Mandari Insight

4189/2022

Öffentlichkeitsveranstaltung Mülheimer Süden am 21.05.2022

Mitteilung Ausschuss 10.01.2023

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Anlage 1_Dokumentation Mülheimer Süden

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Anlage 1_Dokumentation Mülheimer Süden

88007 Zeichen

Mülheimer Süden
Mülheimer Süden
Vom historischen Industriestandort zum modernen Stadtquartier

Mülheimer Süden  Seite  2

Mülheimer Süden  Seite  3
Inhaltsverzeichnis 
05 Vorwort Markus Greitemann • Beigeordneter für Planen und Bauen der Stadt Köln
06 Plangebiete Mülheimer Süden
09 Vom historischen Industriestandort zum modernen Stadtquartier
12 Die Industriegeschichte: Von Deutz aus in alle Welt
14 Denkmäler im Mülheimer Süden
16 Interview mit Prof. Jörn Walter • Vorsitzender der Ständigen Jury Mülheimer Süden
22 Mobilität im Mülheimer Süden
28 Kooperatives Baulandmodell der Stadt Köln
30 Euroforum Nord | COLOGNEO I
38 Euroforum West | COLOGNEO II
42 Otto-Langen-Quartier
49 Nördlich Grünzug Charlier
50 Deutz-Areal
57 Windmühlen-Quartier | COLOGNEO III
58 Lindgens-Areal

Mülheimer Süden  Seite  4

Mülheimer Süden  Seite  5
Vorwort
Die Entwicklung des Mülheimer 
Südens ist eine ganz besondere 
Herausforderung für Politik und 
Verwaltung. Das Areal rund um den 
Mülheimer Hafen ist aufgrund seiner 
zentralen Lage von enormer Be-
deutung für die Stadtentwicklung. 
Einen besonderen Stellenwert hat 
insbesondere der Wunsch, Wohn-
raum in zentralen Lagen von Köln zu 
schaffen. 
Das in großen Teilen brachliegende 
Gelände mit seinen historischen 
Bauten ist Teil der deutschen Indust-
riegeschichte.
Die Industriehallen erzählen noch 
heute von Jahrzehnten erfolgreicher 
Produktion. Mehr als 100 Jahre lang 
war der Mülheimer Süden der Stand-
ort international tätiger Industrie- 
und Gewerbeunternehmen.
Unter Regie von Nikolaus August 
Otto und Eugen Langen wurden 
hier ab 1867 Verbrennungsmoto-
ren gefertigt. In der im Jahr 1902 
errichteten Möhring-Halle wurden 
einst die Produkte der weltweit 
ersten Motorenfabrik gezeigt. Auch 
an anderer Stelle finden sich Relikte 
der Industriegeschichte: Auf dem 
früheren Gelände der Waggonfabrik 
Van der Zypen & Charlier ist heute 
in Teilen noch die Teststrecke der 
Wuppertaler Schwebebahn zu be-
sichtigen.
Die mächtigen Backsteinbauten an 
der Deutz-Mülheimer Straße bilde-
ten Anfang des 20. Jahrhunderts die 
würdige Kulisse für eine Fabrikstra-
ße, die es in Nordrhein-Westfalen 
heute kein zweites Mal mehr gibt.
Die Geschichte dieses Orts bedeutet 
Verpflichtung, die Verpflichtung, mit 
diesem Erbe behutsam umzugehen; 
aber auch gleichzeitig Chancen. Die 
Aufgabe des Mülheimer Standortes 
durch die Deutz AG hat ein einmali-
ges Potenzial zur Entwicklung eines 
neuen, zentral gelegenen, urbanen 
Stadtquartiers eröffnet.
Bereits 2013/14 haben zwei interdis-
ziplinäre Planungsteams aus Archi-
tekten, Stadt-, Landschafts- und 
Verkehrsplanern unter breiter Be-
teiligung der Öffentlichkeit ein um-
fassendes Entwicklungskonzept und 
einen städtebaulichen Rahmen für 
den Mülheimer Süden entworfen. 
Das Werkstattergebnis bildet bis 
heute das Grundgerüst für die Ent-
wicklung des Mülheimer Südens. Es 
bildet die Klammer und formuliert 
Leitlinien für die Entwicklung und 
weitere Qualifizierung der einzelnen 
Teilgebiete, aus denen sich der Mül-
heimer Süden zusammensetzt.
Rat und Verwaltung der Stadt Köln 
haben mit der Schaffung von Plan- 
und Baurecht die Entwicklung und 
Gestaltung des Mülheimer Südens 
in der Hand.
Durch die Ausübung des Vor-
kaufsrechtes für das ehemalige 
Verwaltungsgebäude im Otto-Lan-
gen-Quartier und das kommende 
Bieterverfahren im Otto-Langen-
Quartier haben Rat und Verwaltung 
zusätzliche Räume für direktes 
Handeln im Entwicklungsprozess in 
die Hand bekommen.
Die Gestaltung eines urbanen leben-
digen und gemeinwohlorientierten 
Quartiers ist das Ziel, das wir vor Au-
gen haben, wenn wir an die Zukunft 
des Mülheimer Südens denken.
Markus Greitemann
Beigeordneter für Planen und Bauen 
der Stadt Köln

Mülheimer Süden  Seite  6
Plangebiete Mülheimer Süden

Mülheimer Süden  Seite  7
Größe: rund 5 Hektar
Nutzung: Wohnen (ca. 360 Wohneinheiten), Gewerbe, 
Gastronomie, Einzelhandel, Kindertagesstätte, Kultur, 
soziale Einrichtungen
Größe: rund 1 Hektar
Nutzung: Wohnen, Gewerbe
Größe: rund 5 Hektar
Nutzung: Wohnen (ca. 400 Wohneinheiten), Gewerbe, 
Gastronomie, Kindertagesstätte, Kultur, soziale 
Einrichtungen
Größe: rund 1 Hektar
Nutzung: Wohnen, Kindertagesstätte, Gewerbe
Größe: rund 4 Hektar
Nutzung: Gewerbe, Gastronomie, Grundschule
Größe: rund 20 Hektar
Nutzung: Wohnen (ca. 2.500 Wohneinheiten),
Gewerbe, Gastronomie, Einzelhandel, Gesamt- und 
Grundschule, mehrere Kindertagesstätten
Größe: rund 10 Hektar
Nutzung: Wohnen (ca. 460 Wohneinheiten), Gewerbe, 
Gastronomie, Einzelhandel, Kindertagesstätte, Kultur
1 Lindgens Areal
2 Windmühlen-Quartier
3 Deutz-Areal
Gesamt/f_läche: rund 46 Hektar
__________________________________________________
In allen Bereichen des Mülheimer Südens sind öffentliche
Grün- und Spiel/f_lächen vorgesehen.
4 Otto-Langen-Quartier
5 Nördlich Grünzug Charlier
6 Euroforum West
7 Euroforum Nord 
Plangebiete Mülheimer Süden (vorläu/f_iger Planungsstand: April 2022)

Mülheimer Süden  Seite  8

Mülheimer Süden  Seite  9
Vom historischen Industriestandort 
zum modernen Stadtquartier
Im Mülheimer Süden befindet sich 
auf einer Fläche von 46 Hektar ein 
nahezu brachliegendes Gewerbe-
areal. Das zum Großteil verwaiste 
Gelände soll in den nächsten Jahren 
zu einem urbanen Viertel mit 
Wohnen und Arbeiten entwickelt 
werden. Politik und Verwaltung 
möchten einen lebendigen Stadtteil 
entstehen lassen, in dem sich unter-
schiedliche Nutzungen vermischen. 
In den Teilbereichen sollen neben 
Wohnungen Büros, Einzelhandels-
angebote, Schulen, Kindertagesstät-
ten, Einrichtungen für Kulturschaf-
fende und soziale Zwecke sowie 
Grün- und Spielflächen entstehen.
Die Wandlung von der Industriebra-
che zum neuen Stadtquartier wurde 
planerisch bereits im Werkstatt-
verfahren in den Jahren 2013/14 in 
Angriff genommen. In Zusammen-
arbeit mit dem Stadtplanungsamt 
und unter breiter Beteiligung der 
Öffentlichkeit haben zwei interdis-
ziplinäre Planungsteams aus Archi-
tekten, Stadt-, Landschafts- und 
Verkehrsplanern ein umfassendes 
Entwicklungskonzept und einen 
städtebaulichen Rahmen für den 
Mülheimer Süden entworfen. 
Ort der Industriegeschichte
Insbesondere die ehemaligen Indus-
triehallen, aber auch die Eisenbahn-
bögen bieten sich für unterschied-
liche gewerbliche oder kulturelle 
Nutzungen an. 
Wohnraum für Köln 
Der Mülheimer Süden hat ein Poten-
zial zum Bau von (nach aktuellem 
Stand der Planung) bis zu 4.500 neu-
en Wohnungen. Unter Anwendung 
des Kooperativen Baulandmodells 
der Stadt Köln können dort mindes-
tens 30 Prozent der Wohnungen 
als öffentlich geförderter Wohn-
raum entstehen. Dies bedeutet für 
die Stadt einen großen Schritt zur 
Versorgung der Kölner*innen mit 
Wohnraum. 
In dieser Projektdokumentation 
finden Sie den aktuellen Stand der 
Überlegungen und Planungen rund 
um die Entwicklung der einzelnen 
Teilbereiche im Mülheimer Süden. 
Mit den Teilbereichen Euroforum 
Nord (Cologneo I), Euroforum West 
(Cologneo II), Lindgens-Areal, Otto-
Langen-Quartier, Deutz-Areal, Wind-
mühlen-Quartier (Cologneo III) und 
Nördlich Grünzug Charlier finden 
sich im Plangebiet Quartiere mit 
sehr unterschiedlichen Perspektiven 
und Entwicklungsständen. 
Aktuelle Entwicklung
Die Nutzung des Vorkaufsrechtes für 
die denkmalgeschützte ehemalige 
KHD-Hauptverwaltung und die Be-
mühungen im Vergabeverfahren für 
die landeseigenen Flächen im Otto-
Langen-Quartier belegen, dass Poli-
tik und Verwaltung den Mülheimer 
Süden mehr denn je aus dem Dorn-

Mülheimer Süden  Seite  10
röschenschlaf holen möchten. 
Weiterer Beleg dafür ist der Be-
schluss des Rates zur Anbindung 
der Stadtbahn an diese Bereiche. 
Weitere Schritte auf dem langen 
Weg zum neuen urbanen Stadtquar-
tier sind die Sicherung von Flächen 
für Kindertagesstätten und Schul-
gebäude.
Das Potenzial des Mülheimer Südens 
als Entwicklungsareal für eine wach-
sende Stadt ist enorm. Politik und 
Verwaltung haben es sich zur Auf-
gabe gemacht, diese Potenziale zu 
heben. Damit dies geschehen kann, 
müssen unterschiedlichste Faktoren 
berücksichtigt werden. Eine beson-
dere Rolle wird dabei die vom Rat 
der Stadt beschlossene gemeinwohl-
orientierte Quartiersentwicklung 
des Otto-Langen-Quartiers spielen. 
Die Initiative „raum13“ hat dort 
durch die außerordentliche, jahre-
lange Beteiligung am Meinungs-
bildungsprozess ein gutes Beispiel 
für bürgerschaftliches Engagement 
gegeben. Eingebracht haben sich 
auch die Akteure der Initiative Otto-
Langen-Quartier.
Der richtige Mix ist gefragt
Die Erwartungen, die in den letzten 
Jahren an Politik und Verwaltung 
herangetragen wurden, sind hoch. 
Ziel ist es im Interesse aller Beteilig-
ten, in einem Mix aus planerischer 
und städtebaulicher Kompetenz von 
Verwaltung, Fachplaner*innen und 
Eigentümer*innen sowie bürger-
schaftlicher Beteiligung zu einer 
zukunftsorientierten Gestaltung 
des Mülheimer Südens zu kommen. 
Die Einrichtung der Ständigen Jury 
Mülheimer Süden, die die laufenden 
Prozesse mit Fachkompetenz beglei-
tet, hat sich in diesem Zusammen-
hang bewährt.
Nachhaltige Lösungen
Die laufenden Abstimmungen von 
Politik, Verwaltung, Eigentümer*in-
nen und vielen Interessenvertre-
ter*innen sind teilweise langwierig. 
Sie sind aber unerlässlich, um lang-
fristige, nachhaltige Lösungen zu 
entwickeln.
Neben der Kombination von alter 
Industriearchitektur mit modernem 
Städtebau soll im Mülheimer Süden 
im Zusammenspiel mit den Inves-
tor*innen nachhaltige Stadtent-
wicklung mit innovativen Konzepten 
aus den Bereichen Mobilität, Energie 
und Klimaschutz verbunden werden. 
Gerade die Klimaleitlinien der Stadt 
Köln definieren wichtige Eckpfeiler 
in der Entwicklung nachhaltiger 
Quartiere.
Begleiten Sie uns auf dem Weg vom 
historischen Industriestandort zum 
urbanen Stadtquartier.

Mülheimer Süden  Seite  11
Information und Beteiligung der Öffentlichkeit
Für diverse Teilbereiche im Mülheimer Süden wur-
den nach dem Werkstattverfahren 2013/14 bereits 
Bebauungspläne aufgestellt. Mit dieser Projektdoku-
mentation und der Informationsveranstaltung für die 
Öffentlichkeit am 21. Mai 2022 informiert die Stadt 
Köln über den aktuellen Stand in der Umsetzung. 
Der Bebauungsplan Euroforum Nord ist mit der ersten 
Änderung bereits rechtskräftig. Die Bebauungsplan-
verfahren für Lindgens-Areal, Euroforum West und 
Otto-Langen-Quartier laufen bereits, für die Verfahren 
Nördlich Grünzug Charlier und Windmühlen-Quartier 
gibt es einen Aufstellungsbeschluss.
Die gesetzlich vorgeschriebene Öffentlichkeitsbeteili-
gung gemäß Baugesetzbuch gibt allen Bürger*innen 
die Möglichkeit, ihre Vorstellungen von der Entwick-
lung einzelner Bereiche in den Prozess einfließen zu 
lassen.
Veranstaltungen mit dem Ziel der Öffentlichkeitsbe-
teiligung und der öffentlichen Unterrichtung über die 
allgemeinen Ziele und Zwecke der Planung wird es in 
den Bereichen noch geben, in denen es noch keinen 
rechtskräftigen Bebauungsplan gibt oder das Verfah-
ren noch nicht so weit fortgeschritten ist.
In der Informationsveranstaltung am 21. Mai 2022 
geht es nicht um eine Öffentlichkeitsbeteiligung 
im Sinne der Bestimmungen des Baugesetzbuches, 
sondern vielmehr um die Information zum aktuellen 
Planungsstand.

