2106/2023
Leitbild für die Handelslagen Hohe Str./Schildergasse und Umfeld in der Innenstadt: Vorlage des Abschlussberichts
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Mitteilung Ausschuss
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Dezernat, Dienststelle IX/151/1 Vorlagen-Nummer 19.07.2023 2106/2023 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Wirtschaftsausschuss 17.08.2023 Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) 24.08.2023 Stadtentwicklungsausschuss 31.08.2023 Leitbild für die Handelslagen Hohe Str./Schildergasse und Umfeld in der Innenstadt: Vorlage des Abschlussberichts Hier: Start der City-Netzwerkarbeit und Abschluss des Leitbildprozesses Start des Förderprojekts „City-Netzwerkarbeit“ Mit der Vorlage des Abschlussberichts endet der Leitbildprozess für die Handelslagen Hohe Str./Schildergasse. Gleichzeitig ist dies der Auftakt und Anknüpfungspunkt für eine umset- zungsorientierte Weiterentwicklung der Kölner City. Im Rahmen des Projektes „City-Netzwerk- arbeit“, gefördert über das Bundesprogramm „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“, mit einer Gesamtprojektsumme in Höhe von 675.100 € wird seit dem 01.04.2023 bis zum Jahr 2025 ein Zentrenmanagement bei der KölnBusiness Wirtschaftsförderungs-GmbH eingerichtet (1,5 Personalstellen). Das Projekt sieht ebenso die Einrichtung eines Verfügungsfonds mit ei- nem Fördervolumen von insgesamt 300.000 € vor, um unter der Begleitung des Zentrenmana- gements und dem Amt für Stadtentwicklung und Statistik sicht- und spürbare Maßnahmen zur Attraktivierung der City gemeinsam mit den innerstädtischen Akteurinnen und Akteure aus der City umsetzen zu können. Die Ergebnisse des Leitbildprozesses sind die Handlungsgrundlage für das eingerichtete Zentrenmanagement. Abschluss des Leitbildprozesses für die Schildergasse und Hohe Straße Der Leitbildprozess unter der Beteiligung verschiedenster Akteurinnen und Akteure aus Privat- wirtschaft, Politik und Stadtverwaltung konnte mit dem vorliegenden Abschlussbericht erfolg- reich abgeschlossen werden. Die zentralen Ergebnisse des Leitbildprozesses wurden am 13. September 2022 im Rahmen einer Abschlussveranstaltung präsentiert. Der vorliegende Abschlussbericht nimmt neben dem bereits bekannten räumlichen Leitbild und den Zukunftsvisionen (Vorlagen-Nr.: 3921/2022) die Prozessgestaltung und das Beteiligungsverfahren ergänzend in den Fokus. Durch den Leitbildprozess liegt nun unter dem Slogan „2 Straßen - 6 Quartiere - 1 Vision“ ein Zukunftsrahmen vor, der als Grundlage und Kompass für die weitere Entwicklung der Han- delslagen dienen soll. 2 Im Rahmen der gemeinsam erarbeiteten Vision sollen sich die beiden Handelslagen perspek- tivisch aus sechs unterschiedlichen Quartieren mit eigenen inhaltlichen Themenschwerpunk- ten zusammensetzen. Beispielsweise ist es die Zukunftsvision, dass der Wallrafplatz zukünftig als qualitätsvolles nördliches Eingangstor mit einer hochwertigen Angebotsausstattung und hoher Aufenthalts- und Verweilqualität profiliert wird, während die nördliche Hohe Straße künf- tig einen Experimentierraum zur Schaffung neuer, abwechslungsreicher Erlebnisse für Besu- cher*innen darstellen soll. Mit der Quartiersprofilierung können nun in den Kölner Handelsla- gen Hohe Straße und Schildergasse Alleinstellungsmerkmale und individuelle Charakteristika gezielt gefördert werden. Durch die stärkere Diversifizierung sollen sich die Handelslagen so entwickeln, dass jedes Quartier seine eigenen, individuellen Besonderheiten aufweist und demnach auch jeweils unterschiedliche Zielgruppen anspricht. Die unterschiedlichen Quar- tiere können damit einen gesamtheitlichen Mehrwert für einen Innenstadtbesuch mit Erlebnis- wert für ein größeres Publikum schaffen, als dies heute der Fall ist. Um dies langfristig zu er- reichen wurden im Rahmen des Beteiligungsprozesses zahlreiche Vorschläge durch die inner- städtischen Akteurinnen und Akteure genannt und durch den externen Auftragnehmer Stadt + Handel um weitere Vorschläge ergänzt. Anlage Anlage 1: Abschlussbericht zum Leitbild für die Handelslagen Hohe Straße und Schildergasse und Umfeld in der Innenstadt Gez. Haack
Leitbild Handelslagen_Abschlussbericht
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Ein Leitbild für die Handelslagen Hohe Straße und Schildergasse 2 Straßen – 6 Quartiere – eine Vision Vorwort 5 1 Zusammenfassung 6 2 Ausgangslage 9 3 Vielfältige Prozessgestaltung als Schlüssel zum Erfolg 14 4 Das Leitbild: 2 Straßen – 6 Quartiere – 1 Vision 19 5 Einordnung der Maßnahmenvorschläge 31 Quellen-und Abbildungsverzeichnis 41 Impressum 43 Inhalt 3 Ein Leitbild für die Handelslagen Hohe Straße und Schildergasse 2 Straßen – 6 Quartiere – eine Vision Ein Leitbild für die Handelslagen Hohe Straße und Schildergasse 4 Wie sieht die Schilder - gasse und Hohe Straße von Übermorgen aus? Unter dem Slogan 2 Straßen – 6 Quartiere – eine Vision skizziert das Leitbild die Zukunfts- fähigkeit der Kölner Handelslagen. 5 Vorwort Sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser, unbestritten ist, dass das Herzstück unserer Innenstadt, die Schilder gasse und Hohe Straße, täglich tausende Kölnerinnen und Kölner und Menschen weit über die Stadt - grenzen hinaus zu einem Besuch anlocken. Gleichzeitig mussten auch wir in Köln nicht erst durch die weitreichenden Auswirkungen der Covid-19 Pandemie zu der Erkenntnis gelangen, dass der Strukturwandel im Einzel- handel und das veränderte Konsumverhalten von uns allen, die Zukunft für Schildergasse und Hohe Straße ungewisser und herausfordern- der denn je erscheinen lässt. Ich bin daher davon überzeugt, dass das Erfordernis die Innen- stadt zukunftsfähig weiterzu- entwickeln und neuzudenken nie größer war als heute. Dabei werden Resilienz, Erlebnis, Komfort, Nachhal- tigkeit und Klimaanpassung die großen Zu- kunftsthemen unserer Innenstädte sein und maßgeblich über ihren langfristigen Erfolg entscheiden. Ein „Weiter so“ bedeutet in diesen dynami- schen Zeiten Stillstand, daher ist es mir be- sonders wichtig, dass wir die Zukunft proaktiv gestalten, um eine attraktive Innenstadt von Morgen und Übermorgen für alle Menschen zu schaffen. Mit dem vorliegenden Leitbild für die Kölner Haupthandelslagen Schildergasse und Hohe Straße ist es in einem breiten Beteiligungs- prozess gemeinsam mit privaten Partnerin- nen und Partnern aus Handel, Immobilien- wirtschaft, Vereinen, Industrie- und Handelskammer, Verwaltung und Politik ge- lungen, eine gemeinsame Vision mit konkre- ten Zukunftsstrategien für die beiden Straßen zu entwickeln. Für die fruchtbare Zusammen- arbeit möchte ich mich bei allen Beteiligten herzlich bedanken. Dabei ist klar: Das vorliegende Leitbild für die beiden Straßen soll kein statisches Gebil- de sein, sondern die Grundlage und Impuls für den noch vor uns liegenden Prozess zur Weiterentwicklung unse- rer gesamten Innenstadt sein. Dabei gehen wir nun in die konkrete Umset - zung gemeinsam mit der KölnBusi- ness Wirtschaftsförderungs-GmbH mit der Unterstützung durch das Bun- desförderprogramm „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ , in dessen Kontext u. a. bereits ein Zentrenmanagement eingerichtet wurde. In diesem Sinne freue ich mich auf die gemeinsame Innenstadtentwicklung! Ihr Andree Haack Beigeordneter für Stadtentwicklung, Wirtschaft, Digitalisierung und Regionales Köln, Mai 2023 Ein Leitbild für die Handelslagen Hohe Straße und Schildergasse 6 1 Zusammenfassung Mit dem Leitbild für die Kölner Handelslagen Hohe Straße und Schildergasse liegt eine wichtige Arbeitsgrundlage zur Neupositionie- rung und Profilierung der Handelslagen für die nächsten Jahre vor. Auch wenn das Pro- jekt zur Erarbeitung dieses Leitbildes abge- schlossen ist, startet nun erst der eigentliche Prozess zur Umsetzung – doch auch diese Umsetzung ist kein Selbstläufer! Die aktuellen Anforderungen an die Innen- städte erfordern neue Betrachtungsebenen und alternative Lösungswege. Innenstadt muss gemeinsam mit denjenigen weiter ent - wickelt werden, die Urbanität und Erlebnis in den Kölner Handelslagen erzeugen. Auf die neuen und auch wechselnden Anforderungen muss mutig, engagiert und vor allem proaktiv reagiert werden. Dies ist kein Sprint, sondern bedarf eines langen Atems. Die Dimension und Komplexität der Aufgabenstellung kann dann erfolgreich gemeistert werden, wenn sich Erfahrung und Neues miteinander agil verbindet. Die Zukunftsvision für die Kölner Handelsla - gen liegt nun unter dem Slogan „2 Straßen – 6 Quartiere – 1 Vision“ vor, welche als Grund- lage und Kompass für die weitere konkrete Entwicklung der Handelslagen dienen soll. Im Rahmen der gemeinsam erarbeiteten Vision sollen sich die beiden Handelslagen perspektivisch aus sechs unterschiedlichen Quartieren mit eigenen inhaltlichen Themen- schwerpunkten zusammensetzen. Beispielsweise soll der Wallrafplatz zukünftig als qualitätsvolles nördliches Eingangstor mit einer hochwertigen Angebotsausstattung und hoher Aufenthalts- und Verweilqualität profiliert werden, während die nördliche Hohe Straße künftig einen Experimentierraum zur Schaffung neuer, abwechslungsreicher Er - lebnisse für Besucherinnen und Besucher darstellen soll. Mit der Quartiersprofilierung können in den Kölner Handelslagen Hohe Straße und Schildergasse Alleinstellungs- merkmale und individuelle Charakteristika gezielt gefördert werden. Durch die stärkere Diversifizierung sollen sich die Handelslagen so entwickeln, dass jedes Quartier seine ei- genen, individuellen Besonderheiten aufweist und demnach auch jeweils unterschiedliche Zielgruppen anspricht. Die unterschiedlichen Quartiere können damit einen gesamtheitli- chen Mehrwert für einen Innenstadtbesuch mit Erlebniswert für ein größeres Publikum schaffen, als dies heute der Fall ist. Damit das vorliegende Leitbild in der weite- ren Innenstadtentwicklung Berücksichtigung finden kann und entsprechende Maßnah- men ihre vollständige Wirkung entfalten können, ist es zwingend erforderlich, die für eine erfolgreiche Umsetzung erforderlichen