur zu werden, die die Klimaan-
passung der Stadtteile unterstützt. Darü-
ber hinaus wünscht sich die Bürgerschaft 
ein Konzept zur verbesserten Erschließung 
von privaten Grünflächen, die insbesondere 
Innenhöfe aktiviert und für Nachbarschaften 
zugänglich macht.
Abbildung 21 Verortung des Stadtteils Weidenpesch im Stadtbezirk. Qu elle Stadtland IMPULS

70 | MASTERPLAN STADTGRÜN KÖLN-NIPPES
VERORTUNG DER VORSCHLÄGE
Abbildung 22 Digitalisierung der Ergebnisse. Teilbereich Weidenpesch. Quelle: Stadtland IMPULS

MASTERPLAN STADTGRÜN KÖLN-NIPPES | 71

72 | MASTERPLAN STADTGRÜN KÖLN-NIPPES

MASTERPLAN STADTGRÜN KÖLN-NIPPES | 73

74 | MASTERPLAN STADTGRÜN KÖLN-NIPPES
STECKBRIEF WEIDENPESCH UND MAUENHEIM
Zentrale Orte mit Handlungsschwerpunkten
BLAU-GRÜNE-INFRASTRUKTUR
Die Teichlandschaft am Ginsterpfad im Stadtteil 
Weidenpesch ist bereits heute eine qualitätsvol-
le Stadtnaturfläche, die allerdings nur schlecht 
zugänglich ist. Die Bürger*innen wünschen sich 
ein Wegekonzept, das unter Berücksichtigung 
ökologischer Qualitäten den Grünraum besser 
zugänglich und erlebbar macht. Das Gebiet ist 
als Naturschutzgebiet ausgewiesen und kann 
entsprechend der Schutzziele nicht für den Be-
suchsverkehrs geöffnet werden.
Teichlandschaft (1)
Der Nordfriedhof ist einer der größten Friedhöfe 
in Köln. Die Zugänge zum Friedhof sind derzeit 
limitiert. Die Bürgerschaft wünscht sich vor die-
sem Hintergrund insbesondere im nördlichen 
Teil eine verbesserte Zugänglichkeit, um eine 
übergeordnete Wegverbindung zwischen dem 
Heckpfad in Richtung Pallenbergstraße möglich 
zu machen. Durch seine Funktion als Ort der 
Ruhe und Besinnung kann der Friedhof zudem 
als ruhiger Naherholungsort für den Stadtbezirk 
fungieren. Zusätzlich hat der nördliche Teil des 
Friedhofs durch seine qualitätsvollen Grünflä-
chen das besondere Potenzial, zu einem „Hot-
spot“ für mehr Stadtnatur und Artenvielfalt zu 
werden.
Nordfriedhof (2)
ZUGÄNGLICHE NAHERHOLUNG
Die Pallenbergstraße grenzt an den Nord-
friedhof und an die Jesuitenstraße. Hier 
befindet sich ein ehemaliger Quartierstreff-
punkt, der gestalterisch aufgewertet und 
reaktiviert werden könnte. Der sich dort be-
findende Leerstand mit großer Außenanlage 
bietet besonderes Potenzial für eine Umge-
staltung zu einem multifunktionalen, leben-
digen Quartiersplatz. Darüber hinaus könnte 
der reaktivierte Quartiersplatz mit den Grün-
flächen am Pallenbergheim durch Straßenbe-
gleitgrün verbunden und als zusammenhän-
gender Freiraum erweitert werden.
Pallenbergstr. / Pallenbergheim (3)
VIELSEITIG GESTALTETER QUARTIERSPLATZ

MASTERPLAN STADTGRÜN KÖLN-NIPPES | 75
Quick Wins: kleinere, potenzielle Maßnahmen zur qualitativen 
Aufwertung
Der Platz am Tetzerkamp befindet sich zwi-
schen Jesuitengasse und Neusser Straße,  weist 
derzeit eine hohe Konkurrenz verschiedener 
Verkehrsteilnehmer*innen und eine geringe 
Aufenthaltsqualität auf. Durch eine Neugestal-
tung des Platzes in Verbindung mit der Her-
stellung von Verweilmöglichkeiten, mehr Grün 
und einem Trinkwasserangebot könnte hier ein 
Quartierstreffpunkt entwickelt werden.
Platz am Tetzerkamp (5)
Zugang zur Kleingartensiedlung verbessern (6)
DURCHLÄSSIGKEIT VON KLEINGÄRTEN
Im Norden von Mauenheim liegen einige Klein-
gärten, die an den Nordfriedhof angrenzen. Um 
die Radwegverbindungen im Stadtbezirk zu ver-
bessern, und gleichzeitig qualitätsvolle wie si-
chere Wegverbindungen zu erhalten, wäre eine 
verbesserte Zugänglichkeit der Kleingärten 
notwendig. Hierüber könnte auch ein durch-
gängiges Grünraumnetz vom Nippeser Tälchen 
bis zum Nordfriedhof geschaffen werden.
Grünflächen - Schlesischer Platz (7)
Die bestehenden Grünflächen am Schlesischen 
Platz liegen im Rennbahn-Viertel des Stadtteils 
Weidenpesch und weisen bisher keine gute Zu-
gänglichkeit auf. Es besteht das Potenzial, die 
privaten Grünflächen besser zu vernetzen und 
für das Quartier zugänglich zu machen. Nach 
Vorstellung der Bürgerschaft könnte dies durch 
ein Innenhof-Konzept verwirklicht werden.
VERNETZUNG VON GRÜNFLÄCHEN