Mülheimer Süden  Seite  12
Die Industriegeschichte: Von Deutz aus in alle Welt
Als Zeugnis der Industriegeschich-
te Mülheims hat sich entlang der 
Deutz-Mülheimer Straße im Bereich 
des Motorenwerkes ein umfangrei-
ches Ensemble von Industriebauten 
des ausgehenden 19. und beginnen-
den 20. Jahrhunderts erhalten. Diese 
historischen Bauten sind aufgrund 
der Vielzahl in Köln einzigartig und 
daher von herausragender Bedeu-
tung. 
„Von Deutz ist die Motorisierung 
der Welt ausgegangen.“ Sätze wie 
diesen kennt in Köln jedes Kind. Ge-
würdigt wird damit die überragende 
Bedeutung der ersten Motorenfabrik 
der Welt, die Nikolaus August Otto 
und Eugen Langen an der Servas-
straße hinter dem Hauptbahnhof ge-
gründet haben. Die N. A. Otto & Cie. 
Werke haben nicht nur deutsche 
Industriegeschichte geschrieben.  
Der Motor hat die Welt verändert, in 
Köln war die Keimzelle der revolutio-
nären Entwicklung.
Auf- und Ausbau des Werkes
Nach einer Präsentation des Otto-
Motors auf der Pariser Weltausstel-
lung 1867 wurde mit Eintritt des 
weiteren Geschäftspartners Ludwig 
August Roosen-Runge die Grund-
lage für den Bau einer neuen Fabrik 
geschaffen. Für 14.000 Taler wurde 
1869 ein 3,5 Morgen großes Grund-
stück links von der alten Straße von 
Deutz nach Mülheim erstanden. 
Die Entwicklung der Rheinuferzone 
zwischen Deutz und Mülheim zu 
einem Industriegebiet hatte sich 
bereits 1845 durch die Gründung 
der Waggonfabrik Van der Zypen & 
Charlier auf einem Grundstück im 
Süden des Areals angekündigt.
1871 wurde die N.A. Otto & Cie. in 
eine Aktiengesellschaft umgewan-
delt. Der neue Name: Gasmotoren-
Fabrik Deutz AG. 1872 holte Eugen 
Langen Gottlieb Daimler als techni-
schen Direktor nach Deutz, der wie-
derum Wilhelm Maybach als Leiter 
des Konstruktionsbüros mitbrachte. 
Daimler und Maybach blieben zehn 
Jahre in Deutz und entwickelten die 
Serienfertigung für direktwirkende, 
schnelllaufende Motoren. 
Unter dem neuen technischen Di-
rektor Hermann Schumm wurde das 
Werk in Deutz ausgebaut und wuchs 
über die Deutz-Mülheimer Straße 
hinweg nach Osten. Anfangs wurden 
hier 1886 nur Ergänzungsbetriebe 
zur Motorenfabrikation wie Lackie-
rerei und Probierplatz eingerichtet. 
Im Laufe der 1890er Jahre wurde die 
Motorenmontage nach und nach 
in die Produktionshallen östlich der 
Deutz-Mülheimer Straße verlagert. 
Am Ursprungsort der Motorenfa-
brik verblieb der Gießereibetrieb, 
der schrittweise vergrößert wurde.  
Die angrenzenden Hallen wurden 
bereits Ende des 19. Jahrhunderts 
zur Aufstellung von Werkzeugma-
schinen genutzt. 
Zu dieser Zeit hatte das Werk über 
700 Mitarbeiter und produzierte 
1000 Motoren jährlich mit einer 
mittleren Größe von 4 bis 5 PS. Die 
Jahre um 1900 waren - angeregt 
vom amerikanischen Vorbild der

Mülheimer Süden  Seite  13
Massenfabrikation - geprägt von An-
strengungen zur Verbesserung der 
Wettbewerbsfähigkeit. Statt kleiner 
Serien von fünf bis 20 Maschinen 
wurden Großserien entwickelt. Ein 
Höhepunkt dieser Zeit war die Teil-
nahme an der Düsseldorfer Kunst- 
und Gewerbeausstellung. Die Deutz 
AG präsentierte hier in einer eigenen 
Ausstellungshalle einen 1000 PS 
Gasmotor.
Ausflug in den Autobau
Heute noch vor Ort sichtbar ist die 
Trennung von Groß- und Kleinmo-
torenbau. Für den Großmotorenbau 
entstand eine neue große Produk-
tionshalle an der Deutz-Mülheimer 
Straße. Für den Mittelmotorenbau 
wurde 1911 eine siebenschiffige 
Halle mit tonnenförmigen Bindern 
zwischen Gießerei und Verwaltungs-
gebäude eingefügt.
 
Das Verwaltungsgebäude von 1891 
mit seinen Fensterreihen im Rund-
bogenstil wurde 1911 mit einem 
bis zum Auenweg reichenden Bau 
ergänzt. Zwischen 1901 und 1908 
wurden die Gießereihallen um die 
auf der Düsseldorfer Industrie-, 
Gewerbe- und Kunstausstellung er-
baute Möhring-Halle erweitert. Die 
Halle prägte hochaufragend und mit 
dem Schriftzug „Gasmotoren-Fabrik 
Deutz“ die rheinseitige Werksan-
sicht. 
Zwischen 1907 und 1912 versuchte 
man sich in Deutz auch im Auto-
bau und verpflichtete den Ingenieur 
Ettore Bugatti. 1907 wurde mit der 
serienmäßigen Herstellung von 
Dieselmotoren begonnen. 1913 
arbeiteten 3400 Arbeiter und 700 
Angestellte im Werk. Mit Peter 
Klöckner als Hauptaktionär und 
Vorsitzendem des Aufsichtsrates 
stand seit 1923 ein Industrieller mit 
Verbindung zur Montanindustrie 
und zum Bankenwesen an der Spitze 
des Unternehmens, das 1930 mit 
der Motorenfabrik Oberursel und 
der Maschinenbauanstalt Humboldt 
AG zur Humboldt-Deutzmotoren 
AG fusionierte. Mit der Übernahme 
der Fahrzeugfabrik Magirus (Ulm) 
gehörte das Werk in Deutz seit 1938 
zu einem der deutschen Großunter-
nehmen. Deutz war vermutlich die 
erste Fabrik in Europa, die 1925 die 
Industriehalle KHD - Kleinmotorenbau
Serienfertigung für Motoren ein-
führte. Die Fertigungszeit pro Motor 
sank von 1700 auf 1200 Minuten. 
Im Zweiten Weltkrieg wurden mehr 
als zwei Drittel der Gebäude zer-
stört. Nach Kriegsende hatten die 
Amerikaner die Werkshallen be-
schlagnahmt. Etwa 600 Maschinen 
wurden demontiert. 
138 Jahre Industriegeschichte
Schon 1946 wurde wieder die Er-
laubnis zur Wiederaufnahme des 
Motorenbaus erteilt. Pünktlich zur 
Fertigstellung der neuen Hauptver-
waltung wurde das 100. Jubiläum 
des Deutzer Werkes gefeiert. 
Das Werk wurde im Jahr 2005 nach 
Umstrukturierungen aufgrund 
seiner innerstädtischen Lage und 
mangelnder Entwicklungsperspekti-
ven stillgelegt. 
So endete nach 138 Jahren die 
Geschichte industrieller Produktion 
in Köln-Mülheim: Der Erwerb durch 
die damalige LEG Stadtentwick-
lung GmbH & Co. KG (heute: NRW.
URBAN GmbH & Co. KG) für den 
Grundstücksfonds NRW war bereits 
1995 erfolgt.

Mülheimer Süden  Seite  14
Denkmäler im Mülheimer Süden

Mülheimer Süden  Seite  15
Im Mülheimer Süden finden sich zahlreiche denkmal-
geschützte und erhaltenswerte Gebäude, Bereiche und 
Strukturen. Wir möchten an dieser Stelle einen Einblick 
davon vermitteln, welchen historischen Wert die einzel-
nen Objekte besitzen. 
In den Ausführungen zu den einzelnen Planungsberei-
chen sind in dieser Broschüre noch zusätzliche Informa-
tionen zu finden.
Kölnische Gummifädenfabrik 
Zwischen 1908 und 1922 errichtet, 1947 wiederauf-
gebaut und mit dem verputzten Trakt erweitert. 1843 
am Eigelstein in Köln gegründet, wechselte das Unter-
nehmen zuerst nach Niehl und 1864 an die Deutz-Mül-
heimer Straße. Ein Gebäudeflügel der Fabrik steht unter 
Denkmalschutz und wird vom Verein Kunstwerk e.V. 
genutzt.
Waggonhalle 
In den 1888/93 errichteten Hallen der Firma Van der 
Zypen & Charlier wurde die Wuppertaler Schwebebahn 
entwickelt. Die Schwebebahn-Ausfahrt ist heute noch zu 
erkennen.
Eckiger Rundbau 
Seinen Namen verdankt dieser (1910 fertiggestellte) 
Magazinbau der Firma Van der Zypen & Charlier dem 
dreieckigen Grundriss und den gerundeten Galerien.
KHD-Sozial- und Verwaltungsgebäude
Die denkmalgeschützten Verwaltungsbauten mit reprä-
sentativ gestalteter Ziegelfassade an der Deutz-Mülhei-
mer Straße prägen das Bild der einstigen Industriestraße. 
Um 1900 entstand links vom heutigen Haupteingang 
ein neues Verwaltungsgebäude, das durch einen Back-
steinflügel ergänzt wurde.
Möhring-Halle
Die denkmalgeschützte Möhring-Halle ist als Teil des 
Hallenensembles im Otto-Langen-Quartier von hochran-
giger industrie- und architekturgeschichtlicher Bedeu-
tung. Sie wurde 1902 auf der Industrie-, Gewerbe- und 
Kunstausstellung in Düsseldorf zur Repräsentation der 
Gutehoffnungshütte und der Gasmotoren-Fabrik Deutz 
von Reinhold Krohn und Bruno Möhring als Messehalle 
erbaut. 
KHD-Motorenhallen
Neben den Verwaltungsgebäuden wurden in der Ver-
gangenheit beidseitig der Deutz-Mülheimer Straße 
große Industriehallen errichtet, die in Teilen aufgrund 
des Alters (um 1900 erbaut) erhaltenswert sind. Einige 
davon stehen unter Denkmalschutz.
Lindgens-Fabrikgebäude 
Die Dreiergruppe (erbaut Ende des 19. Jahrhunderts) 
besteht aus Drehtrommel-Ofenraum, Bleirohrwerk und 
Garage. Die im Hafenpanorama auffallende Mennigefa-
brik wurde 1912/22 errichtet und überragt die meisten 
älteren Bauten. Mit Rohstoffen aus dem Bergischen 
Land stellte die Firma Bleiweiß und rote Bleimennige 
her, die als Schutzanstrich für Holz und Metall gebraucht 
wurden. Schon um 1830 gegründet, war sie eine der 
ältesten Bleiweißfabriken Europas.
Lindgens-Verwaltung 
Hier handelt es sich um ein freistehendes Gebäude, das 
nach dem Zweiten Weltkrieg errichtet wurde.
Eckiger Rundbau

Mülheimer Süden  Seite  16
Interview mit Prof. Jörn Walter
Zur Person
„Die Ideen und die Zielwelt des Werkstattverfahrens 
bewahren“ - mit diesem Anspruch arbeitet die sechs-
köpfige Ständige Jury Mülheimer Süden. Vorsitzender 
des Gremiums ist Prof. Jörn Walter. Die Gewinnung 
des renommierten Städteplaners aus Hamburg ga-
rantiert vor allem eines: Die exzellente Verknüpfung 
von Theorie und Praxis. 
Prof. Jörn Walter absolvierte nach dem Studium der 
Raumplanung an der Universität Dortmund 1982 bis 
1984 ein Städtebaureferendariat beim Regierungs-
präsidium und bei der Landeshauptstadt Düssel-
dorf. Er war von 1985 bis 1991 Leiter des Amtes für 
Stadtentwicklung und Umwelt in Maintal, von 1991 
bis 1999 Leiter des Stadtplanungsamtes in Dresden. 
Außerdem lehrte er an den Technischen Universitä-
ten in Wien und Dresden. 
1998 setzte sich Jörn Walter gegen 20 Bewerber 
durch und wurde 1999 Oberbaudirektor und somit 
höchster technischer Beamter der Stadt Hamburg. 
Er wurde am 15. Dezember 1998 gewählt und blieb 
bis September 2017 im Amt. Sein Nachfolger wurde 
Franz-Josef Höing - zuvor Beigeordneter in Köln.
Jörn Walter ist seit 2001 Honorarprofessor an der 
Hochschule für bildende Künste Hamburg und seit 
2014 an der HafenCity Universität Hamburg. Neben 
seinem beruflichen Werdegang engagierte Walter 
sich unter anderem im Bauausschuss des Deutschen 
Städtetages und von 2007 bis 2016 im Beirat der 
Bundesstiftung Baukultur. Er wurde 1994 in die Deut-
sche Akademie für Städtebau und Landesplanung, im 
Jahr 2000 in die Akademie der Künste Berlin und die 
Sächsischen Akademie der Künste sowie 2017 in die 
Freie Akademie der Künste Hamburg berufen.
Prof. Jörn Walter
Prof. Walter, was ist die Aufgabe der „Ständigen Jury 
Mülheimer Süden“? 
Die Aufgabe der Jury besteht in der fachlichen Beglei-
tung der städtebaulichen Planungen und deren Umset-
zung in qualitätsvolle Architektur und Freiraumgestal-
tung. Wir betrachten dabei insbesondere die öffentlich 
wahrnehmbaren Bereiche der Architektur und Freiräume 
– genau genommen das, was im Auge des Betrachters 
liegen wird. 
Dürfen sich die Bürger*innen das so vorstellen, dass 
Sie mit Ihren Mitstreitern sozusagen die Leitplanken 
vorgeben?
Sagen wir besser: Wir helfen dabei, die Leitplanken aus 
dem Werkstattverfahren zu präzisieren und auszufüllen. 
In der Präambel zur Geschäftsordnung der Jury heißt 
es, dass wir den Geist der städtebaulichen Idee weiter-
tragen und der Stadt Köln sowie den Investor*innen und 
Vorhabenträger*innen beratend zur Seite stehen. Neben 
mir wurden Prof. Julia Bolles-Wilson, Rebekka Junge, 
Prof. Johannes Kister, Jürgen Minkus und Dr. Thomas 
Werner in die Ständige Jury berufen. Das sind in fast 
allen Fällen Vertreter der bereits am Werkstattverfahren 
beteiligten Büros - landschaftsplanerische, fachlich-lokale 
und denkmalpflegerische Kompetenz.

