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2006/0735

Jahresbericht 2005 der Patientenfürsprecherinnen des Klinikums Darmstadt

Magistratsvorlage 15.11.2006

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2006/0735

1289 Zeichen

Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats- 
geschäftsstelle: 
15.11.2006 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung: 
Dezernat II  
 
Amt: Klinikum Darmstadt 
an den Magistrat 
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
 
an die Stadtverordnetenversammlung 
   OBW zur Befassung 
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
   zur abschließenden Beschluss-        
fassung Fachausschuss 
 OBW bei abschl. Beschluss-
fassung Magistrat 
   
Tagesordnung:  I  II 
Verteiler: 
 
 
Vorlage-Nr. 2006/0735 
 
Magistratsbeschluss-Nr. 
  
 
 
Betreff: Jahresbericht 2005 der Patientenfürsprecherinnen des Klinikums Darmstadt 
 
Vorlage vom: 15.11.2006 
 
Beschlussvorschlag: 
Der Magistrat nimmt von dem nachstehenden Bericht Kenntnis und leitet ihn an die Stadtverordneten-
versammlung weiter. 
 
 
 
Anlagen: Jahresbericht 2005 der Patientenfürsprecherinnen 
 
Beschluss des Magistrats vom

2 
... 
 
Begründungsseite zur Magistratsvorlage vom 15.11.2006 
 
 
 
Nach § 7 Absatz 3 des Hessischen Krankenhausgesetzes ist der zu erstellende Jahresbericht über 
die Arbeit der Patientenfürsprecherinnen des Klinikums Darmstadt der Stadtverordnetenversamm-
lung vorzulegen. 
 
 
 
Darmstadt, 15.11.2006 
Az.: 01 06 36 
01 01 03 
 
 
 
Der Dezernent II 
 
 
 
 
Wolfgang Glenz 
Bürgermeister 
 
 
 
 
Anlage

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8980 Zeichen

Jahresbericht 2005 der Patientenfürsprecherinnen
Klinikum Darmstadt Grafenstraße

Gemäß den Richtlinien des Hessischen Krankenhausgesetzes waren - wie in den Jahren zuvor -
auch im Jahr 2005 drei Patientenfürsprecherinnen im Klinikum tätig:

Annekatrin Ellers Klinikum Darmstadt
Dr. med. Barbara Schneider Klinikum Darmstadt
Helene Pelizäus Klinikum Eberstadt

Wir konnten während der Sprechzeiten in unserem Büro persönlich oder telefonisch erreicht
werden:

in Eberstadt: mittwochs . 9.00 - 11.00
in Darmstadt: montags 15.00 - 17.00

In dringenden Fällen konnten unsere privaten Telefonnummern angerufen werden.

Schriftliche Beschwerden wurden entweder von den Stationen an uns weitergeleitet oder In die
dafür vorgesehenen Briefkästen an den Klinikeingängen eingeworfen.

Darüberhinaus machten wir Stationsbesuche, soweit dies zeitlich möglich war.

Im Jahr 2005 hatten wir im Klinikum Darmstadt 46 mal Beschwerden oder Anregungen zu
bearbeiten.

Die Zahl der zu uns gelangten Beschwerden erscheint angesichts der großen Patientenzahl des
Klinikums als nicht sehr hoch.

Bei unseren Besuchen auf den Stationen war daher auch meist eine positive Grundstimmung zu
erkennen. Kleinere Beschwerden, die auf diesem Wege zu uns gelangten, konnten in Gesprächen
geklärt werden.

Ansonsten gab es die unterschiedlichsten Aufgaben zu lösen.

Es waren organisatorische Schwierigkeiten aufgetreten, auch in Verbindung mit langen
Wartezeiten. Außerdem galt es, Kommunikationsprobleme zu klären zwischen Patienten und
Angehörigen auf der einen und Ärzten und Pflegepersonal auf der anderen Seite.

Welterhin beschäftigten uns: die Parkplatzsituation, die räumliche Ausstattung sowie die
Verpflegung.

Auch in diesem Jahr gelang es meistens, durch Gespräche zu zufriedenstellenden Lösungen zu
kommen. Gelegentlich mussten wir die zuständigen Dienststellen einschalten. Wenn dies
erfolgte, erfuhren wir wieder große Unterstützung seitens der Klinikleitung oder des zuständigen
Personals.

