4032/2023
Mitteilung über den Verfahrensstand der zweiten Phase des Masterplan Stadtgrün
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Anlage 1 - Ergebnisse zweite Stufe Beteiligungsverfahren
54779 Zeichen
Dokumentation der
Öffentlichkeitsbeteiligung
Masterplan Stadtgrün
Programm Stadtgrün
© Stottrop Stadtplanung
Stadtbezirk Ehrenfeld
Abb. 1 Grünflächen im Stadtbezirk Ehrenfeld | © Amt für Landschaftspflege und Grünflächen Stadt Köln
Vogelsang
Bickendorf
OssendorfBocklemünd-Mengenich
Ehrenfeld
Inhalt
Masterplan Stadtgrün
Worum geht es? 04
Welche Möglichkeiten zum
Mitmachen gab es? 06
1
2
3 Ergebnisse der
Öffentlichkeitsbeteiligung 14
4 Resümee 34
Abb. 1 Grünflächen im Stadtbezirk Ehrenfeld | © Amt für Landschaftspflege und Grünflächen Stadt Köln
Neuehrenfeld
Ehrenfeld
Masterplan Stadtgrün | Programm Stadtgrün
- 4 -
1 Masterplan Stadtgrün | Worum geht es?
Städtische Grünflächen stellen wichtige Erho -
lungsorte für die Stadtbevölkerung dar. Zudem
können sie das Klima schützen, Hitze spürbar re -
duzieren, die biologische Vielfalt erhalten und den
natürlichen Wasserkreislauf begünstigen. Der Er -
halt und die Sicherung von Grün- und Freiflächen
sind innerhalb der Stadtentwicklung somit beson -
ders wichtig. Aus diesem Grund hat die Stadt Köln
im Jahr 2021 die Aufstellung des Masterplans
Stadtgrün (ehem. Masterplan Grün) beschlossen.
2023 folgte der Beschluss zur Ausarbeitung der
ersten Phase. Diese bezieht sich vor allem auf die
Sicherung und Weiterentwicklung des vorhande -
nen Grün- und Freiflächensystems im Sinne der
Grün-Blauen Infrastruktur. Ziel ist die Entwicklung
multicodierter und resilienter Freiflächen, die die
Stadt auch in Zukunft lebenswert halten.
Der Ratsbeschluss befördert den Masterplan
Stadtgrün in die partizipative zweite Bearbeitungs-
stufe auf der Ebene der Stadtbezirke. Es geht ins -
besondere darum, Potenzialflächen und Entsiege -
lungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Ein wesentlicher
Bestandteil dieses Vorhabens ist es, die in Köln
lebenden Menschen in das Vorhaben einzubezie -
hen. Auf ihren alltäglichen Wegen laufen Men -
schen täglich durch ihren Stadtteil und passieren
dabei viele Orte. Wie gut ist der nächste Park zu
erreichen? Wo fehlen schattenspendende Bäume?
Wo gibt es Mängel? Diese Fragen lassen sich am
besten von den Menschen vor Ort beantworten.
Sie sind die Expert*innen für die jeweilige Situa -
tion vor Ort und können somit wichtige Hinweise
und Ideen für ihren Stadtteil einbringen. Die Stadt
hat daher entschieden, das Projekt von einer weit-
reichenden Bürgerbeteiligung, dem „Programm
Stadtgrün“ begleiten zu lassen.
Im Rahmen des „Programm Stadtgrün“ können
Bürger*innen konkrete Anregungen und Ideen im
Hinblick auf die Versorgung mit Grün- und Freiflä -
chen für ihren Stadtbezirk einbringen. Außerdem
gibt es die Möglichkeit, aktuelle Mängel aufzuzei -
gen. Mit den Ergebnissen aus der Öffentlichkeits -
beteiligung soll in jedem Stadtbezirk ein Plan mit
konkreten Maßnahmen entstehen. Aus den ein -
zelnen Maßnahmenplänen wird schließlich ein
Gesamtplan für die Grünflächen in der Stadt Köln
erstellt. Von den insgesamt neun Stadtbezirken in
Köln stehen jedes Jahr zwei im Fokus. Den Anfang
machten im Jahr 2023 die Stadtbezirke Kalk und
Ehrenfeld.
Die Dokumentation vermittelt einen Eindruck der
Beteiligung im Stadtbezirk Ehrenfeld. Während des
gesamten Zeitraumes haben sich viele Menschen
sowohl online als auch analog vor Ort beteiligt. Ins-
gesamt wurden 389 Anregungen von Bürger*innen
vorgebracht und mittels der Online-Karte oder an -
derer Tools im Workshop konkret in der Karte des
Stadtbezirks Ehrenfeld verortet.
weitere Informationen zum
Masterplan gibt es hier.
Beteiligungsmobil unterwegs in Ehrenfeld | © Stottrop Stadtplanung
Masterplan Stadtgrün | Programm Stadtgrün
- 6 -
Welche Möglichkeiten zum Mitmachen gab es?2
Die Öffentlichkeitsbeteiligung fand innerhalb von zwei
Phasen statt. Erstmalig konnten sich Bürger*innen
vom 5. bis zum 18. Juni 2023 in einem umfassen-
den Online-Dialog (Phase I) beteiligen. Im Rahmen
dieses Dialogs hatten alle interessierten Bürger*innen
die Möglichkeit, auf allgemeine Fragen zu der
Nutzbarkeit, Erreichbarkeit und Qualität der Grün-
und Freiflächen in Ehrenfeld zu antworten und da -
mit der Stadtverwaltung einen Eindruck über die
Nutzung der vorhandenen Grünflächen in ihrer Le-
bensumgebung zu vermitteln. Zusätzlich konnten
Bürger*innen anhand von drei Kategorien: Mehr
Grün, Mehr Vielfalt, Weniger Konflikte Vorschläge,
Anmerkungen oder Mängel in einer digitalen Karte
konkret verorten.
Aufbauend auf den Online-Dialog fand in der
zweiten Phase der Öffentlichkeitsbeteiligung ein
Workshop vor Ort statt. Hierzu wurden alle inte-
ressierten Bürger*innen am 26. August 2023 in
das Bezirksrathaus in Ehrenfeld eingeladen. Ne -
ben einem Input zum Masterplan Stadtgrün sowie
einem Statusbericht zum Online-Dialog gab es
die Möglichkeit, an insgesamt drei Teilraumkar -
ten (Modelltische) Anregungen zur Verbesserung
der Grün- und Freiraumversorgung im Stadtbezirk
zu geben. Anhand der drei Fragen: Wo wünschen
Sie sich mehr Grün? Welche Nutzungen wünschen
Sie sich hier? Welche Konflikte gibt es hier? konn-
ten die Beteiligten ihre Hinweise und Anregungen
mittels Fähnchen direkt in der Karte markieren. Die
drei Teilmodelle wurden anschließend zu einem
Gesamtplan des Stadtbezirks zusammengescho -
ben, sodass die Beteiligten einen Eindruck aller
gesammelten Anregungen für den Stadtbezirk er -
halten konnten.
Zusätzlich zu den Modelltischen gab es die Mög -
lichkeit, konkrete Projektideen in einem Ideenspei-
cher zu sammeln. Während der Veranstaltung fand
außerdem eine aufsuchende Beteiligung mit dem
Beteiligungsmobil statt. So hatten interessierte
Bürger*innen Gelegenheit, sich am Tag des Work -
shops über den Masterplan Stadtgrün sowie über
die Veranstaltung zu informieren. Der Tag endete
mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse aus
dem Workshop.
Während des gesamten Veranstaltungstages
standen Vertreter*innen vom Amt für Landschafts-
pflege und Grünflächen sowie vom Büro Stottrop
Stadtplanung, welches die Öffentlichkeitsbeteili -
gung intensiv begleitete, für fachliche Rückfragen
zur Verfügung.
Dokumentation Öffentlichkeitsbeteiligung | Ehrenfeld
- 7 -
Phase I Phase II
Online-Dialog
5. bis 18. Juni
2023
Workshop
vor Ort
26. August
2023
Teil 1
Beantwortung von
allgemeinen Fragen zum
Programm in Ehrenfeld
Teil 2
Verortung von Vorschlägen,
Anmerkungen oder Mängeln in
einer digitalen Karte
Input zum Masterplan Stadtgrün
Modelltische
aufsuchende Beteiligung
Statusbericht Online-Dialog
Resumée
Abb. 2 Ablauf der Öffentlichkeitsbeteiligung zum Masterplan Stadtgrün
Masterplan Stadtgrün | Programm Stadtgrün
- 8 -
Teil 1 | Allgemeine Fragen
Phase I | Online-Dialog
Gibt es auseichend Angebote
für alle Altersgruppen?
ja nein keine Angabe
72
300
159
Wie wichtig ist Ihnen die
Sauberkeit in den Parkanlagen?
sehr
wichtig
wichtig keine Angabeunwichtig
233
138
1
159
Wie bewerten Sie die Sicherheit
in den Parkanlagen?
gut mittel keine Angabeschlecht
155
165
52
159
Wie bewerten Sie die
Ausstattung der Parkanlagen?
gut mittel keine Angabeschlecht
72
199
101
159
Während des Online-Dialogs im Juni 2023 hatten
die Bürger*innen zunächst Zeit, allgemeine Fra -
gen zur Situation der Grünflächen in ihrem Stadt-
teil zu beantworten. Die folgenden Darstellungen
zeigen ein allgemeines Stimmungsbild der abge-
gebenen Antworten zu einigen der Fragen in den
beiden Fokus-Stadtteilen Ehrenfeld und Kalk im
Jahr 2023.