76 | MASTERPLAN STADTGRÜN KÖLN-NIPPES
Galopprennbahn und Umgebung (8)
Die Galopprennbahn befindet sich im Osten 
von Weidenpesch. Durch ihre Größe, ihre ein-
zigartige Struktur in Verbindung mit einem be-
sonderen Schutzstatus als Denkmal stellt dieser 
Bereich bereits heute eine bedeutende Fläche 
für den Stadtbezirk Nippes dar. Neben der Nut-
zung als Pferderennbahn bietet die Fläche das 
Potenzial für weitere vielfältige Nutzungen und 
eine verstärkte Förderung des innerstädtischen 
Artenschutzes. Wünschenswert wäre eine 
multifunktionale Mehrfachnutzung, ohne die 
Nutzungsanforderungen der Pferderennbahn 
zu behindern. Darüber hinaus ist eine öffentli-
che Durchwegung sowohl in Nord-Süd als auch 
in Ost-West-Richtung anzustreben und bietet 
die Chance einen qualitativen Knotenpunkt für 
Fußgänger*innen und Radfahrer*innen zu sein. 
Grünverbindung nach Longerich (9)
Nach Vorstellung der Bürgerschaft sollte die 
verbesserte Grünverbindung von Weiden-
pesch über Nippes bis in die Kölner Innenstadt 
geschaffen werden in Verbindung mit einem 
sicheren und qualitätsvollen Radweg.  Hierfür 
könnte zwischen der Neusser Straße und dem 
Simonskaul, entlang der Bahnschienen eine 
entsprechende Grünachse hergestellt werden.
JugendzentrumWC
„Grüner Hof“ (10)
GEMEINSCHAFTLICHES GRÜN 
Der Grüne Hof befindet sich im Nordosten von 
Mauenheim und beschreibt eine Grünfläche, die 
bislang hinter ihren Möglichkeiten zurückbleibt. 
Neben einer verbesserten Zugänglichkeit und 
Anbindung des Freiraums schlagen die Bür-
ger*innen eine qualitätsvolle Fortentwicklung 
zum Quartiersplatz sowie die Stärkung des vor-
handenen Baumbestandes in Verbindung mit 
einer Förderung der Artenvielfalt vor. Die Fläche 
befindet sich im Eigentum der GAG.
Simonkaul bis Merheimer Straße (11)
VOM STRASSENRAUM ZUM STADTRAUM
Der Teilabschnitt im Bereich Simonkaul über 
Jesuitengassen bis zur Merheimer Straße bietet 
das Potenzial durch ergänzende Straßenbäume 
qualifiziert zu werden. Darüber hinaus könnte 
durch Umwidmung zur Fahrradstraße der Nut-
zungskonflikt zwischen verschiedenen Ver-
kehrsteilnehmer*innen gelöst werden.

MASTERPLAN STADTGRÜN KÖLN-NIPPES | 77
Quick Wins: kleinere, potenzielle Maßnahmen zur qualitativen 
Aufwertung
Neusser Str. (Weidenpesch) (12)
Die Neusser Straße ist eine der wichtigsten 
Nord-Süd-Verbindungen im Stadtteil Weiden-
pesch und bietet zukünftig das Potenzial für 
eine umfassende Umgestaltung. Der bisher 
vom Pkw dominierte Straßenraum könnte 
nach Vorstellung der Bürger*innen zu einem 
qualitätsvollen Stadtraum fortentwickelt 
werden. Neben einer Steigerung der Aufent-
haltsqualität entlang der Straße geht es v.a. 
um den Ausbau einer qualitätsvollen Rad-
infrastruktur sowie um ergänzende Baum-
pflanzungen und Begrünungsmaßnahmen.
Scheibenstr. zwischen Kleingärten und 
Sportanlage (13)
Die Scheibenstraße verläuft oberhalb der 
Galopprennbahn und unterhalb einer Kleingär-
tensiedlung. Derzeit ist der Straßenraum noch 
in erster Linie auf den MIV ausgerichtet und 
durch diesen geprägt. Einige der Bürger*innen 
wünschen sich in diesem Bereich eine Ver-
besserung der Aufenthaltsqualität für  Fuß-
gänger*innen und Radfahrer*innen sowie eine 
Umgestaltung der heutigen Parkplatzflächen 
zu multifunktional nutzbaren Flächen. Erste 
Maßnahmen können hierbei ergänzendes 
Stadtmobiliar oder punktuelle Begrünungs-
elemente darstellen.
Friedrich-Karl-Straße (14)
Die Friedrich-Karl-Straße liegt im Südosten des 
Stadtteils Weidenpesch und verläuft östlich 
weiter bis nach Niehl. An der Straße befinden 
sich viele Grünflächen, die Potenzial für eine 
verstärkte Nutzungsvielfalt (auch als Hunde-
wiese) bieten. Die bestehenden Quartiersplät-
ze entlang der Straße könnten mit einfachen 
Mitteln gestalterisch aufgewertet und die 
Aufenthaltsqualität für Bewohner*innen ver-
bessert werden. Des Weiteren wünscht sich 
die Bürgerschaft in diesem Bereich eine ver-
besserte Aufenthaltsqualität für Fußgänger*in-
nen und Radfahrer*innen. Im Rahmen einer 
Verkehrsstudie ist zu prüfen, ob der Straßen-
querschnitt der Friedrich-Karl-Straße südlich 
der Galopprennbahn verringert werden kann. 
Dies bietet die Chance den Straßenraum nach-
träglich zu begrünen und zu einer Ost-West-
Verbindung zwischen Nippes, Weidenpesch 
und Niehl auszubauen.

