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1416/2022

Stärkung des Tanzes

Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss 19.05.2022

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Nächste Beratung: Rat, Sitzung am 20.06.2022, TOP 10.23

Beschlussvorlage Rat

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Ansehen

Anlage 1_Ertrags- und Aufwandsplan für die Spielzeiten 2021-22 bis 2023-24

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Ansehen

Anlage 2_Begleitbroschüre Projektantrag_ Ballet of Difference am Schauspiel Köln_20220214

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Ansehen

Beschlussvorlage Rat

7916 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
VII/46 
 
Vorlagen-Nummer 
 1416/2022 
Freigabedatum 
19.05.2022  
Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung 
Betreff 
Stärkung des Tanzes – Weiterförderung der Kompanie Richard Siegal / Ballet of Difference am 
Schauspiel Köln 
Beschlussorgan 
Rat 
Gremium Datum 
 
Beschluss: 
1. Der Rat nimmt zur Kenntnis, dass die zusätzlich durch die Bühnen akquirierte Projektförderung 
der Kompanie Richard Siegal / Ballet of Difference am Schauspiel Köln für den Projektzeitraum 
01.09.2021 bis 31.12.2023 aus dem Programm „Neue Wege“ des Ministeriums für Kultur und 
Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, aufgeteilt auf drei Spielzeiten (2021/22, 2022/23, 
2023/24), insgesamt 1.519.727 € beträgt.  
2. Der Beitrag der Stadt Köln für das Projekt „Richard Siegal / Ballet of Difference am Schauspiel 
Köln“ beträgt je 250 T€ für die Spielzeiten 2021/22 und 2022/23. Diese Beiträge der Stadt Köln 
sollen aus den Jahresüberschüssen zum 31.08.2020 und zum 31.08.2021 finanziert werden:  
Für die Spielzeit 2021/22 wird die zu diesem Zweck gebildete Rücklage aus dem beschlossenen 
Jahresabschluss zum 31.08.2020 in Höhe von 250 T€ (3429/2021; Ratsbeschluss vom 
03.02.2022) verwendet.  
Die Bereitstellung des Beitrags für die Spielzeit 2022/23 in Höhe von 250 T€ soll analog erfolgen. 
Im Vorgriff auf die Feststellung und Ergebnisverwendung des Jahresabschlusses zum 31.08.2021 
erklärt der Rat die Bereitschaft, von dem prognostizierten Jahresüberschuss eine Rücklage für die 
Finanzierung des Projektbeitrages in Höhe von 250 T € zu bilden und entsprechend zu verwen-
den.  
3. Zusätzlich zum Beitrag der Stadt Köln stellen die Bühnen Köln Eigenmittel in Höhe von insgesamt 
800 T€ zur Verfügung, die sich aus einem Budgetanteil der Tanzgastspiele – 100 T€ für 2021/22 
und 100 T€ für 2022/23 – und einem Anteil der Basisförderung des Landes NRW – 466,7 T€ für 
2022/23 und 133,3 T€ für 2023/24 – zusammensetzen. Die Bereitstellung der Mittel erfolgt im 
Rahmen des bereits beschlossenen Wirtschaftsplans bzw. der Mittelfristplanung (1620/2021; 
Ratsbeschluss vom 16.09.2021). 
4. Der Rat nimmt zur Kenntnis, dass aufgrund der tatsächlich genehmigten Fördermittel und der ent-
sprechend anzupassenden künstlerischen Planung die im Wirtschaftsplan der Bühnen für die 
Spielzeit 2021/22 (1620/2021; Ratsbeschluss vom 16.09.2021) angesetzten Gesamtbeträge so-
wohl ertrags- als auch aufwandsseitig überschritten werden. Das Budget des Ballet of Difference 
ist so gestaltet, dass Aufwand und Ertrag deckungsgleich sind und somit ein neutrales Ergebnis 
erzielt wird. Sollten die Erträge nicht in der geplanten Höhe erzielt werden können, wird die künst-
lerische Planung entsprechend angepasst und die Aufwände reduziert. Eine Veränderung des 
Betriebsausschuss Bühnen der Stadt Köln 31.05.2022 
Finanzausschuss 13.06.2022 
Rat 20.06.2022

2 
geplanten Jahresergebnisses der Bühnen ist daher nicht zu erwarten. Es ergeben sich keine 
Auswirkungen auf den Gesamthaushalt der Stadt Köln.  
5. Das Berichtswesen erfolgt wie bisher parallel zu den Quartalsberichten zum Wirtschaftsplan.

3 
Begründung 
 
Entwicklung der Kooperation mit Richard Siegal / Ballet of Difference 
 
Die projektbasierte Kooperation von Schauspiel Köln, Tanz Köln und der auf Grundlage der Exzel-
lenzförderung der Landeshauptstadt München neu gegründeten Tanzkompagnie Richard Siegal / 
Ballet of Difference begann in der Spielzeit 2016/17. Seit der Spielzeit 2019/20 ist die Kompanie fest 
an das Schauspiel Köln angegliedert. Erstmals seit zehn Jahren verfügen die Bühnen Köln damit 
wieder über eine Tanzkompanie, deren Tänzer*innen und Choreograf über einen längeren Zeitraum 
selbst in Köln produzieren.  
 
Dank der Weiterförderung des Projekts durch das Programm „Neue Wege“ des Ministeriums für Kul-
tur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen können die Bühnen das Projekt in den Spiel-
zeiten 2021/22 bis 2023/24 fortführen. Detaillierte Informationen zur künstlerischen Planung können 
Anlage 2 entnommen werden. 
 
Die Projektlaufzeit endet am 31.12.2023.  
 
Die Förderung durch das Programm „Neue Wege“ bietet eine langfristigste Perspektive: Erfolgreich 
geförderte Projekte können nach Abschluss der Projektlaufzeit un ter bestimmten Voraussetzungen 
eine Verstetigung der Förderung in Höhe von 50% der durchschnittlichen jährlichen Fördersumme 
beantragen. 
 
 
Finanzierung in den Spielzeiten 2021/22 bis 2023/24 (Projektlaufzeit bis 31.12.2023) 
 
Ermöglicht und finanziert wird die Arbeit von Richard Siegal / Ballet of Difference am Schauspiel Köln 
durch die Unterstützung mehrerer Partner: 
 
Partner für 2021 bis 2023 Summe 
Programm „Neue Wege“ 1.519.727 € 
Kunststiftung NRW 200.000 € 
Landeshauptstadt München  200.000 € 
Muffatwerk München 20.000 € 
Bühnen Köln 600.000 € 
Tanz Köln 200.000 € 
Stadt Köln 500.000 € 
  
Geplante Einnahmen 437.264 € 
  
Gesamtbudget 3.676.991 € 
 
Von Seiten der Bühnen Köln wird das Projekt durch einen Beitrag unterstützt, der aus dem Budget 
der Tanzgastspiele (200 T€) und einem Anteil des Erhöhungsbetrages aus der Stärkungsinitiative des 
Landes NRW finanziert wird (600 T€). Die Einnahmen aus dem Projekt fließen zusätzlich in die Fi-
nanzierung. Darüber hinaus stellt das Schauspiel Köln weitreichende Ressourcen für die Neuproduk-
tionen (Werkstattkapazitäten und Arbeitszeit im Bereich Bühne und Kostüm, Proberäume, das spiel-
fertige Depot für Proben und Aufführungen u.a.) zur Verfügung. 
 
Den hier dargestellten Erträgen stehen geplante Aufwände in gleicher Höhe gegenüber, sodass ins-
gesamt ein ausgeglichenes Ergebnis erwartet wird. 
 
 
Wirtschaftsplan der Bühnen Köln für die Spielzeit 2021/22 (1620/2021; Ratsbeschluss vom 
16.09.2021) 
 
Aufgrund der zum Zeitpunkt der Wirtschaftsplanerstellung noch laufenden Förderanträge wurde im 
Wirtschaftsplan für die Spielzeit 2021/22 keine Budgetierung des Projekts vorgenommen. Im Rahmen

4 
des Jahresabschlusses werden die Erträge und Aufwendungen des Pr ojekts in die Ist -Daten des 
Schauspiels übernommen. Folglich werden die im Wirtschaftsplan angesetzten Gesamtbeträge so-
wohl ertrags- als auch aufwandsseitig überschritten werden. Da das Budget des Ballet of Difference 
so gestaltet ist, dass Aufwand und Ert rag deckungsgleich sind und somit ein neutrales Ergebnis er-
zielt wird, ist eine Veränderung des geplanten Jahresergebnisses jedoch nicht zu erwarten. 
 
Die Planung der Erträge und Aufwände für die Spielzeiten 2021/22 bis 2023/24 ist Anlage 1 zu ent-
nehmen. Über die wirtschaftliche Entwicklung wird der Betriebsausschuss Bühnen in einer gesonder-
ten Anlage zu den Quartalsberichten unterrichtet werden.  
 
 
Beitrag der Stadt Köln 
 
Mit der Bereitstellung eines gesonderten Zuschusses für die Kooperation mit Richard Siegal / Ballet of 
Difference setzt die Stadt Köln ein wichtiges positives Signal – auch in Richtung der übrigen Förder-
geber.  
 
Wie in den vorherigen Spielzeiten wird der Beitrag der Stadt Köln auf je 250 T€ für die Spielzeiten 
2021/22 und 2022/23 festgeset zt. Für die Spielzeit 2021/22 wird die zu diesem Zweck gebildete 
Rücklage aus dem beschlossenen Jahresabschluss der Bühnen Köln zum 31.08.2020 in Höhe von 
250 T€ (3429/2021; Ratsbeschluss vom 03.02.2022) verwendet. Die Bereitstellung des Beitrags für 
die Spielzeit 2022/23 in Höhe von 250 T€ soll aus dem prognostizierten Jahresüberschuss des noch 
nicht festgestellten Jahresabschlusses zum 31.08.2021 der Bühnen Köln erfolgen.  
 
Damit ist eine Finanzierung des städtischen Beitrags aus den Mitteln der Bühnen ge währleistet. Es 
erfolgt keine zusätzliche Erhöhung des Betriebskostenzuschusses der Stadt Köln zugunsten des Pro-
jektes; es ergeben sich keine haushaltsmäßigen Veränderungen. 
 
 
 
 
Anlagen 
 
 Anlage 1: Ertrags- und Aufwandsplan für die Spielzeiten 2021/22 bis 2023/24 
 Anlage 2: Begleitbroschüre zum Projektantrag

Anlage 1_Ertrags- und Aufwandsplan für die Spielzeiten 2021-22 bis 2023-24

859 Zeichen

Anlage 1
RICHARD SIEGAL / BALLET OF DIFFERENCE
AM SCHAUSPIEL KÖLN
Budget der Spielzeiten 2021/22 bis 2023/24
(01.09.2021 bis 31.12.2023)
2021/22 2022/23 2023/24 SUMME
in T€ in T€ in T€ in T€
Erlöse 1.251,3 1.542,3 383,4 3.177,0
1. Umsatzerlöse 141,5 231,8 63,9 437,2
2. Sonstige Betriebliche Erträge 1.109,8 1.310,5 319,5 2.739,8
1. Programm „Neue Wege“ 744,5 589,1 186,2 1.519,7
2. Kunststiftung NRW 100,0 100,0 0,0 200,0
3. Landeshauptstadt München 165,3 34,7 0,0 200,0
4. Muffatwerk München 0,0 20,0 0,0 20,0
5. Bühnen Köln 0,0 466,7 133,3 600,0
6. Tanz Köln 100,0 100,0 0,0 200,0
Aufwendungen -1.501,3 -1.792,3 -383,4 -3.677,0
3. Materialaufwand -440,7 -506,6 -106,5 -1.053,8
4. Personalaufwand -987,6 -1.210,6 -263,0 -2.461,2
5. Sonstige Betriebliche Aufwendungen -73,0 -75,1 -13,9 -162,0
Ergebnis (Deckung erfolgt aus Rücklagen) -250,0 -250,0 0,0 -500,0

Anlage 2_Begleitbroschüre Projektantrag_ Ballet of Difference am Schauspiel Köln_20220214

93395 Zeichen

Eine Produktion von Schauspiel Köln und Tanz Köln 
Gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes 
Nordrhein-Westfalen in Zusammenarbeit mit dem NRW KULTURsekretariat, durch 
das Kulturreferat der Landeshauptstadt München und die Kunststiftung NRW 
In Koproduktion mit dem Muffatwerk München

INHALTSVERZEICHNIS
EINLEITUNG         3
2016 – 2019 | WAS BISHER GESCHAH      5
2020 – 2021          9
THE NEAR – FAR | PLANENTWURF     11
2021 | NORTH / SOUTH       12
2022/2023 | FAR EAST / WEST      15
2023 | COLOGNE INTERNATIONAL SUMMER LAB OF DANCE 17
COLOGNE INTERNATIONAL SUMMER LAB OF DANCE | 
PROTOTYPISCHER ZEITABLAUF      18
2022 | NEAR EAST / WEST       19
2023 | NEW LOCATIONS       20
TIMELINE SPIELZEIT 2021/2022      22
TIMELINE SPIELZEIT 2022/2023      23
TIMELINE SPIELZEIT 2023/2024      2 4
BIOGRAFIEN – EINE AUSWAHL      2 6
PRESSESTIMMEN        3 4
KONTAKT
Ursula Teich 
Company Management
Richard Siegal / Ballet of Difference am Schauspiel Köln
Tel.: +49 (0)221 221 35469
ursula.teich@schauspiel.koeln
www.balletofdifference.com
www.schauspielkoeln.de

