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1261/2023

Dauerhafte Aufstellung der Rodin-Skultpur am Neumarkt

Beschlussvorlage Ausschuss 26.07.2023

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Nächste Beratung: Bezirksvertretung 1 (Innenstadt), Sitzung am 25.01.2024, TOP 3.1

Beschlussvorlage Ausschuss

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Anlage 1 - Evaluation Rodin Skulptur am Neumarkt

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Anlage 2 - Auszug aus der Sitzungs des Kunstbeirates vom 10.11.2023

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Beschlussvorlage Ausschuss

3240 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
I/32/327 
 
Vorlagen-Nummer 
 1261/2023 
Freigabedatum 
26.07.2023  
Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung 
Betreff 
Dauerhafte Aufstellung der Rodin-Skulptur am Neumarkt  
Beschlussorgan 
Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) 
Gremium Datum 
 
Beschluss: 
Die Verwaltung wird beauftragt, dem Kunsthaus Lempertz (Neumarkt 3, 50667 Köln) eine un-
befristete Erlaubnis zur Aufstellung der Skulptur “Balzac“ des Künstlers François-Auguste-
René Rodin ab dem 01.11.2023 bis auf Widerruf zu erteilen.  
 
Kunstbeirat 31.08.2023 
Ausschuss Kunst und Kultur 26.09.2023 
Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) 19.10.2023

2 
Haushaltsmäßige Auswirkungen 
 Nein 
Auswirkungen auf den Klimaschutz 
 
  Nein    
  Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung)  
  Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung)  
 
 
Begründung: 
Das Kunsthaus Lempertz hat am Neumarkt neben dem Abgang zur HUGO Passage (Neu-
markt 1, 50667 Köln) eine Skulptur aufgestellt.  
Dabei handelt es sich um einen Bronze-Abdruck einer Skulptur des Künstlers François-Au-
guste-René Rodin (* 12. November 1840 in Paris; † 17. November 1917 in Meudon). Die 
Skulptur ist ein Bildnis von Honoré de Balzac, einem französischen Schriftsteller der Realistik.  
 
Mit Beschluss 3504/2021 vom 27.01.2022 beauftragte die Bezirksvertretung Innenstadt (BV1) 
die Verwaltung, die Aufstellung probeweise für ein Jahr zu ermöglichen. Gleichzeitig sollten 
die Auswirkungen auf die Platzfläche sowie die nähere Umgebung beobachtet und evaluiert 
werden. Insgesamt fügt sich die probeweise aufgestellte Skulptur als Teilprojekt in die gene-
relle Bestrebung der Stadtverwaltung zur Aufwertung der Platzfläche Neumarkt und näheren 
Umgebung ein.  
 
Die Erprobungsphase ist am 31.03.2023 abgelaufen und wurde bis zum 31.10.2023 um ein 
halbes Jahr verlängert. Die geforderte Evaluation für den Erprobungszeitraum bis zum 
31.03.2023 ist diesem Beschluss in Anlage 1 beigefügt.  
 
Der Bericht zeigt keine negativen Erfahrungen mit der Skulptur. Von der Polizei sowie dem 
städtischen Ordnungsdienst sind keine Einsätze mit Bezug auf die Skulptur erfasst. Der Be-
richt erfasst dagegen viele Stimmen, die sich positiv über die Aufstellung und die damit ver-
bundene Aufwertung der Platzflächen äußern. Das Kunsthaus selbst sowie die Medienbe-
richte äußerten sich ebenfalls positiv. Hervorzuheben ist, dass innerhalb der Erprobungs-
phase kein Vandalismus etwa im Form von Graffiti oder Kritzeleien festgestellt wurde. Der Er-
fahrungsbericht zieht insgesamt ein neutrales bis positives Fazit.  
 
In Folge dessen wurde die Erprobungsphase um rd. ein halbes Jahr verlängert. Während der 
verlängerten Erprobungsphase erreichten die Verwaltung weiterhin keine negativen Erkennt-
nisse im Zusammenhang mit der Skulptur bzw. dessen Wirkung auf den Platz.  
 
Daher sieht die Verwaltung die Voraussetzung für eine unbefristete Aufstellung auf Widerruf 
gegeben. 
 
Die Verwaltung beobachtet weiterhin mögliche Auswirkungen der Skulptur auf die Umgebung 
des Neumarkts und steht in engem Austausch mit dem Kunsthaus, um etwaigen Problemstel-
lungen früh begegnen zu können.  
 