78 | MASTERPLAN STADTGRÜN KÖLN-NIPPES
STECKBRIEF BILDERSTÖCKCHEN
Mögliche Maßnahmen für den Stadtteil Bilderstöckchen
Bilderstöckchen liegt als Stadtteil relativ isoliert innerhalb der räumlichen Klammer zwi-
schen der A57 und Nord-Süd-Richtung verlaufenden Gleisinfrastruktur. Vor diesem Hin-
tergrund wird im Zuge der Öffentlichkeitsbeteiligung vor allem der Wunsch nach einer 
besseren Öffnung und Anbindung des Stadtteils hin zu den umliegenden Stadtteilen er-
kennbar sowie das Potenzial einer verbesserten Nord-Süd-Verbindung zwischen äußerem 
Grüngürtel und Innenstadt. 
Besondere bestehende Grün- und  
Freiraumstrukturen
Bilderstöckchen ist im Vergleich zum Stadt-
teil Nippes mit weniger öffentlichen Grün-
flächen ausgestattet und zeichnet sich 
vermehrt durch private Wohnquartiere mit 
eigenen Gärten aus. Einer der zentralen Er-
holungsflächen in Bilderstöckchen ist der 
Blücherpark mit einer Vielzahl an Freizeit-
möglichkeiten wie Joggingstrecken, Spazier-
wege, Spielplätze und einer größeren Was-
serfläche mit Bootsverleih. Darüber hinaus 
zeichnet sich der Stadtteil durch großflächige 
Kleingartenanlagen aus, die sich rund um 
den Blücherpark angliedern. Für eine bessere 
Erschließung der Grünflächen im Norden bis 
hin zum äußeren Grüngürtel, wünscht sich 
die Bevölkerung eine verbesserte Anbindung 
für Fußgänger*innen und Radfahrer*innen. 
Die zentralen Verkehrsachsen sind an einigen 
Stellen noch nicht für alle Verkehrsteilneh-
mer*innen in ausreichender Qualität vorhan-
den und fehlende Querungsmöglichkeiten 
insbesondere zwischen Longericher Straße 
und Etzelstraße stellen aktuell größere He-
rausforderungen dar. Aufwertungsmaß-
Abbildung 23 Eindrücke aus dem Stadtteil Bilderstöckchen Quelle Apple Karten

MASTERPLAN STADTGRÜN KÖLN-NIPPES | 79
Abbildung 24 Verortung des Stadtteils Bilderstöckchen im Stadtbezirk. Quelle Stadtland IMPULS
nahmen in diesem Bereich würden n icht nur 
die Aufenthaltsqualität verbessern, sondern 
auch die Anbindung an umliegende Stadttei-
le verbessern und damit die Lebensqualität 
vieler Bewohner*innen (auch anderer Stadt-
teile) steigern.
Aufgaben und Handlungsempfehlungen  
Um der zwischen zwei zentralen Verkehrs-
infrastrukturen „eingezwängten“, isolier-
ten Lage des Stadtteils Bilderstöckchen 
entgegenzuwirken, stehen besonders die 
Herstellung von neuen Verbindungen und 
die Gestaltung verbesserter Querungs-
möglichkeiten im Fokus. Auch die bewusste 
Weiterentwicklung von Straßenräumen zu 
qualitätsvollen Stadträumen, die allen Ver-
kehrsteilnehmer*innen eine sichere Nutzung 
ermöglichen, ist ein zentrales Thema für 
Bilderstöckchen. Darüber hinaus könnte eine 
stärkere Eingrünung des Stadtteils entlang 
der Infrastrukturachsen zu einer Verbesse-
rung der Artenvielfalt sowie der Aufenthalts-
qualität führen. Punktelle grüne Platzgestal-
tungen könnten darüber hinaus zu neuen 
attraktiven Treffpunkten beitragen, die für 
die Bewohner*innen des Stadtteils vielseitig 
nutzbar sein sollten und klimatische Ver-
besserungen mit sich bringen. Dies steht in 
einem engen Zusammenhang mit einer Neu-
organisation des ruhenden Verkehrs (Bünde-
lung bzw. vertikale Unterbringung vorhande-
ner Parkplätze).