Rahmenbedingungen zu gewährleisten. Die Analyse der Handelslagen und insbesondere die prozessbegleitenden Gespräche mit dem relevanten Akteurinnen und Akteure haben gezeigt, dass Sicherheit und Ordnung neben den Umbrüchen im Einzelhandel ein maß- gebliches Thema darstellen. Diese hat ihren 2 Straßen – 6 Quartiere – eine Vision 7 räumlichen Schwerpunkt auf dem Neumarkt, erstreckt sich jedoch auch darüber hinaus über die gesamten Handelslagen. Die hier - aus resultierenden sozialen Konflikte müssen dabei parallel angegangen werden, da sich diese auch negativ auf den Handel auswirken. Erarbeitet wurde das Leitbild mit seinen Zukunftsvisionen und Profilierungszielen im Rahmen eines breit angelegten Beteiligungs- verfahrens, bestehend aus u. a. drei aufein- ander aufbauenden Workshops, an dem die verschiedenen Akteurinnen und Akteure aus der Innenstadt, Immobilieneigentümerinnen und -eigentümer, Gewerbetreibende, privat - wirtschaftliche Vereine, KölnBusiness Wirt - schaftsförderungs-GmbH, IHK sowie relevan- te Verwaltungsstellen intensiv beteiligt waren und so maßgeblich zur Entwicklung der Zukunftsvisionen für die beiden innerstädti- schen Handelslagen beigetragen haben. Die jeweiligen Zwischenergebnisse wurden meilensteinbezogen im Rahmen des einge- richteten Begleitgremiums den politischen Vertreterinnen und Vertretern sowie weiteren Akteurinnen und Akteuren auf strategischer Ebene präsentiert und Hinweise für die wei- tere Bearbeitung eingeholt. Die gemeinsam mit den Akteurinnen und Akteure erarbeiteten zentralen Ergebnisse des Leitbildprozesses wurden am 13. Sep- tember 2022 im Rahmen einer Abschluss- veranstaltung präsentiert. Der Prozess hat gezeigt, dass zahlreiche Einzelakteurinnen und -akteure sowie Organi- sationen ein Interesse daran haben, die Han- delslagen weiterzuentwickeln sowie bestmög- lich und zukunftsgerichtet aufzustellen. Zur Umsetzung des Leitbilds bedarf es einer ent - sprechenden Organisationsstruktur, durch die die nun notwendigen Prozesse gebündelt und gesteuert werden. Ein solches Innenstadtma - nagement muss dabei ein maßgeschneidertes Modell sein, welches an die Kölner Strukturen angepasst und gemeinsam mit den Stakehol- dern der City zu entwickeln ist. Das Projekt „City-Netzwerkarbeit“ als Aktivator der Innenstadtentwicklung Die Stadt Köln hat im Rahmen des Bundes- programms „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ des Bundesministeriums für Woh- nen, Stadtentwicklung und Bauwesen erfolg- reich Fördermittel in Höhe von rd. 675.000 € für das Projekt „City-Netzwerkarbeit“ einwer - ben können. Hiermit wurde nun bis zum Jahr 2025 ein Zentrenmanagement eingerichtet, welches unmittelbar bei der KölnBusiness Wirtschaftsförderung-GmbH angegliedert ist. Die wesentlichen Aufgaben des Zentren- managements sind insbesondere das weitere Vernetzen der innerstädtischen Akteurinnen und Akteure sowie die Umsetzung eines Ver - fügungsfonds für sichtbare Maßnahmen. Das Zentrenmanagement stellt einen wich- tigen Teil der innerstädtischen Governance- Struktur dar und übernimmt neben der Umsetzung von Maßnahmen auch eine ak - tivierende Mitwirkungs- und Koordinations- funktion. Mit Blick auf die zukünftige Profilierung und Weiterentwicklung der Innenstadt, nicht zuletzt unterstützt durch die gezielte Um- Ein Leitbild für die Handelslagen Hohe Straße und Schildergasse 8 setzung einzelner Maßnahmen stellt der nun abgeschlossene Leitbildprozess eine Zwi- schenetappe dar. Nun wird der Blick auf die weiteren Lagen der Innenstadt geweitet, Netzwerke intensiviert und ausgeweitet sowie Maßnahmen konkret und sichtbar umgesetzt. Auf städtischer Seite wird der weitere Prozess der Innenstadtent - wicklung durch das Amt für Stadtentwicklung und Statistik koordiniert und eng begleitet. Besonders stehen hier die Kooperation und der Austausch mit dem bei der KölnBusiness eingerichteten Zentrenmanagement im Mit - telpunkt. Darüber hinaus wird im Sinne eines partizipativen Ansatzes zur Innenstadtent - wicklung ebenso der Einbezug der vielfältigen Akteurinnen und Akteure aus der Innenstadt stets im Fokus des weiteren gemeinsamen Handelns stehen. Die Zukunftsfähigkeit der Kölner Handelsla - gen hängt nun maßgeblich davon ab, inwie- weit es gelingt, ein unverwechselbares Flair für ein einzigartiges Innenstadterlebnis zu erzeugen. Hierzu sind alle relevanten Stake- holder zur Kooperation und Mitwirkung auf - gerufen. 2 Straßen – 6 Quartiere – eine Vision 9 2 Ausgangslage Die Hohe Straße und die Schildergasse zäh- len zu den höchst frequentierten Handelsla - gen Deutschlands. Allein im Dezember 2022 besuchten rd. 2 Mio. Passantinnen und Passanten die Schildergasse. Damit findet sich die Schildergasse regelmäßig unter den Top-20 der meist frequentierten Ein- kaufslagen hinter weiteren namenswerten Einkaufslagen in Deutschland und Öster - reich wieder. Auch die Hohe Straße und der Wallrafplatz weisen ganzjährig hohe Frequenzen auf. Bedingt werden die hohen Besucher*innenzahlen insbesondere durch die zahlreichen Einkaufsmöglichkeiten natio- naler und internationaler Marken und verein- zelten Flagship-Stores, welche sich entlang der Handelslagen aneinanderreihen. Diese stellen bekannte Magneten dar und ziehen eine Vielzahl an Kölnerinnen und Kölner sowie (Shopping-) Touristinnen und Touristen aus dem In- und Ausland an. Die Ausgangs lage kann also mit Blick auf diesen rein quantita - tiven Bewertungs faktor zunächst als grund- sätzlich gut bewertet werden. Im Jahresvergleich zwischen 2019 und 2022 wird deutlich, dass sich die Handelslagen seit dem Höhepunkt der Corona-Pandemie und den damit einhergehenden Lockdowns wie- der weitestgehend stabilisiert haben. Den- noch bleiben die jährlichen Frequenzzahlen der Passantinnen und Passanten z. T. deutlich unterhalb der Werte, welche vor der Pande- mie gemessen wurden. Auch hinsichtlich der Leerstände und der Angebotsqualität wird ersichtlich, dass die zukünftige Entwicklung der Handelslagen mit großen Herausforde- rungen verbunden ist. So ist ein deutlicher Anstieg der Anzahl der Leerstände im Kölner Citybereich von 62 im Jahr 2017 zu 163 im Jahr 2022 zu konstatieren (GMA 2020, Stadt + Handel 2022). Rund 8 % dieser Leerstände entfallen dabei auf die Handelslagen Hohe Straße und Schildergasse. Neun dieser Leer - stände erstrecken sich vermehrt entlang der Hohe Straße. Sie machen in Kombination mit der rückläufigen Angebotsqualität erste Tra - ding-Down-Tendenzen sichtbar. Die Schilder- gasse zeigt sich gegenüber der Hohe Straße resilienter: Hier sind lediglich vier Leerstände verortet, wovon zwei jedoch im Rahmen eines Mieter*innenwechsels umgebaut werden. Ebenso wird bei einem Spaziergang durch die beiden Straßenzüge sichtbar, dass aufgrund der Vielzahl an nationalen und internationalen Filialisten in den Einkaufslagen und dem folg- lich sehr hohen Filialisierungsgrad von 92 % klare Alleinstellungsmerkmale fehlen, mit welchen sich die Handelslagen von ande- ren Innenstädten abgrenzen können. Wenn jedoch Einzigartigkeit und Shopping-Erlebnis der Trumpf sind, dann sind Monotonie und Austauschbarkeit die Hemmnisse für eine nachhaltige und zukunftssichere Kölner Han- dels- und Innenstadtentwicklung. Den ge- nannten Handelslagen fehlt ein eigenständi- ges Gesicht – eine Positionierung. Ohne diese werden sie zukünftig an Bedeutung verlieren. Um entsprechende Entwicklungen zu antizi- pieren und Schildergasse und Hohe Straße auch für die Zukunft insbesondere funktional attraktiv aufzustellen, besteht demnach drin- gender Handlungsbedarf. Ein Leitbild für die Handelslagen Hohe Straße und Schildergasse 10 Aber nicht nur die Kölner City sieht sich den skizzierten Negativtendenzen konfrontiert. Insgesamt unterliegen die Innenstädte in den letzten Jahrzehnten einem stetigen Wandel und sehen sich der Gefahr ausgesetzt, ihre herausgehobene Bedeutung im städtischen Gefüge zu verlieren. Gesellschaftliche, räum- liche und digitale Transformationsprozesse bringen veränderte Anforderungen an die In- nenstädte mit sich und bedingen einen Struk - turwandel. Die Folgen sind u. a. ein Rückgang der Handelsfunktion, rückläufige Frequenzen, Uniformität und eine zunehmende Verödung der Innenstädte. Dabei zeigen sich diese Symptome des Strukturwandels im Einzel- handel, also die zunehmende Filialisierung der stationären Angebote bei gleichzeitigem Anstieg der Nachfrage nach digitalen Ange- boten in Städten aller Größenklassen. Die Stadt Köln hat daher die Erarbeitung eines Leitbilds für die Kölner Handelslagen Hohe Straße und Schildergasse beauftragt. Die Aufgabe dieses Leitbilds soll zukünftig sein, den Handelslagen ein klares Profil zu geben, welches die Neugier der Passantin- nen und Passanten weckt und den Besuch zum Erlebnis macht. Die Kölner City bietet bereits interessant gestaltete und funktio- nal profilierte Quartiere: Während sich z. B. in der Ehrenstraße trendorientierte Marken aneinanderreihen, finden die Besucher*innen der Mittelstraße ein hochwertiges Angebot in einem niveauvollen Ambiente wieder. Um den Besuch der Kölner City attraktiv zu gestal- ten, müssen daher Verknüpfungen von den jeweiligen Handelslagen zu den Quartieren im Umfeld geschaffen werden. Mithilfe des Leitbildprozesses soll zudem den genannten Herausforderungen der Kölner Handelslagen Hohe Straße und Schildergasse und deren Umfeld begegnet werden. Im Zuge dessen werden praxisnahe Handlungsempfehlungen und Impulse gegen die negativen Entwick - lungstendenzen gegeben, wobei sowohl die übergreifenden Megatrends als auch die individuellen Standortqualitäten der Han- delslagen berücksichtigt werden. Neben einem übergeordneten Leitbild für die Schil- dergasse und Hohe Straße werden zusätz - lich einzelne Quartiere auf Grundlage einer Bestandsanalyse in den Lagen identifiziert. Gemeinsam mit den Innenstadtakteurinnen und -Akteuren werden den einzelnen Quar - tieren Zukunftsvisionen zugeordnet, die mit Hilfe von Entwicklungszielen sowie konkre- ten Vorschlägen zur Zielerreichung, welche sich aus dem Beteiligungsprozess ergeben, unterfüttert werden. Übergeordnetes Ziel ist es dabei, der Schildergasse und Hohe Straße wieder ein eigenständiges, attraktives Ge- sicht zu verleihen. 