Mitteilung über den Verfahrensstand der zweiten Phase des Masterplan Stadtgrün
Mitteilung BV 4032/2023 vom 18.12.2023
Stand: Am 29.01.2024 in der Bezirksvertretung 4 (Ehrenfeld) beraten. Ergebnis: Kenntnis genommen.
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Anlage 1 - Ergebnisse zweite Stufe Beteiligungsverfahren
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Dokumentation der Öffentlichkeitsbeteiligung Masterplan Stadtgrün Programm Stadtgrün © Stottrop Stadtplanung Stadtbezirk Ehrenfeld Abb. 1 Grünflächen im Stadtbezirk Ehrenfeld | © Amt für Landschaftspflege und Grünflächen Stadt Köln Vogelsang Bickendorf OssendorfBocklemünd-Mengenich Ehrenfeld Inhalt Masterplan Stadtgrün Worum geht es? 04 Welche Möglichkeiten zum Mitmachen gab es? 06 1 2 3 Ergebnisse der Öffentlichkeitsbeteiligung 14 4 Resümee 34 Abb. 1 Grünflächen im Stadtbezirk Ehrenfeld | © Amt für Landschaftspflege und Grünflächen Stadt Köln Neuehrenfeld Ehrenfeld Masterplan Stadtgrün | Programm Stadtgrün - 4 - 1 Masterplan Stadtgrün | Worum geht es? Städtische Grünflächen stellen wichtige Erho - lungsorte für die Stadtbevölkerung dar. Zudem können sie das Klima schützen, Hitze spürbar re - duzieren, die biologische Vielfalt erhalten und den natürlichen Wasserkreislauf begünstigen. Der Er - halt und die Sicherung von Grün- und Freiflächen sind innerhalb der Stadtentwicklung somit beson - ders wichtig. Aus diesem Grund hat die Stadt Köln im Jahr 2021 die Aufstellung des Masterplans Stadtgrün (ehem. Masterplan Grün) beschlossen. 2023 folgte der Beschluss zur Ausarbeitung der ersten Phase. Diese bezieht sich vor allem auf die Sicherung und Weiterentwicklung des vorhande - nen Grün- und Freiflächensystems im Sinne der Grün-Blauen Infrastruktur. Ziel ist die Entwicklung multicodierter und resilienter Freiflächen, die die Stadt auch in Zukunft lebenswert halten. Der Ratsbeschluss befördert den Masterplan Stadtgrün in die partizipative zweite Bearbeitungs- stufe auf der Ebene der Stadtbezirke. Es geht ins - besondere darum, Potenzialflächen und Entsiege - lungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Ein wesentlicher Bestandteil dieses Vorhabens ist es, die in Köln lebenden Menschen in das Vorhaben einzubezie - hen. Auf ihren alltäglichen Wegen laufen Men - schen täglich durch ihren Stadtteil und passieren dabei viele Orte. Wie gut ist der nächste Park zu erreichen? Wo fehlen schattenspendende Bäume? Wo gibt es Mängel? Diese Fragen lassen sich am besten von den Menschen vor Ort beantworten. Sie sind die Expert*innen für die jeweilige Situa - tion vor Ort und können somit wichtige Hinweise und Ideen für ihren Stadtteil einbringen. Die Stadt hat daher entschieden, das Projekt von einer weit- reichenden Bürgerbeteiligung, dem „Programm Stadtgrün“ begleiten zu lassen. Im Rahmen des „Programm Stadtgrün“ können Bürger*innen konkrete Anregungen und Ideen im Hinblick auf die Versorgung mit Grün- und Freiflä - chen für ihren Stadtbezirk einbringen. Außerdem gibt es die Möglichkeit, aktuelle Mängel aufzuzei - gen. Mit den Ergebnissen aus der Öffentlichkeits - beteiligung soll in jedem Stadtbezirk ein Plan mit konkreten Maßnahmen entstehen. Aus den ein - zelnen Maßnahmenplänen wird schließlich ein Gesamtplan für die Grünflächen in der Stadt Köln erstellt. Von den insgesamt neun Stadtbezirken in Köln stehen jedes Jahr zwei im Fokus. Den Anfang machten im Jahr 2023 die Stadtbezirke Kalk und Ehrenfeld. Die Dokumentation vermittelt einen Eindruck der Beteiligung im Stadtbezirk Ehrenfeld. Während des gesamten Zeitraumes haben sich viele Menschen sowohl online als auch analog vor Ort beteiligt. Ins- gesamt wurden 389 Anregungen von Bürger*innen vorgebracht und mittels der Online-Karte oder an - derer Tools im Workshop konkret in der Karte des Stadtbezirks Ehrenfeld verortet. weitere Informationen zum Masterplan gibt es hier. Beteiligungsmobil unterwegs in Ehrenfeld | © Stottrop Stadtplanung Masterplan Stadtgrün | Programm Stadtgrün - 6 - Welche Möglichkeiten zum Mitmachen gab es?2 Die Öffentlichkeitsbeteiligung fand innerhalb von zwei Phasen statt. Erstmalig konnten sich Bürger*innen vom 5. bis zum 18. Juni 2023 in einem umfassen- den Online-Dialog (Phase I) beteiligen. Im Rahmen dieses Dialogs hatten alle interessierten Bürger*innen die Möglichkeit, auf allgemeine Fragen zu der Nutzbarkeit, Erreichbarkeit und Qualität der Grün- und Freiflächen in Ehrenfeld zu antworten und da - mit der Stadtverwaltung einen Eindruck über die Nutzung der vorhandenen Grünflächen in ihrer Le- bensumgebung zu vermitteln. Zusätzlich konnten Bürger*innen anhand von drei Kategorien: Mehr Grün, Mehr Vielfalt, Weniger Konflikte Vorschläge, Anmerkungen oder Mängel in einer digitalen Karte konkret verorten. Aufbauend auf den Online-Dialog fand in der zweiten Phase der Öffentlichkeitsbeteiligung ein Workshop vor Ort statt. Hierzu wurden alle inte- ressierten Bürger*innen am 26. August 2023 in das Bezirksrathaus in Ehrenfeld eingeladen. Ne - ben einem Input zum Masterplan Stadtgrün sowie einem Statusbericht zum Online-Dialog gab es die Möglichkeit, an insgesamt drei Teilraumkar - ten (Modelltische) Anregungen zur Verbesserung der Grün- und Freiraumversorgung im Stadtbezirk zu geben. Anhand der drei Fragen: Wo wünschen Sie sich mehr Grün? Welche Nutzungen wünschen Sie sich hier? Welche Konflikte gibt es hier? konn- ten die Beteiligten ihre Hinweise und Anregungen mittels Fähnchen direkt in der Karte markieren. Die drei Teilmodelle wurden anschließend zu einem Gesamtplan des Stadtbezirks zusammengescho - ben, sodass die Beteiligten einen Eindruck aller gesammelten Anregungen für den Stadtbezirk er - halten konnten. Zusätzlich zu den Modelltischen gab es die Mög - lichkeit, konkrete Projektideen in einem Ideenspei- cher zu sammeln. Während der Veranstaltung fand außerdem eine aufsuchende Beteiligung mit dem Beteiligungsmobil statt. So hatten interessierte Bürger*innen Gelegenheit, sich am Tag des Work - shops über den Masterplan Stadtgrün sowie über die Veranstaltung zu informieren. Der Tag endete mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse aus dem Workshop. Während des gesamten Veranstaltungstages standen Vertreter*innen vom Amt für Landschafts- pflege und Grünflächen sowie vom Büro Stottrop Stadtplanung, welches die Öffentlichkeitsbeteili - gung intensiv begleitete, für fachliche Rückfragen zur Verfügung. Dokumentation Öffentlichkeitsbeteiligung | Ehrenfeld - 7 - Phase I Phase II Online-Dialog 5. bis 18. Juni 2023 Workshop vor Ort 26. August 2023 Teil 1 Beantwortung von allgemeinen Fragen zum Programm in Ehrenfeld Teil 2 Verortung von Vorschlägen, Anmerkungen oder Mängeln in einer digitalen Karte Input zum Masterplan Stadtgrün Modelltische aufsuchende Beteiligung Statusbericht Online-Dialog Resumée Abb. 2 Ablauf der Öffentlichkeitsbeteiligung zum Masterplan Stadtgrün Masterplan Stadtgrün | Programm Stadtgrün - 8 - Teil 1 | Allgemeine Fragen Phase I | Online-Dialog Gibt es auseichend Angebote für alle Altersgruppen? ja nein keine Angabe 72 300 159 Wie wichtig ist