80 | MASTERPLAN STADTGRÜN KÖLN-NIPPES
VERORTUNG DER VORSCHLÄGE
Abbildung 25 Digitalisierung der Ergebnisse. Teilbereich Bilderstöckchen. Quelle: Stadtland IMPULS

MASTERPLAN STADTGRÜN KÖLN-NIPPES | 81

82 | MASTERPLAN STADTGRÜN KÖLN-NIPPES
STECKBRIEF BILDERSTÖCKCHEN
Zentrale Orte mit Handlungsschwerpunkten
GRÜNFLÄCHEN MIT NUTZUNGSVIELFALT
Der Bahndamm in Bilderstöckchen ist in erster 
Linie durch das aktive Gleisbett geprägt und 
stellt derzeit eine wenig qualitätvolle Fläche im 
Stadtbezirk dar. Aus Sicht einiger Bürger*innen 
bietet der Bereich jedoch zukünftig das Potenzi-
al zu einer umfassenden grünen Umgestaltung. 
So könnte das bestehende Grün nachverdichtet 
werden, in Verbindung mit einer stärkeren Ein-
grünung der bestehenden Gleisinfrastruktur. 
Zusätzlich könnte der nördliche Teil des Bahn-
damms durch einen Lärmschutzwall ergänzt 
werden, sodass die negative Wirkung der Bahn-
trasse reduziert wird in Verbindung mit einer 
Stärkung der Artenvielfalt und Aufenthaltsquali-
tät durch mehr Grün im Stadtteil.
Bahndamm Bilderstöckchen (1)
Der B
ahndamm in Bilderstöckchen ist in erster 
Linie durch das aktive Gleisbett geprägt und 
stellt derzeit eine wenig qualitätvolle Fläche im 
Stadtbezirk dar. Aus Sicht einiger Bürger*innen 
bietet der Bereich jedoch zukünftig das Potenzi-
al zu einer umfassenden grünen Umgestaltung. 
So könnte das bestehende Grün nachverdichtet 
werden, in Verbindung mit einer stärkeren Ein-
grünung der bestehenden Gleisinfrastruktur. 
Zusätzlich könnte der nördliche Teil des Bahn-
damms durch einen Lärmschutzwall ergänzt 
werden, sodass die negative Wirkung der Bahn-
trasse reduziert wird in Verbindung mit einer 
Stärkung der Artenvielfalt und Aufenthaltsquali-
tät durch mehr Grün im Stadtteil.
Ausgleichsfläche DB (Longericher Str.) (2)
Ent
lang der Escher Straße sollte nach Vorstel-
lung der Bürger*innen eine sichere Rad- und 
Fußwege-Verbindung in Nord-Süd-Richtung 
hergestellt werden. Hierüber könnte für den 
Stadtteil eine direkte Verbindung bis zum nörd-
lich gelegenen, äußeren Grüngürtel als attrak-
tiver Naherholungsraum sowie eine bessere 
Anbindung an die Innenstadt erfolgen. 
Radiale Verbindungen entlang der Escher Str. (3) 
GRÜNACHSEN SCHAFFEN

MASTERPLAN STADTGRÜN KÖLN-NIPPES | 83
VIELSEITIG GESTALTETER QUARTIERSPLATZ
Der großflächige Parkplatz an der Kreuzung der 
Nievenheimer Straße zur Escher Straße stellt 
eine der größten versiegelten Flächen im Stadt-
teil dar und könnte zu einem vielseitigen Platz 
umgestaltet werden. So besteht das Potenzial, 
vorhandene Parkplatzflächen vertikaler und 
damit platzsparender zu organisieren. Hierüber 
könnte neuer Freiraum für Entsiegelung und 
eine multifunktionale Platzgestaltung gewon-
nen werden. Zudem könnte entlang der Escher 
Straße die Wegeverbindung aufgewertet wer-
den, um den Platz besser zu erschließen.
Parkplatz Nievenheimerstr. / Escherstr. (4)
VOM STRASSENRAUM ZUM STADTRAUM
Die Unterführung, die die Longericher Straße 
mit der Etzelstraße verbindet, wird aktuell als 
Angstraum wahrgenommen. Durch eine bes-
sere Beleuchtung der Straße und Erhöhung der 
Durchgangsqualität könnte eine Aufwertung 
erfolgen, die eine sichere und bessere Verbin-
dung zwischen den Stadtteilen möglich macht. 
Seitens der Bürger*innen wird hierbei eine Tren-
nung der Verkehrsstränge vorgeschlagen, in-
dem ÖPNV sowie MIV den Straßenraum nutzen 
und dieser um einen qualitätsvollen Radweg er-
weitert wird, während die Fußwegeverbindung 
über eine Fußgängerbrücke hergestellt werden 
könnte. Darüber könnte gleichzeitig eine Ver-
bindung zum Nordfriedhof und zu den Grünflä-
chen an der Heinrich-Pesch-Straße hergestellt 
werden.
Gleisunterführung Longericher Str. / Etzelstr. (5)
Die Liebigstraße befindet sich im Süden von 
Bilderstöckchen und stellt die Verbindung zum 
benachbarten Stadtbezirk Ehrenfeld dar. Hier 
wünschen sich einige der Bürger*innen eine 
qualitative Aufwertung des Straßenraums 
durch Straßenbäume sowie eine qualitätsvolle 
Wegeführung für Fuß und Rad, um die stadtbe-
zirksüberreifende Verbindung zu verbessern.Im 
Zuge der Entwicklung des Liebigquartiers wird 
einen Umgestaltung angestrebt. 
Liebigstraße (6)