Wie ist die Erreichbarkeit zur
nächsten Parkanlage?
gut mittel keine Angabeschlecht
185
121
66
159
Dokumentation Öffentlichkeitsbeteiligung | Ehrenfeld
- 9 -
Teil 2 | digitale Karte
Mehr Grün | Wo können Sie sich
mehr Grün in Ehrenfeld vorstellen?
Mehr Vielfalt | Was fehlt Ihnen noch vor Ort?
Wovon muss es mehr geben?
Weniger Konflikte | Wo gibt es Handlungsbedarf?
Wie können aus ihrer Sicht Konflikte vermieden werden?
In der digitalen Karte konnten Bürger*innen
schließlich online Anregungen und Ideen zu den
Themenbereichen Mehr Grün, Mehr Vielfalt, Weni-
ger Konflikte angeben und die konkreten Orte für
ihre Vorschläge in einer interaktiven Online-Karte
markieren. Insgesamt sammelten die teilneh -
menden Bürger*innen im Online-Dialog 287 An -
regungen. 45 dieser Anregungen wurden in Form
von Kommentaren und Zustimmungen verfasst.
Die digitale Karte des Online-
Dialogs ist hier einsehbar.
Abb. 3 Auschnitt Karte des Online-Dialogs zum
Masterplan Stadtgrün im Stadtbezrik Ehrenfeld
Hitzemaßnahmen
Die Subbelrather Straße heizt sich im
Sommer sehr stark auf. Neben einer
Reduzierung des motorisierten Verkehrs
sollten auf der gesamten Länge
Begrünungsmaßnahmen ergriffen werden.
Weiterlesen
x
Zusätzlich gab es insgesamt 436 Likes ( Gefällt
mir-Angaben) zu den gegebenen Anregungen.
Masterplan Stadtgrün | Programm Stadtgrün
- 10 -
Zwischenfazit und
Meldungsschwerpunkte
Nach Abschluss des Online-Dialogs fand eine ers-
te Auswertung der gesammelten und verorteten
Anregungen statt. Anhand der gesammelten
Hinweise wurden die drei Themenbereiche Mehr
Grün, Mehr Vielfalt und Weniger Konflikte anschlie-
ßend in jeweils fünf Kategorien unterteilt. Ideen,
die den Kategorien nicht zugeordnet werden
konnten, wurden im sogenannten Ideenspeicher
zusammengetragen. Hierin befinden sich also
konkrete Projektideen, die sich kurzfristig um -
setzen lassen (z.B. Installation von Mülleimern,
Beleuchtung oder Trinkwasserspendern). Au -
ßerdem konnten sogenannte Meldungsschwer -
punkte identifiziert werden. Hierbei handelt es
sich um Teilräume, zu denen besonders viele An-
merkungen eingegangen sind.
Meldungsschwerpunkt:
NEPTUNPLATZ
Immer häufiger wird der Platz alsParkplatz
verwendet. Dann ist endgültig kein Platz mehr
für spielende Kids. Bei Beschwerden beim
Ordnungsamt kommt selten jemand vorbei.
DievorhandenenPolleram Neptunplatz werden,
insbesondere an Wochenenden/Feiertagen, häufig
einfachausderVerankerunggehoben und beiseite
gelegt. Dann wird der Neptunplatz als illegaler
Parkplatzvon (häufig auswärtigen) SUV etc. genutzt.
Hier sollte zum einen öfterdurchdenVerkehrsdienst
kontrolliertwerdenund zum anderen ein wirksamer
Schutz installiert werden, damit die Poller nicht einfach
von jedem ausgehoben werden können.
KONFLIKT
Mobilität
KONFLIKT
Mobilität
EinGrünstreifen, am besten mit
Brunnen/Wasserspielin der Mitte
würde immer noch den tollen Markt
zulassen, und zusätzlichSchatten
spenden.
ImHochsommeristderPlatzein
Brutofen, erst Nachts kann man es
dort aushalten - was aber die
Anwohner:innen nervt.
Der Neptunplatz hat nurwenig
Grünund ist dahereherein
Hitzezentrumals ein Erholungsort.
Im Sommer einBrutofenohneSchatten .
Kann hier eingrünerMittelstreifen mit
beschattendenBäumenundeinem
Brunnen/WasserspielAbhilfe schaffen? Der
tolle Wochenmarkt würde immer noch
hinpassen. Meist ist der Platz gar nicht ganz
voll, wenn Markt ist.
Hier fehlenBäume.
MEHRVIELFALT
Platzgestaltung
MEHRVIELFALT
Platzgestaltung
MEHRVIELFALT
Platzgestaltung
MEHRGRÜN
auföffentlichenFlächen
MEHRGRÜN
auföffentlichenFlächen MEHRGRÜN
auföffentlichenFlächen
MEHRGRÜN
auföffentlichenFlächen
MEHRGRÜN
Klimaanpassung
Abb. 4 Beispiel Medlungsschwerpunkt Neptunplatz
Dokumentation Öffentlichkeitsbeteiligung | Ehrenfeld
- 11 -
Phase II
Workshop vor Ort
Zu Beginn wurden die Teilnehmenden des Work -
shops durch den Bezirksbürgermeister Herrn
Spelthann sowie Herrn Hölzer, den stellvertreten-
den Leiter des Amtes für Landschaftspflege und
Grünflächen, begrüßt. Nach einem allgemeinen
Überblick über die Inhalte und Ziele der Veranstal-
tung waren die Bürger*innen schließlich eingela -
den, sich rege an der Diskussion zu beteiligen. An
drei Modelltischen konnten sie ihre Anregungen
zu den drei Kategorien Mehr Grün, Mehr Vielfalt,
Weniger Konflikte auf Fähnchen schreiben und
die entsprechenden Straßen, Parks oder Grünflä-
chen konkret im Plan markieren. Jeder der drei
Modelltische zeigte einen anderen Bereich des
Stadtbezirks Ehrenfeld. Insgesamt wurden 102
Anregungen auf den Modelltischen abgegeben.
Zusätzlich waren die Teilnehmenden eingeladen,
konkrete Projektideen im Ideenspeicher zu sam -
meln. Alle Anwesenden hatten außerdem die Ge-
legenheit, mit einem der Vertreter*innen aus der
Stadtverwaltung ins Gespräch zu kommen und
sich mit anderen Anwesenden aus der Nachbar -
schaft zum Thema Grünflächen im Stadtbezirk
Ehrenfeld auszutauschen.
Abb. 5 Workshop vor Ort zum Masterplan Stadtgrün im Bezirksrathaus Ehrenfeld
© Stottrop Stadtplanung
Abb. 6 Anmerkungen aus der Öffentlichkeitsbeteiligung im Stadtbezirk Ehrenfeld
© Amt für Landschaftspflege und Grünflächen Stadt Köln
Bocklemünd-
Mengenich
Ossendorf
Vogelsang
Ehrenfeld
Bickendorf
Abb. 6 Anmerkungen aus der Öffentlichkeitsbeteiligung im Stadtbezirk Ehrenfeld
© Amt für Landschaftspflege und Grünflächen Stadt Köln
Parks / Grünflächen Öffentliche Flächen /
Plätze
Öffentliche Straßen
/ Wege
Klimaanpassung
/ Wasser
Private Flächen
/ Gebäude
Mehr Grün
Artenvielfalt Essbares- /
Aneignungsgrün
Aktive Nutzung
Quartiersplatz
/ Treffpunkt
Fuß- und Radwege-
gerechte Freiräume
Mehr Vielfalt
Mobilität /
Bewegung Lärm
Unterhaltung
/ Pflege
Zugang
/ Erreichbarkeit Hoher Nutzungsdruck
Weniger Konflikte
Anmerkungen im
Stadtbezirk Ehrenfeld
Masterplan Stadtgrün | Programm Stadtgrün
- 14 -
Ergebnisse der
Öffentlichkeitsbeteiligung
Innerhalb des zweiphasigen Verfahrens mit Online-
Dialog und Workshop vor Ort, konnten für den
Stadtbezirk Ehrenfeld insgesamt 389 Anregungen
gesammelt werden. Die Teilnehmenden verorteten
287 Anregungen während des Online-Dialogs in
der digitalen Karte. Durch den Workshop vor Ort
im Bezirksrathaus Ehrenfeld wurden weitere 102
Anregungen ergänzt. Im Folgenden findet eine Er -
läuterung der Anregungen anhand der gewählten
Kategorien statt.
Mehr Grün
Anzahl der Nennungen aus dem Online-Dialog und dem Workshop vor Ort:
lagerung von Anmerkungen an einem Ort nicht
stattfindet. Außerdem wurden Flächen genannt,
die mehrere Hektar umfassen, ebenso wie kleine,
kaum 100 m² große Flächen.