Ihnen die Sauberkeit in den Parkanlagen? sehr wichtig wichtig keine Angabeunwichtig 233 138 1 159 Wie bewerten Sie die Sicherheit in den Parkanlagen? gut mittel keine Angabeschlecht 155 165 52 159 Wie bewerten Sie die Ausstattung der Parkanlagen? gut mittel keine Angabeschlecht 72 199 101 159 Während des Online-Dialogs im Juni 2023 hatten die Bürger*innen zunächst Zeit, allgemeine Fra - gen zur Situation der Grünflächen in ihrem Stadt- teil zu beantworten. Die folgenden Darstellungen zeigen ein allgemeines Stimmungsbild der abge- gebenen Antworten zu einigen der Fragen in den beiden Fokus-Stadtteilen Ehrenfeld und Kalk im Jahr 2023. Wie ist die Erreichbarkeit zur nächsten Parkanlage? gut mittel keine Angabeschlecht 185 121 66 159 Dokumentation Öffentlichkeitsbeteiligung | Ehrenfeld - 9 - Teil 2 | digitale Karte Mehr Grün | Wo können Sie sich mehr Grün in Ehrenfeld vorstellen? Mehr Vielfalt | Was fehlt Ihnen noch vor Ort? Wovon muss es mehr geben? Weniger Konflikte | Wo gibt es Handlungsbedarf? Wie können aus ihrer Sicht Konflikte vermieden werden? In der digitalen Karte konnten Bürger*innen schließlich online Anregungen und Ideen zu den Themenbereichen Mehr Grün, Mehr Vielfalt, Weni- ger Konflikte angeben und die konkreten Orte für ihre Vorschläge in einer interaktiven Online-Karte markieren. Insgesamt sammelten die teilneh - menden Bürger*innen im Online-Dialog 287 An - regungen. 45 dieser Anregungen wurden in Form von Kommentaren und Zustimmungen verfasst. Die digitale Karte des Online- Dialogs ist hier einsehbar. Abb. 3 Auschnitt Karte des Online-Dialogs zum Masterplan Stadtgrün im Stadtbezrik Ehrenfeld Hitzemaßnahmen Die Subbelrather Straße heizt sich im Sommer sehr stark auf. Neben einer Reduzierung des motorisierten Verkehrs sollten auf der gesamten Länge Begrünungsmaßnahmen ergriffen werden. Weiterlesen x Zusätzlich gab es insgesamt 436 Likes ( Gefällt mir-Angaben) zu den gegebenen Anregungen. Masterplan Stadtgrün | Programm Stadtgrün - 10 - Zwischenfazit und Meldungsschwerpunkte Nach Abschluss des Online-Dialogs fand eine ers- te Auswertung der gesammelten und verorteten Anregungen statt. Anhand der gesammelten Hinweise wurden die drei Themenbereiche Mehr Grün, Mehr Vielfalt und Weniger Konflikte anschlie- ßend in jeweils fünf Kategorien unterteilt. Ideen, die den Kategorien nicht zugeordnet werden konnten, wurden im sogenannten Ideenspeicher zusammengetragen. Hierin befinden sich also konkrete Projektideen, die sich kurzfristig um - setzen lassen (z.B. Installation von Mülleimern, Beleuchtung oder Trinkwasserspendern). Au - ßerdem konnten sogenannte Meldungsschwer - punkte identifiziert werden. Hierbei handelt es sich um Teilräume, zu denen besonders viele An- merkungen eingegangen sind. Meldungsschwerpunkt: NEPTUNPLATZ Immer häufiger wird der Platz alsParkplatz verwendet. Dann ist endgültig kein Platz mehr für spielende Kids. Bei Beschwerden beim Ordnungsamt kommt selten jemand vorbei. DievorhandenenPolleram Neptunplatz werden, insbesondere an Wochenenden/Feiertagen, häufig einfachausderVerankerunggehoben und beiseite gelegt. Dann wird der Neptunplatz als illegaler Parkplatzvon (häufig auswärtigen) SUV etc. genutzt. Hier sollte zum einen öfterdurchdenVerkehrsdienst kontrolliertwerdenund zum anderen ein wirksamer Schutz installiert werden, damit die Poller nicht einfach von jedem ausgehoben werden können. KONFLIKT Mobilität KONFLIKT Mobilität EinGrünstreifen, am besten mit Brunnen/Wasserspielin der Mitte würde immer noch den tollen Markt zulassen, und zusätzlichSchatten spenden. ImHochsommeristderPlatzein Brutofen, erst Nachts kann man es dort aushalten - was aber die Anwohner:innen nervt. Der Neptunplatz hat nurwenig Grünund ist dahereherein Hitzezentrumals ein Erholungsort. Im Sommer einBrutofenohneSchatten . Kann hier eingrünerMittelstreifen mit beschattendenBäumenundeinem Brunnen/WasserspielAbhilfe schaffen? Der tolle Wochenmarkt würde immer noch hinpassen. Meist ist der Platz gar nicht ganz voll, wenn Markt ist. Hier fehlenBäume. MEHRVIELFALT Platzgestaltung MEHRVIELFALT Platzgestaltung MEHRVIELFALT Platzgestaltung MEHRGRÜN auföffentlichenFlächen MEHRGRÜN auföffentlichenFlächen MEHRGRÜN auföffentlichenFlächen MEHRGRÜN auföffentlichenFlächen MEHRGRÜN Klimaanpassung Abb. 4 Beispiel Medlungsschwerpunkt Neptunplatz Dokumentation Öffentlichkeitsbeteiligung | Ehrenfeld - 11 - Phase II Workshop vor Ort Zu Beginn wurden die Teilnehmenden des Work - shops durch den Bezirksbürgermeister Herrn Spelthann sowie Herrn Hölzer, den stellvertreten- den Leiter des Amtes für Landschaftspflege und Grünflächen, begrüßt. Nach einem allgemeinen Überblick über die Inhalte und Ziele der Veranstal- tung waren die Bürger*innen schließlich eingela - den, sich rege an der Diskussion zu beteiligen. An drei Modelltischen konnten sie ihre Anregungen zu den drei Kategorien Mehr Grün, Mehr Vielfalt, Weniger Konflikte auf Fähnchen schreiben und die entsprechenden Straßen, Parks oder Grünflä- chen konkret im Plan markieren. Jeder der drei Modelltische zeigte einen anderen Bereich des Stadtbezirks Ehrenfeld. Insgesamt wurden 102 Anregungen auf den Modelltischen abgegeben. Zusätzlich waren die Teilnehmenden eingeladen, konkrete Projektideen im Ideenspeicher zu sam - meln. Alle Anwesenden hatten außerdem die Ge- legenheit, mit einem der Vertreter*innen aus der Stadtverwaltung ins Gespräch zu kommen und sich mit anderen Anwesenden aus der Nachbar - schaft zum Thema Grünflächen im Stadtbezirk Ehrenfeld auszutauschen. Abb. 5 Workshop vor Ort zum Masterplan Stadtgrün im Bezirksrathaus Ehrenfeld © Stottrop Stadtplanung Abb. 6 Anmerkungen aus der Öffentlichkeitsbeteiligung im Stadtbezirk Ehrenfeld © Amt für Landschaftspflege und Grünflächen Stadt Köln Bocklemünd- Mengenich Ossendorf Vogelsang Ehrenfeld Bickendorf Abb. 6 Anmerkungen aus der Öffentlichkeitsbeteiligung im Stadtbezirk Ehrenfeld © Amt für Landschaftspflege und Grünflächen Stadt Köln Parks / Grünflächen Öffentliche Flächen / Plätze Öffentliche Straßen / Wege Klimaanpassung / Wasser Private Flächen / Gebäude Mehr Grün Artenvielfalt Essbares- / Aneignungsgrün Aktive Nutzung Quartiersplatz / Treffpunkt Fuß- und Radwege- gerechte Freiräume Mehr Vielfalt Mobilität / Bewegung Lärm Unterhaltung / Pflege Zugang / Erreichbarkeit Hoher Nutzungsdruck Weniger Konflikte Anmerkungen im Stadtbezirk Ehrenfeld Masterplan Stadtgrün | Programm Stadtgrün - 14 - Ergebnisse der Öffentlichkeitsbeteiligung Innerhalb des zweiphasigen Verfahrens mit Online- Dialog und Workshop vor Ort, konnten für den Stadtbezirk Ehrenfeld insgesamt 389 Anregungen gesammelt werden. Die Teilnehmenden verorteten 287 Anregungen während des Online-Dialogs in der digitalen Karte. Durch den Workshop vor Ort im Bezirksrathaus Ehrenfeld wurden weitere 102 Anregungen ergänzt. Im Folgenden findet eine Er - läuterung der Anregungen anhand der gewählten Kategorien statt. Mehr Grün Anzahl der Nennungen aus dem Online-Dialog und dem Workshop vor Ort: lagerung von Anmerkungen an einem Ort nicht stattfindet. Außerdem wurden Flächen