2507/2018
Lebenswerte Veedel - Bürger- und Sozialraumorientierung in Köln
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Meschenich-Rondorf BV 2
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Meschenich-Rondorf BV 2 Jahresbericht Lebenswerte Veedel Sozialraum Rondorf / Meschenich Bürgeramt Rodenkirchen Träger Caritasverband f. d. Stadt Köln e.V. Berichtsjahr 2017 1 Veränderungen im Sozialraum Die wesentlichen Veränderungen betreffen die Großwohnanlage „Am Kölnberg“. Die derzeitige Eigentümer- und Verwalterstruktur führt zu viel Unmut bei den Bewohnern, aber auch bei sozialen Diensten und Einrichtungen. Die Aufgaben der Wohnumfeld-Pflege, Mieterverwaltung oder notwendige Reparaturen in Wohnungen werden teilweise nicht wahrgenommen. Einerseits wurde weiterhin die zunehmende Vermüllung und Ungezieferplage im Außen- und Innenbereich beanstandet, andererseits wurden bestehende Mietmängel nur unzureichend aus Sicht der Bewohner behoben. Der Zuzug von Menschen aus Süd- und Osteuropa, vorwiegend aus Rumänien, Bulgarien und Ungarn, stellt den Stadtteil zusätzlich vor eine Herausforderung. Neu eingerichtet wurde daher im Rahmen der ESF-Maßnahmen die niederschwellige Beratungsstelle „Ankommen und Willkommen in Köln“. Die Projektmitarbeitenden vernetzten sich mit den, für die Zielgruppe bereits bestehenden, speziellen Angeboten wie „ZuBeFa“ und dem Stadtteilbüro sowie den Fachdiensten vor Ort. Durch diese Kooperation konnten Grundbildungsangebote für neu- zugezogene Bewohner/innen initialisiert werden wie Sprachkurse und Informations- veranstaltungen. Das Projekt „Stadtteilmütter und -väter in Meschenich“ bildet nach wie vor einen wichtigen Baustein in den Hilfeketten der Einrichtungen. Die vielen positive Aspekte für den Sozialraum wie „Brücken bauen“ zu den Regeldiensten, schnelle Kontaktaufnahme zu neu zugezogenen Menschen im Stadtteil und Unterstützung der Vernetzung von Akteur/inn/en in der gemeinsamen Projektgestaltung konnten erweitert werden. Die Flüchtlingswohnheime in Rondorf werden in die Angebote der ehrenamtlichen Stadtteilmütter und -väter einbezogen und die Stadtteile Rondorf und Meschenich durch die Zusammenarbeit mit dem Interkulturellen Dienst in wichtigen Aspekten verbunden. Das Projekt „Stadtteilmütter und –väter in Meschenich“ wird durch eine erfolgreiche Drittmittelakquise für ein weiteres Jahr finanziert. Es soll eine neben dem Projekt „Stadtteileltern“ weiter bestehen bleiben, da es eine längerfristige sozialräumliche Wirkung entfaltet. Die Clearingstelle Migration des Gesundheitsamts konnte mit Unterstützung der Sozialraumkoordination eine regelmäßige Vor-Ort-Sprechstunde in der Kinderarzt-praxis Meschenich einrichten. Neu-Zugezogene ohne Krankenversicherungsschutz erhalten dort ein Unterstützungsangebot. Derzeit ziehen viele Menschen mit einem Fluchthintergrund an den Kölnberg. Das soziale Stadtteilprojekt „Energiearmut“ konnte durch aufsuchende soziale Arbeit schnell Kontakt zu den neuen Nachbarn herstellen und die Integration unterstützt werden. Aufgrund der Ergebnisse des zum Jahresende abgeschlossenen Projekts wird ein differenziertes Folgeprojekt in 2018 eingesetzt. Ein weiteres wichtiges Projekt für die Zielgruppe der bis 27jährigen stellt „Plan 27“ dar. Das Beratungs- und Überleitungsangebot für Jugendliche mit psychischen Problemen oder Erkrankungen konnte sich in die bestehende Angebotsstruktur integrieren und wird vielfach genutzt. Der Stadtteil Rondorf wird in den kommenden Jahren