2 Straßen – 6 Quartiere – eine Vision 11 Wie eingangs bereits skizziert, bieten die zent- ralen Handelslagen eine gute Ausgangslage, an welcher es anzuknüpfen gilt. Die Hohe Straße bildet im Norden das Eingangstor zu den weite- ren Lagebereichen der Innenstadt und stellt mit dem Kölner Dom insbesondere für Touristinnen und Touristen einen wichtigen Ankommensort dar. Der Wallrafplatz mit seinen z. T. bereits heute hochwertigen Nutzungen wird vor allem durch die Entwicklung des DomCarrés zukünf- tig weiter an Attraktivität gewinnen. Der weitere Verlauf der Hohe Straße zeichnet sich durch einen engen Straßenquerschnitt, überwiegend kleinteiligen Nutzungen, einem schwach ausge- prägten Angebotsmix und wenigen ergänzen- den Nutzungen aus. Trotz der hohen Frequen- zen und der Magnetwirkung der City fallen bei einem Gang durch die Hohe Straße lagespezi- fisch vermehrte Leerstände sowie eine Häufung qualitativer Mindernutzungen auf. Aufgrund des eng gefassten Straßenquerschnitts sind keine nennenswerte Aufenthalts- und Verweilqualitä- ten entlang der Hohe Straße gegeben. Dennoch weist die Hohe Straße aufgrund der Nähe zum Kölner Dom und weiteren bekannten kulturellen und freizeitorientierten Einrichtungen sowie der Großprojekte im direkten Umfeld und der Via Culturalis Potenzial für die Zukunft auf, welches es abgestimmt und strukturiert zu heben gilt. Die Schildergasse, angelegt als breiter Shopping-Boulevard, bietet eine Vielzahl an national und international bekannten Marken und stellt damit eine herausragende überregi- onale Shopping-Destination für die breite Teile der Bevölkerung dar. Gleichzeitig stellt der Straßenzug einen wenig individuellen und sehr einseitigen Nutzungsmix bereit. Abbildung 1: Die Quartiere der Kölner City Quelle: Darstellung Stadt + Handel; Kartengrundlage Stadt Köln. Ein Leitbild für die Handelslagen Hohe Straße und Schildergasse 12 Wichtige Standortfaktoren abseits des Han- dels und des „Sich-Versorgens“ , wie das Schaf- fen von Erlebnissen, Räume des Verweilens und das übergeordnete, in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen Thema der Kulinarik sind in der Schildergasse kaum aufzufinden. Überwiegend durch anspre- chende Geschäftsimmobilien geprägt und mit einigen architektonischen Highlights (z.B. Weltstadthaus) versehen, finden sich entlang der Schildergasse einige wenige Leerstände, vor allem in Verbindung mit minderwertiger Bausubstanz wieder. Gleichzeitig wirkt sich die soziale Problemlage am Neumarkt negativ auf die Sauberkeit, Sicherheit und Ordnung, insbe- sondere am westlichen Eingangsbereich in die Schildergasse, aus. Quartiersidentifizierung Auf Grundlage detaillierter Analysen der bei- den Handelslagen können sechs kleinteiligere Quartiere identifiziert werden: Im Bereich des Wallrafplatzes (Q1) als anspre- chender Ort zum Verweilen und als nördliches Eingangstor zu den angeschlossenen Han- delslagen finden sich bereits aktuell hochwerti- ge Einzelhandelsangebote wieder, welche eine spezifische Zielgruppe ansprechen. Durch die derzeitigen Entwicklungen im Umfeld (Dom- Carré und Laurenz Carré) ist der Platz derzeit durch Bautätigkeiten belastet, welche Auswir- kungen auf die Nutzungs- und Aufenthaltsqua- litäten mit sich bringen. Die nördliche Hohe Straße (Q2) weist ein größtenteils ansprechendes Einzelhandels- angebot mit einem attraktiven Branchenmix auf und profitiert von ihrer Lage in einem kul- turell geprägten Umfeld. Gleichwohl bietet der kleinteilig strukturierte Straßenabschnitt kaum Aufenthaltsqualitäten und verfügt über Ange- botsdopplungen zur Schildergasse. Die daran unmittelbar anknüpfende südliche Hohe Straße (Q3) weist markante Leerstände und Nutzungen mit geringer Angebotsqualität auf. Insbesondere die breit gefassten unbe- spielten Flächen der leerstehenden Ladenlo- kale wirken wie eine Zäsur im Straßenbild und wirken sich negativ auf die südliche Hohe Stra- ße aus. Einladende Verweilmöglichkeiten sind auch hier kaum vorzufinden. Punktuell schaffen jedoch ansprechende Betriebskonzepte im Bereich des Einzelhandels Abwechslung und tragen dazu bei, ein gewisses Einkaufserlebnis zu erzeugen. Die südlich daran anschließende Übergangs- lage (Q4) umfasst im Wesentlichen den Kreu- zungsbereich der Hohe Straße und Schilder- gasse, wobei die Verbindung zwischen beiden Straßenzügen aufgrund der Wegeführung we- nig intuitiv gestaltet ist. Hier sind eine Reihe an großen Magnetbetrieben und Flagship-Stores mit einer weitreichenden Strahlkraft verortet. Eine kleine Platzsituation, welcher eine Schar- nierfunktion zwischen der L-förmigen Anord- nung von Schildergasse und nördlich abgehen- der Hohe Straße zugeschrieben werden kann, eröffnet grundsätzlich zwar Möglichkeiten zum Verweilen, wenngleich die Ausstattung und Bespielung des öffentlichen Raums in diesem Bereich als ausbaufähig zu bewerten ist. Bei der zentralen Schildergasse (Q5) handelt es sich um ein städtebaulich attraktives Quartier, welches insbesondere im Bereich des Welt- stadthauses und dem „AntoniterQuartier“ einen attraktiven Ort zum Verweilen bietet. Ebenso 2 Straßen – 6 Quartiere – eine Vision 13 wird ein ansprechendes Einkaufserlebnis durch prominente internationale und qualitativ an- sprechende Marken erzeugt. Die westliche Schildergasse (Q6) bildet neben dem Wallrafplatz das zweite, zentrale Ein- gangstor zu den beiden Handelslagen, welches vor allem als Ort des Ankommens durch den ÖPNV-Haltepunkt Neumarkt, dem Busverkehr sowie einer größeren zentralen Abstellmöglich- keit für Fahrräder von den Kölner*innen genutzt wird. In einer lebendigen Einkaufsatmosphäre treffen die Passantinnen und Passanten hier auf eine Reihe international bekannter Marken sowohl im Bereich des Handels als auch durch Anbieter der Systemgastronomie. Im Vergleich zum mittleren Bereich der Schildergasse neh- men die Angebots- und Nutzungsqualitäten jedoch hier z.T. deutlich ab. Auch in Bezug auf attraktive Nutzungen abseits des Handels ist das vorhandene Angebot in der westlichen Schildergasse nur bedingt gegeben. Abbildung 2: Die Quartiere der Handelslagen Quelle: Darstellung Stadt + Handel; Kartengrundlage Stadt Köln; Bestandserhebungen Stadt + Handel 07/2021 Ein Leitbild für die Handelslagen Hohe Straße und Schildergasse 14 3 Vielfältige Prozessgestaltung als Schlüssel zum Erfolg Gute Innenstadtentwicklung kann nicht allein durch Einzelakteurinnen und -akteure gelin- gen. Aufgaben können nur dann zielgerichtet angegangen und vorangetrieben werden, wenn ein gemeinsames Bewusstsein mög- lichst vieler handelnder Akteurinnen und Akteure geschaffen wird. Entscheidend ist die gezielte Einbindung der relevanten Ak - teurinnen und Akteure zur Entwicklung eines gemeinsam getragenen Leitbildes. Daher wurde das Leitbild durch verschiedene Dialog- und Beteiligungsformate sukzessive erarbeitet und inhaltlich verdichtet. Im Rah- men des breit angelegten, mehrstufigen Be- teiligungsprozesses haben Akteurinnen und Akteure der lokalen Unternehmen und Im- mobilienwirtschaft, der Stadtverwaltung, der Zivilgesellschaft, der Politik sowie der Fach- öffentlichkeit diskutiert und gemeinschaftlich zusammengearbeitet. Der Leitbildprozess startete mit einer öffent - lichen Impulsveranstaltung im September 2021 in einem zu dieser Zeit leerstehenden Ladenlokal im zentralen Abschnitt der Schil- dergasse. Eingeladen waren Stakeholder aus den Bereichen Einzelhandel, Immobilienwirt - schaft, Politik, privaten Vereinen und Initiati- ven. Rund 50 Teilnehmer*innen fanden sich zu der Veranstaltung zusammen und disku- tierten nach einem impulsgebenden Vortrag durch das Büro Stadt + Handel zu den Trends und Entwicklungen ihre ganz persönlichen Wunschbilder der Handelslagen der Zukunft. Adressiert wurde hierbei das Jahr 2030. Darüber hinaus hatten die Teilnehmenden die Möglichkeit, ihre Ideen für den Leitbildprozess analog sowie digital mitzuteilen. Ziel der Ver - anstaltung war es, den Prozess öffentlich zu Abbildung 3: Der Leitbildprozess Quelle: Darstellung Stadt + Handel 2 Straßen – 6 Quartiere – eine Vision 15 starten und diesen für die Stadtgesellschaft und die innerstädtischen Akteurinnen und Akteure sichtbar zu machen. Des Weiteren wurden Interviews mit Exper - tinnen und Experten aus Köln, u. a. aus der Immobilienwirtschaft, geführt, welche über themenspezifisches und lokales Wissen verfügen. Im Rahmen von zielgerichteten und leitfadengestützten Gesprächen konnte somit weiteres, für den Leitbildprozess relevantes Wissen generiert werden. Die Ergebnisse der Gespräche dienten der Anreicherung der Ana - lyseergebnisse und setzten erste Impulse für die Weiterentwicklungsmöglichkeiten der bei- den Handelslagen. Ergänzend dazu erfolgten zudem in Kleingruppen aus innerstädtischen Akteurinnen und Akteure, der Verwaltung, der Zivilgesellschaft und Privatwirtschaft zwei Handelslagenspaziergänge durch die Kölner City. Im Zuge dessen hatten die Teilnehmen- den die Möglichkeit, direkt vor Ort in einem authentischen Umfeld Informationen zu aktuellen Entwicklungen sowie ihre Sicht zu wesentlichen Stärken und Schwächen sowie Potenziale und Ideen in den Handelslagen zu äußern. Der Spaziergang führte in Form eines Rundlaufs durch die Handelslagen Hohe Straße und Schildergasse sowie durch die weiteren angeschlossenen Einkaufsstraßen Breite Straße und Minoritenstraße. Analog zu den Fachgespräche trugen die Erkenntnisse der Spaziergänge wesentlich zur Analyse des Status quo bei. Die Projektgruppe Der gesamte Leitbildprozess wurde auf operativer Ebene von einer Projektgrup- pe begleitet, welche sich aus Akteurinnen und Akteuren unterschiedlicher Ämter der Stadtverwaltung, der KölnBusiness Wirt - schaftsförderung-GmbH, des Stadtmarke- ting Köln e. V., der Industrie- und Handels- kammer, Immobilieneigentümer*innen und –verwalter*innen sowie Gewerbetreibenden zusammensetzte. Mit der Projektgruppe wurden fortlaufend die wesentlichen Erar - beitungsschritte und Zwischenstände ab- gestimmt, um