84 | MASTERPLAN STADTGRÜN KÖLN-NIPPES
STECKBRIEF LONGERICH
Mögliche Maßnahmen für den Stadtteil Longerich
Für den Stadtteil Longerich wurden seitens der Bürger*innen insbesondere der Schutz 
und die Fortentwicklung bereits bestehender Freiraumqualitäten als wesentliche Auf-
gabe beschrieben. Hinzu kommen die Fortentwicklung und Qualifizierung bestehender 
öffentlicher Räume zu nachbarschaftlichen Raumfolgen hoher Aufenthaltsqualität.
Besondere bestehende Grün- und  
Freiraumstrukturen
Der Stadtteil Longerich zeichnet sich durch 
eine aufgelockerte Bebauungsstruktur mit 
einem hohen Anteil an privaten Grünflächen 
aus. Von hoher öffentlicher Freiraum- und 
Aufenthaltsqualität mit hohem Freizeitwert 
ist insbesondere der übergeordnete Grün-
zug, welcher den Stadtteil durchläuft und 
diesen an den äußeren Grüngürtel sowie an 
den Stadtteil Weidenpesch anbindet. Darü-
ber hinaus verfügt Longerich über eine gute 
infrastrukturelle Anbindung und mit dem be-
nachbarten Fühlinger See (Stadtbezirk Chor-
weiler) über ein attraktives, wohnraumnahes 
Naherholungsgebiet. 
Neben den primär privaten und halböffent-
lichen Grünflächen, verfügt der Stadtteil 
auch über einige zentrale, öffentliche Plät-
ze, die teilweise intensivtemporär genutzt 
werden (insbes. Wochenmarkt). Meist sind 
diese Plätze jedoch stark versiegelt, werden 
stark vom ruhenden Verkehr dominiert und 
verfügen über eine nur geringe Aufenthalts-
qualität. Die Dominanz des motorisierten 
Individualverkehrs spiegelt sich auch in der 
einseitigen Profilierung der Straßenräume wi-
Abbildung 26 Eindrücke aus dem Stadtteil Longerich Quelle Apple Karten

MASTERPLAN STADTGRÜN KÖLN-NIPPES | 85
der, die in ihrem Charakter als reine Verkehrs-
räume fungieren und von Anwohner*innen 
kaum als Lebensraum genutzt werden.
Aufgaben und Handlungsempfehlungen  
Die Aufgaben und Handlungsbereiche für 
den Stadtteil Longerich lassen sich in zwei 
wesentliche Themenfelder kategorisieren:
Zum einen gilt es die bestehenden Frei- und 
Grünraumstrukturen in ihren spezifischen 
Charakterzügen und Qualitäten zu schützen 
und zu bewahren. Zu diesen Charakteristi-
ken zählen unter anderem landwirtschaftlich 
genutzte Flächen an den Stadtbezirksgren-
zen sowie bestehende Streuobstwiesen und 
Artenvielfaltsflächen. Eine Steigerung der 
Biodiversität wäre in einzelnen Bereichen 
denkbar.
Darüber hinaus besteht eine wesentliche 
Aufgabe des Stadtteils der Ausbau gemein-
schaftlich nutzbarer, öffentlicher Räume zur 
Stärkung des nachbarschaftlichen Gefüges. 
Hierüber gilt es bereits bestehende Freiraum-
qualitäten zu stärken, in ihren Angeboten zu 
ergänzen und über verbesserte Wegefüh-
rung sowie den Abbau infrastruktureller Bar-
rieren, besser zugänglich zu machen. Die den 
stadtteildurchlaufende Longericher Straße 
gilt es als städtebauliche Achse zu qualifizie-
ren. Durch ergänzendes Straßenbegleitgrün 
und eine Neuprofilierung des Straßenquer-
schnitts gilt es den MIV-dominierten Straßen-
raum zu einem qualitätsvollen Stadtraum mit 
Aufenthaltsqualität fortzuentwickeln.
Abbildung 27 Verortung des Stadtteils Longerich im Stadtbezirk. Quelle Stadtland IMPULS

86 | MASTERPLAN STADTGRÜN KÖLN-NIPPES
VERORTUNG DER VORSCHLÄGE
Abbildung 29 Digitalisierung der Ergebnisse. Teilbereich Longerich. Quelle: Stadtland IMPULS

MASTERPLAN STADTGRÜN KÖLN-NIPPES | 87

88 | MASTERPLAN STADTGRÜN KÖLN-NIPPES

MASTERPLAN STADTGRÜN KÖLN-NIPPES | 89

90 | MASTERPLAN STADTGRÜN KÖLN-NIPPES
STECKBRIEF LONGERICH 
Zentrale Orte mit Handlungsschwerpunkten
Die landschaftlich geprägten Grünflächen im 
Norden von Longerich sind wertvolle Stadtna-
tur und Naherholungsflächen mit hohem Mehr-
wert für die Biodiversität und die Bürger*innen 
des Stadtteils. Sie sollen in ihrem Charakter 
erhalten bleiben bei gleichzeitig partieller An-
reicherung der Flächen durch weitere Grün-
strukturen und Maßnahmen zur Förderung der 
Artenvielfalt. Als bereits umgesetztes positives 
Beispiel kann hierbei die Streuobstwiese sowie 
das angelegte Amphiebiengewässer nördlich 
des Bergheimer Weges benannt werden. Auch 
eine Erweiterung vorhandener Anbauflächen ist 
im Zuge dessen denkbar. Die Erarbeitung eines 
stadtteilinternen sowie stadtteilübergreifenden 
Wegekonzeptes für Fuß- und Radfahrer*innen 
könnte zu einer verbesserten Erlebbarkeit der 
Flächen und Anbindung an den Stadtbezirk 
Chorweiler und Stadtteil Weidenpesch beitra-
gen.
Äußerer Grüngürtel Nord / Bergheimer Dreieck (1)
VIELFÄLTIG NUTZBARE GRÜNFLÄCHEN UND 
VERNETZUNG VON GRÜNRÄUMEN
Der vorhandene Grünzug in Longerich wird 
durch die Johannes-Rings-Straße durchschnit-
ten, die derzeit eine nur schwer zu überwinden-
de Barriere darstellt. Hier gilt es unter Berück-
sichtigung schutzwürdiger Flora und Fauna eine 
verbesserte Zugänglichkeit des Grünzuges in 
Verbindung mit einem behutsamen Wegekon-
zept zu schaffen.
Grünzug Longerrich (An der Johannes-Rings-Str.)(2)
ZUGÄNGLICHE  NAHERHOLUNG