Mülheimer Süden  Seite  17
Potenziale der Freiraumplanung Mülheimer Süden
Eisenbahnlinie
Erschließungsachsen
Quartiersgassen
Öffentliche Grünflächen
Übergeordnete Fahrradwege
Öffentlich zugängliche private Grünflächen
Stadtplätze
Öffentliche Spielflächen
Schulen
Bushaltestellen
Stadtbahnhaltestellen
Kindertagesstätte
Durchlässigkeit
Rheinboulevard/  
grünes Rheinband
Grünzug Mülheim-Süd
Grünkorridor
Otto-Langen-Gasse
Möhring-Gasse
Grünzug Charlier
Planstraße Euroforum Nord/West
Euroforum Nord/West
Grünverbindung bereits geplant
Potenzielle Freiraumverbindung
Lückenschlüsse
Quartiersstraßen, 
individuelle Charaktere
Potenzielle Straßenraumverbindung

Mülheimer Süden  Seite  18
Planungsstand: April 2022
Geplante Hochpunkte im Mülheimer Süden
geplante Hochpunkte
Was machen Sie im Rahmen Ihrer Arbeit konkret?
In den Sitzungen der Ständigen Jury sind neben den ge-
nannten Personen Vertreter der Verwaltung, des Land-
schaftsverbandes Rheinland sowie der Planungsteams 
der jeweiligen Bauherren und Bauherrinnen für die 
unterschiedlichen Projekte im Mülheimer Süden vertre-
ten. Alle Investor*innen der einzelnen Teilgebiete stellen 
mit ihren Planungsteams ihre Konzepte bzw. konkreten 
Planungen der Jury vor. Die Jury gibt Empfehlungen zur 
Überarbeitung und weiteren Qualifizierung. 
Darüber hinaus sind Mitglieder der Ständigen Jury Be-
standteil der erforderlichen Qualifizierungsverfahren für 
einzelne Vorhaben. Erklärtes Ziel ist insbesondere die 
Umnutzung und damit der Erhalt der noch verbliebe-
nen historischen Bausubstanz und die Entwicklung von 
städtebaulichen Strukturen zur Wahrung des industrie-
historischen Charakters.
Welchen Stellenwert hat das Areal im Mülheimer Sü-
den für Sie als Raumplaner? 
Der Mülheimer Süden ist industriegeschichtlich be-
deutsam und hat mit seinen Backsteingebäuden einen 
besonderen Charakter. Er stellt durch die Entwicklung 
als neuer Wohnungsschwerpunkt hohe Anforderungen 
an die Freiraumplanung. Neben der sinnvollen Nach-
nutzung der zu erhaltenden Gebäude stellt sich zusätz-
lich die Frage, welche neuen Gebäudetypologien dort 
mit Blick auf Wohnraum und gewerbliche Arbeit Platz 
finden. 
Räumlich ist insbesondere der regelmäßige Abgleich 
der städtebaulichen und landschaftsplanerischen Ent-

Mülheimer Süden  Seite  19
wicklungen der Einzelquartiere mit den übergeordneten 
Zielen aus dem Werkstattverfahren sowie die Qualifizie-
rung der konkreten Architektur wesentliche Aufgabe der 
Ständigen Jury.
Können Sie Beispiele nennen?
Wir diskutieren die geplanten Hochpunkte, sprechen 
über die städtebauliche Dichte in den Teilgebieten und 
geben Anregungen zur Nutzung des historischen Be-
standes und der Neubebauung. Auch die Materialität der 
Fassaden spielt eine große Rolle. 
Ein anderes Beispiel: Idee aus dem Werkstattverfahren 
aus den Jahren 2013/14 sind die kammartigen Ost-West-
Grünzüge. Im Falle des Grünzuges Mülheim Süd geht es 
beispielsweise um die Ausgestaltung mit Spielflächen, 
Bepflanzung und inzwischen ganz konkret um Anschlüs-
se und Übergänge bestehender und neuer Strukturen an 
diesen Grünzug. 
Beim Lindgens-Areal wurde über Baumstandorte, die 
Überarbeitung des Übergangs Grünkorridor/Hafenstraße 
sowie den Quartiersplatz Auenweg/Deutz-Mülheimer 
Straße als urbanen Stadtplatz diskutiert.
Welches Potenzial sehen Sie, um Akzente zu setzen 
und trotzdem ausreichend Wohnraum und Gewerbe-
flächen zu schaffen?
Grundsätzlich gilt, dass in gewachsenen Strukturen 
die Spielräume etwas geringer sind als auf der grünen 
Wiese. Sie sind aber da, wenn man bedenkt, dass es 
nicht nur um Quantitäten, sondern auch um Qualitäten 
geht. Zunächst ist dafür eine integrierte Betrachtung 
der Themen Stadt- und Grünraum erforderlich. Das 
Planungsbüro LAND hat einen Potenzialplan erstellt, der 
vier wesentliche Chancen zur Qualitätssteigerung des 
Freiraums im Quartier beinhaltet. 
Welche Chancen sehen Sie da?
Vorrangig die schon angesprochene Durchlässigkeit in 
diesem weitgehend abgeschotteten Areal zu schaffen 
und für Verbindungen zwischen den Quartieren und 
vor allem dem Rhein – Stichwort: Grünzüge Mülheimer 
Süden oder Charlier - zu sorgen. Desweiteren müssen 
unnötige Lücken zwischen einzelnen Freirauminseln ge-
schlossen werden. 
In einem weiteren Schritt müssen die Planer an künf-
tigen Stadtplätzen, Eingängen unter anderem neue 
Akzente setzen, für Zentralität einzelner Bereiche sorgen 
und damit auch Identität schaffen. Nicht zuletzt ist es 
eine wesentliche Aufgabe, individuelle Charaktere aus 
alten und neuen Straßenräumen, Erschließungs- und 
Wohnstraßen für die einzelnen Teilgebiete zu entwi-
ckeln.
Städtebaulich wird die Stadt für die nach dem Kooperati-
ven Baulandmodell geforderten Qualifizierungsverfahren 
zusätzlich besonders bedeutsame Standorte definieren. 
Für diese Bereiche sind dann sogenannte hochbauliche 
Qualifizierungsverfahren – sprich: Wettbewerbe oder 
Gutachterverfahren – zur Sicherung einer besonderen 
städtebaulichen, ökologischen und architektonischen 
Qualität durchzuführen.
Wie wirkt sich der Mülheimer Hafen auf die Planung 
im Otto-Langen-Quartier oder im Lindgens-Areal aus?
Die sogenannten Kegelschiffradien des Mülheimer Ha-
fens haben insbesondere Auswirkung auf die zulässigen 
Nutzungen. Kegelschiffe sind Schiffe, die Gefahrgüter 
transportieren und aufgrund dessen entsprechend ge-
kennzeichnet werden müssen. Das Europäische Überein-
kommen über die internationale Beförderung von ge-
fährlichen Gütern auf Binnenwasserstraßen (ADN 2015) 
sieht Regelungen zur Gewährleistung der Sicherheit vor, 
welche auch die Belange der Bauleitplanung berühren. 
Das ADN 2015 sieht als Richtwert vor, dass um Liege-
plätze von sogenannten Kegelschiffen ein bestimmter 
Sicherheitsradius eingehalten werden muss. Innerhalb 
der Radien sind keine sensiblen Nutzungen wie Wohnen, 
Kindertagesstätten sowie öffentliche Spielplätze mög-
lich.

Mülheimer Süden  Seite  20

Mülheimer Süden  Seite  21
Grundsätzlich wird es im Rahmen des Wettbewerbsver-
fahrens für das Otto-Langen-Quartier eine wesentliche 
Aufgabe sein, Ideen zu entwickeln, die funktionale Er-
fordernisse mit der übergeordneten Idee des Grünzugs 
entlang des Auenwegs ausgleichen. Da die Ständige 
Jury im Wettbewerbsverfahren zum Verkauf der Grund-
stücksflächen als Teil des Auswahlgremiums beteiligt 
wird, werden wir das besonders im Auge behalten.
Welche Aufgaben reizen Sie an der Gestaltung des 
Mülheimer Südens besonders?
So sehr wir einerseits etwas nostalgisch auf unsere be-
deutende Industriegeschichte und die großen Areale 
zurückblicken, so dürfen wir anderseits nicht vergessen, 
dass sie oftmals große Barrieren im Stadtraum mit er-
heblichen Belastungen für die Nachbarschaft waren. Sie 
in unserer Generation zu gemischten, umweltfreund-
licheren Quartieren entwickeln und mit den angrenzen-
den Stadtteilen neu vernetzen zu können, ist eine große 
Chance. Dabei die industrielle Geschichte - besonders 
im Lindgens-Areal und im Otto-Langen-Quartier - zu 
bewahren, neu zu codieren und sie mit zeitgenössischen 
Herausforderungen fortzuschreiben, macht den Mül-
heimer Süden sehr spannend. 
Zu den aktuellen Herausforderungen zähle ich insbe-
sondere Themen wie kostengünstigen Wohnungsbau, 
den Klimawandel und neue Formen der Mobilität. Wenn 
es Köln gelingt, den industriell-rustikalen Charakter des 
Gebietes weiterhin spüren zu lassen und mit Wohnen, 
neuen Arbeitsplätzen, Schulen, kulturellen Einrichtun-
gen und neuen Grünräumen vielseitiger und lebendiger 
zu machen, mit den angrenzenden Stadtteilen besser zu 
vernetzen und eine „grüne“ Fassung des majestätischen 
Rheins in diesem Abschnitt herauszuarbeiten, wäre für 
die Stadt viel gewonnen. 
Noch ein Wort zur Umsetzung: Gute Ideen allein rei-
chen ja nicht aus. Warum glauben Sie, dass die Ideen 
in den nächsten Jahren Wirklichkeit werden können?
In Anbetracht zahlreicher und komplexer juristischer 
Fragen, der Wechsel der Eigentum Besitzenden und 
der Größe des Plangebietes ist nach meinem Eindruck 
von Politik und Verwaltung im Hintergrund vieles gut 
vorangebracht und geklärt worden. Auch die Einrichtung 
der Ständigen Jury sehe ich als Teil dieses Prozesses. An 
vielen Stellen gibt es Investor*innen und Bauverantwort-
liche, die mit ihren Planungen weit fortgeschritten sind. 
Dennoch bleibt noch einiges zu tun: Die intensivere 
Einbindung der Öffentlichkeit, die bedingt durch die 
Corona-Beschränkungen zuletzt kaum möglich war, die 
Schaffung finalen Baurechtes und der Abschluss städte-
baulicher Verträge mit den Eigentümer*innen. Letztere 
beinhalten auch finanziell relevante Verpflichtungen und 
sind deshalb nie einfach auszuhandeln. 
Hier wird es im Geschick aller Beteiligten liegen, nicht 
nur punktuell, sondern flächendeckend für eine erfolg-
reiche Stadtentwicklungsmaßnahme zu sorgen. Insge-
samt bin ich da optimistisch, denn trotz aller Ungeduld 
des Herzens muss man sich hin und wieder daran erin-
nern: Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut.

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Mobilität im Mülheimer Süden

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Mobilität im Mülheimer Süden
Mit der Umwandlung der einstigen 
Industriebrache in das neue Stadt-
quartier Mülheimer Süden erfährt 
das Verkehrsaufkommen in den 
zentralen rechtsrheinischen Stadt-
bezirken Mülheim, Deutz und Kalk 
einen erheblichen Wandel. 
Mit Blick auf diese Entwicklung hat 
die Verwaltung ein Mobilitätskon-
zept für die Neuentwicklung des 
Mülheimer Südens erarbeitet. 
Mobilität: Umfassender Mix
Bereits seit Juli 2017 gibt es für den 
Mülheimer Süden ein Mobilitätskon-
zept, das über die neue Anbindung 
der Stadtbahn hinaus im Rahmen 
der Umwandlung der einzelnen 
Teilbereiche umgesetzt wird. Die 
Entwickler*innen des Konzeptes 
haben einen umfassenden Mix an 
Maßnahmen vorgeschlagen.
Zu den geplanten Rahmenbedin-
gungen zählen die Anbindung des 
Öffentlichen Nahverkehrs (Bus und 
Stadtbahn), der Ausbau des Radrou-
tennetzes an Auenweg, Zoobrücke 
und Deutzer Brücke, die Nahversor-
gung im Quartier sowie Bike + Ride-
Stationen an den U-Bahn-Stationen 
Grünstraße und Stegerwaldsiedlung 
sowie an der S-Bahn-Station Buch-
forst. Diese Rahmenbedingungen 
werden mithilfe von Mitteln des 
Landes NRW, der Stadt Köln und der 
beteiligten Investor*innen geschaf-
fen.
Carsharing-Angebote sowie Möglich-
keiten zum Fahrradparken werden 
elementare Pflichtbausteine im 
Maßnahmenmix des Mobilitätskon-
zeptes sein. Hier geht es vor allem 
um die Erhöhung der Quantität und 
der Qualität der Fahrradparkplätze.
Mobilitätsstationen mit Informa-
tionsangeboten, Packstation, Fahr-
radwerkstätten, Ticketverkauf und 
Angeboten wie Café, Bäckerei oder 
Kiosk sind im Bereich der privaten 
Infrastruktur ebenso geplant wie 
Ladestationen für E-Pkw und E-Bikes 
sowie Parkplatz-Sharing. Quartiers-
bezogene Maßnahmen (Verleihsta-
tionen für Lastenräder und andere 
Transportmittel) sowie unterschied-
Mobilitätskonzept Gesamtmaßnahmen