Die Anmerkungen verdeutlichen, dass den Bür -
ger*innen in thematischer Hinsicht abseits von
neuen Grünräumen und Freiraumverbindungen
auch die Qualifizierung und dabei insbesondere
die naturnahe Anpassung bereits bestehender Flä-
chen und Bepflanzungen wichtig ist. Der Großteil
der Bemerkungen zur Anpassung von Grünräumen
bezieht sich auf fehlende Bäume und den Wunsch
Kategorie | Parks / Grünflächen
Innerhalb der Kategorie Parks / Grünflächen
fand im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung
eine Auseinandersetzung mit der Aufwertung
bzw. Qualifizierung bereits vorhandener Grün-
und Parkflächen statt. Insgesamt wurden durch
den Online-Dialog und den Workshop vor Ort elf
Anmerkungen zu dieser Kategorie zusammenge -
tragen. Die Anmerkungen der Bürger*innen fallen
sowohl im Hinblick auf die räumliche als auch die
thematische Verortung sehr unterschiedlich aus.
Räumlich verteilen sich die Anregungen im ge -
samten Stadtbezirk Ehrenfeld, sodass eine Über -
3
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31
Kommentare: 18
Gesamt: 150 + 246 Likes
Parks / Grünflächen Öffentliche Flächen /
Plätze
Private Flächen
/ Gebäude
Öffentliche Straßen
/ Wege
Klimaanpassung
/ Wasser
Dokumentation Öffentlichkeitsbeteiligung | Ehrenfeld
- 15 -
nach Neupflanzungen abseits von klassischen
Wiesenflächen. Hier benannten die Bürger*innen
den Leo-Aman-Park, die Grünfläche am Strand -
läuferweg sowie den Parks an der Rochusstraße
gegenüber der JVA. Einen wichtigen Stellenwert
nehmen zudem Flächen ein, denen ein großes
Potential zur Entwicklung und Qualifizierung als
Grünräume zukommt. Hierbei sind insbesondere
das ehemalige Coty-Gelände sowie die Grünfläche
an der Masiusstraße zu nennen.
Kategorie | Öffentliche Flächen / Plätze
Innerhalb der Kategorie Öffentliche Flächen / Plätze
beschäftigten sich die Teilnehmenden mit dem
derzeitigen Zustand der öffentlichen Plätze im
Stadtbezirk Ehrenfeld. Zusätzlich rückten sie die
Bedarfe der Umgestaltungen dieser Flächen in den
Fokus. Im Rahmen der Beteiligungsmöglichkeiten
erarbeiteten die Bürger*innen insgesamt 28 Anre -
gungen. Ein Großteil dieser Hinweise verortet sich
in den Stadtteilen Ehrenfeld und Neuehrenfeld.
Zu den Stadtteilen Vogelsang, Bickendorf, Ossen -
dorf und Bocklemünd / Mengenich gab es ledig -
lich vier Anmerkungen. Der Grund für eine solche
Verteilung ist in der urbanen Dichte im Südosten
des Stadtbezirks zu suchen. Insbesondere hier
werden öffentliche Räume und Treffpunkte durch
versiegelte Flächen präsentiert, wohingegen die
nordwestlichen Stadtteile aufgrund des äußeren
Grüngürtels ein erhöhtes Maß an Natur- und Grün-
flächen vorweisen können.
Entsprechend ihrer räumlichen Schwerpunkte ver-
weisen die Anmerkungen inhaltlich vermehrt auf
die Relevanz der Entsiegelung und Begrünung ur -
baner Freiräume, die durch den derzeitigen hohen
Versiegelungsgrad negativen Folgen ausgesetzt
sind. Hierzu zählen mitunter die Entstehung von
Hitzeinseln, ein Mangel an Retentionsflächen und
die ästhetische Minimierung des Freiraums. Als
Beispiele für solche Orte nannten die Teilnehmen-
den den Alpenerplatz, den Lenauplatz, den Nep -
tunplatz und das Barthonia-Forum.
Darüber hinaus merkten die Teilnehmenden öf -
fentliche Flächen an, die derzeit keine oder nur
eine geringe Freiraumqualität aufweisen, denen je-
doch ein Transformationspotenzial zukommt. Ne-
ben der Fläche südlich der Mercedes Benz Nieder-
lassung an der Widdersdorfer Straße, nannten die
Bürger*innen den Raum zwischen Anna-Lindh-Straße
und Bertha-Sander-Straße.
Kategorie | Private Flächen / Gebäude
Innerhalb der Kategorie Private Flächen / Gebäude
konnten insgesamt 31 Anmerkungen zu privaten
Flächen als potentielle Grünräume gesammelt
werden. Während sich die Anmerkungen räumlich
mehrheitlich auf den Stadtteil Ehrendfeld bezogen,
sind sie inhaltlich sehr divers. Ein besonderer Stel-
lenwert kommt folgenden Themen und Orten zu:
• Umnutzung bestehender Flächen (Obere Eta -
gen des Parkhauses am Bezirksrathaus)
• Entsiegelungen von großflächigen Räumen
(Alter Schlachthof, Autohaus Fleischhauer)
• Zwischennutzungen (Grundstück Vogelsanger
Straße / Ecke Innere Kanalstraße,
Bauerwartungsland Anna-Lindh-Straße)
• Beteiligungsmöglichkeiten an neuen Planungen
(Siemens-Gelände, Max-Beck-Areal)
Abseits dessen wünschten sich die Bürger*innen
im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung eine Öff-
nung von Schulhöfen für die Allgemeinheit nach
den Schulzeiten und innerhalb der Ferien. Neben
Masterplan Stadtgrün | Programm Stadtgrün
- 16 -
einige Anmerkungen aus der Beteiligung, wie z.B.
die Schließung der Baumreihe in der Eichendorff -
straße bereits als konkrete Umsetzung in dem
Straßenbaumkonzept geplant sind.
Kategorie | Klimaanpassung / Wasser
Zur Kategorie Klimaanpassung / Wasser wurden
16 Anmerkungen gemacht, sodass diesem Thema
eine relativ geringe Aufmerksamkeit im Bereich
Mehr Grün zukommt. Es ist jedoch festzustellen,
dass es teilweise Überschneidungen mit den ande-
ren vier Themenbereichen gab und eine Zuordnung
zu anderen Kategorien stattfand.
Die angebrachten Hinweise sind räumlich alle im
Bereich der Subbelrather Straße bzw. dem nördlich
angrenzenden Takufeld zu verorten. Sie beziehen
sich thematisch primär auf den Umgang mit Was-
ser. Spezifisch rückt der Wunsch nach einer kleine-
ren Wasserfläche im Bereich des Takufeldes in den
Vordergrund. Begründet wird dieser Wunsch mit
diversen Vorteilen für Mensch und Natur, die durch
eine solche Maßnahme entstehen könnten. Dazu
zählen neben der Erhöhung der Biodiversität auch
die Kühlung des Raumes oder der Schutz vor Stark-
regenereignissen.
Der Schutz vor Starkregenereignissen stellt zudem
den Ausgangspunkt der Anmerkungen dar, die sich
auf die Subbelrather Straße beziehen. Durch Star -
kregensituationen entstehen an diesem Ort immer
wieder Hochwasserproblematiken (z.B. vollgelau -
fene Keller, Erodieren von Erde und Schlamm des
nördlichen Grünraums). Die Bürger*innen wün -
schen sich eine Lösung für die Situation und ver -
weisen auf den ursprünglich vorhandenen Dorf -
teich, der bei Starkregenereignissen genügend
Wasser aufnehmen konnte und somit materielle
und menschliche Schäden verhinderte.
einem höheren und diverseren Freizeitangebot
nannten die Teilnehmenden den Vorteil, dass die
Schulhöfe durch die Öffnung einen Großteil der
Zeit nutzbar sind und nicht leer stehen würden.
Kategorie | Öffentliche Straßen / Wege
In der Kategorie Öffentliche Straßen / Wege brach-
ten die Bürger*innen insgesamt 46 Hinweise ein.
Es ist somit die Kategorie mit den meisten Anmer-
kungen innerhalb des Themenfeldes Mehr Grün .
Ähnlich wie in den Kategorien zuvor liegt der Fo -
kus der Anmerkungen vor allem auf dem urbanen
Raum der Stadtteile Ehrenfeld, Neuehrenfeld und
Bickendorf. Doch auch zum Gewerbegebiet in Os -
sendorf wurden einige Anmerkungen gemacht.
Thematisch beziehen sich die Anmerkungen dar -
auf, den Pkw-Verkehr zu verringern, Parkplatzflä -
chen zu entsiegeln und Bäume zu pflanzen. Die
Teilnehmenden erwähnten diese Maßnahmen als
erforderlich, um die Regenwasserretention zu er -
höhen, Hitzetage und Lärm zu reduzieren sowie
die Sicherheit und den Platz im Straßenraum zu er-
höhen. Ergänzend wurden punktuelle Maßnahmen
vorgeschlagen, wie zum Beispiel Fassadenbegrü -
nung in Straßen, die wenig Platz für Bäume bieten
(z.B. Vogelsanger Straße) oder die Erhöhung der
Biodiversität durch die Ausbildung von Baum -
scheiben (z.B. Venloer Straße).