Organisation und Wartezeiten

Koordinationsprobleme scheinen Immer mal wieder in der zeitlichen Zusammenarbeit einzelner
Klinikbereiche zu bestehen.

Es gab Beschwerden von Patienten oder Angehörigen hinsichtlich der Planung von
Untersuchungen in den verschiedenen Abteilungen. Dies bestätigten auch die blauen Damen.

So wurden Patienten zu Untersuchungen abgeholt und mussten dann teilweise mehrere Stunden
auf deren Durchführung warten.

Bei der Bearbeitung dieser Fälle war es uns nicht immer möglich, eine nachvollziehbare
Erklärung für diese Wartezeiten zu erhalten.

Es wäre wünschenswert, dass hier noch mehr versucht wird, im Sinne der Patienten zu handeln.

In der Notaufnahme wurde von seiten eines Angehörigen angeregt, Informationsblätter
auszuhängen, anhand derer sich Wartende über das Procedere bis zur Verlegung Ins Kranken-
zimmer orientieren können.

Pflegerischer Bereich

In diesem Bereich gab es verschiedene Klagen.

Angehörige berichteten, dass einigen Patienten, die nicht alleine essen konnten, nicht immer
ausreichend geholfen wurde. .

Dies konnte durch Gespräche mit den zuständigen Pflegepersonen positiv verändert werden,
wobel sich herausstellte, dass die Schwierigkeiten wohl oft auf Missverständnissen in der
Kommunikation beruhten.

Bei der sanitären Versorgung Ist es gelungen, durch Einschaltung des zuständigen Chefarztes
Maßnahmen in Gang zu setzen, die eine für Patienten unzumutbare Situation verhindern können.

Bei Beschwerden , die sich auf eine zeitgerechte Versorgung oder verbale Zuwendung durch das
Pflegepersonal bezogen, konnten wir vermitteind eingreifen und so zu für beide Seiten
akzeptablen Lösungen kommen.

Kommunikation zwischen Patienten und Klinikpersonal

Emeut wurde uns über Situationen berichtet, in denen Patienten sich hinsichtlich ihrer Krankheit
sowie ihrer Ängste und Sorgen in existenzbedrohenden Situationen nicht sensibel genug
wahrgenommen fühlten.

Dies ist erfahrungsgemäß insbesondere bei Krebskrankheiten oder akuten Herz- Kreislauf-
krankheiten der Fall,

Die Ursachen für die Kommunikationsprobleme sind wohl häufig auf Seiten des Klinikpersonals
im Zeitmangel zu suchen, der es nicht immer erlaubt, sich auf die gewünschten langen
Gespräche einzulassen. Es zeigten sich aber auch vielfältige andere Gründe, die zu
Missverständnissen führten.

Wir haben diesen Patienten oder Ihren Angehörigen eine besonders intensive und zum Teil auch
mehrfache Gesprächszuwendung gegeben.

Es gab aber auch Immer wieder Patienten und Angehörige, die sich außerordentlich dankbar
über die liebevolle Betreuung und Unterstützung bei schweren Erkrankungen geäußert haben.

In Gesprächen mit den Krankenhaussselsorgern und dem psychoonkologischen

Arbeitskreis wurde die Kommunikationsproblematik ebenfalls aufgegriffen und es wird von allen
Seiten versucht, Wege zu finden, die zur Vermeidung von Missverständnissen führen.

Räumliche Ausstattung

Es gab immer wieder Bitten, kleinere Mängel in Krankenzimmem zu beheben.

So mussten z.B. fehlende Kleiderhaken angebracht, ein defekter Frischluftventilator in einer
Nasszelle repariert oder Tollettendeckel befestigt werden.

Dankenswerterweise wurde dies durch die zuständigen Dienststellen immer umgehend
bearbeitet. .

Toilettensituation

Häufig empfanden Patienten die Zuordnung der Toilettenräume als ungenügend.

So störte es weibliche Patienten in Zweibettzimmern, dass sie den Sanitärbereich mit männlichen
Patienten des Nachbarzimmers sowie mit Personen, die vom Flur aus Zugang hatten, teilen
mussten.

Wir konnten hier lediglich versuchen, Verständnis zu wecken für die räumliche Situation und das
Alter des Klinikgebäudes.