Mülheimer Süden  Seite  25
liche Informationsangebote runden 
das Maßnahmenpaket zur Umset-
zung des Mobilitätskonzeptes ab. 
Radroutenkonzept
Im Endausbau sieht das Radrou-
tenkonzept einen neuen Radweg 
quer durch die Teilbereiche des 
Mülheimer Südens vor. Zudem 
werden die Voraussetzungen für den 
Radverkehr an den Hauptverkehrs-
straßen durch zusätzliche Radwege, 
Radfahrstreifen und Schutzstreifen 
ausgebaut bzw. gesichert. Um dem 
steigenden Bedarf gerecht zu wer-
den, werden im Mobilitätskonzept 
unterschiedlichste Anforderungen 
an neue Fahrradabstellanlagen 
formuliert. So sollen Stellplätze auch 
genügend Raum für Lastenräder 
und Lasten- bzw. Kinderanhänger 
bieten. Außerdem sollen im Rah-
men der Wohnbebauung Lade-
stationen für E-Bikes und Pedelecs 
installiert werden. 
Carsharing und Ladestationen
Geplant sind an sieben Stationen 
bis zu 60 Stellplätze für Carsharing. 
Der Einzugsbereich von 200 Metern 
sichert Ortsansässigen die hohe 
Verfügbarkeit von entsprechenden 
Angeboten. Bereits bei der Ent-
wicklung des Mobilitätskonzeptes 
wurde Wert darauf gelegt, den 
erhöhten Bedarf an Ladestationen 
für E-Fahrzeuge und E-Fahrräder zu 
berücksichtigen. Dabei wird bei den 
Mobilitätsstationen zwischen zwei 
Typen (Typ Service und Typ Statisch) 
unterschieden. Der Typ Service 
zeichnet sich durch zusätzliche 
Angebote wie beispielsweise eine 
Fahrradwerkstatt, einen Paketshop 
oder Ähnliches aus. 
Die Entwickler*innen des Mobilitäts-
konzeptes gehen davon aus, dass die 
Realisierung der einzelnen Teilkon-
zepte zu einer deutlichen Reduzie-
rung des Verkehrsaufkommens im 
sogenannten MIV (= Motorisierter 
Individualverkehr) führen wird. 
Der MIV dürfte sich in den einzel-
nen Bereichen um rund 20 Prozent 
reduzieren. 
Perspektiven
Der Maßnahmenmix des Mobilitäts-
konzeptes spielt heute in allen Ge-
sprächen mit den Eigentümer*innen 
bzw. Projektentwickler*innen eine 
Rolle, wenn es um die nachhaltige, 
zukunftsorientierte Ausgestaltung 
der geplanten Quartiere geht. Durch 
städtebauliche Verträge besteht die 
Möglichkeit, diesen Bestandteil der 
Quartiersentwicklung zu sichern.
Die neue Stadtbahn
Die Stadtbahnanbindung bildet 
eines der Netzelemente, mit denen 
eine umweltverträgliche Abwick-
lung der prognostizierten Verkehre 
sichergestellt wird. Sie trägt als ein 
Kernelement des Mobilitätskonzep-
tes maßgeblich zur Veränderung der 
Verkehrsmittelwahl zu Gunsten des 
Umweltverbundes bei. Im Vorgriff 
hat eine zusätzliche Buslinie bereits 
ihren Betrieb aufgenommen.
Mobilitätskonzept Radwegerouten

Mülheimer Süden  Seite  26
ner Platz wieder an die bestehende 
Strecke der Linie 4 an. Insgesamt 
sind drei Haltestellen vorgesehen: 
im Bereich unter der Zoobrücke, auf 
Höhe der Gaußstraße und am Ab-
zweig Danzierstraße. 
Die Haltestellen werden als Mittel-
bahnsteige ausgebildet, so dass sich 
beide Fahrtrichtungen eine Bahn-
steiganlage teilen. Mit dem Bau 
der Stadtbahnanbindung werden 
gleichzeitig Radverkehrsanlagen neu 
in den Straßenquerschnitt integriert 
und die Situation für den Fußverkehr 
wird deutlich verbessert. 
Weiteres Vorgehen
Die Vorentwurfsplanung für die 
Stadtbahnanbindung Mülheimer 
Süden wird im zweiten Quartal 
2022 finalisiert. Anschließend wird 
die Planung in die politische Bera-
tung gegeben und ein erweiterter 
Planungsbeschluss eingeholt. Auf 
dieser Grundlage setzt die Entwurfs-
planung auf. Darauf aufbauend wird 
das Vorhaben zur Planfeststellung 
bei der Bezirksregierung Köln an-
gemeldet. 
Das Planfeststellungsverfahren, mit 
dem Baurecht für die Stadtbahnan-
bindung erlangt wird, liegt in der 
Verantwortung der Bezirksregie-
rung. 
Maßnahmenmix des Mobilitätskonzeptes
Die neue Stadtbahn zweigt als Ver-
längerung der vorhandenen Stadt-
bahntrasse der Linien 3 und 4 am 
Messekreisel in Richtung Norden 
ab. Für eine leistungsfähige und 
konfliktfreie Führung wird der Mes-
sekreisel in seiner heutigen Form 
aufgelöst und neu gestaltet. 
Mit dieser Umgestaltung werden 
Fahrbeziehungen an dem Knoten-
punkt entfallen, die künftig über 
eine neue Straßenverbindung zwi-
schen Deutz-Mülheimer Straße und 
Pfälzischer Ring über den Messe-
parkplatz P21 abgewickelt werden 
sollen. Die Neubaustrecke der Stadt-
bahn ist ca. zwei Kilometer lang und 
schließt über die Deutz-Mülheimer 
Straße und Danzierstraße am Wie-

Mülheimer Süden  Seite  27
Für derart umfangreiche Maßnah-
men ist mit einer Verfahrensdauer 
von etwa zweieinhalb Jahren zu 
rechnen. Mit dem Planfeststellungs-
beschluss erlangt die Stadt Köln 
dann Baurecht. Auf dieser Grund-
lage folgt die Ausführungsplanung. 
In dieser werden alle technischen 
Details zusammengeführt, die für 
die Ausschreibung, Vergabe und 
Umsetzung der Maßnahme erforder-
lich sind. Nach Ausschreibung und 
Vergabe der Bauleistungen wird mit 
dem Bau begonnen.
Beteiligung der Öffentlichkeit
Für die Projektkommunikation wird 
mit Hilfe externer Unterstützung 
ein Konzept erarbeitet, das die 
formellen Beteiligungsschritte und 
die Vorgaben zur systematischen 
Öffentlichkeitsbeteiligung auf-
greift und umsetzt. Oberstes Ziel 
ist es, Transparenz in den weiteren 
Planungs- und Entscheidungsfin-
dungsprozess zu bringen, damit die 
politischen Gremien die erforder-
lichen Beschlüsse fassen können und 
der betroffenen Anwohnerschaft die 
notwendigen Schritte auf dem Weg 
zur neuen Stadtbahnverbindung er-
läutert werden.

Mülheimer Süden  Seite  28
Kooperatives Baulandmodell
Neubauvolumen von öffentlich geförderten Wohnun-
gen. Derzeit ist etwa die Hälfte der Kölner*innen berech-
tigt, in einer entsprechenden Wohnung zu leben, ohne 
dass es dafür ein entsprechendes Angebot gibt.
Was ist Ziel des Kooperativen Baulandmodells?
Das Kooperative Baulandmodell verpflichtet Bauverant-
wortliche, Investor*innen und Vorhabenträger*innen bei 
Planvorhaben, die eine Bebauungsplanung benötigen, 
mindestens 30 Prozent der Wohnungen im öffentlich 
geförderten Segment zu errichten. 
Ziel des Modells ist es, sowohl den öffentlich geförder-
ten Wohnungsbau und das preiswerte Wohnungsmarkt-
segment zu stärken, als auch die Vorhabenträger*innen 
eines Bebauungsplanverfahrens an den planbedingten 
Folgekosten (zum Beispiel Kindertagesstättenplätze, öf-
fentliche Spielplätze etc.) zu beteiligen. Als Maßnahmen-
bestandteil des Stadtentwicklungskonzeptes Wohnen 
steht es für eine transparente Gleichbehandlung aller 
Vorhabenträger*innen, die ein Bebauungsplanverfahren 
mit Wohnungsbau durchführen möchten.
Welcher Faktor ist entscheidend für die Anwendung 
des Kooperativen Baulandmodells?
Die Anwendung des Kooperativen Baulandmodells 
wird in erster Linie über die Anzahl der entstehenden 
Wohnungen beziehungsweise der Geschossfläche (GF) 
Wohnen entschieden. Die Bagatellgrenze gilt für die 
Verpflichtung zur Errichtung öffentlich geförderten 
Wohnungsbaus ab einer Zahl von 20 Wohnungen (WE) 
beziehungsweise 1.800 Quadratmetern GF Wohnen.
Die Bagatellgrenze bezieht sich lediglich auf die Ver-
pflichtung zur Errichtung von 30 Prozent öffentlich 
geförderten Wohnungsbau. Andere Verpflichtungen, die 
sich aus dem Planvorhaben ergeben, sind ab der ersten 
Wohneinheit beziehungsweise dem ersten Quadratme-
Die Entwicklung des Mülheimer Südens wird geprägt 
und beeinflusst durch unterschiedliche Faktoren. We-
sentlicher Faktor ist der Wunsch von Politik und Verwal-
tung, dringend benötigten Wohnraum zu schaffen. Kla-
res Ziel der Kölner Wohnungspolitik ist es, das Angebot 
an preiswertem Wohnraum zu steigern. Wohnen stellt 
ein Grundbedürfnis dar und ist gleichzeitig zentraler 
Standortfaktor im Wettbewerb der Städte. Je nachdem, 
wie die einzelnen Planbereiche ausgestaltet werden, 
sollen im Mülheimer Süden in den nächsten Jahren rund 
4.500 Wohnungen (Planungsstand: April 2022) entste-
hen. 
Das Baulandmodell: Zukunft Wohnen
Die aktuelle Bevölkerungsprognose geht davon aus, dass 
die Bevölkerungszahl der Stadt Köln bis zum Jahr 2040 
auf rund 1.15 Millionen Menschen in mehr als 600.000 
Haushalten steigt. Dies setzt den Wohnungsmarkt mit 
steigenden Preisen unter enormen Druck. Gleichzeitig 
sinkt das Angebot an preiswertem Wohnraum deutlich, 
da die Belegungsbindungen für öffentlich geförderten 
Wohnungsbau sukzessive auslaufen. 
Zur Sicherung der wohnungspolitischen Ziele hat der 
Rat bereits im Jahr 2014 das Stadtentwicklungskonzept 
Wohnen beschlossen. Das Kooperative Baulandmodell, 
ein Bestandteil des Konzepts, wurde im gleichen Jahr als 
ein wichtiges Instrument zur Umsetzung dieser woh-
nungspolitischen Ziele in Köln eingeführt und drei Jahre 
später fortgeschrieben.
Mit der Fortschreibung des Kooperativen Baulandmo-
dells im Jahr 2017 wurde das vorrangige Ziel, bezahlba-
ren Wohnraum zu schaffen, noch stärker betont als bis-
her. Grund für die Forderung nach einem Kooperativen 
Baulandmodell war der seit Jahren stark sinkende Anteil 
von öffentlich geförderten Mietwohnungen am Gesamt-
bestand in der Stadt Köln und dem gleichzeitig geringen

Mülheimer Süden  Seite  29
ter GF Wohnen zu übernehmen, da ursächliche Planfol-
gen sowie verfahrensbegründete Kosten (beispielswei-
se Gutachten, Wettbewerbe) unabhängig vom Anteil 
öffentlich geförderten Wohnungsbaus bereits mit der 
ersten Wohneinheit entstehen.
Welche Verpflichtungen ergeben sich für Investor*in-
nen bei Vorhaben mit mehr als 20 Wohnungen bzw. 
1.800 Quadratmetern Geschossfläche Wohnen?
Öffentlich geförderter Wohnungsbau ist bei mindes-
tens 30 Prozent der durch Planungsrecht neu geschaffe-
nen Geschossfläche Wohnen zu planen. Bei Vorhaben, 
bei denen der Grundstückskauf zwischen dem 22. Sep-
tember 2016 und 10. Mai 2017 lag, beträgt die Quote 
20 Prozent. Der Aufbau sozialer Infrastruktur ist vom 
Investierenden ebenfalls zu übernehmen. Dazu zählen 
die Errichtung einer Kindertagesstätte bzw. die Zahlung 
einer Ablösesumme (100 Prozent Kostenübernahme) 
sowie abhängig vom Bedarf die Errichtung von öffentli-
chen Grün- und Kinderspielflächen sowie die Durchfüh-
rung sonstiger Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen.
Näheres zum Kooperativen Baulandmodell erfahren 
Sie in der gleichnamigen Broschüre (QR-Code), die alle 
Ziele, Aspekte und Verpflichtungen des Kooperativen 
Baulandmodells beschreibt.

Mülheimer Süden  Seite  30
Euroforum Nord | COLOGNEO I
Stand: April 2018

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Mülheimer Süden  Seite  32
Euroforum Nord | COLOGNEO I
Zum Projekt
Das circa 10 Hektar große Stadtquartier liegt im 
Mülheimer Süden nördlich der Zoobrücke zwischen 
Eisenbahntrasse (ICE) beziehungsweise Auenweg im 
Westen sowie der Deutz-Mülheimer Straße im Osten. 
Das ehemalige Grundstück des KHD-Werkes wurde 
bis circa 1995 intensiv industriell genutzt und liegt 
seitdem bis auf wenige Nutzungen brach. Das Plan-
gebiet liegt nördlich des Messegeländes und gegen-
über der Stegerwaldsiedlung, die fast ausschließlich 
aus Wohnbebauung besteht. Westlich grenzt das 
Plangebiet an die ICE-Trasse. Weiter westlich be-
finden sich das Plangebiet Euroforum West und der 
Mülheimer Hafen mit überwiegend gewerblichen 
Nutzungen. 
Der Bebauungsplan wurde ursprünglich im De-
zember 2014 als Satzung beschlossen. Er sicherte 
planungsrechtlich die Ergebnisse aus dem Werkstatt-
verfahren für den Mülheimer Süden inklusive Hafen. 
Im September 2018 wurde die erste Änderung des 
Bebauungsplans rechtskräftig. 
Ziel der Planung 
Das Planungskonzept sieht ein gemischt genutztes 
Quartier mit rund 460 Wohnungen, Gewerbe, Einzel-
handel, Gastronomie, Kindertagesstätte und Kultur 
vor. 
Im Teilbereich Euroforum Nord sind die geplanten 
Wohnungen auf einer Fläche von 48.000 Quadratme-
tern realisierbar. Rund 50.000 Quadratmeter Fläche 
sind für gewerbliche Nutzungen vorgesehen. Mit dem 
Bebauungsplan wurden außerdem öffentliche Grün- und 
Spielplatzflächen sowie eine Kindertagesstätte planungs-
rechtlich gesichert. 
Nachdem der Bebauungsplan rechtskräftig wurde, ha-
ben sich im Rahmen der weiteren Detailplanungen und 
Qualifizierungsverfahren Änderungen im Vergleich zum 
ursprünglichen Konzept ergeben. Ziel war es vor allem, 
den urbanen Charakter des neu entstehenden Quartiers 
weiter zu stärken, dem erhöhten Wohnraumbedarf der 
Stadt Köln zu entsprechen, die gewerbliche Nutzung zu 
optimieren und die Freiraumqualität zu erhöhen.
Städtebauliche Grundlage war der weiterentwickelte 
Masterplan von kadawittfeldarchitektur, Aachen. Das 
Plangebiet wurde im Südwesten erweitert, um die Mes-
seallee Nord mit dem geplanten Kreisverkehr planungs-
rechtlich zu sichern.
KunstWerk auf dem Cologneo Campus