Auch wenn die Bürger*innen nur einige der Stra -
ßen im Bezirk Ehrenfeld herausgestellt haben,
lassen sich die Wünsche und Hinweise auf die
meisten Orte übertragen. Schon jetzt wird ein Netz
aus Grünräumen ersichtlich, welches zukunftsori -
entiert wachsen könnte. Anregungen dafür liefert
derweil auch das Straßenbaumkonzept des Stadt-
bezirks Ehrenfeld. Dort sind vorhandene und ge -
plante Bäume festgehalten. Es ist ersichtlich, dass
Dokumentation Öffentlichkeitsbeteiligung | Ehrenfeld
- 17 -
Fokusraum: Venloer Str. / Subbelrather Str.
Ein Hauptaugenmerk der Anregungen zum The -
menfeld Mehr Grün liegt auf der Venloer Straße so-
wie der Subbelrather Straße im Kreuzungsbereich
Äußere Kanalstraße. Diese hochfrequentierten
Straßen sind von hohem Nutzungsdruck belastet.
Insbesondere die Verkehrssituation ist Bestand -
teil mehrerer Diskussionen und Überlegungen. Der
vielfach geäußerte Wunsch nach mehr Begrünung
und weniger Pkw-Verkehr unterstreicht die Dring -
lichkeit einer Änderung des derzeitigen Zustan -
des. Teil des Fokusraums ist zudem das ehemalige
Coty-Gelände an der Venloer Straße. Aufgrund der
Flächengröße, bietet das Gelände ein großes Po -
tenzial zur Entwicklung neuer Grünstrukturen im
Stadtbezirk Ehrenfeld.
MehrBegrünung,
wenigerParkplätze,
wenigerAutoverkehr
(5xgenannt)Venloer
Straße
Straßenbäume
Häuschens-
weg
WegnahmeParkplätze
undmehr
Straßenbäume/
Begrünung(2xgenannt)
Wilhelm-
Mauser-
Straße
ReduzierungMIV,
wenigerParkplätze,
mehrBegrünungund
Bäume(3xgenannt)Subbelrather
Straße
Entsiegelungund
BegrünungFelten-
straße
WenigerParkplätze,
mehrBäumeGrüner
Brunnenweg
Retentionsmöglichkeiten
aufgrundHochwasser-
problematikenbei
StarkregenSubbelrather
Straße
Bessere
Platzgestaltung,
EntsiegelnundBäumeRochusplatz
Platzentsiegeln
Alpenerplatz
MehrBäumeund
BepflanzungVenloer
Straße
Grünflächenerhalten,
mehrBäumeund
WildblumenCoty-Gelände
Äußere Kanalstraße
Venloer Straße
Venloer Straße
Subbelrather Straße
Sandweg
Äußere Kanalstraße
Abb. 7 Anmerkungen zum Thema Mehr Grün | Kartenausschnitt
Grüner
Brunnenweg
Masterplan Stadtgrün | Programm Stadtgrün
- 18 -
Anregungen zum Thema
Mehr Grün
Mehr Grün
Wo wünschen Sie
sich mehr Grün?
„Diese Grünfläche sollte unbedingt
gesichert werden. Sie bietet ein
großes Potential für eine naturnahe
Gestaltung und stellt ein wichtiges
grünes Gegengewicht gegenüber dem
wuchtigen Gewerbepark an der
Matthias-Brüggen-Str.“
>> Hugo-Eckener-Straße
„Auf dem sogenannten Coty-
Gelände sollen die nicht
bebauten Flächen erhalten
bleiben.“
>> Coty-Gelände
„Auf dem alten Siemensgelände
und drumherum sollte mehr Grün
realisiert werden.“
>> Pellenzstraße
„Der Park verträgt
mehr Bäume und auch
eine Wasserfläche.“
>> Takufeld
Parks / Grünflächen Öffentliche Flächen /
Plätze
Private Flächen
/ Gebäude
Öffentliche Straßen
/ Wege
Klimaanpassung
/ Wasser
„Der Neptunplatz hat
nur wenig Grün und
ist daher eher ein
Hitzezentrum als ein
Erholungsort.“
>> Neptunplatz
„Einige Bäume würden diesem
sehr viel genutzten Treff-
punkt gut tun.“
>> Subbelrather Str.
„Asphaltwüste ohne
Schatten, Grün und
Gestaltung“
>> Äußere Kanalstr.
„Zwischen Parkflächen
und Straße sollten Bäume
gepflanzt werden.“
>> Liebigstraße
Beteiligungs-Workshop im Bezirksrathaus Ehrenfeld | © Stottrop Stadtplanung
Masterplan Stadtgrün | Programm Stadtgrün
- 20 -
gestaltet werden könnten. Zum einen handelt es
sich hierbei um das ehemalige Coty-Gelände. Die
Teilnehmenden identifizierten das Gelände als
wichtige Potenzialfläche im Sinne einer grünen
Entwicklung und Aufwertung durch artenreiche
Wiesen. Zusätzlich bewerteten die Teilnehmenden
die Fläche als grüne Schneise mit wichtiger Funk -
tion für das Stadtklima. Des Weiteren wurde die
Grünfläche an der Ecke Militärringstraße / Hugo-
Eckner-Straße als Potenzialfläche für die Entwick -
lung eines Naturerlebnisparks erwähnt. Die Siche-
rung der Grünfläche wurde dabei hinsichtlich eines
grünen Gegengewichts zum benachbarten Gewer-
begebiet Ossendorf von den Teilnehmenden als
besonders wichtig herausgestellt.
Kategorie | Essbares-, Aneignungsgrün
Innerhalb der Kategorie Essbares- und Aneig -
nungsgrün setzten sich die Teilnehmenden mit
Potenzialflächen für die Entwicklung von Gemein -
schaftsgärten o.ä. auseinander. Zu dieser Katego-
rie wurden lediglich fünf Beiträge verfasst. Unter
den Beiträgen identifizierten die Teilnehmenden
Kategorie | Artenvielfalt
Innerhalb der Kategorie Artenvielfalt identifizier-
ten die Teilnehmenden in insgesamt 15 Beiträgen
mehrere Flächen, die sich für eine Gestaltung zur
Unterstützung der Artenvielfalt eignen. Hierzu
zählen beispielsweise Wildblumenwiesen oder
bienenfreundliche Sträucher. Die Flächen befinden
sich mehrheitlich entlang von Straßenräumen und
beziehen sich teilweise auf (ehemalige) Parkstrei-
fen. Folgende Straßen wurden von den Teilneh -
menden genannt:
• Vitalistraße
• Ehrenfeldgürtel
• Ottostraße
• Liebigstraße
• Innere Kanalstraße
• Rothehausstraße
• Weinsbergstraße
• Rochusstraße
Neben den straßenbegleitenden Flächen, die die
Teilnehmenden als Potenzialflächen identifizier -
ten, wurden weitere Flächen benannt, die im Zuge
einer Grünentwicklung im Sinne der Artenvielfalt
Mehr Vielfalt
Anzahl der Nennungen aus dem Online-Dialog und dem Workshop vor Ort:
15 13 5
1816
Kommentare: 7
Gesamt: 74 + 29 Likes
Artenvielfalt Essbares- /
Aneignungsgrün
Aktive Nutzung
Quartiersplatz
/ Treffpunkt
Fuß- und Radwege-
gerechte Freiräume
Dokumentation Öffentlichkeitsbeteiligung | Ehrenfeld
- 21 -
zwei Orte als Potenzialflächen. Zum einen han -
delt es sich hierbei um eine kleine Grünfläche am
Häusschensweg 7 in der Siedlung Bickendorf.
Zum anderen wurde eine brachliegende Baufläche
an der inneren Kanalstraße als Potenzialfläche für
einen möglichen Gemeinschaftsgarten erwähnt.
Neben den Hinweisen zu Potenzialflächen gab es
außerdem eine Anmerkung zum bestehenden Ge -
meinschaftsgarten Finkennest in Vogelsang. Trotz
der Bemühungen des Vereins, den Platz grüner zu
gestalten, stellt die vollständig asphaltierte Fläche
im Sommer eine Hitzeinsel dar. Dementsprechend
äußerten die Teilnehmenden in diesem Beitrag
den Wunsch, die Fläche umfassender umzugestal-
ten und zu entsiegeln.
Kategorie | Quartiersplatz / Treffpunkt
Die Auswertungen der insgesamt 13 Anmerkungen
in der Kategorie Quartiersplatz / Treffpunkt verdeut-
lichen, dass im Stadtbezirk Ehrenfeld derzeit viele
der vorhandenen Quartiersplätze und Treffpunkte
nicht ausreichend mit Bäumen und Grünflächen
versorgt sind. Vielmehr sind viele der Plätze sehr
stark oder komplett versiegelt, oftmals fehlen Was-
serspender und Sitzgelegenheiten. Die Bürger*innen
benannten im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteili -
gung folgende Plätze:
• Neptunplatz
• Platz am Barthonia-Forum
• Rochuspark
• Platz an der Ottostraße
• Lenauplatz
Im Zusammenhang mit dem Platz an der Ottostra-
ße wurde zusätzlich auf die Öffnung der Bahnbögen
verwiesen, die sich parallel zur Platzgestaltung an-
bieten würde. Außerdem wartet die Nachbarschaft
am Rochusplatz seit längerer Zeit auf eine notweni-
ge Umgestaltung, die bisher jedoch nicht erfolgt ist.