MASTERPLAN STADTGRÜN KÖLN-NIPPES | 91
Quick Wins: kleinere, potenzielle Maßnahmen zur qualitativen 
Aufwertung
Die Wilhelm-Sollmann-Straße und die Longeri-
cher Straße fungieren als Haupterschließungs-
straßen im Stadtteil. Der Straßenraum wird 
derzeit insbesondere vom motorisierten Indivi-
dualverkehr (MIV) dominiert und weist nur eine 
geringe Aufenthaltsqualität für Fußgänger*in-
nen auf. Kleinteilige Flächen entlang der Straßen 
könnten nach Vorstellung der Bürger*innen zu 
qualitätsvollen Aufenthaltsmöglichkeiten im 
Sinne kleiner Straßenplätze und „Pocket parks“ 
aufgewertet werden. Im Zuge dessen wäre 
die Ergänzung von Straßenbegleitgrün und die 
Reduktion des Straßenquerschnitts in Verbin-
dung mit Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung 
von Vorteil. Zudem bietet sich an, die Anbin-
dung des Stadtteils durch ein übergeordnetes 
(Rad)Wegenetz inklusive einer Begrünung mit 
Straßenbäumen zu verbessern (z.B. Heckweg / 
Heimersdorferstr.).
Wilhelm-Sohlmann-Str. und Longericher Str. (3)
VOM STRASSENRAUM ZUM STADTRAUM
Der bestehende Quartiersplatz an der Meer-
feldstraße besticht durch kleinteilige Gebäude-
typen mit gastronomischen Angeboten. Der 
vorgelagerte Platz ist derzeit stark versiegelt 
und von nur geringer Aufenthaltsqualität. Durch 
eine gestalterische Aufwertung des Platzes 
könnte dieser als Stadtteil-Treffpunkt gestärkt 
werden. Dies könnte u.a. die Ergänzung durch 
Stadtmobiliar und eine Teilentsieglung der 
Fläche umfassen. Die bestehenden Grünstruk-
turen gilt es zu erhalten und durch zusätzliche 
Baumpflanzungen zu ergänzen.
Quartiersplatz an der Meerfeldstraße (4)
VIELSEITIG GESTALTETER QUARTIERSPLATZ

92 | MASTERPLAN STADTGRÜN KÖLN-NIPPES
Der Longericher Marktplatz ist abseits der 
Marktzeiten vom ruhenden Verkehr dominiert. 
Eine Neuordnung und Komprimierung der Stell-
plätze sowie eine teilweise Entsiegelung des 
Platzes könnte den Raum aufwerten und zu 
einem qualitätsvollen Treffpunkt für die Nach-
barschaft fortentwickeln, ohne die Nutzung 
als Marktplatz zu gefährden. In Verbindung mit 
dem benachbarten Quartiersplatz an der Meer-
felderstraße kann auf diese Weise eine neue 
Mitte für Longerich mit hoher Aufenthaltsquali-
tät geschaffen werden.
Marktplatz und angrenzender Quartiersplatz (3)
Der Altonaer Platz fungiert derzeit als Parkplatz-
fläche für die angrenzende Wohnbebauung. 
Durch eine Bündelung des ruhenden Verkehrs 
und eine Teilentsiegelung der Fläche besteht 
die Chance, einen attraktiven Quartiersplatz für 
die Nachbarschaft herzustellen. In Verbindung 
mit dem angrenzenden Spielplatz kann hier 
ein vielfältiges Nutzungsangebot für mehrere 
Altersgruppen geschaffen werden. Der bereits 
vorhandene Baumbestand ist im Zuge dessen 
zu schützen und zu erweitern.
Altonaer Platz (6)

MASTERPLAN STADTGRÜN KÖLN-NIPPES | 93
Die ehemalige Mülldeponie in Longerich verfügt 
über das besondere Potenzial, zu einer quali-
tätsvollen und artenreichen Freiraumstruktur 
weiterentwickelt zu werden. Im Zuge dessen 
kann die Fläche an bestehende Wegeführungen 
angebunden und der Raum als Naturerlebnis-
raum gestaltet werden. Die Fläche befindet sich 
derzeit bereits in einem Sanierungs- sowie Re-
naturierungsprozess
Ehemalige Mülldeponie in Longerich (7)
NEUE GRÜNRAUMVERBINDUNG IM STADTRAUM