weiter ausgebaut. Es sind Baugebiete für den Ort ausgewiesen. Durch die Flüchtlingswohnheime kamen bereits rund 300 Menschen neu in den Ort. Die Zukunftskonferenz Rondorf wurde in Form einer Bürgerwerkstatt von der Dorfgemeinschaft Rondorf Hochkirchen durchgeführt. Die Sozialraumkoordination unterstützte die Vorbereitungen. Weiterhin besteht eine enge Kooperation mit der Willkommensinitiative „Willkommen in Rondorf“ (WiRo). Die Zusammenarbeit mit den Selbstorganisationen der Migrant/inn/en und ihren Gemeinden wurde vor allem mit Hilfe engagierter Stadtteilmütter und -väter weiter vertieft. Im Hinblick auf die Meschenich-Rondorf BV 2 gemeinsame Gestaltung von Angeboten für Kinder und Jugendliche und das, in 2017 durchgeführte, interkulturelle Stadtteilfest ließen sich Ansatzpunkte für Austausch und gemeinsame Planung finden. 2 Projekte und Aktivitäten 2.1 Mit sozialräumlichen Mitteln 2.2 Ohne sozialräumliche Mittel a) Energielotse b) Sicher durch die Kinderzeit c) Ankommen in Rondorf d) Erweiterung Einsatzgebiete Stadtteilmütter und – väter in Meschenich e) Angebote zur Grundbildung Aktivitäten a) Fortführung der Netzwerkarbeit (AK Drogen, AK Ki ndergesundheit, Rondorf-Konferenz, AK 50plus etc.) und die Integration neuer Dienstleister, Initiativen und Einrichtungen b) Fortführung AK „Fallbesprechung“ zur Verbesseru ng von Hilfeketten etc. c) Durchführung der Rondorfkonferenz und Unterstütz ung des Arbeitskreises Soziales Meschenich d) Projekt „Stadtteilmütter und -väter in Meschenic h“ – Sicherung des Projektes e) Anschub des interkulturellen / interreligiösen D ialoges f) Durchführung Projekt Energielotse, Planung eines Folgeprojekts g) Teilnahme an bezirklichen Steuerungsgruppen und Gremienarbeit h) Erarbeitung eines Kommunikationskonzepts gemeins am mit den anderen Sozialraumkoordinator/inn/en 3 Zielerreichung Projekte und Aktivitäten Internetseite Stadtteilfest Dorfgemeinschaft Rondorf Vortrag Gesamt HZ Zielbezeichnung Zielindikator Einheit Zielerr. E I S 1 Stärkung der Teilhabe durch eine verbesserte Grundbildung Durchführung von Schulungen der Wohnbevölkerung zu den Themen Medienerziehung, Schulden, Familienplanung, Digitale Grundbildung, Erziehungskompetenzen etc. Durchführung von Sprachkursen Durchführung von Schulungen in bestehen Gruppen zu vorgenannten Themen bis 31.12.2017 8 3 2 2 2 Erarbeitung eines zukunftsfähigen Kommu- nikationskonzeptes mit dem Sch werpunkt digitale Medien als ein Baustein zur Verbesserung Erstellung eines Kommunikationskurzkonzepts mit dem Ziel, dies in den Leitlinienprozess Bürger- beteiligung zu integrieren Bis 31.07.2017 1 1 Meschenich-Rondorf BV 2 4 Ausblick Folgejahr Die Gesundheitsförderung der Wohnbevölkerung bleibt wichtiger Bestandteil in der Arbeit, ebenso ist der Bereich der Integration von Neuzugewanderten un d Flüchtlingen weiterhin ein Schwerpunkt der Arbeit in Meschenich/Rondorf. In Kooperation mit so zialen Diensten und Einrichtungen sollen weiter bedarfsgerechte Angebote entwickelt und installiert werden Neben diesen „sozialen Themen“ sind für die Stadtte ile Meschenich und Rondorf infrastrukturelle Themen wichtig. Neben der Verkehrsbelastung sind fe hlende Radwege und die mangelhafte Anbindung an den ÖPNV zu nennen. Hier sollen Projek te zur Förderung der Mobilität unterstützt werden. Geplante Arbeitsschwerpunkte für 2018 sind: a) Sozialraumanalyse b) Bedarfsanalyse Bereiche Senioren und Kindergesun dheit c) Unterstützung der Integration von Zugewanderten und Flüchtlingen