Neben den Quartiersplätzen wurden drei Straßen
als wichtige Treffpunkte identifiziert: Die Subbel -
rather Straße, die Venloer Straße und die Liebig-
straße. In allen drei Straßen äußerten die Teilneh -
menden das Fehlen von Bäumen und schlugen
Maßnahmen zur Entsiegelung sowie die Einrich -
tung von Sitzbänken vor.
Kategorie | Aktive Nutzung: Spiel & Sport
Innerhalb der Kategorie Aktive Nutzung: Spiel- und
Sport ging es einerseits um den Bedarf neu zu
schaffender Spiel- und Sportangebote und ande -
rerseits um die Sanierung vorhandener Flächen.
Die insgesamt 16 Anmerkungen verdeutlichen,
dass das derzeit vorhandene Angebot nicht allen
Nutzergruppen gerecht wird und ein Bedarf an
vielfältigeren Angeboten besteht. Konkret wurde
der Wunsch nach Spielplätzen für Kinder (z.B. K4
Ecke Wöhlerstraße / Nußbaumstraße) sowie nach
Sportgeräten sowohl für Jugendliche und Erwach-
sene (Bartholomäus-Schink-Straße) als auch für
Senior*innen (Rochuspark) geäußert. Außerdem
äußerten die Teilnehmenden mehrmals den Be -
darf einer (Beach)-Volleyball-Anlage. Als mögliche
Standorte nannten sie den Rochuspark sowie das
Takufeld.
Bei den Anmerkungen, die sich auf den Sanie -
rungs- bzw. Erweiterungsbedarf beziehen, erwähn-
ten die Bürger*innen beispielsweise den Basket -
ballplatz Am Rosengarten oder den Spielplatz Am
Rosenhof. Konkret schlugen sie eine Erweiterung
mit Möglichkeiten zum Klettern, Rutschen oder
Wasserspiele für Kinder vor. Beim Spielplatz am
Leo-Amman-Park sehen die Teilnehmenden das
Potenzial zur Entwicklung eines Natur- oder Abenteuer-
spielplatzes. Außerdem wurde eine Änderung
Masterplan Stadtgrün | Programm Stadtgrün
- 22 -
des Sportplatzes an der Christian-Schult-Straße
in ein Kleinspielfeld und Grünanlage für öffentli -
chen Sport vorgeschlagen. Darüber hinaus zeigt
die Auswertung, dass es einen erhöhten Bedarf
an Tischtennisplatten im Stadtbezirk zu geben
scheint. Die Teilnehmenden verwiesen mehrmals
auf den Bedarf weiterer bzw. die Erneuerung be -
stehender Tischtennisplatten (z.B. Spielplatz Am
Rosenhof, Thielenstraße).
Kategorie | Fuß- und
Radwegegerechter Freiraum
Innerhalb des Themenfeldes Mehr Vielfalt wurden
unter der Kategorie Fuß- und Radwegegerechter
Freiraum mit 18 Anmerkungen die meisten Stim -
men gesammelt. Thematisch beziehen sich die
se vielfach auf mangelhafte Fuß- und Radwege -
verbindungen, die durch beschädigte Wege oder
fehlende Abschnitte zustande kommen. Die Teil -
nehmenden äußerten mitunter den Bedarf einer
durchgehenden Verbindung entlang der Militär -
ringstraße sowie zwischen dem Gewerbegebiet
Ossendorf und den Grünflächen im Stadtbezirk.
Darüber hinaus besteht der Bedarf einer Anbin -
dung nach Bocklemünd / Mengenich sowie Ver -
bindungen in andere Stadtbezirke.
Viele der oben genannten Verbindungen beste -
hen derzeit lediglich über Trampelpfade, die dem
hohen Nutzungsdruck nicht entsprechen, sodass
vermehrt Konfliktsituationen zwischen dem Fuß-
und Radverkehr entstehen. Als Beispiel nennen
die Teilnehmenden die Verbindung zwischen Os -
sendorf und Vogelsang. Ein ausgebauter Fuß- und
Radweg könnte die beiden Stadtteile besser an -
binden. Neben dem Bedarf, Fuß- und Radwegever-
bindungen auszubauen, identifizierten die Teilneh-
menden im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung
Potenzialstrecken für den Bau von neuen Fuß- und
Radwegen. Als Beispiele nannten sie eine begrün-
te Fuß- und Radwegetrasse entlang der ehemali -
gen Gleistrassen an der Stolberger Straße oder
eine mögliche Weiterführung der Brücke an der
Weinsberger Straße als begrünter Fuß- und Rad -
weg.
Neben den Fuß- und Radwegeverbinden brachten
die Teilnehmenden weitere Aspekte ein. Diese
beziehen sich mitunter auf die Öffnung der Bahn -
bögen im Bereich Bahnhof Ehrenfeld. Hier wurde
auf die Möglichkeit verwiesen, durch die Öffnung
mehr Platz für zu Fuß Gehende zu schaffen. Da -
rüber hinaus merkten Bürger*innen Parkeingänge
an, die teilweise für Lastenräder und Fahrradan-
hänger nicht passierbar sind (z.B. Spielplatz
Willie-Sieke-Straße). Weiterhin wurde auf die
Pkw-Parkplätze in der Ottostraße verwiesen, die
einen sehr großen Teil der Fläche einnehmen. Laut
den Anmerkungen der Teilnehmenden wird die Ge-
staltung der Widmung als Fahrradstraße nicht ge -
recht, sodass sie eine Umgestaltung einiger Park -
plätz in Grünflachen vorschlagen.
Fokusräume: Neptunplatz & Barthonia-Forum
Der Neptunplatz bietet als zentraler Treffpunkt in
Ehrenfeld seit jeher die Möglichkeit des sozialen
Austauschs. Der Raum wird derzeit jedoch von einer
geschlossenen Platten- und Asphaltdecke definiert,
sodass er den Ansprüchen an eine klimagerech -
te und -angepasste Platzgestaltung nicht gerecht
wird. Die Randbereiche weisen zwar Baumbepflan-
zungen in Setzkästen auf, doch gerade der zent -
rale Bereich entwickelt sich im Sommer zu einer
Hitzeinsel. Entsprechend wird er seiner Funktion
als Erholungs- und Aufenthaltsort oder Treffpunkt
nicht gerecht. Hinzu kommt eine hoch frequentierte
Nutzung als Stellfläche für Pkw. Im Rahmen der Be-
Dokumentation Öffentlichkeitsbeteiligung | Ehrenfeld
- 23 -
teiligungsmöglichkeiten äußerten die Bürger*innen
sehr häufig den Wunsch, den Fokus auf dem Nep -
tunplatz stärker auf den Menschen und weniger auf
das Auto zu rücken, z.B. durch Entsiegelung, Begrü-
nung und Ausschluss des motorisierten Individualver-
kehrs (MIV). Ergänzend schlagen die Bürger*innen
vermehrt die Installation von Sitzgelegenheiten und
Trinkbrunnen vor. Neben dem Neptunplatz bildet
das Barthonia-Forum einen weiteren Fokusraum.
Es zeigt sich ein ähnliches Bild zum Neptunplatz,
da auch hier die Versiegelung dominiert. Bisher gibt
es kaum Bäume oder andere Grünflächen auf dem
Platz, obwohl hier laut Teilnehmenden ein Poten -
zialraum zur Herstellung einer Grüninsel besteht.
Mehrfache Kritik wurde bezüglich der kürzlich voll-
endeten Baumaßnahmen geäußert. Hier wurde
die Möglichkeit verpasst, grüne Elemente in den
städtischen Kontext zu bringen.
Abb. 8 Anmerkungen zum Thema Mehr Vielfalt | Kartenausschnitt
Begrünter Fußweg
Toscana-
Passage
Begrünte
Anschlussstellen
für die BrückeWeinsberg-
straße
Zusätzliche
Tunnelröhren/Bögen für
Fußgänger:innen öffnenBahnhof
Ehrenfeld
Spielplatz aufwerten,
Sportgeräte und
Aufenthaltsfläche für
Jugendliche
Bartholomäus-
Schink-Straße
Spielplatz zum Wald-/
Naturspielplatz ausbauenLeo-Amann-
Park
Spielplatz aufwerten mit
Trinkwasserbrunnen und
BepflanzungLeo-Amann-
Park
Neugestaltung des
Platzes, mehr Bäume
und Grün
(4x genannt)Barthonia-
Forum
Entsiegeln,
Begrünen,
AufwertenParkplatz
Ottostraße
Zu heiß, mehr Bäume,
Brunnen und Grün
(3x genannt)Neptunplatz
Attraktiver gestalten,
mehr Bänke und
EntsiegelungPlatz am
Bürgeramt
Parkplätze in Mittellage
entfernen und durch
Begrünung und
Blumenwiesen ersetzenEhrenfeld-
gürtel
Venloer Straße
Venloer Straße
Melatengürtel
Ehrenfeldgürtel
Venloer Straße
Subbelrather Straße
Mehr Vielfalt
Welche Nutzung
wünschen Sie sich hier?