3
Der Choreograf Richard Siegal gehört zu den bedeutendsten Vertretern der internationalen Tanzszene mit  
Engagements an vielen großen Häusern und Kompanien in der ganzen Welt. 2016 ist es in einer gemeinsamen  
Kooperation und beglückenden Kraftanstrengung von Schauspiel Köln und Tanz Köln, dem Muffatwerk in Mün -
chen, den Städten Köln und München und dem Land NRW gelungen, unter der Leitung von Richard Siegal das 
Ballet of Difference zu gründen. 
Damit wurde nicht nur eine modellhafte, städte- und länderübergreifende Zusammenarbeit manifestiert, sondern 
es entstand auch eine in jeder Hinsicht besondere Kompanie: Das Ballet of Difference hat seinen Arbeitsschwer -
punkt in Köln, doch es ist mit Köln und München in zwei Städten zugleich beheimatet. Produktionen entstehen an 
beiden Orten (vor allem in Köln), werden ausgetauscht und ziehen von diesen beiden Städten aus als international 
gefragte Gastspiele weiter in die Welt. 
Doch das Ballet of Difference verbindet nicht nur Städte, sondern vor allem Arbeitsweisen: Es nutzt die Struktur 
und die starken Produktionsbedingungen eines institutionellen Hauses wie des Schauspiel Köln und ist gleich -
zeitig mit der Flexibilität einer freien Kompanie aufgestellt, die sich im permanenten Austausch mit weiteren  
Partner*innen, freien Künstler*innen und Festivals befindet. Das Ballet of Difference interagiert interdisziplinär 
nicht nur in der Zusammenarbeit mit den sie tragenden Institutionen, sondern auch in allen Grenzbereichen die 
sich aus der Zusammenarbeit des Tanzes mit anderen Künsten ergeben: Mit Schauspiel, Musik, Bildender Kunst 
oder auch mit Design und Architektur. 
Vor allem aber ist das Ballet of Difference in jeder Hinsicht divers. Nicht nur in der programmatischen Zusammen -
stellung seiner Tänzerinnen und Tänzer mit ihren vielfältigen Herkünften aus verschiedenen Nationen und Kulturen, 
sondern auch in seiner inhaltlichen und künstlerischen Auseinandersetzung mit Vielfalt und Diversität. Denn die 
Arbeit des Ballet of Difference ist neben dem Streben nach hoher künstlerischer Professionalität immer auch künst -
lerische und gesellschaftliche Forschungsarbeit: In Bezug auf die Frage nach Identität, vermeintlicher Normalität 
und Fremdheit und dem Zusammentreffen von kulturellen, gesellschaftlichen und politischen Gegensätzen. Die 
Kompanie und ihr Choreograf Richard Siegal sind dabei in der künstlerischen Arbeit permanent auf der Suche nach 
adäquaten künstlerischen Formen, um eine Welt der erlebten Diversität umfassend und adäquat zu beschreiben.
Die noch junge Geschichte des Ballet of Difference ist bisher eine starke Erfolgsgeschichte. Sowohl Publikum 
als auch Presse reagieren mit hohem Zuspruch und mit Begeisterung auf die Kompanie, und es ist in kurzer Zeit  
gelungen, dem Tanz in Köln ein neues und klar erkennbares Gesicht zu geben und dabei ein eigenes Repertoire 
an Choreografien und Ausdrucksformen zu entwickeln, die in der fortschreitenden Arbeit permanent wiederauf -
genommen und weiterentwickelt werden. 
Bis Sommer 2021 ist der Bestand des Ballet of Difference als feste Kompanie gesichert. Nun gilt es für die Zeit  
danach einerseits die Nachhaltigkeit und die Verstetigung der begonnenen Arbeit zu gewährleisten. Zugleich 
plant Richard Siegal mit dem Ballet of Difference aber auch die nächsten Schritte in der Fortentwicklung seines  
ästhetischen und künstlerischen Ansatzes: Mit dem Programm THE NEAR-FAR  soll der Kosmos der Kulturen  
symbolisch einmal von Nord nach Süd und einmal von Ost nach West durchmessen, und so die eigene Perspektive 
und Position untersucht und produktiv in Frage gestellt werden. 
Zudem soll die lokale Verankerung der Kompanie in Köln, das auf eine große Tanztradition zurückblickt aber  
lange Zeit über kein großes eigenes Tanzensemble an seinen städtischen Bühnen verfügte, verstärkt werden.  
Dabei soll das, was die Kompanie ausmacht, noch stärker auch auf den Ort zurückstrahlen, wo sie nun beheimatet ist.  
Anknüpfend an die Geschichte der SOMMERAKADEMIE DES TANZES , die über Jahrzehnte die Kölner Tanzszene 
mit internationalen Choreografen verband und Köln zu einer Pilgerstätte für junge Tanzschaffende machte, soll mit 
dem COLOGNE INTERNATIONAL SUMMERLAB OF DANCE ab 2022 Köln unter der Führung von Richard Siegal / 
Ballet of Difference am Schauspiel Köln wieder zu einem regelmäßigen Treffpunkt der internationalen Tanzszene 
werden, an dem junge Talente zum gemeinsamen Arbeiten auf hochkarätige Choreografen treffen.
Das Ensemble des Ballet of Difference besteht derzeit aus 12 Tänzerinnen und Tänzern. Mit ihnen gemeinsam hat 
Richard Siegal seit der Gründung verschiedene Choreografien erarbeitet. Es gehört zur Arbeitsweise von Richard 
Siegal, die einzelnen Choreografien immer wieder miteinander zu verbinden, einzelne Abende neu zu kombinieren 
und zu montieren und weiterzuentwickeln. So ist in kürzester Zeit ein eigenes »Archiv« an Arbeiten entstanden. 
Um dieses Archiv adäquat weiter pflegen und entwickeln zu können und auch mit anderen, früheren Arbeiten von  
Richard Siegal kombinieren zu können, reicht die Anzahl von 12 Ensemblemitgliedern nicht aus. Es ist daher  
geplant und für die Fortführung der Arbeit wichtig und notwendig, die Ensemblestärke ab 2021 von 12 auf  
14 Tänzerinnen und Tänzer zu erhöhen. 
EINLEITUNG

4
EXCERPTS OF A FUTURE WORK ON THE SUBJECT OF CHELSEA MANNING | Foto: Ray Demski
BOD | Foto: Ray Demski
MADE FOR WALKING  | Foto: Ray Demski
POP HD | Foto: Ray Demski
ROUGHHOUSE | Fotos: Thomas Schermer
UNITXT  | Foto: Ray Demski
UNITXT  | Foto: Ray Demski

5
Richard Siegal gründete 2016 eine neue Kompanie, die sich als Alternative zum insti-
tutionalisierten Ballett der Gegenwart begreift. Die Kompanie Richard Siegal / Ballet 
of Difference vereint herausragender Tänzer*innen aus verschiedenen Nationen und 
Kulturen, die künstlerisch und gesellschaftlich so vielfältig und unterschiedlich ge -
prägt wurden, das jede*r ganz spezifische Fähigkeiten entwickelt hat, die er in die 
gemeinsamen Arbeit einfließen lässt. So stammt das Team teilweise aus der inter -
nationalen freien Szene ebenso wie aus etablierten Kompanien. Diese künstlerische 
Vielschichtigkeit und Verschiedenheit ist Programm und so lotet Richard Siegal /  
Ballet of Difference Grenzen von dem aus, was in unserer Gesellschaft als normal gilt.
Die Kompanie war ursprünglich als freie Gruppe organisiert, mit Basis in Köln und 
München. Seit der Spielzeit 2019/20 ist das Schauspiel Köln die neue Heimat von 
Richard Siegal und dem Ballet of Difference.  
RICHARD SIEGAL / BALLET OF DIFFERENCE ALS  
PROJEKTKOMPANIE IN KÖLN UND MÜNCHEN
2016 – Richard Siegal gründete mit Unterstützung des Ministeriums für Kultur 
und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen und den Partnern Tanz Köln,  
Schauspiel Köln, dem Kulturreferat der Landeshauptstadt München sowie dem  
Muffatwerk München seine Kompanie Ballet of Difference.
MAI 2017 – Mit MY GENERATION entstand der erste Abend der Kompanie, der 
dreimal in München und einmal am Schauspiel Köln innerhalb der Tanzgastspielreihe 
von Tanz Köln gezeigt wurde und sowohl national, als auch international tourte.
FEBRUAR 2018 – Der zweite Abend ON BODY feierte am Schauspiel Köln seine 
Uraufführung. Nach drei ausverkauften Vorstellungen wurde der Abend dreimal 
in München vor ausverkauften Haus, sowie zweimal im Rahmen der Tanzplattform 
Deutschland und an weiteren renommierten Gastspielhäusern in Deutschland  
gezeigt. 
Flankiert wurden die Vorstellungen von verschiedenen Workshops
IF / THEN FÜR ALLE – ein von Siegal entwickeltes Format, das in den beiden Partner- 
städten die jeweilige lokale Tanzszene und non-Professionals (in Köln außerdem 
auch die Abteilung für Zeitgenössischen Tanz der Hochschule für Musik und Tanz 
Köln) in Siegals Arbeit integrierte. 
THOUGHT TANKS  – lancierten in München (2017 und 2018) und Köln (2018) den 
wissenschaftlich philosophischen Diskurs. Offene Proben und Gespräche mit Künst -
ler*innen gaben dem Publikum Einblicke in die Arbeitsweise der Kompanie. 
NOISE SIGNAL SILENCE – das interdisziplinäre Medienkunstfestival fand erstmals 
2016 in München statt, bevor es 2018 mit Unterstützung des Ministeriums für Kultur  
und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen erstmals am Schauspiel Köln  
gezeigt wurde und ein heterognes, vor allem junges und an Experimenten interes -
siertes Publikum anzog. 
2016 – 2019 | WAS BISHER GESCHAH

6
20. DEZEMBER 2018  – Uraufführung der spartenübergreifenden Produktion 
ROUGHHOUSE. Gemeinsam mit Schauspieler*innen des Schauspiel Köln und einer 
Auswahl von Tänzer*innen der Kompanie Ballet of Difference kreierte Richard Siegal 
das Crossover-Projekt ROUGHHOUSE. Der Titel rührt von dem Verb »roughhousing« 
her, das eine Art spielerisches Kämpfen bei Kindern bezeichnet. In rasanten Schnitten 
voller Slapstick- Elemente und hintergründigem Humor inszeniert Siegal die  
Begegnung zwischen Schauspiel und Tanz als doppelbödiges Spiel der Zeichen. 
Worte und Körper wirbeln über die Bühne. Überzeugungen werden unterlaufen. 
Wahrheiten erscheinen und vergehen. Alle kommunizieren, keiner versteht. Besser 
gesagt: Jeder versteht etwas anderes. Jedem seine eigene Wahrheit. Aber ist ein 
Verstehen zwischen zwei Individuen überhaupt wahrscheinlich? Oder gar möglich? 
Ist Wahrheit noch eine stabile Kategorie des 21. Jahrhunderts? Und was würde der 
Verlust dieser Kategorien für eine Gesellschaft bedeuten? Dazu hat Siegal eigens 
einen Theatertext verfasst, in dem die Sprache als Werkzeug der Sinnvermittlung 
radikal in Frage gestellt wird. In dicht gepackten Szenen reden sich Schauspieler*in -
nen und Tänzer*innen um Kopf und Kragen, und berühren dabei doch die dring -
lichsten Diskurse der Mediengesellschaft unserer Zeit.
Im Anschluss an die uraufführung ging die Produktion in das Repertoire des  
Schauspiel Köln über und gastierte u. a. beim DANCE FESTIVAL 2019 in München 
und beim HOLLAND FESTIVAL in Amsterdam.
Die Produktion wurde zusätzlich von der Kulturstiftung des Bundes gefördert. 
CHOREOGRAFIE / REGIE / TEXT Richard Siegal
DRAMATURGIE Tobias Staab / Stawrula Panagiotaki
KOMPOSITION Lorenzo Bianchi Hoesch
BÜHNE Jens Kilian / Richard Siegal
LICHT Gilles Gentner
KOSTÜME Flora Miranda
VIDEO Lea Heutelbeck
ÜBERSETZUNG Tobias Staab
BALLETTMEISTERIN Caroline Geiger
SPORTWISSENSCHAFTLICHE BETREUUNG Gjuum
PRODUKTIONSLEITUNG Miria Wurm
ENSEMBLE Yuri Englert, Marlene Goksch, Nicola Gründel, Stefko Hanushevsky, 
Courtney Henry, Seán McDonagh, Claudia Ortiz Arraiza, Diego Tortelli
ROUGHHOUSE | Fotos: Thomas Schermer

7
RICHARD SIEGAL / BALLET OF DIFFERENCE 
AM SCHAUSPIEL KÖLN
27. SEPTEMBER 2019  – NEW OCEAN markiert Richard Siegals erstes abend-  
füllendes Ballett am Schauspiel Köln. Das Stück ist inspiriert von der choreografischen 
Arbeit Merce Cunninghams (1919-2009), der 2019 seinen 100. Geburtstag gefeiert 
hätte. Siegal zieht damit eine Verbindungslinie zum 2013 am Bayerischen Staats -
ballett entstandenen Abend EXITS AND ENTRANCES, in dessen Rahmen seine  
Arbeit UNITXT erstmals komplementär zu Merce Cunninghams BIPED präsentiert 
wurde. Im Besonderen geht Siegal nun von Cunninghams legendärer Arbeit OCEAN 
aus, die als Zusammenarbeit mit John Cage geplant war, der 1992 während der  
Vorbereitungen verstarb. NEW OCEAN versteht sich weniger als Nachfolger des  
gigantischen Projekts, das schließlich als Tanz im Rund, umfangen von einem Orchester 
aus 150 Musiker*innen 1994 uraufgeführt wurde. Im Reflex auf die ökologischen Ent -
wicklungen der Gegenwart, entwirft Richard Siegal vielmehr ein streng mathema -
tisches System, das mittels eines eigens entwickelten Algorithmus Datensätze des  
Klimawandels in choreografische Handlungen übersetzt. Bestimmte Arbeitsprinzipien 
Cunninghams greift Siegal dabei auf und verbindet sie mit der Formensprache  
seines Ballet of Difference.
CHOREOGRAFIE / BÜHNE Richard Siegal
LICHT UND VIDEO Matthias Singer
KOSTÜME Flora Miranda
MUSIK Alva Noto + Ryuichi Sakamoto
DRAMATURGIE Tobias Staab
TÄNZER*INNEN Margarida de Abreu Neto, Jemima Rose Dean, Gustavo Gomes, 
Mason Manning, Andrea Mocciardini, Claudia Ortiz Arraiza, Zuzana Zahradníková, 
Long Zou
TOURDATEN
11. - 13. Oktober  Festival MilanOltre, Teatro Elfo Puccini, Milan, Italy
16. Oktober   Festival Reggio Emilia, Italy 
06. Dezember   Festspielhaus St. Pölten, Austria
13. Dezember   Forum am Schlosspark Ludwigsburg, Germany
Fotos NEW OCEAN: Thomas Schermer

8
NEW OCEAN | Fotos: Thomas Schermer

9
Der Reichtum an unterschiedlichen künstlerischen Ausdrucksformen, an ästhetischen, politischen und soziokultu -
rellen Perspektiven, der Richard Siegal / Ballet of Difference am Schauspiel Köln so einzigartig erscheinen lässt und 
für Menschen unterschiedlicher Hintergründe und Generationen attraktiv macht, soll in den kommenden Monaten 
noch weiter ausgebaut werden. 
Im Januar 2020 beginnt Richard Siegal / Ballet of Difference am Schauspiel Köln erstmals seine Proben mit einem 
zwölfköpfigen Ensemble. Eine Neukreation wird am 9. April 2020 am Schauspiel Köln uraufgeführt und anschlie -
ßend in zwei Vorstellungen am 16. und 17. April 2020 ihre Münchner Premiere in der Muffathalle feiern. Für dieses 
Stück arbeitet Richard Siegal erstmals mit dem Musiker Markus Popp. Popp gehört mit seinem Musikprojekt OVAL 
seit Jahren zu den international angesehensten und einflussreichsten Produzenten zeitgenössischer elektronischer 
Musik. Ergänzt wird das künstlerische Team um die Modedesignerin Flora Miranda und den Lichtkünstler Matthias 
Singer. Beide waren bereits in der Produktion NEW OCEAN involviert und maßgeblich an der Ästhetik des Abends 
beteiligt. 
Die Saison 2019/2020 schließt Richard Siegal / Ballet of Difference am Schauspiel Köln mit METRIC DOZEN /  
LIEDGUT / MY GENERATION ab. Für diesen dreiteiligen Ballettabend studiert das Ensemble Repertoirestücke  
von Richard Siegal in einer überarbeiteten Version ein. In METRIC DOZEN, 2014 für das Ballet National de  
Marseille entwickelt, verdichtet sich Bianchi Hoeschs aufwühlender Soundtrack mit radikalen Bewegungen 
zu einem physisch eindrücklichen Erlebnis. Spielerisch unterläuft Siegal hier die Mittel des klassischen Balletts 
und zitiert die US-amerikanische Subkultur des Voguing. Damit greift er auf eine Tanzform zurück, die das kon -
ventionelle Verständnis von Identität (mithin Gender) unterläuft und stattdessen als performative Praxis hervor -
bringt. Den zweiten Teil des Abends bildet die Produktion LIEDGUT, die Siegal 2014 mit dem Hessischen Staats -
ballett lancierte. Die titelgebende Komposition des Musikers Uwe Schmidt (alias Atom™) kontextualisiert Franz  
Schuberts Liedtradition mit irritierenden Störsounds einer zunehmend digitalen Lebenswelt, die in Siegals Choreo -
grafie durch eine monolithisch anmutende Säule aus LED-Panels Ausdruck findet, die drohend über den Köpfen  
der Tänzer*innen schwebt und deren Bewegungen fortwährend beeinflusst. MY GENERATION bildet den  
Abschluss des dreiteiligen Abends. Siegal schuf das Stück 2015 für das Cedar Lake Contemporary Ballet in 
New York. Zu den hintergründigen elektronischen Kompositionen von Atom™ und in den grell überzeichneten  
Kostümen des Mode-Designers Bernhard Willhelm wagt er mit dieser Arbeit eine augenzwinkernde und ästhetisch 
überbordende Reflexion des Pop-Business.
Mitte August 2020 startet Richard Siegal / Ballet of Difference am Schauspiel Köln in die Spielzeit 2020/2021. 
Die Saison wird mit der Münchner Premiere von NEW OCEAN im Prinzregenttheater am 19. und 20. September 
2020 eröffnet. Anschließend konzentriert sich die Kompanie auf das produktive Schaffen, um am 6. November 
2020 erneut einen Abend von Richard Siegal in Köln zur Premiere zu bringen. Eine letzte Produktion markiert am  
23. April 2021 eine große Neukreation in Köln die voraussichtlich am 20. und 21. Mai 2021 im Prinzregenttheater 
ihre Münchner Premiere feiert. 
Von Januar 2020 bis Ende August 2021 sind zudem nationale und internationale Gastspiele geplant sowie eine  
Vielzahl weiterer Projekte für Köln und München, die Weichen für neue hybride Ästhetiken stellen und die Tanz -
städte weltweit repräsentieren sollen. Darüber hinaus wird es eine Reihe von Workshops, Lectures und Projekten  
mit der freien Szene in Nordrhein-Westfalen und Bayern geben, die neue Verbindungen hervorbringen und  
bereits bestehende Beziehungen vertiefen, um schließlich eine gemeinsame Identität zu schaffen. Damit nähern 
sich Richard Siegal / Ballet of Difference Schritt für Schritt dem Ziel, durch eine hochfrequente Programmierung 
von neuen und bereits existierenden Arbeiten Richard Siegals, die Städte Köln und München als internationale 
Zentren des zeitgenössischen Tanzes zu etablieren.
2020 – 2021