94 | MASTERPLAN STADTGRÜN KÖLN-NIPPES

MASTERPLAN STADTGRÜN KÖLN-NIPPES | 95
6
ANLAGE 
PROJEKT

96 | MASTERPLAN STADTGRÜN KÖLN-NIPPES
ABBILDUNGSVERZEICHNIS
Abbildung 1 Luftbild Stadtbezirk Nippes Quelle: stadtland IMPULS 7
Abbildung 2 Darstellung des Masterplan Stadtgrün. Quelle: Stadt Köln  8
Abbildung 3 Darstellung des Stadtbezirk Nippes im Masterplan Stadtgrün. Quelle: Stadt Köln  9
Abbildung 4 Stadtbezirke in Köln Quelle stadtland IMPULS 13
Abbildung 5 Eindrücke der Bürger*innen W
erkstatt Quelle stadtland IMPULS 17
Abbildung 6 Werkstattmodell Quelle: 
stadtland IMPULS 19
Abbildung 7 Eindrück der Bürger*innen Werkstatt Quelle Stadtland IMPULS 31
Abbildung 8 Digitalisierung des Werkstatt Modells 
Quelle: Stadtland IMPULS 33
Abbildung 9 Stadtteil Köln-Nippes Quelle Stadtland IMPULS 34
Abbildung 10 Grafische Zusammenfassung. 
Quelle Stadtland IMPULS 35
Abbildung 11 Teilabschnitte des Grünzug Nippes. Quelle: Stadt Köln 36
Abbildung 12 Eindrücke aus dem Stadtteil Nippes Quelle Apple Karten 42
Abbildung 13 Verortung des Stadtteils Nippes im Stadtbezirk. Quelle Stadtland IMPULS 43
Abbildung 14 Digitalisierung der Ergebnisse. Teilbereich Nippes. Quelle: Stadtland IMPULS 44
Abbildung 15 Zusammenfassung der Ergebnisse. Teilbereich Nippes. Quelle: Stadtland IMPULS 47
Abbildung 16 Eindrücke aus dem Stadtteil Riehl Quelle
 Apple Karten 54
Abbildung 17 Verortung des Stadtteils Riehl im Stadtbezirk. Quelle Stadtland IMPULS 55
Abbildung 18 Digitalisierung der Ergebnisse. Teilbereich Riehl. Quelle: Stadtland IMPULS 56
Abbildung 19 Zusammenfassung der Ergebnisse. Teilbereich Riehl. Quelle: Stadtland IMPULS 57
Abbildung 20 Eindrücke aus dem Stadtteil Niehl Quelle Apple Karten 60
Abbildung 21 Verortung des Stadtteils Niehl im Stadtbezirk. Quelle Stadtland IMPULS 61
Abbildung 22 Digitalisierung der Ergebnisse. Teilber
eich Niehl. Quelle: Stadtland IMPULS 62
Abbildung 23 Zusammenfassung der Ergebnisse. 
Teilbereich Niehl. Quelle: Stadtland IMPULS 63
Abbildung 24 Eindrücke aus dem Stadtteil Weidenpesch Quelle Apple Karten 68
Abbildung 25 Verortung des Stadtteils Weidenpesch im Stadtbezirk. Quelle Stadtland IMPULS 69
Abbildung 26 Digitalisierung der Ergebnisse. Teilber
eich Weidenpesch. Quelle: Stadtland IMPULS 70
Abbildung 27 Zusammenfassung der Ergebnisse. 
Teilbereich Weidenpesch. Quelle: Stadtland IMPULS 72
Abbildung 28 Eindrücke aus dem Stadtteil Bilderstöckchen Quelle Apple Karten 78
Abbildung 29 Veror
tung des Stadtteils Bilderstöckchen im Stadtbezirk. Quelle Stadtland IMPULS 79
Abbildung 30 Digitalisierung der Ergebnisse. Teilbereich Bilderstöckchen. Quelle: Stadtland IMPULS 80
Abbildung 31 Zusammenfassung der Ergebnisse. Teilbereich Bilderstöckchen. Quelle: Stadtland IMPULS 81
Abbildung 32 Eindrücke aus dem Stadtteil Longerich Quelle Apple Karten 84
Abbildung 33 Verortung des Stadtteils Longerich im Stadtbezirk. Quelle Stadtland IMPULS 85
Abbildung 34 Digitalisierung der Ergebnisse. Teilbereich Longerich. Quelle: Stadtland IMPULS 86
Abbildung 35 Zusammenfassung der Ergebnisse. Teilbereich Longerich. Quelle: Stadtland IMPULS 89

MASTERPLAN STADTGRÜN KÖLN-NIPPES | 97
IMPRESSUM
PROJEKTVERANTWORTLICHE 
Stadt Köln
Amt für Landschaftspflege und Grünflächen
Willy-Brandt-Platz 2
50679 Köln 
Christoph Hölzer
Abteilungsleitung Grün-und Landschaftsplanung
E-Mail: christoph.hoelzer@stadt-koeln.de
Benjamin Luchterhandt
Grünplanung und Projektsteuerung - Strategische Grünentwicklung
E-Mail:   benjamin.luchterhandt@stadt-koeln.de
PROJEKTBEGLEITUNG
stadtland IMPULS-  
Büro für Stadtplanung und strategische Projektentwicklung, Dr. Wolfgang Wackerl 
Komödienstraße 11
50667 Köln
Tel.: +49 221 888 9999 5
E-Mail: info@stadtland-impuls.de
stadtland-impuls.de
Dr. 
Wolfgang Wackerl, Sebastian Pilz, Chiara Steinert, Leif Ströher , Michelle Smuda, Tobias 
Ehrlich, Martin Hennessy, Karim Haisel
Karten, Skizzen, Grafik, Schemata, Fotos und Layout sofern nicht anders angegeben: Karim 
Haisel, Martin Hennessy, Tobias Ehrlich, Michelle Smuda, Leif Ströher , Chiara Steinert, Sebas-
tian Pilz, Dr. Wolfgang Wackerl, 
stadtland IMPULS - Büro für Stadtplanung und strategische Projektentwicklung
LIZENZ CC BY-NC-ND
Diese Arbeit ist unt
er der CREATIVE-COMMONS-LIZENZ veröffentlicht- Sie beinhaltet, dass 
bei 
Verwendung von Auszügen der Autor genannt werden muss und keine Bearbeitung oder 
kommerzielle Nutzung gestattet sind.