ein gemeinsam getragenes, transparentes und nicht zuletzt realistisch umzusetzendes Leitbild zu entwickeln. Auf - grund der vielfältigen Besetzungsstruktur konnten die Mitglieder ihr lokales und the- menspezifisches Expertise in den Prozess gewinnbringend einbringen und damit sicher - stellen, dass das Leitbild aus ganzheitlicher Perspektive integriert erfolgt. Mit der Projekt - gruppe wurden zunächst die zentralen Ergeb- nisse der Analyse abgestimmt, um die viel- fältigen Perspektiven der Teilnehmenden zu berücksichtigen und alle Beteiligten auf einen gemeinsamen grundlegenden Wissensstand zu bringen. Im Anschluss wurden Ideen zu So- fortmaßnahmen gesammelt, die aus Sicht der Akteurinnen und Akteure geeignet erschienen kurzfristig positive Impulse zu setzen und so eine erste Entwicklung der Handelslagen sichtbar werden zu lassen. Die Arbeitsworkshops In drei Arbeitsworkshops kamen insgesamt rund 60 Innenstadtakteurinnen und -akteure zusammen, um in den themenspezifischen Arbeitsphasen gemeinsame Zukunftsvisio- nen, Profilierungs-strategien und Maßnah- menvorschläge zur Steigerung der Qualitäten der Schildergasse und Hohe Straße zu ent - wickeln. Die Ergebnisse der jeweiligen Work - shops flossen in die prozessuale Erarbeitung des Leitbilds ein. Pandemiebedingt konnte Ein Leitbild für die Handelslagen Hohe Straße und Schildergasse 16 nur der erste der drei Arbeitsworkshops in Präsenz abgehalten werden. Doch auch die beiden weiteren Arbeitsworkshops konn- ten im digitalen Raum zielführend und ohne Reibungsverluste umgesetzt werden. Diese beiden Workshops wurden durch die Agentur IKU – Die Dialoggestalter, Dortmund vorbe- reitet und durchgeführt. Im Rahmen des ersten Workshops am 18. No- vember 2021 standen zunächst die Formulie- rung von themenspezifischen Zukunftsbildern sowie die Sammlung erster Ideen für Sofort- maßnahmen im Fokus. Im anschließenden zweiten Workshop am 1. Februar 2022 wur - den die zukünftigen Profile der Handelslagen durch die Beschreitung einer sogenannten „Visitor-Journey“ geschärft. Hierbei ging es darum, die einzelnen Quartiere und jeweiligen Alleinstellungsmerkmale, die eine Person bei einem Innenstadtbesuch durchläuft, aus Sicht der Besucher*innen zu beschreiben. Für die Profile wurden im dritten Workshop am 3. Mai 2022 aus dem Kreis der Akteurinnen und Akteure konkrete Handlungsempfehlungen auf mittel- bis langfristiger Ebene entwickelt. Die T ask Force und Sofort-Maßnahmen Bereits zu Beginn des Prozesses wurde sei- tens der innerstädtischen Akteurinnen und Akteure der Wunsch geäußert, den pande- miebedingten Auswirkungen auf die Innen- stadt mit Hilfe erster sicht- und spürbarer Sofort-Maßnahmen zur temporären Attrakti- vierung der Schildergasse und Hohe Straße entgegen zu treten. Ziel sollte sein, diese parallel zur weiteren Erarbeitung des Leitbilds durchzuführen und so gleichzeitig die Mitwir - kung an möglichen weiteren Maßnahmen bei allen Akteurinnen und Akteuren zu steigern. Verschiedene Aktionen wurden unter dem Titel „Frühlingserwachen der Kölner Han- delslagen“ gebündelt und auf den Weg gebracht. Hierfür gründete sich eine „Task Force“ aus relevanten Innenstadtakteurinnen und -akteuren, welche gemeinsam von Mai bis Juli 2022 das Frühlingserwachen organi- sierten und umsetzten. Die Aktionen wurden medial intensiv begleitet und sehr positiv in der Öffentlichkeit, aber auch bei den Akteu- rinnen und Akteuren selber aufgenommen. Abbildung 4: 1. Arbeitsworkshop Quelle: Darstellung Stadt + Handel 2 Straßen – 6 Quartiere – eine Vision 17 Abbildung 5: Impressionen des Frühlingserwachens Quelle: Stadtmarketing Köln e. V und Marius Buschmann (Hochschule für Musik und Tanz Köln) Abbildung 6: Open Art Gallery Hohe Straße Quelle: Aclewe Werbeagentur Das Frühlingserwachen begann mit dem Auf - stellen von Maibäumen in der Schildergasse. Insgesamt drei musikalische Platzkonzerte wurden an unterschiedlichen Stellen durch- geführt und ein Musikfahrrad im Antoniter - Quartier eingerichtet. Besonderes Aufsehen erregte die in Zusam- menarbeit mit der Hochschule für Musik und Tanz verwirklichte „Klangstraße“ entlang der Hohe Straße, in der von den Dächern der Stadt unterschiedliche Musiker*innen ein Konzert gaben. Als weitere Aktion wurde im Dezem- ber 2022 die „Open Art Gallery Hohe Straße“ gemeinsam mit der KölnBusi- ness Wirtschaftsförderung-GmbH, den Immobilieneigentümer*innen und -verwalter*innen aus der Hohe Straße sowie mehreren Kölner Künstler*innen umgesetzt. Im Rahmen dieser Aktion wurden leerste- hende Schaufensterflächen temporär mit Kunstwerken foliert, sodass die Aktion für einen Überraschungsmoment im allgemeinen Weihnachtstrubel sorgte. Ein Leitbild für die Handelslagen Hohe Straße und Schildergasse 18 Das Begleitgremium Auf strategischer Ebene wurde im Prozess ein Begleitgremium eingesetzt, welches sich aus Vertreterinnen und Vertretern der Politik, Ver- waltung, IHK und weiteren örtlich agierenden Akteurinnen und Akteuren zusammensetzte. Die Mitgliederinnen und Mitglieder des Gremiums wurden in zwei Sitzungen am 17. Januar 2022 und 30. Mai 2022 über die aktuellen Zwischenergebnisse informiert. Somit konnte sichergestellt werden, dass die Stadtverwaltung und insbesondere die Ratspolitik bereits zu einem frühen Zeitpunkt in den Prozess miteinbezogen wurden und mitwirken konnten. Im Rahmen einer öffentlichen Abschlussver - anstaltung am 13. September 2022 im Anto- niterQuartier wurden die gemeinsam erarbei- teten Zukunftsvisionen für beide Straßenzüge vorgestellt und damit der Startschuss für die Umsetzung der erarbeiteten Inhalte gesetzt. Somit handelt es sich sowohl bei den Analys- einhalten als auch bei dem erarbeiteten Leit - bild mit den quartiersspezifischen Zukunfts- visionen und den entsprechend aufgelisteten Maßnahmenvorschlägen zur Erreichung der Entwicklungsziele um Ergebnisse, welche sich unmittelbar aus dem Beteiligungspro- zess ergeben haben. Die Impulse wurden vom Gutachter aufgenommen, aufbereitet und weiterentwickelt. Abbildung 7: Abschlussveranstaltung Quelle: Darstellung Stadt + Handel 2 Straßen – 6 Quartiere – eine Vision 19 4 Das Leitbild: 2 Straßen – 6 Quartiere – 1 Vision Um ein konsistentes Leitbild für die beiden Handelslagen zu entwickeln, gilt es zunächst die Schildergasse und Hohe Straße mit den einzelnen Quartieren zielgerichtet zu profilie- ren. Insbesondere vor dem Hintergrund der Uniformität der beiden Handelslagen stellt die Quartiersprofilierung einen Ansatz dar, um mit- tel- und langfristig eine hohe Aufenthalts- und Einkaufsqualität zu generieren. Mit der Quar- tiersprofilierung soll Schildergasse und Hohe Straße wieder ein Gesicht gegeben werden, indem Alleinstellungsmerkmale und individuel- le Charakteristika gefördert werden. Durch die Profilierung entwickeln sich die beiden Stra - ßenzüge zu vielseitig ausgestalteten Lagen, wobei jedes Quartier seine eigenen Besonder - heiten aufweist und demnach auch jeweils un- terschiedliche Zielgruppen anspricht. Darüber hinaus gilt es auch für die gesamte zusammen- hängende Handelslage eine übergeordnete und qualifizierte Zukunftsvision zu erarbeiten. Ein „Visitor Journey“ durch die Handelslagen von Morgen Das „Visitor Journey“ führt in Form einer vir- tuellen Reise durch die Handelslagen der Zukunft. Als Besucherin oder Besucher der Kölner City führt der Weg zunächst vorbei am Kölner Dom und anschließend zum Wall- rafplatz als nördliches Eingangstor der Han- delslagen, welches insbesondere die Touris- tinnen und Touristen und nach hochwertigen Angebotsqualitäten suchende Shoppingbe- sucherinnen und Besucher anspricht. Hier werden die Besucherinnen oder Besucher von einer attraktiven Platzsituation mit einer ho- hen Aufenthaltsqualität in einem erstklassigen Ambiente begrüßt. Exquisite internationale Marken und hochwertige Gastronomieangebo- te, welche bis in die Hohe Straße hineinragen, bieten einen stilvollen Nutzungsmix. Einladend gestaltete Wegeverbindungen regen zudem an, die umliegenden Lagen zu besuchen. Her- vorzuheben ist hierbei die Via Culturalis mit ihren herausragenden kulturellen Angeboten. Das hochwertige und teils exklusive Angebot des Wallrafplatzes bzw. der nördlichen Hohe Straße wird im weiteren Verlauf durch eine sehr individuell gestaltete Lage, dem Kölner Schaufenster, abgelöst. Als Raum für das Be- sondere macht dieses Quartier Lust auf mehr und regt die Besucherinnen und Besucher an, die Vielfalt der Kölner City zu entdecken. Der Experimentiercharakter des Quartiers wird sowohl in Bezug auf die Angebotsausstattung durch innovative oder regionale Betriebskon- zepte sowie Pop-Up-Stores als auch hinsicht - lich der städtebaulichen Gestaltung durch entsprechende farbliche Gestaltung, Materi- almix oder außergewöhnliche Kunst- und Ar - chitekturelemente deutlich. Kleinere Bereiche mit ergänzenden gastronomischen Angebo- ten laden zum Verweilen in der besonderen Atmosphäre ein. Durch die von der Hohe Straße abgehenden Straßenzüge lassen sich die umliegenden, im „Kölner Schaufenster“ präsentierten Quartiere gut erreichen. Südlich des Kölner Schaufensters erreichen die Besucherinnen und Besucher die Young- Fashion-Destination, die – wie der Name Ein Leitbild für die Handelslagen Hohe Straße und Schildergasse 20 bereits verrät – ganz gezielt auf die junge und trendbewusste Zielgruppe ausgerichtet ist. Hier reihen sich insbesondere trendori- entierte Bekleidungs- und Schuhgeschäfte aneinander. Neben kommerziellen Nutzungen findet sich hier ergänzend mit der Stadtbiblio- thek ein so genannter „Dritter Ort“ der Stadt wieder, welcher nicht nur das Ausleihen von Büchern ermöglicht, sondern ebenso für die breite Stadtgesellschaft Räume des Zusam- mentreffens und der Unterhaltung bietet. Eine Shoppingpause können die trendbewussten Jugendlichen und junge Erwachsene in den Chill-Out-Areas in den Kreuzungsbereichen einlegen. Im Anschluss zeigt die Kölner City ihr metro- politanes Flair unter dem Motto „Die Welt zu Gast in Köln“ . Flagship-Stores international bekannter Marken sowie weitere bedeutende Anker der Kölner Handelslagen