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MY GENERATION | Fotos: Ray Demski
METRIC DOZEN | Fotos: Wilfried Hösl
LIEDGUT | Fotos: Regina Brocke

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THE NEAR – FAR | PLANENTWURF
»Es ist hier also der Fremde nicht in dem bisher vielfach berührten Sinn gemeint, 
als der Wandernde, der heute kommt und morgen geht, sondern als der, der heute  
kommt und morgen bleibt. Er ist innerhalb eines bestimmten räumlichen Umkreises  
fixiert, aber seine Position in diesem ist dadurch wesentlich bestimmt, dass er nicht 
von vornherein in ihn gehört, dass er Qualitäten, die aus ihm nicht stammen und 
stammen können, in ihn hineinträgt. Die Einheit von Nähe und Entferntheit, die  
jegliches Verhältnis zwischen Menschen enthält, ist hier zu einer, am kürzesten so zu  
formulierenden Konstellation gelangt: die Distanz innerhalb des Verhältnisses bedeu -
tet, dass der Nahe fern ist, das Fremdsein aber, dass der Ferne nah ist. «
    aus: Georg Simmel EXKURS ÜBER DEN FREMDEN
Der Begriff des »Fremden« ist heute in vielen Kontexten – nicht zuletzt in allen aufkeimenden und immer stärker 
werdenden rechtspopulistischen Strömungen – vor allem negativ besetzt. Der Fremde gilt als Eindringling, wird als 
Gefahr wahrgenommen, als Konkurrent um Ressourcen und als Bedrohung für die eigene Identität. Schnell ist von 
Überfremdung die Rede, davon, dass jemand »nicht hierher gehört« oder dass er kein Recht auf dieses oder jenes 
habe. Wir hier, die anderen dort, und jeder ist sich selbst der Nächste – so macht es am wenigsten Angst. 
Aber ist dieses »wir« ohne den »anderen« überhaupt denkbar? Ist es nicht gerade die Begegnung mit dem  
anderen, der oder das nicht ist wie ich selbst, die uns überhaupt erst erkennen lässt, wer wir selbst wirklich sind? 
Und ist diese Begegnung nicht auch Voraussetzung für Veränderung, für Weiterentwicklung des eigenen Ich? 
Ja mehr noch: Ist ohne die Begegnung mit dem Fremden das Bewusstsein einer eigenen Identität überhaupt  
möglich? Oder gar wünschenswert?
Im Selbstverständnis des Ballet of Difference kann das Fremde keinen negativen Beigeschmack haben. Denn die -
ser Kompanie ist das Fremde und auch das Anderssein immer inhärent. Nicht nur qua Definition und Namensge -
bung, sondern auch aufgrund der bewussten Diversität in der Zusammenstellung des Tanzensembles, in dem fast 
jeder Tänzer und jede Tänzerin einer anderen Nation entstammt und eine sehr eigene Kultur, eine eigene Identität 
– und nicht zuletzt dadurch geprägte Bewegungen und einen eigenen Tanzstil – mitbringt.  
Aber ist diese Vielfalt der eigenen Kulturen und damit eine Vielfalt auch von Fremdheitserfahrungen schon Merk -
mal einer eigenen – nun auch gemeinsamen – Identität? Und was bedeutet die Nähe in der Fremde der eigenen 
Welterfahrung für das Verhältnis zu dem gemeinsamen Ort, an dem sich diese von Diversität geprägte Kompanie 
gemeinsam niederlässt – sei es auf Zeit oder um zu bleiben? 
Richard Siegal nutzt die Besonderheit der Zusammensetzung seiner Kompanie um der Beschreibung dieses  
seltsamen Verhältnisses aus Nähe und Ferne gesellschaftlich und künstlerisch genauer auf den Grund zu gehen. 
THE NEAR-FAR überschreibt er den Arbeitszyklus, dem er sich – inspiriert von Georg Simmels klugem EXKURS 
ÜBER DEN FREMDEN – ab Sommer 2021 für zwei Jahre widmen will. 
Dabei wird es – anknüpfend an die bisherigen Arbeiten des Ballet of Difference und auch an ältere Choreografien 
von Richard Siegal – darum gehen, dem, was uns als das Fremde gegenübersteht und begegnet, möglichst nahe 
zu kommen und dabei die Distanz zwischen dem, was wir vermeintlich sind, und dem, was wir in dem Anderen  
erkennen, möglichst scharf auszuloten. Dafür braucht es eine Neugier und eine Offenheit für das, was uns als 
scheinbar oder tatsächlich fremd gegenüber steht. Es braucht aber auch eine Kenntnis der eigenen Perspektive, 
eine Begegnung mit und eine Erforschung des Anderen und im besten Fall die Fähigkeit, sich die Qualitäten 
dessen, was man dort vorfindet zu eigen zu machen – also zu lernen und etwas Neues in das eigene Weltbild zu 
integrieren. Und natürlich in den eigenen künstlerischen Kanon. »Denn«, so sagt es der Choreograf Richard Siegal, 
»es ist ein Geben und Nehmen. Künstler hören zu und entwickeln sich, indem sie auf andere reagieren.« 
Diesem Reagieren auf andere soll die Zeit zwischen 2021 und 2023 in besonderem Maße gewidmet sein.

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LOGOBI 05
Tanzstück von Gintersdorfer/Klaßen mit Gadoukou La Star und Richard Siegal
Logobi ist ein Straßentanz aus der Elfenbeinküste. Der Tänzer sagt mit seinen Bewe -
gungen: »Schau mich an, ich werd‘ bald ein Star, aber vorher kann ich dich auch noch 
mal verprügeln...« Straßenkompetenz und Entwicklung neuester Tanztrends fallen in 
der Metropole Abidjan zusammen: Logobi ist nur einer von vielen Tänzen, die täglich 
neu entstehen und die ivorische Alltagswirklichkeit abbilden. 
In der Aufführungsserie LOGOBI konfrontiert das Künstlerkollektivs Gintersdorfer/
Klaßen die ivorischen Tänzer und Choreografen Gotta Depri und Franck Edmond Yao 
mit europäischen Kolleg*innen. Gotta Depri und Franck Edmond Yao sind mit den 
Straßentänzen in Abidjan großgeworden und haben sie mittlerweile zu glamourösen 
Bühnenauftritten im In- und Ausland ausgebaut. In der Choreografie LOGOBI zeigen 
sie, zusammen mit unterschiedlichen Künstler*innen der europäischen zeitgenös -
sischen Tanzszene, Verbindungslinien und Abgrenzungen zwischen den aktuellen, 
ivorischen Tänzen, traditionellem afrikanischen Tanz und der europäischen Tanzent -
wicklung.
In LOGOBI 05 trifft der Tänzer Franck Edmond Yao aka Gadoukou La Star – Jet-Set-
Star und dreimaliger Preisträger des African Award für den besten afrikanischen  
Tänzer in Paris – auf Richard Siegal, der in diesem Stück nicht als Choreograf, sondern 
selbst als Tänzer mitwirkt. Im Dialog auf der Bühne stellen die beiden nicht nur das 
System des afrikanischen Tanzes dem System des europäischen Tanzes gegenüber 
und demonstrieren Elemente aus der jeweiligen Aufführungspraxis, sondern begeg -
nen sich auch als zwei großartige Performerpersönlichkeiten auf der höchsten Ebene 
ihrer Kunst.
LOGOBI 05 wurde unter anderem zur Deutschen Tanzplattform 2010 eingeladen,  
Richard Siegal erhielt für seine Mitwirkung den Deutschen Theaterpreis DER FAUST 
in der Kategorie »Darstellerische Leistung Tanz«. LOGOBI 05 wird im Herbst 2021 
erstmals in Köln zu sehen sein.
DRAW A LINE
Ein Dokumentarfilm von Benedict Mirow
Grenzen sind zum Überschreiten da: Das gilt für das Leben, die Kunst und für Tänzer-  
innen und Tänzer sowieso. Benedict Mirow hat die Arbeit des Choreografen  
Richard Siegal und des noch jungen Ensembles des Ballet of Difference über einen 
längeren Zeitraum begleitet – auf der Reise nach Lagos und in der anschließenden 
künstlerischen Verarbeitung der Reiseerfahrungen und der Begegnungen mit den 
afrikanischen Tänzer*innen: Was in Lagos mit afrikanischen Tänzerinnen und Tänzern 
entwickelt wurde, interpretiert nach dem Bayerischen Staatsballett nun das Ballet of 
Difference neu – »Tanz 2.1«, fasst Siegal zusammen. Beats und Tanzszenen alternieren 
in DRAW A LINE mit Einblicken in die BoD-»Familie«. Deren Optimismus und Energie 
ist ansteckend: »Kann Kunst die Welt verändern? Das Ballet of Difference hat schon 
mal damit angefangen.« (Julia Teuchmann)
2021 | NORTH / SOUTH
Im ersten Teil des neuen Projektabschnittes trifft der Norden auf den Süden: Die zweite Hälfte des Jahres 2021  
widmen sich Richard Siegal und das Ballet of Difference am Schauspiel Köln den Ausdrucksformen des afrikani -
schen Tanzes und den Unterschieden zu einer europäisch geprägten Tanzsprache.  
Dieser Begegnung von Afrika und Europa ist eine ausführliche Beschäftigung von Richard Siegal und seinem  
Ensemble mit der (Tanz-)kultur des afrikanischen Kontinents vorausgegangen. Begleitet von dem Dokumentar -
filmer Benedict Mirow unternahm Richard Siegal gemeinsam mit sechs Tänzerinnen und Tänzern des Ballet of 
Difference im Jahr 2018 eine Forschungsreise nach Lagos in Nigeria. Diese Reise markierte die Rückkehr zum  
Ursprung des Stückes UNITXT, das Richard Siegal im Jahr 2013 mit dem Ensemble des Bayerischen Staatsballett zur 
Uraufführung brachte und das einen wichtigen Wendepunkt in seiner Arbeit als Choreograf markiert. Grundlage 
für UNITXT war eine interkulturelle Kommunikation der Tänzer*innen aus Deutschland mit Tänzer*innen aus Lagos.
Bereits im Vorfeld dieser Reise hatte die Produktion LOGOBI 05 Premiere, die in Zusammenarbeit mit dem Künst -
lerkollektiv Gintersdorfer/Klaßen und dem ivorischen Tänzer Franck Edmond Yao entstand und die im Zuge von 
NORTH/SOUTH in Köln gezeigt werden soll:

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Der Film DRAW A LINE feierte seine Weltpremiere 2019 auf dem DOKfest München  
in Kooperation mit dem Internationalen Festival für zeitgenössischen Tanz der  
Landeshauptstadt München DANCE und wird nun im Depot des Schauspiel Köln zu 
sehen sein. 
MADE TWO WALKING / MADE ALL WALKING
Zweiteiliger Ballettabend von Richard Siegal
Die langjährige Beschäftigung von Richard Siegal mit dem afrikanischen Tanz und  
seinen kulturellen und gesellschaftlichen Wurzeln mündet der Neukreation MADE 
ALL WALKING des Ballet of Difference, an der das gesamte Ensemble beteiligt sein 
wird. 
Inspiriert von afrikanischen Rhythmuskulturen hat Richard Siegal gemeinsam mit dem 
Komponisten Lorenzo Bianchi Hoesch bereits in der 2017 entstandenen Produktion 
MADE FOR WALKING einen komplexen musikalischen Parcours entwickelt. Siegal 
choreografiert dabei die Tänzer*innen  von Ballet of Difference nicht einfach zur  
Musik, sondern lässt sie mit ihren Körpern selbst Sounds und Rhythmen produzieren. 
Im Jahr 2019 entwickelte Richard Siegal MADE FOR WALKING für eine Performance 
im Lapanto-Ausstellungssaal des Museum Brandhost in München weiter: Für MADE 
TWO WALKING kommen zu den Tänzerinnen des Ballet of Difference die afrikani -
schen Gasttänzer*innen Ordinateur und Annick Choco dazu, sowie der aus Yaoundé 
in Kamerun stammende Musiker Njami Sitson. Aus der Begegnung von Hoeschs und 
Sitsons Musik und aus den sich überlagernden Bewegungs- und Klangmustern ent -
steht ein polyrhythmisches Zusammenspiel als Reflexion über verschiedene Kulturen 
und über Einheit und Vielheit, Gemeinschaft und Differenz.
Mit der Neukreation MADE ALL WALKING vollendet Richard Siegal nun diesen  
Zyklus. Dafür wird die Zahl der Musiker*innen und Tänzer*innen vergrößert: Das  
gesamte Ensemble des Ballet of Difference ist Teil von MADE ALL WALKING.  
Dabei wird die begonnene Auseinandersetzung mit der afrikanischen Tanz- und  
Musikkultur fortgesetzt, bei der das Ensemble des Ballet of Difference die Fähig -
keiten der afrikanischen Tänzer*innen und Musiker*innen mit dem eigenen Musik- 
und Bewegungsrepertoire verbindet: Die Proben beinhalten eine Forschungsphase, 
in der die Tänzerinnen und Tänzer gemeinsam einen Trommelworkshop bei Njami 
Sitson absolvieren, der musikalische Grundlage und Ausgangspunkt für eine Rhyth -
mus- und Klangbasis für MADE ALL WALKING werden wird. 
MADE ALL WALKING wird als Doppelabend mit MADE TWO WALKING Premiere  
in Köln haben und von hier aus ins Repertoire nach München und Köln und auf  
internationale Gastspielreise gehen. 
ÜBER IDENTITÄTEN UND DIE FIKTION DER ZUGEHÖRIGKEIT
Panel-Diskussion mit dem Philosophen Kwame Anthony Appiah 
Immer wieder sucht Richard Siegal nach philosophischen und wissenschaftlichen 
Referenzpunkten für seine eigene Arbeit. Der britisch-ghanaische Philosoph Kwame 
Anthony Appiah stellt in seinem 2019 erschienenen Buch IDENTITÄTEN einen auf 
die Schlüsselkategorien »Religion«, »Land«, »Hautfarbe«, »Klasse« und »Kultur« be -
ruhenden starren Identitätsbegriff entschieden in Frage. An seine Stelle setzt er auf 
einen diversen, vielschichtigen und flexiblen Identitätsbegriff, bei dem die Identitä -
ten »vielschichtig sind und in komplizierter Weise miteinander agieren«. 
In einem Panelgespräch in den Räumen des Schauspiel Köln sollen Appiahs Identi -
tätsbegriff der Vielfalt mit den Arbeitserfahrungen von Künstlerinnen und Künstlern 
des Ballet of Difference abgeglichen und diskutiert werden und so neue Impulse für 
die weitere Entwicklung der gemeinsamen Arbeit gesetzt werden.