genannt, die mehrere Hektar umfassen, ebenso wie kleine, kaum 100 m² große Flächen. Die Anmerkungen verdeutlichen, dass den Bür - ger*innen in thematischer Hinsicht abseits von neuen Grünräumen und Freiraumverbindungen auch die Qualifizierung und dabei insbesondere die naturnahe Anpassung bereits bestehender Flä- chen und Bepflanzungen wichtig ist. Der Großteil der Bemerkungen zur Anpassung von Grünräumen bezieht sich auf fehlende Bäume und den Wunsch Kategorie | Parks / Grünflächen Innerhalb der Kategorie Parks / Grünflächen fand im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung eine Auseinandersetzung mit der Aufwertung bzw. Qualifizierung bereits vorhandener Grün- und Parkflächen statt. Insgesamt wurden durch den Online-Dialog und den Workshop vor Ort elf Anmerkungen zu dieser Kategorie zusammenge - tragen. Die Anmerkungen der Bürger*innen fallen sowohl im Hinblick auf die räumliche als auch die thematische Verortung sehr unterschiedlich aus. Räumlich verteilen sich die Anregungen im ge - samten Stadtbezirk Ehrenfeld, sodass eine Über - 3 11 46 28 16 31 Kommentare: 18 Gesamt: 150 + 246 Likes Parks / Grünflächen Öffentliche Flächen / Plätze Private Flächen / Gebäude Öffentliche Straßen / Wege Klimaanpassung / Wasser Dokumentation Öffentlichkeitsbeteiligung | Ehrenfeld - 15 - nach Neupflanzungen abseits von klassischen Wiesenflächen. Hier benannten die Bürger*innen den Leo-Aman-Park, die Grünfläche am Strand - läuferweg sowie den Parks an der Rochusstraße gegenüber der JVA. Einen wichtigen Stellenwert nehmen zudem Flächen ein, denen ein großes Potential zur Entwicklung und Qualifizierung als Grünräume zukommt. Hierbei sind insbesondere das ehemalige Coty-Gelände sowie die Grünfläche an der Masiusstraße zu nennen. Kategorie | Öffentliche Flächen / Plätze Innerhalb der Kategorie Öffentliche Flächen / Plätze beschäftigten sich die Teilnehmenden mit dem derzeitigen Zustand der öffentlichen Plätze im Stadtbezirk Ehrenfeld. Zusätzlich rückten sie die Bedarfe der Umgestaltungen dieser Flächen in den Fokus. Im Rahmen der Beteiligungsmöglichkeiten erarbeiteten die Bürger*innen insgesamt 28 Anre - gungen. Ein Großteil dieser Hinweise verortet sich in den Stadtteilen Ehrenfeld und Neuehrenfeld. Zu den Stadtteilen Vogelsang, Bickendorf, Ossen - dorf und Bocklemünd / Mengenich gab es ledig - lich vier Anmerkungen. Der Grund für eine solche Verteilung ist in der urbanen Dichte im Südosten des Stadtbezirks zu suchen. Insbesondere hier werden öffentliche Räume und Treffpunkte durch versiegelte Flächen präsentiert, wohingegen die nordwestlichen Stadtteile aufgrund des äußeren Grüngürtels ein erhöhtes Maß an Natur- und Grün- flächen vorweisen können. Entsprechend ihrer räumlichen Schwerpunkte ver- weisen die Anmerkungen inhaltlich vermehrt auf die Relevanz der Entsiegelung und Begrünung ur - baner Freiräume, die durch den derzeitigen hohen Versiegelungsgrad negativen Folgen ausgesetzt sind. Hierzu zählen mitunter die Entstehung von Hitzeinseln, ein Mangel an Retentionsflächen und die ästhetische Minimierung des Freiraums. Als Beispiele für solche Orte nannten die Teilnehmen- den den Alpenerplatz, den Lenauplatz, den Nep - tunplatz und das Barthonia-Forum. Darüber hinaus merkten die Teilnehmenden öf - fentliche Flächen an, die derzeit keine oder nur eine geringe Freiraumqualität aufweisen, denen je- doch ein Transformationspotenzial zukommt. Ne- ben der Fläche südlich der Mercedes Benz Nieder- lassung an der Widdersdorfer Straße, nannten die Bürger*innen den Raum zwischen Anna-Lindh-Straße und Bertha-Sander-Straße. Kategorie | Private Flächen / Gebäude Innerhalb der Kategorie Private Flächen / Gebäude konnten insgesamt 31 Anmerkungen zu privaten Flächen als potentielle Grünräume gesammelt werden. Während sich die Anmerkungen räumlich mehrheitlich auf den Stadtteil Ehrendfeld bezogen, sind sie inhaltlich sehr divers. Ein besonderer Stel- lenwert kommt folgenden Themen und Orten zu: • Umnutzung bestehender Flächen (Obere Eta - gen des Parkhauses am Bezirksrathaus) • Entsiegelungen von großflächigen Räumen (Alter Schlachthof, Autohaus Fleischhauer) • Zwischennutzungen (Grundstück Vogelsanger Straße / Ecke Innere Kanalstraße, Bauerwartungsland Anna-Lindh-Straße) • Beteiligungsmöglichkeiten an neuen Planungen (Siemens-Gelände, Max-Beck-Areal) Abseits dessen wünschten sich die Bürger*innen im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung eine Öff- nung von Schulhöfen für die Allgemeinheit nach den Schulzeiten und innerhalb der Ferien. Neben Masterplan Stadtgrün | Programm Stadtgrün - 16 - einige Anmerkungen aus der Beteiligung, wie z.B. die Schließung der Baumreihe in der Eichendorff - straße bereits als konkrete Umsetzung in dem Straßenbaumkonzept geplant sind. Kategorie | Klimaanpassung / Wasser Zur Kategorie Klimaanpassung / Wasser wurden 16 Anmerkungen gemacht, sodass diesem Thema eine relativ geringe Aufmerksamkeit im Bereich Mehr Grün zukommt. Es ist jedoch festzustellen, dass es teilweise Überschneidungen mit den ande- ren vier Themenbereichen gab und eine Zuordnung zu anderen Kategorien stattfand. Die angebrachten Hinweise sind räumlich alle im Bereich der Subbelrather Straße bzw. dem nördlich angrenzenden Takufeld zu verorten. Sie beziehen sich thematisch primär auf den Umgang mit Was- ser. Spezifisch rückt der Wunsch nach einer kleine- ren Wasserfläche im Bereich des Takufeldes in den Vordergrund. Begründet wird dieser Wunsch mit diversen Vorteilen für Mensch und Natur, die durch eine solche Maßnahme entstehen könnten. Dazu zählen neben der Erhöhung der Biodiversität auch die Kühlung des Raumes oder der Schutz vor Stark- regenereignissen. Der Schutz vor Starkregenereignissen stellt zudem den Ausgangspunkt der Anmerkungen dar, die sich auf die Subbelrather Straße beziehen. Durch Star - kregensituationen entstehen an diesem Ort immer wieder Hochwasserproblematiken (z.B. vollgelau - fene Keller, Erodieren von Erde und Schlamm des nördlichen Grünraums). Die Bürger*innen wün - schen sich eine Lösung für die Situation und ver - weisen auf den ursprünglich vorhandenen Dorf - teich, der bei Starkregenereignissen genügend Wasser aufnehmen konnte und somit materielle und menschliche Schäden verhinderte. einem höheren und diverseren Freizeitangebot nannten die Teilnehmenden den Vorteil, dass die Schulhöfe durch die Öffnung einen Großteil der Zeit nutzbar sind und nicht leer stehen würden. Kategorie | Öffentliche Straßen / Wege In der Kategorie Öffentliche Straßen / Wege brach- ten die Bürger*innen insgesamt 46 Hinweise ein. Es ist somit die Kategorie mit den meisten Anmer- kungen innerhalb des Themenfeldes Mehr Grün . Ähnlich wie in den Kategorien zuvor liegt der Fo - kus der Anmerkungen vor allem auf dem urbanen Raum der Stadtteile Ehrenfeld, Neuehrenfeld und Bickendorf. Doch auch zum Gewerbegebiet in Os - sendorf wurden einige Anmerkungen gemacht. Thematisch beziehen sich die Anmerkungen dar - auf, den Pkw-Verkehr zu verringern, Parkplatzflä - chen zu entsiegeln und Bäume zu pflanzen. Die Teilnehmenden erwähnten