in repräsen- tativen und außergewöhnlichen Immobilien prägen das Quartier. Dabei bieten die Han- delsnutzungen nicht nur den Verkauf ihrer bekannten Produkte an, sondern ermöglichen auch ergänzende Nutzungen, die den Einkauf zum Erlebnis machen. Genießen lässt sich das metropolitane Treiben auf dem kleinen, futuristisch gestalteten Platz und der daran angrenzenden innovativen und progressiven Gastronomie. Der Übergang von der Hohe Straße zur Schildergasse verläuft intuitiv und fließend. Für ankommende Besucherinnen oder Besucher aus der Gürzenichstraße oder für Besucherinnen und Besucher der Handelslagen ergeben sich zur Orientierung und Informa tion spezielle, digitale Service- leistungen. Angekommen in der Schildergasse erstreckt sich Kölns schönster Shopping-Boulevard, welcher einen ansprechenden Mix aus Shop- pen, Genießen und Verweilen bietet. Die vielfältigen internationalen Markenfilialisten bieten ein qualitätsvolles und attraktives Shopping- und Erlebnisangebot. Freizeitnut - zungen in den Obergeschossen sowie Gas- tronomie beleben das Quartier auch in den Abendstunden und erhöhen den Erlebniswert. Eine besondere Rolle nimmt das Antoniter - Quartier ein: Als innerstädtischer Rückzugsort und Ruhepol der zentralen Handelslagen bil- det dieses eine attraktive, grüne Verweiloase mit gelegentlichen Events. Ein grüner Boule- vard, begrünte Fassaden und eine Reihe von attraktiven Kommunikationsräumen laden zum Verweilen im Quartier ein. Der Gang durch die beiden zentralen Han- delslagen endet – zumindest kurzzeitig – am Neumarkt und der westlichen Schildergasse als pulsierendes Tor zu den Shopping-Meilen. Das Quartier steht unter dem Motto „Will- kommen in der City“ . Der lebendige Kno- tenpunkt Neumarkt, der insbesondere als Ankommens ort der Kölnerinnen und Kölner dient, bietet ein Erlebnis für alle Sinne. Egal ob Freiluftkino, Konzerte, Spielmöglichkeiten für Kinder, Gastronomie, Kinderbetreuung oder Shopping, dieses Quartier bietet für Klein und Groß ein Erlebnis. Der attraktiv gestalte- te Neumarkt fungiert als „Herz der City“ . Hier kommen sowohl die Kölnerinnen und Kölner als auch die Besucherinnen und Besucher über die Schildergasse an und verteilen sich in die weiteren Lagen der Kölner City. 2 Straßen – 6 Quartiere – eine Vision 21 Räumliches Leitbild der Kölner Handelslagen Abbildung 8: Räumliches Leitbild Quelle: Darstellung Thomas Zimmer, ZIMMER Büro für Corporate Design. Apostelstraße Ehrenstraße Breite Straße Kölns schönster Shopping-Boulevard Wallrafplatz – Luxus mit Domblick Willkommen in der City: Pulsierendes Tor zu den Shopping-Meilen Die Welt zu Gast in Köln – Metropolitanes Flair in Köln Young-Fashion-Destination – Jung & Up to date Oper Köln Altstadt Mittelstraße Kölner Schaufenster – Laborraum der Kölner Innenstadt Via Culturalis Leitbild der Handelslagen Gesamtübersicht Schwerpunkträume Apostelstraße Ehrenstraße Breite Straße Oper Köln Altstadt Mittelstraße kulturell geprägte Lage Apostelstraße Ehrenstraße Breite Straße Oper Köln Altstadt Mittelstraße profilierte Lagen im Umfeld Apostelstraße Ehrenstraße Breite Straße Oper Köln Altstadt Mittelstraße metropolitane Platzsituation Apostelstraße Ehrenstraße Breite Straße Oper Köln Altstadt Mittelstraße hochwertige Nutzungsqualitäten Apostelstraße Ehrenstraße Breite Straße Oper Köln Altstadt Mittelstraße freizeitorientierte Nutzungen Apostelstraße Ehrenstraße Breite Straße Oper Köln Altstadt Mittelstraße Boulevardcharakter Apostelstraße Ehrenstraße Breite Straße Oper Köln Altstadt Mittelstraße trendbewusste Gestaltung Apostelstraße Ehrenstraße Breite Straße Oper Köln Altstadt Mittelstraße Magnetnutzungen und Showrooms Apostelstraße Ehrenstraße Breite Straße Oper Köln Altstadt Mittelstraße freizeitorientierte Nutzungen Nutzung und Funktion zentrale Eingangssituation Apostelstraße Ehrenstraße Breite Straße Oper Köln Altstadt Mittelstraße zentrale Laufachsen Verknüpfungen Aufenthaltsqualität Kölner Schaufenster trendbewusster Dritter Ort stadtbildprägende Projektentwicklung gastronomische Bespielung Stadt Köln Amt für Stadtentwicklung und Statistik Willy-Brandt-Platz 2, 50679 Köln Stand: 08. September 2022 50 m 250 m Apostelstraße Ehrenstraße Breite Straße Kölns schönster Shopping-Boulevard Wallrafplatz – Luxus mit Domblick Willkommen in der City: Pulsierendes Tor zu den Shopping-Meilen Die Welt zu Gast in Köln – Metropolitanes Flair in Köln Young-Fashion-Destination – Jung & Up to date Oper Köln Altstadt Mittelstraße Kölner Schaufenster – Laborraum der Kölner Innenstadt Via Culturalis Leitbild der Handelslagen Gesamtübersicht Schwerpunkträume Apostelstraße Ehrenstraße Breite Straße Oper Köln Altstadt Mittelstraße kulturell geprägte Lage Apostelstraße Ehrenstraße Breite Straße Oper Köln Altstadt Mittelstraße profilierte Lagen im Umfeld Apostelstraße Ehrenstraße Breite Straße Oper Köln Altstadt Mittelstraße metropolitane Platzsituation Apostelstraße Ehrenstraße Breite Straße Oper Köln Altstadt Mittelstraße hochwertige Nutzungsqualitäten Apostelstraße Ehrenstraße Breite Straße Oper Köln Altstadt Mittelstraße freizeitorientierte Nutzungen Apostelstraße Ehrenstraße Breite Straße Oper Köln Altstadt Mittelstraße Boulevardcharakter Apostelstraße Ehrenstraße Breite Straße Oper Köln Altstadt Mittelstraße trendbewusste Gestaltung Apostelstraße Ehrenstraße Breite Straße Oper Köln Altstadt Mittelstraße Magnetnutzungen und Showrooms Apostelstraße Ehrenstraße Breite Straße Oper Köln Altstadt Mittelstraße freizeitorientierte Nutzungen Nutzung und Funktion zentrale Eingangssituation Apostelstraße Ehrenstraße Breite Straße Oper Köln Altstadt Mittelstraße zentrale Laufachsen Verknüpfungen Aufenthaltsqualität Kölner Schaufenster trendbewusster Dritter Ort stadtbildprägende Projektentwicklung gastronomische Bespielung Stadt Köln Amt für Stadtentwicklung und Statistik Willy-Brandt-Platz 2, 50679 Köln Stand: 08. September 2022 50 m 250 m Ein Leitbild für die Handelslagen Hohe Straße und Schildergasse 22 Zukunftsvision der beiden zentralen Kölner Handelslagen Auf Grundlage der erarbeiteten Vision sol- len sich die Schildergasse und Hohe Straße perspektivisch aus sechs Quartieren mit unterschiedlichem Flair zusammensetzen. Mit der Quartiersprofilierung soll den beiden zentralen Straßenzügen der City wieder ein Gesicht gegeben werden, indem Alleinstel- lungsmerkmale und individuelle Charakte- ristika gefördert werden. Durch die stärkere Diversifizierung sollen sich die Handelslagen so entwickeln, dass jedes Quartier seine ei- genen, individuellen Besonderheiten aufweist und demnach auch jeweils unterschiedliche Zielgruppen anspricht. Die unterschiedlichen Quartiere können damit einen gesamtheitli- chen Mehrwert für einen Innenstadtbesuch mit Erlebniswert für ein größeres Publikum schaffen, als dies heute der Fall ist. Uniformi- tät und Auswechselbarkeit sollen der Vergan- genheit angehören. Die sechs Quartiere sind so zu profilieren, dass sie den zukünftigen Innenstadtbesuch zu einem größeren Erlebnis machen. Um dies zu erreichen ist zunächst die Formulierung eines übergeordneten Ziel- profils notwendig. Aus diesem heraus werden quartiersspezifische Handlungsempfehlungen gegeben, die wiederum kleinteilig operationa - lisiert werden können. 2 Straßen – 6 Quartiere – eine Vision 23 Übergeordnete Profilierungsziele der beiden Handelslagen › Die beiden Handelslagen erstre- cken sich zwischen den beiden Polen Dom/Wallrafplatz und Neu- markt. Der Kreuzungsbereich der Schildergasse und Hohe Straße bil- det dabei als Zwischenstopp einen attraktiven Aufenthaltsort. › Die Kölner Handelslagen erhöhen ihre Strahlkraft insbesondere hin- sichtlich des spezialisierten Einzel- handels, diverser gastronomischer Angebote sowie in Bezug auf öf - fentliche, kulturelle und freizeitori- entierte Einrichtungen. › Durch verschiedene Handels- schwerpunkte, gastronomische Angebote und weiteren Nutzungs- möglichkeiten (z. B. kulturelle High- lights, Freizeiteinrichtungen) ergibt sich eine breite Nutzungsvielfalt. › Innerhalb der beiden Straßenzü- ge sind verschiedene Quartiere auskristallisiert, die jeweils einen eigenständigen und besonderen Charakter aufweisen. › Über digitale Angebote und weitere Marketingaktivitäten sind die Be- sonderheiten und Angebote für alle Besucher*innen gut sichtbar. › Die Schildergasse und Hohe Straße sind sowohl zu Tages- als auch zu Abendstunden durch Handel, fre- quenzbringenden Nutzungen in den Obergeschossen, Gastronomiebe- triebe und freizeit- und servicebe- zogene Angebote belebt. › Sauberkeit, Sicherheit und Ordnung sind sichergestellt und gewährleis- ten eine gute Aufenthaltsqualität. › Eine zentrale Koordinierungsstelle steuert sämtliche Entwicklungen und Aktionen in den Handelslagen. Ein Leitbild für die Handelslagen Hohe Straße und Schildergasse 24 Handlungsempfehlungen › Einrichtung einer durchsetzungs- kräftigen, zentralen Koordinie- rungsstelle (Task Force) zur Organi- sation der aus dem Leitbildprozess resultierenden Entwicklungen und Maßnahmen (z. B. Verstetigung und Erweiterung der Task-Force im Rahmen des Frühlingserwachens). › Berücksichtigung der Profilierungs- zielsetzungen des Leitbilds bei Pro- jektentwicklungen und Maßnahmen auf allen Akteursseiten in Abwä - gung mit anderen Belangen. › Nachhaltige Lösungsfindung zum Umgang mit der Drogen- und (organisierten) Bettelszene insb. im Bereich des Neumarktes; damit einhergehend: zwingende Notwen- digkeit der Schaffung von alternati- ven Aufenthaltsräumen. › Aktive Vermarktung der Quartier - sprofile und des Leitbilds einerseits bei Investorinnen und Investoren und Gewerbetreibenden sowie andererseits bei Kölner*innen und Touristinnen und Touristen. › Bereitstellung von finanziellen und personellen Ressourcen zur Maß- nahmenumsetzung u.a. über För - derprogramme. › Integration der kurz- und mittel- fristigen Großbaustellen (u. a. Dom Carré, südliche Hohe Straße) in die Handelslagen (z. B. durch Visuali- sierung der zu entstehenden Nut - zungen, Wegeführung, Baustellen- verkleidung etc.). › Gestaltung eines quartiersspezifi- schen Lageplans für die Innenstadt sowie Schaffung von themenspe- zifischen Shopping-Routen durch die Innenstadt (hochwertige Shop- pinglagen, individuelles Einkaufen in Köln; Mix aus Shoppen, Kultur und Verweilen; Fashion-Route etc.). › Einrichtung einer Beratungs- stelle für Gewerbetreibende und Immobilieneigentümer*innen (z. B. Veranstaltung von Schaufens- terworkshops bzw. -beratungen, Informationen zu Finanzierungs- möglichkeiten etwaiger Umbau- maßnahmen, Veranstaltung kleinerer Aktionen und Events). 