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LOGOBI 05 | Fotos: Regina Brocke

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Zu den Proben- und Erkenntnisprozessen des Ballet of Difference gehört das Prinzip, sich immer wieder nicht nur 
inhaltlich, sondern auch konkret räumlich aus dem Bereich der eigenen Erfahrungszone hinauszubegeben und 
eine der eigenen Ausdrucksform ferne künstlerische Sprache unmittelbar am Ort ihres Entstehens und in ihrem  
gesellschaftlichen Kontext zu studieren und zu erfahren. Dazu gehören regelmäßige künstlerische Forschungs- 
und Recherchereisen, die das Ensemble des Ballet of Difference gemeinsam unternimmt. Dabei gilt das Interesse 
natürlich Rhythmen, Klängen, Musik und vor allem Tanz- und Bewegungskulturen und –repertoires, aber auch der 
Erfahrbarkeit und Annäherung an das konkrete kulturelle, mentale und gesellschaftliche Umfeld, aus dem heraus 
diese entstehen und zu verstehen sind. 
Für den zweiten Teil des Projektes THE NEAR-FAR begibt sich das Ballet of Difference auf die Reise von West nach 
Ost und dabei hinein in den Bereich der asiatischen Kultur – nach Japan. Eine Forschungsreise dorthin soll Grund -
lage für den neu entstehenden Ballettabend BALLETT OF OBEDIENCE (AT) werden. 
2022/2023 | FAR EAST / WEST
BALLET OF OBEDIENCE (AT)
Ballettabend von Richard Siegal
Innerhalb der japanischen Kultur gibt es eine große Tradition und Affinität zu präzise  
abgestimmten synchron durchgeführten Bewegungen. An japanischen Schulen  
lernen Schüler zur Morgenbegrüßung in exakt abgestimmten Abständen zueinander 
zu stehen, und an japanischen Universitäten wird sogenanntes Synchrongehen oder 
»Precision Walking« sogar zur sportlichen Disziplin: »Syudan Koudou« nennt sich dieses  
synchrone Marschieren in Gruppenformationen, die sich in genau abgezirkelten  
Bewegungsabläufen und Gehchoreografien in komplizierten Wegen begegnen, 
kreuzen und mischen. Praktiziert wird diese Traditionssportart vor allem an der 1893 
gegründeten Nippon Sports Science University. 
Aus westlicher Sicht erinnert dieses Synchrongehen an das gleichförmige Marschieren  
militärischen Drills, das sich aber mit einer ästhetischen Virtuosität verbindet. Dabei 
geht der Einzelne komplett im Kollektiv des Bewegungscorpus der Gruppe auf, jedes 
individuelle Ausscheren hätte eine Zerstörung der Formation und der Geschlossen -
heit des Ablaufes und des daraus entstehenden ästhetischen Bildes zur Folge. 
Sieht so also eine Gesellschaft aus, in der die Monokultur der Bewegung zu ihrem 
Abbild wird und sich als gesellschaftliches Ideal die individuelle Identität des Einzel -
nen der Gruppe vollständig unterordnet und damit keine Abweichungen und Unter -
schiede zulässt? In der also das Fremde schon deshalb keine Legitimität besitzt, weil 
es sich originär über Unterschiedlichkeit definiert? Oder braucht nicht gerade diese 
präzise Abstimmung einer gemeinsamen Bewegung eine spezielle Form der Affir -
mation und eine besondere Aufmerksamkeit und Sensibilität für den anderen und 
seine Nähe, weil ohne dessen uneingeschränkte Wahrnehmung eine gemeinsame 
synchrone Bewegung gar nicht möglich wäre? Und erinnert diese Art von gemeinsa -
mer synchroner Bewegung nicht zuletzt auch an die nicht weniger präzisen und um 
Synchronität bemühten tänzerischen Bewegungsabläufe eines klassischen Corps de 
Ballet? 
Das Ballet of Difference begibt sich hinein in diesen für die meisten Ensemblemit -
glieder fremden kulturellen Kosmos und lotet aus, wie sich diese Bewegungssprache  
mit den eigenen, von Individualität geprägten Tanzsprachen vereinbaren lässt. 
Überwiegt das Gefühl einer als dystopisch und fanatisch empfundenen Einengung, 
oder führt das Aufgehen des eigenen Willens im Kollektiv vielleicht sogar zu einer  
reinigenden Glückseligkeit? Und welche mentalen und körperlichen Fähigkeiten

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braucht es eigentlich, um eine solche Gemeinsamkeit herzustellen? Das Ballet of  
Difference wird versuchen, die Faszination des »Syudan Koudou« mit der eigenen 
Formensprache zusammenzubringen – sei es als Affirmation oder als Abgrenzung. 
Die Auseinandersetzung mit den japanischen Synchronmarschierern wird so zur  
eigenen Perspektiv- und Positionsbestimmung der Kompanie.  
Der dabei entstehende Abend BALLET OF OBEDIENCE (AT) und die Auseinander -
setzung mit der Disparatheit der Begegnung des Einzelnen mit dem Kollektiv soll  
genau wie die ihm vorangehende Reise nach Japan erneut von dem Dokumentar -
filmer Benedict Mirow begleitet und dokumentiert werden. Dabei sollen diesmal die 
Aufnahmen von Benedict Mirow aus Japan auch als Video-Art mit in den entstehen -
den Abend einfließen. 
BALLET OF OBEDIENCE (AT) wird in Köln uraufgeführt werden und dann ebenfalls in 
München Premiere haben und auf internationalen Gastspielen gezeigt werden.

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Es gehört eigentlich zu den Selbstverständlichkeiten eines jeden öffentlich geförderten Künstlers, etwas von dem, 
was ihm an Unterstützung widerfährt und das, was er dadurch kann, an die weiterzugeben, die nach ihm kommen.  
Talentförderung, Austausch mit dem Nachwuchs und das Teilen von künstlerischen Leidenschaften sollten zu  
jedem Künstlerleben dazugehören.
In Köln waren diese Weitergabe des künstlerischen Feuers und die produktive Begegnung von Tänzerinnen und 
Tänzern aller Generationen jahrzehntelang sozusagen institutionalisiert. Die Ende der Neunzehnhundertfünfziger 
Jahre von Heinz Laurenzen in Krefeld ins Leben gerufene und 1961 nach Köln übergesiedelte SOMMERAKADEMIE 
DES TANZES trug entscheidend zur Festigung des Rufes von Köln als international renommierte Tanzstadt bei. 
Alljährlich im Sommer verwandelte sich Köln in ein Tanzfestival: die INTERNATIONALE SOMMERAKADEMIE DES 
TANZES, die für Tanzstudierende aus Deutschland und später aus der ganzen Welt den Semesterabschluss bildete, 
fand mit unzähligen Kursen und Dozent*innen aus aller Welt statt. Koryphäen des internationalen Tanzes kamen 
zusammen, um in Köln teilweise auf mehrere hundert Studierende und junge Tänzer*innen zu treffen, mit denen sie 
arbeiteten, probten und tanzten. Es ging darum, gemeinsam zu trainieren, zu diskutieren und Kontakte zu knüpfen. 
Das Ballet of Difference will diese Tradition, die mit der Einstellung der SOMMERAKADEMIE DES TANZES im 
Jahr 2000 endete (und die damit auch den Niedergang des Tanzrenomeés Kölns mit beförderte), wiederaufleben  
lassen. Im Sommer 2022 soll erstmals das COLOGNE INTERNATIONAL SUMMER LAB OF DANCE in Köln stattfinden.  
Dafür verwandelt sich die Spielstätte des Schauspiel Köln in Mülheim mit Depot 1, Depot 2, den Proberäumen und 
dem CARLsGARTEN in der spielfreien Zeit des Schauspiels für 10 Tage in eine pulsierende Tanzakademie und ein 
daraus entstehendes offenes Tanzfestival. 
Tagsüber arbeiten Studierende aus aller Welt in Workshops mit den bekannten Choreograf*innen und erfahrenen  
Tänzer*innen aus ihren Kompanien. Es wird gemeinsam trainiert und später gemeinsam gegessen und diskutiert.  
Abends sind die Veranstaltungen öffentlich, der CARLsGARTEN wird zum Festivalzentrum, das Depot zum  
Aufführungsort. Choreograf*innen und Studierende präsentieren in Showcases Teile ihrer Arbeit und demons-  
trieren ihre Arbeitsweise, es gibt ein Programm aus Filmen, Musik, Tanz und gemeinsamem Tanzen (Swing Dance, 
Contra Dance, Milonga, etc.).
Entsprechend der Philosophie des Ballet of Difference versteht sich das neue beziehungsweise reimplentierte 
SUMMER LAB als »Academy of Differences«. Nicht das Monochrome wird gesucht, sondern auch hier die Begeg -
nung des Unterschiedlichen im Gemeinsamen: Ballett trifft auf Biomechanik, Street- und Clubstyle auf Martial Arts, 
Klassik auf Moderne. 
Und genau so sollen auch die Dozent*innen und Choreograf*innen ausgewählt werden, die beim SUMMER LAB 
etwas von ihrem Wissen und Können weitergeben. Für das erste SUMMER LAB ist die Teilnahme von Choreo -
graf*innen und Vertreter*innen von Kompanien wie Sidi Larbi Cherkaoui, Crystal Pite, Alexander Ekman, Akram 
Khan, Sharon Eyal und Richard Siegal / Ballet of Difference geplant. 
Das erste COLOGNE INTERNATIONAL SUMMERLAB OF DANCE ist für den Sommer 2022 geplant. Anschließend 
soll es biennal stattfinden. 
2023 | COLOGNE INTERNATIONAL 
SUMMER LAB OF DANCE

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ALLE TEILNEHMER*INNEN
9.00-10.00 BIOMECHANIK (Patrick Rump - GJUUM Science and Art) 
10.15-11.45 BALLETT (Ronald Savkovic)
11.45-13.00 MITTAGSPAUSE (Offenbach im CARLsGARTEN)
NACHMITTAGS AUFTEILUNG DER TEILNEHMER*INNEN IN 2 GRUPPEN
GRUPPE A
13.00-15.30 REPERTOIRE 1 (Richard Siegal / Ballet of Difference am Schauspiel Köln)
16.00-18.30 REPERTOIRE 2 (Crystal Pite)
GRUPPE B
13.00-15.30 REPERTOIRE 1 (Crystal Pite)  
16.00-18.30 REPERTOIRE 2 (Richard Siegal / Ballet of Difference am Schauspiel Köln)
19.00  ABENDESSEN (Offenbach im CARLsGARTEN)
ÖFFENTLICHE VERANSTALTUNG
20.00-23.00  ALL THAT JAZZ – Filmvorführung
  SWING DANCE – Tanz und Live-Musik
COLOGNE INTERNATIONAL 
SUMMER LAB OF DANCE | 
PROTOTYPISCHER ZEITABLAUF

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Um die Distanz und die Gemeinsamkeit des Nahen und Fernen auszuloten, gilt es nicht immer weit zu reisen. Diversität,  
Vielfalt, Begegnung und Aneignung finden sich auch im Kosmos des eigenen Ortes und es reicht bisweilen, die 
eigene Stadt von Ost nach West und von Nord nach Süd zu durchqueren, um Unbekanntes im Bekannten zu fin -
den und beides zueinander in Beziehung zu setzen. Deshalb plant das Ballet of Difference auch eine Reihe, in der 
Tänzer*innen mit Choreografien und einer besonderen Tanzmethode Orte der Stadt erforschen und mit ihnen in 
einen künstlerischen Dialog treten.
2023 | NEAR EAST / WEST
BOD.Y WITHOUT ORGANS
»When you will have made him a body without organs, then you will have delivered him from 
all his automatic reactions and restored him to his true freedom. Then you will teach him again 
to dance wrong side out as in the frenzy of dance halls and this wrong side out will be his real 
place.«        Anton Artaud: Excerpt from TO HAVE DONE WITH THE JUDGEMENT OF GOD 
Das ungewöhnliche Tanzprojekt BOD.Y WITHOUT ORGANS überwindet die räumliche 
Trennung zwischen Tänzer*innen und Publikum. Es gibt keine übergeordnete Perspektive 
mehr, von der aus eine ganzheitliche Sicht oder Orientierung möglich wäre. Vielmehr findet 
der Tanz zwischen den Zuschauer*innen – daneben, dahinter, um sie herum – statt. 
Dafür verlässt das Ballet of Difference die angestammten Aufführungsorte der klassischen 
Spielhäuser und Hallen und begibt sich unmittelbar hinein in die Stadt, um dort bespiel -
bare Orte zu finden. Anvisiert wird eine Zusammenarbeit beispielsweise mit der Zentral -
moschee in Köln-Ehrenfeld, mit einem oder mehreren Museen oder mit Orten der Kölner 
Clubszene. 
Jeder Ort bringt dabei sein eigenes kulturelles Koordinatensystem mit, auf dass die  
Choreografien von BOD.Y WITHOUTN ORGANS reagieren und sich beziehen. In einem 
Kunstmuseum finden sich etablierte Pfade und Sichtachsen, die bestimmte Perspektiven  
auf Kunst und damit Relationen zu Kunstwerken herstellen. In der Moschee gibt der  
Ritus des Gebetes und der Religionsausübung bestimmte Wege und Abläufe vor. Mit  
diesen spielt der Choreograf Richard Siegal, indem er sie durch die Tänzerinnen und  
Tänzer nachzeichnen lässt, sie bestätigt oder verwirft, und sie in ein Spiel mit dem Ort und  
den Zuschauern überführt. 
Für BOD.Y WITHOUT ORGANS erarbeitet Siegal mit seinen Tänzerinnen und Tänzern ein 
künstlich lernendes Tanzsystem, inspiriert von den Strukturen einer Artificial Intelligence. 
Jede singuläre Tänzerin und jeder Tänzer verfügt dabei über ein jeweils eigenes Bewe -
gungsrepertoire aus dem eigenen Bewegungsarchiv oder dem Archiv des Ballet of Diffe -
rence, mit dem sie oder er mit anderen Tänzer*innen in Kontakt treten kann. Kommt ein 
solcher Kontakt zustande, so entsteht ein Potenzial, so dass beide Tänzer*innen von der 
oder dem jeweils anderen bestimmte Bewegungen lernen können, die sie in der Folge an 
weitere Tänzer*innen weitergeben können. Die Begegnung und die Annäherung an das 
Unbekannte und Fremde ist also eine Doppelte: An das tänzerische Gegenüber und an 
den Ort der Begegnung selbst. 
Diese Technik der Entstehung von selbstlernenden Systemen des Choreografierens  
korrespondiert eng mit dem von Richard Siegal zwischen 2008 und 2012 entwickelte cho -
reografische Sprachsystem der »IF/THEN-Methode«, mit dem er zugleich an unterschied-
lichen Diskursen der Kunst-, Medien- und Kommunikationswissenschaften partizipierte. 
Im Rahmen seines Workshop-Projekts IF/THEN FÜR ALLE, das regelmäßig zwischen 2016 
und 2018 in Köln und München stattfand, nahm Siegal erneut kommunikative Prozesse in 
den Fokus und entwickelte choreografische Techniken und Strategien für Vielheiten und 
intelligente Schwärme. Das Ziel von IF/THEN FÜR ALLE war dabei, einen Begegnungs- 
und Erfahrungsraum für Menschen unterschiedlichster Herkunft, Kultur und Generation zu 
schaffen und diesen Profis und Laien gleichermaßen zugänglich zu machen. 
Als eine von vielen Erkenntnissen, die aus diesen Versuchsanordnungen gewonnen  
wurden, zeigte sich der massive Einfluss des Raumes auf körperliche Bewegungen genauso 
wie auf die Bewegungen des Denkens. Aus diesem Bewusstsein heraus, möchte Siegal das 
Format durch die Versetzung in neue räumliche Kontexte weiterentwickeln.