Mülheimer Süden  Seite  33
Erschließung 
Das Plangebiet ist über die Deutz-Mülheimer Straße an 
das Verkehrsnetz angebunden. Der Bahnhof Köln Messe/
Deutz liegt in rund einem Kilometer Entfernung. Die 
Stadtbahnlinien 3 und 4 sind fußläufig an den Halte-
stellen Stegerwaldsiedlung und Koelnmesse über den 
Pfälzischen Ring zu erreichen. Eine Anbindung an den 
Busverkehr ist über die Haltestellen Thermalbad und 
Windmühlenstraße gewährleistet. Eine zusätzliche Plan-
straße, die über zwei Kreisverkehre mit der Deutz-Mül-
heimer Straße und dem Auenweg verbunden wird, wird 
dazu beitragen, den Straßenverkehr zu entlasten. 
Dies entspricht dem vom Rat der Stadt Köln beschlos-
senen Gesamtverkehrskonzept (GVK), das im Rahmen 
des Rechtsrheinischen Entwicklungskonzeptes erstellt 
worden ist. Hiernach soll der Auenweg zur örtlichen 
Hauptstraße hochgestuft werden. Eine im Rahmen des 
ursprünglichen Bebauungsplanverfahrens erarbeitete 
Verkehrsuntersuchung hat bestätigt, dass der aufkom-
mende Mehrverkehr vom vorhandenen Verkehrsnetz 
aufgenommen werden kann. Die Entwicklung im Stadt-
teil Mülheim erfordert neben dem Ausbau der Plan-
straße zwischen Auenweg und Deutz-Mülheimer Straße 
langfristig die Verlängerung des Auenwegs als entlasten-
des Element.
Denkmalschutz
Prägende Teile des Baubestandes im Plangebiet stehen 
teilweise unter Denkmalschutz und werden erhalten.
Waggonhalle
Schmiede und Presswerk der in Teilen noch vorhande-
nen Eisenbahnwagen- und Maschinenfabrik wurden als 
vierschiffiger Hallenbau vor 1888 und 1905 erbaut. In 
der Halle von 1888 sind Reste der Probestrecke der von 
Eugen Langen entwickelten Schwebebahn erhalten. 
Denkmalgeschützt ist die Giebelfassade der Halle 2 
einschließlich des vierbogigen Gebäudeteils rückwärtig 
der Fassade. 
Eckiger Rundbau 
Der Stahlbetonskelettbau nach dem System Hennebi-
que wurde 1910 errichtet und diente der Eisenbahn-
wagen- und Maschinenfabrik Zypen & Charlier als 
Magazin.
Ehemalige Kölnische Gummifädenfabrik 
Der Südflügel der Anlage an der Deutz-Mülheimer 
Straße 127-129 steht unter Denkmalschutz. Der Back-
steinbau ist nach den Plänen von Otto Grah in der Zeit 
von 1908 bis 1918 entstanden. Der westliche Teil des 
Südflügels wurde nach dem Krieg mit einer Stahlbeton-
skelettkonstruktion in vereinfachter Form wiederher-
gestellt. An den Südflügel wurde in den 1950er Jahren 
Neubau im Cologneo Campus Eckiger Rundbau

Mülheimer Süden  Seite  34
ein bis dicht an die Straße reichender Stahlbetonbau mit 
großen Rechteckfenstern in Formen der Bauhausarchi-
tektur angefügt.
Die unter Denkmalschutz stehenden, sichtbaren Belege 
der einst industriellen Nutzung müssen in der weiteren 
Planung berücksichtigt werden. 
Grünplanung
Im Rahmen der Grünplanung wurde der Grünzug Char-
lier nach einem entsprechenden Ratsbeschluss in Höhe 
der ehemaligen Villa Charlier realisiert. Albert Charlier, 
der mit Ferdinand van der Zypen die Waggonfabrik 
führte, war übrigens im 19. Jahrhundert einer der ersten 
Verfechter des bedingungslosen Grundeinkommens. 
Der Grünzug Charlier wurde bereits im Werkstattverfah-
ren 2013/14 als wichtiges Freiraum- und Grünelement 
zur Vernetzung der Quartiere untereinander definiert. 
Er verbindet heute die Stegerwaldsiedlung mit dem 
Rheinboulevard und dem Rhein und wertet die bisheri-
gen Industrieflächen zwischen Deutz-Mülheimer Straße 
und Auenweg für die künftige Nutzung auf. Im Bebau-
ungsplan ist mit Blick auf ein attraktives Wohnumfeld 
eine umfassende Begrünung durch Baumpflanzungen, 
öffentliche Grünflächen, Tiefgaragen- und Dachbegrü-
nung festgesetzt.
Schutz vor Lärmimmissionen
Das Plangebiet wird mit Straßenverkehrs-, Schienenver-
kehrs-, Hafen- und Gewerbelärm belastet. Verantwortlich 
dafür sind vor allem die Verkehrssituation auf der Deutz-
Mülheimer Straße und der Stadtautobahn (B 55 a), der 
Schienenverkehr auf den Gleisanlagen der ICE-Strecke 
Köln-Düsseldorf sowie der Gewerbelärm angrenzender 
Nutzer. Die Richtwerte für Lärmimmissionen in den für 
gewerbliche Nutzung vorgesehenen Bereichen werden 
tagsüber eingehalten, nachts allerdings überschritten.
Die Stadtentwicklung im Mülheimer Süden wird in vielen 
Bereichen von der sozialverträglichen Modernisierung 
von Altbauten und der Wohnumfeldverbesserung ge-
prägt. Dabei müssen insbesondere die Nutzungskon-
flikte zwischen Wohnen und Arbeiten gelöst werden. 
Ziel der Planung ist es, sowohl Planungssicherheit und 
Entwicklungschancen für die Gewerbebetriebe als auch

Mülheimer Süden  Seite  35
zumutbare Lebensbedingungen für die dort Wohnenden 
zu erreichen. Vor diesem Hintergrund wurde ein umfas-
sendes Schallschutzkonzept entwickelt. 
Schallschutzkonzept
Wesentlicher Bestandteil dessen ist die Festsetzung 
konkreter Gebäudekonfigurationen entlang der Be-
bauung an der Deutz-Mülheimer Straße, nördlich der 
Zoobrücke/B 55a und östlich der ICE-Trasse. So wird 
sichergestellt, dass die Wohngebäude ausreichend vom 
Verkehrslärm abgeschirmt werden und die Belastung 
für die Bewohner*innen auf ein zulässiges und damit 
verträgliches Maß reduziert wird. Zum Schutz der Wohn-
nutzung vor den Lärmemissionen, die von den kreativ-
wirtschaftlichen Nutzungen innerhalb des Gewerbege-
bietes ausgehen, ist außerdem an der nördlichen Grenze 
des Gewerbegebietes eine Schallschutzwand zu er-
richten. Im Gewerbegebiet (denkmalgeschützte Kölner 
Gummifädenfabrik - heute: Cologneo Campus) sind nur 
wohnverträgliche Betriebe anzusiedeln, so dass keine 
Immissionen entstehen, die auf das Plangebiet und seine 
Umgebung negativ einwirken könnten. 
Einzelhandel
Das Einzelhandels- und Zentrenkonzept der Stadt Köln 
empfiehlt, in der Stegerwaldsiedlung die Nahversorgung 
zu optimieren. Dem wurde dadurch Rechnung getragen, 
dass die Planung im Euroforum Nord und in den Brü-
ckenbögen unterhalb der ICE-Trasse zwar Lebensmittel-
einzelhandel erlaubt, die Ansiedlung eines Discounters 
aber nicht vorgesehen ist. 
Visualisierung Cologneo Campus 
Moderne Fassade im Cologneo Campus

Mülheimer Süden  Seite  36
Kindertagesstätte
Im Jahr 2019 wurde die sechsgruppige Kindertagesstät-
te in der Villa Charlier an den Betreiber Fröbel Bildung 
und Erziehung übergeben. Damit wurde der erste wichti-
ge Baustein für die Schaffung einer sozialen Infrastruktur 
gelegt. Vor der Übergabe wurde die Villa Charlier saniert 
und um einen Anbau erweitert. 
Aktueller Stand
Seit der Änderung des Bebauungsplanes ist die Ent-
wicklung im Plangebiet eher zögerlich vorangeschritten: 
Teilweise wurden Baugenehmigungen bereits erteilt, 
teilweise wurden Bauvorhaben in Angriff genommen 
oder auch schon beendet. Nach einigen Wechseln bei 
den Eigentümer*innen bleibt jedoch abzuwarten, wie 
Cologneo Campus Bürohaus Nord (geplant)
Geplante Nutzung der Waggonhallen

Mülheimer Süden  Seite  37
die Entwicklung im Plangebiet weitergeht. Im Projekt 
Cologneo Campus läuft in Teilen die Entwicklung auf 
den von einem Berliner Projektentwickler verantwor-
teten Bauflächen. Der Neubau vorne an der Deutz-Mül-
heimer Straße befindet sich in der letzten Innenausbau-
phase, das Gebäude im Innenhof wurde saniert und mit 
einem Aufbau versehen.
Ein Bürohaus im nördlichen Teil befindet sich im Roh-
bau. Die Sanierung der Waggonhallen ist nach Angaben 
des Projektentwicklers in Planung. Die Abstimmung zu 
künftigen Nutzungskonzepten läuft. Die Sanierung des 
eckigen Rundbaus und ein weiterer Gewerbeneubau be-
finden sich in Planung. 
Ein zweiter Bauherr hat die Realisierung begonnener 
Bauvorhaben offenbar unterbrochen. Die Baustelle ruht, 
Krane wurden teilweise bereits demontiert.

Mülheimer Süden  Seite  38
Euroforum West | COLOGNEO II
Stand: April 2018

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Mülheimer Süden  Seite  40
Euroforum West | COLOGNEO II
Das Quartier Euroforum West soll künftig eine neue 
Stadtkante zum Mülheimer Hafen bilden und ein Binde-
glied zwischen Euroforum Nord/Stegerwaldsiedlung und 
Rheinufer darstellen. Diese Stadtkante soll mit neuen 
Hochpunkten zur Zoobrücke und zum Hafen betont 
werden.
Verkehr
Die verkehrliche Erschließung wird über den bestehen-
den Auenweg und die im Bebauungsplan Euroforum 
Nord festgesetzte Planstraße erfolgen. Durch diese Plan-
straße ist zukünftig auch die Anbindung an die Deutz-
Mülheimer Straße gesichert.
Freiraumkonzept
Entsprechend dem städtebaulichen Entwicklungskon-
zept Mülheim Süd inklusive Hafen soll eine öffentliche 
Freiraumverbindung von der Deutz-Mülheimer Straße 
unter der ICE-Trasse durch das Euroforum West an den 
Auenweg führen. Diese Planung ist bereits Bestandteil 
des rechtskräftigen Bebauungsplans Euroforum Nord. 
Die damalige Vorhabenträgerin hatte im Herbst 2015 
einen Antrag auf Einleitung eines Bebauungsplanverfah-
rens gestellt. 
Sicherung des Grundschulstandorts 
Auf dem Gelände Euroforum West befand sich bis 2018 
unter anderem angrenzend an die ICE-Bahntrasse ein 
Heizwerk. Es diente der RheinEnergie AG in Sonderfällen 
zur Erzeugung von Fernwärme. Die Nutzung wurde nach 
Inbetriebnahme einer neuen Fernwärmetrasse aufgege-
ben. Für die Errichtung einer dreizügigen Grundschule 
müssen sowohl das Grundstück des ehemaligen Heiz-
werks als auch private Flächen angekauft werden. Für 
den Bau der Schule werden rund 10.000 Quadratmeter 
Grundstücksfläche benötigt. Um diesen Bestandteil 
der sozialen Infrastruktur für den Mülheimer Süden 
Zum Projekt
Das Plangebiet Euroforum West ist das etwa 4 Hektar 
große Areal östlich des Auenwegs. Es wird begrenzt 
durch den Auenweg, die Bahntrasse und den Grün-
zug Charlier. An das Plangebiet grenzt südöstlich der 
Bahntrasse an das Euroforum Nord an. Im Südwesten 
des Plangebiets verläuft die Zoobrücke. Für das Euro-
forum West wurde im Jahr 2015 ein Bebauungsplan-
verfahren eingeleitet, es besteht jedoch noch kein 
rechtskräftiger Bebauungsplan. Mehrfache Wechsel 
der Eigentümer*innen haben zu weiter bestehendem 
Abstimmungsbedarf geführt.
Ziel der Planung
Das Planungskonzept sieht eine gewerbliche Nutzung 
vor. Hintergrund ist die seit Jahrzehnten bestehende 
gewerbliche Nutzung im benachbarten Hafen, wo 
insbesondere der laufende Werftbetrieb Konflikte 
mit einer Wohnnutzung hervorrufen würde. Der 
Werftbetrieb hat eine Betriebsgenehmigung, die 
Arbeiten an sieben Tagen in der Woche rund um die 
Uhr ermöglicht.
Im Sinne eines vorbeugenden Hochwasserschutzes 
muss außerdem ausreichend Retentionsraum für 
mögliche Hochwasserereignisse geschaffen werden. 
Diese von der künftigen Bebauung am Auenweg frei-
zuhaltende Fläche wird als öffentliche Grünfläche mit 
Spielplatz eine wichtige Erholungsfunktion wahrneh-
men und die mit dem Rheinboulevard begonnene 
Freiraumkonzeption fortführen.