diese Maßnahmen als erforderlich, um die Regenwasserretention zu er - höhen, Hitzetage und Lärm zu reduzieren sowie die Sicherheit und den Platz im Straßenraum zu er- höhen. Ergänzend wurden punktuelle Maßnahmen vorgeschlagen, wie zum Beispiel Fassadenbegrü - nung in Straßen, die wenig Platz für Bäume bieten (z.B. Vogelsanger Straße) oder die Erhöhung der Biodiversität durch die Ausbildung von Baum - scheiben (z.B. Venloer Straße). Auch wenn die Bürger*innen nur einige der Stra - ßen im Bezirk Ehrenfeld herausgestellt haben, lassen sich die Wünsche und Hinweise auf die meisten Orte übertragen. Schon jetzt wird ein Netz aus Grünräumen ersichtlich, welches zukunftsori - entiert wachsen könnte. Anregungen dafür liefert derweil auch das Straßenbaumkonzept des Stadt- bezirks Ehrenfeld. Dort sind vorhandene und ge - plante Bäume festgehalten. Es ist ersichtlich, dass Dokumentation Öffentlichkeitsbeteiligung | Ehrenfeld - 17 - Fokusraum: Venloer Str. / Subbelrather Str. Ein Hauptaugenmerk der Anregungen zum The - menfeld Mehr Grün liegt auf der Venloer Straße so- wie der Subbelrather Straße im Kreuzungsbereich Äußere Kanalstraße. Diese hochfrequentierten Straßen sind von hohem Nutzungsdruck belastet. Insbesondere die Verkehrssituation ist Bestand - teil mehrerer Diskussionen und Überlegungen. Der vielfach geäußerte Wunsch nach mehr Begrünung und weniger Pkw-Verkehr unterstreicht die Dring - lichkeit einer Änderung des derzeitigen Zustan - des. Teil des Fokusraums ist zudem das ehemalige Coty-Gelände an der Venloer Straße. Aufgrund der Flächengröße, bietet das Gelände ein großes Po - tenzial zur Entwicklung neuer Grünstrukturen im Stadtbezirk Ehrenfeld. MehrBegrünung, wenigerParkplätze, wenigerAutoverkehr (5xgenannt)Venloer Straße Straßenbäume Häuschens- weg WegnahmeParkplätze undmehr Straßenbäume/ Begrünung(2xgenannt) Wilhelm- Mauser- Straße ReduzierungMIV, wenigerParkplätze, mehrBegrünungund Bäume(3xgenannt)Subbelrather Straße Entsiegelungund BegrünungFelten- straße WenigerParkplätze, mehrBäumeGrüner Brunnenweg Retentionsmöglichkeiten aufgrundHochwasser- problematikenbei StarkregenSubbelrather Straße Bessere Platzgestaltung, EntsiegelnundBäumeRochusplatz Platzentsiegeln Alpenerplatz MehrBäumeund BepflanzungVenloer Straße Grünflächenerhalten, mehrBäumeund WildblumenCoty-Gelände Äußere Kanalstraße Venloer Straße Venloer Straße Subbelrather Straße Sandweg Äußere Kanalstraße Abb. 7 Anmerkungen zum Thema Mehr Grün | Kartenausschnitt Grüner Brunnenweg Masterplan Stadtgrün | Programm Stadtgrün - 18 - Anregungen zum Thema Mehr Grün Mehr Grün Wo wünschen Sie sich mehr Grün? „Diese Grünfläche sollte unbedingt gesichert werden. Sie bietet ein großes Potential für eine naturnahe Gestaltung und stellt ein wichtiges grünes Gegengewicht gegenüber dem wuchtigen Gewerbepark an der Matthias-Brüggen-Str.“ >> Hugo-Eckener-Straße „Auf dem sogenannten Coty- Gelände sollen die nicht bebauten Flächen erhalten bleiben.“ >> Coty-Gelände „Auf dem alten Siemensgelände und drumherum sollte mehr Grün realisiert werden.“ >> Pellenzstraße „Der Park verträgt mehr Bäume und auch eine Wasserfläche.“ >> Takufeld Parks / Grünflächen Öffentliche Flächen / Plätze Private Flächen / Gebäude Öffentliche Straßen / Wege Klimaanpassung / Wasser „Der Neptunplatz hat nur wenig Grün und ist daher eher ein Hitzezentrum als ein Erholungsort.“ >> Neptunplatz „Einige Bäume würden diesem sehr viel genutzten Treff- punkt gut tun.“ >> Subbelrather Str. „Asphaltwüste ohne Schatten, Grün und Gestaltung“ >> Äußere Kanalstr. „Zwischen Parkflächen und Straße sollten Bäume gepflanzt werden.“ >> Liebigstraße Beteiligungs-Workshop im Bezirksrathaus Ehrenfeld | © Stottrop Stadtplanung Masterplan Stadtgrün | Programm Stadtgrün - 20 - gestaltet werden könnten. Zum einen handelt es sich hierbei um das ehemalige Coty-Gelände. Die Teilnehmenden identifizierten das Gelände als wichtige Potenzialfläche im Sinne einer grünen Entwicklung und Aufwertung durch artenreiche Wiesen. Zusätzlich bewerteten die Teilnehmenden die Fläche als grüne Schneise mit wichtiger Funk - tion für das Stadtklima. Des Weiteren wurde die Grünfläche an der Ecke Militärringstraße / Hugo- Eckner-Straße als Potenzialfläche für die Entwick - lung eines Naturerlebnisparks erwähnt. Die Siche- rung der Grünfläche wurde dabei hinsichtlich eines grünen Gegengewichts zum benachbarten Gewer- begebiet Ossendorf von den Teilnehmenden als besonders wichtig herausgestellt. Kategorie | Essbares-, Aneignungsgrün Innerhalb der Kategorie Essbares- und Aneig - nungsgrün setzten sich die Teilnehmenden mit Potenzialflächen für die Entwicklung von Gemein - schaftsgärten o.ä. auseinander. Zu dieser Katego- rie wurden lediglich fünf Beiträge verfasst. Unter den Beiträgen identifizierten die Teilnehmenden Kategorie | Artenvielfalt Innerhalb der Kategorie Artenvielfalt identifizier- ten die Teilnehmenden in insgesamt 15 Beiträgen mehrere Flächen, die sich für eine Gestaltung zur Unterstützung der Artenvielfalt eignen. Hierzu zählen beispielsweise Wildblumenwiesen oder bienenfreundliche Sträucher. Die Flächen befinden sich mehrheitlich entlang von Straßenräumen und beziehen sich teilweise auf (ehemalige) Parkstrei- fen. Folgende Straßen wurden von den Teilneh - menden genannt: • Vitalistraße • Ehrenfeldgürtel • Ottostraße • Liebigstraße • Innere Kanalstraße • Rothehausstraße • Weinsbergstraße • Rochusstraße Neben den straßenbegleitenden Flächen, die die Teilnehmenden als Potenzialflächen identifizier - ten, wurden weitere Flächen benannt, die im Zuge einer Grünentwicklung im Sinne der Artenvielfalt Mehr Vielfalt Anzahl der Nennungen aus dem Online-Dialog und dem Workshop vor Ort: 15 13 5 1816 Kommentare: 7 Gesamt: 74 + 29 Likes Artenvielfalt Essbares- / Aneignungsgrün Aktive Nutzung Quartiersplatz / Treffpunkt Fuß- und Radwege- gerechte Freiräume Dokumentation Öffentlichkeitsbeteiligung | Ehrenfeld - 21 - zwei Orte als Potenzialflächen. Zum einen han - delt es sich hierbei um eine kleine Grünfläche am Häusschensweg 7 in der Siedlung Bickendorf. Zum anderen wurde eine brachliegende Baufläche an der inneren Kanalstraße als Potenzialfläche für einen möglichen Gemeinschaftsgarten erwähnt. Neben den Hinweisen zu Potenzialflächen gab es außerdem eine Anmerkung zum bestehenden Ge - meinschaftsgarten Finkennest in Vogelsang. Trotz der Bemühungen des Vereins, den Platz grüner zu gestalten, stellt die vollständig asphaltierte Fläche im Sommer eine Hitzeinsel dar. Dementsprechend äußerten die Teilnehmenden in diesem Beitrag den Wunsch, die Fläche umfassender umzugestal- ten und zu entsiegeln. Kategorie | Quartiersplatz / Treffpunkt Die Auswertungen der insgesamt 13 Anmerkungen in der Kategorie Quartiersplatz / Treffpunkt verdeut- lichen, dass im Stadtbezirk Ehrenfeld derzeit viele der vorhandenen Quartiersplätze und Treffpunkte nicht ausreichend mit Bäumen und Grünflächen versorgt sind. Vielmehr sind viele der Plätze sehr stark oder komplett versiegelt, oftmals fehlen Was- serspender und Sitzgelegenheiten. Die Bürger*innen benannten