2 Straßen – 6 Quartiere – eine Vision 25 Die sechs Quartiere der Zukunft 1. Wallrafplatz – Luxus mit Domblick › Das nördliche Eingangstor zur den Handelslagen für Besucher*innen. › Eine hochwertige und luxuriöse Angebotsausstattung stellt eine Destination für anspruchsvolle Shoppingbesucher*innen dar. › Eine erstklassige Gestaltung lädt zum Verweilen ein und regt ebenso zum Aufsuchen der umliegenden Lagen an. Profilierungsziele › Mit seiner attraktiven Gestaltung dient das Quartier als Ankommens- ort insbesondere für Touristinnen und Touristen › Der Wallrafplatz weist eine hohe Auf - enthalts- und Verweilqualität auf. › Das Quartier ist mit den umliegen den, kulturell geprägten Lagen verknüpft. › Im Süden erstreckt sich das Quartier bis zur Minoritenstraße, um Syner - gieeffekte mit dem neu zu entste- henden Laurenz Carré zu nutzen. › Die großen Projektentwicklungen verfügen über eine hohe Strahlkraft und tragen maßgeblich zu einem ansprechenden Nutzungsmix des Quartiers bei. Ein Leitbild für die Handelslagen Hohe Straße und Schildergasse 26 2. Nördliche Hohe Straße – Das Kölner Schaufenster › Das Kölner Schaufenster zeigt die unterschiedlichen und viel seitigen Qualitäten der weiteren (Handels-)Lagen der Kölner City. › Die Angebotsausstattung macht Besucher*innen neugierig, die Vielfalt Kölns zu entdecken. › Als Experimentierraum bieten sich den Besucher*innen stetig neue Erlebnisse. Profilierungsziele › Das Quartier verfügt über Räume mit Experimentiercharakter und Orte der Besonderheiten. › Der vielfältige Nutzungsmix weist einen starken Bezug zu Kölner Marken oder Kölnspezifischen Angeboten auf. › Das Quartier ist mit den umliegen- den Lagen und Highlights verknüpft. › Der Experimentiercharakter wird auch anhand der städtebaulichen Gestaltung sichtbar. › Die vorhandenen kleinen Freiräume verfügen über eine attraktive, zum Quartier passende Aufenthaltsqua - lität. › Die Obergeschosse werden durch attraktive Nutzungen bespielt. 2 Straßen – 6 Quartiere – eine Vision 27 3. Südliche Hohe Straße – Die Y oung-Fashion-Destination › Die Young-Fashion-Destination ist der Anlaufpunkt für die junge und trendbewusste Zielgruppe. › Vor allem trendorientierte Bekleidung und Schuhe schmücken die Schaufenster. › Junge Gastronomie- und Freizeitangebote ergänzen die Handelslage in multifunktionaler Hinsicht. Profilierungsziele › Das Angebot ist auf die junge und trendbewusste Zielgruppe ausgerichtet. › Trendbewusste Nutzungsqualitäten laden dazu ein, die verschiedenen Ge- schäfte zu besuchen. › Die vorhandenen Aufenthaltsräume sind auf die Bedürfnisse der jungen Zielgruppe ausgerichtet. › Ein Dritter Ort schafft einen nicht-kommerziellen Anlauf - punkt und macht weitere Nutzungsmöglichkeiten im Quartier möglich. › Trendorientierte Gastronomie- angebote arrondieren das Angebot im Quartier. Ein Leitbild für die Handelslagen Hohe Straße und Schildergasse 28 4. Übergangsbereich Hohe Straße-Schildergasse – Die Welt zu Gast in Köln › Als Aushängeschild der Kölner City zieht das Quartier mit den Innenstädten weltweiter Metropolen gleich. › Hier reihen sich weltweit bekannte Marken aneinander und bilden einen zentralen Anker in den Kölner Handelslagen. › Als verbindendes Element der Kölner Handelslagen nimmt das Quartier eine wichtige Scharnierfunktion ein. Profilierungsziele › Weltweit bekannte Marken in reprä - sentativen Immobilien mit Flagship- Charakter prägen das Quartier. › Die Quartiere der Hohe Straße und der Schildergasse sind durch eine intuitive Wegeführung sowie städ- tebaulicher und funktionaler Gestal- tungselemente verknüpft. › Eine kleinere Platzsituation lädt zum Verweilen in den urban gepräg- ten Handelslagen ein. › Gastronomieangebote beleben vor allem die Platzsituation und schaffen weitere Nutzungsmöglichkeiten. 2 Straßen – 6 Quartiere – eine Vision 29 5. Zentrale Schildergasse – Kölns schönster Shopping-Boulevard › In ansprechender städtebaulicher Gestaltung mit architektonischen Highlights lässt sich am zentral gelegenen Ruhepol eine Shopping-Pause einlegen. › Der Einkaufsboulevard mit Erlebnischarakter lädt zum Shoppen, Flanieren und Verweilen ein. › Bei dem vorhandenen Einzelhandels angebot werden alle Gäste fündig. Profilierungsziele › Der Shopping-Boulevard verfügt über eine hohe Aufenthalts- und Verweilqualität mit einer städtebau- lich ansprechenden Gestaltung. › Das AntoniterQuartier stellt den Ruhepol der Handelslagen dar und wird als Ort zum Verweilen wahrge- nommen. › Ein breit aufgestelltes Einzelhan- delsangebot insbesondere im Bereich der Markenfilialisten zieht Shoppingbesucher*innen an. › Das Quartier ist sowohl zu Tages- als auch Abendstunden belebt. › Erlebnisgastronomie und weitere erlebnisorientierte Nutzungen run- den das Angebot im Quartier ab. Ein Leitbild für die Handelslagen Hohe Straße und Schildergasse 30 6. Westliche Schildergasse – Willkommen in der City › Der lebendige Knotenpunkt Neumarkt stellt den Ankommensort für die Kölner*innen dar. › Über den Neumarkt als „Herz der City“ verteilen sich die Besucher*innen in die umliegenden Lagen der Kölner City. › Ein Besuch des Quartiers wird zum Erlebnis. Profilierungsziele › Ein einzigartiger Nutzungsmix aus Einzelhandel, Gastronomie, Dienst - leistungen und Kultur- und Freizeit - angeboten bietet ein breites Ange- bot auf allen Ebenen. › Der Neumarkt wird als Treffpunkt mit gastronomischen Schwerpunkt wahrgenommen und genutzt. › Der Erlebniswert des Quartiers zeigt sich sowohl beim Besuch der einzelnen Nutzungen als auch im öffentlichen Raum. › Der städtebaulich attraktiv gestaltete Neumarkt bietet zahl- reiche Aufenthalts- und Nutzungs- möglichkeiten für Klein und Groß. 2 Straßen – 6 Quartiere – eine Vision 31 5 Einordnung der Maßnahmenvorschläge Im Kontext des Beteiligungsprozesses, insbe- sondere in den drei Arbeitsworkshops, wurden neben den dargestellten quartiersbezogenen Zukunftsvisionen und Profilierungszielen durch die beteiligten Akteurinnen und Akteu- re auch verschiedene, in Teilen sehr konkrete Maßnahmenvorschläge genannt und zusam- mengetragen, welche einen Beitrag zum Errei- chen der jeweils formulierten Entwicklungs- ziele leisten könnten. Die von den Akteurinnen und Akteuren hervorgebrachten Maßnahmen- vorschläge wurden nach den Arbeitswork- shops durch den externen Auftragnehmer Stadt + Handel aus ihrer fachlichen Expertise und Erfahrung heraus gesichtet, erstgeprüft und durch eigene Maßnahmenvorschläge bzw. Handlungsempfehlungen angereichert. Diese aus dem Kreis der externen Akteurinnen und Akteure und des externen Auftragnehmers erarbeitete Zusammenstellung an Maßnah- menvorschlägen wurde im Anschluss an den Beteiligungsprozess unter Koordination des Amtes für Stadtentwicklung und Statistik im Rahmen eines verwaltungsinternen Abstim- mungstermins gemeinsam mit den für die Innenstadtentwicklung relevanten Fachämtern gesichtet, geprüft und hinsichtlich ihrer jeweili- gen Komplexität bewertet und eingeordnet. Das Ergebnis dieser Bewertung und Einord- nung der Maßnahmenvorschläge mit Blick auf eine mögliche Umsetzung aus Sicht der Stadtverwaltung stellt sich in Form der nach- stehenden Tabelle dar. Die Bewertung der einzelnen Maßnahmenvorschläge erfolgte da - bei anhand verschiedener Faktoren, u. a. der einzusetzende Personalbedarf, der finanzielle Aufwand und die Zahl an zu beteiligenden Ak - teurinnen und Akteuren bei einer möglichen Umsetzung der Maßnahme. Das Symbol zeigt an, dass der jeweilige Maßnahmenvorschlag aus Sicht der Stadtver - waltung vergleichsweise wenig komplex und einfach umzusetzen ist, z. B. weil der Perso- nalbedarf und finanzielle Aufwand für eine mögliche Maßnahmenumsetzung eher gering ist oder sich bereits in Umsetzung befindet. Die Maßnahmenvorschläge die nach erfolg- ter Abstimmung mit dem Symbol ge- kennzeichnet wurden, werden als komplex in ihrer Umsetzung eingestuft, gleichwohl wäre eine mittelfristige Umsetzung grundsätzlich möglich, sofern eine enge fortlaufende Feder - führung sichergestellt wird. Bei diesen Maß- nahmenvorschlägen wird für eine potenzielle Umsetzung der städtische Personalbedarf oder der finanzielle Aufwand als mittel bis eher hoch bewertet. Darüber hinaus müssen mehrere Akteurinnen und Akteure aus unter - schiedlichen Bereichen eingebunden werden. Mit dem Symbol sind Maßnahmenvor - schläge gekennzeichnet, welche sich als be- sonders komplex darstellen und nur in einem langfristig angelegten Prozess umzusetzen sind. Als Gründe hierfür sind beispielhaft ein sehr hoher Personalbedarf und Finanzauf - wand zu nennen oder dass die entsprechen- den Maßnahmenvorschläge bereits laufen- den städtischen Maßnahmen bzw. Projekten entgegenstehen. Ein Leitbild für die Handelslagen Hohe Straße und Schildergasse 32 Maßnahmenvorschläge zur Profilierung der Handelslagen Maßnahmenvorschlag Quartiersbezug Komplexität Veranstaltung von zielgruppenspezifischen Balkonkonzerten Quartiersübergreifend konsequente Durchsetzung von ordnungsrechtlichen Maßnahmen in Kooperation mit dem Ordnungsamt und der Polizei Quartiersübergreifend junge und bunte Gestaltung der Fassaden und des Stadtraums Quartiersübergreifend aktive Ansprache der Gewerbetreibenden in Bezug auf die Attraktivierung der Schaufenster- und Werbegestaltung Quartiersübergreifend Durchführung von Shopping-Events in Kombination mit Konzerten und Präsentation neuer Angebote im Showformat; dabei Berücksichtigung von Ordnungs- und Sicherheitsaspekten Quartiersübergreifend attraktive Folierung von Leerständen sowie ansprechende Einhausung von Baustellen Quartiersübergreifend