Mülheimer Süden  Seite  41
gewährleisten zu können, wird aktuell diskutiert, den 
Schulstandort unabhängig vom weiteren Fortgang des 
Bauleitplanverfahrens zu sichern.
Im Verfahren zur Sicherung des Grundschulstandortes 
liegt inzwischen die Machbarkeitsstudie vor. Der Ankauf 
der privaten Ergänzungsflächen sowie die Aufstellung 
eines separaten Infrastruktur-Bebauungsplans Schule 
sind die nächsten Schritte im Verfahren.
Perspektive
Eine kurzfristige Umsetzung der geplanten Maßnahmen 
im Teilbereich Euroforum West ist derzeit nicht abseh-
bar. Aktuell ist nach den häufigen Wechseln der Eigentü-
mer*innen ein Neustart des Verfahrens geplant. 
Für die Verwaltung stehen die Abstimmung und Qualifi-
zierung des Städtebaus einschließlich der quartiers- und 
stadtbildprägenden Hochpunkte im Vordergrund.
Zu klären sind außerdem Art und Umfang der geplanten 
gewerblichen Nutzung sowie der Hochwasserschutz. Die 
weitere Abstimmung dieser Themen hängt davon ab, 
wann die Planungsaktivitäten seitens der Eigentümer*in-
nen und zuständigen Projektentwickler*innen wieder 
aufgenommen werden.
Blick vom Grünzug Charlier auf den Teilbereich Euroforum West/Cologneo II

Mülheimer Süden  Seite  42
Otto-Langen-Quartier 
Stand: April 2018

Mülheimer Süden  Seite  43
Otto-Langen-Quartier

Mülheimer Süden  Seite  44
Otto-Langen-Quartier
Zum Projekt
Das rund 5 Hektar umfassende Otto-Langen-Quartier 
ist zentraler Baustein der städtebaulichen Gesamt-
entwicklung im Mülheimer Süden. Aufgrund der 
Lage, des historischen Gebäudebestandes sowie der 
industriegeschichtlichen Bedeutung hat die dortige 
Stadtentwicklung besonderes Gewicht. Hier soll ein 
neues gemischt genutztes Quartier mit Wohnen, 
sozialen, kulturellen und gewerblichen Nutzungen 
entstehen. Ein hoher Stellenwert wird von Politik und 
Verwaltung der gemeinwohlorientierten Nutzung 
des Areals beigemessen. Auch für die Freiraum- und 
Vernetzungsfunktionen im Mülheimer Süden hat das 
Quartier eine Schlüsselfunktion.
Das nahezu völlig überbaute Plangebiet umfasst den 
Bereich der ehemaligen Gießerei sowie das vor-
gelagerte Gebäude der früheren Hauptverwaltung 
der Deutz AG. Außerdem zählen die benachbarten 
- ehemals industriell genutzten - Hallenflächen zum 
Otto-Langen-Quartier. Das Gelände wird im Osten 
durch die Deutz-Mülheimer Straße, im Norden und 
Westen durch den Auenweg und im Süden durch den 
Grünzug Charlier begrenzt. Der Großteil der Flächen 
mit historischen Hallen und Gebäuden befindet sich 
im Eigentum des Landes NRW. Die Stadt Köln hat das 
Vorkaufsrecht genutzt und das ehemalige KHD-Ver-
waltungsgebäude erworben. 
Ziel der Planung
Ziel ist es, den teilweise unter Denkmalschutz 
stehenden und erhaltenswerten Gebäudebestand in 
eine neue Nutzung zu integrieren. Dabei sind die in 
den folgenden Abschnitten näher beschriebenen Res-
triktionen und die Anforderungen des Kooperativen 
Baulandmodells zu beachten.
In den Jahren 2013/14 fand das Werkstattverfahren für 
den Mülheimer Süden (inklusive Hafen) statt. Nach dem 
Einleitungsbeschluss für das Bebauungsplanverfahren im 
September 2016 folgte einen Monat später die frühzei-
tige Öffentlichkeitsbeteiligung. Im Februar 2018 wurde 
der Teilvorgabenbeschluss für ein überarbeitetes städte-
bauliches Konzept gefasst.
Der Stadtentwicklungsausschuss hat die Verwaltung 
beauftragt zu prüfen, ob weitere Bestandsgebäude im 
Plangebiet erhalten werden können. Der fortgeschriebe-
ne Entwurf für das Otto-Langen-Quartier berücksichtigt 
die städtebaulich sinnvolle Einbindung der denkmal-
geschützten oder erhaltenswerten Gebäude, die über-
geordneten Grünverbindungen sowie eine neue soziale 
Infrastruktur. 
Im Otto-Langen-Quartier könnten bis zu 400 Woh-
nungen entstehen. Zum einen soll neuer Wohnraum 
geschaffen werden, zum anderen geht es darum, durch 
die Nutzung der als erhaltenswert eingestuften Indus-
triegebäude gewerbliche Nutzungen auf dem Areal zu 
ermöglichen. 
Neben der Gemeinwohlorientierung sind im Otto-Lan-
gen-Quartier eine Reihe von Planungszielen und Vor-
gaben zu berücksichtigen. Dazu zählen Auflagen des 
Denkmalschutzes und der Erhalt geeigneter Bausubs-
tanz, Erschließungsfragen sowie die Freiraumgestaltung 
mit öffentlichen Grünflächen und Spielplätzen. Nicht zu-
letzt geht es darum, öffentlich geförderten Wohnraum 
zu schaffen. Es ist Wunsch von Politik und Verwaltung, 
Entwickler*innen zu finden, die ein tragfähiges Konzept 
mit allen gewünschten Nutzungsformen realisieren.
Möhring-Halle
Der Berliner Architekt Bruno Möhring war um 1900 an 
der Neugestaltung der Architektur- und Stadtbauformen 
beteiligt. Die Bonner Rheinbrücke und der Schwebe-
bahnhof Döppersberg in Wuppertal zeigen seine Hand-
schrift.

Mülheimer Süden  Seite  45
Die Möhring-Halle, eines der wichtigsten und prägends-
ten denkmalgeschützten Gebäude im Mülheimer Süden, 
gehört zu einem Ensemble von Orten im Planungsbe-
reich, die einen hohen industriegeschichtlichen Stellen-
wert besitzen. Die hochaufragende Halle mit Satteldach 
wurde in Stahlfachwerkbauweise mit Ziegelsteinaus-
fachung errichtet. Die Architekturformen der Halle doku-
mentieren den Beginn zweier Entwicklungstendenzen 
der Industriearchitektur: Zum einen die Verbreitung der 
Stahlfachwerkarchitektur, zum anderen deren Nutzung 
für Repräsentationszwecke im 19./20. Jahrhundert. Die 
Idee der Erbauer führte die Stahlfachwerkarchitektur in 
eine neue Dimension. 
Die Möhring-Halle - einst Ausstellungsbau für einen 
Messepavillon in Düsseldorf - galt als verschollen. Ein Teil 
der großen Stahlfachwerkhalle wurde später als Universi-
tätsgebäude in Mexico City wiedergefunden. Ein anderer 
Teil der Halle wurde auf dem Gelände der Gasmotoren-
fabrik Deutz entdeckt. Die Halle wurde nach Ende der 
Ausstellung in Düsseldorf offenbar demontiert und in 
Köln teilweise wiederaufgebaut. Nähere Ausführungen 
zum Denkmalbestand im Mülheimer Süden finden Sie 
auf den Seiten 14/15.
Wohnen und Gewerbe
Die Idee, entlang der Deutz-Mülheimer Straße in den 
denkmalgeschützten Gebäuden weiterhin gewerbliche 
Nutzung vorzusehen und eine Wohnbebauung zum 
Grünzug Charlier zu entwickeln, entspricht dem Grund-
gedanken für das Otto-Langen-Quartier, der im Werk-
stattverfahren für den Mülheimer Süden entwickelt 
wurde. Im Inneren des Quartiers ist ein Mix aus Wohn-
raum, sozialen und kulturellen Einrichtungen sowie 
öffentlichen Grünflächen vorgesehen. 
Möhring-Halle

Mülheimer Süden  Seite  46
Der Blick auf die einzelnen Planbereiche im Mülheimer 
Süden zeigt, dass die Entwicklung und Realisierung der 
planerischen Ideen in den einzelnen Bereichen nicht iso-
liert betrachtet werden kann. Die komplizierte Struktur 
der Liegenschaften sorgt dafür, dass Entwicklungen in 
einem Teil des Mülheimer Südens letztlich nur stringent 
verfolgt werden können, wenn gleichzeitig entsprechen-
de Anforderungen für benachbarte Bereiche umgesetzt 
werden können.
Frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung 2021
Nachdem der Rat im März 2020 die „Satzung über das 
besondere Vorkaufsrecht für das Gebiet Otto-Langen-
Quartier in Köln-Mülheim“ beschlossen hatte, erwarb 
die Stadt die denkmalgeschützte ehemalige KHD-Haupt-
verwaltung. Der historische Gebäudekomplex auf dem 
Gesamtareal sollte idealerweise aus einer Hand entwi-
ckelt werden. 
Bereits im Februar 2021 hatte der Rat ein klares Votum 
zur Gemeinwohlorientierung der Planungen abgegeben. 
Da sich die Rahmenbedingungen für die Entwicklung 
des Quartiers seit der ersten frühzeitigen Beteiligung 
der Öffentlichkeit im Jahre 2016 geändert hatten, wurde 
im Herbst 2021 im Rahmen des Bebauungsplanverfah-
rens eine erneute frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung 
durchgeführt. Die Erkenntnisse aus dieser Beteiligung 
fließen auch in die Planungsvorgaben für das Vergabe-
verfahren von NRW.Urban ein.
Flächen im Eigentum des Landes NRW 
Die landeseigene Entwicklungsgesellschaft NRW.Urban 
GmbH & Co. KG hat mitgeteilt, dass große Teile des 
Otto-Langen-Quartiers verkauft werden sollen. Gemäß 
Landeshaushaltsordnung ist ein Kauf durch die Kommu-
ne nur möglich, wenn die Grundstücke zu 100 Pro-
zent für kommunale Zwecke oder sozialen Wohnraum 
genutzt werden. Somit war ein direkter Erwerb durch 
die Stadt Köln bisher aus haushaltsrechtlichen Gründen 
nicht möglich. 
Das ausstehende Verkaufsverfahren bezieht sich auf 
die zentrale Fläche innerhalb des Geltungsbereichs des 
Bebauungsplans. Für diesen Bereich soll im Anschluss an 
die Beteiligung der Bürger*innen ein Qualifizierungsver-

Mülheimer Süden  Seite  47
fahren in Form eines konkurrierenden städtebaulichen 
Wettbewerbs durchgeführt werden. Dabei sollen die 
Anregungen und Bedenken aus der Beteiligung der Öf-
fentlichkeit Berücksichtigung finden. In diesem Zusam-
menhang sollen auch Perspektiven für die angrenzenden 
städtischen Grundstücksflächen des ehemaligen KHD-
Verwaltungsgebäudes entwickelt werden.
Ende 2022: Beginn des Vergabeverfahrens
Im aufwändigen Vergabeverfahren entwickelt und 
konkretisiert die Stadt mit den Planungsvorgaben die 
Grundlage für das Vergabeverfahren. Im Laufe des Jahres 
2022 sind die Beschlüsse der Politik über die Entwick-
lungsziele und Planungsvorgaben zu erwarten. Mit dem 
Beginn des eigentlichen Vergabeverfahrens ist vorbehalt-
lich der Zustimmung in Kommunal- und Landespolitik 
bis Ende 2022 zu rechnen. Im Anschluss wird das Bebau-
ungsplanverfahren auf Grundlage des Wettbewerbs-
ergebnisses aus dem Vergabeverfahren fortgeführt.
Fokus auf Gemeinwohlorientierung
Im Vergabeverfahren und dem anschließenden Be-
bauungsplanverfahren wird der Fokus auf der ge-
meinwohlorientierten Entwicklung liegen. Schon 
jetzt werden für das Vergabeverfahren Grundlagen 
geschaffen. Dabei werden sowohl Art und Umfang der 
gemeinwohlorientierten Entwicklung, die Anforde-
rungen an Betreibende sowie die Umsetzung und die 
mögliche Finanzierung der gemeinwohlorientierten 
Nutzungsziele geprüft. Die stadtentwicklungspoliti-
schen Vorgaben zur Förderung kultureller und gemein-
wohlorientierter Nutzungen, die Funktion der Stadt 
sowie die Berücksichtigung der Beteiligten vor Ort 
sind ebenfalls festzulegen. Zu den Agierenden zählen 
u.a. die Mitglieder*innen der Initiative raum13, die im 
Rahmen ihrer künstlerischen Arbeit am Standort auch 
Visionen und Entwicklungsziele für das Quartier entwi-
ckelt haben. Viele Ideen wurden auch von der Initiative 
Otto-Langen-Quartier auf den Tisch gebracht.
Übersichtsplan Otto-Langen-Quartier

Mülheimer Süden  Seite  48
Hochwasser
In enger Abstimmung mit der Bezirksregierung Köln 
werden derzeit Planungsvorgaben zum Hochwasser-
schutz erarbeitet, die auch für das laufende Vergabever-
fahren von grundlegender Bedeutung sind. Tatsache ist, 
dass umfassende Prüfungen erforderlich sind, um die 
grundsätzliche Eignung des Areals für eine Wohnbebau-
ung mit Blick auf Hochwasserereignisse zu bewerten.  
Perspektive
Die Stadt Köln kann die landeseigenen Flächen im Otto-
Langen-Quartier wegen haushaltsrechtlicher Vorgaben 
des Landes zunächst nicht direkt erwerben. Das Verga-
beverfahren wird samt des integrierten Qualifizierungs-
verfahrens von der Landesgesellschaft NRW.Urban unter 
Beteiligung der Stadt Köln durchgeführt. Es bildet die 
Grundlage für die weitere Bauleitplanung. 
Nach Durchführung des mehrstufigen Vergabeverfah-
rens möchte die Stadt Projektentwickler*innen finden, 
die an die Realisierung der Konzepte und in ein Bebau-
ungsplanverfahren gehen.