im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteili - gung folgende Plätze: • Neptunplatz • Platz am Barthonia-Forum • Rochuspark • Platz an der Ottostraße • Lenauplatz Im Zusammenhang mit dem Platz an der Ottostra- ße wurde zusätzlich auf die Öffnung der Bahnbögen verwiesen, die sich parallel zur Platzgestaltung an- bieten würde. Außerdem wartet die Nachbarschaft am Rochusplatz seit längerer Zeit auf eine notweni- ge Umgestaltung, die bisher jedoch nicht erfolgt ist. Neben den Quartiersplätzen wurden drei Straßen als wichtige Treffpunkte identifiziert: Die Subbel - rather Straße, die Venloer Straße und die Liebig- straße. In allen drei Straßen äußerten die Teilneh - menden das Fehlen von Bäumen und schlugen Maßnahmen zur Entsiegelung sowie die Einrich - tung von Sitzbänken vor. Kategorie | Aktive Nutzung: Spiel & Sport Innerhalb der Kategorie Aktive Nutzung: Spiel- und Sport ging es einerseits um den Bedarf neu zu schaffender Spiel- und Sportangebote und ande - rerseits um die Sanierung vorhandener Flächen. Die insgesamt 16 Anmerkungen verdeutlichen, dass das derzeit vorhandene Angebot nicht allen Nutzergruppen gerecht wird und ein Bedarf an vielfältigeren Angeboten besteht. Konkret wurde der Wunsch nach Spielplätzen für Kinder (z.B. K4 Ecke Wöhlerstraße / Nußbaumstraße) sowie nach Sportgeräten sowohl für Jugendliche und Erwach- sene (Bartholomäus-Schink-Straße) als auch für Senior*innen (Rochuspark) geäußert. Außerdem äußerten die Teilnehmenden mehrmals den Be - darf einer (Beach)-Volleyball-Anlage. Als mögliche Standorte nannten sie den Rochuspark sowie das Takufeld. Bei den Anmerkungen, die sich auf den Sanie - rungs- bzw. Erweiterungsbedarf beziehen, erwähn- ten die Bürger*innen beispielsweise den Basket - ballplatz Am Rosengarten oder den Spielplatz Am Rosenhof. Konkret schlugen sie eine Erweiterung mit Möglichkeiten zum Klettern, Rutschen oder Wasserspiele für Kinder vor. Beim Spielplatz am Leo-Amman-Park sehen die Teilnehmenden das Potenzial zur Entwicklung eines Natur- oder Abenteuer- spielplatzes. Außerdem wurde eine Änderung Masterplan Stadtgrün | Programm Stadtgrün - 22 - des Sportplatzes an der Christian-Schult-Straße in ein Kleinspielfeld und Grünanlage für öffentli - chen Sport vorgeschlagen. Darüber hinaus zeigt die Auswertung, dass es einen erhöhten Bedarf an Tischtennisplatten im Stadtbezirk zu geben scheint. Die Teilnehmenden verwiesen mehrmals auf den Bedarf weiterer bzw. die Erneuerung be - stehender Tischtennisplatten (z.B. Spielplatz Am Rosenhof, Thielenstraße). Kategorie | Fuß- und Radwegegerechter Freiraum Innerhalb des Themenfeldes Mehr Vielfalt wurden unter der Kategorie Fuß- und Radwegegerechter Freiraum mit 18 Anmerkungen die meisten Stim - men gesammelt. Thematisch beziehen sich die se vielfach auf mangelhafte Fuß- und Radwege - verbindungen, die durch beschädigte Wege oder fehlende Abschnitte zustande kommen. Die Teil - nehmenden äußerten mitunter den Bedarf einer durchgehenden Verbindung entlang der Militär - ringstraße sowie zwischen dem Gewerbegebiet Ossendorf und den Grünflächen im Stadtbezirk. Darüber hinaus besteht der Bedarf einer Anbin - dung nach Bocklemünd / Mengenich sowie Ver - bindungen in andere Stadtbezirke. Viele der oben genannten Verbindungen beste - hen derzeit lediglich über Trampelpfade, die dem hohen Nutzungsdruck nicht entsprechen, sodass vermehrt Konfliktsituationen zwischen dem Fuß- und Radverkehr entstehen. Als Beispiel nennen die Teilnehmenden die Verbindung zwischen Os - sendorf und Vogelsang. Ein ausgebauter Fuß- und Radweg könnte die beiden Stadtteile besser an - binden. Neben dem Bedarf, Fuß- und Radwegever- bindungen auszubauen, identifizierten die Teilneh- menden im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung Potenzialstrecken für den Bau von neuen Fuß- und Radwegen. Als Beispiele nannten sie eine begrün- te Fuß- und Radwegetrasse entlang der ehemali - gen Gleistrassen an der Stolberger Straße oder eine mögliche Weiterführung der Brücke an der Weinsberger Straße als begrünter Fuß- und Rad - weg. Neben den Fuß- und Radwegeverbinden brachten die Teilnehmenden weitere Aspekte ein. Diese beziehen sich mitunter auf die Öffnung der Bahn - bögen im Bereich Bahnhof Ehrenfeld. Hier wurde auf die Möglichkeit verwiesen, durch die Öffnung mehr Platz für zu Fuß Gehende zu schaffen. Da - rüber hinaus merkten Bürger*innen Parkeingänge an, die teilweise für Lastenräder und Fahrradan- hänger nicht passierbar sind (z.B. Spielplatz Willie-Sieke-Straße). Weiterhin wurde auf die Pkw-Parkplätze in der Ottostraße verwiesen, die einen sehr großen Teil der Fläche einnehmen. Laut den Anmerkungen der Teilnehmenden wird die Ge- staltung der Widmung als Fahrradstraße nicht ge - recht, sodass sie eine Umgestaltung einiger Park - plätz in Grünflachen vorschlagen. Fokusräume: Neptunplatz & Barthonia-Forum Der Neptunplatz bietet als zentraler Treffpunkt in Ehrenfeld seit jeher die Möglichkeit des sozialen Austauschs. Der Raum wird derzeit jedoch von einer geschlossenen Platten- und Asphaltdecke definiert, sodass er den Ansprüchen an eine klimagerech - te und -angepasste Platzgestaltung nicht gerecht wird. Die Randbereiche weisen zwar Baumbepflan- zungen in Setzkästen auf, doch gerade der zent - rale Bereich entwickelt sich im Sommer zu einer Hitzeinsel. Entsprechend wird er seiner Funktion als Erholungs- und Aufenthaltsort oder Treffpunkt nicht gerecht. Hinzu kommt eine hoch frequentierte Nutzung als Stellfläche für Pkw. Im Rahmen der Be- Dokumentation Öffentlichkeitsbeteiligung | Ehrenfeld - 23 - teiligungsmöglichkeiten äußerten die Bürger*innen sehr häufig den Wunsch, den Fokus auf dem Nep - tunplatz stärker auf den Menschen und weniger auf das Auto zu rücken, z.B. durch Entsiegelung, Begrü- nung und Ausschluss des motorisierten Individualver- kehrs (MIV). Ergänzend schlagen die Bürger*innen vermehrt die Installation von Sitzgelegenheiten und Trinkbrunnen vor. Neben dem Neptunplatz bildet das Barthonia-Forum einen weiteren Fokusraum. Es zeigt sich ein ähnliches Bild zum Neptunplatz, da auch hier die Versiegelung dominiert. Bisher gibt es kaum Bäume oder andere Grünflächen auf dem Platz, obwohl hier laut Teilnehmenden ein Poten - zialraum zur Herstellung einer Grüninsel besteht. Mehrfache Kritik wurde bezüglich der kürzlich voll- endeten Baumaßnahmen geäußert. Hier wurde die Möglichkeit verpasst, grüne Elemente in den städtischen Kontext zu bringen. Abb. 8 Anmerkungen zum Thema Mehr Vielfalt | Kartenausschnitt Begrünter Fußweg Toscana- Passage Begrünte Anschlussstellen für die BrückeWeinsberg- straße Zusätzliche Tunnelröhren/Bögen für Fußgänger:innen öffnenBahnhof Ehrenfeld Spielplatz aufwerten, Sportgeräte und Aufenthaltsfläche für Jugendliche Bartholomäus- Schink-Straße Spielplatz zum Wald-/ Naturspielplatz ausbauenLeo-Amann- Park Spielplatz aufwerten mit Trinkwasserbrunnen und BepflanzungLeo-Amann- Park Neugestaltung des Platzes, mehr Bäume und Grün (4x genannt)Barthonia- Forum Entsiegeln, Begrünen, AufwertenParkplatz Ottostraße Zu heiß, mehr Bäume, Brunnen und Grün (3x genannt)Neptunplatz Attraktiver gestalten, mehr Bänke und EntsiegelungPlatz am Bürgeramt Parkplätze in Mittellage entfernen und durch Begrünung und Blumenwiesen ersetzenEhrenfeld- gürtel Venloer Straße Venloer Straße Melatengürtel Ehrenfeldgürtel Venloer Straße Subbelrather Straße Mehr Vielfalt Welche Nutzung wünschen Sie sich hier? Anregungen zum Thema Mehr Vielfalt Artenvielfalt Essbares- / Aneignungsgrün Aktive Nutzung Quartiersplatz / Treffpunkt Fuß- und Radwege- gerechte Freiräume „Mehr dicht stehende Bäume, Sträucher & Co. für mehr Biodiversität und Bienen- freundlichkeit!