Anregungen zum Thema
Mehr Vielfalt
Artenvielfalt Essbares- /
Aneignungsgrün
Aktive Nutzung Quartiersplatz
/ Treffpunkt
Fuß- und Radwege-
gerechte Freiräume
„Mehr dicht stehende Bäume,
Sträucher & Co. für mehr
Biodiversität und Bienen-
freundlichkeit!“
>>Wilhelm-Mauser-Str.
„Weitere Wildblumen-
wiesen im Rochuspark.“
>> Rochuspark
„Dieser Platz ist nach der Neu-
gestaltung völlig kahl, obwohl
hier Bäume und Grünflächen ganz
wunderbar zur Aufwertung des
Platzes beitragen würden.“
>> Barthonia-Forum
„Fitnessgeräte speziell
für die Bedürfnisse für
Senior*innen.“
>> Rochuspark
„Umwandlung mittlerer Sportplatz
in Kleinspielfeld und Grünanlage
für öffentlichen Sport.“
>> Christian-Schult-Straße
„Hier wären mehr
essbare Pflanzen
und Bäume toll.“
>> Häusschensweg
„Fuß + Radweg von Stammstr.
möglichst geradlinig durch
Bezirkssportanlage in den
Grüngürtel.“
>> Christian-Schult-Str.
„Fuß- und Raddurchwegung
von Butzweilerstraße zu
Rochusstraße.“
>> Peter-Michels-Str.
Modell mit Anmerkungen | © Stottrop Stadtplanung
Masterplan Stadtgrün | Programm Stadtgrün
- 26 -
Weniger Konflikte
Anzahl der Nennungen aus dem Online-Dialog und dem Workshop vor Ort:
Kategorie | Mobilität / Bewegung
Mit insgesamt 32 Nennungen ist die Kategorie
Mobilität / Bewegung die am meisten angemerkte
innerhalb des Themenbereichs Weniger Konflikte.
Der Großteil der Bemerkungen bezieht sich auf
das Zentrum des Stadtbezirks Ehrenfeld zwischen
Rochuspark im Norden und der Bahntrasse Rich -
tung Aachen im Süden. Darüber hinaus gibt es ver-
einzelte Hinweise in Bezug auf den inneren Grün -
gürtel oder das Wohngebiet in Alt-Bocklemünd.
Thematisch stand besonders der Konflikt zwischen
Pkw und anderen Verkehrsteilnehmer*innen im
Vordergrund. Um den Straßenraum sicherer zu
gestalten, schlugen die Teilnehmenden hier bei -
spielsweise ein Tempolimit vor (z.B. Tempolimit
30 km/h in der Helmholtzstr. und Vogelsanger
Str.). Ein weiterer Punkt bezieht sich auf Gefahren
für Fahrradfahrende in bestimmten Kreuzungsbe -
reichen, wie beispielsweise der Kreuzungsbereich
Äußere Kanalstraße / Subbelrather Straße oder
Äußere Kanalstraße / Butzweilerstraße. Darüber
hinaus merkten einige Bürger*innen gefährliche
Situationen für Fahrradfahrende an, die regelmä -
ßig durch freilaufende Hunde im Bereich Takufeld
oder Rochuspark entstehen.
Kategorie | Verkehrslärm
Eine relativ kleine Kategorie bildet der Ver-
kehrslärm. Insgesamt acht Anmerkungen wurden
in dieser Rubrik festgehalten. Mit fünf Anmerkun -
gen fällt der größte Teil davon auf den Bereich der
A57. Die verbleibenden Hinweise beziehen sich auf
die Vogelsanger Straße sowie die Venloer Straße.
In allen Fällen ist der durch den Pkw-Verkehr ent -
stehende Lärm die Ursache des Konfliktes. Durch
zu hohe Geschwindigkeiten entsteht ein störender
Geräuschpegel in den angrenzenden Wohnberei -
chen. Als Lösungen wurden im Rahmen der Öffent-
lichkeitsbeteiligung Temporeduzierung (Vogel-
sanger Straße) oder Lärmblitzer (Venloer Straße)
von den Teilnehmenden vorgeschlagen. Letztere
könnten insbesondere aufgrund von zu lauten Mo-
torrädern oder PS-starken Pkw als Regulierungs -
maßnahme dienen.
32
18
8
7
20
Komentare: 19
Gesamt: 104 + 130 Likes
Mobilität /
Bewegung
Lärm Unterhaltung
/ Pflege
Zugang
/ Erreichbarkeit
Hoher Nutzungsdruck
Dokumentation Öffentlichkeitsbeteiligung | Ehrenfeld
- 27 -
Kategorie | Unterhaltung / Pflege
Insgesamt 20 Anregungen kamen im Online-Dialog
und dem Workshop zur Kategorie U nterhaltung /
Pflege zusammen. Die einzelnen Punkte sind da -
bei im ganzen Stadtbezirk verteilt, ein leichter Fo -
kus zeigt sich dabei jedoch in den Stadtteilen Eh -
renfeld und Neuehrenfeld.
Am häufigsten nannten die Bürger*innen eine un -
zureichende Pflege von Spielplätzen (Klarastraße,
Weinsbergstraße, Erlenweg und Fliestederstraße),
eine geringe Sauberkeit durch volle Mülleimer und
Hundekot (Rochuspark, Takufeld, Leo-Amann-
Park) sowie die Vernachlässigung der Baumpflege
und -bewässerung (Hospeltstraße / Ecke Venloer
Straße, Rochusstraße / Ecke Butzweilerstraße).
Des Weiteren merkten die Teilnehmenden den
Unterhaltungs- und Pflegebedarf des Ehrenfeld -
gürtels bzw. Parkgürtels an. Der hier bestehende
Grünbereich erfordert einen besonderen Pflege -
bedarf insbesondere auch, da dieser in Dämme -
rungs- bzw. Nachtstunden ein hohes Unsicher -
heitsgefühl auslöst.
Kategorie | Zugänglichkeit / Erreichbarkeit
In der Kategorie Zugänglichkeit / Erreichbarkeit
mit insgesamt 18 Anregungen, lässt sich räum -
lich kein Schwerpunkt ausmachen. Im Gegensatz
zu den meisten anderen Themenbereichen wurde
im Stadtteil Ehrenfeld von den Teilnehmenden im
Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung jedoch kein
Hinweis verortet.
Zum einen setzten sich die Anmerkungen the -
matisch mit dem Bedarf einer Umgestaltung von
Straßenquerungen für Fußgänger*innen und Rad -
fahrende zu Grünräumen auseinander. Zum ande-
ren gaben die Teilnehmenden einige kleinere orts-
spezifische Hinweise. So wurde der Wunsch nach
einer Öffnung der Grünanlagen am Grundstück
der Rhein-Energie, eine präzisere Trennung ver -
schiedener Wiesenarten im Takufeld sowie eine
bessere Verbindung zum Bliesterfeld aus östlicher
Richtung geäußert. Darüber hinaus bemängelten
die Teilnehmenden die Erreichbarkeit der Hunde -
wiese im nördlichen Inneren Grüngürtel, die Über -
querung der Wöhlerstraße zwischen den Freiräu -
men südlich des Blücherparks sowie einen nicht
vorhandenen Zugang zu einer Grünfläche an der
Wilhelm-Schreiber-Straße.
Kategorie | Hoher Nutzungsdruck
Den kleinsten Anteil an Anmerkungen im Themen-
bereich Weniger Konflikte stellt mit sieben Anre -
gungen die Kategorie Hoher Nutzungsdruck dar.
Räumlich lassen sich diese Anmerkungen im Be -
reich Melaten- / Ehrenfeldgürtel sowie im Grenz -
bereich zwischen Neuehrenfeld und Ossendorf
verorten.
Als problematisch werden insbesondere die unter-
schiedlichen Nutzungen im Takufeld angesehen.
Hier herrscht zum einen der Konflikt zwischen „Er-
holungsraum“ und „Partyraum“. Während einige
Bürger*innen den Park als Erholungsfläche nutzen
und die Ruhe und die Natur schätzen, dient das
Takufeld anderen Nutzer*innen als sozialer Treff -
punkt, welcher teilweise mit lauter Musik begleitet
wird. Darüber hinaus erwähnten die Teilnehmen -
den den Konflikt zwischen bespielbarer bzw. nutz-
barer Fläche und den naturbelassenen Flächen
Masterplan Stadtgrün | Programm Stadtgrün
- 28 -
für Flora und Fauna. Die Grenze zwischen diesen
Flächen ist teilweise nicht gut ersichtlich. Darü -
ber hinaus besteht im angrenzenden Rochuspark
die Problematik mit individuellen Fahrzeugen von
Künstler*innen und Arbeitnehmer*innen der re -
gelmäßig stattfindenden Zirkusse. Die Fahrzeuge
beschädigen insbesondere bei durchweichtem
Boden die Grasdecke und hinterlassen lang anhal-
tende Spuren im Freiraum.