Vielleicht ist es aber doch möglich, zu versuchen, bei der Zimmerbelegung auf eine
entsprechende Geschlechterzuordnung zu achten.

Parkplatzsituation

Im Innenbereich des Klinikums fehlte bis vor kurzem eine Parkmöglichkeit für Kurzparker in der
Nähe der Medizinischen Klinik.

Hier kam es zu Disputen zwischen Taxifahrem und Klinikangesteliten, wenn entlassene
Patienten abgeholt werden sollten.

Unserer Bitte nach einer Lösung dieses Problems wurde schnell entsprochen.
Die Direktoren der Medizinischen Klinik erklärten sich bereit, ihre Parkplütze mit anderen, etwas

entfernteren, zu tauschen, so dass nun Parkplätze für Abholer in unmittelbarer Nähe des
Ausgangs der Medizinischen Klinik eingerichtet werden konnten.

Verpflegung
In diesem Jahr ergaben sich in diesem Bereich hauptsächlich nur noch zwei Kritikpunkte.

Zum einen beschwerten sich Patienten, die leichte Vollkost zu sich nehmen müssen, über das
häufige Angebot blähender Gemüse - z.B. Schwarzwurzeln oder Blumenkohl.

Wir bemühen uns weiterhin, dass sich hier das Gemüseangebot ändert.
Der zweite Punkt betrifft die nicht immer korrekte Einhaltung der Patientenwünsche bei der

Essensbestellung.
Das Bemühen, hier Fehler zu vermeiden, ist zwar erkennbar, aber noch nicht Immer erfogreich.

Darmstadt, Januar 2006 Annekatrin Eilers
Barbara Schneider

Helene Pelizaeus, Patientenfürsprecherin
Klinikum Darmstadt-Eberstadt

Jahresbericht 2005
Klinikum Darmstadt-Eberstadt

Im ganzen hat die Zahl der Beschwerden nicht zugenommen, sondern ist konstant geblie-
ben, es waren 32 im Jahr 2008. Es ist immer noch so, daß massive schriftliche Beschwer-
den in der Minderheit sind, und eher bei den Besuchen auf der Station im Gespräch negative
Erfahrungen geäußert werden. Diese beziehen sich am wenigsten auf die Pflege, die wird
meistens gelobt — sondern die wohl subjektive Erfahrung der Patienten, daß sie sich nicht
genügend informiert fühlen.

Es gab keine Beschwerden zur ärztlichen Versorgung, aber manche Patienten hätten gerne
noch mehr persönliche Informationen zu Fragen beantwortet, die sie sich.nicht getrauten zu
stellen.

Beschwerden gab es über längere Wartezeiten in der Augenklinik und in der Neurologie, wo
auch über die ungemütliche Atmosphäre (enger Flur, Liegen mit Neuaufnahmen, Unruhe,
Stress-Empfinden) geklagt wurde.

Zur Verpflegung gab es weniger Beschwerden, die Patienten wenden sich jetzt gleich an die
Menuberaterin, wenn sie unzufrieden sind.

Zum Fahrdienst innerhalb des Geländes gab es wenig Beschwerden, das klappt meist zügig
und reibungslos, obwohl es oft unruhig und beengt zwischen den Pavillons (Eingänge Stat.
40/41) ist.

Es gab eigentlich nur eine massive Beschwerde von einer Patientin zur Aufnahme, Untersu-
chung, Wartezeit und Unterbringung in der Neurologie, die unter Einbeziehung der Zuständi-
gen mit der Betroffenen geklärt wurden.

Bedauerlich bleibt weiterhin, daß sich Patienten auf einer Station zu einer Beschwerde zu-
sammentun, und dann anonym bleiben wollen, sodaß es wenig Möglichkeiten zu einem klä-
renden Gespräch gibt. Die entsprechende Mitteilung befindet sich dann im Briefkasten (Pati-
entenfürsprecherin) beim Haupteingang Klinikum.

Hilfreich und bemüht sind die Mitarbeiterinnen der Aufnahme, wenn es darum geht, einem ,
bereits entlassenen Patienten noch Antwort auf seine Beschwerde zukommen zu lassen.

Apr 2006 gen ER

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Details

Vorlagen-Nr.
2006/0735
Typ
Magistratsvorlage
Datum
15.11.2006
Erstellt
29.09.2026 00:00