“ >>Wilhelm-Mauser-Str. „Weitere Wildblumen- wiesen im Rochuspark.“ >> Rochuspark „Dieser Platz ist nach der Neu- gestaltung völlig kahl, obwohl hier Bäume und Grünflächen ganz wunderbar zur Aufwertung des Platzes beitragen würden.“ >> Barthonia-Forum „Fitnessgeräte speziell für die Bedürfnisse für Senior*innen.“ >> Rochuspark „Umwandlung mittlerer Sportplatz in Kleinspielfeld und Grünanlage für öffentlichen Sport.“ >> Christian-Schult-Straße „Hier wären mehr essbare Pflanzen und Bäume toll.“ >> Häusschensweg „Fuß + Radweg von Stammstr. möglichst geradlinig durch Bezirkssportanlage in den Grüngürtel.“ >> Christian-Schult-Str. „Fuß- und Raddurchwegung von Butzweilerstraße zu Rochusstraße.“ >> Peter-Michels-Str. Modell mit Anmerkungen | © Stottrop Stadtplanung Masterplan Stadtgrün | Programm Stadtgrün - 26 - Weniger Konflikte Anzahl der Nennungen aus dem Online-Dialog und dem Workshop vor Ort: Kategorie | Mobilität / Bewegung Mit insgesamt 32 Nennungen ist die Kategorie Mobilität / Bewegung die am meisten angemerkte innerhalb des Themenbereichs Weniger Konflikte. Der Großteil der Bemerkungen bezieht sich auf das Zentrum des Stadtbezirks Ehrenfeld zwischen Rochuspark im Norden und der Bahntrasse Rich - tung Aachen im Süden. Darüber hinaus gibt es ver- einzelte Hinweise in Bezug auf den inneren Grün - gürtel oder das Wohngebiet in Alt-Bocklemünd. Thematisch stand besonders der Konflikt zwischen Pkw und anderen Verkehrsteilnehmer*innen im Vordergrund. Um den Straßenraum sicherer zu gestalten, schlugen die Teilnehmenden hier bei - spielsweise ein Tempolimit vor (z.B. Tempolimit 30 km/h in der Helmholtzstr. und Vogelsanger Str.). Ein weiterer Punkt bezieht sich auf Gefahren für Fahrradfahrende in bestimmten Kreuzungsbe - reichen, wie beispielsweise der Kreuzungsbereich Äußere Kanalstraße / Subbelrather Straße oder Äußere Kanalstraße / Butzweilerstraße. Darüber hinaus merkten einige Bürger*innen gefährliche Situationen für Fahrradfahrende an, die regelmä - ßig durch freilaufende Hunde im Bereich Takufeld oder Rochuspark entstehen. Kategorie | Verkehrslärm Eine relativ kleine Kategorie bildet der Ver- kehrslärm. Insgesamt acht Anmerkungen wurden in dieser Rubrik festgehalten. Mit fünf Anmerkun - gen fällt der größte Teil davon auf den Bereich der A57. Die verbleibenden Hinweise beziehen sich auf die Vogelsanger Straße sowie die Venloer Straße. In allen Fällen ist der durch den Pkw-Verkehr ent - stehende Lärm die Ursache des Konfliktes. Durch zu hohe Geschwindigkeiten entsteht ein störender Geräuschpegel in den angrenzenden Wohnberei - chen. Als Lösungen wurden im Rahmen der Öffent- lichkeitsbeteiligung Temporeduzierung (Vogel- sanger Straße) oder Lärmblitzer (Venloer Straße) von den Teilnehmenden vorgeschlagen. Letztere könnten insbesondere aufgrund von zu lauten Mo- torrädern oder PS-starken Pkw als Regulierungs - maßnahme dienen. 32 18 8 7 20 Komentare: 19 Gesamt: 104 + 130 Likes Mobilität / Bewegung Lärm Unterhaltung / Pflege Zugang / Erreichbarkeit Hoher Nutzungsdruck Dokumentation Öffentlichkeitsbeteiligung | Ehrenfeld - 27 - Kategorie | Unterhaltung / Pflege Insgesamt 20 Anregungen kamen im Online-Dialog und dem Workshop zur Kategorie U nterhaltung / Pflege zusammen. Die einzelnen Punkte sind da - bei im ganzen Stadtbezirk verteilt, ein leichter Fo - kus zeigt sich dabei jedoch in den Stadtteilen Eh - renfeld und Neuehrenfeld. Am häufigsten nannten die Bürger*innen eine un - zureichende Pflege von Spielplätzen (Klarastraße, Weinsbergstraße, Erlenweg und Fliestederstraße), eine geringe Sauberkeit durch volle Mülleimer und Hundekot (Rochuspark, Takufeld, Leo-Amann- Park) sowie die Vernachlässigung der Baumpflege und -bewässerung (Hospeltstraße / Ecke Venloer Straße, Rochusstraße / Ecke Butzweilerstraße). Des Weiteren merkten die Teilnehmenden den Unterhaltungs- und Pflegebedarf des Ehrenfeld - gürtels bzw. Parkgürtels an. Der hier bestehende Grünbereich erfordert einen besonderen Pflege - bedarf insbesondere auch, da dieser in Dämme - rungs- bzw. Nachtstunden ein hohes Unsicher - heitsgefühl auslöst. Kategorie | Zugänglichkeit / Erreichbarkeit In der Kategorie Zugänglichkeit / Erreichbarkeit mit insgesamt 18 Anregungen, lässt sich räum - lich kein Schwerpunkt ausmachen. Im Gegensatz zu den meisten anderen Themenbereichen wurde im Stadtteil Ehrenfeld von den Teilnehmenden im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung jedoch kein Hinweis verortet. Zum einen setzten sich die Anmerkungen the - matisch mit dem Bedarf einer Umgestaltung von Straßenquerungen für Fußgänger*innen und Rad - fahrende zu Grünräumen auseinander. Zum ande- ren gaben die Teilnehmenden einige kleinere orts- spezifische Hinweise. So wurde der Wunsch nach einer Öffnung der Grünanlagen am Grundstück der Rhein-Energie, eine präzisere Trennung ver - schiedener Wiesenarten im Takufeld sowie eine bessere Verbindung zum Bliesterfeld aus östlicher Richtung geäußert. Darüber hinaus bemängelten die Teilnehmenden die Erreichbarkeit der Hunde - wiese im nördlichen Inneren Grüngürtel, die Über - querung der Wöhlerstraße zwischen den Freiräu - men südlich des Blücherparks sowie einen nicht vorhandenen Zugang zu einer Grünfläche an der Wilhelm-Schreiber-Straße. Kategorie | Hoher Nutzungsdruck Den kleinsten Anteil an Anmerkungen im Themen- bereich Weniger Konflikte stellt mit sieben Anre - gungen die Kategorie Hoher Nutzungsdruck dar. Räumlich lassen sich diese Anmerkungen im Be - reich Melaten- / Ehrenfeldgürtel sowie im Grenz - bereich zwischen Neuehrenfeld und Ossendorf verorten. Als problematisch werden insbesondere die unter- schiedlichen Nutzungen im Takufeld angesehen. Hier herrscht zum einen der Konflikt zwischen „Er- holungsraum“ und „Partyraum“. Während einige Bürger*innen den Park als Erholungsfläche nutzen und die Ruhe und die Natur schätzen, dient das Takufeld anderen Nutzer*innen als sozialer Treff - punkt, welcher teilweise mit lauter Musik begleitet wird. Darüber hinaus erwähnten die Teilnehmen - den den Konflikt zwischen bespielbarer bzw. nutz- barer Fläche und den naturbelassenen Flächen Masterplan Stadtgrün | Programm Stadtgrün - 28 - für Flora und Fauna. Die Grenze zwischen diesen Flächen ist teilweise nicht gut ersichtlich. Darü - ber hinaus besteht im angrenzenden Rochuspark die Problematik mit individuellen Fahrzeugen von Künstler*innen und Arbeitnehmer*innen der re - gelmäßig stattfindenden Zirkusse. Die Fahrzeuge beschädigen insbesondere