Anlagen 
 
Anlage 1: 
Evaluation des ersten Erprobungszeitraumes der Rodin-Skulptur am Neumarkt

Anlage 1 - Evaluation Rodin Skulptur am Neumarkt

5964 Zeichen

„Die Bronzeskulptur, die der französische Bildhauer von seinem 
Landsmann – dem Schriftsteller Honoré de Balzac anfertigte – steht im 
Zentrum von Paris am Boulevard Raspail, unweit des Jardin du 
Luxembourg. Ein originalgetreuer Abdruck des Monuments, ebenfalls aus 
Bronze gefertigt, soll im kommenden Jahr am Neumarkt aufgestellt 
werden.“ 
KStA, „Rodin-Statue soll den Neumarkt aufwerten“, 30.01.2022 
„Die Platzfläche selbst scheide jedoch aus, da der Neumarkt eine der 
wenigen Flächen sei, die für große Veranstaltungen in der Innenstadt 
noch in Frage komme. (…) Eine Aufstellung am Rand würde wiederum der 
Zielsetzung entgegenlaufen, da die Wahrnehmung des Kunstwerks 
erheblich reduziert werde.“ 
KStA, „Rodin-Statue soll den Neumarkt aufwerten“, 30.01.2022 
„Als er das Werk vor weit über 100 Jahren schuf, war die konservative 
Kunstwelt in Paris geschockt und lehnte es ab.“ 
BILD, „Rodin-Kunstwerk am Neumarkt“, 19.05.2022 
„Die Statue samt aller Kosten der Errichtung wurde durch das Kunsthaus 
Lempertz gestiftet. Einen großen Dank an Familie Hanstein. Ein großer 
Dank aber auch an die Stadt Köln, die es mit ermöglicht hat, dass das 
Projekt realisiert werden konnte.“ 
Bürgerinitiative Zukunft Neumarkt,  
„Balzac Denkmal von August Rodin auf dem Neumarkt eingeweiht“, 29.05.2022 
Evaluation der Rodin-Statue am Neumarkt 
 
I. Presse- und Internetschau 
 
Vor und bei Aufstellung der Statue erhielt diese die Aufmerksamkeit größerer Medien, wie etwa des 
Kölner Stadt -Anzeigers, der Kölnischen Rundschau und der Bild -Zeitung, aber auch von lokalen 
zivilgesellschaftlichen Initiativen, wie der Bürgerinitiative Zukunft Neumarkt.  
Dabei erfolgte insbesondere eine kunsthistorische Einordnung  sowie eine Betonung der „großen 
Namen“ des Bildhauers, Auguste Rodin, und des Abgebildetem, Honoré de Balzac.  
Auch die schwierige Standortfindung unter Berücksichtigung der Verkehrssituation am und der 
verschiedenartigen Nutzungen des Neumarktes wurde wahrgenommen. 
Positiv aufgenommen wurde das Engagement des Kunsthauses Lempertz , das di e Statue zur 
Verfügung gestellt hat, und das schnelle und kooperative Handeln der Stadt Köln. 
Insgesamt ist die Berichterstattung als neutral bis positiv einzuordnen.

„Jetzt steht er da: Balzac. Am Neumarkt. Riesig, schwarz. Mehr als vier 
Meter hoch und acht Tonnen schwer. Köln ist um ein Kunstwerk im 
öffentlichen Raum reicher.“ 
Koeln-lotse.de, „Balzac auf dem Neumarkt – oder: Et kütt wie et küütt!“, 18.06.2022 
 
 
 
„Ist mir jetzt erst aufgefallen. Irgendwie seltsam.“ 
Sabine, Google Bewertung, vor 5 Monaten 
„4,3 
4 Berichte.“ 
Google Bewertungen, Stand März 2023 
 
 
 
 
Seither ebbte die mediale Aufmerksamkeit ab. Beri chte finden sich vereinzelt in lokalen Blogs, sind 
aber durchaus positiv. 
 
 
 
 
 
 
Auch Online-Bewertungen sind vorhanden. Diese sind grundsätzlich positiv, betonen, soweit sie 
Texteingaben enthalten, ebenfalls die „großen Namen“ Rodin und Balzac. Sie weisen auch darauf hin, 
dass das Werk nicht sofort auffällt. 
Aus aktuell vier Google-Bewertungen ergibt sich eine Gesamtbewertung von 4,3/5. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Zusammenfassend fällt die Presse - und Internetschau positiv, wenn auch eher knapp aus. Die 
Zusammenarbeit zwischen dem Kunsthaus Lempertz und der Stadt Köln zur Ermöglichung der 
Aufstellung wird positiv aufgenommen.  
Die Berichterstattung fokussierte sich stark auf die „großen Namen“ von Bildhauer und Abgebildetem 
und ließ kurz nach der Aufstellung erwartungsgemäß stark nach. 
Es zeigte sich jedoch ein mediales Bewusstsein für die Problemlagen am Neumarkt und die schwierige 
Standortfindung. 
 
II. Erfahrungen des Kunsthauses Lempertz 
 
Im Namen des Kunsthauses Lempertz berichtete Herr Prof. Henrik Rolf Hanstein äußerst positiv über 
die Erfahrungen mit dem Kunstwerk. Das Kunsthaus, das die Statue zur Verfügung gestellt hat und 
aufgrund der unmittelbaren örtlichen Nähe die wohl umfassendsten Eindrücke im Alltag sammeln 
konnte, betrachtet die Aufstellung als vollen Erfolg.  
Von Passant*innen sei Lob geäußert worden. Zudem locke die Statue Tourist*innen an und habe auch 
positive Berichterstattung in der Presse generiert. Das Kunstwerk gebiete Respekt und hebe den Platz. 
Die Statue selbst sei nicht durch Graffiti verunstaltet worden und auch das Umfeld sei nun sauberer.