Ein weiterer Kritikpunkt, der von den Teilnehmen -
den während der Öffentlichkeitsbeteiligung ange -
merkt wurde, bezieht sich auf den Spielplatz an
der Altenhofstraße. Dieser wird laut Bürger*innen
hauptsächlich von Jugendlichen genutzt. Außer -
dem stellt der Spielplatz einen Angstraum dar, der
von Kindern gemieden wird. Eine ähnliche Situati -
on wird an der Grünfläche Ehrenfeldgürtel wahrge-
nommen. Für die vielen „Feierabendtrinker“ fehlen
hier insbesondere öffentliche Toiletten.
Des Weiteren wurde der hohe Nutzungsdruck der
Spielplätze an der Fröbelstraße und der Weins -
bergstraße angemerkt. Die Spielplätze werden von
vielen Kindern verschiedener Altersklassen und
damit einhergehender unterschiedlicher Freizeitge-
staltungen genutzt. Fehlende und durch die Stadt
entfernte Spielgeräte verstärken das Problem.
Fokusraum: Rochuspark / Takufeld
Der Rochuspark mit angrenzendem Takufeld wird
von unterschiedlichen Menschen vielfach als
Grün-, Spiel und Erholungsraum genutzt. Die bei -
den Grünflächen unterliegen somit einem hohen
Nutzungsdruck. Teilweise fehlen Angebote, die
allen Nutzergruppen gerecht werden. Zudem be -
stehen Konflikte zwischen Jugendlichen, die laute
Musik hören und Menschen, die den Park zur Er -
holung nutzen. Hinzu kommen freilaufende Hun -
de, durch die es häufig zu Gefahrensituationen mit
Radfahrenden kommt.
Ein weiterer Konflikt entsteht durch eine fehlende
klare Nutzungstrennung, die Bereiche für Spiel-
und Sport sowie für Blühflächen ausweist. Zusätz-
lich werden Rochuspark und Takufeld von mehre -
ren Bürger*innen als nicht ausreichend gepflegte
Orte wahrgenommen. Hier merkten die Teilneh -
menden volle Mülleimer, losen Müll und Hundekot
als Störfaktoren an.
Dokumentation Öffentlichkeitsbeteiligung | Ehrenfeld
- 29 -
Blühfläche vs.
nutzbarer Fläche
T akufeld
Rasenfläche nach
Zirkusnutzung sehr
marode und kaputtHermann-Josef-
Hieronymi-Park
Spielplatz ist sehr dunkel
und wird vor allem von
Jugendlichen genutztAltenhof-
straße
Laute Musik vs.
ruhiger Park
T akufeld
Keine klare
Nutzungstrennung
im ParkT akufeld
Vermüllung,
Verwahrlosung und
fehlende Pflege
(3x genannt)T akufeld/
Rochuspark
Schutz und Bewässerung
für Bäume
(2x genannt)Feltenstraße/
Rochusstraße
Freilaufende Hunde
führen zu Konflikten
(3x genannt)T akufeld/
Rochuspark
Sichere Radquerung beim
Zebrastreifen fehltÄußere
Kanalstraße
Straße und Grünfläche
wird (inbs. am
Wochenende) von PKW
zugeparktRochusstraße
FehlendeAmpel für
Radfahrende
(2x genannt)Äußere
Kanalstraße
Äußere Kanalstraße
Subbelrather Straße
Rochusstraße
Äußere Kanalstraße
Iltisstraße
Abb. 9 Anmerkungen zum Thema Weniger Konflikte | Kartenausschnitt
Anregungen zum Thema
Weniger Konflikte
Weniger Konflikte
Welchen Konflikt gibt
es hier?
Mobilität /
Bewegung Lärm
Unterhaltung
/ Pflege
Zugang
/ Erreichbarkeit Hoher Nutzungsdruck
„Ampel durch Zebrastreifen
ersetzen.“
>> Liebigstraße
„Immer häufiger wird der Platz
als Parkplatz verwendet. Dann
ist endgültig kein Platz mehr
für spielende Kids.“
>> Neptunplatz
„Verbindung ins Bies-
terfeld verbessern.“
>> Akazienweg
„Die Fläche ist grün
aber unzugänglich.“
>> Wilhelm-Schreiber-Str.
„Der Autobahnlärm macht
den Aufenthalt im Park
unerträglich!“
>> Wöhlerstraße
„Was sind Blühflächen, was
ist nutzbare Fläche?
>> Takufeld
„Schlechte Unterhaltung
/ Pflege des Spielplatzes.“
>> Klarastraße
„Die Bäume in der Felten- und
Rochusstraße zeigen in den som-
merlichen Dürrephasen starke
Schäden und müssen intensiver
gegossen werden.“
>> Rochusstraße
Beteiligungs-Workshop im Bezirksrathaus Ehrenfeld | © Stottrop Stadtplanung
Masterplan Stadtgrün | Programm Stadtgrün
- 32 -
Im Rahmen des Online-Dialogs wurden viele Hin -
weise und Anregungen gesammelt. Im Zuge der
Auswertung zeigte sich, dass viele dieser Anre -
gungen kleinere und konkrete Maßnahmen und
Projektideen umfassen. Diese lassen sich zum
großen Teil kurzfristig umsetzen und unterschei -
den sich somit von den Anregungen der drei Ka -
tegorien Mehr Grün, Mehr Vielfalt, Weniger Konflik-
te. Um diese konkreten Projektideen abseits der
bestehenden drei Kategorien festzuhalten, wurde
der Ideenspeicher eröffnet. Er dient der Stadtver -
waltung als eine Art Maßnahmenliste, aus der
bestimmte Maßnahmen bereits in den kommen -
den Monaten, also vor Abschluss des Masterplan
Stadtgrün, umgesetzt werden können. Während
des Workshops vor Ort konnten Bürger*innen an -
hand von Klebepunkten eine oder mehrere Maß -
nahmen für einen Ort vorschlagen und konkret in
einer Karte des Stadtbezirks Ehrenfeld verorten.
Dabei konnten sich die Teilnehmenden entweder
an einer von acht vorgeschlagenen Kategorien ori-
entieren oder eine neue Kategorie ergänzen. Ins -
gesamt umfasst der Ideenspeicher 36 konkrete
Maßnahmenvorschläge. Die Auswertung macht
deutlich, dass es im Stadtbezirk Ehrenfeld insbe -
sondere an schattigen Aufenthaltsmöglichkeiten
fehlt. Diese Kategorie wurde von den Teilnehmen-
den elf Mal und damit am Häufigsten benannt.
Weiterhin wurden die Kategorien Pflege- und In -
standsetzungshinweis (7 Nennungen) sowie feh -
lende Mülleimer (5 Nennungen) häufiger gewählt.
Darüber hinaus umfasst der Ideenspeicher allge -
meine Anregungen, die die Bürger*innen äußerten
und die sich keiner der drei vorgeschlagenen Ka -
tegorien zuordnen lassen. Hier sind insgesamt 25
Einträge zusammengekommen (s. Seite 33), so -
dass der Ideenspeicher insgesamt 61 Anregungen
umfasst. Zusätzlich gab es zu den Anregungen im
Ideenspeicher 31 Likes ( Gefällt mir-Angaben) der
Teilnehmenden.
Ideenspeicher
Konkrete Maßnahmen- und Projektideen
ZEICHENERKLÄRUNG IDEENSPEICHER
9.
10.
11.
12.
13.
14.
15.
16.
Konkrete Maßnahmen- und Projektideen
Schattige Aufenthalts-
möglichkeiten
Trinkwasserspender
Mülleimer
Öffentliche Toiletten
Beleuchtung
Beschilderung
Pflege- und
Instandsetzungshinweise
Bücherschrank
!
1.
2.
3.
4.
5.
6.
7.
8.
Kennen Sie weitere Orte, an denen kurzfristig um -
setzbare Maßnahmen zur Aufwertung der Grünflä-
chen beitragen können? Markieren Sie den Ort, in -
dem Sie einen Klebepunkt mit der entsprechenden
Nummer auf dem Luftbild verorten.
_
Sie haben weitere Maßnahmen- oder Pro-
jektideen, die kurzfristig umsetzbar sind?
Ergänzen Sie Ihre Ideen hier!
Konkrete Maßnahmen- und Projektideen
ZEICHENERKLÄRUNG IDEENSPEICHER
9.
10.
11.
12.
13.
14.
15.
16.
Konkrete Maßnahmen- und Projektideen
Schattige Aufenthalts-
möglichkeiten
Trinkwasserspender
Mülleimer
Öffentliche Toiletten
Beleuchtung
Beschilderung
Pflege- und
Instandsetzungshinweise
Bücherschrank
!
1.
2.
3.
4.
5.
6.
7.
8.
Kennen Sie weitere Orte, an denen kurzfristig um -
setzbare Maßnahmen zur Aufwertung der Grünflä-
chen beitragen können? Markieren Sie den Ort, in -
dem Sie einen Klebepunkt mit der entsprechenden
Nummer auf dem Luftbild verorten.
_
Sie haben weitere Maßnahmen- oder Pro-
jektideen, die kurzfristig umsetzbar sind?
Ergänzen Sie Ihre Ideen hier!
Konkrete Maßnahmen- und Projektideen
ZEICHENERKLÄRUNG IDEENSPEICHER
9.