bei durchweichtem Boden die Grasdecke und hinterlassen lang anhal- tende Spuren im Freiraum. Ein weiterer Kritikpunkt, der von den Teilnehmen - den während der Öffentlichkeitsbeteiligung ange - merkt wurde, bezieht sich auf den Spielplatz an der Altenhofstraße. Dieser wird laut Bürger*innen hauptsächlich von Jugendlichen genutzt. Außer - dem stellt der Spielplatz einen Angstraum dar, der von Kindern gemieden wird. Eine ähnliche Situati - on wird an der Grünfläche Ehrenfeldgürtel wahrge- nommen. Für die vielen „Feierabendtrinker“ fehlen hier insbesondere öffentliche Toiletten. Des Weiteren wurde der hohe Nutzungsdruck der Spielplätze an der Fröbelstraße und der Weins - bergstraße angemerkt. Die Spielplätze werden von vielen Kindern verschiedener Altersklassen und damit einhergehender unterschiedlicher Freizeitge- staltungen genutzt. Fehlende und durch die Stadt entfernte Spielgeräte verstärken das Problem. Fokusraum: Rochuspark / Takufeld Der Rochuspark mit angrenzendem Takufeld wird von unterschiedlichen Menschen vielfach als Grün-, Spiel und Erholungsraum genutzt. Die bei - den Grünflächen unterliegen somit einem hohen Nutzungsdruck. Teilweise fehlen Angebote, die allen Nutzergruppen gerecht werden. Zudem be - stehen Konflikte zwischen Jugendlichen, die laute Musik hören und Menschen, die den Park zur Er - holung nutzen. Hinzu kommen freilaufende Hun - de, durch die es häufig zu Gefahrensituationen mit Radfahrenden kommt. Ein weiterer Konflikt entsteht durch eine fehlende klare Nutzungstrennung, die Bereiche für Spiel- und Sport sowie für Blühflächen ausweist. Zusätz- lich werden Rochuspark und Takufeld von mehre - ren Bürger*innen als nicht ausreichend gepflegte Orte wahrgenommen. Hier merkten die Teilneh - menden volle Mülleimer, losen Müll und Hundekot als Störfaktoren an. Dokumentation Öffentlichkeitsbeteiligung | Ehrenfeld - 29 - Blühfläche vs. nutzbarer Fläche T akufeld Rasenfläche nach Zirkusnutzung sehr marode und kaputtHermann-Josef- Hieronymi-Park Spielplatz ist sehr dunkel und wird vor allem von Jugendlichen genutztAltenhof- straße Laute Musik vs. ruhiger Park T akufeld Keine klare Nutzungstrennung im ParkT akufeld Vermüllung, Verwahrlosung und fehlende Pflege (3x genannt)T akufeld/ Rochuspark Schutz und Bewässerung für Bäume (2x genannt)Feltenstraße/ Rochusstraße Freilaufende Hunde führen zu Konflikten (3x genannt)T akufeld/ Rochuspark Sichere Radquerung beim Zebrastreifen fehltÄußere Kanalstraße Straße und Grünfläche wird (inbs. am Wochenende) von PKW zugeparktRochusstraße FehlendeAmpel für Radfahrende (2x genannt)Äußere Kanalstraße Äußere Kanalstraße Subbelrather Straße Rochusstraße Äußere Kanalstraße Iltisstraße Abb. 9 Anmerkungen zum Thema Weniger Konflikte | Kartenausschnitt Anregungen zum Thema Weniger Konflikte Weniger Konflikte Welchen Konflikt gibt es hier? Mobilität / Bewegung Lärm Unterhaltung / Pflege Zugang / Erreichbarkeit Hoher Nutzungsdruck „Ampel durch Zebrastreifen ersetzen.“ >> Liebigstraße „Immer häufiger wird der Platz als Parkplatz verwendet. Dann ist endgültig kein Platz mehr für spielende Kids.“ >> Neptunplatz „Verbindung ins Bies- terfeld verbessern.“ >> Akazienweg „Die Fläche ist grün aber unzugänglich.“ >> Wilhelm-Schreiber-Str. „Der Autobahnlärm macht den Aufenthalt im Park unerträglich!“ >> Wöhlerstraße „Was sind Blühflächen, was ist nutzbare Fläche? >> Takufeld „Schlechte Unterhaltung / Pflege des Spielplatzes.“ >> Klarastraße „Die Bäume in der Felten- und Rochusstraße zeigen in den som- merlichen Dürrephasen starke Schäden und müssen intensiver gegossen werden.“ >> Rochusstraße Beteiligungs-Workshop im Bezirksrathaus Ehrenfeld | © Stottrop Stadtplanung Masterplan Stadtgrün | Programm Stadtgrün - 32 - Im Rahmen des Online-Dialogs wurden viele Hin - weise und Anregungen gesammelt. Im Zuge der Auswertung zeigte sich, dass viele dieser Anre - gungen kleinere und konkrete Maßnahmen und Projektideen umfassen. Diese lassen sich zum großen Teil kurzfristig umsetzen und unterschei - den sich somit von den Anregungen der drei Ka - tegorien Mehr Grün, Mehr Vielfalt, Weniger Konflik- te. Um diese konkreten Projektideen abseits der bestehenden drei Kategorien festzuhalten, wurde der Ideenspeicher eröffnet. Er dient der Stadtver - waltung als eine Art Maßnahmenliste, aus der bestimmte Maßnahmen bereits in den kommen - den Monaten, also vor Abschluss des Masterplan Stadtgrün, umgesetzt werden können. Während des Workshops vor Ort konnten Bürger*innen an - hand von Klebepunkten eine oder mehrere Maß - nahmen für einen Ort vorschlagen und konkret in einer Karte des Stadtbezirks Ehrenfeld verorten. Dabei konnten sich die Teilnehmenden entweder an einer von acht vorgeschlagenen Kategorien ori- entieren oder eine neue Kategorie ergänzen. Ins - gesamt umfasst der Ideenspeicher 36 konkrete Maßnahmenvorschläge. Die Auswertung macht deutlich, dass es im Stadtbezirk Ehrenfeld insbe - sondere an schattigen Aufenthaltsmöglichkeiten fehlt. Diese Kategorie wurde von den Teilnehmen- den elf Mal und damit am Häufigsten benannt. Weiterhin wurden die Kategorien Pflege- und In - standsetzungshinweis (7 Nennungen) sowie feh - lende Mülleimer (5 Nennungen) häufiger gewählt. Darüber hinaus umfasst der Ideenspeicher allge - meine Anregungen, die die Bürger*innen äußerten und die sich keiner der drei vorgeschlagenen Ka - tegorien zuordnen lassen. Hier sind insgesamt 25 Einträge zusammengekommen (s. Seite 33), so - dass der Ideenspeicher insgesamt 61 Anregungen umfasst. Zusätzlich gab es zu den Anregungen im Ideenspeicher 31 Likes ( Gefällt mir-Angaben) der Teilnehmenden. Ideenspeicher Konkrete Maßnahmen- und Projektideen ZEICHENERKLÄRUNG IDEENSPEICHER 9. 10. 11. 12. 13. 14. 15. 16. Konkrete Maßnahmen- und Projektideen Schattige Aufenthalts- möglichkeiten Trinkwasserspender Mülleimer Öffentliche Toiletten Beleuchtung Beschilderung Pflege- und Instandsetzungshinweise Bücherschrank ! 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. Kennen Sie weitere Orte, an denen kurzfristig um - setzbare Maßnahmen zur Aufwertung der Grünflä- chen beitragen können? Markieren Sie den Ort, in - dem Sie einen Klebepunkt mit der entsprechenden Nummer auf dem Luftbild verorten. _ Sie haben weitere Maßnahmen- oder Pro- jektideen, die kurzfristig umsetzbar sind? Ergänzen Sie Ihre Ideen hier! Konkrete Maßnahmen- und Projektideen ZEICHENERKLÄRUNG IDEENSPEICHER 9. 10. 11. 12. 13. 14. 15. 16. Konkrete Maßnahmen- und Projektideen Schattige Aufenthalts- möglichkeiten Trinkwasserspender Mülleimer Öffentliche Toiletten Beleuchtung Beschilderung Pflege- und Instandsetzungshinweise Bücherschrank ! 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. Kennen Sie weitere Orte, an denen kurzfristig um - setzbare Maßnahmen zur Aufwertung der Grünflä- chen beitragen können? Markieren Sie den Ort, in - dem Sie einen Klebepunkt mit der entsprechenden Nummer auf dem Luftbild verorten. _ Sie haben weitere Maßnahmen- oder Pro- jektideen, die kurzfristig umsetzbar sind? Ergänzen Sie Ihre Ideen hier! Konkrete Maßnahmen- und Projektideen ZEICHENERKLÄRUNG IDEENSPEICHER 9. 