1888/2025
Beantwortung einer Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, der CDU-Fraktion sowie der Volt-Fraktion betreffend "Rückfragen Alternative Feierfläche Karneval (AN/0801/2025)
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Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
5135 Zeichen
Dezernat, Dienststelle I/32/327 327 Vorlagen-Nummer 18.06.2025 1888/2025 Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung öffentlicher Teil Gremium Datum Ausschuss Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen / Vergabe / In- ternationales 23.06.2025 Beantwortung einer Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, der CDU-Fraktion sowie der Volt-Fraktion betreffend "Rückfragen Alternative Feierfläche Karneval (AN/0801/2025) Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, die CDU-Fraktion sowie die Volt-Fraktion erkundigen sich nach den Ergebnissen der Suche einer Veranstaltungsfläche als Alternative zu der Nut- zung der Uni-Wiese an Karneval beziehungsweise zur Eröffnung der Karnevalssession am 11.11. und bitten die Verwaltung hierzu um Beantwortung folgender Fragen: 1. Welche Flächen wurden nach Abstimmung mit Sicherheitspartner*innen als potenzielle Entlastungsflächen identifiziert und steht inzwischen eine Fläche für den 11.11.2025 fest? 2. Wie ist der Sachstand bei der Suche nach und Auswahl eines/einer professionellen Ver- anstalter*in? 3. Da laut letzter Antwort keine Haushaltsansätze in 2025 für die Durchführung einer alter- nativen Veranstaltung an Karneval zur Verfügung stehen: Plant die Verwaltung eine Fi- nanzierung oder müsste ein*e private*r Veranstalter*in alleine für die Sicherheitskosten aufkommen? 4. Welche Ergebnisse wurden im Rahmen der in o.g. Mitteilung angekündigten Beteiligung der Allgemeinen Studienausschüsse (AStA) der Universität zu Köln und der Sporthoch- schule sowie der Bezirksschüler*innenvertretung erzielt? 5. Wie schätzen weitere Sicherheitsbehörden – wie Polizei, Feuerwehr, Bundespolizei – eine zusätzliche Veranstaltungs- bzw. Entlastungsfläche ein? Die Verwaltung beantwortet die Fragen wie folgt: Zu Frage Nr. 1 Nachdem bereits 2023 die intensive Suche nach Flächen in örtlicher Nähe zur Zülpicher Straße als Ersatz für die Nutzung der Uni-Wiese als Entlastungsfläche zum Straßenkarneval sowie zum 11.11. erfolglos blieb, wurden im Rahmen der erneuten Prüfung nunmehr stadtweit potentielle Veranstaltungsflächen geprüft. Keine der Flächen konnte jedoch in Abstimmung mit den Sicherheitsbehörden die Ziele, die insbesondere in einer ausreichenden Flächenkapa- zität, in der Erreichbarkeit mit dem ÖPNV, der Zugänglichkeit für Einsatzkräfte sowie dem Ausschluss der Nutzung von Grünflächen bestanden, erfüllen. Zusätzlich wäre bei der Aus- richtung einer jugendgerechten Veranstaltung als potentielle Alternative zum 11.11. und zu Straßenkarneval im Kwartier Latäng lediglich von einer mittelfristigen Wirkung über mehrere 2 Jahre verbunden mit dem Risiko der Schaffung eines weiteren Hotspots und der Anziehung von zusätzlichen Feiernden auszugehen. An Weiberfastnacht 2024 hat „Die Große v. 1823“ eine Karnevalsveranstaltung auf dem Ho- henstaufenring durchgeführt. Unabhängig von den Prüfungen potentieller Veranstaltungsflächen ist bereits seit dem Stra- ßenkarneval 2024 ein abnehmender Andrang von Feiernden in das Kwartier Latäng feststell- bar, der sich am 11.11.2024 bestätigt und zum Straßenkarneval 2025 fortgesetzt hat. Dieser Rückgang der Feiernden im Kwartier Latäng führt zu einer neuen Ausgangssituation, die die Erschließung anderer potentiell geeigneter Flächen aktuell entbehrlich macht und bereits seit dem 11.11.2024 zu der stetigen Verkleinerung der auf der Uni-Wiese genutzten Fläche führte. Zusätzlich wurde die Attraktivität der Uni-Wiese durch den Verzicht auf eine musikalische Be- schallung sowie auf den Verkauf alkoholischer Getränke schrittweise reduziert. Die Verwal- tung sieht die Fortführung und die Ausweitung dieser Maßnahmen als Möglichkeit, den Eingriff in das Landschaftsschutzgebiet Uni-Wiese zu verringern. In Abstimmung mit den Sicherheitsbehörden sollen aus den vorgenannten Gründen der 11.11. und der Straßenkarneval als getrennte Veranstaltungen mit jeweils eigenen Anforderungen an die Lenkung der Feiernden und die Einrichtung einer Entlastungsfläche betrachtet werden. Bereits zur kommenden Sessionseröffnung am 11.11.2025 soll die genutzten Fläche der Uni- Wiese in diesem Zuge um die Hälfte der Quadratmeter im Vergleich zum Straßenkarneval 2025 und zum Straßenkarneval 2026 auf ein Drittel verkleinert werden. Das oberste Ziel ist, die Nutzung der Uniwiese im Rahmen des Karnevalsgeschehens unter Fortführung und Erweiterung der aktuellen Maßnahmen sukzessive zu verringern und die Uni- Wiese langfristig gänzlich entbehrlich zu machen. Zu Fragen Nr. 2, 3, 4 und 5 Die Suche nach einer*einem professionellen Veranstalter*in wurde im Hinblick auf die darge- stellten Entwicklungen eingestellt und die geplante Beteiligung der Allgemeinen Studienaus- schüsse (AStA) der Universität zu Köln und der Sporthochschule sowie der Bezirksschüler*in- nenvertretung wurde daher nicht weiterverfolgt. Die Einschätzung über die Notwendigkeit und die möglichen Auswirkungen einer alternativen Veranstaltung wurde zusammen mit den Si- cherheitsbehörden getroffen, auf die Ausführungen unter der Antwort auf Frage Nr. 1 wird ver- wiesen. gez. Blome
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 1888/2025
- Typ
- Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
- Datum
- 17.06.2025
- Erstellt
- 10.06.2025 14:24