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Die Verbindung von Nahem und Fernen und in der Konsequenz auch das Aufbrechen der klaren Grenzen von 
Akteur*innen, Zuschauer*innen und Ort soll auch im Jahr 2023 als zentrale künstlerische Untersuchung des Ballet 
of Difference fortgesetzt werden. Bis zum Sommer des Jahres in einer breiten nach neuen künstlerischen Formen 
suchende Veranstaltungsreihe und zum Abschluss mit einem großen Ensembleabend eines Ballettryptichons von 
Richard Siegal. 
2023 | NEW LOCATIONS
DIFFERENT SPACES
Immersion – Virtual Reality – Installation 
Unter dem Begriff der Immersion versammeln sich in unterschiedlichen Künsten 
und Kunstdisziplinen eine Reihe von Techniken und Strategien, die Zuschauer*innen  
in das jeweilige Kunstwerk eintauchen lassen. Nicht erst seit Richard Wagners  
Vision einer totalen Theaterillusion, gibt es ästhetische Versuche, Atmosphären oder  
»environments« zu erschaffen, die sich mit der Wahrnehmung verbinden und die 
Wahrnehmenden dabei im besten Falle transformieren. Bereits in der Renaissance -
malerei oder in den Bühnenbildern des Barock wurden Mittel in Anschlag gebracht, 
um die Grenzen zwischen Bild und Betrachter verschwimmen zu lassen oder gar  
aufzulösen. 
Durch die rasanten Entwicklungen neuer Technologien im Bereich Video und Virtual 
Reality, hat der Begriff der Immersion in den letzten Jahren eine Renaissance erfah -
ren. In immersiven Kunstwerken wird eine Mediengesellschaft reflektiert, deren Mit -
glieder*innen sich permanenten Versuchen gegenübersehen, von der Wirtschaft und 
der Politik sinnlich verführt, mithin: geformt und manipuliert zu werden. 
Mit DIFFERENT SPACES soll in Form eines Immersive-Arts-Festivals eine Plattform 
geschaffen werden, auf der Kunstwerke unterschiedlicher Disziplinen das kritische 
Potenzial dieser neuen Technologien verhandeln und erschließen. Nicht zuletzt weil 
sich Ballet of Difference als interdisziplinäre Kompanie begreift, die über den Teller -
rand der eigenen Kunstform sieht und die aktuelle gesellschaftliche und ästhetische 
Diskurse aufgreift, erscheint DIFFERENT SPACES als notwendige Erweiterung der 
Ausdrucksformen der Kompanie. 
Bei DIFFERENT SPACES wird unter anderem die VR-Arbeit DAS TOTALE TANZTHEATER  
gezeigt, die von der Kulturstiftung des Bundes im Rahmen des einhundertjährigen 
Bauhaus-Jubiläums gefördert und im Rahmen des Berliner Bauhaus100-Festivals  
zur Uraufführung gebracht wurde. Die Bewegungen der Avatare, denen man im  
Rahmen der Installation begegnet, wurden von Richard Siegal choreografiert – auf 
der Basis von Motion-Capture-Technologien, die die Körper der Tänzer*innen von 
Ballet of Difference scannten. 
Als weiteres Highlight von DIFFERENT SPACES ist die Europa-Premiere von SUB  
geplant, einer immersiven Video-Installation des in New York lebenden Medien -
künstlers Kurt Hentschäger. Die Besucher*innen der Installation sehen sich dabei 
Lichtreflexen in einem absolut dunklen Raum ausgesetzt, die sich in die Körper  
einzuschreiben scheinen. Schließlich wird auch der Musiker und bildende Künstler  
Carsten Nicolai (den unter seinem Musiker-Alter-Ego Alva Noto bereits eine  
langjährige Kollaboration mit Richard Siegal verbindet) eine 360°-Klanginstallation 
präsentieren, in der die Sounds einen eigenen Raum erzeugen. 
Kuratiert wird DIFFERENT SPACES von Ballet of Difference Dramaturg Tobias Staab, 
der seit einigen Jahren immersiven Kunstwerken im Rahmen von Festivals Plattfor -
men bereitet, etwa im Rahmen der Ruhrtriennale, des DIVE-Festivals für immersive 
Künste (Bochum), des Melt!-Festivals (Gräfenhainichen) oder von Bauhaus100 (Berlin).

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100% NOTO: UNITXT / IN A LANDSCAPE / OVAL
Dreiteiliger Ballettabend von Richard Siegal
Es gehört zu der besonderen Arbeitsweise von Richard Siegal, bereits erarbeitet  
Choreografien und neue Arbeiten aus unterschiedlichen Kontexten zusammenzuführen,  
zu überarbeiten und neu zu kombinieren. Erst durch diese Zusammenführung 
und neue Kontextualisierung werden die großen Abende des Ballet of Difference  
komplett und vollständig. 
Nachdem Richard Siegals Opus Magnum UNITXT 2018 für das Ballet of Difference 
umgearbeitet und ins Repertoire der Kompanie aufgenommen wurde, begaben sich 
Richard Siegal und sein Ensemble im selben Jahr auf Spurensuche nach den afrikani -
schen Wurzeln des Stückes. Im Rahmen des Workshops in Lagos / Nigeria entstand 
bei Richard Siegal der Wunsch nach einer letzten Überschreibung des Stückes, das 
bereits so viele Transformationen erfahren hat. Siegal möchte zwei der westafrika-  
nischen Tänzer*innen, die an dem Workshop 2018 teilnahmen, ins Ballet of Difference 
aufnehmen. 
Auf diese Weise wird das Bewegungsrepertoire der Kompanie noch einmal in eine neue 
Richtung erweitert, während auf diskursiver Ebene viel diskutierte Fragestellungen  
zu »cultural appropriation« auf unterschiedlichen Ebenen neu reflektiert werden  
können. Indem nun die afrikanische Kultur nicht mehr nur als Inspiration und Diskurs -
grundlage fungiert, sondern unmittelbar am Diskurs teilnimmt bzw. mit den afrika-  
nischen Tänzer*innen direkt an der Entstehung der Ästhetik partizipiert, entsteht ein 
neues Kräfteverhältnis, das in die Zukunft weist. 
Auch die Musik bleibt von dieser Entwicklung nicht unberührt. Die digitalen Techno-  
Klänge Alva Notos, die die Ästhetik von UNITXT nachhaltig geprägt haben, weisen 
eine entfernte Verwandtschaft zu afrikanischen Drum-Kulturen auf. Die nun entste -
hende neue Version von UNITXT übergibt die Komposition Alva Notos an ein nigeria-
nisches Drum Ensemble, die die digitale Ästhetik in eine analoge Live-Performance 
übersetzen werden. UNITXT erfährt auf diese Weise eine letzte Überschreibung und 
präsentiert sich vielschichtig und multiperspektivisch als interkultureller ästhetischer 
Dialog des 21. Jahrhunderts.
Als Kontrapunkt steht dem eine andere Arbeit Siegals gegenüber, die von der Musik 
Alva Notos ausgeht: Das 2016 entstandene Ballett IN A LANDSCAPE, das im Rahmen 
des PORTRAIT RICHARD SIEGAL an der Bayerischen Staatsoper für Begeisterung 
sorgte, fußt musikalisch auf einer Zusammenarbeit Alva Notos mit dem japanischen 
Komponisten Ryuichi Sakamoto, dessen Klänge weniger an afrikanischen Rhythmen, 
denn an fernöstlicher Zen-Philosophie orientiert sind. Zur Klaviermusik Sakamotos,  
elektronisch verfremdet von Alva Noto, entschleunigt Richard Siegal hier seine  
ansonsten rasend schnellen Bewegungen zu einer klaren Form voller Leerstellen,  
während die Dekonstruktionen sub il bleiben. Die futuristischen Kostüme und eine  
Drohne setzen die Perspektive in einer nicht allzu fernen Zukunft an, in der über  
klassische Balletttradition meditiert wird. Mit der Überarbeitung von IN A LANDSCAPE  
für das Ballet of Difference am Schauspiel Köln wird das Repertoire der Kompanie um 
ein weiteres Werk Richard Siegals erweitert.
Abgeschlossen wird das Tryptichon 100 % NOTO durch die Zusammenführung mit 
einer Arbeit Richard Siegals, die erst im Jahr 2019 für das Berliner Staatsballet ent -
stand. OVAL wurde ebenfalls zur Musik von Alva Noto choreografiert und von Richard 
Siegal als formales und inhaltliches Gegenstück zu UNITXT und IN THE LANDSCAPE 
konzipiert. 
Mit der Premiere in Köln sind nun erstmals alle drei Stücke als Tryptichon und in einer 
überarbeiteten Version des Ballet of Difference zu sehen.

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TIMELINE 
SPIELZEIT 2021/2022
2021 | Herbst   NORTH / SOUTH 
   02.10.2021: Premiere ORLANDO nach Virginia Wolf
   Eine Kooperation von Schauspiel Köln und Richard Siegal / Ballet of Difference   
   mit Schauspielerinnen und Tänzer*innen beider Ensembles
   10.12.2021: Uraufführung MADE TWO WALKING / MADE ALL WALKING,   
   Depot 2
    • MADE TWO WALKING / MADE ALL WALKING
    Uraufführung des zweiteiligen Ballettabends von Richard Siegal
    • DRAW A LINE
    Dokumentarfilm von Benedict Mirow
PLUS: Bis Ende der Spielzeit 2021/22 nationale und internationale Gastspiele und Repertoirevorstellun -
gen der Produktionen MADE TWO WALKING / MADE ALL WALKING und ORLANDO in Köln, München 
2022 | Februar  11.02.2022: Premiere dreiteiliger Ballettabend TRIPLE, Depot 1
   
   • All for one / Two for the show 
   • Metric Dozan
   • My Generations
2022 | Mai   20.05.2022: Uraufführung des Balletts XERROX Vol. 2  (Arbeitstitel)
   Ein Ballettabend choreografiert zur gleichnamigen Komposition von Alva Noto
 
Nach den Monaten der Erforschung und Entwicklung neuer Formen zur Koexistenz von Tanz und Corona 
steht die Arbeit von Richard Siegal / Ballet of Difference an einem Scheideweg. „Es ist an der Zeit, sich 
wieder auf das Format des Tanzes als Live-Erlebnis zu besinnen“, so der Choreograf Richard Siegal. Die -
ses Ziel vor Augen wird Richard Siegal ein ambitioniertes Langzeitprojekts in Angriff nehmen: Eine Reihe 
choreografischer Arbeiten zu den musikalischen Arbeiten von Alva Noto, die sich als entscheidend für die 
Entwicklung der elektronischen Musik erwiesen haben. Richard Siegal konzentriert sich dabei auf Alva 
Notos Xerrox-Serie, die aus vier Teilen besteht, wobei der Choreograf Xerrox Vol. 2 an den Anfang stellt. 
Eine Choreografie, die sich durch den charakteristischen raffinierten Tanzstil und die extreme Körperlich -
keit auszeichnet, für die das aus 14 Solotänzer*innen bestehende Ensemble bekannt geworden ist. Der 
Lichtdesigner Matthias Singer wird die Tänzer*innen in das klare, satte Licht tauchen, das seine Zusam -
menarbeit mit Siegal in der Vergangenheit so unverwechselbar gemacht hat.
 
PLUS: Repertoirevorstellungen der Produktionen TRIPLE und MADE TWO
WALKING / MADE ALL WALKING und Gastspiele in München, Italien und Frankreich

23
TIMELINE 
SPIELZEIT 2022/2023
2022 | Herbst  Ende August 2022 – Mitte September 2022 (3 Wochen)
BALLET OF OBEDIENCE (AT) 
Forschungsreise  zur Vorbereitung des Balletts nach Japan 
Kooperation mit dem Goethe Institut Tokio
19.11.2021: 
Premiere Petruschka, Igor Stravinski | Der Zwerg, Alexander von Ziemlinsky 
Ein zweiteiliger Abend in Kooperation mit der Oper Köln 
Richard Siegal Richard Siegal entwickelt die Choreografie für das Ballett Petruschka. 
Es tanzt sein Ensemble, das Ballet of Difference am Schauspiel Köln
Premiere 
PLUS: Repertoirevorstellungen der Produktionen TRIPLE und MADE TWO
WALKING / MADE ALL WALKING, XERROX und Gastspiele national und international (tba)
2023 | Frühling  FAR EAST / WEST
   Mehrteiliges Format von Richard Siegal / Ballet of Difference am Schauspiel   
   Köln bestehend aus:
   24.03.2023 
   BALLET OF OBEDIENCE (AT) _ Uraufführung
   Ballettabend von Richard Siegal
   
   NEAR EAST / WEST
   Format für unkonventionelle Aufführungsorte 
   von Richard Siegal / Ballet of Difference am Schauspiel Köln bestehend aus:
   11.05.2023 
   BOD.Y WITHOUT ORGANS Uraufführung
   interdisziplinäres Tanzprojekt von Richard Siegal
   
   Gastspiele:
   20./21.01.2023: Ludwigsburg
   Mitte April 2023: Ludwigshafen
   19./20.05.2023: Prinzregententheater München
2023 | Sommer  COLOGNE INTERNATIONAL SUMMER LAB OF DANCE     
   (Pilotprojekt in Kooperation mit Sommerangeboten der Tanzszene in Köln)
   von Richard Siegal / Ballet of Difference am Schauspiel Köln

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TIMELINE 
SPIELZEIT 2023/2024
2023 | Herbst   NEW LOCATIONS 
   Format von Richard Siegal / Ballet of Difference am Schauspiel Köln 
   bestehend aus:
 
    • DIFFERENT SPACES
    Immersion – Virtual Reality – Installation
    kuratiert von Tobias Staab
     • DAS TOTALE TANZTHEATER
     Virtual Reality Installation
     • SUB   
     Immersive Video-Installation von Kurt Hentschäger
    • 100% NOTO: UNITXT / IN A LANDSCAPE / OVAL
    Dreiteiliger Ballettabend von Richard Siegal
Nationale und internationale Gastspiele und Repertoirevorstellungen von MADE TWO WALKING / MADE 
ALL WALKING; BALLET OF OBEDIENCE (AT) und 
100% NOTO: UNITXT / IN A LANDSCAPE / OVA