10.
11.
12.
13.
14.
15.
16.
Konkrete Maßnahmen- und Projektideen
Schattige Aufenthalts-
möglichkeiten
Trinkwasserspender
Mülleimer
Öffentliche Toiletten
Beleuchtung
Beschilderung
Pflege- und
Instandsetzungshinweise
Bücherschrank
!
1.
2.
3.
4.
5.
6.
7.
8.
Kennen Sie weitere Orte, an denen kurzfristig um -
setzbare Maßnahmen zur Aufwertung der Grünflä-
chen beitragen können? Markieren Sie den Ort, in -
dem Sie einen Klebepunkt mit der entsprechenden
Nummer auf dem Luftbild verorten.
_
Sie haben weitere Maßnahmen- oder Pro-
jektideen, die kurzfristig umsetzbar sind?
Ergänzen Sie Ihre Ideen hier!
8 Kategorien im Ideenspeicher
Allgemeine
Anregungen
„Den öffentlichen Raum vor Kitas, Schulen
und Spielplätzen als Aufenthaltsflächen für
Kinder und Jugendliche erkennbar aufwerten,
begrünen und sicher gestalten. Die Aufmerk-
samkeit im Straßenverkehr erhöhen und die
Sichtbarkeit von Kindern und Jugendlichen
im öffentlichen Raum betonen.“
„Mehr öffentlicher
Aufenthaltsraum
ohne unmittelbarer
Konsumnutzung.“
„Trinkwasserbrunnen
nicht dauerhaft laufen
lassen, sondern bedien-
bar gestalten.“
„Beleuchtung sollte
nur bei Bedarf angehen
>> bspw. durch
Bewegungsmelder.“
„Öffentliche
Sonnencremespender“
„(...) Ampeln zwischen Äußerer und
Innerer sind eine Zumutung für den
Verkehrsfluss. Der Stress auf der
Subbelrather ließe sich schon er-
heblich reduzieren, wenn man nur
die Hälfte der Ampeln durch Zebra-
streifen ersetzen würde. Vielleicht
kombiniert mit Kreisverkehren
(...).“
Ideenspeicher
Vorschlag für einen
VeedelsBlock
+ Umgestaltung der
Verkehrsführung
„hinter dem Gürtel“
„Unterstützung der Stadt
Köln zur Entsiegelung von
Flächen stärker bewerben
/ in den Fokus bringen.“
„Ein Netz von Grün-
bereichen komplett
über die Stadt
verteilen.“
„Begrünung städtischer
Gebäude“
Masterplan Stadtgrün | Programm Stadtgrün
- 34 -
Resümee & Ergebnisse4
Insgesamt ist die Öffentlichkeitsbeteiligung zum
Masterplan Stadtgrün im Stadtbezirk Ehrenfeld er -
folgreich verlaufen. Durch das zweiphasige Verfah-
ren mit Online-Dialog und Workshop vor Ort konn -
ten verschiedene Zielgruppen angesprochen und
erreicht werden.
Das Beteiligungskonzept wurde von den Teilneh -
menden überwiegend positiv bewertet. Insbeson -
dere die Möglichkeit, sich im Rahmen von zwei Pha-
sen online oder analog zu beteiligen, empfanden
die Bürger*innen dabei als sinnvoll. Während des
Workshops vor Ort hatten die Anwesenden nicht
nur die Möglichkeit, Fähnchen mit eigenen Anre -
gungen zu beschriften und direkt auf dem Modell
zu verorten, sondern auch den Hinweisen anderer
Teilnehmenden mit Klebepunkten zuzustimmen.
Die Unterteilung des Stadtbezirks auf drei Bereiche
bot den Anwesenden zahlreiche Diskussionsmög -
lichkeiten an den drei Modelltischen. Durch die Ar -
beit in kleineren Gruppen entstand eine gute Dis -
kussionsatmosphäre. Die Teilnehmenden hatten
im Laufe der Veranstaltung Zeit, die Modelltische
zu wechseln, sodass sie sich zu allen drei Teilberei-
chen austauschen konnten.
Zum Abschluss der Veranstaltung wurden die drei
Modellbereiche zusammengeschoben. Die Anwe -
senden erhielten somit einen guten Gesamtein -
druck der gesammelten Anregungen sowie deren
räumliche Verteilung. Durch das Zusammenschie-
ben der Modellbereiche entstand eine erneute
Diskussion und somit zugleich ein gelungener Ab-
schluss der Veranstaltung.
Gleichzeitig wurde deutlich, dass in einzelnen Be -
reichen und Stadtteilen nur eine geringe Anzahl an
Hinweisen vorgebracht wurde. Vor diesem Hinter-
grund sahen die Teilnehmenden die Ansprache der
Menschen im gesamten Stadtbezirk als verbesse-
rungswürdig an. Hierbei wurde insbesondere der
Wunsch einer stärkeren Präsenz des Projekts im
Stadtbezirk und im Vorfeld des Workshops deut -
lich. Die Teilnehmenden äußerten den Bedarf nach
mehr niederschwelligen Beteiligungsangeboten.
Insgesamt stellen die 389 eingegangenen Anre -
gungen eine wichtige Grundlage dar, die einen
relevanten Beitrag zur Entwicklung des Maßnah -
menplans für die Entwicklung der Grünflächen im
Stadtbezirk Ehrenfeld leisten kann.
Beteiligungs-Workshop im Bezirksrathaus Ehrenfeld | © Stottrop Stadtplanung
Abb. 10 Ergebnisse der Öffentlichkeitsbeteiligung im Gesamtüberblick | Stadtbezirk Ehrenfeld
Ergebniskarte der
Öffentlichkeitsbeteiligung
im Stadtbezirk Ehrenfeld
Mehr Grün
Mehr Vielfalt
Weniger Konflikte
Masterplan Stadtgrün | Programm Stadtgrün
- 38 -
Anregungen in der digitalen
Karte insgesamt
davon Kommentare
gesammelte Likes
Anregungen insgesamt
Online-Dialog
Vor Ort Workshop
Zusammenfassung
Anregungen auf dem
Modell
Mehr Grün
Mehr Vielfalt
Weniger Konflikte
Ideenspeicher
122
53
76
Mehr Grün
Mehr Vielfalt
Weniger Konflikte
28
21
28
25
102
389
Ideenspeicher
Mehr Grün
Mehr Vielfalt
Weniger Konflikte
150
74
61
287
45
Ideenspeicher 36
104
+ 246 Likes
+ 29 Likes
+ 130
Likes
+ 31 Likes
436
Kontakt / Impressum
Stadt Köln
Amt für Landschaftspflege und Grünflächen
Willy-Brandt-Platz 2 | 50679 Köln
Herr Christoph Hölzer
67-MasterplanStadtgruen@stadt-koeln.de
Die Oberbürgermeisterin
Dokumentation und Grafiken:
Stottrop Stadtplanung
Köln | Dezember 2023
Mitteilung BV
1680 Zeichen
Dezernat, Dienststelle VIII/67/671/2 Vorlagen-Nummer 4032/2023 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Bezirksvertretung 4 (Ehrenfeld) 29.01.2024 Mitteilung über den Verfahrensstand der zweiten Phase des Masterplan Stadtgrün im Stadtbezirk Ehrenfeld Das Amt für Landschaftspflege und Grünflächen hat auf Grundlage des Ratsbeschlusses vom 23.3.2023 zum Masterplan Stadtgrün (Vorlage 2279/2022) umgehend die zweite Bearbei- tungsphase auf der Ebene der Stadtbezirke begonnen. Ab Juni 2023 wurden für den Stadtbezirk Ehrenfeld eine zweistufige Öffentlichkeitsbeteiligung zum Masterplan Stadtgrün – Programm Stadtgrün durchgeführt. Die erste Stufe bestand aus einem Onlinedialog auf dem Portal ‚Meinung für Köln‘. Die zweite Stufe aus einer Bürger*in- nen Werkstatt, die am 26.8.2023 im Bezirksrathaus in Ehrenfeld stattgefunden hat. Die zweite Stufe wurde durch ein externes Büro begleitet und ausgewertet. Die Ergebnisse dieses Beteiligungsverfahrens liegen nun vor. In den kommenden vier Jahren werden die weiteren Stadtbezirke bearbeitet. In 2027 werden alle Ergebnisse aus den Stadtbezirken zu einem Gesamtbericht – Masterplan Stadtgrün- Pro- gramm Stadtgrün zusammengefasst und die daraus abgeleiteten Maßnahmen im Sinne der Weiterentwicklung der grünen Infrastruktur in Köln bestimmt. Das Ergebnis wird abschließend dem Rat der Stadt Köln zum Beschluss vorgelegt. Im Rahmen der Beteiligung im Stadtbezirk wurden darüber hinaus viele kleinere Maßnahmen und Verbesserungsvorschläge vorgebracht, die auch ohne großen Planungsvorlauf oder um- fassende Finanzierungen umsetzbar sind. Anlage: Ergebnisse zweite Stufe Beteiligungsverfahren
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 4032/2023
- Typ
- Mitteilung BV
- Datum
- 18.12.2023
- Erstellt
- 07.12.2023 09:28