AN/1757/2022
Versorgungsinfrastruktur Senior*innen
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Versorgungsinfrastruktur Senioren
3118 Zeichen
SPD-Fraktion in der
Bezirksvertretung 9 (Mülheim)
51065 Köln - Wiener Platz 2a
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Gleichlautend an:
Frau Oberbürgermeisterin Henriette Reker
Rathaus Köln
Herrn Bezirksbürgermeister Norbert Fuchs
Bezirksrathaus Köln-Mülheim
Köln, den 07.10.2022
Antrage zur nächsten Sitzung der Bezirksvertretung:
Anfrage zur aktuellen Situation Versorgungs-Infrastruktur für Senior*innen
Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin,
sehr geehrter Herr Bezirksbürgermeister,
im „Zweiten Bericht der Kommunalen Pflegeplanung“ werden u.a. die
Entwicklungsbedarfe für alle Stadtbezirke Kölns beschrieben.
Hierbei weist der Stadtbezirk Mülheim mit 335 den höchsten Bedarf an stationären
Plätzen bis zum Jahr 2025 auf. Darüber hinaus werden bis 2025 die Bedarfe nach 40
Kurzzeitpflegeplätze, 10 Tagespflegeplätze und ca. 300 Wohneinheiten
„Servicewohnen“ aufgeführt (Quelle Zweiter Bericht zur kommunalen Pflegeplanung
Stadt Köln, Seite 118 ff).
Weiter wird im Bericht nach Schätzung auf Basis der Pflegequoten sowie
Bevölkerungsprognose und Pflegestatistik berechnet, dass im Jahr 2040 im Bezirk
Mülheim nach dem Bezirk Lindenthal die meisten Pflegebedürftigen leben , ca. 8.161
(ebda. S. 35)
Die Anzahl der Menschen mit Demenz wird stetig ansteigen. Nach Lindenthal ist im
Bezirk Mülheim der zweitgrößte Zuwachs bis zum Jahre 2040 mit einem Anstieg von
656 Personen zu erwarten (Tabelle 12, S. 35).
Der kommunale Pflegebericht widmet sich auch dem Thema „Sterbebegleitung “: Im
rechtsrheinischen Köln gibt es ein stationäres Hospiz (Porz) und 8 stationäre
Palliativbetten (Merheim). Stadtweit sind verschiedene Angebote an Sterbebegleitung
vorhanden, diese reichen von palliativmedizinischer Betreuung durch niedergelassene
Ärzte über ambulante Pflegedienste, die Palliativpflege anbieten, bis hin zu
ambulanten Hospizdiensten und stationären Hospizen. „Der Bedarf an
Sterbebegleitung und Palliativversorgung rückt allerdings zunehmend ins Blickfeld, so
dass fortlaufend zu prüfen ist, ob die hier erreichten Versorgungsstandards auch in
Zukunft ausreichend sind. “ (ebda. S. 132)
Vor diesem Hintergrund stellen wir fraktionsübergreifend folgende Fragen:
1. Welche Maßnahmen werden umgesetzt, um den hohen Bedarf an stationäre
Pflege auszubauen?
2. Welche präventiven Maßnahmen werden eingesetzt und ausgebaut , um
Pflegebedürftigkeit möglichst lange hinauszuzögern?
3. Welche Möglichkeiten bzgl. Unterstützung älterer Menschen und pflegender
Angehörige werden geschaffen bzw. ausgebaut?
4. Wie begegnet man dem Fachkräftemangel?
5. Gibt es Planungen, die Sterbebegleitung im rechtsrheinischen Köln
auszubauen / zu stärken
(vgl. Resolution BAG Seniorenpolitik Kalk vom 08.10.2020)?
gez. Alexander Lünenbach gez. Thomas Portz gez. Torsten Tücks
Alexander Lünenbach Dr. Thomas Portz Torsten Tücks
(SPD-
Fraktionsvorsitzender)
(CDU-
Fraktionsvorsitzender)
(FDP)
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- AN/1757/2022
- Typ
- Anfrage nach § 4 der GeschO des Rates
- Datum
- 10.10.2022
- Erstellt
- 10.10.2022 11:14