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Fotos: Ray Demski

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BIOGRAFIEN – EINE AUSWAHL
RICHARD SIEGAL – CHOREOGRAFIE
Blitzschnelle Pirouetten, Spitzentechnik vom Feinsten, groovende Gruppen, durch 
den Raum gleitend oder mit messerscharfer Präzision Richtungen wechselnd – Richard  
Siegals Choreografien entwickeln von der ersten Sekunde an Sogwirkung. Er bringt  
Extreme von Licht und Schatten, Geräusch und Stille, bewegte Objekte und Tanz,die das 
Ballettsystem auf ganz besondere Weise entgrenzen und vorantreiben. Der amerikani-
sche Tänzer und Choreograf Richard Siegal sucht, in Zusammenarbeit mit Künstler*innen 
unterschiedlichster Disziplinen, dem zeitgenössischen Tanz ein neues Gesicht zu geben. 
Richard Siegal stellte seine innovativen Projekte auf Festivals in der ganzen Welt vor und 
wurde hierfür mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem New York Dance and 
Performance Bessie Award, dem S.A.C.D. Prize, dem Deutschen Theaterpreis Der Faust 
und dem Münchner Tanzpreis 2013. Siegal ist ein MacDowell Fellow und Ehrenmitglied 
des Bolschoi Balletts Benoit de la Danse. Er arbeitete als Choreograf für das Zentrum für 
Kunst und Medientechnologie Karlsruhe, das Bennington College (Vermont, USA) und 
das Baryshnikov Arts Center (New York City, USA). Zwischen 1997 und 2004 tanzte er im 
Ensemble des Ballett Frankfurt unter der Leitung von William Forsythe. Von 2005 bis April 
2015 war Richard Siegal associated artist bei The Forsythe Company. Er ist seit 2010 artist 
in residence am Muffatwerk München und in der Saison 15/16 auch am Festspielhaus St. 
Pölten in Österreich. Er kreierte für das Ballett Frankfurt, das Ballet National de Marseille, 
die Göteborg Danskompani, das Bayerische Staatsballett, das Hessische Staatsballett, 
für das Cedar Lake Contemporary Ballet, für Bodytraffic in Los Angeles und für die São 
Paulo Dance Company (Premiere Juni 2016). Seine Choreografien werden getanzt vom 
Bayerischen Staatsballett II / Junior Company, Ballett Dortmund (Premiere Februar 2017), 
Ballett des Theater Bielefeld und von Bodytraffic. 
2016 gründet Richard Siegal eine neue Kompanie, die sich als Alternative zum ins -
titutionalisierten Ballett der Gegenwart begreift: Richard Siegal / Ballet of Difference. 
Die Kompanie ist als freie Gruppe organisiert und vereint eine Reihe herausragender  
Tänzer*innen, die auf völlig unterschiedliche Art und Weise geprägt worden sind und die 
unterschiedliche Arten von Wissen und unterschiedliche Fähigkeiten erlangt haben. Die 
Verschiedenheit ist hier Programm: Richard Siegal / Ballet of Difference lotet die Grenzen 
von dem aus, was in unserer Gesellschaft als normal gilt. 
Die im Jahr 2017 erfolgreich gestartete Kooperation zwischen der Kompanie Richard  
Siegal / Ballet of Difference und Tanz Köln sowie dem Schauspiel Köln festigte sich in 
der Spielzeit 2018/19 mit der Produktion ROUGHHOUSE. Hier teilten sich die Tänzer*in-
nen aus der Kompanie mit den Kölner Ensemblemitgliedern die Bühne. Die Produktion  
wurde später zum Holland Festival in Amsterdam und zum DANCE Festival nach  
München eingeladen. Ab der Spielzeit 2019/20 ist das Schauspiel Köln die neue Heimat 
von Richard Siegal und dem Ballet of Difference.
Richard Siegal
Foto: Luis Alberto Rodriguez
Richard Siegal / Ballet of Difference am Schauspiel Köln 
Foto: Mario Bolte / www.ambientcity.de

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MARTINA CHAVEZ – TANZ
Martina Chavez, geboren in San Antonio, Texas, begann ihre Tanzausbildung im Alter 
von 9 Jahren bei Buddy und Susan Treviño und am Maryland Youth Ballet. Zu Beginn 
ihre professionelle Karriere als Tänzerin absolvierte sie zunächst ein Volontariat am 
Washington Ballet, schloss sich 2006 dem Oregon Ballet Theatre an und wurde im 
Folgejahr festes Mitglied der Kompanie und 2014 zur Solistin ernannt. Im Jahr 2018 
trat sie dem Victor Ullate Ballet in Madrid bei. Ab 2020 gehört sie zur Kompanie von 
Richard Siegal / Ballet of Difference am Schauspiel Köln.
MARGARIDA DE ABREU NETO – TANZ
Die 1996 in Portugal geborene Margarida Isabel De Abreu Neto begann ihre Aus -
bildung am Tanzkonservatorium von Lissabon und absolvierte ihren Abschluss dank 
eines Stipendiums, das sie für das erfolgreich erreichte Halbfinale des Youth America 
Grand Prix erhielt, an der Tanz Akademie Zürich im Jahr 2015. Mit Beginn der Spiel -
zeit 2015/2016 erhielt sie ein Engagement an der Junior Company des Bayerischen 
Staatsballetts wo sie unter anderem mit den Choreografen Maria Barrios, Dustin 
Klein und Davide Bombana arbeitete. Im April 2017 schloss sie sich dem Ballet of  
Difference an und wirkte unter anderem an der Produktion ROUGHHOUSE am  
Schauspiel Köln mit. Als Gasttänzerin war sie darüber hinaus am Virtual Reality  
Projekt DAS TOTALE TANZTHEATER 360 (Kooperation mit ARTE/ZDF), das anlässlich 
des Bauhaus-Jubiläums im Januar 2019 in der Akademie der Künste Berlin präsentiert 
wurde, sowie in der Produktion O, AUGENBLICK (Regie Tobias Staab) am Schauspiel-
haus Bochum beteiligt.
GUSTAVO GOMES – TANZ
Gustavo ist ein Performer, Choreograph und bildender Künstler mit Sitz in Köln, 
Deutschland.Im Jahr 2007 wurde er mit der Goldmedaille des Brasília International 
Dance Seminar und einem besonderen Zuschuss des brasilianischen Kulturminis -
teriums für kulturelle Beiträge ausgezeichnet. Er hatte Engagements an den Tanz -
kompanien des Stadttheater Osnabrück unter Nanine Linning (2010-2012) und Mauro 
di Candia (2012-2014), des Staatstheater Braunschweig unter Jan Pusch (2014-2015), 
der Tanzkompanie Dresden - Frankfurt unter Jacopo Godani (2015-2019) und ist seit 
2019 Gastkünstler für Richard Siegal / Ballet of Difference am Schauspiel Köln. Er 
hat an Performances von Choreograph*innen und bildenden Künstler*innen wie Wil -
liam Forsythe, Jacopo Godani, Richard Siegal, Roy Assaf, Marie Chouinard, Rafael 
Bonachela, Shang-Chi Sun und anderen mitgewirkt.
Seine künstlerische Arbeit besteht darüber hinaus im Kreieren eigener Choreogra -
phien und Performances in und außerhalb von Deutschland, in denen sein großes 
Interesse an bildender Kunst und Video-Performance zum Ausdruck kommt.
JEMIMA ROSE DEAN – TANZ
Jemima Rose Dean wurde in Westaustralien geboren und erhielt im Alter von 16 Jah -
ren ein Vollstipendium für die Ausbildung an der Tanz Akademie Zürich. 2009 war sie 
Finalistin beim Prix de Lausanne. Nach Abschluss ihres Studiums wurde sie 2010 Grup-
pentänzerin am Bayerischen Staatsballett unter der Leitung von Ivan Liška und tanzte 
unter anderem in Werken von William Forsythe, John Neumeier und John Cranko. 2013 
wechselte sie in das Ensemble des Friedrichstadt-Palastes Berlin, wo sie mit Thierry 
Mugler, Jean-Paul Gaultier, Brian Friedman, Itzik Galili und Ronald Savkovic zusammen-
arbeitete. 2017 entschied sich Jemima dazu, freischaffende Tänzerin und Performerin 
zu werden. Als Gastkünstlerin arbeitete sie am Theater Basel in der Produktion LA 
CAGE AUX FOLLES unter der Regie von Martin G. Berger, mit dem Künstlerkollektiv 
TRANSFORMA im Stück MANUFACTORY und als choreografische Assistentin bei der 
Fernsehproduktion BABYLON BERLIN von Tom Tykwer. Im selben Jahr wurde Jemima 
darüber hinaus eingeladen, in Marguerite Donlons STROKES THROUGH THE TAIL mit 
dem Donlon Dance Collective zu tanzen. 2018 kam sie zum Ballet of Difference und trat 
in Richard Siegal´s Arbeiten UNITXT, BOD und ROUGHHOUSE auf.

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LIVIA GIL – TANZ
Geboren in Rio de Janeiro, Brasilien, begann Livia Gil ihre 9-jährige Ballettausbil -
dung an der Escola Estudal de Dança am Theatre Municipal von Rio de Janeiro bei 
Maria Olenewa. Nach erforlgreicher Teilnahme am Prix de Lausanne in 2012 wurde 
ihr ein Stipendium an der English National Ballett School in London angeboten, wo 
sie 2014 ihren Abschluss machte. Im selben Jahr entschloss sie sich in Deutschland zu 
arbeiten was zu Engagements am Leipziger Ballett, dem Ballett Augsbrug und dem 
Hessischen Staatsballett führte. Ihr Repertoire umfasst Werke von Wayne McGregor,  
Alexander Ekman, Ohad Naharin, Jeroen Verbruggen, Uwe Scholz, Tim Plegge,  
Mario Schröder, Alejandro Cerrudo, Kerry Nicholls, George Baldachine uvm. Ab Ja -
nuar 2020 ist sie Teil von Richard Siegal / Ballet of Difference am Schauspiel Köln.
MASON MANNING – TANZ
Mason Manning stammt aus Dallas, Texas, und ist Absolvent der Booker T. Washington 
High-School für Performing and Visual Arts. Während seiner Ausbildungszeit wurde  
er von der Texanischen Kulturstiftung zum Texas Young Master in Dance ernannt und 
mit der höchsten Auszeichnung der National Young Arts Foundation für Modern 
Dance honoriert. Im Anschluss an seine Grundausbildung studierte er Tanz an der 
Juilliard School in New York City und tanzte hier in Arbeiten von Crystal Pite, Jiri  
Kylian, Aszure Barton, Jose Limon, Richard Alston und weiterer renommierter Cho -
reograf*innen. Nachdem er als Gasttänzer bei der Los Angeles Contemporary Dance 
Company Bodytraffic beschäftigt war, erhielt er 2018 sein erstes Festengagement in 
Deutschland am Ballett im Revier Gelsenkirchen unter der künstlerischen Leitung von 
Bridget Breiner. Seit der Spielzeit 2019/20 ist Mason Teil der Kompanie Richard Siegal 
/ Ballet of Difference am Schauspiel Köln.  
NICOLÁS MARTINEZ – TANZ
Nicolás Martínez ist ein uruguayischer Tänzer und Performer. Sein Interesse und  
Talent für Musik und Tanz entwickelt sich schon in jungen Jahren. Im Alter von 10  
Jahren beginnt er ein Musikstudium und besucht auch einige Tanzstunden. Zwei Jahre 
später beginnt er, sich schließlich ganz dieser Disziplin zu widmen, bildet sich in viel -
zähligen Tanzstilen aus und nimmt an Wettbewerben teil, bei denen er mehrere Preise 
gewinnt. Im Alter von 18 Jahren beginnt er sein Ausbildung zum Balletttänzer an der 
Nationalen Tanzschule in Uruguay. Im Jahr 2017 erhält er ein Engagement am Natio -
nalballett von Uruguay unter der Leitung von Julio Bocca und ist bis 2019 in Stücken 
wie RUSSIAN HAMLET, CHACONA, THE MERRY WIDOW, DON QUIJOTE, ONEGIN  
und anderen zu sehen. Ab Januar 2020 ist Nicolás als Tänzer der Kompanie Richard 
Siegal / Ballet of Difference am Schauspiel Köln engagiert. 
SEAN LAMMER – TANZ
Sean Lammer ist ein amerikanischer Tänzer, Choreograf und Lehrer. Er begann seine 
Ausbildung im Alter von 13 Jahren, als er die Pennsylvania Academy of Ballet unter 
der Leitung von John White und Margarita De Saá besuchte. Sean ist Absolvent der 
Walnut Hill School for the Arts (‚15) und der Juilliard School (‚19) und hatte im Laufe 
seiner Ausbildung das Glück, die Werke von Merce Cunningham, Nacho Duato, Roy 
Assaf, Twyla Tharp, Ohad Naharin, Martha Graham, José Limón und Stephanie Batten 
Bland zu tanzen. Sean verbrachte die Jahre 2019-2021 als Freelancer in und um New 
York City und arbeitete mit einer Vielzahl von Künstler*innen und Kompanien zusam -
men, darunter GALLIM, Helen Simoneau Danse, MADBOOTS, Madeline Hollander, 
David Michelak und Robert und Shana ParkeHarrison. Seit August 2021 ist Sean Mit -
glied Richard Siegal / Ballet of Difference am Schauspiel