Köln, Juni 2024

Mitteilung BV

2039 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
VIII/67/671/2 
 
Vorlagen-Nummer 
 2665/2024 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Bezirksvertretung 5 (Nippes) 19.09.2024 
 
Mitteilung über den Verfahrensstand der zweiten Phase des Masterplan Stadtgrün im 
Stadtbezirk Nippes 
Das Amt für Landschaftspflege und Grünflächen hat auf Grundlage des Ratsbeschlusses vom 
23.3.2023 zum Masterplan Stadtgrün (Vorlage 2279/2022) umgehend die zweite Bearbei-
tungsphase auf der Ebene der Stadtbezirke begonnen. Ab Juni 2023 wurden für den Stadtbe-
zirk Kalk und Ehrenfeld eine zweistufige Öffentlichkeitsbeteiligung zum Masterplan Stadtgrün 
– Programm Stadtgrün durchgeführt. In 2024 wurde im ersten Halbjahr die Bearbeitung des 
Stadtbezirkes Nippes durchgeführt. Die erste Stufe bestand aus einem Onlinedialog auf dem 
Portal ‚Meinung für Köln‘. Die zweite Stufe aus einer Bürger*innen Werkstatt, die am 4.5.2024 
im Bürgerzentrum Altenberger Hof in Nippes stattgefunden hat. Die zweite Stufe wurde durch 
ein externes Büro begleitet und ausgewertet. Die Ergebnisse dieses Beteiligungsverfahrens 
liegen nun vor.  
Aktuell wird die Bearbeitung im Stadtbezirk Mülheim fortgesetzt.  
In den kommenden drei Jahren werden die übrigen Stadtbezirke bearbeitet und in 2027 wird 
der Beteiligungsprozess abgeschlossen. Anschließend werden alle Ergebnisse aus den Stadt-
bezirken zu einem Gesamtbericht – Masterplan Stadtgrün- Programm Stadtgrün zusammen-
gefasst und die daraus abgeleiteten Maßnahmen im Sinne der Weiterentwicklung der grünen 
Infrastruktur in Köln bestimmt.  
Das Ergebnis wird abschließend dem Rat der Stadt Köln zum Beschluss vorgelegt. Im Rah-
men der Beteiligung im Stadtbezirk wurden darüber hinaus viele kleinere Maßnahmen und 
Verbesserungsvorschläge vorgebracht, die auch ohne großen Planungsvorlauf oder umfas-
sende Finanzierungen umsetzbar sind. Gerne steht die Verwaltung der Bezirksvertretung Nip-
pes für ein Fachgespräch zur Erläuterung des vorliegenden Berichts zur Verfügung. 
 
Anlage: Ergebnisse zweite Stufe Beteiligungsverfahren

Beratungsverlauf (1)

19.09.2024 Bezirksvertretung 5 (Nippes)
TOP 10.2.23 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Orte (52)

  • Neusser Straße
  • Niehler Straße
  • Merheimer Straße
  • Amsterdamer Straße
  • Kempener Straße
  • Schillstraße
  • Florastraße
  • Turmstraße
  • Stammheimer Straße
  • Barbarastraße
  • Garthestraße
  • Emdener Straße
  • Pallenbergstraße
  • Scheibenstraße
  • Friedrich-Karl-Straße
  • Longericher Straße
  • Etzelstraße
  • Escher Straße
  • Nievenheimer Straße
  • Heinrich-Pesch-Straße
  • Liebigstraße
  • Johannes-Rings-Straße
  • Meerfeldstraße
  • Komödienstraße 11
  • Ginsterpfad
  • Schillplatz
  • Wilhelmplatz
  • Riehler Platz
  • Niehler Damm
  • Heckpfad
  • Schlesischer Platz
  • Heckweg
  • Altonaer Platz
  • Am Molenkopf
  • Wilhelm-Sollmann-Straße
  • Boltensternstraße
  • Willy-Brandt-Platz 2
  • Nesselrodestraße
  • Nippeser Tälchen
  • Sebastianstraße
  • Niehler Gürtel
  • Pallenbergheim
  • Stadtautobahn
  • Am Tetzerkamp
  • Jesuitengasse
  • Riehler Tal
  • Feldstraße
  • Straße 20
  • Niehler Ei
  • Simonskaul
  • Grüner Hof
  • Markt

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Aktenzeichen
2665/2024
Typ
Mitteilung BV
Datum
03.09.2024
Erstellt
30.08.2024 10:12