Mülheimer Süden  Seite  49
Zum Projekt
Für das Teilgebiet Nördlich Grünzug Charlier sind die 
Abstimmung eines städtebaulichen Konzeptes und die 
Einleitung eines eigenen Bebauungsplanverfahrens 
notwendig. Die ehemalige Teilfläche des Otto-Lan-
gen-Quartiers befindet sich heute im Eigentum eines 
Projektentwicklers. 
Der Nachweis einer Planung, die den Anforderungen 
des Kooperativen Baulandmodells der Stadt Köln ge-
nügt, steht zum aktuellen Zeitpunkt aus. Aufgrund der 
Lage werden mit Blick auf die Entwicklung des Otto-
Langen-Quartiers besondere Anforderungen an Städte-
bau und Architektur gestellt. Die Erschließung von der 
Deutz-Mülheimer Straße ist auch von Bedeutung für 
das Otto-Langen-Quartier. Möglich sind sowohl der 
Bau mit Wohnungen und einer weiteren Kindertages-
stätte als auch eine gemischte Nutzung.
Nördlich Grünzug Charlier 
Fläche Grünzug Nördlich Charlier

Mülheimer Süden  Seite  50
Deutz-Areal
Stand: April 2018

Mülheimer Süden  Seite  51
Deutz-Areal

Mülheimer Süden  Seite  52
Deutz-Areal
Zum Projekt
Das Plangebiet (rund 20 Hektar) umfasst im We-
sentlichen die insgesamt rund 16 Hektar großen 
Grundstücke der ehemaligen Produktionsstätten 
der DEUTZ AG. Eigentümer der Flächen sind neben 
einem Projektentwickler unter anderem ein Unter-
nehmen aus der Schmuckbranche, ein Hotel sowie 
Gewerbetreibende. 
Das Plangebiet ist Teil des im Rahmen des Werkstatt-
verfahrens 2013/14 entwickelten städtebaulichen 
Planungskonzeptes, das eine nutzungsstrukturelle, 
städtebauliche und freiraumplanerische Perspektive 
für die größte innerstädtische Konversionsfläche 
Kölns aufzeigt. Die vorliegende Planung für das 
Deutz-Areal konkretisiert die Ergebnisse aus dem 
Werkstattverfahren. Der Bebauungsplan Euroforum 
Nord und dessen erste Änderung sind bereits rechts-
kräftig. Die Entwicklung soll östlich der Deutz-Mülhei-
mer Straße auf dem Deutz-Areal fortgesetzt werden.
Ziel der Planung
Auf dem Areal soll ein urbanes, gemischt genutztes 
Quartier mit Wohnnutzung (geplant sind rund 2.500 
Wohnungen), Gewerbe, Büros, eine Grundschule, 
eine Gesamtschule, 17 Kita-Gruppen sowie ein öf-
fentlicher Grünzug entwickelt werden. Mehrere unter 
Denkmalschutz stehende Industriehallen sollen lang-
fristig erhalten werden. Neue Wege- und Straßenver-
bindungen und Plätze sollen die Flächen unterglie-
dern, mit den angrenzenden Quartieren vernetzen 
und Räume für Begegnungen schaffen.
Das Plangebiet gliedert sich in mehrere Teilbereiche: 
Den größten Teilbereich bildet das ehemalige Betriebs-
grundstück der DEUTZ AG. Das Unternehmen ging aus 
der Klöckner Humboldt Deutz AG (KHD) hervor, die mit 
ihrem Stammwerk samt Hauptverwaltung an beiden 
Seiten der Deutz-Mülheimer Straße angesiedelt war. 
Seit den 1980er Jahren zog sich die Firma sukzessive 
von dem Standort im Mülheimer Süden zurück. 1995 
beschränkte sich die KHD auf ihr Kerngeschäft und 
begann, die Kölner Unternehmensaktivitäten auf das 
neue Motorenwerk in Porz zu konzentrieren. Die Flächen 
westlich der Deutz-Mülheimer Straße wurden in Gänze 
freigeräumt. Die Flächen östlich der Deutz-Mülheimer 
Straße wurden in Teilen weiter genutzt, bis sie im Jahre 
2017 durch den Umzug nach Porz endgültig ebenfalls 
freigezogen wurden. 
Das Betriebsgrundstück der DEUTZ AG war zu diesem 
Zeitpunkt vor allem mit großflächigen Produktions-
gebäuden und Hallen bebaut und von weitläufigen 
Lagerflächen und kleinteiligem Gebäudebesatz geprägt. 
Besonders markant sind die Backsteinhallen und -gebäu-
de entlang der Deutz-Mülheimer Straße, die größtenteils 
unter Denkmalschutz stehen und erhalten bleiben. 
Denkmalschutz
Ein Großteil des Gebäudebestandes der DEUTZ AG ist in 
der Zeit von September 2018 bis Februar 2019 abgebro-
chen worden. Lediglich die denkmalgeschützten Hallen 
und Gebäude an der Deutz-Mülheimer Straße sind erhal-
ten geblieben. Im Süden fallen die denkmalgeschützten 
Hallen und Gebäude, die einst für den Klein- und Groß-
motorenbau genutzt wurden, besonders auf.

Mülheimer Süden  Seite  53
KHD-Kleinmotorenhalle 
Die 1898 und 1911 errichteten Holz- und Stahltragwerke 
geben mit ihrer Bautechnik Hinweise auf den schrittwei-
se gewachsenen Industriestandort. 
KHD-Großmotorenhalle 
Die 1899 erbaute Doppelhalle stellte für die größeren 
Maschinen höhere und weiter gespannte Produktions-
räume zur Verfügung.
Schulen
Da es sich um ein ehemals rein industriell genutztes Ge-
biet handelt, ist keine soziale Infrastruktur vorhanden.
Für das Deutz-Areal wurde eine Machbarkeitsstudie zum 
Bau einer fünfzügigen Grundschule und einer vierzügi-
gen Gesamtschule erarbeitet. Die notwendigen Flächen 
werden im Bebauungsplan als Gemeinbedarfsfläche 
ausgewiesen und gesichert. Ziel der Verwaltung ist es, 
kurzfristig das städtische Ausschreibungsverfahren für 
den Bau der Schulen zu beginnen. 
Begrünung/Freiraum
Das Plangebiet war nach Aufgabe des Standortes durch 
die DEUTZ AG nahezu vollständig versiegelt. Daran 
haben die umfangreichen Abbruchmaßnahmen nichts 
geändert. Derzeit wird der nach langen Jahren indust-
rieller Nutzung kontaminierte Boden saniert. Im Umfeld 
befindet sich im Westen der neue Rheinboulevard „Köln 
Mülheim“ mit großzügigen Grünflächen. Dieser stellt 
eine Wege- und Freiraumverbindung entlang des Rheins 
bzw. des Mülheimer Hafens her. 
Die wichtigsten Freiraumstrukturen im Plangebiet 
sind der große Grünzug Mülheim Süd und der kleinere 
Grünkorridor. Der Grünzug Mülheim Süd befindet sich 
im Norden des Plangebietes und verläuft parallel zu 
Denkmalgeschützte KHD-Großmotorenhalle im Deutz-Areal

Mülheimer Süden  Seite  54
den Bestandsstraßen des Mülheimer Südens und den 
geplanten Straßen des Deutz-Areals. Mit einer Größe 
von rund 18.300 Quadratmetern ist er für ansprechend 
gestaltete Spielplatzflächen geeignet, übernimmt aber 
auch Versickerungsfunktionen im Starkregenfall. Die Ge-
staltung des Grünzugs soll sowohl Baumreihen als auch 
freie Wiesen beinhalten und wohnungsnahe Erholungs-
flächen bieten.
Die zweite bedeutsame Grünstruktur ist der Grün-
korridor, der zentral im Gebiet liegt. Mit einer Größe 
von rund 4.000 Quadratmetern inklusive der beiden 
geplanten Wege ist er deutlich kleiner als der Grünzug. 
Die Attraktivität des Grünkorridors liegt in seiner von 
motorisiertem Verkehr weitgehend frei gehaltenen 
Nutzung. Dadurch kann ein nachbarschaftlich genutzter 
Bereich zwischen den Baufeldern entstehen, der durch 
eine Fuß- und Radwegeverbindung an das benachbarte 
Lindgens-Areal anschließt.
Erschließung
Das Plangebiet ist über die Deutz-Mülheimer Straße, die 
Danzierstraße, die Grünstraße und den Auenweg an das 
Straßennetz angebunden. Über den Bergischen/Pfälzi-
schen Ring besteht Anschluss an das überregionale Netz. 
Die Erschließung des Geländes der ehemaligen Produk-
tionsstätten der DEUTZ AG erfolgt ebenfalls über die 
Deutz-Mülheimer Straße, die Danzierstraße, die Grün-
straße sowie die Zufahrt über die Windmühlenstraße.
Städtebauliches Konzept
Zur Umsetzung der städtebaulichen Zielvorstellungen 
ist ein städtebaulicher Masterplan (NOKERA Planning 
GmbH) erarbeitet worden. Zentrale Entwurfsidee ist die 
Errichtung eines attraktiven urbanen Quartiers, das sich 
um drei zentrale Plätze entlang des verlängerten Auen-
weges gruppiert. Zur städtebaulichen Betonung dieser 
Konzeption werden zwei Plätze von je einem Hochpunkt 
Denkmalgeschützte Motorenhalle im Deutz-Areal

Mülheimer Süden  Seite  55
flankiert. Der benachbarte Grünzug im Norden soll als 
wichtige Grünverbindung im Stadtteil und Verbindung 
zwischen Rheinboulevard und dem Stadtgarten Mül-
heim ausgebildet werden. 
Außerdem sieht das städtebauliche Konzept vor, das 
Viertel südöstlich der Deutz-Mülheimer Straße und süd-
westlich des verlängerten Auenweges unter Berücksich-
tigung der vorhandenen Gebäude und Hallenstrukturen 
zu entwickeln. Durch den Erhalt der Denkmäler und die 
Ergänzung mit weiteren Gebäuden (z.B. Schulen) soll der 
Charakter erhalten und in die neue Quartiersbebauung 
integriert werden. 
Im Einzelnen gliedert sich das neue Quartier durch den 
neuen Grünzug sowie die Verlängerung des Auenweges 
in vier unterschiedliche Teilbereiche: Im Norden soll die 
Bebauung an der Horststraße ergänzt werden. Zusam-
men mit der Bestandsbebauung ergeben die baulichen 
Ergänzungen Blockrandstrukturen, die ausschließlich 
zum Wohnen genutzt werden sollen. 
Südlich des Grünzugs soll sich ausgehend von der 
Deutz-Mülheimer Straße/Auenweg bis zum verlängerten 
Auenweg das zweite Teilgebiet entwickeln. Zwischen 
der Bahntrasse und dem verlängerten Auenweg sind 
langgezogene Riegelbebauungen vorgesehen. Der 
Riegel entlang der Bahntrasse fungiert als Puffer zum 
Schienenweg. Parallel dazu soll eine Riegelbebauung in 
zweiter Reihe zur Bahntrasse stehen, die sich aus zwei 
Baublöcken zusammensetzt. Hier ist Raum für Einzel-
handelsnutzung oder gewerbliche Wohnnutzung. Im 
südwestlichen Plangebiet sollen auf der zentralen Fläche 
zwischen dem südlichen Stadtplatz und der Deutz-Mül-
heimer Straße eine Gesamtschule und eine Grundschule 
untergebracht werden. 
Die unter Denkmalschutz stehenden Hallen entlang 
der Deutz-Mülheimer Straße sollen erhalten und um-
genutzt werden. In der südlichen trapezförmigen Halle 
und deren Anbau soll die zweite Kindertagesstätte des 
Quartiers untergebracht werden.
Masterplan Deutz-Areal - Planungsstand 2022

Mülheimer Süden  Seite  56
Der industrielle Charakter der Deutz-Mülheimer Stra-
ße soll durch eine durchgehende Gebäudeflucht und 
gleiche Gebäudehöhen im Anschluss an die denkmal-
geschützten Gebäude unterstrichen werden. Die 
Geschossigkeit der neuen Bauten orientiert sich an den 
Bestandsgebäuden. Dabei werden die neuen Gebäude 
zwischen ein und sieben Geschossen variieren. 
Ausnahmen werden die städtebaulichen Hochpunkte 
am nordöstlichen Eingang zum Quartier in direkter 
Nachbarschaft zum Grünzug sowie am südlichen Quar-
tiersplatz bilden.

Mülheimer Süden  Seite  57
Windmühlen-Quartier | COLOGNEO III
Zum Projekt
Der unter dem Namen Windmühlen-Quartier (Pro-
jektname: Cologneo III) bekannte Bereich beschreibt 
eine rund ein Hektar große, ehemalige Teilfläche 
aus dem Bebauungsplan für das Deutz-Areal. Die 
Entwicklung des Geländes wurde in den letzten 
Jahren durch häufige Wechsel der Eigentümer*innen 
erschwert.
Ziel der Planung
Das aktuelle Planungskonzept sieht ein gemischt 
genutztes Quartier mit Wohnen und Gewerbe vor. 
Für die weitere Planung ist die Abstimmung und 
Qualifizierung des städtebaulichen Konzepts unter 
Berücksichtigung des Kooperativen Baulandmodells 
der Stadt Köln notwendig. Die Umsetzung städte-
baulicher Planung steht in direkter Abhängigkeit von 
städtebaulichen und freiräumlichen Entwicklungs-
zielen im Deutz-Areal und dem gegenüberliegenden 
Lindgens-Areal. Grundsätzlich ist davon auszugehen, 
dass es eine Ergänzung und städtebauliche Arrondie-
rung der südlichen Bestandsgebäude geben wird.
Perspektive
Aller Voraussicht nach wird für das Windmühlen-
Quartier der Neustart eines Bebauungsplanverfah-
rens notwendig.
Das Windmühlen-Quartier aus der Vogelperspektive.
Stand: April 2018.