Fassadenaufwertung insb. der Gebäudetypen der Nachkriegszeit Quartiersübergreifend Förderung eines attraktiven Nutzungsmix in den Obergeschossen Quartiersübergreifend Gestaltung außergewöhnlicher und moderner Fassaden- und Verkaufsräume Quartiersübergreifend Installation von zukunftsweisenden Serviceleistungen im öffentlichen Raum Quartiersübergreifend Belebung des Quartiers in den Abendstunden durch Erhöhung des Nutzungsmix Quartiersübergreifend Erarbeitung von quartiersspezifischen Stadtplänen zum Aufzeigen der Qualitäten der weiteren Lagen im Umfeld und der profilierten Quartiere der Handelslagen Quartiersübergreifend Attraktivierung der Wegeverbindung zu den umliegenden Quartieren sowie Aufzeigen von kulturellen und touristischen Highlights durch ein digitales Wegesystem oder Schaffung von gestalterischen Wegebeziehungen Quartiersübergreifend Installation von konsumfreien Verweilmöglichkeiten Quartiersübergreifend 2 Straßen – 6 Quartiere – eine Vision 33 Maßnahmenvorschlag Quartiersbezug Komplexität Veranstaltung von zielgruppenspezifischen Balkonkonzerten Quartiersübergreifend konsequente Durchsetzung von ordnungsrechtlichen Maßnahmen in Kooperation mit dem Ordnungsamt und der Polizei Quartiersübergreifend junge und bunte Gestaltung der Fassaden und des Stadtraums Quartiersübergreifend aktive Ansprache der Gewerbetreibenden in Bezug auf die Attraktivierung der Schaufenster- und Werbegestaltung Quartiersübergreifend Durchführung von Shopping-Events in Kombination mit Konzerten und Präsentation neuer Angebote im Showformat; dabei Berücksichtigung von Ordnungs- und Sicherheitsaspekten Quartiersübergreifend attraktive Folierung von Leerständen sowie ansprechende Einhausung von Baustellen Quartiersübergreifend Fassadenaufwertung insb. der Gebäudetypen der Nachkriegszeit Quartiersübergreifend Förderung eines attraktiven Nutzungsmix in den Obergeschossen Quartiersübergreifend Gestaltung außergewöhnlicher und moderner Fassaden- und Verkaufsräume Quartiersübergreifend Installation von zukunftsweisenden Serviceleistungen im öffentlichen Raum Quartiersübergreifend Belebung des Quartiers in den Abendstunden durch Erhöhung des Nutzungsmix Quartiersübergreifend Erarbeitung von quartiersspezifischen Stadtplänen zum Aufzeigen der Qualitäten der weiteren Lagen im Umfeld und der profilierten Quartiere der Handelslagen Quartiersübergreifend Attraktivierung der Wegeverbindung zu den umliegenden Quartieren sowie Aufzeigen von kulturellen und touristischen Highlights durch ein digitales Wegesystem oder Schaffung von gestalterischen Wegebeziehungen Quartiersübergreifend Installation von konsumfreien Verweilmöglichkeiten Quartiersübergreifend Ein Leitbild für die Handelslagen Hohe Straße und Schildergasse 34 Maßnahmenvorschlag Quartiersbezug Komplexität Installation von wertigen, künstlerischen Elementen (z. B. hochwertige Streetart, Skulpturen) und Lichtinstallationen Wallrafplatz Etablierung eines hochwertigen Gastronomiebetriebs mit ansprechend und einheitlich gestalteter Außengastronomie Wallrafplatz Installation von qualitätsvollem Stadtmobiliar auf dem Wallrafplatz; dabei Berücksichtigung der Notfallzuwegungen Wallrafplatz hochwertige Gestaltung der Eingangssituation (z. B. Eckgebäude) zur Hohe Straße mit Lichtelementen oder Fassadenbegrünung Wallrafplatz Aufstellen kleinerer Grünelemente auf dem Wallrafplatz Wallrafplatz Attraktivierung der Wegeführung vom Parkhaus „Am Dom“ zum Wallrafplatz zur Sicherung der MIV-Erreichbarkeit Wallrafplatz Anpassung der Gestaltungssatzung, z. B. hinsichtlich der Fassadengestaltung und Vorgaben von Werbeanlagen Wallrafplatz Veranstaltung eines öffentlichkeitswirksamen Wettbewerbs zur Vergabe eines geförderten Ladenlokales an Betriebskonzepte mit Experimentiercharakter nördliche Hohe Straße Förderung und aktive Ansprache von innovativen Betriebskonzepten nördliche Hohe Straße Einrichtung eines modular gestaltbaren Verkaufsraums für wechselnde Pop-Up-Angebote nördliche Hohe Straße Nutzung der (zwischenzeitlich) leerstehenden Ladenlokale entlang der Hohe Straße zur aktiven Bewerbung der Qualitäten der umliegenden Lagebereiche nördliche Hohe Straße kreative temporäre Gestaltung des öffentlichen Raums in den Kreuzungsbereichen und Seitenstraßen zur Verbesserung der Wegeführung entlang der Querachsen nördliche Hohe Straße Flächenzusammenlegung und vertikaler Ausbau der vorhandenen Immobilien zur Herstellung marktgerechter Flächenzuschnitte nördliche Hohe Straße (Prüfung zur) Schaffung kleinerer, individuell gestalteter Aufenthaltsinseln mit begleitenden gastronomischen Angeboten (z. B. Bistros, kleinere Speisegastronomien mit To-Go-Angeboten) in den Kreuzungsbereichen bzw. in den Seitenstraßen nördliche Hohe Straße 2 Straßen – 6 Quartiere – eine Vision 35 Maßnahmenvorschlag Quartiersbezug Komplexität Installation von wertigen, künstlerischen Elementen (z. B. hochwertige Streetart, Skulpturen) und Lichtinstallationen Wallrafplatz Etablierung eines hochwertigen Gastronomiebetriebs mit ansprechend und einheitlich gestalteter Außengastronomie Wallrafplatz Installation von qualitätsvollem Stadtmobiliar auf dem Wallrafplatz; dabei Berücksichtigung der Notfallzuwegungen Wallrafplatz hochwertige Gestaltung der Eingangssituation (z. B. Eckgebäude) zur Hohe Straße mit Lichtelementen oder Fassadenbegrünung Wallrafplatz Aufstellen kleinerer Grünelemente auf dem Wallrafplatz Wallrafplatz Attraktivierung der Wegeführung vom Parkhaus „Am Dom“ zum Wallrafplatz zur Sicherung der MIV-Erreichbarkeit Wallrafplatz Anpassung der Gestaltungssatzung, z. B. hinsichtlich der Fassadengestaltung und Vorgaben von Werbeanlagen Wallrafplatz Veranstaltung eines öffentlichkeitswirksamen Wettbewerbs zur Vergabe eines geförderten Ladenlokales an Betriebskonzepte mit Experimentiercharakter nördliche Hohe Straße Förderung und aktive Ansprache von innovativen Betriebskonzepten nördliche Hohe Straße Einrichtung eines modular gestaltbaren Verkaufsraums für wechselnde Pop-Up-Angebote nördliche Hohe Straße Nutzung der (zwischenzeitlich) leerstehenden Ladenlokale entlang der Hohe Straße zur aktiven Bewerbung der Qualitäten der umliegenden Lagebereiche nördliche Hohe Straße kreative temporäre Gestaltung des öffentlichen Raums in den Kreuzungsbereichen und Seitenstraßen zur Verbesserung der Wegeführung entlang der Querachsen nördliche Hohe Straße Flächenzusammenlegung und vertikaler Ausbau der vorhandenen Immobilien zur Herstellung marktgerechter Flächenzuschnitte nördliche Hohe Straße (Prüfung zur) Schaffung kleinerer, individuell gestalteter Aufenthaltsinseln mit begleitenden gastronomischen Angeboten (z. B. Bistros, kleinere Speisegastronomien mit To-Go-Angeboten) in den Kreuzungsbereichen bzw. in den Seitenstraßen nördliche Hohe Straße Ein Leitbild für die Handelslagen Hohe Straße und Schildergasse 36 Maßnahmenvorschlag Quartiersbezug Komplexität gezielte und proaktive Ansprache junger und trendbewusster Einzelhandelsmarken sowie ansprechende Vermarktung der Idee des Quartiers südliche Hohe Straße Ansiedlungsprüfung eines Food-Courts (z. B. auch im zugänglichen Obergeschoss denkbar) südliche Hohe Straße Aufgreifen von Trendthemen durch die Schaffung entsprechender Angebote, z. B. E-Sports südliche Hohe Straße Etablierung von auf die junge Zielgruppe ausgerichteten Selfie-Points sowie Verknüpfung mit Social-Media-Marketing für die Handelslagen südliche Hohe Straße Etablierung der Stadtbibliothek als Dritten Ort mit Unterhaltungscharakter südliche Hohe Straße Installation von Sitz- und Verweilmöglichkeiten in den Kreuzungsbereichen; gestalterische Ausrichtung auf die junge Zielgruppe südliche Hohe Straße Ansiedlung weltweit bekannter Marken und Flagship-Stores Übergangsbereich Hohe Straße/Schildergasse Ergänzung der Flagshipstores durch erlebnisorientierte Freizeitnutzungen Übergangsbereich Hohe Straße/Schildergasse Ansiedlung innovativer Gastronomieangebote im Bereich Hohe Straße/Gürzenichstraße (z. B. progressive Cafés und Bistros sowie kleinere Speisegastronomien) Übergangsbereich Hohe Straße/Schildergasse Prüfung einer Etablierung einer ganzjährigen Roof-Top-Bar im Parkhaus Brückenstraße sowie Verkleidung des Parkhauses (z. B. durch Begrünung oder Kunstinstallationen) Übergangsbereich Hohe Straße/Schildergasse Installation von Wegweisern, farbigen oder gestalterischen Akzenten zur Verbesserung der intuitiven Wegeführung und Verknüpfung mit den umliegenden Lagen Übergangsbereich Hohe Straße/Schildergasse Ausbau einer futuristischen Platzsituation mit Grünelementen und Sitzmöglichkeiten zum konsumfreien Verweilen Übergangsbereich Hohe Straße/Schildergasse 2 Straßen – 6 Quartiere – eine Vision 37 Maßnahmenvorschlag Quartiersbezug Komplexität gezielte und proaktive Ansprache junger und trendbewusster Einzelhandelsmarken sowie ansprechende Vermarktung der Idee des Quartiers südliche Hohe Straße Ansiedlungsprüfung eines Food-Courts (z. B. auch im zugänglichen Obergeschoss denkbar) südliche Hohe Straße Aufgreifen von Trendthemen durch die Schaffung entsprechender Angebote, z. B. E-Sports südliche Hohe Straße Etablierung von auf die junge Zielgruppe ausgerichteten Selfie-Points sowie Verknüpfung mit Social-Media-Marketing für die Handelslagen südliche Hohe Straße Etablierung der Stadtbibliothek als Dritten Ort mit Unterhaltungscharakter südliche Hohe Straße Installation von Sitz- und Verweilmöglichkeiten in den Kreuzungsbereichen; gestalterische Ausrichtung auf die junge Zielgruppe südliche Hohe Straße Ansiedlung weltweit bekannter Marken und Flagship-Stores Übergangsbereich Hohe Straße/Schildergasse Ergänzung der Flagshipstores durch erlebnisorientierte Freizeitnutzungen Übergangsbereich Hohe Straße/Schildergasse Ansiedlung innovativer Gastronomieangebote im Bereich Hohe Straße/Gürzenichstraße (z. B. progressive Cafés und Bistros sowie kleinere Speisegastronomien) Übergangsbereich Hohe Straße/Schildergasse Prüfung einer Etablierung einer ganzjährigen Roof-Top-Bar im Parkhaus Brückenstraße sowie Verkleidung des Parkhauses (z. B. durch Begrünung oder