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1255/2023

Beantwortung einer mündlichen Anfrage: Gedenkstätte "SA-Lager Am Hochkreuz"

Beantwortung e. mündl. Anfrage (Auss.) 19.04.2023

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Nächste Beratung: Ausschuss Kunst und Kultur, Sitzung am 02.05.2023, TOP 10.9

Beantwortung einer mündl. Anfrage Ausschuss

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Beantwortung einer mündl. Anfrage Ausschuss

3034 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
VII/4520 
 
Vorlagen-Nummer  19.04.2023 
 1255/2023 
Beantwortung einer mündlichen Anfrage aus einer früheren Sitzung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Ausschuss Kunst und Kultur 02.05.2023 
 
Beantwortung einer mündlichen Anfrage: Gedenkstätte "SA-Lager Am Hochkreuz" 
Frau Werrmann, Mitglied mit beratender Stimme im Ausschuss Kunst und Kultur auf Vor-
schlag der AfD-Fraktion, erfragt einen aktuellen Sachstand und bittet die Verwaltung, dass im 
Rahmen der Einrichtung einer Gedenkstätte „SA -Lager Am Hochkreuz“ sowohl die Vorge-
schichte 1927 bis 1933 als auch die Auswertung der Gerichtsakten zu einem Ermittlungsver-
fahren von 1934 und 1947 durch die Britische Militärbehörde untersucht werden, um die histo-
rischen Zusammenhänge zu wahren. Die Ergebnisse sollen dem Ausschuss Kunst und Kultur 
vorgelegt werden. 
 
Aktueller Sachstand:  
Nach der Niederlegung der historischen Gebäude des Lag ers am Hochkreuz hat das NS -
Dokumentationszentrum am 29. März 2023 eine Informations- und Diskussionsveranstaltung 
im Rathaus Porz durchgeführt, um mit der Initiative für eine Gedenkstätte und weiteren inte-
ressierten Bürger*innen in den Austausch zu treten.  
Die Diskussion bei der gut besuchten Veranstaltung zeigte, dass über die Wichtigkeit eines 
Gedenkens an die Geschichte des Lagers breite Einigkeit bestand. Zugleich gab es Einwän-
de, ob das Gedenken nicht besser zentral in Porz statt am abseits an der Hauptverkehrsstra-
ße gelegenen Lagergelände stattfinden sollte und ob dabei nicht weitere Aspekte der NS -
Verfolgung in Porz einbezogenen werden sollten. Konkret: die Verfolgung der jüdischen Bür-
ger*innen, die NS -Zwangsarbeit in Porzer Betrieben, die mögliche Ermordung von Pati-
ent*innen der psychiatrischen Klinik im Zuge der nationalsozialistischen Krankenmorde. Die 
jeweiligen historischen Orte könnten bei einer solchen dezentralen Lösung durch zusätzliche 
Gedenkzeichen kenntlich gemacht werden.  
Im Ergebnis de r Veranstaltung wurde vereinbart, dass die Porzer Initiative für eine Gedenk-
stätte gemeinsam mit weiteren interessierten Bürger*innen zunächst intern erörtern wird, wel-
che Variante des Gedenkens in Porz favorisiert wird. Anschließend wird gemeinsam mit dem 
NS-DOK über die Umsetzungsmöglichkeiten gesprochen.  
Unabhängig davon, in welcher Form das Gedenken an das ehemalige SA -Lager am Hoch-
kreuz realisiert werden wird, wird dabei die Vorgeschichte der politischen Gewalt in Porz in 
der Endphase der Weimarer Republik einbezogen werden. Die in der Frage angesprochenen 
Justizakten aus einem Ermittlungsverfahren 1933/34 und einem Gerichtsprozess 1946/47 
bilden die zentrale Quellenüberlieferung zur Geschichte des Lagers. Sie werden im Landesar-
chiv NRW in Duisburg verwahrt und liegen dem NS-DOK als Reproduktionen vor. In die Erar-
beitung der Lagergeschichte für das Gedenken werden sie selbstverständlich einbezogen. 
Gerne wird das NS -DOK dem Ausschuss für Kunst und Kultur die Ergebnisse vorlegen, so-
bald sie vorliegen.  
 
Gez. Charles

Beratungsverlauf (1)

02.05.2023 Ausschuss Kunst und Kultur
TOP 10.9 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
1255/2023
Typ
Beantwortung e. mündl. Anfrage (Auss.)
Datum
19.04.2023
Erstellt
14.04.2023 12:47