Mülheimer Süden  Seite  58
Lindgens-Areal
Stand: April 2018

Mülheimer Süden  Seite  59
Lindgens-Areal

Mülheimer Süden  Seite  60
Lindgens-Areal
Zum Projekt
Das Lindgens-Areal ist ein rund 5 Hektar großes 
Plangebiet im Bereich der Hafenstraße. Es besteht 
aus den Grundstücken der ehemals dort ansässigen 
Firma Lindgens & Söhne GmbH. Es wird begrenzt 
durch die Deutz-Mülheimer Straße im Osten und den 
Rheinboulevard im Westen. Es liegt nördlich des Ein-
mündungsbereichs Auenweg in die Deutz-Mülheimer 
Straße. 
Derzeit wird die Offenlage des Bebauungsplans für 
das Lindgens-Areal vorbereitet. Geplant ist der Bau 
von rund 360 zum Teil öffentlich geförderten Woh-
nungen. Außerdem soll es Raum für Gewerbe, Gast-
ronomie, Einzelhandel, Kindertagesstätte, Kulturein-
richtungen und soziale Einrichtungen geben.
Ziel der Planung
Die geplante Mischnutzung wird einen behutsamen 
Übergang zwischen der angrenzenden Wohn- und 
der Gewerbenutzung gewährleisten. Die Schaffung 
von Wohnraum soll dazu beitragen, die Entwicklung 
eines urbanen Quartiers zu forcieren. Das durch 
historische Industriegebäude geprägte Gebiet soll für 
gewerbliche Nutzungen weiterhin attraktiv bleiben 
und dazu beitragen, den Standort auch durch die 
Schaffung neuer Arbeitsplätze weiterzuentwickeln. 
Weiteres Ziel der Planung ist die Nutzung von Teilflächen 
für die Entstehung eines neuen Quartiersplatzes. In Ver-
bindung mit der Entwicklung des Otto-Langen-Quartiers 
soll es auf zwei Teilflächen rund um den Kreuzungspunkt 
Auenweg/Deutz-Mülheimer Straße eine ansprechende 
Freiraumgestaltung sowie Gastronomie oder ähnliche 
Nutzungen geben. 
Der Platz soll dem architektonischen Hochpunkt an der 
Ecke Auenweg/Hafenstraße vorgelagert werden und den 
Auftakt in das neue Quartier bilden. Als städtebaulicher 
Hochpunkt ist neben dem genannten Gebäude noch ein 
siebengeschossiges Gebäude an der nördlichen Hafen-
straße definiert. 
Erschließungskonzept/Ruhender Verkehr
Die verkehrliche Erschließung erfolgt über die Deutz-
Mülheimer Straße, den Auenweg und die Hafenstraße. 
Zusätzlich entstehen fußläufige Verbindungen in unter-
schiedliche Richtungen.
Der durch die neue Bebauung ausgelöste Bedarf an 
öffentlichen Parkplätzen soll in der Hafenstraße nach-
gewiesen werden. Die notwendigen privaten Stellplätze 
sollen in bestehenden Hallen sowie in neuen Parkhäu-
sern und Tiefgaragen untergebracht werden, die über-
wiegend über die Hafenstraße erschlossen werden. Das 
Erschließungskonzept zielt darauf ab, das Quartiersinne-
re möglichst autofrei zu halten. Um eine fußläufige Er-
schließung westlich der Hafenstraße im Hochwasserfall 
zu gewährleisten, sollen diese durch Verbindungsstege 
mit den Gebäuden östlich der Hafenstraße verbunden 
werden.

Mülheimer Süden  Seite  61
Bebauungskonzept
An der Deutz-Mülheimer Straße sieht das städtebauliche 
Planungskonzept die Ergänzung der Bestandsgebäude 
vor. Die Bauten werden gegenüber der Straße leicht 
zurückgesetzt, um den vorhandenen Baumbestand zu 
erhalten. Die neue Bebauung zwischen Deutz-Mülheimer 
Straße und Hafenstraße wird aus großen, freistehenden 
Gebäuden bestehen. Die Anzahl der Geschosse orien-
tiert sich an den Bestandsgebäuden. Die neuen Gebäude 
werden nach aktueller Planung zwischen zwei und fünf 
Geschossen variieren. Diese werden die vorhandenen 
(denkmalgeschützten) Industriehallen ergänzen. Die 
bereits umgenutzten Hallen im Süden der Hafenstraße 
bleiben erhalten. 
Freiraumkonzept
Bestandteil des Freiraumkonzeptes ist die Grünvernet-
zung in Richtung Osten mit dem Grünzug Mülheim Süd 
im Deutz-Areal. Im Rahmen der übergeordneten Grün-
vernetzung hat die am nördlichen Rand des Plangebietes 
geplante Verbindung zwischen Danzierstraße und Rhein-
boulevard eine wesentliche Bedeutung. Darüber hinaus 
sollen weitere Fußwege die Deutz-Mülheimer Straße, 
die Hafenstraße und den Rheinboulevard in Ost-West-
Richtung verbinden. Öffentlich zugängliche Freiräume 
und Wegeverbindungen erschließen das Quartier auch 
in Nord-Süd-Richtung. Über den neuen Quartiersplatz 
und den Auenweg hinweg ist die Vernetzung mit dem 
Otto-Langen-Quartier oder dem benachbarten Deutz-
Areal geplant.
Differenziert gestaltete Platzflächen und Freiräume 
innerhalb des Lindgens-Areals werden unterschiedliche 
Nutzungen ermöglichen. Sie tragen dazu bei, das Areal 
zu einem lebendigen Stadtquartier weiterzuentwickeln.
Nutzungskonzept
Aufgrund des benachbarten Hafenareals mit seinen 
gewerblichen Nutzungen (z.B. dem Werftbetrieb), 
der beabsichtigten Mischnutzung und der Lage an der 
Schnittstelle von Wohn- und Gewerbenutzung soll das 
Gebiet östlich der Hafenstraße als Mischgebiet entwi-
ckelt werden. Der Bereich westlich der Hafenstraße wird 
überwiegend als Gewerbegebiet genutzt. Nutzungen 
wie Künstlerateliers, Lofts und der Einzelhandelsbetrieb 
Santos sollen am Standort erhalten bleiben. 
Große Gebäude kennzeichnen die geplante Bebauung im Lindgens-Areal

Mülheimer Süden  Seite  62
Die Anzahl der Geschosse orientiert sich an der Bestandsbebauung
Weiterer Blick auf die geplante Bebauung im Lindgens-Areal

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Der bauliche Bestand aus denkmalgeschützten Ge-
bäuden und Hallen soll weiterhin gewerblich genutzt 
werden. Ein Teil der bestehenden Hallen könnte zum Par-
ken genutzt werden. Für die Neubauten ist vorwiegend 
eine Wohnnutzung geplant. Der Bau im Nordwesten der 
Hafenstraße soll dem Wohnen in erster Reihe zum Rhein 
dienen. 
Sowohl die bestehenden als auch die geplanten Ge-
bäude liegen im Überschwemmungsgebiet, so dass 
entsprechende Schutzmaßnahmen notwendig sind. Alle 
denkmalgeschützten und als erhaltenswert eingestuften 
Gebäude sollen erhalten und neu genutzt werden.
Hochwasserschutz
Die Entwicklung des Mülheimer Südens bedeutet 
eine Herausforderung im Umgang mit den Anfor-
derungen des Hochwasserschutzes: Derzeit besteht 
im Bereich des Mülheimer Südens kein öffentlicher 
Hochwasserschutz. Nach Abstimmung mit der Be-
zirksregierung Köln und den Stadtentwässerungs-
betrieben (StEB) ist der Hochwasserschutz für die 
Plangebiete westlich der Deutz-Mülheimer Straße in 
den entsprechenden Planverfahren zu lösen. 
Hochwasserschutz hat nach aktuellem Sachstand für 
eine Entwicklung der Teilbereiche Euroforum West, 
Lindgens-Areal und Otto-Langen-Quartier erhebliche 
Bedeutung. Die Stadt Köln hat für das Stadtgebiet 
das Schutzziel HQ 200 definiert. Damit wird - ver-
einfacht beschrieben - ein Hochwasserabfluss be-
zeichnet, der im statistischen Mittel einmal in 200 
Jahren erreicht oder überschritten wird. Dabei ist zu 
beachten, dass die Hochwasserszenarien auf statisti-
schen Mittelwerten beruhen, so dass beispielsweise 
ein 200-jährliches Hochwasser auch mehrmals in 200 
Jahren auftreten kann.
Laufende Bauleitplanverfahren müssen sich mit dem 
Thema auseinandersetzen, um zukünftige Nutzun-
gen und die Bewohner wirksam zu schützen. Dazu ist 
ein abgestimmtes Gesamtkonzept unter Berücksich-
tigung übergeordneter Planungen notwendig. Neben 
Hochwasserschutzanlagen wie Dämmen und Mauern 
ist auch ein individueller Schutz der einzelnen Gebäu-
de und Nutzungen zu beachten. 
Blick von der Deutz-Mülheimer Straße auf das Lindgens-Areal
Blick auf den Hafen und das Lindgens-Areal

Mülheimer Süden  Seite  64
Herzlichen Dank ...
...für Ihr Interesse an der Entwicklung des Mülheimer 
Südens. Die Entwicklung vom historischen Industrie-
standort zum urbanen Stadtquartier ist eines der 
bedeutsamsten Großprojekte in Köln.
Die Komplexität der einzelnen Projekte macht es 
schlicht unmöglich, alle Details und Aspekte der aktu-
ellen Planung aufzugreifen. 
Unser Wunsch war es, Ihnen mit der Produktion 
dieser Projektdokumentation einen Überblick über die 
laufenden Prozesse im Mülheimer Süden zu geben. 
Hier soll auch aufgezeigt werden, welche Herausfor-
derungen mit der Entwicklung des geplanten urbanen 
Stadtquartiers verbunden sind. Die Stadtentwicklung 
ist gerade in den Metropolen für Politik und Verwal-
tung ein herausfordernder Prozess. 
Wir werden Sie in den nächsten Monaten und Jahren 
immer wieder transparent über den laufenden Prozess 
informieren. Dies geschieht heute bereits durch regel-
mäßige Presseinformationen und Veranstaltungen für 
die Öffentlichkeit. 
Nähere Informationen finden Sie auch auf der Projekt-
seite und im Ratsinformationssystem der Stadt Köln.

Die Oberbürgermeisterin
Stadtplanungsamt
Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Redaktionelle Bearbeitung
Dirk Dratsdrummer Kommunikation
Bildnachweis
Visualisierungen zur Verfügung gestellt von: 
ARGUS Stadt und Verkehr Partnerschaft mbB
CG Elementum AG
GATEWAY REAL ESTATE AG
kadawittfeldarchitektur
LAND Germany GmbH
Nokera Planning GmbH
trint + kreuder d.n.a. architekten PartGmbB 
Fotos
Andreas Dobslaff 
Dirk Dratsdrummer
Matthias Oertel 
Thomas Zimmer
Luftbilder: Stadt Köln
Gestaltung
Dirk Dratsdrummer Kommunikation, Moers 
 
Barrierefreiheit 
ADDON Technical Solutions, Erkrath
Druck
Setpoint Medien GmbH, Kamp-Lintfort
13-CS/61/800/05.2022

Mitteilung Ausschuss

3740 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
VI/613 
 
Vorlagen-Nummer 10.01.2023 
 4189/2022 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Bezirksvertretung 9 (Mülheim) 30.01.2023 
Stadtentwicklungsausschuss 02.02.2023 
 
Öffentlichkeitsveranstaltung Mülheimer Süden am 21.05.2022 
Seit dem Werkstattverfahren „M ülheimer Süden inkl. Hafen“ 2013/14 ist die Entwicklung des 
ehemaligen Industriestandortes angestoßen und die Planungen sind seither vorangeschritten. 
Aus diesem Anlass hat die Stadt Köln die interessierte Stadtgesellschaft am 21.05.2022 in 
einer Öffentlichkeitsveranstaltung im Mülheimer Süden über den aktuellen Planungsstand 
informiert. 
Da bisher noch keine abschließende Mitteilung zu dieser Veranstaltung an die politischen 
Gremien erfolgte, wird diese nun nachgeholt. Die im Zusammenhang mit der Veranstaltung 
erstellte Projektdokumentation zum Mülheimer Süden, die als Anlage beigefügt ist, steht 
nun interessierten Bürger*innen auch digital im Ratsinformationssystem zur Verfügung. 
Arealspaziergang 
Zum Auftakt der Öffentlichkeitsveranstaltung am 21. Mai 2022 hatten die Bürger*innen die 
Gelegenheit, sich auf einer festgelegten Route im Projektgebiet eigenständig zu bewegen und 
sich an fünf, in kleinen Zelten untergebrachten Stationen, zu den Themen 
Gesamtentwicklung/kooperatives. Baulandmodell, Denkmalschutz, Grün- und Freiflächen, 
Verkehr/Mobilität/Stadtbahn sowie Hochwasserschutz/Starkregen zu informieren.  
Als Grundlage dienten an den Ständen aufgebaute Informationsplanen. Diese wurden von 
den Vertreter*innen der entsprechenden Fachämter erläutert, Fragen der Bürgerinnen und 
Bürger beantwortet und Anregungen diskutiert.  
Öffentliche Informations- und Diskussionsveranstaltung 
Im Veranstaltungszelt im Rheinboulevard am Mülheimer Hafen fand anschließend am 
Nachmittag der zweite Teil der Öffentlichkeitsveranstaltung statt. Zu Beginn begrüßte die 
Oberbürgermeisterin Henriette Reker in einer Videobotschaft die Teilnehmenden der 
Veranstaltung. 
Anschließend wurden die Bürger*innen über den aktuellen Planungsstand, die städtischen 
Ziele im Mülheimer Süden und die wesentlichen Themen, die zur langwierigen 
Projektentwicklung führen, informiert. Die Bedeutung der Ergebnisse aus dem 
Werkstattverfahren 2013/14 und der Industriegeschichte für die weitere Entwicklung im 
Mülheimer Süden wurden hierbei verdeutlicht. 
Im Anschluss berichteten verschiedene Fachämter über die Planungen im Mülheimer Süden. 
Besonderes Augenmerk galt hierbei dem Mobilitätskonzept mit Schwerpunkt auf der

2 
 
Umsetzung der neuen Stadtbahnanbindung sowie der Realisierung von öffentlich gefördertem 
Wohnungsbau und gemeinwohlorientierten Nutzungen vor Ort.  
Der Vorsitzende der Ständigen Jury Mülheimer Süden erläuterte die Aufgaben des 
Begleitgremiums im Mülheimer Süden und die Relevanz des Werkstattergebnisses auf die 
Entscheidungsprozesse. Vertreter*innen der Investor*innen des Deutz- und Lindgens-Areals 
stellten ihre Planungen vor. Sie betonten, dass sie ihr Vorhaben gerne zeitnah realisieren 
möchten.  
Während der Veranstaltung erhielten die Bürger*innen die Möglichkeit Fragen zu stellen und 
Anregungen zu äußern. Besonderes Interesse galt, neben der Realisierung von bezahlbarem 
Wohnraum, vor allem einen realistischen Zeitrahmen über die Entwicklung des 
Gesamtgebietes zu erhalten. 
Neben der Öffentlichkeitsveranstaltung und der Projektdokumentation wird derzeit auch die 
Internetprojektseite zum Mülheimer Süden überarbeitet und aktualisiert. Diese wird Anfang 
2023 online gestellt. Hier können sich die Bürger*innen umfassend über den Mülheimer 
Süden und die aktuellen Entwicklungen und Sachstände informieren. 
 
Anlagen: 
Anlage 1  Projektdokumentation Mülheimer Süden 
 
Gez. Greitemann

Beratungsverlauf (2)

30.01.2023 Bezirksvertretung 9 (Mülheim)
TOP 10.2.13 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
02.02.2023 Stadtentwicklungsausschuss
TOP 18.3 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
4189/2022
Typ
Mitteilung Ausschuss
Datum
10.01.2023
Erstellt
09.12.2022 09:55