10. 11. 12. 13. 14. 15. 16. Konkrete Maßnahmen- und Projektideen Schattige Aufenthalts- möglichkeiten Trinkwasserspender Mülleimer Öffentliche Toiletten Beleuchtung Beschilderung Pflege- und Instandsetzungshinweise Bücherschrank ! 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. Kennen Sie weitere Orte, an denen kurzfristig um - setzbare Maßnahmen zur Aufwertung der Grünflä- chen beitragen können? Markieren Sie den Ort, in - dem Sie einen Klebepunkt mit der entsprechenden Nummer auf dem Luftbild verorten. _ Sie haben weitere Maßnahmen- oder Pro- jektideen, die kurzfristig umsetzbar sind? Ergänzen Sie Ihre Ideen hier! 8 Kategorien im Ideenspeicher Allgemeine Anregungen „Den öffentlichen Raum vor Kitas, Schulen und Spielplätzen als Aufenthaltsflächen für Kinder und Jugendliche erkennbar aufwerten, begrünen und sicher gestalten. Die Aufmerk- samkeit im Straßenverkehr erhöhen und die Sichtbarkeit von Kindern und Jugendlichen im öffentlichen Raum betonen.“ „Mehr öffentlicher Aufenthaltsraum ohne unmittelbarer Konsumnutzung.“ „Trinkwasserbrunnen nicht dauerhaft laufen lassen, sondern bedien- bar gestalten.“ „Beleuchtung sollte nur bei Bedarf angehen >> bspw. durch Bewegungsmelder.“ „Öffentliche Sonnencremespender“ „(...) Ampeln zwischen Äußerer und Innerer sind eine Zumutung für den Verkehrsfluss. Der Stress auf der Subbelrather ließe sich schon er- heblich reduzieren, wenn man nur die Hälfte der Ampeln durch Zebra- streifen ersetzen würde. Vielleicht kombiniert mit Kreisverkehren (...).“ Ideenspeicher Vorschlag für einen VeedelsBlock + Umgestaltung der Verkehrsführung „hinter dem Gürtel“ „Unterstützung der Stadt Köln zur Entsiegelung von Flächen stärker bewerben / in den Fokus bringen.“ „Ein Netz von Grün- bereichen komplett über die Stadt verteilen.“ „Begrünung städtischer Gebäude“ Masterplan Stadtgrün | Programm Stadtgrün - 34 - Resümee & Ergebnisse4 Insgesamt ist die Öffentlichkeitsbeteiligung zum Masterplan Stadtgrün im Stadtbezirk Ehrenfeld er - folgreich verlaufen. Durch das zweiphasige Verfah- ren mit Online-Dialog und Workshop vor Ort konn - ten verschiedene Zielgruppen angesprochen und erreicht werden. Das Beteiligungskonzept wurde von den Teilneh - menden überwiegend positiv bewertet. Insbeson - dere die Möglichkeit, sich im Rahmen von zwei Pha- sen online oder analog zu beteiligen, empfanden die Bürger*innen dabei als sinnvoll. Während des Workshops vor Ort hatten die Anwesenden nicht nur die Möglichkeit, Fähnchen mit eigenen Anre - gungen zu beschriften und direkt auf dem Modell zu verorten, sondern auch den Hinweisen anderer Teilnehmenden mit Klebepunkten zuzustimmen. Die Unterteilung des Stadtbezirks auf drei Bereiche bot den Anwesenden zahlreiche Diskussionsmög - lichkeiten an den drei Modelltischen. Durch die Ar - beit in kleineren Gruppen entstand eine gute Dis - kussionsatmosphäre. Die Teilnehmenden hatten im Laufe der Veranstaltung Zeit, die Modelltische zu wechseln, sodass sie sich zu allen drei Teilberei- chen austauschen konnten. Zum Abschluss der Veranstaltung wurden die drei Modellbereiche zusammengeschoben. Die Anwe - senden erhielten somit einen guten Gesamtein - druck der gesammelten Anregungen sowie deren räumliche Verteilung. Durch das Zusammenschie- ben der Modellbereiche entstand eine erneute Diskussion und somit zugleich ein gelungener Ab- schluss der Veranstaltung. Gleichzeitig wurde deutlich, dass in einzelnen Be - reichen und Stadtteilen nur eine geringe Anzahl an Hinweisen vorgebracht wurde. Vor diesem Hinter- grund sahen die Teilnehmenden die Ansprache der Menschen im gesamten Stadtbezirk als verbesse- rungswürdig an. Hierbei wurde insbesondere der Wunsch einer stärkeren Präsenz des Projekts im Stadtbezirk und im Vorfeld des Workshops deut - lich. Die Teilnehmenden äußerten den Bedarf nach mehr niederschwelligen Beteiligungsangeboten. Insgesamt stellen die 389 eingegangenen Anre - gungen eine wichtige Grundlage dar, die einen relevanten Beitrag zur Entwicklung des Maßnah - menplans für die Entwicklung der Grünflächen im Stadtbezirk Ehrenfeld leisten kann. Beteiligungs-Workshop im Bezirksrathaus Ehrenfeld | © Stottrop Stadtplanung Abb. 10 Ergebnisse der Öffentlichkeitsbeteiligung im Gesamtüberblick | Stadtbezirk Ehrenfeld Ergebniskarte der Öffentlichkeitsbeteiligung im Stadtbezirk Ehrenfeld Mehr Grün Mehr Vielfalt Weniger Konflikte Masterplan Stadtgrün | Programm Stadtgrün - 38 - Anregungen in der digitalen Karte insgesamt davon Kommentare gesammelte Likes Anregungen insgesamt Online-Dialog Vor Ort Workshop Zusammenfassung Anregungen auf dem Modell Mehr Grün Mehr Vielfalt Weniger Konflikte Ideenspeicher 122 53 76 Mehr Grün Mehr Vielfalt Weniger Konflikte 28 21 28 25 102 389 Ideenspeicher Mehr Grün Mehr Vielfalt Weniger Konflikte 150 74 61 287 45 Ideenspeicher 36 104 + 246 Likes + 29 Likes + 130 Likes + 31 Likes 436 Kontakt / Impressum Stadt Köln Amt für Landschaftspflege und Grünflächen Willy-Brandt-Platz 2 | 50679 Köln Herr Christoph Hölzer 67-MasterplanStadtgruen@stadt-koeln.de Die Oberbürgermeisterin Dokumentation und Grafiken: Stottrop Stadtplanung Köln | Dezember 2023 -
Mitteilung BV
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Dezernat, Dienststelle VIII/67/671/2 Vorlagen-Nummer 4032/2023 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Bezirksvertretung 4 (Ehrenfeld) 29.01.2024 Mitteilung über den Verfahrensstand der zweiten Phase des Masterplan Stadtgrün im Stadtbezirk Ehrenfeld Das Amt für Landschaftspflege und Grünflächen hat auf Grundlage des Ratsbeschlusses vom 23.3.2023 zum Masterplan Stadtgrün (Vorlage 2279/2022) umgehend die zweite Bearbei- tungsphase auf der Ebene der Stadtbezirke begonnen. Ab Juni 2023 wurden für den Stadtbezirk Ehrenfeld eine zweistufige Öffentlichkeitsbeteiligung zum Masterplan Stadtgrün – Programm Stadtgrün durchgeführt. Die erste Stufe bestand aus einem Onlinedialog auf dem Portal ‚Meinung für Köln‘. Die zweite Stufe aus einer Bürger*in- nen Werkstatt, die am 26.8.2023 im Bezirksrathaus in Ehrenfeld stattgefunden hat. Die zweite Stufe wurde durch ein externes Büro begleitet und ausgewertet. Die Ergebnisse dieses Beteiligungsverfahrens liegen nun vor. In den kommenden vier Jahren werden die weiteren Stadtbezirke bearbeitet. In 2027 werden alle Ergebnisse aus den Stadtbezirken zu einem Gesamtbericht – Masterplan Stadtgrün- Pro- gramm Stadtgrün zusammengefasst und die daraus abgeleiteten Maßnahmen im Sinne der Weiterentwicklung der grünen Infrastruktur in Köln bestimmt. Das Ergebnis wird abschließend dem Rat der Stadt Köln zum Beschluss vorgelegt. Im Rahmen der Beteiligung im Stadtbezirk wurden darüber hinaus viele kleinere Maßnahmen und Verbesserungsvorschläge vorgebracht, die auch ohne großen Planungsvorlauf oder um- fassende Finanzierungen umsetzbar sind. Anlage: Ergebnisse zweite Stufe Beteiligungsverfahren
Beratungsverlauf
-
29.01.2024
Bezirksvertretung 4 (Ehrenfeld)
TOP 12.4, Kenntnisnahme (Mitteilung). Ergebnis: Kenntnis genommen
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