AN/0517/2024
Antrag auf Erneuerung der Gedenktafel zur Einreise des millionsten sog. Gastarbeiters
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Antrag auf Erneuerung der Gedenktafel zur Einreise des millionsten sog. Gastarbeiters
3215 Zeichen
SPD- Liste 27.03.2024 SPD-Fraktion An den Vorsitzenden des Integrationsrates Herrn T ayfun Keltek An die Geschäftsstelle des Integrationsrates Frau Dr. Gülşen Dikbaş AN/0517/2024 Antrag nach § 3 der Geschäftsordnung des Integrationsrates Gremium Datum der Sitzung Integrationsrat 16.04.2024 Antrag auf Erneuerung der Gedenktafel zur Einreise des millionsten sog. Gastarbeiters Beschluss: Der Integrationsrat bittet die Verwaltung für die lieblos platzierte und verschmutzte Gedenktafel, die am Bahnhof Deutz an die Einreise des millionsten sog. Gastarbeiters erinnern soll, eine würdige Alternative zu finden und diese so schnell wie möglich bzw. spätestens zum 60. Jahrestag der Ankunft von Armando Rodigues de Sá, also am 10. September 2024, der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Auf diese Weise soll der Erinnerung an die Anwerbung insgesamt und an die wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Leistungen der ersten Generation der Einwand erer aus den Anwerbe - ländern auf angemessene Weise gerecht werden. Begründung: Im März 1964 wurde zwischen Portugal und Deutschland ein Anwerbeabkommen abgeschlossen, in dessen Folge zahlreiche Portugiesinnen und Portugiesen Beschäftigung in Deutschlan d fanden. Am 10 September 1964 reiste Armando Rodigues de Sá mit 1.100 weiteren Landsleuten mit einem Sonderzug im Bahnhof Köln-Deutz an. Er wurde von einer großen Delegation begrüßt und zu seiner Verwunderung und Überraschung als millionster sog. Gastarbeiter feierlich begrüßt. Ihm wurde aus diesem Anlass ein Moped geschenkt. Dieses Moped steht heute als Symbol der historischen Bedeutung dieses Ereignisses im Haus der Geschichte in Bonn. Auch in Köln hat man Anstrengungen unternommen, um die Erinnerung an die historischen Verdienste der sogenannten Gastarbeiter*innen im Allgemeinen und den millionsten Gastarbeiter Armando Rodigues de Sa im Besonderen im kollektiven Gedächtnis wachzuhalten. So wurde am Samstag, den 13.09.2014, in Köln ein zentraler Gedenkta g veranstaltet, der gleichzeitig dem Abschluss des deutsch - portugiesischen Anwerbeabkommens galt. Es gab seinerzeit auf Einladung von Oberbürgermeister Roters einen Empfang im Kölner Rathaus, bei dem u.a. Aydan Özoğuz, die damalige Staatsministerin für Migration, Integration und Flüchtlinge, sowie die Familie von Rodrigues de Sá anwesend waren. Am gleichen T ag brachte man am Bahnhof Köln-Deutz eine Erinnerungsplakette für alle Eingewanderten an. Heute steht westlich vom Haupteingang des Bahnhofs nur noch ei ne leicht zu übersehende Gedenktafel, die verschmutzt und teilweise verrostet ist. Sie wird der Intention, dem historischen Stellenwert der Arbeitsmigration der 60er Jahre und der Bedeutung der Stadt Köln im Rahmen der Aufnahme, Integration und T eilhabe der eingewanderten Frauen und Männer Rechnung zu tragen, in keiner Weise gerecht. Sie strahlt vielmehr Geringschätzung des Ereignisses und seiner Bedeutung aus. Dieses Ärgernis sollte spätestens zum 60 Jahrestag der Einreise des millionsten sog. Gastarbeiters behoben sein. Mit freundlichen Grüßen Für die SPD-Liste Für die SPD Fraktion Turan Özküçük Claudia Brocks-Stroms
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: endgültig zurückgezogen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- AN/0517/2024
- Typ
- Antrag nach § 3 der GeschO des Rates
- Datum
- 04.04.2024
- Erstellt
- 04.04.2024 11:33