Kunstinstallationen) Übergangsbereich Hohe Straße/Schildergasse Installation von Wegweisern, farbigen oder gestalterischen Akzenten zur Verbesserung der intuitiven Wegeführung und Verknüpfung mit den umliegenden Lagen Übergangsbereich Hohe Straße/Schildergasse Ausbau einer futuristischen Platzsituation mit Grünelementen und Sitzmöglichkeiten zum konsumfreien Verweilen Übergangsbereich Hohe Straße/Schildergasse Ein Leitbild für die Handelslagen Hohe Straße und Schildergasse 38 Maßnahmenvorschlag Quartiersbezug Komplexität Veranstaltung kleinerer Events im Antoniterquartier zentrale Schildergasse akustische Untermalung (z. B. Vogelgezwitscher) in Ruhe- und Verweilbereichen zentrale Schildergasse Erhalt und Stärkung des standardisierten, erlebnisorientierten Einzelhandelsmix zentrale Schildergasse Ausbau des Antoniterquartiers als innerstädtischen Rückzugsort in zentraler Lage zentrale Schildergasse Aufwertung einzelner Immobilien und Fassaden insb. im Teilbereichs im Nordosten des Quartiers zentrale Schildergasse Schaffung von Begrünung (z. B. Blumenampeln, Fassadenbegrünung), farblichen Gestaltungselementen oder Wegweisern zur Anregung und Verbesserung der Wegeverbindung in Richtung Norden (Herzogstraße und Oper Köln) zentrale Schildergasse Installation von Grünelementen im Straßenraum und an den Gebäudefassaden vor dem Hintergrund der Entwicklung eines Boulevardcharakters zentrale Schildergasse regelmäßige Veranstaltung von Events mit unterschiedlichen Zielgruppenschwerpunkten westliche Schildergasse Erhalt und Stärkung des standardisierten Erlebniseinkaufs sowie vereinzelt Ergänzung um spezialisierten Erlebniseinkauf mit entsprechenden Betriebskonzepten mit Erlebnischarakter zur Gewährleistung einer ansprechenden Angebotsvielfalt westliche Schildergasse Abstimmung zur Schaffung von Gestaltungs- und Nutzungselemente für vielfältige Zielgruppen (u. a. Familien mit Kindern, (Shopping-)Touristinnen und Touristen, Kölner*innen, Arbeitnehmende im Umfeld, Feierpublikum) westliche Schildergasse proaktive Unterstützung von Ansiedlungen weiterer und vielfältiger Gastronomiebetriebe mit flexibler Außengastronomie mit Schwerpunkt Neumarkt westliche Schildergasse Schaffung von Erlebnisräumen mit Unterhaltungscharakter für vielfältige Zielgruppen (z. B. temporäres Freiluftkino, Veranstaltungsräume mit vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten) westliche Schildergasse Herstellung einer attraktiven Platzsituation am Neumarkt mit Ankommens- bzw. Eingangscharakter (unter Berücksichtigung der perspektivischen verkehrlichen und städtebaulichen Neugestaltung des Neumarkts) mit Aufenthaltsqualität westliche Schildergasse Quelle: Darstellung Stadt Köln 2 Straßen – 6 Quartiere – eine Vision 39 Maßnahmenvorschlag Quartiersbezug Komplexität Veranstaltung kleinerer Events im Antoniterquartier zentrale Schildergasse akustische Untermalung (z. B. Vogelgezwitscher) in Ruhe- und Verweilbereichen zentrale Schildergasse Erhalt und Stärkung des standardisierten, erlebnisorientierten Einzelhandelsmix zentrale Schildergasse Ausbau des Antoniterquartiers als innerstädtischen Rückzugsort in zentraler Lage zentrale Schildergasse Aufwertung einzelner Immobilien und Fassaden insb. im Teilbereichs im Nordosten des Quartiers zentrale Schildergasse Schaffung von Begrünung (z. B. Blumenampeln, Fassadenbegrünung), farblichen Gestaltungselementen oder Wegweisern zur Anregung und Verbesserung der Wegeverbindung in Richtung Norden (Herzogstraße und Oper Köln) zentrale Schildergasse Installation von Grünelementen im Straßenraum und an den Gebäudefassaden vor dem Hintergrund der Entwicklung eines Boulevardcharakters zentrale Schildergasse regelmäßige Veranstaltung von Events mit unterschiedlichen Zielgruppenschwerpunkten westliche Schildergasse Erhalt und Stärkung des standardisierten Erlebniseinkaufs sowie vereinzelt Ergänzung um spezialisierten Erlebniseinkauf mit entsprechenden Betriebskonzepten mit Erlebnischarakter zur Gewährleistung einer ansprechenden Angebotsvielfalt westliche Schildergasse Abstimmung zur Schaffung von Gestaltungs- und Nutzungselemente für vielfältige Zielgruppen (u. a. Familien mit Kindern, (Shopping-)Touristinnen und Touristen, Kölner*innen, Arbeitnehmende im Umfeld, Feierpublikum) westliche Schildergasse proaktive Unterstützung von Ansiedlungen weiterer und vielfältiger Gastronomiebetriebe mit flexibler Außengastronomie mit Schwerpunkt Neumarkt westliche Schildergasse Schaffung von Erlebnisräumen mit Unterhaltungscharakter für vielfältige Zielgruppen (z. B. temporäres Freiluftkino, Veranstaltungsräume mit vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten) westliche Schildergasse Herstellung einer attraktiven Platzsituation am Neumarkt mit Ankommens- bzw. Eingangscharakter (unter Berücksichtigung der perspektivischen verkehrlichen und städtebaulichen Neugestaltung des Neumarkts) mit Aufenthaltsqualität westliche Schildergasse Ein Leitbild für die Handelslagen Hohe Straße und Schildergasse 40 Mit der dargestellten Einordnung der umfang- reichen Maßnahmenvorschläge, von denen ei- nige quartiersübergreifend umzusetzen sind, während andere quartiersbezogen räumlich sehr spezifisch wirken sollen, liegt nun eine für die Umsetzbarkeit abgestufte Agenda zur Weiterentwicklung der Quartiere der Schil- dergasse und Hohe Straße vor. An dieser Stelle gilt es explizit darauf hinzuweisen, dass es sich hierbei nicht um ein verbindlich um- zusetzendes Arbeitsprogramm handeln kann und soll. Gleichwohl sollen nun die Maßnah- menvorschläge, welche als vergleichsweise einfach umzusetzen sind, im nächsten Schritt weiter qualifiziert und konkret vorangetrieben werden. Hierzu werden die entsprechend gebündelten Maßnahmenvorschläge an das Zentrenma - nagement, welches im Rahmen des Förder - projektes „City-Netzwerkarbeit“ zum 1. April 2023 bis Herbst 2025 bei der KölnBusiness Wirtschaftsförderungs-GmbH bereits in die Umsetzung gegangen ist, übergeben. In die- sem Rahmen können Maßnahmenvorschläge, welche als vergleichsweise wenig komplex und nur einen geringen Finanzaufwand be- dürfen, vorrangig in den Blick genommen werden. Maßnahmenvorschläge, welche insbesondere auf eine temporäre Umsetzung angelegt sind, z. B. die Umsetzung von Events und Veranstaltungen oder die Anschaffung von kleineren Gestaltungselementen und Stadtmobiliar im öffentlichen Raum, können perspektivisch über den ebenfalls im Rahmen des Projektes „City-Netzwerkarbeit“ vorgese- henen Verfügungsfonds finanziell gefördert und umgesetzt werden. 2 Straßen – 6 Quartiere – eine Vision 41 Quellen-und Abbildungsverzeichnis Fotoquellen der Mood-Boards Moodboard Wallrafplatz › links oben: Tilo & Paolo - stock.adobe.com › mitte links oben: DC Studio - stock.adobe.com › mitte rechts oben: hanohiki - stock.adobe.com › rechts oben: Felix Pergande - stock.adobe.com › mitte links: Jacob Lund - stock.adobe.com › mitte: andersphoto - stock.adobe.com › mitte rechts: murattelioglu stock.adobe.com › links unten: Kadmy - stock.adobe.com › mitte links unten: Felix Pergande - stock.adobe.com › mitte rechts unten: slavun - stock.adobe.com › rechts unten: Fxquadro - stock.adobe.com Moodboard Kölner Schaufenster › links oben: Casther - stock.adobe.com › links unten: Madrugada Verde - stock.adobe.com › mitte: bluedesign - stock.adobe.com › rechts oben: pololia - stock.adobe.com › rechts unten: v74 - stock.adobe.com Moodboard Young-Fashion-Destination › links oben: K.Decor - stock.adobe.com › links unten: Pixel-Shot - stock.adobe.com › mitte links: Alena - stock.adobe.com › mitte rechts oben: polya_olya - stock.ado- be.com › mitte rechts unten: Victoria Chudinova - stock.adobe.com › rechts oben: Yaroslav - stock.adobe.com › rechts unten: sonyachny - stock.adobe.com Moodboard Die Welt zu Gast in Köln › links oben: THANANIT - stock.adobe.com › mitte oben: misu - stock.adobe.com › rechts oben: zhu difeng - stock.adobe.com › links unten: skystudio - stock.adobe.com › rechts unten: Simon - stock.adobe.com Moodboard Kölns schönster Shopping-Boulevard › links oben: Heiko Küverling - stock.adobe.com › mitte links oben: Jacob Lund - stock.adobe.com › mitte rechts oben: Ralf Geithe - stock.adobe.com › rechts oben: mdyn - stock.adobe.com › mitte links: VadimGuzhva - stock.adobe.com › mitte mitte links: Peera - stock.adobe.com › mitte mitte rechts: zadorozha - stock.adobe.com › mitte rechts: detailblick-foto - stock.adobe.com › links unten: Sarah - stock.adobe.com › mitte links unten: rawpixcel.com - stock.adobe.com › mitte rechts unten: rh2010 - stock.adobe.com › rechts unten: mdyn - stock.adobe.com Moodboard Willkommen in der City › links oben: Stockbym - stock.adobe.com › mitte oben: simona - stock.adobe.com Ein Leitbild für die Handelslagen Hohe Straße und Schildergasse 42 › rechts oben: VTT Studio - stock.adobe.com › links unten: jangnhut - stock.adobe.com › mitte unten: ipopba - stock.adobe.com › rechts unten: Sanja_85 - stock.adobe.com Weitere Quellen: GMA (2020): Einzelhandels- und Zentrenkon- zept Köln 2020 (im Entwurf), Köln. Marius Buschmann (Hochschule für Musik und Tanz Köln) Stadt Köln Stadt + Handel (2022): Bestandserfassung 2022, Dortmund. Stadtmarketing Köln e. V Thomas Zimmer, ZIMMER Büro für Corporate Design Hystreet.com (2023): Passantenfrequenzen. https:/ /hystreet.com/ 2 Straßen – 6 Quartiere – eine Vision 43 Die Oberbürgermeisterin Amt für Stadtentwicklung und Statistik Amt für Presse und Öffentlichkeitsarbeit Projektverantwortung Brigitte Scholz Leiterin Amt für Stadtentwicklung und Statistik Projektteam Dr. Marc Höhmann Franka Klocke Jan Neumann externe Projektbüros Beckmann und Föhrer Stadtplaner GmbH Projekteam Jens Nussbaum Katharina Ruhr Hannah Eschert mit Unterstützung durch IKU_DIE DIALOGGESTAL TER Petra Voßebürger Christina Pagés Leo D. Hoffmann Gestaltung TZ – Büro Corporate Design und visuelle Kommunikation Druck XYZ, Köln 13-js/56/800/06.2023
Beratungsverlauf (3)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 2106/2023
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 19.07.2023
- Erstellt
- 29.06.2023 11:10