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AN/1923/2023

Unterkunft Luzerner Weg 70a

Antrag nach § 3 BV9 (AfD) 07.11.2023

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Nächste Beratung: Bezirksvertretung 9 (Mülheim), Sitzung am 27.11.2023, TOP 8.1.1

Unterkunft Luzerner Weg 70a

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Ansehen

Unterkunft Luzerner Weg 70a

3286 Zeichen

Köln 1.11.2023
An die Oberbürgermeisterin der Stadt Köln
An den Bezirksbürgermeister der BV Mülheim
Herrn Norbert Fuchs
Bürgeramt Mülheim
Wiener Platz2
51065 Köln
Antrag gem. § 3 der Geschäftsordnung des Rates
AfD in der BV Mülheim
Ralph Hengstenberg
ldsidor - Caro Str. 1
5106'1 Kötn
ral ph. hengsten berg@stadt-
koeln.de
Gremium Datum der Sitzunq
Bezirksvertretunq Köln Mülheim Unterkunft Luzerner \r\ ß.7O a 27.1L.2A23
Beschluß:
Die Verwaltung und der Betreiber der Sammelunterkunft, werden beauftragt die Wohn- und
Aufenthaltsqualität der Wohnanlage " Luzerner Weg 70 a " dringend spürbar zu verbessern.
Dazu sollen Spielgeräte für Kinder beschafft werden, mindestens eine Schaukel, eine Wippe
und eine Rutsche. Die Gebäude sollen mit Lichterketten verbunden werden, um den Eindruck
eines Sternenzeltes zu schaffen, mindestens eine Tischtennisplatte soll aufgestellt werden
und ein paar einfache Dreiräder und Fahrräder für Kinder sollen verfügbar sein, wie es bei vielen
Kindertagesstätten auch üblich ist. Weitere Sitzbänke für die Erwachsenen sollen aufgestellt werden
und ein paar Pflanzkübel mit schlichten dauergrünen Stauden, Nadelhölzern, oder Lebensbäumchen.
Die Mittwochsmaler und Grafitti- Künstler sollen kleine Flächen der Fassaden mit Bildmotiven gestalten,
damit sich die Häuser nicht nur durch die Nummern unterscheiden.
Begründung:
Die Wohnanlage macht zwar äußerlich einen gepflegten Eindruck, zugleich erinnert aber alles
an ein Kasernengeläde. Hier stehen sich gleichförmige Häuserblocks in Reih und Glied gegenüber.
Die Fassaden sind grau und eintönig, fast steril, es gibt nichts an dem sich das Auge erfreuen könnte.
Der Freiraum zwischen den Gebäuden hat nur eine einzige zentrale Sitzgelegenheit, ansonsten
ähnelt alles einem Appellhofplatz. Das Gelände ist ringsherum eingezäunt und von Bäumen umgeben,
was zwar angenehm ist und auch Sichtschutz bietet, zugleich aber auch i,vie ein Kessel wirkt.
Die Müllcontainer sind parallel zur Hauptwegung durch das Gelände aufgereiht und der Müll schaut
durch manche Deckel heraus, zuweilen liegt auch Abfalldavor.
Wer schon einmal Soldatendienst in einer Kaserne geleistet hat, kennt das Gefühl, 'wie in ein Gefängnis
zu gehen, nachdem der Wachtposten am Eingang den Zutritt gewährt hat'. Kaum lemaiiA wäre freiwillig
auf dem Gelände über das Wochenende geblieben. Selbst wenn es nur für einen Tag gewesen ist, ging
jeder gerne nach Hause. So habe ich das selbst erlebt.
Es ist sehr leicht erklärlich, daß Menschen die abgeschottet und minimalistisch vor sich hinleben müssen,
nach einiger Zeit Phantasien oder Depressionen entwickeln, die als Reaktion auf die Lebensumstände
zu verstehen sind. Während da draußen das "normale" Leben ist, vergehen langweilige Tage mit dem
Warten auf eine "Freilassung" in die Eigenverantwortung. Manch einer neigt dann vielleicht auch dazu
mal'ein Bier zuviel zu trinken.

Sofern die oben genannten Verbesserungen nicht möglich sind, abgelehnt werden, oder es zu keiner
deutlichen Abschwächung der Probleme vor Ort kommt, wäre eine Schließung der Unterkunft, die
vernünftige Konsequenz, damit die Menschen im Umfeld der Wohnalage auch wieder ein "normales"
Leben haben können. Die Gastgeber sollen nicht zu Gast- Leidern werden.
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Beratungsverlauf (1)

27.11.2023 Bezirksvertretung 9 (Mülheim)
TOP 8.1.1 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: endgültig abgelehnt

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
AN/1923/2023
Typ
Antrag nach § 3 BV9 (AfD)
Datum
07.11.2023
Erstellt
07.11.2023 09:33