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EVAN SUPPLE – TANZ
Evan Supple stammt aus Toronto, Kanada und erhielt seine erste Tanzausbildung bei 
Elite Danceworx und der National Ballet School of Canada. Er erwarb einen Bachelor 
of Fine Arts in Tanz am Marymount Manhattan College, wo er Werke von Azure Bar -
ton, Alexandra Damiani, Dwight Rhoden, Desmond Richardson und Paul Taylor tanz -
te. Während seiner Zeit in Marymount gründete er ein pädagogisches Outreach-Pro -
gramm, um über 200 Kindern des öffentlichen Schulsystems von New York City Tanz 
näher zu bringen, welches bis heute fortläuft. Darüber hinaus trat er in dieser Zeit bei 
der Abschlusszeremonie der Pan American Games auf und tourte mit dem Nikolais-
Louis Dance Theater zum Yang Liping International Dance Festival nach China. Unmit-
telbar nach seinem Abschluss trat Evan dem Aspen Santa Fe Ballet bei, wo er drei Spiel-
zeiten lang tanzte und Werke von Alejandro Cerrudo, Alex Ekman, Jorma Elo, Nicolo 
Fonte, Fernando Melo, Jiri Kylian und Cayetano Soto aufführte. Vor kurzem war er in 
der Netflix-Serie Tiny Pretty Things zu Gast, die im Herbst 2020 erstmalig ausgestrahlt 
wird. Evan Supple wird ab 2020 das Richard Siegal / Ballet of Difference am Schauspiel 
Köln ergänzen. 
ALLISON MCGUIRE – TANZ
Allison McGuire stammt aus Chicago und begann ihre professionelle Karriere 2017 
als Auszubildende bei Visceral Dance Chicago. Während dieser Zeit wurde sie als 
Modern Dance Finalist bei YoungArts ausgezeichnet. Sie studierte Tanz an der Juil -
liard School, wo sie in Werken von José Limón, Alejandro Cerrudo, Jacopo Godani 
und neue Kreationen von Bryan Arias, Nelly Van Bommel, Andrea Miller und Matthew 
Neenan performte. Im Sommer 2020 wurde Allison beauftragt, für die ISHIDA Dance 
Company in Austin, Texas, zu arbeiten. Ab August 2021 ist Allison als Tänzerin bei der 
Kompanie Richard Siegal / Ballet of Difference am Schauspiel Köln engagiert.
IAN J. SANFORD – TANZ
Der in Maryland geborene Ian J. Sanford begann seine formale Ausbildung an der 
Baltimore School for the Arts im Alter von sechzehn Jahren. Im Juni 2021 schloss 
Ian sein Studium an der Juilliard School in New York City mit einem BFA in Tanz ab. 
Während seines Studiums an der Juilliard School wurde Ian mit dem Noble Founda -
tion Scholarship und dem Benjamin Harkarvy Scholarship in Tanz ausgezeichnet. Im 
Laufe seiner Ausbildung tanzte Ian Werke von George Balanchine, José Limón, Bryan 
Arias, Martha Graham, Cayetano Soto, Didy Veldman, Crystal Pite, Marco Goecke, 
Paul Lightfoot, Sol León, Dimo Milev, Andrea Miller, Mats Ek und Lukas Tumilak. Seit 
August 2021 ist Ian als Gasttänzer bei Richard Siegal / Ballet of Difference am Schau -
spiel Köln engagiert.
NENA SORZANO (NENASH) – TANZ
Nena Sorzano (NENASH) stammt aus Caracas, Venezuela, wo sie ihr Studium des klassi-
schen Balletts und der Waganowa-Methode absolvierte. Im Jahr 2003 wurde sie Solis-
tin des Ballet Contemporaneo de Caracas unter der Leitung von Maria Eugenia Barros 
und tanzte choreographische Werke von Mauricio Wainrot, Roberto de Oliviera, Mauro 
Galindo und Thierry Malandain. Von 2006 bis 2009 war NENASH als Solistin des Ballet 
Nacional de Caracas engagiert, wo sie zahlreiche Solorollen tanzte. Im Jahr 2007 war 
NENASH Halbfinalistin des Concurso di Roma und belegte später den 4. Platz beim 
Wettbewerb „Young Ballet of the World“ in Sotschi. Im Jahr 2009 kam sie nach Europa, 
wo sie bis 2015 als Solistin in der Tanzcompagnie des Landestheaters Innsbruck unter 
der Leitung von Enrique Gasa Valga tanzte. 2014 erhielt sie einen Solistenvertrag beim 
Ballett Dortmund unter der Leitung von Xin Peng. Dort tanzte sie in Werken von Demis 
Volpi, Benjamin Millipied, Douglas Lee, Craig Davidson, Jiri Bubenicek, Richard Siegal, 
William Forsythe und Edward Clug, um nur einige zu nennen. Im Jahr 2021 begann NE-
NASH mit dem „Blackout Project“, einem vom Kulturbüro Dortmund geförderten Film, 
der den Rassismus innerhalb der Ballettwelt beleuchtet. Seit August 2021 ist NENASH 
Mitglied von Richard Siegal / Ballet of Difference am Schauspiel Köln.

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LONG ZOU – TANZ
Long Zou erhielt eine umfassende Tanzausbildung an der Guang Zhou Art School in 
China sowie der Central School of Ballet in London und erreichte 2007 beim Prix de 
Lausanne das Halbfinale. In Festengagements am Singapore Dance Theatre 2012, 
dem Jinxing Dance Theatre, Shanghai 2013 – 2015 sowie der Kompanie Les Ballets 
Trockadero de Monte Carlo, New York City 2009 – 2011 und 2016–2019 tanzte Long 
Zou vielzählige Titelrollen und gastierte mit den Kompanien auf internationalen Tour-
neen in Ländern wie Australien, Deutschland, Japan, Spanien, USA, Italien, Frank -
reich, Mexiko uvm. Seit Oktober 2019 ist Long Zou festes Mitglied im Tanz Ensemble 
des Richard Siegal / Ballet of Difference am Schauspiel Köln.
MADISON VOMASTEK – TANZ
Madison Vomastek ist Absolventin der Gründungsklasse der Glorya Kaufman School 
of Dance an der University of Southern California unter der künstlerischen Leitung 
von William Forsythe und Jodie Gates. Sie hat Repertoire von Alejandro Cerrudo, 
Aszure Barton, Crystal Pite, Jodie Gates, Jiri Kylian und William Forsythe aufgeführt. 
Im Februar 2019 spielte sie die Hauptrolle in USC Kaufmans New York City Debüt 
im Joyce Theatre. Nach ihrem Abschluss wurde sie 2020 für die Wiederaufnahme 
von West Side Story am Broadway engagiert, die von Anne Teresa De Keersmaeker 
choreografiert und von Ivo Van Hove inszeniert wurde. Die Show wurde aufgrund der 
COVID-19-Pandemie eingestellt.
Madison war außerdem Gastkünstlerin bei Richard Siegals Ballet of Difference am 
Schauspiel Köln in 2019, sowie beim Aspen Santa Fe Ballet (2018), Gala De Danza 
(2018), dem Guggenheim Museum (2020), Laguna Dance Festival (2016 - 2019) und 
dem Los Angeles County Museum of Art (2016). Madison ist Tänzerin, Pädagogin, 
Achtsamkeitspraktikerin und künstlerische Leiterin. Außerhalb ihrer Tätigkeiten als 
Performerin interessiert sie sich für Landwirtschaft. Dies ist Madisons erste Spielzeit 
als festes Ensemblemitglied beim Ballet of Difference am Schauspiel Köln.

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FLORA MIRANDA – FASHION DESIGN
Flora Miranda ist eine österreichische Modedesignerin mit Sitz in Antwerpen,  
Belgien. Sie erhielt ihren Master-Abschluss 2014 an der renommierten Royal Academy 
of Fine Arts in Antwerpen und gilt in der Kulturszene als aufstrebender Star. Der 
Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt auf dem Menschen, seinen Sinnen und seiner Wahr -
nehmung. In ihren Designs versucht Miranda Einschränkungen und praktischen Über-
legungen der Mode aufzulösen. Mit intellektuellen Konzepten und intuitiver Produk -
tion hinterfragt sie die veraltete Idee der High Couture und erforscht Techniken, die 
von der Designtradition oder -geschichte losgelöst sind. Die Welt der Flora Miranda 
ist außerirdisch, extravagant, extrem und exklusiv!
DJ HARAM – MUSIK
DJ Haram aus New Jersey ist in viele Szenen involviert. Darunter etwa die Noise-Szene 
ihrer Wahlheimat Philadelphia oder die HipHop-Szene (mit Moor Mother als 700 
Bliss). Und das ist längst nicht alles. Es wäre auch seltsam, wenn eine Produzentin, 
die auf so vielen Hochzeiten tanzen lässt, sich über Szenen definierte. Eine ihrer Platt-
formen ist das New Yorker Discwoman-Kollektiv. Aber auch Breakbeats und Synths 
erinnern bei DJ Haram an das Tanzmusik-Kontinuum der großen Nachbarstadt ihres 
Geburtsortes. Auf ihrer ersten physischen EP GRACE sind ungewöhnliche Klang- und 
Rhythmus-Kombinationen nicht nur plakatives Distinktionsmerkmal, sondern integ -
raler Bestandteil von DJ Harams künstlerischer Vision und Spiegel ihrer Biografie. 
In NO IDOL sind Flöten- und Percussion-Samples eine catchy Verneigung vor ihrem 
nahöstlichen Background.
ANNICK CHOCO - TANZ (GAST)
Badekou Annick Prisca Agbadou aka Annick Choco ist eine ivorische Tänzerin und 
Sängerin. Bevor sie ihre Solokarriere begann, tanzte sie u. a. für den ivorischen Pop -
star Serge Beynaud und spielte 2016 als Gast in DER BOTSCHAFTER und DER INTER-
NATIONALE STRAFGERICHTSHOF von Gintersdorfer/Klaßen. Sie ist seit November 
2016 festes Mitglied von LA FLEUR.
KWAME ANTHONY APPIAH – ANALYTISCHE PHILOSOPHIE
Kwame Anthony Appiah wurde 1954 als Sohn eines Ghanaers und einer Engländerin  
in London geboren und wuchs mit Eltern und Geschwistern in Kumasi in Ghana auf. 
Seine Familie väterlicherseits ist verwandt mit der Königsfamilie von Ashanti, die müt-
terlichen Vorfahren gehören zur englischen Oberklasse. Auch als Kind verbrachte er 
immer wieder längere Zeit in England. Appiah studierte in Cambridge, ging 1981 
in die USA und hat heute, nach Stationen unter anderem in Harvard und Princeton, 
einen Lehrstuhl für Philosophie und Jura an der New York University. 2007 veröffent -
lichte er sein Buch DER KOSMOPOLIT. PHILOSOPHIE DES WELTBÜRGERTUMS ,  
sowie IDENTITÄTEN. DIE FIKTIONEN DER ZUGEHÖRIGKEIT.

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RYUICHI SAKAMOTO – KOMPOSITION
Sakamoto graduierte an der Tokyo National University of Fine Arts and Music mit 
den Schwerpunkten elektronische und ethnische Musik. Seine Karriere begann in 
den späten 1970er-Jahren, namentlich mit seinem ersten Soloalbum 1000 KNIVES OF 
RYUICHI SAKAMOTO. Ungefähr zur selben Zeit gründete er zusammen mit Haruomi 
Hosono und Yukihiro Takahashi die einflussreiche japanische Elektropop-Band Yellow 
Magic Orchestra, die in Asien ungefähr den Stellenwert von Kraftwerk in Europa hat. 
Mit dem Stück COMPUTER GAME hatte die Band im Jahr 1979 einen Top-20-Erfolg in 
den britischen Charts. Im Laufe seiner Karriere arbeitete Sakamoto mit vielen anderen 
bedeutenden Künstlern wie Towa Tei (ex-Deee-Lite), Iggy Pop und David Sylvian (des-
sen Alben Brilliant Trees und Secrets of the Beehive er unter anderem produzierte) 
sowie David Byrne, mit dem er den Soundtrack zum Film DER LETZTE KAISER  aus 
dem Jahr 1987 aufnahm. Für diesen Soundtrack erhielt Sakamoto 1988 gemeinsam 
mit Byrne einen Oscar. Seit 2002 hat Sakamoto mehrere Alben gemeinsam mit Alva 
Noto für dessen Label Raster-Noton eingespielt, das Duo tourte weltweit. 2018 wurde 
er in die Wettbewerbsjury der 68. Internationalen Filmfestspiele Berlin berufen.
MATTHIAS SINGER – LICHT DESIGN
Matthias Singer, geboren 1984 in München, studierte Elektro- und Informationstechnik 
an der Technischen Universität München, wo er u.a. eine Simulationsumgebung zur 
Erforschung der Wechselwirkungen von elektromagnetischen Feldern und neurona -
len Netzwerken entwickelte. Parallel dazu konzipierte und realisierte er Licht- und 
Videoinstallationen, die nicht als für sich stehende Objekte anzusehen sind, sondern 
die Umgebung miteinbeziehen, auf sie reagieren und somit enge Verbindungen  
zwischen Raum, Menschen und Musik herstellen. Seine Arbeiten wurden u.a. auf der 
Münchner Biennale, der Ruhrtriennale und den Münchner Kammerspielen gezeigt. Er 
arbeitete auch für diverse Bands, darunter Andromeda Mega Express Orchestra und 
Africa Express, sowie für Sony und den Bayerischen Rundfunk.
CARSTEN NICOLAI – KOMPOSITION
Der in Berlin lebende Künstler und Musiker verwendet für sein musikalisches Werk 
das Pseudonym Alva Noto. 1965 in Karl-Marx-Stadt geboren, ist er Teil einer Künst -
lergeneration, die intensiv im Übergangsbereich zwischen Musik, Kunst und Wissen -
schaft arbeitet. Mit einem starken Bekenntnis zum Reduktionismus kreiert er mit seinen 
Sound-Experimenten eigene Codes von Zeichen, Akustik und visuellen Symbolen. 
Diverse musikalische Projekte umfassen bemerkenswerte Kollaborationen mit Ryuichi 
Sakamoto, Ryoji Ikeda (cyclo), Blixa Bargeld oder Mika Vainio. Nicolai tourte ausgiebig 
als Alva Noto durch Europa, Asien, Südamerika und die USA und konzertierte u.a. am 
Solomon R. Guggenheim Museum in New York, San Francisco Museum of Modern Art, 
Centre Pompidou in Paris und der Tate Modern in London. Zusammen mit dem japani-
schen Musiker und Komponisten Ryuichi Sakamoto schrieb Nicolai die Musik zu Alejan-
dro González Iñárritus preisgekrönten Film THE REVENANT. Unter den Pseudonymen 
Noto und Alva Noto veröffentlichte Nicolai eine umfangreiche Anzahl von Tonträgern, 
welche er bei zahlreichen Live-Performances in nationalen und internationalen Konzert-
häusern, Clubs und Museen präsentiert hat. 
ORDINATEUR - TANZ (GAST)
Pohe Cedric Kevin Bah aka Ordinateur wurde 2016 bei den Oscars der ivorischen 
Musik als Bester Tänzer ausgezeichnet. Seine Karriere begann im Jahr 2000 an der 
Seite der renommierten Musiker Kedjevera, Eric Olomide und DJ Arafat. Dank Or -
dinateurs Originalität und einer verblüffenden Fußtechnik, die ihm den Spitznamen 
»Magic feet « einbrachte, entwickelte er sich schnell zu einer der herausragendsten 
Persönlichkeiten der Coupé Décalé-Szene. Neben Auftritten in der Elfenbeinküste, 
Burkina Faso und Marokko leitete er Workshops im Kamerun. Seit Oktober 2016 lebt 
Ordinateur in Paris, er tritt dort in Nachtclubs auf und gibt Tanzkurse in ganz Europa, 
u. a. am Centre National de la Danse in Pantin. Seit der Gründung im Jahr 2016 ist 
Ordinateur Mitglied von LA FLEUR.

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NJAMY SITSON – KOMPOSITION
Njamy Sitson ist ein Weltbürger mit afrikanischen Wurzeln. Der gebürtige Kameruner 
lebt in Deutschland, spielt vielerlei Instrumente, ist Komponist, Schauspieler, Erzähler  
und Musiktherapeut. Am Freien Musikzentrum in München und an der Medical 
School of Hamburg (MSH) lehrt er afrikanische Musik mit Schwerpunkt auf »Polyphone  
Gesänge und Percussion aus Zentralafrika «. Außerdem leitet er Gesangswerkstätten 
für Chöre und klassische Orchester in ganz Europa. Für den ARD-Film BLUTIGE STEI-
NE komponierte er die Musik mit. Njamy Sitson spielte an der Seite von Barbara Rud-
nik im Film OKTOBERFEST sowie in MANDELA – DAS MUSICAL  mit Charles Huber 
(DER ALTE). Zuletzt war er als Hauptdarsteller in dem Kinofilm MEIN DEUTSCHLAND 
von Martin Pfeil zu sehen. Zusammenarbeit mit Wolfgang Lackerschmid, Prof. Peter 
Michael Hamel, Pandit Kishor Gosh, Meister-Sitarspieler aus Indien, Rhani Krija und 
dem »Romeo-und-Julia-Chor « der königlichen Oper in Stockholm. Er tourte mit ver -
schiedenen hochwertigen Besetzungen: DAKTARIMBA mit Wolfgang Lackerschmid, 
dem World Percussion Ensemble und »Heimatlieder aus Deutschland « und als  
Vocal-Solist mit dem Classica Orchestra Afrobeat aus Bologna. Von Njamy Sitson 
sind zwei CDs erschienen, AFRICAN ANGEL und KULU. Mit seinem Chor singt er auf 
der CD WELTENBRAND von Konstantin Wecker. Njamy Sitsons Lebensmotto ist es, 
»eine Völkerverständigungsmusik schaffen und weitergeben «.
TOBIAS STAAB – DRAMATURGIE
Tobias Staab, geboren 1981 in Stuttgart, studierte Theaterwissenschaft, Philosophie 
und Neuere Deutsche Literatur an der Ludwig-Maximilians-Universität München und 
lehrte im Anschluss am Institut für Theaterwissenschaft. Zudem arbeitete er am thea -
terwissenschaftlichen Forschungszentrum Sound and Movement (SaM) für Gegen -
wartstheater und Neue Medien. Parallel dazu trat er als Konzertveranstalter, DJ und 
Musikjournalist in Erscheinung. Mit Ritournelle etablierte er 2012 ein Festival für avan-
cierte elektronische Pop-Musik in den Münchner Kammerspielen und begann dort 
seine Arbeit als Dramaturg. Von 2015 bis 2017 arbeitete er als Kurator und Dramaturg 
für die Ruhrtriennale unter Leitung von Johan Simons. Er arbeitete u. a. mit den Re -
gisseuren Johan Simons, René Pollesch und Julian Rosefeldt zusammen. Außerdem 
lancierte er unterschiedliche Programme und Festivals in den Bereichen Musik sowie  
performative und installative Künste ( MELT FESTIVAL, NOISE SIGNAL SILENCE,  
PANTA RHEI FESTIVAL, BAUHAUS FESTIVAL 2019). Er war 2016 Mitgründer des Ballet 
of Difference. Seit der Spielzeit 2018/2019 ist er Dramaturg am Schauspielhaus  
Bochum, wo er auch das Programm des Oval Office sowie die Reihe Konzerte im 
Schauspielhaus kuratiert. O, AUGENBLICK in der Spielzeit 2018/2019 ist seine erste 
Inszenierung am Schauspielhaus Bochum. Tobias Staab arbeitet als freier Dramaturg 
für das Richard Siegal / Ballet of Difference am Schauspiel Köln.