Auch die Auswahl des Standortes wird als überzeugend bewertet . Jedoch ist die Entfernung von 
aufgrund von Umgestaltungsmaßnahmen eventuell überflüssig geworde nen Verkehrsschildern und, 
soweit möglich, die Einrichtung einer Sitzgelegenheit gewünscht. 
 
III. Erfahrungen der Bevölkerung 
 
Die Erfahrungen der Bevölkerung wurden mittels einer stichprobenartigen Befragung  von 
Passant*innen und Menschen, die am und um den Neumarkt herum arbeiten, erhoben.  
Dabei konnte festgestellt werden, dass ein Großteil der Menschen das Werk aufgrund seiner Größe, 
der gedeckten Farben und der auf grund des Standortes eingeschränkten Sichtachsen bisher nicht 
wahrgenommen hat. Aufgrund der erschwerten Wahrnehmung  des Werkes wünschen sich viele 
Befragten einen anderen Standort für die Statue, an der sie besser zur Geltung kommen könnte. 
In der örtlichen Bevölkerung ist der Name des Künstlers, Auguste Rodin, weniger präsent als in den 
Medien. Ein hoher Anteil der Befragten hatte bisher keine Berührung mit dem Künstler und seinem 
Werk. 
Optisch konnten viele Befragten keinen Zugang zu der Statue finden. Sie wird oftmals als dunkel, eher 
unfreundlich oder nichtssagend beschrieben. 
Aufgrund der fehlenden Wahrnehmung wird der Statue bisher kein wahrnehmbar positiver Effekt auf 
die Umgebung zugeschrieben. Negative Auswirkungen werden jedoch ebenfalls nicht berichtet.  
Grundsätzlich wünscht sich jedoch ein Großteil der Befragten Kunst in unterschiedlich er Form am 
Neumarkt, um diesen für  die örtliche Bevöl kerung und auch für  Tourist*innen aufzuwerten und zu 
beleben. 
 
 
Zur Illustration: Aufstellsituation des Werkes in Köln

Anlage 2 - Auszug aus der Sitzungs des Kunstbeirates vom 10.11.2023

1656 Zeichen

Geschäftsführung  
Kunstbeirat 
Herr Koch 
Telefon: (0221) 23146 
Fax:  (0221)  
E-Mail: hermann.koch@stadt-koeln.de 
Datum: 15.11.2023 
Auszug 
aus dem Beschlussprotokoll der Sitzung des Kunstbeirates  vom 
10.11.2023  
öffentlich 
4 Beschlussvorlagen 
4.1 Rodin-Skulptur am Neumarkt -  1261/2023 
 
Der Kunstbeirat berät über die Vorlage 1261/2023. Im Resultat halten die Mitglieder 
die der Vorlage beigefügte Evaluation „Rodin-Statue am Neumarkt“ für wenig aussa-
gekräftig. Nach wie vor erkennen die Mitglieder des Gremiums eine Problematik - 
nicht in der Skulptur selbst, als vielmehr in deren momentanem Standort. Die Evalua-
tion sollte darauf abzielen, in Erfahrung zu bringen, welchen Einfluss das Kunstwerk 
an dieser Stelle auf den Neumarkt hat. Die Wahrnehmung, dass der Standort nicht op-
timal ist, wird durch die Evaluation unter Absatz III. bestätigt. Aus künstlerisch ästheti-
scher Sicht sollte unbedingt ein anderer, deutlich geeigneterer Standort gesucht wer-
den. 
 
Ergebnis: 
Stellungnahme des Kunstbeirates zum Tagesordnungspunkt „Rodin vor dem Kunst-
haus Lempertz“, aus dem Sitzungstermin des Kunstbeirates am 10.11.2023: 
Der Kunstbeirat spricht sich für eine neuerliche temporäre Genehmigung der Skulptur 
von höchstens zwei Jahren aus, um Zeit zur Identifizierung eines neuen Standorts zu 
gewinnen. Sehr gerne ist die Geschäftsführung des Kunstbeirates und Herr Prof. 
Krebber als Mitglied des Kunstbeirates dem Kunsthaus Lempertz bei der Suche nach 
einem optimalen Standort für den Rodin behilflich. 
 
Gezeichnet:  Kay von Keitz (Vorsitzender des Kunstbeirates) 
  Birgit Laskowski (Stellv. Vorsitzende des Kunstbeirates)

Beratungsverlauf (3)

28.11.2023 Ausschuss Kunst und Kultur
TOP 4.2 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: geändert beschlossen

Zur Sitzung
25.01.2024 Bezirksvertretung 1 (Innenstadt)
TOP 3.1 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: geändert beschlossen

Zur Sitzung
Vorberatung (Fachausschuss)

Details

Aktenzeichen
1261/2023
Typ
Beschlussvorlage Ausschuss
Datum
26.07.2023
Erstellt
14.04.2023 14:31