d) Umsetzung des Kommunikationskonzepts - Entwicklu ng weiterer Maßnahmen, um die vorhandenen Angebote transparent zu machen (Kalender, Printmedien etc.) e) Begleitung der Netzwerke und deren Projekte (AK Kindergesundheit, AK Drogen, AK Soziales Meschenich, AK 50plus, Rondorfkonferenz etc.) f) Durchführung von kleineren Informationsveranstal tungen für MultiplikatorInnen g) Thema „Wohnen am Kölnberg“ – Planung und Durchfü hrung eines Wohndialogs h) Vorbereitung der Sozialraumkonferenz 2019 der Beteiligungs-möglichkeiten im Sozialraumgebiet Erstellung eines konkreten Handlungsplanes Bis 30.11.2017 3 Verbesserte Integration neu zugezogener Menschen in den Sozialräumen Rondorf und Meschenich Durchführung eines interkulturellen Stadtteilfests unter Beteiligung der Migrantenorganisationen und - gruppen Kontaktaufbau zu allen religiösen Einrichtungen und ihrer Akteure in den Sozialräumen Planung und Aufbau einer Kooperationsstruktur zwischen den religiösen Gemeinschaften und deren Akteuren in den Sozialräumen Organisation und Durchführung bis 30.09.2017 Gemeinsame Treffen und Entwurf einer Kooperationsvereinbarung Bis 31.12.2017 1 4 1 2 Erläuterung Zu 1: Informationsreihe für neu Zugezogene über die Kooperation von „Willkommen und Ankommen in Köln“, ZuBeFa, Stadtteilbüro, Jobbörse ua.; 2 Integrationskurse mit begleitenden Beratungs- und Qualifizierungsangeboten
Mitteilung BV
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle I/02-4/0 Vorlagen-Nummer 2507/2018 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Bezirksvertretung 2 (Rodenkirchen) 17.09.2018 Lebenswerte Veedel - Bürger- und Sozialraumorientierung in Köln Jahresbericht 2017 der Sozialraumkoordinatorin Seit Frühjahr 2006 wird das durch die Spitzenverbände der freien Wohlfahrtspflege, die Kölner Kom- munalpolitik und die Stadtverwaltung gemeinsam entwickelte Handlungskonzept „Lebenswerte Vee- del – Bürger- und Sozialraumorientierung in Köln“ umgesetzt. Dieses Konzept verfolgt das Ziel, die Lebensbedingungen für die Bewohnerinnen und Bewohner in elf festgelegten Sozialraumgebieten in Köln zu verbessern. In den elf Sozialraumgebieten sind hierfür Sozialraumkoordinatoren eingesetzt, die gemeinsam mit den Akteuren und Netzwerken vor Ort Bedarfslagen ermitteln. In Zusammenarbeit mit der Verwaltung werden bedarfsgerecht Projekte und Maßnahmen entwickelt und ggf. Kooperationspartner akquiriert. Die Koordinations- und Anlaufstellen befinden sich in freier Trägerschaft, sowie bei einem Sozialraum (Chorweiler) in städtischer Trägerschaft. Im Stadtbezirk Rodenkirchen ist das der Sozialraum - Meschenich/Rondorf, Sozialraumkoordinatorin Verena Aurbek (Träger Caritasverband für die Stadt Köln e.V.) Gemäß Ratsbeschluss vom 17.12.2013 sind die sozialräumlichen Koordinierungsstellen seit dem 01.01.2014 organisatorisch an die Bürgeramtsleitungen angeschlossen. Mit dieser dezentralen Steu- erung soll die Bürger- und Sozialraumorientierung noch deutlicher hervorgehoben und die unter- schiedlichen sozialräumlichen Handlungsansätze besser aufeinander abgestimmt werden. Der Ratsbeschluss sieht vor, dass regelmäßig in den Bezirksvertretungen berichtet wird. Beigefügt erhalten Sie den Jahresbericht 2017 für den Sozialraum im Stadtbezirk 2. Anlagen
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungOrte (1)
- Am Kölnberg
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Details
- Aktenzeichen
- 2507/2018
- Typ
- Mitteilung BV
- Datum
- 05.09.2018
- Erstellt
- 30.07.2018 10:03