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PRESSESTIMMEN
EINE HOMMAGE AN MERCE CUNNINGHAM
Dass ein anderthalb Stunden langes, völlig abstraktes Tanzstück zum Schluss mit lang 
anhaltendem, begeisterten Applaus gefeiert wird, ist wohl eher die Ausnahme. Dem 
Choreografen Richard Siegal mit den Tänzerinnen und Tänzern des Ballet of Difference 
ist dies heute Abend im Depot 1, der Spielstätte des Schauspiels Köln, mit Bravour 
gelungen. Der Erfolg der Uraufführung von „New Ocean“, Siegals neuem Tanzstück 
an neuer Tanzstätte ist ein guter Auftakt für seine künstlerische Arbeit in [...] 
Klaus Keil, tanzweb.org 27.9.2019
TANZ AUF SCHMELZENDEM EIS
Das Licht ist auf den Zuschauern, die Bühne liegt noch im Dunkeln. Es erklingt eine 
Musik, wie aus einer Jukebox. Das Zuschauerlicht geht langsam aus und die Bühne 
zeigt einen großen, auf dem Boden liegenden Kreis. Es wirkt, als würde eine dünne 
Schneeschicht die Bühne bedecken, die von drei weißen Wänden gerahmt wird. Als 
drei Tänzer die Bühne betreten und zu tanzen beginnen, ist es still. Die Kostüme 
stellen ihre Körper aus und heben Geschlechteridentitäten auf. Die Tänzer sind ganz 
bei sich und tanzen individuelle Bewegungsabläufe. Zielgerichtet treten sie auf und 
vollführen ihre Tänze wie eine Aufgabe, wobei jeder an einer anderen Aufgabe zu 
arbeiten scheint, jeder in seiner eigenen Welt. Wie Skulpturen halten sie plötzlich 
inne, scheinen, im wahrsten Sinne des Wortes, einzufrieren in ihrer eisigen, weißen 
Umgebung. Siegals Ballet of Difference benutzt Elemente des Klassischen Balletts 
alternierend mit Bewegungsformen des Modern Dance. Sequenzen werden geloopt 
oder an anderer Stelle wiederholt. Immer wieder legen sich einzelne der insgesamt 
acht Tänzer auf den Boden, während die anderen ihre Abläufe fortsetzen. Einer der 
Männer tanzt durchgängig Spitze: Hier wirkt der klassische Tanz wie zitiert – der Spit -
zentanz als ursprünglich „weibliche Domäne“ wird hier zum choreografischen Muster 
eines männlichen Tänzers (fantastisch: Long Zou). Das Licht markiert den Verlauf der 
Zeit und wir sehen die Tänzer wie Schattenfiguren, wie tanzende Scherenschnitte. 
Elektronische Sounds und minimalistische Tonfolgen durchbrechen unvermittelt die 
Stille. Getanzt wird auf einer sich verändernden videoprojizierten Eisfläche: Eiskris -
talle, die sich verschieben und Muster bilden. Elektronische Sounds und minimalis -
tische Tonfolgen durchbrechen unvermittelt die Stille. Man denkt an schmelzendes, 
knirschendes und knisterndes Eis. Weißer Rauch dringt durch herabfahrende Röhren 
auf die Bühne und umhüllt Tänzer und Zuschauer. Er hebt die Grenze auf zwischen 
Agierenden und Zusehenden. Als wären sie miteinander verbunden in dieser eisigen 
Umgebung. Dabei ist die Stille des Raums so präsent, dass der Atem der Tänzer 
hörbar wird. Am Ende ist die Bühne leer bis auf den Rauch, der im Laufe des Stücks 
zugenommen hat. Mit einem lauten Knall fällt die den Zuschauern gegenüberste -
hende hintere Bühnenwand auf die Bühne und stößt dem Publikum den Qualm ins 
Gesicht. Damit werden wir Zuschauer auf uns selbst zurückgeworfen. Wir zerstören 
unsere eigene Welt. Es sind unsere Abgase, die uns ins Gesicht wehen. Wir selbst 
haben das Schmelzen des Polareises zu verantworten. In „New Ocean“ entwirft  
Siegal (zusammen mit dem Lichtkünstler Matthias Singer) ein mathematisches System, 
das mittels eines eigens entwickelten Algorithmus Datensätze des Klimawandels in 
choreografische Handlungen übersetzt. So basiert die Choreografie auf einer grafi -
schen Darstellung des Ausmaßes, in dem das Polareis die Meere in der Polarregion 
bedeckt. So technisch diese Methode klingt, ermöglicht sie trotzdem die besondere  
Einzigartigkeit jeder einzelnen Vorstellung. Siegals „äußeres“ Material für seine Cho -
reografie sind 13 Polarmeere, deren Veränderung und letztendlich die Verringerung 
siehe auch aktueller Pressespiegel Schauspiel Köln

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des sie bedeckenden Eises im Zeitraum von 25 Jahren, angefangen 1994 (dem Jahr 
der Uraufführung von Cunninghams „Ocean“) bis heute. Das „innere“ Material sind 
vom Choreografen entwickelte Bewegungsmuster, die die Tänzer ihrerseits bear -
beiten und verwandeln. Im Verlauf der kommenden vier Monate wird die choreo -
grafische Umsetzung der grafischen Darstellung von 13 verschiedenen Polarmeeren 
gezeigt. Das bedeutet, dass jede Aufführung auf einem anderen grafischen System 
gründet und somit einmalig ist. Die Uraufführung vom 27.09.2019 basierte auf dem 
Polarmeer Baffin. Es ist eine Choreografie, die von den Daten des Eises abhängt. Das 
bedeutet, dass in einer möglichen wahrscheinlichen Zukunft, wenn es kein polares 
Eis mehr geben wird, dieser Tanz nicht aufgeführt werden kann. Richard Siegal sagt 
über sein Stück: „Dieser Tanz wird verschwinden.“ Am Aufführungsabend war dieser 
Tanz aber noch sehr präsent. Zurück bleibt eine Stimmung, die Beklommenheit und 
Begeisterung in sich vereint: der Klimawandel als großes, allgegenwärtiges Thema, 
umgesetzt in ästhetisch vollkommenen Bewegungen. Standing Ovations und johlen -
der Beifall für die Tänzer, den Choreografen und das Team beschlossen diesen be -
sonderen Abend. 
Verena Blatz, Die Deutsche Bühne 28.9.2019
UNNAHBAR WIE POLAREIS
Siegal muss als Kompaniechef exzellent darin sein, aus Tänzern das Beste an Technik 
und Charisma heraus zu meißeln. Das vor allem beweist sein neuer Abend „New 
Ocean“, der eigentlich alle Zutaten des Scheiterns in sich birgt: eine anspruchsvolle 
Choreografie, eine spröde Inszenierung, ein verquastes Konzept. Und trotzdem ist 
er faszinierend.  Wir begreifen kaum, was passiert auf der Bühne, worauf das alles 
zusteuert. Bis Richard Siegal mit einem spektakulären Überraschungseffekt am Ende 
dem Publikum den Atem nimmt. So ist das eben mit dem Sterben von Planet und 
Tanzkunst. Man nimmt es nicht richtig wahr. Bis ein Sturm über uns hinwegfegt. 
Nicole Strecker, Kölner Stadt-Anzeiger 30.9.2019
MODETREIBSTOFF FÜR TANZELEGANZ
Mit geradezu mathematischer Exaktheit brandet Richard Siegals „New Ocean“ ge -
gen die ersten Sitzreihen im Kölner Depot. Die Dramaturgie des zweiteiligen Abends 
wird per Zufallsgenerator bestimmt und von einem Algorithmus gesteuert, der mit 
Eckdaten des Klimawandels operiert – seit 1994.  Damals inszenierte Merce Cun -
ningham, Pionier der Kontingenz-Choreografie, das Opus „Ocean“. Siegal greift das 
Konzept auf, ohne es zu plündern. Schließlich liegen beider Tanzwelten – Postmo -
dernist der eine, Postklassizist der andere – weit auseinander. Siegal choreografiert 
bilderbuchmäßig das Nacheinander von Ebbe und Flut. Vor der Pause entfaltet er 
sein Bewegungsmaterial in meditativer Andacht und pflanzt es in eine minimalakusti -
sche Klangkulisse. Danach dreht nicht nur Alva Notos E-Partitur auf. Vielmehr wirbeln  
die Tänzer über ein Wellenmeer, das sich als schwarz-weiße Projektion unter ihren 
Füßen ausbreitet: zusehends exzessiv und gefährdet, weil in der Zivilisationsfal -
le gefangen und von Naturkräften zermalmt.  Siegal kommuniziert diese Ideen mit 
körpersemiotischer Raffinesse, übersetzt sie in verschraubte Positionen, die weder 
Vor- noch Rückwärts zulassen, oder hoch- fliegende Beine, sprich: rauschhafte Ener -
gieverschwendung. Bis der letzte Tänzer im vernebelten Off verschwindet und ein 
neuer, ohrenbetäubender Urknall den Kreislauf von Werden und Vergehen schließt. 
Das Ballet of Difference macht seinem Namen an diesem Abend alle Ehre: Der lang -
mähnige Long Zou betanzt den Spitzenschuh wie eine russische Primaballeri- na, und 
Mason Mannings superblondierte Erscheinung zischt so mysteriös dahin wie Rutger 
Hauer im Science-Fiction-Film „Blade Runner“. Das Design ist jedenfalls längst inter -
national satisfaktionsfähig. Fortsetzung erwünscht! 
Dorion Weickmann, Süddeutsche Zeitung 1.10.2019

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MAN HÄTTE EINE STECKNADEL FALLEN HÖREN
Diese „Leere“ bestimmte den gesamten ersten Teil der Choreografie. Keine Aus -
stattung, keine Musik – nur die reine Bewegung. Großartig. 45 Minuten lang. Man 
hätte eine Stecknadel fallen hören. Kein Hüsteln, kein Räuspern oder Rascheln, wie 
es oftmals gerade in die stillen Momente platzt, störte die erste Bewegungssequenz 
des Tänzerpaares, das zum tonlosen Einstieg die Bühne betreten hatte und nach ei -
nem kurzen Verzögerungsmoment zum Tanz ansetzte. Mit diesem kurzen Stillstand 
nach Einnahme ihrer jeweiligen Ausgangsposition bringen die Tänzer sichtbare Ruhe 
in eine Choreografie, die vom Tempo der Tanzsequenzen und der Schnelligkeit der  
Bewegungen geprägt ist. Da schießt ein Arm in die Höhe, zeitgleich knickt das Stand-
bein ein, der Schwung des fallenden Armes bringt den Körper in eine Drehung, die 
in einer Anspannung der Schultern mündet, die fallend die Bewegungssequenz  
abschließt. Weitere Tänzer betreten die Bühne, suchen sich ihren Ausgangspunkt 
und setzen zu einer eigenen Sequenz an. Die absolute Stille im gesamten ersten Teil 
des Tanzstückes (die auch vom Publikum durchgehalten wird) lenkt den Blick in kon -
zentrierter Form auf die Ausführung des Tanzes. Nur ab und zu ertönt ein metallischer 
Schlag als würde ein Riegel ins Schloss fallen. Es ist ein fast nur still zu erfahrender 
Genuss, den Tanz dieses großartigen, technisch versierten und ausdrucksstarken  
Ensembles zu verfolgen.  Nun ist „New Ocean“ aber ein zweigeteiltes Stück. Und 
so wurde nach der Pause ein Schwenk von der kontemplativen Ruhe zum aktuellen 
Zeitgeschehen vollzogen. Plötzlich war der Klimawandel auch auf der Tanzbühne 
präsent. Kein Bruch zum ersten Teil, sondern inhaltliche Erweiterung, die auch vom  
Publikum goutiert wurde. Und selbst Merce Cunningham hätte dagegen sicher nichts 
einzuwenden, galten er und sein Lebens- und Arbeitspartner John Cage („Music of  
changes“) doch als Sozialutopisten.
Klaus Keil, tanzweb, Nachtkritik
EIGHT OUTSTANDING DANCERS 
The metaphorical sea of the original is transformed, in Siegal’s full-length ballet, into 
something more tangible, about current affairs and climate change. What it retains  
from its archetype is the same aura, the circular stage, and its composition through 
choreographic phrases. Here, however, the sequence of those phrases is determined 
by an algorithm based on data sets about how the polar ice caps have melted over the 
past thirty years. This fascinating concept is contextualised on stage in an interesting 
way: vapour seeps in from overhead in the first act, performed in complete silence;  
while in the second act, danced to Alva Noto and Ryuichi Sakamoto’s electronic  
score, there are ‘geographical’ video projections onto the floor, created by Matthias 
Singer, who also designed the dazzling lighting. In New Ocean, eight outstanding 
dancers move completely independently from each other, except for a brief duet in 
Act II which is initially synchronised then out of step. Together, the ensemble creates 
a sort of wave motion, a sequence of potential ‘somatic practices’ performed through 
the classical academic code: pointe work, balances, arabesques that suddenly meet 
gravity (not release but a willful act) before being regenerated in a new exertion, 
new balances-imbalances, tilts, twists of the torso, ports de bras with hands turned 
inwards. This lexicon is incorporated into Siegal’s language, orchestrated with surgi -
cal precision in the space, embellished with highfashion costumes and a beautifully  
refined set. Complete with an atmospheric final coup de theatre, pointing out natu -
re’s revolt against oblivious humanity. 
Maria Luisa Buzzi, The Dance Scene,  15.11.2019

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BOD | Fotos: Ray Demski

Beratungsverlauf (3)

31.05.2022 Betriebsausschuss Bühnen der Stadt Köln
TOP 3.2 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung
13.06.2022 Finanzausschuss
TOP 10.25 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung
20.06.2022 Rat
TOP 10.23 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
1416/2022
Typ
Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss
Datum
19.05.2022
Erstellt
26.04.2022 19:20