1819/2024
Sachstandsbericht
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Mitteilung BV
353 Zeichen
Dezernat, Dienststelle I/02/02-1 Vorlagen-Nummer 1819/2024 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) 13.06.2024 Sachstandsbericht Als Anlage wird der seit der letzten Sitzung der Bezirksvertretung Innenstadt neu eingegan- gene Sachstandsbericht aus dem Fachamt zur Kenntnisnahme vorgelegt. gez. Höver
AN-1946-2023
4785 Zeichen
Dezernat, Dienststelle
OB/16
Vorlagen-Nummer
AN/1946/2023
Stand: 28.05.2024
Sachstandsbericht
Ausstellung Toleranzräume auf den Neumarkt, gem. Antrag B90/Die Grünen, SPD, CDU,
Die Linke, FDP, KlimaFreunde und Die Partei
Beschluss:
Die Verwaltung wird beauftragt, die temporäre Ausstellung „Toleranzräume“ des Vereins Tole-
ranz Tunnel e.V. möglichst in der ersten Jahreshälfte 2024 auf den Neumarkt zu holen und mit
lokalen Akteuren, insb. der Kreativwerkstatt NEUMarkt, ein Begleitprogramm zu entwickeln
und durchzuführen.
Status in Bearbeitung
erledigt
Aktueller Bearbeitungsstand:
Zusammenfassung in Einfacher Sprache:
Durch die Ausstellung „ToleranzRäume“ können sich Menschen in Städten mit den Themen
Toleranz und Respekt beschäftigen. Die Verwaltung hat geprüft, ob die Ausstellung in diesem
Jahr auch auf dem Neumarkt in Köln gezeigt werden kann. Der Neumarkt ist aber durch ei-
nige weitere Veranstaltungen schon belegt. Die Kosten, die entstehen, stehen nicht im Haus-
halt zur Verfügung. Auch steht nicht genug Personal zur Verfügung, um die Ausstellung und
ein Rahmenprogramm gut zu machen, dass es für die Menschen interessant ist. Die Verwal-
tung stellt daher fest, dass die Ausstellung nicht in Köln realisiert werden kann.
Mitteilung
Die Verwaltung hat sich intensiv mit dem Projekt beschäftigt und die Rahmenbedingungen für
eine qualitative und inhaltlich zielgerichtete Durchführung in Köln geprüft. Der ideale Durch-
führungszeitraum für eine Freiluftausstellung auf dem Neumarkt liegt grundsätzlich zwischen
Mai und September, um interessierte Besucher*innen anzusprechen. Eine Durchführung der
Ausstellung „ToleranzRäume“ noch in der ersten Jahreshälfte 2024 ist aufgrund anderweitiger
Belegungen des Neumarkts nicht möglich. Mit Stand Januar 2024 gab es lediglich noch zwei
potenziell verfügbare Zeiträume zur Nutzung des Neumarkts im laufenden Kalenderjahr. Wäh-
rend die Ausstellung im ersten verfügbaren Zeitraum im September 2024 bereits durch eine
andere Kommune reserviert ist, liegt der zweite verfügbare Zeitraum mit Ende Oktober/Anfang
November 2024 aufgrund der Jahreszeit sehr ungünstig.
Über die Kapazitäten des Neumarktes in 2024 hinaus hat die Verwaltung weitere benötigte
Ressourcen für die Umsetzung der Ausstellung geprüft. Der vom Initiator im Konzept empfoh-
2
lenen Vorlauf- und Planungszeit von mindestens sechs Monaten würde sich ein Durchfüh-
rungszeitraum sowie ein Abrechnungs- und wissenschaftlicher Evaluationszeitraum anschlie-
ßen. Darüber hinaus sind für eine erfolgreiche Umsetzung entsprechend der Vorgaben von
Toleranz-Tunnel e.V. folgende Aufgaben erforderlich:
Vorbereitung und Konzepterstellung, Recherche und fachliche Einbindung lokaler externer
Partner*innen, Veranstaltungsplanung und Durchführung des Begleitprogramms, Auf- und Ab-
bau des Ausstellungscontainers, Einsatz von Sicherheitspersonal am Ausstellungcontainer,
begleitende Öffentlichkeitsarbeit sowie Unterstützung bei der Evaluation. Diese Aufgaben er-
fordern einen Personalbedarf von VZÄ (Vollzeitäquivalent) 1,5 Stellen über ca. sechs Monate.
Diese Ressourcen stehen im Amt für Integration und Vielfalt jedoch nicht zur Verfügung.
Der finanzielle Sachkostenaufwand ist im Vorfeld nicht genau bezifferbar, würde aber mindes-
tens die Kosten für ein Toilettenkonzept, abgeschlossene Parkplätze, Sicherheitspersonal
24/7, Werbemaßnahmen, eine Eröffnungsveranstaltung, Führungen durch die Ausstellung,
begleitende Veranstaltungen sowie den technischen Support umfassen.
Das Gelingen der Ausstellung ist aus Sicht der Verwaltung stark abhängig von einem fachlich
interessanten und ansprechenden Begleitprogramm. Der Ausstellungscontainer selbst ist we-
nig einladend und bietet nur ein begrenztes Informationsangebot. Die Barrierefreiheit und gute
Zugänglichkeit des Containers sind zudem nicht optimal.
Fazit:
Die Ausstellung „ToleranzRäume“ soll Menschen zu einer Auseinandersetzung mit Respekt
und Toleranz in der Stadtgesellschaft anregen. Dies unterstützt die Verwaltung ausdrücklich.
Sowohl das städtische Diversity-Konzept, das Integrationskonzept, Förderprogramme und Un-
terstützung der vielfältigen Trägerlandschaft durch die Stadt Köln zahlen allesamt auf dieses
Ziel ein.
Unter Beachtung der notwendigen Ressourcen kommt die Verwaltung zu dem Schluss, dass
die Ausstellung „ToleranzRäume“ aufgrund ihrer begrenzten Größe und Strahlkraft für eine
Millionenstadt wie Köln und thematischen Einschränkungen (bspw. auch hinsichtlich Barriere-
freiheit) grundsätzlich nicht ausreichend Mehrwert bietet, um den erforderlichen Aufwand zu
rechtfertigen.
Nächste Schritte:
keine
Der nächste Sachstandsbericht ist geplant für den:
Kein weiterer Sachstandsbericht
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 1819/2024
- Typ
- Mitteilung BV
- Datum
- 04.06.2024
- Erstellt
- 05.06.2024 07:11